m. 218 ei Ptetzcner Hujei^er crschemt lagllch, außer Lo'mlaq«. - Beilagen: SietzemrZamilienblötter: Ktcisblait .gl den Kreis Stehen. Vezugspreis: ,nsnatL. 1 ÜJK., wertel- jährlich 3 Dtt.: durch ^bhsle- il Zweigstellen monatl. 90 Pf.: durch Dii^oft Mk. 3.— viertel- •flftrL ausschl. Bestell g. Fernsprech - Anschlüsse: sürdie2christleitung1I2 Äerlag,Ge.schäftsstelle 51 AnschrlttfürDrahtnach- nchtm: Anzeiger Sieben. Erstes Blatt 16 k. Iahrgaug Montag, 1 c. September 1917 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N68b GeKeml-MZeiger für Oberhessen Zwillingsruiidvruck u.Verlag: Brühl',che Ums.-Buch- u. SteinOruckerei «.Lange. .'.lumgme ao»l '. die lLageSrnunnlec zuinRachnritlag vorher. ZeUenprcise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., d. Plat;vor1christ 30 Pf., für Reklamen 7b Pf., bei Pratzvorschrist 90 Pf. Hauptfchriftteitcr: Aug. Goetz. Verantwortlich fiir Politik u. Feuilleton: vankverkehr: Aug. Goetz; Stadt und Gewerbebank Gießen Land, Vernrischtes u.Ge- richtösaal: Fr. R. Zenz; Schristleitung, ScschSstrstelle u.vruckcrel- Schulstr. 7. Hiiilcind Zm Republik erklärt. Nene englische Angriffe abgeschlagen. (WTB.) Großes Hauptguartier, 15. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppeKronprinzRupprecht. In einzelnen Abschnitten der flandrischen Front steigerte sich abends wieder die Kampstütigkeit der Artillerien. Dem Trounnelfenrr am l4.Seplernüer vormittags folgte bei St. Julien ein englischer. Teilangriff, der im Gegenstoß zmn Scheitern gebracht wurde. Cüne Anzahl Engländer wurde gefangen einbehalten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Am W int erb erg bei Craonne holten Stoßtrupps emes badischen Regiments bei einer Erkimdung Gefangene aus den französischen 64räben. An -er Strahl So in me-Pp —So u a i n brachen die Franzosen zweimal ohne Feuervorbereitung gegen unsere Stellung vor. Eingedrungener Feind wurde durch Gegenstotz dei Bereitschaften sofort geworfen. Gefangene blieben in unserer Hand. Auf dem O stu f c r d e r M a a s st ü r m t e ii nach kurzer Feuerwirkung Teile einer kainpfbewächrten badischen Division die Höhe östlich 'des Chaume-Waldes. Der Feind leistete zähen Widerstand, der im Nrchkamps gebrochen wurde, lieber 300 Franzo sen wurden gefangen. Die blutigen Verluste des Gegners erhöhten sich noch durch ergebnislose Gegenangriffe. Leumant vo n B ü l o w schotz den 20. Gegner im Luftkampf ab. Oeftlickier Kriegsschauplatz. Bei geringer Gefechtstätigkeit blieb die Lage überall unverändert. Mazedonische Front. Keine große wn Kampfhandlungen. Der Erste Generalguattiermeister Lud endo rff. (WTB.) Grotzes Hauptquartier, 16. Sept. (Amtlich.) W e ft l i u;t r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der flandrischen Front ivr-hselte die Feuer- mtigkeir in Ausdehnung und Schärfe. Vornehmlich an der Straße Menin—«)P?rn lagen heilige Feuenvellen auf unsrer Frontzone. Dort griffen mehrere englische Bataillone ch- deren Ansturm fast durchweg verlustreich zusaimnenbrach. Nördlich der Strafte drang der Feind in unseren vordersten traben in Kompagnievreite ein. Südöstlich von Ar ras steigerte sich nachmittags das feindliche Feuer schlagartig zu stärkster Wirkung. I n k ü n st - l i ch e m Nebel brachen k u r z d a r a u f d i e Engländer in 15 0 0 Nieter Breite bei Cherisy vor. Flammenwerfer und Panzerwagen sollten den Sttirmtrnp- rm den Weg bahnen. Unsere kräftig einsetzendc Abwehr durch Artillerie und Maschinengewehre brachte den feindlichen Sturm zum Scheitern. Wo der Gegner in unsere Gräben gelangte, wurde er durch die Infanterie im Nrchkampf zu- rückgelvorfen. An der gleichen Steile wiederholte der Feind seinen Angriff kurz vor Dunkelheitauch diesmal schlug sein Sturm "verlustteich fehl. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. ^ Außer Erkmtdungsgefechken und zeitweilig lebhaftem 'L>tünmg6feuer in einigen Abschnitten war die Kamptätig- kest. gering. Auf dem festlichen Kr i e g s s ch a u p l a tz e and m der 1 1 azedoNischen Front leu'.e größeren Kampfhandlungen. Der Erste Gelreralquartiermeister Ludendorfs. » Die Abendberichte. Berlin, 15. Sept.. abends. (WTB. Amtlich.) In Teilen der flandrischen Front und südöstlich von Arras lebhafte Gefechtstätigkeit. Vom Osten nichts Neues. Berlin. 16. Sept.. abends. (WTB. Amtlich ) In Flandern an- und abfchwettcnde Feuertätigkeit wut vereinzelten Jiifanteriekämpfen. Sonst nichts Wesentliches. Noch immer wissen wir über die neuesten Vorgänge in »dMand weirig. Nur was in der .Hauptstadt vor sich geht, lmffen wir durch die von der provisorischen Regierung, ' ^urchgelassenen MeLnmgLir, aber wie es iw Hauptquartier ausjücht, ist noch gLuzliä) dituLl. AMtaud gegen Kerenscki scheint gescheitert zu sein; vielleicht hatte er von Anfang an gar nicht den Willen, die Frage mit Gewalt zu lösen, vielleicht hat er dem Oberhaupt nur einen Vorschlag machen wollen, nur Kerenski einMsck)üchtern. ihn mit dem schwersten Gewicht von Verairtworttrng zu. beladen. Kerenski ist fest und unentwegt geblieben, aber in der neuesten Kundgebung der pvovisorischeir Regierung, in der Rußland zur Republik erklärt wird, steht es deutlich geschrieben, daß noch gewisse ernste Gefahren bestehen.. Und darin heißt es einmal, die Regierung sei von der Verhaftung Kornilows verstarrdigt worden, ein arideres Mal, Gmieral Alexejew gehe ins Haupt- quartver, run Korrrilow und die Mitschuldigen sestzmrehnien. Die „Times" aber meütt, zur Verhaftung' Kornilorvs möge es am besten gar nicht komrnen, die beiden. Rivalen möchten sich zürn Nutzen des Landes wieder versöhnen. Die Grüße der Gefahr dieser Gsgerwevolution Kornilows ist also vor- lausig noch nicht abzusehen. Mit Recht vettoeist das Blatt der deutschen Regierurig, die „Nordd. Allgein. Ztg.", daraus, daß die französische Presse in den letzten Tagen zur Genüge dargetan habe, wie verschwindend wenig ihr an. dein denio- krattschen Gepräge des russisckMn Staates gelegen ist, wenn für Frankreich nur die Hoffnlung besteht, daß das russische Heer für die Entente weiter blutet. Diese Hoffnung knüpften die sianzösischen Zeitungen an den zu siäkh! von ihnen be- wiltkonmlneten Erfolg Mirn.ilo4vS. Ein großer Entscheidungsschritt ist übrigens durch die Ausrufung der Republik nicht getan worden. Welchen Namen das- morsche, zerrüttete Staatswesen trägt, ist ziemlich gleichgültig. Seit dem Abgang des Zaren war doch Rußland eigentlich schon eine Republik. Das letzte Wort darüber war der konstituierenden Versammlung Vorbehalten worden, die Kerenski bisher nicht hat zustande bringen können. ES ist bezeichnend, daß sich der jetzige Machthaber von dieser gesetzgebenden Versammlung nichts Rechts zu versprechen scheint, daß er im Gegenteil davon viel te *• -neuen Wirrwaar erwartet. So begnügt er sicl), die Moskauer Konferenz als Organ des Volcswillens anzunehmen. Immer noch hält Kerenski an seinenr alten Programm fest: Die Massen zu bändigen, Ordnung urrd Autorität der Regieiarng im Lande herzustellen und jede Gegenrevolution, ob sie nun von oben oder von unten komme, fernz-uhalten. Die denwnstratrve Absicht der neuen Regiermrgserklärung geht wieder nach diesen beiden Rrchtungeir. Es soll die Republik erklärt werden, aber zugleich wird die gesamte Macht fünf Ministern Übertragerl. Schon heute aber steht es fest, daß die alten Treibereien fort- bestehen. Der Arbeiter- und Soldatenrat ist alsbald auf den Plan getreten und fordert die ausschließliche Staatsgewalt der unteren Volsschichten, des „revolutionären Proletariats" uud der Bauernschaft. Biele Forderungen werden den Ratschlüssen Kerenskis schroff begegnen. So wrrd z. B. auf die sofortige Zusarmnenbernftmg der verfassunggebenden Versammlung gedrungen. Das .Heer soll noch weitergehend denwkratisiert werden, und die eindrucksvollen Mahnungen, die von der Moskauer Konferenz ins Land gegangen sind, sind spurlos 'verhallt. Der Arbeiter und Soldatenrat stellt außerdem die Forderung eines allgemeinen demokratischen Friedens, der allen kriegführenden Ländern vorgeschlagen werden soll. Kerenski wird diesen immer mächtiger werdenden Wunsch am wenigsten eindämmen können, und seine Bundesgenossen in London und Paris werden gar bald in irgend einer Weise in die Lage kvrmnen, in einen saueren Apfel beißen zu müssen. Die österrerchisch-ungKrifchen Tagesberichte. Wien, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich, wird verlmttbart.- Auf dein östlichen Krieg^chmrpkrtz und in Albanien keine besonderen Ereignrsfe. An der Iso nzo-Front lcHte die Kampstütigkeit stellenweise aus. Südlich von Selo mit Jsonzo sind nteljrfrc italienische Vorstöße gescheitert. Arrf dem Monte San Gabriele liegt schweres HZeschützfeuer. Teilan,7nffe der Italiener wurden abgeschlagen. Die Zahl der mi August an der Südwestfwnt ab- geschossenen itattenischen Flieger bettägt 32. Wir verloren in dei selben Zeit 11 Flugzengr. Der Ehef des Generatstabes. Wien, 16. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestl ich er KriegSftch-amplatz und Albanien. Nichts Besonderes zu melden. 11 a l ieniseher Kr ieg sscha up latz. Südlich von Selo, am A.sonzo, wurden italienische Vorstöße vereitelt. Im Süd-Abschnitt der Hochfläche von Bainsizza-Hei- ligegeist nahm der Feind seine Versuche, unsere Dtelftingen zu durchbrechen, erneuert auf. Unsere Truppen behielten in erbitterten Nahkämpfen die Oberhand. Die Italiener wirr- den geworfen. Bei Gö rz und auf der Ka rstho chflüche Artilleriekampf. Der Chef des (^eueralstaluS. Mißerfolge der Feinde im westen. Berlin, 16.Scpt. Gelegentliche ltcftige Feuerwellen sowie Tencrngriffe an der flandrischen Front. So schickten die Engländer auch> am 1ö. September um (> Uhr nachurittags östlich Vipern wieder mehrere Bataillone zum A^igrifs vor. Der 2lnch:ist ' öelmid nur in einem kleinen örtlich bogreirzlrn ^Nest nördlich der Straße Ipern-—Men in. Die Engländer verfolgen mit diesen' an Menschen imd Munition stets sehr löstspieliqen Vorstößen mehr m o ra lr schc alS mat eriell e und t a k t i s che Zie l e. Durch unausgesetzte Munitionsverschw-endung und Blntvpser sucht inan den Eindruck zu erwecken, als dauere die Flandern-Offensive rwch an, und sucht so dlos Eingeständnis von deren katastrophalem Zusammenbruch nach Möglichkeit hinausznschieben. Auch die englischen Operationen an der Küste TKitten augenscheinlich mir. demonstrativen Zweck. Den englischen Luftgeschtvadern, die ttags nber mehrfach vor der flandrischen Küste kreuzten, folgte».lL der .Kacht zum 16. die Beschiesging der deutschen Vorposten guelpd Ost ende dirrch englische Zerstörer und ersollgreick^ Bombenabwürfe, ünch die deutschen Fliegergeschwader waren tätig, Lager imd Bet tencu wurden mit Bomben beworfen luib rnelirere große Explo sioneii beobachtet. Ein feindlicki>er Be durch Bomben- abwnrs brennend zum Absturz gebracht. ?luch bei dem wiederholteii -lngrifs im Artois zwischen der Straße Arras-Cambrai und Fon tmne errangen die Engländer keinen Erfolg, erlitten aber de- merkenswert hohe Berlustr. — An der französischen Front ist die Erschöpfung noch größer. Außer erhöhter Feuertätigkeit zlvlichcn Vauxaillon und der Lamotte-Ferme und einem Patrvuil- leiEuternehmen, das am Hochberg abgewiefen wurde, ist von fran.N'sischer .Kampftätigkeit nicksts zu melden. Um das Stocken der .Kampstätigkeit, das den überaus raschen Zusammenbnrch der letten Offensive in der Champagne uitö rnt te Verdirn-Front erweist. zu verdecken, greift die französische Heeresleitwig zu einem alten Mittel, Angriffe frei zu erfinden. Der französische Eiffeltnnn Bericht vom 15. September intldet ans dem rechten Maasufer nördlich des Caurievesivaldes einen angeblich gelungenen' ftanzösische Angriff. Dieser ^ltngriss liat wir in der Plmntasie des Eiffeltirrni-Berichterstatters statt gefunden. — An der gesamter. O st s v o n t war die Gefechtstätigkeit mir stellemveise etwas leb« lxrfter. Deutsche Stoßtrupps kehrten mehrfach mit Gesaiigeneii und Beute zurück. Die Vaux-Krc«z-Höhc durch badische TrHlppeir zurückerobert. Berlin, 15. Sept. (WTB. ÄichtamEch.) Wieder war es mne Division, die seit Kriegsbeginn in der Siurmecke vor Verdun steht und allen gegirerischen Anläufen nnt jener stummen Zähigkeit und hartnäckiger Ausdauer, die ihren Vesten eigen ist, getrotzt hat. Oft hat sie in entscheidendeii ^liugenblickeir dirrch strammes Trmifgclieri die Pläne des Feindes durchkreuzt, oft seine kleinen, mit vielem Blute erkauften Fortschritte plötzlich zünichte geinacht. Vor wenigen Tagen batten die Franzosen nach schärfstem Ar ttllcriefeiier die Trümmer der Vaux-.Kreuz Stellung genommen. Tie badische Division, die aus eine Reihe awstrengender .Kampftage zurücksieht, setzte ihre Ehre darein, sic dein Feinde wieder zu entreißen. Ties ist ihr gläiizend gelungen. Jnr Schutze der ruhigen Nacht vom 13. zum 14. erfolgte lautlos iind ohne Verwirrrura die Bereitstellung. 4 Minuten vor 6 Uhr sckncktrn deiltsche Ar iillerie und Minemoerser aus 100 Feuerschlümden Tod und Verderben ans die französische Liiiie, und ehe der Feind zur Besirrmmg konmien konnte, waren die Sttirmer schon in seinen Reihen, stachen, schliigeii und rollten mit Haiidgranaten die Gräben ans. Man überraschte die Franzosen bei der Mlösung. Apf 2 Morneter Breite uud 500 Meter Tiefe wurde so im Nu die ganze Stellung des Gegners gesäubert. Das befohlene Ziel war erreicht, und die stolzen Sieger brachten 6 Offiziere, darunter einen Major und zivei Hauptleute, und Wer 300_ Mann von drei verschiedenen Divisionen als Gefangene ein. Sonstige Beuöeziffern sind bis jetzt noch nicht gemeldet. Das zurückeroberte Grabensystern ivurde gegen mehrere Gegenangriffe voll behauptet. Ein Bciveis der Belblüfft' heit der Franzosen ist die Tatsache, daß ifyi' Sperrfeuer erst 6 Uhr 30 früh einsetzte und sehr schwach und lückenhaft war. Die badischc Division darf sich eines weiteren schönen Erfolges freiten und ein neues Blatt einftigen in die rubncreick)e Geschickte ihrer Kämpfe vor Verdun. Rußland als Republik erklärt. Petersburg, 16. Sept. Die vorl äufige Regicru n g erließ eine amtliche Kundgebung, in der es u. a. l-eißt: Äc Rebellion des Generals Korn ilow ist unterdrückt, aber die Verwirrung, die sie in den Reihen der Armee und in das Land Getragen bat, ist groß. Von neuem! bedroht eine große Gefahr das Vater- brnd und seine Freiheit. Weiter erklärt die Regienrng, daß die politifckie Regierungssorin Rußlands die republikanische ist, imd p r o kl. a ni i ertRiuß la nd a l s r e Pu bl i ka u i s ch enSta a t. Die dringende Nottvcndigkcit, eirtscheidende Maßnahinen ohne Ver zug zu ergreifen, wni die -erschütterte Staatsordnung wiederherzu- stellen, bewog di-e vorläufige Regierung, ihre gesamte Macht fün f M inrstern mit dem Präs identen des Ministerrates an der Spitze zu übertragen. Die vorläufige Regierung setzt sich als Hauptaufgabe die Meder« Herstellung der Ordnwrg im Staate und die Erneuerung der- Kampf, fähigkcft der 9lttnr!ee. Petersburg, 16. Sept. Die vor! äirftge Rogienmg tt-ikt mit: MS zur errdgrlltigr'n Bildung des Kabinetts und angesichts der gegenwärtigen außerordentlichen Umstände bat die vc>rläuftge Re > giernng -alle Staatsgeschäfte denk Ministcrpräsideirten Kerenski, dem Minister des Aerrß-rn Te re st schc n ko, dem .Krregsrninister General Warchowski, dein Marinemiirrster Admiral Werde- rewSki imd dem Post - rmd Telegrapherrminister N i kitin übergeben. Petersburg, 16. Scpt. Das Miuisternpn! des Iimerrr teilt Mit, daß ab 23. Septeniber das Betreten Petersburgs nur gegen Vorzeigung einer besonderen Erlaubnis ersolgeir darf. Petersburg, 15. Sept. „Birsbewija Wj^omvsti" sckweibt: Für die Vereinigung des höchsten O derbe fe hl uiib der höchste n S ta-a tsl e iku n g in einer Person sei die Erwägung unaßgebend gnvesctt'- das, Iierttaueir der Soldateir zum m-d cme Wftder h oillrnF des Falles Kor- ftilow em für «lle Mal rovnvglick gemacht Serben müsse. Nach ben lmksstepend«: Zeitungen, z. B. „Noroaja Shian", sieht es so «ras, als ob die Kadetten lebhaft wünschten, an der iföegimmg vertreten aU fern, hierbei aber auf bestimmten Widerstand von links stießen. Allgemeine Flucht ans Petersburg. Stockholm,, 17. Sept. Ist P e t e r s b n r g herrscht stnt fünf Lxrgen a llgemeine Flucht Da die Bahnfahrkatten ganz aus- verLrufl und Wagen kaum erdälttich sind, verlassen die Mensck-en zu Anß die Stadt, ofoit selbst Ortzeit zu haben, wovor sie eigentlich l liehen. Es herrscht die allgemeine 9lnffasnurg, daß die Hauptstadt vielleicht in einigen Tagen vor dem Verhungern stehe. Alcxejew im Hauptquartier. Petersburg, 15. Seht. (WDBst Meldung der Peters barger Telearap hen.a gerttiir Nach Me.ldirrngen, dreinr Kriegs- ministeriuin eingelarrferr sind, wird Genera tstabsches Alexe- j ew heute nachmittag tm ö gerettet werden können. Amsterdam, 15. Sept. (WTB) Nichtamtlich. Das Reutersche B>u.reau meldet aus Petersburg: General Kornilow hat den Oberbefehl noch nutzt niedergelegt. Alexejew. der die Untersuchungskonnnission begleitet, soll heute im .Hauptquartier ein treffen. Amsterdam, 15. Sept. (WTB. Mchtamtlch.) Das „Allgemeen Handelsblad" meldet aus Petersbrlrg vom 14. September: Kornilow wartet im Hanptqrrartrer die Ankunft Alexejews ab. Kornilow und Luchomsky erklärten, sie seien bereit, sich der vorläufigen Regierung zur Ver- fügung zu stellen, wenn diese aufhöre, ihre Ehre anzutasten. Kerenski und seine Umgebrnrg verlangen aber eine bedin- gunaslose Untenoerfung der schuldigen' Generale. Sawiukow wurde seiner Aemter enthöbe,!. Der Kommissar für militärische Arwelegenheiten tu der Ukraine teilte Kereuski mit, daß sich alle ukrainischen Truppen in der Bekämpfung Kor- nrlows mit der provisorischen Regierung solidarisch erklären. Verhaftung Kornilows? Betersburg, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Mel- vung des ReuLerschen Bureaus. Die Regierung wurde von Haltung Kornilows und seiner hauptsächlichen Mitschuldigen verständigt. Rene Beschlüsse des Arbeiter- und SoldaLenrats. Petersburg, 15. Sept. (WTB.) Petersburger Telegra- phen-Agentur. In einer in der letzten Nacht in Päersburg zu sammengetretenen BersaTmNluug des Arbeiter-und Soldatenrates wurde mit 279 gegen 115 Stimmen eine Entschließung angewomrnen, in der es heißt: Der Arbeiter- und Soldatenrat Halt es für seine Pflicht, zu erklären, daß in Zukunft nicht nur jede Macht der Bourgeoisie und der Kadetten, deren Teilnahme an der Verschwörung Kornilows außer Frage steht, beseitigt werden muß, sondern daß auch jede Politik einer unverantwortlichen Koalition endgültig ausMgeben ist. Es ist zu verhindern, daß der militärische Oberbefehl und die Regierungsgewa.lt wieder zum Herd einer gvgenr.volutionären Verschwörung gemacht werden. Der Arbeiter- und Soldatenral ist der Ansicht, daß der alleinige Ausweg aus der gegenwärtigen unhaltbaren Lage die Schaffung einer Gewalt sein würde, die ans Vertretungen beä revolutionären Proletariats und der Bauernschaft zusammengesetzt ist und deren Tä- ttgkeit auf folgenden Grundsätzen beruhen müßte: 1. Verkündung der demokratischen RepubLik. 2. .Sofortige UÜbergabe aller Ländereien ohne Rückkanfrecht, die den Grundeigentümern gehören, an die Bauernausfchüsse bis zum Zusammew- tteten der verfassen gsgebenden Versammlung. 3. Einführung einer Arbeiterkontrolle Mw die industrielle Produktion und über die Verteilrmg der Erzeugniffe, Verstaatlichung aller wichtigen Industriezweige der draphtaerzeugung, der metallurgischen Produktion und der Kohlenförderung, durchgreifende Besteuerung der großen Kapitalien und Vermögenseinziehung der Kriegsgewinne, um das Land aus der wirtschaftlichen Desorganisation zu befreien. 4. Erklärung aller Geheim vertrage für -null und nichtig und sofortiger Vorschlag eines allgemeinen demokratischen Friedens an alle kriegführenden Länder. Gleichzeitig sollen wlgende Maßnahmen angeordnet werden: 1. Aufhebungen aller Unterdrückungen gegen die Arbeiterpresse und Einrichtungen, Ab-schafftrng der Todesstrafe an der Front, Wiederherstellung der absoluten Freiheit politischer Propaganda und zwar für alle demokratischen und militärischen Orga- nisattonen und Entfernung aller gegenrevolutionären Elemente vom Armee-OberLommando. 2. Das Recht der'örtlichen Verbände, Kommissare zu wählen. 3. Verkündigung des Rechtes der Nationen, über ihr politisck>es Leben zu bestimmen, das heißt, volle Befriedigung aller Forderungen Firckands und der Ukraine. 4. Auslösung der Duma und des Reichsrats sowie soforttge Zusammenberufung der verfassungsgebenden Bersamnüung. 5. Mck-afftmg der Vorrechtes er sozialen Klassen und Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetze. Petersburg, 16. Sept. 'Die nmximaliftifche Entschließung, die der Arbeiter -Und Soldatenrat gestern mit 279 gegen 115 Stimmen annahm, und die bereits telegraphisch mit geteilt würbe, erhielt diese Stimmenmehr Heft nur infolge der Mwesenheft des größten Teiles der SoLdaitenabgeordneten in der Sitzung. Daher hat auch in einer neuen, diesmal vollständigeren Sitzung, der vereinigte Arbeiter- mtd Soldatrenvat mit überwiegender Stftmnen- melnheit obengenannte maximalistische Entschließung ab gelehnt und eine mininralistische Entschließung angenommen, in der es heißt: .„Die tragische Situation des Landes macht es nötig, daß die Verfassung und die revolutionäre Qtewdft stark irrtb frei von jedem' Kompromisse mit dem gegenrevollittonären bürgerlichen Element ei. Deshalb beschloß der Arbeiter- mrd Soldatcirrat, sobald wie Möglich eine Allgemeine Versanrmlung der Vertreter der gesamten organisierten Demokratie einzuberufen zur Lösung der Frage der Bildung einer Regierung, die fähig ist, das Land zu retten Bis zur Einberufung der erwähnten Versammlung bleibt die gegeir- wärtige Regierung an der Macht, indem' sie in engem Vereine mit der revolutionären Demokratie arbeitet, die aufgxfordert wird, der Regierung ihren tatkräftigen Beistand zu leisten." Die französische Presse und Kornilow. Berlin, 16. Sept. (WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt rn rhver Somrtagsausgabe unter btsii Titel: „Die französische Presse und Kornrlow": „Das mißglückte Abenteuer des Generals Kornilow hatte cmnwrlnu das Ergebnis gebracht, daß alle Welt so deutlich wie kaum ->uvor bte wghren Absichten Frankreichs gegenüber Rußland und lerne wal/ren Gesinnungen gegen den überschwänglich gepriesenen Keren skr enthüM wurden. Außerdem^ hat sich wieder beinerkens^oerte Weise entlmllt, nnt roclcher beisoiel- lofm Kaltb^uttgtett diese pathetischen Verkünder und angeblichen Vorkantmer des rmwluttonären Ideals den revollttionären Gedanken achtere, sobald ihre wirklichen tnlperialisttsck>en Ziele das zu ^ Dank General Kvrnilöio müssen herrte auch die "olrtchh Bünden, sobald sie die Stellungnahnre der Frcmzoseir zu üornll«os kurzone Zwischenspiel kennen, unzweisell-aft ernsehen, daß ixm Russen ganz und gar nichts anderes roünscht, als sNavpchen Gehorsam in der Fortsetzimg der ungeheuren Blut- Fvmlkrerchs «nrnexiomstische Kriegssiele. In denr höchst krrttschen A-rgenblick, da in Rußland sich die Dinge zunr Züvi- fwnps Ker-enskr-Kornrlow zuspitzen, hielt außer der „Humanttö" ^enr führendes Blatt Frankreichs dem Machthaber des verbündeten i*!*»' rciB i- feit sich an die Besänoichtigung der Anar- ^ d urch Kerenski oder an seine geliorsame Offensive gegerr Galizien erinnert. Selbst der vorsichtige „TeMps", der noch einen gewissen Schein der Nrwc^teilul^ett zu wahren suchte, ließ in. Wirklichkett dock die lZarternadn^ kür Kornilow erkennen. Liebevc-ll qürg er desseri mut .naßlMwn t-^dMrken nach Und erklärt^ den militärischen lim stürz- tttttuch nnt der Ablebnung der KornÄöwscheu Forderungen zur des Deeves mit dem schivaukenden Verhalten des. Regimes "'erenstts, das wcht rmn Handel", gelangt sei und die Maäst der ••Wff ferbe anwachfen lassen. Auch der ^Figaro" ^ Wort für Kerenski und keines gegen Kornilow. Er suchte m Dorschen^« erklären und brachte aus der Feder .Wolybe' -Remachs eure effektvolle Estgeniibcrstelluna der vorbild- .ichen ,M^rckan-.schen Diktatw-" und dm „russischen Änarckne", bei der der ersch.'namrten dos vielsagende Lob erteilt iourde: „Das ist uue Reglmung! ' Biel deutlicher noch ließ sich die übrige Presst v 2 nu'^t durch die scheinbar günstigen Aussichten Kornilows, ihre toal-re Mermmg Merken. Sie ging, wie beispielsweise das ..Echo'de .. verriet, von der Nebemeugimg aus, daß der russisch? biene vl ™*läßt sich „Journal des Debats" - st» Es nntei'n'»erdet zürnend zwischen Männern, die reden, V T l !fTil ’- IC Iai, ^är P rphrft Kvrenski geradezu vor, .- • ’id, mmgerc arrstrsche Mittel anzuwenden. Hier landelo ' um das Gemeinwobl. Den Musen ."n o an gedrohü dre Mmntwnslieferungen einznstellen' Dml seiner l^rkvlgo karge das Schicksal des Recchc' Vbrasendrrschn an der Sr-im- non 2T’- r >lt ^t> nrr ^ und Freiheit ,u srliwörmm drnnnm ^nnsrr andrer Doskcr ^u ifKri-r So'-t>. Drnwkrntrr fc- tWmt ,mr ** >n 'E^mrütz'Frr BmideK. Der Prozeß Srrchomlinow. Petersburg, 15. Sept. (WDB.) Meldung der Peters bnrger Delegraphenagentur. Der Prozeß Suchomli n to w, der infolge dev BerschLErung Kornilows! vertagt (taor beit war, ist heute wir aufgeitommen morben. Der Fall Luxbnrg. ^ Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der argen> tmlsche Gesandte überreichte heute im Auswärtigen Älmt eine Note, m der er im Aufträge seiner Regierung die Mitteilung machte, daß Graf Luxburg infolge der in seinen Tele- grainnren zum Ausdruck gebrachten Auffcrsiung aufgehört persona grata zu sein, und daß ihm infolgedessen die P a s s e z u g e st e l l t worden seien. Nach gleichzeitiger Aeuße- rung des argentinischen Gesandten richtet sich die getroffene Maßnahme ausschließlich gegen die Person des Grafen Lur- burg. Ein neuer Depefchenraub in Mexiko. Berlin, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- >cye Bureau 'verbreitet einen von dem amecibrnischen Staatsdepartement veröffentlichten angeblichen Bericht des deutschen Gesandten in Mexiko, der sich mit der Person des dortigen schwedischen GesclKftsträgers befaßt. Dteser Berrcht ifftz in Berlin an mntlicher Stel'le nicht bekannt. Amsterdam, 15. Sept. (Priv-attel.) Nach einer Mel- dung des Reutersü)en Bureaus benutzt die amerikanische Presse dre Veröffentlict/ung des .angeblichen Briefes des deutschen Gesandten in Mexiko durch Staatssekretär Ärnsina zu neuen Ausfällen gegen Schweden. „World" sthrerbt.- Schweden benutze ferne Neutralität dazu, dent Deutschen Kaiser heimliche Dienste zu leisten, und die Ver- ernrgten Staaten imd die anderen alliierten Länder toürden entsprechend auftreten müssen. Se^ (Priv.^el.)l Meldung des Mitterscben Bureaus. Der deuhche ^sandte rn Mexiko p. Eckhardt bat ? nc Ä 01 ? 0 veröffentlicht, in her er alles ableugnet, was mit den -övslnnFwner Enthüllungen in Verbindung steht, nwnack er den früheren schivedrschen Geschäftsträger Cronbolm dazu ver- wendet habe, um Nachrichtrni nach Berlin zu schakeu Er erklärt er lxtbe memals eine Nackricht durch Cronbolm gesandt und nie- ma^ Cronlwlm m einem Briefe für eine Ordcnsaus-eickmnng vor. geschlagen. Ms darauf^hrngaviesen wurde, Washington habe aus- Snttige"^^^' erklärte er nur, das sei eine amerikanische * . * Der Weizenmangel in Amerika. w. London 15 Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Eveninq News bemerkt anläßlich des Berichtes aus Neulwrk. daß Mühlen wegen Mangel an Weizen den Betrieb einstellen mußten. Dies ist eine Tatsache L?^utung.die Bewohner dieser Insel richtig erfassen müssen. Der Weizenmangel in Amerika muß die Einfuhr rn England beeinflussen. „Sparsamkeit mit Brot" muß jetzt das Losungswort sein. Tie Deutschen in Amerika zu Soldaten gepreßt? Kopenhagen, 16. 9. „Berlmgske Tidende" meidet Neuyorker Telegrammen zufolge wird die J? 1 ' dre Fremden in der Union zwetsel- lv- sehr schnell lm Repräsentantenhause angenommen werden. Das Gesetz wird sich auf die Deutschen u n d U n t^7 tauen der Mittelmächte ausdehnen, doch werden diese nicht an der Front verwendet werden, sondern in anderer » machm^"^ amcrtfmtcr ^ den aktiven Dienst frei zu » Äf ai\cv >rarls ttver ^>re ^cyonung fchwerdetroffener Familien. Wien, 15. Sept. (WTB.) Der Kaiser hat ein Handschreiben erlassen, in dem es heißt: Der lange, schwere Krieg hat allen Staatsbürger n schwere Opfer auferlegt. Um die am schwersten! getroffenen Fanrilien in Zukunft vor lveiteren schlimtnertz, Möglichkeiten ^u bewahren, befehle ich, daß die nachv>et>^ zeichneten VstlrtärPersonen der Kampftruppen, soweit stell nicht Militär von Beruf sind, auf solck)en für Frontdienst-' taugliche shsiemisierlen Dienstposden bei der Armee im Feldes verwendet werden, ost nicht der ständigen feindlichen (ttnw Wirkung ausgesetzt find. 1. Die als einzige verbtcebemM Sohne eirier Familie, von der bereits zwei oder mehrere^ Söhne gefallen sind oder infolge der während der Äriegs-^ dienstleist-ung erlittenen Verwnurdung, infolge der.Kriegs»« dienststtapazen oder infolge einer während der Kr i eg seien sh-- leistung zugezogenen Krankheit gestorben sind. 2. i&rtac von/ sechs oder mehreren unversorgten Kindern, für dexpn liniex* halt sie zu sorgen haben. Der Kaiser beauftragte die zuständigen Stellen, dies Durchfützrung dieser Anoüxnung zu veranlassen. * Der Ausbau des polnischen Staates. Berlin, 15. Sept. (WTB.) Folgende Aktenstücke werden fco* kannt gegeben: An nremen GeTttralgo^rveriieur in Warschau, General der Infanterie v. Beseler! Mein erlauchter Bundesgerwsse, Seine k. u. k. apostolische Majestät und ich balxm uns zu einem weiteren Ausbau des polnischeui Staatswe^ens, für das tvir durck) die Proklamation vom 5. ^lovember 1916 den (chund gelegt haben, entschlossen. Der harte Kriegszustand ge>lattet leider noch nicht, daß ein König die alte polnische Kttms zju ramemi Glanz errveckt, und daß eine aus allgenreinen, unmittck- baren Wahlen hervorgegangene Bollsoettretung ihre Beratungen zunt Woble des Lauches aufnimmt. Dagegen wollen wir schon setzt die Staatsgewalt in der Hauptsache in die Hand einer nattonalM Regttrung legen, während die Rechte und Interessen des Volles 1 eurem 1 neuen erweiterten Staatsrat anvertva.ut werden sollen. Den H Okkupationsmächten loerden in wesentlicher llel>ereinstiminung mit : ben Anttägen der Vettvauepsmänner des Landes nur jene Befug- ' nrsse Vorbehalten, die der Kriegszustand erfordett. Ich> erhoffe, daß dieser neue auf der Bahn der Berwirklichungj ernes selbständigen polnischen Staates getane Schritt in seiner weiteren Ausdehnung sich als segensreich ernri)>it und dazu sührrml, wrrd^, daß das durch die rilssischc Herrschaft solange in seiner frei-«' hertlichen Entwicklung gewaltsam zurückgehalteru Land durch die ergene Kraft seiner Bürger in fteiem selbstgewäbltcn Anschluß an die in treuer Freundschaft zu ihm stehenden Äiittelmachte einer friedlichen und gesegneten Zukunft entgegengeht Derngeniäß beauftrage ich Sie, da§ angeschlossene Patent betreffend die Staatsgewalt im Königreich Polen gemeinsam mit dem k. u. k. österreichisch-ungorischmr Militärgouverneur in Lublin z-i lassen. * Großes Hauptguartier, 12. September 1917 Wilhelm I. R. z u er- Seefrfea. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 15. Sept. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots- Erfolge im Aermelkanal: 4 Dampfer und 1 Segler mit rund 20 000 BrNttoregi st er tonneu. Die Dampfer waren sämtlich bewaffnet. Einer davon war ein Danb- dampfer. Der Segler hatte 1400 Tons Oel, Reis und Stückgut nach Le Havre geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 16. Sept. (Amtlich.) Im Atlantischen Ozean, der B i s c a y a und der Nordsee wurden durch imsere U-Boote wiederum 4 Dampfer und 1 Segler mit 23 000 Bruttoregistertonnen versenkt, darunter die bewaffneten englischen Dampfer Malda (7884 T.) imd Roanoke (5756 Tonnen), mit Stückgutladung, eine U-Bootssalle in Gestalt eines Dreimastschoners, die mit zwei Geschützen bewaffnet war und unter schwedischer Flagge fuhr. Bmn Dampfer Roanoke wurde der Kapitän gefangen ge- norrrmen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Kreuzer „Graf Spee^. Berlin, 15. Sept. (WTB.) Der heute in Danzig vom Stapel gelaufene große Kreuzer erhielt den Namen „Graf Spee . Dre Taufrede hielt Priirz Heiurich von Preußen. vollzog die Witwe des gefallenen AdmircckZ Gräfin Spee. Die deutschen Luftangriffe auf England. o Sept. (WTB>.) Die Aussagen von drei mr Lltftkampfe abgeschosserren englischen Fliegerofsizieren geben zum ersten Male ein authentisches Bild von den ungeheure n V e r w ü st u n g e n , die die d e u t s ch e ri L u f t- n don hervorgerufen haben. Von dem Augrrfs der deutschen Großkampfflugzeuge um Mitte JuLi erzählen sie, daß eine Bombe in das HauptteLsgraphew, und dort gewalttge Zerstörungen amrichtetr^ Höchst ernpftudlich loar auch der Sä-oHeic, der drcrch einen L^'fer, m dre Bank von England angerichtet wurde. Aber dre Regrerung ergrrff sofort sttenge Absperrunasmaß- ^ daß dre Oeffeirtlichkeit keine Einzelheiten erfuhr. Besonders gewalttg waren die Verluste in Ramsgade. Hrer wirrde erne große Zahl Soldaten getötet, deren Namen dann nutzt rn die Verlustliste ausgenoinmen ivurden. Die Offrzrere erzählen, daß irr England allgemein bekannt sei, daß dre Zertungen kerne tvahrhettsgetteuen Berichte bringen ^ rmr diejenigen, die zufällig Zeugen waren, den wahren Sachverhalt erfahren. Bei denr genannten An- ^L wurde ein englisches Flugzeug bei Margate abge^^ ^ober dessen drer Insassen verbrannten. Kr dnglrsche^ Wafferflugzeug stürzte in die See und verfaul, .^ult erzrelte etn Zeppelin bei Margate einen ^f£j n r « Mnnrtronsschuppen Da allein der durch dre Exploswn hervorgerrrfene Glasschadeir von den Offr- zrer^en auf 1500 Pfund Sterling geschätzt wUrL, to X iu ber gewalttgen Wirkung machen. Zu dresen Au^saben strnrnrt ern Brief aus London vom 26. ^ulr. „Wenn wrr rroch inehr solck>er Luftangriffe haberr ^lmder Crth von London nicht viel übria bleiben' urrd rch furchte, dsu hast recht." ^ ß LC 0en ' 1m$ dem Reiche. wirtschaftiichen Vereine des Zaarreviers und ^ochnngenr uno der Kaifer. pf^^ C Ä r i in ' 16 ‘ (WTB.) Dre wirtschaftlichen Ber- arrev r ers und Lothringen s nalxm folgendes Telegramm an derr Kaiser gerickftet: Kn ihren heutigen. gemernsoEn Sitzimgen mecfat hie unter-- ►kfiiitebeu Körpersck^afttm, «rtbaüntmicrt um Wie nachtröylichM Gr-. Wmienmgeir, bk zum Teil mit neu« Unverschämtl^itcn barfaflfit, bcu eibär m1 icke n unb plumpe n Versuch des ameri- fa nifchen P räsidenten, eimin SMJ jlmifdrii das dcufschei und seinen .Wiser zu ! reiben, rrett ccmmitiflrr Eittrüstiing und tziii luulOrücflirsier Euffäncdcutzeil zurück. Die in der Mtwortrvot^ LN beit Papst ,wtnt Ausdruck kommende widerwärtige und. «u m <1 ftic n de H enchelei WilsonS, faird imr NLxh ilübierH ttoffen durch die krasse UnvemrlniS der deutschen ^kschkl>te, deutschen Me sie ns und der deirtsck-c-n Freiheit. So stäglich wie dev ^ersuch, der deufahm Mgierung die Schuld oickW tl son ein so grvtzssl Staatogebilde mit alleinigen Machtdesugnissiün m regieren verntng Seil «m ^huübruick'i deS Kriege'^, betätigte fab Mlson in einer Weise, welche -ergt, datz bei ihm Verständnis für deu Begrist Der deulschot Dueue, M -der jeder Versuch, ^Oaikr wrd Volk zai trennenr/ zerschellen mutz, nicht vorausgn>tz1 werden darf., Imi übrigem künneir wir da« Urteil üher Wilson getrost sder lyeschicktve überlassen. Dia Zeit wird komnren, in dar das amerikanische i.Bolk fiel)' Offnes jelvinen Präsidenten, der es durch daS Eirgreifen in dm aussichtsd losen Krieg lächerlich machte, schämen ivtirld. Mir aber scharen unfi nt inucrfcf ii11rrtiditcc T-rene nach mit dem anverbrüctstichen (UauveM Lmr iirrrseuen tzk'aster, datz unser gerechter^perticLigmnqSI'rkg durch den baldigen Endsieg uns eine starke Zunmft ichtert. 1 Sndn-esUiche Grnpkpe beS Vereins bentffarr Eisen- und Stahl- rndustrieller, Verein Mr Wahrung der gementsamen wirlschafaliäMit Ittv- tenessen der Saarindustrir, Verein -ur Wahrung der wirtschiaftlichen Ilntevessen der Eisen- trnd lÄMindustrie ftir Elsaß. Lothringen, LZevein für die bergbaulichen In kr essen non Et sasr^Loch ringen, Handelstanimer z!u Saarbrücken, Louis Röchling. Kommer-- -knvat, v. Oswald, (Geheimer Konnuerzknrat, Rudolf Brenueke, Generaldirektor, Pa.nl ffLöcl?ting, Mmmerzienrat, Dr. SckLenker. Die Antwort des Kaisers. Daroltf traf vom Kaiser das folgende AirttVorttele- gramm ein: Allen an dem .Hnldigunasgrutz beteiligten Körpersck-asteu der Sagrinbustrie meinen herzlichen Dmck für die energische Zurück- lveisung des freventlichen Versuchs, daS deutsche Volk von seinem Kaiser und seiner Regierung -z-ic trennen rmd die Wurzeln seiner um'iverwindlicheu Kraft M imtergraben. Treue um T r e u e, das Nt bei* feste Stoff, ans dem daS Mtzerreitzbare Band manschen Deutschlands Fürsten und Böl'kern 'von ältersher besteht. „Kaiser und Reich', das ist die Parole, mit der Deutschland seine in schioerem Ringen e^'ämpfte Frechnt und Maclitstelluug siegreich mit Gut und Blut verteidigen wird gegen joden feindlick-en Angriff, mö-re er mit Waffengelvalt oder mit Verleumdung und Hinterlist gesühri werden. (gez.) Wilhelm l. R. Hindenbnrg au die Külner Handelskammer. K o l n, 15. Seht. jWTV) Mtf das von der hiesigen Handelskammer an Hindun bürg gesandte Telegramm ist folgende Antivort ein getroffen: Herzlickz«r Tank für die UebernrrMarg der Entschlietzung der HaudelsVammer. Wilson ist eS gelungen, das deutfctZe Volk zu vereinigen W entsclnedenstier ?lbwchr seines pvunrp>e" Versnct^s, durch den er Zwietracht bei „ms >zu säen fab unterfing Ich zweifle nicht, datz er eine den.1lick>e >Antu«ort erhalten wird durck» das Ergelnüs der 7. Krieg San leche, welck»e deu ,urb«ugsameirt tun llkreiiu^bHi Staa teu durch seine mich im .Idrirye völkerrechtswidrige Emmischling in die inueveu Verhältnisse eines anderen Staab's mtsreiwillig uns zu einer noch erhöben Opferfrendigkeit. Bon den deutschen Städten, die in den» Ringen um die Entwicklung dcS SkaatSlcbenö und um die freie Selbstverwaltung gewitz nicht znrückstehen, höre er die Antwort: Den Weg zu kincu Idealen, zum tlteck>t und zum Staatsbürgertum und vum öWfitf und Freiheit bahtlt daö dentschi' Volk sich selbst. Dir iklürgersckivfl der Städte und daS ganze Volk aber werden, die Antwort durck» die Tat erteilen, durch Geben und Werben für die siebente KriegSanlei!^. ««» Stavt tfttt» Land. Wietzen, 17. September 1917. 3um Geburtstage der Groftlierzogin. Zirm vb-rdeu Male jährt sich in diesem Kriege der Ge- buvtslag mcsever Gro-tzlierztoain, >imd ihr gelten heute in Liebe und Treue die Gedcnrchm u.nd Wünsche, dess ganzen hessischen Bo-Ikes. Ist sie es duxtz, die trneTmüidlich! fiir die Pflege der Verwundeteir und Kranken sorgt und mit stets helfender Hand Not und Arnmt bindert. Mge der kornmende Frieden ihr und ihrein Hanse alle Ge-gnnmgegi Urteil lverden lassen. ** Ausgabe von Kunsthonig. Die Ausgabe von Kunsthonig erfolgt von Mittwvch, dlir 19. Sevtinnber 1917 an gegen Barzahlimg und Rückgabe der Bestell-Ausweise. Nälieres skl>e Anzeige. ** Verteilun g vo n Spei s e sirn p. Es können auf die BeMgsabfchnitte Nr. 19 und 20 der Lelnnsmittelkarte zu sammen 125 Ofaannn Speisesirnv bezogen werden. Siehe die An zeige in heutiger Mtmmer. ** Nährmi t tel-Abgabe. Die bei den Neinhäudlern der Stadt OKctzcn bestellten 28aren köiuien von den M'stellern von Mittwoch, den 19. d. Mts. ab gegen ^larzahluing und Vorlage der Nährmittelkarte in Empfang genommen werden. Siehe Anzeige. * ** O be rhe s si scher Verein für Innere Mission Auf die Icchresversonnnlimg am IN. Sept,, 3 l /a ITfyr, fe>k durch den Bortrag von Professor I>. v. Mnr stier ans Tübingen eine besondere Anziehungskraft üben ivird, sei NockMk'als hinge wiesen. Der Eintritt ist für jedermann frei. (Siehe die A.nzieige in dieser Numul>er). Der gleiche )sttchn«t hält l»eim ^lvnckgvtt^btnrst We Pretwgt. ** Hamster fang. Ärn Somrtag früh zovtscl-en \ und 5 Uhr traf ein Inesiger isclnuhmamr mis d,'> NdrrbnNjter Stratze einen B^rhnlk-atntett airs Faankfikrl a. M. mit einer hwivren Traglast. Ter Schichniann lfa'lt den ihm verdächtig verkommenden Mann an und mmlangtr Einsichtnabine der Draglast. Nach anfänglictiem Zögern und dcn Erklärung, dost die Last Gemüse enthalte, jtetlte fab lierans, daß der Inlial 1 aus mehrerca Speckseiten und fünf Kalbskeulen bi'stand, die bei einem Mehger in Wnch'ck gekanst waren. Die Hamsterware wurde bescliilagnahml. die üblülie Lkstvafimg wird nickst auSbleiben. ** Borlraaöahend. Am Freitag abend smrd im giosten Saale di's Hotels Fürsteulwi vor zahlreich ersckvienener Inhörerschai ein Bortrag^lxmd statt, der stimmungsvoll oerlkf und i»flnt Anklang fand. Die Künstler* Paul und Willv Marquardt ans Frankfurt a. M. zeigten in Rezitationen uuo gefunglich'n Dar- stellnng gute stitniiilich' Schilnug und gesclnckv' ^Kn-inrgskwrst. Frau Tini Knecht aus Müuctieu ersreute durct» gewählte Lieder zur Laute, die sie bestens z^im Vortrag brachte. Witterttnftdbcricht. (O e f f c >t t l i ch e r Wetterdienst.) Vorwiegend trüb, nieist trocken Temperatur Nieuig geändert. Rfarg^'Miek'l. Letzte r7ncHrichten. Erzbrrger redet über den Frirdt'tt. Stuttgart, 1 (». Swt- In zivei Sonntag in Mlrarach ab» gehalkne» Versammlungen sprach ber Abt Erzb e r g e > ul#r die polctisclje Lage und die Friede,iSresolution des ^kick^lvgS Die Grundlage für den Frkdiii müsste sein, das, keine Äkraeivalti- gung irgimd-erm-r ''Natiiou vor sich gelten bürftr ^^ürrsfs der Friedeusnivb' des Papstes teilte Erchrger »ril, datz die Witrwri der dentscheu Regierung ans die pävstlicl>e Friedensuvte am :>ams- ^tag dem päpstlichn Nnnlins iu Rtilnchm z-m ^ikilergabe an den Baust überreicht worden sei. Durch enusn I>esonderxai M'iitut ' fall die deutsche M'twvrt nach Rom gelaiigen und dairn am uiick^tan Sonntag Aei.chizeiti.g in stöom .ijirb Berlin verösfentlicht werden. Der Redner bel-midel'k' sodann noch die beihiisch'.!Frage, den üueibau des polnischer, .Staatswesens und hob l)ervor, das, Ufa voraus- sichtlick» auch ein nnabhängiges Lrtaiicu erbmien Würde». Die Kioii'tnren des gereclsten Friedens höbin, sich invnver den'tlick^er von der OlesanEage ab. B n d a p e st, \ 6. Seht. Ter Abg. E r zib e r g e r soll «un 29 Septembi'r in einer Friedcuisversammbrng nugarisc1>er Kloth»- liken in ''Z'ndapest einen Vortrag tialten. Die Frieturnsversaminlung wird unter dem Vorsitz be<$ K'ardinals F-ülvstprimas ö ziernoch afo gehalten werden. Inpans stärktr^ ^kteüigimg am .Kriege. P e t e r s b u r g , ! <». Sept. Aus Nemwrk meldet die „Pel. Tel. Ag.: Nach Telegrammen aus Washiiiglon beab sichligt Japan bei der Beurteilung der Frage Über seine stärkere Beteiligung am Kriege nicht, irgendwelche besonderen Bedingungen zu stellen. Was Kiautfchou anlangt, ist Japan der Ansicht, datz diese präge nicht Gegenstand von Berlwnd tungen mit den Beremigten Staaten sein könne, sondern vor die Friedenskonferenz gehöre, lleberhnupl betrachtet Ja pan die Frage betreffend seine Absichten bezüglich Elstnaö als nicht diskutabel vor Been-digung des Krieges. Das gleiche gilt aitch bezüglich) der Zukunft der deutschen Inseln im Stillen Ozean, die Japan besetzt hält. Ach £nr zu schwer traf uns die Kunde, Die uns dem Leutnant schrieb. Sie riü uns eine tiefe Wunde, Nein die verarobot nie. Dein Vater und Bruder fangen dir voran Vor dreieinhalb Jahren, Nun folgst auch du die /Erleiche Bahn, Der Mutter bleichts die Haare. Du forderst viel, o Vaterland. Auf Felndesbodon schwer und müde sank hin dein Haupt zur letzten Ruh; Fürs Vaterland ^abst du dein Leben, Schlaf wohl, du mein Geliebter nun. Warst noch so juntf, Starbst viel zu früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Wiedersehn war seine Hoffnunir Tiftlerschüttert und ganz unerwartet erhielten wir am 8. September die schmerzliche Nachricht, dass am 4. September 1917, nachmittags () Uhr, durch Einschlag einer Granate mein lieber unvergesslicher Sohn, unser lieber Bruder, Vetter, Onkel, Neffe und Enkel Musketier Karl Baiser im Inf.-Regt. 116 , 11 . Komp., ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Kl. Ihmonatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 20 .Jahren nach sein junges Leben opfern musste Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Margarete Baiser Ww. Ludwig, Otto und Wilhelm Baiser als Brüder Karoline Baiser als Schwester Dinchen Spaar nebst allen Verwandten. Rödgen, Grossen-Buseck Alten-Buseck, Schwalheim den 17. September 1017 Schlafe wohl, du HerzeriKfiruter, Nun in fremder F>rde Scholl, Vielgeliebter Sohn und Bruder, Früh zu sterben war dein Los. WieJerKehn war deine Hoffnung Ach, welch «raue« Geachick. O, wann wird er wiederkommen, in r ersehnte Augenblick. 0910 ' s v..,, '4^4äW;. ^ Am 13. September 1917 ist un,er lieber Kamerad Üfutnmit i. R.und Whrer der l Batterie Herr Lrhramtsassessor Johannes Müller leider an einer in» Dienste erlittenen schweren Berletzung im KrtegSlazarett verstorben. Die Ableitung verliert in ihm einen überaus gewissenhaften, tächtiaen und für das Wohl seiner Untergebenen stets besorgten Offizier und ge- schätzten Aameraden. deflen Andenken dauernd in Ehren gehalten werden wird. 6908D Dar ©ffijicriorps einer Luhartillerie-Lrsatz-Adteilung. Morgen Dienstag abend Künftler-Konzert — Anfauu 8 Uhr — 69211 Hotel Scbütz Die leiudliche Kugel hat ibu weaaerasst, Unseren treuen Kameraden in tiiütt und srröti Er war so fleihig und bescheiden, Bor allem treu nefitiuL fMott hat ihn beimgeftthret Als seit! geliebtes Kino. Den Heldentod starb infolge schwerer Verwundung im Feldlazarett am 28. August unser guter Kamerad liiifetitr Heinrich Wijser in einem Fnf.-Regt. Seine Kameraden: D. ^rötzer D. Spaar M. Schmidt M. Wagner L. Becker D. Schmidt t^roßen-Buseck. den 17. Sept. 1917 Du guter Kanierad. du starbst so früh, Bergessen werden wir dich nie. Yhel'hefflslljkr^kl'eillslirWereMisPll Trahreöversammlttng Tieustag, 1 ^. September, Wh Hbr im Saal der ^ohauneskirche. Prof. I>. ^ ^• t ® r: . K „Wao mutz die Fnnere Mlspon nach dem Kriege bester machen oU vorher t** n Von Beileidsbesuchen bittet man gütigst absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Heute morgen 3 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden mein lieber, unvergesslicher Gatte, unser lieber, treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Schwiegervater Herr Heinrich Vogel im 55. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabethe Yoge! nebst Kindern. Giessen, Strassburg, den 17. September 1917. Mäußburg 7. gyn Die Beerdigung findet Dienstag den 18. September, nachmittags um 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Gestern verschied Herr Heinrich Vogel Derselbe hat uns lange Jahre treue Dienste geleistet, und wir werden ihm ein dankbares Andenken bewahren. Exportbrauerei Justus Hildebrand G. m. b. H. 6912 Pfungstadt (Niederlage Giessen). Am Samstag früh entschlief sanft nach längerem 1 Kranksein meine liebe Fran, unsere gute Schwester “ Schwägerin und Tante ' Frau Elisabeth Reith geh. Braun im Alter von 58 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Reidt. Giessen (Wolkengasse 16), den 15. September 1917. Die Beerdigung Ludet Dienstag, 18. September. 2»/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. ’ MM Auf dem Felde der Ehre fiel am 8. September 1917 als drittes Opfer der Familie unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Gefreiter August Lotz Inhaber des Eisernen Kreuzes in einem Grenadier-Regiment, im Alter von 22 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Lotz und Angehörige. Gießen fAsterweg 22), den 17. September 1917. m7) Danksagung. . J’JV di6 m h } rei chen Beweise aufrichtigster und herzlichster Teilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer herzensguten Tochter bchwester und Marie sagen wir alle auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilh. Schmitz. Giessen (Steinstr. 19 II), 17. September 1917. «885 ■6 Mark pro Pfund zahle ich für aiflsgekämmte Frauenhaare. Süskind, 05631 Neuenweg 29. kauft Engen Ka^fTmanra in ließen, Schiffenberger Weg 50. _ 6811 Emfamilien- Laudhaus J neuzeitlich gebaut und eingerichtet, 7 bis 9 Zimmer, Nebengebäude , größerer Obst- und Gemüsegarten, in oder Nähe gröberer Stadt mit Theater, gute Fährverbindung zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe, Photographie unter .P. D5. 15319 au BlndoSf Mosse, Berii n SW, 19 . GebruuMHttö'gW» Angebote unter 05781 an den Giefjener Anzeiger. Gebrauchte halbe Geige zu kaufen gesucht. 05780 ILndwigatraße 19 z>. und alie BnMdiir Honsrar für Einzelfächer Mk. 10- für Kurse nach bes. Vereinbarung. Franz Vogt & Co., Gießen Goethestraße. 32. Tel. 2064. 5111 1-2 Schüler otl. SchtileHassu finden gute Pension 6786 öi'Qti Vr. L üovl.Vahuhoi'str.-l .', Slerrevu.BLmevk.i.s.Z.abschr., verviels.Ad ressenarb. Verlag „fllobag'Milchtonrade-Berlin. Donnerstag, 20. Eept. 3 917, vorm. 1S sollen auf hiesigem Güterschuppen folgende Güter gegen sofortige Barzahlung verkauft werden: 6898 D Waschextrakt 70 kg, zwei leere Blechkannen und 1 Metallznlinder ohne Berschlus;klappe. Gies;en. 17. Sept. 4917. Gr. Güterabfertigung. MGDG Der bisher für Lazarett- zwecke vermietete H f L S os ist vom 1. November d. Js. ab anderweit zu ver- pachten. moto Gräflich Görtzisclie Brauerei Schlitz (Hessen). Silberne Brosche tAndenkeM nt. Gichenlaubkreuz, Gedenk münze silb. Hochz. d. Kaiserp. v. Schöne Aussicht b. Bahnhof verloren. Gegen Belohnung abzug. Schöne Aussicht. 65776 Verloren Täschchen m. Portemonnaie und Schlüssel von Dienstin. Sonntag nachm, zw. Siechenanst' u. Kaiser-Allee. Geg. Bel, abzug. Ost-Anl. 9p. 100-Markschein verloren v. SelterSweg nach BlSmarckstr. Gegen gute Pe- lohnungabzg. SelterSweg 40.