w. 2i6 £ ci iefee*er iTrjeigtf erscheint täglich. aufiec ScknntagS. - Beilagen: -ietzeuer Fa«iiien-lStLer: HarcisMcUt fftc de« Kreis «Lietzen SezllgLprriz: irujuatl. 1 Dik.. ouitel* jährlich i m.\ durch Abhofa- u. Zweigstellen moaaU. 90 Pf.: durch die Post ML. 3.— »iettel- jährl. ausschü Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitmrg112 Verlag,Geschäftsstelle51 Anschrift für Drall tnach- richten: Anzeiger Stehen. Erstes Vlatt (bk. Jahrgang Zreitag, September Postscheckkonto: Zranftutt s.M. U68o vankverkehr: Gewerbeban? Gießen 3willi«grninddruck ri. Verlag: Srühl'sche Unw.-Vuch- u. Steindruckerci H. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 2(llltUt{iKÜ Oöll MUjdji die Tagesnummer d:s zum Nachmittag vorher. Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Änzelgen 25 Pf., b. Platzvorschrtst 30 Pf., für Reklainen 75 Pf., bei Piatzvorschrist 90 Pf. Hauetichriitlerter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Gerichtssaal: Fr. R. Zenz; Aitzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen, (WTB.) Großes Hauptquartier, (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresgrupprKronprinzsIN'pprecht. Bei geringer Sicht blieb die Geftchtstätigkeit auch an den Kampffronten bis auf vorübergehende Feuersteigerung mw Vorfeldgefechte im allgemeinen gering. * Leutnant Boß schätz im Luftkamps seinen 47. Gegner ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppePrinzLeopoldvon Bayern. Südlich der Stratzc Riga— Wenden wichen unsere Kavalier ieposden stärkeren russischen Trupps über Moritzberg mw Neu-Kaipen aus. NördNch von Baranowitschi. östlich von Tarnotzgl und am Zbrucz lebhaftes Slörungsfeuer und Erkuudergeplänkel. Zwischen dem Dnjestr und Schwarzen Meer keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front. Südwestlich des Ochrida-Sees sind nur schwache feindliche Abteilungen ins Gebirge gedrungen. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 13-Sept.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern lebhafte Artillerietätigkeit. Sonst nichts Wesentliches. Die Lage in Rußland ist für den auswärtigen Betrachter etwas klarer geworden, und es zeigt sich, daß die Meldungen der Petersburger Telegraphenagaistur irn Sinne der Politik Kerenskis die Gefahr, die der provisorischen Regierung droht, verschwiegen und herab gemindert hatten. Die Dinge stehen sehr ernst: der Bürgerkrieg in Rußland ist unvermeidlich geworden. Vielleicht wird er nur von kurzer Dauer seilt, aber es ist klar, daß einer der beiden Gegner Kornilow und Kerenski binnen.kurzer Frist verschwinden muß. Kornilow ist, daran kann nicht mehr gezweifelt werden, tatsächlich auf dem Vormarsch gegen die Hauptstadt, irnd Kerensti läßt verkünden, daß er dem „Aufrührer" mit den ihm ergebenen Truppen entgegenziehen werde, dkun sollte man also annehmen, daß wir in einigen Tagen oder gar Stunden von einer Entscheidungsschlacht zwischen beiden hören würden. Wir denken aber, daß Kerenski vor- läusig nur noch große Worte macht und den ungleichen Kampf gar nicht ausnehmen kann. Stockholmer Meldungen, die unabhängig von der Zensur der provisorischen Regierung sind, lassen die Gefolgschaft, die Kerenski geblieben ist, als klein und machtlos erscheinen, während. Kornilow angeblich die gewichtigsten militärischen und politischen Persönlichkeiten hinter sich hat. Sogar die revolutionären Elemente, die in unmittelbarer Verbindung mit dem Zarensturz gestanden hatten, sind von dem Ministerpräsidenten abgefallen; Fürst Lwow, das Haupt der früheren revolutionären Regierung, soll Kerenski selbst zNm Rücktritt auf- aefordert haben. Im Kreise der Anhänger Kornilows er- icheinen neben angesehenen .Heerführern wie Brnssilow auch die einflußreichsten Mitglieder der Duma. Es scheint sich demnach nicht etwa um einen monarchistischen Staatsstreich zu handeln, obgleich das Vorgehen Kornilows lebhaft an den Bonaparte der Revolutionszeit erinnert. Wie verschieden aber ist die Lage Rußlands von derjenigen Frankreichs am Ende des 18. Jahrhunderts! Kornilow ist ein geschlagener Feldherr, die innere und äußere Lage seines Landes ist verzweifelt. Bonaparte wendete die Lage Frankreichs in erfolgreichen Feldzügen gegen das Ausland, während Aorni- low, auch wenn er, was gänzlich unerwiesen und unglaubhaft ist, ein begnadeter Heerführer wäre, auf dem Wege der Nachahmung des Korsen als seine Mittel und Werkzeuge nur einen ungeheuren Trümmerhaufen sehen würde. Der bekannte Militärkritiker des Berner „Bundes", Hermann Sdegemann, kennzeichnet die Lage mit sehr zutreffenden Sätzen: „Mehr und mehr wird offenbar, daß das revolutionäre Rußland nicht zugleich nach zwei Fronten, das heißt nach inner: und, außen, schlagen farm. Die Sache liegt anders als zur Zeit der französischen Revolution, da diese innerlich viel weiter vorgeschritten war als die russische heute ist. Und das französische Volk erst in den Krieg eintrat, den es gegen die mit der: Royalisten Verbündeter! geführt hat, um die schon eingebrachten Früchte der Revolution, vor allem die Austeilung der Nationalgüter, zu sichern. Ter russische Soldat sieht iwch nichts gesichert. Deshalb kämpft er mit dem Gedarrten an die noch ungelöste Agrarfrage, schlecht verpflegt, nicht mehr aus den Kräften des eigenen Landes, sondern« mit frenrdem Material ausgerüstet, unter erscl-werenden moralischen Bedingungen. Um so gefährlicher war es, das russische Heer als Ostfantingent der ententeistischen Einheitsfront zu veranlassen, sich an der geplanten Sommer-Offensive der Entente zu beteiligen. Heute ist es klar, daß die Juli-OsHensiive, die nach größeren taktischen Erfolgen zu sttategisckzen Verstrickungen geführt hat, in eine allgemeine Katastrophe zu münden droht." , Steyernann schildert dann den Verlauf der Operationen der Rüssen, die im Laufe des Krieges von der Offensive zur Defensive gezwungen wurden Zugleich gelang es weder England rwch Frankreich oder Italien ihrerseits irr der Offensive Erfolge zu crrirrgen. Mewll die MMchmchüe in aftioqr..ALeuftvo.syeu, hosäßen sie im Osten eine Manövriermasse. Diese Masse sei nicht sehr groß, aber von ausgezeichneter Güte und Beweglichkeit und sehr stark mit Spezial mitte ln versehen." Welche weiteren Pläne Hindenburg verfolgt, wissen wir nicht; daß er mit dem allergrößtest Vertrauen in die Zukunft blickt, haben wir in den letzten Tagen mehrfach erfahren. In der „Generaloffensive" der Entente ist eine Kampfpause eingetreten. Trotzdem bisher vom Feinde an keiner Front abschließende Vorteile errungen wurden, trotz der Kürze der Zeit, die vor Winters Anfang in diesem Jahre für Operationen großen-Stiles noch zur Verfügung steht, und trotz des leidlich günstigen Wetters stocken unter der Einwirkung der bisher erlittenen großen Verluste die feindlichen Angriffe. Kornilow aber rückt aus Petersburg los, und der englische Minister Bonar Law, der in seiner neuesten Rede die militärische Kraft Deutschlands als „wirklich wunderbar" erklärt, erwartet offenbar die nächste Hauptentscheidung in der Schlacht bei Petersburg. Auch das Eingeständnis dieses Herrn: „Was wäre heute unsere Lage ohne Amerika!" ist ein höchst bemerkenswertes Zeichen der Zeit und ein Beweis dafür, daß die einstmals führende Weltmacht ihr Mandat bereits abgegeben hat! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautdart: Oestlicher Kriegsschauplatz. In der Bukowina und am Zbruez lebhaftere feindliche Artillerie- und Patrouillentätigkeil. Italienischer Kriegsschauplatz. Das schwere feindliche Artillerieseuer gegen unsere Stellungen am Monte San Gabriele und östlich Görz dauert an. Bei Säuberung unserer Grüben am Nordwcsthange des Alante San Gabriele wurden in erbitterten Kämpfen seit gestern früh 23 Offiziere und 535 Mann als Gefangene eingebracht und 12 Maschinengewehre erbeutet. Gegen Podlecce vorgehrnde starke feindliche Patrouillen wurden abgewiesen. In Tirol und Kärnten behinderten heftige Gewitterregen und Schneestürme die Gesechtstütigkeit. Albanien. Keine Ereignisse von Belang. Der Ehef des Generalstabes. * * * Kornilow als Militärdiktator. Berlin, 13. Sept. (Privattel.) Dem „Berliner Lokal- Anz-eiger" wird aus Wien gemeldet: Ans Stockholm wird berichtet: In einer Reihe russischer Städte, insbesondere in Moskau, Kiew und Pskow, wurde Korni- l o w zum Militärdiktatur ansgcrufen. Der Bund der Don- Kosaken, die Garde, der Offiziersrat und der Rat der Artilleristen erklärten sich mit ihm solidarisch. Rodzianko berief eine außerordentliche Sitzung der Duma ein, in der, dem Vernehmen nach, nach heftigen Debatten dem General Kor- nrlow zugestimmt wurde. Zahlreiche Dnmadeputierte. fast alle Angehörige der bürgerlichen Parteien, stellten sich Kornilow zur Verfügung. Mehrere von ihnen, so Fürst Lwow, Miljukow und Roditschew, werben sich im Aufträge Kornilows in die Hauptstädte der Alliierten begeben und mit diesen verhandeln. Amsterdam, 13. Sept. (WTB.) Nach einem hiesigen Blatte meldet der Petersburger Vertreter der „Times", daß die Vorposten Kornilows schon über Luga und P a w - ckowsk vorgedrungen sind. Kornilow erklärt in einer Proklamation, es sei sein einziger Wunsch, das Land aus seiner jetzigen unmöglichen Lage zu befreien und glücklich zu machen, und schwört, daß er die Leitung in Händen behalte, bis die konstituierende Versammlung zusammengetreten sei. Auf Befehl der vorläufigen Regierung sind die Eisenbahnschienen aufgerissen worden, um Kornilow den Weitermarsch zu erschweren. Stockholm, 13. Sept. (WTB.) „Birshewija Wjedo- mosti" geben ausführlich die Unterredung zwischen Kerenski und dem früheren Ministerpräsidenten Lwow wieder. Danach sagte Fürst (Lwow, Kornilow! könne angesichts der drohenden Lage nicht länger ruhig der Verwirrung und dein Zerfall zusehen. Die ^Situation sei nur durch die Militärdiktatur zu retten. Er beanspruche daher die Ueber- aabe der Zivil- und Militärgewalt. Die Interimsregierung habe zurückzutreten. Kornilow selbst werde eine neue Interimsregierung bilden. Lwow fügte hinzu, irn neuen Ministerium werde Kerenski Justiz- und Sawinkow .Kriegsminister, Lwow sagte ferner, Kornilow werde, falls die Interimsregierung sich der Forderung nicht fügen werde, mit den ihm anvertranten Truppen gegen Petersburg marschieren und die Regierung gefangen setzen. Als Lwow erklärte, er werde die ihm von Kerenski nach einer Besprechung mit einigen Mitgliedern der Regierung mttgeteilte ablehnende Antwort im Hauptquartier überbringen, erwiderte Kerenski, dies sei nicht möglich, da er ihn verhaften lassen würde. Petersburg, 13. Sept. (WTB. Nichfairttlich.) Reuter- Mieldung. In der Hauptstadt, in Moskau und in der Provinz herrscht nach wie vor vollkommene Ruhe. Der Gouverneur von Petersburg, Sawinkow, hat die Veröffentlichung des Kornilowschen Aufrufes verboten. Der P ro z e ß Su cho ml i now wurde vorläufig vertagt. In den Arbeickuvrerteln Petersburgs m&m iwr ÄLLteidigurrg ge- Das llahineit painleve. 13. Sept. gcn Kornilow aufgestellt und in aller Stille fax Schießen aus- gebildet. Die V e r ha ft u n ge n dauern fort, besonders unter den Unteroffizieren und Ossi zieren. U. a. wurde der Vorsitzende der Kommission für die Militärzensur verhaftet. Ter Militärgouverneur lat allen Sock-crten die Versammlungen untersagt. General! K l e m b o w s k y , Kornilows Nachsolger, wurde vom O b e r be - fehl wieder enthoben und durch General Bcrutsche- witsch ersetzt. Kerenski rückt Kornilow entgegen? ^ S t o ck h o l m, 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Svensta Tagbladet" meldet: Kerenski stellte sich -air die Spitze der Truppen voir Petersburg und zog dem General Kornilow e n t gegen. Man erwartet für Mittwoch einen Zusammenstoß zwischen den beiden Heeren außerhalb der Hauptstadt. Kerenskis Letzte Ernennungen. Petersburg, 13. Sept. (P. T.-A.) Der Komman» dwnt des Militärbezirkes Moskau. Oberst Werkowsky, wurde zum Leiter des Kriegsministeriums, General Top- low zum Kommandanten des Militärbezirkes Petersburg, Gerreral Rußky zum Oberbefehlshaber der Nordsront, General Dragomirow zum Oberbefehlshaber der Armeen der Südwestfront an Stelle des Generals Denikin ernannt, der verhaftet und unter der Anklage des Verrates vor den Gerichtshof gestellt worden ist. * * * * Kaifer und Zar im Jahre *905. Berlin, 13. Sept. (WTB.) Die „Nordd. All-g. Ztg." bringt ihren fünften Älrttkel zu dem Depescheuwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem ehemaligen Zaren von Rußland. Sie schreibt: In den Veröffentlichungen unserer Feinde über die Kaiserdepeschen ist auch eine Drahtung vom! 20. August 1905 erwähnt, in der sich der Kaiser Mit der russischen Dmrm und mit ihrenr Einfbrß aus die Friedensv-erh-anolimgen mit Japan beschäftigt. Die Depesche hat folgenderr Wortlaut: Mein Botschafter meldet mir soeben, daß Du Die Veröffentlichung des Dekrets befohlen hast, welches die Einberufung der großen Dunlla betrifft. Die Statuten seien in ihren Grundzügen unserem Stcvatsrat ähnlich, was ihr die Eigenschaft einer be- vatenderr Körperschaft verleihe. Ich bitte Ach, meine wärmsten Glückwünsche zu diesem großen Schritt nach vorwärts in der Entwicklung Rußlands anzunehmen. Aus derr Zeitungen ersehe ich, daß im allgemeinen die Friedensv-erbandlungen besriedigerrd fortschreiten, aber ^^^3!!^ Punkte vorliegen, die gewisse Schwierigkeiten für die Einigung bieten. Ehe Al Deine endgrrltigÄ Entscheidung für den Friederr oder die Fortsetzung des Krieges triffst — letztere würde von werkt ragender: Folgen sein, die in ilyrarr Endergebnis schwer vorauszusetzen sind, unzählige Menschenleben und Blnt und Qtelb kosten — wäre es, wie es mir scheirtt, ein ausgezeichnetes Verfahren, rvenn Al diese Frage erst der großen Duma vvrlegeu würdest. Ta diese das russische Volk vertritt, wäre ihre Llnlrvort die Stimme Rußlands; wenn sie sich für den Frieden erttscheidet, bist Du durch Teckr Volk er- mächtigt, auf Grund der Deinen Delegierten in Washington imtcr- breiteten Vorschlägen Frieden zu schließen. Wenn sie, also Rußland selbst, dessen Ehre für göwahtt hält, kannst Al das Schwert in die Scheide stecken Mit den schörcen Worten Franz I.: „Alles ist verloren außer der Ehre." Nienraud in Deiner Armee, Deinem Lande oder in der übrigen Welt hat das Recht, Ach für diese Handlllng zu tadeln. Wenn andererseits die DuMä die Vorschläge für unannehnlbar erachtet und die japanische Regierung! sich -weligei^.. aus einer Mkderen Basis zu verhandeln, dann wie-- deruM ist es Rnßfarrd selbst, das durck) die Stimme der Ainia Ack, seinen Kaiser, auffordert, den Kampf fortzusetzen. Dadurch würde sie die volle Verantwortung für die gesantten Folgen aus sich nehrnsen und Ach ein sürealle Mal vor der Welt, vor der Geschichte und in der Zukunst vor dem Vorwurf schützen, daß Du Dauseude von vaterlandsliebenden Söhnen, ohne das Land zu fragen, oder gar gegen ihren Willen geopfert hättest. Dies wird Deiner persönlichen Tat große Wucht und Kraft verleihen, da Du Dich durch den Willen der Gesamtheit Deines Volkes getragen fühlen wirst, das entschlossen ist. bis zum bitteren Ende zu kämpfen, ohne Zeitaufwand, Verluste und Entbehrungen zu scheuen. Nur unter solchen Umständen läßt sich der Krieg ja^fort- setzen. Ich würde an Deiner Stelle nicht diese erste und günstigste Gelegeilbeit vorübergeheil fassen, irtit dem Empfinden und Wollen Deines Landes mit Bezug aus Krieg und Frieden enge Fühlung zu gewinnen, iudem^ Du den: russisclren Volke die langgeivmischte Mögltchkeit gibst, die Entscheidung über feilte Zukunft selbst zu treffen oder an dieser Entscheidung teilzunehmen, wozu es das positive Recht hat. Du würdest auch der Duma sogleich eine gute Gelegenlieit geberr, zu arbeiten und darzutun, ob sie die Erivar- tungen. die jeder ans sie setzt, erfüllt. Ae Entscheidungen, die zu treffen sind, sind in ihren Folgen so furchtbar ernst mtb so weitreichend, daß es ganz unmöglich ist für irgendeinen sterblichen Herrscher, die Verantnwttung dafür auf die eigenen Schultern zu nehmen ohne Hilst und Rat seines Volkes! Möge Gott mit Dir sein! Vergiß nicht die Beförderung der Linientruppen gegenüber der Garde! Es ist bezeichnend, daß unsere Feinde gerade diese Depesche nicht in ihrem vollen Wortlaut wieder gegeben, sondern sich damit begnügt hab>en, sie mir neberrbei zu errvähNen. Ihr Inhalt ist ihnen anscheinend unbequem, tveil er so ganz imd gar nicht mit der Behauptung in Einklang gebracht werden kann, daß die deutsche Mmrarchie der Hort einer freiheitsfeindlichen und die natürlichen Rechte des Volkes nnßachlenden Willkürderrschaft sei. Uns scheint gerade diese Depesche besondere Beachtung zu verdienen. Wir haben es erlebt, daß ein e ngll i s ch e r M i n i st e v des Aeußern über die Köpfe nickst nur der Bolksvettretnng, sondern selbst über die seiner unmittelbaren Amtsgenossca hinweg mit fremden Mächten Vereinbarmrgen traf, die ^hT'iy6ritTm* Ttien vor die Wahl stellten, entlveder wortbrüchig zu ersSieinerr oder an einem blutigen Kriege teilzunehmen, für den irr der Masse des Volkes aar keine Neigung vorhanden war. Wir haben gesellen, nne Frankreich durch seine der Form nach deomkraliscku. dem Wesen nach dagegen höchst selbstherrliche Regierung in den Dienst der britischen Weltpolitir hi nein ged rängt wurde, der cs die schnell vergessene Tenrüttgung von Fasckwda verdarrkte, eurer Welttwlitck, die'zu alle« Zeiten unperralistisch, in den Endtzicleu auch kriege- gd) l oitr. Nir tBfirn weitrr eritflt, Mt Me tatatbtn MLnrer dieses Frankreichs ^ zariMsck>! Rnßl-md durch M immer stärkeren Rüstungen gegen das MedenÄievende Deutschland anspornten, und wir konnten uns Gmtlnillijng des ruisischfranzöftschn Geheim Vertrages Mw rer toc Aufteilung der Türkei bezweckenden feindlichen Pläne ***& das Ziel dieser sorgsam eingefädelten Kwre^politik auch noch im dritten Jahre des blutigen Völker- BW* 1e £? < l Verteidigung, sondern Machtgewinn auf fremden Rechts und fremder Freiheit tvar. Das nene französische Kabinett. Paris, 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Ministe- rtmn ist endgültig gebildet morden. Vorsitz und Krieg: £, aT n ™ ® Justiz : Perret, Auswärtiges: Ribot, Inneres: (^teeg, Marine: Chaumot, Rüstungsangelegenheiten: Lou- chE,synanzeu: Klotz, Kolonien: Renard Besnard, Oeffent- Uche Arbeiten: Claveille, Unterricht: Daniel Vincent, 9lrbeit: Elird, Handel: Clementel, Ackerbau: David, Lebens- mrttelverjorgung: Maurice Lang, Auswärtige Missionen: Trranklin Bouillon. Staatssekretäre und Vtttglieder des Kriegs ko initees sind: Barthou, Leon Bourgeois, Doumer und ^ean Dupuy. Das Ministerium Painleve umfaßt elf Unterstaatssekretariate und zwar: Gesund he itstvcsen: Gou- dart, ^uftschiffahrt: I. L. Dumesnil, Allgemeine Verwal- tung.^ Mourier, Militärjustiz: Contentieux, Zensionen und l,7rfindnngen:_Breton. Diese fünf UnterstaatsSekretariate sind dem Krregsmrnrsterium angegliedert. Inneres: Viktor Pey- tral, Finanzen: Bourely, Handel: Paul Lorel, Handelsmarine und Seetransporte sind dem Handelsministeriitm angegliedert. Monzie für Blockadeangelegenheiten ist dem Ministerium des Aeußern angegliedert, edenso Matin schone Künste: Dalttnier. Das Dekret setzt ein Kriegskomitee, bestehend aus Parnleve, den Ministern dcsAus- wartrgen, der Marine, des RüstungsWesens und den Staatssekretären Barthou, Bourgeois, Bonner und Jean Dupup und dem Finanzminister ein. Paris,^13. Sept. (WTN) Reutermeldung. Die ver haben beschlossen, in das Ka brnett Parnleve nicht einzutreten. Law schloß: Wir sind wch nicht am Ende angelangt. In chesem Augenblick haben mir in Rußland eine Lage, ton per eö ammig wäre, mehr zu sagen, als daß wir mit Rußland s? Schwierigkeiten sympathisieren und hoffen, daß wieder ne kommen toter de. wd es uns bei unserem Kampfe lielsvnl un sere Lage heute ohne das Volk, w e l ch e s M c C o r m: ck vertritt! Wir wissen auch, daß das d« Gin sich: hat, daß dieser .Krieg sich bis zu hat, wo er zu einer Frage der Nerven .p-worden ist, daß wir mit diesem siegen können, und daß der Krieg auf keine den kann m CmCm befriedigenden Abschlüsse gebrackü iver- Japan als Schiffsbauer für Eng ans. ■}$' Sept. (A A.) Englische Schisfsreeder lupamschen Werft Kttwasakr in Kobe 14 Dampfer W mm 9 ? 00 sonnen. Tie Gesamtbansumme ist »««5£ U x Ctt P*vt Kriegsausbruch sind nach japanisck)en Angaben durch U-Boote 433 74 Tonnen von Sckrf- 2f r spanischen Handels marine verseil kt wor- \Z L f't meisten Schiffe gingen irn Mittelmeer verloren, darunter der große Dampfer Yafaki Manu von rund 11000 Tonnen. Dfchemal Pascha über die Zustande in Deutschland. 13 ii { ^ t '. lWTB.) In einer von der „Köln. Ztg." vero,seiitllchten Unterredung zwischen dem türkischen Wiarinerninister dem Herausgeber der Korrespondenz „Stanrbul-Berlur 2r. -b ü b e t.h o e r, äußerte sich der türkische rmenrmifter tolgendermaßeii über die bei uns gewonnenen Ett- u t i che Flotte, diese junge, aber so schlagkräftige der deutschen Arnree, ist einfach makellos. Ihre Ver- f^ENlMNlnngen aller Formationen, die ich so gut kennen lernte Ans dem Reiche. Meuterei im französischen Heere. , Berlin 13. Sept. (WTB.) FranzosischeGe- fangene, die südlich der Malvalle-Ferme in deutsche H?nde steten, erzählen, daß die Meuterei im fran- i f ij c ¥ en H e r ? * ? so überhand genommen hat, daß man Anfang ^uli für die 5. Jnfanierie-Division ein eigenes ^aflager für Meuterer in La Plessier bei Soissons ciu- ^Abn,.^ußte. Die dort Internierten werden zu besonders Ehrlichen Arbeiten herangezogen. Das Jnfanterie-Regi- Z nt ^5-1 ^,^r Infanterie-Division weigerte sich Ende *™*r, a k ? ^s erfuhr, daß es am Chemin-des-Dames ein- gchetzt werden sollte, in Stellung zu gehen. Die Leute setzten srch statt dessen auf Paris zu in Marsch, um dort Prottst- kundgebungeii zu veranstalten. Auf dem Marsche schlossen sich Demonstranten und zahlreiche andere Soldaten an Nur Muhe kannte die Kirndgebung schließlich unter- weroen. Die ALoral des Infanterie-Regiments Nr. 74 ,oll infolge der früheren Meutereien der 5. Jnfanterie-Divi swn jetzt noch nicht wiederhergestellt sein. Der amerikanische Depescheu-Diebftahl. l 4 S - e £ t - dtach der Pariser Ausgabe der „Dailp Mail der schwedische Gesandte in Buenos Lowwen, erklärt, er habe niemals Bot- oder Nachrichten dem deutschen Gesandtmi über- rnittelt noch übermitteln lassen. Die Veröffentlichung über- rasche chn peinlich. Er habe der Regierung sofort in dieser Ameruana der argentinische Gesandte in Washington be- Gesandte in Washington bestätige die Enthullimgen Lansrngs. de« V 1 ' U ; !•** (Privattelegr.) Central News mel- A^res antideutsch e Kundgeb un- Ale deutsche Gesandtschaft wurde “SS" ftS-ÄS”*“"«”»“»» *»>• SÄr« Ä, ! SÄ”Si ffi aufgefangenen Chis-- ^Hkburg tu einer Mitteilung des ^ mtjoLgt wiedergcgebm: Mai Da Regierung hat letzt d,e deuftck-en und österreichi Aus b« bisher eine Wache gestellt war, fteigelassen '*1?^ ^.^Euegrmg des Monte, Prote-gik"-FalleS ist eine gofc Veränrernng tn der öffentlichrn Meinung einqetreten Die ^ L* n •^ ufur ä t . ^ argentinischen Schiffe mir bis §?^id^masausklarreren. Bitte den kleinen Dampfer „Oranknasa 3ll 1. (Washingtoner Zusatz: Das heißt, der Tarnpfe^ ist am or >Mrmrr misgeiahren-, 300 Donnen, der sich von Bordeaux nähert ruft der Absicht, mne Flagge zu verändern, entweder zu sckwnen! Luxburg.) - 8. Juli 1017 gir. 95. Ich höre mtt Sicherheit, dap, der g e ge n w ar t i g e Auslandsminifter, der ein Esel von Ruf und ein ~ eunö ist, ot enter Geheimsitzung des Senats ge- sagt htt, da^ Argentinien in Berlin vor sprechen und fordern' Ele, daß keine ArgentinMxn Schiffe mehr in den Gnmd ge- pohtt werden WeigerungSsalle würde man die Beziehungen! aotrmkn. ^ch rate, ldas abzuleh'wen und eventuell die spanische c^aSi un H. ^Erbitten. (Gez.: Luxbnrg 9. Juli 1917. Nr. b4. Bitte dw Antwort an Argentinien, ohne irgendwelche Nei- mmg_ zu Zugestsändnmnr tzu zeigen, hftvaustzuschieben bis «um Empfang ireitever Berichte. sEin ^Wechsel des Ministeriums ist wahochemlnv. Bezüglich^ der jArgentmischen Dampfer rate ich, zur Umkehr zu znftngen oder sie ohne Hmterlassung vo-is ptnivai zu versenken oder ihnen freie Durchfahrt z-u geben Sie imd alle sehr klein. vonar Law über die Kriegslage. London 13. Sept. (WTB. Nichcttmtl.) (Reuter-Meldung) Die „Empire Parliamentary Association" gab heute im Unter- dN^gli^» des Kvng^sses ^ Bereinigten Staaten MÄnll Mc. Elnmi-ick em FrülLtück. Lord Robert Eecil hielt eine Rede, in der er tagte, eine 5*rr größten Aebnlichkftten zwischen dem brittsichen und dem amerikanischen Volke sei ihr tiefer Abscheu öot dem Kriege. Deshälb seien fte fest entschlossen, zu kämpfen- bis ein befriedigendes Ergebnis erreicht sei. Mc. Cormick sagw in mner Antwort, Amerika wolle Deutschland zwingen, das wevelhatte Blutvergießen aufzngcben. Amerika wünsche den Frieden und tue Sicherheit der Völker sowie die Sicherheit seiner Bürger zu erreichen. Sonar Law sagte, England habe sick) dre Gewohnheit angeeigwet, im deutschen Feinde zuwellen für % rt u^. Weisheit anzusehen. In ewigen Fallen das auch zu Die m 1 1 1 1 ä r i f <6 e Kraft, die ? en Führer in uner- janktterlichem Vertrauen und unbedingter Siegessickierhett. Nahe d e m Z ie l e heiß t es: Nur nicht Nachlassen! Die Zähig- chL Lübecks schöne Tochter st adt das alte end- lich befrette Riga sein Deutschtum verteidigt hat, sei uns ein Vorbild in dem schweren Kamps um Deutschlands Zukunft. Generalfeldmarsck-all v. Hindenburg. Bundesratsbeschlüsse. Berlin, 13 Sept. (WDB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurden angenommen eine Bor- die Kontingentierung der ohne Steuer- zujchlag herstellbaren Zündw-arenmengen für das Betriebs- jahr 191^/18, der Entwurf einer Bekanntnrachunp betreffend die Zollfferheit von frischem Obst, eine Vorlage betreffend dre Ernährung der Gemernschaft der Kohlensteuer Mischen dem Deutschen Reich und dem Großherzogtum Luxemburg und erne Vorlage über die Aenderung der Bersickierungs- marken für die 'Angestelltenversicherung. Auszeichnungen. - (WTB. NichtanEch.) Der „Reichsaw- meldet: ä.em General der Infanterie von Kathen ist dav Eichenlaub zum Orden Pour le msrite, dem General der Jn- fanterie Grafen von K i r ch ba ch , dem Generalmajor v. Wedel Obersten Frerherni v W angen heim, dem Oberslleutnant A s und dem Masvr Grafen zu Eulenburg und dem Kgl. Baycrtzchen OberleutnaM Dostler ist der Orden Pour le ™ en *£, und dem General der JUfanteiüe z. D. von Bäume ist me Königliche Krone zum Großkreuz des Roten Wlerordens mit dem Eichenlaub verliehen worden. »* »«.•* ^nufiiv.u.vii 'Ottunuumya^Mucigci'r zu fchas>euden Reformen imo jagte: 2öas unsere auswärtige Politik anbelongt, nuig ich erwähnen, daß diese auf den vor dem geehrten, DMpe wiederholt dargelegten Gründen selbst in ihren Nuancen voll- tommen unverändert bleibt, so daß ich mein vollständiges Einvernehmen nnt dc'm Mini.ber des Acwßeru nicht -nur über cüe Richtung und die .Grundsätze, sondern auch die Art imd Weise der Tiirch- fuhrung bewnders hervorheben möchte. Treue Anhänglichkeit au uujere Berbundeten sowie übereinstimmendes Vorgehen mtt ihnenj allen sind die Grimdpftller dieser Politik, wllche uns in dem uns, aufgezwungenen Verteidigungskriege nicht nur im gemeinsamen Kwupfe. sondern auck> in seinem (Äidziel, dem einträchtigen, gemein- ,-chaftlichen Abichiusse eines auftandig-en. dauernden Friedens vereinigen. Secfrfeg. Rene U-Boot-Erfolge. Berlin, 13. Sept. (WTB. Amtlich.) Im Mittelmeer wurden 43 000 Bruttoregistertonnen neu versenkt. Darunter befanden sich die französischen Truppentransportdampfer „Parana" (6248 Tonnen), mit Truppen für die Saloniki-Armee, und „Admiral Olry" (8567 Tonnen), auf dem Wege nach Alexandrien, low« ein tiefbeladener Transportdampfer mit Kurs nach Saloniki. Diese drei Dampfer wurden von demselben U-Boot (Kommandant Kapitänleutnant Marschall) im Aegäischen Meer ans starker Sicherung hrrausgeschossen, zwei davon im Nachtangriff aus einem Geleitzug. Damit hat der Kommandant in letzter Zeit vier feindliche Truppentransporter vernichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der letzte deutsch-englische Ziisammenstoft an der dänischen Küste. Berlin, 14. De.pt. Zch^dem!Z!usamme7rst>o>ß!iiInferer Nor- vostenboote am 1. September nördlich Horns Riff mit enq- Irschen Seestreitkrästen liegt jetzt der eingehende Bericht des albe)den Offiziers der Borposteiibopte vor, in dem e>s u. a heißt: Um 6 Uhr morgens wurden von den vier arbeicken- >en Bvoten Rauchwolken wahrgenomnien, die nur von erndlichen Kreuzern oder Zerstörern starnmen konnten. Unsere an Kampfkraft nnterlegenen Vorpostenb-oote steuerten deshalb dre dänische Küste an. Wir hatten bereits die dätirsche-n Hoheitsgewäfser erreicht, als die feindlichen Fahrzeuge, dre als inindestens zehn englffche ZerftSrer zu er- terrnen waren, das Feuer cröffneten, das von uns nicht erwidert wurde. Die Erralä-wder setzten das Feuer auch noch vrl, als unsere Borpostenboote bereits auf Starnd gelaufen waren. Nachdem unsere Besatzungen teils schwimmend, teils rn Booten den Strand erreicht hatten, setzten die Engländer dre Beschreßung unserer Leute mit Maschinengeivehreu fort Nicht genug damit, wurden die hinter den Dünen liegenden Leute mit SchraMells beschossen. Zahlreiche Granaten der Engländer fielen bis 5000 Meter tn das Land hirrein Der Bericht beweist, dah die Englcttttwr mit voller Absicht die däirische ddeutralttät verletzten. * Genf, 14. Sept. (L.-A.) Das französische Ma- rrneamt beziffert die Gesamtzahl der versenk- tenHandelsschiffein der abgelaufenen Woche auf slchs Dampfer imd zwei Segler. Die Durchschnittszahl ist somit abermals überschritten. Die Verluste sind umso schmerzlicher als jede Nahrungsmittel- und Kohlenladung vermißt wird' Aus SterHt und £'bettsi chlage paarweise prämiiert: S. Michel- Gießen s^ch^rwllach, 8iähr.) 2. Pr. - Simon Kaufmaun- Nieder-Weiiel (Fnckis- und Rotschimmelstuleu, 4- und djähr.) Pr. —. I. R ü l f - Holzhcmsen (4jähr. braune Belgierstuten) ^ Lr. Aug. r5rensdorf-Gießen (4jähr. Rappen und braune r9tute) Anerk. Sch were Arb eitsschl äae, einzeln Prä- ?Si ert: |? ott Stotttfm an n-MÄ)er-Wei§et (öjähr. Fuchsstute) " r e n s d o r f-Gieften (7iähir. brauner Wallach) 3. Pr o~ c,?Eching-Kirchhain (4jähr. Fuchsstute) 4. Pr) — ^eich te Arbeitsschlage, einzeln prämiiert: Simon m r ö ^Mieder-Weisel (5iähr. Fuchsstute) 2. Pr — S )M ichel-Gießen (Schnnnwlstute) 3. Pr. — Dieselbe (3jähr' Stute) 4. Pr-, — Aug. Frensdorf -Gießen (4jähr Rappewtttte) Anerkennung. — Schwere Arbei ts schl ä g e' prämiiert: Heinrich Dreut II.-Griedel (6jähr^ d-uc^istute) ll Pr. — Aug. P e t r h - Hattenrod (8jähr. Fuchsstute) ' s f r r - —Müller I.-Kirckmöns (5jähr. braune Stute) a ~ Ellh. Wagner Il.-Kivchgons (dchhr. Rotschimmelstute) f. Pr> — ^onr. Hauser XIX.-Moder-Weisel (8jähr. Fuchs- — Freiherr E. v. D i e m a r - Eberstadt (8j^- ^uchSstute) 6. Pr. In dieser Klasse erhielten ferner noch Anerken- mmgen: Heinrich Häuser III.-Nieder-Weisel (7jähr braune Joh Keßler l^-Gros^n-Lindeii ^4jach-. Fuchsstute). — PH. Luh Vlll.-Großen-Lmden l?mhr. Fuchsstute) — Daniel (10jähr. braune Stute). (Tie weitere Beroffenllrchung erfolgt in der nächsten dtummer.) ^ ^ Gefaßte Diebin. Am 13. September gelang es der hwsigen Polizei, eine sich in einem hiesigen Hotel unter falschem Namen auffallende Frauenspers'vn festz-unehmen. die ihrem in der Wetterau wohnenden Vater 1200 Mk. entwendet hatte. In ihrem Besitz wurden noch 300 Mk. vor- gefunden, das übrige Geld hatte sie bereits auf ihren Ausflügen nach ManiA mrd Frankfurt verausgabt. ft pein st und j etz t. lieber dieses Thema sprach gestern abend m der großen Aula Freiherr von Reitze n stein ?? .Er raVl.reu- Eicnenen Hörerschaft, welche seinen sesseln- den Worten, die von schviven Lichtbildern begleitet rvaren, mit sicht« lichvn^Interesse folgte Der Redner ging aus von der Deutuna' Samens Aegypten, zeigte kurz, wü: ^5* , ^uan gewöynlich mtt dem LandL des Nils ver- vorhanden sind, und wandte sich dann der Schicht' Aegyptens zu, die er bis m bic heutige Zeit verfolgte und darleche Em farbiges buntschillerndes und lebhaftes Gemälde wuchs vm den Augen der Aruvesenden empor. Es gibt wohl kaum ein Land ^^ff loich große Vergangenheit, nicht nur historisch, sondern auch lutturell, zuruckblicken kann, wie gerade Aegypten. Schon in dw Früchzett der 1.—3. Dynastie (etwa 3400—2930 v. Ehr) stand das r trter fr*™ Stüfe der Entwicklung, welche die Seit des * (4.4. ® SS '' ^0^72475 v. Ehr.) rn ihren Wunderwerken der Cheops-, Chefren- ^^Z^s-Py^miden^zur^höchsten Blüte brachte. Ist irechsel- Sw^ 'Ä 30 Aktien hindurch, unter ständiger Ent- talttmg einer gewalttqM Bolkskraft, einer regen entwichelnden Tä- m r? uT,tt bat das ägyptische Reich stand- gelnlt«^ bises wr Jahre 332 nach dem Stuwe des Perserreiches dem Großen zunel, dann unter griechisch-römisch- .Herrschaft kckm, rm Mtttelalter türkisch Provinz wurde mid ^lttßlich ^^ichtÄose Bolittk der Beute- und Geldgier ^tan^aiksgeliefttt^chirde. Dies alles brache der Redner in schöner übersichtlicher, die .Hauptpunkt.' lrerilbvender Weise zu Gebär - nnterstücht^durch die mächtigen Lichtbilder, die mit den Bauten' und .KiMstschatzen, Land, Leuten und Erzeugnissen des alten und neuen ^bpteus b^unt machen Da sab rn-au auch die drei bk aufgeftmdenen Mumienköpfe ™ Karnak und Lullor. die Ebepbnnstatue, dre bekannte .Kalksteiugn,rpve "Prinz Rabottv und Pmnzeffm NoftrtP ine Memftou-Säüle, Nillaudschften, Volks- ^ l> J! lr SL^^I• ^leresse waren die Darlegungen des rn d«> ^Krvg'ruisse gift erngeweryten Redners über die Feit der 5° Jftbre, in der A'>mpteii durch den Aiifkauf d-4 &ne*. kanalaktten langsam! nt englisch Hände überging und, als Schlüssel Mnou bis beute ausgesaugt wird: ovne Mt# auf das Land, seine .Kuuftschätze und seine Bewohner. ZUW SMusfe wres Freiherr von Rertzensten, darauf hin, daß ge- vcäx AoMLen. mo fturch die deutsche Bagdad-Bahn und die Ber- ddckmng mit der Türkei England anfs schwerste getroffen wurde, den Anlaß z-u dem von England in Szene gesevte.n WeLbrand gab Der Krieg nMfe «da enden, wo feine Unsacht zu suchen sei: Bagdad- BaÄn «oder SueMnal.' Diese Frage sei für und wichtiger als alles andere. Mit der Mahnung an Lindenbrrrgs Wort: Durchhalten bis lunseve Flotte und unsere U-Bpote ihre Arbeit getan haben, schloß der Redner seine von reichem Beifall begleiteten Ausführung«!. ** Schuldverschreibiungen. Tie Nummern der ge- zvgenen städtischen SchdtldverschreiMmgen, die am 1. IÜnuar 1918 zurückgezahlt ^werden, sind im ?b.i^eigenttil der heutiger Nummer veröfstmttichL. ** Die Auszahlung der FaMikienunterstützu n- gen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für die Zeit vom 16. bis 30. September 1017 findet in den nächsten Tagen statt. (Siehe Anzeige). ** Keine Ne uordnung der Beamten gehalter während des Krieges. Nach Mitteilungen der Beamtenpresse sind seitens der Regierung des Reichs und der Bundes'staaterq Bereiirbarungen gettosfeu Morden, wonach wahrend des Krieges! an eine Neuvegelung srer Boamtemrehalter nicht herangetretcnj wevden soll. Dagegen W geplant, das Einkommen der Beamter den stetig fortschrettenden Preissteigerungen durch Teuerungszulagen anz-upaßm. ** Schwarz-Weiß-Theater (Seltersweg 81). Don SaMStag, 15. September, bis einschließlich Freitag, 21. Septeinber, gelangt der MlM „Hoch klingt das Lied vom U-Boot- Manu", Das HeldenLeben des Erfinders der U-Boote: Willzttn Bauer zur Borsuhrung. Näheres siehe Anzeige. ** Das Kreisbicrtt Nr. 160 enthält Unordrumgen über: Berichtigung, Bezug der bestellten Nährnntteln, Bestelluirg von Nährmitteln, SchrvttniWen, T«ntschseindliche Kirndgebimgen usw. Sammeln des Fallobstes, Beiträge zu den Eirtschädigrcngen für Bieh- verluste an die Besitzer, Gesuche um Zurückstellung vom Heeresdienst. Landkreis Gießen. z. Geilshausen, 14. Sept. Der Gefreite Friedr. S ch v m- ber von hier wurde zum NntervMzier befördert. e. Hungen, 14. Sept. Der hiesige Bo^hofswirt Wilhelm P l e t s ch, bei einer U-Boots-Flottille bedienstet, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kreis Friedberg. Q Bad-Nauheim, 14. Sept. Die gestrige Wohltätigkeits- Vevanstattimg zuguniten der Rotew-Kreuz-Stiftnng Bad-^Ncucheim (Kurfürsorge für Kriegsdeilnchmer) fand vor vollständig aus verkauftem Knrhanssaale statt. Zur Aufführung kamen zwei von Gräfin (Kitth SalbUrg verfaßte Theaterstücke „Grvßmutters Briefe" und „Lelbsthilfe". Ten stärksten Erfolg hatte das in Versen gelchriÄxme, erstgemurrtte Stück. Die Mitwirtenden waren Tomen und Herren der Kurgesellschaft» Fräulein von Krieg, Fräulein von Hallern, Fräulein Hvddes, Herr von Beltheim und Herr von Specht, b«ten sich verschiedene Mitglieder, darunter Fräulein Kallma r und Herr Go l l vom Kürtheater anlchloisen. Großen Erfolg erzielte eine T«rnzszene, die von Frau von ctjunm und Herr von Belthe»in ausgeführt wurde. Gtarkenburg und 3iticinhesstn ® 11 $ 'S tacken b u r g, 14. Sept. Im September dieses Wahres veranstaltet dar Lcind.rrrtschasttiche Kamin er aus schuß mttdem Ltarkeubnrger Geflügel Züchterverband in den Bezirken Osfenbach- Langen, Leligenstadt und Babenhausen Geflügelsck)auen. Hessen-Nassau. sc. Gelnhausen, 14. Sep-t. Das Ergebnis der Volkssperrde zum Ankauf von Lesestoff für .Heer mrd Flotte betrug im Küecse Gelnhausen 3278,36 Mack. H L. Mar b u r g, 13. Sept. W.ie uns berichtet >oird, steht seit heute früh l /A jllhr der Maximilianhof bei Schönstadt in Flammen, trotze Erntevorräte sollen dem verheerenden Element zum Opfler gefallen fein. Mrehlsche Naci-rrchten« Israelitische Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Süd- Anlage) Samstag, 15. Sept. Vorabend: 7.15: morg.: 8.30; abos.: 7.50 u. 8.25. — Israelitische «eligionsgesellfchast. Sabbad- l^er- 15. Sept. Freitag abd.: 7.00; Samstag vorm. 8.30; nachm. 5.00: ^abbatausgang 8.25. Sonntag morg. 6.00. Mvntag 17 u. Diensttlg, 18. Sept.: Neujahrsfest. 1. Tag: Vorabd. 7.20; Predigt; vorm. 5.55 Predigt; nachm. 4.00. 2. Tag: Vorabend 7.20; vornt. 5.55; nachm. 4.00; Festausgang 7.20; Wochen- gottesdienst: morg. 5.15, abds. 5.30. vermischte-. Ein Fumilicnnwrd. B e r l i n, 14. Sept. In der in der Nähe von Suwalki gelegenen» Ortschaft Nuda Mafchowka verübterr, -wie der ff 2. meldet. Ein- breck-er eine entsetzliche Bluttat. Sie drangen in das Gehöft des Besitzers Ianufzams ein und schlugen ihn und seine ganze Familie mit Axt hi eben nieder. Derr Besitzer und sein fünfjähriges Töchterchen wurden auf der Stelle getötet, die Ehefrau, die Schwiegermutter und die drei übrigen Kinder schwer verletzt. Ein zweiter Fall Kupfer. * Breslau, 13. Sept. (Priv.-Tel.) Tie Kriminalpolizei verhaftete die ^ r a u eines hiesigen M a g i st r a t s a s s i st e n= ten. Die (Geldgeschäfte gleicher Art, wie die Frau Kupfer in Berlin, seit etwa 20 Jahnen hier bettieb. Man fand bei der Durchsuchung der Wahrung Abschriften von Schuldscheinen im Betrage von über l ,2 Million Matt. Tie gemachten Schulden übersteigen weil eine Million Viark. Tie Frau zahlte mit den erlangten -^arlehnssunrmcn alte Schulden ab, um neues Geld darauf nnederzunchmen. Auch der Ehemann wurde wegen des Verdachtes der Beteiligung .se»'tgenomnreu. Ursprünglich lag nur der Berdaäft von. Lebensmittel sch iebmrg en vor. Bei der Haussuchung fand iuan Schmuck- und Wertsache im Werte von V2 Million Mark und eine große Mmge Sch,ckdVerschreibungen vor. Tic Frau mach^sich^onder^dadurch^ve^ächtig, daß sie einen: Polizeibeamten einen Dlüffendmarychein m die Hand drückte. Hauptsächlich aus diesem Grunde erfolgte die Festnahme. Erst bk 'werteren Ermittlungen ergäben dann den Bsvers der großen Be- trügeveion. Witternngsbericht. (Oeffcutlicher Wetterdienst.) Weck^elrL bewöltt, zeitweise leickjtere Niederschläge, kerne Tam- pevarunanderimy. lketzte Nachkrchten<, Die bevorstchende Antwort auf die Papstnote. Wien, 14. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Wiener „Politische Rundschau" meldet, wird die Antwort der Mrttelmächte auf die Friedensrwte des Papstes Mitte nächster Woche überreicht werden. Zwischen Deutschland und Oesterrerch-Ungarn wurde über den Zeitpunkt und den In. halt der Antwort vollkommenes Einverständnis erzielt. Arelrod über die FriedenSfraqe in Rußland. T - Köln, 14. Sept. Der Stockholmer Korrespondent der „Köur. Ztg." hatte über die Stellung der revolutionären russffchen Demokratie zur Friedensfrage eine Unterredung mrt dern Abgeordneten der Meiffcheioikr für die Stockbolrner Konferenz, Axelrod, der erklärte, die Entwicklung der'Fru- ocnsfrage sei bis zu seiner Abreise aus Petersburg in ganz Rußland mit großen Erwartungen verfolgt wvrdwi, da die ganze rnssffche Denrokratie vorr den: Gedainken durchdrungen sei, den Krieg so schnell wie möglich z-n liquidieren. 'In dresem Sinne l)atte die Friedensresolutton des deutschen Reichstags ettr Gefühl der Erleichterung tti Rußland aus- gelöst und die Hoffnung auf neue ähnliche Schritte geweckt. Zu den Kriegszielen des Verbandes übergehend, er- klärte Axelrod, daß an die amrerionisttschen Ziele der rusd- scherr Politik Sasanows, besonders an Kvnstanttnopet und die Dardanellen niemmrd in Rußland mehr denke. Amcmk.» friedenss eindliche Politik sei von dem sozialistischen Ruß land klar durclffchaut, besonders sei man sich vollkommen darüber klar, daß Amerika allein gewinrien werde, wenn der Krieg noch länger arrhalte. Russische Gerüchte. Stockholm, 14. Sept. „Dagens Nyhet" melde! Reifende aus Petersburg erzählen, angeblich seien die Truv pen Kormlows und Kerenskis bereits bei Luge zusammen gestoßen, wo Kornilow gesiegt habe, da ein 5leil der Regie rungstruppen zu Kömiilow übergegaugen sei. Kornilow bev folge energisch die sich zurückziehenden Regierungstrupp^il Kercnski habe einige Brücken auf der Straße nach Pelers- bürg sprengen lassen. Kornilow habe Rodzianko beanitrag- in Moskau eine neue Regierung zu bilden. Zur Erneuerung des B uftes und Kräftigung der Nerven« zur Erlangung verlorener Kräfte und neuer Lebenskraft. Ueberall erhältlich, auch in Tablettenform bequem auf Reisen A!1c«*ssctinle. Das Winterhalbjahr beginnt für alle Kurse (Koch-, Weißzeug-. Hnndarbetts-, Schneider- und Bügelkurs», sowie für die Hausbaltunaöschule und für die Vorberei- tungoturse zum Eintritt in die Seminare für Hand- arbeitß und HauSwirrschaftslchrerinnen (Abgangszcug- oisse auch für Prensten gültig» am Dienstaa. den 2». September. Anmeldungen werden von jetzt an im Schulbaus, Sreinstr. 10, entgegengenommen. Austvärtige Schülerinnen wohnen im Internat der Schule. Prospekte gratis. ß038 Ter Vorstand des Alicefchul-VercinS . E. B. M.UKZ'hGLLA.ZLU Giess^ner Fröbel-Seminar. Tie Ausstellung von Arbeiten der abgehenden Schülerinnen findet Sonntag, den 16. September, von 16—6 Uhr. Dienstag von 2—6 Uhr, und Mittwoch von lv—6 Uhr statt. Der neue Kursus beginnt am 8. Oktober. Anmeldungen werden auch während der Ausstellung ent- gegengenomrnen. _ 6741 Gewirm-Atiszng 10. Preussisch-Snddeatschen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lcrtterfe L Klasse. 1. Zlehangstag. 11. September 1911 Gewinn-Auszug !G. Preussisch-SÜLtleutschen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie S. Klasse. a Ziebun^stag. ia. September l»ll Amt Jede rrae^ene Nimner aln«) swel pteleh hohe «o- wlane gefallen, an<1 nru Je olsor anf die Lose gleicher >nmnier in den beiden Abteilungen •md U Anf Jede gezogene Nimm« sind rwel gleich hohe Ue. wlnno gefnlieii, r.nd rwar Je einer anf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I and 11 (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) In der Yormittagsxiebnng wurden Gewinne Ober 144 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 50000 M 163889 2 Gewinne zu 5000 M 207396 4 Gewinne zu 3000 M 36318 101416 4 Gewinne zu 1000 M 43279 197484 22 Gewinne zu 500 M 28376 53608 68641 67825 76301 98044 105623 118132 150289 189939 201936 36 Gewinne zu 400 M 7960 10392 44846 61356 55990 57361 63309 109546 125181 131706 148444 149138 159082 162668 192326 203788 211518 219823 82 Gewinne tu 300 M 1929 4768 13167 24675 47954 55375 57594 68943 72826 74794 76054 81655 88848 92857 93829 98262 108221 106093 113904 127924 132026 132397 133463 137255 141444 144356 148424 152556 172023 178054 179437 180162 186943 188281 189309 189820 194830 109368 203116 211781 223873 ln der Nachmitlagsziehung wurden Gewinne über 144 Mark gezogen. 4 Öewinne zn 1000 M 169732 206020 8 Gewinne zu 600 M 86626 91061 125650 214046 26 Gewinne za 400 M 6774 36924 39001 99041 104741 113510 113617 140002 148315 163043 180841 201064 208374 76 Gewinne zn 300 M 4837 10334 23621 23170 29761 34588 35890 88682 39574 43845 52097 57684 76561 86726 90534 93230 94107 96102 97541 1Uü513 100882 115120 117458 131633 132762 133661 145969 146456 155266 169698 173760 186024 196063 201968 206938 212729 213108 214418 Stellenangebote Atiger BureWehilsc ioiort gesucht gegen Bar- lohn mit freier Station. Schr. Angebote mit Zeugnisabschriften n«ter 6810 an den Giehener Anzeiger. Schloffer Drehern. Fräser sciuch, GöbelLAPPel, Alicestraße 2ö. 6533 Arbeiter zum baldig. Eintritt gesucht. J. Happel. Holz- u. Kobleuhandluna, Mühlstrahe 18. 16740 (Ohne Gewahr.) (Nachdruck rerboten.) In der Vormittagsziebang wurden Gewinn« Ubej 144 Mark gesogen. 2 Gewinne zu 30000 M 82427 2 Gewinne zu 6000 M 48723 2 Gewinne zu 3000 M 151675 6 Gewinne zu 1000 M 71100 80325 85248 6 Gewinne zn 500 M 42974 168200 207732 20 Gewinne zu 400 M 7635 34145 47441 60494 96851 140310 146148 157312 159019 196330 76 Gewinne zu 300 M 71 6387 23404 35745 35811 47987 58733 60004 60669 60819 63520 68560 77966 80470 80916 99852 107497 12274? 123247 127482 140233 141375 149089 151322 159383 169510 173241 176799 187517 197563 198633 199236 200324 206981 211423 212943 217246 218691 In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne fiber 144 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 75000 M 117944 2 Gewinne zu 16000 M 02101 2 Gewinne zu 10000 M 120806 4 Gewinne zn 3000 M 10884 138659 6 Gewinne zu 1000 M 21148 78711 105675 14 Gewinne zu 600 M 23569 81212 96353 135511 140834 154040 177852 18 Gewinne zu 400 M 3650 83510 62229 125802 140795 190600 200958 211168 219872 66 Gewinne zu 300 M 5771 9698 12125 21680 26136 39208 39210 52732 52758 68705 70287 72238 74417 74714 79543 80167 107127 126459 129237 132445 143665 164161 171189 179604 183972 188800 195076 213544 214233 215748 216369 220174 222910 Die Ziehung der L. Klasse findet ntatt am 9. und 10 . Oktober 1917. Gesucht ein träft. Mädchen od. uu abhängige Witwe, d. selbst- üändig kochen kann, nnd ein Mädchen für Küche und Hausarbeit. 6784 Schwesternhaus Johannesstr. 7. ei» Waggon eingetroffen, empfehle solange Vorrat reicht, per Zentner 12.00 matt bei Mehrabnabme billiger. W. llankei, Neuen Baue 7. ' 05717 Tel. 612. Ein älterer Herr sucht schriftliche Arbeit. Sprackenkundig, englisch u. französisch. Näheres 05708 Brandgasse 5, III. St. 3>!M Mili,,iL'.?LU Lagerist od.Kontorist inGroß- handlung od. Fabrik. Anaeb. unter 05691 a. d. Gies;. Anz. ß-s e s* r auch Kriegsbeschädigter, oder Oatre perfekt in Buchführung mit guter Handschrift zu sofortigem Eintritt gesucht. Obftverwcrtnngsgcnofscnschaft, e. G. m. b. H^ _ Gießen, Ludwigftratze 36. 6815 Sofort gesucht Ein Hoforl'titkr f d. auch Bieh füttern kann, gef. M. Keßler, Neuenrveg 33. TiichtiltenFuhrmann für sofort gesucht. 6763 Braugasse 6. Zuverlässig. 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September 1917 findet statt: An diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—H Samstag den 15. September 1917, J — R Montag den 17. September 1917 S — Z Dienstag den 18. September 1917. , Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. Die Unterftützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgebolt werden. 6809s; Gießen, den 6. September 1917. _Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. SantStag den 15. d. M. findet außer der iiblicben Brotkartenausgabe die Ausgabe derneuen LebcnSmittcl und Eeisenkarte statt,- vormittags für die Bezugsberechtigten mit dem Zunamen A— K, nachmittags für diejenigen von L — Z. Beim Empfang der beiden zuletztgenannten Karlen lst der Stamm (mittlerer Abschnitt) der alten Karren zurückzugeben. Gießen, den 13. September 1917. 68191'. Der Oberbiirgermeister (Lebensmittelamt). BacSspyjhfer von höchster Triebkraft !090 fach bestens bewähn Pröfntl. MnstüiWen gesucht. (>804 Blockslr. 9, im Laden. fcliallplatten-~'7 & Abonnement!! 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Die Verzinsung hört mit Ende Dezember 1917 an- Die Einlösung kann bei der Stadtkasse Gießen >„ jci der Mitteldeutschen Kreditbank in Frnnkfurl a "Ü. -„d Gießen erfolgen. Von in früheren Jahren auögelosten Schuldverschrei bungen find noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt ivorden Lit. X. Nr. 207, 395 über 500 Mk. und Lit 0. Nr m über 200 Mk. Gießen, den 8. September 1917. 6817 _ Der Oberbürgermeister: K elle r. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten ° Versammlung hat in* ihrer Sitzung vorn 7. September die Strompreise für den Stadi bezlrk wie folgt festgesetzt: Beleuchtung: 55 Pfennig für die Kilowattstunde. Kraft: 23 Pfennig für die Kilowattstunde. Glektrizitätswcrke u. Straßenbadn der Stadt Gieße». Stolte. 6818 ft Am 1. August starb auf dem Felde der Ehre nach 28 Monaten treuer Pflichterfüllung im 34. Lebensjahre unser lieber, unvergeßlicher, braver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Pionier Heinrich Kompf in einem Reserve-Infanterie-Regiment. In tiefer Trauer: Johannes Kompf und Frau Jean Kompf, z. Z. im Felde, und Familie Otto Kompf, z. Z. im Felde, und Familie Ludwig Bauer, z. Z. im Felde, und Familie Familie Nonewitz Familie Schön Bettchen Schön als Braut Gießen, Reiskirchen, Steinbach, den 13. September 1917. 05702 Todes-Änzeige. Verwandten und Freunden hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass heute vormittag 11 Uhr meine liebe Frau, unsere treue Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Margarete Weber im Alter von 65 Jahren nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. In tiefer Trauer: OberfLurschütz Greoro- Weber Georg Zörb und Familie. Giessen (Roonstrasse 8 p.), den 13. September 1917. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittags 3 1 /«, Uhr vom Portal des Neuen Friedhofes aus statt. ublb Am 8. d. M. starb fürs Vaterland unser lieber Korpsbruder und A. H. Leutnant Stein in einem Infanterie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes I. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Gießen, den 13. September 1917. 6791 Der C. C. der Hassia. Eine guteMilchziege z. verk. bei Peter Jakob, Walltor- stratze 28. „Sum Schwanen". Einder-Klappwagen zu verk. 05699 sicher Str. 19, H. Kürbisse billig zu verkaufen. 0jgw Ploch, Licher Str. 80. Lots PJtisch-Vorfcängt billig abzugeb. Marktstr. 29. RH Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so plötzlich und schwer betroffenen Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: In deren Namen: Louis Noll. Giessen, den 13. September 1917. 5—6 Mark pro Psund zahle ich für ansgekämmte Frauenhaare. Stiskind, 05631 Nenenweg 29. PackBseu 1 kauft Eugen Kaufmann I in Gießen, Schifsenberger Weg 50. 6811 W WTllbmtm neu oder gut erhalten, zu mm j kauten gesucht. Angebote mit ' Matz- u. Preisangabe unter 6821D a. d. Gietz. Anz. erb. Tode»-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, datz mein lieber Mann, unser guter Vater. Sohn, Bruder', Schwager und Onkel Ken Wilhelm Weber, Kellner nach langem, schwerem beiden sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Weber nebst Sohn. Metzen (SelterSweg 31), Frankfurt, Nieder- Weisel, Münzenberg, den 13. September 1917. Die Beerdigung findet Samstag den 15. Sept. nachmittags 2Vr Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 6822 Vernietungen Versetzungshalber schöne 2 Zm. Wobng. mit Badezimmer und Veranda zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 05710 K.J716 16 5604 B | Verschiedene | 1 Zim. m. abgeschl. Vorpl. zu vrm. Walltorstr. 48. 05698 | Möbl. Zimmer Pension Brandl Manet* 93ae 22 lBetlevuejZim. mu-ohneBer« pfleg, s. jede Zeitdauer. Mit- tag- u. Abendkisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. J1687 Mietgesuclie Soldat sucht ein freundliches Zimmer. Angeb. m. Preisang. unter 05700 a. d. Gietz. Anz. ZWilMMigming. Freitag, dcu 26. Oktober 1917, vormittags 9'/.2Ubr, werden die der Firma Emil Horst in Gietzen zugeschriebenen, nadistehend ver- zeichneten Parzellen am Grotzh. Amtsgericht Gietzen, Zimmer Nr. 14, versteigert: 1. Flur 5 Nr. 31 -- 201 qm Grabgarten am untersten Riegelpsad, aufdie Wiesen. 2. Flur 5 Nr. 32 = 539 qm Hofreite daselbst, Alice- stratze Nr. 11. 3. Flur 5 Nr. 36 = 753 qm Grabgarten am untersten Riegelofad. Die amtögerichttiche Verfügung ist auf dem hiesigen Ortsgericht zur Einsicht aus- gebängt. Gietzen, den 13. Juni 1917. Grotzh. Ortsgericht Gietzen. I. D.: Leo. Sonder-Vorstellung Für die in der findet Sonntag den 16. September, morgens IO 30 Uhr eine Vorstellung auf Veranlassung des Kriegsamtes, sowie des Stellvertretenden General-Kommandos statt. 6807a Preise der Plätze 30 und SO Pf. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Der Katzensteg naoh dem berühmten Koman von 6808a Hermansn Sudepmann ist das Gewaltigste, was bisher eine Giessener Lichtbild- bükne gezeigt hat. Ab Samstag den 15. September. momomomomomo Samstag, 15. September, bis infel. Freitas, 21. September gelangt im 6812 Für Hausschlachtungen grobe Länferschweine zu verkaufen 05715 Neustadt 78. Deckschein, Importier^ Ickeiu und Beitragskarte zum Pferdezuchtverein auf dem Pserdemarkt verloren gegaugeo. Gegen Belohnung auf dem Polizeiamt Gietzen abzugeben. 05705 Hoch klingt das Lied vom II -Boot-Mann Das Hsidenieben des Erfinders der U-Boote: Wilhelm Bauer. Nach geschichtlichen Dokumenten in 6 gewaltigen Akten. Von Fritx Prochnevsky, Sekretär des Deutschen Flottenvereins. Unter dem Protektorat Seiner Exzellenz des Reichskanzlers a.D.vonBethinann-Hollweg; und Seiner Exzellenz des General-Feldmarschalls von Hindenbnrg. Ein packendes Filmwerk Dem Erfinder zur Ehre Dem Volk zur Lehre, Ein Teil des Reinertrages fließt zu Wohltätigkeitszwecken in die Kasse der Präsidialgeschäftsstelle des Deutschen Flottenvereins in Berlin. Den Besuch empfehlen angelegentlichst deutscher Flotten verein, Ortsgruppe Giessen, und Marineverein Giessen. OKOKOBOHO K. 8/17 —9— 5608 B Freitag, den 26. Oktober 1917, vormittags 10 Uhr, werden die 1. der Firma Goldenberg & Marens in Gietzen zu V 2 und 2. dem Katz, Joseph, gen. Julius, daselbst zu Vs zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen, zum Zwecke der Aushebung der Gemeinschaft, ani Amtsgericht Gletzen, Zimmer Nr. 14, versteigert: 1. Flur 2 Nr. 62 = 1369 qm Grabgarien im Garlseld, 2. Flur 2 Nr. 63/61 -242 qm Hofreite daselbst, Weser- stratze Nr. 13. Gietzen, den 13. Juni 1917. Grotzh. Ortsgericht Gietzen. I. V.: Leo. Ein Tee-Ersatz darf nicht schmecken wie Heil- tec, sondern mutz dem ausländischen Tee ini Geschmack ganz nahe kommen. Einen solchen Ersatz für russischen oder chinesischen Tee erhalten Sie im 6072 Kelormhans, Kreuzplatz 5. empfiehlt Adolf Placlb Neuen Baue 17. Tel. 568. j/Ubert jrhh?ni Derpflegungs* Direktor 1*31 IJGUjDaU Rnffalt UqDaU c . ^ aarma ra foa»ro«runferr1d)t 2. April. Reifeprüfung. winterunterricht 15. vktoe» ^ mmmm Selber«ttiflt mH tos König!. Preuft. SZugewerkschui». —^