M.2*5 Ter Sietzrver erscheint lägNch, sicher SOnntags. - Beilagen: SietzeverKamllienbUitter: UreiLdiLtt für den Kreis Stehen. VezttHLpreis - »nonatl. 1 Mk^ viertel- jKhrirch 3 Mt.; durch Äohole- u. Zweigstellen monatl. 90 P?.: dttrch die Post Rlt. 3.— viertel» jährl. ausjchl. Bestellg. Fernsprcch - Anschlüsse: !ür dieSchriitleilung 112 Verlag,GeschäitsstellebL Achchritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erster Blatt *67. Jahrgang Donnerstag, *3. September *9*1 PostfcherMmts: Zranfturt a. M. **686 tveneral-Anzelger ftir Gberheffen Sankverkehr: Gewerbebank Gießen Swilkingrrund druck u. Verlag: Srühl'sche Unis.-Buch- u. Steindruckerei R. Lange. Lchnftleltung. Gcschästrstelle u. vruckerel: Schuistr. 7 UVtl \ die Lagesnummer Dis zumNochmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 M.. für auswar- tiae Anzeigen 2b Pf., b. Plcchvorschrist 30 Pf, für Reklamen 75 Pf., bei Platzoorschrist 90 Pf. Hallptfchriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Äoetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen« Ein neuer amerikanischer Depeschen-Diebstahl. Die WgchsenÄe Gefahr des Bürgerkrieges in Rußland. (WTB.) Großes Hauptgnnrtie r, 12. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In mehreren Abschnitten der flandrischen Fwnt, im Artois und nördlich von St. Quentin letzte die Feuer- tätigkeit in den Abendstunden beträchtlich auf. Vielfach kam es zu Zusammenstößen der Infanterie im Vorfeld unserer Stellungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach starker Feuerwirkung gingen französische Abteilungen zu gewaltsamen Erkundungen beiderseits der Straße Smnme-Py—Souain in der Champagne vor. Sie wurden durch Feuer und im Nahkampf zurückgctrretzen. Gefangene blieben in imserer Hand. Bor Verdun hat die Kampftätigkeit der Artillerie nachgelassen. * 19 feindliche Flieger sind atzgeschossen worden. Einen davon brachte Leutnant Botz (46. Luftskeg) zum Absturz. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. An mehreren Stellen zwischen Ostsee und Düna warfen nufere Vortruppen russische Aufklärungsabteilungen durch Kampf zurück. < Die Gesänge neu za hl aus der Schlacht bei Riga ist auf 8900 festgestellt. Die Beute beläuft sich auf 325 Geschütze, davon ein Drittel schwere, mehrere beladene Voll- und Kleinbahn-Züge, großes Pionicrg^rät, Schietzbcdars und Derpflegungsvorräte, zahlreiche Kraftwagen und andere Truppenfahrzeuge. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Zwischen Pruth und Moldawa vielfach rege Artttlerie- tätigkeit und Erkundnngsgefechte. Die Russen setzten bei Solka ihren Angriff nicht fort. Nordwestlich von Tirgul-Ocna stieß der Feind fünfmal gegen unsere Linien vor. Stets wurde er verlustreich abgewiesen. Mazedonische Front. Die Lage am Südwestufer des Ochrida-Sees Hit sich nicht wesentlich geändert. Fm Becken von Monaftir stärkeres Fener als in letzter Zeit. Der Erste Generalqrmrtiermeister Ludendorff. * Der Abendbcricht. Berlin, 12. Sept., abends. (WTB. Amtlich.) Nichts Neues. Das die „Rechte der Menschheit' verteidigende Amerika hat die Welt wieder einmal rnit Lärm erschüttert. Wie es ihm bekanntlich ftüher schon einmal gelungen wnr, einer c ch ffrrerten. für Mexiko beitirmnten Nachricht des Siaats- ferretärs Zinrmerrnann habhaft zu w-erderr urrd sie zu ent- zrffmTn, so ist es auch jetzt wieder, wohl durch Diebstahl. to ten Besitz dreier solcher Telegramme gekommen, die myer Geschäftsträger in Argenttnien der Vermittlung Schwedens anvertraut hatte. Ueber den Inhalt dieser von Staatssekretär Lcrrrsing veröffentlichten, für das amtlich? Deutschland bestimmten Nachrichten wissen wir vorläufig noch nichts. Es ist zu verumben, daß sie der Anfreck)terhal- tmrg guter Beziehungen zu Argentinien dienen sollten. Unsere Regierung hat durch das Wolff-Bureau über den Fall eine klare Darstellung veröffentlichen lassen, die nur im NaäTrichtenteis wiedergeben. Es ist klar, daß nichts geschehen ist, was irgendein Rechtsgefühl verletzen könnte, und dre „Borkärnpfer" für die Rechte der neutralen und rinnen Staaten beweisen irur wieder, wie sehr sie in Wirklichkeit Macht vor Recht gehmr zu lassen gesonnen sind. Tn dem argentinischen Fall für uns unangenehm und gibt zu deirken: daß die angewe n dete Geheim spräche den amerikanischen Dieben kein Geheimnis geblieben ist. Ist nach den unangenehmen früheren Vorkommnissen die deutsche Vorsicht nicht verschärft worden? Warum hat sich die deutsche Diplomatte in diesem Punkte wiederum als unachtsam und Ungeschickt erwiesen? ^ Die Sachlage ist, da wir den Inhalt der gestohlenen Telegramme nicht kennen, noch nicht ausreichend geklärt, doch stimmen die veröffentlichten amtlichen deutschen und schwedischen Darlegungen vollkommen überein. Es ist zweifellos keine Neutralitätsverletzung darin zu erblicken, wenn Schweden die Vermittlung von Nachrichten übernahm, und den Amerikanern, kann höchst treffend entgegengehälten werden, daß ja auch amerikanische Nachrichten auf die gleiche Weise in neutrales Gebiet vermittelt worden sind. Der Disfe- renzpunkt, den die Washingtoner und Londoner Schreier her- vorkehren, liegt anscheinend in der Tatsache, daß es sich um die Weitergabe chiffrierter Telegramme gehandelt hat. Die Unterstellung, daß. Schweden in deutschen Diensten gestanden und bewußt andere, als die reinen Verkehrsinteressen Deutschlands unterstützt habe, hat der schwedische Minister des Auswärtigen in bestimmter, einwandfreier Weise zurückgewiesen. Schweden wollte und will volle Neutralität üben. Daß es seine Rechte als neutraler Staat nach den vielen Beweisen von englisch-amerikanischer Willkür und Verletzung völkerrechtlicher Bestimmungen nicht ängstlich sich verkümmern ließ und keinen Unterschied von gewöhnlichen und chiffrierten Nachrichten machte, ist ihm zu danken. Schweden hat nur bewiesen, daß es den englischen Begriffen von Freiheit und Recht, der Diktatur der Weltbcherrscher zur See, sich nicht willenlos anzupassen gedachte. Das wird ihm jetzt in die Ohren' geschrien, daß es der Entente nicht dienstfertig sich erweise und man ihm mit Geroalt seine Abhängigkeit fühlbar machen werde. Man will das Land mit wirtschaftlichen Rachemaßnahmen einschüchtern, ähnlich, wie man gegen Griechenland vorgcgangen ist. Auch in Schweden gibt es „Venizelisten"; dort spielt Branting die Rolle des Kreters, und um die neutralitätsfreundlichc Regierung in Stockholm zu stürzen, ein ententefreundliches Regime in die Wege zu leiten, gebrauchen Washington mrd London alle Mittel. Die in Schweden im Gange befindlichen Reichstagswahlen sollen offenbar auch in diesem Sinne beeinflußt werden. Deutschland, das den Sieg und eine bessere Zukunft vor sich sieht, wird an Dank für die charaktervolle neutrale Haltung Schwedens nicht arm sein. Und das schwedische Volk wird nach wie vor luiffett, nicht nur wv seine Rechte, sondern auch seine Interessen liegen. -- . » * * nmTnrT*r . "Tm >»»>»»- - .. Der öfterreichnch-mrgtirische Tagesbericht. Wien, 12. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. Russen und Rumänen griffen die Höhen westlich von O c n a zu wiederholten Malen heftig an. Ihre Anstürme brachen teils unter unserem Feuer zusammen, einmal wurden sic durch Gegenstoß znrückgeworftn. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Laufe des gestrigen Tages kam es nur an den Hängen des Monte San Gabriele zu. heftigeren Kämpfen, die für rms günstig verliefen. Sonst keine besonderen Ereignisse. Albanien. Südöstlich von Berat wurden italienische Abteilungen durch unsere Vortruppen über den unteren Osum zurückgetrieben. Bei Pogradee am Ochrida-See weichen unsere Truppen dem Drucke des überlegenen Gegners aus. Der Chef des Generalstabes. * * * KorniSoujs vestrebuiMN gescheitert? Petersburg, 11. Sept. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Aus zuverlässiger Quelle wird berichtet: Tie von Kornilow organisierte Aufstandsbewegung wird fast von der ganzen Land-- nud Streitmacht mißbilligt und nähert sich rasch dem Zusammenbruch. Tie Befehlshaber aller Fronten, ausgenommen General Denikin, er- /larten sich in voller Uebereinstimmjung mit den militärischen Ausschüssen und den demokratischen Verbänden bei den Truppen, das; sie der Regierung treu bleiben werden. General Denikin: und sein Generalstab wurden in seinem Hauptquartier verhafte t, Indessen wurde den Verhafteten im Interesse der Landes- verteioigung der Befehl über die militärisüren Operationen nicht entzogen. sie wurden aber unter strenge Aussiclst der militärischen Ausschüsse gestellt. Die Ostsee, flotte sprach sich in ihrer Gesamtheit entsclneden für die Regierung aus. Die Kolonnen der Truppen Kornilows, von denen mehrere in die Aufstandsbewegung ajus unerlaubte Wjeise mit hineingerissen wurden, haben ihren Viormagsch eingestellt, da sie die Verbindung unter sich verloren haben. Einige Führer dieser Kolonnen sind in Petersburg erngetroffen und haben um die Erlaubnis gebeten, ihre Vorgesetzten sestnehmen zu dürfen, die die Regierung verraten hätten. Diese trifft weiter energische Maßnahnren zur Verteidigung Petersburgs gegen jeglielzen Angriff, und es ist zu 'hoffen, daß Blstver- ^^^rmieden wird, Tie zahlreich aus den Provinzen ein* gehenden Nachrichten zeigen dre gleiche Haltung vollkommener Er- geoenl>ett gegen dre ernstweilige Regierung. krl et Ä' §k i 9 ' w 11 Sept (WTB.) Meldung der Peters- burger Tclegraphen-Agentur. Ter stellverttetende Mmifterprä- Ux.TO erklärte den Vertretern der Presse, die po- Arp-kr 96 üra I e durchaus günstig angesehen werden. Alle Besehlsh-aber an der Front mit Ausnahme des Generals Tenikin - er ^EM Generalstab von dem militärischen Ausiämß an dieser Front verhaftet wurde, bleiben der Regierung treir ^re Stadt Pskow rst gegenwärtig im Besitz der Regierungs- .? te Regierung glmrbt zu wissen, daß die Truppen, die 0 ^ Kormlows bildeten, irregeführt waren. Denn man machte fte glauben, daß sie nach Petersburg ncarschieven sollten, um ure Hailptstadt von den mariMalistischeir Elementen zu säubern, veure kam. eine Abordnung des Kosakenregiments von Petersburg an und erklärte, daß das Regiinent, nachdem es die Wahrheit er- falwen hat, der ernstwerftgeir Regierung treu bleiben wolle. Die Regierung ergreift Maßirahinen, die von Kornilow mitgerisseTren t ruppen über den wirklichen Staad der Dinge zu irnterrichten beftatigt nch,,dav General Lakonskr eine große Rolle in der Bewegung gespielt hat, die mit viel Sorgfalt vorbereitet worden war. lieber die Neubildung der Regierung erklärte Ne- kraww. daß alle Minister im Amte bleiben würden mit Ausnahme des Wegeministers Jurinow urch des Landtoirt- jchaftsmiNisters Tschernow, die iaus Gründen allgemein po- lrtischer Art zuruckzutreten beschlossen haben. In diesem Augen- dlure, fugte Nekrasow hinzu, kann man unzweifelhaft feststellen, dav da, ganze Land für Kerenski ist und die Revolution gegen den für dre Reaktion eintretenden Kvrnilow vetteidigt. Petersburg, 12. Sept. (WTB.) Meldung der Peters- toger Telegraphen-Agentur. „Rjctsch" melöet: Miljukow und ucr fruhere Generalisstmus Alexejew suchten Kerenski aus 2® bo^enihm! ihre Vermittlung zur Beschwörung des ern- letzenden Bürgerkrieges an. Kerenski hielt es indessen für mmrög- tich. mät Leuten zu, verhandeln, die das Gesetz verletzt haben, er erklärte aber, er sei nicht gegen die Uebergasbe der RegierungK- geu-alt an ern neues Kabinett. Dieses konnte Verhandlungen mit ™ 0 r n rlow eftlleiten. Nach einer privaten Besprechung nvit den zurückgetretenrn Ministern wurde die Ansicht Kerenskis als sicherer Weg zur Unterdrückmig der inneren Unruhen angesehen. Der frühere GeneralrßtMus Alex es 7 w wurde als etwaiger Präsident des iieueii .Kabmetts bezeichwl. Kerenski lehnte indessen trotz des ^ rtrrcjrns ver Kvdetteüminiu^r ab, die Regiernngsgewalt Alereiew anzurertrauen. Er leitete Verlxurdlungen init den Vertretern des A r b eite r - u n d S 0 l da t e n r a t s ein. Man glaubt, daß die sozialistischen Elemente in der neuen Regierung stärker vertreten jern werden und daß von den nichtsozialistischen Ministern nur H 0 r e ft s ch e n k 0 für das Aeußere- und Nekrasvw für die Finanzen ihre Pochen behalten werden. ^ a w i k 0 w , der Vertreter des Kriegs Ministeriums, wurde zum Militärischen (Generalgouverneur von Pttersbirra ernairnt, an Stelle des Generals Löassilowski, der zur Verfügung ver einstweiligen Regierung gestellt wird. P e t e r s b u r g, 12. Sept. (WTB.) Reuter. „Jsvestija" schreibt, daß Kornilow in den letzten Tagen, um seinem Vorhaben den Erfolg zu sichern, allmählich die revolutionstreueii Truppen aus Petersburg e n t f e rm t bat und durch Kosallnr und andere Reiterei, auf die er sich verlassen zu können glaubte, ersetzte. ??ach den Blättern wußten die Truppen nicht, worum es sich handelte, und glaubten, daß ein in oft malifrischer Aufstand mtterdrückt nmden sollte. Der Generalstabschef Kornilows, Lakvmski, schickte erenski ein Delegrainm, in dem er ihni mitteilte, daß die Lagü an der Front sehr ernst merkest würde, wenn die Regierung di« Forderungen Kornilows nicht erfüllen würde. Die diachricht von dem Ultimatum Kornilows wurde erst gestern ant späten Llbend bekannt und venrrsachle in den politischen und journalistischeu Kreisen großes Aufsehen Der ?Rinisterrat beriet gestern abend und -während eines großecr Teiles der Nacht. Auch das ausfithrende Komitee des Arbeiter- und Soldaterrrates versammelte sich gestern abend, MN' die Lage zu besprechen. Der Antrag, die vorläufige Dunmkommission zu verhaften, wrrrde mit großem Beifall angenommen. Haag, 12. Sept. Reuter Meldet aus Petersburg: Die Blatter verzeicheren Gerüchte, wonach die ersten Truppenabteilun-, gen Kornilows bereits in Gatschina, 30 Kilometer vor Petersburg, angekommen sind. Der Hettnan der Donkosaken, General Kaledina, soll die Regierung ersticht haben, das Ult ima tunk Kornilows anznneymen. Fm Weigern ngssalle tvird die Verbindung ztvischen Petersburg imd Moskau miterbrochen. Femrer melden die Blätter, daß angeblich der vott Kerenski neuernaniite OberbefeUshaber K l e M b 0 w s k i sich .Kor- nilow an geschlossen habe. Das gleiche sollen Generäle an der Frortt, u. a. General V a l u e w, getwi habeii. * Moskau, 11. Sept. (WTB.) Meldung der Petersburg« Telegraphen-Agentur. Die Berufsverbände der Arbeiter der Eisenbahnen hielten Versammlungen ab und beschlossen, der emstweiligen Regierung treu zu bleibeii. Ter Ge- Meftiderat von M o s ka u hat einen Aufruf an die BevölkMrmg gerichtet, in dünt es bftßh die alte Hauptstadt.müsse sich wie ein Mami zur Verteidigung der Revolution erheben und den Bürgerkrieg verlnndcrn. Alle Städte Rtißlands sollten sich um die einstweilige Regierung scharen. Basel, 12. Sept. Kerenski hat den früheren Prvkurabvr des lMligeri Synod-, Lwow, der ihtzn die Llufforderimg .Kornklmos überbrachte, sowie wertere 80 Personen verhaften lassen. Er ist weiter benrüht, das ?Rirristerium zu reorganisieren. Mehrere KoMbftrationen werden bercstts^ erörtert, u. a. spricht man von einer teilweisen Umbildung unter ^SämMiwi eines besonderen National- vats naä) dem Vorbild des frcuizösrscheii Dir e ktor ft rms. Petersburg, 12. Sept. (WTB. l Reuter -Me tdmro. Der Hauvtaiisschuß der K adet ten par t ei teilte Kerenski nS|, daß die Partei, uM euren Bürgerkrieg zu verhiltwi, ihren Atttglic^nr gestattet, ch das neue Kabinett einzütreten, -_^ stnLdeu, t*r& cnrf Beiehl der dba&itvtm diesrühe- ?J5 0 ^ f ur )fee u M ichael Alexandrowits ch und P a- 1 r 0 ,x> i * Dem ihrem Wohnsitz tu Gatschma nach «ent Uctutlbermm des Innern gebracht wurden. Kornilows Ziele. ^Berlin, 1L Sept. ('griwitteL) Die „B. 3. am Mittag" ^eu>et ait§ Bern: Gegen über den Blättermeldungen, daß ^^rnrlvw im Sinne habe, noch eiirmal die russischen ^exeZtTafte zusammenzuraffen intb gegen den Feind zu fuhren verlffsentlicht das „Berner Tagblatt" die völlia Anschauung, daß Kornilow cingesehen habe, er komme mit der wahnsinnigen Füsilierunq nicht weiter. Er glande nicht mehr an die Möglichkeit der Offensive und sei empört über die wachsende Anmaßung der englischen Diili- Lärmissionen. Er spiele mit dem Gedanken, sich im Namen des Heeres an die Spitze der Friedensbewegung zu stelleir.^>er Korrespondent stutzt seine Anschauungen auf ore Denrichrift Kornilows vom 16. August, die von der Pe- rersvurger Telegraphonagerrtur vollständig umgedichtet »oor- oen sei. ulles, was er über die llnmöglichkeit weiterz-u- rampM gesagt habe, sei unterdrückt worden. Kornilow 5 r sofartigen Frieden auf allen Fronten gesprochen mrd das Volk stehe hinter chm. Kornilows Kriegsgefangenschaft. \ Nichtamtlich.) In der „Neuen r ^rwfttct Militärarzt Kraus über den A u f e n t i«llßS> tnil a' tü ^ rm öfter re ich, is chcn Gefangenen- bceu-Lengbach, wohin Kornilow Mitte Juni 1915 gebracht nnrrde, nachdem er nach Vernichtung seiner. Division in a^^^?!^Emldern bei Tukla in vollständig erschöpften: Zu- ausgefunden und gefangen genommen wor- kornilow beherrscht mehrere Sprachen veriert uni) sprach mit mir am liebsten deutsch. Er versicherte bei ledem Gespräch über den Krieg, dieser werde noch drei bis vier ^zayre dauern und ein Nationalkrieg werden. Im August 1915 wurde Kormlow in ein Gefangenenlager nach Ungarn übergeführt ?ri T Jf l + nc diUe ins Spital gebracht, von wo er bekanntlich 1 pater flüchtete. .,Rowoze Wremja" verboten. q or 12 - (WTB.) Meldung der Peters- Regierung verbot die „Nowoje S^SUt£S‘SSfälgSi£ ->- - Kaifcr und Zar. ’i 2 - lWTB.) Ti e.,Nordd. Mlg Ztg " schreibt 55&ÄS- 1 3WifC&en *** Wi-Selm und bem «ässäss nKia s ^?> ert den Regierungen der beiden Reiche er- des allgemeinen Friedas ünmdlich auszu»precheil. Das Ergebnis ^von war die Bekräftigung der Tatsacki^, daß die benackibarten „keinen Interessengegensatz, der ihre Lebens- Weitervcrsolgung imb Vertiefung • ^Vernehmens verbrüdert waren. Die beiden Ri^VoMinä^ss^'' U ™JP*- ^U^reinftimEF feSIlK» &äSÄs: tessar srsüäs ©re Tarnen temer dohni «&erein. baS rerfflTrffS' ^ dre^. dre Wohlfahrt Erno^s Mh^s ch W l-chmrdc, Politik des Zujammm. ^ ni oer uvwehr aller friedensferndlichen Macbeni'wnttpi, giatÄ,s“S emffsat & st-«-- Wilhelm am 25. Juli an dm Krid&äfanjler fS ® efa * in Kopenhagen kam schon Die Eindrücke, die der Kaiser in der dänischen CSTjff*' teitte - dem Baren am 2. ÄftÄ lich Ach^'AbA .*£ .Emilie, narnent- Nach meiner Änchmft cr§,E ich^sch ^ dm Drechbmchien und den dänischen Frennt« dak eche It LIMZMMML es ÄFII»« tAt stand, um die Mißtrauens, nchen che von Kopenhagen nach London UrL nnd bekder^ Vöa» Ä sySÄS-.“» Ä ,*$*&«s MUZMUUZ KMMWMß Mv r W« Sfjö MLK Fortbestand'^on Tchastie ^Lan^gewälWtm Die DürnnÄ Mnnen ,-ch angsgrn mit dieser Altenrntioe Ä finden und M da^ srÄs atat sfe« mk€ä¥P SÄÄÄ d-rn äks's grfegenM, daß Karl nach Norwegen .j-j.t ist ÜS in bk fünften KFA» k Ä &SU S£ ftSWK ,.»rS.'".SL'Ä rS5 ri a? ü Ä ? aBt ^ XLtMm > daß es sowohl dem Kaiser ^ ,de^ selbstverständlich an allen seinen Schritten bieteiligten l^^^?brnng dringend am Herzen lag, das wünschenswerte vernehmen mit Dänemark unter keinen Umstanden anders die vMe Unabhängigkeit des weniger mächtigen Nachbars wahrenden Mitteln herbeizuführen. . SBefen t^r in den. vertraulichen Mitteilungen zum Ausdruck kommenden Polrttk ist, neben dem ehrlichen Wunsch nach der | vwiedens der Gedanke, daß dauLrhafte und zuverlässige Abinackrungen im Verkehr der Völker unreoeiuander nur vann zu errerck>en find, wenn beide Teile aus freier Entschließung ha ndel n, und wenn neben dem natürlichen Schwergewicht der- sldacht auch das des Rechtes in die Wagschale fällt. In der Zeit nach der ZipaminenkuTrst in Bioertoü tft es, obgleich von deuLscher Loette mancher entgegenkommende Schritt unternommen wurde, niemals möglich gewesen, Frankreich von seiner immer schärfer gegen Deutschland gerichteten Politik abzubringen. Der ständig ^ n€ Qr?-- I rf Elfanvinismus der französischen Regierung machte die Schicht einer Verständigung zwischen Deutschland', Rußland 1 ^ ur dauernden Erl>alttrng des europäischen Friedens zuirütxte. Die Alnuackrungen von B-oerkoe lind damit hiilsä li. ge- JS?y ^-bs „ Bollwerk der Eintrack-t wäre der geplante dQittch-russrsch-französische Dreiverband, der die bestehenden Bünd- mpe unberiihrt lassen sollte, naturgemäß dem Jnselreiche unwill- kmnmen gewiesen, das seit Jahrhunderten die Völker Europas gec^nernander zu Hetzen pflegt, um aus ihrem Hader Vorteil zu ziehen. Wir NNss en heute nur zu gut, das; auch in diesem Falle es letzten Endes England gewesen ist, welcl-es die europäische Verständigung dadurch unmöglich machte, daß es planmäßig in Frankreich die Revanck-eluft nährte. Amrrttamsche Veschvltzjgungen gegen Schweden. VfJ X \H 12. Sept MTB. Nichtorntl., Die „Nordd. Mg. ZtL fkhrelbt yta der Ueforfc&rift: Zur Klarstellnng: Nach einer Meldung des Reuterschen Burocrus aus Washington hat das ^taatsdevartement den Wortlaut dreier Telcgvaimne veröffentlickst, die ^ deutsche Gesandte in Buenos Aires im Mai und Juli 1917 durch Vermittlung der dortigen schwedischen Gesandtschaft abgescrndl l)vt und die imserc Be- ziehungen zu Argentinien betrafen. Die Berösferttlichung rft vsfen- ^ ber durch die militärische Lage, durch die jüngsten Jüpchen Enthüllungen und durch die friedliche Beilegung des Tore- L>wi)ckieilsalles erzeugten schleckäen Laune im feindlichen Lager und verwlgt den doppelten Zweck, einmal eine Neue Krise in den deutsch- crrgenttnilchen Beziehungen zu erzeugen, dann der schwedischen Regierung Ungelegeuh-eiten zu bereiten. Gegen letztere richtet sich ^}’ ^-Eueste Dcpelchcndiebstahl, dessen sich die amerika- lMche Regierung rühmen -darf, in erster Linie, und der gesamte Ehorus der Ententepresse beeilt sich, die wildesten Vorwürfe gegen ihr angeblich neutralitätswidriges Verhalten zu erheben Zur Klarlegung sei folgendes bemerkt: Die deutsche Regierung ■ i>eT J -^ at gelegentlich die Hilfe der schwedischen Regierung in Anspruch genommen, um Nachrichten von und nach neutralen ^mwern gelangen zu lassen, von denen sie durch das völkerrechtswidrige Verhalten der britischen Regiermrg und ihrer Dlmdes- genopeu abgephnitten war. Während nämlich die deutsche Regierung entsprechend dem internationalen Grundsätze, daß die über L-ee verwndten Bri e « Posten der Neutralen und Kriegführenden, mögen sie amtlicher oder privater Natur sein, imverletzlich find' den äachnchwuoerlehr auf neutralen Schüfen auch dawi unbehelligt netz, wenn Briefe von einem feindlichen Gebiet in neutrales und von neutralem Gebiet in feindliches befördert wurden, unterband die ^^L^^gwrung m vollenr Widerspruch zu Artikel 1 des von ihr rattpzierten elften 5paager Abkommens über gewisse Einschrän- kungen und die Ausübung des Seebeuterechts im Verein mit wceii Verbündeten vom Kriegs beginn an nicht nur den unnrittel- baveu Brie;verkehr seiner Gegner mit den neutralen Ländern, son- ^rn sogM den NachrichtenverLehr zwischen den neuralen Län- ^ lell>ft m der rücksMslofesten Weise. Es ist daher selbft- verüEich, wemi neutrale Regierungen ihr gutes Riecht, den äachrichtenverkehr der Kriegführenden mit Mrderen Neutralen zu vermitteln, auck» in der r)-orm aus üben, daß sie deren amtlick-e EhlffveteLegramme weiterbefördern. Das hat sogar die Regierung der Vereinigten Staaten getan, als sie ihre äußere Neutralität noch recht erhielt indem sie in zahlreichen Fällen die Beförde- nmgchiilrierter deutscher mntlicher Telegramme übernahm. Für Schweden lag ein Anlaß 5u solchem Entgegenkommen um so eher vor als es, ,einer natürlickprr Lage als Durchgaugsland zwischen öiußland und Euglano eusprechend, auch den NWchriMenverübr Oiefer Feinde Deutschlands in weitgehendem Ataße vermittelte. }rj! em 5f r «chwÄnschen Presse zugegangenen, auch lper ver- onentlichten Kommuniquoe mit Recht lwrvvrgelwben wird, liegt m einem «olchen Verhalten keine NeutralitätsVerletzung, zmual da <-avveden. wie aus dem Kommuniguee erhellt, ähnliche Dienste ajsct, i»eu Bereinigten Staaten für den Telegramm Verkehr durch Teuiichland nach dem Orient geleistet hat. SS; |e6r taktvail s^nastr! Es ^igt^7dab ?ch"r^ ^ Xtd, dot }-TO Jahren »or narr Neubildung her alten tVimfam- taatum Bcwanu habe. 3ie i|t letzt wieder im besten Entstebel, Wetter war prächtig. Beste Grüße cm Mix. ‘ " tt,tc 9 en - Ta» eine Erklärung des schwedischen Ministers de» Acußern. Stockholm, 12. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Svenska Telegrambhratl. Angesichts der Anschnldigutv- Sm des Staatssekretärs 8 an fing gab der schwedische Mrnrster des Aeußern am Montag folgende ErklL- rmrg ab: Das Mtnistemurn des Aellßevn hat keine Mitteilung erhalten über eine Ueberinittlirng den in der Erklärung des Staatssekretärs der Vereinigten Staaten erwähnten Tele- grarnrne. Das MipistMMN kann daher keine endgültige Stellung nehmen ziu den Fragen, die sich darmns ergeben komren. Indessen ist es wahr, daß zn Beginn des Weltkrieges der damals im Amt befindliche Mnister des Aeußeren ge- statten zu müssen glaubte, daß ein deu.tsches Telegrmnm über die Zivilbevölkerung von Kiautschou ziurücktÄegra- Phiert würde und eine ähnliche Erlaubnis den Vertretern beider kriegführender Parteien unabhängig dav-on gewährt wiirde, ob Schweden mit der Vertretung der Jiiteressm eines im Kriege befindlichen Landes betraut war, was unzweifelhaft einen beträchtlichen Austausch von Delegram- men und Briefen mit sich bringt. Was die Vereinigten Staaten betrifft, so ersuchte der n n.ilanische Gesandte in Stockholm bei mehreren Gele-genhäten im Laufe dieses Jahres, daß Briefe urw TelegrLnnme von oder nachi der Türkei überinittelt würden. Dies wirrde bewilligt Das Ersuchen wurde ebenfalls gestellt zu einer Zeit, als die ^ürkei sich nicht im Kriegszustände mit den Vereinigten Staaten befand und in der die schwedische Gesandtschaft noch nicht mit der Wahrung der Interessen der Bereinigten Staaten beauftragt war. Diese Depeschen wurden Wer Deutschland gesandt. Der Staatssekretär der Bereinigten Staaten ließ durch einen vom 14. April dcrtierten Brief an den amerikanisckien Gesandten m Stockholm für die ihm so bezeigte internationale Höflichkeit seine Erkenntlick/eit ausspreck-en. Schon im Laufe des Sommers 1915 wurde von England der Wunsch ausgesprochen, daß die Uebermitte'ung van Depeschen zwischen Deutschland' und Nordamerika auf- hore. Es wurde keirce förnilick-e Borstelliliig erhobe^i, aber dcu damals im Amt befindlick-e Minister des Aeußern glaubte, den zum Ausdruck gebrachten Wunsch erfüllen zu müssen. Nachdeni indesseii der Minister des Aeußern ein" mündliche Bespreck>ung mit dem englischen Gesandten gehabt hatte, glaubte er, auf dem laufenderc über die Tragweite dieser Verhandlungen, nicht, daß ein Hindernis vorliege, Telegramme nach anderen neutralen Ländern, uim Beispiel nach Argentinien, zu übermitteln. Infolgedessen fanden Uebermittlungen von Depeschen mit diesem Lande statt. üLrch erner amerikanischen Meldung waren die jetzt in Frage kommenden Depeschen in einer Geheimsprackie abgefaßt und' ugolgedessen für den übermittelnden Teil nicht zu ertt> such nicht in der Lage, sestzustellen, ob der Ä^^o^ch.,o^HTepeschen dem ihnen zugeschriebenen entsprach. Die erste Maßnahme besteht notwendigerweise in der Er- langung erner Erklärung Deutschlcnids. Es ist sicher, daß, falls bewiesen wird, daß ein Mißbrauch ftattgefunden hat, Maßnahmen getroffen werden, um eine Wiederholung cruszuschließen, und dies unabl-ängig von möglichen ‘Bdjntten. Es lvnrde weder von den Bereinigten I??! 1 ein Schritt unternommen hin- der Un^>ruckung der Uebermittlung von De- öiwfchen Schweden und Argentinien, weder früher Är nichtsdestoweniger wurde die Angelegenheit durch Presse vor die Oeffentlichkeit gebracht. Ein von zuständiger Stelle aus formelle oder halbsormelle Weife vor- $:£?a^^ ^ lvszusagen. Besonders E/.'.^l>urnal wünschen, daß das schwedische Voll nicht unter den Jrrtümern der Entente zu lechen habe. * * * Reuter'sche Hetze. fl Nicktarntlich.1 NsMn-Meldmrg. berichtet aus Neuvork vom 10. September) swd Gesaichtzchasten m Washington und Buenos Aires I?? mit äbleugnenden Erllärungen -um Vorschein g^vmt- l^och crus die amerikanische öffenlliche Meinung Man verlang: allgemem, daß Krieges auf seine diplomatischen Vor- ^ftE .^rö^chteN obex derselben entkleidet werde'? müßte, ohn« Ituüficht daraus, was für Versprechungen die schwedische Regiernnq ^Amerika und die Alliierten könnten benf. [^ Diplomaten m Zukunft nicht mehr gestatten, Ehisfre- chen nach Stockholm zu schicken. Ter fchwedische Ge- WashingLon ,oll Lansing gegenüber erklärt haben, SLbtc ^epescben Luxburgs in deutscher, nicht in schwedischer Sprache abgeschrckt worden seien. Wenn dies sich bewahrheite so JjSr 111 ? 3 . bas Vorgehen der schwedischen Gesandtschaft in schlimme?^ m ^ ^ Ugen ^ öffentlichen Meinung nur noch * Verhalten Argentiniens. ^ argentinische Marinerttachs, Fregattenkapitän E e l a r i von seiner Regierung drahtlich a b b e r u - s t n morden. Der argentinische Gesandte, N v l i n a , befindet sich augenblicklich IN Dresden aus Urlaub. * Eine amerikanische Lüge. Berir, 12 Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach d«tt „Nreuwe Rotterdamschen Courant" meldet „Daily Dele- graph aus Neuyork vom 10. September, daß Staats- setretar v. Kuhlmann versucht habe, sich zu vevae- wistern, wie man in Amerika über Friedensbedin- gurigen deuten würde, die die Wiederherstellung van Belgien und die Unabhängigkeit Elsaß-Lothringens mit sich brachten. Kühlmanus Vorschläge seien jebocki von der anveri- kanifchen Regierung nich>t ernstlich erwogen worden, da diese sich außerstande sehe, mit der deutschen ReqierUna zu verhandeln. — Diese Behauptung trägt den Stempel srerer Erfindung an der Stirn. Die amerikanische Zensur. M-^Sept. (WTB Nichtamtlich.) Reuwr- Meldung. Pvlizeiagenten drangen rn die Geschäftsräume der „Tageblatt ein. Es l)eißt, daß stchs Angestellte verhaftet wurden. Tie Regierung teilt mit, daß Blatter die cn ttemder Sprache erscheinen, die Beirntznng der Post unterlagt werden nnrd. ^ Die LebenSmittelrationiernng in Jtaliew Bern 12. (WDB.) Auf Anordnung Canep Hilmpkdrnck fo> atusgrfüihrt, daß auf jeder Seite ntr ftcfo durch einen verschieden-« ßirrbrgen Uirterdruck ckrrre besorrdere Tmumg »hervorgerufen ist. Die Vorderseite wird von vier Rechteren gebildet, die von einer dunklen. lUmrandung eingefaßt sind. Die beiden hochstehenden Seitenfelder begrenzen recksts und links züvei »Vagvchchte, den mittleren Hauptteil der Note crusfütlende ^Felder. Das obere zeigt m beideir Seiten eines kreisrunden Mittel stücks je .'cme knieende Männergestalt, die aus einem Füllhorn Münzen schüttet. Das rrmde Mittel stück wird vost eilrem in zarten ,Farbtönen gehaltenen Mn,chßiMer ausgefüllt, Vary dein sichltsie Zahl 20 .kräftig abhebt. Das untere Mittelfeld enthält rn kräftiger Sck'/risst jden Text. Die Rückseite zeigt in zwei hoch« stellenden aichcheckigen Feldern links das BrnMild eines kräftigen: IMlannes als Sinnbild der Arbeit nnd des tätigen Tages, rechts das Brustbild einer weiblichen Gestalt als Sinnbild der Ruhe mrd der Nackst. Die Felder sssrd von Hellen, mit grünlichem Linienwerk gefüllten Leisen eüig faßt. Cbm olche Leisten.zerltvgen mehrfach auch die übrige Flächeides Druckbilds.uno schließen z,m,a>en sich drmklere Felder mit verscklungenenl LinigNiverk in bläulick-er Färbung ein. Der Entwurf der Banknote rülirdvon Professor Arthur Kanrpf her: der Kupferstich, des figürlichen Deils iß von Professor Hans Meyer ausgesührt. * matbtm bnttWfcr «rßfr ha* DeMtz» Reich zu schwSchn«, erklären Nur, -n»r irnt fo tveuer zu Kaper und Reich zn stehen. Durch iGvttes Fügung ssnd deutsches Kaisertum.und deutsches Volk eins Sie sollen, iund/werden eins bleiben.. In Grerer freigewollten; Einheit und nicht in der von unseren Feinden gewünschten Zersprengung lwgt die Gewähr für den sicheren. Bestand unseres Vaterlandes: ' Starkenburg und Rheinhessen. D.Z. Dormßadt, Id. Sept. Gs wird zur Vermeidung von Mißverständnissen noch einmal besonders darauf aufmerksam gemocht, daß die ZudilauürsaussMnng der Hofbiblwthek rm schloß am Samstag, den 15. ds. Mts., erst von 11. bis 1 Uhr, dMM aber nachmittags von 3 bis 6 Uhr, Sonntags pur von 10 ^ 1 Uhr geöffnet sein totckd: sonst vom 13. bis 18. September täglich von 1.0 bis 1 und von 9 bis 6 Uhr. Eintritt frei. <*, ^ Be ns heim a. B., 13. Sept. Zwischen Auerbach und Bensherni wurden Montag abend der Tierarzt Born und .Kam- mann Kohl von zwei hiesigen jungen Burschen überfallen und ztu^ Boden gerissen. In der Notwehr gab der Ai^t auf den ihn Ergenden Eisengießer Grießer einen RevolversckMß ab. Das Geschoß durchschlug die Brust und kam aus dem Rücken wieder heraus. -©nefeer, ein Kriegsinvalide, kam in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus. Aus dem Reiche. Der Kaiser. Berlin, 12. Sept. (WTB.) Der Kaiser hörte gestern m Berlin die Vorträge des Reichskanzlers, des Chefs des Generalstabs, des Chefs des Ädmiralstabs und empfing einige Staatsminister. Neue Telegramme des Reichskanzlers und HrndenburgS. Hamburg. 12. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Auf die Protestkundgebung der Handelslammer gegen die Note des Präsidenten Wilson sind folgerte Erwiderungen eingegangen: Vom ReichÄanzler Tr. Michaelis: Unter dem erhebenden lEindruck der Rigaer Siegesnachricht sage ich der Handelskammer in Hamburg meinen aufrichtigen Dank für die Mitteilung ihres erneuten feierlichen Gelöbnisses unerschütterlicher Tveuc zu Kaiser und Reich. Bon Genevalseldmorschall v. Hin den bürg: Das kraftvolle Bekenntnis der Hamburger Kaufmannschafi hat mich hoch- erfreut. Tie einmütige Bekundung des SiegeÄvillens her drei .sansastädte. die vom Kriege besonders getroffen wurden, wird, hoffe ick, lauten Widerhall iiirden im ganzer: Baterlande. Hält das deutsche Volk in unerschütterlicher Treue zu seinem Kaiser brüderlich, zusammen, um den schon schwankenden Feind zu Boden zu ringen, lver will ihm den Sieg dann noch entreißen? ReichstagSabgeordnete auf den Kriegsschauplätzen. Berlin, 11. Sept. (WTB.) Die vor einigen Tagen von nrehreren Zeitungen gebrachte Nachricht, daß Reichstagsabgeordnete aus den Kriegsschauplatz abgereist seien, entsprach nicht den Tatsachen. Erst heute begeben sich auf Einladmw der Obersten Heeresleitung zwei Reisegruppen von je acht Abgeordneten auf den östlichen Kriegsschauplatz, Donnerstag und Freitag folgen zwei weitere nach dem westtissen Kriegsschanplatz. Die Reisen sind auf ettva acht Tage berechnet: an ihnen nehmen das Präsidium des i.'cickstages und ''Abgeordnete aller Parteien teil. * Berlin, 12. Sept. (WTB.) Der Kronprinz, der, wie bekannt, durch die Geburt einer Prinzessin erfreut wurde, ist in B e r l i n eingetrvffen. Kiel, 11. Sept. (WTB.) Frau Prinzessin A d a l - br -M von Preußen ist gestern mittag von einer Tochter glücklich entbunden worden. cknr alle sechs Kriegsanleihen im Gesamtbeträge von 60,3 Milliarden Mark sind zurzeit die Darlehenskassen mit 928 Millionen Mark in Anspruch genom- - wn, d. h. von den voll bezahlten 60^1 Milliarden Mark sind nur N /2 Prozent mit Hilfe der Darlehenskassen aufgebracht. Ans Stadt nnd Land. Gießen. 13. September 1917. Zeichnet die Kriegsanleihe. Tie Vorsitzenden der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe, de tehiuben Hattdelslainmertags und der Handwerks Lämmer z ^.armstadt erlassen in der neuesten Nummer des Genrerbeblatte 'ür das Großhcrzogtrmi Hessen nachfolgenden Aufruf: ssum siebenten Male in diesem Weltkriege tritt das Batei mnd mit der Forderung an mrs.heran, die Mittel zu beschaffe .-'i einer siegreichen Beendigung des größten Kampfes, der je mals dem deutschen Volke aufgedrängt ward. ^ Wir müssen siegen. ' a Ä BciWiel der sechsten Kriegsanleihe, die mit ihrem Ergcl l L^ w ,.'13122 069'600 Mk. und der Zahl der Zeichnunge ^ >p->o-ir, alle bisherigen Kriegsanleihen übertroffen hat. zeig ivos durch erne mit Eifer im einzelnen betriebene Werbearbeit ei reicht werden kann Tie Kriegsanleihe i st die Waffe der Daheim- .. gebliebenen. 35011 dieser Waffe muß jeder Gebrauch machen, der irgendwi ,n' Bentze verff-gbarer Mittll ist. Wir wenden uns^ an alle Gewerbetreibenden, Handwerke! Kauckentc und Industrielle des Großherzogtums mit dem Aufru dem Vaterland zu dienen durch regste Beteiligung an der Zeick nung der Kriegsanleihe. Wir wenden uns auch an die Vereinigungen von .Handwer^ Handel und^ Industrie mit der Bitte, sowohl auf ihre Mitgliede m dieiem Sinne einzuwirken, als auch, die ihnen durch eigane ^»rmogen und durch Anstalten, Wohlfahrtseinrichtungen usn '/nr Bwmgnng stehenden Mittet in .Kriegsanleihe anzulegen. Ferner bitten wir dringend, Angestellte nnt> Arbeiter zu Beteiligung aujzufordern und ihnen durch Gewälwung von Vor w'üssen die Zeichnung zu erleichtern. Zeichmingslisten stehen z diesem Zweck überall zur Verfügung. Tie Beteiligung an der Kriegsailleihc ist eine Pflicht, ohne ei ^pser zu sein, denn die Kriegsanleihe ist die beste Anlage für Er uwniige, sie ist das Wertpapier des Deutschen Volkes, von gleiche Sicherheit, nne jede bundesstaatliche oder städtische Anleihe. -pcc Zeichnungsbedingungen und der Beginn der Zeichnunge 10 -der! rm Lause des Septembers bekanntgegeben, als erster An zci.-lungstag wird voraussichtlich der 30. September bestimmt wer den. die Zeichinmgsfristen werden vermutlich von gleicher Taue 11716 bei der 6. Kriegsanleihe sein. — Wir erwarten, das; auch diesmal der hessische Gerverbestand a <>o.terlandstreuc und Hingabe hinter keinem anderen Erwerbs oder BcrujSstand zurückstehen wird. Ein glänzendes Ergebnis der Zeichnung inuß die Hoffnun unserer Feinde aus den wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutsch lands zerschmettern! ** Amt l i che Personalnach richten. Der Großherzog empsing heute znm Vortrag: den Sbaatsminister Dr. von Ewald, den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Gehcimral R ö m - Held, den ersten Präsidenten der Zweiten Kammer der Stände, Oberbürgerineister Köhler, Worms. — Ferner hat der Gvvß- sterzog den ordentlichen Pvofessor der juristischen Fakultät der Landes Universität GeheimM Justtzrat Dr. Alexander Leist auf sein 9?achsuchen von der Vertrettmg der Landesnniversität in der Ersten Kammer der Stände enkllrben — In den Ruhestand wurden versetzt: !der Weichensteller Philipp Schröder zu Bensheimi, der BabMvärter Konrad Groll zu Osthosen, der Maschrnenaufseher Friedrich Deboben zu Gustavsburg-Kostheim, der Schaffner Nikolaus Dreißigacker zu Mannl-eiM vom 1. Oktober 1917, und der Bahnwärter Philipp Sauer w ein zu Tienheim vom 1. November 1917 an, sämtlich in der Hessisch - Pveußischen Eisenbahn- gemdinschaft. ** Auszeichnung. Der Oberleutnant und Kompagnieführer W. Büttner aus Gießen wurde mit dem Eisernen .Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. ** Wochen m a rkt. Ab Samstag, den 15. September 1917 beginnt der Wochstenmarkt nach der Wv-cksenmarktordnung vormittags 8 Rhr. ** Aegypten einstund j etzt. In dem heute abend statt- ssindeuden Vortrag der ^Vorttagsveoeiniguing, Kaufmännisch«ec Verein und Ortsgewerbeverein, wird Frhr. v. Reitzenstern aus Dresden über „Aegypten einst wrd.setzt" syrachen. Ausgehend von der geheimnisvollen Vergangenheit des Nillandes, behandelt der Vor- tvag den Werdegang des arabischen -llegpptens imd wird sich' besonders mit iden setzt so naheliegenden Fragen des Suezkanals und der englischen Berrvaltung beschäftigen. 120 meist farbige Lichtbilder tverden das Verständnis erleichtern. ** Schulgeld. Das 2. Ziel Schulgeld für das Rechnungsjahr 1917 ist fällig. Näheres siehe Anzeige. ^^Kuminerzienrat-Heichelheim-Stiftung. Auf die inr Anzeigenteil der heutigen ^Lummer veröffentlichte Bekanntmachung, die KUmnierzienrap-Heichelherm^Stistung betreffend wird besonders hingewiesen. ** lieber Neuan schl üs se und Erweiterungen von Elektrsscktäts- und Gasanlagen sind Verfügungen earlsesn worden, die im Anzeigenteil der heutigen Nummer einzusehen sind. ** Die Ueberleitung der Sommerzeit in die Winterzcit. 9iach der Verordnung des Buudesrats v-o-m 16. Februar 1917 endet die Sonrmerzett am 17. September d. I. vormittags 3 Uhr. Die Uhr wird am 17. September um 3 nachts auf 2 zurückgestellt. Die Stunde 2—3 nachts erscheiut daher doppelt. Die erste Stunde 2—3 wird als 2 A, 2 A 1 Min. bis 2 A 59 Min., die zweite als 2 B, 2 B 1 usw. bis 2 B 59 Min. bezeichnet. Zur U eberlei tung aus der Sommerzeit in die Winterzeit (MEZ.) treten am 16. und 17. September d. I. Aenderungen in der Abfahrtt und Ankunftszeit der Schnell- und Personenzüge ein, die aus den auf den Bahnhöfen ausgehängten Bekanntmachungen zu ersehen sind. Die durchfahrenden Nachtschnellzügc werden, soweit sie nicht von der Zugabgangsstation eine Stunde später abgelassen werden, auf einer geeigneten Unterwegsstation eine Stunde aufgestellt. Die Reisenden werden ersucht, in der Ueberleitunasnacht vor Antritt der Reise die ansgehängten Bekanntmachungen zu beachten. ** Roßkastanien als Waschmittel. Gegenwärttg fallen die w lden Rcßkast.nie.i von \.t .1 Wum-en. Man ka in aus ihnen, Blättevnieldungen zufolge, »ine vorzügliche Seife Herstellen. Ber- faliren: Sechs ungeschälte Roßkastanien werden auf dem Reibeisen recht sein gerieben. Der Brei wird mit vier Liter Regenwasser übergossen iumd 24 Srun>deu stehen gelassen. Dann wird derselbe durch ein Sieb oder einen feinen LeinenbeutÄ durck-gesiebt. Zum Waschen wird dieses Kastanienwasser gut erhitzt. Gs schäumt und reinigt alsdann wie l»este Seiferrlauge. G.'Z. Er;atzsohlen für die minderbemittelte Bevölkerung. Die Ersatzsohlen-Gesellfchust ist vom Reick^amt des Innern angewiesen, zur Verteilung gn die minderbemittelte Bevölkerung zu nächst eine Viillion Paar Grsatzsohten versckssedener Art Mr Verfügung zu stellen. .Von dieser RÜenge wird in diesen! Tagen mit der Verteilung von zunächst 500 000 Paaren begonnen wetten. Es handelt sich, um ErsatzsMen aus imprägniert«« Filz, um bel«derte Holzsohlen und um ^LiedersöliiLen, die aus kleinen Stücken zusarmneiigesetzt sind. ,Die Sohlsn.werdcn an die Gemeinden übenviesen, die sie pack', ei-genrm Ermcffan an die nirnderbo- nrittelten Koeise zu -vervellen haben. Die nrinderbemtttelten Kreise wett-en die Sohlen gu einem ^Preise vou 1P0 bis 1,35 Mttrk erhalten. ** Im Hotel Fürstenhof findet heule abend Konzert st^att. Näheres siehe Anzeige. » ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt, Beilage Nr. 14, ausgegeben am 11. September 1917, hat folgenden Jnbalt: 1. Verzeichnis der Vorlesungen, Hebungen und Prakttka, welck>e im Wintersemester 1917 18 in den sechs Fack>abteilungeu der Großh. Technischen Hochschule zir Darmstadt abgehalten werden. — 2. Befanirtmachung, die dlusbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedürsirisse der Landjudenschast der Provinz Oberhessen sirr das 9iechnungSjahr 1917 bettessend. — 3. Uebersicht über die in d>en Gemleinden des Kreises Darnistadt mit Genehmiglmg Großh. Ministeriums des Innen: zu erhebenden Gemcindemnlagen ür das Reckmungsiahr 1917. — 4. Bekanntmachung, die für das Rechnimgsjahr 1917 zu.r Bestreittmg der Bedürfnisse der israelitischen Religimisgemeirrdt' Viainz zu erhebenden Kultussteuern betreffend. — 5. Nachveis der Befäl-igung zur Nebenirahrne eines Kirchen anites. ** Das Krer sblatt Nr. 159 eitthält Bekanntmachungen über: .Kartoffelversorgacng im Kommunalverbarrd (Kreis) Gießen, Regelung des Obstverkehrs, Zählring der kriegswirtschaftlichen gewerblick>en Bettiebe, Flttsorge für .Kriegsgefangene, Sicherstellrmg von Scvatkartoffeln, Sammlmrg alter Konservendosen. Landkreis Gießen. Neue Zwanzigmarkscheine. Es nnrd darauf hingewiesen, daß.die angekündigte Ausc neuer Rcichsbankirolen zu 20 Marl 4>egonnen l>at. Die nc thrvixj ckaiikuolen sind mit den: Papierrand 9 Zentimeter hoch lu Zentimeter breit. Das Papier,ist aus dein linken Rand Vorderseite mrt einem braunen Faserstreifeu verffchen und ent o W n } 7 ' C11 r^llick'E ein natürliches Wasserzeichen, in dein ?ir 1 im L bQ ?. senkreckt stehende Wprt „MARK', je für fick Ifntfrorf'.tcTt olreitfii abn»ecksselnd, sich ivrederholen J'*# eigenttiche Druckblld ist auf beiden Seiten der No, pe.tAmeter hock, und 13 Zentinreter bvcrt und allseitig von ei: ZentimeLer drecken Paprervand umgeben. Beide Setten ** ©teint»ad), 13. Sept. Das Eiserire Kreuz 2. Klasse erhielten Gefrecker Jakob R e u s ch l i n g, der bereits Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist, und Gefreiter Plsslipp B a l s e r. — Dem Pionier Ludw. Arnold wurde die Hessische Tapfer- keitsmedaillc verliehen. Kreis AlSfetd. ** Alsfeld, 13. Sept. Die Versammlung der Vertrauensmänner des Kreises Msfeld, welchie ^am 12. Sept. in Nieder- begründen zur Vorbereitung her 7. Kriegsmckeihe tagte, faßte folgende Entschließung: „Gegenüber Pein Versuch unserer Feffide, vor allein W.ilsons, das deutsche Volk vorc seinem Miser und dessen Mvgäcvung zu trennen und durch..Erschütterung der geschichtlichen Kreis Wetzlar. W. A W e tz k a r, 13. Sept. Infolge Umänderung der Reichs- posttTf^sprechanlage der Erseubahnverwaltmiy hat das Kgl. Eisen- bahnbettrebsamt Wetzlar die FernsprectMunrmer 458 erhalten. ^Rach Ferttgstellung der in der Ausführung begriffenen neuen Ferrrsprech- anlage auf Bah:: Hof Wetzlar erhält auch die Gepäckabfertigung, vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, Anschluß an das Reichs- Pvst-Fernsprechnetz.. ** L a u n s b a ch, 13. Sept. Dem Ersatzreservisten Karl S t e i hier wurde das Eiserne K'reuz 2. Klasse verliehen. Hessen-Nassau. 1 Frankfurt a. M., 13. Sept. Der ordentliche Professor ^r germaniichen Philologie an der Universckat Löwen, W. Bang- K a u p, wurde zun: ordentticheir Professor der vergleichenden Dwachwsssencchaft an der philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt a>M. ernannt. mr. Frankfurt a. M, 13. Sept. Vom 1. Oktober ab bringt der nationale Frauendienst eine neue soziale Einrichtung für Kriegerfrauen zur Einführung. Die Wäsche der im Erwerbslckbe,: tätigen Frauen wird gegen geringes Eickgelt gereinigt rmd ü#elt, sowie etwa vorhandeire Mängel ausgebessert. Die 'Abholung und Zurückbeförderung geschieht vollkommen kostenfrei. 'P. Limburg, 12. Sept. Tie Liefernngsgenossenschast für das Lchneidergewerbe, die acht nassauische Kresse umfaßt, hielt am Lonntag hier eine außerordentliche Generalversanmckung ab. Wie der Borsitzeiide, Obermesster ^ÜQl.ser-Lssnburg, incktesste, kvnntsn durch die Genossenschaft in den 10 Monateir ihres Bestel>enS 3619 Märitel, 3710 Feldblusen und 9947 Hosen für die Militärver- walttmg angeserckgt werden. Es gef# monatlich etwa ein Waggon ferttger Kleidungsstücke ab. vermischte». fs. .R i e de r l a hn ft e i n, 13. September. Ein imiger Mamr aus Gießen, der in einem Ort der Eifel einen Einbruch verübt hatte, wurde am hiesigen Bahnhof verhaftet. ch. Kastellaun (Hunsrück), 13. Sept. Zwischeir Aalsenbach und Birchholz stieß eine Lokomotive mck einem Personenzug zusammen. Leute vom Personal und Fahrgäste ttugen zum' Teil schwere Verletzwigen davon. Von Limburg und Bingerbrück wirrden Hilfszüge cm den Ort des Unfalls gesandt. * Hindcnburg ^Oberschles.), 13. Sept. WTB.^ TQir „Oberschlesischen Wandereck' zufolge sind in der Ludwig-Glücb Grube bei einem plötzlichen Zubrrrchegehen einer größeren Anzahl von A -Pfeilerabschnttten rm Schnckmannilch elf Mcrnn vernn glückt: davon find zehn tot. * Eine „neutrale" Anzeige. „In der Rue de Brrlxel- les," so bemerkt der Excelsipr, „kann man an der Türe eines Bureaus die folgende .Anzeige in Riesenbuchslaben lesen: „Ein Mann oder eine Frau wird zum sofortigen Eintritt als Bureaw junge gesucht!" öricffaftcit der Redaktion. Elnouhme Anfragen bleiben uuberüSfichttgt.1 Unteroffizier t. M. 3. B. U5. Es barrdelt sich int vorliegenden Falle wohl ulm ! das Hessische Sanitäts-Kreuz am Friedensband, das durch den Großherzog verlieherr wird. Die Berleihimg erfolgt stets Zusammen mck den: .Kreuz und der Urkirnde: das Band allein ,vird nickst verliehen. Wenden Sie sich an Ihreir direkten Vorgesetzten, der gegebenenfalls das Weitere veranlassen wird. Witterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) H-ecker bis wolkig, trocken, kühl. Letzte Nachrichten. Die Konferenz der Entente-Gcnrcrkschastsverbände in London. Londori, 12. Sept. enlenteftaundliche Atttgüeder erssetzt NVrden. Todes-Anzeige. Heut© nachmittag 2 Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem, mit grösster Geduld ertragenem Leiden unser innigsfcgeliobtes Töchterchen und Schwester Marie im nahezu vollendeten 16. Jahre. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Schmitz Familie Konrad Weller. Giessen (Steinstr. 19 II), 12. September 1917. 6805 Die Beerdigung findet Samstag, den 15. September 1917, naohm. 3y 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Tod es-An zeige. . ,J® I T 1 andte °’ Freunden nnd Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvater. Schwiegervater, Schwager und Onkel Herr Ludwig Euler II. nach kurzem Krankenia entschlafen ist. im 68. Lebensjahr sanft in dem Herrn Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Harle Eder geb. Schäfer Familie Heinrich Langsdorf Familie Philipp Euler Wwe. Ludwig Euler, z. Z. im Felde. Alb ach, den 12. September 1917. 05684 Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 3 Uhr statt Vermietungen Pension Brandl Nonen Bäne 22 MellevuejZim. m.u.oHneBer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mtt- lag> u. Abendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. IE. 11BK7 Gut möbll Wohnung nm Zubehör zu vermieten. 05092 Seltersweg 591. Grünberg Weg. Todesfalles ist daS An- wesen d. früheren Gemeinde- rechners Jöckel, Grfiaberg, Lohndorfer Str. 52, u. zwar: Wohnhaus bestehend aus 15 Zimmern mtt hübschem Garten, in gesunder, freier Lage gelegen, zum Preise von 25000 Mk. z« verkaufen. I Kaufliebhaber wollen sich an Unterzeichneten wenden. Wilhelm Gläser.Büdiugeu in H essen, Gymnafiumstr. 17. Petroleumlampen, Vorvlatzgarderobe mit Spiegel, Schirmständer, Perlenportiere, diverse Bilder, 05693 NirkeletagSre, versilberter Aufsatz zu verkaufen. Zu ersr. bei der Geschästsft. d. Gieh. 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Die diesjährige Mitglieder-Versammlung September, nachm. 5 Ubr, Lukaögernetude tÄebigstrahe Cafe Ernst Ludwig - jeden Donnerstag — KONZERT soll Montag, den 24 Kousirmandensaal der stattfinden. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Rechnung für 1916. 3. SavungS-Aenderrmgen. 4. Wahlen. Die Mitglieder werden zu dieser Bersammlung er- gebenst etngeladen. Giehen, den 12. September 1917. Nür den Borttand: Strack 6788D ArkibMsihilieU versch. Systeme zur Miete. Franz Vogl 4 Co., (Men. Alleinvertreter der „Stoewer-Reeord und Elite". d«>7 Goethestrahe 32. Fernsprecher 2884. le- Vortragsveremigung kaufmännischer Verein Grtsgewerbeverein Eieheir Donnerstag den 13. September 1917, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula Vortrag Nr. 2 Herr Ah. v. Reitzenstem. Dresden „Aegypten einst = nnd jetzt" — (Mtt Lichtbildern) » BortragNr.3 findet am 21.Sept., Bortrag Nr.4 am 15.OH. statt Eintrittspreis: 1 Mark, für Militär svom Feldwebel abwärts) 20Psg. Kinder uni. 14 Jah ren haben keinen Zutritt Verkaufe Freitag eine Sendung Weihkraut zum Einschneiden. Wirsing, Rotkraut und Oelberüben am Felveukeller. 6801 Verkauf auch schon Donnerstag 3 Uhr. Frau Frosch. von Antiauttäten, Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen. sowie allen von mir geführten Artikeln. 2241 l.oui8 Rothenberger. Die Beleidigung, die ich Frl. E. Schmidt zugef. habe, nehme ich hiermit zurück. Werl. M a n n auch Kriegsbeschädigter, zu leicht. Hilfe ges. Schriftl. Angeb. unter 6686 an den Giehener Anzeiger. Arbeiter sucht 6744 Ferdinand Bnrk, Kuustmüble. Arbeiter rum baldig. Eintritt gesucht J. Happel, Holz- n. Kobleubaudluu Mühlstrabe 18. luug, [6740 Ein Hofarbeiter * d- auch Vieh füttern kann, ges. M. Kehler, Neuenweg 33. Bekanntmachung. Betreffend: KomMerzienrat-Heichelheim-Stiftnng. Aus der Kommerzienrat-Heichelheim-Stiftung sind am November 1917 912 Mark zu verteilen. Nach 8 3 der Sttftungsurkunde können zur Bewerbung nur zugelassen werden: a > während des SeldzugS 1870/71 im Milttärverhältnrs gestanden haben und bl Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, dah sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedursttg smd und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Giehen gewohnt haben. Bewerbungen sind bis zum 5. Oktober ds. IS. im Burgermetstrrelgebaude, Zimmer Nr. 15, schriftlich oder mündlich emzureichen unter Vorlage der die Erfüllung ^^A^!"liungen nachweisenden Papiere jund ärztlicher Bescheinigungen über etwa behauptete Krankheiten. Giehen, den 12. September 1917. 6793B Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung DaL 2. Ziel Schulgeld für das Rj. 19l7 des Grohh. Realgymnasiums, der Oberrealschule, der Höheren und Erweiterten Mädchenschule und der Gymnastalvorschule kann in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkaise bezahlt iverden. Giehen, den 13. September 1917. Der Stadtrechner: Mäser. 67926 TüchtigenFuhrmann für sofort gesucht. 8753 Braugasse 6. Zuverlässig. Fabrburfchen dauernd gesucht. 6750 DamvfwäichereiEdelweih _ Schützenstrahe. I isolier lau 3um 15. September gesucht 05643 — Hotel Lenz. sofort einen 6783 (Budie für milttärfreien Hausburschen evtl, auch KriegSinvalideu od. Frau. Carl IVowack. Jüngerer HauSbursche wird gesucht. 06686 TapatenbaGsOtto TÄibart. Funge ob. Mädchen Nusgänge gesucht. 6789 Wrlb. Noll, Seltersweg 36. Wlr suchen für dauernde Stellung durchaus erstklassige branchekundige Verkäuferinnen ledig, nicht unter 25 Jahren, als Leiterinnen für aus- ivärtige Filialen hiesiger Gegend. Ost. unter NorditaiMes 8 choko!adenbaus B - m ‘ h - H -» Msgdsdnrg. 0799 8s EtneHausschnekderin wird gesucht. Schriftl. Angebote unter 05682 a. d. Gieh. Anz. , Sauberes, zuverlässiges taiiiiöen oder Frau in kleinen Haushalt gesucht. Bismarc kstrahe 30 I. 6757 Arbeiterinnen f. d. Dnlckerei. sowie jüngere ZW Arbeiter “So gesucht. 6800 J. Barnoß, Ztgarrenkisten- fabrif, Schillerstrahe 18. besucht ein kräst. Mädchen od. uu- abbäugige Witwe, d. selbstständig kochen kann, und ein Mädchen für Küche nnd Hausarbeit. 6784 Schwesternhaus JohanneSftr. 7. Eine braune Lederbrieftasebe mit Inhalt verloren. Gegen gute Belohnung abzugeben bei La. Borngriisser, Rod- heimer Slrahe 30. 05695 Verloren von Dienstmäddien auf dem Seltersw. ein Geldtäschchen mit ca. 45Dik. Gegen Belohnung abzugeben in der Geschäftsst. d. Gieh. Anz. 69u2 GiehenerZtadtcheater Auch für den Winter 1917/18 ist durch das dankeus- werte Entgegenkommen der mahgebenden Stelle« ewe Spielzeit ermöglicht worden, die am Dienstag, den 2. Okt. beginnen wird. Borgesehen find wieder zwei Abonnements, am Dienstag und Freitag, zv den vorjährigen Preisen. Vorbehalten bleibt dabet unter Umstanden, die DtenStag. Vorstellung auf den Montag und die Freitag-Borstellung auf den Samstag zu verlegen, um durch Zusammenlegung der Spieltage Heizmaterial zu sparen. An die Bürgerschaft ergeht nun der Aufruf, durch leb» hafte Beteiligung am Abonnement das Institut erhalten zu helfen, das allen Gteheneru ans Herz gewachsen ist und das in den KrtegSjahren nicht nur als Stätte der Erbauung und Anregung, sondern auch als fast unentbehrlicher, gerne ausgesuchter Sammelpunkt aller Kreis? sich bewährt hat. Mögen alle, denen das Giehener Stadttheater schon erhebende und frohe Stunden bereitet hat, bedenke«, dah durch Unterstützung des Theaters auch einer Reihe von bewährten und beliebten Künstlern ein entsprechender Wirkungskreis erhalten bleibt. An die Abonnenten der letzte« Fahre wurden bereits Karten verschickt, die zur Beteiligung am Abonnement auffordern. Giehen, den 12. September 1917. 6790 D Der Theaterbauverein. Die Direktion des Stadttheaters. B ekannftnmhung. des Herrn Reichskommtffars für wird nachstehendes öffentlich be- Auf Veranlaffung Elektrizität und Gas kanntgegeben: Nenanschlüsse und Erweiterungen bestehender Anlagen find verboten. Bei Anlagen mit einem Anschluß wert bis zu 5 kW im ganzen ist der Vertrauensmann befugt, m auhergewöhnlich dringenden Fällen widerruflich Ausnahmen zuzulassen, solange das durch die Leistungs- sahrgkett der vorhandenen Betriebsmittel des Elektrizi- atswerkes nicht unzulässig beansprucht wird. Für Za- Muffe über 5 kW ist besondere Zustimmung erforderlich. Anträge stnd an die KriegSamtstelle zu richten. Giehen, den 13. September 1917. 68036 Der Vertrauensmann. ^ Stolle. Direktor des Elektrizitätswerkes. Ueberlandanlage und Strahenbahn der Stadt Giehen. Bekanntmachung. Betr. Vergebung einer Geflügelzuchtstation. Die seither in Hungen errichtete Leistungszuchtstatiou für rebhuhnfarbige Italiener soll anderweitig innerhalb des Kreises untergeoracht werden. Bewerber um dieselbe, wollen sich bis zum 25. d. M. beim LandmirtschaftSkammer-Ausschuh in Giehen meldet?, woselbst auch die Vertragsbestimmungen erhältlich sind. Giehen, den 10. September 1917. 6764 V LandwirtschastSkammer-Ansschnh für Oberbesieu. Obstversteigerung. Nächsten Freitag, de« 14. ds. MtS., nachmittags von 7,2 Uhr au, soll das Freiherrlick von Rabenau'sche Obst in den Gärten zu Alten- Bufeck versteigert werden, bestehend in Aepfeln und Birnen. Großen-Buseck, den 11. September 1917. Althaus, Freiherrlicher Rendant. 67S7 Ein Fortsmollvsi« mit Eisen- bahnkonsumausweis f.Zucker a. d. Wege v. Hotel Schütz b. Rodheimer Slrahe verloren. Abzugeben bei Hollricher, Rodheimer Slrahe 51. 05687 Ich suche ein fleißige-, braves Dienstmädchen für Küche und Haus zum t Oktober, evtl, früher. Frau Dagmar Holtmann Bleichftr. 4, n. 6732 Zlinzer 1 flnnÄÄ Lagerist od.Kontorist inGroh- handlung od. Fabrik. Angeb. unter 05691 a. d. Gieh. Anz. Aelteres Fräulein, bewandert ,_ r - in Buchführung, sucht zwecks Veränderung per sofort oder später passende Stellung. Schnstl. Angeb. unter 05685 an den Gieh. Anz. erbeten. Frftuloiu sucht sich auf etnem Bureau oder in ähnlicher Stelle zu beschäftigen. Kaufmännische Borbildungist vorhanden. Schr. Angeb. unter 05673 a. d. Giehener Anzeiger. Maliorliaae m.6Jg. ,5Wch.» z. verk. Badudolatr. 451. 6785 Brillen u,iöZ,!>ilkcr,/"im° . Gläsern, Friedens wäre, änherst billig bei Uhrmacher Koch,]fIühlstr. C*nte Finmachhlrnen zu verkaufen. 0T>694 Schiffenberaer Weg 63. lllvüsr ageu o. Llappstabi z. verk. Licbigstr. 66. Holz-Schlappen empfiehlt L. Koblermanu, Bleichstrahe 12. 05555 empfiehlt Adolf Flach, Neuen Baue 17. Tel. 568. f'cZeKllzilsKsn-" td Abonnemenl! 1 Grölst. Vorteil f.SprechmnBchinen- I bea^tzer! Dnbegrenzte Abwechslg. I Fortwähr.Umtaosch. Prosp.gratis. [Karl Borbs.Berlin54 MeoeKönigstr.38. V.C.-V.H.C. Sonntag, den 16. Sept.: Butzbach — HauSberg — Brandoberndorf—Braunfels. Abfahrt 6 61 nach Butzbach. 1141D Obstversteigerung. Freitag, den 14. dS. MtS, vormittags 10 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde BerSrod, bestehend in Aepfeln, Birnen und etwas Zwetschen, versteigert werden. Die Versteigerung findet unter den bestehenden Bedingungen statt Anfang im Ort. Bersrod, den 9. September 1917. 678? Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. Obstversteigerung. Freitag, den 14. ds. MtS., von vormittags 9 l l 2 Uhr an soll das Obst der Gemeinde Oppenrod, bestehend in Aepfeln, Birnen und etwa- Zwetschen, versteigert werden. Zusammenkunft am Busecker Weg. Oppenrod, am 10. September 1917. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 6778 Obstversteigerung Samstag, den 15. September lfd. Mts., nachmittags 2 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Wetterfeld gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, unter den be- kannt zu gebenden Bedingungen öffentlich, meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft bei der Oberst. Wetterseld, den 10. September 1917. Großh. Bürgermeisterei Wetterseld. Krauß. '796