Kr. 213 -er. Uucbciwr Anzeiger erschein! tätlich, auber Somrtags. - Beilagen: HjehenerisamiUenbiätler: Kre.rblüN für den Ureis Giehen. Bezugspreis, monatl. 1 Mk.. viertrt- jährlrch 3 Mk.-. durch Abhole- u. Zrveigsteüen monatl. 9D Pf.: durch dieVost Mt. 3.— viertel» jährl. ausschl. Bestell«^ Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriitleilnuq 112 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrift für Draütnach- richten: Anzeiger Girtzen. Erstes Blatt 167. Jahrgang Dienstag, 11. September 19# Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 vankvettehr: Sewerbebank Giehen Zwillingsrun-dnick u. Verlag: Vrühl'sche Unry.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. «,uuut(IUt DUIt die Tagesnummer bis zumNachmittag vorher. Zeilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., füe auswärtige Änzetgen 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pf., für Reklainen 75 Pf., bei Ptatzvorschrift 90 Pf. Vauptschriitleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: p. Beck: sämtlich in Gießen. Woi§ Kabinettsbildung gescheitert. Normlow gegen Kerensll! Die Gründung der „deutschen Vaterlandspartei". (WTB.) Grobes Hauptquartier, 10. 2>cpt. (Amtlich.) Wcstlichcr Kriegsschauplatz. .Heeresgruppe Kronprinz R u p p r e ch t. Au der flandrischen Front und im Artois steigerte sich die .Minpftättgkeit der Artillerie nur vorübergehend iu einzelnen Mschnitten. Nach -Feuerstößen drangen vielfach feindliche Erkun- dungsapteilnngen gegen unsere Linien vor. Sie sind überall upgcwiesen worden. Bei den gestrigen Gefechten nördlich von St.Quentin drückten die Engländer unsere Sicherungen bei Hardicourt und Bitterst in geringer Breite zurück. Unsere Stellung östlich von Hardicourt wurde heute früh zurückgewonnen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In der Champagne fühlten in einigen Abschnitten französische Aufklürungstri^ps gegen unsere Stellungen vor. Sie wurden vertrieben. An der Mrdsrortt von Verdun spielten sich tagsüber Jnfanterieteilungrisfe ab. Oestlich von Samogneur fti'feen unsere Stürmtrupven in die französischen Linien beiderseits der Höhe 344 vor. Sie fügten dein Feinde schwere Verluste zu und kehrten mit mehr als 100 Gefangenen zurück. Außerdem befreiten sie einen Schützenzug, der sich seit dem 7. September, rings von Franzosen umschlossen, aller Angriffe des Gegners in h.lden- mütiger Ausdauer rrmrfnt hatte. Im Fosses- und im Chaume-Walde wurde mit blanker Waffe und mit Handgranaten erbitten gerungen; eine Aen- derung der Lage trat durch die französische.! Angriffe nicht em. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. Zwischen dem Rigaischen Meerbusen und der Düna kam es im Wald und Sumpfgcbict zu erfolgreichen Gefechten imierer Sichenmgen mit russischen Streifabteilungen. Front des Generalober st en Erzherzog Josef. Mit starken Kräften führten Russen und Rumänen wiederholte Angriffe gegen die von uns erkämpften Stellungen zwischen Trvtus- rmd Oitoftal. Der Feind imirde an allen Stetten durch Feuer und im dttchkampf zu nickgeworfen mid hotte schwere Verluste. Mazedonische Front. Nordwestlich des Malik-Soes wichen unsere Vonruppen vor überlegenem französischen Druck auf die Höhen südwestlich des Ochrida-See§ aus. * Im Monat August sind von Flügen gegen den Feind 04 unserer Flugzeuge nicht zurückgekehrt, 4 unserer Fesselballone abgeschossen In derselben Zeitspanne beläuft 'ich der Verlust unserer Gegner auf 37 Fesselballone und wenigstens 295 Flugzeuge, von denen 126 hinter unserer, 169 jenseits der feindlichen Front brennend zum Msturz gebracht worden sind. Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff. * Der dlbcirdbericht. Berlin. 10. Sept., abends. (WTB. Amtlich.> Vor Verd u n scheiterte morgens ein starker Angriff der Franzosen am Ehaume-Walde. Sonst im W e st e n und Osten nichts Besonderes. : ■ imi füg — Das uns von manchen deutschen Politikern so warm e.npfohlene parlamentarische Regierungsshstvm Frankreichs drängt sich jetzt zu einer neuen Betrachtung und Prüfung auf. Ribot wollte, um wieder einmal Mißstimmungen und lästige Widerstände abzuschütteln, sein Kabinett „umbilden", das bekanntlich viel „nationalistischer" ist, als es das System Bethmann 5>ollwegs war oder der Kurs Michaelis sein wird. Ztibot schien das Bedürfnis nach Abwechslung, das sich in der politischen Welt Frankreichs gezeigt hatte, nicht allzu hoch und wichtig einzuschätzen. Eine kleine Form- verändernng schien ihm zu genügen, und er beriet mit der suiderstrebenden Sozialistenpcrrtei, als ob es nur darauf an- tänre, ihrem Parteiansehen eine Verbeugung zu machen. Denn er weiß, in welchen Nöten und Schwierigkeiten Frankreich steckt, er lveiß aber ebensogut, daß kein Ministerium es in diesen Tagen wagen würde, Friedenspolitik zu machen, den Feinden Frieden anzubieten. Wie an einer warmgelau- fenen Maschine sollten Räder und Teile aus gewechselt werden. Da aber überrascht es uns, daß er seine Kabinettsneubildung nicht zustande gebracht hat. Die Sozialisten wollten mehr, als er zu gewähren dachte, mehr Sitze im Kabinett und inehr „Garantien". Wenn man die Inhaltsangabe dieser „Gcwantien" liest, wie sie uns in den Pariser Meldungen vorgeführt werden, erkennt man sogleich, daß hier nicht der Kern der Sache verborgen liegt. Sie schei- uen ein wenig von der bisherigen Politik Ribots abzu- weichen, besonders Poincares größenwahnsinniges Ziel des linken Rhemnfers offiziell preisgeben zn wollen — allein das sind keine wirklichen Gegensätze, die mit zwingender Not-- tvendigkeit zum Wechsel des Systems führen müssen. Für Ribot wäre es, ohne daß er seiner selbständigen Meinung etwas vergeben hätte, vielleicht leichter gewesen, sich diesen Richtlinien der Sozi all chen anzubequeinen, als dem deutschen Reichskanzler die Zustimmung zur Entschließung der Reichstagsmehrheit. Persönliche Momente, äußerliche Dinge, Widerstände unbefriedigten Ehrgeizes und ähnliche schöne Dinge, wie sie im Parteileben so oft auftreten, beherrschen anscheinend die neue kritische Lage in Frankreich. An der Stelle Ribots wird jetzt wahrscheinlich der Kriegs- minister Painlevs das führende Steuer übernehmen. Es werden einige Sozialisten mehr auf den Ruderbänken Platz nehmen, aber eine große Wendung, eine wirkliche Entscheidung, eine Befreiung des Landes von Druck und Sorgen der Geister wird nicht stattfinden. Man sollte aber doch meinen, daß nur dann so wichtige Staatsämter gewechselt werden dürften, wenn wirtlich zwingende, sachliche Gründe vorliegen. Die sich hier darbictende Methode hat also für den äußeren Zuschauer wirklich nichts Bestechendes. Wir spüren da wirklich nichts vom Aiem der Freiheit, von freiem, selbsttätigein Volkswillen, vielmehr sehen wir, daß hier Zufälligkeiten so gut in die Wagschale fallen wie irgendo anders. Ja, noch Schlimmeres als Zufälligkeiten! An dem Schacher einiger Parteianserwählter um die Herrschaft hat das Volk als Gesamtheit blitzwenig Anteil. In Rußland ist die Not und Qual der Stunde auch ungleich größer und gebieterischer als die freigewordenen Kräfte der Revolution, der sogenannte Vslkswillen. Der bisherige Generalissimus Kornilow, der schon aus dem Moskauer Kongreß an der neuen Wirtschaft viel gemäkelt und gerupft hatte, hat eineu radikalen Schritt unternommen. Er legte dem Ministerpräsidenten nahe, zurückzntreten und einer neuen Staats autoritär Platz zu machen, die die Notwendigkeiten und die nächsten Ziele aus einem anderen Gesichtswinkel betrachtet als ans tatsachenscheuen Sentimentalitäten des Revolutiöns-Regimes. Er verlangte die Militärdiktatur, an deren Spitze er natürlich zu treten gedachte. Wir wissen nun noch nicht, ob er wirklich navoleonischen Ehrgeiz und Willen besitzt, oder ob er der Verfügung Kerenskis, die ihn absetzt, sich fügen wird mit dem einfachen Bewußtsein, leine Meinung gesagt und sein Gewissen befriedigt zu haben. War es mehr als dies, harte Kornilow, als er sich mit Kerenski entzweite, schon eine entschlossene Gruppe von Mitkämpfern für die gleichen Ziele hinter sich,-so geht das unglückselige Land vielleicht einem Bürgerkrieg entgegen. Angesichts der neuen Angriffe des äußeren Feindes! Schwarz verschleiert liegen noch immer die Geschicke des Niesen reiches vor uns! In Deutschland regen und mehren sich die Kräfte und Geister, die immer klarer erkennen, daß wir es nicht nötig haben, ängstlich oder beklommen die Hände nach dem Frieden auszustrecken, daß vielmehr wir Deutsche so ruhig und kraftvoll auf das ersehnte Ende Worten können, wie irgend.ein Gegner. Die Zeit ist m i t uns gegangen und lv i r d mir uns gehen. In diesem Augenblick ist cs bedeutsam, daß eine neue vaterländische Partei ihre Gründung öffentlich anzeigt, eine Partei, die keine Partei int landläufigen Sinne sein will, sondern im Gegenteil zurückgreift auf das bewährte Kaiserwort, daß es im Kriege keine Parteien geben sollte. Tie „Deutsche Vaterlandspartei" ist gegen einen etwaigen Verzichtsfrieden und will sich initerpolitischen Kämpfen, die unsere Ziele gefährden, entgegenstemmen. In ihrem Aufruf heißt es; „Unsere Regierung befindet sich nach den Gosch eh ui sie n der Vergangenheit in einer Zwangslage. Ohne einen starken Rückhalt int Volk kann die Regierung allttn der Lage nicht Herr werden. Sie braucht für eine kraftvolle Reichspolitik auch ein kraftvolles Werkzeug. Ein solches Werkzeug muß sein eine große, auf weiteste vaterländische Kreise gestützte Volkspartei. Die den siche Vaterlands-Partei will mit vaterländisch gerichteten politismen Patteicn nicht in Wettbewerb treten. Mit ihnen will sie zur Stärkung des Siegeswillens und zur Ueberwinbung aller ihm entgegeirtretenden Schwierigkeiten Hand in Hand arbeiten. Tie Deittsche Valerlattds-Partei ist eine Einigungspartei. Sie sieht von der Aufstellung eigener Kandidaten für die Volksvertretung ab. Mit dem Tage des Friedensschlusses löst sie sich auf. Wir wollen keine fttnere Zwietracht' lieber innerem Hader vergessen wir Deutsch? zu leicht den Krieg. Der Feind vergißt ihn keinen Augenblick! Die in der Deutschen Vaterlands-Partei zniammengeschloftenen DeutsckMt verpftichteu sich, mit allen Kräften dalnu zu tvirken, daß bis zum Friedensschltiß der innere Zwist ruht. Mag der Einzelne zu den imrerpolitischen Stteitftagen stehen, wie er will, die Entscheidung hierüber ist der Zeit nach dem Kriege vorMbchalten. Dann sind unsere Tapfern aus dem Felde heimgekehtt und kömteu emt inneren Ausbau des Reiches Mitwirken. Jetzt gilt cs nur zu siegen?" Der Gedanke ist durchaus ventünftig, und wegrn er tiicht von. .Heißspornen getrübt oder erhitzt wird, zeitgemäß und mitzlich. Er muß sich, mit dem Nächstliegenden be- scheidcftt, und diese Beschränkung liegt nicht nur in imrer-- politischen Fragen, sonderit auch in dem atten Stteit um die Kriegsziele, die nicht irgend einer abstrakten Doktrin oder Theorie, sondern dem Gebot der Sachlage, der Wirkung des Krieges und Sieges, abgernngen werden müssen. --.«»um«. ,na>e> , — ■ Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; Oeftlicher Kriegsschauplatz. Fm Bereiche von Okna nahmen Russen und Rumänen ihre Angriffe wieder auf. Sie wurden unter schiveren Verlusten abgewiesen. Italienischer Kriegsschauplatz. Am I so n z o verlief der gestrige Tag abermals ohne größere Kampfhandlungen. Bei Bezzocca brachte uns ein erfolgreiches Stoßtrnpmmternchmen über 50 Gefangene und zwei Maschinengewehre ein. S üd ö st l ich e r K r ieg s scha u p l a tz. Nördlich und westlich des Matik-Sees drängten überlegene feindliche Kräfte, durch> Russen verstärkte weiße und farbige Frnnzosen, unsere Postierungen mrf die Hauptstel- lang zurück. Auch südlich von Berat kam es zu lebhaftem Geplänkel. Der Chef des Generalstabes. ttornilow durch Kcrensft abgesetzt. Stokkholm, 10. Sept. «WTB. Nichtamtlich.' Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Kerenski hat folgende Proklamation erlassen: Am 9. September kam das Mitglied der Duma Lwow nach Petersburg und fo^dette mich int Namen des Genevals Kornilow ans, die gesamte Zivtl- und Militärgewalt dem Generalissimus zit übergeben, der nach seinem Gutdünken eine iteue Regierung bilden werde. Die Richtigkeit dieser Auf fordert rng wurde mir daitn durch General Kornilow selbst in einer Mitteilung! durch den direkten Telegraphend ruht zwischen Petersburg und dent Generalstab bestättgt. Da ich diese an die vorläuftge Regierung zu Händen meiner Person gerichtete Aufforderung als Versuch gewisser Kreise de«- Bevölkerung bettachte, die schwierige Lage des Lattdes zu benutzen um dort einen Zustand lurzatstellen, der den Eroberungen dei Revottltion widerspricht, hat es die vorläuftge Regierung ftir nott wendig gehalten, für das Wohl des Vaterlandes und die Freiheit des republikanischen Regierungssystems mich damit zu betrauen, dringende nnabweisliche Maßnahmen zu ergreifen, um alle Anschläge gegen die höchste Getvalt mtd gegen die von der,Revoltttion erol>crtcn Bürgerrechte an der Wurzel abzuschneiden. Daher ergreife ich für die Aufrechterhaktung der Freiheit uni der öffentlichen Ordnung im Lande alle Maßnahmen, die ich dei BevMerimg zu gelegener Zeit ankündigen werde. Gleichzeitig be» fehle ich: 1. General Kornilow' hat sein Amt an General Kletnbowsky, den Oberbefehlshaber der deit Zugang nach Pttersburg sperren-« den Armeen der Nordfront zu übergeben, imd General Klem- bowsky soll vorläufig die Befttgnsise als Generalissimus über-« nehmen, jedoch iu Pskow bleiben. 2 . Ich verhänge den Kriegszustand über die Stadt und den Bezirk Petersburg. Ich fordere alle Bürger auf, ztrr Anftechterhaltung der not- wendigett Ordnung für das Heil des Vaterlandes mitzuwirken, lmb die Armee ttttd Flotte fordere ich auf, ruhig und getreu ihre Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes gegen den äußeren Feind zu erfüllen. * * * Eine amtliche russische varstesiung über die Katastrophe von Riga. Stockholm, 10. Sept. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentnr. Von zuständiger Stette lvird gemeldet: Die Katastrophe bei Riga ist nicht überraschend gekommen, da General Kornilow die Möglichkeit auf der Moskauer Konferenz v-ovlmsgesehen hat. Nach den vorliegenden Meldungen ist sie der kraftvollen' Unternehmung der Deutschen und besmtders der niederschmetternden Ueberlegenheit ihrer Artttterie zuzp schrei beit. Obwoh» bei dem Rückzug von Riga vereinzelte Fülle festgestellt wnr-^ den, in denen Abteilungen ihre Stellungen im Sttche ließert, was die Operationen unheilvoll beeirtflussen mußte, legte doch die große Masse der russischen Truppen Manneszucht und Mut an den Tag. Das ist schon ein günstiges Zeichen, denn die Front vor Riga galt hinsichtlich der geisttgert Wider- standskrast der VLannschaft als eine der am meisten erschüt- terten; zuständige militärische Kreise halten P t e r s b u r g nicht für bedroht. Das Heranrücken der Kriegszone nach der Hauptstadt zu erfordert aber entscheidende Maßnahmen hinsichtlich der Organisation in Petersburg, das in den Bereich des unmittelbaren Hinterlandes der Armee trttt. Zu diesein Zweck wird die geplante Entlasttmg der Stadt in verstärktem Maßstabe ausgefiihrt und eine nene Verwaltung dort eingesetzt. Aufregende Gerüchte firtden lebhaften Widerhall bei der Bevölkerung und auch unter den Soldaten. Mer der zufällige Erfolg der Maximalisten erhält ein ausreichendes Gegengewicht durch die pattiotisck>en Gefühle der Massen und der demokrattschen Verbände. Die Regierung hat Maßnahmen getroffen, tun jedem Vorgehen reaktionärer Elemente entgegenzil-treten. Sie stellte vors ichtshalber gewisse Großfürsten unter Aufsicht. Im gegenwärtigen schwierigen Augenblick wird die Regierung mit allen Mitteln die Landes'Verteidigung organisieren und den Krieg fortsetzcn, indem sie zu diesem Zweck alle notwendigen Opfer bringt. Die grausamer: Prüfungen an der Front werden nicht ohne Rckickwir- knng ans das Volk bleiben, das sich Mm K a m p f b i s aufs Messer erheben wird. Der Generalissimus hebt nt einem Tagesbefehl trotz der Schwächung der geisttgen WiderstarDskraft des Heeres die glänzende Haltung der russischen Artillerie hervor und sagt: Die Artillerie hat überall ihre Aufgabe restlos erfüllt. Es war nicht ihre Sch.uld, wenn die ümt ihr erzielten Ergebnisse nicht ansgenützt tvnrden. Kornilow dankte den Artilleristen mit warrnen Worten irttb sprach die Hoffnung aus, daß die Arttllerie künfttg, ihren ruhmreichen Ueber lieferungen getreu, fortfahren tverde, wie tu der Vergangenheit die Freiheit Rußlatrds zu verteidigen. * Eine Beschuldigimg gegen Brusfilow. Stockholm, 9. Sept. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der Ausschuß der Soldatendelegierten der zwölften Armee, die Riga verteidigte, legte dem VollzMs ans schuß des Arbeiter- uttb Soldaten rates einen Bericht über die Ereignisse an dieser Front vor. Der Bericht besagt: Brussil ow ivcrr seit langem durch ehre Svnderabvrdniing davor: unterrichtet, daß die russische Frmtt an der Düna in ber Geltend von Riga nicht geschützt sei mtD leicht durchbrochen iverdenj könnte. Es wiurhe per .Asbordnung aber geaittwvrtzet, daß. sobald das Hartptquartier döachrichten Erhalten haben rvürde, daß die Deutschen dott eine «Offensive vorbereiten., die Front alsbald vaOLrkt werden Ecke. Es wurde indessen seine Matznahm« getroffen. Die deutschen Truppen waren in dem AhftAfttt^ VH? ..^ .p, ^T'c^ib'ni.d)); erfolgte, zahlreicher als die russisch^', ^rretttrafte. Nachdem die t.Deuttckvn eine große Zahl Batterien, hatten, griffen sie Heftig die aus schlecht ausge ruck und wird von unseren Abteilungen aus Lupemdo ver- südlichen Kampfschauplatz wurde eine deutsche ' -!*an au f Tvndurst vertrieben und zog sich aus Riwals zurück Äre berichtet, stehen gegenwärtig in Portugiesische -^^ftkortalttuppen zusanrmlenypetzte Division an. Ti^l ltzassaland südlich von Rowumafluß keine deutschen Streit- -Leutschen wußten nrcht 'nur, wo die Russen schwäck)er waren !t raste mehr. sondern belasten auch genaue Angaben über die rufst » Ich^n Batteriestellungen, die sämtlich alsbald nutzer Gefecht gesetzt i wurden. Das deutsche .Feuer war von unerhörter Heftigkeit und I dre erstickenden Gase chemisch so zusammengesetzt, datz — hier ist I der telegraphische Text verstümmelt — nutzlos waren. Das deutsch -! ^euer vernicl'.tete binnen kurzem alle Telephone, Telegraphen uuöj Beobachitnngsnellen^ Die russischen ^Batterien schlossen nur ans gut Glück und fast «ohne dem Feinde zu schien. Der General, dec Berlin C*, Seefrieg. Neue tt-Hoot Erfolge. 11. Sept. («TB. Amtlich.) ^ or'rfT UILU £'f K T£'? clu ^ UiLK m ' iu ’ iai>efl - ^er general, ocr ITätig keit^unfe^^n'N^^/ U ™ ^^land wurden durch die den Auftrag cwhi-elt, die strategische Lage wi-ederherznsttllen. befahl Okett unterer U-Boote neueronrgs der ?den Dioftion, nachj dem Turchbruchsabschnttt zri marschieren 2lber der Divis io nsk 27 000 Bruttoregistertonnen nicht oINMlittdeuir führte den Befevernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der Der Bericht sagt ferner, daß. anstatt alle Trup'aen in einer« Maste zum Gegenangriff vorzu werfen, die Regimenter einzeln oor< gesaaidt lvurden und die Deutschen sie nacheinander überwältigten Soldaten und Offizie-^ •'■ M si - ccre kämpften heldenhaft. Zahlreiche Einheiten ' Ä'ftihl ,zurnckzugehen, Folge zu leisten, da sie I "-^nrpttr, die bewaffnete englische Dampfer „Cymrian" (Ladung Kohlen von Newport nach Dublin), der durch Foxglove geleitete eng- ilche Segler „Cooroy" sowie zwei tiefgeladene englische große aus Geleitzügen herausgeschossen wurden. weigerten sich, dem . _ __ cn einen Verrat des Oberkommandos glaubten. Der Arbeiter- und Soldateirrat beschloß nach der Ent gegeirnahme des Berichtes, die Regierung anfznfordern, einen Untersuchungsausschuß einzusetzen, dem Vertreter der demokratischen und militärischen Organisationen angehören sollen. Der Arbeiter- und Soldatenrat gegen die Teilnahme I «... .. , v ^ an der Stockholmer Konferenz. ^ »u««ogebuugen des Karsers und des Reichskanzlers. 2. Marineflugzeuge versenkten am 9. September nach- mittags in der Themsemündung einen englischen Dampfer. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ins dem Reiche. -^F^tgart 10.Seut (SBfßa.) i$et der siorrdelskammer ^ttrttgart sind aus che Kundgebung der Württemberg >ch?n wirtschaftlichen Verbände gegen die W> i l s o n - N o t e nutzer vom Generalfeldmarschall von Hindenburg nod} solgeirde zwei TankttlegraniNw ein gelaufen. Der Kaiser drahtete- Ten Vertretern von Handel -und .Industrie Württembergs anke ich herzlich für das neuerliche Gelübde schwäbischer Treue und Die entrüstete Zurückweisung schimpflicher Lockungen des Feindes. Wer dem «deutsch^! Volk? Untreue und Ehrlosigkeit zu Kopenhagen, 10. Sept. (WTB.) ,,Nationaltidende" Meldet aus Stockholm: Petersburger Zeitungen berichten: Das Präsidium des rn ssisch en A r bei ter- und Sol datenrates Hut beschlossen, an der Stockholmer Kon ferenz nicht teilzunehmen, da weder England noch Frankreich noch eines der übrigen alliierten Länder Delegierte nach Stockholm sende. * * * Ribots Kabinettsbildung gescheitert. Paris , 10. Sept. WTB. Nichtamtlich.) Meldimg der Agence Havas. Der Ministerpräsident Ribot Chatte für die Neubildung, » . . _ __ _ d«s Kabinetts in Aussicht genommene Politiker für den Sonntag Vertrauen auf Gottes Gnade nick,t Nachlassen, bis ein glücklicher nackmNtag versammelt. Als die Vertreter der parlamentarischen ehrenvoller Friede für idas Vaterland errungen ist Sozi alisten gruppe eintrafen, um zu erklären, dost sie glaubten, die Dom Reichskanzler Dr. Michaelis traf folgendes Dele- kVerankwortung ihrer Gruppe für die Bildung des .Kabinetts nicht gramm em: auf stch nehmen #it können, teilte Minister Thomas Rscbot mit . Handelskammer Stuttgart sage ich aufrichtigen Dank für daß es ihm Unmöglich fei, ihm die Untegstützkung zu gewähren' die Mitteilung der eindrucksvollen .Kundgabmig schwäbischer Män,- dre er ihm leisten zu können geglaubt lxttte. Trotzdem war Ribot I ” er a ' r ur du Behauptung deutscher Ehre und deutscher Macht gegen entschlossen, das Kabinett zu bilden. Afier vor der im Laufe iV4 ~. 1 ^ «tnnraftunff unserer.Feind- Dr? mir daneben genüdmete freund- Asbeuds zur endgülttgen Bildung des Kabinetts abgehaltenen Ver- J ltf,e Begrüßung während meiner Aklwesenheit im schön err Stuttgart sammlung erklärte der Uriegsminister Painleve. daß er es für l}at mitil herzlich erfreut, unmöglich halte, aus kie Mitwirkung der Sozialistengrnppe zu verzichten. Angesichts dieser Erklärung legte Ribot in tteberein- ltimmiung mit allen Teilnehmern an der Versammlung derr ihm erterlten Auftrag in die Hände Poincares zurück. .... .. Mi . W __. v*w» d 'aris, 9. Sept. WjTB.) ^?;n den .Gängen der .Kammer Kaiser, Generalfeldinarschall von Hindenburg und den gabeir die s ozial ist ischen Deputierten für ihren Enschlust, s Reupskallzier Dr. Michaelis folgende Telegramme: Qbi Seme Majestät den Teuttcheu Kaiser rr cm —• • Großes Hauptguarner. ^ueu JJ6o. e)tot me.be.t f>t - unt.r eichli. len Ostpr ußen ehrf-.rcht^ Die Gründung der deutschen Baterlandsparter. Kön igsberg i. Pr., 10. Sept. (Priv.-Tel.) Die Gründer ^ w, 11 P ■; e n Dat er landsparte i in Königsberg richteten sich an der Kabinettsbildung nicht zu beteiligen, folgende Gründe an: Als Ribot feine Absicht onkünttigte, das Kabinett unizuge- stallen, glaubte die Gruppe der geeinigten Sozialisten, datz es, ... _ sich d«Nrm hcmdele, das Kabinett auf vollständig neuer Grundlage voll die in Königsberg am Tage von Sedan vollzogene Grü'uduna umMbilden. Mtter dreier Bedingung willigte die Gruppe ein, ver deutschen Baterlandsparlrn. Es gilt das Deutsche Reick daS ber neuen Regierung auch weiterhin rhre Mitarbeit zu genstihren. Euer Matejtät unvergeßlicher Herr Großer geschaffen und des Nach den verlchcedenen Mißgeschicken über, die die Bildung des Rerches Weltstelttmg, das Werk Euer Majestät den Stürmen des Kamnetts erfuhr., gaben ütfc die Sozialisten davon tstechenschast, Weltkrieges und innerem Unrnwstmrd zum Trotz zu erhalten und datz nur eene beschränkt-? Anzahl Ministechen neu besetzt werden «einer srck-eren segensieiehen Zukunft enitgegenzufulnen wurde, während die Mehrzahl der ftüheren Minister ihre Äemter «die Dauer des Krieges begründet will ^uriu U'Eer -dieser Bedingung änderte die Gruppe ! Vaterlandspartei alle vatertändisck^i Kräfte olme Unterschied dw ihre Absrchjt und ibesckchotz, auf die Teilnahme an dem Ministerium iwlittschen Parteistellüng zusammemassen Im festen Bertttmen aus zu verzichten, in der Erwägung, daß das neue Kabinett nicht die Euer Majestät Führung und die herrlichen Taten von Heer imd nottgen Bürgschaften biete, sowohl unter dem Gesichtspunkt eines I Flotte wällen wir eine Stütze sein eurer stcrrkeu kaiserlichen Politik kräfttgeren Anstoßes für die nationale.Verteidigung, als unter dem die juns ,zum' Siege fülwt. Der Sieg allein kann uns de >7 recbilnr emer demokrattschen Aktion. Friede: bringen. Eingedenk der Ueberlieferungen ihrer Vvrvättr * ünd als ldieienrge Provinz, die uuttr dem räuberischm Einfalt des Ein französischer Gefangener über die Zustände Ostpreußen sich als berufen an- in sehen, eman Weckrus an!das deutsche Volk ergehen zu lassen, daß es ^ rn ^ranrrercy. ! rn diesem^ rhni aufger:l?nnaenen Daseinska-.Ä wirtschaftlich mili ter fr nehmnng mjung eher an eine Re holu tion als an einen Winterfeld . WW ^. UM lvt Wl Htiri g. Er hatte die Absicht, in nächster Zeit zu desertteren. dem geschlogenen Wunden so hochherzig erwiesen, erneuern wir das Ost' Beppiel mehrerer Kameraden und^ auch dem seines Bruders sol- I lübde unverbrüchlicher Treue und Vaterlandsliebe! rat: Dr. Wrte-Königsberg, Oberbürgermeister: Otto Metzer-M- nrgsberg Vors, des BorsteheraMts der Kaufmannschaft, Rudolf pveper, KauiMann und Stadtrat: O. Dr. v. Plehwe, Kanzler im Königreich Preußen und O berlaird-esgerichtspr äs ident a. D.; Pohll- ^..Oberbürgermeister; Freil)err v. Tettau-Tolk, Obermarschall PI..Königreich Preußen, Dorsitzeirder des Provinziallandtages' -i t ei len - jl o n tg sber g, Bürgermeister: Wittt ien - Königsberg, Geh. Studien rat imd Gynrnä,iäldirektor: Dr.-.Jng. Ziese, Geh. Kvnimer- zrenrat !und Inhaber der Schichau-Werke; Auel ch-Mlenstein, Oberbürgermeister. - Der Ausschuß beim Reichskanzler. Berlin, 10. Sept. (WTB.) Die „Rordd. Allgem. Ztg." fchrerbt: Die Mitglieder des Reichstags urrd die Bevollmäch- ^^besrat, die den freien Ausschuß bilden, verfanrmelten sich heute unter dem Vorsitz des Reichskanz- lers in dessen Hause zur Besprerchung der deutschen Antwort auf me Kundgebung des Papstes. In mehrstündiger eiiv' gehender Beratung lviirden die Verhandlungen unter socg- geüthrt vorgebrachten Gesichtspunkte zu Ende Aus Hessen. Die Lcmdwirtschaftskamnrer gegen einen Verzichtsfrirden. Darmstadt, 10. Sept. (WTB) Die Landwirt- \ ch astska nt mer für das Großherzogtum Hessen nahm rn ihrer heuttgen 15. .Hauptversammlung nach einem Vortrag des Vorsitzenden Geheimen Oekonomierats Walter sot- aende E nck schließ u ng an: „Die Vertreter der hessischen ^andivirtfchast wollen kernen Verzichts- und Bankerotts- frreden, sondern einen deutschen Frieden, den unsere Heere unter Hindeubrirg mit Gottes Hilfe erkämpfeii werden. Sie wollen ein Deutschland mit gesick>er1en wirtschaftlichen Crundlagen und festen Grenzen nach Osten und Westen, ein machtvolles Deutsck)es Reich mit dem Kaiser an der Spitze und unseren Fürsten als Bundesgenossen, welche, wie wir treu zu Kaiser und Reich stehen." schwergeprüften .Hermttt bei der Heilung d?r ihr durch den Krieg gend, die alle in Heeresbedarssfabriken viel Geld verdiene. Falsckn Mlpiere hatte er sich schon ans Paris besorgt. Tie Regierung scheine über die im Lande herrschende Stimmung unterrichtet zu fetn. Alle Pariser Sckytzleute hätten tarn. Mnschinengewchr.IzeichLLi fe'ÄÄJ An Genevalseldmarschall von Hindenburg ^ ^ r . . Großes Hauvtmortier. Euer Exzellenz, dem B?freier Oltpreußens, melden die unter am Tage von Srdan er otvyauuuuii >LUUU -ju lulu ] UfUim* I tnloIirCTl wttbetten Ä”)o« ,t Sfe?c K ne^bi^?n f ila^ro Amgme"EäÄ äußern n» entrüstet über die Haltnng der französischen Bevölkening deKchen, B o ltz S WütstEnn- m den in den von ihnen besetzten Departements. Sie erzählen, daß man ihnen z. B. in Eondas, wo Teile ihrer Division in Ruhe lagen, du Wäsftrpump?n sverrten und sie teilweise sogar unbrauchbar machte. Umgekehrt sollen sich auch die Belgier in England äußerst mißliebig gemacht haben. Gefangene erzählen, daß es wiederholt z. B. im Industriegebiet von Manchester zu Zusammenstößen zwischen englischen und belgischen Arbeitern kam, die strmige Strafen für die Belgier nach sich zogen. Tic Aussagen von gefangenen Engländern und eine erbeutete Brieftaubenmeldung ergeben, daß die En tcntetruppen im Westen aus ihrer mittleren und nördlichen Front in letzter Zeit sehr hohe jteigende Ausfälle durch Erkrankungen infolge des Wetters und der Geländeverhältnisse hatten. An vielen Stellen des Poldergeländes waren die gefangenen Trichterbesatzungen völlig bewegungsunfähig, da sie tagelang im Wässer gelegen hatten Für die ihre Reihen lichtende Krankheit haben di? Engländer den Namen „schützengrabenftever". In der Gegend des von Myriaden Mücken überschwärmten Ueberschwcmmungsgebietes kommt die Malaria hiüziu. Infolgedessen mchren sich die Anzeichen großer KampfMüdigkeit und völliger Erschöpfung der jerveiligen Besatzungen. "Krne Reife de- Körrigs von Italien nach England. ^ Paris, 10. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung des „Journal wird sich der K ö n i g v o n I t a l i e n nach Beendigung ferner französischen Reise nack) England begeben. Paris, 10. Sept. Wie der „Temps" meldet, ist die Reise des Königs von Italien an die sranzö fische Fro n t, die rn dieser Woche stattftnden sollte, verschoben worden Ein englischer Bericht aus Ostafrika. London, 9. Sept. (WTB.) Das Kriegsamt meldet aus O st a f r t k a, daß der feindliche Widerstand bei M p o n - das, 53 Meilen südlich von Mahenge, am 8. September gebrochen wurde. Alle deutschen Stellungen sind besetzt. Unsere Truppen verfolgen den Feind. Belgische Abteilungen überschritten den Ulanga-Fluß mrd rücken von Norden auf Mahenge vor. Die deutsche Streitmacht wurde aus Upe- pos, 65 Meilen südöstlich Mahenge, und Malinge, 18 Meilen nordöstlich Upepos, vertrieben. Sie zog südosttvärls zu- Sttinm-m des Weltkrieges und allem Unverstand im Innern zinn Trotz erlösten, bleiben. Eine starke kaiserliche Polittk, gestützt'auf Me -gewalttgen Taten von .Heer und Flotte, wird uns den deutschen Frieden bringen. Begeistert stimmen wir dm Main>mgen mit deneii Eire- ErzeMmz uns Deutsche des öfteren angefeitert haben ztu, das wichtigste Ziel, den Sieg, nie außer acht zu lassen. An den Reichskanzler Dr. Michaelis . . Berlin. Jü Kvnrgsberg, von wo im^ Jahre 1813 die Erhebwig des preußischen Volkes zür Rettung des Vaterlandes ansging haben die unterzeichnet n Ostpreußen am Tage von Sedan die Oftündung der Deutschen Vaterlandspartei vollzogen. Nur für die Dauer des Krieges begründet. Unff sie alle vaterländischen .Kräfte olwe Unterschied der politischen Parteistellimg znsammensasftn. Da^ Werk unseres Kaisers, die Weltstellmrg des Deuffchttims, besteht heute seine Feuerprobe. Wir Bewohner der äußersten Ostwark wissen, w^rum es sich dabei handelt! Iü einem starken deutschen Reich und Kaiser. kunr erkennen wft die Grundlage aller Betättgimg in der Welt Diese ^Grundlagen iml Geiste Bismarcks zu erhallen, galt es zunächst Es Alt aber N^fter. uns Entwickrungsimögrichkeitett draußen in der Welt zu sicheni, wenn wir nicht iirnen und außen verküntmern woll'en. Das ist das doppelle Ziel, in dessen Dienst !wir fims stellen. Ntür zu erreichen ist es durch eine starke Führung, idie unbeirrt die nnvergleichtichen Taten von .Heer und Flotte ft'rr eine glückliche Ztcku.nft des deutscheii Reiches auch politisch ausznwerten weiß Euer Exzellenz bitten wir überzeugt zn sein, daß eine solche Polittk die vorbehaltlose Unterstützung der deittschen BaterlandSpartü finden wird. Die Telegramme ttaaen folgende Unterschriften: Königsberg in Preußen, im Pork-Saal der ostprerißischeni Landschaft am Tage von Sedan 1917: Dr. Baümgart-Königs.berg, Universitätsrwosessor und Geheimer 'Regierungsrat: Dr. Brandes-Altbvf (Kreis Insterburgs Vrä sident lder Laudwirtschaftskanemer für Ostvreuß-m: Brodrück Amw lieuau: Generalleutnmtt z. D.: Brunneck-Köuigsberg, Landes lau pt- männ der Provinz Ostpreußen; Dr. Dirichlet-Königsberg, Gymna sialdirektor und Stadtverordnetenvorsteher: hftaf Dönhaff-Friedrüb stein, Kaiserl. Wirft. Geh. Rat und Landhofmeister im Königreich Preußen: Ebel-Pr. Ehlmr, Superintendent: Freiherr v. d Goltz .Kallen Kreis Fischbausen: Do. .Hansen-Königsberg, Universitäts- Professor imtb Geb. Reg.-Rat, Prorektor der Kgl. dllberttisimiversi- tät; HeuMjann-KöniHsberg. Kommerzienrat i. Fa. Waggonfabrik L. Steinsurt G. w'. v. H.; Dr. Kapv-Pilsen .Kreis Pr. Eylau Ingelheim betreffend: E i e r - m * W v -, -nt folgender Begründnng: In Annahme, daß die Versorgung der Lazarette, Krankenhäuser Verbraucher auch im Jahre 1918 die Eierablieferungi notwendig mack-en wird, bitte ich rechrzeftig die Abänderung dcr^ fetzigen Eierordnung ins Auge zu sasseii. Es ist zunächst nötig, die ^ n f ll t 1° frühzeitig zu erlassen, daß der Hühuerhaltec ':Ä ^ dem Eintritt der Legezeit sich mit der Ablieferung elnriuten rann. Was die Zahl der abzuliefernden Eier anlangt, so wir fte me vom Reich seitgesetzte nicht übersteigen. Ilm zu ver- ” auu) Haushaltuu.gen, die — -nelfach aus Gesuridbeits- ruckiichteic iich 3—6 Hühner halten, Eier abliefern müssen, be- mittagc ich, d<7i; für jeden Kvpf der Hcnrshaltung im engeren! Sinne (Familienangehörige und Dienstboten' ein Huhn freigc- n wird. Haushaltungen mit nicht über 4 Köpfen, aber mehr ar^ d tzuhnerw sollen, znm Arrsgleich, von jedem Huhn über die o hinaus, die Hälfte Eier mehr abliefern als die andern .Hühncr- i.atter. Endlich ersuche ich zu beschließen, daß den N ickft Hübner- tu Gemeinden, in deneri schlecht abgeliefert wird, nickt die Lieferung von Eiern gänzlich gesperrt wird. * 2. Dringliche Anfrage des Abg. Brcidcnbach betreffend: Karto f f e lhö ch st Prei s e. Ist es der Großh. Regierniig bekannt, daß trotz festgelegter bechmmttr Erzeugerhöchstpreiie für A^ofteln die Verkaufspreise im Kommunal verband Ofsenbach— D^D?^D^Edberg fortgesetzt ganz willkürlich t>erimtcr- gesetzt werden? Was gedenkt die Großb. Regierimg zu tun, um dieser schreienden Ungerechttgkeit ein Ende zu machen? Die B<- grunLnilg lagt: Jedermann ist es durch die Kreisblätter zur Ge» riüge betämit, daß für Kartoffeln ein Erzeugerhöchstpreis festgesetzt wurde, imb es war der Landeskartosfelstelle vorb?balten, diese Preise ftl.r sänttliche Hessischen Kommunalverbäiiüe einheitlich bis zu gewissen Daten abznstufen. Klingt es iftcht wie ein Hohn, wenn die Landeskartoffelitelle die Preise sestsetzt und in den Aintsblaltern bekamtt gabt und der Komniunälverbaiid Ofscmbach—Büdingen— Finedberg ganz nach Belieben seine eigeneii Preise mackst') Daß durch nu derarttges ungerechtes Gebahveu die Landwirte aus das höchste mißgesttmmt Uiw mißmuttg werden und die Ptoduktions- freudigknt dadurch iftcht gestärkt wird, ist selbstverständlich. 3. Eiliger ?lntrag des Abg. Adelung betreffend: Herab- ietznng des Gasverbrauches. Die Kammer wolle Großh Regierung ersuchen, unverzüglich und nftt allnu Nachdruck Schritte zu unternehmen, damit die vom Reichskommissar festgesetzte ganz allgemnne Herabsetzung des Gasverlftauches auf 80 Prozent außer K^raft bleibt. Eine derarftge Herabsetzimg des (Gasverbrauchs ivirkt ungerecht und ist arlch nicht durchführbar. Alle Abiiehmer, die bisher schon ihren Gasverbrauch bis zum Anißersten eingeschränkt haben, würden in unerttäglicher Weise betroffen. Dic^ Folge einer sck,einattsck>en Herabsetzung des Gasverbrauchs ist naturgemäß ein erhöhter Bedarf an Kohlen und anderem Heizmaterial, so daß die Erspariingsabsicht des Reichskommifsars in ihr striktes Gegenteil verkehrt würde. Eine weitere Eriischränknng des Gas Verbrauches kann nur von Fall zu Fall und nach genauer Prüftrng der Verhältnisse vorgenommen werdew 4. Eiliger Anttag des Abg. Adelung betreffend:Kol,len- W c r s o r g u n g. Die Versorgung mit Köhlen und aiwerenr Breim--. material liegt trotz aller Erklärungen der Reick)s-Instakkzen uoch sehr im Argen. Es macht sich insbesmidere auch eine erhebliche! PlanLoftgkeit ru der Organisattoii der Verteilung geltend Tie Großh. Regierung wolle deshalb nach dem Muster andere? Bnndes- staaten eine mit der lrötigen Autorität ausgestattete Zentral- Instanz dem dRinisterium des Innern angliedern, der ausschließlich die Bermittlurig in der Frage der Kohlenversorgung obliegt. 5. Anttag des Abg. von Brentano betrefseiid: Kohlen- knappheit. Die Kohlennot ist bekaimt. Alle maßgebenden Fak- toreii sind verpflichtet und bestrebt, dafür Sorge zü treffen, daß für nächsten Winter keine Verhältniffe eintteteu, welche geradezu gefährlich für den inneren Frieden werden frmntnt. ftttrn habe ich mich Mkf dem Offenbacher Hafen von folgender Tatsack>e überzeugt: Es liegen eine Reil)e von Schiffekl mit Kohlen beladen da. Das eine seit 17. August mit 45 Wagen Inhalt, ein zweites seit 21. ?lugust mit 450 Tonnen --- 45 Wagen, ein drtttes seit 14 Tagen, ein viertes seit 12. August usw. Jeden der Kähne könnte man in 2 bis 4 Tagen ausladen, daml könnten die Kähne sofort die Rückreise an- treten und gefüllt zurückkommen. Allein die Köhlen werden nickt äirsgeladen nnd sollen nicht ausgeladen »verden, weil angeblich Wagen fthlen, nwlche nötig sind, itm das direkte Laden der Köhlen vom Schiff in die Wagen zum alsbaldigen Weitertransport zu vermitteln. Ganz abgesehen davon, daß dieser Wagenmangel kein L)inderrfts sein darf zur Herakrbringung ntöglichst vieler Kohleii auf Lager, sollte auch seftens der maßgebenden Stellen alles getan werden, um Wagen zu beschaffeu. Es wird also, falls nicht w- fort Fürsorge getroffen wird, daß die Schiffe sofort bei Einkunft in den Hasen aus Lager gelöscht und sofort zur Förderung ivetterer Kohlen wieder zurückgeschickt werden, mit Bestimmtheit eine Kohleu- kuappl-eit eintteten, welche darin die zu verantworten haben, rvelche es unterlassen, bei Zetten die nötigen. Arwrdnungeri zu treffen. Liegen die Köhlen aus Lager, sttid also tatsächlich rwrhanden,' so kann der Transport an die Einzelnen jetzt oder später geschehen. Es müssen gegebenenfalls die Lade- und Löschfristen im' Binneu- schifsahrlsgesetz durch die Scknsfahrtsabteilung aufgehoben werden, was meines Erachtens nach der Bundesratsverfügruig vom 19. Arig. l. Is. möglich ist. 6. Dringlicher Arrtrag des Ltbg. Eißnert betteffend: Ausfuhrverbot für Brennholz. Die Bäuerische Mgieruncf l)at etn Ansfuhrverbot ftär Brennholz erlassen. Durch dieses Verbot werden hessische Jrtteressenteu kvesentlich betroffen, die Folge ist in unserem engeren Vaterlatide wettere BrenituftttelknappheiL und dadurch wettere Steigerung der Holzpreise. Hierdurch veranlaßt, beantrage ich: Großh. Regierung wolle rn gleicher Meise ein Aus- Gerrekallandschaftsdttektvr a. D., Und Wirft. Geh. Oberregieruugs-' fuhr verbot für B^nnholz aus l essisckMr Wäldern ergehen lass«r Mm* «nd Land. ®W&ew, 11. Sevtember 1917. Papier vergeuden yeitzt das Durchhallen gefährden! Drum spare Papier! ** Salzhamster. Eine Anzahl ängstlicher Leute kaufen in den letzten Tagen auf das unsinnige Gerücht von einer betvrstehenden Salzknapphett, Speisesailz in großen Mengen auf. Da das ßtenid# cmch> der geringsten Begrüw- dung entbehr! nnd die Salzhamsterei nur eine künstliche Pvers steigern ug zur Folge hat, kann vor der törichchen.Handlungsweise nicht genug gewarnt rverden. ** Pil Zg an g. Mittwoch, den 12. d. Mts., nachnnttags 2^/z Uhr. sürdet wieder eine Pilzwanderung statt. Treffpunkt: Haltestelle Marburger Sttaße—Wiesecker Weg. Führung durch die Herren Blank und Nippel. ** Fahrplanänderung. Bis auf weiteres unrb an Sonn- und Feiertagen ein VLnchzug yiitt V-Zug 74 in folgendem Plan von Gießen nach Frankfurt gefahren: Gießen ab 9,54 abends, Bad-Nauheim ab 10,26, Friedberg ab 10,34, Frankfurt an 11,08. Der Zug ffl '-'ff!cklagr>slichtiq und fährt erste bis dritte Nasse. ** Denzolmo tore. Zufolge einer vom Kriegsmini- sterrum erlassenen Verfügung werden die Inhaber landwirt- fdfyaftUcfyeT Betriebe, die int Besitz von Benzolmotoren sind, aufgefordert, diese anzumelden. Näheres siehe Anzeige. ** Gr uben h ol z, N a d e l s chni tt h olz. Auf die im heutigen Anzeigenteil veröffentlichten BekanntmackMigen des stellvertretenden Generalkommandos 18. Armeekorps, betreffend Versorgrmg des Heeres mit Nadelschnittholz, betreffend Bestandserhedimg von Grubenholz wird besonders hingewiesetl. O. Z. Beschlagnahme von Metalkteilen in Häusern. Es ist damit Au rechnen, daß. m absehbarer Zeit mit dev Beschlagnahme der Türklinken und Fenstergriffe aus Messing vorgegangen werden wird. Zu diesem ^Zweck ist eure bcsondlwe Metallersatzsteile in Berlin -errichtet worden, deren l>anptsächlichste Aufgabe die Dicherstellrmg der Ersatzbeschassung für die in Anspriech genommenen Metallteile fft. In erster Linie wecbm für die beschlagnahmten Türklinken uich Fenstergriffe Ersatzteile beschafft werden, die von der Metallersatzstellle nicht mrr geliebt, sondern auch durch eigenes Personal angebracht Nxwden solleir. ** Das Großh, hessische Regierungsblatt vcr. 20. hat folgenden Inhalt: 1. 2lüssührungs Verordnung zur Reichs- getteideordnu-ng für die Ernte 1917.- 2. Bekanntmachung scher die VevansttUtirng von Lichtspielen: 3. Bekanntmachung, Iulrus-Natt- maun-Snttung in Gießen betr.; 4. Bekanntmachung über Faßbe- w-irtschaftung: 5. Betarrntmachung über neue Festsetzung von Preisen für Klee- mW Grassmnen; 6. Bekanntmachlmg über denDert-chr mit Stroh und Häcksel aus der Ernte 1917: 7. Be- konntmacbung, Teuerungstzluschlag zu der Gebührenordnuirg für die Hebammen betr.: 8. Bekarrntmachung, die Beftvgnis der Ämts- stellen Mm Mfertigen von Esstzffäuren auf Begleitschein betr.; 9.—11. BbSamrttrrachuugen, Höchstpreise für Kartoffeln betr. , Zirkus Althoff. Der für kommenden Samstag angekündigte Zirkus Althoff wird später eintreffen und seine Vorstellungen erst am Mittwoch, den 19. September, beginnen. Landkreis Gießen. ** Queckbo rn . 11. Sept. Der Musiker Geft. Heinrich G ö r n e r t wurde mit dem 'Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Büdingen. Ober - W iddershain. 11. Sept. Der Obermatrose Martin Kaiser von lner wurde zum Bootsmaat befördert und gleu^ertig mit dem Eisernen Kreuz 2. Nasse ausgezeichnet. Kreis Alsfeld. c. Alsseld, 11. Sept. Dem Vizefeldwebel Ludw Dern von hier, Sohn des Gerichtsvollziehers Balth. Dern, wurde nach Verwundung durch einen Lungenschuß im Feldlazarett das Eiserne Kreuz 2. Klasse überreicht. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 11. Sept. Unsre Volksschule, an der vor Kriegsausbruch ausschließlich Lehrer wirkten, erhielt jetzt bereits die vierte weibliche Lehrkraft. Außerdem sind noch drei Lehrer an der Schule Eg. — Fürs Vaterland ftelen Musketier Karl heil, Leonhard Wagner und der Wehrmonn Andreas Muhl. Starkenburg und Rheinhessen. m ® u ? Rhein Hessen, 11. Sept. Während eines heftigen (yewttters, das Nch am Larnstag abend im Kreise Bingen entlud wurden in ltter Gemarkung Ober-Hilbersheim zwei' Personen' die unter einem Baum SchG gesucht hatten, vom Blitz getroffen.' Ern russischer Kriegsgefangener war sofort tot, eine Frau wurde W schwer verbrannt, daß sie hoffnungslos darniederliegt. D. Z. Offenbach, 11. Sept. 9km vergangenen Mittwoch wurde m den Rämnen des Isenburger Sckzlosses das Offenbacher vnmotmuseum eröffnet. Die noch> in bescheLeneu Umrissen stehende jedoch bererts ziemlich ansehnliche Samnrlung enthält manä>erler '>>egewtände^ die für die (beschichte Offenbachs, die ElMwhung und Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung .sind. Hessen-Nassau. --Frankfurt a.M., 11. Sept. Wie von amtlicher Seid nutgeteüt wird, hat die Provinzralkartoffel stelle in Kassel auf Ein- warch des Frankfurter Magistrats den Erzeugerhöckjstpreis für A^urerkattofteln m der Provinz Hessen-Nassau von 6 Mk. aus 5,M Mk. herabgesetzt. Die Herabsetzung ist erfolgt mit Rücksicht mif tne von der Reichskartoffel stelle festgesetzte Schnelligkeits- uni Ansuhrprärme für rasche Anlieferung von Kartoffeln durch die Erzeuger. sc. Frankfurt a. M., 11. Sept. Der Rektor der Dom- mch Rvsenbergenchule Weckbcr ist nach erner Darmvperativn rm 70. Lebensjahre gestorben. tote- Frankfurt a. M.. 11. Sept. „Berlebergs, eine Ko- En« von Karl Stern Perm, die Sonntag abend im Schauspielhaus chre Uraufführung fand, brachte der neuen Intendanz einen Miß- erchlg. Nach dem vechnßicngsvMen ersten Akt konnte sich der mr- w-ejende Autor mehrfach venreigen, doch war auch hier schon der . völlig unbeittitten. Da sich die beiden folgenden Akte m Absurditäten gefallen, so verließest die zahlreichen Zuhörer, teils unter eisigem Sck^veigen, teils lebhaft zffchend das Theater. "i^ltnkfurt a. M., 11. Sept. Am Freitag der ver- gangen en Woche wurde auf Grund einer Anregung des Rhein- Mamtschein-Verbandes der deittsch-türkischen Bereinigung und unter MrtwirLtng von Vertretern des Handels, der Industrie .und Wtssmjcbatt m Fvankftrrt ein Verein „Wissenschaftliches Institut fif r o^T^^Eu.r intb Wirtschaft des modernen Orients" gegründet. erstrebt in Berbftidimg mit der Kgl. Universität ein Äc IÜ-. ?crichten, dessen Besucher sich über die kulturellen, wissenlchasrlichen und politischen Verhältnisse des modernen Orients m weitgehendstem Muse irnterrichten solleir. - arbur g, 11. Sept. Von len Frankfurter Ferienkindern, 600 vm) hiesigen Kreise untergebracht waren, ist bereits Tnl nach Harne znrückgekel-rt. So trascir am Sonnabend nachmtttag 120 Kinder, die sich in den. Ortschaften des Ebsdoffer Grundes aufgelalten hatten, in fröhlichster Sttmmung auf dem cm, von wo sie nach Frankftmt weiterfnhreu. Die Utnver lallen dimchüveg gesund und wohlgenährt aus. heute fahren dre letzten jugenblichen Gäste voiw Bahnhof Lohra aus nach Niederwalgern und von da nach Frmckßitt. _ . Greßen, 11. Sept Dre 2 Greyhauds des Tierarztes Th. Zl'onrg erhielten aw der hundeschcui in Mainz, verbunden mit der Spezralansstellung des Wiridhundklubs, in offener Nasse einen ersten und zwerteit Preis, Chantpioittitcl, sowie zwei Ehrenpreise. Grepen, 11. Sept. Am .Somttag veranstaltete der „Verein iRudersport Gießen 1913" bei herrlichem Wetter seine diesjährige rnttrne Regatta. Trotzdem! der größte Teil der Mitglieder im F-elde MYt gelang es, mehrere gut eiiigefchrene Mannschaften zum Start ztl bringerr, die in der den Rennen voranSgehen>en Auffahrt rnschiöner Fährt am Biootshause vorbeizogen. Besorchers das erste Renneii zeigte, dasst der Rudersport ttotz des Krieges eifrig be- ttieben tvird. Die siegende Maunschgft (Schlpg : Göres, 3. Müller, 2 - Amend, 1. Eid mann, St. Baer) hatte ein sicheres und Mchs Zusammenfa'hren und ving nach hartem Kamps mit l 1 /* ian g e führend durchs sZiel. Auch die übrigen Rjenne n, die zu nt Tcü vmi Schüler mann schäften in Gigbooten ausgefahren »ourdeu, hielten die zahlreich erschieiienen Zuschauer in Spannung und belmescn, daß auch das Schülerrudern,, das ja in letzter Zeit in unserem Baterlande sehr begünstigt wird, in Zilkunst ^erfolgreiche Leistungen aufweisen (ntrd. Die Sieger wurden mit schlött gepragttii Erinnertmgstn'edaillM. badacht. Bei der Verteilung derselben ,prach, der Preisrichter, .Herr Leiitnant Bertges, die hoff- nung aus, daß idte nächstse Regatta mit der Vollzahl der Mitglieder rm Frieden abg^halten werden könnte. Qu S 9 crfii(ib 41 acbricbtcm , r , §;-.^iL r r ^J 11 r ^ # H- Seht. Der ordentliche Professor für spstematlsche Theologie an der Uwversität Marburg Geh. Konsi- storralrat Dr. theol., ftrr. et phil. Wilhelm Herr mann wird zum Winterhalbjahr von seinem Lehrantte zurücktreten. — Du auß^-ordentliche Professor Dr. Georg Misch zu Marburg ist ir gleicher Eigen,ck-aft rn die philosophische Fakultät der Universität Gotttngen versetzt worden. Aunst «uv wijs-tt-chaft. ]\ ft li it b c aus der Steinzeit in der M a r b u r g e c Udber ernen Ausflug des Mischen GesclstchtsVereins in ^rs Gebiet , der vorgeschichtlichen Ausgrabungen im Ebsdvrfer Grund und m den Lahnbergen, der in der Testen Wockje stattfand, w^d tolgendes mrtgereilt: Nackchem Herrn Professor Dr. Wolfs ans Franffnrt a. M in iven Vorjahren der Nachveis steinzeitlicher oiedelnngen rn dem fruchtbaren Gebiete des' Ebsdvrser Griindes gelungen, und danrit eine Lücke in der Besiedelnngsgeschichte Deutschlands wahrend jener Kulturperiode ausgeftlllt' war, und nachdem er ferner am Fvairenberg eine kleine Wolmstätte von eiformidem Grundriß mit Feuerstätte und Brandgrab aufgefunden und ttergelegt hatte, kam es in diesem I^rhrie darauf an, eine jener größeren hittten vmi unregelmäßiger Gestalt, wie sie für die neo- lithische K'ulturpertode bezeichnend sind, festzustellen. - Dies ist in den letzten Wochen gelungen inrd zioar in einem Exemplare von besonders großer Ausdehnung in der Nähe der Brunnetschen Gast- wrrtschaft. Wle bei erstgetratmte Gelehrte ausfühtte, gehört sie in dre Stufe der Sttchbadkeramtk, wje sich aus den aufgesundenen Scherben (z B. mit noch erhaltener weißer Inkrustation und an- Funden (Tonperlen und verziertem SteinschmuM ergab Auch dre Bedeutung einzelner, nach Grundriß und Profil unregelmäßig angelegter Räume, konnte noch festgestellt iverden. Ter Grundrrsz der wohl einer ganzen Sippe Raum gewährenden Hütte ist oon unregelmäßig ovaler Form. Tie Umrißlinie setzt sich aus flachen Bogen Mit ein springenden Winkeln zusammetr. Tw Spuren dachsparrenartig aufsteigender Posten von 25—30 Zentiemter Starke waren in Abständen von drei Meter deutlich zu erkennen Bon besonderem Interesse war ober die ^stellung, daß die Hütte zum Teil auf den Trünrmern einer älteren, kleinen, ebenfalls sternzeitlichen Hütte erbaut war, die. von länglicher Gestalt, ein Brandgral> und eme Herdstätte in sich brrgl Auch in dem grvßen Gebäude ivar ern Brandgrab^ nrtt Tonperlenschmuck festgestellt worden. Eie gleichzeitig mit den 9lrbeiten auf dern Frauenberg vorgenomrnenen Ausgrabungen Vvrgeschichttick-er Grabhügel auf dem Wittstrauch und anr Stempel sind insofern erfolgreich ver, laufen, riidem dichtnebeneinander eine Anzahl verschiedener Bo- gräbmsarten^vvn der rreolithischen bis zur. Eisenzeit, mit Leichen- vrand und Skelettbestattung, mit Steineinfaffung, unter Steinpackung und ohne solche festgestellt werden konnten. ES ist außer- Mentlrch dankenswert, daß es trotz der Ungunst der Zeiten möglich gemacht mürbe, diese wichtigen, auf die ftüheste. Vergangenheit des Volkstums rn unserer Gegend einiges Licht werfenden Spuren tmter zu führen. Die Spuren uralter Besiedlung erweisen sich in otv_ Umgebung Marburgs immer reicher und nrachen eine ptati wästige Hebung dieser verborgenen Schätze beinahe zur Pflichl . . Das Erste Moderne Musikfest zu Dresden, der dem nur Uv- und.GrstiMfffÜhru.nge'n unter Leitung der Komponisten zum Vvrttag gelangen, findet vmn 24. - 29. Oktober ds.Is. Iw? dcs Türkischen Roten. Halbmondes statt. Geschäftsstelle: Tresden-N., Rähnitzgasse 18. veernischtes. ^.crlin, 10. Sept. (Priv.-Tel.) Die 60jährige Schont ! mv £! X S a ^ e i.^ a cobi ist heute morgen in ihr VN Schanklokal 5 -T^vvalisstraße ermordet ausgesunden worden. Es handelt sich Um Raubmord. Witterungsberichr. cvn ffentlicher Wetterdienst.) ^olirg, meist trocken, Temperatur w enig verändert. Letzte Nachrichten. • Kornilow gegen Kerenskij. Berlin, 11. Sept. Die Abendblätter erörtern di-e Absetzung Kornilows durch Kerenski und geben der Meinung Ausdruck, daß Kerenski durch innerpo-litische Gegensätze zu fernem Schritt gedrängt morden sei. Die „Boss. Ztg." urteilt: Jedenfalls ist es verfrüht, heute schon zu sageir, welche Politik Kornilow machen würde, wenn er zur Macht käme. Die Macht überhaupt zu erringen, ist fürs erste der Inhalt seines Sitrebens. Es scheint, daß er den Murat oder gar den fläapoleotr der russischen Revwlu- ffon spielen will. Was bisher über seine militärischen Lei stungen, j^ine kühne Flircht aus der österreichischen n seiner Reise an die Ostfront nach Potsdam zu rück gekehrt, hindertburg Ehrenbürger von Halberftadt. y alb er st a dt, 11. Sept. (WTB. Nichtamllich.) Der Magistrat hat beschlossen, Hftrdenburg das Ehrertbürgerrechi der Stadt Halberstadt zu verleihen. Generalleutnant von henninger gefallen München, 11. Sept. (WTB. Nuchtamtlich. Generalleutnant v. .herrninger, Ritter des Mar-Fosef-Ordens, Inhaber des Porrr le merite, Milftärbevollruäclftigter in Berltm ist am 8. Septenrber auf dem östlichen Kriegsschauplatz gefallen. Die vorteilhafte Liditverteilung, das ansprechende jeder einsichtige Känfer wählt für seine weiße iicht und die Stromersparnis sind die Vor- elektrische Beleuchtung die beste, weil inj züge der Wotan „G Lampen. Gebrauch billigste Lampe. Statt besonderer Anzeige. nachmittag entschlief sanft unsere liebe, gute Schwester Gestern Schwägerin und Tante Frau Professor Theodore Schienger Wwe. geb. Petri nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im nahezu vollendeten 80. Lebensjahre. L. Petri II,, Gewerberat und Frau 6733 -D Th. Petri, Bergassessor. Giessen, den 10. September 1917. Die Beerdigung findet in der Stille auf dem Friedhofe zu Mainz statt. Von Beileidsbezeugungen bitten wir freund liehst absehen zu wollen. Für das Vaterland starb unser lieber Bundesbruder Rodrian Leutnant und Kompagnieführer jn einem Res.-Regt. Inhaber des E. K. II. Kl. u. der Hess. Tapferkeitsmedaille. Wir werden dieses treuen Bundesbruders stets in Ehren gedenken. Die Landsmannschaft Darmstadtia. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser braver, herzensguter Sohn und Bruder Füsilier Hermann Müller Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille im blühenden Alter von 20 Jahren am 26. August 1917 auf dem Felde der Ehre gefallen ist. In grossem Schmerze: Familie Wilhelm Hüller I. liehst allen Verwandten. Weitershain, den 9. September 1917. 6m Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Dienstag, Mittwoch Donnerstag, Freitag feiert Ellen Richter ihre Triianiphtage in Katharina Karafchkin oder ülärtyrer der hiebe TBT Sichern Sie «ich rechtzeitig Platze. 6737a foMpfefhaus • Bahnhofffra&e 34, j Verschiedene | Neu hergerichtete kleine Mansardenwohnung sofort z. verm. Alicettr. 26 , 1 . 04058 Ein Ztmmcr mit abgeschl. Borvlast zu verm. Nä'ieres Liudeugasse 18 , ll. 105646 ! Läden u. dcfl. | Schöner großer Laden, auch für Bureatt sehr geeignet, zu vermieten. 6718 Babnbofstrake 62. Möbl. Zimmer Pension Brantll Neuen Bäna 22 iBellevuetZmr. m.u.ohneL'er- psteg. f. jede Zeitdauer. Mit- >ag- u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11687 ^ Schön möbl. Wohn- und Schlafziutiner, evtl. m. Küche, zu verinieten. 6713 Scltcrswcg 61, im Laden. Eins. möbl. Zimmer sofort zu vernr. 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Wir laden auf Donnerstag den 29.§eptember, abends 8 Uhr, zu einer 9 etrfamm(tm 0 in diegroße Aula derUniversität ein. DabeiwirdHerr Sekretär Brune einen Vortrag mit Lichtbildern über Soldatenheime im Westen und Osten halten. Die Kapelle des Ersatz-Bataillons wird Mitwirken. Karten zu 1 Mk. und 0.50 Mk. sind am Eingang und im Vorverkauf zu haben. Die Galerie ist für Verwundete frei. ^ Der Ortsausschuß Gießen: Pfarrer Adolph. Frau Geheimrat Gebhardt. Professor Bisevius. Geheimrat Or, Güngerich. Geheimrat Haupt. Professor vr. Henneberg. Oberbibliothekar Dr. Heuser. Frau Professor Höhibaum. Oberstaatsanwalt Hoffmann. Obepr burgermeister Keller. Generalleutnant Klingelhöfer, Exzellenz. Oberstleutnant von Knobelsdorf. Bezirkskommandsur. Generalmajor Moyzischewitz, Lagerkommandant. Prof. D. Schian. Rektor d. Landes-Univ. Or. Schneider. Pfarrer Schwabe. Generaloberarzt Or. Siegerk, Res.Laz.-Dir. Geheimrat Or.Usinger, Provinzialdireator. Medizinalrat Or. Walger. Landgerichtsrat Wiener. 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