ür. 2\2 ' tr ü>tcfeciter A»zetsMrh>men die En^cucker gleichfalls z«MrÄche vergebliche Vorstoße. Zunsck>en La Bassöe-Kanät und Hulluch grif- fen ire zwischen 0 Uhr abends und 1 Uhr vormittags zweimal ver- gebuch rn Kompagnie,tärie an. Um Msitternacht ersollften Angriffe zweier Kompagnien südösllich Gavrelle. Englische Stoßtrupps suchten bei Vl&eiq, starke Patrouillen westlich Viscen im Artois vmb Jülich von Queant vorzugehen. Sie hatten nirgends Erfolg Jin der Gegend von ot. Quentin erfolgten nach starker Feuervorberei- tung gm Ü September um 2 Uhr und um 2\ , Uhr nwrgens bei der Aäalakow-Ferme!und ösllich von Villeret heftige feindliche Llngriffe Vor ^t. Quentin hatte der Gegner abends Gas abgeblasen, ohire daß ern Jnsanterieangriff folgte. Das Artillerie- imd Minenfener blreb aber die Nacht hindurch stark. In der Nähe der Kathedrale ver- UftEm rns ^tadtinnere schlagende Granaten mehrere Brände. Wahrend an der Aisnefront die Artlllerietätigkeft inr allgemeinen genug blieb und nur ein erfolgreiches deutsck)es Stoßtrupp- unternelMen zu meldeii ist, versuchten die Franzosen in der Cham- pagne neue dtngriffe. Um 2 Uhr rrachnlittags steigerte sich die ftan- zomche dlrtrllerietcrtigkeft zuml Trommelfeuer, teilweise mit Gas- l>eschuv. Oesrlich der Straße St. Sonplet—St. .Hilaire rvurden Bereitstellungen starker Kräfte erkamit. Kräftig einsetzeudes Vernichtungsfeuer und flankierendes Maschsiiengewehrfeiier ließen den qe- plaiiten Angriff mcht zur Eirtwicklung kommen. Nicht mehr etwa 300 Mann gelang es, Norzurbrechen, die durch sofortigen Gegenstoß wieder bmausgewwrfeii wurden. Die gesamte SteMmg blieb nliverändert in^deirtscher §xuid. - ^ ?nf dem ösllichen Maasuser bat der mit Morgengrauen eüm ^tzvde große ftanzösische Angriff trotz stärkster Feuersteigerung und ruck,ichtv losem Emsatz der Infanterie iiemienswerte Erfolge bisher erringeri verniocht. Die Franzosen versuchten es diesmal Mit stundenlanger Vergasung der deutschen Artillerie Allein als aus den Morgennebeln und denk schauerlichen Dunst der krepierenden Granaten stmd der Gaswolken die ersten Sturmtsaulen vor den zerschösse-,ren deutschen Gräben auftauchten, wurden fie mit Handgranaten 'itrib M aschinengelvehrfeuer blutig zurÄckgeworfen. dllier den im Nebel gedeckt dicht aufgeschlossenen Sturmabteilungen' gelang umter Mrtwftllmg vwi Tanks der Einbruch m die deutschen Stellungen östlich des Foffes-Waldes und der Baux-Krenz-HSbe Dm Franzosen suchten in Richtung Ornes — das nach den sagen 'emes gefangenen Offiziers, das Tagesziel des rechteri Flügels bildete — Fuß zu fassen. Ihre Anstrengmrgen waren vergeblich Der nunmehr emsetzende deutsche Gegenstoß warf sie auf bei- ganzen Front ^vreder zurück. Eiligst flüchteten ihre Sturmwelleii iiber das drul>tergela7ide wid durch die schauerlich zersckwssemai Wälder Nur auf der Baux-.Kreuz-Höbe und im Südteil des Ehaume-Waldes vermochten die Franzosen sich zu behaupten. Diese geringen Erfolge dre ch keinem^ Verhältnis zu den erlfttenen Verlusten' stehm oer- anlachen Idre ftanzösische Mihrung zu einem' iieu«i Angriffs versuch am spaten Nachmittag nordlvesllich von Bezonvaux. Mein die deut- sche »Artillerie, die die Franzosen naedergekänchfi mch vergast glaub ten, schlug mit echem Gvanathagel in die zum Angriff bereftgestell- ten TmtppenonfamMlungen och. Trümnwr fluteten nach Süden zuruck. Ein neuer französischer Angriffsversuch ist ch dein Blute dar Angreifer ersttckt. Arttllerie und Flieger teilen sich ch gleicher Weffe in che Ehre des Tages. Die Beute vor Riga. Berlin 8 Sept. (WTB. Mchtamllrchsi Immer mehr stei- gert sich che Beute des großen Erfolges von Riga. In den iveften Wäldern und Sunipfen steckeir noch russische Truppen, denen der Rückmarsch abgeschnitten wurde, dlber wemr auch die Gesangeneii« zahl, gemessen an dem strategischen Gewinn, verhältnismäßig ge- rrng bleiben ivllte. so erkaufreil die Russen dies doch nur, iudeun sie alles lwgan lwßen mid durch völlige Anflösinig der geschlaaeiier Arniee. Die öiückKugsstraßen, vor allen: che große LandstraßL, iW-ffadfcu, ist fffmbejnt überf&t ncit Urmrengen i daggiwrfgier “JPu*icm-r Fahrzeug?, Uiiitjet4nito5 unb Bagagen. Tote Jflvö*, fielt und Ausrüstungsstücke aller Art liegen massenhaft Es den Straßen und Sumpsps-cken. Tie Wälder stecken noch voll -^lnial. Berpllegungskoiormen und Züge, Depots, Magazine und Pionierparw fielen in deutsche Haich. Munition, die nicht mehr gesprengt werden konnte, blieb massenhaft zurück. Weiterhrir M«Kerler KriegSgerLt aller Art, u. a. auch zahllose Feldküchen. oft Riga wurde u. a. ein völlig erhaltener großer Pionierpark eweirtet. Auch bie GeschüKbcute ist wesentlich größer, als zuerst angenommen. Jlt Tünanründe wurdcu von emem eirrzigen Regiment 40 — größtenteils schwere — Geschütze genommen, und zwar Ztm.-, neun 10 Ztm.-, zehn 15 Ztm-, zwei 20 Ztm 21 Ztm.--, vier 30.5 Ztm.-, vier 32 Zttn.-Geschütze. ^ Riga herrscht wieder das gewohnte Leebn, nur daß die ^adl noch immer wie trunken von« Jubel über den Einzug der ^eutichen ist. In der gleichen Stimmung ist die Truppe, die vom ; yülmn- bis zum letzten Mann eiulullig bis ins Innerste von dem Gefühl der Ueberlegcnheit über die Russen erfüllt ist. Der moralische Gewinn der Eroberung von Riga ist säst noch größer als der strategische Und materielle. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 8. Sept. (MDB. Nichtamtlich.) Amt !>il>r Heeresbericht. Auf Mytiline wurde der Syaxcn und ein femb- haKi: Flugplatz von einem intferer Flu gzeuggeschwad«? erfolgreich nttt Bomben beworfen. Ans der Pascha-Insel östlich von t^hios wurde durch unsere Artillerie der Leuchtturm vernichtet. >oiiunftonr: Am 6. Sept et über bei Sonnenuirteraairg eine halbe stunde lang lebhaftes Infanteriefeuer auf dem Fllttzel am Meere. Französische Berichte vom 8. Sept.. abends: In der Champagne sind unsere Abteilungen rn einen deutschen Schützengraben östlich von der Straße Xmaire—-St. Souolet eirtgcdrungen. lmben viele Unterstände zerstört und Kriegsgerät nebst etwa 20 Gefangenen, darunter drei Oft ziere. eingebracht. Auf dem rechten ’fv.w Offiziere, eingebracht ?Utf dem rechten Maasufer haben unsere Gruppen am Vormittag die feindlichen Linien im Abschnitt des ^ssc^Waldes uttd des Ecnrriöres-Waldcs auf einer Front von 2 V? ffilomet-cr Breite angegriffen. Diese Operation ist trotz des .mbttterten Widerstandes der Deutschen vollständig geglückt. Wir Ixrbett unsere Stellung nördlich des FossesftWaldeS ettveitert, den Chawne-Wald ganz erobert und den Höheukamm, welcher den Cxruriövcs-Wald Rhearscht. gerwmrnen. Die Zahl der von uns gemachten Gefangenen üheftchreitet 500, darunter 15 Offiziere. Ans dem ltuten Niaasufer hat der Geschützkamps ziemlich lebhaft angedaueri. sollst war die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerie überall schwach. -Orientberiäst: Art der Struma Zusammenstöße von Streis- :v>v!»en. Zn der Gegettd von Dotvan und bei Karacinani, 6 Kilo- '.mner lüdllch von Ghewegli, beiderseits ziemlich luftig geführter :.antpi. Z.cn,a.-u dem Prespa-See und dem Ochrtda-Soe geht der üamps um die Telle russischer Schützengräben, llt deu-en Aß zu rasten, es dem Feittde am 5. September gelungen war, weiter. * * Die Verluste der Schotten. B e r l i n , 8 . Sept. -MTB. Mchtamllich.) Eine größere A'rrzcchl von Maurnft.afteu un-d Offizieren der 45. und 46. schottischen Brigade, die am 22. August westlich von Dollebeke von den Deut- leben gesattgen genommen wurdisn, erzählen wieder viel von deck nngetmtven Verlusten der Lotten, ^lim 31. Juli hatten sie so mast^wrdentltch hohe Verlust', 'weil sie in der üblichen Wiche am iveitesten vo'.'gedrungen Nxwen trnd die 55. englische Division ui chrer linken Seite nicht nritKam. DI>e Sänften geben überein^ 'nmmQld air, daß sie jedesmal an die heißeste Stelle der Front gesteckt würden. Dagegen Mrden sie in den englischen veeresbl^ ruhten nrckt erwähnt, so daß der Ruhm immer den England nt KtMeie. Bet solchen Zuständen ist cs selbstverständlich, daß sich die •pftmimmer ^'. schotten verschlechtern. So wehrte sich ein Offizier, '•er während einer ^lütosährt durch Rossielaere von Eingeborenen laut Äs Engländer^ begrüßt wurde, sehr lebhaU dagegen, indem- er r^s: Erlauben Sie, ich> hftt ein Schlotte! Ms die Frage, ob es chm petnbch sch, für einen Engländer gehalten zu werden, äußerte er sch, ic'hr ungünstig über diese. Die russische Heeresleitung. Berlin, 10. Sept. Dem „Lokalanz." wird aus Genf berichtet, daß laut „Petit Journal" die russische Heeresleitung an einen aus Ruski, Alexejew, Brnssibo-w urrd Di nritriew zu bild^tden Kriogsrat übergehen wevdv. Der Dom von St. Quentin. ^... derlin, 8 . Sept. (WTB. Richchanttlich.) Wie wenig im ftan- KvNchpn Sxcte die Unbillige Behaawtung der frauzösifchen Presse, dve Deutschen hatten den Dom von St .Qluantllr angesteckt, geglaubt Nnrd, zeigen die Aussagen von Gefangenen vom Jnßrnterie-Regt. bre -am L8. August bei Servais von Deutschen eingebracht wurden. Die Leute -erklärten überetttstchrnrend, daß kein Mann in chrem Regiment diese Echauergeschiäfte geglaubt hätte. Als Gegen- das Ueberzcugendste an, was es gibt, nämlich ine thversetts täglich wiederholte Beobachtung, wie die Franzosen Gratiaten m die nnglücklchk Stadt und besonders in die Gegend des Domes schleuderten. Die Kämpfe der Oefterreicher. Wien, 9. Sept. (WTB. .Nichtamtlich.) Aus dem KriegSpreisc- nuariter unrd gemeldet: '.Italierrischer .Kriegsschauplatz: Nachdem utrsere tapieren Truppen Donnerstag einen starken Angriff der großer ö^chstkeft. Ü^ck liegendes Bernchtungsfeuer HÄt die hatten, stetst der lxttzumstrittene Raum unausgesetzt unter schwerem Arttllcrie- und MiTtenwerserfeuer. Freitag nftttag steigerte es'sich zu nck, an dtcst.ch Tage keine Angriffe entwickelst konnten Erst in der M heran kommenden femdlick^en Derststrkungen so nieder, daß Nch andresem Tage feine Angriffe entwickeln komtten. Erst in der hackst ubernel der .Feind mit starken .Erästen den Nordtell imserer ^lwriele-Stellimg. Er wurde verlustreich 'zurückgeschlagen. ^üch L.amcstag :oar wieder mächtiges Artlllcrieschwerfener am r'.vnte Gabriele. Zu iInsanteriekämpsen kam es nicht. Einen) letnen Handstreick: gegen unsere Stellungen bei Kal wiesen wir leichit ab. Oesllst^er Kriegsschauplatz: Im Naume von Grozesci und Ocna ^tegt Kreml ick starkes ,Feuer auf unseren Stellungen. Sonst auf den 1 V C1 ^ laT ^ erer IwM das übliche Störungsfeuer. Einzelne rchttsche Batwulllenunternehmungm sclteiterten an der WachfaM- -ett tmferer Gruppen. Aste Fliegertätigkett des Feindes ist reckt rege Zn vielen Lun kämpfen behielten unsere Flieger die Oberhand Südöstlicher Kriegsschauplatz: Der schon seit mehreren Tagen Angriff im Raume von Korea hat Samstag begonnen. Dte Kampfe sind noch im Gänge. Die Lage in Ruhland. r®' Lage tn Rußland wird in Tranwsssck^i Presic mrt unpernmtderlrm Pcsftmismus de- W ri ' wurnal-' erklärt im Leitartikel: Die russische Regierung bat .'i7- . ute ntckt das geringste getan, die milftärisck>e Wiedergeburt durch; usuhrm und emo tvirtschastliche Katastrophe zu vermeiden. Dte leMert Ereigtnsse sind von erner traurigen Beredsamkeft. Im ! xli J?zr t tc l Armee droht ein rntmfcfjer 'iCuffbcutb. Ihre Flaute ist entblößt, da die Flotte vollstandtg detn Verbrechertum verfallen a;u steht der Wutter vor der Tür, der eine vollkommene Ein neues Minifterium Ribot. ^ av ^' ^ (^DB.) Meldung der Agerrce Hcwas. Nachdem die Präsidenten beider Kammern nach Paris zio- rückgekehrt waren, hat Ministerpräsident Ribot dem Präsidenten der Republik das Rücktrtttsgestrch des Ministeriums überrercht. Dieser hat sich mit beiden Kammerpräsidenten besprochen und sodann Ribot den Auftraa zttr Bilduna eines neuen Ministeriums angeboten, den 'dieser auch am genommen hat. .. 8.5™' 10- Sept. Nach Berichten der Pariser Presse verlies die Sitzung der parlamentarisck-en sozialistischen Gruppen, in der über die Beteiligung der Sozialisten an der neuen Regierung be-- raten wurde, sehr erregt. Mehrere Vertreter der MinderlMt sprachen Nch offen gegen die Betelligmrg aus^ Schließlich wurde eine Tages- ordmmg Renaudel, der die Politik des KMiretts Ribot scharf kri- ttsverte, angxnDmnren, in der sich die Partei bereit erklärt, mit der' '3 ier H Tt ö. an der LandesverteLngung zu arbeiten, wenn die offen ttrche Freiheit und die der Arbeiterschaft gewahrt, die Methoden der Gehermdiplomatie möglichst ausgeschaltet und die Kriegsziele der Allnerten innerl)alb der Grenzen rechtmäßiger Forderrmgen gehalten würden. Drei weitere Tagesordnungen, die gegen eine Be- terttgung waren, wurden verworsew Für morgen wird in Paris die Veröffenllickmnq einer neuen Munsterftste erwartet. Es gllt als sicher, daß das s-Malistische Ele- ment ni dem neuen Kabinett stärker als bisher vertreten sein wird. Mrt Ausnahme des Organs Clemenreaus findet die neue Kvmbi- iratton nirgends schroffen Widerstand, aber ebensowenig — wie es im „Verl. TageA." heißt — begeisterte Zustimmung. Die Amerikaner in Frankreich. Berlin, 10. Sept. Nach dem „B.D." melden schwei- zerrsche Blätter ans Paris, dnß die Amerikaner eine vier- gleisrge Eiserrbahn banen. die von Bordeaux bis an die Westfront führen soll. In Frankreich sei wegen des rück- ffchtslosen Borgehens der Amerikaner beim Zerstören der Felder und Waldungen starke Erbitterung gegen den neuem Berbündeten bemerkbar. Italienisches Lebensmittelkommisiariat. ^ Bern, 8 Sept. (WlDB. Nichtanrttich.) Die,^ribuna" meldet: Der gestrige Mrnisterrat dauerte vier Stunden. Orlando war abwesend. Es wurde besichlpsfen, das Lebensmittttbimmisfariat dem Nornffterrmn des Innern -anKuglvedcrn und die Ausführung seiner B^chlüsse den Präfekten M übertragen. Ein Ministerausschuß, be- stehend aus Durnchi, -Rairieri, «SvmWw, Dallolio, Benava und) Orlando, nnrd joweüs pi-e Ankäufe zu begutachten haben. Die Prä- tekttn sollen in Dingen des Verbrauchs durch beratet Ausschüsse unterstützt weiden. Rotterdam, 8. Sept. (WTB. Nichtmnüich.) „MaaL- zufolge wurde das rnssische Schiss „Drent" (3000 Bru^wegistertonnen) 23 Meilen vom Nordkap versentt. ^oErn, 8. Sept. (WTB. Nichtamttich.) Wie der frcrn-- zosrschen Presse bekcrn-ntgegeben wird, wnrde der Dampfer "yt?< '' r av ^ ^ Höhe von Marseille von dem Dampfer „Malgache'( aus Wolsbad (14 443 Donnen) gerammt. .Laut Parisien" kamen von der Besatzung 31 Mann und der Kommarwant nm. ^,Ncttall' hatte zahlreiche Truppen wre Bord, über deren Verlust jedoch nichts bekcrmttgegeben wird. Doch müssen die Verluste sehr erheblich gewesen sein, denn „Pettt Parffielst' vergleicht die Einzelheiten des Unglück mit dem schrecklichen Zusanrmenstoß zwischen den Damp- fern ,,Jmsnlaire" und ,^ibcrn" im Jahre 1903. Kop e nh a ge n, ß. Sept. Am der Westküste von Jüttandi rn der Nähe von Thyborön wollten gestern abend sieben Fischer aus Esbjevg von einer Mine, die an Land getrieben ^Eden war, einige M-etalttelle entfernen, als die Mirie plötzlrch explodierte. Sechs Fischer wurden sofort getötet nrid der siebente schwer verletzt. Durch die Explosion ent- stand ein Krater von zehn Meter Durchschnitt und einigen lINetern Tiefe. Sie war so heftig, daß die .Häuser in Thw bovon erschüttert wurden Die Fliegerangriffe auf das deutsche Heimatgebiet im Monat August 1917. Berlin, 8. Sept. (WTB Amtlich.) Im Monat August hat der Gegner 9 (rm Juli ebenfalls 9) Lnftangrifse auf das deutsche Heimatgebiet unternommen. Es wurden etwa 130 (rm Vormonat 650) Bornben ab geworfen. Fünf Angriffe galten dem lothringisch-luxeniburgischen Industriegebiet, vier Angriffe chfenen Städteir, und zwar wurden Frankfurt am Mam imb Freiburg i. Br. je zweimal angegriffen. Die Ergebnisse der Angriffe auf das genannte Jntmstri-egebiet waren volll.g bedeutungslos. Die geschützten Anlagen wur- noerlpinpt nicht ernstlich getroffen Während di^ An- grrffe ans das Industriegebiet keine Opfer forderten, wur- den ber den Bombenwürfen auf offene Städte vier Personen getötet und Io meist ganz leicht verletzt. Drei der an diesen Angriffen beteiligten feindlichen Flugzeuge wurden durch ^agdftreger unseres Heimatschutzes abgeschossen. Fliegerangriff auf Metz. ' 7 - Sept. (MDB Nichtamtlich.) Bei einem feind^ ttchen Fliegerangriff in der Nacht zum 6. September auf Metz wurde nur geringer Schaden angerichtel. Die Mehrzahl der Bomben siel in sieies Feld. Drei feindliche Flua- zeuge wurden abgeschossen. Lur dsm Reiche. Friedensbewegung in Amerika. r~^£ e < vlin ' i°- Sept. Wie laut ^Borwätts'' ans Nenyork über Stockholm gemeldet wird, ist die Friedensbewegung in Amerika in unmtthörnchem Wachsen begriffen. Die Mitgliederzahl der sc^ia- lffnschen Part« stieg sell der Kriegserklärung von 100 000 aus 400000 Ern neugegründeter Friedensbund zählt bereits zwei Dttllionen Die Wilfonnote. Zürich, 10. Sept. (L--A.) Der gutinfo-rmierte Low- doner Korrespondent der „Neuen Zürcher Ztg." erklärt, verantwortliche Kreise seien der Ansicht, die positivem Seite der Antwortnote Wilsons könnte die Grundlage von Erörterungen bilden. Er glaubt, die Antwort der Alliierten auf die päpslliche Note werde anläßlich der .Konferenz zur Revision der rm Januar verlautbarten Kriegs ziele in London öder Paris erfolgen. Der Thronfolgeftreit in Abessinien. Bern, 8. Sept. (WTB. NichmmÜrchb Der „TempS'' meldet ans Tnbulll: Amttich »vnd bestätigt, daß Lidj Iafchu getötet und ferne truppen vvMmrmen geseblagen worden seien. Die 3cacb- rrcht wurde am 5. September in Addis Abeba bekannt gegeben Tie Dcttglieder des dipbomatrsche-i Korps bogLücboünschirü die Kaiserin und dm Premiaimürister. * * ist gegen den Monte S^n Gabriele blutig abgewiefen ; :.V* ( r ncuf ^Mfngel an der Ospnoitt macht sich an her Westfront nbivar. -in stufstand aber hat die lange Reihe von Enttäuschungen ^ cxvt^vkrfassmis grschasft-n, im ,n>m sich lcickl :,ors«llm Cn. „^;ertr l'arffien sagt, Redensarten genügten nicht: in Rußland muUc rnfihatt an bie (Gesundung der Verhältnisse gegangen m ‘Wtonb beunruhigt (fitt russischer BeruhigungSverfuch. . Kopenhagen, 8^ Sept. 'WTB. ' Ein Petersburger Tele- E !1 Reguüungsvvm-misfar bei dem Nordheere russischen Truppen trotz der schweren ^ -Nittes seren und nur^ darum zurückgingen, well ihre lrttllew von der deutschen voll ständig zum Schweigen ge- u»rr. Es sind Maßpegeln getroffen i den Drrnh- bniu> oh Du) Dte Front zri lokal iftercn und Stellungen auf einer neueri Nchnen Lrme emzunehmen, die sich wahrscheinlich von ,yrreoriä,ladt nach c-rncm Punkte am Rigaischen Meerbusen zwi- ,chen Riga und Wenden erßwecken werden. Die Ereignisse bei Rwa kamen dein ruffischen Oberkommando nicht überraschend Daher -var«, vorher alle Borberellungen für die Räumung des Riga-ö^ebr.'ts getroffen. ^ ^ HE aus wird eine von BerlmgÄke Tidende^ loicder- gee.e^ene l verbreitet, daß Riga nur nach ein Trümmer- hearen )ei Bor der Räunmng der ^tadr ließ der 'Befehlshaber ff A 2 ^m w f ^ General Parsky, die richtigsten Stadtteiü in i kecken und du Hasenanlogen durch Dpnonttt imbrauchbar Czernin in Wien. Wien, 8. Sept. (WTB) Der Minister des Aenßern Graf Czernin ist wieder in Wien eirrgetvoffen. Wien, 8. Sept. (WTB) Me die „Deutschen Nachr." erfahren, wird der Präsident des Abqewrdwettmhanses die erste Sitzung airf den 25. September einberufen. Gras Bernftorff in äkonstantinopet. Konstantinopel, 7. Sept. (WTB) Der deutsche Botschafter Graf Bernstorff ist hier eingetroffen. , 5 eekrleg. Neue U-Boot-Ersolgc. Berlin, 9. Sept. (WTB Amtlich.) Eines unserer U- Boote, Kornmandant .Kapitänleutmrnt Meusel, hat 19 Schiffe mit 53 500 Bruttoregistertzonwen, darunter 6 bewaffnte Dampfer nnd 3 bewaffnete Segelschiffe, versenkt, llnter der versenkten iLadurrtz besariöen sich 18650 Tmrnep Kohle, 15 000 Dmrnen Lebensmittel, 11890 Donnen Eisenerz, 2500 Donnen Wetzen, 2500 Donnen Stückgüter, 2760 Tonnen Farbhvlz Pour le merite. ^K r i in ' 8 ‘ Sept. (WTB.) Der „Reichsanz." meldet dre ^-erleihrrng des Ordens Pour le merite an die Generalmajore von Borries nnd Meckel, an Mchor Fvecherrn von Hade und an Fregnttenkapttän Peter Straffer. Der Sonderausschuß beim Reichskanzler. Berlin, 8. Sept. (Priv.-TM Die „B. Z. am Mittag" er- salwt: Der Sonderausschuß beim Reichskanzler ist für den kommenden Montag, nachmittags 4 llhr einberufen. Es ist anzunehmen, daß rn dieser Sitzung der Entwurf für die Antwort auf die Friedens- Note des Papstes fertigigestelL wird. Berlin, 10. Sept. DaS B D. berichtet aus Münchech daß der baherische Landtag nunmehr offiziell durch, königliche Verordnung auf Frettag, den 28. September, etw- berufen worden ist. Harbnrg a. E., 9. Sept. (WTB. Nichtamtlich.^ Hßer fand heute mtttag unter Beteiligung von vielen Tausenden- eine Kundgebung der Bürgersck>aft gegen die Anmaßungen des Präsidenten Wilson in seither Antwort auf die Note deS Papstes statt. An den Kaiser wurde ein Telegramm gesandt, in deut der Versuch Wilsons, ans die itrneren und äußeren polittschen Verhältnisse des Deutschen Reiches zersetzend^ einzuwirken, mit Entrüstung znrückgewiesen wird. 4luch an den Reichskanzler und an Generalfell>marschckll von Hircken- lHirg wurden Telegramme gesandt. Aus Stabt und Land. Dießen, 10. Sevtember 1S17. 208 Donnen Farbholzexttakt, 1400 Tonnen Schwefel, 3000 Donnen Stacheldraht, 13 Lokomotiven ' ' ’ “ " - ' —..und bie Paketpost für das kanadffche .vauptguartrer in Frankreich. 6 Geschütze wurden erbeutet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 10. Sept (MTB Anttlich.) Mure U-Boots- Ersolae rm Atlantischen Ozean, Aermelkanal und in der Nordsee: 7 Dampfer trnd 2 Segler, darunter das ena- lrsche Htlfsschiff „Berganvott (wahrscheinlich lb-Boot-Falle), errt belvaffneter englffcher Dampfer sowie 4 Dampfer, die sämtlich aus Geleitzügen herausgeschoffen wurden, davon zwer dtrrch DoppelsckMß aus ein nnd demselben Geleittng. -Der Chef des Admiralstabes der Marine. Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Für die Ausgabe des im Momtt? September zur Vettellnng kommeiüen Zuckers find eine Anzahl' Pesttmncungerr erlassen worden, die im Anzeigenteil der heutigen Nummer einzuschen sind. **Obftverkauß Leute inrittag und meep kommen bei brr ObstvetteillmgssteOe, Brnndplatz 3, Aepfel, Zwetschen, Pfirsiche «Nd Trauben zum Verkauf. ** Verkehr mit Petroleum. Auf Grrrnd der Bekannd- macirnng Großh. Ministerunns des Innern vom 27. Oktober 1915, der Bekanntmachung vom 21. Oktober 1915, R.-G.-Bl S 683, itber eine Blenderung der Verordnung vom 8. Juli 1915 (R.-Ä- M. S. 420), die Höchstpreise für Petroleum und die Verteilung der Pettoleumbestätidc, sind sür den Bezirk der Stadt Gießen, die im Anzeigenteil der heutigen Nummer oeröfferttlichten Anordnungen erlassen worden. Petroleum sür gewerbliche Zwecke wird durch die Berordmmg nicht betroffen. ** Kvhlen-Versorgnng. Um Stockungen in ber Lieferung der Hausbranökohlen zu verineilden, hat der Reickskomnrff- sar für die Kohlen Verteilung zugelassen, daß bis . zum 15. d. MS. von der Durchführung der Bestimmung unter tz 4II der Bekannt- machmr^ (Kreisblatt Nr. 151 vom 31. August 1917) abgesehen wird. (Äehe Anzeigentell. * * Auszeichnung. Dem Regierungsbamneister ^Rudolf Pfuff, Vorstand eines Mllitär-Neübauamtes, wurde das Eiserne Kreuz am weih-schwarzen Bande verliehen. M. Dreijä hrig-Freiwillige werben can 15. November und zu späteren Ternftnen bei der 2. Llbteilung der zweiten Werft-Division^ in Wilhelmshaven eingestellt. Es kommen dabei hauptsächlich Schlosser'. Masästnenbauer, Dreher, Schmiede, ^Kupferschmiede, Kesselschmiede, Elektriker, Mechaniker, Irtstallateuer und Handtvmker !ähnlich,er Bterrcfe -der MetÄlindnstrie in .Frage, die mindestens 17 Jahre alt sind Melldurrgen sind unter Beifügung eines selbstgesäMbenei, Lebe islru cs an die 2 Abteilung d r zweiten Werft-Division in. WilhÄmshaven zu richterr. ** Ersatzsohlen. Die in einer Tageszeitung bei- Fachpresse iviederholl erschienene '.Icachrtcht, daß die HersbMmg und der Vertrieb von Ersatzsvhlcn, bte nicht aus Leder in einem Stück bestehen, ftei sei, ist wMitreffiend. Die Herstellung nnd der Vertrieb von solchen ^öfjffcn bedarf iuxd> wie vor der Zustimmung der Erfatzsahilen^Gvsellschaft in Berlin ans Grund der Bnndesrrtts- Verordnungen vom 4. Januar 1917 nnd vom 1. August 1917 (Reichs-Gesetzbl. SS. 10 Und 679)., ** Licht spiet haus , Balmhvfftral-c 3 4. ^Nvrgen ftndeL dir UvauffÜhrung dos Mesew-FllmwerL ^Katharina Karafchki»^ ober ffMjärtyrer der Mbe" statt. Maheoes siehe MMisentLÜ. # * ©röftte Sorgfalt in der Aufschrift und Verpackung der P ostpaket e wird von neuem dringend einrwdlen, um Absender und Enftffänger vor Schaden zu bewahr«:. Unbedingt erforderlich ist, den BesdinrnMivgsvri der Päkete sorgfältig und deutlich mft .hervv-rtretenden 'Schriftzeichen niederM- fdnaiben und zu unterstreichen. Es entpfvehtt siäi ftrner, daß die Aviender in deii PakeLMlsschriften nicht )rur die anrtfiche Bezeichnung der' Postorte angeben, sondern — abgesehen von den Orten mit dem Sitz eurer Olrcr-Postpftäktänr und sonsftg«: allgentein belcrunten gvoßen Städten — auch Kusätzliche Bezeichnungen l'O ber-Postdirektivnsbezirk oder Kreis, Provinz, Bundesstaat, Fluß, Gebirge oder dgl.) hin- Mfügen. inn den jetzt im Verteilungsdienst besä-üftigten wenig geübten Hilfskräften die richtige Leitung zu erleichtern. Viel zu klagen ist über die ungenügende ^Verpackung der Paket e. Im eigenen Porteil der Postsbenutzer liegt es, die Pakete unter Verwendmrg guter und ausreichender Zutaten entsprechend der BrfförderuugSstrecke. dem Umfange der Seud-mrg und der Be- schafsenheit des Anhalts recht haltbar und sirl>ernd zu fertigen. Tabei muß stets ein Doppel der Aufschrift oben auf den Jtchalt des Patets gelegt Werden, damit dieses auch dann dem Empfänger zuge- fschrt werden bann, wenn die Aufschrift abgefallen j.st. Kreis Büdingen. # Echzell, 10. Sept. Dem WehrmwmOtto Sargk wurde da -. Eiserne Kreuz 2t. Klasse verlieben. 4k- Leidhecken, 10. Sept. Das Eisern« Kreuz erhielt dev Umewffizftr,Ä!Mf Mheinfurl hZSohn dos« Pfarrers Rheinfurth. Kreis Alsfeld. --- A lsfeld, 10. Sept Amtlichen Nachrichten des .Kreisamtes zufolge nvaden im Kreise bereits wieder erhebliche Ge- treidevorräte beiseite geschafft und sollten der öffentlichen Bewirt- schaftung entzogen wrtt>en. Die von den Gendarmen aufgefundcnem heimlichen Vorräte wurden beschlagnahmt. — Ferner stellte das Amt fest, daß Landwirte Getreide auf ihre Kornböden gebracht haben, das amtlich noch nicht verwvgen war. Kreis Friedberg. sc. Friedberg, 10. Sept. In der hier abgehaltenen di.es- lährigen HouMersammbung der hieftgen Psennigfparbasse wurde berichtet, daß der Dparmarckenverkauf in dem abgelaufenen Ge- schäslnahre, trotz der .Kriegszeit, einen günstig«: Verlauf genommen hat. Es wurden 10176 Sparmarten gegen 6092 Stück int Vorjahre verkauft. 2ln Melle des verzogen«: Bürgermeisters Stahl wurde Kreisdrvcküvr Freiherr von Schenck in das Kuratorrimt gewählt. bz. Butzbach, 10. Sept. Die in Butzbach und Umgegend wohnenden Mitglieder des Alldeutschen Verbandes Hab«: sich zu eine: Ortsgruppe vereinigt. # Dorheim, 10. Sept. Das Eiserne Kreuz 2. .Klasse erhielt der Musketier Wilhelm Schutt. Die hessische Tapferkeftsniedaill'e ist bereits in seinem Besitz. Hessen-Nassau. = Ba den ha äsen., 10. Sept. Der Köln—Würzburger 0 - Z u.g 1 5 4 ist Samstag vormittag 8.40 Uhr infolge eines Rad- bruclies der Maschine bei der Signalbrücke der Station Mainaschaff entgleist. Menschenleben kamen nicht zu Schcchen. Der Sach- schcü«t ist tricht erheblich. Abends waren die AusräuUttmgsarbeften beendet, so daß der volle Betrieb auf der Strecke nsteder aufge- nontmen werden konnte. X Bad-Orb, 10. Sept. In der Stadtverordnetensitzuug wurde beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, das Erforderliche für den größeren Abschuß von Rotwild zu veranlassen. Der Wildschaden ist ein ganz bedeutender. = Frankfurt a. M., 10. Sept. Admiral S che er stattete aut Freitag unserer Stadt einer: Besuch ob. t =* Frankfurt a. M., 10. Sept. Die Polizei ist einer anscheinend weitverzweigt«: Fahrkartensälscher-^^dllfchaft aus die Spur gekommen, die mft teilweiser Hilft von Bahnsteigschaffnern größerer Städte Durchstecherei«: und Betrügereien vornahm. Hierin Frankfurt wurde ein Bah Uhofsbe diensteter, der mit Hamburg .arbeitete". festgesteHt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. , X Hanau, 10. Sept. Im Landkreise Hanau sind noch zwei Geineinden, Marköbel und Eichen, in der glücklichen Lage, von der Erhebung von Gemeindesteuern abfthen zu kö:men. vermischte». * Ein merkwürdiges Ersatzmittel. In den zahlreichen ^Läden eines mitteldeutschen Butterfilial-Bet«ebes ist seit etwa Mitte Juni d. Id. ein neues „Ersatzmitttl" aufgetaucht, dessen Pharttasie-^came („MarAe") hier nichts .zur Sache tut. ^ltach d«: Anpreisungen in den Schaufenstern harchelt es sich um einen Ersatz für Quark, auch „Matz" genannt. Trotzdem das „Präparat' sauber unter den bekannten Küise-> Butter- oder Matz- Gliocken dargeboten, in seiner jungfräulichen Weise recht appetftlch wirkte, war anfangs die Zahl der Käufer nicht gerade gvoß; mancher mochte sich durch den hohen Preis von 2 ^arf für das Pfund für ein«: m Frich-.«:s!zeften so niedrig eingeschätzt!«: ArtiLL wie Quark abschreck«: lass«:, martch anderer brachte vielleicht seiner Güte ein, nach den Erfahrungen, die er mit anderen Erjatz-Mosftn gemacht .hatte, berechtigtes starkes Mißtrauen «ttgegen. ^liun. der Gewährsmann des Kriegsausschusses für KorrsumeNteninteressen. kann jeden ungläubigen Qualitäts-Thomas beruhigeni dieser ,,Ersatz" ist vorzüglich! Er ist nämlich ganz einfach richtiggehender Quark nü>er Matz und kann also seine Rolle als „Ersatz" leicht spielen! Entweder handelt es sich um einen Mrslfttdischen oder inlä irdischen Tvocken-Käsestoff (Quark ist bekanntlich der aus der ungekochten Milch durch Natürliche Säuerung ausgeschiedene, durch Abseihen von den Molken befrefte frische Käsestvff Casein der Milch), der durch Wiederanrühr«: mit Waffer oder etwas Mager- nrilch seine natürliche dickbreiige Beschaffenheft wiedergew?nnenl hat, oder er fft frische unveränderte Quark-Kvnttebande, die statt zu etwa 50 Pf. das Ptzurtd (so dürfte der Tageskleinhandelspreis für Quark, spweft solcher noch «HälÄich ist, sein» unter einem hochtönenden '-Lernten zum rund Vierfachen des Preises an den Mann -oder richtiger an die Frau gebracht wird! Tie hierbei entwickelte kaufmännische Findigkeit ist. so originell - bisher hat man noch keine Ware als „Ersatz" für sich selbst „herausgebracht"! — daß m t ♦ V Erstklassige Künstler-Kapelle Morgen Uraufführung ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦ fcicMpielhaus • Bahnhofftr. 34 . # ♦ ♦ ♦ ¥ ♦ ❖ ♦ 4 > ♦ des seit Wochen mit fieberhafter Spannung erwarteten Riesen-Filmwerks Katharina Karaschkin oder Märtyrer der Liebe zmzzz In der Hauptrolle: Ellen Richter. 1 ~:r:~z Katharina Karaschkin ist das grö&te Filmkunstwerk, was je eine Lichtbühne in Gießen gezeigt hat. Katharina Karaschkin ist so gewaltig, daß man es unbedingt sehen muß, wenn man nicht Großes versÄumen will. Katharina Faraschkiu ist die größte Sensation der kommenden Saison und bietet inbezug auf Spiel, Wissenschaft, Xrimin alistik und Tanzkunst dasHervor- ragendste, was je die Kinematographie geboten. Kathartea Karaschkin stellt die Filmkunst vor ganz neue Probleme und sie löst sie in einer Weise, die allen Kinogegnern auf das nachdrücklichste beweist, daß die unbeschränkte Möglichkeit des Films in künstlerisch einwandfreier Weise gestaltet werden kann. Katharina Karaachkln wird von der bildschönen, temperamentvollen Ellen Richter, die sich im Nu die Herzen aller Gießener erobert hat, dargestellt. Ellen Richter in der Rolle als Katharina Karaschkin ist eine Offenbarung. Sie schenkt uns eine monumentale, E -oße, durch und durch künstlerische eistung. Katharina Karaschkin übertrifft bei weitem Sibirien. 6693a Wegen des zu erwartenden großen Andrangs in den Abendvorstellungen bitten wir Dach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. Telephonische Vorbestellungen können nur auf Logen berücksichtigt werden. 6703 Obstversteigerung. Donnerstag, den 13. ds. Mts., vormittags 9 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde Münster, bestehend in Aepfeln, Birnen und etwas Zwetschen, versteigert werden. Die Versteigerung findet unter den bestehenden Bedingungen statt. Zusammenkunft und Anfang am Brückenberg. Münster, den 9. September 1917. Großh. Bürgermeisterei Münster. G o n t r u m . Obstversteigerung. Mittwoch, den 12. September lfd. Js., von vormittags S Uhr an soll das Obst der Gemeinde Annerod, bestehend in großen Quantitäten Aepfeln,Birner und etwasZwetschenwersteigert werden. Zusammenkunft bei der Kirche. Annerod, den 8. September 1917. Großh. Bürgermeisterei Annerod. tzorn. 6707 Kaufe jedes Quantum Buchen-, Eichen-, Zliefern-, Scheit- und Knüppelholz. Angebote mit Preis- angabe per Zentner erbittet frei Waggon 6?i5 Ed. Jul. WleKä»ad matt pro Pfund zahle ich für ansgekämmte Frauenhaare. Sisskind, Oki'M Neuenwcc 2 v. Wir suchen zum sofortigen Eintritt. 6584 Meldung bei Schweikajrd A FUckinger, Tiefbangeschllft, Zweibrttcken, Pfalz für Gießerei und Strohseilspinnerei gesucht. Meldungen beim Portier der Sophienhütte in Wetzlar. 66?iv Buderusffche Eisenwerke Wetzlar. Stenotypistin nevfeft in Stenographie und Schreibmaschine, sofort ge- sllchl «Mittelstadt Rheinlands.) Ausführliche Angebote mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erberen unter 6626 an den Gießener Anzeiger. Wir suchen zum sofortigen Eintritt ■ h , JUipS B! weiches auch tn der Stenographie und Schreibmaschine bewandert ist. 67021) Mitteldt«Äe Eerberci unit Sicienfatirif A. 8. Wetzlar. Sotoi-t gesucht Heddernheimer Kupferwerk und Süddeutsche Kabelwerke, A.-G. 6698h v Heddernheim. Mehrere Arbeiterinnen an Drehbänke und Bohrmaschinen sowie , 2 jugendliche Hilfsarbeiter für unsere Akunitionsabteilung sofort gesucht. tl.skar «L JuEiuis (Jatmanu, « m. b. H. Frankfurter Straße 114 . 6701 MasehiiieDsetireiben Stenogpaphie BuchfiitiruDg uDd alle Hands'sfSEtier Honarar für Einzelfächer Mk. 10 — für Kurse nach bes. Vereinbarung. Franz Vogts Co, Men Goethestraße 32. Tel. 2064. 6184 ig. Deute FranentereiB Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle für zrauenberuse. Frauen u. Mädchen er- halten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus» Marktplatz 14 Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. ßolß. Brosche <2Ringet, And., verloren. (Äegen Belohnung abzugeben Bleichstr. 17, p. In der Nacht z. 8./9. ein vm- hAngtaeh, KamlvlvlQ»», »«1 keitsche gekvmlva.Abzubolen Wsvh- n. SchlieB-InstituL la' IiasriBiann’s Backpulver von höchster Triebkraft 5000 lach de- «tens bewährt fchsüislaflen-* Z Shamseinent! Orölsl. Vorteil f-Sprechmaschmeo- besitzer! Unbegrenzte Abwechslg. Fortwälir.Umtausch. Prosp.gratlß. Karl Borbs, Berlin 54 Heao Känlgstr 21 ¥ von 1861 n. Damenverein QabeUberf«*. Vereinsabend | Dienstag, 11. September, abends 9 ttbr, im „Postkeller ,k . PertbUdga.-Snraas 8—9 Uhr. wwm Todes-Aozeige. Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber, guter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinr. Wilhelm Samm im Alter von 65 Jahren. In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: Frau Kalk. Samm geb. Hofmann Heinrich Samm, z. Z. im Felde und Familie Familie Verthold Kleber, Frankfurt am Main Familie Balthasar Buchleck, Großen-Buseck Jean Meurer, z. Z. Felde und Familie nebst allen Angehörigen. Giessen (Wolfstr. 20), den 9. September 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. September, nachm. 2*/ 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 670f * Gestern abend verschied sanft und unerwartet unsere heissgeliebte, herzensgute, treusorgende Mutter und Grossmutter Frau Margarete Günther geb. Klinkei. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Kirchstrasse 16), den 9. September 1917. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 6712 O Vaterland, du forderst viel Im Kampf ist er gefallen fürs irdische Vaterland. /u End ist nun sein Wallen. Gott nahm ihn an der Hand, Sein Engel trug den Müden zur ewigen Seligkeit. Nun hat er Ruh und Frieden nach allein Kampf und Leid. Und wie von Helden singen Die Lieder alt und neu: So wird sein Name erklingen Im Ehrenbuch der Treu, Gott hat ihm Leben geben Der Tod war sein Gewinn, Dieweil er gab sein Leben Für seine Brüder hin. Man hat in fremde Erde Sein letztes Bett gemacht. Dort liegt er ohn Beschwerden. Ein Kreuz hält stille Wacht-. Das spricht: Vom Kampfgebrause Ruht hier ein Krieger aus. Er kam nicht mehr nach Hause, Und doch ist er zu Haus. Ruhe sanft du edler Güter, Du teurer Gatte, lieber Vater Sohn und Bruder. Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht stehn Hin zum Himmel wollen wir blicken, Dort, dort gibts ein Wiedersehn. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, treuer, unvergeßlicher Gatte, der treusorgende Vater seiner drei unmündigen Kindlein, mein braver, liebevoller, stets ruhiger und fleißiger Sohn, unser einzig lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, lieber Pate und Onkel landstmni Heinrich Krag in der 4. Kompagnie eines Res.-Regt., Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, in der Morgenröte des 15. August bei einem Gefecht durch Kopfschuß, nach 26 monatiger treuer Pflichterfüllung sein Leben im blühenden Mannesalter von 36Jahren lassen mußte. In größtem Schmerz: Anna Krug, Gattin, und drei kleine Kinder Katharina Krug, Mutter Familie Johannes Krug Georg Körbächer, Fcldw.-Leutnant, z. Zt. im Felde, und Frau und alle Angehörige. Hattenrod, Odenhausen, den 7. September 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Verschiedene | Kleine Wohnung zu verm. orsoo Leiligestcrner Weg 24 ' f JS/Löhl. Zimmer ] Poasioa Brandt Btanea Bäp.o 22 Zim. m.u.ohneVer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mittag- ii. Abendlisch. Elektrisch 2ich,, Bad. Tel. 1085. [16S7 Schön ntöbl. Wohn und Schlafzimmer, evtl. m. Küche zu vermieten. 6713 Selterstvea 61, im Laden. l m tu e t hübsch möbliert, mit Gas od. elektr. Licht u. Schreibtisch, in ruhiger, sonniger Lage, wird von besserem älteren -Herrn ab 10. September zu mieten gesucht. Mitlagslisch errvllnscht, aber nicht Bedingung. Angeb. unter 6602 an den Gieüener Anzeiger. Schön niöbl. Zimmer mit 2 Betten für 1. Oktober gesucht. Angeb. m. Preisung, unter 6629 a. d. Gics;. Anz. . .ikaslen zu verkaufen. 05634 Robert Haaß Nächst Nähmaschine zu verkf. Wo'? sagt die Ge schaftsstelle d. Gien. Anz. ü58W Gut erhall. Herd zu verk. 05630 Hammstranc I. Sctairotmiiilhle gut erhalten, zu verkaufen. Konrad Dieb! 1.. Zimmermeister, Nuvverburg bei Laubach. 05585 2 Attitzeliilsell z. sofortigen Eintritt gesucht. Großh. Stliatsanwaltsch ist Gießen. 6690 d Zwei Wärter davon ein gelernter Gärtner, gesucht. 6456 i*rov.- SlechenanMtaU. Schlosser Dreher u. Fräser gesucht. EÜötl Alicestraße 25. 6533 UMelmHer gesucht. 6653 V. Fiesser, Kaiser-Allee 23 Gesucht zur Bedienung der Nagel- maschine ein ^660 Nagler. Georg Philipp Gail ZigamchlMir. Diener gesucht. Gesucht für die Dauer der Kriegszeit eil! veeheieateter MaM für Bedienung und Heizung int UniverütätSgebäude und iin physikalischen Institut. Wohnung rin Institut. Meldungen vormittags 11 bis 1 Uhr auf dem Sekretariat der Universität, Bismarck straße 22. 6689 KneBeMtzter zu leicht. Hilfe ges. Schriftst Augeb. unter 6686 an den Gießener Anzeiger. Trolkener Lagerrnnm ebener Erde, in der Nähe des Geschäftes zu mieten gesucht ab 1. 10. 6714 I. Weinort, Neuenweg 9. RliWserk (State) einspännig gefahren, z. verk. 6087 Zlinzenbacher Mühle. Evang. Kircheugesaugverein. Die Proben für die kircheumusikalische Feier am Neformationsfest beginnen nni Dienstag, den 11. September, abends 8 Uhr pünktlich im AohanneSsaal. Dazu werden auch die Damen und Herren, die sich bereit erklärt haben, den Kirchenchor zu unterstützen, freundlichst eingeladen. 6,;u D Für den Vorstand: Prof. Dr. Weimar. Landwirte ober wer sonst noch arbeitsfähige, gute Pferve braucht, wird ersucht, sogleich nach (5barlottenbnrg. Statt Rr. 10, zu kommen, daselbsr alle Nassen militärsreier Pferde auü verschiedenen Armeekorps abzugeben. Schristl. Anfragen zwecklos, allcö z. Versand erfordert. iuivb v. hier besorgt. Preise fest ohne Handel: Tarpreisc ä St. leichte ca. 2000, schw. ca. 2500 bis ca 3000 M., ganz schw. Belgier, Dänen. Franzosen co. 3500 bis ca. IHM M. Mitteljähr. u. luuge Pferde. Der Stall beündGt sieh direkt nalcr ü. Bahnhol. Zooloaluch. Garten, verläac. Jaachlmtluler&tr. flOfloahU. d. HaaptelaflaAfl s. Zoolao. Qartoa. Alls Den KesllMM lmmt es an! wenn man einen Ersatz für ausländischen 6135 sucht, und auf die Wirkung nicht minder. 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Nur junge Damen m. guten Zeugn. wollen sich melden. Rieh. ILoewenthal &Co. 058:7 Babnhofstraste l. Kräftiges, nicht zu junges Dienstmädchen zum 1. Okt. gesucht. Vorzust. von2—3 u. abdS. von7—9Uhr 6634 Gartenstraste 50. Zum 1. Oktober suche ich ein erfahrenes Zweit- mädchen. ?r»aBsrgm;Lessor Rr. Wem »wer, Gießener BraunsteiN'Bergwerk. 05587 TüchtigeSMädchcn tagsüber oeülcht SelterSweg 5. n561 , Ihre heute vollzogene Trauung zeigen an: Richard Hanewald und Frau Klara geb. Sträter. i Magdeburg, den 6. September 1917. 6709 Xu kaufen gesucht: Buchen A Stämme schlanke, glatte Ware 20 cm auswärts Durchmesser 3 cm auswärts lang, ferner Buchennutrrollen 18 cm auswärts Durchmesser, Buchcnscheitbolz, Fichen in allen Stärken geschnitten, frisch und trocken. Eichew rollen 15 cm aufwärts Durchmesser, Eichenscheitbolz. Prima kanad. Pappeln 30 cm aufwärts in, Durchmesser, ohne Wurm. Angebote an: Hl. & II. WnenthofT, Holzgroßhand- lnng, PUwgeltlorf, BiSmarckstraße 44/46. Obstversteigerung. Donnerstag, den 13. ds.Mts., vormittags 9 Uhr beginnend, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, ver- steigert werden. Der Anfang ist an der Kreisstraße Beuern — Großen-Buseck. Beuern, den 9. September 1917. Großh. Bürgermeisterei Beuern Otto, Beigeordneter. 6711 Zurker-Ausgabe. Für die Ausgabe des im Atonal September zur Der-, teilung kommenden Zuckers tmrb folgendes bestimmt: 1. In der Zeit vom 12. bis 15. September 1917 sind die Z u ck e r m a r 1 e n Rr. 3 3 in einem Kleinhandelsgeschäft der Stadt Gießen gegen Aushändigung eirres mit der Aufschrift „Zucker" versehenen Be- stell-Answeises, aus dem die Firma des Geschäfts und die Zahl der abgelieserten Zuckermarken an zu geben sind, abzuliefern. Wer bis zum 15. September die Zucker marke Nr. 33 nicht abgegeben l>at, verliert den Anspruch auf Zucker. Die Bestell-Ausweise können auf dem Stadt. Lebeusmittelamt gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. 2. Die Kleinhandels geschäfte haben die ONarken auf Bogen auszukleben und mit einer Ausstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Marken bis längstens 17. September 1917 dem Stadt. Lebensmittel- amt zur Prüfung einzureichen. Auf Grund der ein^ aereicksteu Zuckermaicken erhalten die Kleinhandels g e schäfte Bezugsscheine zum Bezug des Zuckers von einem (Äwß- Händler der Stadt Gießen. Die Klein Handelsgeschäfte, die bis zum 17. September 1917 die Marken nicht abliesern, lyaben den Ausschluß vom Zuckerverkaus zu gewärtigen. 3. Die Menge an Zucker, die auf die Marke entfällt, sowie der Beginn der Ausgabe werden noch bekannt gegeben. 4. Nachstehende Geschäfte sind vom Zuckerverkauf bis auf weiteres ausgeschlossen, und es können von denselbär keine Zuckermarken angenommen werden: 1. Karl Gessert, Krofdorfer Straße 11, 2. Jvhs. Häuser, Ludwigstvaße 3v, 3. Marie Klein, Molfstraße 7, 4. Emil Karn, Schulstraße 10. 5. I. M. Schulhof, Morktstraße < 6. Karl Schwaab, Seltersweg 23, 7. August Wallenfels, Marktplatz 17, Gießen, den 8. September 1917. 66946 _Der Oberbürgermeister (Lebensmittelwnt). Kohlen Versorgung. Um Stockungen in der Lieferung der Hausbrandkohlen zu vermeiden, hat der Reicks komm issar für die Kohlenverteilung zugelassen, daß bis zum 15. d. Mts. von der Durchführung der Bestimmung unter §411 der Bekannt- inaäWNg (Kreisblatt i>ir. 151 vom 31. August 1917) abgesehen wird. Hiernach dürfen bis zu deni genannten Tage Bestellrmgeu für .Hausbrand, Landwirtschaft und Kleingewerbe auch dann ausgesiihrt tverden, wenn ein von der Ortskohlenstelle der Stadt Gießen abgestempel- ter Bestellschein nicht vorgelegt wird. Vom 16. b. Mts. ab dürfen aber Hausbrandlreferunp, gen mrr auf gestempelte Bestellscheine erfolgen. Gießen, den 8. September 1917. 6695R Der Oberbürgermeister. I. V.: Grünewald. Mit, Arbeilerin^S schneideret gesucht. Frau Laaeker. Damenschneidermeisterin, Sellerstveg 38, II. Tücht. Hnusinädchen am liebsten vom Lande, für dauernd gesucht. Gest. Offerte an Frau OTnrie Kolter, Modewarengeschäft, 6705 Bad Nauheim. <<5,,, Är Birnen au verkaufen in 05633 Hoachalheiiü, Friedrictzstr^lL Militörsreitr taunnatin 28 Jahre all, mit der dopv. u. eins. Buchführung, Lohn, Akkord- und Krankenkassen- mefen bestens vertraut, wünscht sich zum I.Nov., evil. ftüber, in nur dauernde Stellung zu verändern. An- ^ebote u. 6710 a. d. Gieß. Auz. Anordnung über den Verkehr mit Petroleum. Auf Gruud der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 27. Oktober 1915, der Bekannte machmrg vom 21. Oktober 1915, R.-G.-Bl. S. 683. über eine Aeudermrg der Verordnung vom 8. Juli 1915 (R.-G.-Bl. S. 420), die Höchstpreise für Petroleum und die Verteilung dar Petroleumbestände betreffend, nnrd irr den Bezirk der Stadt Gießen folgerrdes airgeordnet-. § 1. Die Verteilmrg von Petroleum erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren Mengen auf Grund von Petroleum-Marken. § 2. Bezugsberechtigt sind a) Haushaltungen, denen keinerlei Ersatzbeleuchtung zur Vcrftignng steht, b) Hausl>altungen, die zur Beleuchtung von Treppen, Kellern, Ladenräumen usw. zeitweise Petroleum benötigen, c) Einzelpersonen (Zimmermieter), insoweit eine Be- leuchitung ihrer Wohnräume imbedingt notwendig ist. § 3. Die liebertragung von Petroleum-Marken auf andere Personen ist verboten. 84. Die Abgabe von Petroleum int Kleinhandel ist nur bei gleichzeitiger Empfangnahme von Petroleum- Marken in der aus denselben mrfgedruckteu Menge zulässig. 85. Jeder Kleinhändler ist verpflichtet, Petrolennr gegen Bezahlung gemäß den Bestimmungen dieser An-- ordnurrg an sederniann abzugeben. Die Kleinhändler l>aben die in Empfang genommenen Petroleum ÄLarken zu samnialu uird in den ersten drei Tagen eines jeden Dionats an die Stadtvenvaltung abzuliefern. 8 6. Zuwiderhandlungen gegen diese Arwrdnung werden den ^geführten Bestimmimgen entsprechend mit ^ldstrase bis 1500 Vik. oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten bestraft. Wer der Anordnung zuwiderhandelt, kann zudein vom Petroleum-Bezug bezw. vom Kleinhandel ausgeschlossen werden. 8 7. Diese Anvrdwmg Bütt mit dem 17. September 1917 in Kraft. 66968 Gre ße n. den 7. September 1917. Der ObcErgermeiLer.: Ke Her.