®.2U Der Mc$flter SBJttaV erhchetM außer 8««t»gL. - Beilagen: «etze»er-o«1lftnb!Stter: LeetHblatt / fL» Irc Krci* Sfttzes. vejngrpreir: rrumafi. 1 Mk^ viertel- jährlich 3 Mk.: durch Adhole- xl Zweigstellen mmtutl. D Pf.: durch die Post DL 3.— viertel- jührl. ausschl. Bestellst. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schrütl eituirqI13 Verlag,Geschäftsstellebl Anschrilt sür Drahtnachrichten: Anzeiger Sletzen. Erstes Blatt 167. Jahrgang Samstag, 8. Septemver 1917 AnutiOHK OUit l. die ^.«geSnumnter dir. zum Nachmittag vorher. SeUenrircise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., fiir auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorjchrisl 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Playoorjchriit 90 Pf. panpffchriftieiter: Aug. Goeh. Perant,vortlich für Politik n. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Bernnischtes u.Ge- v , , richtsfaal: Fr. R. Zenz; ZDiNingsrunddnick «. vrrlag: vrSKI'sche Unis.-Such- u.Steindruckerei «.Lange. Schriftlettung. Seschäftrstelle «.Druckerei: Schulftr.7. Kk.'llch'in Postscheckkonto: Zranlfvrt a.M. N686 Generas-AnZelgLr sM Gderhessen vONkoettehr: 6e«rrbeda«t Siesten wochemkiSbllck. Nach drei Krwbsjahren ist utffere militärische Lage besser beim je — diese frohe Aeußeruarg Hrndenburgs rst jetzt auch den letzten Zweiflern klar und mrschaulich geworden. Ein militärischer Dütarboiter des „Matur" halte vor einigeir Tagen angesagt, die französische Offensive hei Verdun sei „ihrem Abschluß nahe": zwei Tage später lasen nur im deutschen Heeresbericht die Bestätigung, daß die Stürme an der MaaSftsttrwg abflanten. Aber tvie viel anderes, Inas die Gegner hofftuurgsvvll lurteriioinmen hatten, ist trostlos KusatrrmenFebrochetr. In Flandern hat sich zwar nach, den regelmäßig ahgewehrten Llngriffsver- suchen der Engländer das Artillerie-Duell wieder verstärkt, allein nach einer glaubwürdigen Meldung ist der Oberkom- marrdiereride, General Haig. zu einein neuen Kriegsrat nach London berufen worden, und das sieht nicht gerade darnach aus, als ob der Haruptsernd des endlichen' Durchbruchs unserer Front gewiß sei. Bon der Italienischfen Offensive am Jsonzo ist dasselbe zu sagdn wie von den französischeu Bemühungen bei Berdun: sie rst abgeflaut, und mmt rechnet, daß die Italiener in den 14 Angriffstagen dieser elfmal wiederholten Schlacht mindestens 150 000 Mann eingcbüßt haben! Das Volk zittert vor Uugedtttd rurd Aengsten: die nationalistischen Zeitungen bekänipfen mit schärfsten Ausdrücken die zunehmende Kriegsmüdigüeit und Friedensagi- tation, man sieht »oieder eirrmal einem Kabänettchvechsel entgegen. Auch das letzte Glied der „Geitoralofftnsitast der gleichzeitige Angriff der Franzosen und Serben: an der mazedonischen Front, erlitt das gliche Schicksal aller kühnen Träume tnrserer Gegner. Wie Oesterreich-längartt ans den Ersahrrui- gen am Jsonzv, so schöpft Bulgarien aus seiner siegreichen Abwehr der Feinde neuen Mru, neuen Siegeswillen! In dieser Lage mußte die plötzliche .Kunde von der Einnahme Rigas durch deuffche Dmtppen wie eine dramatische Entladung tmrfien! Das ist keine Zufälligkeit, kein bloßes Krtegsglück mehr, das sieht auch nicht mehr einem verzweifelten, spannenden Ringen ebenbürtiger Gegner gleich. Nein, das ist die ruhig und sicher Mschlagende Hattd des Stärkeren, der alle Rechmrngen geprüft und'den rechten Augenblick zur Tat erwartet hat. Wir sind durch die Ereignisse der letzten Wochen und Monate nicht zur nationalen Selbstiiberhebung oder auch nur zu unerschüttertichem, stolzem Selbstvertrauen erzogen wvrtar. Die Gerntanert. die einst das römische Weltreich bedrohten, Umreit von entern andern Geiste erfüllt als unser heutiges Geschlecht. Die denkenden und politisierenden Kräfte unseres Volkes gerieten auf das Glatteis nieltftüchtiger Ideologie. Nicht unedel sind manche Eingebungett, die' dett Siegeslauf der Heere hemmten, das mit allem Kraftaufgebot errichtete treue Gebäude des Reiches in Anwandlungen von sittlichem Klein- rnut, dort Flagelismus, zu verbauen drohten. Der von schleckt im Volkstum wuselnden Geistern schon als „frömmelnd" verschrieene neue Reichskanzler hat ganz recht: Wir Deuffche müssen, unt weltpolitisch in Schwung und Richtung zu bleiben, von Zeit zu Zeit Unser Gotteszcichen haben. Jetzt ist trns eitt solches wieder gegeben worden! Die Einnahme Volt Riga, die niemand zu tadeln wagt, wirkt vor allertr auf unrs Deuffche selbst wie ein großer Glockenschlag. Selbst wann Riga keine Stadt von deutschem Gepräge, deutscher Kultur wäre, so würde vor dieser „Eroberung" doch selbst der fanatischste Flagellautenzug eines Liebknecht ein ratloses und verdutztes Halt machen. Wir besitzen eilt neues Faustpfand für den Frieden!v Dürfen wir tarnt für den Frieden irgend etwas erhoffM? Sollle sich an dem Entgegenkommen, das wir bisher den selffamen Ideen der Feinde vom künftigen Frieden entgegengebracht haben, nicht etivas änderrr? Die Antwortnote Wilsons an den Papst ctjdfien schon nach den Ergebnissen des Prozesses Suchom- linow als äußerst verdreht und aitf fälschen Voraussetzungen beruhend. Nachdem der amerikanische Präsident so dreist und amnaßend aufs neue eitlen Gegensatz zwischen dem tattschen Volk und seiner Regierung konstruiert und unser Kaisertum als ungeeignet zuur Friedensschluß verfehmt hatte, hat der Reichskanzler nrit ruhiger und überlegener Sicherheit einem Vertreter des Wolfs-Bureaus gegenüber dieses Machlverk kritisiert. Cs ist bemerkeitswert, daß er es kwcz und bündig machte, und es erscheint uns als kein Fehler, daß die breite mtd ausM)rliche Art Bethmcmm Hctlwegs, solche polentischen Erörterungeit int Amtsorgan aufzugreifen und auSzuspinueu, hier keine Anwendung ge- fmchen hat. Der überflüssigen Worte sind genug gewechselt. Dccs Volk zur Tat crnfzurufen, und zwar ttichl nur das Vclk in Waffen, das war das einzige Geb>ot der Stunde. iturrbe uns der Sieg v'on Riga mit anfeUernden Zit- ru^vn eingeläutet. Der Sieger von Tanuenberg hat, im Arsgenblick des Uebertritts deutscher Truppeit über die Dima, der Brenter Kmffmaunschaft auf ein Telegramm geantwortet, daß es jetzt nur aus eines aukomme, auf den gsmernfamen Sisgeswillen! Der Kaiser wiederholte diesen Weckruf und verstärkte ihn, tribem er vom „stahlharten" Sirgeswillen sprach. Das paßt zir der gebeugteit Mehrheitshaltung der Erzberger und Scheidentauit nicht mehr zujmmnen! Die Doutsch-en sntd keine Eroberer und wollen tei« gewalffaineu Eroberungen, aber sie wolletr den Sieg! Nun, diesen Sieg erringt man freilich nicht durch Berzicht- ntM Mndtgkeitsbekeuutrrisse!, Wer wollte vorauswissen, ob dtnckt) die Einnahme von Riga und Dünamünde, durch die „sicherurtg der dentschert Nordostfront", die neue Friebens- lattik Hindenburgs schon abgeschlossen ist? Ob der Sie ge s zu g ma)t etwa weiter nordostwärts vorgeht urrd etwa mit einern .Handstreich auf Petersburg endigt? Die Russen hegen, grifft- Der Hälfet In Riga. liche Befilrchtungen; sie beginnen die in Frage stehenden Gouverrrementsbeziicke ztt raunten! Bald genug muß sich zeigen, \xnc viel zu tun noßb lnotwendig ist, um Kerettskis Ziele um zukehren, diesett selbst zu den „erledigten" Ministern zu versammeln und ^tußland dem alsbaldigen Frieden geneigt zu machen. Die russischen 3lrbeiber- und Sol- dateuräte haben wider die Bestrebungen Kerenskis und Kor- nilowS mit einem Gegendruck eingesetzt: sie verlangett die Einstellutrg der Offensive und die Wsetzung des Höchst konrm and i erettden! Der Hauptausschuß des Deutschen Reichstags hat sich einstweilen vertagt. Vielleicht entsteht durch die jetzt geplanten. Reisen der Wgeorduettnt an die Foottteit rtn Osten mtd Westett eine neue Sachlage. Wenrt Erzberger nicht nach Londott gelangen koimte, so stillt er senre Wißbegier vielleicht draußett, unter dem Kanonendonner. Ein biederer Bauersmann, deut die Kttit.de voit der Eitmahttte Mgas mitgeteilt wurde, als er aut sonnigen Herbstabend aus der Feldarbeit heimkehrte, stützte sich gedankenvoll ans seine ^ense, schüttelte ztveifelnd das Haupt und erklärte dent ihn Altredenden: „Ja, es ist gut, aber, wir werden bald zu dünn gezählt, die neuett Desatzutmen werden unsere Frou- terx verdüimeu." Er dachte ganz lctgisch, rechnet aber nicht mit der bewährten Vorsicht unserer Heeresleitung. Das Be- denkett w ar berechtigt, als Hrndenburg 1915 vor der Düna zum Halten blasert ließ, hettte ist es hinfällig. Der russische Koloß auf töltertten Füßen braucht noch einige Stöße. Die Reicl^stagsabgoordneteit fyatat jetzt Gelegenheit, von ähn- lichett Stnninungen, wie sie dieser Bauersntantt äußerte, sich fteizutnachen. Hin tat bürg öffnet ihtten nach beiden weiten den Ausblick, noch bevor die detlffche Aullvortnote an den Papst abgesagt und abgeganaeit ist.»In dieser Beziehung, mit Hinsicht auf das Werk der Diplomaten, ist lleberftnrzimg nicht mehr vonnöten: es darf jetzt bei uns eirnnal heißen: „Eile mit Weile!" Der Friede koinmt dann mn so schrreller. ——§ marn ammm — ■■ ■ — (WTV.) Großes Ha uprauartier, 7. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der flandrischen Front spielte sich Misckren denr HoutlpmlsLe-Wald nnd .tzollebeke wieder lebhafte Artil- leriekampfe ab. Morgens und abends griffen die Engländer nach starkem Trormnclfemr unsere Stellungctl nördlich der Bcihn- RonlerS-Ppern in vier Kilometer Breite an. Nach kurzem, hartem Kampf ivurden sie überall zun'ickgeworfen. Der Einsatz von drei Divisiounr zu diesen Angriffen, die den Feind hohe Verluste kosteten, wurde durch Gefangene bestätigt. In den benachbarten Abschnitten drangen nach heftigen Feuerstöß-en englische ErkmrdungSabtcilnngcn vor. Auch sie hatten keinen Erfolg. Bei LcnS schciirrten frühnvorgenS Teilangriffe des Feindes verlustreich. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An mehreren Teilen der AiSne-F-ront und in der Champagne blieb die Kampftätigkeit tagsüber leblmft. Vvr- feldgefechte brtrchtcn uns Gefangene ein. Die Artillerieschlackft aiff tan Osttffer der Maas wurde bis in die Nacht hinein mit nur kurzen Unterbrechungen fortgeführt. Unser VernichtungSsiuer gegen erkannte Bereitstellungen von Sturmlrrrppen verhinderte am Fosses-Walde eilten Angriff der Franzosen. Südlich Bearmront dmng ein württeurbergisckjes Negi- nrent in die feindlichen Linien und l-erttieb die Besatzlmg im .HandgranatenküMpf. Badische Stoßtrupps brachm in den Cmrrieres-Wald ein tmd kchrteil mit Gefimgen-nt .zurück. 4 - Ncmr felitdliche Flugz«nrge wurtzeu im Luftkampf, weitere fünf dmch Abwchrfeuer zum Absturz gebracht. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. HeereS gruppePrinzLeopoldvonBayern. Die RückzugSbewcgmlgen der Russen nordöstlich der un- tcreil Düna dauerten gestern an. Unsere Kavallerie kämpfte erfolgreich mit fenrdlichen Nachhuten südwestlich von Nitan mW bei Neu-Kaipen (70 .Kilometer östlich von Riga). Zwischen Lobesen und Friedrick:süidt hat der weichende Feind die Ortschaften in Brand gesteckt. Die Beute in D ü n am ü n de b c lä uft sich außer viel Schiebbedarf und Krieg S ge rät auf 4 0 Geschütze, davon 22 größeren Kalibers als 12 Z e n t i tu c t c r. Bis zum Schwarzen Meer keine größeren Kampf handlimgen. Mazedonische Front. Zwischen Oehrida- und Prespa-Sec Gefechte von Streif- abteilrmgen. Oestlich des Wardar lebhafte Feurrtätigkeit. Der Erste Generalauartiermerster Ludendorff. » Der Abendbcricht. Berlin, 7. Sept., abends. (WTB. Amtlich.) Im Wcsteit starker Artilieriekampf nur vor Verdun. In Livlalw steht imsere Kavallerie in Fühlung mit dem Feinde. Die öfterreichisch-ung«rischen Tagesberichte. Wien, 7. Sept. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Feindliche Fliegerangriffe gegen die offene Stadt Triest werden zum täglichen Ereignis. Die Kämpft auf tan Südteil der Karsthochflückte dmrern an. Vergebens müht sich der Feind, uns die in den letzten Tagen errungenen Erfolge streitig zu machen. Seine An- griffe — durch unsere Tntppcn wiederholt im Gegenstoß gefaßt — »cheitcrten durckprieg unter säpveren Lftrlusteit. Außerordentlich lseftig wird mal* immer mn Atonte San Cstrbriele gerungen. Kein Opfer ist dem Feinde zu groß. Zehn Angriffe brachen gestern am ddordhung zusannnen. Ein s.tuverer Ansturm wurde ant Westhaug abgeschlagen. t* 1 }- *f2 ^Kugust haben wir am Jsonzo insgesamt 500 rtalienische Offtz,ere und 18 000 Mann gefangen qe- nommen. An blutigen Opfern steht fiir die Italiener die U. Isonzoschlacht vor den ftüheren Schlachten in keiner Weift zurück. lieber die anderen Fronten und Kriegsschauplätze ist nichts von Belang mitziitcilen. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse zur See. Als Vergeltimg für die wiederholten, gegrm die offene Stadt Triest gerichteten feindlichen Fliegerailgrifft belegftu unsere Seeflugzeuge in der Nacht voin 6. auf den 7. September das Seearsenal und die militärischen Anlagen der ^estuug Venedig ausgiebig und mit sehr wutnn Erfolg mit Bomben. Es wurden zahlreiche Treffer ciiummtifrri beobach tkt. Trotz heftigen Abnuhrfeuers sind alle Flugzeuge wohl behalten zurückgekelpt. Flottenkommando. Der Kaiser in Riga. Berlin, 7. Sept. (WTB. Niclstcrmtlich.) Se. Mff. Kaiser ttaf heute morgen gegeu 10 Uhr v-on Mitmt kommend int Antionwbil in Riga ein und lvurde von tat Truppen tmb der Bevölkerung nrit nicht eickenroolleTtdeni Beifall begrüßt. Auf der Esplanade hiett der Z^aiser über die dort stehenden Regimenter der siegreichen Armee die Täuppen- sck>au ab urtd tankte ihiteit nn Namen des Vaterlandes für thre Tapferkeit. Er mackste fotamt eine Rirndfahrt durch die Stadt, ivobei auch der Dosm besichtigt wurde, utld nahm im Schwarzhäripter-Haus im Kreise des Oberkomtnandos das Frühstück eitt. In den Vorstädteit zeigtet! die Läden tattliche Spitren planrnäßiger Plüitderung durch die Iiussett. Später begab sich der Kaiser mit tan Oberbefthlshaber zu tau vor dem Feinde stehenden Korps, rvv er Auszeichnungen verteilte. Das Gelände zeigte detttlich, daß die Russen in vollster Auflösung zurückgeflutet wareit. Massett von um- gesturztett Fahrzetigeu, Geschützeit und Papzercuttos, sowie verlassene Depots boten das Bild einer regellosen Nuckst. Auch in dem ungemein stark au.saebanten Brückertkops Mga sind Mengen von ^Kriegsmaterial liegeit geblieben. Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Se. Maj. der Kaiser hat der Stadtverivaltnng von Riga eine Speitde von 100 000 Mark zur Linderung der Not der besotwers heim, gesuchten Bevölkerttngskreise überwieseit. -lnsprache des Kaisers an die Truppen. Großes Hauptquartier, 7. Sept. (WTB.) Anstuache des Kaisers an die Truppen in Riga am' 6. September: Riga ist frei! Ws diese Kuitde alle (taten des deutschen Naterlatwes durchdrang, erhob sich int erlaube mtd bis tu die chißefffttt Schützeitgräbcu in Feindesland tmd mi allen Orten eilt Sturm des Jul^ls und der Begxnsterimq. Eine von altein dc-utschnn .Hanseatengeist begrütrdeke Stadt mit deitffc!>er GesclnäNe, die stets besttebt war, thr alles Deutschttmt Dtftcch zu erhaliett, hat schver« Zeiten durcbqemacht. Durch das dcnffcbe Heer, das in sich alle deutsckmt Volksstänttne verkörpert, ist diese Stadt wiederimi lvfteit worden voit einam lairgeu Drucke. Die auf Befehl der Obcrftru Hecresleitung von dem FekdmarsthaN Prinz Leopold tn>n Bayern angelegte Operation, welche mtbertrorttMen imtrde mit Selbst vertrauet t auf die Leistungsfähigkeit der Trttppnt, die sich über drei Kriegsialwe so glänzend bewährt \yot, ist inm alleit Waffen noch schneller, noch energisckter durcl>gefültrt 'morden, wie cn>vartet nmrde Sic knmi dein Feiitd ganz überraschend. Ein schmetternder Schlag tvaf Ihn so, daß er seinett Brückenkopf verlor, daß Riga frei wurde Diese Tat der achten Armee und ilwes bewährten Flthrers hat von treuem utrserett stablharben Siegestvillett bennesett. Wir nvrdnt tnrs unserer.Haitt wehren, wenn es noch so lange dauert. Solche ScÄäge, wie Idie Schlacht bei Ri.ga erhöhen aber die A u s s i ch t, d a ß e s bald zu Ende geht. Sie erhöl-en mtseren Waffenrnlstn^ mtd besten lnette Lorbeeren Mt bk Fahnen aller beteiligten Trttppet^teile Darum spreche ich Euch meinen Dank cruS für diese glänzend- Maffentnt, den Dank deS deuffchen Baterlanta. dett liegeisterten Tank auch twn dett Eitrigen daheim, die lteteitd hinter euch eure Taten verfolgett, die talxnnt aber anch schaffen und anl-eitei^ mit ihren Hmtdett tmd mit ihrem Fleiß die Felder bestellen, Nus daß mrser tägliches Brot geschaffett werde. Die Ernte ist g ut Verein und wird uns ern ähren. Auch lner lat der Herr der Heersckiaren lunser Gebet erbört. Durch dieses tiiglickie Brot iivird dieses Hver iutd die Eurigeti dalvint vor ??ot l>e>oahrt. Darum, was anch komntett mag, loie lange es mtch ttoch tan-rn tag, frisch Mt dett Fritrd mit ftöblicken Herzen imd cnfertn-mi Willett zUiN Sieg ül>er alle Feinde Deutschlands! Eine Geschäftsstelle der Deutschen Bank in Riga. Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtantitllchl Die Deuffche Bank beaMTditKit, sobald die Verlrälttrisse es gestatten, in Riga eine Ge- sck,äftsfteLle M erösstren. * Die Lage der geschlagenen rnfstschen Arniee. Amsterdam, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlülrj.) Dastv Neu»s ^hält einen wenig h-.tffnuarMwtar Bcnnchjt Mts Petersburg: Der Katnpf der Nack;hutett dau-eqe sott. Die.Soldabnr verivei.rertt de.ir Beseblett nicht den Gehorsanr, aber die MMm fühlen, imntn fbr Hch oruck, aus der Lußerst heMm .Lage beftett hüben, die nach dem UebevMMg der Deutschen über die Düna entband, die Nachwirkung davon, und sie empfinden das llebergewlicht der feindlichen! iAirtillette. Viele (Änderten kämpfen tapfer, aber viele andere laffen Erschöpfung Md Panik erkennen.. Der Eindruck von Rigas Fall in Petersburg, Stockholm, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Stockholms Tidningeu" erfährt durch einen Petersburger Berichterstatter Einzelheiten über den Eindruck, den der Fall Rigas in der russischen Hauptstadt machte. Die Meldung wurde von einer kleinen Gruppe von Arbeitern und Sob daten, die vor dem Generalstabsgebäude standen, mit Hurrarufen begrüßt. Die Bolschewicki veranstalteten eine Kundgebung, bei der die Internationale gesungen wurde. Nach dem Grunde ihrer Freude gefragt, auttuorteten sie: „Wir sind Internationalisten. Jeder Sieg, ob deutsch oder russisch, nähert uns dem Frieden." Am 4. September kam es abends aus dem Newsky-Prospekt zu großen Ansammlungen, wobei Rufe wie „Nieder mit dem Arbeiter- und Soldatenrat!" hörbar wurden. Andere Hausen durchzogen die Stadt und schrien: „Nieder mit dem Ministerium!" Später kehrte die Ruhe wieder ein. Russische Zeitungen melden, man erwarte infolge des Falles von Riga eine Veränderung in der obersten Heeresleitung. Einige Mitglieder des Arbeiter- und Soldatenrates setzen alle Hebel in Bewegung zur Verabschiedung Kornilows. Petersburg KriegSzoue. Petersburg, 6. Sspt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Teleg-ravhen-Agmtttt. Die durch die Rcftunung von Atiga bd>rr'jtat FWUtveränderungen haben Petersburg in die Zone der Armeen gerückt. Ta jedoch die Anwesenheit der Regvemng intb Berwaltungskörper die Anwendung der Militärgerichtsbarkeit verhindert, hat die Regierung beschlossen, eine besondere Zivil Verwaltung zu schaffen, die vor allem die öffentliche 'Ordnung in Petersburg aufrecht Au erhalten 1)01 Rotterdam, 7. L>ept. Tie „Mvmingpost" meldet ans Petersburg: Tie Regierung beginnt, die Regierungsallen von Petersburg nach Moskau. zu verbringen. Petersburg wurde als KnegsKvne erklärt. Man erwartet zwar keinen Vormarsch der deutschen Truppen auf PeterÄmrg, glaubt aber an die Gefahr einer Maßen deutschen Flvtteiraktion. Zürichs 7. Sept. Ter „Searfü 1 " meldet mrS Petersburg: Die provisorische Regierung hat einen Aufruf an alle männlichen Russen bis zum 55. Lebenswahre erlassen., sich zur Verteidigung des Vaterlandes zu stellen. In Petersburg sftw öffentliche Versammlungen und Ansammlungen von mehr als 4 Personell verboten worden. Die Berichte über die Entwicklung der Dinge in Rußland lauten sehr düster. Entlastung Petersburgs. Petersburg, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich,) Meldung der Petersburger Delegvaphen-Agentur. Die erste Konferenz zur Entlastung von Petersburg unter dam Vorsitz des Postmrnisters Nikotin hat beschlossen, daß es notwendig sei, 'unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, durch die Personen, die weder tf?ren Wohnsitz in Petersburg haben, noch >dort dienstlich zu tun haben, von der Hauptstadt serngehalten werden. Der dlttnister für Verkehrswesen wird den Verkauf von Fahrkarten nach Petersburg oDer über Petersburg an alle diejenigen Personen untersagen, die nicht eine besondere Erlaubnis zur Reise nach der Hauptstadt besitzen. Personen, die ohne ein« solche die Hauptstadt betreten würden, solle:: ausgewiesen werden.. Um ^u verhindern, daß Flüchtlinge aus den kürzlich vom Feinde besetzten Gebieten nckch Petersburg strönren, werden die Züge Mit solchen an PeterÄmrg vorbeigeleitet werden. Die Flüchtlinge werden auch nicht in Moskau zugelassen werden. Amsterdam , 7. Sept. Das Mehl, das im Jul: nach Petersburg gebracht wurde, betr-agt weniger als 25o/o vloir der Menge, die im Juli 1916 per Achse und nur 1°/o von dem, was zu, Wasser eingesühtt wurde. Die Lage der Hauptstadt ist, was die ErniÄhruTrysfoage betrifft, bereits bedrohlich. Man ergreift Maßregeln, um An verhindern,, daß Flür^llinge.aus dem Gebiet vvtt Riga die Bevölkerung vermehren. Sie sollen rmch Süden abgeleitet werden. General Kornilows Urteil über hie russischen Mordbrenner. Beseht des Generals Kornilow. Im Besitze einer Meldung des Befehlshabers der 11. Armee, daß Soldaten der ihm an vertrauten Armee bei der Räumung von Tarrwpol es gewagt haben, Eigentum zu rauben, Weiber und Kinder ^ zu vergewaltigen, friedliche Einwohner untereinander tot- z-uschlagen, habe ich den Befehl gegeben, solche Taugenichtse ohne Gericht erschießen zn lassem In Ausführung dieses Befehls sind durch eigens dazu bestimmte Kommandos 14 solcher Schufte auf dem Tatort ihres Verbreä)ens erschossen worden. Ich gebe das den Armeen der mir uitterstellten Fvonten bekannt und füge hinzu, daß ich den Befehl gegeben habe, alle die ohne Gericht zu erschießen, die Lebende öergttixritigert und töten, sowohl die friedliche Bevölkerung als auch ihre Kameraden, und überhaupt alle, die es !vagen werden, die Gefechtsbefehle nicht auszusühren, in einem Augenblicke, wo sich die Existenzfrage des Vaterlandes, der Freiheit und Revolution entscheidet. Ich :oerdc vor nichts znrück- schrecken, im Namer: der Errettung des Vaterlandes vor dem Untergang. dessen Ursache das nichtswürdige Verhalten der Verräter und Feiglinge ist. Dieser Befehl ist allen Kompagnien usw. zu verlesen. General Kornilow. Gegenrevolutionäre Verschwörung. Petersburg, 7. Sept. (W. B.) Meldung der Petersburger^ Telegraphen-Agentur. Man meLet, daß die Untersuchung über die gegenrevolutionäre Verschwörung energisch fottgesetzt wird. Man deckte Beziehungen gewisser Großfürsten, deren gemeinsame Verhaftung jüngst gemeldet worden ist, und von Persönlichkeiten aus der Umgebung des Exzaren zu gewissen monarchischen Politikern ans. Sehr große Geldsummen waren gesammelt. Spuren der Verschwörung wilden nicht nur in Petersburg, sondern auch in Moskau, Kiew, Odessa und selbst in Sibirien entdeckt. Tie Verhaftungen und Verhöre dauern sott. Rußland unter Kontrolle. Haag, 8. Sept. (L. A.) Aus Petersburg wird berichtet, tu russischen Finanztreisen verlaute, daß England und die Bereinigten Staaten auch nach dem Kriege die Post und das Telegravhenwesen in Rußland kontrollieren werden, um die Vorschüsse an Rußland langsam zu amortisieren, wahrend Japan die Verwtckttrng der Sibirischen Eisenbahn in der Hand behalten wird. Die Kämpfe in West und Gst. Berlin, 7. Sept. lWTB.) Nach dem Zusammenbruch ihrer Angriffe vom 5. September suchten die Engländer in Flandern am 8. mit allen Mitteln einen Erfolg zu erringen. Nach jeden: abgeschlagenen Vorstoß setzten sie immer wieder mit Trommelfeuer rin. um doch noch einen Einbruch in die deutschen Stellungen zu ermmpfen. Das malische Trommelfeuer begann um 8 Uhr 80 ldoa mittags dehnte sich von L-angemark bis Wiesthoek aus. Die daran anschließenden Jnsanterieangriffe wurden in zahlreichen Wellen hintereinander vorgetragen, b-efonders in Gegend St. Julien, wo die Engländer imnur neue Massen in den Kampf trieben. deutschen Abwehrfeuer blieb der größte Teil der Stürmenden l-eroits vor den deutschen Hindernissen liegen. Was bis an die, Gräben herankam, wurde im Nahkampf abgewiesen. Nur südlich en Raumgewinn, den er in den schweren Kämpfen der 11. Jsvnzoschlacht bisher zu gewinne:: vermochte, inieder vollkomTmn. Die gefälschte Witfonnste. Berlin, 7. Sept. (WTB.) Wie bereits vom „Berrwr Jntelligenzblatll' nachgewiesen, hat die Agenee .Havas die Antwort Wilsons ans die Friedensnote des Papstes' in veränderten Formen verbreitet. Die „Nordd. Mg. Ztg." stellt jetzt den englischen Originaltext und den Havastext einander gegenüber, looraus sich ergibt, daß der Havastext in wesentlichen Punkten vom Omginaltext abweicht. So heißt es an: Anfarcg mit Bezug auf das Programm des Papstes bei Wilson: „Es ist offenkundig, daß kein Teil dieses Pro- grarnnts erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn nicht die Wiederherstellung des st^tus quo ante eine feste und befriedigertde Basis dafür bildet." Havas hingegen schreibt^ „Es ist offenkundig, daß kein Teil des päpstlichen Programms glücklich durchgeführt werden kann, wem: nicht vorher uno vor allen Dingen, eine absolute Wiederherstellung des statts quo ante stattgefunde:: hat :cnd bevor unsere Feinde uns feste und befriedigende (^arantten für die Zukunft geliefert haben/' Ueber die Bedntgurtgen eines künftigen Friedens sagt Wilson: „Die verantwortlichen Staats- nlänner müssen jetzt überall erkeirnen. 'vemr sie es nicht schon früher erkannt haben, daß kein Friede cnrf politischen und .wirtschaftlichen Beziehungen sicher ruhen kam:, die auf einen Racheakt begrü-ndet sind mvd den Zrveck haben, einige Nationen zu begünstigen und andere zu benachteiligen und zu lähmen." In dem Ha vastext fehle:: die gegen eine Politik der Rache gerichteten Worte. Im nächsten Absatz unterdrückt Havas kittzerhand die Feststellung Wilsons, daß das deutsche Volk der: Krieg nicht nach eigener Wahl führt, dafür fügt er später folgende in der Wllsonnote überhaupt nicht entt haltene Worte ein: „Wir haben dieses Projekt mit unseren Verbündeten reiflich erwogen und sind entschlossen, seine Durchführung bis zum Ende fortzusetzen." Diese Beispiele, die sich nock)' bettächtlich vermehren ließen, beweisen zur Genüge, daß es sich hier nicht :rm Uedersetzung oder Flüch- tigkeitsf ehler, uoch^ auch um Verstümmelungen bei der telegraphischen UebertniLtelung handelt, sonder:: daß hier eine systematische Fälschung vimLegt. Rücktrittsgesuch RibotS. Paris, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenee Havas. Ribot hat Ponicare das Rückttittsgesuch' des Mincstermms überreicht. Der Rücktritt des Kabinetts Nibot wird in den Blättern sehr gelassen besprvck^n. Ter Lokal-Anz. mem±, Ribot werde voraussichtlich versuck)en, ein neues Kvalittonsnvinistettum auf breiterer (Grundlage und unter noch stärkerer Heranziehung der Linke:: zu bilden. Eine 91crr:dernng des Kriegswillens dürfte es kenuswegs bedeuttn, solange der Scharfmacher Ribot sein Prasidem sei/ * Lebensmittclrationierung in Italien. Bern, 7. Sept. (WlTB.) „Corttere dclla Sera" meldet aus Rom: Der gestern abend zusammen getretene Verwaltungsvusschuß des VerpflegungsKommissariats beschloßt für ganz Italien diq Rationierung von Brot, Teigwaren imb Mais sowie aller sonstigen Getreidearten ei^usühren, auch derjenigen, die schon in bestimmten Menge:: in de:: Provinzen z-ur Verteilung gelangen. Ein diesbezügliches Dekret, das rn werrigen >Tagen herauskomnien wird, überläßt den Ortsbehörden die Wahl zwischen dem Kartensystem oder den Familienbüchlein unter Berücksirckittgung der Arbeitsleistungen in den verschiedenen Gemeinden, so daß den Arbeitern! eine erhöhte Brottativn zugeteilt werden kann. Die neue Der-^ ordnung soll nicht spater als 1. Ofitoöex in Kraft treten. Der Ausbau des polnischen Staates. Berlin, 7. Sept. (WTB. Amtlich.) Die Besprechungen zwischen dem deutschen Reichskanzler Dr. Michaelis und dem Grasen Czernin bei dessen jüngster Anwesen lyiit in Berlin haben sich auch auf den tveiteren LLusbau des pobnsche:: Staatswesens in Verfolg der Proklmnation vom 5. Noventber 1916 erstreckt. Zwischen den beiden Staatsmmrnern ist ein volles Eirwernehmen über alle in Betracht kommenden Punkte erzielt worden. Es stek^ deshalb zu erwarten, daß schm: in eüngen Ta;?en bedeutsame Kundgebungen der beiden verbündeten Monarchen in der polnischen Bkrfassut^s- frage erfolgen werden. B e r l: n , 8. Sept. Wie die ,^Zoss. Zitg." hört, ist anzimehmen, txlß die Kmchgebmrgen der beiden .Kaiser über die zwischen dem deutsck>en Reichskanzler nnd dem Grasen Czernin erzielte Einigung Wege:: der polnische:: Verfassung etwa am 10. September erfolgen wird. Cs l)wndelt sich ztmächst um die Einsetzung einer provisorischen Regierwrg. Sie werde aus einem dreigliedrigen Rvgentschafts- mt bestehen, dem die Ernennimg des Ministerpräsidenten obliege. Dieesr werde dann die Mitglieder seines Kabinetts dem Regentschaftsrate porschlagen. Die Abgrenzmrg der bisherigen Geneval- gouvertEMentS, besonders m wirtschaftlicher Hinsicht, werde auf- geboben. Nachdem! das endgültige Kabinett gebildet sei, werde es Wahlen für einen Reichstag ausschreiben. Pour le mörite. Berlin, 7. Sept. (WTB.) Der Fregattenkapitän Straffer, Mhrer der Marinelnftschifse. erhielt den Order Ponr le merite. Der Thronfolgeftreit in Abessinien. Adis Abeba, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich/ Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach einer heftigen Schlacht bei Dessie wurde die Armee des Lidt-Jassn geworfen. Seine besten Generale wurden getötet. Man glaubt, daß sie auf der Flucht erschossen wurden. Es liegt dafür aber noch keine Bestätigung vor. §eekr!eg. Nene N-Boot-Erfolge. Berlin, 7. Sept. (WTB. Arntlich.) Im Sperrg^b-tet :m: Englarü) wurden durch unsere Unterseeboote neuerdings 23 000 Bruttoregistertonnen versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befindet: sich der englische bewaffnerle Dump sw „Rosario" mit 3500 Tonnen Erz nach Glasgow sowie drei größere Dampfer, die Kohlen'geladen hatten. Der Chef des Admiralstabes der Ddarine. * Bern, 7. Sept. (WTB.) Lyoner Blätter melde::: Der Dampfer „Parana" (6248 BrnttorLgistertonnen) der Societs generale des ttansports maritfttres wurde am 14. August nachts binnen zwanzig Minuten torpediert. Er ko?rr:te noch die griechische Küste erreichen. Die russ:sck)en u:tt> serbischen Soldaten, die der Darnpfer beförderte, konnten bis aus sieben Mann gerettet werden, worauf die „Parana" versank. Ins dem Mche. Waldow über die Ernährung. Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Staatssekretär des Kriegsernährnngsiamtes, Waldmv, e:npftng gester:: Vertreter der Presse Und äicßerte sich über die Aussicht: des komnunden Erntejahres. Ein Spstenrwechsel in der ^brregsernährurrgswirtschaft ist nicht beabftchtigt. Die bisherigen Richtlinien bleibe:: auch für den neuen Leiter maßgebend. Die Brotgetteid-ev insorgung ist für das ganze Jahr gesickiett. Die Aussichten der .Kartoffelernte sind befriedigend. Die Kartt>ffÄverjvwgUng wird erheblich besser aussallen als im abgelanfenen Wirtschaftsiahr. Schroiettger liegen die Verhältnisse beim Futtergetwide und Ranhsutter. Beim Schweine- irnd R'mdviehbestarü) rvird rechtzeitig, d. h. noch vor dem Cüttritt des Winters, an eine planmäßige Berminderungi herangetreten werden. .Beim Reisch würde dadurch r^ttweise eine Erhöftmg der Rationen enttreten. Tie Aufrechterhaltung der Milch-- imd Bwtterversorgung wird besonders schwierig sein. Die Reickssettstelle ar'beftet an dem .Ausbm: der Sammelstellen zur Ersasiimg der Rta'kcreipvodukte. Die Versvrgnuig mtt OkKt und Gemüse hat sich in letzter Zeit gebessett. Tie Bekämpsm^ des' Schleickhmck-els wird mtt besonderem 'l^achdnmk betrieb«: iverden. Mit völliger Sicherhett darf erwartet werde::, daß auch die Schwierigkette:: des vierten Kriegsjahres' überwunde:: werde::. Die nächste Reichstagssttznug. Berlin, 8. Sept. Laut „B.D." tritt.bekanntlich am 26. September der Reichstag wieder zusammen. In parlamentarischen Kreisen retfrnet man damit, daß die Session sich bis etwa Mitte Oktober erstrecken wird. Ersenbahnunfall Lndendorsss. Berlin,?. Sept. (WTB.) In der letzte:: Zett sind mehrfache Gerüchte int Umlauf über -ein Eisenbahmrn^lück in Belgien, bei den: der Erste Gert-eral c, uattiernoeister (^.ireväl Ltldendorff schtver verletzt worden sei. Erkundigulltgen an zrcständrger Stelle. haben folgenden Tatbestand -ergebe::: Als General Ludeiidorff an: Sonntag, de:: 19. August, abends 11 Uhr, vom Schlachtfelde tt: Ränder:: ftcttiickkehrbe, fuhr Wrf einem Bahnhof südlich Brüssel in seinen SonderMvg infolge falscher Weichenstellung ein entgegenkommender Minrtticmstzug Hineft:. Die Maschine des Munttionsztiges traf den Wag-en, in dem! OKneval Ludendorsf mit de:: Generalstabsoffizieren seiner Begleittotg war, schräg im heitteren Teil, zersplitterte ihn tmd ttarf ihn UM, riß dm Zug miseitrander intb ^ertrirmntertc und) den IKopsteil des folgenden Salonwagens. Geiural Ludmdorff und die ihn beglettesldm Offiziere wurden nur d:rrch Splitter leicht verletzt. Keiner ist auch nur vorübergehend dimsftmfähig gewesm. Genevft Ludmdorff tvas mttt einiam Sttmden Verspättmg in: ssftv- ßer: Hauptgn-artier Ivicder ein. Der 6ftneralfeldn:arschall satte m: der Fronkfahtt nicht teilgenioamun Der Kaiser, der-sich auf den: östlichen. Kriegsschauplatz gesarch, beglückwünschte General Ludmdorff sofort nach Erhall der Meldung über den Unfall, daß er dem Batev- laüde erhaMm gedkudem sei. A«» Stadt ««- Land. Gießen, September 1917. X Lebensmittelmarken. ' \ ßiir die Zeit vom 9. bis 16. September 1917 haben nach° > stehende Levensmittelmarken Gültigkeit: ' Brotmarken der 37. Woche, gültig vom 9. 9. - 16. 9. 1917 Buttermarken „37. „ , ^ 9.9.- 16. 9. „ Eiermarken Nr. 16 Fleischmarken , 37. „ „ 9. 9. - 16. 9. ^ Wurstmarken, der 37 und 38. Woche, gültig vom 9. bis 16. September 1917 Kartoffelmarken „37. „ „ „ 9. 9. - 16. 9. „ Seisenmarken für den Monat September Ein Umtausch verfallener Marke» findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Renanmeldnnge« und Anmeldung von Neugeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötige« Ausweise au? dem LebenSmittelämt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt nnd Wegzüge von Gießen find in den zitfiäuvigeu Bezirken anzumelden. Gefchäftsstundcu des Stadt. LebensmittelamteS von 9—12 Uhr vorm.. 2—4 Uhr nachm. MarkenauZgabe für Urlatlber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. ** Gemüse-Sämereien. 'Voraussichtlich werden alle Arten von Gemüsesamen sehr teuer werden. Daher ist es sehr zu empfehlen, etwas Saatgut selbst zu ziehen, was bei Erbsen, Bohnen, Gurken, Tomaten und Kürbissen leicht möglich ist. Besonders aber sei man besorgt für einen guten Vorrat von frühen und späten Setzkartoffeln. Der Dcangel an Frühsetzkartoffeln im letzten Früh- mln machte sich in den Monaten Juli und August aeltend. und diesem Mangel kann -yir abgehtolfan werden.durch die Verwendung eignen Saatgutes. Gerade in diesem Jahre läßt sim das Saatgut ' acht sicherftellen, da die Kartoffeln durcliweg gasnnd geblieben und kranke Büsche selten sind. Das Saatgut ist beim Ausmachen der Kartoffeln gleich auszulesen, und es ist gut, diese Kartoffeln etwas an der Luft liegen z-u lassen, damit die Schale härter wird und die Kartoffeln bei einigermaßen sorglicher Auchewahrung sicher durch den Winter kommen. ** Amtliche Perfonalnachrichten. Ter Großherzog trat am 1. September dem Direktor der Gas-, Elektrizitüts- urch Wasserwerke, Georg Lerch zu Arnstadt i. Th., die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Fügten zu Schwarzbterg- Sondershausen verliehenen Fürstlich Schwarzbnrgischeu Ehren- kreures 4. Klaffe mit Ei.chenbruch 1914/15 erteilt. — Ter Großherzig hat am 1. Septeurber dem Direktor der Leipziger Illustrierten ZerUmg, Heinrich Pfeiffer zu Leidig, die Erlmibnis' znr Annahme und zum Tragen des ihm von dem Zaren der Bulgaren uergebenen Ritterkreuzes des Königlich Bulgarischen Zivilverdienstordens erteilt. — Das Ehrenzeiä>en für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Grvßherzog Heinrich Kaletsch zu Lollar verliehen — Entlassen wurde am 1. September die Lehrerin an der Eleonorenschalle zu Darrnstadt, Hulda D a l d n e r , auf ihr 'Wachstuben vom 14. August 1917 aus dem Schuldienst. — Erledigt ist eine mit einer etxrngeliscl-en Lehrerin zu besetzende Schulst ctle an der Volksschule zu Bretzenheim, Kreis Mainz. ** Einbruch. In vergangener Nacht wurde aus einem Pri- eathawe gestohlen: Schinken, Speck, Dörrfleisch, 6 Psd. Butter und 10 Laibe Brot. Bildertafeln unbekannt Verstorbener Das tEvevtretende Generaltommonüv des 18. Armeekorps weist erneut ba-Mütf hin, daß sowohl bei den LandratS-, bzw. Kreisämtern des KorvsbezirkS als auch bei aücn militärischen KonrnurudabehöLden "Garnison- und Bezirksliommaudos, Ersatztruptperctrilen, Lazaretten UM'., die den Berlwtlisten von Zeit zu Zeit .beige-gebenen Bilder- lawln unbekannt Verstorbener eingesehen werden können ^ "^Licht spiel haus Ba hn ho i stra ß c 34. „Die leere Wasserflasche betitelt sich das neueste Abenteuer des berühmten ^etekttos Joe Deevs, in dem der bekannte Harry Liedtke mit der HwlptE betvmtt ist. Der geschickte Regisseur Jve May hat hier ern erftklaffrges Werk geschaffen. Außerdem bringt das neue Programm ein entzückendes Lustspiel in 2 Men, „Der Wink des Schicksals", mit den hier bekannten Schauspielern Melitta Petri und Herbert Paulmüller. ** Schwarz-Weiß-Theater, (SeÜcrsweg 81) vom Samstag, 8 ., bis einschließlich Montag 10. September. „Das goldene Friedrichen" betitelt sich die neue FiÜutragödie, ur wer Men, n<4' dem bekmrnten gleichncunigen Roman, von Hans ^and. In den Hauptrollen spielen die talentvolle Künstlerirr Lotte EMüirn und der bestbekannte Schauspieler Hans Miererrdors. vrel Heiterkeit wird ein lustiges dreiaktiges Familienidyll „Nette Pflanzen" Hervorrufen. Mit der iitteressantcn Aus- nabme ,^-re Versorgung unserer Feldtrnppen" schließt der glänzende oenden wird. Um eine öffentliche Scmrmlung zu permlüden, soll dirä Zdriegsfürsorge en'en größeren Betrag zuschießen. mr. Frankfurt a. M., 8. Sept. In feiner letzten Sitzung beschloß der Magistrat den deutschen Fliegern, hie das vom Angriff auf Frankfurt znrückkchrende stanzosisckie Flugzeug zum Absturz brachten, ein gerahmtes Bild der lllbrich'schen .Radierung des Frmckmrter Rathauses Kl. überreiclien. Frankfurt a. M., 8. Sept. Am 6. ds. Mts. wurde in den Räumen der Hcmdelskanrmer und in Gegenwart der Herreii Vertteter des Kriegsministeriums die Zu schneidestelle der Lederindustrie als gemeinnützige Gesellschast gegründet. Ter Stelle wurde die gan^e Provinz Hessen-Nassau, das Fürftrentum Waldeck und der Kreis Wetzlar zugewiesen. L»err Direktor Hermann Hum- bert i. Fa., Mitteldeutsche Gerberei und Riemenfabrrk Aktien- gesellschast, hier, rmrrde einstimmig zum Vorsitzenden des Aüff'ichts- rates gewählt und vom Kgl. Preuß. Kriegsminrsterium bestätigt. Gingesandt. In Nr. 207 des „Gießener Anzeigers" stnden wir in dem Ar- tikel: „Stadttl^eater" folgend^ Satz: „Sind diese Bühnen (mit künstlerischem Charakter) doch zurzeit fast die einzigen Stätten, die wetten Bevölkernngskreisen Anregung Erhebung und Zerstteuung verurttteln können" Sind sie wirklich die einzigen Stätten, oder ist nicht das Gotteshaus viel mehr eine Stätte der Erhebung? Zu- ersl sollte doch die Wirklichkeit kommen, dann das Reich der Phan- lafie. Und öS SMke wie „DreimSderlharbst „Wie einst im Mäi" usw. uns im Vierden Kriegsjahr Erhebung verschaffen können, ist zum mindesten sehr zweiselhast. Lic. ReuNina. Der in Nr. 207 unseres Blattes erschienene Artikel hatte wcht die Absicht, irgendwelche gesonderte Stellung ernzunehmen. Der Abjtand zwischen der Krrche und dem Theater ist so groß und die owecke, denen sie diene;:, sind so verschieden, daß ein Verglich zwpchcn beiden nicht gezogen werden kann. Wenn in dem Ebr- gclandt gesagt wird: zuerst sollte doch die Mrklichkett kommen, .mnn das Iieich der Fantasie, so möchte;: wir hierzu brm^r- ttn, daß die recht rauhe Wirklichkett doch in genügerü>er flÜPse Anerkenmmg uiw Berücksichttgung findet, ohne daß es dem Beteiligten veriibclt werden kann, wenn er sich in zwei bis drei Abendstunden Ablenkung und Erhottmg in dem Reiche der Fantasie, das unsere größte;: Denker und Dichter beherbergt, hvltt Im übrigen verweisen wir auf den Bericht über die gestrige Stadt- verordnetensitzung. D. Schristltg.) Vevnrischtes^ Choleracpidemie in Persien.. Petersburg, 7.- Sept. (W. Bst Meldung der Peters- burger Telegraphen-Agentur. Ter russische Konffrl in Meschhrd Persten) meldet eine hefttge Choleraepidemie: in drei Tagm starben von 236 Erkrantten 202. WiLlerungsberichL. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Fortdauer der bestehenden Mitternrng. Letzte Nachrichten« Ern Hindenvnrgwort. München-Gladbach, 7. Sept. Der Bors-chende des rheinischen Fenerwehrverbarrdes Jnstizrat Odenrirchen bi Rheydt erhielt vton Feldmarschatl v. Hindenburg anläßlich der Kriegstagnng des Verbandes folgendes Telegrcmrm: „.HerOichen Dank für freundliches Meingederrken. Freue mich, da ff die Mitglieder des Feuerwehrv-erbandes durch unerschütterliches Durchhalten ims z-n helfen geloben beim Löschen des großen Weltbrandes. Wir werden des Feuers Herr wer dem" Dr. Michaelis 60. Geburtstag. Berlin, 7. Sept. Die Blätter widmen dem Reichskanzler Dr. Michaelis, der heute sein 60. Lebensjahr vollendet, achtungsvolle Wünsche. Der deutsche Gouverneur von Riga. Berlin, 8. Sept. Wie der „Lokalanz." erfährt, lourde Generalleutnant v. Alten (früher Gouverneur von Wilna^ znm Gouverneur von Riga ernannt. Dr. Adler'zu Kerker begnadigt. Wien, 7. Sept. Die heutige „Arbeiterzeitung" meldet, daß der Mörder des Grafen Stürgkh, Dr. Adler, zu achtzehn Jahren schweren Kerkers begnadigt wurde. Nibot und Elsaß-Lothringen. Basel, 7. Sept. Anläßlich der Feier der Marneschlacht vom 6.—9. Septeurber 1914 hielt Ribot an den Gräbern der gefallenen französischen Soldaten eine Rede, in der er abermals die unbedingte Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich verlangte. Deutschland solle keine Kriegsentschädigung auferlegt werden, doch müsse es die angerichteten Schäden wieder gut machen. Wolle das deutsche Volk nicht eine friedliche Demokratie werden, so laufe es Gefahr, vom Wirtschaftsleben der ganzen Welt abgeschnitten zu werden. — Ribot wandte sich zum Schlüsse seiner Rede gegen die Friedenspropaganda im eigenen Lande, die von der Regie- rung auf das energischste bekämpft werde. Buflbertr. i. «raschen u. vorzüg! Wirkung Erhältl. in Aootlieken Freiwillige Versteigerung. Montag, den 19. September, vormittags 19 Ilihr, versteigere ich Rodbeimer Straße 6 dabier (früher Rebe), gegen Barzahlung: 2tür. Kleiderschrank, 1 Kommode. 1 Küchenschrank mit Aussatz, 1 Ledersofa, mehrere Tische und Bänke, 1 Waschmaschine und andere Haushaltungsgegenstände. Versteigerung bestimmt. Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. 6620 1 Sanatorium Liodenfels i Otf| 1 zw. BarmstaiSt-EäiiSeroergmm.'z.ini.leal.Waldg.fföl S 1 iuriferFöss, rörea. Imk« imiEriioIiigsäedllrliip 1 B -MAß. Preise—Prospekt kostenlos. S. E. Dr. SsJnaltt. $ Obst- u. Oemiise-Dörrapparat für Gras- und Kohlenherd in Größen von 4, 6 und 8 Horden für jeden Haushalt, besonders bei der jetzigen Zuckerknavpheit von unschätzbarem 2derte. Empfohlen durch den GießenerHauöfrauen-Verein, u'wtc zal'lretche bisherige Besteller. 6642 Martin Dörr, Schlossermeister, Nord-Anlage 18 . Da das Herstellung.-Material bald nicht mehr zu haben ist, beeile man sich mit der Bestellung. Obstversteigerung. Dienstag, 11 . September, 'von vormittags 8 V 2 Uhr beginnend, soll das Gemeinveobst, sowie dasjenige des Fürstl. Hofkonsortiums zu Eberstadt an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft auf der Dreispitze. Eberstadt, den 6 . September 1917. Gr. Bürgermeisterei: Görlach. 6073 Die Rechnungen unserer Gemeinden für 1916 liegen in den Pfarrhäusern (die der Lukasgemeind'e in der Wohnung des H. Pfarrassistenten Lic. Neun in g) vom 10.—17. September dS. Js. täglich von 8—12 Nhr vorm, und 3—5 Uhr nachm. Zur Einsicht offen. Für den Kirchenvorstand 6645D der Matthäusgemeinde: der Markusgemeinde: Mahr, Schwabe, der Lukasgemeinde: der Johannesgemeinde: i B.: Lic. Reuning Ausseld. Obstverstesgerung. Mittwoch, den 12. ds. Mts., von vorm. 9 Uhr beginnend soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Burkhardsfelden 7. September 1917. Gr. Bürgemeisteret Burkhardsfelden: Hoffmann. 6674 Konkursverfahren. Das Ktonkursverfahren über das Vermögen der Ftrma Carl Stückrath Gießen wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 28. Juni 1917 an- genommene Zwangsvergleich durch rechtskräftigen Beschluß vom 28. Juni 1917 bestätigt ist, hierdurch aufgehoben. G:?ßen, den 4. September 1917. Großherzogliches Amtsgericht. 66518 Obstversteigerung. Donnerstag, den 13. ds. MtS. soll das Gemeindcobst (bestehend in viel Birnen, Aepfeln und etwas Zwetschen) versteigert werden. Die Bekanntmachungen derLandesobststelle sind zu^beachten. Zusammenkunft vorm. 9 Uhr im Ort. Grüningen, den 6 . September 1917. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. B i ng e l. 6644 Obstverstesgerung. Donnerstag, den 13., und Freitag, den 14. September kfd. FS. jedesmal von vormittags 9 Nhr an, soll das Obst der Gemeinde Großen- Buseck, bestehend in großen Quantitäten Aepfeln, Birnen und etwas Zwetschen, versteigert werden. Der Anfang ist am ersten Tage am Pfingst- weg und am zweiten Tage am Beurerweg. Großen-Buseck, am 8 . September 1917. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. 6660 Obstversteigernng. Montag, den IS. September ds. IS., vor- '""agö S Uhr anfangend. soll das Obst der Gemeinde B i l l i n g e n, bestehend in Aepsein, Birnen andZwetschen, versteigert werden. Die Versteigerung findet unter den bestehenden Bedingungen statt. Zusammenkunft und Ort bei der Linde. Vftllingcn, am 6 . September 1917. Gr. Bürgermeisterei Villingen. Rühl. hartgutzgloÄeil in allen Größen liefert Bolkmann, Moutabanr. Beste Referenzen zu Diensten. 0507 ' verkäufliche Häuser jegl. Art, Villenbesitz, Güter Mühlen, Gaithöse usw. an allen Plätzen. Angebote an den -Verlag des 6638sl Verkaufs-Uarkf Frankfnrf a. 11., Zeil 88.. Besuch err'olgt kosteulos. 05617! Einl.-Schwein, 100 bis 150 Pfund schwer, zu kaufen gesucht. SclterSweg 40. ^ili^dhund zu kaufen gesucht. 6684 lVest-Anlage 30. 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Z. im Felde Familie Johann Heinrich Kehr Elisabeth Germer geb. Kehr Familie Philipp Kreiling VII. nebst Kindern. Heuchelheim, den 8. September 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Gestern abend 10'/, Uhr ging meine innigstgeliebte Gattin, unsere treusorgende Mutter Frau Kornelia Dettbarn geb. Siebecke nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden heim im 77. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Dettbarn nnd Kinder. Kleh\-IJnden iWübelmstrasse 5), den 7. September 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause aus statt. 05590 Heute abend 6 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden im 74. Lebensjahre unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter 0 ^ Frau Sophie Philipp Dieses zeigen an Familie Ludwig Häuser Familie Christ. Faber Familie Kar! Häuser Ww. Stern borg, Leihgestern, Nidda, den 7. September 1917. Die Beerdigung findet ,Sonntag, den 9. Sept., nachmittags 3 Uhr, in Steinberg von der Wilhelmshöhe aus statt. Statt besonderer Anzeige. Heute entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Grossvater und Schwiegervater Oberlehrer i. P. Konrad Fuhr Die trauernden Hinterbliebenen: Oberamtsrichter Dr. Karl Fuhr Sanitätsrat Dr. Otto Fuhr und Familien. Bad Nauheim, Niederzwehren, den 5. September 1917. Die Einäscherung findet auf dem Friedhofe in Friedberg Montag, den 10. ds. Mts., vormittags 11'/, Uhr statt. .‘ Danksagung. Für die uns beim Heimgänge unserer lieben Mutter Frau Liaa ZmerWw.geb. üstaeyer allseitig erwiesene wohltuende Teilnahme sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen: i. d. N.: Wilhelm Zimmer. Giessen, den 8. September 1917. Winter - Zaatgelreide für die Herbstbestellung Zaatweizen nnd 5aatroggen.< Von anerkannten norddeutschen Saatgutwirtschaften. Verkauf erfolgt nach den gesetzlichen Bundesratbestimmungen durch Vereinigte Getreidehändler Gießen 6885 689 l ffi. m. b. H. Friedrichstraße 8 Telephon 148 u. 2004 Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachungen Großherzogl. Kreis- auttS Gießen bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis Gießen, den 7. September 1917. . Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 1. Ausführung der Reichsgetreideordnung, hier: das Ausmablcn des Getreides der Selbstversorger im Erntejahr 1917, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 141 vom 17. August 1917; 2. betr. Berkehr mit Brotgetreide und Mehl, hier: die Neichsreifebrotmarken, abgedrnckt im Kretsblatt Nr. 147 vom 24. August 1917: 3. betr. Regelung des BerkehrS mit Brotgetreide und Mebl. abgedruckt im Kreiöblalt Nr. 149 vom 29. August 1917; 4. betr., Versorgung der in der Landwirtschaft arbeitenden Pferde, der Zugochsen und Zug- k,ibe. sowle der Znchteber und Zuchtsauen, ab- gedruckt im Kreiöblait Nr. 160 vom 30. August 1917- & betr. Brotversorgung der Militärperionen und Kriegsgcsangenen, abgedruckt im Kretsblatt Nr. 153 vom 4. September 1917. 6662B Versteigerung. Mittwoch, den 12. Sev'embcr 1917 , nachmittaas ~ llbr beginnend, werden im Städtischen Hospital, ©elteiörocg Fb Mobiliar, HauöhaltungSgegenstände und verschiedene Küchengeräte durch daö Städtische Armenamt v ersteigert. ___ 6617 B flercogl. Brannschw. Bangewerkschule Helzmindea '«T Hochbau Per Cr s ' Uzfbau Sommerunicrrldjt 2. April. Reifeprüfung, winterunterricht 15. vktov» 6Uld)P*rwUttgl roll Uu fcönlgU Prwifi. ösugewerkschut». as Rote Kreuz Auch in diesem Jahre spende jeder Gietzener an seinem Geburtstage eine Gabe für das Note Krety! neue Erinnerungsblatt aus Maler Boehle's Nachlaß erworben, die Arbeit der Heimat darstellend das jedem rum Dank und ,ur (Erinnerung an den Geburt.feg m Deutschlands größter Kit gegeben wird, möge jedem Hause zlir Urkunde Len daß £* Lns treues Bürgertum einig und geschlossen mitgeholfen hat: Durchzuhalten bis zum Sieg! »Nb Darum: Kommt und gebt, jeder nach seinem Können und Vermögen, als Dankopfer am Wiegenfest und zum Zeichen treuen Einstehens für unsere Söhne und Helden draußen. Die Geburtttagsspende (Abt. des Roten Kreuzer, Alte Klinif). 5£5?^rtSrSSS?sSyi , gJ5JE2fi^ SS §SSi5i?3Ä3r4a5!: 2596