Nr. 209 Tei Sietzever Anzeiger rrscheust täqück, außer SoNntag4. - Beüagen: fciefotwer $««iiUei}&lätte*; Kreisten fit ton Kreis Steh«, Vezu-Lpreis: mmwil. 1 Mk^ mertrl- 3 Ml.', buvd) 21 bfyoic- u. ZlveigfteLen nuxtatl. 90 Bi.: durch die Post Mk. 3.— oiettett jähri. auchckl. Bestellst. Fernspreck - Anschlüsse: sür die SchriitleiUmgllZ Verlag,Geschäusstelleöl Anschrüt für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt M. Jahrgang Donnerstag. 6.September J9tf psstfcheckkonto: Zranftutt a.M. U680 Santo erlehr: Gewerbebant Gießen ZwMingrlMNd-nrS ».Verlag: vrühl'jche Unro.-Such- u.LLeinöruckerei R.Lange. §chrifL!eiiung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Aru.utjine von uiijc.^.u die Taflesnummei: dis zum Nachmil tag vorher. ZeUenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 Vf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorschrtft 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Piatzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land,Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen» (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern nahm der Artllteriekampf an der Küste tmd vom Houthoulfter-Wald bis zur Deute an Ausdehnung, Plmnnäßigkeit und Stärke $u; bisher keine Jnfanterietätig- keit. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Vor Verdun war aus dem Ostufer der Maas der Feuerkmnpj tagsüber gleichfalls gesteigert; er hielt such nachts an. * Sehr starke Fliegertätigkeit mit zahlreichen Bombenwürfen bei Tag und Nacht. Au entfernten Zielen wurden erfolgreich mit Bomben angegriffen. Dover. Boulogne, Calais. 22 feindliche Flugzeuge sind abgeschlossen worden. Leutnant Voß brachte seinen 39. Gegner zum Absturz. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. HeeresgruvpePrinzLeopoldvon Bayern. Unsere Operationen östlich von Riga haben sich, wie beabsichtigt, weiter entwickelt. D ü n a m ü n d e i st g e n o m m c n . Schwerste Küstengeschütze (bis 39,5 Zentimeter Kaliber) fielen unversehrt in unsere Hand. Nordöstlich der Düna ist die Ostsee erreicht. Der Abschnitt der livländifchen Aa ist überschritten. Südlich des Flusses hottende russische Nachhuten find ausgerieben worden. Der Feind ist im weiteren Rückzug nach Noröosten. Von der Düna bis zur Donau sonst keine großen Kampfhandlungen. Mazedonische Front. Keine Aenderung der Lage. Der Erste Generalguartierm-ister Ludendorff. ..., m Die Abendberichte. Berl in, 5. Sept. (WTB. Amtlich.) Arlilleriekampf in Flandern und vor Verdrrn. Nächtlicher Fliegerangriff auf London erfolgreich. Nordflügel und Mitte der russischen 12. Armee ist in schnellem Rückzug. Nordflügel und Mitte der russischen 12. Armee sin rn schnellem Rückzüge; diese neueste Meldung der Oberste Heeresleitung beweist, daß die Russen noch, nicht die Krai gefunden haben, sich zu sammeln Und die Einbruchrsstell der deutschen Korps abzuriegeln. Je länger der eigeittlich Widerstand aussetzt, um so raum greifend er können unser Operationen sich answirken. Ruch der Einnahme von Dünc münde, wo schwerste Küstengeschütze in unsere Hund fteler tvurde nordöstlich der Düna die Ostsee erreicht und di livländische Aa im Nordosten von Riga überschritten. Süt lich des Flusses steherlde russische Nachhuten wurden dabc gefatzt und ausgerieben. Das russische Heer zieht sich nac Nordosten zurück und wird längs der Bahnlinie Riga- Wenden-W ulk in der Richtung auf den Peipussee weite gedrängt, der sich allerdings erst in einer Entfernung vo Kilometern von Riga guer zwischen der Grenze vo> Estland und dein Gonvernement St. Petersburg von Norde nach Süden erstreckt. Wo die Russen auf der livländische Seenplatte Halt finden werden, das hängt von den „Mas nahmen" ab, die der russische Heeresbericht vom 4. Ser tember ankündigt. Einige Opttmisten sprechen schon vo errwm kühnen Bormarsch ans Petersburg, ohne zu bedenker daß vom Peipussee aus die Entfernung bis dorthin noch mals 200 Kilometer beträgt. Andere sehen Operation.^ J" b ^ r Achtung Dünaburg voraus, das aber ebenfall IM Kilometer von der Uebergangsstelle bei Uexküll düna ^Ovovts liegt. Bisher hat der deutsche Tagesbericht no-c mchts Derartiges angedeutet. Es ließ sich nur erkennen daß von deni östlich der Düna geschaffenen Brückenköpfe di dMtschen Korps sich nord- und nvrdwestwärts gewende Yaven. Allerdings spricht der schon erwähnte russische Be Sr** 1-. September von starker Artillerietätigkeit zrvi 'l chen Frredrichst adt und Düna bürg. Wie dem auch sei, wir wollen uns mit dem Erreichtei bn^ben und es allein unserer obersten Heeresfeitun: überlassen, welche Ziele erreicht werden sollen. uisigend ist es, zu sehen, wie sich die Ententegenossei bei dliga * u beruhigen suchen 1 *. aiter P Uud zwar imnrerhin etwas besorgt ^er Reuter verbreitet folgende Erklärung zum Falle vor SÄ“ ÄrtÄ“ ferU1,9Cn in rä ^ rIWtem Wider nnn 5üL®tcif«t ifl matt der Ansicht, daß der Fal LrZNNvhtw b^ütmrgsivN ist. wie er in verschiedenen Kreise- d-r^fteltt werde Riga sei den Deutschen wie üne reife Frnch bvbe mit dein Fall der Stadt fcfoi gwechnet. Jrn übrrgen habe die Räumung Riga fiteres zu Leuten, daß die Deutschen Herren de seren. Man atatt, daß der Vorstoß der Deut & **« ^ Äen Eifolg , DenrgeFenüber sei eine Betrachtung des „Nerner In wredevgegeben. daS mllein bat örtlidjeit ®t SSr-ZL • Rl 9 a : »HE dessen strategische Auswirkung zu be deru vergebt,^" Seindesriugen im Westei „Der deutscl>e Erfolg hat rein örtlichen und vor alleni moralischen Charakter. Während an anderen Teilen der Front wochenlang um einen oder zwei Kilonveter Boden gerungen und diuZ mit wlgeheuren Verlusten' Erreichte als Erfolg ohnegleichen ausgerufen wird, gelingt bei Riga im Osten deni Prinzen Leopold von Bayern der Uebergang zu eirrer weittiurmigen Bewegungsschlacht und zur Besetzung eines Geländes von einem Tagemarsch und das innerhalb viermal 24 Stunden ohue große Aufmaämng. Tie russische Armee zieht mit ihren Truppen in einer Eile ab, die nichts mit einem geordneten Rückzug zu tun hat." Ja, es kommt auch, wie Reuter richtig bemerkt, daraus an, wie sich die Lage zur See entwickeln wird. Wir wissen nun, daß unsere Seestreitkräfte an dem bisherigen Erfolge vollsten Anteil hatten. Rigas Wert als militärischer Stützpunkt hängt, wie auch „Stockholms Dagblad" feststellt, in hohem Grade davon ab, wer in der Rigaischen Bucht zur See stärker ist. Die russische Flotte ist jedoch nicht mehr, was sie vor der Revolution war, und ihr Rückzugs von Riga beweist, daß wir keine kräftige, russische Gegenoffensive von der Seeseite her mehr zu befürchten haben. Wiederum war es keine Eroberungslust, die uns zu diesem Siege zwang, sondern der Wille zum Frieden. Wir müssen hart sein, um den Trotz des Feindes zu brechen, der von seinem Willen, uns zu vernichten, rridjt abläßt. „Hat nicht uns zum Manne geschmiedet die allmächtige Zeit und das ewige Schicksal?" Wir müssen siegen, um zum Frieden zu gelangen.- Darum müssen wir auch alle wie ein Mann zusammen stehen, und die Parteien daheim haben die Pflicht, ihrerseits allen streit beiseite zu lassen, um den Tapferen draußen, die uns den Frieden erzwingen sollen, kein in sich gespaltenes, sondern ein einiges Deutschland zu zeigen. Geben wir noch zur Beherzigung eine Aeußerrrng des Vorwärts wieder, die auch von unseren Gegnern nicht übergehen werden möge. Er schreibt: .'Wir erhoffen von der Einnahme Rigas eine Erschütterung' des kriegslügnettschen Glaubens, deutsche Friedenswünsche seien eisi Zeichen deutscher Schwäche. Nack dem Willen der Gegner stebt uns ern werter Kciegswinter bevor, der uns cb n o hart werden wird wie ihnen, chn^Wtchlter, der,allen Ländern schwere Le weil aufa erlegen und die SterblichLest vermehren wird. Zusammen- Brechen werden wir in ihm nicht! Mögen die Gegner eine stimme hören, die nie aufgeregten KriegsproplZeten gefolgt ist und. N«ks an die nüchternw Beobachtung der Dinge gehalten hat! Wer drüben dem deutschen Volk große Schwierigkeiten für diesen Winter prophezeit, hat unzweifelhaft recht. Wer den Zusammenbruch Deutschlands voraus sagt, ist ein Phantast oder ein Lugner. Der Frieden wird nicht kommen, wenn Deutschland zu- lammenbricht, sondern wenn sich die Völker nicht mehr von Lügnern und Phantasten am Leitseil führen lassen" „Es ist erfteulich, daß die deutsche Antwort an den Papst mckt im Zeichen schwindender deutscher Militärkraft stehen wird, smrdern im Zeichen eines deutschen Kraftbeweises. Um'so ostener^kann sie aussprechen, daß das deutsche Volk aus diesem Kriege reinen andern Gewinn heimttagen will als den eines durch internationale Rechtsgarantien gesicherten dauernden Friedens. Lehnen die Gegner ab-, so ist das gmrze deutsck-e Voll bereit, daran Mitzuhelfen, daß Riga in diesem Kriege nicht der letzte Waffen- ersolg bleckt. e>o und nur so körmen Kriegführung und Politik gemeinsam das schwerste Werk, das je einem Volke ariferlegt war, erfolgreich beenden!" Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich' wir verlautbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. Im Bereiche der österreichisch-ungarischen Streitträf kerne besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. ^.Dkr 19. Tag der 11. Iso n^o sch lacht war von schwere blutigen Kämpfen erffillt. Bei Madoni stießen unsei Sturmtruppen im Vorgehen auf einen tiesgegliederten itali, urschen Angriff und geboten ihm Halt. Vier weitere Anariß wurden abgeschlagen. Der Monte San Gabriele steht seit gestern früh erner rnr Mrttetpnnkt eines zu größter Heftigkeit gesteigerte Ringens. Der Feind stirrmt immer wieder gegen den Fett gipfel an. der wiederholt in seine Hand fiel, nur kurz darar von unrerer ruhmreichen Infanterie zurückerobert zu wer den. Der auf beiden Seiten mit größter Zähigkeit geführi Kamps dauerte brs zur Stunde in unverminderter Stärke ar Ber Görz machte der Italiener einige vergliche Vorstoß Eine bei Selo und Vdeazza zu Stellungsberichtigunge angesetzte Unternehmung unserer Truppen loste auf der gar zen Karsthochfläche heftige Zusammenstöße aus. Alle von der Gegner unternommenen Angriffe brachen dank der stank haften Haltung unserer kriegserprobten Karstverteidiger w smmnen. Hunderte italienische Offiziere und über viettaufen Mann fielen als Gefangene in unsere Hand. Die Gesamt ! er *5 lt Beginn der Schlacht eingebrnckften Gefangene beläuft sich auf 15 900 Mann. Triest wurde wieder Meimal von italienischen Flieger angegriffen. Der Chef des Generalstabes. .In der Nacht vom 3. mrf den 4. September belegte ein größere Anzahl feindlicher Flugzeuge Pola mit etwa 10 Bomben, die in der Stadt einigen Privaffchaden verursach ten. Eln kleines Strohlager außerhalb der Stadt geriet i Brand. Militärische Objekte erlitten nur geringfügigen Dach tckaden. Es ist kein Meuschenverlnst zu beklagen. Flottenkommando. Die Kämpfe in West und Gst. Berlin, 5. Sept. (WTB.) Die Arttllerieschlacht in Flandern tobte mit besonderer Heftigkeit an der Küste und in Gegend des Houthoulster Waldes sowie ösllich von Ipern. Die Abwehrwirkung der deutschen Arttllerie wurde mit gleichem Erfolge fortgesetzt. Zahlreiche Explosionen und Brände konnten in den beschossenen englischen Batteriestellungen beobachtet werden. Nördlich des Kanals von Hollebee^e schob die deutsche Infanterie ihre Linie etwas vor. De^ Versuch englischer Monitore, die flandrische Mste zu beschießen, schetterte. Sie wurden zweimal vertrieben. Im Artois war die Artillerietätigkeit gering, ebenso in der Gegend von St. Quentin, wo sich das Feuer erst am späten Nachmittag auf die Stadt steigeitte. An der Aisne wurden die deutschen Stellungen in Gegend Hurtebise Ferme mit schweren Kalibern beschossen. Am Winterberge wurde eine französische Jägerpatroullle vertrieben. Deutsche Flieger belegten französische Muni- tronslager und Unterkünfte mit Bomben. Mehrere Explosionen und Brände wurden beobachtet. Am Morgen des 4. September wurde eine französische Patrmlille nördlich Reims abgewiesen, desgleichen eine nördlich vlvu Vienne- le-Chateau. An der Verdun-Front war der Arttlleriekampf besonders stark in Gegend Beaumont Und des Chaume-Waldes sowie ber der Vauquois-Höhe. Die deutschen Batterien setzten mrt allen Mitteln die Beschießung der französischen Artillerie fort. Neuanlagen, Schanzarbeiten und Bewegungen der Franzosen wurden unter Zerstörungs- und Bernich- tungsfeuer genommen. Im Osten hat die deutsche Verfolgung an der Rigaer Front die Gegend von Hinzeitberg an der Straße und Bahn nach Wenden erreicht. An der übrigen Ostfront lediglich Arttlleriefeuer und Patrouillentäiigleit. Die Gefangenen und Beute aus den Deilkämpfen südlich des Pruth erhöhte sich aus 4 Offiziere, 229 Manu und einige Maschinengewehre. wie Riga fiel. Die veteiligung unserer Seestreitkräfte. Berlin, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Bei der Ein» nähme von Riga und Dünamünde haben sich die dem Oberbefehlshaber der Ostsee unterstellten Seestreitkräfte tatkräftig beteiligt. Unterseeboote der Flottille Kurland drangen in den durch russische Minensperren, Netze und sonstige Sinder- ni>le zerstörten Rigaischen Meerbusen unter energischer Un- terstützung der Minenräumdivisionen ein und beschossen von der See aus die aus Dünamünde auf der Straße nach Per- nigel fliehenden russischen Truppen. Gleichzeitig hielten sie durch ihre Anwesenheit im Rigaisä-en Meerbusen die russischen Seestreitkräfte von einer Beschießung unserer Truppen von See aus ab. Schneidig und erfolgreich griffen die Flug- zeuggeschwader unserer Seeflugstationen Windau und An- gernsee die rückwärtigen Verbindungen der Russen und die nach Ojten zu führenden Straßen und Eisenbahnlinien an mrd erzielten auf Bahnhöfe und fahrende Züge sowie auf die auf den Straßen zurückflutenben russischen Truppen zahlreiche Treffer. Von den aus Dünamünde auslaufenden russischen Danrpferm wurden von den Flugzeugen mehrer, durch Bomben getroffen und blieben, in Hellen Flammer steherrd, vor dem Hasen liegen. Rusfischer Bericht vom 4. September: Unsere Truppen verließen am Mvrgen des 3. September Riga, nachdem sie die Beftstigungen westlich Dünamünde und die Brücken über die Tüna gesprengt hatten. Sie setzen gegenwärttg ihren Rtickz-ug nordösllich längs der Mste sott. Tie Dörfer' Kbalikuell, 40 Werft sicklich Pernau, Hainasch, Msjuell urck Pidde an der Küste des' Rigaischen Meerbusens wurden von der feindlichen Flotte be)'chassen. In der Gegend von Uexküll fuhren die Deutschen am 3. September sott, ihren Erfolg in nördlicher Richttmg auf der Straße Waldenrode—Pskow sowie in nordöst- . licher Richtung auf Märchen zu entwickeln, um unsere Stellungen bei Dünamünde zu umgehen. Gegen abend Vertrieb der Feind unsere Truppen am Gr.-Jägelbach aus ihren Stellungen, durchbrach unsere Front auf einer Ausdehnung Gon 13 Werst in der Gegend von Wäldenrode Und bemächtigte sich dieses Ottcs. Unsere Truppen ziehen sich in nördlicher Richtung zurück. Wir ergreifen Maßnahmen, um den Tuvchbruch auszugleichen. In der Gegend von Milden, Rübnack und Krantzen konnten sich unsere Truppen miter dem Truck des Feindes nicht halten, nick ziehen sich in nordöUicher Richtung zurück. Horden desorganisietter Soldaten ergießen sick unwiderstehlich auf die Sttaße nach Pskow, sowie auf die Straß von Bider nach Lemberg. In der Gegend von Tünamürcke lebhaftt Artilleriekämpfe. ' Rumänische Front: In der Richtung Lk^emovice in der Gegend südlrch des Dorfes Slobodcza wurden feindliche Angriffe mtt großen Verlusten abgeschlagen. An der Wrigen FwM und im Kaukasus Gewehrseuer. Bor Rigas Falle. „ ^ Berlin, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Unter der lleberjchrift: „Die Furcht vor her deutschen Offensive an der Dunafront — unbegründet!" meldete die „Birshewija Wje- douwltt" vom 16. August aus Riga: Der Führer der zehnten Armee sagte: Gerüchte einer deutschen Offensive werden von deutschen Agenten verbreitet, um offenbar in den an die' Front angrenzenden Gebieten Unruhen hervorzurufen und untere Trirpben dort festzuhalten. Wenn die Deutschen wirk- lrch dort angreffen wollten, würden sie sich wirklich nicht auf em Gebiet wie das Mitauer beschränken können: vielmehr mußten sie rn mehr östlicher Richtung über die Düna vor- gehen. Das wäre aber eine ungeheure Operation, die nur mttsehr starken Kräften erfolgreich durchgeführt werden rörrnte. Die nötigen Truppen, twr allem Artillerie, stehen wegen bcr Operatwlien an der rumänischen tfrom und der an der Westfront beginnenden Offensive der Franzosen nicht zur Verfügung. Lübeck und Riga. Lübeck, 4. Sept. (MTV.) Handelskammerpresident Dumpkn: landte namens der Kiaufmannschast zu Lübeck nachstehendes Telv- Framm an den Kaiser, an dqn ReichstanUer Dr Michaelis uardl an Generalfeldmarschall' v. Hindenburg. „Rigas glorreiche Befreiung löste, wie überall im deutschen lfc, )o vornehmlich in Lübecks Kaufmannschaft einen stolzen und bei redenden Jubel aus. Seitdem vor sieben Iahrbrtuderten deutilchch Kanrleute zuerst am Dünastvaude Inst gefasst hatten, hat dieses teste Bollwerk deutscher Kraft und Gesittung! allen Stürmen macht- ^ll getrotzt. Untei Rigas Führung haben die in untrennbarere Einheit mit Deutschland engverbuiidetien Ostseeprvvinzen der großrussischen Flut mutig widerstanden. Ist Rigas Befreiung erblickt das baltische Deutschtum und mit ihm das ganze deittsche Dollk die neue Morgenröte freier Entfaltung und die fesch Gewähr zun Äeich gegen die innere (Blstnüchchrg, die geigen die um die baltische Kstite spinnenden gefährlichen englischen Ränke. Aus dem durch die Waffentat neu besiegelten unerschpitterlichen deutschen Siegtes- willen aber schöpft Lübecks Kaufmannschaft in Uehereinstimmlmigj mit den Kwrdgebstng-en .Hamburgs und Brenvsns dir stolze Gemißt heit, das; mit allen feindlichen Macheckscht/ften auch der erbärmliche, plumpe Versuch des amerikanischen Präsidenten, einen Keil zwischen das deutsche Bott und seinen Kaiser.zu treiben, mißlingen wird. Hu unerschütterlicher Treue sielst hertte mehr denn je fest geschart um seinen Kaiser d(as deutsche Volk, im unverbrüchlichen Glauben a>st den baldigen Endsieg, der seine Zukunft mstchitvoll sichert." Von Affegsbriefe aus dem Osten. unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Rachdruck, auch auszugsweise, verboten.)' Der Düna-Uehergang bei Uexküll. . An der Düna, 2. September. unter eiligem Schweigen dos Sowjet und dem Beifalls schreien bev Englandfreunde hielt Kornilow in Moskau seine große Kricgs- rwe. Nichts von Verhandlungen mit den Deutschen! Krieg wird rmr durch Kampf entschieden! Keine Ruhe — Krieg, bis die Deut- schen. vernichtet sind! Es gibt da nur eine Antwort, die verständlich M, jede andere verlängert den .Krieg: In der Nacht vom ™ VgpW h September überschritten Teile der deutschen Nord-Armee die Düna. . Au drei Stellen war der Uebergang gegenüber Uexküll vorbe- innerhalb der Elster-Insel, zlmschen Elster-Insel und Insel B^rrov'itz und oberhalb Borkowitz wurden die Vorbereitungen ge- ttosten. Die Pontone standen hinter der ersten Schützenlinie bereit, ^aufstege lagen über den Gräben, die Minenwerfer waren fertig, ihre Apparate die flache eingesehene Böschung hinabzuttagen unter dem Schutze der Nacht. Es gehörte Entschlossenheit und Kühnheit bie «teile bei llegküll zu wählen: denn die Russen hatten ihren kleinen Brückenkopf ausgegeben, und die Hök^n dicht hinter! dem Ostuter beherrschten weithin die flache Senke am Westuser! die über 300 Meter breite Düna. Alle Vorteile der Lage k nutzten den Russen nichts, die furchtbare deutsche Feuervorbereitung! zerschbig leben Widerstand. Um 4 Uhr früh begann die Artillerie die ruswchen Geichütze mit Gasgranaten znzudecken, um 6 Uhr legteu öre schweren Granaten den Sperrgürtel auf die höhere Stellung der zweiten Linie, und um 6 Uhr 30 begannen die dicht- mai srerten Minenwerfer die Arbeit, die in kurzer Zeit die russische Stellung hinter dem Flußnfer in ein Tricksterfeld verwandelte. Dünaufer versank unter Rauchfahnen und den grauen Wvlken - 3e ' ^ ar Ziegelbauten, Häuser von Uexküll, die rcj fte Linie einbezogen waren, wurden zu Staub zermürbt, und hohe ro« Wolken flatterten mit den weißen und schwarzen wie rie- Nge waldblche deutsche Siegesfahnen über der Stellung. Etwas nach 9 Uhr wurden die Pontons zu Wasser gebracht, an allen drei Stellen gleichzeitig. Nur eine geringe Anzahl war ausgefallen, weil ..^Etscke Arti..ene sie durchsiebt lmtte. Noch waren einige rusche Maichmeiigewehre intakt und begannen zu feuern. Die ichweren Minen brachten sie zum Schweigen. Wie im Vtanöver ging dann der Uebergang bei strahlender Herbstsonne vor sich. Wir haben beim Uebergang keinen Mann verloren. Die Infanterie sprang Mis Laich. Schon nach einer Viertelstunde sah man die Weilen hinter den Höhen der stveiten russischen Linie verschwinden. ^ötxm drüben waren ein ein wüstes Chaos, aus dem völlig gebrochen noch) an tausend Gefangene sich herausarbeiteten Ganre Sttccken waren eingeebnet, in den Unterständen lagen die Toten grauenvoll übereinander. Ueber dem zerschossenen Nngang emes kleinen Gutshanses gegenüber der Nordsprtze der Elster-Insel A ich E zerbröckelter Wand den alten deutschen Spruch: „Herr chhrcht, behüte dieses Haus — und die drin gehen ein und aus". . n witwärts vom Portal lag ein toter russischer Offizier wie lästafeich, die linke Hand hielt noch) die Gasmaske fest umklammert. Bor einem zerschossenen mächtigen Birnbaum flatterte em lettiiches Zeitungsblatt. Ich verstand nur ein Wvrt: „Stock- Langrohrgeschütze schossen in langen Pausen über ^chlvchtteld. Ganz ferne gingen die Leuchtkugeln unserer vorwärts kämpfenden Infanterie hoch, Brandivolken stiegen am Ho- llwer dem Druck des deutschen Stoßes begannen die Rufün den Brückenkopf Riga zu räumen: wie Scharen von Herbst- vogeln zogen Flieger in Geschwadern durch den dunkelblauen Hcrbsthlmmel. Rolf Brand, Kriegsberichterstatter. ««r irrri> ©-afmmrJargCT: txm 'SXln^ i WwiTten beben am stärksten qetüten. ®o*u greift Me Kartoffel- fünften. Jftre Wirkung zeigte sich rn ,gn*i Drcmft-n nnd Er- Eanfheit nm sich. An vielen Orten sangen sie an, auf MnF-lMntz vlv innen. In der folqendsn Nacht griff ein Geschwader Lasen- -Mid »n faulen. 1 ^ Bahnanlagen der Festung Calais mit 6500 Kilogramm Bomben 1 v-t /-vOr-\ v r ywi _r _ Y i ' r nr\ « < ^ / Sprengstoff an und verursachte einen großen Brand, der noch nach mehreren stunden zu sehen war. Gin anderes Geschwader wählte HZerards Enthüllungen. wxuuuvu $U ,eyen war. ircn Mioeres cnei-wroaver mcrmte q> 0 „ r - . _ __ _ emeirt das HintergeLände der Schl-achtfront von .Verdun zum Ziele n , 4 Sept. lWTB.) Eurer Reutermelduug zufolge .. f ' CTJ -rr -L 7 UI | U/U | U-L ___ ... -- lungsten Vcronentlichung im „Tailp Telegraph" die letzte Wvche L°itf Ic r^' Er erzählt, daß er schließlich, als vr eärrgesehen «w nmiiLcn uci ,m:m fufu my^men ^conoiia?: 1 ,,hÜ. h Hoffnung aus eine friedliche Lösung mehr Vordre Lage und Wirkung .ihrer genau gezielten Bombenabwürfe x e Ä ter ! verzweifelten Bermch unternahm, dev einwandfrei beobachten. In Sonikly, Lemmas und Dugnp »vurden * Sha ^ beispiellos sei — Er habe sich zahlreiche Bolltteffer in ihren Zielen erkannt. In einem Waldlager i pÄ md Sch«mwerfer wurden mit den Mrschmengewehr-n beschoffen. SefÄÄ f $J m ?*““! bo? der Präsident Wo sich auf ©trafen und Ortschaften Trrrstpenverkehr zeigte. B^L^Mtte rm Unteres e Ms Fr,-chenZ bftlrge Auf Meftft wurde er unter Feuer genommen. Mehrere Mngzenge nnMrnahw.«. SÄ^na an ^ n L n , h ^ n - ® ,nm ®“® ">°tcr sei Me m der Nacht vom 3. Mml 4. einen treuen, ArgM auf England «eacitüW 9 Mefen^!.»’^ ? r , . . . Tre Krmgtchäscn Chathwn IMÄ Sheernctz., sowie der wichtig^ Zchr^fen Ms fte^ S'"Jf/tn MrarftgeS LanMlshafen und StapeWatz Zamschte wtrrMn auzgiebig miN wmdm ist Wed»BetM^n «Fl 9\r\m he-n orMr^Tv^.v^ef,_cD _i... I r, • ; T,r - fY ^. eoer . -oetymanu Hollweg noch das Auswarttge Amt i>t in den Besitz eines solchen Briefes gelangt. Bomben beworfen. Abwehrgesch'itze und Scheinwerfer konnten üniere Flieger nicht an der Erfütlnng ihrer Aufttäge hindern Pour le merite. I Die Lage in Rumänien. (WTB.) Der bekarrnte Kampfflieger Leut- Bern 5. Sept (WTB) Ter Sonderberichterstatter der nant Müller, der erst vor kurzem anläMch feines 21. LnftfichcDi „Neuen Züricher Zeitung" in Jchch drMe^dü L^geÄ tem vom Offfzier-LlellVertreter zum Offizier befördert wurde, erhielt I vom Krieg noch nickst hvtrntf™™ S n-PTt n ! rnOU M cirv n y T -vv» 'r\ v». . 4 i. CfY\ .** 'f i _ — _ _ t t . -Kl oV »um Xw/||i;iLCL uu|ui-ui.n. IUiULltc, o-ertörben Pour le mente. Leutnant Müller ging aus. dem Mann« s-chaftsl Kinde hervor, ldiente vor (zehn Jahren aktiv bei einem bayerischen Jüfianlerie-MjegimQtt Ed ttat beim Ajusbruch des, Sieges wieder ern. Er ist somit der erste aktive, aus dem Mann- chaftsstandL. hervorgegangene Soldat, der die hohe Auszeichnung' des Ordens Pour le mjeride erringen.Konnte. Feindlicher Fliegerangriff. «•-j- 5. Sept. (WTB.) Heute früh warf ein feindlicher rplieger in der Nähe von Offenburg zwei Bomben ab. die ohne geglichen Schaden zu verursachen ans freiem Felde nrederfielem Die Lage in Rußland. Die Neuordnung hinter der Front. Kopenhagen, 5. Sept. (WTB. Nechtamtl.) „Nationalti- vende" meldet ans Petersburg: Ter Direktor des Kriegsmiuiste- ip-r Plrr-H-o S./»,? >.v.fv CTY) — J _;_ Erden der Regierung einen Plan, betteffend die Neuordnungen I ,lUjl l?”£f Rettung unter Anklage aus. hinter der Front, einreichen. Tie Regiermigskommissare beim .Heere E Kanrmer deschwtz mit 133 gegen 10 Stimmen, das Kabi- jetzigen Organisationen im Heere würden beibehalten Skuludts vor den Obersten Gerichtshof zu stellen. Mit » gegen 8 Stimmer wurde beschlossen, das Kabinett ^ambros-Zographos nicht zu verfolgen. Die Kammer wühlte zwei Untersuchungsausschüsse und vertagte sich für 20 Tage. Effad Pascha angeklagt. ßi* y . r . “ 1 , o u m 1 7 üiui/ici, ult, ^vtiyc ui Uvii noch Nickst betroffenen Landesteil Rumäniens sei ent- sttzlrch. Die wiederholt vorgekommenen Fälle von Meutereien und Fahnenflucht russischer Soldaten wirkten äußerst beklemmend und denioralinerend. Die Bevölkerung hungere und habe jedes Interesse an dem Gaiig der Kriegserergnisse verloren, da sie sich von den .ruffischen Soldaten immer meist verlassen und durch die Not bedruckt ffihle. Tie rumänischen Parlamentarier seien gezwungen, ^ UTtö ^ breite Oeffentlichkert über die Lage in der JJc oidau rüchichtslos anfzuklären, damit die russische Regierung' der rumanlichen ^>ache mehr Aufmerksamkeit znwende. 2tus Griechenland. Athen, 4. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der ^Igenee Havas. Die Kammer erörterte die Vorlage, die Minister der früheren Ministerien vor den Obergerichtshof zu stellen. Ventselos verlangte, daß der Kreter Michelkadie, ehemaliger Unterrichtsminister unter Skuludis, nicht vor den Obersten Gerichtshof gestellt werde. Einige Redner -- ^uu.oum,y. ^.U -ÜUUUIl Utö 0LtlCllf0lTllIlllie 5! rrams' Sawinkow, erklärte, das Kriegs- und Marinemrnisterium I ^>35 'Einer Plan, betteffend die Nenordimngen ^ sich zugunsten ferner Stellung unter Anlage aus. ........ ,ie Regiermigskommissare beim Heere 1 Kammer beschloß mrt 133 aeaen 10 ^stimmen, das Kabr- und die jetzigen Organisationen im Heere würden beibehalten " .-uti iuuwA.il UCUAl/UUCJl Werden; doch feien die letzteren nicht mehr'bevechtigt, in gegebene Befehle einzngveifen oder Ernennungen vorzunehmen. Mehlmangel an der russischen Front. Bern, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin" meldet aus Petersburg: Auf der Südwestfrout ist nirgends mehr Mehl eingetroffen. Die Lage ist kritisch. Die Armee durfte bald kein Brot mehr haben. Die Truppenführer wurden aufgefordert, Mehl zu requirieren, im Notfall gewaltsam. Lebensmittelkrisis in Petersburg. Amsterdam, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Allgemen Handelsblad" wird der Erckxmge Telegraf Company aus Petersburg gemeldet, daß in der rusffschen Hauptstadt eine Lebcns- niittelkrijis ausgebnochen ist. Es! ist nur mehr Brot für 2 bis 3 Tage > vorhanden. Auch in Finnland ist die Lebensmittel frage in eut ernstes Ltadrum getreten. Petersburger Gemeinderatswahlen. ^ 1 Sept- (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Nach den bisherigen Angaben über den Ausgang der Gemeinderatswahlen lfaben die Sozialrevolutionäre die meisten Ditze gewannen. Die Kadetten kommen un zweiter Ldelle, die BolsckMckki an dritter. Gefangene Großfürsten. Petersburg, 5. Sept. (WTB. Nichtamrd.- ^onng oer Pettrsbnrger Telegraphen-Agentnr: Wie die Blätter melden, ver- mgte die Regierung im Zusammenhang mit der gegenrevolutio- ShÄ2' '&“Ä 1 ™* e - .d-tz dic Berlin, 5. Sept. (Priv.-Tel.) Der „Boffifchen Zeitung" wird aus Lugano gemeldet: Aus den ^Berichten italienischer Blätter ergibt 1 ich, daß Esslad Pttscha nach Rom gebracht wurde, weitz er polrtiicher Uiptri-ebe gegen Italien befüstckdigl wurde. Essad Pascha galt bisher für die Weueslt 2 Stütze der Italiener in Albanien Das schweizerisch-deutsche Wirtschassabkommen. nj . dern, 4. Sept. (WTB.1 Ueber das nunmehr ratifizierte m)weizen> ch-deutiche Wirffchaftsabkommen teilt das schweizerische Voltswirtschafts-Departement mit: Es lauft bis 30. April 1918, doch hat jeder Teil das Recht, die Uebereinkunft mft zweimonatiger tfnft mu Monatsende zu kündchen. Tie wichtigste Frage, die durch ^is Uebereinkommen für die Schweiz gelöst werden mußte, ist die Belchaffung von Kohle, Eisen und Stahl. Wie bereits im letzten Abkommen, übernimmt Deutschland durch das vorliegende keine Verpflichtung, Kohle uiid Eisen zu liefern, erteilt dagegen Aus- whrbewilllgungen von 200 000 Tonnen Kohlen und 19 000 Ton Eisen und Stahl pro Monat nnd wird in dem ermsten Bestreben^ das in den gegebenen Verhältnissen Mögliche zn tun, die Lieferest 1 Sur Lieferung anhalten und den Transport fördern Der Preis für (WTB. Nichtamtt.) Meldung der 200 000 Tonnen Kohle wird bis 30 April 1918 auf der Basis -acht nahmen sechs Flugzeuge teil. Sie kamen bis ^hatam warfen ans Jsle' of Tränet und die Gebiete von L>yeemreß urw Chatam Bomben ab. Es wurden keine Mili- ftrrpersouen getötet. Ein Zivilist wurde getötet, sech^'sind verwunoet worben. Der Sachschaden ist gering. Unsere Fluq ^uge stiegen ctuf und unsere Abwehrgeschütze feuerten ohne Ergebnis. — Der Parlamentssekrelür der Admiralität teilt mrt, daß während des Angriffs 107 Mannschaften der " Manne getötet und 86 verwundet wurden. London, 0 . Sept (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeld. Durchdringender Lärm weckte nachts die Bewv-Hner von Chatham, Rocpester, WrllinglMn und Umgebung. Man nahm fernvlrche Flugzeuge wahr, die über den dortigen Bezirken kreuzten. Zrveimal wurde eine Anzahl Bomben abgeworfen ^n dem Bezirk Chatam ftelen 12 bis 15 Bomben nieder Der Schaden,^ der an Privateigentum in der Stadt angerichtet wurde, ist gering. Unglücklicherweise wurden viele Personen durch eine Bombe getötet, die einem Teil der Marine- kaserne traf. Berlin 6. «. Abkomm.» Mr, daß MiMrfuts Ansfuh^ll E Mn für M Mr" m -’ Tiüriphin-W? ,^urde federmann außer den Hun- embarende Austanfchungen und darüber hinaus wie bisher ohne £Ä£ Binnen ’I lr edliche Ruhe die besondere Gegenleistung im Ralfen des Möglich^ertellt w'erL Däneinark^vurückwllpn C h^ 0 2 1 ^ wurden an Deutfchland ,oll lxmptfächlich erhebliche Mengen von Kunstdünger der 'Kieler ^Kanal wttd? wieder, freilaffen. fowte eine gewisse Menge Zucker als Ersatz desjenigen ,em ' Helgoland wurde wieder der m Schokolade, kondensierter Milch Früchten und Konserven mii HuMnd würde unter Aufgabe der Reichsein- der Schlveiz geliefert wird. Ferner^ sirw^ ^schhr wra^u - Men fcÄ: däm?^b sftauch M.i7Lam^"" ^ U"r «eUen, UfübTt: Lntuelft Sieferun« Ln frS otft. ObfK “n B ne aucv i-icyttg zeigen. ähnlichen Pwdutten, soweit der fchüveizerische Bedarf die Ausfuhr Die deutschen Kolonien. ermöglicht. Haag, 4. Sept. (WTB.) Ter „Nieuwe Rotterdamsche Cou- | Gras Czernin in Berlin raiü rneldet: Anläßlich des Vorschlages Lloyd Georges, daß die Eingeborenen der deutschen Kolonien selbst darüber bestimmen ^0^ bei Deutschland bleiben wollen, wett die englische Bereinigung gegen Sklaverei in London eine Berlammlung ab. m der diese Frage erörtert wurde. Charles Burlvn ttat gegen den Vorschlag Lloyd Georges auf und sagte u. a : „Wenn, wir die deutschen Kolonien mit der Begründung annektterem daß dies der Wunsch der Eingeboreiien ist, müssen wir .. r e n, 5 Sept. (WTB.) Ter Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf Czernin. ist gestern in Begleitung des Legattonsrates Grafen Colloredo-Mannsseld nach Berlin abgereist. Ein Glückwunsch Hindenbnrgs an sein österreichisches Regiment. ^ Vrag, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Wie dem „Prager Tageblatt aus Pils«: berichtet wird, hat Getieralfeldmarschall sx“'“in 4 t a I »sä»» faÄ 5 s“‘r«iS HjsXÄXSÄÄSSSrS L AS . ... ... -- ^Wcms -die ganz ausgezeichnete Haltung des Regiments bei der Bern 4 Sept (WTB. Nichtamtlich.) Nachrichten aus allen fd>1 T e c?r am Casinnlui dem tapferen Regimen Teilen Englands melden, daß schwere Regenstttrme am 27 August - seinem Erfolge l einen anftichttqen Glückwunsch ausspricht uni nach emer längeren Periode nassen und soiim-nloseir Wetters einen im ^ A^de darüber auÄrrückt, daß es ihm dank der Gnade seine! verderblichen Eiiifkuß auf die Ernt ehatten. Laut „Daily Mail' Liestal des Kaisers Karl vergönnt sei, Chef dieser hervorragende steht der Generaldtrekwr des Lebensmfttelamts die Lage ättßerst! Zvui> ^ ^ sem. Das Regiment ergänzt sich ans Stuhlweißenburg a £ n lögt: ^ce Ernteberichte für die Vorwock>e ^e,chend schlecht, um die schwersten Besorgnisse zu erregen. .•• U ‘9enf(ulcn das ungemähle Gctteide zu o'grb.nl stehende schwer geschädigt. Die Zerttag fuhrt Lloyd (ffearges Rede im Parlament, in der es über die Ernteausiickitk>i7 p»' - ?)Trr f >- k:—^ * 5 ee?rleg. Neue U-Boot Crfolge. Berlin, 5. Sept. (WTB. AEch.) Neue U-Boots^ die Ernteauss,cksten hieß: Alles kommt aus die nächsten drei Woi^n X ^ # (WTB. Arrttlich.) Neue U-Boots^ cm, wemr das Erntewettn nid* bejpnders ungünstig ist, wird^e NHe auf dem nordlrcheu Kriegsschauplätze: ‘SOOOC. Snge des Landes hinsichtlich der Lebensmittel durchaus I ^uttoregistertonnen. Unter den versenkten Sckftffen befau den sich der eiiglisck>e bewaffnete Dampfer „Claherdeyf mit 6000 Tonneti Kohleii nach Genua, sowie drei aus Ge- leitzügeli herausgeschossene Dampfer, v'vn denen zwei bewaffnet waren, und ein Tankdampfer von mindestens 400C Tonnen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Lage d^ Landes hinsichtlich der Lebensmittel ^durchaus be- ^dMnd sem. Ml. Tatsächlich, sagt die Zeitung/ . blos besonders mrgünstig, sondern schleckst ohne- „ T ^ all ‘ ) a . ^eht^ eurer der ichlechtesben Ernten der Ge- I^Ailb hat ^ ^ ic gebieterische Notwrndig- C ^ff Sparsamkeit beim Verbrauch der Nahrungs- L^^stan^ tausendfach erhöht. Bisher sind toeniger als zwei Cwntt erugebracht. Der Rest schwebt in schwer Gefahr wurde durch das Unwetter stark mitgenommen. 'Aber die ML »Imb ÄffcC orrr/ ' • Nichtamtlich.) Die „Nord uno mowelttichen Gras-»deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der Chef der Mittel Vizeadmiral Souchon abberufen. Berlin, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die meerbivtsion, Bi-eadmiral Souchon, wurde zwecks Verwendung auf einem anderen Posten in die Heimat abberufen, nachdem er beinahe vier Jahre die deutschen und während des Krieges auch die türkischen Seestreitkräfte im Mittelmeer befehligt hat. Amerikanischer Schiffsraub. Bern, 3. Sept. (WTBO ^,Matm" berichtet ans Reuyvrk: Auf dem österreichischen Dampfer „Martha" (8400 Tonnen) wurde die amerikanische Flagge gehisst. Der vor Washington liegende Dampfer wurde von dem Shipping Board beschlagnahmt und zur Verfügung des Käiegsdepartenrents für die Beförderung von Truppen und Kriegsmaterial gestellt. Erne amtliclje Erklärung besagt: Trotzdem die Vereinigten Staaten sich nicht mit Oesterreich im Kriegszustand befinden, gestattet ein intenrativnales Gesetz den Gebrauch internierter Schiffe gegen Bezahlung und Entsck-ädigung der Besitzer. Bern, 5. Seht. (WTW.) Das „Journal des Debctts" bericLstet, der englische Dampfer „Frngal" sei am letzten Samstag gesunken. Maasluis, 5. Sept. Ein heute nach England aus- gefahrener Geleitzug von Schiffen wurde auf der See von deutschen Wasserflugzeugen angegriffen. Die Dampfer Kielrecht und Thomas Krag sind deshalb in den Hafen zurückgekehrt. Kopenhagen, 5. Sepi. (WDB. Nichtamtlich.) Nach der „Nationaltidende" sind an der Westküste von Jütland viele Minen angetrieben worden. Mein in den letzten Tagen sind gegen 40 aufgefunden worden. Mehrere Leichen sind gleichfalls angetri^en, darunter die eines deutschen Marineangehörigen. A.m st e r b a m, 5. Sept. Aus Reuters Telegramm über den Untergang des Postdarnpsers City of Athene bei Kapstadt geht hervrv', daß das Schiff gegen die Borschriften, der Admiralität durch die englische Minensperre fuhr Und dabei verunglückte. Zur dem Reiche. Ein freudiges Ereignis im KronpriuzenhauS. Berlin, 5. Sept. (WTD.) Die Kronprinzessin ist um 2.15 nachmittags von einer Prinzessin glücklich «nt 4 b unfern worden. Die Kronprinzessin ^ vie Prinzessin befinden! sich! ivohl. ( Der neue Pressechef. Berlin, 4. Sept. (WDB. Amtlich.) Mit der Leitung und Ueberwachirug sämtlicher dem Reichskanzler unterstehender amtlicher Presseeinrichtunigen ist als Pressechef des Reichskanzlers in der Reichskanzlei der Leiter der Nachrichtenstellen im Zieichsamt des Innern Land rat Freiherr v Braun betraut worden. Die sächsische Verfassung? Dresden, 5. Sept. (WDB. Nichtamtlich.) In der Sitzung des Berfassungsausschusfes der Zweiten Kammer gab die Staatsregierung ans die Frage, ob sie bereit, eine dem kaiserlichen Wahkrechtserl-aH entsprechende Reform des Wahlrechtes für die Zwecke Kammer einzuleiten, die Er- llärung ab, daß sie sich nur auf die früheren Ausführungen des Ministers in der Vollsitzung vom 16. Mai 1017 beziehen könne, daß nach ihrer Meinung eine Aenderung der früheren Voraussetzungen für die damalige Erklärung zu den sozialdemokratischen und fortschrittlichen Anträgen nicht eingetreten sei. Aus dem Ausschuß wurde gefragt, ob dies die endgültige Auffassung der gesamten Staatsregierung sei. Der Regierungsvertreter entgegnete, daß er seiner Erklärung etwas weiteres nicht hirrzuzufugen habQ. Auch auf die Frage, ob die Erklärung der Regierung nur eine solche des Ministeriums des Innern sei, entgegnete der Regierungsvertreter, eine Auskunft nicht gÄ>en zu können. In der weiteren Beratung wurde festgestellt, daß der Negierung die Verantwortung für chre Erklärung überlassen sei. Die Verhandlungen. wurden darauf fortgesetzt. Berlin, -5. Sept. (W. B.) Der „Reichsänzeiger" veröffentlicht »eine Verordnung über Wein, eine solche über die Erhebung der ^Getreideernte und die ytadjprüfimg der ErnteflächenerHebung 1017, eine Bekanntmachung über die Zulassung von Meßwerk- ^ügen für Flüssigkecken Mir Eichung, eine solche .über die Zulassung von Prästsi-onsgeNückueii, aus Eisen zu 500 Gramm, nnem Kilogramm und zwei Kilogramm ohne Justierhöhlung zur Eichung, ferner eine solche betreffend die Aenderung und Ergänzung ^der Eichordnmrg, eine solche betreffend die ckebergangsbestimmimg sür ivlmeuhunq von Nkestwetkzeugen für Flüssigkeiten mit gleichartiger Einteilung, eine solche wögen Abänderung der Bekanntmachung dom 25. Juni 1015 und betreffend die Aenderung der Er- gänzamg der Eick-ordnung, sowie eine .solche wegen Mänderung der pÄsLannttnachung vom 15. lläovember 1016, betreffend die Aenderung und Ergänzung der Eichung. Aus Stadt und Lanv. Gietzen, 6. September 1917. Spart mit Gas! Aon zuständiger Stelle wird folgende Mahnung an die Bevölkerung gerichtet: Der Gasverbrauch hat in den letzten Monaten eine Steigerung von durchschnittlich Prozent erfahren, die hauptsächlich auf den Maiigel an Küchenbrand zurüc^uführen ist. Nachdem die Ortskvhlen- steQe Vs der für Hausbrandzwecke einlaufenden Kohlen für sich in Anspruch genommen hat, ist sie in der Lage, allen Haushaltungen, denen bisher Küchenbrrmd nicht zur Ber- fügung stand und die deshalb die Mahlzeiten auf dem Gasherd zubereiten nrußten, Kohlen vorerst in kleinen Mengen zuzuwersen. Nach der Verordnung des Reichskommissars für Elektrizckäsi nd Gas muß der Gasverbrauch eingeschränkt wchden und soll, wenn der monatliche Verbrauch mcht mehr als 40 ebm war, nur 80 Prozent der Menge des entsprechenden Zeitraumes des Vorjahres betragen. Für den Mehrverbrauch ist nach Anordnung des Reichskom- 2*15®** E Aufgeld von 50 Pfg. für den ebm zu bezahlen. DaU aber die Zunahme des Gasverbrauchs so weiter als bisher an, dann ist das Gaswerk nicht in der Lage, in den tvnmrenden Monaten genügend Gas herzustellen und ist ge- zwungem die Gaslieserung tagsüber stundenweise einzustellen. IM Interesse jedes Haushalts liegt es daher, mck dem Gase sparsam zu wirtschaften. ** A m tli che Personalnachrichten- Ter G r 0 ß h e zog hat am 1 September den Mldhmcer Friedrich S ch e i ck 0 ckvcrnkffrrt a. M. zum H-ruptlehrer an der Land esban gewerksch zu Dirmstadt ernarmt. — Der Großherzog emvsing he Man Vortrag: den ^taatsminister Tr. v. Ewald, den Final minister Tr. Becker, den Generaladjutanten Generalleutnant Vahn, den Ob Wägermeister Freiherrn van der Hoop, l ^rftanb beö Kabinetts Wirkt. Geheimerat Rö m held. Vom Hofe. Tie Größherzogin, begleitet von ! Ehrerrdame Frenn v. Bellersheim, begab sich am 4 Septemb imchmtttags, mit der Bahn nach Mainz, besuchte die Lazarc und nahm den Tee bei Frau Tr. Strecker. Nach dem Tee h lic nach der Höheren Töchterschule, wohnte dort einem vom Roten Kreuz bei und kehrte um 8.45 Uhr nach Wolfsgarten zurück. ** In der Städt. Obstverteilungsstelle, Brand- Platz 3, kommen morgen und die folgenden Tage Aepfel, Birnen und Zwetschen korbnieise znm Verkauf. ** Diebstähle an Heeresgütern. (W. B.) In einer größeren Anzahl deutscher Städte sind besondere nnlckärische Kommaitdos eingerichtet worden, um die Heeresgüter gegen die in der letzten Zeit^ öfter verübte:: Diebstähle zu schützen. Eine Anzahl solcher Fälle ist schon aaffgedeckt. Die Täter haben sich nun vor dem Richter zu vevMitwlorten und encpfindliche Strafen zu.verbüßen. Für derartige BerbreckM, die in der sicheren Heimat ihre im Kampf liegenden Kameraden bestehlen, gibt ös mck Reckst keine Milde. Bekanntlick) haben die Täter, da es sich fast chrrchtveg um einen Transport-Bcrnden-Diebstahl handelt, bis zu zehn Jahren Zuchthaus zu erwarten. Das möge jeder bedenken, der solchen Versuchungen ansgesetzt ist. ** Eine große Lokalau sstellnng veranstaltet vom 22.-24. September im Saale des Cafe Leib, Walltorstraße, der Vereinigte Kouinchenzucht- und Pflege verein Gießen. Vckt der Ausstellung ist Produktenschau, SckstackstMcht, Verlosung und Ver- kaussinarck verbuirden. Siehe Anzeige. **. H 0 tel Fürsten ho i. findet beute iDonnersta-) int Kaffee Konzert unter.Mckwckkung des .Humoristen Brandenstein statt. ** Das Kreisbla tt Nr. 155 enthält folgende Bekanntmachungen: Zusttmmung zur Herstellung und zum Vertrieb von Sohlen. Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waren. Verkehr mit Spanferkeln. Bewirtschaftung der Frühkartoffeln. Gefunden: Verlören; Entlaufen. Landkreis Gießen. w'. Hungen, 6. Sept. Die hiesige Schuljugend ist gegenwärtig eifrig mit dem Sammeln der Brennesseln beschäf- ttgt, deren Stengel zur Stoff Verarbeitung Verwendung finden follen. Für 100 gesammelte Stengel bekommt jedes Kind einen schulfrei. Dies ist eine besondere Aneiferung für die Kinder, und es ist auf diese Weise schon eine ansehrlliche Menge dieser >wertvollen Pflanze zusammengebracht wordeir. — Die Grummet-Ernte ist in vollem Gange urrd bei der gegenwärtigen guten Witterung geht sie rasch ihrem Ende zu. Der Ertrag ist sehr gut. teilweise noch besser als der des Heues. Die feuchte Witterung der letzten Zeit kam den Wiesen sehr zu statten, und be- günsttgte den Graswuchch. Auf vielen Wiesen kann daher ein dritter Schnitt vorgenommen werden. sc. Von der Lahn, 5. Sept. Ter Bergmarrn Bernhardt in Aumenau farrd beim Kartosfelansmachen ein Riesenexemplar einer Kartoffel im Gewichte von drei Pfund. ^ Kreis Büdingen. # N idda, 6. Sept. Für Mithilfe bei der Festnahme von Kriegsgefangenen erhielten vom Stellv. Generalkommando Ehrenurkunden der Lehrling Friedr. Schmidt und der Schiller Friedr. K 0 n r a d i. Kreis Schotten. e. Schotten, 6. Sept. Das Eiserne Kreuz II. Klasse wurde dem Gefreiten Heinrich Hasenauer verliehen. ^ O Gedern, 5. Sept. In der Familie unserer Fürstlichen Standesherrschaft ist Trauer eingekehrt. Ter Brtcder der Fürstin Marie zu Stolberg-Wernigerode, Graf Otto zu Castell- Rüdenhausen verschied infolge eines schweren Leidens zu Berchtesgaden. Der Verstorbene ljatte als Arzt im Dienste der leidenden Menschheit sehr segensreich gewirkt und hat sich besonders als Leiter des Bereinslazaretts zu Jlsenburg am Harz in hingehendster Arbeit an den verwundeten Kriegern die größten Verdienste erworben. Seine Beisetzung erfolgte am gestrigen Sonntag in der Gräflichen Familiengruft zu Rüdenhausen. 8 Herchenhain. 5. Sept. Die derzeitige, durch die hier aufgetretene Ruhr erfolgte Gemarkungssperre macht sich ein unbekannter Dieb zunutze. Nächtlicherweile sucht er die Ho stecken nach Kaninchen stallen ab und heißt deren vierfüßige Bewohner kurzerhand mitgehen. So wurden in einer Nacht einem Manne drei, einem Zandern zehn Kaninchen gestohlen. Bis jetzt konnte noch nichts von dem Gauner entdeckt werden. Verschiedentlich wird auch angenommen, der Dieb sei ein Hund. Dies dürste aber kaum wahr stur, denn aus einmal schleppt ein solches Tier nicht so viel Kaninchen fort und zweitens kann er auch nicht die verschlossenen Ställe so leicht öffnen, ohne deutliche Spuren zu hinterlassen. ** Herchenhain, 6. Sept. .Zu unserer Meldung vom 31. August über die Ruhrerkrankungen in Herchenhain geht uns von dem behandelnden Arzte folgende Berichtigung zu: Ban einem Weiter-um-sich-greistn der Krankheck kann gar keine Rede sein, im Gegenteil muß die Erkrankung als erloschen angesehen nierden, da seit acht Tagen keine Neuerstankungen oorgekommen sind, und nur etwa noch zwei bis drei Packenten zu Bett liegen. In einem Falle von abgehellter Ruhr ist der Zustand durch Hin- Autreten von Rippenstllentzündung und Ohreiterungen noch be- denklick^, sonst besteht bei nienrand Lebensgefahr. — Am 31. August ist hier nur eine ältere Person injvlge Herzschwäche gestorben. Der Krankheit sind nicht 17, sondern 12 Personen erlegen, wertem Opfer sirrd, wie erwähnt, nicht mehr zu erwarten. e. Rainrvd, 6. Sept. Ter Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, Musketier Heinrich Eckhardt, erhieck jetzt auch das all genreine Ehrenzeichen für Tapstrkeck. ^ Ruppertsburg, 6. Sept. Zu Ehrenstldschützen der Gemeinde wurden ernannt und verpflichtet: Heinrich Stork, Friedckch Wagner I., Konrad Marx III., Jost Meckel, Friedrich Högy I., Wilhelm Port I., Karl Schlörb, Otto Port I., Otto Mü ller I. und Markus Stein. Kreis Frievbcrg. J Friedberg, 6. Sept. Die Hessische Tapferkecksmedaille ^hielt der Funker Fcktz Mai, das Eiserne Kreuz der Muskecker Karl Geyer, zurzeit schwer verwutrdet. . . ~ Bad-Nauheim, 5. Sept. Tie vom Krersausschuß Frredberg vom 1. Septenrber ab ungeordnete Sckstießrmg des hiesigen Hotels „Augusta Viktoria" ist durch Beschluß des Provinzialausschusses in Gießen ausgehoben urrd dahin aügeänüerr worden, oaß das Hotel nach wie vor Gäste zum Wohnen beherbergen, diesen jedoch vom 1. September bis 1. Oktober 1917 keme Speisen und Gettänkc verabfolgen darf. # Dorheim, 6. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Ernst Knoche. Starknwurg und Rheinhesstn. = Mainz, 5. Sept. Ein Großfeuer richtete Montag nachmcktag in der inrnitten der Alfftadt belegenen Danrpfmühle von I. Schmidt erheblichen Schaden an'der Inneneinrichtung, den Elevatorenräumen und den Gebäuden an. Der Verlust an Getreide ist sehr geringfügig, da die Mühle zurzeit fast gar keine Vorräte enthielt. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 5. Sept. Fist den kürzlich ausgeschriebenen Posten eines besoldeten Beigeordneten, der mck einenr Technikeck besetzt werden soll, sind berecks zahlreich^' McklLun'gen ein gegangen^ Die Stadtverordneten wählten in ihrer letzten Sitzuwg einen» /Ausschuß, der die Dieldurigen sichten soll. — Zur Behebung der Kohlenrwt läßt die Stadt in dststm Jahre große Holzmengen ausj dem Stadtwalde beveckstellon. Auch die fürstliche Fofttverivaltung in Braunfels wurde angegangen, in ihren Nahen Wäldern größeres Einschläge vorznnehmen. Von einer öffentlichen Versteigerrmg des Bremchvlzes wird man ^wahrscheinlich absthen, um den minderbv- Mittelteu Kreisen der Bevölkerung das Brennholz iricht allzusehr zu verteuern. Die Hospcka lverivaltuug läßt ebenfalls eine zwejj Margen große Waldfläche abholzen. ra. Kinzenbach, 4. Sept. Die Firma BerkenhofundTrebes kaufte heute die hiesige Danttijtziegelck Müller zum Preise von 60000 Mark. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. M., 4. Sept. Ter hessische Pfarrer-Verein" tritt am 24. September in Frankfurt zu einer außerordentlichen Tagung Msammen, aus der u. a. muh die Kohlenstage besprochen Nnrd. = Frankfurt a. M., 4. Sept. Der Assistent des Zoologischen Instituts der Universckät mrd des Serukenberg-Museums, Dr. phll. Ludwig Nick, ist am Sonntag abend in einem Feldlazarett einer schweren Krankheck erlegem Der ausqezeühnete Gelehrte^ der nur ein Alter von 30 Jahren erreichte, n*rt seit 1911 in her-, vorragender Weise cm den hiesigen naturwissenschaftlichen Bil- dungsinstituten tättg. = Frankfurt ä. M., 5. Sept. Das Ueberhandnehmen der Nachstagen bzw. Reklamationen von beim hiesigen Fern- spvechantt nach angemeldeten Ferngespräck) einer Verfügung des Generalkommandos^ 18. A.-K. vom Juni 1916 sind bis zur grundsätzlichen Entscheidung durch das Kriegsministerium ausgemuschtc Kriegsgefangene ckn Falle erneuter Verwendungsfähigkeit nicht bei den fechtenden Truppen wieder zn verweisen, dagegen ist nach einer Verfügung des Kriegsministeriums vom Augrfft 1916 eine s 0 n st i g c militärische Verwen düng nach Maßgabe der Fähigkeiten und des körperlichen Zustandes der Ausgetanschten zulässig. Eine weitere Verfügung des Kriegsministeriums von: Augi:ft 1917 besagt, daß aus Frankreich und aus der Schweizer Internierung heimkehrende deutsche Kriegsgefangene, soweit irgeird angängig, alsbald zur Aufnahme der Arbeck in kriegsivirtfchafttrchen Be- tt-ieben zu veranlassen sind. Ein Zwang besteht hierbei jedoch nicht. Witterungsbericht. Meffentlicher Wetterdienst.) Hecker bis wolkig, trocken: Temperatter tags unverandert.- nachts ein wenig kühler. Letzte rIncyrichten. Die Wirkmrg des Falles von Riga. Berlin, 6. Sept. Riga wird von der jranzösischen Presst als ein harter Schlag bewertet. Besonders schwarz seherisch ist der „Temps", aber amb>andere ministerielle Orgaite hatten den Wert Rußlands als verbündeter Macht sür geringer, als in rrgendeinein Augenblick seit Kriegsausbruch, lieber die Stimmmrg in London erfährt der italienische „Secolo", sie sei niedergedrückt Die Engländer fürchteten einen Angriff der deutschen Flotte auf das vollständig desorganisierte widerstandslose Kronstadt. Die russischen Anlechewerte werden an der Londoner Börse äußerst ftm, Rümmmg von Petersburg. Berlin, 6. Sept. Die von der pwvisvrisckvm Regiei-nng in Petersburg beschlossme teilweise Räumung van Petersburg wird Nüe verschiedene Blätter berichten, in Anbetracht der militärische,: Lage ^beschleunigt und erweitert. Familie Romanow. Berlin, 6. Sept.,Dem „Lokal-«Anzeiger" ,vckd cnG Kvpcn^ hageir beachtet, daß nach Rieldungen aus Tobolsk die Zaren -amiüe nnter einer unnöng strengen Behaichlung leiden muß Sie fft in einem nicht die geringste Spur von Begnemlichkecken zeigenden Gebäiche untergebnrcht und muß dicht zusammengedrängt lebeir. Der junge Tlwonsvlger ist wieder erkrantt. Es bat den Au- jckmn, als ob die englffche Presse nun allmählich die tte^riühmng der Zarensannlrc nach England vorbereckei: will. Die englischen Gewerkschaften. Berltn, 6 Sept. Zur Uneckrigkeck bei den englischen Gewerkschaften wird beruhtet, daß die Arbeiterpartei iraat dev Ltockholmer Frage fast ck: zwei Teile gespalten sei. Der cu:f d<>r Koifferenz- der Fachvereine in Bllrckpvol gefaßte Beschttiß fordert de:: engeren Zusammenschluß der Arbeiter in den Girierten Ländern, well ihre Stimmen bei den Friedensverhmrdlwtgen >ctK>rt werden müßten. Lebensmittelkarten in Fbrli-en. . Erlin, 6. Sept. Wie dem L.--A. aus Lugano berrclitet \ mafc, steht tue Emführung des Kartensystems für Lebensn^ttrel dornen kurzen: rn ganz Italien bevvr. Vorauzeig”© Nachruf! lieber XlkamÄ dÜT Starb ^ 1 August 1917 Dnser Pionier Heinrich Euler in einem Pionier-Bataillon nach kaum lOtägiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 19 Jahren. Seine Kameraden: Fr. Luh, z. Z. im Felde K. Euler, z. Z. im Felde A. Flitsch, z. Z. im Felde Fr. Heinrich, z. Z. im Felde L. Weis, z. Z. im Felde L. Binz, z. Z. in Garnison L. Wagner, z. Z. in Garnison Wir werden dem Gefallenen allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Aliendorf a. d. Lahn, den 6 . September 1917. 05533 Fr. Binz, z. Z. in Garnison E. L. Volk, S1. Weber L. Weber J. Heep F. Hildebrand I verb. mit Produktenschau, Schlachtzucht, Verlosung, Verkaufsmarkt am 22 ., 23 . u. 24 . Sept. 1917 im Cä?6 Lßib, Gießen, Walliorstr. unter dem Protektorat des Herrn Oberbürgermeisters Keller, Gießen. Bekanntmachung r»' Die seinersett zur LokaS-Änsslallnng am 8 .. 9. and 10 . Aunnst 1314 im „Bngsischen-Hof (welche infolge der Mobilmachung nicht stattfinden “ ezab!l ' iu ^asahain -u die.erA miMIui niUr «rai!«Hllff ai ° Gewinal,ste 25 ‘ Saplember Im Bi.B.n.r La«!"» Acmeldevögsa, für Aussteller sowie Lose zu dieser Ansstsllnnu sind Mt* E A Ka Sell6rSW60 34 elhä,tlich Die Äusstelluncps-1 pifnnö 1 Nachruf. Am 2. September verschied unerwartet der Kulturtechniker Herr Gustav Adolf Schmidt im 56. Lebensjahre. Wir betrauern in dem Verblichenen einen tüchtigen, fleissigen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Großh. Kulturinspektion. Giessen, den 5. September 1917. 6590B Georg Mohaupt Marie Mohaupt geb. Kroh Vermählte Gießen, September 1917. Für drei Damen entweder 3 möbl. Zimmer (1 Wvh ritt 2 Schlaszmr.» m. Frühst., o >. Ssramor rrr. veiler Verpflegung in Hotel. Pension od. Familie vom l.Nov. ab für die Dauer des Winters geiudit. Angeb. m. Angabe des Preises unter 06^>0t an den Giestei»er An- Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 5 Uhr verschied plötzlich und unerwartet meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Luise Noi! geb. Schmehl im 61. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen; In deren Namen: Louis Noll. Giessen (West-Anlage 28), den 5. September 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. September, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 6600 Vinter - Zmtgetreide str die Herbstbestellung SaativeiM und §aatroggen. Don anerkannten norddeutschen Saatgutwirtschasten. Verkauf erfolgt nach den gesetzlichen Bundesratbestimmungen durch vereinigte Getreidehändler Gießen ®. m. b. H. 6591 Friedrichstraße 8 Telephon 148 u. 2004. m Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Gussmann sagen wir innigsten Dank. Familie Becker. Ruttershausen, 4. September 1917. m 6595 Obstversteigerung. Samstag, den 8. d». Mts. sollen "an der Kreisstraße Kirchberg—Sichertshausen von 9 Blumen Frühäpfel versteigert werden. Zusammenkunft am Kirchberg, vorm. 9 Uhr. Ferner werden versteigert die Birnen an der Kreisstraße Leihgestern — Steinberg — Garbenteich (etwa 100 Ztr.) Montag, den 11. dS. Mts. Zusammenkunft vorm. 9 Uhr nächst Steinberg. Gießen, am 5 . September 1917. 6572 B Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Vermietungen 91 Hofei Fürstenhof • Gießen Heute Donnerstag im Kaffee KONZERT Herr ßrandcnstein mit neuen Schlagern. 6604 Im Restaurant Mittagstisch im Abonnement M. 1.70 l Monatszimmer von M. jO an inkl. Licht und Heizung Cafe Ernst Ludwig - jeden Donnerstag ~~ KONZERT ÄSiceschnle. 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