D. 2vr T f. die Lagesnununer bi^ zum Nachmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Vf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauytschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Riga gensmmeir. Berlin, 3 September, abends. (H). v. Amtlich.) Riga ist genommen. Flaggen heran»! Berlin, 3. Sept. (Amtlich.) Seine Majestät hat aus Anlatz der Einnahme von Riga für den 4. September in Preußen und Elsaß-Lothringen zu flaggen besohlen. Telegramme des Kaisers. GroßesHauptquartier,3. Sept. (Amtl.) Seine Majestät der Kaiser richtete an Ihre Majestät die Kaiserin wlgendes Telegramm: Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, Potsdam. Generalseldmarschall Prinz Leopold von Bayern meldet mir soeben die Einnahme von Riga durch unsere Truppen. Ein neuer Markstein deutscher Kraft und unbeirrten Sieges- wttlens. Gott helfe weiter! Wilhelm. Weiter richtete Seine Majestät an den Generalfeldmarschall Prinzen Leopold von Bayern folgendes Telegramm: Generalfeldmarsch all Prinz Leopold von Bayern. Dir und der 8. Armee spreche ich aus Anlaß der Einnahme von Riga meinen und des Vaterlandes Glückwunsch und Dank aus. Weitsichttge Führung und stahlharter Wille zum Sieg verbürgten den Erfolg. Weiter nrit Gott! Wilhelm I. R. liegende Gelände in die Hand der deutschen Truppen gefallen sein. Wie weit sich dieses erstreckt und bis wohin die Russen ihren Rückzug ausgefnhrt haben, läßt sich vorläufig noch nicht übersehen. Es läßt sich aber annehmen, daß auch in kurzer Zeit die in der Nähe bcsirldliche Küste mit ihren Stützpunkten von den Deutschen besetzt tverden wird. Ties ist füjp Unsere Seestreitkräfte und für die Ausübung der Seeherrschast von großer Bedeutung." Genuß, selbst für unsere Ostsees Lotte wird die Besetzung von Riga von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit sein, aber auch M Lande können im Anschluß an die bisherige Operation sich Weiterungen ergeben, die allerdings noch nicht voreilig überschätzt werden dürr«'" Durch die lleberschreitung der Düna bei llexkült war die Bahnlinie Riga—Dünaburg für die Russen gesperrt, es blieb ihnen nur die Bahnverbindung Riga—Petersburg. Eine Lücke ist dadurch in der russischen Front entstanden, die aus irgend eine Weise ausgeglichen werden muß. Möglicherweise werden sich Verschiebungen an der Strecke auf Fciedrich- ftadt—Dünaburg zu ergeben und es muß sich bald zeigen, ob die Russen die Kraft finden, ihre Front hier zu sichern, oder ob cs überhaupt im Sinne der Obersten Heeresleitung liegt, ihren Erfolg in dieser Richtung weiter auswirken zu lassen. Was auch erfolgeu mag, heute wollen wir uns mit dem einmal Erreichten zufrieden geben und unsere Siegessreude in dankbarem Gedenken an unsere Tapferen draußen freudigen Herzens laut werden lassen. ^ * Die Lage der Dentschbalten. Prestestimmen Berlin, 4. Sept. Die drei Worte ,Mga ist genommen" wie das „Bett. Dagebl." sagt, uni in. ganz Deutschland eine frohe Befriedigung zu verbreiten. Niemand iin Publikum erwartete, daß das Ereignis so schnell eintreten würde. Tie Genug- Ävmy über die Besetzung von Riga, dessen Charakter immer überwiegend deutsch geblieben war, wird durch die Schnelligkeit, mit der sich das Ereignis vollzogen hat, noch erhöht. Ter „Lokalanzeiger" schreibt: Hindenburg tut schnelle und gerünschlose Arbeit, gairz im Gegensatz zu der vielköpfigen Heeresleitung der Entente. Riga ist eine durch und durch deutsche Stadt Mid war es heute genwrfen, verdankt es ausschließlich seiner deutschen BettWernng und Stadtverwaltung. Als der russische Kaiser vor einigen Jahren Riga seinen ersten Besuch abstattete, soll er verwundert gefragt haben: Bin ich noch in Rußland? 9hm ist die baltische Metropole am Dünastrom wieder sich selbst zurück- gegeben und mit ihr das Selbstbestimmungsrecht ihrer Bewohner wieder gesichert. Was man gestern nvch nicht anzudeuten wagte, um den Eveignffsen nicht vorKUgreifen, heute verkündet es der deutsche Abendbericht der aufhioochenden Welt: Riga ist genommen. Wiederum fyat die deutsche .Heeresleitung, ohne nach Ententeart in Siegestrompeten zu stoßen, bevor die Operatffnven in Gang gekommen sind, eine militärische Operation größten Sttles ins Rollen gebracht und stellt uns in den dürren Worten ihres Telegranrrnsttles vor die vollbrachte Tat. Die nördlichste deutsche Großstadt ist endlich irr unserer Hand, nach 200 Jahren russischer Herrschaft, die die deutsche Kultur in dieser Hauptstadt Livlands wohl zu schädigen, aber nicht zu vernichten vermochte. Wahrlich, die Befreiung dieser Stadt ist eine Tat, aus die jeder De.utsche stolz fein kann. Ein alter Baltenttaum ist damit in Erfüllung gegangen. Aus dem alten Ordensschloß der Großmeister von Livland lveht die deutsche Flagge. „Ein Markstein deutscher Kraft und unbeirrten Sieges willens", mit diesen Worten teilt der Kaiser dieses Ereignis der Kaiserin mit. „Weitsichtige Führung und stahlharter Wille zuni Sieg verbürgten den Erfolg. Weiter mit Gott", jjo heißt es in einem Telegramm des Kaisers an den siegreichen .Heerführer der deutschen Korps vor Riga, Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern. Wenn es im Anschluß an diesen überraschenden Sieg heißt: „Flaggen heraus", so darf man wohl erwarten, daß kein deutscher Mann zögern wird, dieser Aufforderung freudig nachzukornmen. Ergriffenen Herzens fühlen wir uns rn die begeisterte Stimmung jener Tage versetzt, da Sieg aus Sieg sich folgte und der Ruf „lasset hoch das Banner wehn" fast tagtäglich erschallen konnte. Wie hat sich nun der Erfolg in der kurzen Zeit ent- wnkell? Nach den knappen amtlichen Mitteilungen, die bis jetzt allein einen Einblick in den Gang der Operationen! gewähren, haben beträchtliche deutsche Kräfte, das eine Mal es deutsche Korps, das andere 9JM deutsche Divisionen, ? unQ J ve * llexküll, 25 Kilometer südöstlich Riga über- schntteu. Der Punkt, an dem die deutschen Kräfte znm An- griff eingesetzt wurden, muß äußerst glücklich gewählt ge- wesen sein, denn sofort zeigte es sich, daß dir ganze russische L>teUu7^ um Riga dadurch entwurzelt wurde. Der stiusse mußte die 40 Kilonieter nach Westen vorspringende Berteidi- mu^sAone Rigas, einschließlich des Tirulsumpfes, aus den: Westufer der Duna räumen, uni nicht im Rückzug bedroht zu w^den, und Riga selbst zeigte sich flankiert. Der schwie- mge Ilebergang über die breite Düna, der unter feindlichem bewerkstelligt werden mußte, har sich demnach in .'^-^Egischen Folgen glänzend gerechtfertigt, und als Frucht des Erfolges konnte bereits Riga besetzt lverden. deutsche Heeresleitung hat trotz aller Eiitlastunas- offensrveri der Entente wiederum ihre volle Handlungs- ftechert erwiesen. Wie sich die Ereignisse weiterhin entwickeln werden, läßt sich schwer sagen. . ^ - Die , Boss. Ztg." urteilt: „Mit der Einnahme von Riga wvD Nicht nur die Stadt selbst, sondern auch dcvs große um- —ev. Berlin, den 4.Sept 1917 Angesichts der neuen militärischen Lage vor Riga schwebt auf vielen Lippen die Frage: Wie sieht cs zurzeit in der Stadt Riga aus? Ist sie noch das „deutsche" Gemeinwesen, das sie immer, auch unter zarischer Herrschaft, gewesen? Wie setzt sich jetzt die Bevölkerung zusammen? Wie steht es um Gewerbe, Industrie und Haildel? Welchen Einfluß hatte die russische Revolution? Auf diese Fragen möge folgender Bericht Antwort geben, den wir aus Briefen eines deutsch-baltischen Kaufmanns zusammenstellew Die Briefe sind aut dem Umwege liber Stockholm eingettofsen: Der große Umsturz in Rußland, so schreibt unser Gewährsmann, hakte für die Deutschen das Gute, daß sie ivie alle anderen Fremdstämmigen wieder offen und ehrlich da sein dürfen. Sie können wieder ungescheut die Muttersprache gebrauchen, sich, in deutschen Worten schreiben und die Kinder in eine deutsche Schule schicken. ^Tas ist aber auch alles. Ob sie zu leben haben, ist eine ländere Frage. Dazu gehört ein gesunder, breit ausgebauter Wirt- schaftsvrganismus. Und ein solck-er fehlt derzeit in Riga. Von den einstigen 600 000 Einwohnern der Stadt sind heute kaum noch ein Drittel vorhanden, und diese sind zum größten Teil deutschbaltisch. Allerdings sind es meist Angehörige der unteren Schichten. Die Wohlhabenden haben ihre Schlüssel und Siegel dem Magistrat übergeben und wcncken in anderen Otten den Gang der Ereignisse ab. Man kann ihnen dies nrohl nicht übel nehmen. Denn die russische Verwaltung hat alles getan, um den Rigaern den Aufenthalt zu verleiden. Die zwangsweisen „Evakuierungen" wurden zwar eingestellt, weil, sich, Rußland durch das Flüchtlings^ elend nur selbst ins Fleisch schneidet. Aber im übrigen ist Riga so gründlich ausgeräumt, daß man sein Leben dott mir noch notdürftig fristen kann. Die Schulen sind nach Petersburg, Moskau und Lvmolensk^ verwiesen. Die Telephonanlagen und die Ein- rrckstungen der städtischen Wasserwerke sind fortgebmcht. Sogar btd Schienen der Straßenbahnen sind herausgerissen und das brauchbare Material nack; Petersburg geschickt. Natürlich ist. alles Kupfer rcauiriert. Das Kupferdack 'der evangelisch-lutherischen Domkirche aus deni Jahre 1633 im Wette von 50000 Rubeln wurde abge- ttsftp- Die Glocken sind längst in Moskau. Des Humors entbehtt es nrckjit, imd es ist echt russisch, daß man nicht weiß, wohin das — Leihhaus getoinmeri ist. nach Petersburg oder Moskau oder an den Keller irgend eines „vorsorglichen" Beamten. Die Aus- kund Umsiedlung der .Fabriken ist gründlich! besorgt. Ueber einhundett Fabriken sind geliefert. Man hat getan, was man kpnnte, um der traurigen Wette Vernichtung gegenüber passiven Widerstand zu lallten. So bat z. B. die Waggonfabrik sich energisch widerfetzt. Auch dne Bahnverwaltungen zögerten. Aber es hals nichts. Zuerst kamen die Automobilfirmen, dann die Tiichinanusakcuren und Konservenfabriken. 9llles mußte seine letzten Bestände hergeben, die Rohstoffe auf die Bahnwagen laden, die 9Naschinen heraus- reitzen und die Arbeiter entlassen. Die Zellstoniabrik „Waldhos" in Pernan, eine Tochter des großen Mannheimer Unteamehinens/ ist von der russischen Lldministration durch Feuer zett'tört worden, wobei noch 80 000 Klafter Brennholz mit in Flammen aufgingen Auch die^Tuchiabrik von Zintenhof bei Pernau und Dago-Kartell «mse1 Dago sind leere Mauern. Die Arbeitersamilien, die feit,^ahrzehnteii in friedlicher Tätigkeit dort angesiedelt waren und rn schmucken, Kein eil Gattenhäuschen lebten, rund 4000 Seelen, ftiid dem Elend preisgegeben. Tie russische Heeresleitung hat zwar — nicht in sozialer Fürsorge, sondern nur in ihrem rnilitättschen Jntereßc — alle brotlos gewordenen Proletarier als Erdarbeiter, eingezogen, aber die Frauen imd .Kruder erhalten nichts lind hungern in den Straßen der Stadt hermn, während die Manu er weih (j-ott wo iveue Schanzen imd Wette bauen müssen, um nach dem etwaigen Fall der Stadt den weitereli Bormarsch der' Deutschen möglichst mifzuhalten. Soll doch die russische Heeresleitung^ enckchloßen sein. Drinamündc. die Festung Rigas, bis zum aller- äußersten zu vetteidigen. Mehr noch, der .Wmmandant mn Riga — die Persönlichkeit hat mehrmals gewechselt, — soll den Befehl m der nasche ttagen, falls es den Deutsche gelänge, sich der Forts zu bemächtigen, alle militärisch nächtigen Baulichkeiten in die Luft zu ',prengen und dann die Stadt in Brarrd zu stecken Ein Märchen vielleickst, um die Bewohner einzuschüchtern und den Fernd Mzusthrecken. Tatsache ist, daß die Unterkommandierendeii! angewiesen sind, im Falle der erzwungenen Preisgabe dem Feinde nichts in brauchbarem Zustand zu überlassen. Das ist, auf Russisch überwvt, die alte Rhrrodeuttaktik, die ganz Kurland und Livland in einen Schutthaufen verwandeln möchte. Die Generale Kor- nilows und Kerenskis sind nickt besser als die des Zaren Man kann demgegenüber nur die Hoffnung aussprechen, daß die deuffch-- Kttegsuhrung den Russeu nicht die Zeit läßt, die Brandbesetstcj „gewrssenhaitt' auszuführen. ' " - ' •mtmuij'Mai-' fSlBTX' m n u.mm - jj—— - - (WTB.) Großes Hauptquartier, 3. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Sturm und Regeu mar der Artilleriekampf in Teilen der flandrischen Front stark, bei den anderen Armeen, auch an der Maas, im allgemeinen gering. An der Straße Camb ra i — A rras scheiterte ein starker ^lglifcher Vorstoß. Beim Gehöfte Hurtebise wurde der Geländegeminn der Franzosen in Grabenkänlpsen beträchtlich eingeengt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Nach sorgsamer Vorbereitung überschrittendeut- sche Divisionen am Morgen des 1. September die Düna beiderseits von Uerküll. Starke Artillerie- und Mineiuverfenvirkung gingen dem Uebersetzen der JnfArterie voraus, die nach kurzem Kamps auf dem Nordufer des Flusses Fuß faßte. Kraftvolle Angriffe warfen die Russen zurück, wo sie Widerstand leisteten. Die Bewegungen unserer Truppen sind im Gauge und verlaufen plangemäß. Der Feind gab unter der Einwirkung rmseres Vordringens seine Stellungen westlich der Düna auf. Auch dort sind unsere Twisionen unter Gefechten mit russischen Nachhuten im Vorgehen. Dichte Stotonnen aller Art streben auf den von Riga ausgehenden Straßen überhastet nordostwärts. Brennende Ortschaften und Höfe zeigen den Weg der russischen West- armee. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Flnßtalern am Nordosthange der Waldkarpathen auslebende Gefechtstäligkeit. Südlich des Twtns-Tales scheiterten mehrere nrmänische Nachtangriffe am D. Cosna und bei Gwzesci. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Im Gebirge zwischen Susita- und Putna-Tal wehrten unsere Regimenter starke rufsisch-rumünische Angriff durch Gegenstoß ad. Mit 200 tadei m unsere Hand gefallersw Gefangenen erhöhte sich für dieses ZkampffeD chre Zahl seit dem 28. August auf 20 Offiziere, 1650 Mann : die Beute auf se ch sG e schü tz e mit Protzen, 6 0 M as ch i nengewehre, zahlreiche Minenwerfer und Truppenfahrzeuge. Auch Lei Mtarasestt griffen die Rurnänen vergeblich an. Mazedonische Front. Heute morgen vorbrechende frmtzösifche Angriffe bei Bratmdel, nordwestlich von Monastir, drachnr wrlustreich zusammen. Die Serben erlitten enreut am Dobropolje eine blutige Schlappe. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Die öfterreichisch-uttgarischen Tagesberichte. Wien, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich^ Anrllich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordwestlich von Focsani und südlich von Ocna griffen Russen und Rumänen abermals vergeblich an. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf dem Monte San Gabriele ffkhrten gest er n vor Tagesanbruch Untenrchmungen unserer Tr-uppen M lebhaften Kämpfen, die günsttg verliefen. Nachmittags rmd abends scheiterten am Nordhanq des Berges starke italienische Angriffe. Auch östlich von Görz und bei Jamiano blieben Versüße des Feindes ergebnislos. Italienische Flieger bewarfen mehrere Orte der isttischen WestkilsLe mit Bomben. Em gegen Triest vordringendes feindliches Luftschiffgeschwader wrrrde von mrseren Seefliegern vor Erreichen des Zieles vertrieben. Balkankriegsschauplatz. An der Vojnsa wurden feindliche Erknndungsabteilun- gen abgewiesen. Der Chef des Generolstabes. Der Reichskanzler in Belgien. Berlin, 4. Sept. Der Kanzler ist gestern vormittag ovn einer ftinftägigen Reffe Nach Belgien uttb ,ain hie Westfront nwff Berlin zurück;wkchtt. Der Zweck der Reise wcn-, wie die Allg. Ztg. mitteilt, persörckichc Information des Reichskanzlers Mer die Verhälttrisse in Belgien wtrtb Ne Stimmimg am brr Fron! In Belgien nahm der Reichs känzler ^Gelegenheit, über eine Reihe twn Fragen mit dem Generatgonverneur zu beraten und mit den Behörden in Berbiudnng tziui tteten. Wie bereits mitgeteilt worden ist, emvffngpr auf dieser Reise auch tzest Rat von Flandern und erklärte ihm, daß duffch den Kanzlerwechsel eine Aea^erung unserer Politik nicht erngetreten sei. Ajn der Westöront besuchce der Kanzler die Führer der .Heeresgruppen und hatte Besprechungen mit dem brutschen Kronprinzen und dem Kvonprintzen von Bayern Durch Besuche bei den Truppen rnt der Front und durch Besichtigung der- winschaftlichen Einrichtungen in den besetzten Gebucken gewann: der Kanzler ein Bild von der gewaltigen LeistnngSsähia' n : uusweÄ nach >vie vor lzu Men Ochern ffhr die Verteidigung T chlandH fteudig bereiterr Heeres. Unterstaatssekretär von Stern beim .Kaiser. G r o ß e s H an p t g n a r t i e r , 2. Sept. 'WTB. T .v i ,'kc enipfmg gestern den Uuterstaatssekrctär Frhr. reu Sr."'n d l- Vertreter des Reichskanzlers bei der Obersten . v oeev x>. ; «* • e HvSlweg »er mtrrnrw GmtHükmrse«. Äeclin, 2. (£ept. (MTB.) Der frühere Reichskanzler, v. Dethmann Hvllwog, gewährte dem Vertreter der „Affsircurted Preß" am 20. v. Mts. eure Urrterredrarg, in welcher er sich zu. dem Deü hex Gerard-EnthaWurgeN flÄßerte, der sich auf sein Gespräch mit dem früheren amerikanischen Boffchafter über die deutschen Kriegs ziele im Januar d. I. bezieht, -Herr v. Bethmauu Lx>llwöq erklärte, m^er dem Eindruck zu stehen, daß Gerard bei seinen Enthüllungen seiner Phantasie doch etwas weit die Zügel habe schießen lassen „In seiner Wiedergabe unserer llnter-' redu'ug," so sagte er, „hat Herr Gerard mir Aeußerungen m den Mund gelegt, die zwar sonst in Deutschland gemacht worden sein mögen und ans die er bei unserem Gespräch wiederhylt Bezug nahm, die aber nicht die meirrigeu sind. Dies gilt vornehmlich von meinen angeblichen Äcußerun- gen über die Absichten Deutschlands auf Lüttich, Nraurur und dw belgischen Häfen und Eisenbahnen. soSvie auf eine milU wrrsche und wirtschaftliche Kontrolle des Landes. Solche Kriegs ziele Deutschlands habe ich Herrn Gerard nicht ent- nnckelt, vielmehr bei allen Gelegenheiten und so auch bei rnyerem Gespräch Ende Januar, stets ans meine Reichs- tagsreden hrngewieseu, in denen ich erklärte, Deutschland werde positw Garantie dafür fordern, daß belgisches Gebiet belgische Politik in Zukunft nicht zu ständiger Be- brochmg Deutschlands ausgenutzt werden dürften. Ich'habe mich bezüglich der Art dieser Garantie nicht geäußert. Im Verlaufe dieses Beiles der Unterhaltung hob Herr Gerard hervor, daß eine Berwirklichieng der weitgehenden ZEle, ww sie gewisse deutsche .Kreise bezüglich Belgiens er-j ^ben, schließlich König Albert nur eine Scheinmacht lassen 1 ttrttrbe, unoob wir nicht besser statt dessen daraus ausgehen tolltem Lüttich zu annektieren: das sei nach seiner Ansicht erreichbar. Vrellciäu hat er diese Avußevung getan, um eine ArUwort von mir zu provozieren. Wenn dies der Fal> gewesen rst, so ist der Versuch jedenfalls mißlungen. In allen rnmiren diesbezüglichen Unterhaltungen mit dem Botsclwfter habe rch mich vielmehr daraus beschränkt, aus meine in der ^uentlichtzeit getanen Aeußerungen hinKuweisen, in welchen rch betont habe.daß ich einen Frieden airstrebe, der Deutschland em freundschaftliches Rebenrinanderbeben mit Belgien ermöglicht und sichert. .. .Das Gedächtnis scheint Herrn Gerard auch nicht recht gedrent zu haben, als er das nirderschrieb, was wir über Rußland ^ gesprochen haben. Er behandelte Deutschlands .Krlogr>zwle nach Osten nur obenhin und bemerkte, Anerikas Interesse daran sei gering, dort würden wir wohl freie ^ lT ^uwänieu und Serbien zeigte er ver- haltnisTnäßvg nur wenig Sympathien. Er hat auch iiber diese Lander kerne der Auskünfte erhalten, die er mir in "en Mund legt. * Ein Berwnndetenlnger in Frankreich. Berlin. 3. 3 e&t. 8.1 llrtn: hie Zustände ht einem SenmmbetmlagcT jat Drvuy bei Pcrr» berichtet ein Oberarzt ber ^ Avrll W17 dort Egw°r >r .'*™ h ^’Z l ^ 400 Kvarte. banncter 100 laprervernvardete deuffche KnegsigefaniM«. Lrie lagen in selten Zl Decken und obn^MäE Eßgeschirre und <^§-eräN gab es nichr. Tos -..rr ickwa pei war trübe und erzeugte Dl^enterie, gegen deren Be- 6 ! ta - -Mrtlichc Behandlung VotteteiÄ>Q Beschrerbiung. gm etrce große Zahl von Kranken unb Sknamibcim mar mrc ein foccm&ifdjtt Ar^r vorfemden der Wh ehr iwniQ imt dee Kranken kümmerte. Bringend notwendige TT L^ ausqeführt. Tie Pei'bönde rmi ™SL a? *5. l c ^3 at oft erst rn fünf bis seclis Tagen Ue^rsuhrung vv« Schwertranken in ein Lazarett dru^WÜllch verweNert. Die natürliche Folge einer der- mLgen Behänd krnry war eine erschrer^nd große Sterblichkeit. Auch mr Mrpchmvkungen ftetzen es die nicht £ UEoffizver, der eines morgens das sSÄÄÄ™ **««., ubwnU Die Lage in Rutzlanv. Kornrloff. 3 ' f*»*- MTB. Mchwmtlich.1 Wir die Pe- T-iegraphen-Agiirtur meldet, teilte Nelraiow. Bize- erncr AllMhl Zeitungen mit, die Re° m dem Södjfttommanbierenieit »Tetner politischen Neutralität nicht. Wenn Ereise Nofsnungen aut Koruiloff sestcn lvSrden sic ^w>rnt-ndmsse zwischen 'Regieruna und -tragen der Tisziplin bezogen nich ^ gestellten Bedingungen- -Ctl ]rf»n_ ertuüt. $er Muritterrat sei mit Korniloff lÄl^? krmtvolle Maßnahmen zur Wieder- nerßellung der Kampfkraft des Heeres getroffen werden müüten ehe neue .Katastrophen einträten. Die Ersetzung Kvrniloffs durch icmand cmders lmbe memals in Frage gestanden. ' " ' ^-iZ^&r e i bam r'^\^L rm ^ Nichtamtlich) Nach einem rSf 1 sf? ^ ,ictte ^"Trmes" aus Petersburg, daß Korni- ^ d^ngerch amgeforbert habe, sie Ege sofE die von chm vorgeichlagenm Reform maßregeln chrrchiubrerr Tro al^en Vrrvuegren der -ronrchaken wurden, wie aus Nowotickerka^k ne- wirb, nb l! c,-*aift. Mmi glaubt drr .Tim^ zn^k «SLLrLssr«—ws «L LL.Ä susfoaagsmsei rmt ^-oerdritrelmrbrheit beschloss die «« leglrcher fOfistnfivtärigkeit der russischen Wrnvee zu Eine wette rnsfische Partei. Sept. „Svenska Dagbladel" erfährt aus Haparaw-a. datz^ftch irr Rußland untn dem Namen Republika- ^ Zustandekommen ^ Moskau zusammenbängen dürste Da« U l l Z ^Uppe/Edert bie Einführung £2 ^tönurig uni) du ^Errichtung eurer starken Regiernngsrnachl die ^e^rheritellung der Disriptm in der Armee, die Durchkämv'snng ^ Hnb * b-rb-Mtnng ber Schwieriqteit des Eisenbahnbetriebs in Rußland. f lm 9rS bm f ^c,rb iL^Än b Ä £ Ä f e bie geforderte Geb°ltserh-öl mng' Sg MtofflTgnggg“^ b ° """ Hollands Versorgung durch Amerika. r^?bashi"Ston, 3. Sept. lWTB.) Meldung des Reuter- schen BurES. Es z^rgt sich ,edt. daß das Ausfuhranit dos Ad- kou-min über die Teckung der Ä-tnissletdeengen ztniieden -,>^>1^,,z wck. Belgien ^Zehnr hat. Alle. L?'Ä,L'ch^ 2egen hundert deutsche Seeleute gingen arr Land'. Zwei dcittsckie Matrosen solsen getötet, einige andere verletzt worden sein Aus Rrngköbrng ist ältliche Hilfe abgegangcn. Biele Granaten sind an Land niedergefallen,- viele flogen bis in das Fjord von Ringköbing hinein. Einige trafen den Ort Bt des üeuchtturms und nahm den Kurs direkt westtvärts. Zwei deutsche Flugzeuge verfolgten das englische Geschwader. , Kopenhagen, 3. Sept. (WTB.) „Politiken^ meldet, dag nach der Mitteilung deuffcher Matrosen die Engländer Granaten mit Giftgasen awvandten und die hilflosen deutschen Seeleute mit Maschinengewehren beschossen. Im übrigen liegen kerne Einzelheiten üb^er den Kampf an der Küste bei Bjerregaard vor, da von der BevökLerung niemand ist dem Granatregen sich an den Strand wagte. 'Die deutschen Marinesoldaten waren fast alle bereits an Land gekommen, als Fffcher mit Rettungsgeräten erschienen. unwiderleglich bewrefimen Tatsachen rächt e - iUsp«ch«V drücklichst zurück und protestieren vor allem gegen daes gänzlicti unbegründete und cmsfichtsloi'e Bestreben, ebten . Zwiespalt zwischen der Regierung imd de^n deutschen Bolke zu konstruieren. Das ganze deiüsche Volk fft fest entschkoffin, bis zum siegreick>en Ende zu kämpfen für die Erhaltung und Befestigung des im Kaisertum verkörperten Deutschen Reichs und für die Beseitigung der Willkürherrschaft über das freie Meer, die^sich England widerrechtlich angemaßt hat Das ist unser Recht, dem wir aber nur Geltung gegen den An s t u r m unserer Feinde verschaffen können durch die einheitliche Macht unseres Heeres und unserer Flotte, die dem Deutschen Kaiser Treue gelobt und mit dem gesamten deutschen Volk^ ^egen erne Welt von habgierigen Feinden dem Kaiser die! L.reue halten werden. Mit einem dreifachen Hurra auf unser geliebte^ deuffches Vaterland und den Kaffer schloß die Veranstaltung. Die Kaufmaruffchast der Hmffeftadt Bremen. B r e m en 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Zu Beainn der heutigen Borwnversammlung hielt der Präsident der j-mwf?" 1 ? Fabarius eine von vaterländischem Geist erfüllte Ansprache, in welcher er die Wilsonsche Einmischung in die inneren Verhältnisse Deuffchlands zurückwies. Auf einitunnngen Beschluß!wurde nachfolgendes Telegramm an ben ftatfer abge)aiü)t: Die in der Börse versammelte Bremer Kausmannichast erhebt entrüsteten Enffpruch gegen d« heuch- lersuhc Antwort des Präsidenten Wilson an den Papst ffii welcher er vorgibt, die deutsche Regierung zu bekämpfen, um so das amerikanische Volk, mit dem Deuffchland keinen Zwist hat nnd me hatte, in den Krieg zu treiben. Sie weist den trechen, plumpen Versuch zurück, Zwietracht zwischen Regie- rung irnd ^ock und im deuffchen Volke zu säen, während durcy hie englische Willkür unseren Kindern, Frauen nnd Richtrampfern jede Zufuhr von außen abgejchnitten ist, um durcv junger das Volk zu ermüden. Dieser Versuch kann deutsche Kauffeute, denen in ftemden Ländern Gelegenheit geboten wurde, deutsche Verhältnisse mit fremden zu vergleichen, nur mit Empörung und Verachtung erfüllen. In ^ser Stunde gelobt die Bremer Kaufmannschaft Eurer Masestat. dem Träger der nach jahrhundertelangen Kämr>. durchdas ennge deuffche Volk 1871 zurückgewonnenen Kaiserkrone und als dem Ärrder des Reiches, unwandelbare Treue. Sw erklärt erneut, daß sie mit unerschütterlicher Zuversicht an einen siegreichen Ansgang dieses gerechten Verteidigungskrieges glaubt. Die bulgarischen Pressevertreter. wJtS&lL 3 - ^ Nichtamtlich.' Die bnlgarssch» ^ ^f^rtteter,, welche den Amemhalr m DortsMmd rntteoai menrlagiden Besu.ck> des westlichen Kriegsschauplatzes abschlossen 5" den zustcmdigen l?NteiliM.gsckef im ^nerÄftab des S ^Elvgramm ^Empfangen Sie irrtferen innigsten .iSlLJüJ i^benswurdige Entgegenkvmnven, durch das wir wurden, nntki- umsichtiger Führung die für und in reder Beziehung so se,felnde Mid emdrucksvoll-e Re^e an die Front Sie haben damit einen unserer größten Wünsche vern-rrLicht. Niworgeßen werden uns stets die Tage Meifern dfe mir mmitten öer verbündeten ruhmreichen deutschen La«d-'nE! Seemacht verbringen konnten. ^ ll1 ® ö ag, 4. Sept. Durch sthweres Unwetter sind in Zand- voort mehrere Seeminen angespült worden. Bis gestern 8 uhr abends hatte sich ihre Zahl ßhon auf neun erhöht. Der Strand wurde militärisch abgesperrt. Die Bewohner der Strandhauser nach der See hinaus tourden ausguartiert. Montag nacht wurden weitere sechs Minen angespült. Eine explodierte gestern früh, verursachte aber keinen Schaden. Auch m looek van Holland wurde eine Mine- auf dem Nordpier angeschwemmt, die explodierte und erhebliche Besäsädi- gungen annchtete. Drei weitere Minen wurden auch dort aus den Strand geworfen. Amsterdam, 3 Sept. (WTB.) Nach Berichten aus Australien wird dre Wirkung des U-Boot-Krieges immer druckender empfunden. Namentlich das Verschwinden einiger wohlbekannter großer Dampfer mit wertvollen Ladungen macht großen Eindruck in der Geschäftswelt. Aus dem Kelche. Emc Kundgebung der Hamburger .Kauftnmrnschust. Hamburg 3. Sept. -WTB. Nichtamtlich.) Die houtige VorsenversaTNmlung gestaltete sich zu, einer eindrucksvollen Kundgebung Der Präsident der- Handelskammer richtete eine Ansprache an die Anwesenden, die zu der einmütigen Annahme folgert Resolution fiihrle: Mit Entrüstnna wessen wer dre henchkerijche Kritik zurück, die der zurzeit mit alleinigen Machtbefugnrssen in den Bereinig den Staaten von Amerika regierende Präsident an unserer deutschen Rogie» rmrg ubt. Wrr verbitten uns jegliche Einmischung der feind- rchen Regierungen in innerpolitische Berhälttnsse Deuffch- ^ eX,e ^^ n abermaligen Versuch. Deuffchland die Schuld an dem Ausbruch des Krieges znzuschieben, als den Aus St«dt «nd Caitd» ^ ießen , 4. September 1S17. Stadttheater. Maßgebender Stelle ist es als wichtig anerkarmt wMden, daß diesenrgen Theater, die künstberffcken CharaLder ttagen, auch im Lmrmenden Winter spielen. Sind biete J a,t bk hätten, die toetterc Bevolkerungskrersen Anregung, G&bebtoTa mrh vermitteln könmm: auch ist durch die Einführuws berbdfll- för bse kriegsbeschäftigte Arbeiterschaft diesen Buhnen eine weitere Aufgabe, gewissermaßenim Rahmen des Krie-gshilfsdienstes, zugesällen. l,t darum m sichere Aussicht gestellt worden, daß die Theater unabhangrg von der Kohltnrbelieferimg der Zivils bevvlkerung, ausreichendes HeiMateniol ;uqemiesen bevmn- meu. urn cher ,p,rck,Kchalten. t A Wat ton denn, daß überall im Reiche di« Winter» schelzert 1917/18 eroiffnet oder augeküudcht n»irL. Auch unser Sladttheater wird nicht Urriickdleilwn und am Diens- tag den 2 Oktober ferne II. Ain terspielui t un neuen Hause beqrrmem Es wird wieder^ ein Dienstag- sowie F?tt°g-ALonnem«nt aufgelegt werden, doch unter dem Vorbehalt dast der Freitagsspieltag auf SamStaig und Dienstagsspieltag auf Montag verlegt werten tarn, falls \ ruirdeder Kohlenersparnis ein Zusammeurücken der Sviel- tag« erfort«rl:ch machen^ Näheres wird noch befaamfc. gegeben werden Sicher wird cs in weiten ,Kreisen mit s'Ienugtmrna b«- grußt "^rdeu, dag d« maggelvnden ssartoren unserem tt . 6eat S' das als wirtliches „Dmckmal bürg«, lrchen Gememirnus" dem Herren der Bürger hier näher lieht, als dre Dheater vreber iiudcnm Städte, ernrögb^ halwiu "" kommenden Winter seine Pforten offen $u X Leben-mittel. ^ M dprst an dir Bezirke 7—12 erfolgt am ^ ' F den bekanntgrq ebenen BerkaussMlen Marken der 35. und 36 . 28r>che nX f , Ui che m^cbe von Obst an die Bürger- ich äst. Drs von der Stadt abzuerntende Obst svN bezirksweise au EiMvvhner ^aegeben werden. Wer Obst zu beziehen wünscht 6 bis zmn 15. d. Mts. vormittags von l'is 10 Uhr in dem Geschaftszimnvr stinec- Brvtmarkenbezrrks P Erweisende Tnl^st wird .106 seftgestellt. Eine Gewahr sür die Belieferimg wird nickst über- Ttonmien Die Abgbae des Obstes erfolgt später der Reiben.sola>i ^rfen der Anmeldung ausgegebenen Nummern enffpvechend Der .H öck.stpreise für Ge muse. Die Pr.iImmission fev Nmh-«n Bmbffenlül'AN^N h£ ÄcffSÄ. m % "* aM “*«* T ? ^ g. Mittwoch. 5. S^pt., nachm 2 L L Uhr Treffs Haltestelle r/ otabt Sich". Führung: Herren Blank mb ... Sammelt deutschen Tee! — Der Echt ä fflEPS orombeers Ecdbeer- und HimbeerblStter als Tseersatz auftn«75. ww. Ber fem iva stier wen Mangel an Te«ersatz empfiehlt er überall mft^de'!^ feetei. ro frühzeitig als möglich mit dem Emsammeln zu begrünen. Ueberfchüsse über den vettSn- Absipl ^finden deferrs an solchen Blättern werden zweffslloS * ^O ebe n si a br vollendet heute der frühere Univ^. -^kvetar, derzNttge Gehnme .Kanzleirat i. R. Fritz Schäffer ^borenor Gießener, m körperlicher und geistiger ^stüstigkeiL' ' Fift diebevo» ^ M d-ie Gemeimrütz-oe Deuffche Bottsvrrsick>erung AG. m Berlin, Bübom^^ tofebet mit tkmcc nt bfcrr Dienst bcr qirten Sache gestellt. Sie verbindet mit der Krieys-> aschi neu au sgl eich stelle. Die bisherigen Maschi- ncnausgleichstrllen, .ehrenamtl. Organisationen des Vereins deutscher Ingerrieuve, wurdcu ab 1 . September den zuständigen Kriegs- amtsstellen als besondere Referate angeschloffen unter der Bez-echnung „Tischnische Bezirksdren.ststelie" Abkürzung Tebe-- dicnn-. Gleickizoitig ffndet insofern,ein.e Änderung statt, als die IV asä.rneuau^gleül'stelle Wiesbaden eingehr und eine neue Tebe- dieirst in Darnrstadt errichtet wird. Zur Tebedien st Frankfurt a. Mt. sgjühiören ab 1. September Mb? dtve Kreffe: Alsfelds Bingen. Büdingen, Frankfurt a. M-., Friedberg i. H., Fulda, Äelit- lxms-en, Gersseld. Gießen, Hanau (St?, Hanau (LdL, Höchst, Lauterbach, Limburg, Mainz, Oberlalin kreis, Obertaunllstreis, Offtiürach, l-Rheingau. St. Goarshausen, SchilückOern, Schotten'. Unterlahnkreis, UTttertaunuskreis. Usingen. Wetzlar, Wiesbaden.. Briefadreffe: Technische? Bczirksdienstsjelle Frankfurt a. M., Karl- straffe 15. Telegvarmnaduesse: Debedierrsc Frankfurt a.M.: Ferw- spreck>cr: 5Ianfa 9260. Zur Tebedienst Darmstadt gehören ab 1 LEpNmber^ 1917 die Kreise: Darrustiadl, Bensheinr. Dieburg, Erl»ach, Groff-Gevan, L>cpveacheiw, Worms, Alzey, Opp-.mheftn. Briefadresfe: Dacffnische Be^irksdieifflltelle Drirmstadt, Kasinostr. 10p Telegrammadresse: Tebedienst Darnrstadt: Fernsprecher: 295. ** Ernteerhcbung undNachprü jung der Ernte- ilacken für Getreide. Dirrch eine im Juli d. Js. erfolgte Barschätzung der Getreideernte ist ein vorläufiger Ueberblick über die diesjälwrgc Ernte gewonnen. Hierfür wurde von Sachverständigen und Berttxmensleuten durch Schätzung eines Turchschnitts- bektarertrages für jede Gemeinde inner Berüchicktigung der im Simi ermittelten Ernteslächc der Er nt vertrag gemeind eweise ermittelt. Für die sackigemäßc Benürffchafttmg des Getreides ist jedoch eine nröglichst genaue Kenntnis des tatsäckZichen Ernteertrages enorderlich. Dieser kann erst nach Beendigung fror Ernte festge- ltellt: verden. Zu dem Zweck ist mmt Präsidenten des Krirgsernäh- nmgsamts durch Verordnung vom 30. August 191 / bestimmt worden, daß in der Zeit vom 20 . September bis 5. Oktober 1917 für jeden landwirffDnftlichen Betrieb unter Zuziehung der Betrieb- mHaber oder deren Stellvertreter der Errtteertrag für Brotgetreide, leerste, Hafer und Getreidcmenge sorgfältig zu ermitteln und dabei gleichartig eine Nachpri'ffung der im Juni angegebenen Ern teil a ein vorzunehnren ist. Die Ernteerhebuug bildet die (Grundlage für die .Bewirtschaftung des Brotgetreides und für olle, die Versor- gmrgSregelung betreffenden Maßnahmen. Von ihr hängt die Zu-! terlnng der Mehl- und Bryt menge an die Bevölkerung für die Zukunft ab, so daß ihre gewiffenchrfte Durchführung für unser wrrychcrftliches Durchlxüten von. der allergrößten Bedeutung ist. Die mit der Erhebung betrauten Sachverständigen ebenso rnie die blmdwbchchaMchen Vet««dchaber haben daher die Pftüht, dastkr zu sovsar, daß die Erhebung ei» zuverlässiges Ergebnis l«fert. > ^ ^ . (WTB.) y\ Zur Verteilung v-on Hülsenfrü chtew Bei dem ft Krieg seruächrunas crmt, der Rei chs hü lseu s ruchtstelle uud der ssteitreidesteÜe, bet tm neuen Wirtschaftsjahr die Bewrrtschaftarng der Hülsenfrüchte obliegt, gel)en neirerdirrgs zahlreiche Anträge von .Händlern, indnstrielben Werken usw. ans Sonderzuweistrngen von Hülsenfrüchteu ein. Vielfach wird auckl lurn die Geriehnrichrng gebeten, .Hülsensrüchte gegen Bezugsschein frechändtg auskaufen zu dürftn. Alle derartigen Gesuche sind zwecklos nnd müssen crusnahmslos ab- gelehnt werden. Sämtliche Hülfenfrüchte find durch die Michsgetreideord'mrng vom 21 . Juni 1917 für den Kommu- nalverband, in -dessen Bezirk sie gewachsen sind, beschlagnahmt. Me Landwirte haben hiernach ihre Hülsenfrüchte mit Ausnahme der ihnen ausdrücklich zur eigenen Ernäh- rnng und als Saatgut belassenen Mengen restlos an die Kommissionäre ihres Mrmnunalverbandes oder an die der Reichsgetreidestelle abznlieferrk. Die abgelieferten Mengen gelangen, soweit sie nicht für .Heer und Marine bestimmt sind, nach einem einheitlich an.fgestellten Plan ausschließlich drrrch die zuständigen Behörden, Komurumi lverband, Magistrat, Bezirkszentralen usw., zur Berteilmig. ** Die Anmeldung ausländischer Zahlungs- mttlelund Forderungen l>at nach dem Stxrnd vom 1. September 1917 zu erfolgen. Die 9lnmeldung muß bewirkt sein bis zum 11. Septernber in Berlin bei der statistischen Abteilung der Reichsbank, außerhalb Berlins bei den Reichsbankarrstalten, in deren Bezirk bec Anmeldepftichtige fernen Wohnsitz, dauernden Aufenthalt oder Sitz l>at. ** Im Lichtspielhaus Bahnbofftr. 34 wird vom 4. bis 7. Sept. der erste Film der Krorren-.Klasse, die Sensation der Schon, gegeben: „Sibirien",, ein gewaltig ergreifende'? Drunca der Gegenwart. Dieser Film zeigt in packender realistischer Weise die verworrenen Kiüturzustände des russischen Landes. Für denj hunwristischen Teil wird ein lustiges Badecrlebnis in drei Abteilungen „Bräutigam als Brmt" gegeben. — Das Lichtspielhaus wird über die Wintermonate nur bis abends 10 llln spielen. Landkreis Gießen. ** HungEn, 4. Sept. Dem .Kauftnann ?li'dolf Sulzbach, Offtzier-Stett Vertreter in einem Infanterie-Regiment im Osten, fft das Eiserne .Kreuz 2. Klasse verlichen wordcm. Kreis Schotten. Gehennrat Schönfcld f. Scho tton, 3. Sept. „Der König vom Vog^lsberg", wie ihn seine Schottener . Kreisinfasseu zu benennen pflegten, OKHeiwer Regierungsrat Karl Theobald Schönseld, ist am Samstag nach kurzem Krankenlager im 82. Lebensjahre verstorben. Ein hochverdienter Beamter des Hessenlanves scheidet mit ihm ans dem Leben, der bis vor wenigen Jahren in unermüdlicher Treue seines Amtes als Kreisrat von Schotten gewaltet hat. Mit seinen Bogels- bercwrn war er ailfs innigste venvachsen. Den Bauern galt der alte Gel)eimrat mit seitcenr goldenen Humor, seinem tiefen Verständnis für alle ihre Nöte und Gebresten mehr als Regierung urid Landesherr. Wenn man vom „König vom Vogelsberg" sprach, N'ußw jeder, wer gemeint war. Die große Liebe und Verehrung der Boseisberger zu üyttm Geheimrat tarn 1911 bei dessen Rücktritt wm Amt rmd 1916 bei der Feier des 80. Geburtstages zu impulsiven Durchbruch. In der Kreisstadt wurde am sckwn bestehenden Karl-THwbald-Drunnen eine Plakette mit dem Bilde des 80- jährigen Greises angebracht. Karl Theobald Sch-önfeld wurde am 29 ?1pril 1836 in Wöllstein Rheinhessen) als Psarrerssohn ge- bovM. Mft einem gU m&nbm MatmckÜttSzeugrwfe bezog er 1854 di« Universität Gießen zum Studium der Rechte. 1857 bestand er das Fakultätsexamen in Gießen. Dann arbeitete er als Akzessist in Mainz, Darmstadt, Groß- 6 ierau, Heppenheim mid Darmftadt. Von 1867 bis 1874 wffftte er als .Kreisassessor in Grünberg, bis 1876 in Büdingen und bis 1882 in 'Dielmrg. 1882 tmrrde er Kreis- lrat in Larrterbwch. Von 1887 bis 1911 loar er Kreisrar von Scholien. Am 1. O ktober 1911 trat er nackt 54jähriat, wurde der Vorarbeiter Carl Krüger zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. * Stuttgart, 2. Sept. lPriv.-Tel/> Das bekaimte Hotel Klumpp in Wildbad fft vom -Obernmt wegen lleberschreitung der Fleisch Vorschriften aus sechs Wochen geschlossen worden. K ö n i g s berg (Pr.), 4. Sept. Ein G r o ß f euer in der Warschauer Brauerei von MackKegd zerstörte das drecktöckige Hauptgebäude, in dem infolge^>er EinsäTränkuing der. Biererzeugung große Obstvorräte zur Marmeladebereitturg lagerten. Ellies wurde ver- Uichltet. Dftr Schaden beträgt über eine MÄlion. Witterungsbericht. . (O öffentlicher Wetterdienst.) Keine wesenttichie 'Aeicdernug der bestei-errden Witterung. Letzte rr^erkrichten. » Keine Entcnteanlnwrt an den Papst. Genf, 3. Sept. Ter „Temps" meldet, die eciglische, ftan- zöffsche und italienisct»e Regierung werden die Papsttiote nicht be- antwortm. Tie englische Re giert urg, die allein am Vatikan beglaubigt ist, beschränkte sich auf eine Empfangsbestätigung. Kein Winterkrieg mehr! Lugano, 3. Sept. „Popolo d'Italia" gibt das Ministerium verloren. Tvotz aller llmbildtrngen, schreibt das Blatt, kann das KMnett semem Schicksal nicht entgeyerr. Es liegt in '-Agonie. Es ist! vielleicht jetzt zwn letzten Mate in Rom versammelt und nur noch» die Parodie eines Minffteriums. Was diese, Krise so plötzlich hereinbrecheu ließ, w-ariolwe Zweifel vor allemidie Lebens mittel not, die, so lange durch ein Drausloslvrrffchaften verdeckt, jltzt offen aus- gebrochen ist. Insofern ^nag fte ein Erfolg des deutschen U-Boot- Zsiieges sein. Unser-e Sozialisten .sind nicht wehr Relttralfften, sie Find Leninfften geuwrden. Es '-'ckt aber nach mehr dahinter. Tic allgmneine UnMfrredenheit scheint groß zu sein. Das Loftmgs- wott der- Sozialisten ist: „Kein Winter mehr im Sckchtzenwaben." Tie Gefahr für das Land ist groß, wir verlangen leinen Galgen aber die Regierung muß Borkehrimgen treffen. Skcmdinavisckck Panzrrfchifsi. Kopenhagen, 3. Sept. „Rationaltidende" meldet aus Stockholm: Dvs Panzerschiff „Drottriftig Bittoria", ein L-chwestex- schiff "von „Svcrigea", dem größten Panzerschiff Skandinaviens, nftrd am 15. 9. in Göteberg vom Stapel gelassen, wobei das Kvnigspaar amvescnd sein wird. Ein drittes Schiff vom gleichen Typ „Kommg Gustav" wird im Lause des Herbstes serttqgestellt. ♦ # # ♦ kiditfpielhaus • Bahnhofffr. 34 . Erstklassige Kiinst8eis*kape5äe n Xnr 4 Ta^e. Tom 4—7. September. Nwr 4 Tage. sieaRiEM Oie Sensation dssr* Saison« r^. c,.. Das g-ewaltigste und er^rreiiendste JDnwnü der Gegeinvart. „ i__ 7 Anftns; 4 ITfcp. Ein lustiges Badeerlebnis in 3 Abteilungen Ende 10 l T hr 5 chwarz-Wefe$-j Selterswet; IVr. 81 Kellers weg Xr. 81 Von Dienstag, 4. September, bis inkl. Freilag, 7. September. ErstaafTührnn$. Ludwig Trautmann der tollkühne Filmkünstler in seinem sensationellen Film werk Das lebende Rädel Seltsames Abenteuer in 4 Akten. Verfaßt und inszeniert von Harry Fiel. Ein verhängnisvoller Kuh Feiupikantes Imstspiel in 3 Akten. Als Extra-Einlage: Ein vaterländisches Fiimspiei zugunsten der Metailabgabe. 6538a Neuestes von den Kriegsschauplätzen. Interessant. Hiesige Fabrik sucht per 1. Oktober oder früher jüftp KüllsMW ober Frjiulcin für Burean und ^ager. Schrisil. Angeb. m. Gchalts- mrsvrüchen unter 6535 an den Gießencr An.reiger erbeten Tüchtiges Mädchen »um 1. Okt. gesucht. 6525 Weft'Aulage 49,1. AkrsrznsiNitteisübrik sucht sofort eGen strebsamen Herrn zum Besnciie der Landwirte s. hreftgen Bezirk gegen Wagegelder nndProvifion. LeldikeEinarbeirnng.'Passend mr Kriegsbesch. usw. AuSf. 2tngeb. mit Geb-Ansprüchen erbeleri an F. Weißflog, Dresden. A., Fetdherren- straye 48 I. 6509hv Schlaffer Drehern. Tücht. Nagler sofort gesucht. " 6528 Andreas Euler Steiustraste. gesucht. Göbel & Appel, Alicestrafte 35. 6533 Sanberes ItlUdchen für sofort ob. später gesucht. 05492 Boetbestrake 49, Zwei Wärter davon ein gelernter Gärtner, gesucht. 6456 Prov.* ^iecbenan««tali. Fuhrmann kann eintreten. 6531 Kohlenüandlung Ed. Älitttel. NUkrer Arheiier für leichte Arbeit gesucht. ^ Schon & Co. HMmsit gesucht Mckh 6558n TiWgc KLüsftUitzrrsil qei. LLilbelm str. 12 , 11 . Lanffran z. Ladenpytzcn ges. 05471 Eelterckweg 10. Putzfrau gmcht. 6551 Göbel & Appel. Alieestraße 25. Sofort Bote, Mädchen ob. Frau zum AuStragen gesucht. rsr-riee'Lvrlv Vlliv.-LoehdkUg., 6559 Selters weg 87. Gebildetes Fräulein tagsüber für Kinder u. Hausarbeit gesucht v. 15. Sept. ab. Frau Prof. Versluys, 6541 Wilhelmstr. 41, p. Suche junges Mädchen oder Frau für Hausarbeit. 05469 ~ n Kl »offer. Zur Einführung unserer Kriegsfürsorgc-Versichenmg suchen wir geeignete Herren und Damen. Anstellung gegen Provision oder Gebalt nnd Reisesvesen. Ausf. Ost. über seith. Tättgkeit mit Angabe von Referenzen erbeten an 6484 Walter 8 trait 8 s, Assekuranz Frankfurt am Main, Pctersstr. 2, Telephon Amt Römer 3620. für Geschoßbearbeitonip, sowie Platzarbeiter sofort gesucht. Eisenwerk Haiger, Gießen, Margarctenbüttc. 6395 Lehrlins: zur Erlernung des Schlosser-, Schmiede-, Former-, Kernmacher- und Modellschreinerbandwerkes werden eingestellt. Für gute, sachgemäße Ausbildung wird seitens der Firma Sorge getragen. Stahl- nnd Eisenwerke Aßlar. Atzlar. WZässksGssZ für den Haushalt eines ült. Herrn gesucht. 6530 Babnbosstraße 76,1. Ein älteres AeußiuWkn vWLlmLc sofort gesucht 6443 ^icbigftraße 65. d « h e n in sranenl. Haushalt halbe oder ganze Tage gesudn. Kochen erforderlich. 6502 Mardurger Straße 83. Sauberes, fleißiges FL rr «I i* >i e n -um 15. September gesucht. Fraa Zahuarsrt Banlisch, 6506 Selteröweg 79. Tüchti^e^ lädohen welches kodien kann und die Hausarbeit versteht, zum 1. Okt. od. früher gesucht. <**“> Fran D. St aune LätUlelmltrade 10 . Hausmädchen gesucht. 05412 Villa Ladwissruh, Bad-Naudeim, _ Roonstr. 3. _ Suche für sofort oder 15. September ein tüchtiges Mndchkl!, 7 L' k°,^ Frau Frieda Gerstenbauer, 05441 Wilhelmstratze 8 . Tüchtige Köchin aus 1. Oktober oder etwas später gesucht. 6526 Fran krolosssr IHjtterinaier, Liebigstraße 36. Ich suche zum 1. Okt. ein MäWcn s. Wcii.Hiius Kran 'Anna Zurdnch, 054?.'. A!olltestraße 24,11. in Zitllmerarbeit u. Bügeln bewandert, gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle des Giehener AuzeigerS. 05497 Jüngerer Schneider sucht Stelle in besserem Matz- geschäst. Atöchle sich aus Groß- stück nodi weiter ausbilden. Lohn ist anzugeben. Angeb. unter 6546 an den Gieß. Änz. Junge Dame, perf. Stenographistin, selbst. .Korrespondentin, sucht ver 1. Okt. vast. Stelle in Gießen od. Umgebung. Schr. Angeb. unter05480 an den Gieß. Anz. Mitte Aler. durch > Todesfall frei geworden, wünscht wieder pass. Wirkungskreis bei älterem Herrn. Angeb. unter 05482 an den Gieß. Anz. erbeten Gut erhaltene Rcifctaschc zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote.unter05475 an den Gießener 'Anzeiger erbeten. 1 noch gut erh. Nähmaschine (Tür HaushaltungSbedarft zu kaufen gesucht. Schr. Angeb.. um. 6548 a. d. Gießener Zlnz. Ern gut erhaltenes Sftfctt, nicht zu groß,oder ein LrsSrns wird zu kaufen gesucht. Näheres Rieaelpsad 30. Gut erhaltener Ofen möglichst Dauerbrand ofen,zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. um. 05478 q. d. Gießener Anz. 1 prima Geige mit Kasten tmtsche gegen ein Sofa oder Dertiko. Schriftl. Anaeb. unter 05466 an die Geschäfts- stelle d. Gießener Anzeigers. BriytmLppe m.KIlttllrpQtzlcrsn ^vrl. Es m.dring, gebeten dies., abzugeb. Walll erslr.3SI. 05470 Znm Krant«chaeiden emvnehlt sich Job. Balssr. Souneastrafia, Berpijr*! und Walllor, 6 ast- L’ans smn Schwänen . uai05 und Ibuueunbt^ilnitj. Mittwoch, Septernber ^vtel Fürstrndof. ^ Mittwoch, amt».September Zttsammeniunst in: 2Utdres. 0548t Wichtiilk Mrchms Mainz, 1. Sept. 1917. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 10 Uhr verschied plötzlich infolge eines Herzschlages unsere gute, unvergessliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau LinaZimmergeb.Nehmeyer In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen. Qiessen (Bahnhofstr. 12), den 3. September 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 5. September, nachmittags 37* Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 653 !) 4 / • • Vermietungen 3-Zimmrr-Wohnurig mit Gas zu verm. Näheres Müblftrane 2. Lade«. 0&4W 2 Zimmer Meine 2-Zimmer - Wohnung zu vermieten. 05481 Neustadt 53, II. [ Verschiedene | Kleine. Wohnung zu verm. 05472 Steinstrafte 52. f°Mo bl. Zimm er] Pension Braafll NeneaBüne lBellevuejZim. m.u.ohneVer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mit- lag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. (1687 Schon möblicrtcWobnung mod. ruh. Haus, freie Lage, 4—6Zimmer, Veranda, Gar- len für etwa Kriegsdauer ab Nov. zu verm. Näh. in der Geschäftsst. d. Gieft.Anz. w ?7 Unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater 1 Herr August Reinhardt m Ü KL. ist heute sanft in dem Herrn entschlafen. Forstmeister hieß und Frau Emilie geb. Reinhardt Dr. med. Schaad und Frau Lina geb. Reinhardt Oberförster Thum und Frau Luise geb. Reinhardt und 3 Enkelkinder. Lieh, Kelsterbach a. M., Storndorf, den 2. September 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 5. September, nachmittags 3% Uhr statt. 653G Z-oiinum-Mhllg. mit Gas u. elektrisch Licht, Mädchenzimmer usw.. in ruh. Lage und vornehmem Hause, wenn möglich ab 1. Dez. — oder früher — gesucht. Angebote unter 05348 an die Geschäftsst. d.Gieft. Anz. erb. 1—2 unmöblierte Parterre- Zimmer oder sonst. Lagerraum, nabe dem Bahnhof, für bald gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 05476 an den Gieftener Anzeiger. Larve r> 2 Ldi möhl. 1-L-2lmmsr- mögt, mit Küche. Angeb. unter O5477 an den Gienener Anzeiger. Ls SL sm e sucht cIcö. möbl. Zimmer mit elektr. Licht in gutem Hauie zum 15. September. Schriftl. 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September ab, gelangt nochmal- ein Waggon Weißkraut per Ztr. 14 M., per Pfd. 13 Pf.. Rotkraut per Pfd. -w Pf., Wirsing per Pfd. 30 Pf., Karotten und gelbe Rüben per Pfd. 30 Pf. in allen Verteilungsstcllen zum Verkauf. Die Mitglieder werden gebeten, die Rähr- mittelkarten Nr. 14 -20 bis zum 6. September m den Berteilnngsstellen abznliefern. Wer von den Mitgliedern in Zukunft Seife und Seifenpulver von seinem eignen Geschäft beziehen will, vergesse nicht seine Marken allmonatlich bis zum .3. abzuliefern. Wir empfehlen täglich frisches Lbft. Der Borstand. hartgutzglocken in alten Grüßen liefert ßijCHijlfjjfm Bölkniantt, Montabaur. Beste Referenzen zu Diensten. «atu Die feit einiger Zeit in nachstehenden Fahrplänen ver telnenden Mililarurlauber - Schnellzüge 123 und 1^4 L ner- Eoblenz-Gieften-Kassel- Nordhau,en-Sanger- liaiisen—Berltn Ar. Slr. tverden in beschränktem Umfang für den Verkehr sreigegeben: U 124 Berlin Zriedr. Ltr. ab 7.02 vorm., Cassel ab 3.33 nachm., Marburg ab 5.36, Gieften ab 6.20, Wetzlar ab 0.36, Bräuntels ab 6.52, Weil- burg ab 7.08, Limburg ab 7.42, Diez ab 7.51, Nassau ab 8.16. Bad Ems ab 8.30, Nieder-Lahnstein ab 8.49, Coblenz ab 9.05, Trier an 11.30 und U 123 Trier ab 8.25, Coblenz ab 11.05, Nieder-Lahnstein ab 11.17, Bad Ems ab 1136, Limburg ab 12.19 nachm., Weilbnrg ab 12.53, Welzlar ab 1.23, Gieften ab 1.52, NI arbürg ab 2.22, Cassel ab 4 30, Berlin Friedr. Str. an 12.38 nachts. 8510i Königliche Eisenbabndircktion Frankfurt (M.) Rsi'itG-fvIn Bin zum hiesigen Kartoffelverkauf zugelassen und können von heute ab bei mir empfangen werden. 6551 H. Drechsler, Steinstraße 48. ObftverstergeruNg. Freitag, den 7. September, vormittags 10 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde Bettenhausen versteigert werden, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwctfchen. Die Versteigerung findet unter den bestehenden Bedingungen statt. Zusammenkunft beim Friedhof. Bettenhausen, am 1. September 1917. 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Philipp Pfnff, Kirchcnvlap 18 II. 05498 Sehr kleine Zwar^pinseher* Hücßin, 1 jähr., stnbenr.. schw.- rostbr. gezeichlt. u.feinkrtviert f. 15Mk. in gute Hände abzug. Irsisr. Stocher. .Älten-Bissiech. Gut erhalt. Armee,atiel m. Zaunizeug zu verkaufen. Or.^keirt^^ek. frankfurter Strafte 34 parterre. 6534 43—60 □ m. Pflastersteine zu verkaufen. 05489 Bäcichsirnßft 32 p. Schreibsekretär zu verkaufen in 05485 Lick lOberh.l, Bahnhofstr. 72. Ein Baum Kelterbirnen zu verkaufen. 05493 An den Bahnhöfen 30. Prima Divanbezug (Sitz u. Lehne) mit Einfassung n. Basamenten zu verkaufen. 05479 Rodheimer Str. 36. 5000 qm Acker Deutschs Klee, 6000 qm Lazarus Klee, ist im ganzen oder in kleinen Teilen zu verkaufen. 6527 NäH.BIrkeuÄtoelrLSchasiüsr, Frankfurter Strafte 29. und Svörgel neue Ernte preiöwiirdig bei 6 '* August Wallenfels Markt plat z 17. Tels. 262 . lMchtsschÄMlle." Frauen u. Mädchen erhalten nnentgeltlich Nat und Auskunft inNechtsaugelegenheiten im allen Nathans Markt« platz 14 Mittwoch abends von 7—9 Uhr. <3647 Hessische LandeS-Gemüsestelle Mainz. Bekanntmachung betreffend Höchstpreise für Gemüse. Die Preiskommission hat in teilweiser Abänderung ihrer früheren Veröffentlichungen die nachfolgenden Höchstpreise für Gemüse festgesetzt, die der Vollständigkeit wegen auch insoweit wiederholt bekanntgegeben werden, als sie mit den bisherigen Veröffentlichungen übereinstimmen. Alle früheren Bekanntmachungen unserer Stelle über Gemüsehöchstpreise treten damit auher Kraft. e5 “B Großhandels- Klein Handels- Höchstpreis höchsgrreis 1. Rhabarber 2. Erbsen 3. Zuckererbsen 4. Bohnen 5. Puffbohnen 6. Karotten, rote, kleine oder längliche nicht über 15 em ohne Kraut 7. Speisemähren, rote (gelbe Rüben» ohne Kraut bis 15. 9. vom 16. 9. bis 30. 9. vom 1. 10. ab Speisemöhren, gelbe vom 1. 10. ab Weihe Möhren, vom 1. 10. ab 8. Kohlrabi 9. Frühweiftkohl bis 19.9. 10. ^rühwirsing bis 19. 9. 11. Jrührotkohl bis 19. 9. Erieuger- i)öch<1prris das Pfund 0.05 0.25 0.30 0.30 0.08 runde 0.12 0.08 0.07 0.06 0.04 IL Kopfsalat 13. Endivien 14. Römischkohl 15. Spinat 16. Tomaten 17. Blumenkohl je nach Gröfte bis ' 18. Zwiebeln, lose bis 31.10. vom 1. 11. bis 30. 11. vom 1. IL bttz 31. 12. vom 1. L 18 bis 31.1.18 vom 1.2.18 bis 28.2.18 vom 1. 3. ab 19. Sellerie mit Kraut bis 14.10.17 vom 15.10. bis 30.11. Sellerie ohne 5kraut vom 15.10. bis 30.11. vom 1. 12. bis 31. 12. vom 1.1. bis 14. 2. 18 vom 15. 2.18 ab 20. Meerrettich a) wenn 100 Stangen mindestens 60 Pfund wiegen bis 31. IL vom 1.1. bis 28. 2.18 vom 1.3. bis 30. 4.18 0.03 0.15 0.05 0.12 0.12 das Stück ’ 0.10 0.10 das Pfund 0.15 0.20 0.15 0.08 0.08,5 0.09 0.10 0.12 0.14 0.20 0.25 0.30 0.35 0.40 0.45 0.40 0.45 0.50 das Pfund 0.08 0.27 0.33 0.33 0.11 0.14 0.10 0.09 0.07 0.05 0.04 0.17 0.07 0.14 0.14 das Stück 0.12 0.12 das Pfund 0.17 0.22 0.17 0.10 0.11 0.12 0.12 0.14 0.16 0.22 0.27 0.32 0.37 0.42 0.47 das Piund Ml. 0.13 0.35 0.40 0.40 0.18 0.17 0.12 0.11 0.09 0.07 0.06 0.20 0.10 0.17 0.17 das Stück 0.15 0.15 das Pfnnd 020 025 020 dos Stück 0.80 das Pfund 0.12 0.13 0.14 0.15 0.17 0.19 026 021 026 0.42 047 0.53 vom 1. 5.18 ab 0.55 b) wenn 100 Stangen mindestens 40Pfund wiegen bis 31.12. 0.30 vom 1.1. biß 28. 2.18 0.35 vom 1.3. bis 30.4.18 0.40 vom 1. 5.18 ab 0.45 c) für leichtere Ware bis 31.12. 020 vom 1. 1.18 ab 0.25 21. Rote Rüben bis 31.10. 010 vom 1. IL bis 31.12. 012 vom 1.1.18 ab 0.14 22. Schwarzwurzeln bis 31.12. 040 1.1.18. ab 0.50 23. Einmachgurken urvStück unter 10 cm 2.50 über 10 cm 3.50 über 15 cm 5.— 0.42 0.47 0.52 057 0.32 0.37 0.42 0.47 0.22 0.27 0.12 0.14 0.16 0.42 022 100 Stück 2.70 3.75 5.30 0.48 023 058 0.68 028 043 048 0.53 0.28 0.33 0.17 0.19 0.21 0.50 060 loo Stück 3.30 4.50 6 .- Salatgurken fallen nicht unter die Höchstpreise. Wenn d»e Ermäftigung der Höchstpreise zu einem bestimmten Zeitpunkte vorgesehen ist, bleiben die bisherigen Gros;- und Kleinhandelshöchstpreise noch 3 Tage länger in Kraft, während die herabgesetzten Erzeugerhächstpreise sofort von dem bekanntgegebenen Zeitpunkte an gellen. Die'Preise verstehen sich nur für marktfähige Ware erster Güte. Zuwiderhandlungen gegen diese Höchstpreise werden nach den Bestlmmungen des Gesetzes betr. Höchstpreise vom 4. August 1914 bestraft. Der Vorsitzende der Preiskommtfsiou für daS Grohherzogtum Heften Dr. Schreiber. Aintliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Wurstabgabe. von Wirrst aus uuterwertigen Rindern an die Bezirke 7-12 gegen Ablieferung der Marken der 3o. und 36. Woche erfolgt in dieser Woche Donnerstag, den 6. September 1917 in den bekannt gegebenen Berkaufsslellen. Gieften, den 3. September 1917. 65438 Der Oberbürgermeister (Lebensmittekamt). Anflicht Al>Be oon Ast mi die BürgMafl. Das von der Stadt abzuerntende Obst soll bezirksweise an die Einwohner abgegeben werden. Wer voit diesem Obst zu beziehen wünscht, hat dies m der Zett vom 6. bis zum 15. ds. Mts. vormittags von 8-10 Uhr in dem Geschäftszimmer feines Brotmarken- bezirks anzumelden. Aus Grund der gesetzlichen Bestimmungen, der ein- gehenden Bestellungen und der vorhandenen Menge Obst wird der jedem Besteller zu überweisende Teil Obst noch sestgestellt. Eine Gewähr für die Belieferung wird nicht übernommen. , Die Abgabe des Obstes erfolgt sväter der Reihenfolge der bei der Anmeldung ausgegebenen Nummern entsprechend.. Der Verkaufspreis des Obstes tAepsel) wird noch be- kanntgegeben. « 544 « Gieften, den 1. September 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller. Betreffend: Die Bildung der Schöffen- und Schwurgerichts Bekanntmachung Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt von Mittwach. den o., bis Mittwoch den 12. September l. Is. auf dem Stadthause Zimmer Nr. 8 zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist kann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste Einspruch erhoben werden. Gieften. den 1. September 1917. 0543 Ter Oberbürgermeister: Keller. Berrogl. Brannschw. Baugewerkschule Holzmindi Hochbau - ”• " Jrrldjtet 1X31 Tiefbau Derpflcgunos Rnftalt Sommeruiitmidjl 2 . Mprll. Reifeprüfung. IDinterunterrlcbt 15. ORtot Slelchverechligi mli tu KOntgl. Preub. Bsugefpertftukai. —