Ni. 206 ~€c Lnzeiyrr ersthemt tätlich, außer SornrLuqs. — Beilagen: Ketzever ^LLüNenbiMer: Rr-eirdrett sSr den Lrris Kietzen. vezAHrpreir -. msnack. 1 Mk., vierteljährlich 3 AN.-. durch Ab hole- u- Zweig stellen monotl. 90 Pf.; durch diePost Mt. 3.— viertel- jährl. ausschl. BesteLg. siernsprech - Anschlüsse: sür die SchriNleitungllL Verlag.Geschäftsstelteöl Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Erster Blatt $ 67 . Jahrgang yostscheckkonlo: Zranlftrrt a.M. $$686 Montag. Z. September $ 9 $? Nankverkehr: Sewerbebani Sretzen Fwfflingsrvn-druck u. Verlag: Srühl'sche Unw.-Such- u. Steindruckerei R. Lang:. Schriftleitung. SeschSstzstefte „.Druckerei: Schulftr. AMlLNMe VdN 'üYij:, -.. \ die Tagetnummer bri zumNachmittag vorher. Settenprelse: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für: auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pf., für Rektanlen 75 Pf., bei Piatzvorschrift 90 Pf. Haupischristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik ».Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt uild Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Die Düna (WTB.) Großes Hauptquartier. 1. September. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp reckt. Zn Flandern dauerte der starke Feuerkainpf in den Dünen rrnd beiderseits non Ypern an; autzer Vorfeldgefechten keine Jusanterietätigkeit. Im Artois lebte nach ruhigem Tage das Feuer vom La Bassee-Kanal bis auf das südliche Scarpe-llftr am Abend auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Beim Gehöft Hurtebise am Chemin-des-DLmes griffen die Franzosen rmch heftiger Artilleriewirkung mit starken Kräften an. Der anfängliche Geländegewinn des Feindes wurde durch unseren Gegenstotz zurückgewonnen; rrm einige Grabenstücke wurde die Nacht hindurch erbittert gekämpft. Eine Anzahl Gefangene ist in unserer Hand geblieben. Vorstötze des Gegners mn Winterberg und südlich von Corbeny scheiterten verlustreich. Vor Verdun ruhte tagsüber der Kampf; in den Abendstunden steigerte sich die Tätigkeit der Artillerien in einigen Abschnitten wieder erheblich. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Ein Unternehmen bayrischer Sturmtrupps am Rhein- Marne-Kana l hatte vollen Erfolg. Autzer blutigen Verlusten büßten die Franzosen Gefangene ein. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. An derDüna, vor allem bei Jlluxt, ferner bei Smor- gon und Baranowitschi, war gestern die Gesechtstütigkeit trotz ungünstiger Witterung lebhafter als sonst. Nördlich der Bahn Kow el — L u ck stellten unsere Erkunder gute Wirkung unserer Minenwerfer und Artillerie in den feindlichen Gräben fest, aus denen Gefangene geborgen wurden. de) Tarn-,pol und Husiatyn wurden russische Ttrr-fübtcllmigeu im Nahkainpf vertrieben. Heeresgruppe des Ggkncralfeldmarschalss von Mackensen. Im Gebirge nordwestlich von Fo c s a n i warfen deutsche gruppen die Rumänen ans einer zähe verteidigten Höhenstellung. Bei Marineni, am unteren Tcreih. brachen deutsche und vn!gar!>che Sturmabteilungen in die russischen Stellungen em. machten die Besatzung nieder und kehrten mit einer großen Zahl von Gefangenen zurück. Mazedonische Front. ., . 3>u C e r n a - B o g e n griff ein italienisches Bataillon de, Paralovo an. Deutsche Truppen warfen den Feind zn- nick und nahmen ihm Gefangene ab. Am Dobropoljc scheiterten mehrere serbische Angriffe meftlrch des Barbar französische Vorstütze vor den Stellungen der Bulgaren. Der Erste Generalqnartiermrister Ludcndorff. (Amtlich^'' G ro tz e s H a n p t g u a r t i e r. 2. September. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. „■ Der starke Artilleriekampf gegen die Mitte der flan- L aS kmlt bei Tage und die Nacht hindurch an, Vorfetdgesecht« verliefen für uns günstig ^ De> St.Quentin und an der Oise nahm die I^Ü^lSkeit gegen die Vortage zu ! ein Erkundnügsvorstotz westlich von La Ferr« brachte nns Gefangene ein Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei Allemant, nordöstlich von Soissons wurden ^emer gewaltfamen Erkundung dem Feinde blutige Per lüste zugeftigt und Gefangene abgenommen. B i em I^bn des Chem in des Domes blieb frei örr ^"lche am Gehöft Hurtebise ein begrenzter vorderste,! Linie in der Hand der Franzosen nachts plante er ab" ***** Öf, ‘ ^"erkämpf nn,' ieme^Mstsieg^^^ *“ n *»***« ^ng gestern westlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Peinz Leopold von Bayern «-°-n ?° n Luck brachte uns ein Vorstotz von Sturmtrupps Gewrnn an Gefangenen und Beute. Front des Generalobersten _ Erzherzog Josef. Sörf^öcSfd. rilt ^ 1,nb 0uc|olüo Störungsftuer und Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. In den Bergen nordwestlich von F o c f a h i suchten die Rumänen und Russen unseren Truppen den erkämpften Boden streitig zu machen. Erbitterte Gegenangriffe des Feindes scheiterten verlustreich vor unseren Linien. M a z e d o n i s ch e F r o n t. Bei M o n a?t i r griffen die Franzosen mit starken Kräften au. Längs der Stratze nach Prilep erngebrochener Feind wurde niedcrgemacht oder gefangen, der Ansturm seitlich des Weges von den bulgarischen Truppen überall zurückgeworftu. Am D o b r o p o l j e brachen neue Angriffe der Serben zusammen. Der Erste Generalguartiermeister Lud endo rff. * Die Abendberichtc. Berlin, 1. Sept., abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen bei Regenwetter nichts Besonderes. Im O st e n an mehreren Stellen der D ü n a f r o n t, bei Smorgon und Baronowitschi lebhafte Gefechtstätigkeit. Berliu, 2. Sept., abends.. >e ftandriscktt ll Boots Basis als eirdgültig verloren ansg>'ben L-er englische Angriff auf Hens, bei dem die kanadischen, Truppen geopfert wurden, ist -bereits vorläufig anfgcgeben Im ganzen Artois war die .Gefochitstätigkeit gering. Miderseits St, Quentin tvar das Feu-er nur zeitweilig gesteigert. Bei deni gestern gemeldeten Gefecht bei Bendhuille wurden von deln Deutscher 1 Offiziere 20 Mann und 3 MaschÄEngewehre sonne eine gröbere 'Anzahl Geioehre als Beute Angebracht. Am 1. September machten « ie Deutschen hei einem Patrouillenvorstoß bei La Fere 11 Ge- s an gone. Auf dein Ehemin des Fennes verblieb dem Franzosen als ganzer Gewinn ilnes verlustreicher Eingriffs vom 31. August lediglich ein Stück >des vorderen Grabens in ettva 1 Kilometer Breite. Oestlich? Bauxaillon holten deutsche Sturmtrupps mit geringem eigenen Verlusten 10 Gefangene und 2 Scknelladegewehre ans deir französischen Gräben. Auch in her Champagne brachten d-cutschtz „ Patrouillen Gefangene ein. Mr der Verdun-Front stockte der fran-- zöfische An.rrisf n>eiterhin. Auch das Artilleriefcuer blieb am 1. September gering und schmoll erst gegen Abend zu groster Stärke au. ^ Im Osten ist die Gerechtst ätigkeit an der Düna und bei Smorgon gesteigert. Mich beiderseits des Sereth lebte sie aus. Tie Russen steckten das Dorf Oprischeny sowie die Bahn Nation, von Tereblestic in Brand. An der Svlka und an der Besttitzn ft osten die Verbündeten erfolgreich mit Patrouillen vor. Im Bergland der Susita machten die Russen und Rumänen verzweifelte Anstrengungen, den Verbündeten ihre Gelmrdegawinne der letzten, Tage^ wieder zu entreißen. Mehreve nach kurzem Artilleriesvwep -nit ftarkwi Massen angcsetzt? Angriffe brachen, unter schweren' -'lnligen Verlirsten der 3tnssen und Rumänen zusammen. In Mazedonien hat Sarrail nunmehr auch allerdings mit reichlicher Verspätung begonnen, seinen gewvlnrten blutigen und erfolglosen Beitrag zu ,der Generaloffensive der (ffrtonte zu leisten. Die serbischen Angriffe auf den Dvbropolse ivurden fortgesetzt Die Angriffslrast der Serben ist jedoch bereits derart g-eschtvächt, daß ihre Stürme mit Leichtigkeit abgewiesen norden konnten. Tie Franzosen, die am Nachmittag des 1. September nach starker Artillerievorbereitunge beiderseits der Straß,e Monastir-Prilev an orisftn, vermochten zwar in die vordersten Gräben einzudrinwn, unterlagen aber int Nahkampf den bulgarischen Verteidigern. Was nicht im Kampf blieb, wurde gefangen genommen. Die Schlacht bei Bcrdrrn. Bern, 2. Sept. (WTB.) Der Militärkritiker des „Matur" schreibt: Die letzte Phase der Verdunschlacht kann nach den: von der französischen Heeresleitung festgelegten Plane als abgeschlossen gelten. Die nördlich Verdun einletzende weitere Offensive würde neue Dispositionen notwendig machen. DaS Ergebnis der italienischen Offensive. Wien, 1. Sept. (W. B.) In den Meldungen der Kftiegsbe- richrerftchter sowie in den Artikeln.der Blätter wird darauf verwiesen, oap, am Ende der zweiten Woche der elften I so nzv schlackst bereits erkennbar ist, daß die Anstrengungen des Feindes am l>r.>rd- MgÄ den GipfcklpuE bereits überschritten haben und die Kraft der Angreifer abZunehmen beginnt. Cadvrna, der zu Beginn der flacht seine Massen gegen eine Fwnt von 60 .Kilometer vor- 'chickte. mußte murmelst seine. Lürgriffe auf eine Front von 6 Kilo- Eer, auf em Zehntel der ursprünglichen Ausdehnung, beschranken. ivotz der großen zahlenmäßigen Ueberlegenheft der Italiener, und obgleich gelvattige Berstärkimgen von ande'oeni Frontteilen die gelichteten Reihen auffüllten, zählt der ganze Raumgewinn, selbst an der sogermnutzen Ein brirch? stelle bei Selo, :tiri nack tvenigen hundert Metern, was zu den furchtbaren Verlusten der Italiener, die mit 150000 Toten und Verwundeten ntcht^zu bock' gegriffen erscheinen, in gar keinen, Verhältnis steift Am Lüdflügel, insbesondere an der .'Hochfläche von Comen vermochten bte Italiener nicht einmal die Verteidiger irns der ersten Imu zu drängen und im südlichsten Abschnitte kam der Gegner ublwyaupt nur mu Schritte vor. Er steht nicht soweit, als ihm m der zehnten Schlacht vvrzustosten gelang. Der bisherige Vcrlans der Schlacht berechtigt denrnach die Verteidiger, mit aller Zn- verncht den sicherlich nocki zu ernwrtenden Endkämpsen und ihrem Ergekmrs eittgegen zu sehen. * Die Kämpfe in Ostafrita. London, 1. Sept. (WTB.) Das Kriegsamt meldet ans Ostafrika.: Die sich znscnnmenschließenden englischen und belgischen Kolonnen säuberten das große Gebiet in der Richtung aus Irnrga vom Feinde. Mle Deutschen in jener Gegend würden südlich des Ulanga-Flusses getrieben. Ei n e f e i n d l i ch e Streitmacht, die bei Mpepos, 65 Meilen (ca. 104 Kilometer) südlvestlich Mahenge umzingelt worden' war, d u r ch b r a ch in der Nacht z-nm 27. August \i n s c r e Linie und marschierte auf Mohenge. Die erlitt schwere Verluste. Unsere Truppen verfolgten sie. Bei nnserem Vormarsch durch portugiesisches 64ebiet von Ivpnstvn am endende des Nyassa-Sees aus, besetzten wir lunbiir u. In den anderen Gebietest ist die Lage nnverändert. Unsere Kolonnen halten den Druck auf die feindlichen Abteisungen aufrecht. Srotzherzoglrches Uuttheater Vad-Nacheim. GiNlspicl Hannelore Ziegler. Ein .Höhepinckt 4>er Bad-Nauhenner Sonimerfpielzeik ,uar der Tanzabend L>annelorc Zieglers von, Großh. Hof- und Natioualthoater Mannheim. Seit die moderne Tauzbewegimg sich aus den chioreographischen Banden der alten, erstarrten Ballet form gelöst hat, sind mancherlei Tärizerinnen an uns vorp?igezogen. Vorerst die mehr oder weniger geglückten Versuche, erlosckgue oder fremde Tanzsormen wiederzubelebbn oder unserem Empfinden nal>e M bringen. So ging di-e bekannte Tuncan von den plastischen Schöpfungen der Antike aus und suchte das plastiscku: Gefühl der Grbeckfen dlcrch Uebernahnw Vlcrffischer Ausdnickssormeu im Tanze ucr\vufcfKrffm. ©5 folgte die eigenwillige Deut M. Ahesa, die die ägyptische Relief- urtd HierozstyphenLmst zum Muster nahm und in einer TanKweise. die selbst muli,teure Fläck>enLunst blieb, eine hypothetische ägyptische Tanzkunst für uns nüedcr fruchtbar machen )vtAlte, imb Ruth St. T-eins. die Darstellerin der erotischen Rhythmik indischer Sakraltänze. Sehen wir von mancherlei Neb-enströ- immgen, wie dem rnffischen Ballet, ab, das sich von der Mrkömru- lichen Erstarrung zn lösen wußte, so sehen wir bald das deutsche Empfinden sich ffeareich durchringen in der kmsch-anlnutigen wal^.'rhrngegebenen Kunst der Geschwister Wiesentbal, dem iugend lw»-herben Gliederspiel Clotildes von Dery und dem ans Groteske streifenden übeinnütigen Tänzen Gertrud Leistikou^. Sie all. .waren unstwünglich Talente, Ine aus dem rlchthmischen Gefühl heraus ftdi der tragenden Melodie Hingaben. Nnn setzt? aui einmal die Neb?r l. gung ein: es l-andelt sich hier nicht mir um einen ursprünglichen' irr. r-indungsausdruck. sondern um eine Kunst. Und eine .ftunft wili aepflegt und höher entloickelt sein. Folglich fvnrden di? ersten Tanzschulen gegnrndet. Die der Isadora Duncan, ilpen eigenen Bestccbuvgen gemäß, die plastische ÄuÄbildmrg des Körpers pfle- Die Lage in Rutzianü. Eine gegcnrevolntiorcäre Verschwörung. Petersburg, 2. Sept. (WTB. Richtamklich.) Meldung des Renterschen Bureaus. Die Blatter melden: Eine gegenrevoluttv^ rtärc Verschwörung wurde von der Petersburger Stoalsanwalt-- schast ans gedeckt zu jderIZ-eit der Tagung der Moskauer Konferenz. Die Führer der Berschwörung sollen bekannte Politiker uicd mehrere Oi'fiziere sein. Die Uutersuchinng hat Beweise stir die Berschwörmtg erbracht. Tcr Petersburger Sovjet gegen die TSicdcreinsuhrnug der Todesstrafe. Petersburg. 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Der Petersburger Sovjet hat gegen die Einführung der Todesstrafe an der Front Einspruch erhoben und die Unterdrückung diejer Sttafe verlangt. Lord Eccil und die Wilsonrrotc. - L ondv n, 1. -Depteniber (W. B.) Lord Robert Cecit äußerte zu einem Vertreter des Reute eschen Bnreiaus: Er sehe Mirtm Widerspruch zirischen der 3äite Wilsons mid der Wirtschaftspolittk der Verbündeten geinäß der Pariser Konfereirz. Die Pariser Besä: lässt seien rern defensive, keineswegs aggressive Maßregelm Sie wzweckten dst Wiederherstellung des WirtsckNttsl-eliens der Verbündeteimund Schuh gegen eiire aggressiv? nnlitarische Handels- polttck der Feuwe nach dein Kriege. >vie den geplanten Dandels- lmnd Mitteleuropas. Wirtschaftliche Rücksichten haben in diesem Kriege ebensoviel Bedeutung wie militärische chnd inaritime Maß- ,vgeln. Wrr hatten uns für berechtigt, die Wirtschastskraft unserer Gegner mit allen verfügbaren legitim eu Mitteln aai zu greisen, und freuen uns über di? energische Politik Amerikas in der A.usfuhr- frage. ES gibt seine stärkere Waffe, um Tealschl-and zu überzeuge,,, daß der Krieg .selbst in eommerziellem Simre nicht lohnt. Die Deutschen prahlen mit ihrer Krieg?irrte nnd vergessen, daß sie durch ihre militaristische Politik, durch die Verachtung des ganzen Vötterreckts und der Rechte der 'lieptralen kommerzielle und finanzielle Kraft? gegen sich nxtchzernsen h'.ben. die unendlich viel größer sind als ihre eigenen. Wenn der Krieg noch eine Reilw von Monaten sortdanert, ivvrde-r. die Kontra!möchte buchstäblich die ganze übrige Welt in Waffen gegen sich haben. Tie Militär ge, valt ist in der rnodernen Welt nicht alles. Selbst trenn die deutschem Dcere so erfolgreich und unbesiegbar :raren, wie der Kaiser und seine Generale es behaupten, wird di'? Aussicht in die ZuäUnft für Deutschland immer iinsterer. Vielleicht läßt sich hier wirklich eine Lösung des größten Problems der Welt ableiten. >vie man tünftige Kriege verhindern tann. Brelleickft wird e,n Dölkerbimd wirkliche Sicherheit für den Frieden bieten, neuner imstande ist. eine Nation, die der Welt gewaltsam ihren .Willen ausdrängdn will, finanziell, lom merz teil und wirtschaftlich abznsperren. * Die Stockholtticr Konferenz verschoben ' Stockholm, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Svensta Telegram Byrau. Da die Verhandlungen der Konferenz der Alliierten in London eine unmittelbare Lösimg dec Paßsrage nicht in Aussicht gestellt haben, hat der Organisationsausschns; der Konferenz beschlossen, diese nicht zum 0. September einzuberufen, sondern ein anderes Datum sestzusetzen bereits bestimmt nnd den an geschlossenen Parteien mitgeteilt, das tverde geschehen.'sobald die russische Reorganisationsgrnppe aus London zuritckgetehrt ist. England und die Stockholmer .KouferLtt.;. London, t. September. W. B. „Daily Telegraph" berichtet aus Blackp'ool, daß es den, parlamentarischen AuZschuß des Gewettschaftkcmgresses gelungen sei, eine Enngung über die Stockholmer Zusammenkunft zu erzielen, die wahrscheinlich die allgemeine Zustimmung des nächste Wackle tagenden Gewerrsck>.nis- kongresses finden tverde. Die auf der Londoner Zusammenkunft mit ihren Meinnngsverfchiedenlxeften über die Friedens vor schlüge gemachten Ersahnmgeu überzeugten selbst die eingefleischtesten Ai,- hänger einer internationalen sozialistischen Beweg,mg davon, daß in diesem Augenblick eine Znsam.mensiinft wie die Stockholmer zum Mißlingen verurteilt werde. Der parlamentarische Ausschuß glaubt deshalb, daß die Stocktwlmer ZusammeMmft keinen Erfolg haben tvürde, und enwfiehlt, zuerst eine allgemeine Ueberein- stimmung zlvlscheu den Arhcftern der alliierten Länder zustande Zu bringen. Ter parlamentarische 2blssckKrß ist der Ansicht, daß eine internationale Sozialisten- und Arbeiterzusammenküuft sehr nützlich und die notwendige Voraussetzung sstr den Abschluß eines dauerhaften demotrattscheu Friedens wäre. Sie stellt fest, daß ihre Ratschläge aus Pie inneren MermrmpsVerschiedenheiten, die aus der Interalliierten-Zusammenlunft in London und bei anderen Geleaenl>eit z,ttage traten, zurückzusühren und nickst die Folge des Beschlusses des Stockholmer Komitees sind. Keine Regierung hat de,- Kommission zufolge das Reckst, die Äceimmgsäußerung der arbeitenden Klassen ihres Landes zu Verbindern. Die Kommisiion betrachtet das Verhalten der Regierung in der Angelegenheit als eine ungerechtfertigte Einmischung. Die englischen Arbeiter brachtm unsägliche Opfer, so daß sie das Reckst lwoen, ihre,, Einfluß für das i'fustandelommen des Friedens geltend zu machen. Tie Kvm- nnffion schlägt vor, daß der Kongreß uachdrücklich gegen das Auftreten der Regierung in der Angelegenheit d viel Schnl- mäßiges wurde von ihren Zöglingen in den letzten Jahren, geboten, ohne daß man von einer entwicklungsfähigen Eigenart überrascht wurde. Namen tauchten auf und verschwanden wieder. Es haftete keine Erinnerung daran. Und wieder tauckst ein neuer Name aus: Darmelor? Ziegler. Er ist 7wch wenig genannt 7vorden, aber die wenigen Stimmen, die der Künstlerin sprechen, sind voll des Lobes. Man ist skeptisch und betrachtet aus diesem Geftihl heraus ihren ersten Tanz. Aber dann weiß man: dieser Name tvird nicht slmrlos in der Geschick:T cs modernen Tanzes rorübergehcu. Denn hier ist vielleick:! zinst ersten Mal? ivieder ein ^ursprüngliches Talent über die schulmäßige Vorbildung hinausge,vockscn. toannelore Ziegler nnpr zwei Jahre lang Schülerin von Dal- eroze. Tann hat sic sich selbst weittwgebÄdet uitd eS nicht mw- schmäht, Entwicklungsfähiges dort zu nehmen und es sich zu eigen zu macken, wo sie es fand, sellui beim Ballet, lind nun steht sie da, in der hofftlungSreicktsten Iugend, eine in sim abgeschloffew' Künstlerin, und dennoch rooller Veiyorechungen für die Zukunft. Die Schulung kann sie nicht verleugnen und tvird es auch ,vohl nicht dun, aber selbst die kleinste Bewegung gib' uns unmittelbar das Genial „Und aus den reisgetvockdenen Takten entsprang der Tanz." Die Melodie schlägt diesen wnndervvll durch gebildeten Körper in ihren Bmm, imd zwingtihn, sich inbelnd aufzurecken und sich anal- voll zusammcnzuzielvu, wie bei einem durch die Töne vermittelter physischen Schmerze. Tie Künstlerin hatte Musikstücke von Bach, Corelli. Sck-ubert, Chopin, Sttiurß und Grieg gewählt, imd allen wurde sie gerecht^ Bott'chafter Gras Wedel und der deutsche Militärbevollmachttgle Generalmajor Ermnvn wurden dann zur allerhöchsten Frühstücks- tafel zugez-ogen. Wien 1. 'Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser vereidigte heute die neuernamtten Minister. 5eekrieg. Ein Seegefecht an der dänischen Küste. Berlin, 2.Sept. (WTB. Amtlich.) Am 1.September früh morgens stieß nördlich von Horns Riff eine unserer Sichernngsparrouillen ans englische Kreuzer und Torpedoboote. Nach kurzem Gefecht entzog sich der Feind, der durch rmes unserer Flugzeuge mit Bomben belegt wurde, dem Eingreifen stärkerer Kräfte. Mn uns wurden vier als Vorpostenboote verwendete Fifchdampfer beschädigt und in dänischen Hoheitsgewässern auf Strand gesetzt. Der größte Teil ihrer Besatzungen scheint' gerettet zu sein. Der Chef des Admiralstabs der Marine. London, J. Sept. (WTB. Nichtamtlichst) Die Admiralität teilt mit: Unsere leichten Streitkräfte zerstörten heute morgen vier feindliche Minensucher an der Küste von Jütland. Ringköbing, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Mel-' düng des Mtzauschen Bnreans. Heute siüh gegen 7 Uhr fand vor Bjerregaordstrand ain Seetrefsen statt. Vier deutsche Minentrawler wurden von englischen Flottenteilen ans den Straiid getrieben. Nach der Strandung fuhren die Engländer mit der Beschießung fort. „Ringköbings Amts Avisen" zufolge schlugen die Granaten bis in den Mng- töbinger Fjord ein. Eine Anzahl Granaten schlugen auch in den Srt Bjemegaard ein, wo ein Haus beschädigt, aber niemand verletzt ivurde. Etwa 100 der Marinesoldaten wurden gelandet. Anscheinend gab es nrehrere Tote. Deutsche Flirg- zeuge und U-Boote nahmen an dem Kampf teil. Ringköbing, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ritzanschen Bureaus. Ein deutscher Marinesoldat teilte „Ringköbings Amts Avisen" mit: Wir lagen nachts bei List. Morgens ^gingeu tvir nordwärts. Um 6 Uhr 15 Min. entdeckten wir plötzlich überlegene englische Seestreitkräfte im Süden, Westen und Norden, die einen Halbkreis um uns bildeten. Wir versuchten, ihnen zu entkommen. Als sie aber den Halbkreis einengten und uns klar wurde, daß wir ihnen nicht entgehen tönnteu, gingen alle vier Schisse mit Volldampf gegen die dänische Küste. Wir setzten voraus, datz die englischen Schisse die Beschießung einsteUeir tvürden, wenn sic sehen würden, daß die Schisse an der Küste ge-« strandet seien. Dies geschah nicht. Dü? Beschießung wurde fortgesetzt. Alte Schiffe wurden unter der Wasserlinie gc- ttossen, ehe sie strandeten. Als die Engländer nach der Strandung die Beschießung fortsetzten, mußten wir die Schiffe verlassen. Erst als die Engländer sahen, daß >vir an der Küste an trieben, stellten sie das Feuer ein und dampften nordwärts. Oberheizer Kleber ertrank bei dem Versuch, an Land zu schwimmen. Kein Deutscher wurde getöcket, zwei leicht verwu^rdet mich Ringköbing gebracht. Die deutschen Matrosen, 08 an Zahl, befinden sich, in Bjerregaard, außerdem noch 10 Soldaten von einem Boot, das die deutschest Dorpedojager an die Strandungsstelle sandten, wo es kenterüe. Nebcr OOOOOO Tonnen feindlichen Schiffsraum versentt. Berlin, 2 . Sept. (WTB. Amtlich. Neue U-Bovts^ Erfolge im englifck)en Kanal und im Atlarttischen Ozean: Vier Dampfer und zwei Segler nnt 17 500 Bruttzoregister- touneu und zwar: drei bewaffnete tiesgeladene Dampfer, die französischen R/aschnner „Maria Alfred" mit einer Salzladuttg für Fecamp und „Pauline Louise" sowie ein Dampfer, der 5700 Tonnen Zucker für Frankreich qebrden hcktte. , Nach den bisher vorliegenden Meldungen unserer U- Boote wurden seit Beginn des uneingeschränkten U-Boot- Krieges bereits ntehr als . Millionen Bruttoregistertonncn des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschifssraumes versenkt. Der Ehes das Admiralstabes der Marine. Hilfskreuzer „Golo II" versenkt. Berlin, 1. Sept. (WTB. AmcklichI Unsere und die verbündeten U-Boote im Mittelmeer haben irngeachtet verstärkter feindlicher Gegenwirkung wieder 12 Dampfer, 14 größere und 10 kleinere Segler mit eineni Gesamtraunv- gehalt von rund 46 000 Bruttoregistertonnen versenkt. Darunter befaßen sich der bewaffnete englische Dampfer „Lla- nischen" (3887 BRT.), „Llandnduo" (4187 BRT.) mit Pseroe- sutter für die Salonik-Armec, „Jneemore" (3060 BRT.). „Goodwood" (3086 BRT.), der japanische Dampfer „Ban- dai Mara" (3227 BRT.) und der griecknsche Dampfer „Se- sostris" (3020 BRT.) mit 4150 Tonnen Erz von Ticnis nach England. Von den 1l versenkten italieilischen Seglern waren 4 mit Phosphat nach Italien beladen. Ain 22. August ivurde der schnelle ffanzosisck>c .Hilfskreuzer „Golo II" mit 200 Mann des ffairzösischen Korfu- geschwaders und serbischen tSDffixieren an Bord südlich voit Korfu versetttt. 4 serbische Obersten, darunter ein Divisionskommandeur, wurden gefangen eingebrackft. Der Chef des Mmiralstabes der Marine. * bülem uneffchöpslichen Wechsel der Ausdrucksmöglichkeft. Das Wenm, tue Seele der Rllisik. ivurde in den heimlichsten Scknvmgun- qen sinneilsällin an dem rhythmischm Miederspiel dieser Künst-- lerm von TcrpiickWxens Gnaden. Dabei war es lein Ancinandcr- rerhen schöner Posen, sondern ein fließendes. Gleiten ineinmrder nbcripielender Linien nnd kensch beseelter Ausdrucksformen. Tänze 'wce der A-moll-Walzer von Chopin tverden nnoergeßlickj, bleiben, wenn cs onck>. noch nicht ausgemacht scheint, ob iIrr Temperament mein der ansivühleilden Zerriffenheit eines Chopin oder den lecken Tanziveisen Job. Strauß' mehr entspricht. Röan möchte leder einzelne Tanz in begeisterter Schildermig nachschaffen mtd dabe: auch nicht des erlesenen Geschmackes Liner Kosttime ver- getzetr, der mit fabelhafter Sick)-erheit die einzig möglich? Wahl getrosten hatte. Es >var eine durch sich selbst überzeugende Kunst, die Hannelorc Ziegler bot, nnd es ift erfreulich, daß die Künstlerin, wie wir vernehmen, anch demnäckch der: Gießenern sich vorsftllen wird. Dr. z. z. * Berlin,!. September. (WTB. Nichtamtlich. Das Königliche Opernlwus errang gestern mit per Neuemstudrernng von „Figaroe -^oehzett", der der von dem verstorbenen Müncherlff Generalmusik- direktor H. Levi redidierte Ttzkpt sztugrwllx' gcklectt tvar, einen glanzeirden Erfolg. Di-e jQeitrnng lag in den Händen des Knliell- mersters Dr. Stiädny rmd des Rsgiftieurs Bachniamr. Tie Träger der Hauptrollen, Herr Bohrveir -rts Figaro nnd Harr Bronsgest als Mmaviva. Frau Ditt' als 6ftästn, .Frau En gell als Susanne liurd Fräulein Aiarherr als Pa>g>?, wurden schon bei offener Bülmr mrt stüronischein Beifall bedacht. Die Aufhebung aller Stricks dehnte me Vorttellnng aus fast 4 Stunden auL Secco-Rezitotive mit Klavlerlegleftnng verstärktet! die künsllarisch«? Gelamttoirttmg mr- gcnrern. ■ M arsei lle, 31. Au-g. Nichta»ntlich.) Meldung o« Ägence Havas. Nach einem Zstsammenftoß nrit einem anderen Dampfer ist der frcurzösische Postdcrmpser „Natal" am 30. August abends auf der Hohe van Marseille gesunken. 320 Schiffbriichige wurden nach Marseille gebrach! Als der Bostdampfer „Natal" el>er» den Hafen fron Marseille verlassen harte, wurde er fünf Meilen entfernt durch einen anderen Dampfer an Backbord von hinten angerannt. Aus dem Kelche. König Ludwig über die Kanalpläne. Nürnberg, 2. Sept. lWTB.) Heute früh traf König Ludwig hier ein, uni an den Iubelfestlickkeiten des Bayerischen Kanal- r>ereins, der heute sein 25jähr»ges Gründungsfest feierte, teilzu-i nehmen. Ter König begab sich nach dem Rathaus, wo im grossen bistorisck-en Saal der Verein tagte. Im Lause der Ta;nmg wurde der Rücktritt des langjährigen ersten forschenden, Geheimrats o. Lchub, bekannt gegeben, an dessen Stelle Oberbürgermeister Dr. Geßler Nürnbergs trat. Nachdem Bürgermeister Hofrat Bräritigam best. >tön»g im Nmnen der Stadt willkommen gchcißeu hatte, ergriff der König das Wort und führte n. a. aus: Der Kanalverein kann mit Stolz und Freude aus die vergangenen 25^Iahre zrrrückblicken. Ihnen allen sage ich meinen Dank und meine Freude, daß wir es fv weit gebracht l>aben in der Verwirklichung der neuzeitlichen Verbindungen. Der Rhein— Donau-Kanal wird gebaut roerden. Die genaue Projektierung findet statt, und da ist «s eine merkwürdige Erscheinung, daß »nan bei der Projektierung aus einen Plan zurückkoinmt, den kein Geringeren «als Kaiser Karl der Große gefaßt hat: die alte Linie, von der nur noch die Ruinen da sind, soll wieder erstehen. Eine ganz hervorragende Sack'? möchte ich -aber lwi dem' dienen Werk besonderst hervorheben, die gar kein anderer Kanal bisher hat. Das ist der aus techuiick-er Grundlage beruhende Vorschlag, die Wasserkräfte der Alpenflüsse, zunächst des Lechs, zu benützen, um den Kanal zu speisen. Nur dadurch wird es möglich, daß der Kanal so viel Wasser >>'komntt, daß Schiffe bis zu 1200 Domren daraus »»erkehren können, Dimensiona». die Im Kanälen, die über eine Wasserscheide g.'ben, lns jetzt noch pittP «erreicht fms). Ich glaube, es wird nrchtl sehr schwer fein, wenn nwm von der Weser rrach Bamberg kommt, a.rch von der sächsischen Saale nach Bamberg zu koinnken. Dadurch würde man nicht nur eine baverisck>e Wasserstraße bis zur Rhein mündung bekommen, sondern es »vürden auch nach zwei neue Mündungen geschaffen werden: bei Bremen drrrch die Weser und Ui S.Mimbitrg durch die Elbe. Von derr anderen westlicbo» Kanälen nemre ich vor allem die mürttembergischen Pläne, die ich von Herzen begrüße. Ebenso begrüße ich es. wenn es gelingt, den Bodensee an den Main anzu- »cküiesen. Es ist selbstverständlich, daß wir hier in erster Linie Tür den Dv nan —M-a»n-Danal eintreten. Die i veil iw östlich befindlichen Linie»», gegen die wir im§ ja vielst feindlich verhalten, beriihren aber Bavern nur sehr indirekt. Das sind ostdeutsche und speziell österreichisch? Sachen. Wenn sie gebaut^ trerden. werde ich mich freuen. Ihnen allen aber, die dir ranzen 2:, Jache mir mir ansgeharrt haben, sage ich meinen Herz-, lichten Dant und wünsche Ihnen — u»»d die jüngeren »»»»ter Ihnen n.-erden es noci: erleben - daß der große Plan eines Großschffä 'ahrlswegeS von Ihnen vollendet gcgehetr wird. Aus Stadt nnd Land. Dießen. 3. September 1917. Wer jetzt Papier verschwendet. versündigt sich am Vattr- landek Drum spare! Amtliche Personal Nachrichten. Der Grvßherzog Hai am 1. Sepchenchler $ura Bovtvag den Ge neralad»u tarnten Generalleutnant von Hahn, den Minister des Innern Dr. von H o m - dergk zu Bach, den Vorstand des Kabinetts Wirk!, tzftheimerat R o m y ei d, den Gel). Lvgattonsrat Dr. Neidhart empfangen. - Der Großzerzog hat am 11. August d. Js. dem Güter Vorsteher rn der Hessisch-Preufststhen Eisenbahngemeiuschaff Wilhelm G r o h zu ^armjtadt auf sein Nachsuchen vom 1. September d. Js. an in den Ruhestand »-ersetzt und ihn» aus diesem Anlaß das Silberne . Verdienstordens Philipps des Großnrütigen mit der Krone ver!iel»en. — Am 3 Auguft^d. Js. wurde der- Zugführer in der Hefsisch^Preußischen Ei senbahngeme in schaff Heinrich Äorn- ^ ^ tt zu Hanau vom 1. Sech. 1917 an in den Ruhestand versetzt. - Auszerchnung. Dein Vizesekdw. d. R. Apmcheker K. -H o»n»n, k. Sohn des Kaufmanns ^Gg. Dominik, »»mrde das Erlerne Kreuz 1. Kt. verliehen. — Das Eiserne Kreitz 2. Kt. hat der Zahlmeister-Stelloerlrcter Ludwig Beck-er rwn hier erlzalten. L-edanstag. Zur Feier der Wieder»ehr dieses vahm- rereil«» Tages hatten gester»» die öffentlichen tsKbäube geflaggt. ^ Jung wehr. Am Freitag abend veranstaltete die knesige ^nngivehr in der Trrrnhalle des Gbnrrvasiums eine eindrucksvolle. Aedanieicr. In einer zünde»»dem Anspruch? legte Professor Dr. Strecker die Bedeutung der Schlacht,be» Sedan dar. Gesänge vcitcr länditcher Lieder und Deklmnmionen der Imrgmmmen Sieoer, LttMer, Mänrer und Rocher»nel umr-ahnrlen seine packenden Ausführungen. ** Abschieds-Konzert. Heilte nachmittag von 6 Uhr ab ch^elt d»e RegimenlSnlusik des aktiven Inf. Regts. „Kaiser Wil- Felde, nockz:nals in der Süd-A»»läge, »irrt nachstehender Mlnuksolge: 1. Mit Gott zum Sieg'., Marsche Müller-Kraffsdorf: L Melodien aus der Oper „Die Rdeisterwrger von Nürnberg", S" st^gner: 3. Ouvertüre z»»r Oper ,'.Das Nachtlager in Granada". K. Kreutzer: 4. Angereihte Stücke ans der Oper „Earmen", G. B»zet: 5. Soldatenliedermarsch Nr. 1. ** Die Wirtschaftliche Vereinigung Kriegsbe- tchüdigter rGießekn teilt mit: ^Die »,n Bericht von» 21. ds. Mts. enthaltene Mitteilung, wonach um mindestens 50 ^ ernTerbsunfähige Kriegsbeschädigte der Wehrpflicht nicht mehr unterliegen, »vor die Ursache zahlreicher Abfragen. Uin alben Miß- Verständnissen vorzubeugen, geben wir nachstehend den Wortlaut der Verfügung wieder: Kriegsministerium Nr. 935/5. 17. C 1 b. kkr 057 Kriegsbesch ä digtensür,ocge. Im Interesse der K'riegs-s beschädigten wird bestiimmt, daß W-ehrpflichtige, die infolge Kriegs-- beschädigung um 50 v. H. pder mehr erlverbsunsähig erkamit wo»den sind, in» Bereich, des Heeres ans Dienstvertrag beschäftigt 'werde»» dürfen. 'Von der Einberufung solcher Leute z»»m Heeres-! dienst ans Grund der Wehrpflicht »st daher abznsehe»», sose»-n sie n»cht selbst der» sreümUigen EstUritt oder ejn freiwilliges Verbleibes im Heere wünschm. F!?rner wird unter Bezugnahme auf betf hierdurch ergänzten Erlaß von» 21. April 1917 (A. B. Bl. S. 250) bemerkt, daß als! „in ihren Stelben verblieben" auch die Friedens- Angestellten zu gelten 'haben, derei» Tätigkcit »nährend des Krieges lediglich durch die Einberufung zun» Masse, »dienst unter brockten wo »'den ist. I-n Vertretung: Gromcr. Entsagt dem Tragen von Goldschmuck. Gebt ihn sür den Sieg unserer Waffen! in den Räumen der Vezirkssparkasse Eiehen ist morgen von 5 bis 5 Uhr geöffnet! Die Adria und der österreichisch - italienische Krieg. Än der Neuen Aula sprach vorgesterr» abend Schriftsteller Mar Nentivich aus Berlin über dieses Thema ititb illustrierte ieirw’n fesselnden Vortrag durch eine Reihe vornehin ausgewählter und gut kolorierter Lichtbilder. De»' Rsdner gab zunächst einen Ueberbl»ck über die historische Entwicklung der ÄdAalä»»der seit der Röinerzeir und »vies besonders daraus hin, i»ne vor nn»»n»ehr einem halben Ial.'rtauiend Triest sich sreiivillig urtter österreichisch^»» ^ckmtz stellte, um der Ausbenhingspolitik der italienischen Nachbar- remiblike'» zu entgehn: dasselbe Triest, daS die Italiener heute »'ür nötig hielten m erlöse»» und z»» befreien. Ans diese historischen Darlegungen folgte eine mehr geogra- pt:sche ^ckiildernng des Karstgebirges »md der Adriahäieu. Infolge altzustarker Abholzung in früheren Zeiten leide düs Karstgebirge ui»,» Mangel an »Nutterbvden und eignet sich nicht zur Bebauung. Doch bringe es dadurch jene seltsamen Flnßbildnnge»» und günsti-' gei» Küstcnanlagen her»>or, die nur die österreichische Adriatüste. zeige, während die Hafer» der ital»enisck>en Seite weniger gesichert und einer fortschreitenden Versandung unterworfen seien Daber auch der Notschrei der Italiener nach Triest. Schon Bis- .»»wrck habe die Bedeutung Triests richtig erkannt: „Wer die >>and nach Triest ausstteckt, kann leicht in die Spitze des deutsck>en ^»chroertcs greisen." 'An Hand der Lichtbilder ließ ua»s nun der Redner eine Wandern,»g von Tr»est über Fiume, Pola. Ragnsa, Eattaro, dcw oster- re»chneben Küste entlang nch»ne»» und führte uns über Brindisi, Antona, Mmin» und Venedig »nieder ans österreichisches Gebiet zurück. Die Bilder zeigten vornehn»l»ch Hafenanlagei». Städte, landlchaffliche Schönheiten und kult»»rgeschichtlich? wichtige Doku- me»rte, »n reick>er Fülle »»nd Ahwechff»mg. Ein Kenner Italiens rst erstaunt, an den Ostsnsern »der Adria solche Schönheiten zu frirden. Beso»»dcres Interesse erweckte die Kaiserpfalz des Diokletian! in p -a late, die in ihrer heutigen Gestalt einzigartig dasteht. Aber daneben zeigte und erläuterte der Redner euren solchen Reichtum an historischen Bauten, an Tenunstn, Bur-ge»», Befestigungen! n»rd ^ockstössern. dal» man nur staunen tonnte über die Kultur, die nch»»» jene»», steilen Buchten der Adria, aus jener» kahlen Höhen des Karstes -e»n lbenrernes Denkmal gef stoffen. Ist rascher Llnse»nandcr- ftolge lwst der Redner Bvmvissß, Anaviva, Rinrrni »u»d Venedig m» »ins ^vorbeiziehen rmd nmndte sich zuletzt den» Kriegsschauplatz »w ^^wnzotal und auf Dvberdo zu. Eines der letzten Bilder zeigte und schloß und Park in Miramare, wo unser Kaiser noch vor KnegscruSbruck? weilte, und fron wo ans das österreichisch? Thro»»- solgerchrar den Unglücksgang »»ach Serajewv a»rtrat. Mit dem Wunsch, daß uns nach dem Kriege, der ja auch einmal an Ende nehmen werde, unsere Sorrneusehnsucht, der .vir Deutsch anmal nicht entgehen könnten., zu den noch säst unbekannten Schönheiten der österreichischen und »»ich der italremschen Adria stihren möge, schoß der Redner seinen Vortrag, dem viel Beiiall geuiendet wurde. Lebe»lSmi1tel. cL S* 1 ^ W ' c r ö b ft verkauf. Bei der Obstve.rteillcng -orandvlatz 3, werde»» heute »rnd morgen Birmen, für Hon gee»gi»et m»d Aepse! torbweise verkanff. ^ Wie das Lebensmittelamt mrtteilt, werde,» die L»ebbab l ? u E^ntrvWen ffr diesan Jahre nur mit schwerem chäffe und »vorder» setzt im Kriege reichlich en wiadrgt für bte vcelar Mißerirte.»» rrcherer .Jahre. Aber die Preiie »kbrrsteigLi» jedes DLaß. Hvfscnttich fallen die Ge.vinne c Wem, d»e m die M»ll».o»ren gehn», bald unter das Gesetz d ^tenenmg der Krre.gsge»frim»e. Hier wäre für den Staat' iw zu Iwlen: denn d,e große»» Weingutsbesitze»-, die geistlich»» Pffüstd« mrv d»e Wemhandler haben rhr Schäfchen in, Trocknen. Mc bat nicht ff'ir »unffmsl die Festsetzung von Höchstpreise», für Mr immer unter allerhand Vorwänden hmauögeschoba», und ste n»rr dre Interessenten darüber besvagt. In Rheinhessen Hof ^\ l ciiL Lagen, wo sonst das Stück Wen» im liiat, m diesem Jahve 0000 M7. für das Stü (12^X3 Ltr.) zu erhalten, also das 12facke. Landkreis Gießen. ** Bersrod, 3. Seht. Musketier R o ll , toerheiratet und Bater emes Kindes, gilt seit den letzten Verdunkämpse»» als vermißt. ** Großeii - Linde»», 1. Sech. Dem Kriegsnrfraliden Al- bart Haupt, eher,». Muskttter in einiem M?st-Ists.-Regt., lmirde »»achträglich das Ei,er»»e >Kreni, 2. Klaffe, de»»» Landsturn»»n. Hern»?ich Peter, Ins.-Regt 71, die Hessische Tapfer!.'»tsmedaille, dem Kr»egsinvaliden Lud»v. Amend, ehem. Musketier im Jnf- Negt. 129, nachträglich das Eiserne Kreuz. 2. Klasse verliehen. ** Grür» berg , 3. Sech. Te,n Küstsinann Otto Ma tt h i e s, llnterofsszier in einem Reserve-Feldartilleric-Regiment im Westen, ist das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen worden. »nr. D e n chel heim , 3. Sept. Wiederum hat der Krieg ein Opfer ans unserer Gemeinde jg-efordert. Die Witwe Karl Will erhielt die Nackricht, daß^ |?»r .19j ährst ge r SoA» Albert, der bei cine»n Jusanterie-Regr»»Ont in Frankreich slststd, an» 20. v. Mts. bei eine»,» Sturmangriff gefallen ist. **' Ävlzhein», 3. Sech. Dem Musketier Heinr. Bieter von hier wurde die Hessisch!? Tapserkeitsmedaille t^rlielstn. Ick Lang-Göns, 1. Sech. Sanitäter Karl Böller, Svhn des Schreinermeister Hch. Böller, erhielt das Eiserne Kreuz. — Restaurateur Beruh. In r» nach Unteroffizier bei einer Artil- ler»e-Meßtt»»vpe, erhiell das Eiserne Kreuz. - Infanterist Wilhelm Brückel, Sohn des Kvnr. Heinr. Brücket, Land»virt, erhielt das Elst-rne Kreuz. — Telegraphist Otto Brücket, Sohn des Spenglermeister Wilhelm Brückel, erhielt das Kriegsehren zacken ffir Kriegsverdienste. — Infanterist Otto Weil, Sohn des Schireider- meisters August Weil, erhielt die Hessisch? Tapferkeitsmedaille. —- Infanterist Wilhelm LDtz, Sohn des Tagelöch»ers Johs. Lotz, erh»elr die^ Hessische Tapserkeitsmedaille. Rödgen, I.SePt. Musketier Ferdinand B a l ß e r, Svhnl voi» Wrlhelv» Balßer VII, welch-r seit Anfang im Felde steht, »st mit Dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet wordei» ^ . * Rüddingshausen, 3. Sepl. Der Gcffreite I-akob N i e v l a », welcher 1915 als Kriegsfreiwilliger angetreten ist. im Septe»nder 1916 das Eiserne Kreuz 2. Klasse, im Februar 1917 die Hessische Tapferkeitsinedaillc erhielt und zun» Gefreiten ernannt »vurde, ist jetzt mit dem Eisernen Kre»»z 1. Klasse nnsgeze»ch,»et worden. Kreis Büdingen. ch- Büdingen, 1. Sech. Vor Berd»m starb den Heldentod der Leutt»ant und KomLagnieslibvkr Karl R o d r i a n, Inhaber des Eisernen Kreuzes, der Hessischen Tapferkeitsnwdville und des Qesterveichisckien VerDiensffreuzes, von» chnachbarte»» Erbacherhos. — Das Eiserne Kreuz 1. Kl. erhielt der Assistenzarzt Dr. Ed. Spengler. # Nidda, I.Sept. Tie Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Unteroffizier Karl S t ü b c r, das Eiserne Kre»»z der (R:- cheitc Richard Rings hausen. /D Nidda, 1. Sech, Das Vereinslazarett vom Roten Kreuz, das hier sofort nachj Kriegsbegi»»n in Muffs Saalbon errichtet tvurdck »md seit, dieser Zeit, »nit Ansnalune einiger Monate des letzten Winters, immer mit etwa 40 bis 50 Man» belegt »vor. ist gestern ausgelöst »vvrdcn. Alle Krieger, die hier Genesung suchte»», ware»»> mit Verpflegung urid Behandlung stets sehr zuffiede»» und «chieden immer ungern von der gastlichm Stätte. Di? letzten Insassen des Lazaretts »vurden gestern teils zu ihre»» Ersatz-Bataillonen, teils zu ei»»em Erholungsurlaub in die Heimat euttoffen. 4- Ortenber g , 1. Sech. Am morgigen So»»»ttag sindet im Gasthaus „Zur Post" dahier eff» Vortrag statt, der von .dev Zentral- genofsenschaft des lairdtvirtschofflichen Konsumvereins ii» Darm- tadt und der hiesige»» Borschnßkasse veranstaltet wird und die Gründung einer Genossenschaft znrecks Beschaffung von Futtermitteln, künstlichem Dünger und sonstigen land»vi»'tschafflict)en Bedarssarti- keln beabsichtigt. Etwa 40 Gemeinden, derei» Beitritt man errvartet, rnd z»» der Versa»nmln»»g eingelade»» »norden. ^ Sl. Ortenberg, 1. September. Schon »vieder ist in »mserem schlösse tiefe Trauer eingezogen. Nachdem erst i»»» vorigen Jahre der Fürst Jost Ech»stia»» zu Stolberg-Roßla an seiner schweren im Felde erlittenen Verwundung gestorben ist, verschick in Berchtesgaden, nw er Eihvlung von schwerem, in seffre»n Berus als Arzt ich zu gezogenen» Leiden suchte, im 53. Lebensjahre Graf Otto z u Castel l - R üdc u hau se n, der Schwiegersohn unserer Gräfff». Dar Vershoibene war zuerst Offizier, »vidmere ffch aber dann ans wisse»»schafflichem Interesse »»ockf ffr vorgerücktcu» Allm dem meDizinischen» ^rdiui^ versah ff» diesem .Kriege käst zwek Jahre lang die Stelle eff»es latenden Arztes in Ilsebnrg »»n Harz. Tie Ehe mit Prinzessin Marie zu Swlberg-Roßla blieb kinder lvs. Tie Beisetzung gffldet am »»äcksteir Sonntag in der Familie»»- gvuff zu Rüdenhäusen in Basten» statt. 4t Wa llc rnbansei» , 1. Sepl. Die Hessische Tapserkeits- nkedaille erhielt der Musketier Karl Aßmuß. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz. 1. Sept. Die Molkereigenoffenschast „Sckstitzer-- land" verkaufte die hicffge Mvlkerei au der» bisherigen Pächter Büttner für 36 000 Mark. Kreis Schotten. 4i Schotten. 1 Sewt. Ti? Hessisch? Tapserkeitsinedailie erhielt der Gefreite Heinrich S ck l ö r b. B. B Urkhaichs. 3. Sept. Musketier Wilhelrn Horr und Gefreiter Heinrich Schäfer von hier erhielten das Eiserne.streu» 2. Klasse. Fahrer Johannes Frühling wurde nttt der Hessische»» Tapferkeihsm eda ille ausgezeickme». -st E » we l sa chse»», 1. Sep'. Das Kriegsehrenzeictwn für Baichrenste bei der Werbung ffir Kriegsanleihen erhielt der Groiü^ ?tt)lfftjwart Tri ei. sch, dasselbe Ehren »eick'en der stellv. Bürger »neister Ehristian Ober h e i m zu st aulstos z. Her che n ha in, 31. Aug. Die in unsereut Ort ansge' bvock»ene »stu-hr greift nock» imina' um sich. Halle sind wieder zwei ältere Persona» gestorben. Bis jetz» Inat diese tüMche Krankheit schon 17 Opfer bei uns gefordert. Krkis Friedbrrg. ** H e ld e n b eug e n , 30. August. Am 1. Septeinbev kam» der hiesige israelitische Lehrer, Herr Leopold Wert- h e i »n e r das seltene Iubiläu»»» seiner 60jährigen ununter brochenen Amtstätigkeit feiern. 54 Jahre »virtt Lehrer Wert hemier ff» der hiesigen Geineinde. Trotz seines hohen Alters 82 Ialfre — glaubte der Unermüdliche sich in dieser schweren Zeit de»n Schuldienst rffchl entziel-e», zu dürfen. E" waltet in seltener Frische noch t>eule seffies schwere»!. Amtes Kreis Wetzlar ** Wetzlar, 2. >^>ept. Die frabiiidyen Körperschaften genehmigten die umfangreiche Fällung von Bäumen ans den städti- sck>en Watdilstga». Die dadurch geivoimenen Holzmengen werden nicht versteigert, sondern als Reserven an »gespeichert, uin damit der in» Winter zu erwartenden stohla»not begegnen zu tö»»»»eu. ra. Wetzlar, 3. Sep». Das Verdienstkrenz für Kriegshilre erhielte,» Superintendent »»nd Kreis schul ff» svektor e i b e l-Tltte»»^ Hofen, sowie die Pfarrer H n r 1 m ö u »»-Oberkleen und Brache s- Blasbach, außerdem die Äckfrer L e r n-Albshausei». Sch ran- Griedelbuä!, S ch ü tz-Becklingen und Ha»»ptlehre»' H o s m a n n- Oberndors. ra. Dorlar, 30. Aug. Mediziiralrat Dr. Braun -Wetzlar weilte am Rlitttvoch in unseren» Dorfe. Es si»»d »nehrere erirste Er kra»»kn»»w'n hier vorgekou»men, »nau jprickl von Tliphus. llufera Wasser verhält»» »sie gelten als nicht einwandfrei, »nrr ein Tc'il des Torfes ist mit Trinffvasser hinreichend verselsti». ** L au n spack . 1 September. Rudolf P fa ss, Sohn des Schrei»»er»»»e»sters Psafi ?ahier, in .?ine»>» Ins.-Reg., »vird seit dem 16. August als vernnßt gemeldet. Hessen-Nassau. Bad Hombur g v. d. H., 1. Sept. Im Dienste der Hos- spenglerei vo»» Hch. Schenderlaw »eiert heute da Werksührer Kckrl Sengeisen sein goldenes Aroditsjubiläuru. ^ Frankfurt a. M., 1 Sept. Nack einer Mitteilung des Lebensmittelanites hat der Regierungspräsident »nit der hessischen Landesgemüsestelle in Mainz w» Abkommen über die Versorgung des Mgiernngsbezirkes Wiesbaden mit hessischem Gemüse getroffen. Den» jAsblommffn lznsolge »»»üssen die crbgesck.lossenein LiefernngsVerträge in vollem Umffange »»»»bedingt erfüllt werden, Ju der Haupff'ache erfolgt die Beschickung des Fra»»ksurter Marktes durch die früheren Lieferer m»s Griesheim bei Darmstodt, Sprendlingen, Neu-Hssnburg »ind jetzt a»»chl ans Rcoinbach bei Mainz. — Zur Ileberloachumg des Pilz Verkaufs ans dem Markte »vird ein Sachverständiger angestellt, der die zum Verkauf stehenden Pilze unterfuckien und dadiirck» v-erhffidern soll, daß verdvrhe»»a Ware oder giftige Sorten feilgehalten »verde»». »nr. Frankfurt a. M., 3. Sept. Da das Leder »md die Sohlenersatzswsse iminer larrer und seltene» »v-erde»» »»nd da die Sckuhmack?er mit Arbeit überlastet sind, plant die Stadt, hanptsäch»- lich um den Bedürfnissen der minderbenrittelten Bevölkerung ent- gegenznkonlmen, die Errichchung einer städtischen Schuhfl»ck»oerkstätte. die der städtischen Belleid»»ngsstelle angegliedert werden soll. »nr. Frankfurt a. 9)1., 3. Sept. Ter am 31. Mai d. Js. verstorbene Renttrer Eduard Parrot hat der Stadtgemeinde 100 000 Mark hinterlassen, deren Zinsen zugrmster» der 3ff»tivnalstiftung kriegsbeschädigter Einwohner Groß-Fiunksnrts, begabter .Schstiler und Schülerinne»» des Städelscha» K»»nsffnstitntes u»»d des histvr» schien Museums »rerwMchst werden sollen. § Marburg, 1. Sept. Bei der Stadt »mcrden von den hiesigen Schulkindern insgesamt 135 000 Kohffveißlinge abge liefert. Die Stadtkasse zahlte ffir jedes Hundert 50Psg. — Das Kriegs»vahrzeichle»», das feinen einsffveiligen Standort vor den» Rathanse jetzt gerade ein Jahr innehar, sollte r»»nd 14 000 Mark s-ei»»bringen. An dieser Summe fehlen jedoch rwch ungefähr 10 006 Akiark. Das Wahrzeichen, eine Sonnaruhr, soll später in» Schülerpark Ausstellung finden. ^ * = Wolkramshausen, 1. Sept. Ein elf j äl r; ??r Schul er kletterte aus den Mast.einer Starksttomlcitlilig c»npvv und berührte die Leitungsdrähte. Er »rmrde später vollständig verbrannt ausgefunden. (ßcricbisfaai. X Hanau, 30. Aug. Vor de»»» Schössenger»ist Ha: au» I>attc sich heitte der Lokonwtivffihver Hern»cmn b . erd ens Gießen wegen fahrlässiger Transportgeffährdnug '»»»:?. er Körperverletzung zu vera»»ttvorta». In der 9kack April d. Js. hatte sich auf der Station Bruchköbel der b >?'»nau—Fried tag ein Eisenbahnunfall zugetvageu. Ein i eiedberg kv»nmen- der GüterMg war auf einen aiibenm in e •. Station Br»ichköbet stehenden Güterzug ar»sgesaliren. Die war durch das Haltesignal gegen die Einfahrt ge) : e »norden, infolgedessen der den ankommenben Zug führende ffnuotivff'ihrer Hern»ann Bernd in den Anklagezustand ver?r: ivorda» »var Menschen leben waren nicht zu Schaden gekvnrr »mr der Zugführer lx»ttc sich dirrch vorheriges Alffpringen eine Verletzung zugezvgen. Der Angeklagte beftritt jede Schuld »md gab an, alles getai» z»» haben, um den Zug vor den» HaÜesigneck zum Stehen zu bringen. Dies sei ihm aber »licht gelungen. Offenbar hätten die Bremser da» schweren ■ Zug ans der abfallendar Strecke nicht halten kö»men. Der ^Gerichtshof ka»n zu einer Freisprechung sc. Frankfurt a. M., 1. -Septemher. Zu drei Jahren Zuchthaus wurde der Möbelträger Adolf S cha rdt »vegeu Hasen-, Hühner- »md Ziegeudiebstähleu verurteilt. Sein „Arbeffskollege", der Arbeiter Buck, kam mit einem IWr Gefängnis dav^n. Die Wirtin Sophie Rektor wurde rvegen Hehlerei zu drei Wochen Gefängnis venntteilt. vermischte». * Osnabrück, 31. dlug. Das „Osnabrücker Tageblatt" «Verlag der Firma Meffrders und Elsterinann ff» Os»»abrück erschien am 29. August d. Js. in seiner zeh»»tause»»dsten Nummer. Begrüirdet am 1. Oktober 1884, stand das „Osuabrücka? Tageblatt" aus den» Boden einer »mabhärrgigen, volkstt'lnllichei» Halttrug. H e i b e l b e r g, 31. Aug. (W. B .) Ter Ovanzigjälirige Sch»»ei- dergehilfe Heltinger aus Leimen hat an» Mittwoch »»achmittag in» Kön»gsstuhl-Oß'birge da» .Krr»rfnra»»n Sieg»»»und Wolfs voi» hier, mit dem er sich oyieN!vee«s«2!Ng geamuxr tp cm c r t vax tu, pon- dern im dringenden Jnterrfse der gesamten Jnbustrie und im eigenen dringenden Interesse des Verbrauchers selbst. Mgemern ist bekannt, daß unsere Kvhlenerzeuglwng zurzeit für eine urrbefchränkte Befriedigung aller Verbraucher nicht ausreicht. Daraus folgt, daß die zjur Verfügung stehende Beenge planmäßig aufgeteilt werden muß; Zunächst auf die großen Verbrauchergruppen — JMnstrie, städtischer Hausbrand Und Landwirtschaft — dann innerhalb der Industrie auf die einzelnen Verbraucher. Diese Verteilung zu bewirken, ist LLusgabe des Reichs konrmissars für die Kohle nverteilung. Sie soll für OLbober Krm ersten Male auf Grund eines die Bedürfnisse eines jeden Verbrauchers berücksichtigenden, scharf durchgeführten Planes er folgere Die Grundlage dieses Planes ist die allfeitige Erfassung des Kohlenbedarfs, wie es für die Industrie durch die Septembermeldungen geschehen soll, und eine unbedingte Voraussetzung für das Gelingen des Planes ist, daß die Karten von allen industriellen Verbrauchern so genau wie möglich ausgefüllt und rechtzeitig eingesandt werden. Jeder Verbraucher, der die Meldekarten nicht rechtzeitig absendet, schädigt den Industriezweig, dem er angehört, und sich selbst. Cs niuß eben im Auge behalten werden, daß die Verbrauchergruppe Industrie mindestens rund 30 000 Firmen zählt, die der Reichstommissar unmöglich alle kennen, von deren Vorhandensein er vielmehr größtenteils rnrr dadurch Kenntnis erlangen kann, daß die Firmen die Meldelisten ausfüllen und einseuöech Die Verteilung der Kohlen für Oktober muß Mitte September in Angriff genommen werden. Ob und welche Firmen dann mit ihren Meldungen noch ausstehen, kann der Reichskommissar nicht wissen. Er muß dann die Verteilung auf Grund der eingegangenen. Meldungen vornehmen, was für die Säumigen nicht'ohne nachteilige Folgen bleiben kann. Vordrucke für die 'Meldekarten sind bei den Ortskohlenstellen oder bei den Kriegswirtschafts stellen oder bei den Kriegsamtsstellen erhältlich. Die inr Juli ausgegebenen Karten dürfen für die jetziger: Meldungen nicht benutzt werden, da die neuen Vordrucke in wichtigen Punkten geändert sind. Eine Exploftonskataftrophe in Kasan. H a a g , 1. Sept. (MTB.) Reuter meldet aus Petersburg: In kKasan brach ein Brand laus, dem mehrere Tausend Tote und Verwundete zum Opfer fielen. ''Kasan. die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernement- in 1' mittleren Rußland, zahlt ungefähr 135000 Einioohuer, ist befeftigt und hat ein Arsenal. In der Nähe sind große Schiffeswerfte (an? der Wolga» und eheinal. kaiserliche Pulverfabriken. Vermutlich ist das Unglück auf eine Explosion im .Arsenal oder in einer Pulver-- sabrik zurückzüführen, was lche,große Zahl der Opfer erklärt.) Bern, 1. Sept. (WTB.) Zu dem Brand in Kasan melden Pariser Blätter aus Petersburg: Am 27. August explodierte im Bahnhof Kasan ein Eisenbahnwagen mit Munition. Es 'entstand ein ungeheurer Brand, der sofort aus das lHauptnrunitionslager Übergriff und eine Reihe stärkster Explosionen hervor rief, die die Erde imie bei einem Erdbeben erzittern ließen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Eine Arrzahl Granaten- und Schrapnellsplitter regneten über die Stadt. Dje Bevölkernnb und ^der größte Teil der Garnison flohen ceut dfe Felder, während Diebe die Läden und Wohnungen plünderten, so daß sich schließlich das Militär zum Eingreifen veran.- laßt sah. Ein 'großes Maphtha-Reservoir mit 2000 Pud Naphtha für das Kriegsministerium explodierte, wodurch eine neue Explosion entstand. Die Stadt war -abends noch in dichten Ranch gehüllt. In den Straßen lagen Tote und Verwundete. Auch der Militärgouverneur von Kasan, General Limritzky, ist schwer vernnrndet. Der Brand der Stadt dauerte 36 Stunden. Dar Schaden ist nicht abzuschätzen. — Amsterda m, 1. Sevt. (WTB.) Zu dem Brande irt Kasan erfährt der Stockholmer Berichterstatter des „Allgemeen Handels- blad" von rustz^sti^r Seite, paß in Wfan die Soldaten eilt Schireckens re gi ment führen, eine Anzahl «Häuser ansteckten. Die Bevölkerung flüchtet. Es wurden Truppen ans anderen Städten« herbejgeholt. vermischtes. Eisenbahnentgleisung. Hamburg, 2. Sept. (Priv.-Tel.) Heute nachmittag 4 Uhr 22 fuhr der D-Zug Nr. 97 aus Köln im Hairptbahnhof ans einen Prellbock. Tie Lokomotive nnd die ersten Wagen entgleisten, die folgenden Wagen wurden ineinander geschoben. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Ter Unfall beeinträchtigt den Betrieb in keiner Weise. J f ' e v I RealklaiSen, möunden mit Porldiule, erteilt Ginjährigenzeugnls. 75ß ss Gestern nachmittag verschied unerwartet mein lieber Mann, unser herzensguter Vater Kulturtsohoiker Gustav Adolf Schmidt im Alter von 56 Jahren. In tiefem Schmerz: Marianne Schmidt Elisabeth und Margarete Schmidt. Giessen (Stephanstr. 13), 3. September 1917. 6517 Die Beerdigung findet Mittwoch, nachm. 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Bekanntmachung. ; Der Vorairschlag der Stadt Lich für das Rj. 191^ liegt vom 4. September l»b. Js. ab eine Woche lang auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Beteiligte können innerhalb der Offenlegungsfrist bei der Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen seinen Inhalt Vorbringen. Die Erhebung einer Umlage, zu der auch die Aus« märker herangezogen werden, ist in dem Voranschlag beschlossen. Lich, den 31. August 1917. 65116 Großh. Bürgermeisterei Lich. I. B.: Deller, Beigeordneter. Todes-Anzeige. Tief betrübt teilen wir allen Freunden und Bekannten mit, daß unser lieber, unvergeßlicher Onkel Herr Geheinrat Theabatd Schönefeld Ritter hoher Orden und Ehrenbürger der Stadt Schotten diesen Vormittag in seinem 82. Lebensjahre in Schotten in Oberhessen sanlt verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: lax Kvler, z Z. Wiesbaden, Frankfurter Straße 6 Frau Asne« Umber geb. Evler in Mainz, Iiinden- burg-straße 28. Fran Helene Uelir geb. Guerdan in Darmstadl: Wiesbaden, Mainz und Darinstadt, den 1. September 1917. Die Beerdigung findet' Dienstag, 4. September, nachmittags 3>/ s Uhr, in Schotten statt. 6514z ^Verschiedene | Mittelstock, 4-5 Ammer Gas, elektr. Licht, Zubehör, ab 1. Oktober oder später zu vermieten. 6561 Diezstraffe 8, Part. Kleine Wohnung zu verm. 05455 Ap Zvn Babalitüen 29. Sch. Mans.-Wobng. z. verm. 65446 Bruchstraffe 14. Hell, unmöbl. Zmr. nr.Gas z. vm. Näh.Mühlstr.3, b.Hübner. f ~MöbLZixniner \ Pension Brand! KenenBäae22 lLellevue»Zim.ilt.u.vhneVer- pfleg, s. jede Zeitdauer. Atit- tag- u. Abendlisch. Elektrisch Licht Bad. Tel. 1085. 11687 Möbl.Zmr. m. sep.Eing. z. vm. Näh.Löberstr. 6, Grthatls. 05,5 Witwer mit lljährigem Töchterchen sucht zum I.Okt. krvAvrMrbs 3-2lmmor-Wodllg. Augeb. unter 05419 an den Gießener AnzeigA erbeten. freundliche ^Zimiei'-Wk!;. zu mieten gesucht. Angebote mit Preis unter 05452 an den Gieß. Anz. Am Samstag, den i. September, vormittags 7 Uhr, starb nach längerem Kranksein mein lieber, herzensguterMann,unserguterVater,Schwieger- vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Lrtdryrg Bievarr III. Körngl. Weichensteller i. P. im vollendeten 67. Lebensjahre. ' Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen-. Arau Elisabeth« Biera» geb. Simon. Lollar, Wißmar nnd Gießen, 2. September 1917. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Sev tember, nachnt. 4 Uhr vom Sterbehause. Gasthaus „Zum Schwanen" in Lollar, statt. 6518 r v Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Erna Nebe Karl Scbadek Unteroffizier der Reserve Gießen, September 1917. 064 Forst-und Koionialschule ifSäitewfeerg a. Hain Unter fürstlichem Protektorat. Gewissenhafte Ausbildung. Sichere Anstellungs-Aussicht Porstdienst. [4671 ss Im Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weitershain für Rj. 1917 liegt vom 4. lsd. Mts. ab eine Woche lang aus unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Weitershain, 1. September 1917. 6499 Großh. Bürgermeisterei Weitershain. * I. V.: Psass. Wegen anderweitiger Inanspruchnahme häbe ich meine seither werktags von 11—12 abgehaltene Privat&ppechstu^deflarßSer- ven- und Gemütskranke in meiner Wohnung Lieber Straße 106 auf nachm, von 3 bis 4 UShii* veriegf: Auswärtige können nach Anfrage auch zu andren Stunden beraten werden. Med.-fSaf K 2 e*. Osswald, Großh. Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Gießen. 6508D Herzog!. Brawnsnhw. Bf.isriEwerkscMe Hglzmlndi c nT liodjbau Bl Sr- Tiefbau t . Sommcninterrldjt 2. April. Reifeprüfung. IPInterunterrld)! 15. Oktoktt ««tchdefchtigl oiU tot» KönlgL Proift. Baug«a?erkfdjulea, —m 2-3-WMk-MMiig möbliert, mit Küche, Anfang November, evtl, auch Dezember gesucht. Angeb. unter 05420 a. d. Gieß. Anz. Hübsches Zimmer “ f ü er auf 1. Okt. in der Nähe des Stadttheaters von jüngerem Beamten gesucht. 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