Vr.M Zweiter Blatt *67. Jahrgang Erscheint tützNch mit AuSn«hme de- Sonntag«. Veilagen: „Giehtner ZamilienblStte^' und „Kreisblatt für den Breis Liehen". HoAscheükonlo: Krankfurl am Main Nr. U686. Bankverkehr: Sewerbeban? Siehe«. General für Oberheffen Samstag. 25. August ZwillAgSrunddruck und Verlag: B r ü hi'sche Unwersität§-Buch-u.St: ittbrucf cv: R. Lange, Gießen. Zchriftleilung» Geschastsstehe und Druckerei: Schulslraße?. Geschäftsstelle u.Verlag: Schrift! e klung: 112. Anschristf.iv Drahtnachrichten:AnzeigerGießen. Die lölrfunqen öes UWoot-Urieges in amtlicher DarfteUung. (Schluß.) Werfen wir nun zum Schluff einen Blick auf die Wirkungen be3 U-Boot krieges »cruf di? englische Kriegfilhrnng. Ganz abge-^ sehen davon, daß die U-Bootsabwehr Tauseno? von Geschlützen für die dauernd lvack sende lirnd dock nie ausreichende Zahl von) lb-Bootsjägern und für die Handelsschfiffe, Hunöei'te von Fliegerst für die Ueberwachung der Küst^engewässer von den Landsionteü abFieht, daß riesige Mengen von Munition und sonstigem Krjegs- ^ material wirkungslos mit den Schliffen, die sie übers Meer führten, versanken, das? manchem Truppentaanspottc die See zum Grabe -wurde, entzieht das U B.aot Englands Heei- all die Kräfte und kstoffc. oie nötig fiui>, um die lSchj äffen aiiszugleickirn, die es) Englands lebensnoNveudiger iBolkswirtschaft zufügt. -l Mer ivefter: Es hat Engsand den Landkrieg in seiner ganzen Größe und Schärfe aufgczwungen. „Me Flotte kann den Krieg nicht gewinnen der ieri-eg imijj «ziu Lande ;wwmrnen werden", .sagte der lenglische Mmiralstabschef Jellicoe am 5. Mril 1917 jM den Vertretern der Gewerkschaft. England behiwrscht nickt iuehr die Soe: dem: das u Boot duvchfch^neidat ihm, unbehindert durch j die übermächtige Flotte, die Seeverbindungen. Das Insel reich kann ! darum nicht mehr uw-hlversprgt urit allen Erzeugnissen der Erde , nftd sich lMi'1'..wn.d durch einen ungebemmidm Handel und durch «die Ausfuhr seiner Industrie, Ar Schutze seiner unüberwindlichen »Flotte, den Krieg von Bundesgenossen imd Vasallen führen lassen und gemlächsich fein Ende abwarüm: es mach, in der beklemmenden! Ajngst, die Wurzeln seiner Kraft nach und nach durchschnitten zu sehen, versuch'.-:?, schnell zur Entscheidung, zum Siege zu kommen: daher die Beteiligung am Landkriege Mit einem Einsatz englischer Vollstraft, wie ihn Be Geschichte bisher noch nicht berichten konnte: daher, trotz aller Mißerfolge., die iminser erneuten Offensiven init Op fern an Blut, une sie vorher uoch> nie ein englischer Feldherr von englischen.Heeren gefordert hat. * Wir baba: dargelegt, woraus sich unsere Zrrversicht gründet, baß wir im U-Boot-Krieg das rechte Mittel besitzen und arnoenden, um England zum Frieden geneigt zu machen. Um es inr' zusammenzusassen: Der U-Bovt-Krieg ist das Problem des Schiffsraums: einmal insofern er einen Grundpfeiler der Bokkswirtschaft Englands unterwühtt, die Handelsftottc: dann, indem er den -englischen Seeverkehr immer nvehr beengt, lährni er dessen Funktionen^ das englische Volk mit Lebensmitteln und mit Rohstoffen zu -nriorgen, der englffck-en Armee rmd Flotte Unler- hatt und Kr:-'etzuritrel zuzufühven und den für ihre Lebenserhaltung UNMlänglick.'u Frachtraum der europäischen Bundesgenossen rvcnig- sterrs auf das erforderliche Mindestmaß ergänzen. An welchem Vnükte. zuerst die Rlöglichkert aushören unrd, diese mrentbehrlichen Funktionen iir geittigerchem Maße zu erfüllen. läßt sich nicht voranssehiul: das vnrd rvn der Verjüng Englands über seinen Schiffsraum abbängen An welcher stelle aber auch immer ter Schiffsraum fehlen wird, ob zuerst die Versorgung der englischen ZAilbevölkeruug vd"r der Kriegflihrung oder' der Bundesgenossen versaoeir wird, in iedem Falle gerät danrit die Grundlage ft'ir die Fcnftietzung des Krieges seitens des Verbandes ins Wanten. Tie Grenze des Erträglichen »Herr lmr überall näher rücken. Wir können den Abschluß dieser Enttvicttung, die mit vÄliger Sicherheit in absehbarer Zeit ihr Ende findeir wird, ruhig abwatten. England bat di" Hand >riedlicher Verständilnrng, die ihm gcwoten wurde, zurückges,!e. n. England fttbch Hai damit sein Schicksal ans sich hevatcheschwo ven. Die yolkttt Schwedens. Stockholm, 23. Ang. MDB. Mchtmnttrchi Der schwedische Minister oes Aeußern Lind mann hielt eine Rede über die äußere Politik Sck-wedens im Weltkriege. Zuerst wies er auf die wirts-chjaftkichen Schw>ierrgkerten inrolge des Warenmangels hin/ der durch, den U-Bvotkrieg rmd durch die englische Blockade verrrrsachir iei. Die Rickchlinicn für die .tzwltrmg Schwedens seren die Wahrung der Urrabhänchgteit und Souveränität des Landes und die Aufrechter Haltung einer zrnparteiischen Neutralität auch dann aufre-chterhsrlwn kveroen könne. Bei der imnrer wachsen! den Wichligkeit der wirtschaftlichen Fragen sei dje Einfuhr genügender Lebensmittel und Rohstoffe eine der bedeutsamsten Fragen der Neutralftätspolitik. Die Handelsbezichnngen mit beiden krieg- führenden Teilen rm'rßten aufrechterhalten werden. Lindmann erklärte, die von der Regierung .lwvlanten Handelsvereinbarmrgenj müßten mit der Neittralitätspolitik übereinstimmen. Mit Bezug auf die Verhandlungen wit den Vereinigten Staaten hoffe er, VoK und Regierung Amerikas weiden die Tirrge von einem weiterr hu- mianftären Gesichtspunkte aus ansehen und Schweden nicht in einer so wichtigen Frage Schwierigkeiten bereiten. An Hand von Zahlen wies Lindiuann nach, daß während des Krieges kerne ne nn en swerte^ s)lus fuhr von Getreide stnttgefunden^ labe und daß die Fl ei schau ssu h r durchaus nickst so umfarrg- reich sei, wie beha::ptet roerde. lieber die F r red en s> a u s s i ch - tosagte der Minister, die Neutralen klickst nrinder wie die Krieg- fühveiwen ersehnten jetzt de>r F'rieden, uiw z.var einen Frieden,» der den Bölkerik iir den Grekizen des Möglichen die unerhörten Leiden erspare, die ihnen der Ärwg gebracht habe. Mchts aber sei so unsicher, wieder Zeitpkmkt dl^ Friedensschlusses. Man müsse indeffeir hosf-en, daß er Näher sei, als mäst.glaube. Lindma-nn ei klärte ferner, die Frage des Schutzes der Jitteressen der Neutralität bei Fftiedcnsschttrß sei bei deik Zkffauijinenkünsteil der skandi- navisckpen Bdinister besprochen worden. Diese Frage habe auch Schritte l»ei deu anderekl eicropäisck-en Neuttachn veraiklaßt, ,irni dereil Mitwirlükkg zu erlaugen. Er sei der U.eberzeuginlg, daß alle kciegführeuden und neutralen Nationen .-krach den aus gestände neu Leiden mit aller straft 'daraiff hinarbeiten würden., nach dem Kriege bessere Bürgschaften zu schaffek'., irist internattonale Konflikte zu vermeiden Nus dem Reiche. Die Kaiserin in Köln. Berlin, 23. Au.g. iWDB. Mchtamtlich > Ter zweite Tag, den die Kaiserin dem Besuch der Städte des Rheinlakldes widmete, führte sie schon zu früher Morgeklsturrde in den. Dom. Von deck Geistlichkeit begrüßt und geleitet, lauschte die Kaiserin mit sichtlicher Freude den Gesangs- kind Orgelvortragen, deklm sich ein Rundgang durch die Schatzkammer und die Besichtigung besonderer Sehenswürdigkeitekr des 'Domes angliederte. Obgleich keine allgemeine Bekanntgabe des Besuchs der Kaiserin erfolgt war, hatten sich Hunderte eingesundän, die ihrer Freude überall, wo die Käi'- serikk hiukam, in stürmischen Zurufen lttisdruck gaben. Vom Dom ging die Fahrt Mn Bereinslazarett des vaterländischen Franeu- vereins, wo zahlreiche Bernmndete und (Genesende durch Ansprache kind Galren erfreut wurden. Die gleiche Lickbiestättgkeit übte die Kaiserin im ftädtisckstn Krankenhaus Lindenburg aus. Am diach- mittag wurde ein Teil des Karlswerkes von Felten und Gkülleaume in Köln-Atühlheim besucht. Anschließerü) erfolgte eine Rmrdsahrt am Rhein, entlang über den Außeirring zum Volksgarten. Für Donnerstag ist die Besichttgnng der verschiedenen Lazarette und Kriegsfürsorgeeinrichtukrgen in Aachckl angesetzt. Aris Seodt nnd €cmb. r r : .e25. August 1917. Ariegsarbelt in Gießen. XXXI Schuhftickktunde des Gietzeuer HauSfratteuvereinS. Zu den mannigfaltigen Äiffgaben, mit denen sich der Gießener Haus frauerEeveftn im Laufe des Krieges befaßt hat, gehört auch die Schklhflicksttrnde, die nun seit knehreren Mmraten zu ernei' stärrdigen Einrichtturg geworden ist. Wer an ehrem Mittwv'ck) abend sich der Eike Bismarckstraße-Stephanftvaße nähert, wird ans dem Gebäude des Realgymnasiums ein lustiges .Hämmern hören, das unermüdlich bald stärker, bald schmärher herüberdringt. Wer nach der Ursache des P-ochens und Hämmerns fragt, wird erfahren, daß praktische Gießener Hausfrauen am Werke sind, über die Schu-hmit der ganzen Familie hinwegzuhelfen. Treten wir in freu Klassenraum ein, den die Direktion des Realgymnasiums deit eifrigen Hausfrauen in liebenswürdiger Weise eingeräuint hat, so bietet sich ein höchst bewegtes Bild. An lärmen Arbeitstischen stehen Frauen und Mädchen, haben auf den Dreifuß, der vor chnen steht, einen Schuh geschoben und hämmerkl darauf los mit einem Eifer, als lstitten sie Zeit ihres Lebens nichts anders getan, asts das ehrsanrr Gewerbe des Nürnberger Poeten Haus Sachs ansgeiibt. lttcd doch sieht man unter ihnen Dameil der GesellsckMt, die es sich sicher nicht hätteic träumen lassen, daß sie einmal in die Lage kämMr. die schiesgetretenen Absätze ihres Ehegatten eigenhändig wieder gerade zu machen. Manche der fleißigeil Flüffchusteriuneu kommeil stolz mit ihrem eigenen Dreifuß an, wers.en die mitgebrachte 'Arbeitsschürze über, packeri die „heruntergerissenen" Sttefel aus Und begeben sich an die Arbeit. Andere benützen einen Dreifuß des Vereins, den dieser, wie auch das gesamte Handlverkszeug, aus Ueberschüssen angeschafft hat Heute heißt es nicht mehr so leicht: „Wenn das der Msatz wüßt', daß der Stiesel sterben müßt! Stiefel muß sterben, ist noch so jung." Heute wird einmal erst mit kritischein Blick festgestellt, ob das Leben des Stiefels, wenn er noch so alt ist, nicht verlängert werden kann. In den meiste ir Fällen geht es, urrd die rührige Leiterin des Haus- srauenvereins, Frau Rechtsanwalt Leun, weiß irrrmer Rat uud .Hilfe. Unermüdlich ist sie tätig, paßt hier ein Paar Ersatzledersohlen ab, uktterrveist dort im Gebrauch der Schusterahle, hat für nrutlos ^-ewordeue Worte der Aus- munterurrg Ulkd für Geschicklichkeit Lob und Anerkennung. Danrit ist ihre Ausgabe bei weitem kricht erschöpft, auch wenrr rnan die nrancherlei Auskünfte hinzurechnet, die von ihr erbeteik urrd bereitwillig erteilt werden. Me größte Arbeit ist die der Materralbeschafsmrg. Me Zahl der Besucherinnen der Schuhflickstunde nähert sich dem ersteri Tan.seird. Alle wollerr aber nicht nur arbeiten, sie wolleir auch Sohlen, Flecke, Schoner, Nägel usw. haben. Die Schwre- rigreit der Materialbeschaffung steigt aber von Tag zu Tag. Erst gab-'s noch Ersatzleder, das das Aussehen ooir Lrnoleunl. hatte, danrr nrußte man sich mit einer Art Filzsohle behelfen. Jetz^t aber beginnt die große Neuerung, die. im Winter 191c wohl kaum jemand erspart bleiben wird, die Holzsohle, die ftn Aufträge der Reichsstellen cnrgefertigt wird.' Die ersten derartiger! Sohlen werden im Harw- ftauen-Verein schorr aufgenagelt. Sie sind airs einem starken, nicht besonders dickem Holz gearbeitet, sehen durch die wasserdichte Imprägnierung dunkelbraurr aus und sind doppelt gewölbt, für den Fuß nach innen rrnd für die Berührung mit dem Boden nach außen. Im Gegensatz zu ander'eu Holzsohlen bestehen sie aus einem einzigen Stück und haben kein Scharnier. Einige der Damen, die sie schon, ausprobiert haben, bestätigen, daß sich> recht bequem darin gehen läßt und daß sie den FUß warm halten. Diese Sohlen auszunageln, muß auch erst gelernt fern. Auch dabei ist die Vorsitzende des Vereins behilflich und zeigt, wie man den etwa überstehenden Rand glatt abschneidet und die Schnittfläche schwarz einfärbt. Außer den Sohlen kann auch das Oberleder Not lei- derr. Um dem abzuhelfeu, hat der Haussiaueuverein aus eigenen Mittelrr eine große Steppmaschine angeschafft, die von der einzigen bezahlten Kraft bedieirt wird. Alle übrigen Kräfte sind ehrenamtlich tätig. So auch das schwierige Amt der Kasseuverwalterin. Mese hat jeder neuankornrnerrdeu Hausftau einen Zettel mit Nanren und Numrner auszustellen, aitf dem alles eingetragen wird, kvas sie. an Sohlen, Flecken, Nägeftt usw. ersteht Me diese Gegenstände werden zu mäßigfteni Preise abgegeben. Me Benutzung der Gerät- schasterr ist firr die Mitglieder des Hausfrcmen-Bereins unentgeltlich. Wer den Stolz beobachten kann, mit dem eine Hausfrau die Selbstgeflickteu betrachtet, und in Berechnung zieht, welche Ausgaben durch diese Selbsthilfe in den einzünen Haushalten erspart bleiben, der muß ohnse weiteres zugestehen, daß der Hausfrauew-Verein mit der Schuhflickstunde eine höchst verdienstvolle Einrichtung irrs Leben gerufen hat, und wird besonders seiner VorsitzerÄen, Frau Rechtsanwalt Leun, gegenüber mit seiner Anervemrung nicht rurückhalten. Erwähnt sei noch, daß neben der Schuhsttckstuude ein Kursus im Schuhmachen einhergeht, der, ckberffalls von der Vorsitzenden des Bererns geleitet, in der in der Selbstanfer tigung von Schlüpfern, Pantoffeln und Schuhen unterrichtet wird. * Die Heide blüht.. . Draußen in der Natur null der Sommer Abschied nehmen. Me Heide blüht! Me Straßenränder, Waldlichtungen. Dickichte snw in liwllches Rot gehüllt durch tausend und abertausend Bücken der mycheinbaren Heide. Mit Aller Wehmut sieht es der Mensch. Heißt es doch bald scheiden vom Sommer und seinen Freuden. Eine reiche gesegnete Ernte ist teilweise unter Dach die Scheunen gefüllt und die Menschen voller Darck gegen Gvtr' der alles so prächttg hat gedeihen lassen. Und doch, wie ffckiwer koird dein Menschen das Mschiedn-ehmen von der Sonne, dem Lichte Me Heide draußen in Feld und Flur ist eine stumme ÜPahneriu. Me mei)den Wald- und Wiesenblumen sind abgeblüht und nur die Hewc allein beherrscht leuchtend die Flurm. Dies Heidekraut die letzte der Blumen! Mahnend sagt sie dem Menschen: „Wenn rch verblüht bin. dann noch eirre kurze Spanne Zeit, uud es fenimt der Winter mit Kälte und Sturm Schnee und Reis" Dichter Nebel lagert schon eben des Morgens über Feld und Flur. Später als im Anfang des Sonrmers bricht sich die Sonne siegreich Bahn.^Hier rmd dort zeigen die Bäume die ersten gelben Blätter' Von wag zu Tag lverden es mehr und mehr. Es herbstelt' Die ersten Zugvögel haben uns schon verlassen, um den ivärmeren Zernwettervorhersage. Der h lindert jährige Kalender des Äsbtes Moritz .Knauer in Langheim ist von ?sufgeklärten längst in die Rurnpelkantmer geworfen. In den jüngsten Jahren ist qber die Wissenschaft zu dem Ergebnisse gekommeri, daß in ihm doch, ein Körnchen Wahrheit steckt: ist- der hundertjährige Kalerrder als solcher auch Acht brauch»- bar, die Durchschliittsergebnisse langjähriger Beobachtnngsreihen, auf denen er sehr wohl hätte auffgel^aut 'rvcrden> körruen, sind außerordentlich ivertvoll, lund durch ihr Zufanrmenstelken mit Tages- werten kann man zu einer „Fernwettervorhersage" kommen, die sich über recht lange Zeiten erstreckt. Hermann Radestock veröffentlicht über {(riefe n Gegenstand in der ,,Naturrvffsenschaftlicheü Wochenschrift" (Verlag von Gustav Fischer, Jena) einen fesselnden Aufsatz. Wenn es sich um Fernmetterkünde handelt, ist die Vergangenheit genM' so wichtig wie disc ZMrAt: je länger die-be- trach-tett'n Zeiträume sind, um so zjuverltässsiger wird der MirchP schnitt. Hat mait auäii kerne besonders zuverlässigen schriftlichetr ^Aufzeichnunigen über has Wetter vor da: Mitte des 18. Jahr-» Hunderts, so hat doch die Nftttl,r gimnr „lebenden Witternngskalest- " angelegt, aus dem wkm Manches ablasen kann. Dahin gehören! keispielstveis-e oü alten Bäume. Sv hat mlan in Gbersloalde drrrch iifn'i: z>eh n tau send Mdessuttgen an Bäumen festgestellt, daß deren Wachstum (an den Iahvesringxn oder an den Quirl abständen ab- zitlesen' eine auffällige UeberAnstftnmung nrit der Sonnenftecken- häufigkeit ausweist, die seit 300 Jahren beobachtet loorden ist. Aehnlich kann man die Schuppen mancher Msche verwerten, deren Wachstum vo»l dan Lebwlsbvdingiimqein, dmnit vom Wetter — und schließlich feudi viou Exm Soirmmfleckeu — abhängig ist. Giob V'itm-fen. nämlich die Somvenflecken, daß schtvache Mesen- stizatten längere Zeit hurduch rljber größere Teile der Erde ziehen^ und die duvckx sie hervorgerufcme Abkühlung begünffvigl die Bildung von Wolken und Niederschlägen, lxtt also Einfluß! auf das Pflanzno« loachsttirli Sett 1749 li»!«en lückenlos die sogenamttm „Sonnen-" i!ecken^/ielativzahl-eiü' vor, Und 1826 hat man die kirrz-fristigo soitne.iftttöenpnstode von rund 1l Iahror aufstcklen können, deren V.usarmnenhang! nttt den« Wetter -ur Fernwettervorhersage gesühi'l hät; man hat Ovei IiähchüAte aufgestellt, in deren jedem das« W-etter rm großen ganzen einheitlich, aber verschieden öfcxt bent anderen Jahrfünft ist. Professor Freybe hat langjährige Mittel- werte benutzt, mn dveiundsiebzig DaMnste für das Wsetter des! Jahres aufzustellen, und ist dabei M einem wickftigerr Gesetze gekommen: deckt sch für einen bestimmten Ort mrd Zeitpuntt die wirklchi eintretende LuftdriAverwilungS- und Wetteränderung mit der Tag-sünst-Karte, darin ist diese entscheidend rntfc das Wetter ändert sich in chrems Stin.lre durchgvoffend -und anhaltend: deckt sich die Eintagsckarte nchft. nrit der 'Fünftagekarte, so gibt es» entweder gar Ikeine oder eine rasch vorhergehende ^benderung' Hierbei ist der Durchsckmcktswert der G«genwatt mit denr ist großen Zügen ststgelegben geschichtlichen geschickt vereint, und nach dem cherchen Berfahrerr laffen die Wettervorliersagen auch für' viel längere -Zeitabschnitte machftn, und zwar besonders solche, wie ne der Landwirt, der Großhändler urrd der Ernährungspolittker. verlarrgem. Man t>at nämlich seit Jahren phänologische Beobach- tungeir gemacht und festgestellt, an welchem Tage gewisse Pffcnr^en das erste Laub, die ersten Mülea, die ersten reifen Früchte usw. Mgeil, und hat Hieras ein für die Ferwvettervorherfage wichtiges! l^getz abgeleitet: je früher in einer Gegend ein. Gewächs zu blühen l>eginnt, desto später in: Verhältnis bringt es veife Frucht, und umgekchrt. Bkübt >bei-spielsweise Pie Kirsche am 18. April so reist mt Durchschnitt am gleickM Ott die Fincht am 2 Juni, während, lveuu die Blüte am 8. 'April schon eintritt, die Früchte erst mn 9. Juni veif sind. Vergleicht mau nun di« Verfrlchung und die Berspätimg der phänologischen ErsL>einungerc für einen Ort mit dem langjährigen. Durchschnitte, so karm man darauf eine Fern- ^-^^-"age für die Fruchtreife gründen. Mäßgbend für die Blüte, dw Blattentfaltung Usw. ist aber die Bodenteurperattir, und aus der Baobachtling weiß man, daß die »mn ^lüfblühen nötige Boden- Wärme durch,sckmittlich >z«hn Grad l>ettägt, und ieder Grad wemgep ecne Verzögerung von 10 Aagchr verursacht. Me Mpssnng der Bodentempenatur ist Uftthin, »venu man sie mit langjährigen Durchschnittswerten vergkei.üt, ein wertvolles Mittel für die Fern> »vettervorhersage. ,77- D«r Frerballon zur Erforschiiilq der Atm°. 's PH« re Sur die Untersuchuugsi der aimotzhärischen Borgänqe 'n de n ob eren erich-mt trotz Mrr B,-rvoMommdmq vw- "Pf ,l at ? -R>«««US noch immer der Frmballm, am best«, geeignet. Kleber Probleme arrologischer Art, die mit Hilfe de-1 ^bAlons neuerdings gelöst wurden oder nock zu lösen sind, berichtet der PrometlMis. DMn Freiballon ivar z. B. die Fest- stellung zu danken, daß, während im allgemäinwr die Lnft mit zunchmendei^Hobe rrwwer kälter Wird, häuftg an klaren Wint-W^ tagen in Hoheii über 600 Meter die Inversion, d. b. Temperatur- umblu, Eintritt. /Dies istj von ^wesentlicher Bedeutung für die ^ .S««^ 2* der Atmosphäre, da r« LusÜ,uvch.mffchung und die WokkeA-ildirng unbedingt vmst Frhlen lolcher stabilen schichten abhängen. Andererseits macki lentetts^eurer Höhe von 10 Womttteni dis „oberen Inverswn" geltend, in welcher jede vettikAe Lu^eweguna aufhött. Auch m den llnlersuchnnaen über A.ftwnchiigkett, Dolkenbildung, M.nst- und staubgebalt A den oberen Luftschichten lnAtt der Freiballon hervorragend^' M-nu. ^ ?Er kville wurde auch hmßckMich de. ElekttjzitäiH.a. '- von Everlmg noch in einer Höbe von 9000 Meter 6b,ft Oliven räumlickten Ladung Mi. kkuft und der negwiven der Erde gemessen Bekanntlich erfuhr tmm, fcw ritltnKte ÄntsaNE her , Wrnimmt. ffmbanwutirtcrftutunum wrftai ,md, M ^rr hr,, in* bn emet Lvchftchrt dis 9300 SfelauSsÖK hn. 5&; 1 ' Mlrn ähnliche „durckchrAgende S^^g^ss^.^ach ^^ugfüglg^i Abnahme von ungefähr 1000 Mttei Hobe ab außerordentlich wäckch. so daß ihr kosmisch'- Urspmmz nimeski, „l. Untrr den n«,t unadlftm tiir tne 0min Betzracht Toimiu, fti* bnonbo N ILrnrr • ÄSf™, ^ i i ai _r. b relt “ nm LuftbvNm, ibinu^eceii oübcn auföufudjen. Noch erfreut uns Meister Sangbeüi trttt fröhlichem (Scllaöber, doch schon bald rüstet auch er Mir Abreise. um dem im Winter so ungastlichen Norden den Rücken zu lehren. Jetzt flattern Schmetterlinge und Insekten in großer Zahl durch den Sonnenschein, nnc lange noch, und mich sie werden sich zum Winterschlaf zrrri'lckzielien. die Natitr bereitet sich langsam und allmählich vor Min Sterben. Die blühende Heide mahnt! Benützt noch die wenigen Tage des Sommers und des lieblichen Herbstes! Wandert durch die deutschen Lande nnd Gaue! Freut euch an der Sckwnhcit der stcatnr! Bewundert die blühenden Heide- selder mit ihrem feinen, schmeickxelnden Dufte' Aber sch)ul sie auch! Schleppt sie nicht in grossen Sträußen nach .Hanse! Mehrere kleine Pflänzchen gmügen vollauf. Laßt sie draußen in der Natur, die Mahnerin zur Freilde der Menschenkinder, denn gar bald kommt der Winter. * ** Vor 1 ra g. Die Vortrags Vereinigung Kaufmäiuufcher Ber- eül/Ortsgeiverbevereftl Gießen veranstaltet Donnerstag, 30. Aug., ckbendS 8 Uhr, in der Neilnr Aula den ersten Lichtbilderporttag. Schriststctttr Max Nentwich ans Berlin wird über „Die Adria und der österreichisch - ita l ieuisch Krieg" sprechen. Da die Aacka in diefeml Winter nicht geheizt werden kamt, finden die nächsten Licht- bildervorträge in naher Folge inr September und wahrschernlich der ersten Hälfte des Oktober statt. Siüha Anzeige. ** Eine wei trei chcnde Verordnung. Der (Gouverneur der Festtrng Köln lat eine Berordmmg erlassen, wonach jede männliche und weibliche Person auf Aiwrdmmg der zuständigen Be- liörde im Bezirk ihres Wolmsitzes oder in der Nachbargemein.de gegen den ortsübli'chert Lohn ihren Kräften und Fälligkeiten entsprechend verpflichtot ist, Arbeiten zu übernehmen, die zur Vermeidung von Verzögerungen bei der Be- oder Entladung von Eisen- bahmvagen und zrrr Beschleunigung des Wagenumlauss notiocnbig werden. Recht so. Da können auch einmal zarte Hände Schwielen bekmnmen. ** Schutz dehr Brieftauben. An dieser Stelle ist bereits des öftern auf das frevelhafte Abschießen von Militärbriesiauben hingennesen wvrdett. und es schien mid) für einige Zeit eingestellt. In letzter Zeft ist es aber wieder in voller Blute. Verschiedenen Mitgliedern des Brieftauben-Klubs ftrtb in kürzester Zeit wieder einige werwolle Zuchttiere auf diese traurige Art verloren gegangen. Tauben, die nach erhaltener Schnßverletznng nv chmuhsam ihren heiniatlichen Schlag erreichen konnten, mußten abgeschlachtet werden, da ihnen beide Beine ab- oder zerschossen waren. Jeder Tag bringt neue Kunde von dem Treiben dieses oder dieser „edlen Tierfreunde". Bei der heutigen so außerordentlich wichtigen Verwendung unserer Tauben im Felde, die, tvenn durch Trommelfeuer alles eftlgeebnet ist. sozusagen das noch einzige Mittel sind, um rückwärtige Verbindung zu hatten, und die dies m ganz hervorragender und glänzendster Weise, trotz um sie platzender Schrapnells, Gaswolken nsw. erledigen, sollte doch nrft allen zu Gebot stehenden! Mitteln gegen solches Taubem'chießen in der Heimat vorgegangen werden. Man bedenke doch, wie viel Tausende unserer Feldgrauen schon durch rechtzeitiges Nachrichtüberbringen unserer Tauben vor dem sicheren Tod oder der Gefangenschaft bewahrt wurden. Eine Kmserl. Verordnung verbietet zudem jeglichen Abschuß der Tauben und belegt Zuwiderhandeln nrit strengsten Sttafen (Freiheitsstrafen). Siehe auch Anzeigenteil. ** Im Schwarz-Weiß-Dheater, Seltersweg 81, lipiett Maria Orska. die bekannte Filmtragödin, von Samstag, den 25., bis einschließlich Montag, den 27. Äug., in ihrem neuesten Sittendrama „Ter Sumpf". Außerdem »uirft die berühmte Konzertsängerin Emmy Testinn in dem großen Senfationsschaufpiel in 4 Men ,Die Löwenbraut". Vdft der hochinteressanten Naturaufnahme „Äm schönen Rhein", von Koblenz bis Rüdesheiln, schließt der zutgewählte Spielplan. Ab Dienstag wird „Unter bet&er Zone", ein indisches Schauspiel in 6 Men, gegeben. Landkreis Gießen. i. Ettin g sHausen, 25. Aug. Ms neueste Opfer hat unsere Gsnemde den Tod des Lwchsturimnanns .Karl Stein zu beflogen — Das Hessische Kri-ogsehvenzeichen erhielt Hermann Sommer, der schon dos Eiserne Kreuz und die Hessische Tapfer- keitÄurdaille besitzt. i Hattenrod, 25. Aug. Ludstvig Fink erhielt die Hessische TapferkeftsmedaiUc. ? Klein-Linden. 25. Aug. Der Sohn des Lehrers Keil, der hei einer Minen-Werfer-Kvmpagrnc steht, wurde pm Unteroffizier befördert und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Ste i n ba ch, 24. Aug. Der Schütze Ludwig Ba l s c r, welcher bereits die Hessische TapferkeitsmLdaiÜe erhalten hat, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet und zum Gefreiten befördert. H. Aus der Rabenau, 25. Aug. Bei dem gegenwärtigen heißen Wetter hat die Arbeit auf den Feldern gesteigertes Leben gewonnen. Die noch vor kurzem aus den Aeckern stehenden Frucht- Haufen sind eingefahren und die Dreschmaschinen haben ihre Tätigkeit begonnen. Dazu hat die Grummetgrasernte angefangen und verspricht, begünstigt durch das Wetter, einen guten Ertrag. Biel Gemüse wurde hauptsächlich in Geilshausen angebout. Es wurden dort viel Bohnen, Gurken und Gelbe Rüben abgesetzt. Die Aepfel mid Birnen sind fast durchweg reichlich, nur die Zwetschgenbanme stehen leer. Zn den vergangenen Wochen wurden, wie in anderen Gemeinden, auch ftr Weitershain und Geilshauseil die Butterfässer beschlagnahmt. Kreis Büdingen. Großfeuer. m Echzell, 24. Aug. Gestern abend gegen 7 Uhr brach hier in einer Scheuer Feuer aus, das in kurzer Zeit zu einem verhängnisvollen Schadenfeuer annmchS. Sechs vollgefüllte Scheunen und mehrere Stal- lilnaen fielen dem iverheevenden Clement zum Opfer, ebenso viele landwirtschaftliche Maschinen und Gerate. Gr öftere Haustiere tonnten!mit >Wühe igerettet werden, dagegen kamen viele kleine Haustiere, wie Hasen, Geflügel usw., in den Flammen um. Mehrere Feuerwehren ans der Umgegend, darunter auch von Friedberg, waren am Brandplatz erschienen, Sonnten aber infolge der gewaltigen Hitze und der haushoch emporschlagendeir Nammen nichts a/us- richten. Sie hatten Mühe, das Feuer auf seinen .Herd zu beschränken. Der Brand dauerte die ganze Nacht und kam erst heute früh znm Erlöschen. Ein Zigaretten rauchender Junge soll der Urheber des Feuers sein. ** Echzell, 24. 2lwg. Zum Groftfeuer in Echzell berichtet der „Mddaer Anzeiger": Es war gegen 7 Uhr nachmittags, als Plötzlich der Mrs „Feuer" durch die stillen Straßen unseres Ortes gellte. Nur wenige Eimvohner befanden sich zu Hause, alles war auf dem Felde. Der Brand°- herd ging non der Scheune des Sattlers Wilhelm Mobs aus, und auch die benachbarten Gebäulichkeiten ftaitt>en bald gleichfalls tn Flammen. Die Wohnhmtser des Wilhelm Möbs nnd Marttn Volk waren in großer Gefahr und konnten nur mühsam var dem völligen Untergang gerettet werden. Das Feuer artfr indessen weiter, und die Ächeumm des Licdwig Wolf, Wilhelm Roos II. und Bäcker Alk waren in kurzer Zeit als verloren zu betrachten. Die ganze Familie der neiden zuletzt genannten war auf dem Felde, und um das Dreh retten zu können, mußten die Eingänge mit Gewalt erzwungen werden. Die Rettungsaktion war inzwischen in Fluß gekommen und suchte ganz richtig dem Fetter vor der neueroauten Scheuer des Otto Weil Halt zu gebieten. Dein Umstand, daß es ziemlich windsttll war, sowie der jach- kundiaen Füyruna der Urlauber Heinr. Hofmann und Heinr. Lwow an den beideu am meisten gefährdeten Punkten ist es zu danken, daß lveiteves Unheil verhindert wurde. Die Wehren der benachbarten Gemeinden Gettenaiu und Bisses ivaren pünktlich zur Stelle, sogar Forsthaus EckHell war mit etner Hand spritze vertreten Der Schoden ist ziemlich bedeutend, da niemanD versichert ist. Die Entstehitngs-- rtrsoche bedarf noch der näheren Aufktärmrg. x. Altenstadt, 24. Aug. Lehrer Storck, der sich besonders um den Ausfall der letzten Kriegsanleihe hier und in den Nachbar- gemeinden die größten Verdienste erworben hatte, erhielt das Preußische Verdienstkreuz. für Kviegshilfe. # Gettenau, 24.A>ug. Das Eiserne Kreuz erhielt unser jüngster Krieger, Musketier Hornberger, in einem Jnf.-Regt. x. Ober-Widders heim, 24. Au^. Dekan Brill von hier, der #imi größten Leidwesen der Gemeinde teilte hiesige Stelle bald verläßt, wurde in Arrerkennnng seiner Verdienste auf dem Gebiet der Aufklärnngs-nnd Werbearbett für die Kriegsanleihen mit dem pralßischen Verdienstkrenz für Kriegshilfe ausgezeichnet. Kreis Lautcrbach. n. Ober-Moos (Kr. Lauterbach), 24. Aicg. Unserem Lehrer Karl Müller, zurzett beim Ers.-Batl. Res.-Jirf.-Regt. 116 in Friebberg, nmrde das „Kriegsehvenzeichen-" verliehen. Kreis Schotten. ^ Aus deint oberen Vogelsberg , 26. Aug. Die günstige Witterung der letzten Tage frei ein gut Teil zur Ernte mit beigetragen. _ Fast die Hälfte des üKtteides ist schon eingebracht. Der Hafer ist durchweg ivenig gut geraten. Er ist nein an Halmen !und auch die Köruerbildung bleibt toeit hinter der vorjährigen Ernte zurück. Tie Gerste, wenn an.ch nicht hoch gewachsen, ist dock) in der Aehre besser ansgebildet wie ich Jirrhce zuvor. Die Sense rauscht bereits aus den ('örinmnetivieseir. Denn was will sich der Landmaun auch länger säumen — die Arbeitskräfte sind nicht so vvrlUudcn und allem. Anschein nach ist auch eiu frühzeitiger Herbst zu cnvarten. Wichsen könnte ja das Grummet noch, denn.es.steht ziemlich dünn und ist mich noch kurz geblieben: aber immerhin ist es besser, ivewiges nnd g,ttes Grunnnet in der Scheune, als wie viel und womöglich schl-echtes auf der Wiese lagern zu haben. G Kreis Friedverg. Ans der mittleren Wetteran, 23. Ang. Die Fel< der sind^ leer. Die letzten sechs guten Tage haben sozusagen Wunder bewirkt. Der Bauersmann war bald am Verzweifeln, als drei Wochen lang jeden Tag der Hftnmel seine Schleuseir öffnete. Bereits glaubte er, sein inonatelangcs Muhen und Sorgen sei ft'tt mchts geivescn. dem: die auf Haufen sitzenden Frucht mengen fingen an zu keimen und waren teilweise handlang gewachsen. Als nun Sonne die Herrschaft gewann, wurden die Garben und Büschel einzeln gestellt, daß sie trockneten. Jetzt ist kaum iwch Frucht in den Feldern zu erblicken. ES war auch höchste Zeit, daß das W'etterl umschlug. Wenn auch durch das Umstellen und Auscinanderstellen, smvie das Wenden der Klecken Körner verloren gingen, so ändert nichts an dem Ergebnis der diesjährigen Ernte, die im allgenninen wesentlich besser ist als die im Kriegsjahr 1916. Allenthalben sind die Dreschmaschinen an der Arbeit, besonders in dem zum Frühdruschgebiet gehörigen Kreis Büdingen sind schon große Mengen Frucht dem Verbrauch zugeftihrt tvorden. — Gegenwärtig ist man mm am Ausmachen der Frühkartoffeln, die an allen Stationen der breiten W?tte«ul jetzt tvaggonweise zirr Verladung lomnien. Ihr Ertrag übersteigt auch die Schätzung, so wurden au einzelnen Kartoffelstöcken lttcr 3 Pfund Knollen ausgemacht. Besonders ertragreich sind Kaiserkrone und eine neuere Sorte AGtador. Auch Frührosa und Ella liefern gute Erträge. Wenn nun, was zu hoffen ist, das ttockene Wetter anhält, so wird der an den Spätkartoffeln zu beftirchtende Schaden nicht einttoten und eine Ernte bevorstehen, die die vorjährige schlechte iveit übertrifft. — Vilbel, 24. Ang. Die Bürgermeisterei hatte kürzlich allen Ziege n halt e r n die B u 11 e r z u w e i s u n g g e sp e r r i. Auf Beschwerde des Ziegenzuchtvcreins bei den zuständigen Behörden mußte das Bürgermeisteramt das Verbot wieder zur ü ck- ziehe n. Starkenburg und Nheinhessen. ** Offenbach. 24. Aug. Am 23. Mai ivurdc am Ntain zu Offeuback beobachtet, Me aus eftrem Schiff heimlich 4 Säcke, vermutlich mit Mehl, Mesgeladm ivurden. Der Verdacht, in die Sache verwickelt m sein, lenkte sich auf den Portefeuiller Johann! Josef Jäger von Offtnbach, dessen Sohn auf dem Schiff beschäftigt ist. Die HaussuchuMg förderte mm ein ganzes Warenlager von Lebensmitteln an den Tag. Es wurden vorgesurrdeu: 369 Pfund Mehl. 45 Pftmb Grießmehl, 31 Pfund .Kartoffelmehl, 111 Psimd gemischte Frucht. 276 Mund Weizen. 74 Pftmd g.- mahlene Gerftengrauven, 102 Pfund Graupen, 6 Pfund Zucker, 70 Pfund Schinken. 12 Pfund Wurst, 68 Pchnd Speck und Dörrfleisch, 24 Pftmd Rollschinken, 38 Pftnrd Saattartoffeln, 61 Pfund Korrl nnd 25 Pfund Schaftvvlle. Jäger behaupte., die Sachen zu seinem eigenen Bedarf aus Bayern ausge'ührt zu haben. Er bestreitet, damit Harrbel getrieben zu haben. Das Schöffengericht Offenbach war jedoch der Ansicht, daß der Angeklagte mit den gehamsterten Waren verbotenerweise Schleichhandel getrieben hat. und verutteilte ihn zu 1500 Ndark (Geldstrafe, eventuell 100 Tagen Gefängnis. Zugleich wird die Beschlagnahme der sämtlichen Vorgefundenen Sachen ausgesprxhen. ch. Aus R h e i n h e s s e n, 25. Aug. Die Tralib«c fvinmen in der Reife schnell voran, wenn die Witterurrg auch im Larise des Aupust oft genug rauh, naß und kühl war. Durch diese Witterung ist allerdings noch mancher Schaden entstanden. Wie es mit der Aienge anssällt. diese Frage wird verschieden beanttvortet, sie wird recht.zweischneidig mrsfalleri. Es gibt Bezirke mit ganzen, halben und weniger Erträge,!. Fm Übrigen ist auch noch einige Zeit bis zum Herbst. Geschäftlich geht es bei starker däack)ftage weiter, doch herrscht im allgemeinen Ruhe. Es kostete das Stück 1916 er 3900 bis 4500 Mk„ 1915 er 5000 bis 6000 Mk. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 32!. Aug. Für dic Bekämpfung der Kohlweißlinge l>crausgMe der hiesige Verband der! Meingartenbau-Vercine in diesem Sommer 3292 Mk. Dafür lieferte ihm die Frankfurter Schuljugend 658 000 Schmetterlinge ab. Wenn von dieser gewaltigen Summe nur 300 000 Stück Weibchen waren Und auf jedes Weibchen mrr 20 Eier btzw. Raupen zählen, so sind damit durch den Vernichtungskrieg rund 6 Millionen Raupen im Keim erstickt rvorden. - ^ Fran kfurt a. M., 24. Aug. In den O-Zugen zwischen Frankfurt—Eisenach—Berlin kamen in der letzten Zeit wiederholt Diebstähle von Gepäckstücken vor. ohne daß ttotz schärfster Aufsicht der Dieb ermittelt tverden konnte. Am Mittwoch umtte der Täter in der Person des 17jährig!Ql Arbeftsburschen .Harry Bremer ans Berlin ftstgenonrmen. Der Bursche war früher als Anshelfer im Eisenbakpffahrdienst tätig geweseir und kannte deshalb die Obliegenl-eiteu der Fahrbeamten. Auf Gruird gefälschter Pa- püve „markierte" ec den Sckliafstrer und stahl dabei, was ihm in die Finger fiel. Kassel, 24. Aug. Die amtliche Mitteilung von der Ernennung des Staatsministers von Trott zu Solz zum Oberpräsidenten der Provinz Hessen-^Nafsau traf l-eute hier ein. Fe. Limb urg, 22. Ang. Die hiesigem» 2icherl>eftsbean'ten haben auf höhere Anweisimg hin strengen Befehl erhalten, emrgijch gegen dos Auftsufen von beschlagnahnrten, zur Verteillrng an. die Bevölkerung bestimmten Waren, wie Butter, Polsmilch, Eier, Brotgetreide, Kartoffeln irsw. eftrzuschreiten, und alle Verstöße gegtm die kriegswittschaftlichen Vorsckwisten unnaclyichtlich zur Anzeige zu brirrgen Zur Vei'stärkrnrg dei' Sicherheitsbeamteit und besseren Kontrolle sind bereits im hresigim Kreise mehrere HilfS- genbarmen cingetroffen. Wiesbaden. 23.. Aug. Flic den Umfang des Regierungsbezirks Wiesbaden ist in den nächsten Tagen die Beschlagnahmung der gesamten Obsternte mit Sicherheit zu erwartM. Jur Ober- ImmuSkreise wurde die Zmangsbenürtschaftnng bereits am Sonntag bekannt aegÄ'en. Nur das bereits verladene Obst durfte noch verschickt tveroerl: alle anderen sck>on gemachten Verkäufe und Abschlüsse dürfen nicht mehr zur Ausführung kommen. Auch das für K elterzwecke bestimnfte Obst unterliegt der Zwangsbeivirtschaftung, für die Aepfelweinwirte im Taunus rnrd anderswo eine l^erbe Enttäuschung. Nur 30 Prozent des KlontingentS sollen z»rm Keltern sreigcgeben werden. Die Maßnahnbe tmrd damit bie.grikrdet, daß die Obsternte angeblich durchaus nicht den Erwartungen, die amtlicher- feits gelwgl tvurden, erttsprickt. Für den Mesba-dener Bezirk trifft das allerdings nicht zu. da hier die Ernte sehr gut istz Doch soll der hier vorl-andene Ueberschuß zum Ausgleich in mindergesegneten! Gegenden dienen, vor allem aber auch in den Marmesichenfabttken Verwendung finden. Die bevorstehende Beichlagimhinnmg macht aber auch erfreulicherweise — den großen Aufkäufen ein Ende, die norddeutsche Agenten im Stillen für Kelterzwecke und Marmelada- berertung zu fast sündhaften Preisen gegenwärtig im Bezttk vornehmen. --- Wiesbaden, 24. 9lug. Stadtverottnreter Dr. Bergmann ist in Königstein, wo er zur Drr weilte, plötzlich gestorben. Ter Verschiedene, von Berns Buchlstindler, wurde vor cimgen Jahren ivegeu seiner Verdienste um den Buchhandel von der Mar- burger Universität zum Ehrendoktor ernannt. Arrchlsche Nachrichten. Ev6.igei,jchr i'ttn'.elnüe. Somttag. 26. Aug. Kollekte s. d. Iirnece Mission. Gottesdienst, a. t>. RtarknSgem. Pfr. Schwabe: 9y 2 : Pfr.-Ass. Lic. Remnng- 11: In der Stadtkirche. Vorm. 8: Zngl. Christenl. f.d. Nenkonf. Mrlrtargottesd. Pfr. Schivabe: nachn,. 2: Kinderkirck)e s. d. Matth.- Gem. Pft.-Ass. Lic. Reuning. Mittwoch, 29. Aug., abds. 8: Kriegs- betstnnpe, Pfr.-Ass. ^ic. Reuning. — In der I o Han nes ki r che. - Zugl. Ehriftenl. i. d. Nenkonf. a. d. Joh.-Gem. Pfr. Ans- - : Ptt- Beck)wlshcimer: Beichte u. hl. Abeildm. f. Lnk.- u. Zoh.-Gem.. vlnm-eldg. werden noch. b. d. Pfr. jeder Gem. erb.: lt 1 *: Kinderk. f. d. Luk.-lKcm. Pft. Bechtolsh^imer: abds. 8: Bibel- bespr. rm^vo Hannessaal. — Wartburg, ev. Iüngl. n. Männer- Bevern, wiezitr. 15. Sonntag. 26. Aug., abds. 8: Vortrag. Donnerstag. 30. Aug., abds. 8' .: Leseabend. Gäste willk. — Bibel- tränzchen f. Schill. höh. Lehranst. Jeden Niittuwch v. 6—7 hd. inng. Abt. Jeden Samstag v. 6—7 f d. all. Abt. im Joh.- . - B i be 1 kr än z ch en f. Mädchen o. d. Joh.-Gem. J«dcu ^ üon 6—7 im Jod-Saal. — Kirchberg. Sonntag, -w. Aug., vorm. 10; 11: Ehristml. f. d. weibl. Jugend. —Lollar. Sonntag, v -6. Aug., nachm. 1 \/ s . — Mainzlar. Mittwoch, .lug., abds. 9: Kriegsbetstnnde. Dekan. Gußmann. Samstag, 25. Aug., nachm. 5 u. abds. 8: Gel', z. hl. Beichte Sonntag, 26. Aug.. vorm. 6>/>: Gel. z. lch Beichte: 1: Hl. Messe; h: Ansteft d. ht. Komm.: 9: Hochamt m. Prob.: 11: Hl. Messe m. Prcd : nachm. 2: Christenl., darmif And. f.b. Abgestorbenen: 5: ^Üngl. -Kougregat. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Knegsotttand. — Dmiyora-Gvttesdienst am 26. Aug.: Grünberg 9'/z. Hungen 9» Lrch 8. Gingesandt. iFür Form und Jilhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artcket übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An die Ftchnverksbiffitzer! Daß durch die Heeroseiiiberuftmgen auch den Fuhriverksbe- sitzern das nötige Personal zur Pflege iftrei: Tiere mangelt, ist für maiuf-pit insofern zienilich veftrlicli, als er gezivungen ist. seine Tiere jungen, unreifen Bürschchen anzuverttaueii. welche keinerlei Verständnis und Erfahrung für richtige Behandlung der Tiere, insbesondere der Pferde besitzen. Sieht man doch tagtäglich, wie solche !nnreife Burschen ihre ihiren au vertrauten Tiere in der' unvernünftigsten, rohesten Weise peinigen, sie in schärfster (öangart, mit schweren Lasten, starke Steigungen Hinauftreiben, und sie ständig in solch unerhörter, sinnloser Weise verprügeln, daß man mir wünschen möchte, daß jeder Schlag auf den Rücken des ' oben Bnr- IflVu zurückfallen möge, damit er einmal am .igen.m Leibe erführe, welche i.amenloseii Qualen er seiiwn Tieren bereitet. Unlängst fah ich dock) solch einen unreifen Burschen mit einem schweren! Fuhrwerk vom Bahnhof koinniend — ohne auch nur einen Augenblick auszusetzen, hieb er auf seinen armen Gaul in der iinbarm- gsten Weise mit dem Peitschen ende «das Oberteil der Peitsche l-atd? er schoir mi denk Tier zerschlagen^ los. War sein rechtet, ^lrm ermiidet. so nahm er den linken, um unausgesetzt die Schläge hcr- niedcrprasseln zu lassen, auf ein Tier, welche in der schnellstes Gangart, unermüdlich seine schwere Last zog, dessen Körper von den unausgesetzten Schlägen mit dickgesclMollenen Striemen bedeckt war. dessen herporstehendc Rippen und Knochen sebvn allein zum Riitlcnd heransgefordert hätten. Als ich den Tropf zur Rede stellte, bekam ich natürlich die üblichen Oieobheiten zu hören, ohne daß ich damit deni beklagenswerten Tiere geholfen hätte. Jeder begegnende Fudnnaim sah ivohl mit Kopfschütteln erstaunt diesen» rohen Birben nach, doch zu einem Einsckireiten fühlte sich keiner bc- wogen. vermutlich, weil dies auch kein besseres Resultat gehabt hätte — obwohl es Pflicht eines jeden erfahrenen fyuInmffmiK? wäre, solch rohen unreifen Patron ztirechtzuweisen. — Wie mag der arme Braune erst zu Hanse, wo es memand sieht, von diesem! Wüterich, der keine Alprung von der Behrntdlung der Pferde besitzt, behandelt lverden! Daß die polizeiliche Aufsicht durch die Einberufungen vennmdect ist. tommt diesen Rohlingen felyc zu statten — doch ließe sich vwlleickit Ms dem Wege d?s Hilfsdienstes private Aufsicht gewinnen, insbe^mder' oct den hier so starken Steigungen zum Balmhos — Die wierHalter aber seien hiermit ansmerksanr gemacht, in voelch unerhörter Weise von unersahvmen Jungen mft itnem jetzt so wertvollen Tiermaterial umgegangen wird und daß es in ihrem eigenen Interesse wäre, diesen Bittschchm ettvas mehr nachzusehen. Gießenor, die nach auswärts kommen, sinden in ^anderen Städten, z. B. in Fmiftfurt, ständig frische und geräucherte See- fiscklie in der Auslage, während in (Bestell frische Seefische seit mehreren ^Lochen, gerämberte Seefische seit über einem halben Jahre nicht mehr erhältlich sind. Es iväre sehr wünschenswert, wenn dre maßgebenden Stellen auch hier in Gießen für eine Ausbesserung der Lebensmittelversorgung durch erneute Zm'nhr von Seefischen Sarge trügen. Briefkasten der Bedaktisn. iAnonvme Anfragen bleiben unberücksichtigt^ X. X. Anonyme Anfragen werden grrntdsätzlich nicht beantr wartet. Gefreiter t. Das Allgemeine Ehrenzeiclwn „Für Kriegsverdienste" H. A.E. 2 am Kriegsband kann verliehen werden: für nicht in Msübung eigentlicher Kampftätigkeit, aber doch im wirksamen Bereick, des feindlichen Feuers erworbene Verdienste sowie Mlsitahmsloeise in der Etappe, im besetzten Gebiete und beim Besatzungsheer für fplgcmde Fälle an Personen, die l. sich im Kriegs 1870/71 allsgezeichnet haben. 2. im Besitz des Eisernen Kreuzes 1. Klasse sind, sowie 3. an Führer hessischer Ersatzbataillone oder -abteilungen; ferner 4. an Vcommandeure hessischer Bezirkskom-- niandos, wenn sie entweder lirssische Staatsangehörige siitd oder gerannte Zeit vor dem Feiirde geftandeit haben, und 5. an Persönlichkeiten, die Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog auf Grund srü'- herer Verdienste ltahe stehen. Es kommt für Sie ev. das Allgemeine Ehrett-eichen „Fift Tapferkeit" >Tapferkeitsmedaille! in Frage, Üptcr Umstä'lden auch das „Kriegsehrenzcichen in Eisen" H.K.E. Das Letztere kann verliehen werden, wenn der Nachweis erbracht ist, daß itachstehende j>ier Vovbedin.gu.ngen alle ersi'Ult sind: 1, Besitz der hessischen Staatsangehörigkeit mindestens seit 1. Au>> 19!4. 2. mehr als 2jährige ^Zugehörigkeit zu Verbänden, dercck Tätigkeit, abgeselten von zeittveiligenl Aufenthalt in Ruhe- oder Reservestellung, sich dauernd im wirksamen Bereich des fcjMichen Feuers adfptell. An die 2 Jahre vom Tage des Ausrückms ab ist die Zeit des Anfentlialts in Lazaretten mvd in der Heimat nicht nnzureckmen. welche 2 Monate Übersteigt: 3. etm oder mehrmalige Verwundung: 4. Tapferkeit und gute Führung. Das Kriegsehren zeichen in Eisen kann m einer aitdercit hessischest Anstzrichnung mrliehen lverden. Der Vorschlag zttr Auszeichnung muß di'rch Ihren Truppenteil erfolgen. Pmversität Frankfart.. M. Das Vorlcsnna:*verzeftchiils für das am 17. Sapt bofifinnende Winier-Memeatcr ist «esc diaasr» und wird vom Sekretariat (Jordanatraße 17) liegen V r orein»endung von 4ö Pfß-. (Nachn.60 Pf#?., Ausland80 Ptg.) srogeaandt. (“*s* Vermietungen Jur Vermeidung von Verwechselungen MHbbcfteUung von Vermietung»» Ghzeiqen oder dgl. wird dringend um Angabe derUnLolgcnnummer gebet. Verlag des Gich.Anzeigers 7 Zimmer Die Wohnung d. H. Bau- rar Dtehm Rahnhofstr. 4 ä I. !l(nj;e 7 Zimmer m. reicht. Zubehör ist v. 1.1. 18 au anoerm. ?.• ucrm.; auch können 2 gr. Parterrezimmer ui. des. Eing. (f. Bureai» n. berat.» abgeg. w. 9i'ät). Bahnbos- ttraftc 42 II. 6239 | 6 Zimmer | Plockstr. 5 eleaante 6- Zimmer-Äohn. 1. Oktober zu vermieten. 52031 Rinn, Ost Anlage 12. 10 "TV BrägerreboS, sch. tte.izeitl. eingerichtete S-Ziw.-Vodg., mit Zuv.. Ladez. u. Gartenant. f. 1. Okr.l. I. z. 116 nm. Näheres durch K. S eipel, 'Licbigstr. 13. Eleg. 6 Zim.-Wovnuug mit Bade. fremden- ruid Mädchenzimuter, sorv. allem Zubehör, tu 'ilfittc derSwdt. vex 1. Oktober zu vermieten. Näheres bei H Wallach, BiSmarckstraste '522 Sed. k-Zim. Vvlmim, m. altem Zubeh. u. Bleichpl. u. 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Greyen, den 25. August 1917. Die städtische Pserdemarkt-Devutatwn. Grünewald, Beigeordneter. 6266 Cafe Amend Samstag und Sonntag Künstler - Konzert Vortragsvereinigung Kaufmännischer Verein Grtsgewerbeverein Gietzen. Donnerstag, den 30. August 1917 abends 8 Uhr in der Neuen Aula Vortrag Nr. \ Herr Schriftsteller Nax Nentwich aus Berlin: Die Adria und der österr. - italienische Urieg (mit Lichtbildern). g^v Eintrittspreis: 1 Mk., für Militär (vom Feldwebel abwärts) 20 Pf., Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt. Handarbeitsschuie und Pensionat von Fr!. Landmann, Giessen ft71 musikaHen- u. | inusikinslrumenlenBaus Grammophone Offiziere Verkaufsstelle der Deutschen ©rammophon- ükllen.Seiellfchest Berlin MM r X* Jederim findet reiche Auswahl in Anzügen. Paletots, Ulster Capes, einzelnen Mosen, Qehrock-Aizügen — auch leihweise — sowie Kinder- und Jünglings- Anzügen «. -Ueberziehern Außerdem Damen-Kostüme. Mäntel, Binsen und Böcke in allen Farben. 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Bei Beginn der Versteigerung werden außerdem 560 Wrilen Nadelreisig ans dem Bezirk des Försters Brück und 300 Wellen Nadelreifig aus dem Bezirk des Fvrstwarts Geisel cmsgeboten. Gießen, den 20. August 1917. 6174B Der Oberbürgermeister: Keller. Grummetgras-Versteigerung der Fürstlich Solmstschen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen wird versteigert: Dienstag, den 28. August 1917, vormittags präzis 9 Ubr, von den Wiesen in der Gemarkung Lick oberhalb derStadt zusammen ca.50Morgen.Zusammen- kunft aus der Fürstltchen.Wiese gegenüber der Peinmühle. An demselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in demSchlofigarten anderEisenbahnbrücke. Im Anschluß an letztereBersteigerung soll das Grummetgras im Schloßgarten versteigert werden. _6182D Fürftlich-Solmstsche Obersörsterei Hohensolms. Donnertaa, den 30. August, nachmittags 4 Ubr, Gemarkung Mudersbach und von Erda die „Weinähr", 30 Morgen. Anfang Tetch Nr. 1. , Freitag, den 31. August, vormittags 9 Ubr. Gemarkung Erda. 40 Morgen. Anfang „Brühler Tdich"; nachmittags 4 Ubr Gemarkung Frankcnbach, 34 Morgen. Anfang „Langwiese". _ 6292B Sommerfrische Morngmähle im Siebenmählental bei Wetzlar Telephon 330 Telegr.-Adresse: Honigmühle Wetzlar. Romanflscb gelbes praetitrolles Said-Idyll :: Schönster insllngsort Ia. Kaffee Erfrischungen Bier hell und dunkel Erstklassige Weine Vorzügliche Pension M. 10.— pro Tag. 5956D Für Veraine, Beseüschafts-Ansflftge besonders empfohlen. Luftkurort Miltenberg a. Main. Mod. Wohnungen, Pensionen,Billen, Bauplätze. Wasserleit.' Kanalisation, elektr.Ltcht, Sommer-u. Winter-Schwimmbad, Sport- u. Tennisplätze, Progymnastum, Real- u. Handelsschule m. 1 jähr. Berechtigung, Töchter-Jnstitut, Forst- u.Kolo malschule. Jagd u. Fischerei. Näheres .Har .Hausbesttzer-Berein. Sanatorium Stolzenberg in Soden Salmünster ist wieder eröffnet! Aerztl. Leiter: Dr. med. K. Strflnekmann. 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