Vr. toz Swettes Blatt WZ. Jahrgang Erscheörl tä tl i ch mit AuSncchme deS SorrntaqS. Verlagen: ..Siehener HamilienblStte^ und „ltrerrblatt für den Breis Gießen". -ostfchectt-nto: Frankfurt am Main Nr. U68*. vankverkettr: Gewerbebank Gießen. General-Anzeiger für Gberhessen Donnerstag. 2Z. August fyfZ ZwtlltngSrundöruck und Verlag: B r ü hl'sche Unwersltäts-Buch- u-Stemdruckereu R. Lang e, Gießen. 5chnftleitung. Sefchästrstelle und Druckerei: Gchulftraße?. Geschäftsstelle u. Vertag: e^6l. Schristlettung.- 112. Anschrist für Drahtnachrichten: AnzeigreGießen. Wer anderen eine Grude gräbt. Won Gvotzh. Hess. Bantdiretwr Bastian, zurzeit Berlin. Die Kriegstretnte Englands haben di«? iMrdretste Milliarde überschritten Durch siestc Anleihen sind aufgebracht 42 Milliarden Mork. Werben 60 Milliarden Mark kurzfristig gedeckt. Um einen Teil der kurz insu gen Schulden zu konsolidieren und neues Geld zu erhalten, wird man in England nun doch zum Aeußersten, zum Letzten. *irr ZwangsanleiHe greifen, mit her schon bet der dritten englischeit Kriegsanleihe gewinkt und dm ,,fteiwüligen" Zeichnun- geu auf bic Strümpst geholfen tvurde. Sogar ein Engländer mußte öffentlich zugeben, daß das Anstürmen einer so ungeheuren Milli- arÄenziftcr kurzfristigec Schulden zu einer Katastrophe führen müsse, mir sie noch nicht da war. Und 160 Millionen neuen Äunvandes stampfen täglich, zu! 20 Milliarden AZark hat England hergepumpt: ob es davon wieder etwas sehen wird, muß es selbst am besten wissen. ;}u Milli- arden stat sich dabei feine eigene Verschuldung ans Ausland gehäuft, und sie Wächst (für Ernährung und Kriegsgerät' immer weiter. An die Stelle von regelmäßigen Einnahmen ,rus ungeheurem Besitz an ausländischen Wertpapieren — unter dem Druck der Not obgestoßen — treten also umgekehrt regelmäßig wiederkehrcnde Verpflichtungen an dos Ausland mit valuterdrückenden schweren folgen und Sorgen. Die Ansprüche seiner Bundesgenossen, deren Finanzierung es notgedrungen übernehmen muß, wenn diese für die Ideale der Menschheit, der englischen Menschheit, weiter am Gängelband gehalten werden sollen, wachsen und wachsen. Einmal weil die Kosten steigen, und znm andern, weil deren eigne Ftnanzkraff aus allen vier Beinen lahm-t. Mehr als doppelt so hoch wie di? unsrigen find die Kriegskosten der Ferirde. Kerben aber, die sich täglich mehr Anziehen, sind auch für robuste Naturen lebensgefährlich. Man braucht die w-ir-tfchcrftttche Unterstützung des ivürdtgen Bruders jen ieits des großen Wassers nicht zu unterschätzen, darf aber fest stellen, daß das Maß seiner finanziellen Hilfeleistung in England arg enttäuscht. Nicht irur das. Auch die „Conditionen" sind nicht eben bundesbrüderlich. Man sagt, Kriege werden nicht mehr mit (Mb, sondern mit Kredit geführt. Nichtig. Mer es ist eine rapide Kvedckverkalkuttg mit Schlagilußgesahr, wenn man außen und innen schnorren, steigende, demütige Lalteir sich aufhalsen lassen muß. nur uM HKlfe in der Not zu bekommen. Jetzt mögen es noch Trichter fein, über die der Kredit stolpert. Bald iverden es Abgründe .iverden, in ldeneir er versinkt, es sei denn, daß man lieber auch das Letzte und Albes opfert, was die andern noch haben. Ms der Abwärtsenrwicklung der englischen Valuta wollen wir gewiß keine übertriebenen Schlüsse ztehen. Aber iveil man sich über die ganz natürliche Etrtwertung der deutschen Reichsmark allzu voreilig gaudiert hat, darf doch bet jeder passenden Gelegenheit oer merkt werden, daß das englische Pfund, die „Weltmünze", obwohl Krücken genug zur Verfügung standen, sich aus fernen schlotternden Beinen nicht hat halten ffinnen Die Kriegsgewinne werden schon mit mehr als eingezogen ötf Steuerschranbe ist jchon bis an die oberste Windung gelangt 640 Prozent des Eilrkommensund doch sind regelmäßige Lastei: über die Schuldzinsen hinaus nrit wahrscheinlich 4 Milliarden Mark ungedeckt. England zahlte .Kriegsgerät und Nahrungsmittel millarden loeise mit Austandswerten unter Verminderung seines Volksoer mögens und blieb noch Geld tribnt- und zinspflichtig schuldig. -Wir erzeugten Munition und Kriegsgerät im Inland und zahlten anS Inland Unsere Rohstofioenörgung ist gesichert, unsere Ernährung auch. Geld-wirtschaftlich sind und bleiben wir unerschütterlich. Wer von der Entente kann das von sich sagen?' Wir wollen von der Aushungerung Englands nicht sprechen Wer die Engländer iverden nicht bestreiten — denn wir haben es ans ihren eigenen Nachweisen —, daß schon tu der Friedenszeit ihre Landwirtschaft nur zum drittelt Teil den Getreidebedarf deckle und den Fleischbedarf mit knapp zwei Dritteln. Wir wissen weiter aus den neuesten englischen Statistiken, daß es seine, landwirtfchatt liche Anbaufläche trotz hochtönender Prophezeiungen nur sehr bescheiden .tat vrentehren können. Das einzige Mal, daß mau Be scheiden heit bezeugen kann. Dag für Tag verringert sich aber, was dem.Engländer am schmerzlichsten ist, der Schiffsraum, damit die Zufubr, die schon genug unter der Angst vor den U-Booten letdet. Lo mag es denn imanerffut richtig sein, was 'neutrale Besuch er Englands tuscheln, daß nämlich dir Not, die strafende Not, in die Häuser kriecht. Hierzu erfahren wir aus beirr englischen Economist, daß schon vor einiger Jeit die Teuerung 223 Prozent, für alle Waren gerechnet betragen tat. Der Mangel an Schiffsraum läßt die Milliarden-Einnahmen aus dem Frachtgeschäft fortfallen, bringt aber auch eine weitere Gefahr in bedrohliche Nähe, d. i. das Fehlen der Zufuhr an mineralischen Rotstoffen, die England nicht aus Eigenem ersetzen kann. So blecht z. B. im Eisenbedarf ein Defizit, Ltber auch bei den Kohlen. Zwar (rat es Vorräte unter Tag, aber die notwendigen Hilfsstone fEen für eine genügende Fordertrug. Die Wirkungen des U-voot-Arieges in amtlicher Darstellung. (6. Fortsetzung.) Während als-o hier die englische NezieiAng immer mehr jene Erfahrung macht, daß man das Loch in dem einen iAermei des Auz-uges nur mit dent Stoff aus dent andern Aenncl zusticken kann, bleibt als letzte Hoffnung das sSchiffssteruprogralnni. Es ist nicht das erste Mal, daß diese '-Hoffnung erroeckt. aber nicht erfüllt lvird. Wenn heute .Äoyd George erklärt, man werde allein in den zwei letzten Monaten des Jahres 1917 so viele Schiffe fertiggestellt -haben, wie im ganzen Jahre 1916, so sei an die ähnliche Prophezei huug des früheren Ministers Ru ne im an vom 15. November 1916 erinnert, als er kernen Grund zu sehen .behauptete, nurrirm England nicht Ende 1016 bei einer Neubautenziffer von 500 000 Tonnen für das zweite Halbjahr 1916 ankommen sollte. Das tatsächliche Ergebnis des -englischen Handelsschiffsbans war jedoch für das ganze Jahr 1916 nach Lloyds Liste nur 582000 Tonnen' Auch andere Enttäuschungen im Schiffsbau find den Engländern .nicht enpnrt geblieben. Man denke nur an das mit größtem iWarnchwall angekündigtc Holzschiffprvgramm ^der Bereinigten Staaten von Amerika, lieber dib Standard- Schiffe, ivelch.! ebenfalls als eine Lösung der Schiffsbau- frage in England betrachtet wurden, schreibt der „Glasgow Harald" vom 1. Juni 1911: „Der Mann der Praris weiß ^ganz genau, daß der- Ban von Stundard-Schiffen jetzt nur wenig oder gar nichts für die unmittelbare Erl eich- termtg des Wirtschaftslebens leisten kann. Die Standard /Schiffe kommen zu spät und zu langsam." Dieser Einwand -äst um so mehr verständlich, wenn man bedenkt, daß zur ^Steigerung des Schiffsbaues zunächst einmal eine Ausdehnung der Werften notwendig tst, weil die bestehenden Werften durch rcin mtlllärischc Aufträge, vor allem aber sprach genonrmen iverden. Sv werden dann weiter Vor schläge über Vorschläge gemacht. Immer wieder zeigen irch dieselben oder neue Bedenken. „Journal of Contmerce' wetst z. W darauf hnt, duß die gleichntäßige Gefchwindig kett der Standard-Schiffe der Versenkuttg' durch U-Boote beionders Vorschub leiste Man tann aus einer Betrachtung der einzelnen In dustrtezwetge. auf welche sich das .Hilfsprogranrin der eng ltfchen Regierung erstreckt, schon jetzt ersehen, welche seiner grundlegenden Voraussetzungen unerfüllbar sind und daher die von ihm erwartete wirksame Abhilfe unmöglich machen werden. Man kann 'nicht der Landwirtschaft und der ^noustrie für diesen oder jenen Produktionszweig hie: oO000, dort 100000 Arbeiter znweisen, ohne die rnilitä- rifch-e Kraft Englands zu schädigen, während ohne stark vertnehrte Arbeitskräfte eine stark vermehrte Erzeugung selbstverständlich ausgeschlossen ist. Man braucht ferner für dre Produktionssteigerung nicht nur Rohstoffe allein, sondern gleichzeitig eine Vermehrung der Hilfsmittel der Produltton, itämlich der Maschinen, Fabriken, der inlän- dtscyeu Verkehrsmittel usw. Deren Bereitstellung erfordert wtederuni Rohstoffe, die früher eingeführt, nun in, Jn- lande erzeugt werden sollen, wie Eisenerz und Holz. Aus diese Erwerterung der llrerzeuguug müssen also alle nach folgenden Stadien erst warten, ehe sich die Wirtschafts Programme der englischen Regierung verwirklichen lassen. Mag der Wille der englischen Regierung noch so stark, inaa thre .Hoffmtng noch so lebhaft sein, sie könnte nicht in wentgeu Jahren des Friedens, geschweige denn in einem ernztgen Jahre oder wertigen Monaten'eines alle Kräfte an sich schon bis zum äußersten anspannenden .Kriege; den ganzen^ Ausbau der englischen Volkswirtschaft so per- ändetn, daß diese sich plötzlich nicht nur in einem großen ^.etle ihres Bedarfs selbst genügt, sondern noch darüber ytnaus erne gegenüber dem Frieden stark vermehrte Er zeugung ausweist. .werden somit die aus jenes Programm gegründeten Maßnahmen der englischen Regierung die aus sie gesetzten Hofsuungen nicht erfüllen, jo bedeuten sie andererseits s: starke Eingriffe in das bisher freie englische Wirtschafts jystem, daß Verwirrung und Erbitterung der Betroffenen dte nnansbletbltche Folge sind. Ohne Gewähr, ob sie die notwendigen Rohstoffe, Arbeitskräfte, Maschinen undVer ftachtungsmäglichkeiten erhalten werden, sollen sich die Be trtebe der Bevormundung oder gar, wie die .Kriegsindustrie dem harten Jwange des Staates in einem Grade fügen wte ihn bis jetzt noch feine Volkswirtschaft ertragen mußte lind das in dem Lande, dessen Bürger bisher 'die größte persönliche Bewegungssreibeit genossen und sich deni- gemag am schwersten den ihnen auserlegten Fesseln fügen Der Verbitterung des Arbeitgebers über die Beeinträchti gung seiner Versügungsfreiheit über sein llntetmehmen und semer Verdien,tmöglichkeit gesellt sich die „soziale Unruhe' oe^^ Arbeitnehmers, dem leine Rationierung zu den ihnt gebührenden Anteil an unentbehrlichen Nahrungsmitteln zu erschwinglichen Preisen verhilft, und dessen Lohn- erhohumg nicht -schritt hält mit der Steigerung der Kosten einer erträglichen Lebenshaltuirg. Mid hinter all dein steht drohend das (ftespenst der Be- schaftigungslofigkett großer Industriezweige, für deren Ein- nnd AwEuhrbedars die Regierung ben Schiffsraum verweigern mnß. . -Business as usuai" versprach die Regierung Englands Handel und Industrie beim Eintritt in den selbstgewotlten Krieg. Mit den härtesten, rücksichtslosesten Eingriffen in die ganze Volkswirtschaft muß sie nun versuchen, die mit deni Schiffsraum, Englands .Herzblut, unaufhaltsani dahin schwlndendeii Kräfte zilm Durchhalten zusanimenzusasseu. Ares Staröt rr^ö Land. Gießen. 23. Aiiguit 1917. ** ^ i ä: te r f ü l l u u g der Lieferungsverträae u b rr Gemu, e u u b U ft ft rafbat. Die Sicherstellung der Ernährung der Bevol.enmg m den Großslädten und Indu''triebe- .nrten im kommenden Winter beruhe zum erliebtichen Teil auf den von den Konumunatoerbänden und Großverbrauchern mit Genebniigung der Reichsslelle für Gemüse und Zbh abgeschlwseneu Ltefeningsverrrägen. Die Erfüllung dieser Verträge nmß unbedingt lief erqefteirt werden. Da bei der großen Ngchchage nach Ware die Gefahr besteht, daß unlauter' Elemente die Anbauer durch Verd,e vorsätzliche wer s..7.rläffige Dich.-erWlun-g oer veunemeten LieferungsVerträge über Gemüie und Obst unter Strafe ae,teilt wird. , Verwertung von Tierkörpern und Schlacht- wallen. Eie graste Knappheit an Futtermitteln mid an Fett für technische Zweck' macht es notwendig, nicht bloß die Schlacht- abtälte. sondern auch die Tienädaver tiriitichst restlos zur Gewinnung dieser für die .Kriegswirtschaft so wichtigen Stoffe heran- Eichen: nmngess genügender Anlagen bleiben' noch eine große Menge von Ti-ertörpern. unverwertet und müssen vergraben wer tum aer Bundesrat hat deshalb die Verordnung über die Venvertunq von Tiertörpern und Schlachtabfällen voni 29. Juni l916 dahm ergänzt, daß den Landeszentralbehörden viel weitcrgehendere Be fugnifse als bisher auf diejeui Gebiete eingeräimit werden. Sie sind ernnächtigt worden. Kommunalverbänden, Gemeinden oder sonstigen öffentlich-rechtlichen Verbänden die Errichtung von Ab deckereien und sonstigen Anlagen zur Verarbeitung von Tierkörpern vorzufchreibeu: senicr kann eine Anzeige- und Äblieserungspsticht für die Besitzer verendeter Tiere festgeseizf. und dabei .ömien die Vergütungen für die Tiertörper und üwbühren für deren Abh>lung und Verarbeitung geregelt uwrden Es ist z,l hoffen, diiß auch da wo nicht neuzeitlich ausgestaltete Anlagim alsbald errichtet werden imiuen. wenigstens hygienisch einwandfteie Bebelfsein.richt'nigen geschaffen werden, in denen das au fallende Material naä' Tunlichkeit verwertet oder vcrfandfähig gemacht werden kann. Tie Wirtschaftliche Vereinigung K r i e g s - b e | ch a b igtcr G t e. ß e n schreibt: Die Entstehung des Verbandes tft manchen Kreisen anfänglich überflih'ffg eftckiienen Aber schon der Hinblick aus das Geschick mancher Veteranen von 1870/71 genügt, den -Verband zu re 1 tscrtige.n. Die amtlich? Stelle ist, da. dieser .gewaltige Krieg alle bisherigen Normen über deck ist das Ideal der .Kriegsbeschädigten, sondern die Absicht, ihre Kraft dem Vaterlande drenstbar zu machen. Es ist nicht gut, wenn bem Kaiegsbeickadigteu von amtlicher Seite einfach eine Tätigtest z-ugewiesen wird, nein, der Mann inulß eine seinen Fähigkeiten entiprech.ende Beschäftigung rehalte... Ei' soll nicht lediglich ein Obiekt der Fürsorge sein. Wenn Msere Organisation Gegner hat, so liegt das^ daran, daß ihre Ziele verkannt worden sind. Auch, die ^hsKrcken stellen standen anfangs unseren Bestrebungen mißtr au - isck? gegenüber. Man hatte eftu staatsgefährliche, radikale Strönrung vermutet, während die Kriegsbeschädigten doch den amtlichen stellen bei Bewältigung ihrer großen Aufgabe behilflich sein wollen. Allerdings kommt ein Anschluß an den Reichsvreband dre Kr reger vereine nickt in Frage, dia es sich hier um wfttschaftlichc Angelegenheiten handelt, die nur ein eigener Verband lösen kann. General seid marschall v. .Hindenk urg hock den Bemühungen des Verbandes volle Anerkennung gezollt, und Genevalguartiermerster Ludendorfs hat den Ehrenvorsitz über den Verband angenommen. Auck andere maßgebende Personen haben sich bereits der Organi- fatwü zur Berffigung gestellt. Von besonderem Jiiterefse ist es, daß der Verband mir einer Anzahl größerer Banken in Verhandlung fleht, fvelck'E »bereit lind, an Kriegsbeschädigte unter gewiffcm, Bedingungen Kapital zu l l / 2 —2°/o, in besonderen Fällen auch ohne Zinsbevechnung, auszuleihen. Landkreis Gießen. ga. Grünbcrg, 22. Aug. Als abschreckendes Beispiel prangen fett enngen Lagen die Namen einiger Felddiebe im Aushänge- kaften am Rathaus zur Veranschaulichung der landläufigen Redensart ..Latz dich net ertappe, sonst kömmst de an de Krappe", zur Vermehrung der Unterhaltung und als Spott für jung und alt. Hotfentlich ist die Wirkung des Mittels nachhaltig und sorgt in Verbindung mit der Tätigkeit unserer Feld-- und Ehrenschützen den Landbebauern für Sicherung des Ertrages ihrer Mühen und Kosten. Kreis Büdingen. M??. i d da , 22. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt der Fähnrich Karl Römheld: dasselbe Ehrenzeichen der Musketier Heiirrich H e st. — Für besondere Verdienste um die Werbetäligtelt iür Kriegsanleihen erhielt der Direktor der Bezftkssparkasso, Oberamtsrichter Römheld. und der Rechner der Bezirkssparkaffe Rings- hausen das Königlich Preußische Verdienstfreuz für.Kriegshilft'. Kreis Schotten. schotten, 21. Aug. In zahlreickien Mühlen des .Kreises stellten Beamte der ReichOaetreidestelle llnregclMäßigkeiten bei der Vermahlung des für Selbstversorger bestimmten Getreides fest. Eine Mühle n urdc bereits geschloffen. ^ 8 B u x f h a r d s , 22. Aug. In große Aufregung geriet unsre -i.cn, als fich die sti'achricht verbreftete, daß ähnlich wie in dem beuackbarten H rechen Hain die Ruhr in Burkhards vreschiedemlich ausgetretefi sei. Es handelte sich in Wirklichkeit mn drei Fälle, von denen zwei wieder abgeheilt sind, ivährend dre Zustand des noch erkrankten Krudes hafsmmgsvoll ist. Da sich daS Kreisgesund- heitsamr fosort der Sache auuahm und die Kranken isolieren ließ kraucht bet aller lelbstverständlich nötigen und auch .geübten Borsichi kern Grund ^zur Jbtqii vor rener Verschleppung der' Kranklfeir vor zu liegen. Die Sensationsluft manckaer Leute in der näheren und werteren llmgebung, die in diefeni Falle auch ihrer Phantasie weitesten Lauf ließ, ist glücklicherweise diesmal durchaus nicht auf ihre Rechnung gekommen. Bu.fcnliorn, 22. Aug Das Eiireue Kreitz, bereits ftühre den Eisernen Halbinond und Hessische Tapferteitsmedaillc. erhielt der Kanonier Wilhelm Linker. r ® 1 ist L ', ll r 0 d-, 22. Aug Die Hessische Tapserkretsmedailte rehrelt der Gerrretc Heinrich Klein, in einem Garde-Grenadier- Reglmcnr. Hartman US Hain, 22. Aug. Zu Ebrenfeldschcützen ernannt und verpflichtet wurderr: Johannes A h l b r a n d , Heinrich A b l b r a u d und Valentin Appel. % B Kaut st o ß . 29. Aug. Dem Musketier Wilb Blößer von hier wurde für sein mutiges Verhalten par dem Feinde dte Hessische Tavferkeilsmedaille verliehen. , jr e . r ' - a j - 22. Aug. Bürgermeister Schauermann has die Dienftgefchäfte wieder übernommen. Kreis Friedberg. Vilbel. 21. Aug. Beim Ba^en in der Nidda ertrank am La ms tag der 19jährige Eftrichtsschrerber-Gehilfe Karl Merkel. Lohn des Lehrers Merkel. Die Leiche wurde am Montag geborgen. ch. Weckes beim. 22. Aug. Auf beut Felde der Ehre starb der Ptomer Stern,amt H c ck Starkenburg und Rheinheff'rn. ck. Bingen, 21. Aug. Tie Weinberge der hiesigen Gemarkung nwrden von Miteiooch. den 22. Augirst,^ab geschloffen. Hessen-Nassau. . Frankfurt a. M.. 21. Aug. Nachdem den städffschen Angestellten ent vor wenigen Wachen eine Teuerungszulage bewilligt wwrdc, will der Magistrat den Stadtverordneten schon wieder eine solche vorlegen. In diese Vorlage sollen auch die bisher vnberücksichtigten Unverheirateten und Verheirateteir ohne Kinder eingefcklassen werdrer. Die enteilte Vorlage darf als eine'Folge der weben befchloffenen Teuerungszulagen ff'ft Staatsbeamte an- geiehen werden. «-M- ßl. Aug. Auf dem Grundstück des Gastwirte und B.etzgcrs Gustav Zi e r g e n rin d im Vorort Praun- heim deckte die Polizei eine große Geheimjchlachterci auf, die schon icu Monaten tut Betrieb n>ar. Oätzen. .Kühe. Schweine Pferd« usw. wurden • • t - fc — ^ ' ■ 1 fcmra’X "«Sm ' ä “ 1 ’ V ' n « , * ba »«rif**n (VHet« mmmenoe Gepäck. ba v fogeuann.te Durchgang-Sgut. rnwfällt det totxd) dre sich ständtg mehrenden Reparaturen vt>ll tn An- drgten dem'Staatsganzen nutzbar zu machen ' Nich"^he"Rente Reffenden 1 ^ ^ ~~ Beschlagnahmt Trotz' der Proteste de Hauten geworfen, nick: in Lage, die große Aufgabe eU-iu zu bewältigen, die Kraft dre etwa 6 Millionen Kriegsbeschä den Haupttätern nrhm dte Polizei heute mittag noch, weitere Ver. pgffitttgen von Helfershelfern vor. Fc. A nsdem R b ei n g a u, 21. Aug. Vom 7 bis 13 Anguß wurden m den Gemeinden des RbetugaukreiseS 3597 Eier ge fgmmell, bet etnem Bestand von 16 006 Hühnern Die meister Ete.,. litt Stück, lieferte Winkel bei rener Hühnerzght von lU 1. dre wentgsten. 1.^ Ltuck. vattenheigl bei 7.61 Hühnern tetsten Hühner rnt streffe zähl, Geifenhum >mt 1556 Srück da. 4 SorrtMVaufe«. .H8 tzükn^ das Fc. Von bc,r Ober lat) n, 21, A„q. Da« Ob» m Den onmiibmiim-n wird her «rbtjrit in -,-niz IvianherenTUmfana DEab, hnnwfwht, mobei e, aber nickt mr? be7 ,Vm blnbt. Ibt-h-rr e:- werden ttttwWt«,,,.. lbick lagen dte Ae sie dte Obstbaume überaus besMdigt Die ,st inuimehr anqewiefen worden ein bciondened Angenmerk am diese O kMebe zu richten. vermischte». Ä,'>"Ncnburg. 2t.Aug «ni Anordmmg das bw ltirJrnt Kr tegswu cheramts wird alles hier durchgehend«' Weh-äff emer genauen P r ii jung unterzogen 3Vr Sluaf ZU