Nr. M Zweites Blatt 167. Jahrgang Erscheint täglich mir Ausnahme des Sonntags. Set lagen: „Gietzener ZamilienblSttett' ,md „Breisblatt für den Breis Stehen". -ostjcheSranto: Lransintt am Main Nr. U686. Bantverfehr: SeVerbebimk Kietzen. General-Anzeiger für Obsrheffen Sam5iag?1?. r-sguft >4«? Zwillmgsrundoruck und Verlag: Brühl'fcheUnioersitäts-Bnch-n.St indruckert . R. Lange, Gießen. Schriftleittine, GeschästssteLc nn6 Drnrkerel: Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag: Schriftlenung: 112. ?lnschriftfnr Drahtnachrichten: AnzeigerGießen. Ar«K Stodt und Land. Gießen. 16. August 1917. „Felicitas temporum." „Felicitas tempornm", ,Mück ber Zeiten", lautet btc Unt= schirrst «iif einem Goldstück, das ans besonderem Anlaß in einem, alten, rin preußischen Geheimen Staatsarchiv vermährten Bericht erwähnt wird. Dieser Bericht enthält den ddachweis über Spenden, die das Breslauer königliche Mllitär-Gouvememmt im Jahre 1813 zur Wiederausrichtung des Staates rrnd zur Aufstellung der Armee gesammelt hat. Der Spender der goldenen Münze war Äarmann S., „zehn Jahre alt, ans seiner Sparbüchse". So brock) te ein Kind, unmündig noch aber doch schon erfüllt von dem Bmrntzltsein, daß das Baterlarrd in seiner Not nicht im Stick) gelasserr werden dürfe, seinen Besitz dar. Und dieses Opfer war nur eines von den vielen tausenden, die in jenen tiefernsten Tagen von der .Jugend einer großen Sache geweiht wurden. Wer die Akten der Befveinngskriege durchbl ättett, lnaucht sich der Rührung und eitler Dräne nicht zu schämen, wmn er liest und immer wieder lieft, welch glühende Freude am Geben in der Brust derer lebte, die ihren Jahren nach! nur zum Empfangen da Ku-ftin schienen. Ta gibt Luise von Reckow ans Berlin, „neun Jahre alt", ihren silbernen Fingerhut: Zwei „Patriotisch geiimrte Mädchen vom Lande in der Nähe von Schweidnitz, wö- von die <6teste vierzehn Jahre alt ift^", bringen drei Dukaten und einen goldenen Ring; ein paar junge Mädchm geben „vier Ga- lanterierin^e, einer mit einem kleinen Chrysopas und einer mit .kleinen weißen Steinen": ein. vierzechnsähriges 'Mädchen bringt ihre silberne Strickscheide und dergleichen dLährings'!;, von „um Ueinen Mädchen" laufen eine Gerne silberne Kasserolle, eine silberne ^Kinderklapper nebst drei alten MLnzen ein, und „das Fräulein von Raumer. Tochter des danialiaen KomnrccndantenI General-Majoh: von Raumer zln Neiße, opfert in ihrem füns- zelmjahrigm !Mter ohne franche Eiuwtttting ans freiem Trrttre ihre Pretvos-m dem ^Baterlande." Diese kleinen Heldm und Heldinnen wuchsen heran, gründeten einen Hausstand irnd sahen selbst Kinder und Kindeskiw- der erblühen. So sind durch das Band des Blutes die heuw Lebenden mit ihnen verbunden, so wirkt das, was damals ge-, uan wurde, gleiten einer geheimtrisvollen Zauberformel durch die Geschlechter, Irnd >der Ruf „Tuet desgleichen!" hallt aus dem >hattmrerch in Misere lebendige Gegenwart hinüber. Unsere heutige Jugend hvaMlt sich fürwahr vor jener Jugend nicht Zn schämen. Vom .ersten Kriegstagc an haben unsere Jungen und Unsere Mädel mit ungestümer Freudigkeit und aus eigenem Wollen, ohne einen Fahneneid zu. schitvöven, aber mit treuester .Hingabe ^Kriegsdienst" getan. Bleibt nun nichts mehr zu tun? Regt sich in manchen jungen .Herzen nicht mehr die Frage:, „womit kann ich meinem Vaterland noch weiter nützen? Gibt es nicht noch irgendein anderes Opfer, das ich ihm leisten kann?" Ihr Kinder, es gibt :wch einetz, und es ist nicht einmal allzu groß. Bon einem kleinen Mädchen wird erzählt, es habe zum letzten Weihna-chtsfest dem Vater im Schützengraben etwas schicken wollen und habe ihm das Liebste, was es sÄbst 'besaß, hingen sendet: seine Puppe. Das ist kindlich imüberlegt und dennoch groh. Nun denn, ihr bef&t rnanches und Besseres, und ihr körmt es dem Deutschen Reiche, das euer all-er Vater und Mutter ist zur Berftiigcarg ftegert. DaS find gofbeat Schmucksachen, die ihr geerbt, die ihr geschenkt be - mm : «sr hobt. Das deutsche Vaterland b vc v-A Gold. Laßt eirch von eimat und Lehern erklären, warum es zur .Kräftigung seines Besitzstände?, xirr WiedttherstMmg pktter- MnrichtuTvgm nach siegreichem FrieiLßi. Gold in seinen Kassen braucht. Was ihr zu den amtlicken GoldanLaffsstellm bringt, bekommt ihr zum vollen Goldfeinwert bezahlt, und ihr könnt eure Sparbüchse mit dem Erlöse ber-eübern. Ihr habt zugleich das schone Bewußtsein, zur Sicherung und zum Wohlstand des geliebten beirtfdrnt Landes beigetragen zu haben, zum „Glück der Zeiten", zum Glück unserer Zuftmft! » ** Petroleum erst vom 17. September ab. 'Ursprünglich war ungeordnet worden, daß der Verkauf von Petroleum an Verbraucher bereits am '31. August ds. Js. freigegeben würde. Um aber möglichst sparsam zu wirtschaften und in den Winter- vckmaten zu reitepm . ist dieser Termin verschoben imd am den 17. September verlegt Nwrden. Das Verbot, Lemhtöl an Wieder- verkänfer abzusetzen .endet nach wie vor Mit dem 31. August ds. Js. Dü Pettolmm-gestellfckwftm sind älso in der Lage, in der Zeit vom 1. September ab die verfügbaren Pettolmmmengen auszufahrm, so datz die Verbrauche! damit rechnen Emmen, gleichzeitig.mit dem Uebergvn.g von der Sommerzeit zur Winterzeit, der bekanntlich am 17. September erfolgt, wieder Petroleum zugewiesen zu erhalten. ** Neue Maßnahmen gegen das Hamstern. Da neuerdings das Hamstern von Kartoffeln, insbesondere Fttih- larbosseln ^ und sonssigm, nicht im freien Verkehr befindlichen! Erzeugnissen in erhöhtem Maße eingesetzt hat, sind wieder neue ständige Gendarmerie- und Militärpatrouillen zur Bekämpfung des Hamsterns eingerichtet und in Gang gesetzt worden. Vor allem werden auch die Eisenbahnstationen polizeilich und militärisch überwacht und bei den .Hamstern alle nicht dem freien Verkehr unterliegenden Erzeugnisse bes chla g n a h m t u n d a b gen am m e n. *,* Der E d e l h a m st c r. Uns wird geschrieben: An eine na ttwgeschichtliche Mlerkwüedigkctt sei hier nufii gedacht, viekniehr an ein Elernent, das ans den wirtschaftlichen .KriegsVerhältnissen heraus geboren ist. Zu den gCwölnrlichen Hamstern, die überall und allc- z-stt hamstern, was ihrer Gier erreichbar ist und unter die gesetzlichen Einteilungsbestimmungen gekört, ist ein ganz neuer Typ ge- .konrmen: der Edel Hamster! Er hamstert nicht aus niedrigen, sondern Men Drieben heraus. Er hamstert auch- nicht für den eigener; Magen und die eigene Person, sondern für einen Kranken, Mten und Schwächlichen. Er wandelt aus seinen .tzpmsterfahttm wie die m me Haut geschlüpfte Wcfopferungsfähigkeir umhdr. Er hat seine eigenen Verkehrsjorrmm und sein ureigenes Gesetz!. Ihm ist sogar schon, eine Rasseneigenti'tmlichkeit nack)znweisen. Er redet mit nn- derer Zunge als sein „minderwertiger" Mitbruder, insofern er näm- lrch inehr fordert, als bittet, rmd sein Vortrag über ^lächstenliebe nno Gerechtigkeit verfehlt selten die erwartete Wirkung. Mit dem gewöhnlichen -vamster zieht der Edelhcnnster mcht genreinschastlich eine Straße. Er halst ihn sogar', schimpft über ihn, verachtet rhn aus trepter Seele hevaus und stellt sich weltenweit über ilpr. * In validenversi che ruu g. Ter Kckegsteilnehmer R. ^n Lang-Gstns, der vor einiger Zeit auf dem Feld der Ehre gefallen ist, hat früher lange Jahre hindurch Beiträge! zur Jnvalidenversicheru'.rg geleistet. Seine Witwe stellte deshalb für ihre minderjährigeri Kinder Antrag a n f Wa i s en r c n t c, mußte aber die Erfahrung machen, daß die Anwartschaft auf Rente bereits erloschen lvar, weil ihr verstorbener Ehe- maiat vor seiner Einberufung nicht die Mindestzahl der zur Auf- rechterhaltmrg der Amvartschaft rrotwendigen Marken geklebt hatte. Er hatte dies ;vohl, sofern er am Leben geblieben, noch nachholen! rönnen, doch ist eine Nachentrrchtung der fehlend-m Beiträge durch gehörigen kann den Kriegsteilnehmern nickst dringend genug geraten werden, sich in allen derartigen Fragen an die Verwundet en-Beratungs stelle (Sprechstunden: Dienstag imd Freitag von 2 1 / 2 bis 3Vs Uhr im Soldatenheim! zu wenden. ** Miniderwertige Rezepte. „Nach lmrgem!" ist es Herrir Jo sch Mayer in Freilassing in Bayern gelungen, ürr Waschmittel ohne Fett rmd ^Oel in festen Stücken herzustellen. Das Re- zerst kostet „nur" 20 Mark. In Anlretracht dieses lwhen Preises sollte man glauben daß Herr RÜayer ein garrz besonders wertvolles Geheimnis verrate. Tern ist aber nicht ßo. „Es werden 3,5 .Wo Kreide, gewöhnliche, geschlenmtt mit 0,5 Kilo Federweiß vermischt. Dann löst man 100 Gramm Laugen stein in 1 Liter Wasser, gießt dies auf die Masse, knetet selber unter Zri g<Ä«e von Wasser gut durck), bis diese kittarttg wirH. Nachher wird selbe geformL und ist ist einigen Tagen gebrnuchssertrg^tz so lmttet das R^ept. Man steht, es wird hier ein Berfabrerr angepriesen, das allgemein bekannt ist. Das erzeugte WirschrMtel ist geringwertt'g und gleicht den vielfach jetzt inr Verkehr befindlichen minderwertigen Reinigungsmitteln. Aehnlich verhalt es sich mit den Rezepten, die Mayer zur .Her- sttllmig emes Masck>- rmrd Putzmittels zum Preise von 10 Mark, eines Kaffeefnrrogates zum Preise von 20 Mark, eines Rezeptes für ^nppe.nwürze zum Preise von 5 Vtark, eines Rezeptes für Salatölersatz zstm Preise von 5 Mark anbiettt. Die Rezepte .des Herrn Mayer bringen dnrckyveg nichts Neues. Wer ein sachliches Interesse i^rvan hat, weiteres über Malier ittrd seine Rezepte zu erfahren, ivende sich dirserl-alb an die Zentralstelle zur Bekamp- 1 nng der Schw in del firmen in Lübeck. Auf Grimd der reichen Erfahrungen, die >diese Stelle gerade airf denk Gebiete des Rezeptschwirtdels gesammelt hat, kann sie mrr dringend davon abraten, sich auf iebe-? noch so verlockende Rezevtangebot einzulassen, eke >m«an sich bei ihr oder an sonstiger zuständiger Stelle näher über den Ruf der cm Preisenden Firma und den Wert iltzes Rezeptes erkundigt hat. Landkreis Gletzen. ** Grüningen. 18. Aug. Gardist Älht Hammel, Sohn des Landwirts Ludwig Hammel, bei einem Garde ^Infanterie- Regunent, em noch junger, seit Dezember 1616 an der Front stellender Soldat. wurde wegerc hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eismnen Kwcnz ausgezeichiet. Klein-Linden, 18. Aug. Heute feiern ihre Silberne Hoct:zeit Georg Görnert und Frau Marie geb. Schreiner. .... ^^ug. Lairdsturmmmin Emil Buß erhielt das Erlerne Kreuz 2. Klasic sowie das Hessische Allgemeine Kriegs- ehrenzerchen. Bnß ist bereits^28 Monate im Felde. o, X A l) d heim , 18. Aug. Den Heldentod fürs Vaterland starb am ckl.^üll in Flandern der Feldartillerift Heinrich Aug. Kroll. Zwei.^ahre vor.Kriegsausbricch diente er als Freiwilliger bei einem thüintkgilchen Feldarttllerte-Rcgiment. Mit echter Begeisterung zog er rir den Kampf für sein Vaterland. Vor vier Wochen weilte er, ^üt dem Eisern en Kreuz und der Hessischen Tapserkeitsmedaille geschmückt, ans 'Urlaub in der Heimat bei seinen Angehöriger!. An der Spitze der Mimitionsfahrer seiner Batterie siel er im feindlichen Trommelfeuer bei der letzten englischen Offensive. Finnen Eltern die den Verlust ihres ettrzigen Müdes beklageir, gilt die Terlna-hme der ganzen Gemeinde. — Am Dienstag unternahnr das ^ 1 c H ^n c r „K rieg s" - Gemüseanto seine schon längst ge- plcntte Rimdreffe durch die GemÄnden des .Kreises, irm von der -andbevölkerrmg Gemüse aller Art ff'cr die Stadt aufzukausen. In denr äußersten Winkel des Kreises, in Rabertshausen, anfangend, berlirrtc es die verschiedensten Gem'einden in der Umgebung von Hungen. In der ^Hauptsache komtten Römischkohl un.d Gurken ver- krachtet wcrdeir. Für Bohnen, die vor allem ettvünscht waren, kam daS Auto leider einige Wochen zu spät. Wenn auch die gehegten Er- ^afirmgen bei dieser er)teil Rundsahrt des Gemüseautos nicht ganz erfüllt ivnrden. hat dies Unternehmeir ^ennoch> manches Gute zur Folge. Was früher an liberffüffigenr Gemüse als Viehsutter verwandt wurde oder einfach zugrunde ging, kann jetzt der Mensch- luben Ernährung zugänglich gemacht werdnr. Die Landbewohner werden mit den Marktpreisen der verschiedenen Gemüsearteir bekannt und lernen nun auch den Gentnsebarr als eine gute Einnahme- gnelle schätzen. Es ist daher sowohl iml Interesse der Städter, als auck) der Landbewohner wünsckrenswert, wenn das Auto noch mehrmals diese Rundfahrten unternimmt. Vielleicht wäre der Allgemeinst gedient, ivenn das Unternehmen audy späterhin zu bleibender Einrichtung geinacht würde. — Am Dienstag zog gegen Mittag ein sehr schweres Gewitter über Unser Dorf. Ein Blitzstrahl schttrg m die gefüllte Scheuer des Bergwämrs und Landwirts Otto Nagel em und zündete alsbald. Nach Kurzer Zeit rtxrr die ganze Scheuer ttotz des fcTrr hefttgen Regengitffes und der rechtzeittg an Ort und Stellv ttngreifenden Ortsfeuerwehr gänzlich mrsgebrannt. Der Beicher iit zum Glück versichert. ** Steinberg, 17. Aug. Der Schütze Karl Michel in emem Jnf.-Regt. wurde mit der Hessffchen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. der .Rabenau, 17. Aug. Wir haben hier nun Man ieik drei Wochen Regenwetter. Es verging in dieser Zeit kern Tap, ohne daß es wenigstens emmäl geregnet hat. In letzter Zeit wehrten ftf> die Gewitter, die besonders am 16. ds. Mtt viel Regen lnachten. Die landwirtschaftlick)en Arbeiten sind durch diese schlechte Mtteruiig nattttlich noch sehr im Rückstände. Uoberell (net den Feldern stehen die Kornhaiifen. Die Gerste liegt abgemäht aut Boderi. kam: weder trocknen noch eürgefahren werden. JÜ, bei Manchen Frnchthausen beginnen die Körner auszarsckLaoen. Sv >mw7che Hoffnung scheint durch das ungünstige Wetter vernichvet zu werden. Dnu bei längerer Daum Lönneir auch die SpMrr- toml n erh ÄLuh unter der Nässe Schaden leiden. So mrssichtsreich die Ernte in unserer (?>egerch> erschien, so kann mten gegenwärtig ttnter verärckerten Umstanden noch kein sicheres Urteil :lber ihren Ausfall fällen. N* KrrkS Frlcdderg. 17 ' Wuy- Die von der hiesigen Polizei gegm den Schleichhandel gerichteten Maßnahmen werdän immer noch zu umgehen versucht. Vorgestern wurde ein heimlich abge ^ chl-achtetes Rmd und gestern ein Mastkalb von der Polizei abgc- fangen Tu ^ure waren zerlegt :md, wie in fn'iheren Fällen m Reffekcuben verpackt. Das Gewicht des Fleisches bettng übm V Zentner. In ettva 10 Tfagen sind — soweit es bekannfi ivorden — idwrcb die Polizei über 800 Pfund Fleisch be- ckllagnahntt, das hiesigen Wirten heimlich zugeführt werden sollte Wenn die Schmuggelei nicht aufhört, wird es wohl zu dev von der Polizei angedrohten Schließung von .Hotel- irnd ähnlichen Betrüben Sonrmen. Starkenburg und Rheinhessen. ^ Bens he im a. B., 16. Mgust- Ein hiesiges 18jährigeS Dunftwädchen, das von einer Familie wegen eines Debstahls zur Rede gestellt Wurde, erschoß sich mrs Scham darüber nttt einem Revolver. N«r?st nni> rvcssenschatt. — Wie sehei: die Deutschen aus? De als uumitttl- bam Kriegsfvlge zu verzeichnende Vertiefung rmserer Volkskunde sowie die mmmigfachen- oft alle Grenzen der primittvsten Vernunft ittbersteigendeu „ivissenschaftlichen" Behauptungen unserer Gegner lassen frmte die obige Frage als ziemlich, selbstverständlich erscheinen. Jklue Beantwortung, wie sie Kuno Waltentath in der Zeitschrift „Niedersachsen" gibt, ist um^ so interessanter, als in dieser Hinsicht auch bei vielen Deutschen, eine ziemliche Dunkelheit herrscht. Bor kirrzem !morde beispielsweise deutscherseits die Behaichtung ausge- steM, wie die Engländer keine reinen Germtenen. sondern Anglo- kelten seien, ebensowmig seien wir Dattsche reine Germanen, sondern im Grunde bloß Germanoslawen. Dies ist durckxms falsch, denn als Deutsche mit stawischem Blut können allein die Ostelbier und Oesterreicher in Bettacht kommen, da nur auf ihreni Boden Slawen wohnten. Tie Ostelbier sind meist denffchen, niederländi- sck>en. vlamischen, selten wallonisckien:rn!d französischen Ursprunges, ziemlich das gleiche gilt.für die Deiutsch-Böhnre:: und Deutsch- Molpen, während die Oesterreicher im Südeir von Böhmen Und Mähren, hmrptsächlich süddeutscher, und zwar besonders bayerischer Abstimmung sind. Des erklärt auch die auffattende Verbreitung der brünette:: Farbe unter den Oesterreichern, da die Bayern im allgemeinen braun sind :md ebensolche oder dnnkelgraue Augen haben. Tritt man der Farbe näher, so stellt sich unweigerlich heraus, daß imsser Volk, trotz der Vermischung mit fremden Völkern und Rassen, Nicht wesentlich von den Germtenen Hermanns des Cherus- kers atondtf, Und zwar am wenigster oder gar nicht im niedersächsischen Norden, etwas ntthr beim ttänkischen und tkn'iringischen Stan:m, während verhältnismäßig am meisten verschieden der Bayer und Alemanne siird. Gutes Materickt z:rr Feststellung der natürlichen Abweichung vom durchschnittlichen Typirs lieferte eine Ende der 70 er Jahre in Dnffchland irnd der Schweiz an Schulkindern vorgenommene Untersuckynrg der Haarfarbe. Prozentual stellte man in Oeslerreick) 19,79 Monde und 23,17 Brmme fÄ, in der Schweiz 11 10 Blonde und 23,70 Braune, in Süddeutschland 24,5—18,4 Blonde und 19—25 Mcnrne, in Mitteldeutschland 32,5—30 Blorrde und 18—13 Braime, in Norddeutschland endlich 43—33 Blonde lmh nur 12—47 Bnairne. Der übrige Prozentsatz wird ans Leuten gebildet, die einem! MischlypUs an gehören, z. B. Dinkelltaariac mit bellen :md grauen Augen, häufiger noch Blonde mit braune:: Äugen. Unbedingt feststehend ist die Zsunahwe des blmrden Typus nack) Norden :cud bem Meere hin, bk des bjmften nack> den Alpen Mr. Schleswig-HÄstern und Oldenburg haben Mit 43 Potent die blondeste BevSlSerMrg. ihiven folgen Pomwo-rn imd Mecklenburg mit 42 Prozent, dann sind Hännover und Braun schweig .zu nennen. Erwähnt seien noch einige kleine Merkwürdigkertlm. So ist in Hessen die Bevölkerung der Hochflächen blonder als hie der FlUßtäler. tvas übrigens auch für das mittlere Rheinland yilt. Am Niederrhein nnedernim findet man lichtere Menschen als am Mittelrhein. Im Osten hat Hintcrpommern die meisten blonden Leute, die über- ttupt zu den hellstm in ganz Deutschland gehören. In der Provinz Brandenb:rrq wiederum^ ist die Bevölkerung des Regierungsbezirkes Potsdam blonder als die des Regierunqsbezttkes Fran'ksntt. In Norddcntschland sind die Großstädter weniger blond als das Landvolk, während si'ir Süddeutschland das Umgekehrte gilt. ?lnch die antlmopologischeu Untersuchirngen stellen die eingangs erwähnte Be lavptung als irrig hin, wie es ja auch vollkommen falsch ist, in jedem brünetten Ostelbier erneu Abkömmling der Slawen zu sehen. Bekanntlich sind im Gegenteil viele Slcrven urbloich. In seiner Gesamtheit stellt das deutsche Volk sich also unbedingt als echter Nachkomme der Germanen airs der Zeit des Cherusker - Her- ma:ms dar. — DaS Museum geretteter Kunst in Mau8euge. Wahrend der Krieg bereits so viele kostbare Musenmsschätze sehr beschädigt oder gänzlich verrichtet hat, soll jetzt eines Museums gedacht sein, das im Gegenteil dem Krieg seine (tt:tstehung ver- dankt. Es handelt sich um das durch deutsche Rettungsarbeiten/ geschaffene Museum „Au prrnvre diable" in Manbeuge. Als sich in diesem Frühjahr an unserer Westfront eine der größten Heeres- bcwegungen der Kriegsgeschichte, die Rückwättsbey-egnug zur sog. Siegfriedstellung vollzog, war unsere großzügige OrgNTrisation bemüht, nicht nur für das eigene Material zu sorgen, sondern auch dre wichtigsten französischen M-rte aus dm neuerdings durch das serndliche Fmer gefährdeten Ortm in Sicherheit zu lmingen. ?lm wichttgstm erschien, wie in einer Schilderung dieses Rettungs- rveckes :m nachstm Heft der bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart erscheinmdm Zeitschrift „Ueber Land und Meer" ausgeführt toirb, die Bergung der :mersetzt: chm Kunstwerke aus St. Qnenttn und Umgebung. Der Umsicht, der Sachkmntm's und dem aufopferungsvoNm Eifer der dmtschm „Barbarm" gelang es denn m:ch tatsächlich, alles wirklich WMtvolle vor DettMtung zu bewahren und in mehrerm tausend. .Kistm nach MnkbMrge zu überführen. Da natürlich Zeit, Kräfte und Transportmittel nicht ut unbeschränktem Maße zur Verfügung standm, mußte eine Auswahl getroffen werden, mit welcher der .Knnftchistoriker Leutnant Freiherr vm: Hadeln vom OberkomuDnido der dortigen Armee beauftragt wurde. Des drrngendstm Interesses wett war vor allem das Museum L^ttrper, das die berühmte Samluua von Pastellm La T^rrS besitzt. Außerdenr s«h n«h ^ tnele Gemälde und Plastikm, um kirchliche Kunst und Kmrstge- w^rba .Am schwrerig-ften gestaltete sich das Herausnehmen und B:rrückpihren der Glasmalereien aus dem Chor der bedrohten NchsckA! .Kathedrale. Diese ungeheure Aufgabe wurde von ei:vem Pnnnettomnrando in Gemeinschaft mit einem deutschen Kunst- glasermerfter bewältigt, indem man die bis 12 Meter hohen Fenster zerlegte, in Kisten packte und diese Arbeit auch noch wäh- rend der Beschießung fortsetzte, bis Verluste Einhalt qebotm. Die „Barbartt ^grng aber noch weiter: „Man wollte sich nicht mit der gl etchmaßrgert Magazinierung der Kunstwerke begnügm, da jederzeit von dm Franzosm in Holzsistm :mter- gebvachtm Pastelle, Gemälde und wettvollm Bücher Schimmel- soffen und andere Schädigungm aufwiesen. .Kurz entschlossen fchrrtt man zur Zusammmstellung eines Museums in Maubeuge :vobe: dem .Künstlnstottker der Bettiner Arcksttekt Lmtnant Keller bcngegAm wurde uich die militättschen Behörden in Maubeuge das Konsettrvnshmis Au pauvre diable" als Ausstellungsgeväude n^erwief>n.^Man durchbrach Mauern und zog neue, man umkleidete ctfenre Träaer als Säulm und bespannte die Wände mit qe- n serdenstoffm, so daß innerhalb weniger Wockim ein würdiges Mnse:nn gescbaffm war. dessen Raum- und Lichtverbältnisse den anfzunehmmdm Werken mtsprackx'n. Wenn man vom Haup!- platz ans das Gebäude bettitt, gelangt mau zuerst in einen Raum mit vottmegend ftrchlichm Plastiken. Unter dm lvettvollstm Bildwerken ans der Kathedrale von St. Quentin sindet sich hier die cw, Ick Jahrhundert ^mende, ein Musterbeispiel der Hochgotik ^darstellende Marmorstattle des heiligm Quinttnns J-m Stock betritt man zuerst den Empttesaal. von dessen rvter f ^ bcT ?«rmorne Kopf des Napoleon von Ea- nova abhebt. Hier mrd^auch zwer Arbeitm dmtscher Mnstler zu bemerkm, nanllich ein ^undmwll des Augsburgers Johann Rot- tmh^mer und eme ^eiellschaftsszene im Park" des 1774 vm- ^l^n VMm Emst Diettich. Nun folgen „die Obetticktgalerie mtt dem ^.Weißen Saal" und dem „Gttwm Zrmmer . wo sich der /^arpttchatz detz Museums befindet: die ^rmnünng von mehr als 80 Pastellm La Täurs. Außerdem sind und lvettwlle Möbel :rntergebrachf ^ endlich gibt den lieber - Mnseum, das mrr einen llemm deichen Triippvi geretteten Schätze atsizunehmiw verinochte, ist se:t kurzem für dre Angehörigen der ?lrmee wie auch für du franzomche Bevölkerung geöffnet. Es bandelt sich ^.^.^!usten Dokumente jener Kriegskulttrr, die ,mb des-Allinmm^n mit rittfm Bekanntmachung« Naehstrheade Bekanntmachungen Großh. KreiSamts Gießen bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 16. August 1917. Der Oberbür germeisder (LebenSinitteläntt). L Verordnung über die den Unternehmern landwirt- schastl. Betriebe für die Ernährung der Selbstversorger und für die Saat zu belassenden Früchte.- abgedruckt im Kretsblatr Nr. 131 vom 2. August 1317. 2. Verordnung über Höchstpreise für Getreide, Buchweizen und Hirse vom 12. Juli 1917, abgedruckt im Kreis- blatt Nr. 131 vom 7. August 1917. 3. Drnschlöbne. abgedrucki im KretSblatt Nr. 134 vom .7. August 1917. 4. Verordnung über den Berkehr mit Getreide, Hülsen- 'rüchte, Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1917 zu Saatzwecken vom 12. Juli 1917. abgedruckt im Kreisblatt Nr. 136 vom 10. August 1917. 5. Derbrauchsregeluug im Erntejahr 1917, abgedruckl im KreiSblatt Nr. 136 vom 10. August 1917. * 61298 Bekanntmachung. Das im Monat Juli ds. IS. fällig gewesene 2. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis einschl. 1. September dS. IS. ohne Kosten bezahlt werden. Die- enigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch im Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum September dS. IS. bei der Stadtkaffe zu entrichten. Bom 3. September an gelangt das 2. Ziel zur Beitreibung, ivodurch Pfändungskosten entstehen. Ueberweisungen im Bank- und Postscheckverkehr müssen am 1. September ebenfalls bet der Stadtkaffe gutgeschreiben sein, andernfalls >ste vorgeschriebenen Beilreibungskosten erhoben werden. Gießen, den 17. August 1917. Der Stadtrechuer: Mäser. 6094 Verordnung belr. Einschränkung des Gasverbrauchs. Um den ungestörten BÄrieb der Gasanstalten sicher- rusteÜen. ordne ich hierdluLch an: 1- . Für iede ^Äsanfbali werden je nach deren Grütze durch die zuständige Kriegsaurtstelle nach VLastgabe der Bekannttnachung des Bundesrats vom 3. März 1917 ein oder nvehvere Vertrauensmänner verpflichtet. Als Ber'.t !ranensmännier lranmen vcwtvicgend die Leiter der Gas^ werke in Betracht. Bei im Staats- oder Gemeindebesitze- l^efnchlichen Werken erßolgt die Atrswahl auf Vorschlag der für das Gaswerk zuständigen Behörde. Durch die Verpflichtung wird die Berantwortlichkeit des Verpflichte-i den als Staats- oder Gemeindebeamter nicht berührt. 2 . Neue Lxrusanschlüsse, Neuberohrungen, die Aufltel hmg von Gasbadeö^n inib die von Gaszimineröfen sind' viwbaten. In irutzeogeivöhnlicb driuglick>en Fällen rmd bei. Äickrgen bis zu einer Gasrnessergröste von 100 Flammen ist Der für die Gasanstalt Mständige Vertrauensmann l>efugt, unter Vorbehalt des Widerrufs. Ausnahmen zuzu- lassen, solange dadurch die Leistungsfähigkeit der Gas-, anstatt nicht unz-ulässig beanspri^cht wird. Bei Anschlüssen, »,ie über den Rahmen dieser Ermächtigung hinansgelien? ist meine besondere Zustimmung erforderlich, und bei der zuständigen Kriegsmntstellc zu beantragen. 3. Der Gasverbrauch wird eingeschränkt, a Zu biefam Zwecke erlätzt der Vertrauensmann unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse Ortsvorschriften. Er hat. schiern er nicht selbst Beamter foer Gemeinde oder des Koni immal verband es ist, auf dessen Bezirk die Ortsvcrrschriften sich beziehen sollen- Änen von der zuständigen Behörde hierfür Bezeichn neteu hinzuzuzwhen: zuständig ist in Gemeindenc mit mehr als 10 000 Einwohnern der Gemeinde- Vorstand. im übrigen der Vorstand des Kvnrmunal Verbandes. Den Wünschen der Bezeichneten ist zu enchprechen, soweit dazu die technische Möglichkeit be-j stecht, und. bei einer Mehrzahl beteiligter Gemeinden, oder Kvipmunalverbände, soweit nicht durch Erfül lung der Wi'msche die Gesamtheit der Verbraucher des einen betetfwteu Bezirks vor anderen Bezirken, /auf die sich die Ortsvorschriften beziehen, bevorzugt hverdetr. Eine Verzögerrmg darf hierdurch, nicht ein treten. Die Höhe der Einschränkung der Gesamt gas- abgabe > verde ich jeweils feftsetzen. Die Bereclmnngs Mr die einzelnen Werke erfolgt Die öNentliche Beleuclstung ist weitgehendst einzn- schränken. j c) Die Vertraurnsmärmer sind berechtigt, den Gebrauch von!Gaszimmeröf(Nl zu verbieten, ä) Das Brennen von Leuclstflammerr und Wchein- richtungen zu Raum heizungszwecken ist verboten, e) Bei Zuwiderhandbmgen gegen die Bestimmungen von K 2 und 8 3, Abs. ai c urtfo d ist die 2lbsperrnng der Zuleitung zu gewärtigen. Außerdem hat der Zuwiderhandelnde mit der Verhängung von Strafe nach 87 zu rechnen. 4. In gasverbrauchenden industriellen Anlagen sind für. die Einhaltung der von den Vertrauensrnämrern aufgefl stellten und von mir genehmigten Ortsbestimmungen die Betriebsleiter. Werkmeister Fack^- und Hilfsarbeiter jedes in seineni Arbeitsbereichs mit veranttvortlich. 5. Den industriellen und geiveLdlichen Abnehmern ist verboten. Aufträge ohne lveiteres anzmrehmen. durch deren Uebernahme sie zu einer Bergrößenmg des ihneH zugebilligten Gasverbrauches veranlaßt oder genötigt werden. 6 . Wie weit diese Verordnung auch auf den Verbrauch von Gas Anwendung ftndet, das der Verbraucher für eigenen Bedarf herstettt, bleibt späterer Entscheidung Vorbehalten. 7. Für jedes über das nach §3a zugelassene Ausmaß hinaus verbrauchte ebm Gas wird durch die Gasanstalt ein Aufpreis erhoben, den ich durch die Ausführungs-« bestimmungen festsetzen ivevde. Im Wiederholungsfälle werden bei Zuwiderhand- ltnrgen gegen 88 2 bis 5 die Verbraucher, gegen 8 2 auch die Einrichter tickt Gefängnis bis zu einem Jache und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft. Berlin, den 26 Juli 1917. Der "Reichs ko mm isfar für Elektrizität und Gas: W. Kübler. Maus-Wohnung zu verm. 04996 Brandgaffe 6. 2 kleine Wohnungen z. vrm. 05080 Löwengaffe 17. Zwei Schlafstellen bill. z. vm. 05088 Eichwcg 5. st-ttßlwb. In besondeven FM«r kcrmr der NerchS-vtw- » dl. ViHbuiii, auch zuf., z. mifsar den Aufpreis erhöhen. verin. An den Bahnhöfen 20. 2. Das Aufgeld von 50 Pfennig für das Kubikmeter wird nicht berechnet, sofern der Morratsverbrarnl/ nicht mehr als 40 Ktubikmeter beträgt. 3. Die Einschränkung gilt auch für die kriegswichti gen Betriebe. Ausnahmebestimmungen können im allgemeinen nur widerruflich für die Herstellung unmrttel-t baren Deeresbdarss. für Massenspeisungen. Lazarette- .Kliniken und Eisenbalmbettiebsnrrttel und zunächst nur bis zum 1. -Oktober d. Js. zitgelassen werden. 4. Werke, die im Vorjahre bereits Einschränkungln, der Gasabgabe vorgenommen hatten, können bei dem Unterzeichneten beantragen, daß die jetzige Einschränkungl entsprechend vermindert wird. 5. 9teu hinzu getretene Llbnehmer werden bei der t'pas- zrrteilung so behandelt, wie die schon vorhandenen gleichartigen Abnehnrer. 61096 Gießen, den 16.Aumlst 1917. Im Aufträge des Reichskonnnissars für Elektrizität und «tzas. _Der Vertrauensntann: Steding. kftädt, 'tfrbeitsnacfiideis giessen. Afterweg 9. 50 Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftlicher Arbeiter. 3 Eisendre Vergleiche, 10 Schlosser. 2 Werkzeugschlosser, 3 Former, 1 Lchmied als Zuschläger, 6 Former und 6 Brenner für Dampfziegelei, 1 S. 1 .. 2 1 Wcißbinder, 10 Hilfsarbeiter, für Eisenbahn imd Jn- dustrie. 2VorArbei1er für Granaten und Modellnragaziu (KricgsbeschÄngte bevorzugt), 1 Stütze. 4 Dienstmädchen'.i 4 Laufsrauen bezw. -Mädd>en, 2 Bäcker. 2 Buchbinder- 2 Schnciderlehrlinge, 1 verheirateter Kriegsbeschädigter f. Garten und Landwirtschaft, 2 Hausburschen. 2 Krankenwärter ; bei auswärtigen Arbeitg ebern: 2 landwirtschaftliche Knechte, 20 Mechaniker. 4 Schlosser 3 Schweißer für Metall. 3 Spengler. 8 Holzarbeiter. -Säger imd Zimmerleute. 3 t>Naurer 5 Schreiner, 1 Web- nveflter 1 Frisierer, 40 gesunde Arbeiter, 2 Kraftwvgenj- sühver, 12 Stteckenarbeiter. 25 Bauarbeiter, 10 bis 15 Arbeiteriirnen. 1 Dame für Bureau. Es suchen Arbeit: 1 Zimmermeister. 2 BtMtzllter 2 Vernmlter für Larrd-, rvirtschaft. 1 Verkäufer und Dekorateur für .Kolrfektion nacki Norddeutschland, 1 Mann für halbtägige Beschäftig gung. 1 Frmr zur Leittmg einer Kantine. 2 Kriegsbeschädigte für Beschäftigung, die im Sitzen ausgeübt ivers den 'kann. Ftir das besetzte Geb ie t werden gesucht: 18 Schneiderinnen^ 30 Franen für Kücken dien st. 6 Frauen lür Wäscherei, 6 Frauen für Viehhaltung. Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Weft-Ant.31 Es find zu vermietend 1 herrschafiliche Wolimina von 7 Zimmern, 3 herrschaftliche Wohnungen von 6 Zimmern. 1 Wohnung von 5 Zimmern, 4 Wohnungen von 3 Zimmern. I Wohnung von 3 Zinnnern mit oder ohne vaden, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 3 Wohnungen von 1 Zimmer, 3 Laden- räume mit je 1 Zimmer, 3 Lagerräume mtt einem Arbeitszimmer, 1 größeres Fabrikgebäude, 26 möblierte Zimmer, zwei davon nebeneinanderliegend, 6 leere Zimmer, 2Stallräume mir Burschenzimmer, 1 Wohnung von 8—3 Zimmern in Bellersheim. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Verordnung tritt mit dem heutigen Lage in .Kraft. Für die Einschräukung des Gasverbrauchs der an das Städtisclie Gasloerk Gießen an- geschlossenen Abnehmer kommen vorbehaltlich Einstiger Aenderungen nächsteheirde Ortsvorschriften in Anwendung: 1. Den 9lbnehmern wird nur ein Mvnatsgvsver- b rauch von 80 Proz. deK Verbrauchs im letzten Jahre 1. August 1916 bis zum 31. Füll 1917) zugesbanden. Jede Neberschverturrg des den Wnehnrern zugebilligteni l^asverbrm«l>s ist zu verrnerden. Für allen twtzdern ein> getretenen Mehrverbrauäi, ist laut 85 der AussührungS-i bestmrmrvrqeii des ReichsKomnnssars fttt Elektrizität und Gas seitens der Abnehmer ein Mrfgeld von 50 Pfennig für das Kubikmeter zu bezahlen und zwar von dem Tage ab, fl» bau ine Mesftrcruft*chme für den Augustverbranch Minielimgen Jur Vermeidung von Verwechselungen fed »t>b«rt«Uuna von 'I«rintevmgr» «Hjdgea oder dyl. »trö dringend um Vngftb« bcrHn ic fgetmummer g«b«i Verlag des Gieß.Anzeigers 6 Zimmer Plockftr. 5 elegante 6-Zi»nmer-Wohn. 1. Oktober zu vermieten. 52031 Rinn. Off-Anlage 12. Os 6 AnSas:e 40 5479 Erdgesehaß, sch. neuzeitl. eingerichtete 0-2io.-Vakg.. mit Zub., Badez. ». Ganenant. s. I.Okt.l. J.z.oermt.iUäheres durch 8. Ls!?sl. Liebigffr. 13. Eleg. tt-Zim.-Wovnuna tuet Bade, Fremden- und Mädchenzimmer, fow. allem Zubehör, in Mitte der Stadt, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres bei H. Wallach, Blsmarckffraße. 5522 Beb. 0-21e*.-Wobuang nt. allem Zubeh. Bleichol. u. Gartenanteil fof. od. fp. zu vermieten. 2805 Alicettraffe 26, p. Stfi. k-ZilWer-Wshnülili mit Balkon. Bad, Gas, elektr. Licht u. sonst. Zubeh. per sofort od. später zu verm. [2791 Ludwigffraßc 30,1. 6 Zimmer, Elektr. u. Gas, Nähe Bahnhof, bester Lage, auf 1. Okl. od. später z. verm. Näheres zu erfr. im Gieß. Anz. 15468 ß Zimmer Eieg. 5°Zim.-Wohna. m. Bad, I. St., Gas, elektr. Licht, Balk., Veranda, warm Waffer, Liiroleunlfutzböden usw. für 1. Oktober zu verm. 4936 Ein^Fricdrichftt. 14, l. Walltorstr. 71 , Nähe der Nord- und Oft» Anlage, eine schöne S-Zimm. Wobnnua liebst Badezimm. und Balkon Elektr. Licht vorhanden. fl. Stock» per 1. Okt. «event. früher» zu vermieten. ' ,|>4 °_ Näheres P a rtc rrc. ^1 Ecke Schnl- u. Sonueu- stratzefchöne5-Ztmmer-Woh- nung, 1. Stock, mit Zubehör per 1. Okt. od. früher zu vermieten. Gnttav Sonntag. Friedrichitraßc 15, I. ist eine 5-Ztmmer-Wohnung mit Badekammer. 2 Balkone zu vermieten, ilkäheres Fraflksneler S traff e 20. Geräumige SZimmee- Wohnung mit Zubehör und Gartenantetl, sonnige, freie Lage. Nähe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu vermieten, flläheres Hoftnannsträße 14. 4 Zimmer 1 Bückingstratze schöne 4-Zimmer-Wohnung mit allem Zubehör p. 1 . Okt. zu vermieten. Näheres 5734 Rinn , Oft-Anlage 12. 2 Zimmer parterre und 1 Zimiver II. Etage z. verm. 05093 Nord Anlage 13 H. Kl. Mauf.-Wohng. zu verm. 05107 Ludwigöpl. 4, Laden. Mo bl. Zimmer\ Pension ilrandl Nenan Eäne 22 lBellevueiZim. m.u.ohneBer- pffeg. f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht. Bad. Tel. 1085. 11687 Schön? möbl. 3—6-Zimmer- Wohnung mtt Küche, Keller und Boden zu vermieten. 05070 Plockstraffe 8, II. Sch. Wohn- u. Schlafzimmer lSchreibtisch, Tel.), arrch ge- teilt, z. vm. Lll dvigsir. 35. p. Mausarden-Wohnung zum 1. Sevt. an ruhige Leute zu vermieten. 05069 Eduard Noll, Neustadt 49. Möbl.Ztmr. m. elektr. Licht z. verm. 8ebanz,£u!r. 16II. r. Sch. möbl. Zimmer s. 12 Mk. z. vm. Krenzplan 6. M103 Mptfjesiiche 3-4=3iniHier=B()^ßön 1. September gesucht. Schr Angeb. unter 6118 an den Gießeuer Anzeiger. Schuhmacher für Reparaturen gesucht. Material wird gestellt. Ei Schnhhaus W. Benuer. Schrcinerstcskllen sowie ein junges Bürschchen, dem Gelegenheit geboten ist, die Schreinerei zu erlernen, für sofort gesucht. 05033 Karl Hahn, Löberstr. 17 BekanntMachnng. Zum Reinigen der Wagen werden noch einige tüchtige, znverläsffge Frauen für die Vornüttagsstunden zum umgehenden Antritt gesucht. Meldungen sind zu richten an die Direktion der städt. Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. 608310 Elektrizitätswerke u. Straßenbahn der Stadt Gießen. S t o l t e. Tüchtiges Mädchen, welches schon gedient hat, zum 1. Oktober gesucht. Frau S. Gauß. 6111 Bleichstr. 26. Lehrmädchen gegen Vergütung gesucht. H. Lehmann, Vutzgeschäft, Seltersweg 68. [ owsö Gesucht nach auswärts, einfache SMKze, im Kochen und Einmacheu tüchtig und erfahren, welche mtt dem Hausmädchen die Hausarbeit besorgt. Waschfrau wird gehalten. Schri-tl. Angebote m. Zeugnisabschriften n. Lohn- ansprüche unter 6057 an den Gießener Anzeiger erbeten. KräsNger zuverl. Mann als Wächter zum 1. Sept. gesucht. Meld. mit Leumunds- zenan. sofort bet 05120 Schmidt, Mäusburg 16. Weiter gefttzt. 6039 Fet-dUnaiarl Bnrk, _Kunstmühle. Ein Fuhrmann für leichte Arbeit und etn Mädchen für Landmirtschast gesucht. 05068 Riegclpsad 20. Nülserer Kmmis, flott in Stenographie und Schreibmaschine, mtt allen Kontorarbetten vertraut, event. auch Dnme, gesucht. Schriftl. Angeb. sind unter 6062 au den Gießener Anzeiger zu richten. I Verschiedene | kNeuzeitlich eingerichtete 5-1 zu vermieten. 4896 Blekhstraüe 27. Tic Pavterreräume West stcinstraße 42, seither Wirt' schnstSräume nebst kleinem Laden, evt. m. Hintergebäude. Schweineftall, Wurstküche mm. zu vermieten. Näheres Schiffenberaer Weg 8, II. bei Satntonges. 4848 Schott'sche Weinst.m.Laden u. Zubeh., auch z. j. anderen Geschäft geeig., mit od. ohne Wohng. zu verm. Näh. das. 1. Stock._ 5176 Williklmstraßc 31 » schöne, ncuz. estigerichtete Mani. mit allem Zubehör, günst. z. verm. Näh. Liebig- straffe 8S im Laden und §. Altdoff. Telef. 230. 5978 für Uhren- und Goldmarengeschäft für sofort od. später gesucht. Emil Otto, 05095 Babuhossttaße 49. L L zum I.Okt. od. früher gesucht. Wild. Wirstg, Seltersw. 10. Verkäuferin Nah- Md Uilksril» gesucht 6060 Umversttats > Kiudcrttinik. Aelt., beijercs f nDtftfi? zu einzelner Dame aufs Land gesucht. Näheres 05064 ffloetbestraße 63, I. Aelleres, in Küche u. Hausarbeit durchau--''selbständiges Mädchen zu baldigem Eintritt gesucht. Borzustellen nach 7 Uhr abdS. Frl. Birnbaum, 6091 Wilhelmftraße 12.111. Suche per sofort oder später braves ImisiiastHeii. Frau Oppenheimer, ! 6101 Bleichstr. 32, p. Zuverlässiges Mädchen für kleinen Haushalt gesucht. 05057 Löberstraffe 26 l. Lehrmädchen aus achtbarer Familie, gegen Vergütung gesucht. 05040 Robert Haas Maehf., Modewaren. Lehrmädchen aus achtbarer Familie gesucht Mathilde Fachmann. 04969 Babnbvfstr. 6. Tücht., solides Mädchen in kleinen befferen Haushalt per sofort od. später gesucht. Vermittlung nicht ausgeschloffen. Zu erfragen 05119 Bahnbofstraße 22,1. LrilM. Maillhes aus guter Familie zu l'/.jähr. Kinde gesucht. 6121 Fran Wilh. ffloeser. Goethesttaße 63 v. Xfidit., braves MWen für Haus- und Gartenarbeit zum 15. Sept. gesncht. 05113 Goetbeitratze 2311. Wegen Erkrankung meines jetzigen Mädchens suche ich zum baldigen Eintritt ein inchiigks Mädchen für Küche und Hausarbeit. Frau Dr. Weyl, «om Süd-Anlage 18a Ordentliches Mädchen welches Lust hat, das Kochen zu erlernen, ffndet unter Leiumg der Hausfrau und bei Bezahlung Stellung. Schriftl. Angeb. unter 16127 an den Gieß. Anz. erbeten. WeiMMeA 1 6clif. Huiifindaii 30 Jahre alt, arb. verw., reklamiert, z. ZI. in einem Rüstungsbetriebe als Buchhalter tätUv sucht per sofort anderweitige Stellung. Res. zu Diensten. Schriftl. Angeb. unter 05105 an den G. Anz. Fränlein. vertraut, sucht, gestützt aus gute Zeugnisse, vaff. Stelle. Schr. Angeb. u. 05078 an den Gießener Anzeiger. in Pflege u. Haus- halt erfahren, sucht für einige Zeit paffenden Wirkungskreis. Schr. Ang. unter 04846 an den G. Anz. Junges Mädchen sucht tagsüber Laufstelle. 105066 Nenenweg 44. EilliegksDeiilk Mastraffe, zu kaufen gesucht. Wilhelmstraße 46. 6080 am liebsten frischmelkend, zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe, Alter unt.6116 an den Gießener Anz. erbet. Bienen aus Zkörben zu kauf, gesucht. DaS Abtrommeln derselben besorge selbst. Jak. Knapp, GernSffeim «Heften,. Gutskauf’&esucl 50 — 300 Morg.gg. bareAasz. Is. Rosenbaum , Berg- weg 27, Frankfurt a.M. «*sAu Tttcfrtifte Piitafrau f. d. halben Tag gesucht. 05067 West-Anlage 60 . p. Zum 15. September f* 078 Mädchen für Haus- und Gartenarbeit in JabreSstelle gesucht. Oattthaas Schult». _ Vad Efllzbansen. Wtzm Mel - zu Heidekrautholen gesucht Hlnmeiihauti I)ietz. Gestr. Flüge! od. Piano zu kaufen gesucht gegen sofortige Kaffa. Schriftliche Angebote mit Preis unter 6113 im den Gießener Anz. Zabie leis Preise für gebrauchte Möbel. Kaute auch ganze Haushaltungen. L. Roeenzweig;, 05084 Gießen, Selteröweg 581. M. Tronik, Nord-Anlage 3 kauft alle Sorten Säcke. Sacklnmpen, Packtuck, Zelte u. Wageadecken. I 04 «' Säcke f Kaufe alle Sorten gebr. Sacke, Sacklnmpen und Wagendrcken. Zahle die vorgeschriebenev Höchstpreise. M. Mühlstein Grstzcn, Selterswcg 83. .Ein gm erhaltenes Dcr- ttko zu kaufen gesucht. -Schriftliche Angebote um. 0o079 art den Gieß. Anz. erb. Junger Kellner sucht Stellung. Deögl. suche ich stets MRdedsv. Frun Herr, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. Sonnonstr. 6. ■SS Heimarbeit Kriegers fr (tu irgend welcher Art. Schrift!. Angebote unter 05074 an den Gießener Slnzeiger erbeten. Jung. Fräulein. Bnckiführ.. Slenogr. u.Schreibmascl». erlernt, s.pass.St. 1ff'äh.ZlgLr.'sa- h»„, Kaiser-Allee 18. «05112 Fräulein mit guter Hand schrift, sucht Beschäftigung, tzschrtstl. Angeb. unter 05076 K. Hocintiii'i 'i, Efcerstalt b. D. ,.Scitweiier* bans". Fernrar Nr. 222. Achtung liefert sofort in jeder Grähe und Menge in Gufi n. Stahlblech. emailliert u.inorydierr, nusterst billig. Einige hundert Kessel am Lager. Gröstles Spezialgeschäft am Platze. GroheS Lager in ^ Lim!>öfeil,Herj>eii,Keükl- ifen,Äei)'elriiinpffii,Sfl(li' topfen, Waßelkifeil nni) Söffeeröftci'ii Wilh. Dürbeck Nachf. Diezstraße 6. Televh. 283 Hnhnerfutter Kürkenfntter Vogelfutter einpsiehlt 4314 Ad. Plack. Neuen Baue. Tel. 568 Empfehle mein Lager von neuen und gebrailchten ApsellveiMttll von 30 biß 230 Liter. Ferner Einmachsässer. 3968 JobS. Lang, Küferei und Fahhandlung, Lang-Göns (am Bahnhof». Die Eintragung der Be- zugsscheine für die neue rituelle Margarine kann von Sonntag ad erfolgen. Ferner ofierierc W6fö- u. Rotweine in Flaschen, sowie reinen Zitronensaft, gezuckert. (