kk. M Zwettes Blatt 167. Jahrgang ferjaieini lä-Uch mit Ausnahme des Sonntags. «eilagen: ..Sietzener ZamiUendlStter" und „Xrclsblatt für den Ureis Sietzen". Postscheckkonto: zrankfvrt am Main Nr. llöStz, Sankverkehr: Sewerbebank Giehen. General-Anzeiger für Sberheffen Mittwoch, I. August,??? Zw MingS runddruck und Verlag: Brühl'scheUniversitätS-Buch-u.Stöindruckecer. R. Lange, Gießen. LchrifNeitnng, GeschSstssteKe und Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schriftleitung: 112. Anschrift für Dra htnachrichten: Anzeig er Gieren. UMA MMWW I W II WMWMWW M WW,, ,««« An der LchweNe des vierten LLriegsjchrs. Berlin, den 30. Juli 1917. i2Dte nrir vor Jahresfrist einen Rückblick auf das zwcüe Jahr des gewalngen Völkerringens warfen, schien sich die Lage für die Mittelmächte sehr ernst #u gestalten. Im Osten drängte Brnssilow mit seinem Millionercheer vre Front der Verbündeter: in Galizien langsam zurück; im Westen setzte Frankreich alte seine Kraft und alle seine Hilfsmittel an der Somme-Front ein um mit Hilfö des endlich kampfbereiten englischer: Heeres die deutschen Linien zu durchbrechen, und Italien holte gerade zu neuem Schlage gegen Oesterreich-Ungarn am Jsonzo aus, nachdem die glücklich begonnene Offensive seines Gegners in: Treilliiw mit Rücksicht auf das Vordringen Brussilows vorzeitig hatte abgebrochen werde:: müsse::. Dazu drohte im Südosten eine neue Gefahr: Rumänien, das bisher eine abwartende Haltung beobachtet, glaubte seine Stunde gekommen, um ohne Risiko, wie int Balkankriege, seine Greirzeü ausdehnen zu können, und rüstete in aller Sülle. Zuversichtlich sahen unsere Feinde dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie entgegen, und Kitchener prvphezette, „er werde im November zum vernichtenden Schläge ausholen", denn auch von Deutschlaich erwartete man keinen ernst«: Widerstand mehr; die feindliche Presse hatte ja schon seit Jahresfrist ihren Lesen: mit 'Erschöpsunoj der deutschen Reserven Mut gemacht und sah mm in'der Fortsetzung des Ringens nur iwch „die letzten Zuckungen des tödlich gesoffenen Raubtiers". So wurden an der Schwelle des dritten Kriegsjahres die Nerven der im Vierbund vereinten Völker auf eine harte Probe gesteltt, zumal damals die Russen im siegreichen! Vordringen auf Lemberg begriffen waren und die Italiener Görz einnahmen. In dieser ernsten Lage wurde:: die Stteitkräste an der Ostfront vom Meere bis Galizien dem Generalfeldmarschall Hind«v- burg unterstellt und alsbald alle verfügbaren Reserven dorthin geworfen, um den Vormarsch der Armeen Brussilows zum Stillstand zu bringen, die auch die Eisensront Bothmets ans beiden Flügeln umgangen und sie so zum Rückzug gezwimgen hatten. Die feindliche Presse sah für die dNittelm ächte das Ende gekommen, und die „Daily News" meinten, auch Hüwenburg werde sie nicht vor einer Katastrophe bewahre:: können. Alle glaubte::, setzt sei Oesterreich-Ilnaam am Ende seiner Kraft ur:d werde vom Bündnis ab fallen, wofern nicht Deutschland gewaltige Reserven abgebe. Doch woher solle es sie nehmen, sei doch von amerikanisches Berichterstattern, die die Ostfront bereist, festgestellt worden, daß diese „Mutfeet" sei. Da trat am 27. August auch Rumänien offen aus die Seite Unserer Feinde und rechtfertigte diese Tücke noch mit der scheinheiligen Erklärung; „es werde so zur Abkürzung des Kampfs beitragen." Was wunder, daß die Pariser Zeitungen schon in der Gewißheit der Niederlage der Mittelmächte schwelgten und Müjukow dem neuen VerbüMeten zurief, sein Eingreifen' entscheide Über das Schicksal Oesterreich-Ungarns. Nun formten die MittelmLclüe auch von Süden her bedrängt werden; hatte Rußland doch alles aufgeboten, um die rumänische Armee mit Arttllerie und sämtlichem Kriegsgerät auf das reichste auszuftatten, so daß Brussilow sich von dem Ansturm des fast 750000 Mann zSUenven rrmränischen Heeres das baldige Ende des Krieges versprach Jur selben Zeit ging auch Sarrail iviedeö zum Angriff über und wies dabei den Resten des serbisch«: Heeres die schwierigste Aufgabe zu: ihr Land zurückzuerobern. Auch Italien meldete mm seine Balkan-Ansprüche an und ließ Deutschland gegenüber die Maske fallen, indem es ihm den Krieg erklärte. 'So schienen auf allen Fronten die Schwierigfetten für den Vttrbimd zu wachsen. Doch wo sich vielleicht Besorgnis einschlich, da bannte sie alsbald ein Name; Hindenbuvg. Er wurde in dieser ernsten Sttmde durch das Vertrauen seines Kaisers auf die erste Stelle berufen und übernahm den Platz, wo einst Moltke gestände::. Zur Sette aber blieb ihm-fein getreuer Gehilfe, Ludendorff, als Erster Generalquarüermeister. In London meinte man spöttisch, dem neuen Generalstabschef bleibe nichts anderes übrig, als den Rückzug aüs die preußische Grenze anzutreten und den Versuch zu machen, durch Hin- und Herwerfen der Armeen mittels der Bahn von der Westfront nach der Ostfront und umgekehrt noch einige Zett Widerstand zu leistem Die „Dimes" aber meinte, es sei hin unlösbares Problem, im Osten einen vernichtenden Schlag zu führen, ohne die Westfront zu schwächen. Dies unlösbare Problem wurde aber doch gelöst! Noch jubelten unsere Feinde Wer den Einsall der Runränei: in Ungarn, als der Telegraph ganz unvermutet die Kunde brachte, daß deuÜche und bulgarische Bataillone die rumänischen Festungen Tuttakan und Silistria gestürmt hätten. Unb nun setzte ein Siegeszug der Verbündeten aus rumänischem Boden ein, wie ihn die Welt seit dem Einfall der deutschen Heere in Frankreich :m Jahre 1914 nicht mehr erlebt. Die rumänischen Heere, die in Ungarn standen, sehen sich plötzlich angesallen, umzingelt unb zurückgo- worsen, wobei sie große Verluste erleiden, llltb während die Sieger die Transsilvanischen Alpen überschreiten und in die Wallache: einsalleil, geht Feldmarschall v. Mackensen über die Donau undj die gewaltige Zenttalfestung Bukarest fällt nach verlorener Schlacht, ohne Widerstand zu leisten, in die Horche der Sieger. Die rumänische Heeresleitung hatte unter den wuchtigen Schlägen des Feirö- des die ruhige Ueberlegnng verlöre::, sie hatte Truppen dort weggenommen, wo sie :röüg wären, und sie da eingesetzt, wo sie zu •Mt kamen. Aus Lmchon, Paris und Rom ergingen dringende Hilferufe nach Petersburg: den geschlagenen^Bmrdesgenossen doch schleimigst Hilfe zu bringen, doch die russische Hilfe floß nur tropfenweise zu, :md als sie der Zahl nach genügte, war es bereits «zu spät. Die rumänischen Heere fluteten in voller Auflösung über den Sereth nach der Moldau zurück, wo fte endlich im Sckchtze ^russischer Verstärkungen zum Stillstcuch gebrächt wi:rden. Wie ffehr das Gefüge des Heeres durch die Niederlagen gelockert war, ersieht man daraus, daß es erst nach drei vierteljährig er Arbeit wieder imsta^e war, in den Kamps einzugreise::. Hatte die Offensive Brussilows dem Vordringen der österreichisch-ungarischen Trupp«: im Trentttw ett: Ziel gesetzt, so hatte das Eingreifen der Armee L infingen und die Zerschmetterung der rumänischen' Sttettkräste die Offenstve Brussilows zwischen dem Pripjet mtd der rumänischen Grenze zum Füllstand gebracht. Das GÄnet aber, daH die russischen Heere gewonnen, hatten sie mtt einem Verlust txm IV 2 Millionen Mann teuer bezahlen urüssen. Sowurde das „unlösbare Problem im Oster:" durch die Verlegene Führung und die Tapferkeit und Hingabe der verbündeten Armeen doch gelöst! Mährend diese Kämpfe im Osten vor sich gingen, war unsere Fw:tt in: West«: keineswegs geschwächt Word«:, sie wurde im Gegenteil inaner stärker ausgestattet, mtt Via:rnschaft sowohl, als auch mtt allem technischen Gerät. So komrte benn im September auch dort den: Vordringen der Feirch« Halt geboten werden. Wähl versuchten sic immer »nieder, die Offensive neu. auszunehmen, doch im November war ihre Kraft erschöpft; der Generalstab konnte den Wschluß der Känrpfe an der Somme und mÄsscu sie zugeben, daß sie dort v-rel weniger erreicht:, clls ftn Fähre zuvor, trvtzdckM sie ihre Mittel gewaltig vermehrt haben. Waren sie 1916 noch imstande, ihre Lürgrifse bis in den November fortzusetzen, so erschöpfte sich diesütal die französische Ofjchrftve schon nach zwei Tagen, während die englische ohne größeres Ziel länger yärgezogei: wurde, zurzeit, aber sich trat einiem Llriillerie-Duell be- girüigt, ohne die Infanterie zuM Angriff vv-rzuschicken. I,: der feindlichen Presse spickt jetzt di« Hilfe Amerikas eine gro^ Rolle; von ihm ettvartet man jene übermächtige Unterstützung, die die Mittelmächte endgültig auf die Knie zwingen soll. Phan- .tasttsche Zahlen tragen das Ihrige dazu bei, im Volke d«r Glauben zu erwecken, daß die Unün: imilitärisch, wirtschaftlich mrd ffnanziell dem Vierverbmld das Uebergewicht über seine (Gegner verschaffen wett>e. .,Mic kennen diese ,kd15 war es Italien, das die EntsckioÄuNg brachte, 1916 Rumänien, und jetzt Amerika! Aabe: weiß aber jeder auch nur halbwegs Unterrickstete, daß vor dem FrüLiäbr 1918 neruuniÄverte Hille vm: den Vevttniat«: Staaten überhaupt nicht zu er,v>rrten .ist Frmrkrech hat schon längst alle mrr irgendwie verwendbaren Vttrnnschaften eingestellt; England leidet aber auch schon unter MaargcL an Ersatz. Für 1917 forderte seine Heeresverwaltung lVz 1 Millionen neue _ 5Nannsck>aft, doch es erwies sich als unmögKch, drese aus Industrie und Handel her- auszuz.'re'hen. Sah das erste Kriegsjahr den Kampf des deutschen Feldheeres, so brachte das zLoette Jahr die Aufstellung neuer Formattonien aus Landsturm tzmd ReMtt«:. das britte aber sah Volk gegen Volk mtter Ausbietung aller Mittel der toofocncen Technik kämpfen. Mit fester Zuversicht treten wir nun in das vierte Kriegsjahr ein: wir könne:: es im Vertrauen aus die über alles Lob erhabene Haltuirg der deutschen Truppen und ihrer Verbündet«: imb im Vertrauen auf unsere FülMMg, die sich l«der Lage gewachst:: gezeigt hat. Aus Stadt rsttd Gießer:, 1. August 1917. Der Erntemonat. ,.Jn keinem Monat des ganzen Jahres bretet die Natur einen herrlicheren Anblick dar als im August. Der Frühling hat }tmi großen Reize, und der 9Nai ist frisch und blütenreich. Mlein die Schönheiten dieser Jahreszeit werd«: durch ihren Kontrast nttt den vorhergehenden Wintermonat«: gehoben^ Der Aügifft entbehrt dieses Vorteils. Er frrntmt. Inenn wir nichts meltr im Sinne haben als sonnige Tage, grünende Geftlde icnd süßduftende MieEn, trenn uns di« Erinnerung air Schnee !und Regen und Nordstürme so gänzlich entschwmweiE, als würde der gl eich«: nicht wieder kehren. — und doch> noch einmal, :velch ein köstlicher Monat ist er! Die Gärten icttb Kornfelder sind durch geschäfttge Arbeiter belebt; ttes s«:k«n sich die Zweige der Bäume über die Wucht goldener Früchte; das Korn steht in Haufen oder wogt gleich einem bewegtm See, wem: viuch mir ein Lüftchen darüber hinfährt, als wem: es die Sichel herbeivusen wollte, und breitet gold«:e Färb«: über die Landschaft aus . . . ." >So preist Charles Dickens in seinem berühmt«: Rornm: „Die Pickwickier" 1«en Monat August. Man nruß zugeben, daß in d«: Lobpreisungen dieser Jahreszeit ein richttger Ker:: steckt, wenn auch die schwärmerische Begeisterung des englischen Ronmn- dichters für d«: Monat August die Schönheiten anderer Monate vielleicht über Gebühr in den Schatten stellt. Noch prangt die Natur im Apgirst in ihrem voll«: Glanze, und wenn sie uns auch nicht so viele Blüten beut wie der herrliche Maimonat, so entschädigt sie uns doch crics der anderen Seite durch viele schöne Gaben, die niehr realer Natur sind und die ttotzdem^ ihren Zauber auf irns ausüben. Das reife Getreidefeld und das abgemähte Getteidestld, aus dem sich viele fleißige Hände regen, um den goldenen Segen des Himmels glücklich einzübringen, Hab«: auch ihre Poesie, für die wir gerade jetzt eine besondere Empfänglichkeit haben. Die GetreideLrntts hat ja bereits in: J!uli ihren Anfang genommen, aber die Haupt- erntezett fällt doch in den Monat August, dem^ daher der Kaiser Karl der Große mit vollem Recht den Namen Zbranmcknvch (Erntemonat) gegeben hat. Die alten deutschen Monatsnamen sind leider bei M:s in: Lause der Jahrhmckerte wieder abgekvmmen, und es :vürde besonderen Schwierigkeit«: beregn«:, sie wieder einzuführen; so wird also auch dieser M«onat sein«: lateinischen Namen beibehalt«:, den er Au Ehren des römischen Kaisers Augustus trägt. Das Mittelhochdeutsche suchte diesen Monatsnamen in der Form Oügest n:ehr einzudeutschen, dasselbe war im älteren Norddeutschen der Fall, in dem wir der Form Angst begegnen. Unter dem Eiiffluß der deutsch«: Kanzlei-und 'Lchulspräche aber siwd wir in der neuhochdeutschen Sckaiftsprache zu der Form August gelaugt, u:ü» :vir betonen dieses Wort der lateinischen Be- tmrung gemäß auf der letzten Silbe, wahrend wir den auf denselben Ursprung zurückgehenden männlichen Personeunan:«: August die den deutschen Betonungsgesetzen entsprechende Betonung aus der ersten Silbe zuteil werden lassen. Ltm wenigsten hat sich die nieder- dauffche Niündart durch die Kauzleffprache beeinflussen lassen; sie hat sich den latett:ischen Monatsnamen August sehr hübsch und sehr kurz als „Apst" zurechtgelegt, und sie hat diesem Worte auch eine allgenreine Bedeutung zuteil werd«: lassen. „SMl" bedeutet heute im Norddeutsch«: so viel wie Ernte, und mit dem Ausdruck Aust- äpfel belegt n:an in Nordde:ttschlmrd die bereits im August zur Zett der Getreideenrte reifende frühe Apselsorte, die man in Mtttel- und Oberdeutschland Ernteäpsel oder August äpfel nennt. Das Niederdetttsche hat auch ein besonderes Zeitwort austen, das so viel wie erat«: bedeutet. Nun ist überall in deutschen Land«: di« Err:te in vollem Gange, limb wir können am Beginn des vierten Kriegsjahves sicherlich auch von einem Erntesiege spreche:^ der sich den glänzenden Erfolgen unserer Waffen in Galizien würdig zlur Seite stellen kann. * ** Abhanden gekommen sind ttr letzter Zeit in hiesiger Stadt eine schwere goldene Herrermhrkette nnt großen Glieder::, die :mch den: Ende zu kleiner werden, im Weäe von 130 Mk., eine schwarze Brieftasche mtt 100 Mk. Inhalt Utid 1000 Grarnm Brotmarken. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriininalpolizei entgegen. Landkreis Gießen. Klein-Linden, 31. Juli. Zur Mschiedsfeier für unsere größt« Kirchenglocke fand an: Smntag ein Abendgottesdienst statt. In würdigster Weise vollzog sich die eindrucksvoll« Feier in dem dichtbesetzten Gotteshaus«. LJ Lang- Göns, 1. August Unteroffizier Wilh. Lang amtde weg«: ferneö tapfer«: Verhaltens vor dem Feinde Mn Mzs- feldwebel befördert. Kreis Schotten. Fc. Schotten, 31. Juli. Um den Felddiebstahlen vor^»- beugen, wurden zum Feldschutz elf hiesige Einwohner als Ehren- feldhüter verpflichtet. Fc. Schotten, 31. Juli. Da von den Milchpwduzeutrn der hiesigen Stadt täglich 110 Liter Milch zu wenig abgeliefert werden, die dem Quantum von 77 Pfund Butter in zehn Tagen entspricht, wird den hiesigen Butterempfangsberechtigten bei der nächsten Butterausgabe diese Fettmenge in A^ng gebracht. Fc. Stausebach, 31. Juli. Während eines schweren Unwetters schlug der Blitz in die hiesige Kirche und verursachte außer sonstigen Schäden mtter dem Dach auch einen Brand, der bald gelöscht wurde. ^ Kreis Frledverq. Fc. Bad-Nauheim, 31. Juli. Ein Feldgrauer, 8er ffch von seinem Truppenteil enfferM hatte .in der hiesigen Gegend herumtreibt Und von dem nahen Schwallieim stammt, überfiel aiuf der Straße nach.Frickberg am Hellen Tage ein Mädchen, warf es zu Boden und beraubte es seines Handtäschckiens. Er wurde festgenommen. ' Hessen-Nassau. ZlBiedenkopf, 31. Juli. Wie in Frankenberg, so sind auch hier wegen Ider zunehmenden Felddiebstahle cttva 5 0 E h r e:: f e I d- Hüter bestellt worden. Von IOV 2 bis 4 Uhr früh ist der Aufenthalt , im Felde verboten. Viele Gememden stellen nachts Wachen aus. 2$. Marburg, 1. lAug. Von hiesige:: Schulkindern tvurden bis heute aus dem Rathause rund 60 000 Kohlweißlingc« abgeliefert. — Bei dem gestern nachmittag über unsere Geg«w niedergegangenen Gew:tter richtete der Regen in einigen ^ ' markungen :m Süden des Kreises, besonders in den Berglagen Schaden au. In em:gen Ortschaften drang«: die Wasiern:ass«: in die Ställe. II Diu r bU r g, 30. Juli. I:: ain«n idyllisch«: Waldtal in den Lahnberg«: 0 : unmittelbarer Näl)« bev Landesheilanstalt, der sog. ftnstcr«: Kmmrver, ist eine Walderholungsstätte fü'- L Un gen kranke errichtet wo:-d«:, deren endgültige Fertigstellung irnd Jirbettuebnahme durch den Krieg u:rt«-brochen :rmrde Jetzt haben dort etwa 50 schwach)« Kinder aus der Stadt Fernn oU!«^att genvumveu, die unter ärztlicher Lhuffichst u:ü> Leitung twm Damen des vaterländisch«: Frau«wereins ft: den vm: IZoyc:: Dannen mnsümnten Waldwies«: sich ftöhlich tamukeln. Amtlicher Teil. ktmiimtzm Nr. W. M. 800/6.17. K. 35. 5t,, betreffend Beffandserhebung von vapier- rshffoffen Holzschliff, Zulsitzellstoff, 5troh- zellstoff und Altpapier). Vom 1. August 1917. Nachstehende BekmrirtmachuTrg wirb hiermit zur allgemeinen Sverjvtiw? gebraßt mkt dem Bemerken, daß, soweft nicht nach den alhzemnnen Strafgesetzen höhere Strafen ver- wrrtt mb, isde Zuwider l-mrdlung nach 8 5 der Be- iLnptmaAungsn über BorratserheLnngen vom 2. Februar 1915 vmn o September 1915 Und vom 21. Oktober 1915 iMeichs-Geft-tzbl' §■& 540 »irtb 684} , beftrttft wirb.*) Arrch kann, der bcv ^elsgeweraes gemäß der BekanTttmachung zur ^-ern Haltung unzawerlässiqer Personen vom Handel vom 23. September 19Io (Rerchs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden. 8 1 . 9 Meldepflicht. ^ Die Vvn dieser Bekannttnachllny bettoffenen Personen (melde- psttchtrge Personen) Unlertvegen hinsichtlich der von dieser Bekannt- mSSfli^ t0ffaKn ® C9enftällöe (meldepflichtige Gegenstände) einer § 2 . Gr-errftvnde. Zu melden sind.- 1. weißer und brauner Holzschliff (mechanisch bereitete Holz- « 'JfnSiK - Vvrräbe 1000 Kilogramm über «beigen, ^ SmUlz-Älstoff, «osern die Vorräte 1000 Kilogramm über steigen, 3. Stro^ellftvff, sofern die Vorräte 1000 Kilogramm über «teigen, 4. Altpapier, sofern die Vorräte 3000 Kilogramm übersteigen § 3. Meldepflichtige Personen Zur Meldung verpflichtet sind: *• Sw -^Huen welche Gegenstände der im § 2 bezeichnten Art im Ergentum oder rm Gewahrsam haben oder aus An- oder sonst dos Erwerbes wegen ; fÄWSÄrtÄ Ä und Verbände. ^ Vorräte, dre sich nicht im Gewahrsam des ä S L müff?' V 00 ? ^ dem Ergentt'rmer als auch von ' ilt iU 8nt ™ ® elM W* 1 » hat fjPfyP# eintreffenden, vor dem Stichtage aber «chon abgesandten Vorräte sind von dem Empfänger $ meldet § 4. M^ichtag Meldrfrist, Meldestelle. -^Mel^ngen haben monatlich über die am ersten Taae SJfi?. vorhandenen Bestände an melde- teSÄÄrÄ in 698 48 ' ilffv’ #*Tl h« STUiil f5v i r-v»i Cjl iTtS** 1917 § 5. _ m _ Art der Mrrdmrg. -^Ekngen Wc* arf den mnllichen Meldescheinen m »r feS b SSS'S *»* >" «ÄÄ2%&5^sr * - "»• cP anbetai Mitteilungen als m A-- attlnwrtaiig b«r J]?ia(fen itufe verwandt werden feaen'- ist der Vermerk zu „B etrifft Bestandserhebung von Papierrvhstoffen ^ AWMWM , & £®L niT dem Staate verfallen erklärt werden. Ebenso lvrrdbcstra^ wer vorsätzlich die vorgeschriebenen Lagerbücher ein- zurrchten oder zu fü^en unterläßt. Wer fahrlässig die Auskunft -r auf Grund di-sn B-nmdnung verpflicht-t ist. nicht in dir ^ er j^ eten Meldungen ist eine zweite Ausfertigung ^ld ich ritt. Durchschlag, Kopie- aus beliebigem Bogen von dem Meldenden bei lernen. Geschäftspapreren zurüc^ubehalten. Aus einem NLÄocichem dingen nur die Vorräte eines und desselben Eigeit- tümers oder einer und derselben Lagerstelle gemeldet werdien. 8 6. Lagerbuchführung. J^»er gemäß § 3 Meldepflichtige hat über die meldepsttch- trgen Gegenstände ein Lagerbuch zu führen, aus dem jede Aends- uieldepflichtigen Vorratsmengen und ihre Verwendung ersichtlich fern muß. Soweit der Meldevflichjtige bereits ein derartiges Lagerbuch« führt, braucht er kein besonderes Lagerbuch eiirzurrchten. - k Beamten der Polizei oder Militärbehörden ist jederzeit die Prüfung des Lagerbuch2s foivie die Besichtigung der mwQne zu gestatten, in denen meldepflrchtige Gegenstände sich befinden oder zu vermuten sind 8 7. Anfragen und Anträge. Anfragen und Anträge, welche diese Bekanntmachung VÄreffen, smd^an das Web«toff-Mel'deamt der Kriegs-Nohltoss- am Kopf der Zuschrift mit dem Vermerk: „Betrifft Bestands- echebung von Papiervohs'tvffen" zu versehen. 8 8 . Inkrafttreten. Tre Bekanntmachung tritt am 1. August 1917 in Kraft. Tuvch diese Bekanntmachung werden die Bestlinnnungen der Bekanntmachung Nr. W. M. 312/10. 16. K. R. A. vom 20 No- vember 1916, betreffend Bestands-erhebmig von Natron- 'Sulfat--) FEswff, ganz oder ^teiltveisc' aus Natron- (Sulfat» Zellstoff hergestelltein Papier, Spinnpaprer, Papiergarn usw. nicht berührt. Frankfurt a. M., den 1. August 1917. Stellv. Generalkommando des 18. A rmeekorps. Betr.: Bestandserl-ebung von PapierroUtoffen (Holzschliff, Sub fttzellltoff, Strohzellstoff Und Altpatner). An den Oberbürgermeister zu Gießen, das Großh. Polizei- mnt Gleßen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Judeni wir auf vorstehende Bekanntmachung des stellvertretenden Generalkommandos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem ^n^lt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmachung in Jhreni Amtszinnner zur etwaigen Einsicht offen zu legen. " r e ß e n, den 1. August 1917. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen _ Pr. Usin ger. _ Bekanntmachung. etr.: Die Abgabe der Steuererklärungen für das Steuer- whr 1918. ™ ^ Staats st euer-Veranlagung. Aach Artikel 20 des Einkommensteuergesetzes vom 12. Augu«t 1899 hat jeder Steuerpflichtige, der ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mark oder mehr besitzt, über den Jahresbetrag «eines Einkommens und der etwa zum Abzug geeigneten Lasten eine schriftliche Erklärung abzugeben. Von der Abgabe dieser EinkoMnrenssteuererklärung ist nach Art. 21 des genannten Gesetzes, insofern nicht im einzeffien Fall besondere Llufsordepung des Vorsitzenden der Veranlagungskom- mffnon ergeht, derjenige Steuerpflichtige befreit, «velcher im unmittelbar vorauögegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer 1. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. imd mehr) veran- lagt «var, auch inzwischen seinen Wohnsitz nicht gewechselt und keine Einkommensverbcssernng erfahren hat, die seine Bersetzuna in eine höhere Klasse bedingt. Nach Aut. 2 Abs. 3, 2lrt. 15 und 21 Abs. 1 des Einkommen- kapital mindestens 3000 Mk. betrügt, verpflichtet, bei ihrer erw» maligen Veranlagung zur Gemeindegewerbe«truer eine Erklärung über das Anlage- nnd Betriebskapital al>zugeben. Ferner hat zufolge Art. 44 jeder Pflichtige, dessen Kapitalvermögen mindestens 3000 Mk. beträgt, bei seiner cri'tmaligen Veranlagung zur Gemeindekapital«^er eine Erklärung über sein Kapitalvermögen einzureichen. Hat sich das .Kapitalvermögen gegen! den beretts zur Steuer veranlagten Betrag um mehr als 3000 Mk. erhöht, «o i«t von dem Pflichtigen eine neue Erklärung über sein Kapilalvermögen abzugeben. Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Aktten oder GeschäftL- anteile reder Art der mtt einem Teil ihres Anlage- und Betrubs- Mtals m hessischen Gemeinden zur Gewerbesteuei veranlagten Gesellschaften u«w. besitzen, dürfen diese Aktien oder Geschäftsanteile Bettag, mit dem sie als Vermögen mitev Vift. 4 der Angaben über das Kapitalvermögen aufzuführen sind sondern. nur teilweise wieder in Abzug bringen. Die abzugsfälftgru Prozent) atze können bei dem zuständigen Finanzamt erfragt oder erngewhen werden. -vfa denjenigen Fällen, in denen bereits nach den für die Staatssteuer ^geltenden Grundsätzen die Pflicht zur ^lbgabe einer Erklärung uver das Anlage- und Bettiebskapitai.odcr über das Kapitalvermögen besteht, ist eine besondere Erklärung für die Veranlagung desselben Vermögens zu den Gemeindeumlagen nicht mehr abzugeben. ^ Soweit ©infommen zu den Gemeindeumlagen, nicht aber gleichzeitig zur Staatssteuer heranzutzrehen ist. gelten die Borschrif- Jf. n ff r J?. ie Abgabe von Erklärungen zur Staatssteuer sirmgemäß für Erklärungen irber nur gemeindesteuerpslichtiges Einkommen ^ ^ ^ Gemeinsame Vorschriften. Die nach Vorstehendem erforderlichen Staats- oder Gemeinde-> fteuererklerrungen sind abzugeben: 1. für Minderjährige, Abwesende sowie für Personen, die aus andeveii Gründen mitn Vormundschaft oder Pflegschaft ge- stellt smd, von deren gesetzlichen Vertretern; - für furistisä-e Persorieii (Genveinden, .Körperschaften. Stis- tungQi, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genoffenschaften w,d sonltigr lirmttsche TMmzn, GrmüMissen, febtnaffen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt von den gesetzlichen oder bestellten Verstanden oder Verwaltern ; 3. in allen anderen Fällen von dem Steuerpflichtigen selbst nnd zwar hinsichtlich des gesamten eigenen wie des Em- kmnmens und Vermögens seiner nicht selbständig besteuerten Angehörigen, soweit sie nach Artikel 5 des EinkomNrensteuer- gesetzes, Artikel 10 des Vermvgenssteuergesetzcs und Artrbel 46 des Gememdeumlagengesetzes bei der Besteuerung mit ihm als eure Person anzusehen sind. Zu diesen Erklärungen find die vvm^ Großh. Ministerium der Emanzen festgesetzten und von den Bürgermeistereien zu beziehen-- den Formulare zu verwenden: sie sind je nach der Wahl des Verpflichteten offen oder verschlossen 1. in den Landgemeinden der Finanzämter Butzbach, Gießen, Grunberg und Hungen spätestens bis 1. September, 2. itt den Städten Butzbach, Gießen und Grunberg svätesteaA bis 1. Oktober ds. Js., unmittelbar bei dem Finanzamt oder bei der — zur Weitergabe an das.rNnanzautt verpflichteten — Bürgermeisterei abzuliefern. ftrist termtoZn&iAul 1 * 3U dreitausend Mark oder im Un- ^so w1tt» bektt!,tt ^ an * n f zu sechs Monaten bestraft HandeJslehr - Institut Hermes, Gießen, -— Bahnhofstraß© 60 . An J* be ? i . nnen wi . eder ueue Kurse in Nteno K » Ie « fflaschlnen«clipefben, rjachführnn«-. * 6echne l n * Kontokorrentrcchnen umw* Man bittet um rechtzeitige Anmeld. P rosp. gratis. Leimbeschaffilngl Der gesamte Leim ist durch Bundesratsbeschluß beschlagnahmt. Er wird nur noch an Gewerbe- treibende, die einer Organisation angehören abgegeben. ' Wir laden deshalb alle selbständigen leim- verbrauchenden Gewerbetreibenden des Kreises ließen für ' Sonntag, 5. August, 8V- Uhr vormittags ins Gewerbehaus (Kirchstraße 16) zur Gründung von Bezugsvereinigungen ein. Gleichzeitig soll die Holzbeschaffung geregelt werden. Der Bezirksverband Gießen im Landesgewerbeverein Gewerberat L. Petri II., _Vorsitzender. 6723j) steuergesetzes ftitb die Vorstände der nach Att. 2 bei Einkommen- \taitx unterworfenen Gesellschaften usw. verpflichtet, über derenj Ernkommen allfährlich vollständigen Auffchluß m erteilen. Dierenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Lktiar nfw. der mit einem Teil ihres Einkommens schon für sich der Erw- kommenfteuer in Hessen unterliegenden Gesellschaften beziehen, dürfen bie Ernkommenbezüge aus diesen Aktien usw. mcht mit dem vollen Bettag, mit dem sie als Einkommen unter I Ord.-Nr 9 der Steuererklärung aufzuführen sind, sondern nur teilweise' unter 11 OiL.-Nr. l der Erklchmng in Abzug bringen. Die abzugsfähigen Prozentsätze können der dem zuftändigen Knmrzamt erftagt oder erngesehen werden. io Nach Anikel 19 des Vermögenssteuergesetzes vom 12. August 1899 hat feder von der Kommission für die Einkommen- steuer erster Abteilung zu veranlagende, ein jährliches Einkommen von 2600 Mk und mehr besitzende Betriebsunternehmer (Personen, die Land- und Forsttvirtschaff oder ein Gewerbe betterben) der zirm ersten Male mit Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt wird, eine schriftliche Erllärung über das rin land- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Unternehmen verwendete Anlage- und Betriebskapital und die es belastenden Schulden abzugeben. Weiter ist nach Artikel 25 desselben Gesetzes jeder, dessen sonftrges Vermögen (Kapitalvermögen usw.) nach Abzug der darauf lastenden Schulden einen Wert von 3000 Mk. und mehr hat, bei seiner erstinaligen Veranlagung zur Vermögenssteuer zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vermögen verpflichtet. B. Gemeind.estener-Veranlagung. f . . dkach Art. 15 des Gemeindeumlagengesetzes vom 8. Juli 1911 sind diefemgen Personen, deren Anlage- und Betriebsohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung afam» warten hatte. Einsendung der Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst. Einschreibebriefs. U nter Bezugn a hm^e auf die obigen Mitleilun- > ordern wir die zur Abgabe von Steuer- 55.. orungen Verpflichteten hicrmitaus, ihre Er- ^^*L nffCn bki Meidung der gesetzlichen Nachteile und der verwirkten Strafen (Hinterziehungs- ftrasen tn Höhe des 4-bis 20fachen Betrags der hrn- terzogenen Steller, Ordnllngsstrafen bis zu 100 Mark) brs All den angegebenen Zeitpunkten an die Burg er Nter stereren oder Unmittelbar an uns g«-- langen zu lassen. Den von Steuer« Strrrerpflichtigen die erklärrrngen verpflichtet sind, bleibt erklärungen nnbenonrmen. Dft Großh. Finanzäntter sind im Übrigen bereit. Wer dmägr Zweifel an den bekannten Amttstageu Auskunft zll erteÄen. Gießen, Butzbach, Grünberg, Lungen, den 27. Jilli 1917. Die Vorsitzenden der Veranlagungskomwiffwnen für bk Finanzämter ,5680 Gießer. .Butzbach, Grünberg, Lungen, Steinhäuser. Flath. Wenzel. May. k t ressend: Rechtsmittel lagung für 1917. Bekanntmachung. Auf Grund der Art. 46 uno 50 des Gemeindeuinlage-Gesetzes vom 8. Juli 1911 hat Großh. Ministerium der Finmizen, Abt. für Steuerwesen, die Frist, innerhalb deren Rechtsmittel gegen die Gemeindesteuer-Veranlagung für 1917 bei der ersten Instanz .. 14. August 1917 Oberhörgern: 15. August 1917 Solbad Soden-Salmünster, & n Ä nkI * ZimmGrbei guter Verpflejrung pro Ta g w Mark 8.00 empfiehlt Job. Zöll, Korhann. | i. garantier! rein, Beliileii ejl, Frieiiens- »«, fiilmilael Samrtarz, suchen und erbitten Angebot Rosenzweig L Baumann Kasseler Farben-, Glasuren- Kassel. und Lacksabrik 5646s3 Einmachtäpfe «us braunglas. Steinzeug, garantiert säurebeständig I. Der« & Co., West-Anlage 31. Bekanntmachung. Betr.: Feststclluna von.Kricasrftbäden im Reichsgebiet. An den Overburaerinenter zu Gieffen und die Grohh. Bürgermeistereten der Landgemeinden des Kreises. «in Bekanntmachung vom '^0- -Nltl ds. Js. «Neg.-Bl. S. 118» hat Großh. Ministerium Znnern mitgeteilt, dag zum Borsitrenden des bei Großh. Provinztaldtrektron Oberhessen für die Provinz Oberhetsen eingerichteten Ausschusses zur Feststellung von Kriegsschaden der Großh. Regierungsrat Langermann in Gteßen ernannt tvorden ist. Wir emvfehlen, dies mir dem Anfügen zur öffentlichen .Kenntnis zu bringen, daß etwaige Anträge ans Schadenwststellung oder Entschädigung an den Genannten zu richten sind. Gießen, den 24. Jttli 1917. Großherzogliches Kreisamt Gießen. 0 Dr. Ustnger. 5726B Obige Anordnung wird hiermit zur öffentlichen Kennt- ntö gebracht mit dem Ausügem daß etwaige Anträge an den Großh.RegterungSratLangermann dahierzu richten sind Gießen, den 30. Juli 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller. kftädt. jtfrbeitsnacfadeis giessen. Ufterweg 9 . Gs können eingestellt werde«: 5727R s. bet hiesigen Arbeitgebern: 1 landwirtschaftlicher Arbeiter, 6 Etsendreher, 3 Dreher, 2 Elektromonkenre, 60 Bergleute, 16 Schlosser, 2 Werkzeugschlosser. 3 Fortner, 1 Schmied als Zuschläger, sechs Former u. 6 Brenner für Dampfziegclei, 2 Schneider, 1 Gerbermetster, 1 Lederzurichter, 3 Schreiner, 1 Wagner, I S rt . ttIe £ r i Buchhalter. 2 Heizer, 4 Erdarbeiter, sechs rrnfttge Arbeiter, 10 Hilfsarbeiter für Eisenbahn und Verschiedenes Gründ!. Unterricht in 5076 ~ ^rr vi “ ( .-uuutiii;vuinflC, 2 <7WWUUiuciieyi.iiiine, 2 Schnelderlehrllnge, 1 Betriebsleiter für eine Zigarren- sabrik, 1 verheirateter Kriegsbeschädigter für Garten und ^andwlrtschatt. 1 Haus bursche, 2 Krankenwärter, 2 Arbeiter für halbtägige Beschäftigung. b. bet auswärtigen Arbeitgebern: 3 landwirtschaftliche Knechte, 3 Dienstmädchen für Land- wtttschaff, 10 Atechaniker, 10 Feinniechaniker, 8 Schloffer, ZPtaschmenschlosser, 18 Holzarbeiter, Säger und Zimmer- leute, 10 Schreiner, 1 Webmeisler, 1 Frisierer. 40 gesunde Arbet1er,2Kraftwagensührcr, 12 Streckenarbeiter,25 Bau. arbeiter, 10—15 Arbeiterinnen, eine Anzahl Frauen und Mädchen für eine Sprengstoffabrik, 3 Wkädchen für Haus und LAiche, 1 Dame für Bureau. ES suchen Arbeit: IZimmermeister. 2 Buchhalter, 1 Verkäufer u.Dekorateur für Konfektion nach Rorddenkschland, 2 jugendliche Arbeiter, 1 Atann für halbtägige Beschäftigung, 1 Frau zur Leitung einer Kantine, 2 Kriegsbeschädigte für Be- schaittgung, die im Sitzen ausgeübt werden kann. __ Herzog!. Braunschw. Bsugewerkschuie Holzminde» (iodjbau Tiefbau So*merunterrtd 3 ‘ 2 . Rprll. Relftprüfunfl. lDinJerunterrld)t 15. OKtol«. Stetchderschtigi mit tu köaifil. Preuft. Lsugewerkichute». —■■—c Stenographie Buchführung u. allen Handelsfachem. Taeas-fl.Abend&u’so Honorar für Elnzel- fächer Mk. 10,-, für Korse nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung täglich. Kostenlose Stellenvermittlung. FranzVogl&Co., Gießen Goethestr. 32. Tel. 2034. Das DaiM-Fneseiir- Mast Kapiansgasse 1} empfiehlt sich imKovfwaschen Frisieren, OndulierewMani kure, sowie Anfertigen säntt licher Haararbeiten. 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