Nr. 204 Erster Blatt \bl. Jahrgang ‘£ec SLchever Anreger erscheint tafjlitf), außer Sonntag«. - Beilagen: GietzenerZamilierrdtütter: UreirblLtt für tzeo Kreis Gießen. vezAgrpreir: monatL 1 Mk., otertsl- jährlich S Mk.-. durch Abhole- u. Zweigstellen 'nonatl. 9) Pf.: durch diePost Mk. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. öernsprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitung112 Verlag.Geschästsstelleöl ^ ^ richten?Anzeiger Gießen. 3wiMng§rund-ruck u. Verlag: Vrühl'sche Unry.-Vuch- u. 5tcinbnrckeror N. 5 rettag, 3 l. August \9\Z Postscheckkonto: Franffurt «.Hl. N686 Bankverkehr: GMverbebant Gießen L^nge. rchriftleitlmg, Geschäftsstelle u. Druckerei. Zchulstr. 7. ^ui.uijme vv«i i Die Lagesnurnmer vis zum Nachmittag vorher. Zeilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswär tige Anzeigen 25 Pf./ b. Platzvorschrift 30 Pf., fiir Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. pauplfchristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich fiir Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge>- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Erbitterte Kam (WTB.) Großes Hauptquartier, 30. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Die Kmirpftätigleit in Flandern beschrankte sich auch gestern auf starkes Feuer in einigen Abschnitten nordöstlich nud östlich von Ppern. Frühmorgens führten die Engländer einen heftigen Vorstotz nordöstlich von Wieltjc, der verlustreich im Feuer imd Nahkampf zusammenbrach. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Che min des Dam es scheiterten mehrere nach Feuerwellen vorbrechende Erkundungsvoritötze der Franzosen südöstlich von Cerny. Vor Verdun nahm abenos der Artilleriefampf wieder größere Stärke an. Außer Erkundungsgesechten keine Jnfanterietättgkeit. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Französisches Feuer gegen Thiaucourt wurde erneut durch kräftige Beschießung von Noviantaur-Prös erwidert. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. HeeresgruppePrinzLeopoldvon Bayern. Bei Dünaburg und Smorgon lebte die Feuer- tätigkeit erheblich auf. Auch südöstlich von Lück, bei Tarno- pol und am Pntth wurde die russische Artillerie rühriger als sonst. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. südlich von ^.rrgul-Okna wurden rumänische Angriffe gegen unsere Linien .rbgewiescri. Heeresgruppe d e s G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s vo n Ma ckc n sc n. Der Kampfcrfolg des 28. August in den Bergen nordwestlich von Focsany wurde gestern erweitert. Kraftvoller Stotz der bewährten Angriffstruppen warf den zähe sich wahrenden Feind auf Jresti und drängte ihn über die Höhen nordöstlich des Dorfes gegen das Sufita-^al zurück. Ein ans Schlesiern rmd Sachsen bestcherrbes Regiment zeichnete sich besonders aus. 300 Gefan ge ne und zahlte iche Ma - fchincngewehre und Fahrzeuge wurden eingebracht. Heftige Entlastungsangriffe der Gegner ohne Rücksicht <3ff Menschenverlustc. gegen die von pns nordöstlich von ÄdareeLul erkämpften Linien geführt, blieben erfolglos und ***** Hnfflutz auf die Angriffsbewegung westlich der Susita. Avr Sereth und an der unteren Donau steigerte sich die Gefechtstütigkeit. Mazedonische Front. Erhöhte Feuertätigkeit dauert an, besonders südwestlich des Doiran-Sses. Bei Jhuma und Alcak Mah unternahmen du Bulgaren erfolgreiche Streifen, bei denen mehrere französische Posten aufgehoben und Gefangene zurückgeführt wurden. Einige angrerfende feindliche Kompagnien wurden durch Feuer vertrieben. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 39. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.) Keine besonderen Ereignisse. Der heutige Kommentar des deutschen Tagesberichtes Iprrcht von einer Kampfpause im Generalangriff der Errate. Das gibt uns Gelegenheit, noch einmal rückschauend zu betrachten, w-qs die alles bisher Gesehene übertrefsendcn '^fteneinsätze unserer Fettrde erreicht haben, bevor sie sich selbft die Kampfpause auferlegen mußten. . , .Die Kanadier haben sich 'bet ihren Angriffen im Ab- Zchmtt Loos-Lens vergeblich verblutet und die Verhältnisse nicht merklich verschoben, wenn sie auch schrittweise ihre ^imeii zwischen der Cito St. Ailguste und der Lenser Nord- ftont verschieben konnten. Ueber die Lage sin Ypernbogen äußert sich der Mrlrtär- lung ,/ ^ ernei ^ lLUÖeöJ/ rn seiner neuesten Bettach- Im Ypern bogen ist die Schlacht nahezu erstarrt. Haig ist ’f ubergegangen nnd sucht über Lange,narck und buiESM^mnren und bte tm Juni erstrittene Stellung Wtlich Messrnes über Ostaverrre zu erweitern, um endlich den Summ mbm Lysbrucken zu finden. Der stärkste Teilangriff brach am 2 <. Kugup bnFre zenberg hervor. Bemerkenswert ist em englischer Borstoß bei Rre-rrport, der von den Deutschen wieder abgeknickt wurde, aber erkennen läßt, daß die Engländer sich von dem lahmenden Truck befreren wollen, der seit dem 10 ftunt ^ÄlEe lastet mrd. sie gezwungen bat, bei der 'großen flandrischen Offensive ihren lorten Flügel zu versagen. Tic all- ^Evrcklnng der Schlacht in Flandern ist mit an die Ent- L? ^müattzyde gäknltpfr. Tie nächsten Wachen dcrnrber geben, ob die allgemeine Ententeoffen- swe rn Teilschlachten .ausemaudersällt imd ähnlich wie die Offen- srven der Jahre lOl.oNnd 1.91.6 mit den kürzer werdenden Tagen abnimmt 'oder unter Eiirseßung der noch znrlickgebalteiren Referve- 1 eben Preis zum Austtag gebracht werden soll, um den^Zwang zu entrinnen, der aus den überseeischen Berbindungeir ... Die Schlußsätze dieser Betrachitung gelten für die Lage Überhaupt, befoiiders für die Lage bei Bevdun. Auch dort ist ..^attgterl einstweilen aus einzelne Pattouillenvorstöße zuruckgesilirken. Eine ofsiziöfe Stimme faßt die Erfolge der r^arlzoien also zusanrnren: ,AachIdenr der frmrMische Massemrngriff bei Verdun zunr flehen gekanmwn sit, lassen sich die, l>et einem Einsatz so vieler Anfangserfolge der Franzosen nnn- mchr übersehen. Es gt ihnen gesimgen. westlich der Maas in den S % oi \ dlvocourt nnzubrechen nnd hier m unserer vorderen tnf [ C11 ' desglercheir haben sie den Toten Mann und die ^udsertc des Räbewoaldes bis Remreville einiMieülich s genommen. Unsere S^IÜmg war dadu^ «uf jhÄ etoS zurückgedrückt worden. Tie .siöl^.304 dagegen mib der westlich davon gelegene Termrte,chügel waren in unserer Hand geblieben. Zweifellos waren diese beiden vorspringenden Bastionen das Ziel der nächsten fklüyosischar Angriffe geworden, zmnal dort letzt Flankicwungsangriffe möglich waren. Aus diesem Grunde haben wir beide Pbsittonen vom Femde ^rnbencerkt freiwillig geräumt. Auf dem c^-.- ^ - durch wrs > vorderste ÜÜh. Uli ywnis-xuum. i|c.ituiiiiJirJi, i>ud zum Teil erobert und an der Straße Bacherauvilte-Beaumont einen geriirgfügigen öttlicheir Erfolg erzielt. Trotz dieser Anfangserfolge darf tzeiich sckMi festgestelli werden, daß eine Turchbruchs- absicht, wann sie überhiLupt beständen haben sollte, als völlig aussichtslos erscheint. Tie erkämpften Geländegewinne inogeir wegen des Weltrufs, der fid, an die zurückerkämpfken Geländepunkte kni'lipsi, dem an.gen.blickliche,n politischen Bedürfnis der Pariser Machthaber nach einem Prestige- und Provagandaersolg entsprechen. Für die strategische ^Gesamtlage, wcch nur im Verdunabschnitt, geschweige denn auf der Westfront übeäh-ricpt, sind sie völlig belanglos. Auf jeden Fall ptepen sie in schreiendem Miß- verhäsinis zu den: ungeheuttm Krafteinsatz, der bei ihrer Ec- kämpfuug zerrieben lrorden ist. Nicht anders als bei Verduit steht es ait der zweiten Stelle, )vc> französisches Blut vergeblich zur Schlachtbank geführt wird, bei St. Quentin. Tie Gttvalt der dort geführten Teitangriffe ließ darauf schließen, daß die seit März von den Deutschen als Brückenkopf gehaltene Position unter allen Umständen geuominen werden sollte. Die Franzosen haben nichts anderes erreichlt, als die Zerstörung der altehrwürdigen Kathedvaile und den Brand der Stadt St. Quentin. Eine kleine, unwessutliche Verschiebung hat auch die Verteidigungsfront Boroevics am Isor,zo erfahren. Der Frontbogen der österr'eichischen Frontlänge des Jsonzo nördlich von Görz war in der Gegend von Cancvle und Plava bisher dem feindlichen Uaukieruugsseuer dermaßen aus- gesetzt, daß beispielsweise der Kukberg, den die Ocsterreicher jahrelang gehalten hatten, nicht ju behaupteir war. Ihm folgten die Höhe Bodice und schließlich nördlich davon die Gegend zwischen Auzza irnd DeScla, militärisch als das Platean von ^ -" *■*■**- nunmehr, um _ der unhaltbarer __ UVUWP denen Menschenverlust ;u verhrndemp eine radikale Ope- vorzunehmen, indem sie die Front auf eine iveiter vftltch liege-nde Höhenstellung zurmknahmen. Diese :reue Lrnre schließt bei Santa Lucia und Selo an den Tolmeiner Brückenkopf an, steigt dann in genau südlicher Richtung zum Plateau von Kal aus, das sie bei den Gelwften von Hoje und Zavrh erreicht, passiert westlich des Kirchdorfes Kal die Bergtapelle von Koprivsce :md westlich des .Kirchdorfes PÄlesce das Plateau von Bainsizza-.Heiligengeist. Von hier geht dre Front über Höhe 801 zum Plateau von Bäte, gibt asio dre Dodeskote 652 östlich des Kukberges auf, überquert oberhalb^ des am Ostfluß des Monte Sarrbv gebetteten .Kirchdorfes Britof die große .Heerstraße und ninrmt auf dem Monte San Gabriele Anschluß am die bisherige Görzer Front. Dev 664 Meter hohe Monte San Gabriele ist nach der frerwillrgen Ausgabe des blutgetränkten Monte Santo alfo das enizrge und letzte Bollwerk, das den Jsonzo-Engpaß beherrscht, und die-österreichisch-ungarischen Stellungen vor Eorz sichert. Er überhöht den gogenübeiliegenden' Monte Sabottn um 37 Meter und wird seinerseits vom Monte Lanto unr 36 Meter überhöht. Der ausgegebene Raum vor dem Plateau von Kal hat eine größte Tiefe von 6 Kilo- ^ Ganale imd Auzza ohne größere Ortschaften. Zweifellos beweist es die Selbstsicherhett einer überlegenen Führung, durch fteitmllige Raumeinbuße eine tittifche Verbesserung zu erzielen, lme es hier geschah. Enr Froutdurchbruch ist damit den Italienern auch in der elften dfonzoschlacht nicht gelungen und die 27 Monate italiensicher Kraftanstrengung haben auch hier nur ein kläq- ft.chx- Ergebms erzielt. Denn das politische Ziel Cadornas' ljt -rriejt und diesein Ziele ift er ebensowenig näher a«Kom- inen,^wie die Fraiizoseu und Engländer der Rheingrenze Selbst der ,,Secolo" wird den Erfolgen seiner Landsleute gegmuber bedenklich gestimmt, da er im Geheimen ^uen.aliulichm Rückschlag zu befürckiten scheint, wie nach der 10 . ^wnzofchlacht, da eure Gegenoffensive der Oesterreicher den Italienern mtt einem Schlage die blutigen Lorbeeren ihrer Anfttengung wieder entriß. Daher läßt sich der Secolo folgenden Warnungsruf von der Front zugehen.' „Reichliche vom Feinde hermigezogenc Reserven beginnen einen) ge wr s f e n E i ns l n h auf den allgenreinen Verlauf der Schlackt auszimcben. cher rechte österreichische Flügel überwindet mrnmehr nack, emwochrger Dauer die .Krcfe, obwohl er keine seiner verlorenen, Blnnsczza-Stellungen wiedernehmen kann. Die Front scheint aick den erreichten Stelsimgen zu erstarren, auch, rveil das gebirqigä Gelände der Berrvelldimg groher Massen imgimstcg rst. Zunächst iS,J, nb hmterließ, auszuräumen und das Straßennetz für den ddachschub wieder herzuftellen " — Endlich be- zmchnet der Bettreter des „Secolo" als ein Hwüptt-esultat der >gonzojchlacht, datz der Truck der Zenttalmächte auf die Ostfront urfolge des Abtransvorts von Einheiten abnimmt ^ Em war in den letzten Tagen wieder dcuffches Vorgehen mit Erfolg gekrönt. Mackensen kamt melden, daß dre Operalwnen bei Focsanr sich immer noch aus- wnken und der.Kampferfolg rn den Bergen nördlich von Foc- wnl gestern abermals erweitert werden konnte. Kraftvoller Stoß der bewährten Angriffs truppen warf den zähe sich Fernd aus Jresti und drängte ihn über' die Höhrm uorolrch des Dorfes gegen das Susita-Tal zurück. Ein aus Schlesiern und Hachum beftehendcs Regiment zeickmele sich besonders aus. An 300 Gefangene und zahlreiche Maschinen gewehre und Fahrzeiige wurden esirgebracht. Der österreichisch-ungarische TageHbericht. vcrlautbm? ' 3 °‘ Mchtautttich., Amtlich wird Oestlicher Kriegsschauplatz. Deutsche Regimenter bauten ikffe neuerlichen Erfolge nördlich von Focsanr gestern durch die Eroberung des Ortes Jresti aus, dessen Besitz gegen zahlreiche Angriffe behauptet wurde. Südlich von Okna scheiterten feindliche Vorstöße. Weiter nördlich Hab sich an einzelnen Abschnitten der Ostfront die Kampftätigkeit. Italienischer Kriegsscharrplatz. Der große Waffenganq am I so nzo wurde auch gestern mit höchster Erbitterung fortgeführt. Der Wall der Verteidiger rviderstand siegreich den schwersten Anstürmen. Im Raume nördlich von Kal brachen in den Morgenstunden zwei starke italienische Airgriffe zusammen. Bei Podlesee, Ma- doni und Britof warf der Feind den ganzen Tag über bis in die späte Nacht ununterbrocheil neue Massen gegen unsere Stellungen. Alle Anstürme prallten an der zähen Standhaftigkeit unserer Braven ab. Zu den vielen Kampfmitteln, mit deren Hilfe der Feind lmseren Widerstand nieder- zugewinnen versucht, trat gesteni ein neues, in diesem Gelände kaum erwartetes: Oestlich von Britof ritt italienische Kavallerie gegen unsere Verschanzrurgen an. Sie wurde von Maschinengelvehren empsmrgen und vernichtet. Für die helderchaften Kämpfer auf dem Akonte San Ge- briele brachte der 29. August abermals heiße Stunden. Immer wieder lief der Feind gegen das Bollwerk Sturm. 65egen Abend gelang es ihm, am Nordhang in unsere Gräben ein- zudringen. Nach Einbruch der Dunkelheit schritten in schwerem Unwetter nufere Tnrppcn zum Gegenstotz. Neues Ringen endete mit regelloser Flucht der Italiener. Auch östlich twn Görz ließ der Druck des ftindlichen Heeres noch nicht nach. Waren am Vormittag nur Einzelangriffe abgeschlagen, so ging der Gegner nachmittags nach mehrsttmdigem Trommelfeuer neuerlich zu einem allgemeinen, breit angelegten Massenstotz über. Wieder fand sich das Gelände von San Mareo im Brennpunkt der Kämpfe. Mil Bajonett und Handgranaten wurde hier wie überall Mischen St. Eatherma und Dertojba die erste Linie behauptet. Bei Costanjeviea schob sich unsere Front nach einem erfolgreichen tteberfall auf den Gegner etwas vor. Neben anderen Truppen fanden in den jüngsten Kämpfen noch Abteilungen der Regimenter 10 (Przempsl) unj 48 (Nagv-Konisee) Ge- legenhe-t, sich besonders hervorzutun. Die blutigen Verluste des Femdes sind autzewrdentlich schwer. Die Zahl der seil Beginn der 11. Schlacht eingebrachten Gefangenen ift «rf mehr als 10 000 gestiegen. Triest wurde vormittags zum zweiten Male, heute früh zum dritten Mule innerhalb 48 Stunden von feindlichen Fliegern bombardiert. Den Angriffen fielen mehrere Einwohner znm Opfer; mehrere Privatqebände wurden beschädigt. Der Chef des Generalstabes. vir Kampfe In* west und Ost. Berlin, 30. Aug. (WTB) Die Kampfpause im Gene- ralairgriff der Elttente hielt auch am 29. August an. In Flandern versuchten die Engländer lediglich in dem An- g-riffsabschnttt zwischen den beiden Bahnen Bor-singhe-Sta- den urtb Ppern-Roulers einen Teilangriff gegen die deutsche Stellung nordwestlich von Wie'tlje. Er lvurde restlos abgeschlagen. Die Arttllerietätigkeit lvar bei stürinischem, regnerischem Wetter stark wechselnd. Das Feuer steigerte sich gegen 3 Uhr nachmittags auf die deuffchen Stellungen nordöstlich ?)pern. Gegen Abend griff es auch auf die Gegend an der Küste sowie vom Houthoulst-Walde bis zum Kanal von Hollebeke über. Während der Nacht wicrde nördlich Lange- marck eine englische Patrouille abgewiesen. Im Artois hat die englische Angriffstätigkeit voll- komnren aufgehört. An der ganzen Front herrschte lediglich nEnale Gefechtstättgkett. 'Rördlich St. Qilentin beschränkten sich die Engländer auf ein Stvßttuppnriterrkehnren, das frm 6.15 Uhr abends gegen die deutsche Linie südöstlich Gologne Ferine vvrbrach. Cs lmrrde glatt abgelvieseu. An der Aisneftont berettete starkes französisches Feuer, das sich um 12 Uhr mittags schlagartig südlich und östlich Cernp verstärkte, Borstöße zahlreicher französischer 'Patrouillen vor. Im deutschen Maschmengewehrseuer brachen sie sämtlich verlnstteich znsamnren. Auch östlich Eornttch, am Brtmont urrd nordwestlich Vautdestneolrrt wurden sian- Mische PattmttUeir abgerviesen. An der Verdnnfront beschränkten sich die Franzosen aus Artrlleriefener. Eine starke Patrouille gegen den Südrand von Wavrille wurde abgeiviesen. An der Ostfront war die Artillerietätigkeit an rahl reichen stellen lebhafter als an den Vortageri. Der Angriff der Verbündeten tm Bergland nordwestlich tttvn Focsani macht wettere Forffchritte. Die Verbündeten drangen noi- chen den Flüssen Susita Nnd Pittna Wetter vor und'ersnirm- ten das Dorf Irestt. Die Rnsso-Dttnänen führten zur Em ^ lastturg der hier stark bedrängten Truppeu starke Massen gegen dre anr Vortag von den Verbünderen nordwestlich Mnncelnl gernmnnenen Höhensdellungen vor, die nach außer 'vrdentlrch schweren Verlusten für den Feind scherrerten Auch rm Ortoz-Tal ivnrden zwischen D. Cosrra und Grv^'Sci ricmanifche Ergriffe abgewreserr. Der Kaiser bei Hiudenburg. Berlin. 29..AÜY. iWDB. Amtlich,.Der Karler oesuchre heute umrgrn den Generalseldnrarsä^ll v. Hittdenbmn, um lbm zum ^W!>res1age der schlack,t von Lirnnenberg seine Gl,lck,nüiriq>e darzluoreren. * Die .Kämpfe am Jsonzo. u Aug. (WTB. Nrchtamtl.) Besonders des ttge Kampfe waren es gestern am Plateau von Beinsi.nä und rm .bäume östlich Görz^ Hierzu zog der Feind auf allen An Marschwegen majsenltaft Verstärkungen heran. Von unseren nrmmermuden Artilleriebeobachtern bcimrft iornttcn dte feindlichen Ansammlungen im Vernichtungsfeuer zermalmt werden. Panikartig sah man da die Italiener aus den Sam^- melorter flüchten. Oestlich von Podlesce scheiterten fünf mächtige Stürme des Feindes durch Feuer und Handgranaten. Das gleiche Schicksal erreichte die Italiener östlich Breg. Auch im Raume von Koli griff der Feind in dichten Wellen an. In unserem Feuer zerstob er und als dort in der Nacht starke Patrouillen vorfühlten, nahmen wir sie gefangen oder vertrieben sie. Um den Monte St. Gabriele rang der Feind bis tief in die Nacht und in ein schmales Stück am Nvrdhange drang er ein. Drei schwere Mörser-Bomben warfen Tod und Entsetzen zwischen die Eingedrungenen. Unsere kleine und mittlere Artillerie riegelte den Einbruchsraum sofort durch Sperrfeuer ab. Die Heldensöhne aus Ungarn, Steiermark und Galizien setzten nun zum Gegenangriff ein. Der Feind wiurde aufgerieben; wenige konnten flüchten, der Rest, ein Stabsoffizier und 200 Mann wurden unsere Gefangenen. Auch östlich Görz ward erbittert gekämpft. Die Höhen von San Mereo, die aus dem fruchtgesegneten Görzer Becken cmporquellen, und deren Steilhänge Edelkastanien beschatten, griff der Italiener immer wieder au. Nordböhmen und Kroaten wehrten ihu blutig ab. Gefangene von sieben italienischen Regimentern fielen in ihre Hände. Die offene Stadt Triest suchten gestern zweimal feindliche Flieger auf. Unser Abwehrfeuer hielt sie Zum großen Teil vom Stadtgebiet ab. Acht Bomben, die in die Stadt fielen, verursachten wenig Schaden. ^Heute suchten wieder acht feindliche Wasserflugzeuge die Stadt heim; 18 Bomben warfen sie in das Innere der Stadt. Sachschaden an Privathausern war vielfach die Folge. Bisher zählten wir drei Tote uird fünf Verwundete. Wien, 30. Aug. (WTB. Nichtamtl.1 Aus dem Kriegspresse- guartier wird gemeldet: Italienischer Kriegsschauplatz: Aus der Hochfläche von Bainsisza int Raurnr nördlich von Podlcsos war gestern nur Stellungs^ieg. Um so erbitterter wurde südlich davon gekämpft. Alle Angriffe des Feindes, an denen auch Kavallerie sich beteiligte, waren vergeblich. Besonders der Monre San Gabriele war vielfach das Ziel erbitterter Anstürme. Es gelang dem Feinde u-ach seckstägigem ununterbrochenem Ringen nicht, die Widerstandskraft der heldenmütigen Verteidiger zu brechen. Unseres Linien von St. Katharina über Grazigna uird den Panowitzer- wcckV sowie San Marco umklammern- Görz. Um diese Fesseln zu sprengen, griff der Italiener gestern tvicder dreimal an. Er erlitt^ schwerste Verluste und gewann keinen Schritt Boden. Bei Eostagnevizza verbesserten wir durch! eine glückliche Stoßtruppen^ Unternehmung westlich unsere Stellungen. Einen schüchternen Angriffs versuch .im Raume, von Medeazza schlugen wir glatt ad. Fliegerangriffe auf Triest beschädigten vielfach Privathanser. so das Rathaus und die Univnbank. Die Zoziaiistenkonferenz der Alliierten. London, 29. Aug. (SB. B.) Meldung.des Reuterschen Bureaus. Tie SozialistenKonferenz der M eierten lehnte mit 55 gegen vier Sttnrmen einen Antrag ab, der sich gegen jede Besprechung mit feindlichen Abgeordneten ausspricht, bis Deutschland die besetzten Gebiete gerwrmt hat. ^ London, 29. Aug. (W. BK Das Veirtersche Burewr ureldet: Die Sozialistenkonferenz der Alliierten ist Um 7 Uhr abends geschlossen worden. Ter Ausschuß für die Stockholmer Konferenz legte seinen/Bericht vor, indem er die Teilnahme an der Konferenz seitens aller Abteilungen der Arbeiter- und der sozialistischen Verbände empfiehlt. Es folgte eine lebhafte Erörterung. Da eine Einstimmigkeit nicht zu erzielen war, wurden der Bericht des Aussckmsses und die Erörterung darüber einfach zu Protokoll genommen. Der Ansschich für die Kriei^stz-iele berichtete nur, daß eine EinstimmigPeil nicht erreicht wurde. Darauf wwde der Vorschlag unterbreitet, daß ein ständiger Ausschuß zu dem Zwecke ernannt werben sollte, die verschiedenen Fragen im Hinb lick auf die Einberufung einer neuen Konferenz der verbündeten Länder! zur Vorbereitung für den internationalen Sozial i sten bong re h weiter zu erörteni. Dieser Vorschlag >vurde von der Mehrheit gnge-, nommen. Ter ständige Ausschuß, der aus je zwei Mgevrdueten stder Abteilung besteht, wurde ernanw. Amsterdam, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- tche Bureau gibt einen ausführlichen Bericht Mer die Sozialistenkonferenz der Alliierten. Sie trat gestern morgen von neuem zu- und wnrde^bald auf Mittag vertagt, unr den beiden Kommissionen über die Stockholmer Kvisterenz imd über die Kriegsziele Gelegenheit zu geben, ihre Berichte auszuarbeiten. Die französischen MehrheitswZialisten lehnten eine Vertretung in der ersteren ab. Die Vertreter der englischen Gewerkschaften nahmen an der Debatte der Kommission und an dem Aufstellen des Berichtes nicht teil. Sie erklärten vorher, daß die Frage der Teilnahme an der! Stockholmer Konferenz der Entscheidung des Gewerkschaftskongresses überlassen tverden müsse, der nächste Woche in Blackpool tagt. Berichterstatter der Kommission für die Stockholmer Konferenz war Ramsav Macdonald. Er trat dafür ein, daß alle Gruppen der sozialistischen und Arbeiterorganisationen an der Stockholmer Konferenz teilnehmen sollten. Seitens der mutzösisckxm Mehrheit wurde erklärt, daß, wenn sie sich mich der Tlbsttmmung entölten würden, sie doch mit dem Protest gegen die Verweigerung der Pässe für die Stockholmer Konferenz einverstanden seien. Der Mricht führte zu einer sehr lebhaften Aussprache, während die ver- schiebenen britischen Delegierten die Konferenz verließen, und sich ltaca Blackpool begabeti. Hyndmann brachte einen Zusakantrag ein, nach der die Konferenz erklären sollte, oaß sie jede Besprechung mit den Delegierten aus den feindlichen Ländern ablehnen, solange Deutschland die besetzten Gebiete nicht geräumt hat. Dieser Zusatzantrag wurde, wie bereits gemeldet, mit 55 gegen 4 Stimmen ab- gslehnl- Tie belgischen Delegierten protestierte,i entschieden gegen me Teilnahme an der Stockholmer Konferenz. Da für tum Bericht ück keine Mehrheit fand, wurde er schließlich nur zur Kenntnis- ,lahme angenommen. Der Bericht der Kommission über die Kriegs- uele sagt nur, daß ein MehrKeitsbeschluß nicht zustande gekommen !?’ '^ or ' c - u ^ ^ er Vorschlag angenommen, einen stättdigen Ausschuß zur Vorbereitung einer neuen Sozialistenkonferenz einzusetzen. „ .Das „Allgemen .Handelsblad" meldet: Der Glückwunsch c ^Rußland, der in der Schlußkonferenz angenommen ivurde, war d w^ige Punkt, über den Einstimmigkeit erreicht werden könnt Bernhard Shaw war einer von den Delegierten, die die Versamn lwig oerlreßen, weil, wie ex sagte, nicht die geringste Aussicht a eine Einigung bestünde. ^ug lWTB. Nichtamtl.) „Iouriwl des Dcbat- m.elDet, das; me englische Sozialrsrenpartei einen Bericht vordere,t Ute, der die ^riedensbedingungen fesüegt und fordert, daß d Wiedergutmachungen aus einem von allen .Kriegführenden zusan wetrzulegenden Fonds gestellt werden. Für die Bevölkerung Elsa Lothringens, der Ballanl ander, Armeniens, Polens, Irlmids, I j Volksabstinnmrng vorgenomtnen werden, d mrt diese Bevölkerungen ihre Regierungen selbst »vählen kömrc ,perner verlange die englisch' ^ozialtftenpartri, daß Mesopotamr an die Türkei und die de,tt,chen Kolonien an Deutschland »mii gegeben werden sollen. / 7 Eine neue Partei in England. London, 30. lAug. (WTB. .Nichtamtlich e Meldung i VfrutevHfrm Bureaus. Es wird berichtet, daß eine neue Nation aegrlttchet worden sei, der dm Anzahl Unümiftat angehör Wre .Kundgebung, zagt, rhr Avet je*., denn allgemeinen Wunsch n emer aufbauerchen kräftigen PvlstK auf dernokrntifcher Grnndb zu verwirklichen. ^nl st«ri,am 30. Aug. lWTB. Nichwnitlich., Haut , 4 tzmEbl-d" oeröffenim bie „Times" eine totnb?fbii am 20 Sftiontn, b-rrmrtcr sschß PerrS und sechs Mitglieder i Unterhauses, welche darin erklären, daß sie sich von der konser! tiven Partei lossagen und eine Nationalpartei bilden Die n Partei ist für eine energische Fortsetzung des Krieges bis z- völligen Siege, für eine ehrliche Verwaltung unb Politik gec ben Verkauf von Aüelstiteln, gegen den Klassenkamps znnsck Arbeitgebern und 'Arbeitnehmern -und für eine höchstmögliche Güt Erzeugung mit angemessenen Löhnen und angemesserrem Gewinn. In der Kwndgebuirg heißt es: Wir finden nirgends Mangel an Ehrerbietung, Hingabe oder Loyalität gegenüber dem Throne, wohl aber in allm Klassen im Lande und in der Armee, eine offen zur Schau getragene Abneigung gegen die Politiker und regierenden Personen, die uns durch ein veraltetes Parteisystem aut gedrängt sind. Wir beabsickstigen, zu handeln, ehe es zu spät ist. Rotterdam, 30.Aug. (WTB. Nichtanttl.) Dem „Nieuwe Rotterdamsche Eourantt' zufolge schreibt die „Times" daß die Mit- glieder der lrreuen Partei sämtlich Schutzzölluer (Darifrefvrmer) sind. Aus ihrem Programm stehen in erster Linie die Beschlüsse der Pariser Konferenz. Der Frredensvorfchlag des Papstes. Berli n, 30.Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Gegenüber der von der „Times" an der Friedensnotc des Papstes geübten Kritik stellt „Osservatvre Romano" vom 26. August fest: 1. Wenn die „Times" zugibt, daß der Papst Und der Verband für das gleiche Ziel „Recht geht vor Mackst" kämpfen, aber sagt, dies könne nur durch die Niederwerfung des deuttchnn Militarismus erreicht werden, fragen wir: Geht trrcht der päpstlich^ Vorschlag aus Abrüstung und Schiedsgericht aus die Niedenverfuug jedes Militarismus? 2. Wenn die „Times" der Wirksamkeit der Abrüstung mißtraut, so sind die praktischen Schwierigkesten gewiß groß. Aber als Wilson den gleichen Vorschlag wachte, wurde er doch beifällig ausgenommen, unter Hinweis auf den Wirtschaftsboykott als wirksame Drohung gegen einen Vertragsbruch. 3. Der gegenseitige Verzicht aus Entschädigungen mit gewissen Ausnahmen, den die „Times" mißbilligt, entspricht samt dem Rämnungsvorschlag durck-aies den von den Verbandsregierungen bereits geäußerten Ideen. 4_.9£uf beit .Borwurf.zu allgemeiner Formulierung der päpstlichen . Vorschläge ist zu erwidertr, daß der Papst nur den Vernnttler spielt und nicht aus Einzelheiten entgehen kann. 5. Die „Times" hat also die päpsstieF Note entweder nicht genau gelesen, oder sie null sie mißversvehen, wie denn auch aus einigen ihrer Aeußerungen: über die Uebergehmrg Serbiens und die Bevorzugtmg Polens der Geist verlettmderischer Mißgunst spricht. Die Lage in Rutziand. Kererrski nach Petersburg znrückgekehrt. Peter bürg, 30.Aug. (Reuter.) Kerenski ist nach> Petersburg zurückaerehrt. Die Gräfin Panine ist zur Staatssekretäri. ernannt worden. Peters bürg, 30. Aug. (W. B.) Meldung des Renterschen Bureaus. Während die Presse im allgemeinen nrit ihrem Urttül über die Ergebnisse der Moskauer Konferenz zurückhält, sieht sie eine baldige Umbildung des Kabinetts voraus, ohne daß dabei die Zusainmensetziutg der Regierung hinsichtlich der Vertretung der bürgerlichen Parteien und der sozialen Klassen geändert werden würde. Spauttung zwischen Kercrrsri und Kornilow. R o t t e rd a m, 30. Aug. (WTB. Nichtamtl.) „Nieutoe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Aus Petersburg wird be- richt-et: Es scheint, daß zwischen Kornstow und Kerenski Eifersucht entstanden ist. Die linken Parteien ärgern sich! über die theattalische Art, mit der Kornilow seinen Estrzug in Moskarr hielt. Er kam mit vielen Kraftwagen und einer Leibwache. Sestt Besuch sti der liberischen Kapelle mit dem wundertätigeu Mutter-Gottes-Bilo, früher immer ein Teil des Zeremonielles beim Einzug des Zaren in Moskau war ein prunkvolles Schauspiel. Ms Korniloff im Kongreß-Saal erschien urrd sich nach seinem Sitze begab, wurde er von der Rechten mit gewaltigem Beifall begrüßt, während die Linke labsolutes Stillschweigen bclvahrte, bei dem Erscheinen Kerenskis wiederum war links Beifall und die bürgerlichen Parteien schwiegen. OppojrLiotr der KosaLen. Bern. 30. Aug. (W. V.) Ter Petersburger Sondcrbertchit- erstatter des „Lorriere della Sera" betörst als wäckittgen Faktor der derzeitigeu imrerpolitischen Wirren in Rußland die immer stärker ausigeprägte Opposition der Kosaken gegen den Arbeiterund Svldatenrat. Ter Berichterstirtter meldet, die Bolschewiki unterließen nichts, not die Verhandlungen in Moskau zu stören. Sie verbreiteten überall telegraphisch die ?iackwstlst, in Petersbrrrgj seien neue Aüfsststldc aus gebrochen. In Moskau sei der geplante GencrakaMstand für die Zeit der Kmrferenz ihnen nicht gelungen. Immerhin sei estt Teil des Verkehrs lahmgeiegt worden. „Giornale d'Italra" warist vor beit überall curfttetenden übertriebene Siege^erüchten, die nur Enttäuschung und Mllßstinrmnug inr Volke zu erwecken geeignet seien. Maßnahmen gegen Finnland. H e l f ing f io r s, 30. kÄlüg. WsTB.)' Meldung der Peters-i burger Telegraphen-Ägentur. Inr Hinblick -auf die für heute vor- inittag 'angesagte Wiedereröfsming des Landtages besetzten russische Truppen mchmvrgens das Landtagsgebäude. Die Stadt ist ruhig. Der Arbeiter- und' Soldatenrat Don Helfrngfvrs ordnete an, daß. die Besatzung der ,Fkotte auf den Schiffen zurückgehalten werde. Hel sing so rs, 30. Aug. fReister.) Tie russischen Truppen, idie das Landtagsgebäude besetzt hatten, hinderten die Abgeordneten am Betreten des Gebäudes. 79 sozialistische Abgeordnete begaben sich darauf in das Gebäude des alten Landtages und nahmen mit 44 gegen 35 Stimnien eine Entschließung an, die anerkennt. daß eine Sitzung in gesetzmäßiger Weise abgehalten wurde. Lebensmittelmangel in Kiew und Finnland. Kopenhagen, 30. Aug. W. B.) „Nationaltttende" meldet aus StDckholm: Der Hmcdelsrat von Kiew teilte der Regierung telegraphisch mit, daß der Lebensmittelnmngel in Kiew jetzt einen drvlienden Charakter angenommen habe. In einigen Tagen seien alle Vorräte aufgcbraucht. ^.Politiken" meldet aus Helsingsvrs: Die bedeutenden Meugett Brotgetreide, die Rußland an Finnland zu liefern versprochen hat, find immer noch nickt.ernoetvHen.. Der Senat richtete einen energischen Protest nach Petersbirrg, Finnland stehe dicht vor der Hungersnot. L>1-ockh!olm, 30. Aug. Nach einer Meldung des Afwnbladet aus .Haparanda sind die Brotanteste in Petersburg herabgesetzt worden. Mmr rechnet mst einer weiteren Verringerung. D-en Grund dafür sieht man in der Hungersnot im Wolgagebiet. Amerikas Kriegsvorbereitungen. Rotterdam, 30. Aug. ,W!TB.) Die „Times meldet aus? Muyvrk, daß in den llebimgslagcrn 150000 Offiziere ausge- bildet werden. .— Das Kriegsdcvarlem^ent hat die Anerbietungen) der französischen und englischen Regierung angenommen, Instrukteure für die Offizierskursc zn schickGi. Me Offf^ere werden die> Cadres für -eine Armee von 4 500000 Marnn bilden. Amerikas Lkriegskredite. Bern, 30. Aug. (WTB Nichtamtl.) Der „NLatin" nteldet aus Newyork: Das Repräfentaistenhaus begann die Erörterung! der Eröffnung neuer Kredite von 11,5 Milliarden Dollars. Die Ausgaben für das Steuerjahr betragen 18 Milliarden einstUießlick! 7 Milliarden Vorschüsse an die Alliierten. Die Regierung wiro vor aussichtlich einen G^samtkredit von 21 Milliarden Dollars fordern Ferner wird der Marineminister im Laufe der Wvche einen außer- ordenttichen Kredit von 1750 Millionen Franken für Pläne des sofortigen Baues einer großen Torpedos ägerflvttille an fordern. Amerikas Kricgsgewinnsteuer. Washington, 29. Aug. >'W. B.) Meldung des Renterschen Bureaus. Ter Finanzausschuß des Senats stirnntte der Erhöhrmg der Kriegsg-ewinnsteSttw von 26 mff 33 Prozent zu, wodurch der Ertrag des Voranschlags von 562 auf I960 Millionen Dollars steigt. Argentinien. Berlin, 30. Aug. (W. B.) Ter argentinische Gesandte teilte mst, daß seme Regrerung die dtttgelegenhest der VersenLma des argenttntschen Dampfers „Do-ro" dnrck) die deutschen Erklärungen als erledigt betrachte. Du- derstsche Regierimg hät fttt den DamÄer „T^ro die Zahlung einer Entschädigung zuaesagt Lern. M- A,lg. sPriv.Äel.) Ter „XcmptF mewet «,s Bnen,os-Atres: Ern Mmstfe,t mst über hunderttwchnd Urüvr- schrifttn, darunter derjenigeu des ehemaligen Ministers Mellst» Gomez und des Kammerpräsidenten Deuarra und erster Gruppe von katholischen Deputierten, fordert den Präsrdertten dar Republik aus, die Neutralstät ArgentintSk^ anfrechzuerhalten. Am 17. Aug fand estte Versammlung der Kcstholischen Gesellschaft m Buenos Aires zugunsten der Papstnvte statt. Teuerungskundgebnngen in der Schweiz. Bern, 30.iAng. (Schweiz. Dep.-Ag. In allen größeren Städten der Schweiz fanden lwistc Teuerungskundgebungen der ülr* bestcrschaft statt, die von der sozwldemokrattsckien Partei und dem Gcwerkschastsbnnd veranstaltet waren. Nach den Kundgebungs- Zügen durck) die Haupstttaßen wursten Ansprachen gehalten. Die Kundgebungen verliefen überall ruhig und ohne Zwischenfall. Dev Straßenbahnverkehr war während einiger Sttrnden eingestellt. Der Wechsel im österreichischen Ministerium. Wien, 31. Aug. Die heutige „Wiener Ztg." verlaut- bart das allerhöchste Haudschrerbeu, in dem erncrnnt uwrdeu : der bisherige Leiter des Unterrichtsministeriums Cwiklinski zum Kultus- und Unterrichts minister, des Eisendachunini- jteriums Bauhaus zum Eisenbalmminister, des Justiz-minister mms Schauer zum Justizminister, des NTinisterinms für öffentliche Arbesten .Homann zum Minister für öffentliche Arbeiten intb des Finauznrinisteriums.Winttnepzunr Finanzminister, Fel dm arschal len triunt Czapp zum Landesverteidi- gungsininister. Fe-rner wurden ernannt: der llniversitllts- prvsessor Frhr. v. Bieser zum Händelsmtttister, Graf Silva Tarouca zum dlckerbamninister, der bisherige Leiter des Ministeriums für Galizien Twardvwski, ferner Seitionschef im Ministerratspräsidium Ritter v. Zolger und das Mitglied des Obersten Sanitätsrats Hofrat Horbachewski zu Ministern ohne Portefeuille. Minister Twardowski behält die Führung der bisher nmegehabten Agenden. Mataja wird als Minister nnt den Borardciten für die Sck)affung eines Ministeriums für soziale Fürsorge, Horbachewski mit den Vorarbeiten für die Schaffung eines Mimsteriums für Volksgesundheit betraut. Wien, 30. Aug. (WTB. Nichtamllich.) Das k. u. k Telc- graphenkorrespondenzburean meldet, die neue Regierung ist aus Beamten und Fachleuten gebildet. Da die politischen Parteien stlbft die Schaffung eines parlamentarischen Kabinetts als unzeitgemäß bezeichncteu, wurde ein Definitioum in anderer Richtung genmdeu. Der allgemeine Kurs erfährt keine Aendcrung. Auf die bisherigen stützen des parlarnentarischen Bettiebes wird auch lüuftighin gerechnet. Doch soll die Zusanrnrcnsetzung des Kabinetts den bisherigen dissentterenden politischen und natimralen Elementen erleichtern, sich mit diesem Kurse zu befreunden und an derj posltiveit Arbeit teilnehmen. Tie neue Regierung strebt vor allem die Kräftigung und Belebung der inneren Wirtsckast, die Ber- benerung und Sicherung der Versorgung der Gesamtheit wie für den einzelnen an. Sie will die Bedürfnisse der Kriegführung unter allen Umständen gewährleisten, zugleich aber die Opfer der Be- oöllerung auf das geringst zulässige Maß .zurückzuführen in der lloberzeugung, daß darin die beste Bürgschaft für eine rasche und glückliche Beendigung des Krieges liegt, die nach den glänzenden Lcrstungen der Stteitkräste der Monarchie und ihrer treuen Verbündeten sich zuversichtlich erwarten läßt. Zugleich Zollen die Vor- beoingungen für eine möglichst reibungslose Ueberleitnng der Kriegswirttchast in normale VerhälMisse und strr eine segensreiche, die Rückschläge des Krieges rasch überwindende Friedensentwicklung gesckiafsen werden. Bei ihren emschlätstgcn Bemühungen wird die Regierung stets den untrennbareu Zusammenhang und die innige Weckselwirkirng zwischen der Stabilität der Slaatsfinanzen, der Gedeihlchkeit des Wirtschastslebens und einer dem sozialpolitischen Empttnden der Zeit gerecht werdendeit EnUvicklung der allgemeinen Wohlfahrt sich vor dlngen halten. In polittscher Beziehung wird die neue Regierung in erster Linie bestrebt sein, in vor- staiidnksvoller Zusatmnenarbeit mst dem Reicksrat das bereits angekündigte Programm des zestgemäßen Ausdaus unserer Erfassung unter Wahrung der Bedürfnisse der Gesamtheit und im Sinne emer Gleichberechtigung der Völker entsprechenden iiationalcn Autonomie sestter Verwirklichung näl>erbringen. Das tteue Kabinett will aufgefaßt sein als eine Regierung der getreuen Erfüllung aller staatlichen Verpflichtungen der erfolgreichen Bewältigung der Kriegsaufgaben und der intensiven Nnrtschlrftlichen und sozial- volittschen sowie staatsstnanziellen Arbeit, der uattonalen Unbefangenheit und der Ausgleichung der Gegensätze auf verfassungs-- mäßigem Boden, Seekrieg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin^ 30. Aug. (Amtlich.) Im Sperrgebiet mn England wurden durch unsere U-Boote wiederum 24 000 Brnttoregistertonnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich auch die englischen Dampfer „Wisbach", tiefgeladen, anscheinend mit Kohle, und „Edina", mit Stück- gut nach Irland. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die Wirkung des U-Bootkrieges. Stockholm, 30. Aug. (W. B.) Iit der Zeitung „Nya -ragttgt Mehanda" behandeltc ein Marinefachmann auf Grund genauer Berechnungen die Wirkungen des deutschen Tauchbootkrieges. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, das; der der Entente m Verfügung stehende Frachtraum, der zu Becstnu des Krieges 38 Millionen Tonnen betrug, bei der jetzigen Wirksamkeit der deut,cheit Tauchboote am l. Januar auf 13900 600 Tonnen herab- gesuukcu fein werde. In diesen: Zusammenhang schließt er seine Untersuchung mst den Worten: Schon jetzt über den Voraussicht- lichen Ausgang des Krieges etwas vorauzusagen, ist natürlich verfrüht. Soviel aber kann man'als sicher aimehnten. daß falls kern Ereignis enittrtt, welches die Wirkungen des U-Boot-Krieges neutralisiert, die Entente früher oder später auf die .Knie ge- Altttrmen wird. Ter Zeitpunkt ist vielleicht noch, fern, aber wenn die Etnstcht rn dre Gefahr m den Ententeländern weiter um sich gegriffen hat, wird sicherlich die bloße Drohung dazu geeignet sein, eine starke Friedensnei-gimtig hervorzrtriffen. Das erste englische Standartschiss. X < 3 c r .^ a m ' 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich. „Han- detsblad meldet aus London, daß das erste englische Stan- oardschrff fertig geworden sei und seine erste Reise angetrr- ten habe, fünf Monate, nachdem sein Ban begonnen worden sei. m 30- Aug. Das „Allgemeen Handels- blad meldet aus London: Seit dem 17. 2. sind insgesamt ! 695 brittsche Schiffe versenkt worden,'davon o2^ über 1600 Tonnen. 452 Schiffe wurden erfolglos angegriffen. K-ovenhagen 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.'- Das Mm^terium des Neutzern gibt brkamrt: Die dänischen Damp- fer ,,Aurora' und ,,Aima", beide von England nach Däne- mark mit Kohlen unterwegs, wurden am 27. 8. in der Nordsee versenkt. Bon der Besatzung beider Schifft kam ern Mann nur. Aus dem Reiche. ^ derlrn 30. Aug, (WWA) Der Vorstand des d^eut-. fchen Städtetages richtete an Dr. Hetfferich ckls Stell- vertrÄrer des Retchskan^lers die Bitte, eine AborHnnrrq deS deutscheit Ätadtetages zur Erörterwrg der Versorgung der Städte m:t Hausbrand kohlen trnd den nottvendiqen Kohlen zur Erzeugung von Gas imb elektrischem Strom Mt empfangen. M- S*»H und «4M»*. Gießen, 31. August 1917. £c*«tl68t*tte(. - Nein Hö Äftpre-ise für Brv t. M ÄöMwveise wer- bm fck&kü t: für den 4 -Pftrn.h-Lmb B-r v t ^ llsg., für dm Brot 20 Mennig. ftft Bwt Mts 4Sei;enmehl O das Mund 36 Ps«vüg; für Brörchrn: mit emeni Berknnf ^0^ von 50 Gramm 5 Pfennig; für Zwie b a ck: ans WmMimelst das Mund 1.20 M. mrs W-eizenbrotmehl das Mund 85 Pf enn ig; für Meh l im Klein verkauf: 1. RogsemnM das Pftmd 21 Llcmirg. WeizeEn:vtmrlil das Wund 25 P-errmg. Werzenmehl 0 das Pfund 36 Pfennig. Siehe Bekanntmachung. ** Zucker. Die Jul^rmcrrken Nr. 30, 31 und 32 können (ns ernschliesttich 1. September dei folgenden (Geschäften ein- aelöst werden: Robert Hecker, Brandgasse; S. Ziegelstern, Lcmdgraf-Philipp-PLaH; Bieter, Neusta.dk ' Gebrüder Noll, Bahnhofstraße: E. Banse, Fvankftrrterstratze; Jakob Maternus, Klinikstraße; K. Rudersdorf, Bismarch^aße; Hernr. .Driesch, Seltersweg; Konsum-Berern (Verkaufs stelle Schanzerrstraße). ^ ** Nahrungsm rttelausgabe. Ww vom städtischen Lebensmittelamte berichtigend mitgeteilt wird, ent- - fällt auf die Nährmittelkarte B (rote Karte) auf Abschnitt 14 Grieß, auf Abschnitt 15 Hafer- cklocken und auf Abschnitt 16, Graupen. , ** Verteilung von Kunsthonig. Der Stadt Metzen ist Kunschonig zur Verteilung überwiesen worden. Wer Kunsthonig brKiehen will, hat den Bezugsabschnitt 18 der Lebensmittelkarte von Dienstag, 4. September, bis Samstag, 8. ^tembcr, in einem ^lernhMldelsgeschäft gegen Aushändigimg des Befwll- answeises adzulieferii. Wer bis zum 8. Septemt^c den Bezn^- abschnitt 18 nicht abgegeben hat, kann bei der VerterttMg mcht berücksichtigt weiden. Die Menge an .Kunschonig, die auf ledeN Abschnitt entfällt, sowie der Beginn der Ausgabe werden noch bekannt .«-kegeben. Siehe BeLanntmachunq. ' ^ ** Die Lebensmittelkarten der Kl rnikkranken/ Änf Mund der Anordnung des Kriegsernährungsamtes vom ‘11 Mai 1917 haben Personen, die länger als drei Tage Aufnahme in hiesigen Kltniren finden, ihre Lebensmittelkarten bei den zu- iMwigM Bezirken abzugeben, und entsprechende Bescheintgnng, du bakm ausgksteNt wich, den .Kliniken vvrMleg«r ** Seifen-Verbrauchsregelung. Me Geschäfte, die i-Sei*, SeÄMpulver oder sonstige fetthaltige Waschmittel an Der Taucher unmittelbar absetzen, haben die vereinnahmten. Seifen iabsämitte allmonatlich dem Städtischen Lebcnsmittelamt einzu ! rerchen Der Einreicher hat die Richtigkeit der Anfttellirng über W öbffdieferten Seisenabschnitte durch Namensunterschrift M de-, 'stätigen Aon <^rund der eingereichten Abschnitte erhält der Kleinhändler emen Bezugsschein zum Bezug von Seife durch einen -Großhändler. Siehe Bekgnnttmnhung ** Städtischer Obstverkauf. Morgen kommen wieder im Hofe der Obstverteilungsstelle, Brandplatz 3. Aepfel, Birnen, Zwetfchen, Hollunder und anderes Obst zum Verkauf. * ** A m tl i ch e P e rfo n al nach r i ch te n. Das ThrmzeickM •für Mitglieder Freiwilliger Feuierwöhven wurde vom Arvßherzog Iberliehcn: Peter Jioßejj! iÖ^firuntm 'uatb Johann Friedrich 'Winternheimer m Ober-JngÄhsrm. ** Anszeichnnn^. Infanterist Wilh. Schneider, der t feit Anfang 1915 im Felde steht,,-erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. > und wurde gleichpiertig zum Gefreiten befördert. ^ ** Jnngwehr. Freitag, 31. Angwst, Antreten: 8t, Ichr im Hofe der Ober-Realfckitle. Die Mannschaften haben in Uniform zu erscheinen. ** D c r*A ug ust nimmt einen bösen Llbschied von uns. Auf das kalte imd stürmische Wetter der letzten Tage ist nun der Regen gefolgt und der Hemtnel sieht so aus, als ob für ne ersten Tage des September nichts Besseres zu erwarten ei. Doch hat die Sonne noch .Kraft genug, um auch durch Septembernebsl und Regen hindurchzudringen und uns noch onnige und warme Tage z-n bescheren, die zurzeit der fallenden Blätter und Silberfäden mehr erquicken und erfreuen als die sengende Juli- und Augustsonne. ** Stadttheater Gießen. Auf die beiden letzten Vorstellungen des Sommersnachmittags, die Gesangsposse „Die Königin der Luft", abends das beliebte Singspiel ,,Das D r ei m äd e r lha u s", sei nochmals ausdrücklich Angewiesen. Die beiden in der Darstellung des Personals des Bad Nauheinrer Kurtheaters anerkannt flotten und abgerundeten Vorstellungen gewinnen dadurch 'besonderes Interesse, daß sowohl für Nachmittag wie Abend vollständiges Orchester durch die Kapelle des Gießener Ersatz-Bataillons gestellt wird. ** M il i t ür konz-erl. Das gestern abend im Hotel Fürsten Hof stattgehabte Konzert unserer RtsginumtÄnnfik hatte euren durchschLagenden '(Zrftstg erfreute sich eines recht guten' Besuches. Die sOffiziere des -Regiments Ovaren vertteten, und ^vischlkn der Gießener Bürgerschaft saßen unsere lieben Feldgrauen. Obernrnsiftneister Locher dirigierte mit seltenem Schwange und brachte ein ansgewählles Programm fc'itm Borttag, das neben! Wagner, Weber und Strauß auch zwei selbstSomponierte M-ärfch.' des Dirigenten -enthielt. Jedem Stäche folgte reiche Beffall unö eine ausgezei!chnete Stimmung blleb bis' znlfttzt erl-alten. ** Eine Holzverft eig«rnng der Stndt Gießeic findet Montag, 3. Sept., vorm. 9,30 Uhr, in üat Waldungen der Stadt Gießen, im Bezirk des Forstworts Arft Hochwarte, statt. 'Siehe Anzeige. ** Ueber Ver sorg-tting des Heeres mit Nadek- s.chnittholz ist mit dem 31. August 1917 eine BekMintmachnng Nr. 8. I. 59/6. 17 K.R.A*, in Kraft getreten. Durch diese Bekanntmachung wird ^eLdÄschnftkhpl^. bas nicht für den eigenen Verbrauch bestimmt ist, ohne McksüA darauf, ob es im Jnürnde hergestellt oder -aus dem Reichsauslande eingeführt ist, beim Hersteller und Einführer einer Berfügungsbeschräiftung nntettv-orfen. Jeder Hersteller von Nadelschnittholz darf über 1 / i seiner monatlichen Erzeuungg sn Nadelschnittholz (Freftei.l frei verfügen;' über die restlichen -/z (Pflichtteil^ jedoch nur, soweit es sich um die Erzeugung des fewttls laufenden rmd des jeweils! folgendest Monats handelt, imd nur so lange, als nicht die für den .Herstellungsort dieses Nadekschniüholzes zuständige Kriegsamtstelle den Pflichtteil beansprucht hat. In letzterem Falle darf der Pflichtteil des Herstellers uirr an einen Mgelassenen Großhändler oder an tue zuständige Königlich Stellverttetende Intendantur gemäß besonderen Liefervorschriften und zu den jeweils vor geschriebenen! Rich tpreisen veräußert und geliefert werden. Die Lifte der zu gelassenen MoßhLwler wird in den antttichen Blättern veröffentlicht werden und liegt bei jeder Kriegsamtstelle aus. Wer Nadel- schnittholz aus dem Reichsauslande einfüh-rt, darf über 1 / :i der jeweils eingeführten Menge (Frert-eil) frei verfügen: dagegen dürfen die resllicheii *U (Pflichtteil) nur an die zultändige Königlich Stellvertretende Jnteiidarttur gemäß den besonderen Liefervorfchristen und zu den vor geschriebenen Richtpreisen veräußert und geliefert werden. Beim Vorliegen eines wichtigen Grundes kamr Befreiung von der Verpflichtung zur Lieferung dsss Pflichtteils oder Anrechnung von Lieferungen an Reichs- ober Staatsbehörden auf den Pflichtteil erfolgen. Tie Wortlaut der Bekaunttnachung ist in der heutigen Nummer unserer Zeitung einzusehen. Landkreis Gießen. ** Lollar, 30. 2hrg. Müerofftzier d L. Martin T a u be r t, Hauptsteuiercmttsassistent in Maft^, wurde wegen Tapferkeit vor ' dem Feind mit dem Eisernen Kveutz 2. Kl. ausgezeichnet. Er steht zum zweitenmal im FeDe. Seinem jüngeren Brüder Karl wurde vor einigen Wochen dieselbe düiszeichnung verliehen. Beide sind Söhne des WeiM^ermeisters Fvanz Tanbert. 3e6«r mustere lerne voiviaqen un^ lomme: Die Goldankaufsteüe in den Räumen der Vezirkrsparkasje Gießen ist morgen von sv bis \ 2 % Uhr geöffnet! ** Lauter ,31. Aug Der Offizierstell Vertreter Ernst Zimmer von der Bing ist als vermißt gemeldet. BekMuttich G er in ^Pefangenfchafl geraten, da gerade in diesen Tagen die Franzosen von einer größeren Jahl deutscher Gefangener berichteten. g. Lollar, 30. Aug. Der jüngste Freiwillige unserer Gemeinde, und viellercht des ganzen Hessenlandes, !ml, wie vor kurzem bekannt wurde, den Tod fürs Vaterland erlitten. Es nt ^ Arbeiter Karl Ringel, der im August 1914 sofort beim Ans brnch des Krieges, mnü nicht ganz 1 6 Inl)re alt, icinc Ein stellung als Freiwilliger erreichte. Da er körperlich für iem lugend ticlies Älter sehr krämg cnttviuelt war. ivar es ihm, dem geuIMr Turner, ein Keines, die Sttaöazen drei Jalire mitzumachen. Er wurde Gefteiter, erwarb stch bald das Eiserne Kreuz und würbe Geschütz füll rer eines Maschinen gervehrs. Einmal verwundet, Lehrte er nach seiner lÄeTwsung tmeder zur Truppe zurück. vorderer Stellung als Borpvsteir im Argoarnettvald stehend, traf ihn bei einem nächtlichen Uebcrfaü die tödlich? feindliche Kugel. Er fiel als ein leuchtendes Beispiel jugendlicher, deutscher Begeisterung und Treue — Lehrer Matter« von hier, Bi Feldwebel m cutenr Infanterie-Regiment, ist Seit den letzten schweren .Kämpfen be- Verdun als vermißt den Eltern gemeldet worden. Hessen-Nassau. Die Kaiserin in Hessen. Homburg v. d. H.. 30. Aug. (MDB.) Dst' Kaiserin gattete gestern den HÄchfttr Farbwerken einen längeren Besuch ab. Nach eingehender Bcsichittgungl der Fabriknulagem., in deren Verlauf die Kachfevßi sich mit sieben Pstrjomm bei der Arbeit unterhielt und sich, nach ihrem uird ihrer Familie Ergehen erkimdigte, verteilte so mi zahlreiche betouders verdiente ^Arbeiter und Arbeiteriuner. Verdienltkreuz-e für Kriegshilfe. . = Bad-Nau heim , 30. August. Die Kaiserin itattett dreier Tage' dem Reserve-Lazarttt im Europäischen .Hof einen Besuch ab Alechliche Nachrichten« Israelitische ReligionLgemeinde. Gotteso. i. d. Synagoge iSüd' Anlage). Samstag, 1. Sept. Vorab.: 7.45: morg.: 8,30. abds.: 8,25 u. 9,00. — Israelitische ReligionrgeseLschast. ^abbaLfeier,^ der: 1. Sept. Freitag abd.: 7,Ä); Samstag vorm.: 8,30: nachm.: 5,00; Sabbattulsg.: 9,00; Wochengvttesdienst: morg. 7,00, abds. 7,30 Vermachter. > Französische Fliegcrabstürze. Berlin, 30. Aug. lWTB. Nichtamtlich- Die Pariser Presse meldet heute wrederuui 1 Todesstürze französischer Flieger. Der Sohn des Generals Boutttcaux, ein Fliegerleutnant, wurde im Luftkampf getötet. Der Sohn hes Senators Meiner wird seit Freftäg nack einem Luftkamps Mit einem deutschen Flugzeug vermißt. Mi Ambe neu liei Lyon stürzten zwei Militärstiegei- tödlich- ab. * Berlin, 31. Aug. In der Nähe von Schuerdemühl wurde aus der Warthe die Leiche eines dortigen Obsthändlers Pla> schewski mit zmammengebundenen Händen und einem Messer in der Brust mifgesundcb. Die Frau deS Ermordeten wurde gestern früh in ihrem Bette liegend tot ausgefmiden. Witternngsbericht. (O e s s e n t l i ch e r Wetterdienst.) Wechselnd bewöllt, zeitweise ^Niederschläge, kühl. LECIFERRIN ein beliebtes Hausmittel für Blutarme, Bleichsiichtige, um das Blut zu bereichern. In derRekonwaBeszen*nachei*schö|ife»idenlCpankheiteBi s umdielCi*afteras©iiisi^ haben. Von Aerzten mit Vorliebe verordnet. Ueberall erhältlich, auch in Tablettenform bequem auf Reisen. | Verschiedene] vereinigter rtaninchen;ucht-u.pflegeverein Mitgtieder-Versammlung Sonntag, den 2. September, nachmittags 3 Uhr im Bereinslokal Saner, Neustadt: Ausftellungsangelegenheilem Jnpflegegabe eines VereinSrammlerS. <6433 Geschäftserölfnung Meiner werten Kundschaft und Gästen hierdurch zur Mitteilung, daß ich heute die HamniBtraföB 14 übernommen habe. Außerdem mache ich noch bekannt, daß ich mein Fuhrgeschäst mit Umzügen, Holz-, Kohlen- und landwirtschaftlichen Fuhren hier auch weiterfi'rhre. 05335 Heinrich Renting. 2 kl. Wohnungen, auch auf., z uctm. An den Bahnhöfen 20. I Mo bl. 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Ausgabe der Abfuhrscheinc bei der zuständigen Zahlstelle, Holzüberweisung und erster Fahrtag: Donuerötag, den 6. r. MtS. Gießen, 30. August 1917. 64276 Grohy. Oberförsterei Schissenberg. Trautwetn. Arbeiter und Arbciterinlieu gesucht. 6418 1. Bama88 Atganeukistcnsabrik, Schillerstr. 18. Tüchtige selbständige für (ße«ichofibearl>eltaus 4 sowie Flat^arbeiter sofort gesucht. Eisenwerk Haiger, Gießen, Margaretenbütte. 6395 Aelteres Mädchen oder unabhängige Fra»» für meinen Haushalt per bald gesucht. Kockeil und Nähen erwiinscht. krsn Islisnon, Waschanstalt, Wetzlar. GiSi Für Herrschaft!. Haushalt ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes selbständ. Knchen- mädchen und gewandtes Zwcitmädchcn zum 1. Oki. od. frühernachRheydt gesucht. Schr. Angeb. od. vers. Borst, b. 5. Sevl. Pens. Krttsemann, Branniels,3frau E.FHedrlehs. Tncht. Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Borzustellenzwischen 11 tt. 4 Uhr od. abends nach 8 6409 Ost-Anlage 31, II. 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Nach Gottes Ratschluss hat unser lieber Sohn und Bruder Theodor Weinberger stiid. theol., Leutnant d. R. bei einem Inf.-Regt. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Oesterreichischen Tapferkeitsmedaille nach 3 jähriger treuer Pflichterfüllung am 20. August den Heldentod erlitten. Im Namen der trauernden Angehörigen: A., Weinberger, Pfarrer. Lardenbach, den 28. August 1917. ^v Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Unerwartet traf uns die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber Sohn und unser guter Bruder Heinrich Schneider Vizefeldwebel in einem Reserve-Infanterie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes !!. Klasse am 6. August nach treuer Pflichterfüllung im Alter von 26 Jahren den Heldentod fürs Vaterland durch Kopfschuss erlitten hat. Treue Kameraden betteten ihn zur ewigenRuhe. In tiefem Schmerze: Frau Kath. Schneider Wwe. Jakob Schneider, z.Z. im P,Id. Ludwig Schneider Wilhelm Schneider. Rodheim a. d. Bieber, den 28. August 1917. W26 tließener FrAbel-Semlnar. Ausbildung v. Kindergärtnerinnen, staatl. Abgangs- zevgcnsse in Preußen gültig. Ausbildung von Kinder- Negerinnen, früher Kindergärtnerin II. Kl. BorbereitungS- fla ^ fiir wlche Schülerinnen, welche die vorgeschriebene 'd) jlbHfnwq nicht besinn und Kindergärtnerin werden moihn. Auswärtige Schülerinnen werden im Heini des Zv.nnmv ausgenommen. Profoekie, Auskunft und Au- »N"' nng int Seminar, Wartcnitraßc 30. 0123 Anmeldungen ».Eintritt t. d. Semiitarkindergarten jederzeit. Heute abend 7 Uhr verschied nach langem Leiden meine liebe Frau Sophie Rühl geb. Ferber im 63. Lebensjahre. Christian Rühl. Giessen, den 29. August 1917. Die Beerdigung findet in der Stille statt. 06386 Von Beileidsbezeugung aller Art bitte abzusehen. . M Ein hartes Los hat uns betroffen. So schwer es zu ertragen kaum: All unser Glück, all unser Hoffen, Es schwand dahin, als wie ein Traum. WennLiebekönnteWunder tun Und Tränen Tote wecken, So würde dich im fernen Land Nicht fremde Erde decken. Ruhe sanft, du treues Herz, Duhastden Frieden, wir den Schmerz. Nach fast dreijähriger, treuer Pflichterfüllung im Westen und Osten erhielten wir am 26. August 1917 die traurige Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und unvergeßlicher Bruder Musketier Karl Bender Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse im blühenden Alter von fast 24 Jahren am 15. August 1917 sein junges Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Familie Gg. Bender II. nebst allen Angehörigen. Leihgestern, den 29. August 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 05380 Einf.,dopp.u.amerikan. Buchführung Stenographie, IflaschM- sdireiben, alle Hamlelsfäeher lehrt grün dl. durch geprüfte Lehrkr. u. Garantie ein.sich.Erfolges Hermes Lehr-Institut Bahnhofstr. efchalfptatten-"" d Abonnement! I Größt Vorteil f.Sprechmaschinen- besitzer! Unbegrenzte Abwechslg. Fortwähr.Um tausch. Prosp. gratis. Karl Borbs, Berlin 54 Htoe Rnniostr. 31. Heute entschlief sanft, achtzigjährig unsere liebe Tante und Hausgenossin Fräulein Hriderike Höring Professor Leist und grau. (Liehen, 30. August 1917. «".i MchrGemüsel Da 4 25utf) für (Hartenst»"»^. spart Arbeit, erhöht den cy --- Wegen Einsendung von 45 p' - Warten, — Gamenprelslige •-'rfnloe « Aßkr&(£o / Grjjrf '■'* Die glückliche Geburt eines kräftigen TÖCHTERCHENS zeigen in großerFreude an Dr. Binsack und Frau Cili geb. Geller Gedern, 30. August 1917. 6420 ' Bekanntmachung. n Die Holzversteigerung vom 29. lfd. Mts. ist genehrnigt. Ausgabe der Abfuhr,chetne bet der zuständigen Zahlstelle, .boUubcrwelfunglNTd erster Fahrtag Mittwoch, den r» Letztember kfd. IS. Gießen, den 30. August 1917. CA28B Großherzogliche Obersörsteret Treis. I. B-: Trautwein. Amtliche Bekanntmachunaen der Stadt Gießen. Verteilung von Kunsthonig. . Der Stadt Gießen ist Kunsthonig zur Verteilung über- wie,cn worden. Es wird daher folgendes bestimmt 11 Wer Kunsthonig beziehen will, hat den Bezugab- tchnitt 18 der Lebensmittelkarte von Dienstag, 4. Setzt, bis SamStag, den 8. September 1917 in einem Klein- b^delsgefchast der Stadt Gießen gegen Aushändigung des BesteUausweiseS, auf dem die Firma des Geschäfts Z.ahl der abgelteferten Abschnitte anzugeben sind, öis -um 8. September den Bezugs- abfchnttt 18 nicht abgegeben hat, kann bei der Verteilung nicht berucknchl.gt werden. Die Bestellausweise können auf 5* IY h w n»»!!Vcben§ mlttclomt gegen Erstattung der Selbftkoiten tn Empfang genommen werden. 2 ) Dre Kletnhandelsgeschästc haben die Abschnitte auf Bogen aufzukleben und mit einer Ausstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Abschnitte am 10 tember 1917 bem Städtischen Lebensmittelaml zur Prüfung etnzurelchen. ^ f u Aus Grund der eingereichtell Abschnitte erhalten die Klemhandelsgeschafte Bezugscheine zuin Bezug der er^ ^rderltchen Waren be. einem Großhändler der Stadt .. ^DieMenge an Kuuttbonig, die auf jeden Ab- nÄbeginn der Ausgabe werden icnen, den 30. Angnst 1917. L.u rbfrbir yrrmviftcr (Lebens mrttelamt). Betr.: Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. Bekanntmachung. Aufhebung der Bekanntmachung vom 10. Avril 191/ bestimme ich auf Grund des Gesetzes betr., Höchst- vretse vom 4. August 1914 für die Stadt Gießen- 8 1. Als Höchstpreise werden festgesetzt für a) Brot: 1. für den 4 Pfund Laib Brot 78 Mennig 2. für den 1 Pfund Laib Brot 20 Pfennig 3. für Brot auS Weizenmehl 0 das Pfund 3«Meunta. bl Brötchen: mit einem Verkaufsgewicht von 50 gr 5 Pfennig. c) Zwieback: aus Weizenmehl 0 daS Pfund Mk. 1,20 . auS Weizenbrotmehl das Pfund 85 Pfennig, dl Mebl rm Kleinverkauf: 1. Roggeumehl das Pfund 23 Pfennig 2. Weizenbrotmehl das Pfund 25 Pfennig 3. Weizenmehl 0 das Pfund 36 Pfennig. 8 2 . ... Ueberschreitungen der Höchstpreise werden mit Ge« fangniS bls zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft. Diese Verordnung tritt ani 1. September 1917 tu Kraft. Gießen, den 30. August 1917. 64108 _ Der Oberbürgermeister: Keller. Seife»,-Verbrauchsregeluna. AufGrund derBestimmung über die Seifeu-VerbrauchS- regelung vom 21. Juni 1917 wird für die Stadt Gießen folgendes bekannt gegeben. Alle Geschäfte, die Seife, Seifenpulver oder sonstige fetthaltige Waschmittel an Verbraucher unmittelbar ab- haben die vereinnahmten Seifenabschnitte zu je 100 gebündelt mit einer Aufstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Abschnitte allmonatlich, und zwar in den ersten drei Tagen des folgenden Kalendermonats dem Städtischen Lebenömittelamt einzureichen. Der Einreicher hat die Richtigkeit der Aufstellung über die abgelieferten Seisenadschnitte durch Namensunterfchrift zu bestätigen. Auf Grund der eingereichten Abschnitte erhält der Kleinhändler einen Bezugsschein zum Bezug von Seife durch einen Großhätidler. Gießen, den 30. August 1917. 6411B Der Oberbürgermeister lLebensmittelmnt). Bekanntmachung Auf Grund der Anordnung des KriegsernährungS- amtes vom 11. 5. 1917 haben Personen, die länger als drer Tage Ausnahme m hiesigen Kliniken stnden, ihre Lebensmittelkarten der den zuständigen Bezirken abzw geben und entsprechende Bescheinigung, die daselbst ausgestellt wird, den Klintken vorzulegen. Gießen, den 29. August 1917. 6413B Ter Oberbürgermeister: Keller. •öoIjDerftdflcrunfl Ser Stnöt^ießei Montag, den 3. September 1917, vorm. 9'/. Ub beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gieße des Jorstwartö Arft-Hochwarte iFernwal Abt. 17, 18, 19, 31| versteigert: 4,66 Fstm. Fichten-Derbstangeu 0.69 Fstm. Jichten-Neisstangen 2580 Fstm. Fichten - Bohnenstangen DirrchforstungSwellen 2250 Buchenwellen 1180 Eichenwellen 300 Aspenwellen 5170 Fichtenwellen , ist auf der Hauptschne.se an A 46 ? nb cr Rn ? ? om Milbieren auSaeschlolse 3 e .b« ®tciflcvet dar! mir seinen Eigenbedarf an Bren holz stetgern. • Gießen, den :i0. August 1917. 6414 Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Vornahme vonNevistonöarbeiten ist dwStro: ueserung uu Ueber andgebiet mit Ausnahme der <3 memden Krofdorf-Gleiberg. Heuchelheim. KleiwStnd und Allendorf Lahn am Sonntag, den 2. September. o ootmiüöoft 8 big nachmittags 2 Uhr unterbrochen.