Ttx. 200 Der Sirheaer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: SietzenerFamiUendlätter; Kretsblait für »en Kreis Gießen. vezugspreis: mmtatf. 1 Mk.. viertel- jährlich 3 Mt.: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 3.— viertel- lährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchristleituugI12 Verlag,Geschästsstelleöl Anschrilt fürDrabtuach- richten: Anzeiger Siehe». Erster Blatt jbr. Jahrgang Montag, 2l. August M Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 General-Anzeiger ftr Oberhessen vankverkehr: Gemerdebank Gießen SDillingrrunddruck u. Verlag: Bröljl’fdjc Uni».-Buch- u. Lteinöruckerei R. Lange. Schriftlettung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schüler. 7. Annahme ovli Anzeigen die Lagesnummer vis zuinNachmiltag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorfchrift 30 Pf., für Reklanien 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Valiptjchristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u. Gerichtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck.' sämtlich in Gießen Die Generaloffenfive der Entente an der weftswAi und im Osten ermattet en loiederum von neuem errichtet, und Tod und Verderben fuhr in die Reihen derer, die er herangeführt hatte, lind dennoch wird Frankreich sortfatzren, die Besten seines Volkes rücksichtslos ihr kostbares Blut verströmen zu lassen, ganz gleich, ob dieser Aderlaß des französischen Volkes jemals wieder wettgemacht werden kann. Kern Wunder, wenn ein neutraler Beurteiler des Weltkrieges, Hermann Stegemann irrt „Berner Bund", die jetzige Kriegslage mit den gleichartigen Verhältnissen vergleicht, die vor einem Jahre bestanden, und das Unsinnige des ganzen Ringens in die Worte kleidet: „Der Krieg dreht sich scheinbar im Kreise, in Wirklichkeit führt die Rotation nach unten, das heißt zu in Ruin Europas, denn auf beiden Seiten werden dauernd Menschen und Kapitalien, lebendige und materielle Kräfte vernichtet, ohne daß die differenzierten Probleme gelöst und die widerstreitenden Interessen befriedigt würden, die längst der Lösung durch das primitive Mittel des Krieges spotten." Die Führer der Entente werden sich selbst dieser Ansicht rncht verschließen können, aber hinter' ihnen steht das graue Gespenst des U-Boot-Krieges, das sie die letzte Entscheidung um jeden Preis herbeizusühren zrvingt. England vor alleni wird von diesem Gespenfte bedroht und so wird auch das kostbare englische Blut in Masienftürmen aufs Spiel gesetzt. Freilich wird der Engländer des Mutterlandes immer noch nicht an den gefährlichsten Punkten ins Feuer geführt, da wird der Kanadier vorgeschoben, von dessen grauenhaften Verlusten die Andeutungen der Tagesberichte uns erschauern lassen. Wie stark der Aderlaß der Kriegsvölker in diesen letzten Wochen war, veranschaulicht das „Bündener Taqblatt" vom 24 . August. Es schreibt: vui nuiuartmtfr tfartimonu hat' ausgerechnet. Wchon mü Briten 20 große Transportschiffe, vollgepfropft mit Soldat über den Atlantstchen Ozean schicken, bis nur die englischen Verb der letzten Flandern-Schlacht, die jetzt in Einzelaktionen sottlo wieder ersetzt wären. Aber dann wäre man wieder nicht statt als vor der Offensive, abgesehen davon, daß der Ersatz d Abgang der krregsgeübten Truppen gnalitatio nichst gleichwertig s könne. Alan hatte ausgerechnet, daß die Alliierten im Westen die Sommer an soten. Schwerverwnnbeten und Schwerkrankcn i Vermißten (Gefangene inbegttffen) bereits über 240 000 Mann v loren haben. Da anzunelMen ist, daß im August, September u Oktober du Verllffte nicht gettnger, eher größer sein wurden, hat die Ml netten mit einem Gesamtabgang von einer BUllion rechneil. Amerika nnrsse sonnr eine halbe Million Menschen h überbringen können, bis nur der Abgang einigermaßen ersetzt wä Nun verliett der Betteidiger der Offensivschlacht auch Leu ungefähr den vietten bis fünften Teil des Angrefferverlustes d mackst 100 000 bis 125 000 Mann. Da aber Deutschland allein der Lage ist, nock) jetzt das vielfache dieser Zahl zu rekrutieren, v- mag es instltärffch nicht nur den gegnerischen Rekrntierunc Mvachs, sondern auch die Millionenverstärkilng durch Ameri Ehina usw., bei defensivem Verhalten zu ertragen. Das Kam Verhältnis zwischen strategischer Defensive Und der Offensive w daher auch künftig zu gunsten der ZeMralmächte ausfallen. Das I zur uatuttrchen Folge, daß der ZeuttalWächte Heere noch jab lang in Feindesland anShalten, diese wie bisher hinter ih Kampffront organisieren, verwalten und ausbauen können, d wenn sie aus irgendeinen! Grunde an einer Stelle die Front n, rückwärts verleben nrüssen, in!mer nur Feindesland verwüstet wi nrenrals aber eigenes. Ob^ diese Uttierlegungen in Verbindung i dem U-Boot-Ktteg und den: mächtig nZachsendcn Friedensbedürff bei allen Völkern nicht doch so etwas wie Friedensgarantien di stellen? England scheint sotcheli lleberlegnngen noch nicht zugänglich zu. fern. Stzirr Vertteter beim Heiltgen Stuhl hat sich nach einer Meldung des „Mcttin" nicht dcrmrt begnügt, den Empfang der päpstlichen Note zu bestätigen. Er habe hiuzugesügt, daß sich Engla^i mit seinen 2llliierten noch nicht verständigt habe, daß aber die englische Regierung jetzt schoi! feststelle, daß Deutschland bisher weder seine Kriegsziele betanntgegeben, noch das geringste Bedauern über seinc^, Haltung gegen Belgien zum Ausdruck gebracht habe. Unter diesen Umständen scheine es, daß sich die Alliierten nur an diejenigen Grundsätze zu halten hätten, die sie in ihrer Note an den Präsidenten Wilson betanntgegeben hätten. ( ' Hat England selbst erst einmal seine Kriegsziele einer Revision nnterivvrsen, so lvird die deutsche Antwort nicht ans sich warten lassen. In der letzten Sitzung des Hauptausschusses hat der Reichskanzler von der Neubildung einer freien Kommission Kenntnis gegeben, in die von den fünf großen Parteier! des Reichstages und vom Bundesrat je sieben Mitglieder abgeordnet werden sollen. Diese freie Arbeitsgemeinschaft, in der der Reichskanzler den Vorgitz füf>rt, soll aus Männern bestehen, die sachkundig und zu politischer Arbeit berufen sind, und die p o l i ti s ch e s B e r - trauen genießen. Die Errichtung der Kormnission, deren Dauer vor! ihrer Bewährung abhängig gemacht ist, soll zunächst einem ganz besttmmten Einzelzweck, der Beratung der ^Antwort ans die päpstliche Friedensnote, dienen. Ist auch anzuuehmen, daß das Ergebnis dieser Beratungen auf dem Beschluß der Reichstagsmehrheit beruhen wird,' so darf man doch, einer näheren Erläuterung unserer Friedens ziele erwartungsvoll entgegensetzen. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; Oestlicher Kriegsschauplatz. In mehreren Abschnitten lebte der Arttlleriekampf auf. Bei Brodv wurden russische Aufflärungsabteilungen zu- rückgetviesen. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. ^ Auf der Karschochfläche und bei Görz verlief der gestrige Tag. abgesthen von erfolglosen italienischen Vorstößen bei Korite. verhältnismäßig ruhig. Die italiemschen Angriffe richteten sich vor allem gegen den Monte SanGa- briete. Die Brigade Palermo ließ zusammen mit anderen italienischen Truppenteilen an den Hängen ungezählte Kämpfer tot lurd verrvundet liegen, ohne daß sie es erreicht hätte, die Widerstandskraft der braven Verteidiger zu erschüttern. Die tapferen Steirerer des 9. Jägerbataillons haben sich dkl der Abwehr besonders hervorgetan. Auf der Hochfläche von Bainsiz,;a-Heiligegeist richteten wir, den Kämpfen bei Vrh Rechnung tragerw, unsere Verteidigung in einer neuen Linie ein. Ter Feind griff gestern in mehreren Abschnitten nach heftiger Artillerievorbereitung alte, von uns geräumte Stellmrgen all und stieß, von unseren Batterien gründlich beschossen, ins Leere. Erst gegen Abend wurde an einzelnen Punkten die Gefechtsfühlung wieder ausgenommen. Die Zahl der seit Beginn der Schlacht Pis zum 23. August eingebrach- ten Gehangenen beträgt 250 Offiziere und über 8000 Mann Tie Fliegertätigkeit ist auch in der 11. Json.vr-Schlacht außerordentlich rege. Durch englische und französische Hilfe sind die italienischen Flieger allerorts in der Lage, über die imserigen in rnehrsircher Ueberlegenheit anfzutreteu. Durch kühnen Angriffsgeist, durch opferwilliges Draufgehen machten unsere Flieger in der Aufllämng und im Kärmpfe bei jeder Gelegenheit wett, was ihnen an Zahl abgeht. Wir lmben vom 18. bis 23. Slugnst zwölf feindliche Flieger abgcschos- m, sechs davon entfallen auf die Jagdstaffel des Ha;rpt- nmnns Kranum>sky, der aus 18 Luftkämpftn als Sieger hervorging. Unsere Verluste belieft« sich in dieser Zeit cm* ein Flugzeug. Balkankriegsschauplatz. Unverändert. Wien, 60. Aug. r .>nw|iT*miUUJL J *UTUIHD verlmrtbart; Oestlicher Kriegsschauplatz. Das lcbhaftr Artilkricfrucr in Unt Äronträuntf ©oirratofterftcn Erzherzog Josef und von Böhm-E hält an. Keme besonderen Kampstxandlungrn. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Karfthochfläche »»erlief auch der aestriai K«, arohrre Inckantericgesechte. llumitleltzar iilbitrl Dippach-Tales schlugen trnr einen Nachtangriff atz B»gl,a scheiterten schwächere italienische Boritotzr Kmnpfc entioickelten sich ileurrdings im Gebiet des > «m, Gabriele. Dank der Tapferkeit der Verteidiger ‘ denen neben den Grazer Wägern dir Südstcicrer m>m ment >!, und ungarische Landsturmabtrilumirn den Erwähnung verdienen, dran« der Jytinti trotz groher *>7 ^ r!, L, ,Urnniöci öurrf| - Der von uns in der Nach, 24. kampflos geräumte Atonte Santo wurde w, ^ '•« tern s^r t i der Hochfläche von Bmiisizu chumieusMinn' '^ """ es zu mehrfmln-r ^Au der Kärntner und Tirvlrr Kwnt nichts twi r Balkankriegsschauplatz 1 Unverändert. Der Chef des Generalftoves. Wien 26 Aug. Aus dem Kriegsvrcssequartier wird am 26. Augmt abends mitnctcilt: Tie Kam Pie nördlich non Görz und aus der Hochfläche van Barnsizza—Heiligegeist dauern an. Tie italienischen Angriffe blieben ohne Ergebnis. * * Die Kämpfe in west und Ost. Berlin, 26. Ang. (WTB.- Tie Generaloffensive der Entente ermattete am 25. August an der Westfront und im Osten, nur an der italienischen Front warm die Kämpfe abermals äußerst heftig. An der flandrischen Front ging in den frühen Morgenstunden nach Wechsel vollen Kämpfen ein kleiner vorgeschobener Posten lüdlich Lombardzvde verloren. Gegen 11 HIrr abends versuchten 7eindliche Sturmabteilungen, den am Atorgen errungenen Vorteil auszubauen und zu vergrößern. Sie wurden jedoch abgewiesen! und im Nachstoß der Postenstand wieder von uns besetzt. Verschiedentlich . wurden feindliche Patrouillen zurückgewiesen, so ein ftarkcr feindlicher Schleichtrupp, der an: Abend nach heftiger Feuer- terbereitung in der Gegend von St. Julien vorzudringen versuchte. Tie am Tage bei sttirmischem Wetter mäßige Flugtüttg- keit belebte sich gegen Llbend und war auch am Morgen dosj 26. August rege. An der Artois-Front haben die Kanadier ihre erfolglosen verlustreichen Angriffe eingestellt. Eine große Dtenge von gefallenen Kanadiern liegt vor unseren Stellungen. _ Wie am Vortage flackerte die Kämpft ättgkeft im Ramm' von St. Quentin an verschiedenen Stellen zu größerer Lebhaftigkeit auf. Seit Mittag lag planmäßiges Zerstörnngsfeuer auf der Mala- koff-Ferme und südlich baten. Am Abend ging es mit besonderer Wlucht^aus unsere neu gewonnenen Stellungen bei der Guille- Tnont Fe. über. Hier hatten rmr schon vormittags einen feindlichen Gegenangriff zum Teil im Nahkanrpf abgewiesen. 9 Uhr abends erfolgten an dieser Stelle ein erneuter feindlicher starker Teilangriff. Die hin- Und herwvgenden erbitterten Kämpfe hielten die ganzje Nacht an. Ter Feind erlitt schwere Verluste. Seit den frühen 9Nor gen stunden liegt schweres Feiler auf unseren Gräben bei der Malakoff und Colvgne Fenne. In der Nackt wurde St. Quentin heftig mft Brandgranaten beschossen. 15 Gebäude, darunter das Nonnenkloster, sind ausgebrannt. Während das feindliche Artilleriefeuer auf dem westlichen Maasufer erniattete, wütete es auf dem Ostufer in verschiedenen Wschnitten mit alter Heftigkeit. Von Nachmittag an bis in die Nacht hinein lag schwerstes Feuer aller Kaliber auf unseren Stellungen von südwestlich Beaumont bis MM Chaume-Wald. Mft dem grauenden Tag steigerte es sich zu größter Heftigkeit. Bei dem gemeldeten französischen Vorstoß ron der Höhe 344 nach ?dorden erlitten die Franzosen besonders! in unserem Abwehrfeuer schlverste Verluste. Tie Darstellung des französischen Heeresberichts vom 24. Aug., wonach die Franzosen in einem einzigen Anlauf die gewaltig befestigte Höhe 304 nahmen, ist irreführend. Tie Höhe 304 war seit nahezu drei Tagen planmäßig geräumt. Aic der Ostfront außer vorübergehenden Feilerüberfällen und ) eigenen Pattouftlennnterirehnrungen keine besonderen Ereiguissv. Japan als Mitkämpfer im Westen? . Bern, 24. Aug. (Privattel) „Journal" erklärt, daß die Verhandlungen über eine Intervention Japans in Europa im Gange seien. Die japanische Regierung habe ihren Widerstand anscheinend aufgegeben, und Japan fühle sich nunmehr solidarisch mit den Weltmächten. Kämpfe in Oftafrika. London, 25. Aug. (W. B.) Reutermeldung. Tas Kriegsamt meldet: Im Lindagebftt wurde der Feind auf eine Entfernung von acht Meilen während der letzten .Tage ivefter zurückgetriebcät. Im Kftwagebiet sind Anzeichen Für .ein teftweists Zurückweichen der vorgesch obenen Truppen des Feindes beincwkbar. Im Mbenkuru- f ^ I 1 il I' y * 1111% >1*^ 1« t f IM A A 1 l A »• t* X y» . A > n . I ... befterpartei bei der. Stockholmer Konferenz abzugeben beabsichtigt. Tie Hauptpunkte sind: 1. Der deutsche Imperialismus nmß wiedergeworfen werden. 2. ^vie Arbeiterklasse muß sich vereinigen, uln den. Krieg zu beendigen. 3. Sie soll die russische Formel ohne Annexionen annehmen. 4. Ein Bund der Nationen muß gebildet werden. 5. Deutschland muß Belgien wiederherstellen und ihm Sckwtenersatz leisten. 6. Eine Konferenz von Verttetern der Balkanvölker oder eine internationale Kommission soll über die Balkanfragen entscheiden. 7. Elsaß- Lothringen fällt an Frankreich. 8. Die italienisch sprectenden Gebote in Oesterreich fallen an Italien. 9. Tie vereinigten Polen! bestimmen ihr Schicksal selbst. 10. Palästina den Juden unter internationaler Garantie. 11. Konstantinopel wird Freihafen. 12. Die tropischen afrikanischen Kolonien kommen unter eine nationale Verwaltung. 13. Eine internationale Kontrolle über nnchttge Lebensrnittel. 14. Vorbeugende Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit. 15. Kein Wirtschaftskrieg. 16. Jnternattonaler Wiederaufbau der verheerten Gebiete. 17. Rechtliche Untersuchung über die Verstöße einzelner Staaten gegen die Grundgesetze der Menschlichkeit. 18. Wiederaufbau dos Völkerrechts. 19. Mschaffung der geheimen Diplomatie. Ein derartiges Programm dürfte nach dem „Sozialdemokraten" voll allen englischen Ärbeitergruppen angenommen worden sein, auch von Macdonald, wenn auch rnit unbedeutenden Abweichungen. und ^ zwar durch das Vorrücken der belgischen. Kolonnen von Kilossa, deren Bttvagung nach Süden, .anhält. 65 Mecken südwestlich Mahengo tvurde .eine beträchtliche deutsche Streitmacht, die in jenem Gebiete eperi-ert, von unseren Kolonnen eng ernge- schlossen, Im Südgebiet nähern. sich unsere Truppen. Tunturu, einem wichtigen Vorratszentrum des Feindes. Der Rat vorr Flandern zur päpstlichen Jriedensnote. Brüssel, 25. August. (W. T. B. Nichtamtlich.) Ter Rat von Flandern veröffentlicht zur Friedensnote des Papstes folgende Erklärung: Ter Rat von Flandern hat mft hoher Befriedigung von dem Friedensschritt des Papstes Benedikt XV. Kenntnis genommen, drückt aber sein Bedauern aus, daß sich der Papst feit 3 Jahren ohne persönliche Verbindung mft dem.frcmdrischen Volk befindet. Kre in der Note dargelegten allgemeinen Grundsätze, ebenso aber auck die für den Friedensschluß über das Schicksal Belgiens gemachten Vorschläge scheinen ihm geeignete Grundlagen zur Besprechung ui bilbcn, um die Zukunft des flämischen' Volkes und die Unabhängig eit feines Landes so sicherzustellen, ivie der Rat vpn ^landen es sich zum Ziel gesetzt hat. Ter Rat von Flandern noht icch. genötigt, seine Ueberzeugung telsin auszuspreckwu, daß zur Erreichung dieses Zieles die heutige belgische Regierung in Le Havre weder unabhängig noch überhaupt geeignet und willens nn. Lre hat sich mit den Westmächten durch Verträge immer enger verbunden ,md noch jüngst in ihren offiziellen und offiziöwnj ^Gerungen erklären lassen, daß die Zukunft des belgischen Laiides in so enger politischer uwd wirtschaftlicher, sowie militäri- icker Abhängigkeit von Frankreich und England gesucht wrden müßte, dqß kaum Noch ein Schein der Selbständigkeit gewatet aleibt lehnt aber auch nach wie vor die tiefbeg rundeten! ,svrdernngen der belgischen Volksmehrheft, namentlich der Flamen, ap und verweigert jenen die gereckte und wirkliche Erfüllung der verfassungsmäßigen Gleichheft im Staate. Sie widersetzt sich vielmehr mft all ihr zu Gebote stehenden Mitteln, der Ausführung des natürlichen Rechtes des flämischen Volkes, sich durch Selbst- beittmmung nach eigenen, Wesen und gemäß seiner geographischen Lage zu entwickeln. Sie steht damit im Widerspruch zu der arund- legcnben Erklärung des heiligen Stuhles und zu den Prinzipien der neuesten Friedensbotschaft des Papstes Benedikt XV., der ausdrücklich betont, daß im gerechten Maße den Bestrebungen der Völker, mm; uer ui größere Verbände eingefügten, Rechnung getragen/ werden müpe. Wcr stützen uns auch auf die Ueberzeugung, daß ein selbständiges Flandern neben einem i'elbsftindigen Wallonien dauernde Bürgschafteil für den Frieden und für unsere Unabhängigkeit schaffen kann. Der Rat von Flandern fühlt sich eins mit dem Papste in dem Sinne, dem Frieden zw dienen, intern er mc aus lahrzehntÄangem Kampfe des flämischen Volkes gegen Unreckt Mid Unterdrückung bervovgeg äugen en Forderungen der volkm Anerkeimung feines Rechtes auf Erziehung in leinte flämi- whcn Muttersprache, sowie auf Selbstverwaltung fordert und ihrer Verwirklichimg entgegenführt. Uns selbst zurückzugeben, erstreben wir mft dem Pap,te und allen Friedensfteunden weder Haß noch Rache. iwd) Erniedrigung von irgend jemand, sonderir allgemeine Vcrwhnung und ern für alle Völker ehrenvolles Kriegsende, vre Lage in Rußland. Die Konferenz in Moskau. Petersburg, 26. Aug. (P. T.-A) Am Vorabend der Konferenz ließen der Bürgermeister von Ntoskau und die Parteien der revolutionären und der denwkraftsckun Sozialisten zwei Aufrufe an die Bevölkeruug forme au die Arbeiter und Soldaten anschlageu, in denen diese aufgcfordert werten, die Rühe zu bewahren und ter Regierung und der Konferenz zu gestatten, ungestört für das Wohl des Vaterlandes zu arbeiten. Trotzdem beschlossen die maximal istisckun Sozialisten und der Rat ter Gewerkschaftsverbände, gegen die Konferenz zu protestieirn, die sie als bürgerlich und! gegenrevolntionär betrachten. Es gelang ihnen, einen Teilstreik in Moskari herbeizuführen. Zahlreiche Fabriken und Werkstätten feiern. Die Gtraßenbahnen verkehren nicht. Wirtshäuser unds Hotels sind geschlossen. Die dRaximalisten bemühen sich, den ?lus- staiid allgemein zn machen, s>aben aber bisher keinen allzugrvßen Erfolg damit gehabt. P e t e r s bn r g , 26. Ang. fK. T.-A.) Gestern nachnrittag o Uhr nsurde die bereits airgekündigte Konferenz in dem von einer ungeheuren Menschenmenge umringten und von starkerr Kaval- lerieabteckungen bewachten Opernlmnse in 9NoSkäu mft einer Rete des Minister-Präsidenten Kerenski eröffnet, in der dieser etwa folgendes sagte: Tie Regierimg habe Bürger des großen und! ftereu Rußlands nach Moskau berufen, nicht wegen polftisckwr Erörterungen oder Parteistrütigleiten, sondern unt ihneir offen und freimütig die reine Wahrheit zw sagen, die das Vaterland erwarte, und ihnen darzulegen, wie sehr Nußl-aiid in diesem 'Augenblick leide. Dieienigen, erklärte er, die glauben, daß der Augenblick gekommen ist, die revolutionäre Macht mft Bajonetten zu stürzen, täuschen sich und mögen sich hüten, denn unsere Autorität stützt ich auf daS unbegrenzte Vertrauen des Volkes und Millionen Soldaten verteidigen uns gegen einen deutschen Einfall. Die Regierung glaubt die Wahrheit sagen zu können, und daß diese Wahrheit nicht [mir unsere Freunde erfahren können, sondern besonders imfere' Fiftnde, diejenigen, die unsere Truppen zerstören, dieienigen unter uns, die den Augenblick erspähen, wo sie das Haupt erheben und sich auf das freie russische Volk werden stürzen können Bürger, der Staat durchschreftet eine Sttmte tödlicher Gesal>r. Ich will nickst weiter davon sprechen, denn jeder von Ihnen ist sich dessen bewußt, aber Sic wissen auch alle, daß die Aufgabe, die Ihnen zu- fältt, besonders ter Kampf gegen den mächtigen, unversöhn1ick?en wrd organisierten Feind, große Opfer, Selbstverleugnung, ttefe Vaterlandsliebe und Vergessen unsever inneren Streftigkeiten verlangt Die konftituierende Versammlung verschoben. Rotterdam, 25.Aug (WTB.) Nach den: „Nieuwe Rotter-. dänische Courant" meldet „Dailv News" aus Petersburg: Die Regierung machte bekannt, daß die Wahlen zur konstituierende^ Versammlung auf zwei Monate aufgeschoben worden sind, da es unmöglich ist. die Wahlvorbereitungen zu dem anfänglich in Aussicht genommenen Datum zu ^beendigen. Die Ankündigung wird von der Linken mit Unruhe ausgenommen, da jeder Tag des. Lluft schubs die gegenrevolutionäre Bewegung im Lande verstärkt. Kerner nimmt die Unruhe deswegen zu. weil die Versammlung in Moskau abgehalten werden soll. Die Vertreter der bürgerlichen Parteien! trugen durch Reden gegen die demokratischen Organisationen viel dazu bei, diese Unruhen hervorzurufen. Es wird viel von der unversöhnlichen Haltung gesprochen, die ter antisozialisttsche Block gegen- !über der Temokratte und Regierung angerwmmen hat. Das kann möglicherweise zu einer neuen Krisis und zu dem Zusammenbruch ter Koalition führen Der Exzar in TobotSk. Stockholm, £7. Aug. (B T.) Kerenski erhielt aus Tobolsk von den: Koinmanoanten von Zar s ko je Sselo, Kobilmski, ein Telegramm, daß der ehemalige Zar wohlbehalten am 18. Altgnst dort eingetrvffen sei. Der Zar bewohne zwei Räumlichkeiten des GouvernemenksgebäiudLs, während die übrigen Räume der Familie des Zaren zur Verfügung gestellt seien. Russische Anleihe bei Amerika. Washington, 25. Aug. (WTB.) Reuöer-Meldung: amerikanische Regierung lieh der russischen weitere 100 lionen Dollar. Die Mil- Der hauptausschuß des Reichstags Bern, 25. Aug. WTB. Der „Alatin" meldet aus Newport: Der mwtbotische Delegierte für die Vereinigten Staaten, Monsignore Bonzano. gab in Kansas Citp folgende Erftäruug ab: Gemäß Mitte ihmq von hochgestellter Seift kann ich versichern, daß der Bapst keineswegs glaubte, daß die kriegführenden Staaten sich m kurzer Frist verständigen wüiten. aber der 'Papst glaubte, den .'.Mhrern ter kriegführenden Nationen unparteiisckw Vorschläge, die W\WUer abgeordnet tverden. und zwar je zivei vom Zenttunt -ujnd e. Ter Reichs.^nzler bitte, daß man dem Vertuche. ter mit der Kommission gemacht iverden solle, wohlwollend und mit der ehrlichen Wsicht nähertretc, mit dem Bundes- rat und mit ihm selbst zusammenzuarteften zum Wohle ter Gc^ samtheit. Ter Reichskanzler betont dann die ungeheuere Arbeitslast, die die vielfältigen und aufs engste verschlungenen Aufgaben der iiußereic uiid inneren Politik gegenwärtig ihm selbst als dem leitenden Staatsmann des-Reichs und des preußischen Minister- präsidentcn auferlegcn. Er stellt bei dieser Gelegenheit ausdrück'' sich fest, daß von einer Verschleppung der preußischen Wahlrechtsvorlage keine Rete sein könne. Der Entwurf werde in gedrängteö Arbeit fertiggestellt und werde vor gelegt werden nach den Bedürfnissen in Erfüllung deS königlichen Wortes, sobald er fettig- gesteftv sei. Im Reiche seien es vor allem die ungeheuren Fragen/ der Friedensbedingungen, der Ucbergangswirtschast und ter Reichs- finanzreform. die seine eigene Zeit und seine Arbeitskraft im höchsten Maße in Anspruch nähmen. Tie Zusammenhänge zwilchen diesen Fragen seien so enge und so grundlegend, daß die allgemeinen Direktiven unter allen Umständen von einer zentralen Stelle gegeben werden müßten. ES sei jetzt im Kriege zwischen dem Reichskanzler und den Reffotts eine viel stärkere, bäuftgere undi unmittelbarere Zusammenarteft erforderlich als im Fttedeu. Tar- ftus entspringe die Nokwendigteit einer persönlickwn Entlastung des Reichskanzlers, die zur Teilung des RcichsamtS des Innern 'und zur Bestellung eines ständigen Stellvettreters des Reichs-» Kanzlers ohne eigenes Ressort geführt habe, und der auch tei den nickt zu vermeidenden häusigen Reisen des Kanzlers für ihn ein- trete. Ter Reichskanzler bitte schon jetzt, diese Notwendigkeit bei der späteren Bel)andlung und Prüfung des Nachtragsetats im Reichstag zu berücksichtigen. Berlin, 25.Aug. (WTB. Nichtamtlich. 1 Der Herr ReiclB- tauzier machte im Laust !ter heutigen Ausschußsitzung nock fotgenös wettere Aussiihrungen: Ich bin dankbar, daß Sie Ihre Bercft-, wcsilgkeit ausgeiprochen haben zur Mitarbeit an der Turchft'lhruncj der von nnr.yemachtsn BorWüge. Was fick; als brauchbar heraus- lftllc und sür die Dauer als zweckmäßig erweist, wollen wir, < ooii dem ersten praktischen Fall ausgehend, in gemeinsamer Be- /vattmg festzulcgen suchen. Die Notwendigkeit, über gewisse grünte , negende Fragen in einem enger begrenzten Kreise zu verhandeln- > damit die Bertranlichikeit gewahrt bleibt, ist erwiesen. Wenn ich gesagt habe, daß die Mitglieder des neuen Ansschrlsses nicht als Bevollmächtigte ter Regierung oder der Parteien zu betrachten seren, so habe ich ausdrücken wollen, daß es ausgeschlossen ist. daß in feteirt einzelnen Falt der Vertteter der Partei oder der Regierung mit einer Jnsttuktion in den Ausschuß hineingeht oder nach Der Beratung an die Partei Bericht erstatte. Dinge, die im Werden sind, die der Aenderung noch unterliegen, die noch im Ztoisckien. stadium sind und nicht vor der Oefsentlichkeft erörtert werden dürfen, svollen wir verttauensvoll miftinanter durchberaten und loann zu einer Lösuitg kommieu, die der Ocffeutli'chkcit übergetenwerten kann. Ich bin überzeugt, und ich habe die Zustimmung siämtkichckc Vertreter der Fraktionen dazu bekommen, daß in diesen vertrauensvollen Beratungen im engen Kreise die Anbahnung eines ivesentlichen Fortschrittes liegt. ES ist selbstverständlich die Aufgabe der Vertrauensmänner jeder Partei, daß sie die Besprechung im Sinne ihrer Partei zu erlediget! haben. Das ist ohne weiteres anzuerkennen. Gerade dadurch soll ja mich die engere Fühlung zwischen Regierung und Patteien hergestellt sverden. Der Mhrer der Partei soll in die Kommission geschickt werden. Dann besteht pk ^Gewähr, paß, /er jiit dubio sdie ^tismmuugfeiner Partei zum Ausdruck bringt. Damit ist idr-e Sicherheit gegeben, daß dje Verhante lungen fruchtbar fmfr und die Sache stets nach irgendeiner Seite hin fördern. Es versteht sich von selbst, daß die Führer sich mft chreu Patteien in engem Einvertiehmen l)alten, denn mir dann kann man erwarten, daß sich die Patteien im allgemeinen auch zu dem tetemten. werden, was besprochen worden ist. . Ich Staute, daß es zweckmäßig ist. die Ausschußvcrhanblnngen m dieser Milse auszubauen. iEsii weiter geh enter Plan ivird voü mir noch nicht bearbeitet. Auch denke ich nosch iritfit an einck staatsrechtliche Lösung. Mir liegt vorerst allein daran, in Zusammenarbeit mit den Vertrauensmännern der großen Patteien die schwebenden Fragen ihrer Lösung näher zn bttngen. Damit dürften die Bedenken ausgeschlossen sein, die hier geäußert worden sind. Es ist als ein Scherz bezeichnet worden, daß man einen Reick>s- tagSabgeordneten als Minister nach.Preußen setzte und einen preu- < ßischeu Landtagsabgeordneten als Staatssekretär-in den Reichsdienst übernommen habe. Für den Posten des preußischen Iustiz- ministers mit seiner Verantivvrtung für die gesamte vrakftsche Rechtspflege, für das Heer der Beamten und den mstanzenmäßigen (Rnrg der Rechtsaufsicht mußte ich einen Beamten mit der amtlichen Vergangenheit des .Herrn Spahn bekommen. Das Reichs- justizamt dagegen hat sich nur mft gesetzgetenscheu Llusqaten zn beschästtgen und ivird dies künftig in ganz besonderer Weise zu tun haben. Torchin gehötte ein Mann, der im politischen Leben besonders bewährt und infolge ter engen Fühlung mit weiten Volks- kreisen mit deren Bedürfnissen gttindlich verttaut ist. Die Pei-sonen- wähl ist also nach wohlcrsvogenen sachlichen Gründen erfolgt. Zu Scherzen habe ich weder Veranlassung noch Neigung gehabt. Berlin, 25. Aug. MDB. Nichtamtlich.) Im Haupt aus- sckuß des Reichstages tezeichw^ft ter sozialdemokratische Redner ten/ Ein wand für hmfällig, teß jetzt im. .Kriege die Wjmrscke nack> einer, Reform nicht durchgefühtt iverden könnten. Mich Graf Ezernin habe betont, eine Demokrattsierung notivendig sei. Wenn die Bedeutung tes Reichstages geivachsen sei, entspringe dies feiner eigenen Initiative in den 'Fragen der inneren Krjegsknottvendigkeit Sein Ausbau liege ftn Kfteresft ter Regimmng und des Reiches' Ein Redner des ^Zentrums lüegrüßte die Absicht tes Kanzler-, eine engere Fühlung nttt (den! Parlament herbeizuführen. Wenn» versucht werden sollte, aus dem HiWvat eine Art R'eichSttft! m entwickeln, wlürde /das bei seiner Fraktion auf unüberwindlich) Betenftn st,osten. Ein nationalliteraler Redner- sagte, für die Stelle tes Chefs ter Gftichsvanzlei hätte eine parlamcntarifb gesckulte Kraft gewählt sverden sollen. Den vorgesehenen Hilis- rat begrüße et. Davon sbefürchift er nicht ein Herabdtticken ter Bedeutung tes Hauptausschusses. Eine Hinausschiebung der inneren' Reform sei nicht angängig. Ein unalchängiger Sozialist erklärte sick üon dem)p/orge-schlagen-en Hilfsrat nicht bsiriedigt. Ein konservativer Redner hob hervor, Fsccunte billigten es, daß die Beränderuiligen in ter Regierimg lällein aus ter Entsthestmug des Kaisers hervorgegangen, ftien. Er lehne ten Gadanken ab, daß, ein Minister oder Staatssekretär tes Amt als VerttauenSmamr feiner Parftn ver'selft. M sei Ol Witzen, teßj die freie Kommisswul nicht als pattamentarssche Einrichtung gedacht sei. Ein Mitglied der deutschen ^ Fraktion verwies lcruf die wechftlnden Reichstags 'wAnheilen, die dittchl sden stätzidigen Wechsel der sttegierungen nach ihrem Willen eine Unstetigküt der Pvlftik herbeiführen müßten. Den vorgesck>lagenen Hilfsntt tegrüße er, letech hätte man die kleinen Pgrtoieu nicht auKschlftstm sollen. ^ ^ Eer NerchStarrzler im Svoßen Hauptquartier. Berlin, 25. Auig. (WTB Amtlich.) Der Rieichskcntzler, der anr 24. i>. M vormittags im Großen .Hcniptguartier bei Seiner Majestät deni Kaiser war, arbeitete nackMtttags mit denr Generalfeldmarschatt v. Hindenbuag und dem Ge neral Ludendorff und kelfwte abends nach Berlin zurück. Seekrieg. Neue tt-Boot-Erfotge. Berlin, 2b Aug. (WTB Amtlich.) Im Atlantischen Szean und in der Biscaya haben unsere U-Boote neuerdings acht Dampfer versenkt, darunter einen englischen bewaffneten Dampfer von über 4000 Toirnen, die beiden russischen Dampfer „Soania" (2200 Donnen) und „Kildin" (1040 Tonnen), letzterer mit Grubenholz für England: zwei Dampfer, der eine mit Lebensmitteln, der andere mit Holz für England, wurden aus Geleitzügen herausgeschossen, ebenso im Doppelschuß zwei voll beladene Dampfer von 0000 und 4500 Donnen. Ferner wurde der amerikanische Dampfer „Eamp-ana" (früher „Dtrnholme'") 3313 Tonnen, bewaffnet mit zwei 7,5 Zentimeter-Obschützen, nach nrehr stündigem Artillerregefecht versenkt. Der Kapitän sowie der Geschützführer ,cnd vier Mann der Geschützbedienung, die der amerikanisck)en Kriegsmarine angehören, wurden gesangeng enornmen. In der BiScaha lfatte eines imserer U-Boote ein Ar tillcriegefecht mit einer U-Boot-Falle. Der Dampfer, vom Aussehen eines kleinen Dankdainpfers, hatte spanische Neutralitätsabzeichen an der Bordwand und hier wie am Heck in «großen tveißen Buchstaben den Namen „Juan Barcelona". Im Verlause des Gefechtes wurden der U-Boot-Falle drei Treffer beigebracht. Das Wrack blieb unbeschädigt. Berlin, 26. Ang. (Amtlich ) Tceue U-Boot-Erfolge auf dem nördlichen Krieassctmuplatze: 21000 BRD. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer Lywortb (3684 Tonnen), mit Kohlen nach Italien, ferner ein vol.lbeladcner, bewaffneter Postdampfer von 5000 Tonnen mit Knrs auf England. Der Chef des Admiralstabes der Marine m Kopenhagen, 26. Aug. Das Ministerin.m des Aeußern teilt mit - Der Dampfer Mexander Schukow der Dänisch-Russischen Dampffckftffahrtsgesellschaft ist auf der Reise von Däneniark nach England am 22. August versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet. Die Bcrlnftc oer englischen .Handetsftottc. . Aug. (WTB. Mchtamtl. > Der Rssrrinesachp.rstän- Me ^hnckell führt zum Tauckrbootlriege in der „Daily Mail" aus: ^.-ivyld Georges dlngaberl über die Berlufte der britischen 5>andels- U.oUr vom April bis,Jrrli ftelllcit zwar eine Abnahme von 40 Prozent ft,i. man dürfe aber nicht vergessen, daß die Verluste von März bis ^lprrl um 54 Prozent gestregeir feiert Ein neues Zeigen fei daher keinesrvegs ausgeschlossen. Die benrerkenswertest'e. Vlixcfccbe Lloyd-Georges war. daß die Zahl der feindlichen Taiichboote beltöndig zunehm. . Deutschland sei somit trotz der verbesserten britisch? n Betteidigungsmaßnahmeii an stand seine TruckKootflotte ichneller zu vermehren, als England imstande sei, ihr Verluste beizu- briilgerl. Tatsächlich vernändctte DeutschLanst durch die Tauchboote nickst nur die britisch' Hcmdelsinarriie um drei Millranerr Tonnen, es dezimiere außerdem die Handelsflotten der Alliierten und Neu- traleii. sondern es baire daneberr weitere Tanck>bootgesckrwader süt einen nwniöglich unmittelbar milftärrschen Zweck. In den letzten 12 Monaten zerstörten die Tauchboote fünf Schlachtschiffe, fünf Kreuzer, zwölf s^erstvrer, zroer Tauchboote, sieben Minensänger, acht Hilfskreuzer der Ententemächte, während die schinde ' int gleichen Zeitraum kein größeres Schiff als Zerstörer verloren! laben. Diese Tatchche zeige, daß die Möglichkeit der legitimen Verirtendung der Tauchboote bisher noch keineswegs erschöpft sei. Leider deutete Lloyd George nicht an, daß man in der Zerstörung von Tauchbooten erhebliche Fortschritte mache. Die Abwebemaß- nahnten seien keineswegs ausreichend. Die Hinwtsache blnbe die Vernichtung der scindlicherr Tauchfflvtte. Beö dieser Sachlage sei es für England lächerlich, von Erfolgen zu reden. Deutschland baue beständig weitere Tauchboote si'rr einen Zweck, der tatsächlich der so laut angekündigte sein könne, aber auch ein ganz anderer sei Venn England diese Absichten vereiteln wolle, müsse es die Tauck^ boote vernichten. 'Auch im Kaperkrieg begnüge es sich nicht damit ' .Handelsschule zu geleiten, sondern erobere auch die Ueberseestütz^ punkte des Feindes vnd mache dann ans seine Fahrzeuge planmäßig Jagd. _ Aus Stadt und Land. Gießen, 27. August 1917 . Lebensmittet. ** W u r st - und Kartoffeln: arken-Ausgabe. Morgen Dienstag lverden m der Zett von 8—12 und 2—6 in den Brotinarten-An.sgabestellen Wirrst- und .Kartoffelmarken ausgegeben. (S. Bekanntmachung in der heutigen Nummer.) ** O bstvcrkau f. Heute und morgen werden in der O b st - Verkaufsstelle, Brandplatz 3, lidch Aepfel und Birnen korbwcise verkauft. ** Z u m Liii d oj rgst a g. Der 2b. lAjugust ist als der Namenstag des Landesherrn stets ein Festtag des hessischen Volkes go? ivesen. Er wpr immer ein besonderer Anlaß, in dankbarer Er-« imrerring der Segnungen tzu 'gedenken, deren Land und Volk unter der -Regierung seiner Fürsten teilhastig geworden sind. Auch in diesem 4. Jahre (des Weltkrieges richteten sich die Micke aller treuen' iHesscn auf den Großherzog Ern st lLud wrg. Die rege persönliche Anteilnahme unseres geliebten Landesherrn an dem Wohl und Wehe des Hessen Volkes daheim und dranßm im Felde lmt in der gegenwärtigen schweren Zeit die turalten Bande zwischen Fürst Und Volk nur noch fester geknüpft. Großherzog Ernst Llldwig weiß, daß sein Volk in Treue und Liebe zu ihm halt und für ihn und fein Haus die innigste Altteilnahme hegt. Ihm, dem allverehrteni Landesherrn, galten an seinem Namenstage der Gruß lind die Huldigungen des HessenVolkes: Herl und Segen Seiner Königlichen! Hoheit dem Großherzog!!' ** Das Fest der Goldenen Hochzeit feiern morgen Dienstag Lehrer i. P Heinrich Psasf und Frau Margarete geb. Barth. , ** Der gestri g e Sonntag stand unter dem Zeichen schönsten So in menvette rs. daran vernivchte die zeitweilige Trübung- die zur Mitnahme von Regenschirmen mahnte, nichts zu ändern. Es blieb trocken und die unternommenen Ausflüge und Spaziergänge tonnten ohne Störung durchgeführt werden. Die Natur zeigt sich, abgesehen von den abgeernteten Fruckstselderir, noch in sckwnstem Schmuck, Wiesen, .Klee-, Kartoffel- und .^kvautfelder stehen noch im üppigsten Grün.. Die Sammler von Brombeeren, Hagebutten usw. kommen noch nicht., ganz auf ihre Rechnung, da die Früchte noch nicht ausgereist sind. Die .Hagebuttenhecken zeigen! reichen Behang, ebenso verspricht der Schlehdorn, dessen Früchte nack> allgemeiner Bolksanschauuug erst einmal durch gelinden Frost ..gedrückt" werden müssen., eine reiche Ernte. ** Das Konzert der Gieß euer Regiistentska- vel le . das gestern abend im Saale des Hotels „Für st en h o f" fbcttfam'' war sehr stark besucht. Wer die Leistungen der 116 er Regimer.tsmussk aus der Friedsnszeit kennt, wird ermessen, daß dem muss kt üben den Publiümk nach langer ^feit wieder ein Genuß geboten wurde, der die Besucher zu wohlverdientem Beifall verwr- laßte. Der Spstlplmr trug der Stimmung, die imsere Einwvhner- schast beherrscht, in attm Teilen sstechnung. ** Fliegeralarm in Franksu r t. Gestern nachmittag uw 5 Uhr wurde ein Flieger, d^hseli Nationalität nicht wstgestellt trate ?* ÄL ^ da das Flugzeug Frankfupt^nicht berührte. Iaihre , ,, „ ..11_ bis zum l. Oktober 'auf dem Stadthaus/ Zimmer" Nr."lch, cmmel Höchst a. M., 24. Aiigust. In der gestrigen Stadtver- FiHtendeckreisern. Wer in diesem ! >ordnetensitzung wurde'Dr. K r ä n z l e i n-Sinolingen in sein Amt Mchttrcheckretser zu b^ieherr wünscht, kann serrten'Bedarf s als unbesoldeter Stadtrat von Höchst eingestthrl. Bei der Vorlage über die Errichtung von zwü neuen Stadtassssientenstellen er- ^ ^ Welle beträgt 30 Pfg., unter fünf Wellen, wrdertc Oberbürgermeister Tr. I g n i e auf einen Wunsch au« der angelt-e^weckm, können nicht abgegeben> Mirre der Versammlung, bei der Stellenbesetzung in erste.- Linie ^ben. (S. Bekännttnächung in 'heutiger Nummer. ) Militäranwärter zu berücksichtigen, daß bei derartigem von «Ich« »erbrauHer l Posten in erster Linic auf"beruf, ichr. Tüchtigleit gesehen die 7rere n muffe Tie Versammlung genehmigte sodann die bean- Rttck i 3U> t 192 ^ _Tcutichen tragte Erhöhung .der Eleitrizüätsprttie von 10 aus 50 Pfg iür, . ^^u^lrchte Bekarintmachung vom 8. August die Licht- und van 20 auf L4 Pfg für oie Krafttiloivattüimd ■ d.eg«Erch«. Berbrancher v»n tobte, .tos- für die letztere turne der Ma«is.rat"tSM° C“? .Briketts dre m der Bekamrtmachung vom 17. Juni 1017 - Kasse l. 24. Aug ^berbüraerinesster Korb i (Reichsanzer-ger No. 145) vorgeschriebenen Meldungen in der Zeit m der gestrigen S t a d t v e i vom 1.--5 September erneitt zu erstatten haben. Zn den Mel- bemerkenslrert scharfer Weise düngen srnd neue, m eitrzelnen Punkten abgeänderte Vordrucke zu ver so r quu g Nach seinen NKL L % ^1 —' bak woKl der «edari.iür die, Serdjenerunn gedeckt wir». auch diese fehlt, bei der zuständigen Kriegsamtstel lieber die Ausfüllung der MoldeÄrrten und die Stellen,^ an die sie s nwrs gerechnet werden. Hinfiästlich der'Gas'kohic" fuw alle Städte- Die Beschränknngeir Tie Vor Hn übrigen find auch für die neue im Gasverbrauch sind iii vielen Fällen unerttäglick inaßg!'b trettkljächrliche Prämien betätigt. Summen über 3500 Mk. können ohne Ar.'ghlmlg, ober nur mit ärztlicher Unteriuchnng gereichrn" werden. HiiiDcrjttäi5*nadirichkn. Ko nrgsberg . 24. Aug. Der erste lveibliche Doklor zweiev' ^ Fakultäten rst Fräulein Charlotte Jakob in Königsberg i Pr .... . )naumen nntergebrachten genwrden die dott summa enm wncke zum I)r. meck vromoviertr chulerrnnen wornen dann wieder in ihren lrsstigen! nachdem sie bereits 1912 den I)r. ph.il. erworben liatte. übergeben iurd die bisher in.anderen chüler und Schülerrnnen köi -chulsälen unterrichtet werden ^ Klein-Linden. 26.Aug Dem berittenen Telegraphisten r^edrich Sparer wurde bei den letzren tsroßen Kämpfen in Lingescrn-t. er gegenüber feuterlei Tem Mustetier Mrßland das Eiserne Kreuz verliehen. — Dem Grenadier Heinrich ?orm und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Weller wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.- -- K * Ä m "" * ' rst der «ohn der Wittve Ludwig Weller Lateinbach. b. Gieß.«,. 27. AiuMch »emrich P, tz, dem 18lWrig«r S^bir des EhirU.. welch« erst seit Meri ds. Js. im Melde steht, mirrde vvm Gnchherzvq dre Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. ^^.^uhcim b. Hungen, 24. Aug. Am 11. August starb I verloren gehen. Komttcir die Kartosseln seither durch das Regen- h - c . -Ff. -Vaterland der Musketier Adolf St oll in einem Wetter Nicht in dem sauberen Zustand geliefert werden, uoie es sich napaulla>en ^nsanterre-Regrment. Ern prächtiger Mensch, beliebt! gehört, dairrr mußte ans irgendeine Weise ein Ausgleich ge- m jurtg und alt, rst imt dem Gefallenen dahingegangen. Er ist das werden, sei cs am Gewicht oder am Preis, denn niemand 11. Opfer aus unsrer Gemeinde. ' ' ^ -- ' Im *??*.'Juli wurde der Musketier Her- übernimmt die Redaktion dem Publikum Verantwortung.) Es dürfte lr-ohl angebracht sein, emnral öss-erttlich Klage zu rchn des Ehristian Pitz vou hier, j führen über unsere Belieferung der Kartosseln. Allseitig kanir nran hören, daß dieselben in einem sehr schmuNigerr Zisstand geliefert werden, so daß mindestens 10 bis 12 Pfund am Zentner will irnd braucht Erde Kartoffeln zu bezahlen. — tTtontt PH l lr ppi wahreird der schweren Kämpfe rn Flandern schwer verwundet. _ Er liegt znrzieit in einem Lcrzwrett in Köln imd sieht ferner Genefumg entgegen. Kreis Büdingen. K, - ^-Büdingen. 26. Aug. Bis jetzt sind im Bezirk des Krregsrorrtfchastsamtes Frankfurt a. M. wenig Schüler höherer Lehranftalten zur Arbeit aus dem Lande auspwhalb ihres Wohnsitzes entsandt worden. Es besteht auch im hiesigen Kreise bei den! Witternngsbericht. (Oefsentlichec Wetterdienst.) Wechselnd bewölkt, zeitweise Regcnscharrer, kühl. Letzte nacfvric&tctt. Englische Luftschlösser. ftttihWr-w 'mC~ .-r-^ ^ . R o 1 t e rd a m . 26. Aug. Der „Tailß Graphic" beschäftigt Landwirten vielfach dre rrrrge Mermmg, als wolle ntan rhner§ I sich mit der Frage der Herüben'chassmrg der im Bau begriffenen W l u ^^ß^ntdjFeLt um junge I amerikanischen Luftflotte nach Europa und entwickelt dabei einen ^ wahren handelt. Aus den erngelcru jenen Be-! Plllan. der an Phantasie nicht üben rossen werden dürfte. Warn tu 9cht hervor, daß dre Schiller, wo fw verwendet wnrderr, sollen die Flugzeuge nicht herüberstiegen. l>eis;t es, und es wrro IrxZnZl bewahrt haben und ailf dem Lande wertvolle Hilfe dann ein Projekt der Errichtung von fünf Flossen in enrer Ent L 117 -' ^llte man auch hier mcht zogen:, serimng von je 500 Meilen voneinander im Atlantlschen Ozean für tue öer^ta, e bicK ^nan = l^r-nzuzrehen. erörtert welche den Nug^gen «ls Stationen diene» s-llL. M-ich der siai nhfiiSÄl,» «Itfflttt. iaä erlerne toeir, erfnett gitrfl iönnte» diese aetraltigen Flosse mit Torpevonetzen »no oer ^utzi.^tto iscpu erder Kanonenrohren ausgerüftet werden und so der IlTtterseebootbekämv^ lSeftern abend gegen Uhr brach fung dienen. Der „Darss) (öraphic" rechnet aus, wieviel Zeit ^ nT 0^ t^h^beneir Mretern bewolptteir Orth'sckfen Höst- ein Flugzeug von Newhork. «der entcn Ozeanstation, von dieser 'ui- 5^MlS^das glücklicherweise voiß I nächsten, ins zu einem Hafm Südeirqlands braitdx'it würde, imd bex hressgen F.mrioehr rasch gelocht werden komtte. Wemi das kommt zu dem Ergebnis, daß es, wenn es Montag mittag abiahren ernrge ^ruirben fpcstter .zum Auskbruch gekonrmien wäre, lstitte es würde, mn Samstag um 3 Uhr sein Ziel erreichm würde, uih--' W b^iahrlrch foerven können, wefll rn diesem Stadtteil die Ho>s-! Verne ist ein Stümper gegerniber denr Daikn Gravbic" ' Nlckm dicht M«mi«niWm. Au» hier soll, wie in EW-ir. d« r>er- Rerleiimtzer M^rnrh Brand durch spielende Kinder entstanden sein. nach Adolf hielt der Kanmrrer Karl Ny-A. Kreis Schotten. B. Burkhards, 27 . Aug. ZuM^ Feldschützcn wurde Karl Der Perlenmöer Gernrd. Agitatronsrerse durch die Mittel- und westamerikani- schen «Ltaateu unterfwmtneu, um die Amerikaner vorl der Notwendigkeit zu überzeugen, den deutschen Militarismus c. _ , or r . t . . .,-^-5.—..— zu vernichten. Er habe viele Drohbriefe erhalten und lasse Ho- as ernannt Außerdem crhrelr uwer Ott vrer Ehrenseldschützen: fich.von zwei Detektiven begleiten. In einer 'Absprache die d} a ^ er H' ^Harmes Hain z XI. er in Chikago vor amerikanischen Iren gehalten bat saait- und Jvhamnes Schäfer XIX Starkenburg und Nheiuhessen . . amerikanischen Iren gehalten hat, sagte er, daß die irischen Gefangenen in Deutschland Mord uiid organisierte Aushungerung erwarten würden. In dem Oie ,,, ^^^^^^^^^^^ümPffchgdcr mlerlaubtm Hairs- fangenenlager nt Lnnbtirg hätten die deutscheil Scvildwaelwi schlachtungen undder rmettaubten gewerblichen Sckstachttrngen durch auf irische OZefangene geschossen ^ Pkeltzger hat das Zßrerscmtt jetzt für jeden il,rm zur 'Anzeige gebracksten ' Fall eine Besschnnug von 50 Mk. ausgesetzt. * Wetzla hütteumänirrschen Kreis Wetzlar. Amerikanisches Getreide für Belgien. ashington, 26. Wm?- Reuter meldet: Wilson hat r ,27. ?lug. Dem Geschäftsführer des Berg- und IZusttmimmg dazti^ gegeben, daß 600000 Bnslwls Wei ^ n Vcreilis zu Wetzlar e. V , Dr. Metschke. A? tn amerikausschen Getreidesilos für die belgische Unter gleichzeitig Syndikus der .Handelskammer Wetzlar, ist das Ber- Itutzungswinmifswn freigegcben fverden uiid wonacl) eine ge dienstkveuz für Krieqshiffc verliehen worden. Hessen-Nassau. ^ Frankfurta. M.. 24 Aug. Das Butter- und Eier- geschäft F. Schneid«er, Kronprinzensttaße, wurde nächtlicherweile von Dieben gründlich heim gesucht. Sämtliche Brttter-s Vorräte. y ■ n - ^ ivisse Getreidemenge nach Hollarid ausqefiibrt lverden soll dir zur Verproviantierung Belgiens bestimnlt ist. Ein russisches Direktorinm .Uien 26. Mg Die Korrespondenz „Rwü».ck^ui" berüyitt aus Kopenhagen.- Nackn der „Rieffch" erörteri ng s S rft dOekrchow v&cx Fürst Lwow. äs tos. voras** |? s » vss ? m ;* arbeittr Kvnrad Ohl und Schwerusberga?r^n M§ dem Reiche. Berlin, 25. Anrg. (WTBi) Der „Reichsrur^eiger" veröffentlicht das Gesetz über die Fürsorge für Kriegsgefangene, ferner Betanntmachnngen betr. die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Glashütten n.sw., ferner betr. die Verlängerung der Prioritätsfrist in Schweden, sowie zu der Verordnung über den Rohtabak, werter die Verordnung über Höchstpreise für .vülsenfriichte, die Betanntrnachung der Reichs-bekleidungsstelle über die Beschlagnahme von Wasche in Hotels usw., sowie die Bekanntmachung betr. die Reichsbekleidungsstelle über die Versorgung entlassener Krieger mit bürgerlicher Kleidung. Ans Heften. Erleichterung des Kleinwohnungsbaues und der .Herstellung von Haus möbeln. Abg. Köhler stellt folgenden Antrag: Zurzeit sind seitens des Reichs Erwägungen im Gange, in welcher Weise dem nach Beendigung des Kriegs voraussichtlich auftretenden Bedürfnis nach Kleinwohnungen eine Förderung zu teil werden, und insbesondere eine Verbilligung der jedenfalls dann sehr hohen Baukosten herbei- gesührt werden könnte. Auch das Verlangen nach Möbeln für neue Haushaltungen wird ein bedeutendes sein, wobei aber jedenfalls mit erheblichen Preisen zu rechnen fein wird. Ich beantrage daher: Grotzh. Regierung zu ersuchen, aus denstaatlichen Forsten Holz zu mäßigen Prei- s e n zum Wohnungsbau und zur Herstellung von Möbeln bereit M stellen. Dreschen der Ernte und Einlagen! der Kartoffeln. Abg. Kiorell-Jrrgelheim hat in der Zweiten Kammer Zfolgende Anfragen, gestellt: Ist es der Großh. Regierung bekannt, daß in Ge?wettr- den nicht gedroschen toerden kann, weil keine Kohlen zu erlangen frnd, trotz aller Bemühungen (Bretter ist allä:- dings nicht geliefert worden) und trotzdenr von den Ge- meiriden oder (Genossenschaften schon seit Wochen Dreschmaschinen bchchafft worden sind ? Ist es ihr bekannt, daß in andere?: Gemeinden sich dcks Ausdreschen verzögert, weil die vom Koinmunalverband zugewiesene Maschine schadhaft ist, lvährend gute Maschinen, die ihren Bezirk gedrosche?: haben, nicht kommen dürfen, weil sie nicht zuständig sind? Derselbe Abgeordnete stellte ferner folgenden Antrag: Hält man sich auch von jeder Uebertreibung der Schäden, welche durch nicht sachgemäße Einlagerung von Kartoffeln und anderen leicht verderblichen Nahrungsmitteln ' entstanden sind, fern, so ist es doch unumgänglich notwendig, für die kommenden Monate Vorsorge zu treffen, daß die Schäden auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Dazu ist die Heranziehnug sachverständiger und verantwortlicher Personen durch die Gemeinden und Verbände notwendig. Neben der Oberaufsicht der zuständigen Behörden könnte mit dieser Aufgabe der organisierte, sachverständige Handel betraut werden. Tie entstehenden Kosten werden si'ir die Gemeinden nicht größer sein als die Schäden durch Verderb, für die kein Ersatz zu leisten ist. Ich beantrage: die Kammer wolle ein Ersuchen in diesem Sinne an die Großherzogliche Regierung richten. Gießener Ferien-Strattammer. Gießen, den 21.August 1317. Ter 16 Jahve alte Schlosserlehrlmy August Sch. in Gießen und dessen 12jähriger Bruder Erich hatten sich wegen Diebstahls zu verantworten. Sie sind geständig, am 7. Wwil l. Js., während ihre Mutter die Reinigung der Raume der hiesigen Ortskrankenkasse besorgte, dem (Äesä^ästsführer dieser iDassse aus dem Schreibvult 10 Mark, bestehend in 2 Fünfmarffcheinen, entwendeten haben. Sie hoben das Pult — es handelt sich um ein Sonnecken-- iSchveibpult — gn -einer Seite hoch und zogen die an seiner Rückwand befindliche Berschlußfeder nach bunten, so daß sich alle Kasten von selbst öffnellm. Auf dieselbe Weise stahlen sie am 26. Mai l. Js. chnen Hundert-iMarkschein und zwar aus! her in einer der Sckßublftden besjchjdllchen Geldkassette, die sie mittels Nachschlüssel öffneten. jSie ikanften sich dafür je 1 Uhr, 2 Messer mit Ketten, 2 Paar Wickelgamaschen, 1 Kragen, 3 Ringe, 1 Brustbeutel, 2 Feuerzeuge, 1 Msundhannonibl und 2 Spazierstöcke für züsammen >71,80 Mark, für den Rest kauften sie Speisen Und Getränke. Das Gericht verurteilte den August Sch. zn einer Msanttgefängnisstrasc von 3 Wochen und j3 Dagen und seinen, Bruder zu einer solchen von 16 Tagen. ^ Dem Landwirt Otto Sch|. in Hungen wurden -in der Nacht vom- 10. bis 11. Juni d. Js. aus seinem unter der Scheuer gekegenen '.Keller 5,66 Zentner.Kartoffeln im Werte von 28 Märk entwendet. Der Verdacht lenkte sich -alsbald auf den Taglöhner Heinrich Ai. in! Hungen, der früher bei dem BestvWenen gearbeitet hat und! dem -deshalb^die -Oertlichkeitcn bekannt waren. Eine bei M. vor- gmoutmsene HaUssuch?mg förderte einen Teil der gestohlenen Kartoffel?: zutage, wahrend der andere Tsell bei seinem Schwieger-' sohn vorgefimdcn rvurde. Heute hatten sich deshalb M.. seine beiden Söhne (Lnu Mer lpjon 17 !nnd 15 Jjahren, sowie sein! -Schwiegersohn wegen s ch we r e n Diebstahls zu verarrtivorten. Anführer des Diebstahls iH der alte M., der die Wegnahme der Kartoffeln als einen dtotdiebstahl hinzuftell-en versucht, was aber durch die Angaben des als Zeugen vernonimenen Bürgermeisters widerlegt wird. Das Gericht billigte den geständigen Angeklagten mildernde Umstände zählurid verurteilte de?r,alten M. z?l 5 Monaten, seinen Schw5sgersvhi: z-N 3 IMionnten jmrd feilte beiden Söhne zu je zwei Wochen Gefängnis. Das 18 Jahre alte Dienstmädchen Enrnm P. von Burkhards hatte sich we^n Batrugs und Urkundenfälschung zu verantworten. Um sich ein Paar Schuhe z?: verschaffen, zu deren Ankauf sie ta&er selbst Geld hatte, noch von ihrem Vater erhielt, ging die Angeklagte mich Gedern in den Laden des Schuhwaren- sabrikanten Vs , kaufte dort -ei?: Paar Schuhe für 16,50 Alk., indem sie der bedienenden Verkäuferin vorspiegelte, sie sei Berta St., das Dienstmädchen bei Johannes E., eines guten Kunden von V., und erreichte so, daß sie die Schuhe ohne Bezahlung erhielt u?rd der Betrag lauf das Konto E. eingetragen wurde. Am 27. Dezember 1916 ließ sie sich von der Bi'wgermerstierei B. einen auf den Namen ihres Vaters lautenden Bezugsschein über 2 Meter.Schürzenstvff und eine Druckzeugbluse ausstelle?:. Da sie kein Geld hatte, verfiel sie 'aut de?: Gädianten, es hier ebenso zu machen wie mit den; Schuhen. Sie änderte den Namen P. -aus dem Bezugsschein in E. und 'die erwähnten Gegenstände in 2 Meter Blusen- und 7 1/2 Ellen Rockstoff um. Mit dem Bezugsschein ging sie in das Geschäft von Kausmann V. in Gedern, gab sich wieder als Dienstmädchen des E. aus übergab den Bezugsschein und ließ den gekaufte?: Stoff wieder für E. auffchreiben. Hier wie in de?N ersten Fall hätte sic die Ware?: nicht -erhalten, wem: sie die Währheit gesagt hätte. Der Schaden ist später durch ihren Vater ersetzt worden. Das Gericht r-erurteilte die geständige Angeklagte nrtter Zubilligung mildernd, r Umstände zu einer Gesa?ntgesäng?:isstrase von einer Woche und einen Tag. Der Fabrikarbeiter Adolf Sch. von Messenbach, der bei der diesigen Fettverwerlungsg-esellschaft beschäftigt )var, hat dem Schneider W. dc-lhier eine gelbe Weste im.Werte von 15 Mk. ?>nd fivis Rollen schw-arze Seide tmrcki Erbreche?: eines Behättnisses, soivic. den: Gemüsehändler K. dahier 2 Pfm:d Zucker entwendet. Weiter hat er seinem Mitarbeiter ein Paar schwarte Schnürschuhe und das Vesperbrot, sowie seiner Lögierfran eine Lampe im Werte von 10 Mt. gestohlen. Der Angeklagte bat die Weste und Seide zu 2,50 Mk. ?md die Schuhe zu 6,50 Mk. . zu einer (stesam tgesäagnis-strase von 4 Monaten und 2 Wochen verurteilt winde, tvelche Strafe er alsbald anerkannte. Lpielplan des Grohh. üurcheaters Sad-Nauheim. Montag, 27. ?lug.: „Unter der blühenden Linde". Mittwock), 29. Aug.: „Die selige Exzellenz". Freitag, 31. Aug.: Unter Mitw. d. Kurkap Einm. Gastsp. d. Tanzkünstlerin Hamrelore Ziegler vom Großh. Hof- u. Natio?:attheater Acannhein:. Dazu: „Wenn wir albern". Sonntag, 2. Sepr. Gastsp. Rud. Posfin u. Tilde Lipsk: M. d. Wiesbadener Residenz-Enseinble. „Wenn Frauen, schweigen", hi-eraus: „Durchs Ohr". Mo?ttag, 3. Sept.: „Perlen". Uönigl. Kurtfyeater vad-Lms. , Dienstag, 28. Aug.: Unter Mitw. d. Kurkap. Einm. Gastsp. b. Tanzkünstlerin Hannelore Ziegler. Dazu: „Wenn wir albern". Dienstag., 4. Sept.: „Das Dreimäderlhaus". Spielplan der vereinigten HranNurter Ltadttheater. Gpernhaus. Montag, den 27. August, abemds 71V Uhr: Letztes.Auftreten v. Rob. Hntt. „Der Troickadour". Die?rstag, 28. Aug., abds. 6: ZU Goethes Gebnttstag. Prolog von I. W. v. Goethe. Hieraus: „Egw.ont". Mitttvvch', 29. 2lug., abds. 7Zürn Besteck d. Wohl- fahrtskassen d. Gen. Deutsch. Bühnenangeh. Gastsp. v. Fritz: Mas- sary vom! ?Retropol-Theater in Berlin. „Die Fledermaus". Donnerstag, 30. Aug., abds. .7: Letztes A?rftr. v. Melitta Heim. ^,Vio- letta". Freitag, 31. Aug.. abds. 71 2 : Volksvorst, b. kl. Preffe?:. „Der Barbier von Sevilla". Samstag, 1. Sept" abds. 7: „Die lustigen Weiber von Windsor". Sonntag, 2. Sept.. nachin. 51 / 2 : „Tristan irnd Isolde". 5 chauspielhauz. Samstag, 1. Sept.. abds. 7y 2 : Eröffnu ngs - B 0 rstel -« lung. Zum ersten Mal. „Florian Geyer". Sonntag, 2. Sep< abds. 71 / 2 : Könige". vernrischtes. Bon der Leipziger Messe. * Leipzig, 27. Aug. Der erste Meßtag zeigte bereits einen recht lebhaften Geschäftsverkehr. Die -aus allen Teilen des RHches sowie aus dem verbimdeten und neuttalen Auslande eingetroffenen Einkäufer standen in rege:: geschäftlicher: Verhandlungen mit.den Aussteller?:. Besonders großes Interesse wandte sich der Nahrungsmittel inesse init ihre?: zahlreichen Ersatzsabrikaten z::. Ferner den aus Ersatzstoffen erzeugten Textilwaren. Viele Jndusttiezwerge wer- >den gut vertrete::. Etwa 40 000 Meßfrem'de wurden in Leipzig gezählt. HotelbranÄ in Leipzig. * Leipzig, 27. Aug. Nach einer Meldung der „Voss. Ata." brach in dem jetzt bis zur Herbstmesse bis unter das Tack ^setzten Hotel ..Stadt Rom" ein Brand aus, der sich mit größter Gewalt ausbrertete und in kurzer Zeit den ganzen Dachstuhl des in unmittelbarer Nahe des Hauptbahnhoses befindlichen Hotels ergriff. Trireb de?: Brand wurde die in dem ziemlich weit von der Brand- stttte liegende:: alten Stadttheater stattfindende Jnbiläumsvorstel- lung der „Brarrt von Messina" empfffchlich gestört, da der Brandgeruch in das Theater drang und die Besucher zun: ^.eil erschreckt flüchteten. Die Ursache des Feuers ist unbekannt.' ärztlich bevorzagt. ünübertr. ji.s.raschon u. vorzügl. I Wirkung. [Erhält!, in ÄDotbeken Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Süd-Anlage 7 [62611 Süd-Anlage 7 Unteiricht in allen weiblichen Handarbeiten: Weiß- und Maschinenähen, Stickereien jeder Art, Klöppeln, Occhi, Aenderangen von Wäsche, einfachen Kleidern und Blusen, ferner Kunsthandarbeiten in allen Techniken. Ürniiclig flustiüüüiKj in allen Zweigen des Baasiialis. Beginn desllnterrichts Montag,den 3. September. Bekanntmachung Laut Schreiben des Einberufungs-Ausschusses für den Zivildienst dürfen Backwaren von Dienstag, 2H. d. M., ab an Vrivatkundschaft nicht mehr ausgctragen werden. Zuwiderhandlungen werden mit der Srhliehung der Betriebe geahndet. Wir bitten unsere verehrliche .Kundschaft, 'sich den jetzigen Berhällntssen anzupassen und ihre Waren bei ihrem seitherigen Lieferanten abholen zu lassen. ^ Bäcker Zwangsinnung Gießen. Zeichnung zur VII. Kriegsanleihe ohne Einzahlg. HUIgeg.Bersicherungsnbschluß leistet die Mngiiebnrgkr Lkl>kns-Vrrsichmings- 8 ks. ABti > ä88W8rd£u scaca jelrl »otqsgeogeaoLMsn.auch kostenlose Auskunft ert. bei Dr. W. Le;enne, Gieöen, West-Anl. 10. A © h t ul xl fg ! Nehnie Bestellimgen an für ^rißkrach ltztlberüde,!, Zruichelu u. z,itterrß!ie», für Wtitterbedars bei billigen Preisen. 8871 _ Fran Frosch, Neustadt 19 I. Frisch einegetroffen ein Waggon Weißkraut, gelbe Rüben, Karotten, Rotiirant und Wirsing. Abgabe zun: billigsten Tagespreis in allen Stadt- und Landvertellungsstellen. 0280 KottsumvererA Gieße» und Umgegend. Trinkt CShabeso! denn es wirkt bakterientötend und verhütet Darmkrankheiten «habefofabrik Seltersweg 70 Telephon 1017. * 6300 Winterschafweide. Die Gemeinde Inheiden beabsichtigt, ihre Wlnterschafweide für den kommenden Winter zu verpachten. Da die Feldgemarkung Feldheim mit gehütet werden darf, bietet die zu behütende Fläche, bei normaler Witterung, vollständige Nahrung für -,ne Schafherde. Pächtliebhaber wollen sich an die Bürgermeisterei wenden. 62 °o Biruenverkauf. Mittwoch, den 29., und DouuerStag, den 39. ds. MtS. Von 8 V 2 Uhr an kommen in der Turnhalle, Steinstt. 3, Frühbirnen (Gute Graue), zun: Verkauf. Es gelangen am ersten Tage die Nummern von 1—250 und am zweiten Tage von 251—500 zur Ausgabe. Noch vorhandene Nummern können am 29. Aug. von 8 — 81/4 Uhr an genannter Stelle in Empfang genommen werden. Preis der Birnen 20 Pfennig für das Pfund. Gießen, den 25. August 1917. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. I. V.: Haag. Bekanntmachung. Am Dienstag, den 28. ds. Mts., werden in den Brot markenansgabestellen vorrnittags von 8—12 Uhr und nachnnttngs „ 2—6 „ Wurst- nnb Kariosselmarken auögegeben. Gießen, den 25.'August 1017. 63166 Der Oberbürgermeister (Leberts??:ittclamt). Betrifft: Die Abgabe von Ficktendeckreisern. Von den in diesen: Jahr der Stadt zur Verfügung stehenden Fichtendeckreisern können eine beschränkte Anzahl Wellen an Private abgegeben werden. Wer solche zn beziehen wünscht, wolle dies alsbald, spätestens aber bis zum 1. Oktober ds. Js. aus dem Stadthaus. Garten- straße 2, Zimmer 9ir. 15, anzeigen. Der Preis für die Welle beträgt 30 Ps. und ist bei der Bestellung z?: entrichten. Schriftlichen Bestellungen ist der Betrag beizu- fügen. Eine Erhebung des Betrags kann nicht staitftnden. Die Lieferung erfolgt frei vor das Hans. Weniger als 5 Welle?: werden nicht abgegeben, auch kann eine Gewähr für die Lieferung von inehr als 50 Wellen nicht über- nonunen werden. Gießen, den 23. August 1917. 63126 Ter Oberbürgermeister: Keller. 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