Vr. 198 Erstes Statt 167. Jahrgang Der Sietznrer Anzeiger erscheint täglich. außer SonntayS. - Beilagen: Metzrne r Famii ieudlätter. Kreisblctt flr den Kreis Hießen. vezllgrpreiL: nwnatl. 1 Mk.. viertel- tchrtich 3 Mk.: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 3.— viertel» jähri. ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Berlag.Geschäftsstelleöl Anschrist für Drahlnach- - .. - • r f richten, er Siche». 3wI,litig5N-ntzdn>ck u. Verlag: Srühi'fchc Unw.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Sefchäftrstelle S. Druckerei: Schnlftr. 7 Freitag, 24. August \%l postschecktants: Frankfurt a.M. U686 -eMM-MzeyLr für Oberhe Sankverkehr: Sewerbedank Gießen Annahme von l. die TageSnurnrner bis zum Nachmittag vorher. SeUenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrrst 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Heue große Angriffe der Engländer abgeschlagen. D italienische Divisionen am Isonzo zurückgeworsen. Grohes HauVtauarticr. 23. August (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Nach ergebnislosen Teilvorstätzen des letzten Tages am-en ore lZnglander gestern zwischen Langemarck und l l e v e k e wieder zu einvntlichen großen Angriffen über -re den ganzen Tag scher bis tief in die Nacht hinein archiel- und zu schweren Kämpfen führten. An vielen stellen Metzen ue unter Einsatz neuer Kräfte bis zu sechs Malen aeftfB unsere Linien vor. Immer wieder wurden sie durch rmsere tapferen Truppen in zähem Nakckamvf '»uruckgewor- ten. Bon den zahlreichen 'lÄuzerkraftw.lgen. die dem Feind den Durchbruch durch die Stellungen ermälichen sollten, nmrde d,e Nietnzahl durch Feuer erledigt. Bis auf zwei Stellen, östlich von St. Julien und an der Straße Ypern—Mc- nm, rst unser vorderster Graben aus der 15 Kilometer breiten Kmnpffront vrckl gehalten. Trommelfeuer gegen Lens heute früh vor- ßwtzende Mndliche Abteilubgen wurden abgeschlagen. Wei- ^lh im Gange. Die lebhafte Beschießung oes Stadtmnern von St. Quentin hält an. Heeresgruppe Deutscher K r o n p r i n z. 0 öcm erbitterten Kampf bei Verdun trat gestern im ^tiffroes ei he Panse ein. Erst gegen Abcird erreichte b^e^l^tlllerretatlgkeit ans beiden Maasufern wieder betracht- ■ Angriffe folgten dieser Feuervorbereitung bei- versnts der Stratze V^cherauville—Beaumont. In schwe- remMmgen gelang es den Franzosen, nur westlich des £8*8*5 auf schmaler Front in unserem vordersten Graben FÄtz zu fassen. Sonst wurden sie überall blutig avgewiesen. Rtthrfach kamen ihre Vorstöße in unserem BermchtungSfeuer nicht zur Entwickelung. * ^. uSäJ*”« 8 "ft-..ngrsff auf dir engüschc Stifte sind die »UttÄnf*«! Anlagen von Morgake. Ramsgat, und Dover erfolgreich mit Bomben belegt worden. In zahlreichen Kümpfen verlor der Feind drei Flugzeuge. zwei eigene kehrten nicht zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Nüssen haben nach Abbrennen der Dörfer ihre Stellungen westlich der Aa bis zur Linie Lding—Biganu geräumt. Das Mlfgegebene Gebiet ist von uns kampflos besetzt worden. Front des Generalobersten Erzherzog Josef Zivischen Pruth und Moldawa war die Gesechtstütiqkeit stellenweise lebhaft. Nördlich von Grozesei. im Susita-Talc und bei Soveja blieben erneute, nach starker Artillerievorbereitung einsetzende feindliche Teilangriffe erfolglos. Heeresgruppe des G e n e r a l f c l d m a r s ch a l l s von Mackensen. Die Lage ist l>nverändert. Mazedonische Front. Bei fast ist) Grad Celsius in der Sonne blieb die Kampf- tatigkeit gering. Nur im Cernabogeu lebte das Artillerie feuer bitweise auf. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Reichstagsentschließnng geringeren Kampfeifer entfaltet haben. Im Gegenteil' Die feindliche Presse ioar voller.Hohn, und man wird den Offensiv truppen vor dem Sturm wohl gründlich cingebläut haben, daß der Feind, der riict)t auf- Ijörc, vor: Frieden zu teden. sich schwach sichle, kein furchtbarer Gegner mehr fei. Der frühere Reichskanzler Herr von He thmarni Hollweg hat dem Feinden einmal init ganz anderem Gefühl, als es der Abg. Hcrußmann namens der Mehrheit offenbarte, zugerusen, sie hätten mit der weiteren nntz- losen Fortsetzung des Kampfes zu gennirtigen, daß ihnen der ^rrede te uerec zu stehen fonmte, daß lim: also nicht Lust hc^tterr, die Kosten der feindlichen Irrwege zu tragen. Zum (frieden geneigt, zum Schlagen bereit, das ist eine Alternative für den Feind, die für ihn auch von atieclei .(bosten- rechmuigen begleitet sein sollte. Wir waren und sind noch zum Frieden bereit, brauchen aber den Feinden nicht geradezu Freibriefe für neue Offensiven und für die Verlängerung des Krieges anzubieten. Was sonst gestern im Hauptausschuß des Reichstags getagt worden ist, war von erfreulicherer Natur als die tags vorher abgehaltene mikroskopische Untersuchung von Erklärungen und Entschließungen. Besonders bemerkenswert und bedeutungsvoll waren die Ausführungen des Staatssekretärs des Reichsmarineamts v. Eapelle. Die Marine steht mit ihren Leistungen nicht hinter dem Heere zurück. Alle Erwartungen sind übertroffen, keine hat uns geirogen. Die Widerlegungen englischer Verschleierungen waren durchweg überzeugend. Der Optimismus der Führer unserer Flotte ist so fest und echt wie derjenige Hindeuburgs. Interessant und neu war vor allem die Mitteilung, daß der aug eich lickl ich e Bejband an N-Bootcn um 10 Prozent höher sei, als Anfang Februar, woraus sich ergibt, daß die feindlichen Abwehr mitte l uns nur geringe Verluste verursacht haben. Die Anmerkungen des Zentrmnsvertreters zum ll Bootkrieg deuten auch :u der kurzen Fassung unseres heuligeir Berichtes darauf hin, daß es sich um die wichtige Autorität Erzber- ger handelt. Er will recht bebalten und gießt nach wie vor Wancr m den Wern der Auffassung unserer Marine. Seine Beweis fehlen aber, und sein nach allen internatwnalen Richtungen fich sehnendes Neiseherz soll uns nicht bange machen! Ter -lbendbcricht. Berlin. 23. Aug. (WTB. Amtlich.) Abends. An der Stratze Ypern—Men in und bei Lens sind eng lffche Teilangriffe abgeschlagen. Beiderseits der Maas wechselnd starker Fenerkamtff. Im Osten ist die Lage unverändert. Die neuen Siege im ^festen und an der Jsoiizo-Fvont unterstreichen noch einnwl die Mitteilungen, die Hinbenbnrg Über die militärische Lage geinacht hat. Es ist Wahrheit und Sicherheit i'iber allen Handlnirgen und Kundgebungen unserer Obersten .Heereslmtung. Sie liefert uns,' ohne in irgeirdwelche politische De-klamatioiren zu verfallen, die Mittel der 'nähren (Einschätzung unb Beurteilung jener englischen KraU'eben, durch Amnaßung i,,,d >leberl:ebuna ersetzen wollen, was der Entente militärisch versagt bleibt. Nene große Angriffe der Engländer sind zuriickgeschlagen. worden^ und zugleich inelden imsere östcrreichisch-ung'ari- 'chen Bundesgenossen, daß inebr als 40 Divisionen Italiener in ge'valtigei' Anstiil-men nicht vermockst haben, die Isonzo- Front zu erschüttern. Amh ftir den dortiges, Kriegsschauplatz steht die Ueberzengnng fest: sie kommen nicht durch! llitb das i}! doch die Hoffnung der Gegner gewesen, als sie in ihren Kundgebungen voni Friepen rnchits ivissen wollten. Der ?lbgeordnete Hautzninmr hat gestern im -Hm lpta ns schuß des Kieickistags die Meinung ausgesprochen, die Politik habe jetzt auch eine Aufgabe, nämlich unser „wundervolles Heett' zil untersti'itze:l - glaubt, dies se? durch die bekannte Mehr heitsentschliestung des Mnchstags schon erreicht Nwrden. Wtt glauben cs nicht, daß die Engländer, die Fruuzosen und die Italiener bei ihren neuen Aikstürnwn auf V-Kund der Der österreichisch-«,rgarische Tagesbericht. Wien, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. .... ..festlich von Soveja. beiderseits der oberen Susita und fudllch von Okna. wiederholte der Feind seine Porstöhe. Er wurde überall abgeschlagen und erlitt große Verluste. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Angriffe der italienischen zweiten und dritten Armee am Jsonzo geben init größter Heftigkeit fort. Min- oeftenc' vierzig feindliche Divisionen sind in vier ^.agen zwischen Auzza und der Küste gegen unsere Linien angerannt. Während gestern zrvischen Podiee und Pertojva m der Mitte der Kampffront meist nur die Artillerie zum Worte kam. wurde die Schlacht an den Flügelabfchnitten >mi u> rrtHrtrrfrt fortgesktzt. Bri Au.;;a stiirmtc im- ^einb miftifrMtru Malen arern unsere Ttcllung an. Er wurde Mo 7,iiri,cl«ewariei!. Dagegen gelang es ihm. auf der f^d), rladif vom P rh seine grotze Ueberlegcnl»eik an 3ahi ;»r ltzcl- trmg »n bringen und in südlicher Richtung Raumgewinn zu erzielen. Um jeden Schritt Boden wurde schwer und hart "ackig Mann gegen Mann gekämpft. Ebenso zähe wurde beiderftlts der unteren Wippach gfftritten. namentlich auf der K a r st h o ch f l Ü ch e. wo Seine Majestät der K a i se r und König nnmtten seiner tapferen Tropen venveilte Immer wieder stürzten sich neue italienische Augriffskolourren auf den .chernen Wall der Verteidiger. Mehrmals schlug bereits uufere wachsame Artillerie den Ansturm nieder Glückte es dem Feind, irgendwo in unsere Gräben einzudringen so warfen ihn unsere Reserven mit dem Bajonett wieder hinaus. Dariernden Ruhm haben bei unseren Gegenstößen n a das Wiener Feldjägerbataillon Nr.2! und Abieilnnaen der Regimenter Nr. 93 (Olnrütz) und NM (Krakau) envorben. Alle Stellungen auf dem Karst find fest in unserer Hand ge- blleben. Dre Opfer der Italiener reichen an die der blittig- sten Jsonzo-Kämpfe heran. Balkankriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabes * * * Die Kämpfe in west und Ost. Berlin, 23. Aug. (WTB. Mchtonttlich.) Die Gene- r a lv ff e n s i v e her Entente nahm oim 22 August ans allen Fronten ilireu Fortgang. Der bisherige Verlaus ist für die Mittelmächte äußerst günstig. Den nngehenren Blutopfern der Entente entsprechen nur verschwindende örtliche Qk* wnrne, dre durch die Erfolge der Mittelnrächte im Ostern um em Vielfaches übertroffen werden. Der gemeldete neue große englische Angriff in Flandern setzte vormittags um 7 Uhr ein An verschiedenen Stellen der Front brachen die Massensttirnie bereits in wrserer Ferterspcrre zu- samnn'n, obwohl mfolge des ^.ldorgerrnebels die Sickst in den Borm i ttags stt k n den lxMränkt war. In dichten VLassen stürmte der Feind, von zahlreichen Kampsgeschwodern unter- ltützt, immer von neuem gegen unsere Stellungen vor. Wo es ihm gelarrg, an einzelnen Stellen einzndringen, wnrde er m kraftvollein Gegenstoß in erbitterten Nahtämpsen geworfen. Am Nachmittag warf der Gegner ftTische Kräftt rn die Schlacht. Unsere alte Linie wurde ttotzdem auf der ganzen Front gehalten, nur südöstlich St. Julien entstand ein örtlich begrenztes EiigländeiTnest. Oesllich Ypern schlugen unsere mit außerordentlicher Tapferkeit kämpfenden Truppen sechs feindliche von Panzerwagen rmterstützte Angriffe zirriick. Erst) bei dem 7. Angriff mußten die Tapferen um .) Nhr abends den westlichen Teil des Herenthage-Waldes der feindlichen Ilebermacht überlassen. Der Gegner zog aus der Gegend südlich des Kanals während des Kampfes Verstärkungen nach Nordeii, die wir außerordentlich wirksam durch unsere Artillerie packten. 2lm Llbend gingen die Eng- lander nach zweistündigem Feuerorkan zwisck>en Langemarck und östlich Zwartellen gegen 11 Uhr nochmals zu einem hesttgen tiefgestaffelten Anginfs vor. Es kam zu wilden H st f a n t e x ie k ä m p s e n , die bis spät in die Nacht hinein währten. Nach hin -urrd herwogendein Kamps blieb der Herenthage-Wald in englischer Hand. An allen übrigen Stellen wurden die Angriffe abgewiesen. Bis 3 Uhr morgens wütete auf der Kampffront starkes feindliches Feuer, um e ^ ,cl ^ irT A en Pause gegen 5 Uhr wiederrnn mit großer Wucht einzusetzeu. Die Verluste des Feindes sind ä u ß e r st s ch w e r. Unsere Geschütze und Maschinengewehre feuerten mtt vernichtender Wirkung in die dichten englischen Sturmhausen. Im Raume von Ar r a s vorübergehend schwere Feuer- uberfälle. Nach 4 Uhr nwrgeus gegen den Nord- und Westrand von Lens vorjtoßende feindliche Mteilungen wurden abgewiesen.' Nach 6'/-. Uhr vormittags lebte die Feuerttätig- keit wieder auf. Bei der erneuten Beschießung von S t Quentin wurde besonders der Marktplatz mit einem Hagel von Granaten überschüttet. Im Raume von Verdun löste sich die Schlachtham 22. August in starke Teillampfhandlungen aus, die indessen erst gegen Abeird einsetzten. Bei Morgennebel' war die feindliche Artillerietätigkeit in den Vormittagssttm den geringer. Erst gegen nachmittag steigerte sich die Hef tigreit der Feuerüberfälle und der planmäßigen Artillerie- unrkung. Mehrfach erkannte Ansammlungen in den feindlichen Gräben wurden unter wirksamstes Vernichtungsfeuer genommen. Am Abend imd in der Nacht erreichte die seind- lsche Feuertätigkeit auf beiden Maasusern wiederum große Wucht. Es erfolgte indessen.nur der gemeldete starke An- grisr beiderseits Vacherauville—Beaumont, bei dem der Gegner einen geringen örtlichen Erfolg mit äußerst schweren Verlusten erkaufte. Arider O st fro n t brachten wir südöstlich von Luck aus einem ^toßunternehmen eine größere Anzahl von Gefangenen und Grabemvaffen ein. Mehrfache feindliche Teilangriffe gegen die Hälse D. Cosna wurden abgewiesen. Ebenso schei- terteNh starke^ Angriffe, die der Feind gegen die 5mhe 895 nordöstlich soveja sowie gegen die Stellungen nördlich und nordwestlich davon vortrug, teils schon im Äbwehrsener teils in erbitterten Nahkämpfen. In Margina brachte unsere Artillerie ein feindliches Munitionslager zur Explosion. Englischer Heeresbericht Bonr 22. AuMst, aliends. En,c erfolgreiche Operation wurde I;eirte morgen von Miseren ^nrppen östlich und nordöstlich von Ypern zur Erobernnq einer Reiw stancr Pnnlt. und be estigter Eetzö t. unternommen, die einiae ruudert Yarv? oor unseren Stellimgen zu becheri Seiten der Straße Ypern—Mernn imd zivischen der Eisenbahn Ypern Routers ,rnd ^angenüarck^liegen. An alletz Punkteu sand ein erbitterter Kamps 'tait. Der .-vemd imternahm iviedernni fviedei'holte Gegeiurngriffe wobei er in unserem Artillerie- imd Masckineug«vel:rteuer schere -e-erlulte erlur. Ern besonders wilder Kampf faird in der Näh- der Srratze Ypern-Menm. statt, ,vo der Feind m-rziveiült kämpfte', um nt Hernchast über dao hochgelegene tz>elärrde zu behalren Hiai- wurde imiere Luue m einer Tiefe von über 500 Yavds ans einer Front pvn über einer Meile vrn'gefchch^i und die Stellima die eine wichtige Beobachtung itad) Osten gewährt, von uns erobert llchere Truppen rtchwten sich ein. Wetter nöMich jtnrthe Misere ^iiue ans einer Front vvik 2'Meilen bis zur müßten Tiefe von nnor hdten Merl e VMMschlHm. Die «ds-chimgen der ao&Ä ^ fr,feit Punkte leisteten mit großer ErbiNernna Wlderitand. ^Vrelsach nn.rdeii abgffchnitte.ne Stellungen erst nach Kamm, de, den g-rlchttik Tml des Tages mldaurrtc. zur lhtx-rMbe gezwungen. Bei dreien llnternelanwigen macken Nur ulvr G-. fangene, aber infolge der Harvtäckigkeü de> Kampfes macht U"- ^iangeinm nielrr als ge.vöb>.lich mrr einen kleinen Deck der denr Feinde zugesilgten -Gefamknerlmte an--- ^,e lab ter »m Same örr (tofhipfii Kamme in din Nälv von Len» gemachten eiangei.en betragt tt I, wodurch die (R-sannjumme der in d ster - 5 ;J lw W '"Ostens gemachte,! tR-iangonen auf fd’nrf m 1 ’ (V &C11 ^ nmiinn eroberten wir mul, in dlehm (Vebirt 34 Mmchinengenn'bri- und 21 Sckrtttzengrrchenmori.a ,c lueM- fi ^Ticnn m -^ cu K Ftl .Ü f .statt Zwölf deutsche Flua^m, \ XUMI brüniergebrarl,:, n'in, i.iiVr,' imioi ge trieben Zivölf Miserer' Flng:enge inerden vernnstk eir- Vinters w.'ckw'isd einn Bombenabimrrüm^rnebinnne Vmtex den ferndlrchen Lirnen Maiminmstießnr. Der russische Oberbefehl. Französische Lügen von oer Zerstörung der Kathedrale von St. Quentin. Berlin. 22. Mg. ,WDB. Amtlich.) Die Vergiftung der öffentlichen Mttnung der Welt und ihre Au fhe tz u n g g eg e ü Deut s ch ln n d bilden ein Kampfmütel der französisch e u Negierung, das sie in wachsendem Aiaße immer gewissenloser zur Anwendmrg bringt. Die letzte französische Meldung von der Brandlegung der Kathedrale von St. Quentin durch die Deutschen bildet bereits den Höhepunkt des französischen Lügen- sttdzuges, der bereits in den ersten Tagen des Krieges mit derj Erfindung und Verbreitung deutscher Greuel cinsetzte. St. Quentin Wird seit vier Monaten von Franzosen und Engländern zur Trüm- merftäUe geschossen. Die berühmte Kathedrale fiel am 15. August der heftigen Beschießung der Stadt durch 3000 Sckmß zum Opfer. Das deutsche Beweismatettal snr die Zerstörung St. Quentins und seiner Kathedrale durch die Engländer und Franzosen ist erdrückend. Den Beginn und das Fortschreiten der Beschießung und der^ Zer- störungeil sind protokollarisch festgelegt. Neutrale Bericht erstatt ec haben die Zerstörungen der Stadt gesehen. Es existieren zahlreiche photo g raphi s ch e Aufn a h men , die deutlich erkennen lassen, doch die Zerstörungen von dem feindlichen Artilleriejener herrühren. Sttbst Filnrs wurden während der Beschießung auigeiwmmen, die die deutlich platzenden Schrapnells und Granaten in den Straßen der Stadt sonne aus der Kathedrale selbst erkennen lassen. Tie Stadt liegt voller- Sprengstückc und Blindgänger französischer und englischer Herkunft. Jeder dieutrale kam, an den Zerstörungen und Ernschlägerr ohne Lchwiettgteit feststellen, daß die englischen mrd französischen Batterien die Stadt beschossen haben, in der die Umgebung der Katlredrale an militärischen Decken nur der Unterkunft von Truppen diente. Tie Franzosen haben auch nie den Einwand nräitärischer Notwendigkeit für die Zerstörungen vorgebracht, sondern sie halten es für einfacher, die Beschießung glattweg zu leugnen Loch später die Verheerungen durch ihr Artillerieseuer als mutwillige, absichtliche Zerstörungen durch die Deutschen hinzu stellen. Gegenüber unserem erdrückenden Bewttsmaterial von der srevel- haften Schuld der Franzosen m, der durch keine militärische diot- wendigkttt gebotenen Bernichtüng eines der bedeutendsten Kultur- deukmäler der Welt hat der amtliche französische Propagandadi-imst, der angeblich nir die Zivilisation und Menschlichkeit arbeiten will, die Dreistigkeit, eine sä che freche Lüge in di e W!elt zu setzen, vhno auch nur zu versuchen, den Schimmer eines Betveises für seine Be- haupllmg beizübringen. * Der Luftangriff auf England- London. 22. Ärrg. l'WTB.) Amtlicher englischer HeereS- berrcht: Bo« deu L u s t s ch i s s e n. die in der vergangenen Nacht einen Angriff aus die Küste von Parks hi re unternahmen, wagten sich eines oder höchstens zwei in das Innere des Landes. Es wurden zwölf Hochexplvsivbomben und dreizehn Brandbomben; auf doei Dörfer in der Nähe der Küste abgeworsen. wobei eine Kirche zerstört und drei Häuser beschädigt wurden. Ein Mann wurde verwundet. London, 23.Mrg -WTB.) ,,Central News" melden anttlich: Zehn feindliche Flugzeuge näherten sich" heute früh der Küste von Ke nt. Es ivurdeu Bomben aus Ramsgate tmrd Dover abgeworsen. Drei Personen wurden getötet und zwei verwundet. Zwei feindliche Flieger wurden niedergeschosseu. London. 23. Äug. (WTB.) Reutcrmeldung: Das Pressebureau tellt mit: Zehnseindliche Flugzeuge näherten sich Uoite 10 Uhr früh der Küste von Kent. Der Feind wrrrde von dein Megerkorps des Mattnelustschiffdienstes in ein Gefecht verwickelt, ioälwend die ^lbwehrgeschütze das beabsichtigte Vordringen in das Innere des Landes verhinderten. Einige wenige Angreifer kamen in weUick)er Richttmg bis Mar ga te . die anderen famm nach der Küste von Do ver. Es wurden Bomben aus Dover und Margate cchgeworfen. Drei Perjouen wurden getötet, zwei verwundet. Der Schäden ist unbedeutend. Zwei feindliche Flieger wurden uieder- geschossen. Nach einem späteren amtlichen Bericht warfen die Flugzeuge Bomben ans Dover, ?Nargate und Ramsgate ab. Dadurch wurden 11 Personen getötet und 13 verwundet. In Dover und RamSgate wurden mehrere .Häuser beschädigt. Ein deutscher Flugzeugführer wurde leicht verwundet eingebracht. Ein deutsches Marineluftschiff verloren gegangen. Berlin, 23. Aug. lWTB. Amtlich.) Am 1. August vo rmi ttags wurde eines unserer Marine-Luft- s ch i s f e westlich der jütischen Küste, nördlich vom Hornsriff, beim Angriff aus englische Seestreitkräste abgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Die Sozialistenkonferenz in London. Amsterdam , 23. Aug. (WTB.) Das „Haichelsblad" meldet Mrs London: Die L o z ia listen ko n f er e n z der Alliierte findet Dienstag und Mittwoch statt. Presse und Publikum werden nicht zugelassen, aber leden Tag soll ein Bericht veröffentlicht iverden. Henderson wird den Vorsitz führen. England, Frankreich, Belgien, Griechenland, Italien, Rußland und Südafrika werden vertreten sein. Die englischen Arbeiter und die Stockholmer Konferenz. Amsterdam, 23. Llug. (WTB. Mchtamtlictz.) Nach einem hiesigen Blatte wurde bei der gestrigen Ärbciterkonserenzj in London der Auttag des aussührenden Ausschusses der Arbeiterpartei, außer der offiziellen Mordnung von 24 Mitgliedern noch eine aus ie 4 Mitgliedern der zwei sozialistischen Parteien und aus 2 Mitgliedern der Fabian-Party bestehende Sonderabordnung nach Stockholm zu schicken, abgelehnt. Ebenso wurde der An- ttag, die Abordnung aus Delegierten der Konferenz selbst zu wäIen, verworfen. Seekrieg. Reue ll-Boot-Erfolge. Berlin, 23. Aug. (Amtlich.) Im Aermelkanal und in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote wiederum fünf Dampfer und drei englische Fischersahrzeuge versenkt, darunter der portugiesische Darupfer Berlenga ('3548 Tonnen), mit Bohnenladung für London, ein bewaffneter englischer Dampfer mit Holz, ein italienischer Damp^- ser von etwa 3000 Tonnen, sowie ein unbekannter, tief- geladener Dampfer aus Geleitszug. Drei englische, bewaffnete Fischersahrzeugc wurden nach Artilleriegefecht vernichtet, ein 5-Zerltimeler-Schnelladegeschütz erbeutet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Wien, 23. Aug. (WTB. Mchtamtlich.) Die ,,Agenzia Stesani" meldet: Am 48. August hat ein italienisches See fluaLeua in der oberen Adria durch B-om benwnrs eilten BoMreffer auf ein feindliches U-Boot erzielt und es versenkt. Bon zuständiger Stelle wird hierzu bemerkt, daß es sich weder um ein österreichisch-ungarisches noch um ein deutsches U-Boot handelt Kopenhagen, 24 2lugust. Das Mrnisteriiml des Aeußerti teilt mic: Der dänische Schoner Caroline Kock, von Fteetwood nach Thors'havn nrit Holzladrmg unter'wegs wurde im Atlantischen Meere versenkt Haupt der wiederholle Bruch der Vertraulichkeit wurde von allen Seiten scharf gerügt und dabei festgestellt, daß hier immer eine und dieselbe Seite in Betracht komme. Der vom Wvlssbureau herausgegebene Bericht enthalle keine Angaben- die unter die Vertrauliche teil fallen. , _ Beim Eintritt in die Tagesordnung erklärte ein Fortschrittler namens der Mehrheit vom 19. Juli, die gestrigen Erklärungen des Kanzlers über seine Rede vom 19. Juli seienmiß- verstanden worden. Punkt 1 der Erllärung der gestrigen Mehr- heitspartcien wäre gestrichen worden wem, die Erklärung des Kanzlers nach der Pause formnliett Vorgelegen hätte, denn diese habe das Mißverständnis aufgellätt. Durch die Entschließung vom 19. Juli wurde dem Baterlande ein großer Dienst geleiltet. Als ein Bekenntnis der Schlväche könne sie insbesondere im Hinblick auf die gleichzeitige Machtentwicklung und die großen Erfolge in Ga lizien dock wirklich nicht ansgelegt werden. Die Friedensidee, lvie säe in der Reichstagsentschließung zum Ausdruck gekommen sei, sei eine moralische, demokratische und christliche Macht. Sie finde immer mehr Anerkennung auch bei den feindlichen Völkern. Der gesttige Beschluß der englischen Arbeiter über die Besä'/ickung der Stockholmer Konferenz swurde dadurch erleichtert. Die päpstliche Friedensnote sei >das Bekenntnis zum Handeln, wie es den Grundgedanken der Kirche entspräche. Daß die Bestätigung ihrer Grundgcdankenj und Ausgaben nicht erst durch die Mittelmächte bei der Kurie veranlaßt zu werden bramlsten, liege klar zu Tage. Die inneren ( >Wr>fnrmi'ir hirrttv« Vritr» »ä Frvn^rWr+f ‘Dlfrt+fpr hrm Reiltls- Aus dein hauptausschutz des Reichstags. Berlin. 23. Aug. WTB Nichtamtliche Der H a u p t a u s schuß des Reichstages setzte die Aussprache über die aus 'wärtige Politik fort. Reichskanzler Dr. Michaelis wai' er ''chieuen (sin Nitqlied der konservativen Pattei forderte «rnäckpt unter Hinweis auf die in einem Teile der Presse in Er »penwng getretenen brndtskrttconen aus den gestrigen Verhandlun §m bK (intbinöuna von d«r Bertrautichkeit. Ucber- Reformen dürften nicht, wie es konservative Blätter dem Reichskanzler nahelegten, hüuu cs geschoben werden, sondern müßten sckwn baldmöglichst zur Durchführung komlnen. Man sei cs dem Volks- Heere. das so Ungeheures geleistet habe, schuldig, das Haus wohnlich einzuttchten,. so daß es nach seiner Rückkehr nach den uw geheuren Opfern ein wohnlich eingettckteteS Staatswesen vor finde. Der Redner wandte sich sodann gegen die Llgitationen der Alldeutschen und Konservativsn, welche unser Ansehen im Auslände nur geschädigt und die deutsche Politik in den Ruf der Zwiespältigkeit gebracht hätten. Be iden Verhandlungen über die Frie- bensentschließung ließen die in Frage kommenden Parteien keinen Zweifel darüber, daß sie einen K:ieden der Verständigung und der Versöhnung der Völker ehrli chwvllten .Daß der Rcick>skanzler durch seine Bemerkung, „wie ich sie curfstisse". seinerseits der Möglichkeit von Zweifeln darüber die Tür öffnete wäre ein Fehler. Die Mehrheit des Reichstages tverde sich ihre Entsckstießung vom 19 Juli nicht entwetten lassen, und es sei anzuerkennen, daß der Reichskanzler seine mißverständliche Aeußerung durck) die gestrige zweite Erklärung ttchtig gestellt habe. Ein Vertreter des Krieqsministeriums stellte fest, daß die Verhängung der Vorzensur über die Frankfurter Zeitung durch die örtliche Zentralstelle erfolgt ist. Der Oberbefehlshaber habe sie aufgehoben. In Fortsetzung der Hauptausschußberatung des Reichstages betonte ein Mitglied des Zentxu ms - daß den positiven Er- klärungen des Reick-skanzlers gegenüber alle Abbröckelungsversuche zuschanden werden müßten. Die Mehrheitsparteien stünden entschlossen fest auf dem Standpunkt eines Fttedens der Verständigung und Versöhnung der Völker. Die guten Wirkungen des U-Boot^ Krieges seien anzuerkennen, aber alles bewirken könne der U-Boot Krieg nicht. Die Entschließung des Reichstages werde in dieser Be ziehung weitere gute Wirkung ausüben. Ter Bertteter des Reichskanzlers. Staatssekretär Dr. Helf ferich. bemerkte, daß im Jahre 1917 der deutsche Welthandel voraussichtlich den englischen erreicht haben würde. Gerade in dieses Entwicklung liege der wesentliche Grund zum Eintritt Englands in den Ktteg. Der Ktteg sei das Ergebnis einer Spannung, die dadurch entstanden sei. daß England ein immer schreienderes Mißverhältnis ztvischeu seiner.überlegenen See- und Weltmacht und» der roittschaftlichen Kräfteutfaltunc, Deutschlands empsunoen habe. M a n m ü s s e s i ch u n be d i n gt kla r sein daßinoiesem Kriege Englands Zi cl unsere wirtschaftliche Unterdrückung sei. Sich hierüber Illusionen hinzugeben wäre verhängnisvoll. Weiterhin wies der Vizekanzler den Vorwurf als unbevechttgt zurück, sich jemals bezüglich der Wirksamkeit des U-Boot-.Krieges ans irgendwelche Pwphezeihungen eingelassen zu lxiben. Das Prvphezeihen habe er den Engländern überlassen. Lloyd Georges Statistiken in seiner letzten Rede seien Spiegelfechtereien .Wenn Lloyd George im Gegensatz zu seinen Ausführung gen im April die Lage günstig darstelle obwohl sie doch sicherlich icicht günstiger geworden sei, so beweise das einmal, daß die Stim- nv^ng in England einer Beruhigung dttngend bedürfe und außerdem' daß Lloyd George es für nötig halte, aus die deutsche Stim- imcng einzuwirken. Dieser Eindruck werde bestätigt, durch die naheliegende Erwägung, daß nur das Gefühl der unmittelbaren inten-i iven Bedrohung, trotz der Aussicht auf die amerikanische Hilfe im rächsten Frühajhr. den ungeheuren Ansturni an der Westfront mit einem Ätersseneinsatz an Malettal und Menschen genügend erklären könne. Diese Bedrolf-ung liege wohl nicht so sehr auf dem Lande oder in der Lust als vielmehr auf dem Wasser. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen des Hauptausschusses sprach sich chn nation>al liberaler Redner für eine möglichst gute Gestaltung der Beziehungen zu den Neutralen aus. Tie Lieferung von Kohle ins neutrale 2lusland erfolge aber so billig, daß die heutige Preislage unberücksichtigt bleibe. Tie Entschließung des Rttchstags vom 19. Juli ziele zweifellos auf ttne weltpolitisch praktische Wirkimg hin. Wichttger sei es aber, daß unsere militätt- sche Kraft und unser Vorgehen in OKüizien die Absichten der Feinde zunichte gemacht hätten. Auch der U-Boot-Krieg habe die Friedens- nttgung, namenllich in England, mehr gestärkt. Die Not in England und besonders in London mache sich immer mehr geltend. In letzten Zeit hätten dott an einem Tage dreizehn Sttaßendemon- strationen statt ge stmden. Die Aeußerunq des Staatssekretärs, daß die Politik der Macht kttnen Bestand habe, sei falsch. England habe ichs feine Macht lind die Untettoersung der Völkettchasten nicht im Namen der Gerechtigkeit erringen können. Ein dNachtsttede zusammen mit der Pflege von Bündnissen werde sehr wohl von Dauer sttn können. Er waritte, über die Alldeutschen zu spotten, deren Ideen in weiten Kreisen und in allen Parteien vorhanden seien. Staatssekrttär Kühl mann machte Mitteilungen Aber den Stand der haichelspolitischeu Besprechungen mit Oesterrcich-lln- garn und mit den oersckstcdenen neutralen Staaten, sowie über die Schädigungen, die dem deutschen Eigentum und Mttschaftsleben von unseren Feinden zugcsügt worden seren. Es werde sorgfältig Buch geführt und die Rechnung sttnerzttt den feindlichen Regie- vungen vorgelegt werden. Der Staatssekrttär des R e i ch s m a r i n c a m t s stellte fest, daß die Verluste des uneingeschränkten U-Boot-K'ri-eges sich unten dem Voranschlag gehalten hätten. Der augenblickliche U- Boots-Bestand sei gegenwärtig zehn Prozent höher als Anfang Februar. In den vergangenen sechs Monaten seien rund 5 1 /- Millionen Brutto re gistertonnen versenkt worden, ein Ergebnis, das die Erwartungen der Marine um über 5)0 Prozent übertteffe. Die Ansiäst, die auch Lloyd George teilte, daß schönes Wetter die U-Boot-Tättgkttt begünstige, sei ein Irrtum. Eine glatte See mid Windstille seien mit Rücksicht auf die Abwehrmaßnahmen der Gegner, insbesondere der Flllgmaffe, recht unangenehm für die U-Boote. Ein Teil der KonimaErnten sei der Ansicht, daß sich der U-Boot-Ktteg bei nicht allzu schönem Wetter in längeren Nächten mit nockf besserem Ettalge sühven ließe. Tic unter' Sicherilng sal-renden ^tegleitzüge erschvetten den U-Booteu naturgemäß ihre Arbttt, brächten aber für den Feind erhebliche Nachteile wegen der Unl>andlichteit eines solchen Verbandes und der Schwiettgkeit, den U-Bvvt-Angttsfen schnell auszuweichen. Naturgemäß werde voraussichtlich, da der Seeverkehr geringer werde, allmählich auch eure Abnahme der Mrsen- kungcn in Erscheinung tttten. Heute schon mache sich die Blwfen- kung auch nur erncs Schiffes für die Entente weit schärfer fülstbar als zu Beginn des U-Boot-.Krieges. Die Ausgaben unseres Admi ralstabs hinsichtlich der FrachttaumVerluste Englands stten als zutreffend anzusehen. Die Eingaben Lloyd Georges stten ein gekünsteltes Operieren mit Zahlen. Er sichre Ntttooerluste und Bruttoverluste durcheinander an. Er vermeide es ängstlich, positive Angaben über die btttischen Gesamt Verluste an Tonnage M geben. Jüteressant stt sttne Bemerkung, daß aller Sck-iffsraum. der aus der militättsch requittetten Tonnage versenkt lvorden stt. ersetzt iverden müsse aus Schiffsraum, der für .HandelsOvecke zur Ber- stigiurg stehe. Sttnen Angaben über den btttiscben Schiffsbau müsse man nur dem stärksten Zweifel begegnen. Nach Erörterung der französischen Schiffsrauimiot und der sich iüuauf beziehenden Verband' llmgen der französischen Kammer betonte der StaatSsetrttär, daß für die Fortsetzung des U-Boot-Ktteges im wtttesten Umsauge das nötige Material und Personal bereitstände. so daß in militättscher Bcziehnng kein Zweffel über seine wirksame Durchsührnng bestehen kann. Die Einsetzung eines Unter-Ausschuffes. Be rlin. 24. Aug. Wie gemeldtt wird, wurde in der vorgestrigen Besprechung der Parteiführer mit dem Reichskanzler auch über die Einsetzung des neuen Unterausschusses des .Hauptausschusses verhandelt. Ditter Ausschuß zur gemcinsamm Vvrbcratting verttaulickier Fragen der auswärttgeii Polstik mil lder Regierung wird sich aus sieben Mitgliedern vettchiebener Parteien zusammen setzen. In den Ausfckmß wurden so httßt es, zwei Soialdemokraten . zwei Z e n trum s abgeord n e t e , ein Nativnallibcraler. ein Konservativer und in Fortschrittler gewählt. Das erste Thema, über das dieser Siebenerausschuß beraten soll • wird die Prüfung d e r Pa pst- Note sttn. Die „Germania" will in der Begründung dieses Unterausschusses kttne dauernde Einrichtung erblicken. Das Blatt sieht keinen Grund, nach der Konrpetenzerweiterung des .Hmcptausschusses tvvnach dieser auch während der Vettagimg des Reichstages zusammentrttcn und wichtige volitische Angelegenhtttcm beraten liamt, ein neues Organ für solche Zwecke zu schaffen. Wie die „Deutsche Zeitung" erfährt, beabsichtigte der Reichskanzlei lediglich, hii' 5TVi'rnhrrfm* firhinr Alxivn-ohnrten als Wortführer ihrer Par idie Wünsche dieser sieben Abgeordneten als Wortführer ihrer Par teien eritgegenzunehnien. Es solle ihnen unter kttnen Umständen ttn Beschlußrecht eingeräumt!werden. Die Berufung dieser Abgeoid" neten solle auch nur nir diesen Einzelsall, ihre Wünsche hinsichtlich der Beantwortung der päpstlickien Note vorzutragen, erfolgen. Arrs Stcrdt und Land. Gießen. 24. August 1917. Gerüchte über die Ruhr in G^etzen. Das Großh. KreisgesundhettSarnt Gießen teilt mit: Fn hiesiger Stadt sind Gerüchte im Unrlans, daß eine Rühr'- epideinie in Gießen aus gebrochen sei und daß sogar die Schulen, die kaimr den Unterricht wieder begonnen haben, sofort lvieder geschlossen iverden sollten. Demgegenüber sei festgestellt, daß nn ganzen^ Verlauf dieses sommers, einschließlich des Monats August, in der Zivilbevölkeru.ng unserer Stadt nur ein einziger Füll vorn nachgewieseuer Ruhr und ein Fall von Ruhrverdacht vor gekommen sind. Beide Erkrmrttmgen betreffen Geschtvister, find also aus eine Familie beschränkt. Von einer Epidemw kann dmnnach keine Rede fern, und der 0>edante an Schnl- schlnß ist noch keiner Behörde in den Sitrn gekonunen. Einige Fälle von Ruhr, die sich seit Juli unter Militcu.- personen'in hiesiger Stadt ereignet haben, haben gleichfalls keine weitere Verbreitung gesunden, und die Borbeugungs-« Maßnahmen gegen ein Werterumsichgreisen der Krcmk^it sind von der zuständigen ÜPilitärgesundheitsbeHörde in so volLkormnener Weise getroffen worden, daß auch von dieser Seite kein Grund zu Besorgnissen besteht. Zur Beruhigung der Oeffentlichckeii sei weiter mitgeteilt, daß zwischen dem Kreisgesundheitsamt und der Militärgesundheitsbehörde eine ständige Verbinchng gemeinsamer Zirsammenarbeit und gegenseitiger Mitteilung gepflegt fvird. Wir geben diese Aufklärungen in der Absicht, jeder unnötigen Besorgnis in der Bevölkernng entgegenzutreten Mer andererseits fordern wir anch die Oessenttichkeit auf. sorgfältiger als vielleicht in früheren Zeiten darüber zu ivachen, daß Diätfehlec möglichst vernneden lverdeu. Der Genuß von unreifem oder halbr-eifem Obst, häufig noch ver- schlinrmert durch Wassertrinken unmittelbar darnach, von Gurkensalat, besonders wenn er lauge gestände,i^hat Genuß von sauer geivocdeueu oder sonst verdorbenen Speisen kann unbedingt gefährlich werden. Es ist bekamst, daß in jeden, Jahr de,' Spätsommer eine Anzahl von heftigen Brechdurchfällen und D arm erkrankun gen mit sich bringt. In diesen, Jahr besteht diese Gefahr allein Anschein nach in höherem Maße als früher. Verschiedene Grüiche, zun, Teil auch, die Art und die eng gezogeuen Greifen unserer jetzige,, Ernährung mögen dazu beitragen. Brech^durchfall und Darmkatarrh sind natürlich keiue Ruhr, sondern ^üühr ist eine ganz spezifische Erkrankung für sich.. Aber auch ein hefttger Brech- d,rrchfall kann namentlich für Kinder, Greise oder sonst ge- scbwächte Personen sehr gesährtich werden. Und vor allen, gilt es, durch verständiges Bermceiden aller Schädigungen und Mißhandlungen unserer Verdauungsorgane den, Feind sei es Brechdurchfall, sei es Ruhr — keinen Boden zu schassen, aus den, er sich ausbreiten und gefährlich werden kann. Zmn Schluß sei nochmals an ge fügt, lvas ivir als Merkblatt bei RuHr-Erkr a nkungen in Nr. 183 an, 10. August in diesen, Blatt bereits mitgeteilt haben: Ruhr ist ttne von Cholera völlig vettäüedene. imot auch gleichfalls durchaus ernste Kranklittt, und entsteht durch Ansteckmrg: sie wird durch bestinmttc Kranchtttskeimc ORulf-rbazilleu, Ruhramöben) hervorqernfen, und in unseren Gegenden mttstens nn Spätsommer oder Herbst beobachtet. Die Krankheitserscheinnngen bestehen hauptsächlich in Leibsch,nerzen. heftigen, und schmerzhaftem Drang zu Stuhl Entleerungen, sowie häusigen wässettgen, mit schleimigen Flocken und Blut gemischten ?b,sleerungen, nach deren Abgang der Stuhldranq mcht anfhört. « Atan iversäume ,a nicht, rechtzeüig den Rat eines Arztes crnzuholen. Einer sorgsamen Pflege nach näherer Anweisung des Arztes verdanken selbst Schwerkranke oft ihre Genesung. Die düistecküngskeime werden mit den Darinentleerungen ausgeschieden. ^4ur liebertragivw der Kraiikhttt genügen sollst Spuren der von Rnhrttanken' berührenden Ausscheidungen. Gelmrgen diese ans die Lttb- und Betttväsche, die Kleider, den Fußboden, aus Eß- nnd Tttnkgcfck.i, re, in Mlch, auf Otenrüse, Obst, Salat u. dgl.. so können sic lttcht von aiwcren Personen ausgenommen ,oerden und bei diesen die Krankheit bervm'dttngen. Auch kann der Kmnkheits- keiui durch Wasser, rvelches beim 2lbspülen von Eß und Trink- geschirren, von Obst, Grunüse u_ dgl. mit Ruhttttmen verunreinigt wird, weiter verbreitet,verden. Dagegen ist die Beftirchtung, die sich,„anct)er Kreise beinäck- tigi zu lwbeu schttitt, als ob fttndliche Kriegsgefangene durch Brunnenvergistuug u. dgl. künstlich ttne Nnhr-Epidenric zu ertrugen imstande stten, ganz grundlos. Epidenüen lassen sich nicht limftlich hervorbringen, wttl zu ihrem Zustandekoimnen iwch andere Bedingungen gehören, außer deu Kfrankhtttserregiern. Die Pflege ttnes 9ttihrkranken ist zu Hause wec,en der danut verbimdeuen Ansteckungsgefahr mttsterte mir mit .schwiettgkeitea durcknibrbar. Solange es sich also nur um einzelne Fälle handelt, ist die Ueberfülwnng in ttn Krankenhaus zu empfehlen. Wo di.es nicht rnöglich ist, niuß der Kranke in ttn von den übrigen WohnrÄmren getrenntes Zinuner gebracht und jeder unnötige Berkelw von ihnen ferngelmlten werden. Memand, den nicht seine Pflicht dahin fühtt. besuche einen Mrhrkranken. Namentlich sollen Kinder niemals zu Rllwkranken zugelassen werden. Im Krankenzimmer soll man Spttsen uiw Gettänke niemals zu u>> nehmen, and wer ttnen Ruhrkranken oder dessen Wäsche oder Bett berühtt Ixit, reinige unmittelbar nachher die Hände gründlich mit einer desinfizierenden Flüssigkeit. Selbst teuft ändlich müisen die ^lusleerungen der Ruhrkrant'en durch Desinfektion (Kalkmilch, Clstorkalki unschädlich gemackck iver- de,u Ebnso bedürfen Wäsche, Kleider mü» alle GebrauchSgegen- ständc, besonders auch das Eßgeschttr, sorgfälttgster fort lausendet Desim'ektion mich Aivveisung des Arztes. . Zu Zeiten von Ruhrepidemieu ist der Genuß von Dfud* Pfejft Wd Gemüse in rohem Zustand bc m cfe nb zo lwbetxBfa t. Di- »ft sefährlrcts ksrm bet Genuß von mrmiem Oö^t werden, deS- jrfäAen soll man sich vor ErMtwrgen deS LeSies Wtrn. Wo kerne WmZerleitung ist und dos Wichset aus Brunnen enttwnrwen tvevden wutz, rst sorgsälllg am Rerrchaltttng der Brunnen M setzen, und zu Eptdemiezetten soll am besten das Wasser nach vlnherigem M- rochcn genossen werden. Dienfternsühruug des neuen Direktor- der höheren Mädchenschule. ®nt /arch m der Turnhalle der höheren lrnd er- VeLtetten VL ädck enfckmle die Eiaffichrnng des iren enrtretenden. Dltettims Dr Roller statt. Auf Ernlad-ung waren zu der schiltthten, durch Musikvorträge und Ehorgesänge der SchülerinnLn verschorrteu Sriulseier erschienen: der Oberbürginnerster mit nrehve- rett Lä-adtveror07leten, die Mitglieder des Kuvcttorftmts, die Direk- chren der andere., Iwhereit Lehranstalten, die Lecher der Volksschulen und Ändert. Obers chju.tr crt Ritsert als Vertreter des Gvotzherzogsicken MinisteriurnS des Innern, Mxnlmvg> für Schlut- «Mgelsgerrhei ien, gedachte in seiner Ansprache der großen Verdienste des' veriwrdrmen Direttors (^eheunen .Schulrats Dr. S t o rkko, dankte Prüft sior Dr. Ndarkert für die verständnisvolle vertretungsweise Bersetzung dcr Direkdorgeschäste und nahm rrach kurzer Dar-, legung der dem Direktor obliegenden Ausgaben die Diensteinlveisung vor. Oberbürgermeister Keller begrüßte den Eren Direktor namens des Kiratoriumö und der Dtctt>werttetung und Professor Tr. Martert im Namen des Letzverrates und der Schule. Im Mrschsirß au seine Danfeswvrte legte Direktor Dr. Roller seine Anirickseu über die Ausgaben der Schule dar. — Heber den Letotsgemg des treuen TiEvrs können wir folgendes mittoilen Tirekl'or Dr. Karl Roller ist an, 1. S^tenrber 1870 in Darmstadl geboren imd besuchte dort die Mittelschule irNd das Realgymnasium. Rach der Reifeprüftmg studierte er zunächst eine Zech lang Mathematik und ^ftrttrrwifsenschäften au der Technischen Ävchschule, vertauschte aber dieses Studium jnrt dem der neueren Sprachen, Deutsch jatb Gefckichtt tat der Lau desuni vers ilä t Gießpn, wo er 180.1 sein Staatsexamen bestand. Bis 1804 legte er seinen Mzeß am neuen Gymnasium zu Darmstadt ab: darauf leitete er La^-e Zeit die 'hohe« Bürgerschule za Vilbel. Er würde dann an die damalige Realschule, heute Ludwigs-Oberrealschule, zu Darm- ftadit versetzt, der er bis jetzt, ‘23 Jahre lang, ange^irte. Wiederholt war Direktor Dr. Roller znr weiteren tteusprach- kchen Ausbildung in das Ausland, Frankreich intb England, bio- kcdcubi. Er vronwvierte 1909 aufgund einer vädagvgifch-hygie- Nischen Abhandtimg cm unserer Landesuniversität und habilrllerte sich 1913 für das Fach der Pädagogik au der Technischen .voch- fidfiAc M Darm stabt. Aus dem Gebiet der Pädagogik itnd der ^xtzul-- geftrnbtotevft ege hat er eine größere Anzahl von Abhandlungen, veröffentlicht. Seit einer langen Reibe von Jahren gehört er dem Vorstand des Deutschen Verents für Schul.gesundbeitspslege au und hat im Aufträge der Dresdener Jnternatioktalen Hygiene-Ans stellung 1911 den Abschnitt „Erziehung und Unterricht (historisch)" bioarbettet. wofür ihm das Ehrendiplom der Llusstellung verliehen Miurdc Als Vorsitzender des Darmstädter Oller telvrer Vereins leitete >er die von diesen, Verein ins Leben gerufenen Unterrichtskurse für ''kriegsverletzte Sckmler höherer Lehranstalten und erteilte den pädagogischen Unterricht in den Oberklassen des L ehrerinnen seminars bex Biktoriaschüle in Darmstadt. ** Städtischer Obstverkauf. Heute mittag und morgen gelangen bei >er städtischen Obstverteilungsstellc, Brandplatz 3, Wepsel, Birnen. Pfirsiche und Brombeeren ztrm Verkauf. Körbe zrnd Behälter sind nt itzubringen. » * ** Amtliche Pe r s o nal n a ch ri ch t e n. Der Großherzog chat am 22. August d. Fs. dent Revisiortskonirolleur bei dein Htruptsteueramt Mainz Finanz«mtmann Bernhard Zang zu Mainz und dem Stationskontrvlleur Finanz«mtmann Georg Sehrt zu Krefeld den Charakter als Finanzrat verliehen. — Der Großherzvg hot am 22. August d. .Fs. den Finanzamtmmmern Johann Michel bei dem Finanzamt Offenbach l, Theodor Franz bei dem Finanzamt Gießen, Karl H a n a ck bei dem Finanzamt Mainz I, Wilhelm Ploch bei dem Finanzamt Offenllgch I, zurzeit im Felde, und Wilhelm Ohl bei dem Finanzamt TLvrms I dent Ahcrvirkter als Finanzrat verliehen. L.U. Bon der Landesnni versität. Die theologische .Fakultät der Ludwigsuniversitat zu Gießen hat den Militärober- pfarrer beim Generalgouvernement in Belgien und Fetdolwrpfarrer sür bas belgische Operations- imd Etappengebiet, den früheren. Oberpfarrer des 18. Armeekorps- Konsistvrialrvt Johannes Rosenfeld Ehren halber zum Doktor de^r Rheologie ernannt ** D i e He ss is che U - Bo o t - S p e n d e hat rnurmehr ihren Abschluß gesunden. Das Gesamtergebnis beträgt 357 267,82 Mk. Der Opferfrendigkeil intb dem Dank des, hessischen Volkes au unsere See Helden ist dainrt ein glänzendes 'Zeugnis gestellt worden. Gieß euer Ruderklub ,F)cchia" 1906. Sonntag, 26. Aug. 1917, findet eine Kriegs-Regatta auf der Lahn statt. Samstag abend ist Moiarner* im Bootshaus. Sonntag, vorm. 9 Uhr, Vorreu uw. Beginn der Hauptreuuen nachmittags 3 Uhr. Nach der Regatta Preisverteilirng und gemeinsames Beisammensein. Siehe Anzeige. ^ t m , ** Gilt großes M ilit är - Konzert der Regrmenrs- kapelle des aktiven Jnfanterve-MegiTnents „Kaiser Wilhelm" findet unter Leitung des Obermusiknteistpts H. Löber Sonntag. 26 ds. Mts., abends 8i, Uhr, im großen Saal des Hotel Fürsten- hoß Gießen.' statt. Wie bereits mittgeteitt, ist die Kapelle nur für >kurzc Zeit vom Felde aus beitrlaubt. ** Licht spiel bans, Bahnhofstraße. „Drc rpi Schatten lebe n" Seit mau die Entdrucksweise des Films auf wette Kreise erkannt hat, ton,int er mehr und mehr als Propagandamittel in Aufnahme Auch die Deu.tsche Gesellschaft für Mutter- und Kindesrecht, eie bekanntlich für ein günstigeres Los der ledigen Mütter und deren Kinder eintritt, hat nun dett Filmi ihren sozialen Zwecken dienstbar gemacht und ein von Adele Schreibe venaßtes Werk, .Die imhSchatten leben" hevausgebracht, das heute als Uraufführung im Liättjvielbäus vorgeführt wird. Es wird der Lebenstveg zweier Nachbarskinder gezeichnet, beide mit dem Makel unehelicher Geburt belastet, daß die trostlose Lage des verführten Mädchens ühre Rettung durch die oben genannte Organtjation und der glückliche Ausgang diefes in vielen Punkten tvpischen Falles. Für eine Reil'-e von Einwlheiren baden die Akten der Detttschen Gesellschaft für Mutter und .Kindesrecht >E. B. das Material geboten und so ist ein leben-: -aller Filni entstanden, der nicht mir um seiner Ten-, dnrz sond'rn auch um seiner starken Wirksamkeit willen das Publikum 'fesseln dürste, diäteres siehe Anzüge. LünstkrciS (Ließen. 23. Aug. Musketier Karl Wießner bei die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen ** K e s s c l b a ch 'einem Ins. Regt, ist worden. Kreis Büdingen. Lißb erg. 23. Äng Zur Erinnerung an die cnts dem Orte gefallenen Krieger spendete der hiesige Einwohner Wilhelm Seu m. der selbst einen Sohn und einen Schwiegersohn bettwrert, der Gemeinde eine nertvolle Kirchetrulp yi i o b .t , 2 X. Aug. Der V e t e r a n e n v er b a n d Nidda und Umgegend'hielt an> verflossenen Sonntage hier feine Htrnpt- versamntlung ab. Bon 73 Mttglittwrn waren 43 erschienen. Der Vorsitzende, Kreisfeuenvs'hr-Inspektor Vetzberger, erstattete tot Fahrkvttersch . aus dem folgendes zu entnehmen ist: 4 Mitglieder sind gestorben, an Sterbegelden't wurden 160 Mark, an Unterstützungen und Meihnachtsgabeit für. hilfsbedürftige Kameraden, Witwen und Waisen tvurden 270 Mk. gezahlt, 25 Mk. flössen der Ernst-Lndir:g-Iubflänmsspeiade zu. Dem Großherzvg wurde g. Die rm' Ort herrschende Ruhr- kranktot ist noch- nicht zrun Stillstand gekommen. Bis jetzt forderte sie 11 Opfer. — Gegen die Weidervvrbrettmtg der Epitonie auf andere Orte erließ das Schottewer Kreisantt wertere Nkaßregeln Ter Ort ist gänzlich von jedem Verkehr abgeschlossen: die Ber- nrrttlung der Post vollzieht sich in dem Dorfe Nur vor den einzelnen Gelösten. Das Betreten der verseuchten Hofreitrn fft iedermamr verboten. Lluch die in tot Höfen wobnentot Personen dürfen ihr Besitztum nicht verlassen. ^ Kreis Friedverg. ^ Friedberg. 23. Aug. Ztrr Bekämpfung des Schlerch- handels verfügte das Kreisauch für den Kreis Friedberg, daß mit sofortiger Wirkung seder Verläufer von Lebensmitteln usw. über die Herkunft, den Einkaufspreis seiner Waren und- über Namen, Geschäft und Wohnort des Lieferanten oder des Vermittlers Buch zu führen l>at. Wenn die Ware im Kettenhandel verteuert anirde, hat der Berkänfer sofort Mitteflung ait die Preisprüsungsstellc zu machen. Die Polizeibehörden erhielten Anweisung, alle Lebens- mittelgesck'äste mit der größten Strenge, zu revidieren, um durch ständige Einsicht in die Geschäftsbücher die Herkunft der aut Schleichroeq-en bezogenen Waren zu ermitteln. Ferner wurden die Hantzelsgeschäfte des Kreises verpflichtet, jeden Bernrrttler. der Schileichware mrbietet, sofort >der Polizei zu meldst. Geschäfte, die tot kreisamtlichen Vorschriften rrrcht nachkonfmen, iverto geschlossen. kd. B a d - N a u he i rn , 24. Aug. Das Kreisamt Friedberg gibt bekannt: Infolge der in Bad-Naul>eim aufgedeckten Fälle von Lebensmittelschleichhandel sind nachbenannten Händlerinnen die Hcrndelsausweiskarten entzogen worden: L Frau Marie Holler in Dorheim, 2. Frau Barbara Sahm in Dorheim, 3. Frau Luisette Schneider in Fauerbach v. d. H. Der Händlerin Marie Holler in Dorheim wurde außerdem durch Beschluß des Kveisausschusses Friedberg der Handel mit Lebensmtttesil wegen Unzuverlässigkeit untersagt. Dem Viehhändler und Landwirt Joh. E ß in Dorn-Assenheim wurde gleichfalls die Ausweiskartc eingezogen. Das gleiche gilt für den Viehhändler Adolf Bär in Griedel. Beide Händler haben Fleisch aus unerlaubten heimlichen Schlachtungen an Bad-Nauheimer Hotelbetriebe zu Wucherpreifen verkauft. Durch Beschluß des Kreisausschusses wurde ferner das Hotel „A u g u st a Viktoria" in Bad-Nauheim mit Wirkung vom 1. September 1917 polizeisiich geschlossen. Gegen sämtliche Beschuldigten sind Strafverfahren erngeleitet. Starkenburg und Nheinhessen. M a in z, 24. Aug. In der Nacht vott Dienstag ans Mitt- ivock) 'wurde auf der Straßenbrücke ein Fuhnverk angehalteu, das dem Versand schein zufolge 5 Zentner Gemüse enthalten sollte, in Wirklichkeit aber 20 Zentner barg. 'Der Besitzer des Fuhrtverks war ein — Vertrmtensmann uitb Kommissionär ans Gonsenheim. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 23. Aug. In einer Fremden wo hmrng der Altstadt verhaftete die Polizei den 34 jährigen Arbeiter Ernst Lieber aus Ellguth und dessen Geliebte, die etiva 25 jährige Kaufmann cms Affentzeim. Das Paar hat im Laufe der letzten Wochen in der Wett er au eine ganze Reihe schwerer Diebstähle ausgeführt und tot Erlös ans dem Diebsgut verkauft. Lieber tat auch vor einigen Tagen den großen Treibriemendiebstahl in der Friedberger Zuckerfabrik „Wettermt" vollbracht. Ter Wert der Riemen wird auf 6000 Mark geschätzt. In seinem Besttz fand die Polizei noch mehrere Teile der vollstmwig zerschnittenen Riemert ftor. Die Hauptmenge hatte der Dieb ber-etts verkaitft. — Dre Verhandlungen zwffchett^der Hessischen Landes - Gemäsest e ll e und der Nafsauischett Bezirks stelle über Lieferung von hessr- schetü Obst Und Gemüse nach den Hauptverbrauchsörten Frankfurt und Wiesbaden haben eilten günstigen Abschluß gefunden. Heften wird nnnmehr von seinem überschüssigen Gemüse imd Obst den nassauischen Bedarssgemeintot größere Adengen znführen. Damit ist einein ans beiden Seiten schwer empfundenen unleidlichen Zustande ein Ende gemacht worden. — F r a n k s u r t a. Mt, 24. Aug. Die Friedberger Treib- ricmendieb stähle . über die wir gestern berichteten, ziehen weitere Streife. Außer dem Diebe kamen bereits mehrere hiesig« Schuhmacher in Haft, die Vvtt dem gestohlenen Leder gekauft und für das Pfund 4 Pkark beza Kt hatten. Ein Schi chu racher hatte von dem Diebsgut für 200 Mark erworben. Die Verhaftung des Einbrechers Lieber crfolgbe nicht in einer Fremdenwohnung der Altstadt, wie irrtümlich nritgeteilt wurde, sondern ans dem Hauptbahn Hofe. )[ F r onhansen , 23. Aug. Nach kurzem .Kranksein starb hier im! Alter von 77 Fahren der Bürgermeister Heinrich Gerhardt, Der Verblicheite war seit 22 Fahren im Ltmte. X Han an, 21. August, lieber den Stand der Ruhr-, e p i dewi e im Stadt- und Landkreise Hanau wird von zuständiger Seite die nachstehende Darstellung gegeben, um übertriebenen Gerückten über den Untfang mtö den Verlauf der Ruhrerkrankuttgen zu steuern: In das Landkrankenhaus wurden bis jetzt aus Hanau, Großauheim und Langenselbold insN gering^ Ter Bettieb erleidet etwa acht otumtoi Verzögerung — Wür^burg, 24. Lsirg. An Prlzvergffpntg erkvaattte ster eine jÄnfföpffqe Familie in bedenllicto Wette. Univerfitätr.Nactzrichten« München, 22. Aug. (WTB. Nichtamtllich.) Der berühmte Ehemcker, Proseschr 2ldols von Baeyer, ist am 20. Airgtfft im Aller von 82 Fahren in Sterntog verschieden Aivchlichs Nachricvte«. Ijtaelitische Reiigionsgemeiu-e. Gottesd. i. ö. Synagogr' lSüd^ Arttage,'. Samstag, 25. Aug. Vorcobd : 8: morg.: 8.30: abds.: 8.40 u. 9.15. — Israelitische ReligionsgeseUschaft. Sattbcrtfeier, den 25. Aug. Fvertagabd : 7.30: SanMag vorm.: 8.30: nachm.: 5.00 Sabbatmrsg.: 9.15: Wocktengotteso.: miorg. 7.00, abds. 7.30. Witterungsberichl. Mcssentlicher Wetterdienst.) Weckffelnd bewölkt, mefft trocken, etwas kühler, (tovitternetzpm g. Hacbridbtcn. Der Wechsel in den Reichsftellen. Berlirt, 24. Asug. 'Laut B. Z. wird der bisherige Geb Rechernngsrat Cuno vom Reichsjustizamt in die Direktion to Hamburg-Am-erika-Linie eintreten rrnd der iwch heute an der Spitze der .Zentral-Einkanfs-Gesellschaft stehende Geheimrat Dr. Fritsch nach Friedensschluß die leitende Direktorerrstelle in der Deutschen Levmtteinue übernehntrn. » ' Elsaß-Lochringcn. Berlin. 23. Aug. sWTB. Amtlich.) Ein Berliner Blatt veröffentlicht eine Mitteiluttg, nach der über die künftige Staats- und Verwaltungsiorm von Elsaß-Lothringen bestimmte Beschlüsse ge saßt seien, auch der Reichskanzler sich ftir eine bestimmte Losung dieser Frage sestgelegt habe. Diese Nachricht ist unzutreffend. Der Reichskanzler hat in seinen Gesprächert mit den Parteiführern! diese Frage zwar erörtert, aber sich n-icht in bestimmter RictDmgt sestgelegt, sondern auf bestehende Berhaitdlnngen zwischen den Bundesregierungen verwiesen. Die Schlucht um Zsonzo. Wien, 23. Aug. 2lus dent Kiiegspresseguartier wird am 23. August abends genteldet: Die Schlacht am J'sonzo ist heute etzvas abgeslaut. Laibach, 23. Aug. Am gestrigen beißen Kampftage der elften Jionzoschlacht weilte der Kaiser an der Fsonzoftvnt. Der Luftangriff auf England. Berli n, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) In Ergänzung der amtlichen Meldung über den Angriff der Marinelustschiffe an England werden folgende Einzelheiten mit geteilt: Bei der Annäherung an die englische .Küste wurden die^feirtdtichen Bor postenschiffe ausgiebig mit Bomben beworfen. Seestreitkräfte als auch Landbatterien beschossen unsere Lnsffchiffe lebhaft, die dic Spurn Point-Batterien tntt ihren gut deckenden Salven belegten Gegen 2 Uhr morgens wurden große Munitionsmeugen über Hüll abczeworfen und gatte Wirkung an Bränden und Zerstörungert fest gestellt. Ebenso belegten die Luftschiffe die Stadt Lincoln mit to ob« rittet ent guten Erfolg mit Bomben. Auch auf dem Südufer des Humber bei und östlich von Crrmsby abgeworfeite Bomben über bell erleuchteten Fabriken und Schuppett lagen alle gut im Ziel Einstürzende Gebäude und verlösck^ende Beleuchtung zeigten dic MirLUng. Auf dem Rückmarsch wurden die Luftschiffe von Land lund von See aus wiederum lebhaft, aber ergebnislos unter Feuer genommen. Sie tonnten auf dem Abmarsch ihre letzten Bomben mit gutem Erfolg aut die sie bescksteßcnden Seestreitkräfte an- brrngen. . Htldmtaten feindlicher Flieger. Berlin, 23.August. (WTB. Nichtamtlich. Beim fefttdlichen Bontbemmtrf in der NaM vom 21. auf den 22. August rvtn'de in Metz ein l0jähriges Mädchen getötet In Ensisheim, Freibnrg und Schlettstadt enfftand kein militärischer Sckwden, dagegen wurden eine Frau und fünf Kinder verletzt. Berlin, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich. Die seindttchert Fliegeraltgriffe in letzter Zeit haben wieder zahlreiche Opfer unter der belgischen Bevölkerung gefordert, deren Stimmung demgemäß eirbittert ist. Durch Fliegerbomben murtot in den letzten Tagen, in Biffeghem drei Kinder getötet, zlvei verletzt. In Korttijk fmtd man nach ton letzten Fliegerangriff acht Zivilpersonen tot untei tot Trümmern des zerstörten Hauses in der Rijsetstraße. Eine für die Krankensammelstelle in Kortrijk bestimmte Bombe zerstörte ein Krankenauto tmd verletzte eine Frau. Getötet mirrtot ferner in Mvnteaup eine 76 jährige Frau, in Momskroen eilt 71 jähriger Khann, einer imirbe verletzt, ferner wurden in Rouhcftx acht Frauen getötet und fünf verwundet. Bon zwei von tot getöteten Frauen stellen die Ehemänner in der französischen Armee Amerikanische Fliegerverlnfte. Bern. 24. Aug. „Pellt Parisien" meldet: Die amerikanistlx' Fliegerstasion büßte in letzter Zeit acht Flieger ein. von denen zwei von den Deutschen gefangen genommen sind. Ein französischer Ruf zur Mäßigung. Bern, 24. Aug. „Petit Parisien" meldet: Der Generatrat des Departements Honte Vienne nimmt in einer Entschließung Stelsimg gegen die Forderungen des Komitees ftir das linke Rhein Ufer und erklärt, jeder Plan der Angliedernng deutscher Gebiete könne mtt die Stunde des Friedensschlusses hjnaussckneben Die Feuersbrunft in Suloniki. Bern, 23. Aug. WTB. ?llchtamtltck. „Petit Parisien" mei to über die Feuersb r u u ft in Saloniki, daß der Brand in einem Spezereigeschäft des Vardar-Viertets ausgebrochen ist und infolge Her vollkommenen MeichgiUtigkcit der Bevölkerung und der Behörden sitch> bis abends 7 Uhr volle fünf Stunden 'nnge - hindert mtsbreiren konnte. Erslj abends organisierten die Hlii ierten angesichts der drohenden Gefahr die Hi ff- Vielfach ffhlt- es ilM Autonwbilen und Wagen. Es gab kein Wasser, keine Pumpen keine Spritzen, keine Feuerrvelir. Das Elend der Obdachlosen in. unerhört. Erst am Fanrmentot Morgen wurde die erste Perteilnug von Lebensmitteln vorgenommeit. Bwknmugtl in Italien. Lugano, 24. 7hug. >L. A3 Avanti und Stampa bringen von der Zensur wesiach gestrichene Berichte über die ernste Lage m Piemont wegen des Brotmangels. Nach der Stanipa ist die Mehkrrtse tu Tlurtn auf den: Höhepunkt atrqelangi Das Bttk chreft vergeblich nach- Brot. Neuwahlen in Spanien. . 23. August. Nach der Madrider „Imvareial" utzrd der Mmrsterroi mnpMn die Evetes auftäsen and Nvmrmbtest csrsschreitor. Nachruf Am tl9. August 1917 starb an den Folgen einer Krankheit-, die er sich im Felde zugezogen hat, Leutnant der Landwehr und Adjutant Herr Emil Hoffmann Grossherzogi. Amtsrichter in Offenbach a. Main. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und des hess. Ehrenzeichens für Kriegsverdienste. Ein seit Kriegsbeginn im Felde stehender, vortrefflicher Offizier und allbeliebter Kamerad, hat er besonders als Adjutant dem Bataillon ausgezeichnete Dienste geleistet 6S50D Sein Andenken wird stets in Ehren gehalten werden. Im Namen des Offizierskorps eines Landst.-Inf.-Batl. Brandenburg Major d. L. und Bataillons-Kommandeur. | 3 Zimmer Von einem großen nehmen wird in Gießen industriellen Unter- Tode8-Anzeige. Gestern abend */,7 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Krankenlager mein lieber Gatte, unser guter, herzensbraver Vater Heinr. Sitz, Gr. Bahnhofs-Aufseher im 52. Lebensjahr. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen: Familie Bötz. Lumda, den 23. August 1917. Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 2 Uhr, in Lumda statt. 6254 D Wohnung in Lollar. Durch Wegzug des Herrn Grenze! ist eine 3-Zinnner- Wohnung, einschl. großem Zimmer u. Kammer im Dachstock, sowie ca. 100 qm Gartenanteil Lnmdastr. IS per sofort od. 1.10. zu verrn. 16248 H. Rohrbach IV., _ Keilstraße 25. ein Einfamilienhaus für Direktorwohnung für die Dauer von ein paar Jahren mit Verkaufsrecht zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 6247D an den Gießener Anzeiger erbeten. 1 2 Zimmer 2 - Zimmer - Wohnung mit abgeschl. Vorplatz und^allem Zubehör au ruhige Leute so fort zu vermieten. Nord-An läge 1. Näheres bet 6201 Lletaaann B&r, Liebigstr. 3 j JMöbl. Zimmer\ Pension Bramll Neuen Bane 22 lBellevuelZtm. muohneBer pfleg, f. jede Zeitdauer. Mit tag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11687 Möbl. Wob»- und Schla. zimmer gesucht. 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