m. 196 Erstes Blatt 16Z. Jahrgang Mittwoch. 22. August m -«• oicgeser AvzrtZer Cv^eini tätlich, außer Eorurtaqs. - Beilagen: Eichener KamttLrnvrötter; UreisbiüU für de« Kreis Sich«. Bezugspreis: 1 Mt., viertel- jährlich 3 Mk.;^ durch Abhsle- u. Zweigstellen inonatl. 90 Pf.; durch diePost Dck. 3.— viertel« jährl. ausjchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iur die Schrnstleilung112 Verlag,Geschästsstellebl Anschriit für Drahtnach« richten: Anzeiger Gictzen. postschecklonto: Zrankfutt a.M. U686 SLALral-Ayzeiger für WechesM Bankvettehr: Gewerdebank «Ziehen Zwillingsrunddruck u. Verlag: Bruhl'sche Unw.-Buch- u. ZLemdruckerei R. Lange. Zchriftleriung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchuiftr. 7. die Tages munmec vis zum Nachmittag vorher. Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., sür auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorschrist 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigetiteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Der Reichskanzler im hauptausschug des Reichstags. (WM.) Grohes Hauptquartier. 21. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nu pp recht. Auher zeitweise starkem Zerstörungsfeuer in einigen Abschnitten der flandrischen und A r r a s - Front keine gröberen Kampfhandlungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Der erste Tag der Schlacht von V e r d u n nabm für die Franzosen denselben Ausgang wie die groben englischen Angriffe in Flandern am 31. Juli und am 16. August. Ueber- tegenheit an Mattrial und rücksichtsloser Masseneinsatz von Menschen konnte die deutsche Kampfkraft nicht brechen. Geringer örtlicher Erfolg stcht dem Scheitern des Angriffs auf einer Front mm mehr als 20 Kilometern gegenüber. Am 11. August begann die gewaltige Arftillerievor- dereitimg fiir den groben Stotz, den gestern auf Englands Gcheih Frankreichs Heer vollzog. Vom Walde von Avr Avocourt bis ziml Ostrande des Eour- riereswaldes wurden unsere Stellungen durch die in den letzten Stunden vor dem Angriff gesteigerte Artilleriewirkung des Gegners in ein weites ödes Trichterfeld verwandelt. Am frühen Morgen des 20.8. brach die französische Infanterie in dichten Angriffswellen unter dem Schutz des nach vorn verlegten Artitttneseuers tiefgegliedert zum Sturm vor. An vielen Stellen drangen die schwarzen und weißen Franzosen in unsere Mwehrzone ein, in der jeder Schritt vorwärts unseren Kampftruppen durch blutige Opfer abgerungen werden mußte. Erbitterte NaMmpfe und kraftvolle Gegenstöbe warfen den Feind fast überall zurück. Der gewaltige Kampf tobte tagsüber hin und her. Auf dem westlichen Maasrfter verblieb nur die Höhe Toter Mann und der Südraud des Nabenwaldes den Franzosen. Wir liegen hier hart am Nordrand der Berge. Auf dem Ostufer ist die Kampflruie iwch geringer verschoben. Nur an der Höhe 344, südöstlich von Sarnogneux und im Fosses-Wald hat der Feind etwas Boden gewonnen. Die Ntastnahmen der Führung buben sich glänzend be- roührt. Neben der mit vorbildlicher Ausdauer und Tapferkeit kämpfenden Infanterie gebührt auch der Artillerie volle Anerkennrürg, deren vernichtende Wirkung die feindlichen Vorarbeiten und den Aufmarsch zuni Angriff empfindlich schädigte, und die an der erfolgreichen Abwehr hervorragenden Anteil hat. Die anderen Waffen, insbesondere Pioniere und Flieger, trugen zum guten Ausgang des Tages wesentlich bei. DieVerlustederfranzüfischen Infanterie sind ihrem Masseneinsatz entsprechend außerordentlich h o ch. Die Schlacht vor Verdun ist noch nicht zu Ende. Heute morgen sind an vielen Stellen der Front neue Kämpfe entbrannt. Führer und Truppen vertrauen auf günstigen Abschluß. * 26 feindliche Flieger sind abgeschlossen worden. Wir haben fünf Flugzeuge verloren. O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Von der Düna bis zur Donau ist die Lage unverändert. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Genera!auartiermeister Ludendorff. * Wien, 2k. Aug. (WTB.) Nichtamtlich. Aus dem Kricgspresstauartier wird mittags gemeldet: Die Schlacht am Jsonzo nimmt auch weiterhin einen für uns günstigen Verlauf. Wir können mit den seitherigen Ergebnissen vollauf zufrieden sein. * Die Abeudberichte. Berlin, 21. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern Artillerietätigkeit wechselnder Stärke. Nördlich von Lens örtliche Gefechte. Vor Verdun wird an einzelnen Stellen der Front noch gekämpft. An der Höhe 304 wiesen wir fünfte französische Angriffe ab. Im Osten nichts wesentliches. Wien, 2k. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspresse quartier wird -aut 21. August abends gemeldet: Die Schlacht am Jsonzo dauert gleich heftig irrt. Das Schwergewicht liegt auf der Karstlwchfläche. Sie steht gut. _ ^ __ Die Rede, die der Reichskanzler gestern im Haupt- ausschnß des Reichstags gehalten hat, atmet eine vorsichtige Zurückhaltung. Es zeigt sich, daß Dr. Michaelis nichts gesagt hat, was dem feindlichen Auslande als Zielscheibe für Angriffe nnd Unterstellungen dienen könnte. Welche endgültige Antwort dem Papste von der deutschen Regierung wird, das hängt, so sagte der Kanzler, zuni Teil auch ab von der Verständigung mit unseren Bundesgenossen, die übrigens sehr schnell werde stattfinden können. Die Ausführungen des Reichskanzlers bedeuteten im übrigen eine geschickte Korrektur falscher Svusfassungen, die sich ans Grund unserer letzten innerstolitisehen Vorkommnisse gebildet haben mochten. D.. Michaelis zeigte der Welt die kraftvolle Grundlage, auf der Deutschland, dessen Bündnisse mit seinen Waffengefährten so feststehen wiie jemals, am Beginn des inerten Kriegsjuhres sich aufrichtet. Da sind unsere militärischen Erfolge und Aussichten. Hindenburg lobt sie, iu- imtteu der gewaltigen Arbeiten stehend, die der Abwehr der verzweifelten Anstrengungen unserer Feinde gelten. Stolze Worte erklangen vom Regierungs tisch; auch die Erfolge des U-Äoot-Krieges machen uns sicher und ver- vertrauensvoll. Eine Korrektur der Meinungen wurde nach zwei Richtungen hin vollzogen. Der Reichskanzler erllärte. daß, solange der Vernichtmrgswille unserer Feinde an- dauere, von unserer Seite kein Friedensangebot kommen könne. Darin sei das ganze Volk sich einig. (Sr rückte damit also die bekannte Mehrheitsentschließung des Reichstags zurecht. Die Feinde mochten sich.mit Hoffnungen tragen, auf dem Boden dieser Mehrheit würden neue Friedenszweige erwachsen, die ihnen bittend nnd lockend entgegengetragen würden. Diese Illusionen hat der Kanzler zerstört. Es ist ein Erfolg seiner Tätigkeit, seiner Verhandlungen mit den Fraktionssührern. Sodann wies Dr. Michaelis die Legende zurück, als hätteir die Mittelmächte das Eingreifen des Papstes veranlaßt und als seien sie irgendwie damit im Spiele. Diese offene Erklärung wird gleichfalls nützlich wirken. Wenn er hinzusiigte, er wolle stets im Meinungsaustausch mit dem Hausttaus-schuß des Reichstags bleiben und nichts Entscheidendes unternehmen, bevor er das Parlament vertraulich unterrichtet habe, so entspricht dies längst geäußerten Wünschen, die berechtigt sind. Einem fähigen und starken Kanzler kann es auf diese Weise gelingen, manche Unklugheiten.Halbunterrichteter abzuroehren, und das Vertrauen des Volkes wird in diesen unruhigen Zeiten nicht zum Dornröschenschlas verurteilt. Es gibt natürlich Leute und Politiker, die von dieser neuen Kanzlerstolitik nicht sonderlich erbaut sind. Wir haben gestern das Berliner Tageblatt genannt, das den Hauptaus- schuß zum Widerstand, zum selbständigen Handeln ausrief. Auch der „Vorwärts" bläst nun in seiner gestrigen Dienstag-Nummer ein bißchen Alarm, aber er hat lange nicht den beißenden Ton des Abtrünnigen, wie das andere Berliner Blatt. Der „Vorwärts" bringt in seinem Vorbehalte etwas Humor. Er erinnert an die bekannte Tatsache, daß man wilde Elefanten mit Hälfe von zahmen fängt: „Erfolgt der Elefantenfang, wie das in Indien oft der Fall ist, m Staatsregie, so nennt man diese zahmen Elefanten auch Negierungselefanten." Wo diese Einleitung hinaussoll, wird sodann in folgenden Sätzen deutlich gemacht: „Ein Kanzler- ist gekommen, ohne daß der Reichstag um seine Pöeinung über ihn besingt worben ist, und dieser Kanzler hat bann einige Abgeordnete mit anßerordentticher Zähigkett verteidigte, schrittweise wieder zurück. Die wechselvollen schweren Kämpfe^, sbei denen die Franz ose?: immer wieder von neuem vor- stürmten und immer neue Infanterien!assen vorwarfen, setzten sich bis in die Dunkelheit hineiu fort. In diesen Kämpfe^! erlitt der Franzose, der seine SturiNhavsen ohne jck>e Schoirung ins Feuer warf, allerschwerste blutige Verluste. Nack bin- und ljerwvgendcnt Kanwfe ist die Kuppe des Toten Mannes in Feindes- l-and geblieben. Ebenso gelang es ihm', sich im Rabenwalde, aus der Höhe 344 und der Fosses-Schlucht festzullaMmern Seit den: frühen Morgen des 21. ist auf denr Ostuser der Maas die Schlackt von Neuem heftig entbrannt. Unsere Attillerie unterstichle die '.J!n- santettetrnppen erfolgreich, ebenso gebühtt rmseren Fliegergeschwadern vollste Anerkennung. An der O st f r o n 1 scheiterten n!ehrere feindliche GegenMigrisse, die teisiveise 15 Wellen tief gegliedert gegen die Frontlsine Eosna - Crozesei—Glasfabrik vorgetragen wilrden, unter schweren Verlusteu für den Gegner. Die Höhe §95 nordöstlich Svweja Nnttde sttrrn!>O!der Hand zuni Teil nach erbittert^! HandgrMrctteukämpfen genoinmen Starke feindliche Gegenangttfse scheiterten blutig. Fm Nachstoß nahmen wir einen weiteren SttrtzPunkt und brachten Beute etn. Französische Berichte vom 20. August, nachmittags 2 Uhr. In Belgien ziemlich lebhlcrster dlttilleriekampf nördlich Bsischoote. In der, Champagne nahmen unsere Arttlletten die deutschen ^Anlagen unter Wirkungsseuer. Mehrere Vorstöße in die feindlichen Linien ermöglichten es uns, Gefangene znttickzuführen. Auf beiden Ufern der Maas traten unsere Truppen diesen Morgen mit kräftigem Mut zum Angriff gegen die d e u t scheu Stell unge n an. Nach den ersten 9dicl>ttchten entwickelt sich die neue Schlacht von Verdun auf einer Front von 18 Kilo^- nretern von Avoeoutt-Gchölz bis nördlich von Bezonvaup zu unseren Gunsten. Zahlreiche Gefangene nmrden schon nact) hinten geftlhrt. Die Tapferkeit unserer Truppen ist über jedes Lob erhaben Jin der Gegend von Badonvillers nnesen nur einen feindlicl^en Handstteich mit Leichtigkeit ab. Ziemlich große Tätigkeit der Artillette in! Oberelsaß. 11 Uhr abends: Aus der Front nördlich von Verdun nah- men unsere DrnpPen zu beiden Seiten der Maas die feindlichen Verteidigungsanlagen mff einer 'Front von 18 Klnn nnd einer Breite von stellenweise 2 Klin. in Besitz Auf den, lsiisim Ufer halten wir namentlich das Avocoutt^hölz. die beiden Btott .Homc-Gipfel, den Rabemväld und das Cmnieres-Gehölz. Auf dem reckten Ufer nahmen wir den Talon-Rücken. Elwinpmmville. die Hohe 344, de,! ?irornw:ttchof und die Höbe 240 nördlich von Louvemont. Werter rechts machten unsere Truppen groRf For: - schrttte tnt Bors des Fosses und sin Clfamnervald. Die Zahl der ui verwundeten Gefangenen übersteigt 4000. Die Deutschen machtr he fttrg e Geg ena ng rif s e im 2La1de von Avpeoutt. am Mort Home und an der Höhe 344. Unser Feuer hantelte i[>v#. ^e-vall und üÜQte ihnen schwere Verluste bei. Unser Flug- knerc/t bet^rgte lief) glänzend au der Schlacht, indem er ans ge- rniger >?o!>e fernd.rche Amamnilwigen unter Maschinengewehrfeuer nahm Und auf diese Weise bei der Abwehr der ^Gegenangriffe mit- wcrkre. Unsere Piloten brachten an der Hseresfront 11 deutsche ^ugZeuge zum Abstuitz. Zwei andere feindliche Apparate wurden, durch unsere Spezialkanonen abgeschossen. Geschützfeuer mit Pausen auf der irörrgen Front. Englische Berichte vom 20. August, 2 Uhr nachm. Ein im Laufe der Nacht gegen die von uns gestern morgen lüdüstlich van Epehy eroberten Stellungen ,_ J •. /T, ' 5 tiuwcuxii oueuungcn. untttttommenen Gegenangriffe imirben nach cineui heftigen Kampf voUrg abgewie|en 2B5r führten in der letzten Nacht mü Erfolg einen BMidfUeech südlich von Lens aus. Unsere Linien wurden an der - -uuH.cn. umiwn an üf von Ypern südöstlich von Zensthoek leicht vorge- Uhr abends. Im Verlaus des Morgens versuchte der Feind ^ernrals euren Gegenangriff auf die oon uns kürzlich ewbertrnl MlfgesckVden und an Ihrer dKfJP“’!? E „Konferenz" von übenviegend kontra- .evodrtwnarm und konservativen Elementeri znsammenberusen." . Petersburg, 21. Aug. (WTB. Meldung bw Peters sÄ^m^ldrchw-Agentzur.- Um jede verbuchen sche TäEgkeit wlcher P^wnen ^;n oerhurdern, welche die dmch die Revolution^ nrngei.e ^rnhnt dazu l>ewutzcnk w-o!len, um cncsschlicßlich daran BfiL ÖCr 2^olution selbst zu vernickUen und * «V?7, ?■ ® c§ cD ri ^^ c ^ n ' taate * zu luitfrcrraben, beschloß die a li 11 g e R e gierung , die Minister des Krieges und des ^nnern rnrt dem Recht auszustatten, rm gemeinsanmn Eiir- vernehmen erstens solche Personen fest nehmen zu lassen frcherhett sowie die durch die .Revolution errunaene Dersone» aufzuiordcrn. ol,»e ^er>uq öü-- rusufstie Staatsgebiet zu verlassen und sie fefau* Jce ?ld^ßland nicht verlassen oder aus eigener Macht- vollbommenhert^ dahin zurückkehven wurden. ^ Die Staatßkonferenz irr Moskau. Sf^^ÄttwssssrÄ fernerer von örtlichen sozialen Bereinigungen versandt Zu den ^bun-ici, der Konferm.-, -^rdeu in Tltridjcr Weise «caurtroaie b r SProon^^.fletDiien Verden, da lemhin ein .satz auf öffentlichen kniier Genehmigung. Ebewo rst es g-stattet, uw- nnttelbar an Verbraucher bis za einem Ütiogcamm Tlöare ab- zusetzen. Provinzial- uird Bezirksstellen dürsen aber den. Verbraucher (Hamsterfahrten) sowie den Handel auf offenttichen Viartten einer bescmdeven Regelung unterwerfen. blonderer Bedeutung ist die Bestimmung, daß die Verteckung des erfaßten Obstes auf die Marmeladen-Industnie und surden Frrs chverbrauch durch die Reichsstelle erfolgt. Diese h«rt tvelche Mengen für den Frischveibrmrch Ph Bezrrksstellen in den eigenen Gebilttett zuruckoehalten werden dürfen und wohin der Ueberfluß fließen stKl. §eskrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 21. Aug. (Amtlich.) Neue U-Bvots-Erfalge tm Aermelkanal, tm Atlantischen Ozean und in der Nordsee: ö Dampfer, 3 Segler, 1 Fischerdampfcr, darunter dre ftanzösische Bark Emilie Galline (1944 Tonnen) mit Salpeter für Frankreich, ein englischer, tiefbeladener Dampfer, der durch drei Bewacher gesichert war, ein mit- telgnoßer, vollbeladener, unbekannter Dampfer sowie der eng- ltsche Fischdampfer Narcissus. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * . • J 8 ? r ] }' Passer Blätter melden: Am 8. August ern de-utfches U-Bvot rm Mittelmeer in der Nähender afrrkanrschen .Küste ein französisches Fischerfahrzeug^ mit Mafchrneugewehrfeuer an. Das Schiff sank. Ferner bAichpet dre Parrser Preise: Der Dampfer „Attuerva" der Bereiuia- ten Reedergesellschast wurde am 28. Iurri nach erueni Kampfe mrt ernem U-Boot versenkt. Der Kapitän wurde gefangen geuommmr. Der Marrneminister zeichnete die ae rettete Besatzung tvegen des Keleisdeterr Widerstandes au*’ Aus Stadt und Land. Gießen. 22. August 1917. Zwangsmaßnahmen bei der Obstversorguug zEUkKs« Kfzrssstuxst tole irgendwie StMWe < M* nä ? Vi * ^Idng ber TOarmelX- ki* f • T J cme unabweisbare Notwendigkeit da angesickws de^ steinenden F'ettmangels eine geregelte Verte ,'U ordnete Badoen Ä ’L t }' , ? n,a " ™ ge- W'JZJ 10 * «r tcheremütnim-icheu Ansicht ^ ^ Ber°odn»-rs ix? JfcSwttÄ Persvnalnach r icht. In ^chestand der-. der Amtsigerichtsdiener bei dem 2üuts-- -Iohcmn Gwrg Baum auf sein Rachsuchen. 'einer langiährigen treuen Dienste. tnn^ Jr- ^bvgbir vormittag von 8 Uhr ob der West-Anlage Birnmi v°« de^tadtrschen Ob>tbawim-n zum Berkanf: sie eignen sich pm, und Honrgkochen. Ebenfalls bei der stLdt. Obsd- ^ ' d r ° u d p l a tz 3 wenden .LpftL wch st^rn*^Ei.süberschreitungen beim Einbam- Einhamstern, das leider einen großen Umfana druckb?^!!«?^ wird von den Behörden mit allem 9ta£ es kommen dabei fast ohne Llusnahme Itandig Prelsuberschrertungen vor. Kauft nämlich der^v- Bauer an dessen ^hrwrt ein, tt^mer nur t Verbraucher das Gemüse km weg, so darf' mrmer nur der Erzeugerprers gefordert und gezahlt werden E a Älf h ur^uläsftg und strafbar, den Groß- oder Klein- S imf fc d u l ° lbn 2 obtv J u geben. Die Behörden yaven erne strenge Ueberwachung dieser Preisüberscbreitun- wtt teezfyfö ba§ Publikum und auch die Landwirte nochmals gewarnt werden. Rertt-c»tp?^L bherzo g hat sich kürzlich durch einen d^r Goldankauf sstelle rrfhrti- J un 6 1 k b t. er - ba ^ r eTfte Jahr ihrer Tätigkeit Bericht Ävrocken doü d-d ^ b ^ €r - Gelegetcheit die Zuversicht aus. fnrhnurü' ^ neue Ausruf zur Ernlieferung von Gold ' bevdte Ärctf< ? 1 ber Bevölkerung opfer- ^bofreiidigkeit finden werde. Abgesel-eii voir seiner f ^ Utf ^ C .^ldwrsen sei der Gold-- X ,»( ^'.Es bank gegenwarttg geradezu zum Grap. deshalb aan'k m???^^' Kraft geworden und lx-stinm« faeittth 3 «*L?.J Ä - b( Ü des Auslandes über un- luLti™ Falngkeit, den Krieg durch- kurzlichen Verminderungen des Goldbestandes der Reichsbank mn 76 und 56 Millionen Mark Eftchruck d°ß nirgends der fchschl »rn U J n Opfertreudigkeit am Erlah- SfMf r me Vr ^ letzt für jedermann doppelt ernste von^en^^Juwelen und Goldsacl>en, abgesthen Ech^ m£} en JZ n İ? )e l em , kulturgeschichtlichen oder ber??!, ldem Vaterlandc darzubieten. Am G rotz°^ Ed e^lü? i5." e i e d e n f a l l s G ° ld - u n d- r e l ft e i n f ch m u ck künftighin nicht mehr a ? r u E rd e ii. Diese Willerisäußerung von hoher- stelle dürfte auf dre führenden Gesellschaftskreise des Hessen^ 8§rachte Auffassung von der wirtschaftlichen und politt- schen Bedeutung der Gold- und Juwelenabgabe verdient auch im übrigen Reuhsgebiet gehört und beherzigt zu werden. „ k ^er Beförderung von Stückgütern und Expreßgut verursachen Mängel der Berpackuua smt ermger Zeit rn steigendem Maße Beschädigungen Mrnderurrg des Gutes. Als Unzureichend haben dich namentlrch folg^rde Verpackungsart?^ erwiesen: Säcke, die ^ffen^l^ ^s wenig^ widerstandsfähigen Ersatz- Blrurn wolle, dünnem Leinen, Papierstoff bestehen, Ballen mit Um'hüllirnaen uus^^r b^^.cWuß von Sacken, mtbi ustv. Puprerschnüre, Kisten ieder Größe, deren Deckel, Böden oder ^ *■ B- Kisten mit geraucht Fischen, wenn nrcht i etwa durch Drahttmrschnüritna ae- ^EÄ^^gkeit geschaffen ist, Kisten mit ^tveitauteL. 5"^stehendett Brettern ober Latten, durch deren Lücken hertMsMmonrmen werdon kann - ■ 0t H X - b^tchi«er Pappeimtpiillüng, Kar- ® rui- ae?e? btt Inhalt verdirbt. ^ srms^en unKitrerchenben Verpackungen stnt> ^dnehmen, womi die Mängel der Verparftm« rn Frachtbrref^er rn der Eisenbahnpacetadresse an«^iE im ^mrf auf» Mißergewölmlich voll rttfer^^' bat «Ach b« mit Erfolg «mgegMen UZ! riTwe”7»a ?^- ä tetÄsariffiS SÄ» Ä UMMHDE GEn nnd Tf-fVtVm \ r - ucrrn ^>rovm erwarten r C16.8>. U. 24/17' iobei- au* an die ZatttaGrü-e zLr Bekämp- ' öfl ® öer L chr tndelsLrmen in Lübeck tuen&oL n , 3™ ^ i ü t spielhaus spielt jarrjeit die Filmtragödie .^UnbpLfbar . Es'.sr ent fesselndes Bild aus dem GesollschastAebeit das UtW ttefste Tragik vorfühtt. Martha Novell i. die aus Liebe *u tl)rem Emde von der Nacht des Wicchnsüms umfangen wird weiß rhrer tchrmerrgen Rolle alle Seiten oLMgewckrnen. Ihr Partner Profeisor ^eon Rains erweckt durch sein Unglück unser tiefstes ktrtgeruhl Der letzte Akt des Stückes zeigt ans die wunderbare Deckung der unglücklicl>en ivditter und ihre heroische Entsagung, v l iv ^ ' )e . m ®fäct ihres (Hatten und Kindes. Als Zugabe des Udends spielt ein köstttches Lustspiel „Tie Firma lacht", das durch eme Unmenge Berwickllangen die Lachnruskeln den Zuschauer dan^rd in Anspruch nimmt. Das Kreisplatt Nr. 145 entMt: Revchsgrtreid«^ ordurnra tür die Ernte 1917, Brennstaffvers-orgung der HoushaltuU^- ^tl' b*er Landwirtschaft wnd des Kleingewerbes, Wirtschaftskarten und Awsschveiben. Landkreis Ziehen. ..** Grünberg. 21. Auy. Me uns d« Großh. Mirger- Meuterer YNünberg mrtteikt, besitzt sie. von dem rn Nr. 190 un- seres Blattes vom 15. August unter Grünberg berichteten Bor- lau kerne Kenntnis und hat auch keine Anordnung an den Gen-, da rn lerrernachtm eister erlassen. Der' Vorfall soll sich vrelinehr in Nreder-Ohmen abgespielt haben. Kreis Büdingen. 22. Aug. Trotz der von den Koimmnralverbäw- Qen. den Krersänibern und der Polizei ergriffenen Maßnahmen gegen den Schleichhandel, wird immer wieder bereu Umgehung versucht. Dies baveist ein Fall, wv ein Feldwebel, den mit der m einem mrh^ bei Mdda gelegenen Orte mit der E-t-Revision beschäftigten Soldaten zmr Rede stellte, weck er nicht dre nrrlitürische Ehrenbezeugung gemackü habe. s Jtaxh langem Ätrauben ürusche sich der Feldwebel trotzdem eine chlnter- mchrmg fernes Rnsagapcicks gefallen .lassen, und siehe da, der Wachnrann hatte über 200 Eier zunr Tageslicht gebracht. Wohl . übel nrnsste der Feldwebel eine Beschlagnahmung derselben rn Wans nehmQr. Die Eikr wunden den Geflügelbaltern wiodier wruageg&tst, sso sehen aber einer strengen Besttafung entgegen. Kreis Alsfeld. ** Gross-Eichen, LT Ang. Musketier .Karl Schom- bert ber einem Irss.-Wegt.. erhielt die hessische TapferkeckS- medarlle am Z. Augult. Er ist bereits int Besitz des Eisernen rtteuzos 2. Klasse. Kreis Schotten. e. Buse n bv rn , 21. Kug. Ter .Kanonier Wilhelm Linker erhrÄtdas Eiserne Kteuz 2. Klasse. Er ist bereits Inhaber des rurttschen Eisernen Halbmonds und der Hessischen Tapferkeits^- medaÄle. Esch-nroL,. SI.Hug. Der Gefreite Heinrich Klein vom GcnDv-Grenadier-Regit^„Elisabeth" erhielt das Eiserne Kreutz -• Klaffe und die Hessische flapferkeilsmedacklr. Gedern. 22. Aug. Wie im vorigen F ah>- . ivnrde auch m den SEmermoiiaten dieses Jahres aus Bemnlassuag und ^er der Leitung des D'nfftandes des hiesigen Zn^igverems vom Mce-^rLlenverein eckre Kr i eg s - Kl e inkin d e r s ch u l e eingerichtet. Fürst und Fürstin zn Stvsbevg-Wernigerode hatten wie- deQrm den Gartensaal ihres hiesigen in prächtigem Pari gelegenen ^chwffes rn h-achhe^iger Weise zur Verfügung gestellt. Tie Beai.s- ckchtigung der Kinder wkuvde .Fräulein Rörig von hier übe - tragm, die sich mit Eifer und Geschick ihrer Aufgab.' unterzog., Da dre -schule zul-etzc zu schlecht besuchst wurde, musste sie leider geschlossen werden. Ausser der fm-V. „Vorwärts". Gießener R.-Kl „Has- lla". Verlosungs-Achter (3 Boote): Frankfurter R.-Sp.- V. ..Amuntta" 9, Mannheimer Waffersporb-V. „Vorwärts" 4, Frmckiurter R-V. „Nndine" 4, Feck)enlieimer R.-G 1910 3, Gießener R-Kl. „Hassia" 7 Ruderer. Zu dem Abschieds-Vierer, der für bie Mannschaften, die im Anfänger-Vierer nicht gesiegt haben, offen ist, erfolgen die Meldungen 1 Stunde zuvor. Für den Anfänger-Vierer und den Achter werden von vormittags 9 Uhr ab Vorrennen gefahren. Tie Rennstrecke betragt 1500 Meter, das Ziel rjt vor dem Mhr. Nach der Frankfurter Kriegsregatta vom 22. Juli zu urteilen, stehen interessante Kämpfe zu erwarten. vermikchte-. Die Feuersbrunst in Saloniki. Berlin, 21. Aug. (Priv-Tel.) Der „Beck. Lokalanz." meldet ckus Lugano:^Zu der Feuersbrunst in Saloniki meldet dre Agencia Stefani, daß die Hälfte der Stadt nckt Einschluß des Geschästsviertels zerstört ist. Man rechnet, daß 70000 Personen ohne -Obdach sind. Die Opfer an Menscheickeben scheinen sehr gering zu sein. Bern. 21. August. (MTB. Nichtamtlich) Der „Progresa de Lvon" meldü aus Saloniki: Der Brand brach in dem Bulgarenviertel aus und nahm wegeii des heftigen Windes eine ungeheuere Alusdehruiiig an, obwohl alliierte und griechische Truppen unverzügliche eingriffen. Die St. Fenatrmskirche. ein berühmtes Kunstwerk, wurde halb zerstört. Die Behörden haben Massnahmen jin' Verteilung der liotwendigen Lebensmittel an die Obdachlosen und Mm Abtransport eines Teiles der Bevölkerung getroffen. Der „Petit Parisien" nieldet aus Saloniki: Tie Obdachlosen sollen teilweise in den umliegenden Dörfern von Saloniki' untergebracht werden. Der Brand wütete gestern mittag noch weiter, doch, glaubt man, ein weiteres Umsichgreifen verhüten zu köimen. gewahrung ist unter entsprechender Begründung bei der Bürget mersterer zu stellen. Bei endgültiger Ablel-nung ist Werterverfolgnng an Grossh. Mrnrsterium des Innern möglich. Döchestl. Aeberstcht derTot>essällr i. -.Stadt Siehe«. 32. Woche. Vom 5. August bis 11. August 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. Sterblichkeitsziffer: 26,70 V.« Nach Abzug von 7 Ortsfremden: 15,71 ES starben an Altersschwäche Diphtherie Tuberkulose der Lungen Tuberkulose and. Organe Lungenentzündung Ruhr Krankh. der Atmungsorgane Krankh. d. KretSlaufsorgane anderen Krankheiten des Nervensystems Magen- l,nd Darmkatarrh Brechdurchfall anderen Neubildungen . £ V tfMum.rn.vii OMIL'CU mwnu an, MFIC DXQ ber Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröfienckichung des Großh. Kreisgesundheitsmnts Gießen./ ^ ! Dr. W a l g e r , Med.-Rat. Zus. 1 Er- Kinder wachsen« 1 ttn i.Ztbtni' lahr vom 2. bis ib. yabr 1 1 3(2) 2(1) — 1(1) 1 d) 1(1) — 2 2 _ IM 1(1) — — 1 1 - _ 3(1) 3(1) — — 2 (r 2(1) — - 1 1 1 (i) IM — — 17(7) 15 (6) — 2(1) Letzte Hadbricbtcn* Schändliche Behandlung deutscher Kriegsgefmrgener. Berlin, 21. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Fünf ant 20. und 22. Juli aus französischer Gefangenschaft zurück- gekehrte deutsche Unteroffiziere und Soldaten sagten aus, dass sie von den Franzosen schändlich behandelt wurden. Alte wurden völlig ausgeplündert. Geld, Uhren urrd Werlsac^n wurden ihnen geraubt. Während dieser Plünderung bei Mau- repas wurde eiu Gefangener ohne jeden Girurrd erschoffen. Im Sammellager mussten sie vier Tage ohne den geringsten Schutz gegen die Witterung im Freien zubringen, da das Lager bloß aus einem Stück umfriedigten offenen Zeltes bestand. Unter empörender Verletzung des Böl^rrechts wurden ie, wenn sie Aussagen über militärische Dmge verweigerten, mit Hunger bestraft. Ja, ein gesangener deutscher Haupt- mann wurde dabei geschlagen und, nur mit einer Hose bekleidet, in einen Käfig ohne Sitzgelegenheit eingesperrt. Während ihrer Verschickung nach> Ä^oyvillers wurden sie getreten. _ . ' ' O V v inv w * V U ‘Ulli ( IV- y wl Ll« H f angespien und nnt Steirren beworfen. Einem Gefangenen wurde während der Vorbeifahrt eines französischen Militärzuges ein Auge ausgeschlagen. Die Verpflegung war so jämmerlich, daß viele Leute berm Antreten vor Schwäche zusammenbrachen. erfolgreiche Tätigkeit entfaltet hatte. ^O Nuppertsburg, 22. Auy. Pfarrer Fritsch ton hier ft*™*™ AnerTenmrng ferner besonderen Verdienste um die Werbe- tatig^rt für dre Kriegsanleihen vom Kaiser das Verdrersstkrenz für KrrogsUlse veckiehen. Kreis Wetzlar. ^ va. Dorlar (Kr. Wetzlar), 21. Aug. Ein 14jähriger- Essener >MNge, der zur Erholung hier Auffrahme geffmden. wurde rvegen Drebstahls am Samstag der Polizei übermittelt. Wahrend die Leute im Felde beschäftigt, beniitzte er die Gelegen- bert und din-chstobertc in verschiedenen Häusern Schränke und Kasten. Bei inner Frau Mll hat er einen Geldbetrag von 600 Mk gestohlen, dazu fehlen mehrere Uhveir. m. Aus dem Kreise W etzlar, 21. Aug. Die Wälder unserer engeren Heimat begrmlen infolge des warmen Wetters nach der Regenzeit ihren Reickstum an Pilzen zu spenden. Sommerfrischler wandern täglich durch die Buchenhallen, um mit wohl- gerüllten Säcken heimzukehren. In dankenswerter Weise läßt es sich Semmaroberlehrer Dr. Jmheusev-Wetzlar angelegen sein, durch Vortrage und Wanderimgen die Kenntnis der PÜze zu vermitteln An den Wanderungen beteiligen sich ausschliesslich Lehrer, die cm ihrem Teile wieder durch die Jngerw dahin wirkeir, daß der Reichtum des Waldes immer mehr geschätzt und verwertet wird. Auch am Montag nachmittag fand eine Wanderung durch den Wißmarer Hamburg. 21. 9lug. (Priv.-Tel. Bei Blankenese ist gestern eine aus dem Harz stammende Familie tot aus der Elbe gezogen tvorden. Vater, Mutter, Sohn und Tochter waren aneinandergebunden. Sie hatten sich Sonntagabend ern. Boot gemietet urrd wurden seitdem vermißt. Briefkasten der Redcrktrsn. iAnouvme Aafragen bleiben uuberütksichtig1.d .. h- l9l7 1. Die Schuldnerin kann aufgefordert werden, v ^ ■ am 9 der abgetragenen 10 000 Mark zu veranlassen - auf d?m Klageiveg ist nichts zu erreck,?n, es ist lediglich Sache dev Schuldnerin, dies zu tun. Die II. Hyfu>1hek steigt barnacft in ihrem W<«rte. 2. Dre Schuldnerin kann unter Androhung der .Kündigung ^ ll- Hppotl>ek zur Löschung der 10 000 Mart veranlasst werden. 3 Wenden Sie sich ev. an das hiesige Mieteinigungsamt, dessen Aufgabe es ist, derartige Streitig Veiten nach Möglichkeck zu schlichten. A. l00. Wir verweisen aitf die in Wt. 194 mrseres Blattes m gleicher Angelegenheit erteilte Auskunft. ^ ^ 51; Nach der Bundesratsverorduung vom 21. Januar 1916 cmch die Angehörigen derjenigen Mannschaften, die sich in • g esetzlichen aktiven Dienstzeit befinden, der Bedürfttgkeit ?lnsprilch auf Familieimuterstützung. Bei Eltern sst fedoch Voraussetzung, daß der Einberufene dieselben vor snnem Twnftantrckt unterhcckten hat, oder daß ihre Uuterhal- ^ugsbedurftrgkert erst später, etwa infolge von Ktankheit oder Arbertsloftgtert hervorgetreten ist. Neben der Reick)sunterstützrmg, welche für Eltern 10 Atark nwnatlich bettägt, wird als Msondere Leiftung der Gemeinde oder des Lieferungsverbandes noch Zusatz- unterstützung, Miet^uschuß usw. gewährt. Bei Wegfall der Be- dünttgkett )mrd die Unterltützung eickzogen. Antrag aus Weitcr- Die französischen Verluste. Genf, 21.^Aug. Nach vorliegenden französischen Be- rtchten über die Schlacht bei Verdun scheinen die Franzosen die schwersten Verluste infolge überaus heftiger deutscher Gegenangriffe im Walde von Avocourt, am Toten Mann und an der Höhe 344 bei Champneuxville erlitten zu haben. Eine Havasnote gesteht zu, daß der deutsche GegenangiE aus beiden Maasuferu dadurch begünstigt wird, daß das Nachziehen der französischen Geschütze auf dem Trichterfeld einige Zeit erfordert. Ferner bestätigt die Havasnote, daß die deutsche Heeresleitung in Voraussicht des ftanzösrschen Generalangriffes die Besatzungen an unhaltbaren Punkten' zurückzog. Chinas Kriegsteilnahme. Ber lin, 21. Aug. Die Kriegserklärung Chinas wird' zfveisellos von unseren Feinden als ein neues Beispiel für die Unwrderstehlickfteit angeführt werden, mit der die Sache der Freiheit in der Welt Anhänger gewinnt. Im Hinblick darauf verdient hervorgehoben M treiben, was der „Manchester Guardian" vom 6. August über das bevvrsLeh^rdo Ereignis sagte: Wir hätten lieber gesehen, daß Chinas Teilnahme am Kriege in einer anderen Weise erfolgt rerr. Der Krieg als Karnpf der Demokratie gegen Autokratie und Mitttarisnrus ist in und außerhalb Chinas Mißversranonisstn ausgesetzt, renn er als Vorwand einer milckärischen Bor» schwörnng dient, die Chinas Kräfte wahrscheinlich zersplittern wird. China könnte dem Verbände und der Verband China große Dienste leisten. Es ist zu befürchten, daß drche Mglichkeit in hohem Grade unfruckckbar gemacht nvrde renn die Kriegserklärung jetzt als Aeußerung der gegxn^ wärtigen reaktionären Polittk austritt, die zum BüraerkKea führen könne. Nach fast dreijähriger treuer Pflichterfüllung starb am 7. August den Tod fürs Vaterland nach kurz vorher erfolgter schwerer Verwundung mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treubesorgte Vater seines Kindes, unser einziger, braver Sohn, unvergesslicher Schwiegersohn und Schwager Dr. Adolf Handke Oberlehrer in Gera-Reuss Leutnant und Adjutant in einem Thüringischen Infanterie-Regiment Ritter des E. K. I. u. II. Kl., des Ritterkreuzes II. Klasse mit Krone und Schwertern, sowie Inhaber der Hessischen Tapterkeitsmedaille *m Alter von 29 Jahren. In tiefem Schmerze: Martha Handke £eb. Christ 11. Töchterchen Hermann Handke und Frau L. Christ Wwe. und Familie. Griedel (Hessen) und Darmstadt (Niederramstädter Strasse 8), den 20. August 1917. Die Beisetzung findet am Donnerstag, den 23. August, nachm, auf dem Waldfriedhof in Darmstadt statt. 62o0 „ , £ ach kurzem Krankenlager verschied heute morgen sanft und schmerzlos unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Herr Johannes RumpfVH. im 83. Lebensjahr. Im Namen der Hinterbliebenen: Ernst Rumpf, Großh. Registrator. Butzbach, Gießen, Darmstadt, Cöln, Berlin, Coblenz, 21. August 1917 EinlcMlveiile Maslrasse. zu kaufen gesucht. Lvil beim st ratze 16. 0090 ,3ahle für Schlachtkautachaii, Mindett-Ge,vicht 4 Pfd., an Selbstbriuger pro Pfd. Leb Gewicht 1,20 Pf. Annahmetag ledeu SaiuStag b. 3 Ubr. H. Eennor H., ttrofdor ser Str. 9. 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Schrie Ildic Angebote unter 0218 an. den Gießener Anzeiger. Mit Dank und Ehrerbietung werde ich stets seiner gedenken Andreas Euler, Zigarrenkisten-Fabrik Inh.: Heinrich Nagel Witwe. Giessen, den 21. August 1917. 6190 Sclireibmascliinen- Arbeiten 5977 aller Art werden angeiertigt Marburger Strafte 27, II. Wclckc jüngere Dame erteilt 13 jähriger Schülerin der Höheren Mädchenschule gründlichen Klavierunterricht Näheres in der Geschäfts» stelle d. Gieftener Anzeigers. Wir gehen in die Pilze! Ist der Titel eines weben erschienenen ganz besonders netten u. brauchbaren Bück» leinö von Jobs. Jühling, Preis 1 Mark. 6194 Reformhaus Kreuzplatz 5. Zigaretten direkt von der Fabrik WV- sa Origlnalpralsen “^58 100 ZiRarett. Sloluv. 1.3 c) 170 IM „ .. » ,,LS« 100 .. ,. 0,2.. 4.0» Versand nur preson Nach- n ahme von 800 Stück an. SjamnÄÄkÄe Goldenes Haus Zigarettenfabrik v. ro. b. H. Ehronslrasse 34 Plötzlich und unerwartet verschied gestern abend mein lang jähriger und treuer Prokurist Herr Jacob Rau im Alter von 62 Jahren. Junker- und U-kktk las-, Sack- id Braiei - &as-iaek-Hankin sind in großer Auswahl eingetroffcn. Brüder Schmidt, Gießen, Seltersweg 83. 6197 Zeichnung zur VII. Kriegsanleihe ohne Einzahlg. nur geg.Versicherungsabschluh leistet die Magöednrger Lebens-Versicherungs-Ges. AvtrLgvvsrSvll schon jetzt vlltgsgsugsnommsQ.auch kosten - lose Auskunft ert. bei vr. V. hsjsims. visLsa. Weft-Anll 10. GrummetMs-Versteigerung der Fürstlich Solmsischen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen wird versteigern Dienstag, den 28. August 1917, vormittags präzis 9 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb derStadt zusammen ca.50Morgen.Zusammen - kunft auf der Fürstltchen.Wiese gegenüber der Peinmühlc. An demselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich. zusammen 6 Margen. Zusammenkunft in demSchlohgarten andcrEisenbahnbrüüe. Im Anschluh an letztercVersteigerung soll daö Grummct- LLüS tw Schloftgarten versteigert werden. 61820 Gestern abend verschied plötzlich Herr Jacob Rau Prokurist der Firma Andreas Euler. Er war uns stets ein guter Vorgesetzter und treuer Berater und wir werden nie seiner vergessen. Das Personal der Firma Andreas Euler. Giessen, den 21. August 1917. 6131 Heute nachmittag 7 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Schwalb Wwe. geb. Inderthal Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schwalb und Familie Ludwig Schwalb und Familie Wilhelm Schwalb z. Z. im Felde und Familie. 'tm Alter von 81 Jahren. Rödgen, den 21. August 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. August, nachmittags 2 Uhr statt. 6207 Jas IlM!i-Friese»r- gkschiist Ki»>lailsg«isse 27 empfiehlt sichimKopfwaschen, Frisieren, OndnlierewMani- fure, sowie Ansertigen sämtlicher Haararbeiten. Grofte Auswahl in Zöpfen, Haarschmuck, Parfümerien usw. Ankauf von ausgekämmtem Haar. 0409 Ein sprungfäbiger Bulle Simmentaler Nasse, 15 Mon. alt, steht zum Verkauf bei Wilhelm Roth VI.. ai87 Langs do rf b. Lich. _ kin snriiiigsShiger Bulle, Vogelsberger Rasse, zu verk. Johs. Volk II., 05174 Groften-Lind e u. Hühnerhund, erstklassig, im 2. Felde, freud. Appor- eur zu Wasser und zu Lande, beabs. ich für die Jagdperiode zu verleihen, evtl, zu verks. II. Benncr II., ' Krofdorser Strafte 9. 2—3 gut erhaltene 05173 SU verk. Ileinr. Werner II., Griinberg tHessen). Jst.neueSIVasLsrhiLsou. >ow. gr.LLporthlLtsz.vk.Bergstr.97, aller Sorten sind wieder ein- getroffen. Rud. Rüdiger, 6157 Walllorstr. 35. Astleiterü. »Ä 05090 Babnbosstr. 31. Gebr.,guterbalt.eis.5linder- bett zu verkaufen. Schrift!. 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