Nr. m ;) «teBcwcr SirjtijNCf ftfdjcini tägsich. anher Sonntag. — Beilagen: H Le $cnaal: Fr. R. Zenz; Lchriftleitilng. Geschäftsstelle «.Druckerei: Schulstr. 7 . j^?ich°tn ®uT£ 4 Der .peile Grohkampstag im Westen zu unseren Gunsten entschieden! wochenrückbrrü Die letzten Tage redeten ein besonderes Wort von englischer Hartnäckigkeit. Wir müssen uns diese etwas naher betrachten, denn mancher unter rms läßt sich noch durch sie blenden und cin- schüchtent. Bor beinahe 100 Jahren hat Heine den englischen Geist treffend beschrieben. Während wir Deutsche, so sagte er in einem seiner Pariser Briefe, immer denken und vor lauter Denken zu keinem Urteil kommen, haben die Engländer, wo es Handeln gilt, den Vorteil, daß sie, als freie Menschen immer befugt, ftcfy frei auszusprechen, über jede Frage ein Urteil in Bereitschaft haben. „Sie urteilen gleichsam mehr, als sie denken. Die Engländer sind so bestimmt, praktisch, alles Geistige verfestigt sich bei ihnen, so daß ihre Gedanken, ich Leben und sie selbst eine einzige Tatsache werden, deren Rechte unabweisbar. Ja, sie sind brutal wie eine Tatsache und widerstehen materiell." AZir sehen das auch heute in ihrer Taktik bestätigt. Während' wir und imsere Bundesgenossen den Frieden vorschlugen, gab England die Losung von unserer Schwäche aus und wählte schnell entschlossen das gegenteilige Kennwort: unerbittlichen Krieg bis^ zum Sieg. Nichts Geistiges, kein Denken kann es aus dieser Bahn bringen, und wir haben gesehen, wie schnell geeinigt binrer seiner Regierung auch das Volk in dieser Taktik war. Auch der Arbeirerminister Henderson und die Arbeiterpartei standen nicht beiseite. Sie gedachten, indem sie nach Stockholm gehen wollten, nur auf einem anderen Wege demselben Ziel entgegenzuarbeiten. Lloyd George aber will nicht fackeln: er will das zündende Schlagwort, das den Kämpfenden der eigenen Partei so viel verspricht, nicht, von des Gedankens Blasse angekränkelt haben, und so wurden die Pässe für Stockholm verweigert. Mit eisernem Griff wurde auch die provisorische Regierung Rußlands in diese Front gezwungen, und die neueste Erklärung Kercnskis über die Stockholmer Tagung bedeutet in zappelnden Ausdrücken nur die Unterstützung des englffchen Standpunktes. Den russischen Sozialtsten wird die Reise nach Stockholm erlaubt, aber die dortige Konfererrz, die jetzt also von Engländern, Amerikanern, Franzosen und Italienern nicht besucht wird, soll nach Kerenski nur beratenden, keinesfalls irgendwie entscheidenden Charakter haben. Unsere deutschen Sozialdemokraten sind ob dieses Fiaskos ihrer Bestrebungen und Ziele stark verblüfft. Sie sind jetzt zwar auch dasür, daß Deutschland nichts übrigbleibe, als sich seiner Haut zu wehren, wollen aber laut „Vorwärts" als prinzipienfeste Männer trotz allem Ungemach ihre Reise nach Stockholm antreten ... Die Hartnäckigkeit der Engländer hat sich in ganz ähu- licher Weise früher schon einmal gezeigt, als sie sich vermaßen, die Dardanellen zu erobern. Auch da war bei ihnen schnelles Urteil und .Handeln eins. Zweifler ließen sich auf die Seite stoßen, unerschütterliche Entschlossenheit wurde in die Welt posaunt, und wirklich gingen die Engländer auch mit aller Energie zu Wasser und zu Lande vor. Allein, da scheiterte ihr Wille, an einer härteren Tatsache, nämlich an dem unbeugsamen Widerstand der türkischen und deutschen Verteidiger. Was an den Dardanellen geschah, wiederholt sich jetzt in Flandern. Am Mittwoch ist dort die zweite große An g r i ffs sch l acht entbrannt. In 18 Kilometer Breite stürmte, wie der deutsche Tagesbericht sich ausdrückt, „der zähe Gegner" gegen unsere Front vor, in elsmal wiederholten An-- griffen wurde er unter schwersten Verlusten abgewiesen. Das war ein stolzer Siegestag für uns Deutsche, zumal gleichzeitig auch im Osten unsere Erfolge weiter ausgedehm wurden. Die Engländer werden, wie vor den Dardanellen, ihren Eroberung^- und Vernichtnngswillen aufgeben, sobald ihnen eine noch härtere Entschlossenheit und unüberwindliche Ausdauer begegnet! Es hieß einmal: Der U-Boot-Krieg wird England dem Frieden geneigt machen. Wir sind davon überzeugt, daß die Schlachten in Flandern das ihrige gleichfalls kräftig dazu beitragen werden. Der neueste Friedensbrief des Pap st es art die Staatsoberhäupter redet eine Sprache, die man wirklich einmal gerne hört nach dem rauhen Weltgassenton der Ententesührcr. Mit einem feierlichen Kirchengeläute ruft der Vatikan zu einer Verständigung der Menschl>eit im Dome des Friedens. Alles, was er in allgemeinen, ergreifenden Sätzen sagt, ist ja so natürlich und menschlich, bas Allgemeingut alter vernünftigen Sterblichen. „Soll die zivilisierte Welt nichts mehr als ein Totenfeld bilden? Geht das so blühende und so ruhmreiche Europa, wie gepackt von einer allgenrcinen Verrücktheit, dem Abgrunde entgegen?" In der Tat, das sind Erwägungen, die auch der nationale Politiker nicht von sich weisen kann, und das ist ja ungefähr auch die Sprache des ersten Friedensvorschlages der Mittelmächte gewesen. Unsere Feinde sprechen immer heuchlerisch anklagend von der großen Verantwortung, die auf die Kriegsurhebcr falle, und sie fordern die Beantwortmng der Schuldsrage, Bestrafung. Run, für irns ist die Schuldfrage ja gelöst. War haben aus neuen Aussagen und Veröffentlichungen unseres früheren Petersburger Botschafters, des Grafen Pourtales, wieder gesehen, wie gerade Frankreich den Krieg gewollt, bat Konflikt vor fr ment Ausbruch geschürt hat. Aber abgesehen davon: lastet ungeheure Verantwortung nicht in gleichem Maße auf derjenigen Mächtegruppe, die den &rtcg zweck- und ergebnislos verlängert? Es ist das Verdienst des Papstes, daß er in diesem Punkte zu der vermessenen Parole der Feinde seinen Zwischenruf macht. Das von ihnen zu verantwortende „unnötige Blutvergießen" würde zu nichts führen, weil sie gar nicht die Kraft besitzen, uns niederzuwerfen. Es wird besonders England nicht leicht fallen, im Anschluß an die Anregung des Papstes aus dem Tone des verblendeten Vernichters in die Sprache der Vernunft zurückzufallen. Eher als anderen Einweichungen gehorchen sie den wuchtigen neuen Tatsachen. Wenn der Papst wirklich, vor seinem Friedensschritt Umfrage bei beiden Mächtegruppen gehalten hat, wenn er auch in London eine entgegenkommende Haltung gefunden haben sollte, so begreift man freilich nicht, warum Lloyd George bis in die letzten Tage hinein die alte Zerschmetterungsfanfare so heftig angewcndet hat. Sicherlich wird Englands Antwort auf den päpstlichen Brief, wenn nicht direkt abweisend, so doch hochmütig und überspannt sein. Wenn aber die flandrischen Schläge ihre Wirkung getan haben, so wäre es nicht unmöglich, daß dennoch der erste Versuch einer Friedensbesprechung zustande kommt. Ein interessantes Thema würde es dann bleiben, warum England und Frankreich dem Rufe des Papstes entgegcnkommen, der internationalen Demokratie jedoch in einer so unerwartete!: Weise nicht die Pässe für Stockholm, sondern in der schlechtesten Absicht den Laufpaß erteilt haben. In was unterscheiden sich aber denn die konkreten und praktischen Vorschläge des Papstes von den Grundzügen des Friedens, die von den Einberufern der Stockholmer Konferenz aufgestellt worden sind? Da fällt es auf, daß der Papst als „grundlegenden Punkt in erster Linie" nicht etwa die „annexions- und entschädigungslos^" Formel auftischt, sondern daß er an die Spitze seines Vorschlags ein langes Kapitel über Abrüstung und schiedsgerichtliche Einrichtungen setzt. Man weiß es, wie sehr solche Dinge dem Präsidenten Wilson am Herzen lagen! Der Vorschlag schmeckt ein wenig nach der anglo-amerikanischen Methode, die darauf ausgeht, Hephaistos in seinem eigenen kunstvollen Netzwerk zu fesseln und zu fangen. Da ist englischen Listen und Phrasen, der Mehrheit, die England und Amerika aus den Völkern der Erde bilden können, eine freie Bahn gegeben. Das ist die Lockung, die Lloyd George und Wilson verführerisch erscheinen könnte. Der Standpunkt der deutschen Regierung war es bekanntlich, daß Deutschland sich nicht weigern würde, über diese Dinge zu verhandeln, wenn erst die Nächstliegenden konkreten Friedensfragen gelöst seien. Für die deutschen Wünsche hält Benedikt einen Ausgleich hin, der das Wort „Freiheit der Meere" einschließt. Die Losung würde nicht mehr nach einem seststehendar und dauernd begrenzten Verhältnis der Flottenstärken lauten, sondern England müßte seine große Flotte ebenso preisgeben wie Deutschland seine Heereseinrichtung. Wahrscheinlich würde John Bull ein Haar in der Sache finden und einwenden: „Ja, Bauer, das ist ganz was arideres!" Die übrigen Vorschläge des Papstes ähneln stark denen, die der Stockholmer Konferenz vorgelegt werden sollten. Nur haben sie die geschicktere, vorsichtigere Formulierung, die den in gegnerische Lager gespaltenen Sozialisten nicht möglich war. Elsaß-Lothringen ist mcht einmal genannt: der Papst spricht nur diskret von „territorialen Fragen, die zwischen Deutschland und Frankreich in der Schwebe sind". Aehnlich wie in der Entschädigungsfrage für die von Deutschland zu räumenden Gebiete, scheint der Papst hier den Franzosen und Engländern zu einem Entgegenkommen zu raten, indem er sie auf die „ungeheuren Vorteile eines dauerhaften Friedens nnt Abrüstung" hinweist! So hat der kluge Nachfolger Petri geschickt die Handhaben verteilt, die jeder der beiden Mächtegruppen helfen könnten. Aus dem umrötigen Blutvergießen soll nach seiner Anweisung ein Rängen der diplomatischen und staatsmännischen Fähigkeiten werden. Könnten wir hoffen, daß deutsche Staatsmänner von Rung und Fähigkeiten am Werke sein werden, so wäre es nicht ausgeschlossen, daß die Ereignisse der abgelaufenen Woche uns der beftiedigendcn Lösung der Friedensfrage einen Schritt näher führen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 17. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Ein unter, der,zweite Großkampftag derFlaüdern - sch lacht, ist zu unsercn Gunsten entschieden. Dank der Tapferkeit aller Waffen, dank der nie versagenden Angriffskraft unserer unvergleichlichen deutschen Infanterie. Nach einstrindigem TrÄrmnelseuer brach am Morgen de§ 16. August die Blüte des englischen Heeres auf dem nördlichen Flügel, begleitet von französischen Kräften, tiefgestaffelt zum Angriff an. Auf 36 Kilometer Front von der Pser bis zur Lys tobte tagsüber die Schlacht. Der an dem Mr-Kanal bei Drie-Grachten vorgeschobene Posten wurde überrascht: der Feind erkämpfte sich auch das nördlich und östlich rwn Birsthoote von unseren Sicherungen schrittweise mrsgegebene Borftld der Kampfstellung am Martje-Vaart. Die Engländer durchstießen bei Langemarck unsere Linien und drängten. Verstärkungen nachschievend. bis Poel- kapellc vor. Hier traf sie der Gegenangriff unserer Kampsreserven. In unwiderstehlichem Ansturm wurden bhc vorderen Teile des Feindes überwältigt, seine hinteren Staffeln zurückgeworfen. Am Abend war nach zähem Ringen auch Langemarck und unsere verlorene Stellung wieder in unserer Hand. Auch bei St. Julien und au zahlreichen Stellen weiter südlich bis nach Warnewn drang der Gegner, dessen zerschlagene Angriffstruppcn durch immer neue Kräfte ergänzt wurden, in unsere Kampfzone ein. Die Infanterie hielt den gewaltigen Sturm überall auf und warf den Feind unter enger Mitwirkung der Artillerie und Flieger wieder zurück. An den von Muckers und Menin auf Ypern fichren- den Straßen drangen sie vis über unsere alte Stel -> l u n g h i n a u § i n e r fo l g r e i ch e m A n g r i f f v o r. In allen anderen Abschnitten des weiten Schlachtfeldes brach der englische Ansturm vor unseren H i n- dernissenzusammen. Trotz schwerster Opfer haben die Engländer nichts erreicht! Wirhaben in der Abwehr einen vollen Sieg errungen. Unerschüttert in gehobener Stellung stcht unsere Front zu neuen Kämpfen bereit! . * Im Artois griffen die Engländer gegen Mend bei Loos wiederum heftig an: örtliche Einbrüche wurden durch kraftvolle Gegenstöße wettgemacht. St. Quentin lag weiter unter ftanzösischem Feuer: der D^chstuhl der Kathedrale ist eingestürzt, das Innere des historischen Bauwerkes ausgebrannt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Arsnc scheiterten Teilangnffe der Franzosen östlich von Eerny. Bei Verdun entwickelte sich die Artillerieschlacht nachmittags wieder zu höchster Stärke: der Feind griff bisher nicht an. Auf dem Ostufer der Maas brachen krnnpsbewährte badische Regimenter überraschen- in den Courrirrewald vor, zerstörten feindtu^ Angriffsarbeiten und kchrten mit mehr als 600 Gefangenen von drei französischen Divisionen zurück. * 16 feindliche Flugzeuge wurden abqeschossen: Rittmeister Freiherr von Richtyofen hat den 58., Oberlerttnant Dostler den 25. Luftsieg davongetragen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine größeren Kanrpfhandlungen: vielfach auflebende Artillerietätigkeit und Vorfeldgefechte. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. Nördlich von Holda an der Bystriza und südlich des Trotus-Tales spielten sich für rms erfolgreiche Teilkämpfe ab. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Rumänisch-russische Vorstöße nördlich von Focsany und am rmteren Sereth schlugen verlustreich fehl. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalguarttermeister Ludendorff. Der Abendbcricht. Berlin, 17. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern und bei Verdun nur Artillerie- kampf in wechselnder Stärke. In St.Quentin stehen die Häuser in nächster Umgebung der .Kathedrale noch in Brand. Die anhaltende Be schießimg durch die Franzosen erweitert den Feuerherd. Fm Osten nichts Bestinderes. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 17. Aug. (WTB. NichtanttliM Amtlich wird vrrlanwart: In Rumänien keine Aenderung Die Gesa mtbeut« seit Beginn der Kümpfe iwrdlich 0 Sl? ’U ^trügt 200 gefangene Offiziere, über 11000 Mann. 118 Maschmengewehre und 35 Geschütze , , ^udlich twn Grozesci warfen Honvedtmvpen >md k. und k. .Kavallerie zu Futz den Feind in schneidigen Angriffen weiter zuruck. Es wurden hierbei 45 Offiziere 1600 Mm««. 18 Maschinengeniehre und 1 Geschütz eingebracht Die 8.K-amva»nie des Trenczener Sanveü-RcgimentS Nr. 15 fichrtr allem 600 Gefangene al>. Auf der Sähe nördlich von Holda an der Bistritza schlugen Abteilungen des Szegeder Honved-RegimentS Nr. 302 nn angre, enües rufusches Bataillon in di« Flucht, wobei viel Kriegsgerat m imsere Hände siel. Italienischer und Balkan-Kriegsschauplatz Unverändert. Der Ehef des Generalstabes. Der ;»»eite siegreiche Zchlachttag im Westen Berlin, 17. Ang. (MTB. Nichtamtlich.) Der zweite Tag der (^itcnttlcfrenfiDe im Westeir endete mit einem vollen de u l- idqen Sieg. In Flandern, nw der Hauptstoß geplant war, tarn es m einem katastrophalen Zusammenbruch des e nsVr /chen Angriffs. Auch in der zweiten Schlacht um die MvM LAe U-Bvatsbasis blieben die deutschen Waffen, siegreich. Bei dreser Schlack! setzten die Engländer, von den Franzosen unter- MÜLL, die ganze fövaft ihres arrfgehäusten Menschen und Kricgs- iirrtteLnaterials ein, dessen Ueberlegen heit sie selbst nicht genug: rÄhmiün können. Bei dieser zweiten flandrischen Niederlage können ye Engländer nidjt, wie bei der ersten, die ungünstige Witterung als Entschackdrgung anführen, demr am Nachmittage ides 16. AnMst, wo sie die schwersten Schläge erlitten, strahlte heir«Sonne mn blauen Himmel. Die Schlacht spielte sich in ;n« Vhaien ab. In der ersten vermochten die tiesgegliederveil englischen Angriffswellen icber die zerschossenen deutschen Stel- lungen vorzzrdringen imd die langsam znrückweichetlden deutscher- 'Polttnrnngen ntck Sicherungen vor sich herzntteiben. Beiderseits der Bahn Bvesinghe-Staden gelang es ihnen, über den Steen- etwa einen Kilometer tief ernzudringen und iudtich der Balm bis nach Poeleapelle vorznstvßen. slümmel/r aber ^ € ut t ^ c Gegenangriff ein, dessen überlegene! Wuch t ledeni werteren Bordringen Halt gebot Nach hin und beaooqendem Kampf verwandelte sich der engliscke Angriff mehr unt> mehr in eine immer raschere rückläufige Betvecpmg, und bis aegm Mittag war von den Deutschen eine''Lime ltalbwegs Poelcapelle und üangemavck erreicht. Vergeblich warfen die Engländer im mer wieder Truppen in den Kampf. Vergeblich jagten sie vom Blanchoart-See bis an die Lya aus Tausenden von Rohren, toas diese nur hergeben konnten. Die rimliW In saniere iwurde von einer Stellung'zur anderen zurück- ^rdruckt. Aur ipätan Nachmittag toaren die alten Stellungen von den Deutschen wieder erreicht. Nur in einem beschränkten Ein- vruchsbogen bei Langemarck und internem Graberrrest bei St. In- vermochten sich die englischen Angriffsttuppen iwck- zu halten. mn lelbst die hereinbrechende Dämmerimg lrrach:e den deut- >chen Gegenangriff nicht zum Stehen. Währen) Artillerie unb» Engländern schwerste Verbsitt zufügteu. stieß die .^nfLnterre erneut vor. warf die Engländer über ftea Steenbach zurÄ ck, säüberte die Engländernester bei rj nhat und nahm San gern erd wieder Mit Au^- mchmtk t*Ät BorsiDstellungen nordöstlich Mxfchvvte, die bet er- n«r1>en englischen^ Angriffen in der Nacht verloren gingen, ist die qeteame ößr deutsche StEuwg wieder in deutschem Besitz. Südlich Pt. aber, wo die Engländer aus der ganzen Linie bis in iprc von Oost»Perne mehr oder weniger lief in die lddutMui Linien ein^drmtgen waren, wurden nicht nur die alten Stellungen wieder erreicht, sondern darüber hinaus die Engländer Wetter und Wetter zurückgetrieben, bis am Abend des Tages der Chaussee von Freezenbery und an den Waldstücken süd- Wefthoef die ehemalige Linie mim 31. Juli erkämpft 'E die englischen Verluste sind außerordentlich schwer Mner der gewaltigsten Großkampftage an der flandrischen Mfte hat Uermtt ernen für die deutschen Waffen fiegreidnm ?lbschluß mtmtoert. Zu danken ist dieser Erfolg neben >cr zielbmußtm Führung vor allem deni ungeheuren S d] ln n n g sowie der 2 a hen .l n g rifsskraft unserer ir n v r r g l c i ch l i ck e'n Infanterie. die auch an diesem Tage wieder durd) die Arlille- r Jf. _ J ^ rc 9 en Hilsswassen hervorragend unterstützt wurde imv ihre llwerlegenheit Wer die englische Infanterie auis neutt oewreS. or Ä. Zaudern, brach auch rm Artois der englische tngrrN völlig zusamitren. Trotzdem die Engländer mebrnials Äs in die Nackt Innern frische Kräfte vorfübcten, gelang es ihnen wie« erum rttcht, über bm Feldweg Hnlluch—Lens vorzndringen. der Arsnefront konnten sich die Franzosen am 16. Aua. Juristen au Waffen. Einige -Kompagnien, dteöstlrch der Hnrtebye Ferme euren überraschercken Angrift ver- mchtm, wurden zusammengeschrLsen. Der französische Gewinn ans ixm Kämpfen des 15. August deschränll sich ans 300 Meter des vordersten Graben östlich Cerrry. j?? Berdunfronl ist der Angriff noch nicht losge- DreAEerrescAacht Mt mit äußerster Stärke werter. Erkundun^vorWha dre französische Wellungen gegen den Toten M«rn nick Fosse-Wald versuchten, scheiterten Dagegen gelang deutschen sturnrtruppcn um 6 Uhr abercks der im Heeresbericht üemeldete^ Borstvtz rm EauriereEttlde, der bis über die dritte ' ranzbf p che --inie vordrang. Unter den 600 Gefangenen befinden nch Mhlrecche Offtziere. Der Rest der Besatzung ergriff die Flucht Osten verbluteten an der Moldaufrmtt an zahlreichen .ZEen rusftsch-rnmMTffche Gegenangriffe in Unserem Feiver. Der Angrrft der Verbündeten aber blieb südlich des Drotns-Tales im ^'vrtschrerten icnd erkämpfte Wüschen Gronesrei icnd der Glas« 'aorck dei7 Austritt ans dem WaLde. 20 Offiziere, 1600 Mann ein Gcfdmtz und 18 Maschinengewehre ftelen den Siegern als Beute zu. In Mazedonien flog am Eernabvgen ein großes Munitionslager der Allnerten rn die Luft. Flugwesen: Unsere Weyer belosten heute nacht und am Morgen feindliche Baracken und Lager nordüch und östlich des Waldes von HottchuLet sowie den Bahnhof Lichterveld ausgiebig mit Bomben. Bei unserem Angriff im Abschnitt von AilleS und Hurtebife bvgletteten unsere Flieger, die bei schlechtem, Wetter keine Bedenknr trugen, sehr niedrig zu stiegen, unsere Iftfantene auf chrem Vormarsch mck beschossen ans geringer Höhe feindliche Unterstände und Reserven mit Maschttrellgewehven. Vorn 16. August, abends Belgien wurde unser Angriff erfolgreich fortae'e!^ Im »^mse >des Tages brach unsere dem Gegner überlegene Jnfatnterro fernen Widerstand westlid) von Steenbeck und benräck)ttglr. ,, in- Dent sie nach Osten die Berbttckunq mit den britischen Truppen cr- w ac...enl , m ‘ >eTf Morgenstunden die ganze deutsche ?)pernb-ogen-Front tronnnelsenerartig belcriten. Fin Ansch'usse daran tunter- nayni der Feind einen starken Angriff bei Üangemarck, rvo er drcht südlich der Bahn über den Steettbach vorzndringen vermochte. Alsbald entwickelte fich^ lurfer Gegenstoß beider- fettster Bahn mit dem Erfolge, daß wir das ganze Oftufer ^teetrbaches restlos ,nieder in unfere Hand bekcrnten Gletchzetttg nttt dem englischen Vorstoß bei Langemarck unternotnmene Atrgriffe an andereti Druckstellen des Bpern oogens warert ^latt abgewiesen worden, c - 3-1 Edlicheu Ärndabschuitte blieb auch heute das lenwlrchc Erungsfeuer unverntindert lehrhaft. ÜLÄcklich der Grenze des Ueberschwemmungsgebietes bei St. Forts lttachte eine eigene Patrouille Geftmgene ein. Im Abschnitte ÄUychen dem ^Blankaart-Soe und Hwllebeöe steigerte sich das Feuer aus einzelne unserer SIÄlungen zrettweilia m Dwmn^feuer anderwärts beschoß der Feind die s Jcacr>t chmdurchj vi^le unserer Infanterie- Und Batteriestellun- gen nnt schwerstem Kaliber. Anschließend zw sichen Westhoek l }- otra ^ c nac & Meenen borgehrnrde feindliche Infan- terrestohe wurden überall abgeschlagen. Seit heute früh rst dre feindliche Dätigkett bei starten Gewitter- und Land vorübergehend abgeflaut. In den südlichen Ab- schnrtten brs tz-rr Deule hin führt der Feind fort, das Gelände abzustteuen, wobei er Gasgranaten unter die übrige ^Nuni- tton mischt. Bei trotz der Witterutrg regster beiderschtiq^r Flregertättgkett verlor der Feind 111 Fiug^ge turd tfter Fe sse lb a llot ts. W. Scheuermann, KrieKsberichterstatter. Der Zriedenrvorschlaq des Papstes. Kopenhagen 17. August. (WTB. Nichtamtlich.) „Natwnal Tidendc" 'chreibt: Der F r r e d e n s v o r ichl a a w,ro m Amerika, Italien, Frank- u rir J?* n J! ( l lt P ' charf zurückgewiesen. Man befchuldigt den Papst, rm Aufträge Deusichlands und Oester- reich-Ungarns zu handeln. ES kann ganz gewiß begründet em, Wwln an em Zusammengehen zwischen dem Vatikan und gedacht ward, aber uns dünkt, daß der Vorschlag des Papstes nicht das Gepräge der Einseitigkeit hat, so^h er auch wohl als Grimdlage für Friedensverhandlungen di^ konnte, wenn die englischen Staatsleiter riicht nach wie vor ent,chlossen waren, den Krieg fortzusetzen in der Er- Wartung, daß die Mittelmachte doch, zuletzt im Kanrpf qeqen die große Koalition unterliegen müssen. Aeutzerungen der deutschen Preffe. üi.rfw I r!, , j l 'r« 18 ' %8 - A" Bespoechrng der FriedenSnote des Papstes sagt Germania, indem sre an die FBwnnrf» Awoehrsptacht in i;iand«n ankmtvst^ Der errrrchcn. uns gegen intim, Wllen Mw dem eroberten Newet beransnünangen. Wlü er diesen Boden nnü^ f 1 ™' kwm iws mcht durch.Fmchetznn« des StXsÄs loitöcrrt nur btrab Beschreiben des Friedensweges erreicht werdet aus den oer heilwe Bawr die kann^euden Parteien soeben wieder E bewnderrm Nvchdruch,verwi«sen hat. Mch^üper^uO jSj!? ^^u-ze nder naoer ÄUY in ht^em Sinne die beste llnttr- Eu^mg der vatckamschen Vorschläge darsttklt. dft man sich denken . Leitung nrefttt, wenn der Friedens- vvrfch.lag des Paostts bei den übrigen .Kriegführenden eme Aus- ^ ^Ellickung des WettgreichgemuhL^ hett^^En^ n ^ für die Mcmsch- . Berl. Morgenpvst saUL: Wir sehen Lernen Grund au* ^ x ^ Zermrttkmasvorschläg des Papstes ablehn^ftllE Me^mrg^ ^ '^ ai *** frawm vernünftigen Grmck bek ^ B erNner Neuesten Nachrichten geben das Ur- ^ Ergebt ich und tm nwftlich, das ist ün iere deutsche VLnUunrt oi «?' -^ rt u - a - wrs: Die Erklärung der Wln Va^der ÄrM letzt nicht in seiner Eigenschaft als Ober- lMnpt der katholrschen Kcrche, sondern als der neittralste Souverän Macht handle, findet rn den Vfs tEtchen Schreckens keine Stütze. Wenn sich deft^wü hter mebwchr als der Vater aller Zeichnet und sich auf dftÄ^ vvtl Ehrrsto übertr^ene höchst geistliche Würde bmtff ^ Ä Wigehongen brr evmrgxlischm Kirche Einsw^ch Lie Tägl. Rdsch schlregt ihre Ausführungen cku rrbrr ( 3 T- *sS 2 i 011 ^ ^ ***% Maß am 16. August ctrte ümfaaer ©rdjertmr^trimitlot rem ber fernem Wrcklen und Wünschen, aber gerade darum kann ^ >ur uns gefährlicher werden, wenn der Papst letzt ein Werk anfatzt, das den nnsauberen Fingern eines Wilson entglitten ist. Der Eindruck in Italien. Bern, 17. Arvg. (WTB. Nichtamtlich .T^sservadore .Nomawo erklärt, die Papstnote ha.be bei den: italie- n t s ch en Volk einen tiefen und frendiaen Ein- druck gemacht. Englische Presseftimmen. Amsterdam, 16. Aug. (WTB.) Das Reutersche Bureau verbrettet die folgeuden englischenBlätterstim- nt e n zur Friedensnote des Pap st es: Der „Da i l y T e l e g r a p h" schreibt, in der Note werde zum ersten Male von anerkarrnter diplomattscher Seite ein ins einzelne gehender Friedensvorschlag gemacht. Dcckurch wurde eine neue Lage geschaffen. Die Note verdierre Aus- merrsamkett, sei aber durchaus keine geeignete Grirndlage für Friedensverhandlungen. Die „Times" sagt, der Papst schlage einen Vergleich vor, dm die Alliierten zurückweisen müßten. Es gehe nicht an, daß dre Unschuldigen und die Schuldigett auf eine Stufe gestellt wurden. ^ J^ roiticre// schreibt, der Papst übersehe, dan dre Abschaffung des Krieges nicht nur von Abmacl-ungen abhange, sondern auch von der Einhaltung von Abmachum gen. Könne aber jemand glauben, daß die Autokratie in Potsdam sich daran halten würde? t^ 'iP 3 a s ^ e *v s" erklärt, bic Note sei ein ziemlich Switches, wehklagendes Dokument, dessen Mäßigung, io merkwürdigen Gegensatz zu manchen hochgeschraubten Ansprüchen bilde, die geltend gemacht würden Lloyd George über die Lage Englands. London, 17. Aug. (WTB.) Meldung des Reittesichen Bu- 11 vterha u s e bat Jones Lloyd George, ebnen tt^erbltck über dre Kriegslage zu geben. Kennedy betmttc ^?^bstdrgkeit, die Blockade zu verschärfen und die ZWck- trcht auf die Neutralen, die sie bisher schwach und unwirksam gemacht ^bc, aufzugebet, und eine Stellung cünzunehmem die mehr mtt den Tasiachen in Uebereinstimmnng stehe, daß der Kttm letzt ern .Kampf bis zum Ende sein müsse. Lloyd George er- wrderte: Dre L^rhälttrsise haben sich seit Beginn des Jahves er- beblrch gebenett. Die Weizen Vorräte haben im Vergleich zrrrn tk^ten >'fahre um zwcn Mttlionen Quarters zugenommen, die Vorräte an Hafer und Gerste srnd ebenfalls gesftegen. Bei dem Brot verbrauch erzteltt man eine betrachttiche Esiparnis. Die stärkere Ausmahlung und die sparsame Mrsichaft mtt dLahrungsmitteln Irrrrr^ ^^lxrrms von 7000 Quatters wöchentlich herbei. Eine MMton Acres wurden noch mehr bebaut. Es sei alle Aussicht vor^ banden,, daß nach der Ernte die Nalyruttgsmittelverhälftrsise durch aus beftredtgenv sem würden^ Die Zuckervorräte seien ebenfalls ctesttegen Alles für die Ertrte Erforderliche würde zur Verfügung stehen Bei vernünftiger Wirtschaft bestehe keine Gefahr, daß die Bevölkerung unserer Insel aus- b e J u al aert werden könnt e. Bezüglich der Schiffsfrage tagte Lloyds George, die Deutschen haben behauptet, der durch schnrttlrche Nettoverlust pro Monat an britischer Tonnage bettage fett dem ^Begtnn des uneingeschränkten Unterseebvotkvieges rm rttbrnar o00 000 Totmen. Die richtige Zahl sei 250 000, imh meTrn ^gegenwärtige Besserung an hatte, würde her Nettoverluß für den August ,175 000 Tonnen bettagen. Me Schiffahtt sei so reorganrsiert daß trotz der geringeren Tonnage eine größmft Tow- nenzahl befördert werden würde. Die neue 1916 gebaute Tonnage bettagc -?.)8 000 Tonnen. Für die erste Hälkte des Jahres 1917 JÄn'V 80 000 tL ? i>rtuen mtd^M das gan^e Jahr würde sie ^2;g^^Außer umfangreichen Mnrmeneu. bauten. Ich glaube, schloß Lloyd George, unsere Schifftrverluftr werden gerrnger werden und der Schiffbau wird sich steigern. Mir der amertkansicheu Tonnage werden wir genügend Tonnage für das ganze Jahr 1918 und wenn nötig für 1919 haben Amerikanische Anleihen. W a sh ing tr» n, 17. Ang. (WW. Nichtamtlich.) teer- lneldung. Die Vereftttgten Läaaten haben Italien eine Anleihe vom 40 Millionen Dollar und Belgien eine solckft von 5900000 Dollar gervährt. Die Ernteausfichten in Amerika. Bern, 17. Aug. (WTB.) Die „Morning Poft" meldet airs ?rew Bork: Die amtliche rchätzllng der Weizenernte tst äußerst enttäuschend. Die Ernte werde, sofern sittf die gegenrvärttge Schätzung bewahrheite, 392 Mllionen BushelS hinter 1915 und 153 Millionen hinter dem fünfjährigen Mrrchschnitt zurückbleiben. Dagegen verspreche die Maisernte die größte bisher gewesene zu werden, während die .Haferernte nur durch das Ergebnis van 191b über troffen werden werde. Die Kartoffelernte werde atrf 180 Millionen Bnshels über 1916 und auf 40 Millionen mehr als die höchst dagewesene veranschlagt. Wechsel aus dem ungarischen Minifterpofte». Budapest, 17. Aug. (WTB. Nichtanttl.) Nach Mittev- Meldungen ist Graf Moritz Esterhazy, dessen Gesirndheit erschüttert rst, amtsmüde. Graf Esterhazy hat schon am Anfang dieses Monats dem Kasier die Bitte irrtterbreitet, sich von seinen (tzesttfästen zurückziehen zu dürfen, dock- wurde ihm die Bitte nicht beivilligt, ihm vielmehr nahegetegt, zur Er- holutig ferner angegriffenen Gesundheit einen längeren Urlaub ju nehnieir. Indessen haben sich die SckMierigkeiten. auf dre Mneist die Amtsmüdigkett des Mnnsderpräsidentkn zurückMführen sit, durch dieses Auskunstsmittel nicht be. heben lassen, und so dürfte dann die Ernennung des netten Mrnrsterpräsidenten in kurzer Zeit gewärtig sein, der unter Beide halturrg des aegenwärttgen Kabinetts und seines Pro- gratnnis die Waylrechtsresortn verwirklichen wird. Die Wahlrechtsrefornt »vrrd etttweder mit Hilfe eines Teils der Trsza-Partei verwirklicht werden, oder für den Fall, daß )as nrcht gelingen sollte, würden Neuwahlen stattstnden doch wird zu dresen nur im äußersten Notfälle gegriffen werden. Unter den verschiedenen Kandidaturen für'den Ministerpräsidentenposten gill die Bettauurrg des Grafen Julrus Andrassy als die ivahrscheiulichstL §erkrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 17. Aug. (Amtlich.) Neue U-Boots-Erfolge auf^dem nördlichen Kriegsschauplatz: 5 Dampfer. 1 Segler, 1 Fischerfahrzeug, darunter ein unbekannter, be wpjfneter englischer Frack)tdanlpser von inindestens 55ül Tonnen, der englische Dampfer Talisman und der englisck>e Segler Alcyone, beide mit Kohlenladung, ein uirbekannter. bewaffneter französischer Frachtdampfer und das französische Fsicherfahrzeug Rens Marthe. Ein nnbekatrnter, tielgelade ner englischer Dampfer ist aus Geleitszug herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein Angriff auf feindliche Kreuzer in der Nordsee gcaxeta? n*rr>, fest deS «mMthen cnrf fefcttbGad^c ÄveUKer tatb Zsrflösver Und griff sie an. Der Feind, der in starker Uedernracht wa.r, drehte in unserem gutliegenden Feuer ad und entzog sich dem Gefecht mit größter Eile. Wir hatten Line Verluste. Der Chef des Admiral stabe S der Marine. Lur dem Reiche. Wechsel im Kriegsamt BcvHn, 17. Aug. (VWB. Mntlich) Durch Allerhöchste Kadinettsordre vom 16. August ist ^der Chef des Kriegsamtes Generalleutnant Grüner unter Berteihnrng des Noten Adlewrdnes zweiter Masse mtt der königlichen .Krone und Schwertern zum Divisionskommandeur und Gene- ramlaior Scheuch zum Chef des KriegSamtes ernamrt i worden. Generalleutnant Grüner hat die Organisation des ^riegsamtes durchgeführt nird Grundsätze für dessen Tätigkeit ausgestellt. Da zur oinheitlicheu Durchsührmrg der V-vlls- ernährung ein Dell der dein Kriegsamt zitgewiesenen Geriete jetzt an das Kriegsernährung s am t übergeht und weitere Einschränkungen des Dvenstdereichs des üriegs- ntos angestrebt inerden., so ist Generallmtnant Grüner in ne andere Dienststellung bericssn worden * Berlin, 17. Aug. (MTB.) Die nächste Sitzung des . eick^Shaush alts aus schuf s es ffndet am Dienstag, den 21. August, nachmittags statt. Arrs St«dt unb Cattd. Nifftc n, 18. August 1917. Lebensmittelmarke«. Für die Zeit vom 20. bis 26. August 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 34. Woche, gülttg vom 20. 8. - 26. 8. 1917 Butternrarken, „ 34. „ . „ 20. 8. - 26. 8. „ Fleifchmarken , 34. „ „ , 30. 8. - 26. 8. „ Kartoffelmarken , 34. „ ^ 20. 8. - 26. 8. .. Zuckermarken Ar 30 — 32 gültig bis 31. August 1917. Seisenmarken für den Monat August Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marten kein Ersatz gewährt. Neuanmelbnuge« und Anmeldung von Neugeborenen haben u«nmehr unter Borlage der nötige« Ausweise aus dem LebeuSmtttelamt zn erfolge«. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen si»d in den zuständigen Bezirken anzumeldcn. Geschästsstunden des Stadt. Lebeusmittelamtcs von 9—12 Uhr vorm.» 2—4 Uhr nachm. MarlenauSgabe für Urlauber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. Die Regelung der Zentralheizung. Asm Kriegsamt sind für die ynx HeiUmgsbeschränkmi g in Aussicht genommenen behördlichen Maßnahmen folgende Grundsätze auf* g-estelV: worden: 1. Es gilt als Regel, daß jn Wohngebäuden mindestens zwei und höchstens die Hälfte der mit Herzvorrichtungen versehenen bewohnten Räume bechert werden. Die Küche gilt als bewohnter 2. Bergungen dürfen mrr in B etrie b genommen werden, tvenn an wenigstens vier raffenrandersolgenden Tagen nach den Feststellungen des öffentlichen Wetterdienstes die Außentemperatur abends 9 llhr 18 Grad Celsius oder weniger beträgt, oder wenn die Anßen- temperrrttrr ans 5 Grad Celsius gefallen ist. 3. Die Heizung muß raffgehobon werden, rvenn an wenigstens -'cte anfemMcherfolgenden Dagen die Außen temperattrr abends 9 Uhr 12 Grad Celsius übersch-eitet. 4 Die Rramttemperatur, gemessen in der- Mitte des Raumes, braucht von oormittiLgs 9 Uhr bis abends 9 Uhr in Wohn räumen und Buresus nicht mehr als 18 Grad CÄftns zn betragen 5. In Schallen. Verkaufsräumen, Bersanrmlungssälen, Berga ügun-gsftätten, Hotels nnd Gastwirtschaften müssen die Heiz vor- lichtungQl bei Erreichung einer Jvnentencherattrr vckn 16 c^rad Celsius, in Treppenhäusern, Korridoren, Hallen in Hotels bei 5 Grad Celsius außer Betrieb gesetzt werdcn 6. In Fabrikbetrieben braucht, soferic die Art der Fabrikation mäst andere Raumtemperaturen erfordert, die durchschnittliche Rartmtemperattir, in 1,5 Meter Höhe über dein Fußboden gemessen, 15 Grad Celsius rächt zu überschreiten. 7. Kvcmbmhäuser intb Erholungsstätten, die unter berufsärzt- llcher Aussicht stehen, Aeiben bis auf weiteres von den Vorschriften 1—6 unberührt. 8. Es dürfen nicht geheizt werden Kirchen, Museen. Ausstel- lirngshallen, Turnlxillen. Aulen. Ausnahmen bedürfen besonderer ' ^ervehmigrttlg durch den Heizbetrieb. 9. In allen beheizten Räumen sind obere Ablufföffnungen e>"- sMreßlrch verstellbarer Glaslustllappen dauernd dicht abznschließen.. 10. Künstliche Lüftungsanlügen dürfen nur bei Allstentenrpera- tur von über 5 Grad Celsius betrieben werden. 11. Bestehen in einzelnen Verwaltungsbezirken mehrere Schulgebäude, die in der täglichen Benutzungszeit nicht voll ausgenutzt find, so sott deren Zusammenlegung verfügt werden. kDas ist in Gießen bereits geschehen.) 12 Zentrale Warmwosser - Bereitungsanlagen, die ohne Benutzung von Abwärme arbeiten, dürfen wöchentlich nur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen oder täglich nur wenige Stunden betrieben werden. In Hotels sind sie ganz zn schließen. Badeanstalten zur öffentlichen Benutzung:, Schul- und Fabrikbäder und Krankenanstalten sowie Erholungsheime unter berufsärztlicher Aufsicht bleiben von dieser Vorschrift unberührt. In Wiesbaden findet beute eine Verfautmlung von Fachmännern statt, in der diese Vorschriften, die hoffentlich noch einer gründlichen Revision unterzogen werden, beraten werden. ** Einschränkung des Gasverbrauchs. Um den ungestörten Betrieb der Gasanstalten sicher zu stellen, hat der Reichsbinrmffsar für Elektrizität und Gas rine Reihe von Be- i'inrmungen erlassen, die in unserem heutigen Anzeigenteile veröffentlicht find, yhußerdem sind die besonderen Ortsvorschrrftenj üekarrnt gegeben, wonach den Abnehmern nur ein Rdonatsgas-- verbrauch von 80 Pr»G. bf& BerdvamW im letzten Jahve fl. Aug. 1916 bis 31 Juli 1917) zjugesbmden wird. Für allen trotzdem eingetretenen RÜehrverbraNch rst seitens der Abnehmer ein Ausgjeld von 50 Mennig für das Kubikmeter zu bezahlen nnd zwar vott dem Tage ab, an dem die Vdffserausivahme für den Augustverbrauch stattfand. In besonderer Fällen kann der Reichskommissar den Aufpreis erhöhen. Das Aufgeld von 50 Pfennig für das Kubikmeter wird nicht berechnet, sofern der Mdnatsverbrauch nicht mdhr als 40 Kubikmeter beträgt. Näheres siehe im Anzeigenteil. * ** AusZeichnung. Füsilier Otto Weil* erhielt die Hessische Tapferkeilsmedaille. ** Entwendet wurde am 15. Lhug. in unserer Stadt ein Photographischer Apparat Marke „Ernemann", Modell „Haeg I", 6,5x9 mit Detektiv-Aplanat. Um sachdienliche Mrt- teilnm7 ersucht die hiesige Kriminalpolizei. ** Lichtspielhaus lBohnhvfftmße 34). Vom 18 bis 20. August hat Leon Pains in der großen .K r inrinaltragödie in 4 Akten „Ki s m et" die Hraipttvlle. Eine würdige Partnerin findet er in Rtartha Novelli. Für den Humor wird durch ein glänzendes Studenten-Lustspiel ..Der Konkneipant" gesorgt, das von Dr. R. Pettegg inszeniert ist. In den Hauptrollen sind beschäftigt: Else EckerSberger, Helene Dost mrd Artur Schröder Das Programm rvird unterstützt durch die beliebte .Küustlerkapelle. ** S d'j wa r z-W ei ß/-Thea 1 c r, Selterswvg 81. Erich Kaiser Titz, der vornehme Filmkünstler, >virkt ab 18. bis einschließlich 20. Aug. in denr Detektivschauspvel in 4 Ulkten „Die verschleierte Dame", als Detektiv Engelbert Tox. As zweites Stück rst das 3aktii?p' Liebes- und Lebensdrcnna aus der Gesellschaft „Vergeltung" vorgesehe!!. Neuestes von den Klnegsschcmplätzen und ein reichhaltiges Beiprogramm vervollständigen den gntgewählten Spielplan. ** Im Hotel Fürst enho f^ Gießen, findet Samstag und und Sonntag Konzert im Kaffee statt. Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr ein .KünUer-KvMert im großen Saal. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. * Utphe, 18. Aug Mtusketre!' Otto Philippi, der in einem Infanterie-Regi ment kämpfte, starb in Flandern den Heldentod. Sein Bruder Karl, der Lehrer in Gedern Niar, ftel am 2. November 1915 in Serbien. Die Teilnahme an.denr ichweren Verluste ist allgemein, nni so mehr, da die Ettern jetzt kinderlos sind. Kreis Lauteebach. § Bermutshain, 17. Alug. Heute morgen gegen 10 Uhr landete ein von nordnrärts kommender Flieger hier unweit des Ortes an der Straße zum Bahnhof. Nachi etwa viertelstündiger^ Landung flog er dieselbe Strecke wieder zurück. e. Schlitz, 17. Aug. Die hiesige Spar- und Leihkasse für den Amtsgerichtsbezirk ScUitz hat aus den UÜberschüssen des Jahres 1916 zugunsten der im Lehr er heim brr Schotten untergebrach- ttm heimatlosen Urlauber den Betrag von 50 Mark bc- willigt Kreis Schotten. e. Schotten, 17. 9lug. Durch einen Minensplitter lvurde der 28 Jahre alte Landsturmmann Georg Döll auf dem Felde der Ehre tödlich getroffen. — Der Wehrmann August N ü h l wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. e. Breungeshain, 17. Aug. Der 33jährige verheiratete Landsturmmann Heinrich Läufer ttarb den Heldentod fürs Vaterland. Auf dem Wege zum Verbandsplatz er rille ilm der Tod. 8 Her chen Hain, 17. Aug. Zwei wettere Opfer hat die Ruhr von hier abverlangt: Eür Knabe von sechs, und ein Mädchen von 23V 2 Jahren. Es sind somit mm 11 Opfer der Kranllieit hrngogeben worden. Kreis Friedberg. --- Vilbel, 18. Aug. Jüfolge der zunehmenden L^»ens- mittelknappheit erhalten die Ziegenbesitzer fkim* Butter mehr und die Mil ckchezugsbereästigten nur noch zwei Drittel der bisher gelieferten Menge. — Wegen Unzuverlässigkeit im Handel wurde die Bäckerei von Julius Strauß, Frankfurter Straße 141, polizeilich bis zum 15. Oktober geschlossen. Kreis Friedberg. = Ans der mittleren Wetteran, 17. Aug^ War der Vorsommer eine Zett günstiger Erntewitternng für den Bauersmann, so inuß von der heurigen Zeit das Gegenteil behauptet werden. Nun srnd es schon über zwei Wochen her, daß, das schlechte Wetter einsetzte. Infolge der Trockenheit war wohl eine gewissv Futterknappheit eingetreten, doch besteht jetzt die Gefahr, daß die Frucht Schaden erleidet. Ja, stellenweise ist der Schaden schon da, denn auf manchen Haiffeai sind die Aiehren beretts fingerlang gewachsen. Besonders stark sieht man das Wachsen bei Weizen und Hafer. Da hat denn der Landmcum eben viel 9Lrbett, denn sobald die 'Sonne durch die Wolken blickt, tvettvn die Fruchchaufen auseinandergestellt, damit sie trocknen. Trübt sich dann der Hrm- me(, so werden die Garben nneder zustrnrmeng-stellt. Bei diesen Arbeiten gehen sehr viele Körner verloren. Den Kartoffeln, den die Regenmengen der ersten Zeit sehr zustatten kamen, ist jeder weiterer M-^derschlag schMich, da der Boden unter den starkgewachsenen Kartoffelstauden nicht mehr zum Trocknen koimnt und dtt' Kartoffelknollen leicht tti Fäulnis übergehen. Es wäre jammerschade, denn die Kartoffelernte war verheißungsvoll. Die ungünstige Witterung benutzt der Bauersmann zum Ausmachen der Frühkartoffeln, die eben auf den Stationen waggonweffe verladen nwrden. Ebenso wird die Zeit benutzt, um das Frühobst zu: brechen. Sehr gute Erttäge liefern die Frühbirnen. Nur erscheint der Preis als viel zu hoch. Wenn der Erzeugerpreis für Aepfel hier schon 25 Mennig ausmacht, was müssen denn die Leute in der i-otadt bezahlen, die das Obst pfundweise kaufen? meinen die Landleute. Hoffentlich ttitt bald bessere Erntetvttteruug ein, die im Interesse der Bolksernährung sehr erwünsäft ist. Starkenburg und Nheinhessen. = Mainz, 17. Aug. Eine Feuersbruinst, deren Schein weithin den Himmel rötete und deshall zu den wildesten Gerüchten Veranlassung bot, äscherte ran 1 Donnerstag abend einen großen nüt Vorräten gefüllten Lagerschuppen auf dem Gelände der Rheinischen Brauerei ein. Der Schaden wird auf etwa 20 000 Mk. bewertet. Hessen-Nassau. Cronberg, 18. Aug. Der Vhagistrat gibt bekannt, daß jeder Obstkraffer, der mil mehr als 10 Pfund Obst in denn Gemeinde- bezttk Cronberg angetvoffen und sich über die Herkunft der Ware nicht ortspolizeckich ausweisen tan, angehatten ivttd und seinen! Obstvorrat zur vorläufigen BeschlagnalMUng lierausgel'cn muß. = Frankfurt a. M., 17. Aug. Aus Anlaß seines 70. Ge- lmrtstages wurde dem ehemaligen .Handelsredakteur der „Frankfurter Zettung", Dr. Ludwig Cohnstaedt, in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen vom König von Preußen der Professortitel verliehen. Die Mi'rncheuer Universität zeichnete den Jubilar durch den „Ehrendoktor" aus. Daß ein Redakteur an e n or m Tage ^rxßf^ytxt «D Wjaempam durfte auch noch nicht dagewesen fern. Spielplan des Srotzh. Uurtheaiers Sad-Nauheim. Montag, 20. Aug.: Unter Mitwirkg. d. Kurkap „Der Soldat der Marie^'. Mittwoch, 22 Aug. : Gastsp. Rud. Poffin mrd Tilde Lipski. „Der fallende Schüler", .„De^ le+r Mann", „Der Kramers- toxb", ,/Das heiße Eisen". Freitag, 84. Mvg.: lütter- Mrtwirkg. der Kurkap „Das DreimäderlhauS^I Sonntag, 26. Aug.: „Die ver lorene Tochter". Montag, 27. Aug.: lütter Mrtwirkg. d. Kurkap. „Unter der blühenden LrÄe". tlönigl. ttuttheater Vad-Lmr. D-ienStay, 21. Aug. : „lütter der VkLhenden Linde. spielplan »er vereinigte« §ra«kfur 1 « Sta-ttheat«. Opernhatts. Sonntag, 19. Aug., abds. 6: Neru ernstudrert. „Tristan und Isolde". Röontag. 20 Aug., abds. 7ftz-: Sortdervvrst. f. d. kriegs- beschäft. Arbetterich. „Der ^WaffenschmreL/^. Ddenstag, 21. Aug.. abds. 7: Letztes Auitr. v. Lcna Doninger. „Das Drermäderchaus". Mittwoch, 22. Aug., abds. 7: Neu einftzud. „Die lustigen Weibcr von Windsor". Donnerstag, 23. Aug., abds. 6: ,D-ie Meistersing' von Nürnberg". Freitag, 24. Aüg., S. 7: Letztes Auftr. -> ü. 45jähr. iBühnensnbilämn v. Rich Kprschen, ,Orpheus in ><- Unterwelt". Samstag, 25. Aug., abds. .6,1/2 Prplog von I. W. v. Gioethe. Hierilruf: „Egmontt'. Spuntag, 26. Aug., abds. 6.1/2: Letztes Auftr. v. Herb. Stock. „Der Rosenürvalier". AirchLrche rlachrrchten. Lvangettsche Gemeinde. Sonntag, 19. Aug. In der Stadlkirche. Bvrlm 8: Zuyl. Christenl. s. d. Neukons. a. d. Matthäusgem!. Mr.-Aff. Lic. Rerrning: 9V*: Mr. Schwabe: Beichte u. hll. AÜ?iü«n. f. Matth.- u.Mark.- Gam. Änm«eld. werden vorh. b. d. Mr. jed. Gem. erb.: 11^4: Kinderk. f. d. Attrrkusgeni. Pft. Schwabe. — Jn der Fohannes- kirche. Vorm. 8: Zugl. Christenl. f.d. Neukonr. a.d. Lukasgem. Mr. Bockst olshettnrn: 9> 2: Mr. AuSsett»: 11: .Kinderk. f. d. Ioh.- Gem. Pfr '.ckusfeld. Mittwoch, 22. Aug., abds. 8: Kriegsbetstunde, Psc. Beck-tolsheimer. — Wartburg, ev. Iüngl'. u. Männ>er-Ber- ein, Diezstt. 15, Sonntag, 19. Aug., cüids. 8: Do-rtrag. Mittwoch, 22. Aug.: abds. 81/4: Leseabend. Gäste willk. — Bibelkränz- ch e n f. Scbül lröh Lehranst. Jeden Mittwoch von 6—7: Für d jüng. Abt. Jeden Scmvstag von 6—7: Für d. ält. Mt. im Joh.- Saal. — Bibelkränzchen f. Mädch. a. d. Iohmrnesgem. Jeden Dienstag von 6—7: Im Job.-Saal. — Kirchberg. Sonntag, 19. Aug., vorm. 10: 11: Christenl. für die männliche Jugend. — Mainzlar. Sonntag, 19. Aug., nacbm. lV«. — Daubrin- ge n. Mittwoch, 22. Aug., abds. 9: Kriogsbetsttrnde. Dek. Gutzmann. Ucttholische Gemeinde. Samstag, 18. Aug., nachm. 5 u. abds. 8: Gelegenh. z. hl. Beicht. Sonntag. 19. Aug „vorm. 6'.>: Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. .Messe: gemeimch. Komm d. Iüngl.-Kongr.: 8: Austeil. d. hl. Komm.: 9: Hockiamt m. Predigt: 11: Hl M>esse m. Predigt: nachm. 2: ClTristenl., darauf salrament Bruderschaftsand. Dienstag u. Freitag, abds. 8: KriegSbittrard — Diaspora-GotteÄnenst am 19. .Mrg.: Hunger 8, Lich 9'r/s. «nv Wissenschaft. Berlin, 17. Aug. (WTB. Richtattl.: Ter „Staatsanz." veröffentlicht dtt Ernennung des Malers und Prvseffvrs Hcms T h 0 m a - Karlsruhe, des Malers, Radierers und Bildhauers Professors Tr. Mar Kl inger-Leipzig und des ordentlichen Professors Dr. ing. Wern ft nach erfolgter Wahl zu stimmüervch- tigteii Rittern des Ordens Pour le merite für Wissenschaft und Künste. Berlin, 18. Aug. Den Mvrgenblättern zufolge ist der Direktor des' Archäologischen Instituts an der Göttinger Univerfttät Prvioffor Dr. Gustav Körte gestorben. vermischt«». Wiener Tempelbrand. * Wien, 18. Aug. Nach Beendigung des Wiener Fejt- gottesdiensles zu Kaiser Karl Geburtstag rm jüdischen Tempels im zweiten Bezirk entstand ein Brand aus unbekannter Ursache. Das Tempelinnere brannte ans. Die Flügel mit den Archiven sind gerettet. Allmähliche ZunahTne der Bewölkung, bis auf Gewitterregen trocken, etwas kühler, heute Gaottterneigrarg. Witternngsbericht. (O e f f e u t l i ch er Wetterdienst.) Letzre Nachrichten^ Der Wechsel in den Reich-ftellen. Berlin, 18. Aug. Nach der ,,B. Z." steht der Rücktritt des Chefs des Zivilkabinetts v. Balentrni bevor. Nach der „B. Z." trrreb zmn Leiter der Reichsfettsrell'e an Stelle des Herrn v. Grävenitz das Mitglied des Direktorimns der Reichskartosfelstelle, Regierirngsrat Dr. v. Armoldi ernannt werden. Frmrzösische Lügen über St. Quentin. G e n f, 17. Aug. Jn Widerspruch zu der amtlichen Mitteilung des französischen Hauptquartiers, wonach die Kathedrale von St. Quentin ein Opfer deutscher Brandlegung geworden sei, drückt sich der Sonderberichterstatter der Agentur .Havas in seinem Bericht folgendermaßen aus: Es ist unmöglich, über die Ursache des Brandes Auffchluß zu geben. Die Deutschen können nicht die Behauptung aufrecht erhalten, daß französische Geschosse den Brand verursachten, denn feit St. Quentin so nahe vor den französischen Linien liege, falle kein französisches Geschoß in die Stadt. Die Schweizer Brotkarte. Bern, 17. Aug. Am 1. Oktober wird in der Schwei; die Brotkarte eingefühil:. Die Tagesmenge beträgt aus den Kopf 250 Gramm Brot; dazu kommen monatlich 500Gramni Mehl: für Schwerarbeiter werden bis zu 100 Gramm Brot täglich zugelegt. Kleingebäck und Kvnditoreiwaren dürfen nur gegeri Brotkarten abgegeben werden. Fohlen oelg. FuchSfürle, 7 Wochen all, steht in meiner Fabrik in Nodbeim a. d. Bieber verkaufen. 6073 Joh. Balth. Noll. Habe einen sprungfähigen, S Monate alten Zuchteber mit 8 drei Wochen alten Jungen zu verkaufen Hat das erstemal geworfen und ist sehr fromm. 61V Bäckermeister Deuker, _Ro dheim a. d . B. 000961 Granstlber, tragend für 10 Mk. abzugeben _La bnttr ake 9«. ftühtt PV Brut 1916, zu 'PUfjner, verkaufen. * li4 frankfurter Ltr.«3 III. deutsches Edelfchwein, abzu- qeben. Bürgermeister Gör- lach, Eberstadt. <»117 10 fdöHC §trft! zu en Louis Sctuaidl, tzeujrrake 11. ^ Buchenholz 15—20 Zentner, geschnitten, wegen Blatzinaugel zu ver- kaufen.l^"ll Wetzsteinttr.21 Guterhall. LivüorMsgvo u. 1 neues KlBiorsltzstttblohen zMrerk Korabtaiieag. 8 Großer Posten kurz geschnittenes Brenn hol) abzugeben. Philipp Jakobi, Auf der Bach 4. Hinter der Stadtkirche. _ mow 1 lciLter PritschtWaie« zu verkaufen. 05092 Pttor Wapser, Nord-Anl. 3 Ein Sitz - Liegewagen zu verk. r.L.LeLbsr-rr.VlveeeK. 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August 1917. 6660 Need, Rechner. Wtlneiiie AMlAkenW Gießer!. Die Beiträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung für Monat Juni 1917 können noch bis zum 27. August ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 16. August 1917. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lcntz. t>o 80 D Plötzlich und unerwartet verschied heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau Sarah Stern geb. Buchheim im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Bauer. Leihgestern, Reiskirchen, Brandoberndorf, Stuttgart, den 16. Angnst 1917. Die Ueberfnhrung findet Sonntag, den 19. ds. Mts. um 127 2 Uhr von Leihgestern aus statt. Die Beisetzung um ! / 2 4 Uhr in Grossen-Buseck. ÜSftfi5 i Für die aufrichtige Teilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Mutter sage ich innigen Dank Otty Biermann geb. Blum. Giessen, den 17. August 1917. 6074 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. i Ra Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Samuel Löwenstein. Lollar, den 18. August 1917 05106 DenHeldentod fürs Vaterland starb imWesten unser SportSkollege und Kamerad LillHMMN Al! SlhM im Leib-Jnf.-Rgt. 117 im Alter von 27 Jahren. Sein Andenken wird von uns allezeit in Ghren gehalten werden. Gietzen, 17. August 1917. 05055 Erster Kraft- und Sportklub 1893. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie die zahlreichen Blumen- spcnden, bei dem Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. 6092 Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Franziska Pfeil nebst Kindern. Gießen, den 17. August 1917. fc mDgeüMnmlns zu Eingetr. SenossensshaH ult beschränkter Haftpflicht. Einladung. Die verehelichen Mitglieder werden zu einer außerordentlichen Hanptveriammlnng, welche Montag, öen 21 Anguß Ist. K. abends 8 ttbr im Saale der Herberge zur Heimat ' ' da! dahier ftattfinden soll, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Satzungs-Aenderung: hier Aenderung des § 1, Absatz 1 (Arirma), sowie des § 82 (Aufnahme von Mitgliedern». Ziehen, am 17. August 1917. Der Vorsitzende des Aussichtsrates der BsMiMensW dettv. Arbeitervereins zu Cieben, Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. 6076D Dr. KranSmMer. A V I, f U Sl LL ! Verkaufe Montag im Garten des Hotels «^elfenkefler einett Waggon 1 t\rIOIirau ! 1 Rodtrsnl, Wlreinj,