ür. 192 i'i ebiehener Anzeiger erscheint täglich, außer Eonuwg«. - Beilagen: SietzenerLamilienblätirr. llreirblcU für den Kreis Sichen. Vezagäprels: monatl. l viertel- IÄ)rlich 3 Dtt.-. du'ch Abholc- rr. Zweigstellen mouatl. 9.) Pi.: durch luePost Mk.3.— viertel- lährl. ausschl. Be,stetig. Ferusprech - 'Anschlüsse: iür die Schriitleuuug 112 Veriag.Geschäusstel!e51 Anschrist sürDralUnack* richten: Anzeiger Kietzen. Erster Matt 167. Jahrgang Freitag, ft. August (917 Postscheckkonto: Frankfurt fl. Bl. 11680 General-Anzeiger für Oberhessen Vankverkehr: SeWerdebank Kietzen Zwittingsrnndtzruck u. Verlag: vrühl'sche Unw.-Vuch- u. 5teiudruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschastzstelle u. Druckerei: 8chu!ftr. 2\ «unuü^uie von ^uzetgeu die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. ^eilenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 Pf., ftir auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Ptatzvorsehrist 30 Pi., für Reklamen 75) Pi., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik ».Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land,Vermischtes n.Ge« richtSsaal: Fr. R. Zein: Auzeigeuteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Der zweite Hauptangriff der Engländer und KimMy geschlagen waren, schwoll am Nachmittag und Mend das englisä-e Arttllerieseuer an der Küste sowie im Ppernabschnttt von Merckem bis zur Tseule z»;»Moßer Heftigkeit an. Ohne Unterbrechung wbte das Feuer bis zum Morgen, wo es sich um 5,20 Uhr aus deck Front strecke von Draaibank bis zur Lys zum Feuerorkau steigerte. Kurz nach 6 llhr trat die englische Infanterie zwischen Bixschoote und Eostaverne zum Angriff an. Der Kamps ist im vollen Gange. Von Eostavernc irach Süden bis an die Deule lag das starke englische Feuer in unyemindecter Heftigkeit auf der: deutschen Stellungen. Rege Fliegertätigkeit imd Luftkampfe begletten den Kampf der Infanterien. Im Artois, wo die Engländer, wie in Flandern, die vorderen deutschen Stellungen durch viertvöchiges Zerstörungsseuer in Trichterfelder verwandelt haben, brachen die (Ägländer bereits) in der Nkorgensrühe des 15. August zum Angriff vor. Hier setzten sie auf der Front zwischen Hulluch und Mcricourt südlich Lens die Gesamtheit _ ihrer vier kanadischen Division«: ein. Mit zäher Dapserkeit stürmtien die .Kanadier, die die englische Heereslcitungl stets an die schwierigsten :md blutigsten Punkte einzusetzen pflegt, den ganzen Tag über gegen die deutschen Stellmrgen an. Nördlich Lens brachen bie kanadischen Sturmwellen blutig zusammen, ebenso südlich Hulluch. Beiderseits Loos gelang der Einbruch in die erste Linie. Tie Engländer warfen hier die Kanadier in dicht gegliederten Massen in den Kämpf und führten mit Kraftwagen imn:er wieder neue Reserven heran. Aber ebenso wie in Ftander::, war es auch hier nicht möglich, die Anfangserfolge voll zu behaupten. Die volle Wucht des :nachtvvll geführten deutschen GegenstoßrN' warf die..Kanadier wieder zurück und brachte das verlogen gegangene Gelände größtenteils wieder in deutschen Besitz. Vergeblich rannten! sie immer wieder todesmutig gegen die deuttchen Stellungen. Bis zun: Abend waren zehn Angriffe abge:vehrt. Kurz vor Mitternacht versuchten die Engländer iwchmals, nach stärkster Artillerievorbereitung vorzubrechen. wieder:lm umsonst. Der an - brechende Morgen zeigte vor den deutschen Stellungen feindliche Leichen selber von grauenhafte r Ä'us^d eh nun g. Die F v anzose n griffen mit wenig Glück an der Ä i s n e - front au. Am Vonnittag des 15. August wurde südöstlich Eerny ein französischer Teilangrifs abgewiefen. Darauf begann von Mittag ab starkes Artillerie- und Minenfeuer aus die deutsche:: Stellimgcft von Eerny bis Craonne. Nachdem sich das Feuer um 6 Uhr nachmittags zun: stärksten Trommelfeuer gesteigert hatte, erfolgten starke Angriffe. Trotz .der schweren, ö'chon im Sperr- und Mw ehr- fener erlittenen Verluste griffen die Franzosen immer wieder an. aber alle ihre Anstrengungen waren umsonst. Durch Gegenstoß wurden sie überall restlos ivieder geworfen. Vor V e r d n n tobt die Artillericschlacht weiter. Durch die deutsche Gegenwirkung geschwächt, vermochten die französischen Batterien jedoch nicht die Wirkung der Vortage zu erreichen. Gegen Abe:w ließ das französische Fe:ier N^esentlick nach und lag die Tracht über in wechselnder Stärke aiff den deuffchm Stellungei: vom Walde von Avocourt bis zur Chorettes Höhe. Zahl- reiche Patrouillenkämpfe beiderseits der Maas Verliesen sür die Deutschen günstig. Gegenüber dem Clwvpy-Walde sowie nördlich des Eauvieres-Waldes wurden von deutschen Stvßttnpps :md Patrouillen Gefangene in größerer Zahl ein gebracht. 'An der Ostfront spielen sich lediglich in der südwestlichen Moldcu: Kämpfe von Bedeutung ab. Zur Sicherung des Abzuges ver Annee Avarescu leisten die Russen und Rumänen aus den Hüben östlich und nordöstlich von Svveja eichitterten Widerstand. Nördlich davon wurde jedoch die beherrschende Höhe des M; Riesboui, südlich des Mgr. Easinu, von den Verbündeten gestürmt und gegen Gegencnigriste gehalten. Zrvischen Putm: mrd Susina ist bereits Rezasesta erreicht. Inzwischen drängen die Bm'bündcten von: Süden her rveiter vor. Auch an. Unsere Truppe:: nahmen die erste feindliche Grabenlintt im Sturn: au: allen Pmcktcnu Sie setzten ihren Fortsckwitt in befriedigender Weise forb Em feindlicher Gegenangriff int Osten wtt Ste. Emilie wurde vollstiftchig gebrockten. Unsere Berbimdeten «wlvannen in der Nacht von neuem Terrain in Norüwesten von Bftschoote. Feindlick^ Wtcnlungei: griffen unsere neuen Stellungen in: Osten von Klein Zillebeke in der Nacht an. Si? wurden vollstä:wig abgeschlagen mw ließen 14 Gefangene in. unseren Händen zurück. Das Wetter ist mtpaltend gewitterhast und. der Regen fallt in Stroinew Girr neues Kampfmittel -er Engländer. Rotterdam, 16. Aug. (L.--A.) Nach einer Reuter- tneldung schleuderten die Engländer, die gestern zwischen Lens uni) Loos vordrangen, Blechdosen mit O e l in die Mitte der deutschen Linie, wodurch starke Rauche entwicklung entstand. Amerikanische Truppen. London, 16. Aug. tWTB.! Meldung des Reuterschen .Dnrecrns. Am e r ik a n i f che Truppen marschierten heute !durrlr dre Straßen Londons und wurden von einer großen IMenschenmenge stürmisch begrüßt. Washington , 10. Aug. (WTB.) Meldnug des Reuter- schen Bureaus. W i l s o n hat über 2 0 0 neueGefteral- rnajore und Brigadegenerale zur Führung einer neuen nationalen Armee ernannt. Ter türkische Bericht. Kon st autinopc l , 16. Aug (WTB. Aintlicher Heeresbericht. An der kl e i n a s ia tische n Küste Versenkte eines unserer Wachtboote unter Fül>ruug des Oberleutnants Hesselberger ein. englisches Boot und machte drei Gefangene. Tie rege Tätigkeit dieses mit großer Bravour gerührten Bootes verdient volle "Anerkennung. An der Sinai front gingen hundert Engländer, die aus eine unserer Patrouillen fließen, nach, einem Kampf zurück und 4nurdeir bis- an das feindlich' Trahthindernis verfolgt. Unsere Patrouille erbeutete einiges Kriegsmaterial und zerstörte feindliche Hindern isanla gen. Feindliche Kavallerie, die zur Aufklärung gegeH der Bahn Teil—SckLria—Brr es Saba Vorgang, zog sich nach einigen Schissen unserer Artillerie zurück. DerWottlaut der Friedensnote des Papstes. Bafel. 16. Aug. Die Fri-edensnote des Papstes hat nach einer aurrlichen?Nirtccknng der ÄgenzLr Schani folge. b:u Wortlaut: An die L l>erlrimprer der kriegführenden Staaten! Seit Beginn unseres Pontifikates, inmitten der Schrecken des fürchterlichen Krieges, der über Europa hereingebrochen ist, haben wir uns drei Tinge vor allem vorgLnourmen: eine vollkommene Unparteilichkeit gegen alle KtiegM'.renten zu beobachten, tvie es sich für denjenigen geziemt, der der gemeinsame Vater aller ist, wird der alle seine .Kinder mit der gleichen Zärtlichrchit liebt: iMs uaruuterbrocben zu beurüheu, allen möglichst Gutes zu tun und dies ohne Unterschied der Person, der Nationalität oder der Religion, wie Ines uns nicht nur das Gesetz der Nächstenliebe, sondern Luch, dte Friedens-Mission twrschreiben, die uns von Christus annertrauk wurde; schließlich, nrie ebenfalls durch unsere Friedensmissicrn verlangt roird, nichts, was in unserer Macht steht, zu unterlassen, was dazu beitragen könnte, das Ende dieses Unglücks zu beschLennigen, indem wir die Völker und ihre Führer zu gemäßigteren Entschlüssen bringen, damit sie in dir erhabena- Besprechung eines ^gerechten und danerdasteu Friedens" eintrelrn. Wer immer unser Werk der drei verflosseneu schinerzvollen Iicckwe beodackJet hat, tonnte leicht erkennen., daß wir immer nn- Vaxar Entschluß, eine absolute Unparteilichkeit zu besagen und wohltätig zu sein, treu geblieben sind. Auch haben wir die kriegführenden Völker Und Regierungen fortwährend ge- mahnt, toieder Brüder zu werden, obwohl nicht alles veröffentlicht wurde, was wir für dieses edle Ziel getan haben. Gegen Ende des ersten Kriegsja irres sandten wir an die kämpfenden Nationen die lebbafresten Ernrahnungen, und antzerdein triefen mir auf den Weg Irin, den sie befolgen sollten, um' M einem dauerhaftem und für alle etwenvollen Frieden zu schangen. Unglücklicherweise »vurde der Appell überhört.und der .Krieg wurde mit allen seinen Schrecken während noch zweier weiterer Jahre hartnäckig fortgesetzt. Er wurde immer grausamer und dehnte sich «ui der Erde, dem Meere und Ins in die Lüfte aus . und mau sah, wie sichder Schrecken und der Tod tritt Städte o fette Verteidigung, aus ruhige Dörfer und ihre unschuldigen Einwohner nredersenkden. Niemand kann sich auch gegenwärtig eine Vorstellung davon machen, wie sich noch, die Leiden aller vermehren und vergrößern werden, wen'n zu diesenr TriennimN noch weitere Monate, ja, was schlimmer ist, Jahre hinzulamnren würden. Soll die zivilisierte Welt nichts mehr als ein-Totenfeld bilden? Geht dgs so blühende und' so ruhmreiche Europa, wie gepackt von einer allgemeinen Verrücktheit, dem Abgrunde entgegen? Will e: Hand an sich legen, Um durch Selbstmord zu enden? Wir, die >ttr teinerlei polirischer Richtung «utgehören und auf keinerlei Anregrmwcn oder Interessen des einen oder anderen der beiden Kriegführenden hören, wir, die wir einzig vom (Gefühl unserer LU?cn Ausgabe als gemeinsamer Vater aller Gläubigen, von den Bitten unserer Kinder .die um unser Eingreifen und ms unser frieden,listendes Wort aus dem Wege der Menschlichkeit und der Vernunft bitten, bewogen wurden, wir erlassen in einer so beäug- Mgenden und so drohenden Situation von neuem etncn Ruf nach ?rrtefeen und erneuern den dringenden Appell an alle diejenrgen, m Iberen Hände die Geschicke der Nationen gelegt sind. Um uns jedoch nicht mehr in den allgemeinen Ausdrücken zu halten, wie ste uns in der Vergangenheit ratsam erschienen^ ,vollen wrr zu konkreten nnd pra ktiscben Vorschl ä g en greifen und die Regierungen der kriegführenden Völker einladend Ilch über folgende Punkte zu einigen, welche die (Grundlagen für einen gereckten und dauerhaften Frieden zu fien scheinen, und 7hnen die Sorge überlassen, sic genauer zu fassen und zu vervoll- starr engen. Der grundlegende Punkt soll in erster Linie der sein, daß me materielle Gewalt der Waffen durch die moraliick)e Kraft des' Rechr^ ersetzt ivird, damrt aus ihr eine gerechte Verstäubtgung aller aber di cUleichzeitige und gegenseitige "Abrüstung gemäß den autMstrllenden Regeln und Garantien vor sich geln, und zwar rn den notwendigen und genügendm Grenzen, damit die öisent- Acke Ordnung in sedem Staate aufrecht erhalten bleibt. Hierauf soll an Stelle der Armeen crrce schiedsgerichtliche Einrichtung mit ernenr hohen frieden stiftenden Amte treten, nach deren Normest und zu fjfrcnöeit Sonktionett gemeinsam gegen denjenigen Staat vorgegangett werden soll, der sich weigern würde, die interirativ- Mrle,r Fragen dem Schiedsgericht zu unterbreiten, oder dessen Beschlüße anzunehmen. Wenn einmal die Oberherrschaft des Rechts so hergestellt sein rvird, soll man jedes Hindernis aus dem! Wege der Barstärtdigung der Völker we grau men, indem man noch durc> ebcn'alls festzusetzende Regeln di chocchre Freiheit und die yyr v 'tecu der Meere sichert, was einerseits zahlreich' Ursachen des Korrstikts aus dem W^gl cacktmen und andererseits viele neue Quellen des Gedeihens und des Fortschritts öffnen würde. Was dir wieder gtckzunulchenden Schäden und die KciegsEvsten WrLetriüt, ,'ehen wir keinen anderen Weg. die Frage zu lösen, als daß wir als allgemeines Prinzip den vollständigen und gegen-' seitigen Verzicht aufstellen, der übrigens durch die ungeheuren Wohltaten, die aus seiner Abrüstung hervorgehen würden, gerechtfertigt wäre, umsomehr, als man che Fortsetzung einer solchen Schlächterei aus Wirtschaftlüchkn Gründen nicht' mehr Erstehen würde. Wenn aber diesem Prinzip in einigen Fällen besondere Gründe entgegenftehen, soll man sie gleichmäßig und gerecht abwägen. Diese friedlichen Abmachungen mit den daraus sich ergebenden riesigen Vorteilen sind jedoch nur dnrch che Zurückgabe deck gegenseitig in diesem 2lugenolicke besetzten Gebiete möglich. Infolgedessen müßte von Seiten Deutschlands Belgien vollständig geräumt ,verden und seine politische, militärische und nnrtschait- liche Unabichngigkeit gegenüber jeder in Betracht kommenden Macht geftchert Norden; ebenso nrüßte das ftanzösische Gebiet geräumt werden. Auf Seiten der anderen .Kriegführenden müßte eine ähnliche ttürferftattimg der deutschen Klolonren simftinden. Was die territorialen Fragen anbe- trriift, wie z. B. drejenigen, die zwisck>en Italien und Oester- reich, oder Deutschland und Frankreich in der Schwebe sind Sann man der HoMrung Raum geben, daß in Anbetracht der ungeheuren Vorteile eines dauerhaften Friedens mit Abrüstung dw kriegführenden Parteien sie utft versöhnlichen Absichten lösest und gleichzeitig m möglichst gerechtem Maße den Aspirationen der Bokker.Rechnung tragen werden. Bei dieser Gelegenheit soll man die besonderen Interessen mit dem Allgcnteinwohl der großen menschlichen Gesellschaft in Einklang bringen. Der nämliche Geist der Billigkeit lund der (^erechftgkeck soll bei der Prüfung der anderen politischen und territorialen Fragen maßgebend sein, besonders nas Armenien, die Balkanstaaten und die Gebiete anbetrifft, die zum ehemaligen Königreiche Polen gehört haben, dessen edle geschichtlick>e Tradition und dessen besonders in diesem Krieg rm.standekke Leiden in ganz besonderer Weise die gerechtfertigtsten Sympathien der Nationen auf sich vereinigen sollten. Das sind die wichtigsten Grundlagen, auf denen, nrie wir glauben, die zukünftige ^Reorganisation der Völker aufqerichret werden soll: sie sind imstande, die Rückkehr ähnlicher Konflikte im möglich zu machen und die für die Zukunft und das materielle, Wohlergehen aller kriegführenden Staaten so wichtige L ö s u n g d e r wirtschaftlichen Fragen vorzubereiten. Indein wir Euch, die Ihr zu dieser tragischen Stunde die Geschicke der krieg - inhvenden Nativneir lenkt, diese Borsckckäge uifterbreiten, ipeben wir >uns der schönen HosHrung hin. zu rrlebeir, daß Ihr sie annehmen werdet, und daß aus diese Weise der schrecklich: Kampf ein Ende fnifret, deb mehr und mehr als unnötiges Blutvergießen erscheint. Tie ganze. Welt erkennt air, daß ach beiden Seiten die Ehre der Waffen unbefleckt ist. Hört also mit unser Flehen' R'ehmt die väterlich Einladting, die wir Euch im Namen des göttlich::, Erlösers, des Friedens fürsten, zusendcu, an! Denkt an Eure sein schwere Beraullvortung vor Gott und vor den Menschen! Bon Euren Entschlüssen hängen die Ruhe und die Freude unzähliger Familien, das Leben Tausender junger Menschen, oder mit einem Wort das Glück der'Völker ab, denen Ihr Eurer unbedcngten Ausgabe ^entsprechend, die Wohltaten des Friedens zu verschaffen habt. Tier Herr möge Eure Elftfchbüsse seinem allerheftigsten Willen gemäß beeiuslufsm. Lasse es der Himmel zu, daß Ihr. indem Ihr Euch ben Beifall Eurer Zeitgenossen verdient. Euch auch bei den künfügen Generationen den schönen Namen von Friedensstiftern/ sichert ! Wir sind sin Gebete und in der Buße mit den Seelen aller Gläubiiwn veixnnt, die nach dem Frieden ftehen, imd wir erbickrsn für Euch gütllichen Rat und Erleuckftnng. Im Vatikan, 1. >Au.gnst 1917. * Die Haltung der srattzöft-chen Presse. Paris, 16. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Havas-Mel- dung. Die meisten Blätter sparen ihr U rt.e i l über die Papftnote bis zur Veröffentlichung des Textes auf, erklären aber, sie würden die Note init aller Ehrerbietung, die sie verdiene, aufnehmen und prüfen. Die Entente habe sich f ü r ? h r Ha n d eln eine Linie gezogen, von der sie ohne "Nachteil für sich und ohne Schaden für die Zukunft der Welt nicht abweichen könne. Nmerikarrische Pressestimmcu. Amsterdam, 15. Aug. ^WTB. Das Reuteriche Bureau verbrecket a m e r i ka n i s che P r e s s e st i nt tn c it zu der Friedens', ianregung des "Papstes. Danach erklärt der „N e w> y o r k H e r a l b", die vom Papste vorgeschlagene Wiederherstellung der besetzten Gebiete reiche nicht aus. Das Blatt fordert wllen Schadenersatz, sow-ce die Bestrafung der für den Krieg verantwortlichen Einzelpersonen und Gemerirschaften, ausdrücklich einen Schadenersatz durch Teisick.lanQ und Bürgschaften dafür, daß es sein Verbrechen nicht wiederholen könne. Wenn der fürchterliche Mehltau des Preußentums für immer zerstört sein iverde, so könnge das deutsche Volk best Frieden haben, eher nicht! Kein Friedensvorschlag, der nicht die uebergabe Deutschlands auf Gnade und Ungnade enthalte, sei der Envägung wert. INe wy o r k Wort d" beschimpft den deutschen Elwrakftr. Zte ..Newport Times" findet in ben Erschlagen des Papstes keine Friedensbedingungen, die von der Entente als be- w^ck«rs wichtig und unerläßlich hsirgesrelll rvürden, will aber die Vorschläge als annechnbar für die Mittelmächte erkennen, abgesehen von der BelMndluwg der elsässijfchen, Trientiner. Triester inw polnischen Frage auf der Friedenskonferenz. Die provisorische Regierung Rußlands über die Stockholmer Frage. Petersburg, 15. Aug. -WTB.^ Meldung der Petersberger ^elegraphen-Agentur. Zu den in auswertigen Zeitungen erfchie- neneu Nachrickften über die Haltung der einstweiligen Regierung zur Stockholmer Besprechung nrirb von zuitaichiger Seite ungeetilt: Die einstweilige Regierung ist der "Anschauung, daß die Lösung der Frage von Krieg imd Frieden ansschließlick iin iBerein mit den alliierten Regierungen, die von den-alliierten Demokratierr nntwsllrtzt werden, zukvmmt Die sozialistische Zusammenkunft in Stockholm, das brachte die russische Regierung wiederholt zum Ausdruck, stellt eine Bespreck'ung begrenzter politischer Parteien dar und kann sonnt in keiner Weise beanspruchen. Entscheidungen zu tressen, die irgend ,oelck>e verpflichtende .Bedeutung für die Regierung hätten. Die Regierung war stets weit davon entfernt, den rnssischen wziolisten die Pässe für Stockholm zu verweignm, da sie es für mitzllck hielt, die Fragen über Krieg und Friede,t den Beratungen der internationalen Sozialisten zu imterbreiten. Sie spracht auch durchs die Person des Minrsterpräsideuter, und .KrisgÄninisders den alliierten Regierungen gegenüber aus, daß, sie es als ertvünscht betrachtet dchl s^ialsitsicken Organisationen nicht irgend welche Hinder- nifle für die Beteiligung an der Besprechung in den Weg zu legm. Obwohl die eiustweilige Mgiericng die Tragweite der sozia- lsilftchen Besprechung von dem Gesichtspunkte der Aufhellung von Grundfragen, die der Krieg geschafft hat, keincslvegs leugnet,' kann sie dock den von der Zusainmenkirnft getroffene!c Entscheidungen niemals einen Eharakter zuerkennen, der einzig und ausschließlich der Entscheidung der alliierten Regierungen zukommen kann. Belagerungszustand in Griechenland? Athen, 16. Aug. (Havas.) BLuizelos ersuchte die Kammer um die Ermächtigung, den BclggerungszAstand über ganz Griechenland zu verhängen. Aus Spanien. Madrid, 16. Aug. (WTB.) Meldung der Agenee Havas. In Barcelona schaffest die Aufstäudische n au;? einem Hause und töteten den Jägerhauptmftnn Irrste Fernandez. Die Artillerie l>eschaß das Haus. Drei Soldaten wurden verwundet. In Sabadell lvurdeu ztoei Gendarmen getötet und drei verletzt. Die Angreifer erlitteu zahlreiche Verluste. Es wurden Varstärkungen abgesandt. Der Ministerpräsident erklärte gestern, daß der allgemeine Aus- stand!g es ch e i t e r t ist. Es gelang ben Aufständischen uich-t. irgendeinen öffentlichen Betrieb stille zu legen. Die Polizei beschlagnalMte gestern Schriftstücke, die Aufschluß über die ganze Bewegung geben. Paris, 16. Aug. (WTB.) Meldung der Agence Hava-^ „Petit Parrsien" meldet: Die Lage in Katalonien ist ernst. .Der Aus stand hat sich ans die ganze Gegend aus- georeitet. "Neunzehntel der Bevölkerung haben die Arbeit eingestellt. Es kam zu sehr heftigen Zwischenfällen iu Mataro Sabadell rmdTarasa, In Äftmrien ist die Sage sehr gespannt Dte meisten Zeitungen sind verboten. Das Vorgehen der Behörden ist äußerst streng. >Die Gendarmerie und Polizeibeamten ,nachen bei dem geringsten ?Narmruf von den Waffen Gebrauch. Der Austausch von Zivilinternierteu. Berlin, 16. Au^. (WDB.) Die in der Oeffentlichkeit verbreiteten Gerüchte über einen allgemenren Austausch von Zivi (internierten zwischen Deutschla n d und F r a n k r er ch srnd leider verfrüht. Allerdings wurde der Vorschlag der deutsche^ Regierung, bei der erweiterten nierung von gesundheitlich geschädigten Gefangenen in der Schweiz auch die Zivilinternierten zu beriicksichsigeit, ist vor kurzem von Frankreich angenommen worden, was einer größeren Anzahl von Zivallnvernierten die Befreiung aus der Gefangenschaft bringen wird. Weitere Verhandlungen' über deir Austausch von Zivilinternierten von and Lzu Land sind imt Gärige. Sollte ein Ergebnis erreicht werden, so erfolgt ".'Nitteilung darüber Zürich die Presse. Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 1ä. Aitg. (WTB. Amtlich.) Neue U - B o o t s-> Erfolge im Sperrgebiet uni England: 26 000 B r u t tt> t e g i ft e x t o n ir e n. Unter den versen kten. Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer „"Ntork- stonck' (3007 T.) mit Kohlen nach Gibrallar sowie ein englischer Hilfskreuzer vom Anssehmt der „Afric" (12000 T.) mit mindestens 18 Geschützen bewaffnet. Der Ehes des Adrniralstades der Marine. Berlin, 16. Aug. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden in der B i s c a p a und im Sperrgebiet um England herum 25 000 B r.--R.-T. vernichtet. Unter den vernichteten Schifseti befand sich der englische bewaffnete, mit 9000 Tonnen Weizen beladene Danrpser Port Artis, der in zweistündigem Artille r i e g e f e ch t niedergekämpft wurde, ferner ein bewaffneter Tankdainpser, der mit einem anderen Dampfer zu- samnren aus einem Geleitszug herausgeschossen wurde, sowie ein bewaffneter, unbekannter, in einem andern Geleitszug fahrender Dampfer, anscheinend mit Petroleum beladen. Eiu Dampfer hatte Kohlen geladen. Der Chef des Adnriralstabes der Marine. Eiu U-Bootsangrrss an der Küste von Tripolis. Berlin, 16. Aug. ^(Amtlich.) Eines unserer im Mttel- meer operierenden Untersee-Boote hat am 30. Juli militärische Anlagen von Homa (Tripolis) mit beobachteter guter Wirkung unter Feuer genommen. Das lebhafte Abwehrfeuer mehrerer feindlicher Küstenbatterien blieb erfolglos. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Berlin, 16. Aug. (Privattel.) Die bereits gemeldete Versenkung des englischen Kreuzers „A r i a d n e" von der Diadem-Klasse erfolgte am 26. Juli. Der Kommarwant des deutschen Tauchbootes ist Kapitänleutnaut Srein- br iilk, der kürzlich wegen seiner bedeutenden Erfolge im Tauchbootkrieg rnit dem Orden Pour le mente ausgezeichnet wurde. Er versenkte vor kurzem sein hundertstes feindliches Fahrzeug. London, 15. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterfchen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Iu der letztst Woche »vurden 14 Schiffe über uu b 2 unter 1600 Tonnen versenkt. 13 Schiffe wurden erfolglos angegriffen. 3 Fischdampfer wrrrderl versenkt. Aus Hessen. Düs Backen von Kuchen und Dorten. Apgeordnel-er Deu .Eoiidlwrbetriebc nicht mehr lebensfähig mären und schlie mußten. Äetade ,,, diesen Tag.m wrack eine Mvrdirmig Heimchen >wnd,toreigewerbeS bei der s^giernng vor. die dring bat. nicht durch em auch M das .Nondrtvrri^ gelindes Berbot die Nnrtschältliche Existenz des aenr Erzeugerpreis mmdestens 50 Prozent betragen. Besonders bei Frühobst waren sie stets höher, da die Gefahr des Verderbens aucti einen höheren Zwischengewinn rechtfertigte. Im lausenden Jahre übersteigen diese Zuschläge zusammen nir- gends X) Prozent des Erzeugerpreises. Sie bewegen 'ich zwischen 40 und 50 Prozent. Weiter herunterzugehe?. würde die Existenz des Kleinhandels bedrohen. , Um erne Versorgung der Bevölkerung zu möglichst nie-! ^^sem Preise herbelzufübren. ist die Landesobststeile von i allem Anfang an bereit gewesen, Obst utmttttefJktr dem Verbrancher zu besorgen, indem sie diese an die Kommissionäre verweist. Außerdem wird die Landesobskftetle an Kon- sumvereine und sonstige Bereinigungen, sowft an alle Großverbraucher Obst zum Erzeugerhüchstpreis zuzüglich der Auf- raufsgebuhr der Lcmdesvbststelle liefern, um der Bevifttt- rung^u ermöglichen, Obst zu billigeren als den damals von deii Städten festgesetzten Preisen zu kaufen. Hiernach biimc f fn berechUgtzn Interessen der Konsumenten Rechnung getragen sein, ohne diejenigen der Landwirtschaft zu ver- Ter rftcht gedruckte Antrag Weümg vom 15. Jmri 1917. C ifu® €X lv^~ ^ 3uli, lautet: „Ich beantrage, dem städtischen Owotziobstmarkt in Marnz, elwusv wre dear Obsvnärkten in Worms ltnb Meder-JngellMm, die Funktionen eines Konrinissvonars zu übertragen." GwM. Rogievung sagte Erfüllung, dieser Wünsche zu. Weiter wurde die Anfrage des Abgeordneten Lang, das Hsluctverbot von Waldbeeren betreffend, mit besprochen und iili Cnnverjtändnrs mit dein Arrtragsteller erledigt. . ^^.dlnsschuß beantragt.- 1. den Antrag des Abgeord- neten wr. Osann für erledigt zu erklären; 2. den Antrag des Abgeordneten Adelung, sowie auch den Antrag des Abgeord- ireteii .Henrrch anzunehineik. Darm stad t, den 4. Jnli 4917. _Der Berichterstatter: Abg. Stöpler. Aus Stadt und Land. Gietzen. 17. August 1917. ** Bestandsaufnahme der Vor r ät e früherer E r u le n mt tfntcbten oder an Mehl usw. Jeder Bewohner des .Ereiltes, der mit Beginn des 16. August 1917 Vorräte aus früheren Ernten d s. Roggen, Beiden, Spelz (Dinkel, Fesen), Einer und Cnttovn, Gerste. Laser. Erbsen, emschl. Futtererbsen aller Art lPe- kn-schken., Bohnen, emschl. Ackerbohnen, Linsen, Wicken, Buchweizen, Arrse oder an Vstühl ans Roggen, Weizen, Spelz (Dinkel, Fesen-, Euer imi> Einkorn allein oder mrt mrderem Mehl ^mischt, sowie an <5.chrol, Graupen, Grüt^. Flocken allein oder mir anderen kslah- rniigsmittetn gemicht inr Gewal-rsani. hat, ist verpflichtet, sie ge- crennt nach Arten und Eigentümern dem Konrmnnalverband mi zuzergen. Näheres sieh? Bekanntmachamg. . ^ Zln-' Bekanntmachung'über Walnüsse im An- zergenteil un,eres heutigen Blattes iveisen wir auch an dieser Stelle noch besonders daraus bin. datz es inr Interesse der Vermehrung der Oelvorräte nir die Gesanttbevölkertmg von großer Wichtigkeit ä!' , -st- Ee Walnüsse gesamnrelt und abgeliefert werden Wer Walnrche erchet, ist verpflichtet, die ganze Walnußernte alsbald nach ihrer Embrmgung dem Oberbürgermeister (Stadthaus Zimmer Nr. 6) anznzeigen. ** Für Kriegsbeschädigte findet Sonntag, den 19. Aug. ^ . ^'.• naf %! 1 L' ilhr, im Saale des ,,Hotels Großherzog" eine ossentlime Lteriammlimg statt. Hmis ?ldvrf. Vorsitzender des „Ver- bandes wrrtschastlicher Vereinigungen Ktiegsbcschädigter für das -reutmx' Reich", -prichl über Zweck nnd Ziele irmVrp-r -s''rrm-mfr»+4r«r m Marburg, 15. Aug. Ter seit etwa zehn Jahren hier in iSrte ^ Ehestand lebende frühere langjährige Direktor des ^^.brTEnedrtchGvmnasrnmS in Franknrrk a M. <^rch Reg., ' x ^ Hartw i g begeht morgen m voller geistiger ,md korperttcher irische den 80. Geburtstag. Xet Jubilar ist der 45aker des .Kapttanleutnants Harttvig, der das englisch Linienschiff ..^vrnwa l,s un Mittelmeer versenkte imd einstiger Tehrer unseres Misers am Gymnasürm m .^kassel. veemischtes. Witterungsbericht. ^ ... lDeffcntlicherWetterdienstt Ziemlich heiter, trocken, etwas wärmer. L«?t;rc Kacbricfoictt. Chinas Kriegserklärung. Peking, 15. Aug. (WTB. Nichtamtl . Reuter-Meldung < &ine von dem Präsidenten dm Republik inti> allen MMistrrn unter- zerctmete Proklaniation ist «schienen, m der erklärt wird, da ßseit 14^August 10 Uhr morgens zwischen China mid Dent^land ünd Oesterreich-Ungarn der IkriegSzustmid besteht. In der Proklo o lt rt an Chinas Protest gegen den U-BvotSkrieg, der ani ■ . Februar an Derttschland gerichtet wurde, nnd den Al'bruch der ia X arx:.Jß. i^^^unaen MN 14. März als Folge der Wirkungslosigkeit des Protestes erinnert. Proklaination fährt fort: Wir wünfästen den Frieden und, achteten der Völker Recht. Wir muffen Mm und Dev Antragsteller führte in der Sitzirng vom 15 Jnni hatte warten sollen, bis das Reich Höchüvreise ftstietzte, und dann diese übernehmen sollen, oder es hatte wenigstens mit den südderttfchen Staattir alttche Preise vereinbaren sollen. Gegen 1916 seren die Beerenobst- preise wesentlich gesteigert, auch der Zwischengewinn sei zu hoch, bemessen und der Weg über die Larrdesobststelle setze das Obst erhöhter Berderbgefahr ans. Großherzogliche Regieruiig befürchtet von der Annahme bZ- Antrags erne schwere Gefährdung der Obftversorquna .vesfens. Nainentlich für .Kirschen feien die Ernte- lind 'Ber- packungstvsten gegen voriges Jahr ganz erheblich gestiegen. Bei unlohneüden Höchstpreisen ließen die Erzeuger ihre Kirschen entweder an derr Bäumen hängen oder übergeben sre dem Schleichhandel.. ö (5tn anderer Redner hielt die Beschlagnahme ilnd Ent- eignring alles Obstes für das einzige Mittel, die Interessengegensätze zwischen Erzeuger und Verbraucher zu beseitigen r . Satzung voni 4. Juli wurde die Verhaiidluna fortgesetzt mw vom Antragsteller vorgeschlagen, die >ö ö chftt pr eise überhaupt aufzwheben, da sie ja doch nicht eingehalten nmrden. ’ ’ Der Ausschuß neigte der Auffassung zu, daß bei der vorgeschrittencm Friihobsternte Preisänderimgen nicht mehr Würden, ^luch habe die Erfahrung gezeigt, daß trotz der hohen Preise das Angebot in derr Städten den Bedarf nur zum kleinsten Teil decke. 'Deutsck^ Reich", spricht über Zweck und Ziele unserer Oramrisatiml : Kietze Anzeig.). ** bm LichtsväelhanS, Bahichofstraße 34, ftndet herrte ■ W 1 2 * 4 * 6 Mule T^rttrag de.- ehenmliaen Kmnpffliegers, jetzt KriegsoLschadWten Matzkemper über die „Militärische KumpftFiuq- zencs? un ^.nftkriege" statt. Als weitere Films gelmigeii nvckn zur Auttiivrwm: MuckensenS Siegeszug durch die Dobrudscha"' und „Ern tzciWr Kanrpstag in der Ehainpagne". Der Bvrtvng. sowie die Films sind sehr lehrreich und fesselnd. Kreis Büdingen. - Bubingen, 16. Aug. DaS Gesamtergebnis der tt-Boot- iverLe rni Krei?e Büdingen beziffert sich den endgülüaen Fest- stell'iingen zittolge aus 10 200,06 Mark. Kreis Friedberg. , Vilbel, 15. Aug. Ter Obstertrag der Stadt Frautsurt. vmc chrem i» der hiesigen Gemarkung liegenden Grundstückes senteld" wird morgen an Selbst-Verbraucher des.Kreises Fried- m'rg rittiyert werdet. .Händber dürfen an der Verlagerung nicht terlnehmirm. vessen-Nasscm. Zum Fliegermrgriff auf Frankftltt. Berlin, 16. Aug. (WDB. Mchtamttich) Frarizösischc Veri;elrung. Der französische Flieger, der' am 11. August eine Bouibe über Frankfurt a. M. fallen ließ, ivars über einer Nachbarstadt mehrere Flugblätter ab. Der Text, der zum Teil gedruckt, zum-Teil gescl)rieben ist (der vorqedruckte nr deutscher Sprache), lautet: „Als Vergeltung für die Be- schretzWlg der offenen Stadt., welche am ... . ftatt- -w leeren Stellen sind harrdschriftlich derart aus- gefullt, daß der volle Text lautet: „Als Vergeltung für die Beschießung der offenen Stadt stärncy, Paris, Chalons am 2., 27., 2S. Juillet ftattfcrnd." Wir müssen annehmen, daß der bettesiende Flieger den vorgedrnckten deutschen Text nicht verstanden har, denn gerade zwei der stärksten Festungen und Chalons, eines der größten Trnppenlager Frankreichs, als offene Städte zu ist selbst für einen Franzosen eine ungewöhnliche Legtung. Dre deutschen Flieger haben, das sei hier nochmals betont, als ihre Bombenziele stets Orte mit ansge- sproehen militärischem Charakter gewählt. Bon einem Ber- geltl.ngsangriff kann also bei dem Bonrbennmrf auf die offene Stadt Frankfurt ebensowenig die Rede sein, wie bei irgendeinem früheren Bombenwurf ans offene deutsche Städte. Diese Fliegerangriffe sind in Wahrheit nichts anderes als erne Aeußerung der ohnmächtigen Witt dariiber. daß ünsere Gegner uns mit reinen Waffen und nn ehrlichen Kampf nicht zu schaden vertnogen. sc. Kassel-Bettenhausen, 15. ?tug. In der hiesigen Geistarkung wurdeii von enrein Acker die dort stehenden Weizen- Hansen aeslohlen mW gleich .an Ort und Stelle ausgedrofcheii ^te Orebe entkanren mit ihrer Beute img-ehmdert. -.-r,) ü Wll MIHI | CI u .^runi UHI ElgeMum nmerrr Völker beschützen. Wie wir schon fttcher'erklärten^ hätten wnr keine andere ernste Ursache zur Feindschaft gegen: Deutschland, rvenn dieses Land wegen der bedcmernswetten Fol^vi seines Vorgehens arrgesichts der Enttüstung der ganzen Welt Reue an den Oag gelegt hätte. Mer der U Boots-Krieg lvurde in den nmf, ani den Abbrrich der Beziehungen folgenden Monaten mit nnvermindetter Hestigkeit fortgesetzt. Nicht nur Deutschland, ^dern auch Oltzterreich-ttngarn verfolgt diesen Weg ohne Zögern' Er Volker Recht wurde dadurch verletzt, imd unsere Untettanen lewen ^ckmdeii und werdeii verwundet. Unsere anfrich- trgeHö!>kmmg, daß eine Besserung der Lage ein trete, ist jetzt zershott. O-ariMi wird hierniit erklärt, daß fett dein 14 August zehn U.hr morgens der .^kriegszustand mit Deutschland und Oesterreiä)-Ungarn besteht. Infolge davon Vetträge oder UebereinNrnle und 'Mmaämngen, welch- zwischen China einerseits und Deutschland nnd OesterrnäMngarn dererserts bestehen, sowie alle Teile internationaler Abmachmgen und Vetträge, die sich auf China einerseits nnd Deutschland und Oesterreich-Ungarn andererseits beziehen, aufgehoben. Die chine- Nsche .Regierung wird sich aber Ml die Haager Konvention imb alle internationalen Abmachungen über eine humwie .Miegfüh- rirng hallen. Die niederländische Gesandtschaft hat die Sorge für die österreichisch-ungarisch' Gesandtschaft und die dazu gehörigen t^sebäude nicht vor. Falls sie fick-! bewahrheitet, iverden die iiötigen Schritte unternommen, um die Interessen der Deutsck-Asiattftben Bank nach Möglich» feit zu wahren.) Frankreichs Ernährungsschwierjgkeiten. Berlin, 16.Aug. WTB. Nichtamtl. lieber die durch den U-Boot-".Krieg geschastenen Crnährungsschwierig ketten in Frankreich geben neuerlich ausgöftmdene Bttefe Mskunft. So schreibt """ c „Gestern und vorgestern man aus (siilais am 6. rmd 10. Juli: ukivcul uilv uvrge,rern gab aroße Lüftregiing unter den Hausfrauen von Calais. Die Gewina-An&ZBg dear !0. Preussisch-Söddeutschen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie L Klaaso. S. Ziebungsiag. 15. August 1817 Bäcker konnten wegen Mangels an Mehl und Kohlen kein Broc menr newrn. Man hat in den letzten Tagen die Bevölkerung durch Manerannhläge zur Ruhe anfßordern lassen, da zwei Tage lang taftächlic!) kein Brot da ivar." Ein Brief vom 14 Juli klagt' "Hch n-ar krank im Kops und Magen. Man hätte mich für ver- kalten können. Es geht noch vielen Leuten so wie mir, und bo* wach das Brot das wir zu essen bekoinmen. Ich glaube fast, daß man uns nmbringen tvill." Mch ein Brief vom 7 Juli meldet' DRft. der Ernährung ist es jetzt sehr schleckst bestellt. Du kannst Hir voisttellen, daß ich sehr abgenommen habe. Mer ich sage Dir frei l^erans, daß man vor Hunger fast umkommt." Generalstreik in Fimrland. 16. Aug. 'Politiken meldet wis Helfnig-. wrs: Die Deuernngsunnll?en hielten heute an. Heute ist in der finnischen .Hauptstadt der Generalstreik erklätt worden. Friedensknndgt'bnngen italienischer Sozialisten. Stockholm v 16. Aug. Dem „Allgemeen Handelsblad" wird Mts Lausanne geschrieben, daß die offiziellen italienischen Sozialsten mit dem Ruse nach sofortigem Frieden um jeden Preis Ernst macken. Ms vor einigen Tagen die beiden Delegierten de--' Arbelter- und Soldatenrates^ in Mailand ankamen, hielten die Sozialisten zusammen mit den Geiverkschaften trotz des s^lizei Verbotes einen großen Nnrzug durch die Stadt. Es konnte auck) nicht verhindert werderr, daß sie am Sonnabend abend eine riesige Versaulmlnng uiw Friedenskundgebungen veranstatteten Zahl rercke Abgeordnete und Parteiführer hielten ftiedensfteundlicke Reden, die lauten Beifall ernteten. Tie Fttedenspropaganda !n den Volts kreisen wächst zusehends. Anf Jedo ffMcgene rtnmmor sind nr«l gleich hohe winno g&tsllen, und «war Ja «(ner anf «II» Loie gleicher hanimer In den beiden Abteilungen I nad It (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) ln der Vormiltafrsziebring wurden Gewinn« über bfl ALark gezogen. 2 Gewinn© m 60000 M 122979 2 Gewinne zu 20000 M 113601 2 Gewinne zu 5000 M 168291 2 Gewinne zu 1000 M 69357 4 Gewinne zu 500 M 2409 22891 10 G«winn© zu 40Q M 24489 73293 110658 110396 138166 24 Gewinne zu 300 M 15404 39898 63775 69299 71034 99379 110412 156205 169258 172997 170157 191646 70 Gewinne zu 200 M 230 4221 4607 8355 0713 7389 30180 38034 47528 49114 60258 69119 62947 80877 38753 95404 99173 101916 102143 122977 126640 131000 132944 140216 140065 146449 155354 156453 159263 159380 164732 170342 176742 185134 201311 204942 216284 216870 ln der Nacbmiitagaziehung worden Gewinn« Qber &8 .Mark gezogen. 4 Oew.nne zu 3000 M 107551 118023 2 Gewinne zu 1000 M 6393 6 Gewinne zu 600 M 36805 186063 204640 16 Gewinne zu 400 M 9079 44700 96399 129687 136962 146939 186007 196219 18 Gewinne zu 300 M 7309 87773 91620 109683 131247 133672 144262 147787 218833 68 Gewinn« zu 200 M 909 30GG 15135 17363 26400 28338 28804 41325 73429 74976 75038 89107 89177 94083 103191 104770 121526 129977 14233» 165299 169190 17169« 173319 177488 180373 187604 jaeaei 212320 210433 J)ie Ziehung der 3. Klaese findet statt am üt sajfi. l-> JßlJ^ Lichtspielhaus • Bahnhoistrasse 34 . ®ST" Heute koici letzten Haie! ' a m Vortrag des ehemaligen Kampffliegers, jetzt Kriegsbeschädigten Herrn ITIa.ykeniper über die 6081a Hilitiirischen liamptnngxeu^e im Luftkriege, Als weitere Kriegsfilms gelangen noch zur Aufführung Maekensens Siegeszug durch die Dobrudscha und Ein heisser Kampftag iai der Champagne. Der Vortrag, sowie die Films sind sehr lehrreich und fesselnd. MWP Junger Kaufmann, z. Z. Soldat ia Gießen, sucht schr. Arbeiten, auch BuchstUirung in seinen Freistunden zu er- ledigeit. Schr.Angeb. u. 6069 a. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. Ordentlicher San;» (leicht kriegobefchädigt) sucht »um J. Sept. Stellung als Portier, Packer od. dergl. Angebote an 05041 Krämer, Wetzsteinstr. 42. .Uimies Mädchen mit guten Zeugnissen, welches drei Jahre selbständig einem .'iöauShall Vorstand, sucht Stelle als Stütze. Schristl. Angeb. unter 05047 an den Gießener Anzeiger erbeten. LehrMieUe für 14jäbr. 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Rasch nach langem Leiden im Alter ron 86 Jahren durch einen sanften Tod zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Adolph Fnise Adolph Berta Adolph Heinrich Adolph Harte Adolph. Klein-Linden, den 16. August 1017. 05049 Die'Beerdigung findet Samstag, den 18. August, nachmittags 4 Uhr. vom Sterbehause, Lebensgasse Nr. 2, aus statt. D. erk. ?er».,d. Mittm. nachm, net*. 2 Uhr a. d. Stratzenb. d. vamenregensehirm m. gl., ülb. hl nicke a.iich gen. hat, w. ers., d. Schirm lr spät. Sonnt, t. Cafe Lmsnäabzug.,widrf. Anz. erf. Ein Tee-Ersatz darf nicht schmecken wie Heiltee, sondern muh dem ausländischen Tee im Geschmack ganz nahe kommen. Einen solchen Ersatz für russischen oder chinesischen Tee erhalten Sie im 6072 ISetornilasaus, Krcnzplatt *">. Evangelischer Arbeiterverein. ^ Bon dem Ableben unseres Mitgliedes Herrn Karl Krombach setzen wir unsere Mitglieder geziemend in Kenntnis. Gietzen. den 16. August 1917. 6070 Die Beerdigung findet Samstag, den 18. August, nachmittags 3Uhr, ans dem Neuen Friedliche statt. Wegen Lnizags fällt meine 6063 Spreclsiunde einige Tage ans. Dl\ Kleill, Spezialarzt für Hautkranke, demnächst Ost-Anlage 37. Bekamttmachuug. 9iachstelien.de Bekanntmachung des Grotzh. Kreisamts Gietzen bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. Gleichzeitig fordere ich unter Hinweis aus die Strafbestimmungen die in Betracktt kommenden Personen der Stadt Gietzen auf, ihre Vorräte bis svätesteits 20. August 1917 auf dem Lebensmitlelamte. .Ummer 4. anzumelden. Gietzen, den 15. August 1917. Ter Oberbürgermeister (Lebensmitkelantt). Kriegsbeschädigte! Sonntag, den 19. August 1917. nachmittags Z'/z Uhr. findet im Saale des „Hotels Großherzog" eine öffentliche Versammlung statt. 6067 D Bekanntmachung» Betr. 8 ? za Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Einladung. Die verehrlichen Mitglieder roerdeu zu einer außer- ordentlichen Hauptversammlung, welche Imki Den 29 . Allgvß IjD. K. abends 8 Uhr im Saale der Herberge zur Heimat dahier stattfinden soll, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Satzungs-Aenderung: hier Aenderung des 8 1, Absatz 1 (Firma», sowie des 8 32 (Ausnahme von Mitgliedern!. Gietzen. am 17. August 1917. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der BauMMsW Ses ev. Arbtiterverms zir Kicßeii, Eiugetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. ;076 D Dr. Krausmüller. zrühweitzkohl eingetroffen! Wird in allen 8<»dttvert«Hrins^teHvn abgegeben, solange Vorrat reicht. Konsumverein für Gießen und Umgegend. 6088 Der Vorstand. Grummetgras-Verfteiqerunst. Das Grummetgras von den Domanialwiefen in den Gemarkungen Alten-Buseck. Gietzen und Wieseck wird versteigert: L in der Gemarkung Alten-Btiseck Donnerstag, den 23. Augntt l. 3», vormittags 9 Udr, in der Otto Rabenau'schen Wirtschaft zu Alren Buseck, 2. in der Gemarkung Wieseck Freitag, den 24.Aug. l. Js., vormittags 1« Uhr, in der W. PH. Bierau'schen Wirtschaft zu Wieseck: 3. in der Gemarkung Gießen au demselben Tage, nachmittags 2 Nbr, in der Harnickel schen Wirtschaft im Philosophenwald bei Gietzen. Gietzen, am 16. August 1917. Bestandsaufnahme der Vorräte früherer Ernten an Früchten oder an Mehl usw. Nach S 75 der Reichsgetreideordnung ist jeder Bewohner deS Kreises, der mit Beginn des 16. August 1917 Vorräte aus früheren Ernten, d. s. Roggen, Weizen, Spelz (Dinkel, Fesen!, Emer und Einkorn. Gerste, Hafer, Erbsen, einschl. Futtererbsen aller Art (Peluschken), Bohnen, cinsäil. Ackerbohnen, Linsen. Wicken. Buchweizen. Hirse oder au Mehl aus Roggen, Weizen. Svelz (Dinkel. Fesen». Emer und Einkorn allein oder mit anderm Niehl gemischt, sowie an Schrot, Grauveu, Grütze, Flocken allein oder mit anderen Nahrungsmitteln gemischt, im Gewahrsam hat, verpflichtet, sie getrennt nach Arten und Eigen- lümern den. Kommunalverband anzuzeigen. Vorräte, die mit dem Beginn deS 16. August 1917 unterwegs sind, sind von dem Empfänger unverzüglich nach dem Empfang dem Kommunalverband anzuzeigen. Die Anzeigevilickit erstreckt sich nicht aus 1. Vorräte, die bei eiuem Besitzer an a> Brotgetreide iRoggeu, Weizen, Svelz (Dinkel, Fesen), Emer und Eutkorn. aucki in Misckiung mit Gerstel, b» anderem Getreide (Gerste, Hafer», c) Hülsensrüchtcn (Erbsen einschl. Peluschken, Bohnen, einschl. Ackerbohnen. Zinsen und Wicken», d» Buchweizen und Hirse einschl. der aus der betreffenden Fruchtart hergestellten Erzeugnisse (Mehl, Grattven usw.» je 50 Pmnd nicht übersteigen. 2. Vorräte an aus den obengenannten Früchten hergestellten Erzeugnisse, die durch einen.Kommunalverband an Händler, Verarbeiter oder Verbraucher seines Bezirkes nach Matzgabe der für den Kommunalverband bestehenden Bestimmungen über die VcrbrauchS- regelung bereits abgegeben sind. Aus Grund dieser Bestimmungen werden alle Personen, auf die die vorstehenden Bestimmungen Anwendung finden, ansgesordert, bis spätestens 20. August 1917 die nötigen Angaben auf der Bürgermeisterei ihres Wohnorts zu machen. Wer die Anzeige nicht in der gesetzten Frist erstattet oder wer wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 50000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Gietzen. den 14. August 1917. 6089B G rotzherzogliches Kreisern! Gießen. Dr. Usinger. __ 6an* Adorf Vorsitzender des ,,Verbandes wirtschaftlicher Vereinigungen Kriegsbeschädigter für das Deutsche Reich" spricht über 3u>eü und Ziele unserer Organisation. Kein Kriegsbeschädigter darf fehlen! Bringt eure Kriegsbeschädigten Bekannten und Freunde mit! Die Behörde, sowie Konfessionen, Arbeitgeber, Berufsverbände, Parteivorstände u. sonstigeInteressentensindebenfalls frdl. eingeladen. wirtschaftliche Vere inigung Krieg sbeschä digter Gietz en. §3. Die Besitzer hallen für rechtzeitige Einerntung' der ausgereiften Nüsse, sorgfältiges Läuseln ^Entfernender grünen Hülle), sowie geeignete Aufbewahrung undl pflegliche Behaiwlung der Nüsse zu sorgen. Sie dürfen an ihnen keine Aenderungen, die mit der pfleglichen Be- hmrdlung nicht Zusammenhängen, vornehmen, sie insbesondere weder verzehren noch verfüttern noch verarbeiten. Oelmühlen ist die Verarbeitung von Walnüssen zil Oe! ohne Genchmigimg des nnterz-ichueten, Ministeriums untersagt. § 4. Tie Walnüsse sind den von dem Gr. Ministerium (des Innern. Abteilung für Landwirtschaft. .Handel und Gewerbe, bestimmten Stellen in schalentrockenem. gesundem Zustande käuflich zu überlassen und ans Abruf verladen. Her Besitzer kann seinerseits verlangen, daß die betreffenden Stellen die Vorräte käuflich übernehmen, Und eine Frist zur Abnahme setzen, die mindestens vier Wochen betragen muß. Nach Ablauf dieser Frist erlischt die Absatzbeschränkimg nach § 1. mmm | 2 Zimmer | l leere Partem-Miner mit Gas u. elettr. Licht, auch geeignet z. Unterstellen von Möbeln, zu verm. Näheres 05062 Müblftr. 2, Laden. 85. Tas Kreisamt kann arwrdnen, daß die Walnüsse Grotzh. Obersörfterei Gietzen. K o e h l e r. 60668 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. (§riiN«ichclis-KkrfttiMn§ der Stabt knien Samstag, den 18., Montag, den 20. und Dienstag, den 21. Augntt 1017 soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag, den 18. Augntt, nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle bei der Aktienbrnuerei, am Ohleberg- weg bei der Heyligenftädt schen Fabrik. Zusammenkunft in der Liebigstrahe vor der Hepligemtädt schon Fabrik. Montag, den 20. Augntt a) vormittags 9 ltbr Zusammenkunft aut Schlacht- bos von den Wiesen im Neirstädterfekd und am Elektrizitätswerk. b) vormittaas 10 UUr in der Restauration von Melchior Schäfer Wwe.. Kaiser Allee 4, von den Wiesen tnt Heeg st rauch und Rußland. e) nachmittags 2 Ikhr im Philofopheuwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wieseckerlal, von den Hospital wiesen in der Gemarkung Wieseck, di nachmittags Nbr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, de« 21. Augntt »1 vormittags 9 ttbr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen. von den Wiesen im Stolzenmor gen, am Utersbrunnen und Altentisch, bl nachmittags 1 Ubr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Grotzen-Buseck Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen. wollen sich an den städtischen Wiesenwärter Bellas. Wolsstratze 15. wenden. Die Grotzherzogltchen Bürgermeistereien der um - 'legenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ■brr, Gemeinde bekanntmachen zu lasten. Gietzen, den 1l. August 1917. 6013 Ter Oberbürgermeister. I. B.: Emmelius. Betr.: Bekanntmachung über Walnüsse. Nachstehend bringe ich die beiden Bekanntmachungen Grotzh. Ministeriums des Innern vom 30. Juli 1917 hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß es im Interesse der Vermehrung der Oelvorrcrte für die Gesamtbevölkerungj von großer Wichtigkeit ist, wenn alle Walnüsse gesammelt und abgeliefert werden. lWer Walnüsse erntet, ist verpflichtet, die ganze Walnutzernte alsbald nach ihrer Einbringung dem Oberbürgermeister lStabthaus Zimmer Nr. 6) anzuzeigen. Die Lln^eige hat zu enthalten: den Namen des Besitzers, die Zahl der zu seiner Haushaltung gehörigen Personen! 'und seines Viehstandes und die geerntete Gewichtsmenge igeläufelter Nüsse. Der Verkauf von Walnüssen, culch grünen, ist streng verboten. Tie Ablieferungspflicht erstreckt sich auf die Gesamternte mm Preise von 35 Mark für den Zentner. Jede Zurücchaltnng von Walnüssen, auch zum eigenen Verbrauch und znr eigenen Oel- gewinnnng, ist verboten und strafbar. Oelmühlen ist die Verarbeitung von Walnüssen zu Oel ohne Genehmigung des Ministeriums des Innern untersagt. Schlagscheine (werden nicht ausgestellt. Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachungen werden mit Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Werden Walnüsse den bestehenden Vorschriftein! zuwider abgesetzt, so kann neben der Strafe auf Einziehung der Vorräte erkannt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Rücksicht darauf, ob sie dem Täter gehören oder nicht. Gietzen, den 13. »August 1917. Der Oberbürgermeister. I. V.: E m m e l i. u s. Bekanntmachung über die Walnüsse. Vom 30. Juli 1917. Aus Grund der Bundesratsverordnung über die Er richtung von Preisprüfungsftellen und die Versorgungs reyelnng vom 25. September / 4. November 1915 wird ürtter Aufhebung der Bekanntmachung vom 14. Septent der 1916 (Reg.-Bl. S. 137 ff.) folgendes verordnet: 81. Alle im Grotzherzogtlim anfallenden Walnüsse sind an die von Grvtzh. Ministerium des Innern, Ab- «deilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, be stimmten Stellen abzuliefern. Die Ausfuhr von Wal nässen aus dem Grotzherzogtum, der das Unternehmen der Ausfuhr g leidige stellt ist, ist verboten. Kauf- und sonstige Lieferimgsverträge, die bereits vor JnkrafÜ-, '.treten dieser Bekanittmachrmg abgeschlossen worden sind sind nichtig und dürfen nicht erfüllt werden. $ 2. Wer Walnüsse erntet, ist verpflichtet die ge fcmrte Walnutzernte alsbald nach ihrer Einbringung der Bürgermeisterei (dem Oberbürgermeister, Bürgermeister anzuzeigen. Die Anzeigen sind in einem Verzeichnis znsammenznstellcn. Dasselbe liat zu enthalten den Namen» des Besitzers, die (Zahl der zu seiner Haushaltung gehört, gen Personen und seines Viehstandes, und die von jedem Besitzer geerntete wichtsmen ge geläufelter Nüsse. Es ist in ihm au zu gebeut ob der Besitzer die Rücklieferung von Walnußkuchen und Oel nach 8 10 dieser Bekanntmachung beantragt. Die Bürgermeisterei (Oberbürger- meifter, Bürgermeister! iyai dafür Sorge zu tragen und ist dafür verantwortlich, daß die Walmisse vollständig von jedem Besitzer in der Gemarkung geerntet imd die geerMeten Mengen rollständig angezc'igt imd abgeliesertt werden. [ Verschiedene j Raus.-Wohnung m verm. 04995 Braudgasse 6. Kl. Maus IVvhng. m. Gas an einz.Frau z. um. Steiastr. 67. 1 1Wohl. Zimmer\ von beni Besitzer mit den Mitteln seines Betriebes binnen einer bestimmten Frist geerntet werden. Kommt der Besitzer dem Verlangen nicht nach, so, kamt das Kreis- amt das Abernten auf Kosten und, Gefahr des Besitzers durch einen Dritten vornehmen lassen. Der Verpflichkete hat die Aberntung mit den Mitteln seines Betriebes zu gestatten. $6. Erfolgt die Ueberlassung der Vorräte nicht freiwillig, so wird das Eigentum von dem Kreisamt auf Antrag der nack> 8 4 bezeichnctcn, Mnahmestellen auf diese übertrageit. Die Anordnung ist an den Besitzer zu richten. Das Eigentum geht über, fobatd die Anordnung dem Besitzer zugehl. 8 7. Die Abnahmestellen haben den zur Ueberlassung Verpflichteten für die abgenommene Menge einen angemessenen Uebernahmepreis, der den Betrag von 35 Mk. ür den Zentner nicht übersteigen darf, zu zahlen. Der Preis versteht sich für Lieferung frei nächste Bahnstation des Lieferungsorts. Die Preise getten für Lieferung vhne Sack. Die Zahlung des Preises erfolgt sofort bei Abnahme. 8 8. Ist der Verkäufer mit dem gebotenen Preise nicht einverstanden, so setzt der für den Ort, von dem aus die Lieferung erfolgen soll, zuständige Provinzialaus- 'chuß den Preis endgültig fest. Er bestimmt, wer die baren Auslagen dos Verfahrens zu tragen hat. Der Verpflichtete hat ohne Rücksicht auf die endgültige Festsetzung des Uebernahmepreises zu liefern. Die Abnahmestellen haben, ivorläusig den von ihnen für angemessen erachteten Preis zu zahlen. 89. Der in 8 8 bezeichnete Provinzialausschuß ent sck>eidet »endgültig über alle Streitigkeiten, die fid) zwischen den Beteiligten bei der Durchführung dieser Bekannt machung ergeben. 810. Die Walnüsse Üverden nach Anweisung des untere zeichneten Ministeriums auf Speiseöl verarbeitet. Das gewonnene Oel wird der EinkaufsgeseUschaft für das Grotzherzogtmn Hessen m. b. H. Mainz zur Verfügung gestellt. Diese hat bei Verteilung des Oels diejenigen! LieferungSpflichtigen, die 50 Pfund und mehr geläufeltef Walnüsse abgeliefert haben, nach noch ergehender An Weisung des Unterzeichneten Ministeriums auf Antrag (siehe 8 2) besonders zu berücksichtigen. Die bei der Oel- gewinmmg anfallenden Futtermittel sind dem Kommunalverband für Milch-- und Speisefettversorgung Grotzherzogtum Hessen in Darmstadt zur Verfügung zu stellen. LieferUngspflichtigen, die 50 Pfund und mehr geläuselte Walnüsse geliefert haben., sind auf Antrag (siehe 8 2) stw den eigenen Bedarf Oetkuchen zu liefern. Diese Rücklieferung darf die Hälfte der Ausbeute an Oelkuchen, die auS den gelieferten Walnüssen gewvnnerc werden, nicht (übersteigen. Eine Anrechnung, auf die Futtermittel, die die Landessuttermittelstelle liefert, sindet nicht statt. 811. Zuwiderhandlungen gegen diese Bekannt- miachung werden mit Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Werden Walnüsse der Vorschrift des 81 zuwider abgesetzt, so "kann neben der Strafe auf Einziehung der Vorräte er- kannt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Rücksüht darauf, ob sic dem Täter gehören, oder nicht. 812. Diese Dekanntnurchimg tritt mit dem Tage der Derkündigrmg in Kraft. Tarmstadt, den 30. Juli 1917. Grvtzherzogliches Ministerium des Innern. Ä. V.: gcz. Schliephake. Bekanntmachung. betr. die Ansführung der Verordnung über die Walnüsse. Vom 30. Juli 1917. Auf Grund der 88 1, 4, 10 der Bckanntmadmng über die Walnüsse vom 30. Juli 1917 wird bestimmt: Tie geernteten geläuscltcn Walnüsse sind an die Firma Eonrad Appel, forst- und landwirtsdiaftliche Samen wierke in Dvrnistadt, abzulicfern. Die genannte Firma wird Lluffünser bestimnicn, die mit von uns vollzogenen! ^lusweiskarten versehen sind. Tie OHiffc dürfen mir an diese Aufkäufer abgeliefert werden Tarmstadt, den 30. Juli 1917. 60758 Grvtzherzoglidies Ministeriunt des Innern. Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, gez. Schliephake. Pension Brand! Neuen Bäua 22 (Bellcvue)Zim. m.u.ohneBer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mil- tag- u. Abendtisch. Elektrisä) Licht, Bad. 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