Nr. \9\ Erstes Blatt M. Jahrgang Der Gietzoer Lnzei-er erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener FamiUenblüttrr; Kreisblatt für den Kreis Giehen. vezuzspreir: monail. 1 Mk.. vierteljährlich 3 DU.- durch Äbhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePost Dtk. 3.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. oernsprech - An schliche: 'ür die Schrittleitung 112 Verlag. Geschättsstelleöl richten: Anzeiger Gießen. 3 wittlng§nin-tzruck u. Verlag: yrühl'sche Uniy.-Bllch-u. ZLeinöruäerei R. Lange, bchriftlertung, Geschäftsstelle u. Druckerei: zchulftr. 7 Donnerstag, 16. August \%l Postscheckkonto: $ranffurt a.M. 1168ö General-Anzeiger für Gderhessen Banfoerfeifr: Gewerbeban! Gießen Anuahme ton Anzeigen *. bt? Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Seiltirprcifc: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hanptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. (WDv., Krohes Hauptquartier, 15. August. 'Amtlich.) Wcstlichcr Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Gesteigerte A p w e h r w i r k u n g unserer Kampf- artillerie in Flandern erznmng fiir einen Teil des gestrigen Tages ein Nachlassen des feindlichen Zerstörungsfeuers. Die eingesetzten Mmitwnsnrengcn entlasteten die Infanterie. Erst gegen Atzend konnte der Feind mit voller Kraft den Feuerkanrpf wieder aufnehmen, der die Nacht hindurch in großer Stärke audauerte. Durch Angriffe wurden englische Atzteilungen, die sich tzei Langemarck über den Steenbach vorgearbeitet hatten, aufgerieben. Heftige Teilüngriffe der Engländer südlich »wn Freezen berg und beiderseits von Hoogc wurden abgeschlagen. Fm Arlvis verstärkte sich der Artilleriekampf zwischen ^>ulluch und Lens besonders in den heutigen Morgenstunden. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Chemin des Däines scheiterten liei l5ernp mehr Malige Angriffe der Franzosen, die zur Vorbereitung ihres Stoßes starke Artillerie eingesetzt hatten. Auch in anderen Ab schnitten dieser und der Ehmnpaguc-Front kam es zu leb haften Feuerkämvfcn. Auf beiden Ufern der Maas hält die vermehrte Artil- lerietatigkeit. vielfach mit Feuerstößen stärkster Wirkung zusammen gefaßt. an. Auch hier waren die Ergebnisse der Kampftätigkeit unserer Batterien durch zeitweise Lahmlegung der feindlichen Artillerie erkennbar. Heeresgruppe Herzog Alv recht. Fm Sundgau hielt die Steigerung des gegenseitigen Feuers auch nachts an. * , Durch Schneid und Können haben fick dir Schlacht ftaffeln unserer Flieger zur wertvollen Angriffswaffc auch gegen^Grabenzielr und Batterien entwickelt. Fn Luftkämpfeu. die in Flandern besonders zahlreich !ri rel kJ m ^ Abnuhrsener und gestern zwanzig feindliche Flieger und vier Fefselballone abgeschossen worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. , _ Zwischen dem nördlichen Sereth und dem Zbrucz er- hr.hte »ich die Feuertätigkeit. Südöstlich von Taruopol brachen r in nsch c Vo rstö ßc, denen Panzertraftwagen Halt geben wlltcn, vor unseren Stellungen z u s a m m e n. Front des Generalober st en Erzherzog Josef. Südlich des Trotuful-Tales versuchte der Feind durch starke Entlastungsangriffe den Rückzug der inneren Flügel der 2. runkänischen und der 4. russischen Armee zu decken Alle Angriffe sind zurückgeschlagen worden. Unsere Truppen drängten ü b c r S o v e i a hinaus nach. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von M a ck e n s e n. Dem im Bergland zu beiden Seiten der Putna nach Nordosten weichenden Feind folgten unsere Kolonnen. Am Rande des Gebirges wurde Stravani (nord- westlich von Panciu) genommen. - . v£i c ülMeich vordringcnden Truppen brachten heftige femdffchc Gegenangriffe zum Scheitern. . . ^ der Screth-Niederung stürmten deutsche Dlvls tonen den auf dem westlichen Ftnßuftr gelegenen. zäh verteidigten Brückenkopf von B a l t a r c t n. Außer hohen^blutigen Verlusten büßten Russen und Rumänen am Sereth und im Gebirge über 30 0 0 Gefangene. mehrere Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre ein. Mazedonische Front. von Bedeutung. Ein Meöemvsrschlag des Papstes. Der Erste Generalauartiermeister L n d e n d o r f f. * Der Abcndbericht. Berlin, 15. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Wechselnd starker A r t i l l e r i e k a m p f in Flandern. im Artois, an der Ais ne und bei Verdun Inmnteriekämpfe bisher nur nördlich Lens und östlich Cer^ nyen-Laonnois im Gange. , ,u ^ n { V { & ßr Verfolgung im Gebirge und bei Angriffen am sereth gute Fortschritte. Während der „SBotöimiS 1 " angesichts der „Situation von ungeheurer Klarheit, der gegenüber es kein Versteckspielen unv fehl Kopf-in-den-Sand-steckmi gibt", die neueste, nunt zn befolgende Politik in dem Schlußsätze zusammensaßt: „In diesem Aitgenblick gibtts nur noch eine Möglichkeit: uns unserer.haut zu wehren" — taucht am Horizonte hinter dein erloschenen Stern' von Stockholm eine neue Miedensfonne auf. Der Papst gedenkt, »nie italienische und englische Blätter berichten, in den nächsten Tagen einen neuen Friedensvorschlag zu veröffentlichen. Der Vorschlag wird in seinen: inhaltlichen llmriß schon mitgeteilt, und es herrscht kein Zweifel, daß es sich! hier wirtlich um einen bedeutungsvollen und interessanten Schritt zur Förderung des Weltfriedens handeln wird? Der Gedanke drängt sich auf, ob diese Friedensbewegung des Vatikans irgendeinen Zujanrmenhang hat mit der Haltung des Zentrums, dem Vorstoß Erzbergers im Reichstag. Es ist beinahe zu vermuten. Der Fall ist denkbar, daß das Zentrum dem Vorgehen des Papstes im deutschen Parlament und im deutscheu Volk einen Weg hatte bahnen sollen. Freilich, w i e nun auch der Vorschlag Benedikts ausfehen mag und welche Wirkung er jetzt auch her- U? r .f Y u ^f t lvird — es bleibt dabei, daß das Erzbergersche Präludium uns nur zum Nachteil ausgeschlagen ist. Kunst- geubte Hände geftalteten die psychologische Verhandlungs- atnrosphäre für uns ungünstig. Der Eindruck läßt sich nicht mehr aus der Welt schassen, daß wir Deutsche und unsere Vundesgenoisen den Frieden notwendiger hätten als unsere Gegner, daß wir uns also zu schwach fühlten, um noch an linieren Sieg zu glauben. Und jetzt bereitet uns der Papst, bewußt oder unbewußt, vielleicht eine neue Niederlage, ähnlich derjenigen, in die das Vorgehen des schweizerischen Na- ttonalrates Hofmann schließlich umgemünzt worden ist. ^xhon ruft uns die englische Presse entgegen, diese Frie- oensnote des Papstes sei eine verkappte deutsche Mache. Na- urttch gebärdet man sich zu der Inhaltsangabe des päpstlichen Vorschlages noch genau so widerstrebend und uunach- 3 ä?brg wie vorher. Drüben spielt man eben fortdauernd den Mächtigen und Starken, während »vir in die Rolle des Bcktendeu und Demütigen herabgestoßen werden. Wie wir »chon darlcgten. ist dies für den Fall wirtlich beginnender Verhandlungen unser Nachteil. Drüben überspannte For- derungeir — der uns Bescheidung und Verzicht. Barfüße, Pan- c » /yv . ' tvuii y ixiLV /OUl | UnL» öte Mi Canossa erinnern. Das „neutrale" Ausland tvird uns dann Vorhalten, daß wir froh sein müßten, wenn wir beit Gegnern etwas abhandeln können. Es fragt sich nach wie vor, oL wrr uns s o schieben lassen können, ob wir den auf den gegnerischen Vorteil bergerichteten falschen Mittelwea beschreiten können. Wäre es nicht am Ende besser, eigene iele und Wünsche zu haben, keine 'überannexionisti- Südöstlich von T a r no po l scheiterte ein durch zerkraftwagen begleiteter russischer Vorstoß. Italienischer Kriegsschauplatz. ... Uebcr dem Jsonzo wurden gestern in zahlreichen Luft- kampfen fünf feindliche Flieger aügeschossen. B a l k a n k r i c g s s ch a u p l a tz. UnveränDert. Der Chef des Generalstabes. * Ereignisse zur See. m , W Erwiderung auf die letzten Fliegerangriffe auf Pola snhrte in den frühen Morgenstunden des 14. August eine größere Anzahl von Seeslugzeugen im-Zusammenwirken mit ^andslugzeugen gegen das Seearsenal van Venedig eine Unternehmung durch, die trotz widriger Witterungsverhaltnisse und sehr starker Gegenwirkung durch Geschützfeuer und feindliche Abwchrflieger sehr guten Erfolg üattc Unfere Flugzeuge konnten aus geringer Hohe sehr gute Eulfchlage der schweren und leichten Bomben von etwa vier gönnen Gesamtgewicht und Brandwirkuug beobachten. Ein Seeslugzcug und zwei Lustflugzeuge werden vermißt. Feind uche ^.orpedoemheiten zogen sich vor unserer die Flieger deckenden Flottillenabteilung zurück. Feindliche Vombeu- wurse gegen diese Abteilung und auf Parcnczo hatten keinerlei Erfolg. Flottenkommando. Die Kämpfe in IDcft und ©ff. Ser Hit, 15. Aug. (WTB.) Die mit 'uiwermurderter <3tai k? Ltt'hr. v. Zedlitz fintte bekanntlich vor einigen Tagen fejtgcltellt. die Anfnahme der Mehrbeitsentschiießunq des ^nchstags im feindlichen Auslände komme einer „schallen- den Olir,elge' fnr die Firma Scheidemann-Ertberaer gleich. Heute nt dm „Botwärts" endlich Mr selben Ansicht gelangt, und er druckt ,,e in der gleichen Bildersprache aus! „Tie .Antwort mrf die nnsgc,treckte Zchiedenshand ist die schulet- ,terndc Boxerfaust gcivesen." In beMg auf die Pässeker- weigernng spritbt das Blatt von emeni „Bachenstreich durch die westlichen Ententemächte", und es füg, hinzu, nehme der Svlv,ct. der russische Arbeiter- und Sakdatenrat, diesen Backenitreich löirfHrJ; ruhig hin. „so müßte das allerdings Z-tchen gedeutet iverden, daß das Feuer der Revolution FN Rußland ausgebrcrnnt isv". ■-Y, _. . -7 T“. ' P «.Ult UUCLUUIlUjIlUIll n=* irijeit, wie sie die Alldeutschen wünschen, sondern klar um- iistene, toohl erwogene Mindestforderungen, die sich auf das Ü, i 9em o V n ...? 1l9ebe . ute , te Programm des Reichskanzlers ausbauen .Hatten wir solche, hätte unsere Regierung vor dem Kanzlerwechsel sich^ nicht z u bescheiden und anspruchslos im Hintergründe gehalten, so vermöchten wir uns jetzt alle zu sagen, ob der römische Vorschlag zu unseren Gunsten oder L? Nachteil abgefaßt sei. Jetzt aber messen wir die Ratschluise des Papftes hauptsächlich mit dem Verhättnis- maßstabe unserer Feinde. Wenn die Inhaltsangabe stimmt, -2 e5 Tlat ^ dem Papste keine Eroberungen und keine Ent- fchadigungen geben, aber die von den Mittelmächten zerstörten Königreiche und sonstigen besetzten Lander sollen von uns „wiederhergestellt" werden, wobei sich über die Kosten- ^^^bsfrage also doch noch sprechen lassen soll. Auch Elsaß-Lothringen, Trentino und Triest bleiben „Fragen die im versöhnlichen Gerste zu erledigen seien. Man sieht, wie uns der Feind bei den Verhandlungen in die Tesensive drangt! Zu unserem Trost schlägt der Papst die Zuruckgabe der deutscheu Kolonien vor. Was er sich unter „Richterstuhlen der Nationen", der „Freiheit der Meere" und deni neuen „Schiedsgerichtsverfahren" vorstellt, darüber zu reden unterläßt man am besten, bis der Wortlaut der Note erschienen sein wird. Immerhin, lassen sich die Gegner auf Verhandlungen in solcher Richtungslime em, so wäre uns wenigstens eine Gelegeilheit geboLen, den 9?ebel zu lichten, der zu unserenr Nachtelte auf den Friedenslinien verbreitet ivorden ist. Geschickte deutsche Staatsinänner könnten an u n s e r e m Seilende Einmal ihre Kraft erproben und die feist gemästete zum ^'tuge unfähige, unmögliche englische Friedenstaube auf em natürliches und zuträgliches Körpergewicht bringen Aller Boraussicyt nach wird Deutschland dem päpstlichen Borscklaa nicht auswerchen. J Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 15. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautvirrti Oestlicher Kriegsschauplatz. Der Angriff nördlich von Forsani wurde mit Erfolg fortgesetzt. Unsere Verbündeten bemächtigten sich des Brückenkopfes Baltaretu und des mit großer Zähigkeit verteidigten Dorfes Strammi bei Panciu. Das Vordringen unserer Str.-ltkrefte ,zwang westlich der Linie Negrilesci—So- vem stehende russisch-rumänische Divisionen, ihre vor einigen Wochen unter schweren Opfern gewonnenen Stellungen auszugebrn. * Wir folgen dem.prrückweichenden Feinde. Bei O c n a brachen slch neue Angriffswellen mn Widerstand unserer Truppen. ' Vei Focsani und bei den Kämpfen im Trotus-Gebiet wurden dem Femde neuerlich über 3000 Mann und mehrere Geschüüe abgeiwmWep. ^ anhaltende A b w e h r w i r k u n g der deutschen Artillerie an der Flandern-Front ließ auck) am 14. Angust alle eng- Uidjai .inittnigirngcn, ans den zerschossenen und verschlammten Trichterfeldern heranszukomnien, scheitern. IN den WassergesÄlten erleidet die englische Infanterie außer durch das oeutfchc Artillerie- mid Minenfeurr dauernd schwere Ausfälle durch Zrvanth'eit und Erschöpsnng. Aber sowohl ein englischer Angriff am Acvrgen des 14. t;t der liegend von Laiigemarck wie anck) starke -t-erlangrinc östlich von Ypern in der Nacht zum 15. Ammst wurden, restlos abgewiesen Die starke Gefechtstäligkeit hielt die ganze Nacht kmwurch bis 6 Uhr Morgens an. Deutsche Palrouilleu stießen oiel- Mglische -richterseld vor und brachten Gefangene znrück. .Am Wege Bixschoote—Langemarck wurde ein Engländernest gesäubert. s irn bet Ar rasfron t prüften die Engländer durch zahlreich ^vgetrrebene starke Patrouillen den Erfolg ihrer ArttUerietätigkeit der letzten Tage. Die Pattouillen wurden überall abgewiesen. Daraufhin nahtzeen die Engländer das Attilleriefeuer besonders au^ die Müffchen Stellungen vor und beiderseits Lens mir großer Starke wieder^aus. In der Nacht flaute das Feuer ab, nm am Morgen des 15. erneut Mit außerordentlicher Heftigkeit einzusetzen. sz-st-I/st oer. Gegend von St. Quentin wurden bei gesteigerter llttillerietatigkeit mehrfache englische Pattoickllen abgewiesen. Aii der A i s ite f r o n t wirrden zwei französische Angriffe bei i^ermy zuruckgewieieii, in der Ebampagne zwei gegen die deutschen Stellungen vorfühlende Stoßtrupps im Nahkampf abgeschlagen. . c r .^ 11115 r o n t dauert das Ringen der bei- o en Artillerie lt um die Feuerüberlegenheit an. In den Vor- mrltagsitunden des 14. August war das französische Attilleriefeuer Miter denr Einfluß der deuffchen Abwehrwirkung abgeftaut. Von .'Aittag an lebte es wieder aus und erreichte am Nachmittag die größte Heftigkeit. Seitdem d a u e r t d i e A r t i l l e r i e s ch l a ch t un n n t e rb ro chen an. Das frmizösische Feuer konzentriert sich Wald von Avoeourt, die Höhe 304, den Talon-Rücken, ßsvsfev-Wald und die Gegend von Baur. Im O st e n sind von der Ostsee bis zum Trotus besoirdere Er- eignpie Nicht zu Metzen. Die Kampstätigkeit konzentrierte sich in der uidiveittichen Moldau. .Hier batte die russisch-rumänische Offen live sich mit bemerkensiverter Zähigkest verbissen nnd die Angriffe wrtge,etzt, auch als dirrch die weiteren Erfolge des deickschen Durch- bruchs bei Zloezow sich die Gesamllage von Grrmd aus gewidert Ese. pn immer erneuten Angriffen, vor allem ^egen den Mqr ditnxunliit nt hier Me Elite des neu.aufgestellten nnd nen organisierten rumänischen .Heeres geovsert worden Erft letzt unter dem Druck der im Norden von Foesäni vvr- drrngenden Truppen Mackensens haben die Russo-Rumänen zwischen den Flußlamen des Casmu mrd Putna den Rüchmg augetreten, w Verbündeten folgen ihnen iM scharfen .Nachdringen nnd sind reiw über oooeja hinaus vorgedrungen. Die Heeresgruppe Mackensen ist tut loeiteren zähen Vor- ^-mgen zimichen Sereth und dem Gebirge. Mst der Besetzimg von E^ritil ist Mc Babnlinie von Teeueia am lmstlickien Sereth-Ufer sttzt völlig in den Haiidim der Verlmudeten und den Ruffo-N„inanen m der Iüblichen Moldau die w l ch t i g st e rückwärtige ^er- Der linke Flügel schiebt sich staffelförmig m Iben Bergen vor und überflügelt so von den überhöhendm Berg rändern ausdie noch inder.Ebene balterrden Russen und Rumänen StnEdO^ X t ^ Set6e ^ besetzt und nördlich der Susita Der türkische Bericht. riÄ f ‘n Vr n °,? cI c; " Au«, (WM.) Amtliche Timesbc- yfnr ^eriien sind unsere Truppen im Vorgehen in der Richtung auf Bane m^^"^k-susfront ffcriet eine 32 Mann starke anen DEerhalt^ FüinfzeW Mwrn wurden getötet der Rest entkam verimmdet. An einzelnen Stellen der Front leichtes Infanterie- und Artilleriefeuer. Nackt Vomfeindliche Konrpagnieu, die in der August gegen unsere Linien östlich der hstrza- Rkßen, wurden durch unsere Patrmnllen zur Umkedr gezwungen. ^ m yr na wurde erneut von feindlichen Fliegern Durch ihr? Bomben wurden zuui Frauen ge- rftwl und zwei Kinder verwundet. Der angerichtete Material,chaden ist ganz uubedeuterld. Unsere Fuli-Erfolge im Luftkamps. Berlin, 15. Aug. (WTB. Aintlichj.) Im Monat Fuli Rogner auf allen Fronten nn ganzen Loo F l ugzeu ge nnd 34 Baklone verloren. Wir ^gegenüber 60 Augzeuge und Lernen Ballon cm- Auf die Westfront allein entfallen von den 236 außer Gefecht gesetzten feindlichen Flugzeugen 220, von den 60 deutschen 52. 3m einzelnen. setzt sich die Gesamtsumme folgendermaßen zusammen: 218 Flugzeuge wurden im Luftkampf, 29 durch Fliegerabwehrkanonen abgeschlossen, 5 landeten unfreiwillig hinter unseren Linien. Bon diesen Flugzeugen sind 08 in unserem Besitz, 115 sind jenseits unserer Linien erkennbar abgestürzt, 23 jenseits zur Laudung gezwungen. Berlin. 15 Äug. (WTB. Nichtamtl.'t Aus dem amiUrtvm deutschen Bericht über die Ergebnisse der Luftkamv'c im 3uii geht licrcot, daß unsere Gegner im letzten Monat riu-.^ viermal so viel Flugzeuge verloren haben, als wir. xas i)t ein Ltbsichlußf lber für die Tapferkeit unserer Flieger und für du 'Nichtigkeit unserer Rüstungsindustrie ein beredtes Zeugnis ablegt. Ter französische Fnnkspruch und die „Times" haben aur Grund anitlid^n Materials gleichfalls eine Gegenüberstellung der widerseitigen Lustsiege veröffentlicht. Wenn die französische und die englische Ausstellung schon unter sich nicht tiberetnstrm-mt, ,o brauchen lvir uns nicht zu wundern, daß sie mit den inneren, vollends unvereinbar ist. Nach dem englischen Bericht haben Me Engländer allein 253, mit den Franzosen und Belgiern zuiainnien 338 deutsche Flugzeuge abgeschossen. Als ihre eigenen Bermlte geben Misere Gegner nur 129 Flugzeuge an. ^re Mittel, ourch die die Engländer und Franzosen diefür si^ höchst ungünstig' NMnung in eine günstige verwandeln, sind ans früheren Berichten liek-annt. Während die Engländer — nur uni diese zu nennen — bei sich nur Flugzeuge als verloren zählen, die nicht zurückkstn n. rechnen sie bei uns als Verluste nicht nur Flugzeuge, die Nicht zurückkehren, die „zerstört", „steuerlos heruntergetriebm" und „beschädigt zur Landung gezwungen" werden. Daß der Führer lern nur scheinbar steuerlos Hernmergetriebenes Flugzeug wenige hundert Meter tiefer wieder „taugen" mid nach serncni Belieben üenerul kann, daß ein anscheinend beschädigt zur Landung gezwungenes Flugzeug in den misten Fällen sofort wieder auszusteigen vermag, das wissen die englisch ni Flieger selbst natürlich gattz genau. Gefangene taben auf Befragen curch offen zugegeben: Ter brttt-> schen Heeresleitung genügt es, daß das Flugzeug überhaupt heruntergegangen ist, um es als englischen Sieg zu buchen, -lner «auch in England inehren sich neuerdings die Lente, drc bic>c dltzu plumpe B i l a n z ve rschleierung durchs ck^uten So schreibt Lardonyr am 28. Fulr im „New Statesman": „Ofseiisichtlich bewahrt unter Bericktzt Scknv-ngen über unsere eigenen Flugzeuge, die „steuerlos gLivorden sind." solange unsere Flugzeuge nicht „vermißt" werden. das beißt, solange sic nicht in den feindlichen Linien ab- gestürzt sind, verlautet nichts über den Schaden, den ne erlitten haben. Die zu simplen Zeitungsmänner und das englische PuLli- tüm werden dadurch in die Irre geführt. Diese Art Schlauheit, die bei den Berichten über' Luftkämpse angewandt wird, erinnert zu sehr an die Ärgltstigkeit der wöchentlichen Berichte über vre Schliss Verluste." Eine bessere Rechtfertigung unserer Berichte können wir uns nick twünschen. Zum letzten Luftangriff auf England. London, 15. Aug. (WTB. > Reuter-Meldung. Nach zuverlässigen Berichten wurden bei dem letzten Luft- a n g r i f f auf S o- u t hend gestern 32 Personen getötet und 43 verletzt. PapsteS, sie könne chre lleberraschung nicht verhehlen, daß der Vatikan aus eine günstige Ausnahme hoffe. DuS ^rrMeeme vollständige Unkenntnis der Sttmnnmg bei den BeMmdeben und Amerika. Eine Zrirdenrnote des Papste;. :)5o m. 15. Aug. lWTB.) Der tätholischc „Eorriere d'Italia" verössentlieht folgende dtote: Einige Blätter haben die Nachricht verbreitet, daß der Papst an die Mächte eine N'ote über den Frieden richten werde. Im wesentlickrcn trifft die Nachricht zu. Es ist wahr, daß der Papst ein Schriftstück an die Mackste gerichtet hat, in dem er sie einlädt, dem Weltkrieg ein Ende zu machen und Verhandlungen einzuleiten aus der Grundlage einiger wichtiger Pstnkte. die den Grundsätzen eines gerechten und d- a n e r h a f t e n F r t c dens entsprechen, wie sic seit langem vom Heiligen Stuhl verkündet worden sind. Natürlich ist es unmöglich, diese Note zu kennen, bevor die Note des Vatikans der Oeffentüchkcit übergebest wird was, wie wir glauben, in kurzem der Fall sein wird. „Eorriere d'Italia" fügt hinzu: Unsere Leser wißen, daß der !Vapst für die ?lnerkennung der berechtigten Ziele der Völker und Nationalitäten ist und darin eine der wesentlichen Grundlagen eines gercchien Friedens sieht. Sie können auch dessen sicher seim daß der Papst, der unaufhörlich das zu erreichende Ziel, nämlich einen dauerhaften Frieden, vor Augen hat, nicht umhin kann, die Lösung der Fragen vorzuschlagen, die ein ständiger Keim des Konfliktes gewesen sind und es in Zukunft auch noch sein sverden, ebenso wie die Annahme von sortschritt l i ch c n M a ß n a h m e n , um in der Zukunft die Möglichkeit eines neuen Krieges in die Ferne zu rüsten. Alles in allem glauben wir, daß die Blatter nickt weit von der Wahrheit entfernt sind, wenn sie d-em päpstlichen Schriftstück sehr große Bedeutung beimessen. „Tribuna" glaub-t zu wissen, daß das päpstliche Friedensdokument zunächst an die früheren Schriftstücke des Papstes zu Gunsten des Friedens erinnert, und beklagt, daß den Ermahnungen des Papstes nicht Gehör geschenkt wurde. Das neue Dokument bringe dann bestimmte Vorschläge. In ihm würde eine große Rolle 'vielen der allen freien Staaten teuere Gedanke,, daß der Friedei aur dem Recht und nicht der Gewalt begründet sein mime, sowie der moderne (Gedanke von R i ch t e r st ü h l e n der Nationen, die die Durchführung ihrer höchsten Entscheidungen erzwingen können. Weiter würde in den: Schriftslüst eine Rolle spielen die Freiheit des Meeres,, das S chie d s g-eri cht s v e r fahren, der Verzicht ans S ch> a d l o s h a 1 t^u n g. In sei nem mehr ins einzelne gehenden Teil werde das Schriftstüst für die Räumung und die volle Wiederherstellung Belgiens und der he setzten Departements Frankreichs eintreten, ebenso für die Z u rückgabe der deutschen Kolonien. Auch die Frage über Elsaß-Lothringen und das Treutino sowie^ Triest würden darin Vorkommen, doch würde dabei aus beiden Seiten der Geist der Versöhnung empfohlen. Den Fragen des O st e it s und des Balkans würde weniger Wichtigkeit Leigelegt, doch würde auch für sie der (Rüst der Billigkeit und Gerechtigkeit angcruseN und empfohlen, den Wünschen der Völker Rechnung zu tragen, de sonders der durch den Krieg so lxrrt und schmerzlich geprüften. in erster Linie des polnischen Volkes. . Berlin, 16. Aug. Die „Germania", deren Austtch rungen sich durch die Ansichten führender Kreise in der katholischen Kirche widerspiegeln, erblickt in der Note den ersten .großen Friedenssckrritt des Papstes als neutraler Souverän. Darin liegt, schreibt das Blatt, das Schwergewicht seiner neuesten Kundgebung Sie ist von so großer Tragweite, daß wir sie uns nicht denkei-t können ohne die Voraussetzung einer vorherigen Fühlungnahme mit den Mächtegruppen. Denn indem der Heilige Vater sich hier auf dem amtlichen Wege mit einer Note an die Staatsoberhäupter der kriegführenden Mächte wendet, setzt er sich mit sernec ganzen Autorität für seinen Vorschlag ein, was er gewiß nicht aus gut Glück hin unternehmen würde. In der Tat sind auch die Vorberet tungen der päpstlichen Denrarche aus amtlichem Wege erfolgt. Was nur den Inhalt der Vorschläge des Heiligen Stuhls anlangt so wird man mit ihrer Beurteilung füglich bis zur amtlichen Ver öftentlichung des Dokumetttes warten müssen. Als ganzes geuom- men, zeigen die Angaben der italienischen Presse mancherlei Anfänge an die Friedensresolupion, aus die sich die Mehrheit des d-n ticken Reichstages am 19. Juli zusammengesunden f>at unter Zustimmung des neuen Reichskanzlers. Man wird also nicht zu chel sagen, wenn man annimmt, daß die päpstlichen Vorschläge mindestens zum «großen Teil bei uns aus einen aufnahmetähkgen Boden fallen werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, datz die italienische Presse glaubt, die Fragen Elsaß-Lothringens und des Trentrno würden in dem päpstlichen Dokument einen Haupt- punkt bilden. Denn es kcnrn trickst aiigenommen tverden, daß es in anderem Geiste geschah als dem Grundgedanken des Rechtes der Nationalitäten. Wir nwchten freilich aiinehmen, fügt die „Ger- inuima" lstnzn, daß in dieser Aufzählung ein nicht unwesentlicher Punkt seble, nämlich der der wirttäw'iIiGfn Wiederannäherung der Bölktt nach dem Kriege Ä m fte r da m . l.5. Aug. WTB. Nach eurem hteftgen Blatte Me „Trmes" über die Frietzess Vorschläge des Neue Ereignisse in Rußland. Eine Ltaatskonferen.; iu Moskau. Petersburg. 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die vorläufige Regierung beschloß, in Verfolg der außer ge wohn- licken gegenwärtigen Ereignisie und angesichts der Verbindung.der Regierung mit den organist'ertcu .Kräften das Landes, zmn ^5. Ln* 28. August eine S t a a t s k on f e r eu z in M o s k a u zusantmen- zu berufen. Zur Teilnahme daran wurden eingeladen Vertreter der ösfentlicheu, demolratisch.'N. nationalen,, wirtsckmftltchen, kam nnazielken fand industriellen Körperschaften, Organe, tue die revolutionäre Demokratie leiten, Höhere Vertreter de^ Heeres, der wissenschaftlichen Emrichttingen, der llmoerntateu, nno die Mitglieder der vierten Duma. Dem obersten Beschlsuaber imo dem eleinaligen Ministerpräsidenten Fürsten Lwow imrrden beto,t- dere Erntadungen übersandt. Die Konierertz wird nach >n Kremt e i n be r u f e n und durch eine Rede bev Ministerpräsidenten eröffnet, der eine allgemeine Erklärung verlesen wtrd, ote den Mitgliedern der Konsereitz Aufschluß über die Lage des ^andes und das Program in und die Tätigkeit der neuen Regierung geben wird. Dann werden ihr Erklärungen gegeben durch die Minister. Die Vertreter per verscksiedmen Abteilungen in erden Reden hatten, die che Lage der verschredeneii Verwattiingszweige und der Staats- NTirtschait beleuchten sollen. Man glaubt, daß etwa tausend Penonru ati der Veranstaltung teil nehmen. Unrrrheu irr Peteröbrrrg. W i e.it, 15. Aug. Die „Wieiter Reichspost" meldet aus Petersburg. Die Unruhen in Petersburg begannen von neuem. Sonntag traten in mebrereii Staptviei'teln gletchzettig Bewegungen auf, die von Leninisten veraitstaltet worden sein sollerr. Eine Abteilung Kosaken -vurde beschossen. allen oeitevt fanten Bewaffnete zum Vorschein, die gegen di' Soldaten vorgingeii. Tw Lckneßerri dauerte ntehrerc Stunden. Die Lage nt P e te r s -- bürg ist a n d a n e r n d t r it i s ch. Die Stellung, der prootfori- sck>eii Regierung scheint aus die Dauer nnhaltbar zu setn. Bon der Zareufamilie. P etersburg, 15. Äug. .WTB,. Nichtamtl^ Reuter-Meldung: Der frühere Zar und die kaiserliche F a m i l i e und in der Nacht vom 15. p. Mts. in aller Heimlichkeit nach eurem ^nLelannten Bestimmungsort, der später mitgeteilt werden wkrd, gebracht worden. Die Ueberführung geschah auf Grund eines Beschlusses der provisorischen Regierung. Der Arbeiter- und ^oldaten- rat wurde dabei nickt zu Rate gezogen. _ Stockholm, 15. Aug. Aus Petersburg imrd gemeldet.Der Zar imd die- Farin werden von Zarskojc-Sselo nack> Lovotsk mit Extrazug hinweggeführt. Die Töchter des Zaren iprachen den Wunsch ans, den Eltern in die Verbanrnmg wlgeii zu dürfen. Aus FinrZland. Petersburg, 14. Aug.. (WTB.) Nach einer Meldung aus Helsingfars beschloß der finnische Landtag, seine Sitzungen nach einer Woche wieder aufzunehmen. Nach'einer Melditng aus Helsingfors mirbe eine nach Forjsa verlegte r ussische T ru p Pc n a b t e i lu n g nachts von bewafsneten Männern ü b ersa l l e n. Während des zweistüiidigen Gewehrseners wurden zlv-ei Zivilpersonen getötet und eine verletzt. Die be'vaffneten Männer entkanien, obgleich sie verfolgt wurden. Auch die Gironde bis Bordeaux hat ärrßerst geringe» Verkehr. Berlin, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nack ein«: Meldung aus London gibt der dortige japanische Marineattache bekatmt, daß am 22. Juli ein japanisches Kriegsschiff, das einen Mglischen Transporter tm Mittelmeer b-egleitcte, ein deutsches U - B o o i beschossen und .zweifellos vernichtet, hätte. Wie wir au ^uständtger Stelle erfahren, sind alle im Mittelmeer opertercndeii deutschen und österreichischmngarischen U-Boote ivohlüehal- t e n mtd erfolgreich an der Arbeit. _ Ans Stadt nnd Land. Dietzen, 16. August 1917. -Lbfchlachtung junger Schweine. Zur stärkeren Verminderung der Schweine hat das Kricgsernährungsamt die Landesfleischämter ermächtigt, in nächster Zeit so viel Ferkel und La u f e r sch w e i n e wie möglich dem Verbrauch zu zu führen. Tie Laiwes- zentralbehördeu können zu diesem Zweck die Preise für ^au- ser bis zu 70 Kilogramm Lebendgewicht um eine Klasse er- höhen und für Ferkel angemessene Höhen soweit nötig sest- setzen. Weiter iverden H a u s s ch l ach r u n g en u nreiser Schweine während der Ernte möglichst zugelassen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen soiist Vorlieben. Fleisch von Spanferkeln bis 30 Pfund Lebeiisgewicht soll nur zu einem Viertel ans die Fleischkarten angerechnet werden. Die Lan- desbehördeii können es auch karttnsrei zum Verkauf zulassen. Zweck der Maßnahme ist einmal, deii vielfach die ganze chweinezucht bedrohenden Preissturz für Ferkel, die bei Futtermangel bisweilen zu Schleuderpreisen abgestoßen werden müssen, auszuhalten, sodann aber die für Mäftnng,,be- stimmten Schrveinebestände ilicht zu groß werden zu lassen, danrit sie nicht nn Mißverhältnis zu den verfügbaren Futtermitteln stehen. ** Z u r Obstversorqu n g. Ant vergaiigeneri Mon- fand, wie das „Darrnst. Tagebl." berichtet, eine Sitzung Land eso bst stelle statt, die sich insbesondere mit Anträgen der Herren Landtagsabgeordneten Henrich Henderson und die englische Arbeiterpartei. London, 15. Aug. (WTB. Meldung des Reuterscheu Bureaus. Der ausführende Ausschuß der A r b e it e r Partei hat eine Eutschtteßtmg angenommen) die Heu d e r s on das Vertraue n ausspricht. Er ist überetu gelornnten, der Arberterkonfereuz ant 21. Aitgitst folgende Entschließung zur Annahme vorzulegen: „Die oKnferenz bleibt bei der Ansicht, daß es wünschenswert ist, da ßdte englische Arbeiterpartei auf der Stockholmer Konse- x c it zvertreten ist, damit nickt d ie Ansichten der Partei mißverstanden und falsch dargestelit werden. Die Versamm lung ililnmt mit Bedauern zur .Kenntnis, daß die Regle ruua die Absicht ausgesprocken hat, die Pässe zu ver lueigent und gibt den Auftrag, daß Borstellilugen bei der Regierung erhalten werden. TaS RegierungSjubiläum des Zare»r Ferdinand. Sofia, 11. Aug. (WTB.) Bulgarische Telegraphen Agentur. Aus Anlaß des 30. Jahrestages des Regierungs antritts des Zaren Ferdinand fand zunscheu dem Mimsterpräsideuteti Radoslawow und dem Staatssekre tär Dr. v. Kühlmann ein herzlicher Telegramniwechsel statt. Eine unverschämte Verleumdung. Sofia, 14. Aug. sWDB.) Bulgarische Telegraphen Agentur. Englische Blätter geben eine Aeußerung vmi Pa sch it sch wieder, die Feinde hätten 8000 Mädck^en im Alter von zehn bis elf Jahren in den H a re in von K o n st a n t i -- iiopel gesandt. — Diese miverschärnte Erfindung belvoift loitzder rnimial, wie weit sich unsere Feiiide in ihren Ver leumdungen gegen unser Laitd vergessen Chinas Kriegserklärung. Basel, 15. Llug. Reuter meldet aus London aus amtlicher Quelle: Dienstag früh 10 Uhr erklärte China an Deutschland und O e st e r r e.ich - U n g a r n den K r i e g. Graf Czernin in Berlin. Berlin. 15. Aug. (WTB.) Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Die Besprechuiigen zlvijchen dem Reichskanzler und dem österreichisch-ungarischen Mintster des Aenßern wurden he'utc fortgesetzt und zu Ende geführt. Um i/ 2 2 Uhr waren die österreichischen Gäste mit Vertretern der deutsck>en Retchsregierung bei dem Reichskanzler und seiner Gemahlin zum Frühstück vereinigt. An ihm nahmen auch der türkische Botschafter und der dulgarrsche Gesandte teil. Am Nachmittag faick zu Ehren des Grasen und der Gräfin Czernin beftn Stellvertreter des Reichskanzlers Dr. tzelfferich ein Ei'rpfang statt. Die Abreise de< Grasen Czernin erfolgt um 7 Uhr abends. Berlin, 15. Aug. (WTB.) Der österreichisch-unga rische Minister der auswärtigen Angelegenheiten Graf Czernin ist heute abend nach einem zweitägigen Aufent halt in Begleitmrg der Leaationssekretäre Grafen Walters kircheu und Grafen Deinbllu nach Wien abgereist. tag rer )en und U r st o^d t befaßte. Einen Hauptgegenstand der Beratung bildeten anßerdem die neuen Reichshöchstpreise ,ür Obst. Tie roten Be f ö r d e r u n g s sch e i n e wurden aufgehoben, ebenso die viel getadelte, an die Landesobststelle zu cnt- richteilde Ge.bü hr von ln Pf. für das Pfund Obst. ^Verlängerung per Frist für die Zahlung der F r ü h d r u s ch p r ä m i e s n r Hafer und Gerste. Die für Gctreidearten bis zum 15. August 3 . geltenden F r ü h d r u s ch p r ä m ie n von M Mark für die Tonne haben beim Brotgetreide den envunschien Erfolg rascher Anlieferung gehabt. Bei Hafer und Sommergerste aber ind die Aulieserungr'ii nicht nur, wie das wegen der späteren Ernte dieser Getreidearten zu erwarten war. geringer g n-eftn. sonderni weit hinter den Anforderungen d's Heeres zurückgeblieben. Der Grund dafür liegt in dem ungünstigen Erntemrsstll in Sommergetreide in vielen Gebieten Deutschlands. Der Präsident des KriegK- ernähruugsanttes hat deshalb in Ergänzung der Verordnung über den Frühdnisch vom 2. Juni 1917 durch eine Verordnung vom 11. ?litgust bestimmt, daß die Frichdrnschprämie von 60 Mark für die Tonne bei der Ablieferung von Hafer und Gerste weiter Gültigkeit hat. Wie lange sie in dieser Höbe bei- behalten wird, hängt von dem UmftrnM der Anlieferungen m der nächsten Zeit ab. Jedenfalls müssen die Landwirte mit der Mäglichkeit rechneti, daß in absehbarer Zeit eine Herabwtznnch der Prämien emtritt. Es liegt daher iit ihr ein eigenen Znteress^ die AblleferiMgen nach Möglichkeit zu beschleimigen. ** A u s z e i ch n u n g. lieben dem Stabsarzt Dr Zeekrkeg. Wirkung des U-Bsot-5irieges in den franzöfischen Westhäsen. Berlin, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Dev U-Bo-r»t .Krieg! zeigt in den Häsen der französischen West käste deutlich seine Spuren. In strock>efort läuft nur noch alle zehn Tage ein Dampfer ein, gegen täglich ein bis zwei Dampfer im vergangenen Jahre. Das bisherige stäubt Kohlenlager von 550000 Tonnen ist seit Moai EfgÄwou Das Eiserne Kreuz 2. Kl. wurde ver -1 Oßwald, Direktor der Heil- und Weg-eanstatt Gießen, für besondere Verdienste um nerven- imd geisteskranke Heeresangehörige. ** Ardeitsjubil ä u m. Ter Eisenbal>n-Vorickloner Peter Joseph Hardt, Weserstraße 25, begeht heirte sein tOjähriges Arbeitsjubiläum. ^ ^ , B o in R e i ch s - K u r s b u ch erscheint Anfang Oktober eine neue Ausgabe zum Preise von 2,50 Mk. Bestellungen nehmen sämtliche Post an stallen und Buchhandlungen .nrtgegen. Der Postbezug für mehrere aufeinandersolgende Ausgaben ist zurzeit auf- gehobelt. - , ** B ei der L a n d e s ve r s tckik r ungsa n st a l t Grotzh. Hess eil sind im Monat Iüli 715 Anträge eingegangen, Md r.var- 329 Anträge aus Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 71 Anträge aus ?Altersveitte (A.), 49 Anträge ans Wittvenf- und Witwerrente sW.>, 116 Anträge auf Waisenrente lO.h 104 Anträge m,f Anwartsckastsbescheidc (Aniv. B.), 45 Anträge auf Witwengelt Wg.), 1 Antrag aus Waisenaussteuer (Oa.>. luter- lediat wurden in diesem Monat übernomnicn 1380 Antrag, so daß 2095 Rentengesucke in Bearbeitung ckanden. Es fandest Erledigung: 605 Anträge dnrck Bewilligung (214 I., 144 L, 53 A 37 W 119 O , 35 Wg., 2 Wt.. 1 Oao, 97 Anträge durch Anivansck aftsbeseid (k 1258 und 1743 R.B.O ß ?1 Anträge durch ?lblehmmg, weil unbegrüstdet (27 7 A., 5 W., 4 D.>! ; Anw. B.. 3 Wg., 2 Oa.ft 80 AMräae durch andere Weise — Zurücknahme nsw. (33 I., 11 M, 13 W., 9 L^ Wg ) 4 Anträge loirrben durch Nntwmidlmrg erledigt, ,o dast 1266 Anträge als unerledigt auf den Monat August ds. ^s< überiwmmen werden Mußten. — Ende Juli ivaren m den Anstalten 193 versickerte Personen untergebracht. , ^ A l i e e s chnl e , Gießen. Das Wtnterhalbiahr beginnt kür alle Kurse Koch-. Weißzeug-. Hastdarbeits-, Schneider- und Bügeltursusä sowi-e für die Haushaltungsschule und Tür die Bor-, blweitiingskurse zum Eintritt in die Seinrnare ftir Handarvetts^ und .Hauswirts chaststehrerinnen lMgangszeugiiisie auch Mr Preußen gültigZ am Dienstag, dem 25. ^ptember. Näheres srehÄ ^ o t e l Für ste n ho f, Gießen, findet heute, Samstag und Sonntag Kwrzert statt, unter Mittoirkimg des .Humoristen Herrn Rita Eggmeier, ^ehe Anzeige. < ** Zn den Gerüchten über Beschlagnahme der privaten Be k le id n n gs ge gen stände teilt die Reichsbell eidungsstelle mit: In der Bmidesratsverordmmg über Besug- nisse der Reick-belleidungsstelle sind mir Bestmininngcn über das Per sah reu bei ettoaigeti Beschlagnahmen und Enteignungen ge- troffen, Eine Beschlagnahme selbst oder gar eine Enteigltunst ist aber in ihr überhaupt nickt, iveder für den Handel nock für den Privatmann airsgespracken. We Furcht Vor einem bevorstehenden Eingriff in die Privcttbeständc siitd daher völlig haltlos. Das Kreisblatt Nr. ,140 eutlhilt Hekanntmackun- gen über: Verkehr mit Sehuhfohlen usw. Schiedsgerichte der Seifen^ industric. Höchstpreise für Grünkern. Verkehr mit Zucker. Lteterimg von Heu. SeischVerbrauchsregelung. Verkehr mit Pstrden. Be- sckMgnahniie der Bindegarn enden. .Heulieferung. Verkehr mit Heu. Feier des S-edcmfestes. Mühlcnrevisionen, Bittterabgabe an .Kriegst gefangene. Fekdrügeverfahren. Maul- und Klauenseuche. Feld- bereinigung Kesielbach. Tienstirachrichten. Landkreis Gießen. n. A l l 6 n d o r f a. d. Lda., 16. Aug. Del' Geistliche der hiesigen altlutherischen Gemeinde, Pfarrer Stallmann, feierte gestern in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Außer den übrigen Familiengliedern waren auch sieben. Söhne in feldgrauer Nnisorin anwesend. ** Bersrod. 15. Aug. Geftnter Heinrich Becker von hier, gebürtig s»us Steinbach. wurde mit der Hessttck>en T tpserketts- medaille ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz erhiAt er bereits i«e Tei^mber 1916. ** Garventeick, 15. Aug. Dem S&ntomcr ^otob 2$al- tber imirfce wegen Xa^ncrfcüt bei einer MunftronskoLonne die hessische Dapferkntsmedaillc verliehen. Kreis Büdingen. # Berstadt, 15. Aug Das Kriegsehrenzeichen in Eisen, früher Eisernes Kreuz, 1. und 2. Klasse mtb Hessische Tapfer kerks- medaille, erhielt der Unteroffizier ftriebmcl) W ol s. ,, 4k Blei che n b a ch. 15. Äug. Nach dreiiähriger treuer Pflichterfüllung starb in einem Feldlazarett rnsolge schwerer Verwundung ider Gieftritc Otto Luther, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapserkeitsmedaille. 4- Dü de l s h e t nt, 15. Aug. Das Eiserne Kreuz und die Hessisch^ Tapserkeitsmedaille erhielt der Musketier W. Gcrlach. & Ortenberg, 16. Aug. Ter Unteroffizier Fries von hier, in F-riedenszeiten Kunsttnnler in Gießen. der schon seil Beginn des Krieges eingezogen ist, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, Gefreuter Meucr Dachdecker dahier, der ebenfalls seit August 1914 draußen ist, wurde zum Unteroffizier be- fordert. Kreis Alsfeld. trp R u v ver t en r ob . 15. Llug. Tem Kanonier Adolf M o m b e r g e r und dem Musketier Heinrich B e 1 l i n g wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. uv Von der Ohm, 15.Aug. Der Wasserstand der Ohm und ihrer benachbarten Läuse bat eine sstr den Sommer ungewöhlv- tiche Höhe. Das Wasser steht bis zur Userhöhe. Viele Gartör mit Bohnen und Gurken werden vom Wasser durchflossen. Die vieleni Gewitterregen bringen diese Wassermengen, durch die die (Getreideernte verzögert wird: die Frucht kann nicht eingefahrenj ; c erbat. Kreis Schotten. np. Groß Eichen. 15.'Aug. Die nachgerade im lieber* inaß niedergehenden Niederschläge sind Häufig von Gewittern begleitet, die durch die Bodenfeuchtigkeit bei jedem Sonnenschein entstehen. Dabei find die elektrischen Emladrmgen manchmal stark. So erfolgten bei einem jüngsten Gewitter vier Blitzschläge in nächster Nähe des Dorfes. Zweimal fuhr der Blitz in Obstbäume uumittelbar beim Ort, einmal in eitlen Baum des Feldes und ein- ir.'al in einen Getreidehaustm, der trotz feiner Nässe ui-ederbrannte., 4b Groß Eichen, 15. Aug. Zu Ehrenseldsckützeir raurben ernannt und verpflichtet: Johannes Phllippi II. und Karl Ellrick. 4b 2 an b a di, 15. Aug. Zu Hilfsfeldschützen wurden ernannt iintb verpflichtet: Heinrich Kreickerl., Karl Sil ft II. und Hein rid) Melchior. \ 4b 31 eb ge^öa in, 15. Aug An Lun ge neutzün dun g starb nach 22mo notiger treuer PflishterfttNung der Armiernugssoldat Christian T ö r i n g. rr. Schlitz, 15. Aug. Am Sonntag, nach Beeidigung des V-ormittags-Gvttesdienstes, wurde hier uuo auch auf verschiedenen! Dörfern den ganzen Tag über auf den Feldern fleißig gearbeitet, iurd es konnte infot (Indessen ein beträchtlicher Teil der Getreideernte glücklich geborgen werden. Der Nackmittagsgvttesdienst war mff Antrag der Bürgermeisterei' auf den Abend verlegt ! vor den .l So begrüßenswert es ist, wenn hierzu laude aus religiösen Grün den vom Landmanu Sonntag noch als Ruhetag streng gehaltert wird, so sehr ihm anderseits auch nach sechs harten Arbeitstagen die wohlverdiente Sonntagsruhe zu gönnen ist, so ist es doch in der Kriegszeit deni Ausbungerungsplan unserer Feinde gegenüber nicht nur eine vaterländische, fonbern auch eine sittliche tühische Pflicht, bei dauernd ungünstigem Erntewetter auch den Sonntag zur Erntearbeit zu benutzen. Tenn damit dem Hunger ut der Heimat gewehrt wird, muß alles getan werden, daß die Erme restlos und in nwglichst gutem Zustand eutgebrach: wird. up. Aus dem Vogelsberg, 15. Aug. Die Himbeersträucher geben in diesem Jahre eine doppelte Ernte. Zuerst n*rr her Beerenertrag fetten renh So volle Krüge und Töpfe mit Himbeeren sieht man nickst alle Jahre. Dazu dauerte die Ernte 'elbst recht lange, weil durch die ergiebigen Niederschläge alle an* "tzten Beeren ausreiften, Nim, nachdem die Beerenernte zu Ende gegangen, werden die Himbeerblätter geerntet. Der Erlös aus den Blattern übertrifft den aus den Beeren. Das Pfund dieser Blätter wird grün mit 40, gedörrt mit 80 Pfg. bezahlt. Das bedeutet nicht nur firr geringe Leute einen bemerkenswerten Verdienst. Kreis Friedberg. Butzbach, 15. ?lug. Heute früh gegen 4' , Uhr brach in dem Lager- nnd Sägeschuppert bei dem Haus Weiseterstraße' Nr. 57, der Frau Arnold Oehlschlägel Witwe gehörig, ein Brand aus, der sofort durch Nachbarsleute bemerkt und von diesen gelöscht werden konnte. Größerer Brandschaden wurde hierdurch verhütet. = Vilbel. 15. Aug. Der G a s v e r b r a u rf> in den hiesigen Hofhaltungen wird in Zukunft einer strengen Rationiert mg unterworfen. Es dürfen nur 80 Prozent des Verbrauchs im entsprechen- den Monat des Vorjahres entnommen werden. Jedes weitere Kubikmeter wird mit 50 Pfennigen 'Aufgeld berechnet. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar. 15.lAug. Seit Mitte Juli sammelten die Sdutlkinder des Kreises Wetzlar über eine halbe Million .Kohlweißlinge. Obenan chteht die Schckle in Launsbach mit 35 879 dieser Schädlinge. Trotz dieser geioaltigen Zahl ist noch keine be inerkenswerte Verminderung zu verspüren. ra. Wetzlar. 15. Aug. Der Kreis Wetzlar ntuß vom 12. August ab wöchentlich 150 Schlachtrinder sicherstellen. Dieser Lieserungs pf lickt muß der Kreis, um eine geregelte Fleischver sorgung innerhalb des Kreises und in deir von dem .Kreise mitzu- versorgenden Bedarfs kreisen, tmd bei den Militärstellen zu gewährleisten, unter allen Umständen Nachkommen. Zur Sicherstellung und zum Aussuchen der Schlachtrinder ist von den Bürger »leiste r ämtern für rede Gemeinde eine Kommission gebildet worden Diese ist angewiesen, mrpart-ensch die Tiere auszmuchen. Hessen-Nassau. ^ Frankfurt a. M., 15. Aug. Das.Sckchsenhäuser Gyvrna- sttml erhielt, durch Kaiserlichen Erlast den Namen ,.Kaiser-Wilhelms- Gymnosinm". . 7^ Griesheim a. M., 15. Aug. Trotz des Krieges macht ffck nt diesem Jahr ein ungewöhnlicher Zuzug von Arbeitersami- hen nach hier bemerkbar, erheblich stärker als in den letzten Frie- densjahren. Infolgedessen herrscht im Orte ein empfindlicher Wohnung s m a n g el, der bereits zu eurer nicht unbeträchtlichen! Steigerung der Mietspreise geftihrt hat. Die private Bautätigkeit ruht seit Kriegsbegttm völlig. ul. Limburg, 14. Aug. Heute nachmfttag nahmen nach ein- stnndrgem feierlichen Geläute die Glocken der evangelischen Kirche Abschied von der Gemeinde, um alsbald in anderem Ge- lvande für das Vaterland Dienst zu tuti. — Dem Pfarrer dep evangelischen Gemeinde Liniburg, Herrn Detail Otto Obenaus, ist das Verdiensttreuz ft'ir vaterländische Kriegshilfe verliehen lvordeti. fl.M a r b u r g , 14. Aug. Die Lebensmittel - und Koh - len Versorgung der Stadt Marburg beschäftigte gestern abend! mehrere Stuirden laug die Stadtverordnetenverlantmlung. In der letzten Sitzung hatten eine Anzahl Stadtverordnete angebliche Mißstände bei den städtischen Verkäufen usw. zur Sprache gebracht und zugleich beanttagt, daß der Wirtschaftsausschuß vierteljährlich Abrechnung vorlegen möchte. Auf Grund genauer Feststellungen wies der Magistrat heute die erhobenen Vorwürfe zum größten Teile zurück. Ein Vorschlag, der int Verlaufe der Aussprache ge macig wurde und der da hin ging, die städtischen Verkaufsstellen ganz entgehen zu lassen, wurde fallen gelassen. Dagegen will die Kommiisiou in jeher Stadtverordnetensitzuiig einen Bericht vor legen, lieber die Belieferung mit Kohlen wurde nntgeteilt, daß von den 530 000 Zentnern benötigten Kohlen bis jetzt erst 80 000 angekonnnen seien. 60 Zentner seien jedem .Haushalt zu- gestairdcu. das Mehr berechne sich nach der Größe der Wohnung. Tie hiesigen Reichs- und Landtagsabgeordnelen sollen angegangen werden, bei der Reichsstelle für Kohlenversorguug ein Wort für Marburg cinzulegeu. — Viernheim , 15. Aug. Der 35 jährige Tagelöhner F. Kühl wein wurde wegen zahlreicher Hühner- und Kaninchen - diebstäble, die er hier im Verein mit HesersHelfern verübte, zu 5 Jabre it Zucht ha ns.und 10 Jahreil Ehrverlust verurteilt. Seine Ükmoifeit und Hehler erhielten lange Gefängnisstrafen. ra. Weil bürg, 14. Aug. Der Kreisausschuß läßt in den Geinemden des Oberlahutreises sämtliches Fallobst sammeln. Für Falläpfel werden 8 Mark nnd für Fall bi r neu 6 Mark frei Verladestation bezahlt. Sport« G. Wies eck, 15. Aug. Am letzten Sonntag fand wiederum auf dem Sportplatz an der Hardt ein Fitßbaltwettspiol statt. Es jtanden fiel der „Weplarer Fnßbillverein von 1905" und der ..Verein für Rafenfpiele von 1900 Gießen" gegenüber. Beide Mannschaften waren gilt nnd zeigten ein schönes Spiel, (ließen war schon am Anfang überlegen, konnte jedoch da sich Wetzlar tapfer wehrte, in der ersten Halbzeit nur ein Tor erzielen. Nach Halbzeit verlegte die Gießener Mannschaft das Spiet gänzlich in die Spiel- hälite Wetzlars, und die wenigen, allerdings gefährlichen Durck- brücke Wetzlars scheiterten an der HintermannsäMt twn „1900". — Am nächsten Sonntag ivird Gießen seinem stärksten Gegner dieses Jahres gegenüberstehen, bcifi Fußball-Club „Jatm" Siegen. ,-Jahn" war schon in Frtedenszeiten einer der besten Vereine des Mitlelwestdeutj'cl>en Spielverbandes und hat im Krieg itur wenig an seiner Kraft erngebüßt. Bemerkefwert sind die Leistungen des bekannten Siegener Tormattnes A. St. Da^,19A1" auch über eine gute Mannschaft verfügt, so dürfte es am Sonntag einen sehr in- ttressattten und barten Kamps geben. Der Anfang des Spieles ist noch nickt bestimmt, wlrd aber wohl auf 1 / I Uhr festgesetzt werden. vermischtes. Brückenbrand in Warschau. * Warschau, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.'! Die Ponta- towski-Brikke in Warschau, die erst kurz vor denr Kriege mit einem Kostenanswand von 22 Millionen von den Russen erhM tvorden war, ist gestern nachmittag teilweise ditrch Feuer zerstört ivorden. Vermutlich dlirch Funken von einem durchfahrenden Dampfer entzündete sich der Holzbelag des Mittelbogeits. Der Brand breitete sich infolge der s,arten Austrocbucng des teergetränkten Holzes rasch über die beiden anstostendeu Bogen aus. Die Träger des mittleren Bogens lösten sich nud stürzten in den Flust. Tie Poniatoivski- Brücke war am 5. August 1915 durch die abziehenden Russen gesprengt, aber als ein Wahrzeichen deutscher Arbeit von' den deitt- frfon Behörden wie der ljer gestalt luib im September 1916 dem Verkehr über geben worden. * * P e tc r sbnrg . 14. Aug. (WTB. > Bei der Station B o (- schaja-Wischera der Lime P e te rs b n r g—M oskan ist ein Personenzug mit einem Girterzng zusammenge- st o ßen. Vier dielst besetzte Wagen imrrden zerttnpmmernt, 67 Personen getötet lind 150 verletzt. Vrkieskasten der RedaktZon. Mnoupme Ansvageu blcibeu nnberüiksichttgt.» h. U. ). 8b. Urlaub nach Elsaß-Lothringen darf an Militär- personell in dringenden Fällen aus kürzere Zeit erteilt werden. Die Urbaubsschcine sind vorher mit einer Nackioeisnng, die auch die Urlaubsbsqründtrng eitthalten muß, durck den TrupixnttaL unmittelbar an das für den UrlMcksort zustcmdige »reilvertretenu Generalkommando einzureichen. Soweit es sich nn> Urlaubsorte im Oberelsaß. (Operativllsgebiet der lArmee-Abteiluw; Gaedet handelt, sind die Urlairbsschchne unmittelbar an das Armee-Oberkommando Gaede zn senden. Witterungsbericht. . MefsentlicherWetterdienst.j Meist trocken, Temperatur wenig geä ndert. __ Letzte Nachrichten. ver päpstliche Friedensschritt. Der Vatikan hoffnungsvoll. Rotterdam, 15. Aug. A>ns Rom wird gemeldet: Der Vatikan ifl sehr hoffnungsvoll in B^iuq auf den Erfolg des neuen päpst'tichM Schrittes tmd hall das Ende des Krieges für nicht weit entfernt. Hollänvksche Stimmen. ^ Haag, 15. jAug. Die hvlländischen Zeitungen begrüßen oeit Friedensvorsch.lag des Papstes sehr fteundlich, — aber mit vielem Bvrbehalten über seine mtmittekbvre Wirktmg. Der rümisck sporrdeut des katlwlischen Blattes „Tjid" meldet: Die sorgsältigo Vorbereitung des Vatikans ztl seinem Vermfttlungsschritt begann? schon vor der österreichisch-deuttchen Offensive im Osten. Ursprimg lich wollte der Vatikan am vierten Geburtstag des Krieges her- vortreten. Der Vatikan hat die bei ihm beglaubigten (istsandten! vorher über den Standpunkt ihrer Regierungen befragt. Ob bei der jüngsten Konferenz der Ententemächte der Inhalt des päpstlichen Vorschlages bekamst war, weiß ich nicht. Aber einer meiner Gewährsmänner meint, daß die Kenntnis des Standpunktes des Papstes mit zur Verweigermtg der Pässe an die Bevollmächtigten der Stockholmer Konferenz beitrug, weil die Staatsmcnrner der Eistente zu der Meinung neigten, das; ein Vermittlungs- Vorschlag durch die welterfahrene Diplomatte des Vattkans und einer über den Völkern stehenden Friedeusmacht ein mehr oder weniger abenteuerliches Resultat einer „Konferenz germanischer FärbllncG in Stockholm vorzuziehen sei. Schweizer Stimmen. Gens, 15. Aug. Zur Frirbeusboffchaft des Papstes äußert lief;. „Journal de Genöve": Ter sehr ztt ivürckgende schritt ivurde dcnl^ Papst durch, die ljeißssn Wünsche der Chrff'tenheit eingeflößt. Sein Ruf mirb sicher mit Ehrfurcht vernommetl werden. Tie Zuklmft wird lehren, »b die päpstliche Botsch'aft das von den Frnedensfreunden erwartete Ergebnis zeitigen werd. Französische Stimmen. G c n f, 15. Llug. Schon in Kenntnis der vatikalrisct>eil Friede neanbal.nlmg verwirft Elenjeneecut im „fromme etrchaine" jeden Versuch, die Heeresmassen von der un erbittet licken i Kriegssort- fetznng abzuwenden. Dagegm ruft die „fruinanite" dem Kabinett Ribot und Ltovd George zu, sie hätten durch ihren bödtuterlickieni Starrsiml die Bed.-ntung des großett Äugenvlicks zur Völkerver- söhnung verkamst. In der Stockholmer Sache sei ein imverzeihlicher Fehler begatt gen word.m. — Nach ergänzenden vatikanischen Meldungen bat die päpstliche Kaitzlei seitens keiner Regierung voietive Vorschläge crl-alten, aber, nach eiuent Kardinals wort, sich vom vorzüglichsten aller Diplomaten, dem gesunden Menschenverstand leiten lassen, um die distttlierbarsten Hauptpunkte einer Friedenskorfferenz auszuzahlea. Englmld lehnt tib. Haag, 15. Aug. „Hollandsai Nieuwe Bureau" ineldet cuis London: Die englische 'Presse erilärt das räpstttcke Anerbieten nur als eine Folge der deutsch -ästerreistuschet i Jrttrig en, in denen Erzbergers Hand zu erkeinten sei. „Daily News" behmiptetl, die Sache sei voll Oesterreick inspirrert. Amitetöd m , 15. Aug. „Tünes" melden, daß die Alliierten unmöglich aus die Friedensporschläge des Papstes eingehen köimten, die gmtz auf dem dcutsäMl (äeschrei basierten: Keine Änuexionen. kein Schadenersatz, Freiheit der öReLre. Wir können, sagen die „Tffnes^J unser Erstaunen nicht verbergen, daß der Vatikan aus eine günstige Ausnalure reck^net. Das verrät voMonrmene Unkennt- tlis der Mernnng in den alliierteit Ländern und Amerika. „Daily Chrvnicle" weisen ans ben alten Verkehr des Papstes mit Oesterreich- llngarn bin und jagen, er Iwbe auf Oesterreiäis ölnrctteu gebandelt. Die Alliierten mustteu alu'r aus alle FätK ableimen. L o n d o u , t 5. Aug. WTB. Rrchdanttl., Reuter-Meldnng. ..Dailu Mail" sän'eibt: Die Vorschläge des Papstes sind tmmög- lick. Es ist tatsächlich ein österreickisch-deirtscher Plan. Amerikas Daltrmg. H a a g , 15. Aug. Aus Washington meldet „Hollcurdsch Memve Bureau": Das amerikanische auswärtige Amt nahm nichtvffiziell Kenntnis voll der päpstlichen Friedellsnote. Die Antwort wird erst lcach Beratung mit den Alliierten erfolgen. Obgleich kettle offizielle Mitteilung bezüglich der Haltung der Recherung erschienen ist. glaubt man, daß die Anttvort ungünstig lautett wrrd. 4 - Brrnstorff Botschafter in Konstantmopel? Berlin, 16. Aug. Die „Bert. Mprgenpvstt' tneldeü: Gras Bernstorss, der frühere Botschafter in Washington, ,ist gestern in Berlin eingetrossen mtd wurde vom Reichs kanzler Tr. Michaelis empfangem. Bernstorss soll, wir verlautet, zunl Nachfolger des Staatssekretärs Freiherrn von Knhlmann zum Botsctmster nach Konstantitropel ansersehen sein. ^ Für dem Kerbst = empfehle ich Seidene Trikot-Blusen ni schwarz, weiß, marineblau, schieferblau, lila, rot und anderen Farben zum Preise Von ÜI. 16 — , .Hk. 18—, M. 23—, Ifl. 35—. Ferner große Auswahl in # 5996 seidenen ITnterröckexi FRITZ NOWACE ,yur eine un baldigen Antritt Tncktincr Wechevgsihllijjer welcher auch den BZerk- meitter vertreten kann, ge- «nclib 0056 Metallbcarbertunaswcrk Sdilcnl, ®. m. b. fr., Wicfie«, Wilhelmstraße 45. Tchreinerffesellen sowie ein junges Bürickcken, dem Gelegenheit geboten ist, Schreinerei zu erleruen, üi'- sofort gesucht. 05lj63 *larl Habn, Läberstr. 17. ^ubmacher aus Woche ges. ». üller. Wolkengaste Lt. derer BerkauissteUen ntchen wir zum rantionSfähigen 6061 Lagerhalter Schriftliche Bewerbungen bis 21. August erbeten. Konsum-Verein Gießen und Umg. Arbeiter gesMt. Ferdinand Burk. 6039 Kunstmühle. 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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein lielüter, guter, unvergesslicher Mann, unser guter Vater,Schwiegervater,Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Krombach im fast vollendeten 69. Lebensjahre Dienstag morgen 9 Uhr nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. • Um stilles Beileid bitten: Mari© Krombach geb. Reuter klarte Krombach Antonie Sauer geb. Krombach Heinrich Sauer z. Z. im Felde. Giessen (Kaplansgasse 21), den 14. August 1917. ^ 047 Die Beerdigung findet Samstag, den 18. August, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Frredhof es aus statt. Heute entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater Herr Heinrich Mylius im 65. Jahre seines Lebens. Lina Mylius geb. Busch Lotty Wagner geb. Mylius Willy Wagner, Apothekenbesitzer, Biebrich a. Rh. | Verschiedene l Hetty Keller geb. Mylius L kl. Wohnangan, auch zuf., z. verm. An den Bahnhöfen 20. Dr. August Keller, Oberarzt am städtischen Krankenhaus in Mannheim Walter Mylius, Assistenzarzt d. R. Zilly v. Blumenstein als Braut. Gießen, Biebrich a. Rh., Mannheim, den 15. August 1917. j ö Zimmer | sottj Geräumige 5Zimmer- Wobuung mit Zubehör und Gartenanteil, sonnige, freie Lage, Nähe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu Vermietern ^iähcres Hofmannstratze 14' | 2 Zimmer j sd). 2-Zini.-Wohng. mit 5kab. u.Küche au ruh. Leute per sof. z. verm. 8. Scherf! Wwe., Glaserei. Löweug. 5a. 04971 Kl. Ifians -Wchng. ns. Ls» an eiuz. Iran z. um. Stsiasir. 67. j Möbl' Ziiujner\ Pecsica Brandt Neuen Bäue 22 iBeilevuejZim. m.u.ohneVer- pfleg. f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendlisch. Elektrisch Lickt, Bad. Tel. 1085. [1687 6046 Die Beerdigung findet am Freitag, den 17. August, 3 Uhr, von der Begräbniskapelle des Alten Friedhofes aus-statt. — Es wird gebeten, von Blumenspenden und Besuchen abzusehen. «parterre) zu mieten gesucht zum 15. Okt. oder 1. Non. Näh. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinseheiden unseres lieben teuren Entschlafenen, des Pioniers Ludwig Luh sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Eidemüller für die trostreichen Worte am Grabe, dem Kommando des Ersatz-Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 116, den beteiligten Vereinen, seinen Kameraden der Chirurgischen Klinik, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und allen Verwandten, Freunden und Bekannten und allen denen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen, unseren herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. ln Mstaml! Original Lübnitzer Winterraps (nurgegeuVervstichtungs- schein). Aliendorf a. d. Lahn, den 15. August 1917. 95024 Spinat, Feldsalat, Wintcrkopfsalat --sw. empfiehlt 6036 Samenhandlung. Neustadt 8. Telephon 403. Hotel Fürstenhof • Gießen Heute, Samstag und Sonntag KONZERT u. Mitwirkung des Humoristen Herrn Aiika Eggmeier. Voranzeige: Dienstag, 21. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes sage ich herzlichen Dank. 6042 Frau Katharina Schneider. Gießen, den 14. August 1917. Grimberger Pferdr-Versichernngs-Verei» lhrimberg (Hessen). Die rück tändigen Beiträge, welche bis zum 20. August lid. Fs. nur unser Postscheckkonto Frankfurt Main) 15732 nicht einbczablt sind, nabme erhoben. Grimberg, Hessen, fVM werden ohne weiteres durch Nach am 14. August 1917. Nee b, Rechner. Aliceset»nie, Qlessen. Das Winterhalbjahr beginnt für alle Kurie lKoch-, Werkzeug. Handarbetts-, Schneider- und Bügelkurs), sowie für die HauSbaltungSschule und für die Vorbereitungskurse zum Gintrilt in die Seminare für Hand- arveits und HauswirtschafLslehrerinnen lAbgangszeug- nisse auch für Preuhen gültig) am DienStag. den 2.>. September. Anmeldungen werden von jetzt au im Schulbans, Steinstr. 10, entgegengenommen. Auswärtige Schülerinnen wohnen im Internat der Schule. 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