Nr. M tcjj«zelgelt i. die Tagesnummer bls zum Nachmittag vorher. Zeilenprerse: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorschnst 30 Pf., für Reklarnen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hailptfchristleiter: Aug. Goetz. Verarltwortlich für Politik u. Fellilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 14. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Starke Angriffe der verbündeten Gegner bereiten sich vor. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Der Fe?lerkampf auf dem Schlachtfelde in Flandern war wechselnd stark. Er erreichte an der Küste nordöstlich und östlich von Ypern abends wiederum große Heftigkeit. Gewaltsame Erkundungen der Gegner brachen vor mehreren Abschnitten unserer Abwehrzone ergebnislos zusammen. Südwestlich mm Westhoek warfen wir die Engländer ans einigen Waldstücken zurück. Im Artois war dix Kampftätigkeit durchweg gesteigert, vornehmlich beiderseits von Lens und an der Scarpe. Auch an dieser Front scheiterten.mehrere englische Vorstöße. Von einem Unternehmeil sächsischer und bayrischer Sturmubtei- lungen bei Neufchapelle wurde eine größere Anzahl Portugiesen gefangen eingebracht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Aisne-Front und in der Westcharnpagne war eine erhebliche Zunahme des Artilleriefeners merklich. Am Cornitett-Berg, südlich von Nauroy, griffen die Franzosen zweimal ohne jeden Erfolg die von uns dort am IO. August genwnnene Stellung an. An der ddordfront von Verdun lagen die Artillerien tagsüber mit nur geringen Unterbrechungeil in sdrrkem, sich dauernd steigernden Feuerkampf. Der Franzose hat in diesem Kampfabschnitt wieder starke Kräfte, vor allem an Artillerie, herbeigeschafst. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Zwischen Maas und Mosel wurden feindliche Vorstöße bei Flirey abgeschlagen. In der lothringer Ebene und im Sundgan war gleichfalls die Feuertätigkeit lebhafter als sonst. * In zahlreichen Luftkämpfen wurden neun feindliche Flieger ,md zwei Fesselballone abgeschossen. Oberleutnant Doßler hat am 12. August seinen 23. und 24. Gegner zum Absturz gebracht. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine größeren Gefechtshandlungen. Front des Generalobersten . . Erzherzog Josef. Südlich des Trotusut-Abschnittes machte der Gegner uns durch starke Gegenangriffe unseren Geländegewinn streitig. Auch südlich des Oltoz- und Easinu-Tales führte er kräftige Angriffe, die sämtlich zurückgeschlagen wurden. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls von Mackensen. Bei Fancian kam es zu neuen Kämpfen, bei denen der Feind in erfolglosen Angriffen schwerste Verluste erlitt. Zwischen Sllsita - und Putna-Tal drängten unsere Truppen den sich zähe wehrenden Gegner nach Nordwesten ins Gebirge zurück. Längs des unteren Serekh verliefen Vorfeidgefechte für uns günstig; Gefangene und Beute wurden geborgen. Im Mündungsgebiet der Donau lebte die Feuertätigkeit auf. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludrndorff. m Der Abendbericht. Berlin, 14. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern und an der Maas Artilleriekampf wechselnder Stärke. In Rumänien beginnt der Feind im Gebirgswin- kel zwischen Trotusut, Putna und Sereth unter dem Druck unseres Angriffes zu weichen. Vor neuen Kämpfen im Westen. Alles, was von imseren militärischen Fronten kommt, ist gut und erfreulich Die Siege, die im Westen durch tapferes Standhaften, im Osten dicrch schneidiges Draufgehen unserer Heere errungen werden, sind es nicht allein, die uns über mamfyc Not und Qual der Zeit erheben. Ermunternd ist vor allem auch die Stimmung, die da draußen bei uns herrscht. Gewiß, wir hören auch die Feldgrauen öfter seirszen und sagen: „Es wäre Zeit, »venn mit dem Kriege aufgehört würde." Aber es liegt darin ein ganz anderer Don als in den leichtfertig nörgelnden Orakel- sprucheu der Grüppchen und Vereinzelten in Unserer Hemrat, die ihre große Kriegsmüdigkeit geschwätzig auf den Markt tragen und sich damit gar auch in die Gloriole edler Menschlichkeit hüllen. Solch nobler Sinn, hat es hier in Gießen sogar fertig gebracht, Gleichgültigkeit ob unserer Erfolge im Osten, öffentlich cur den Tag zu legen, mit der Rechtfertigung, „man wisse ja nichlt, ob das Kriegsglück nicht nächstens sich woanders hinwende." Nein, von solcher Art ist die Stimmung der deutschen Kämpfer, die sich oft in eine Heimat des Friedens zurücksehnen mögen, ganz gewiß weit entfernt. Wir ersehen das auch wieder aus dein neuesten Kriegsbrief, den unser in diesen Dingen sehr gewissenhafter Mitarbeiter von der Westfront uns gesandt hat. Ta herrscht Zuversicht, Festigkeit, die in der Erfahrung und der Notwendigkeit begründet sind. Wie sehr brauchen wir noch diesen Geist der Standhaftigkeit! Im Westen steht eine neue Offensive der vereinigten Engländer und Franzosen bevor! Die Tagesberichte verweisen auf das übliche, solche Angriffe einleitende Trommelfeuer, und an der Nordfront von Verdun hat der Franzose von neuem starke.Kräfte, vor allem Artillerie, herangcschafft. Zn dieser ruhigen Feststellung Luden- dorffs liegt zwar ein ernstes Porbecelleu auf schwere Kämpfe. aber doch zugleich die stille Ueberzeugung, daß wir auch den neuen Stürmen standhalten werden. Nichts erleichtert uns die ruhige Ergebenheit in das unabänderliche Kriegsschicksal so sehr, als die durch Gewohnheit festgewurzelte Ueberzeugung, daß unsere Heeresführung die Kräfte sorgsam abgewogen und wiederum alle Vorbereitungen zum Mißlingen der feindlichen Absichten getroffen habe. Wir bemerken freilich einen ähnlichen unermüdlichen Eifer auch bei unseren Feinden, besonders den Engländern. Die letzte Sitzung des englischen Unterhauses, in der Lloyd George und Henderson sich gegenüberstairden, in der der frü- here Premierminister Asqurth die Politik seines Nachfolgers unterstützte, zeigt uns, daß die Londoner Regierung ein gewisses Geschick in der Kriegsagitation gehabt hat. In London will man noch keinen Frieden, und der gewöhnliche Mann steht drüben auch noch ganz im Banne der Lloyd Georgeschen Verschlingungsphrasen. Es ist aber, wie wir gestern dargelegt haben, wohl nur ein Rausch, der nicht lange andauern kann. Wir denken an den Lutherischen „Fürsten der Welt", der, wie sauer er sich auch stellt, doch bis dahin immer „gericht" war und durch ein Wörtlein fällen kann. Ob die Londoner Politik gegenüber der Stockholmer Konferenz erfolgreich oder nicht vielleicht ein arger Fehlschlag werden kann, werden wir bald sehen. Das wird sich zum Teil nach den Ergebnissen der neuen Angriffe Herausstellen und sich ferner nach den gaüz dunklen Aussichten und Möglichkeiten in Rußland bemessen. Ein kleiner Nebenerfolg für die deutsche Sache ist jetzt schon dabei herausgesprungen. Unsere Sozialisten werden ernüchtert, werden wohl ihre bisherige Politik des Drängens der Regierung nach neuen Friedensangeboten als fruchtlos einstellen. Der „Vorwärts" begleitet die Pässeverbote durch die Entente mit folgenden Bemerkungen: ..Mit ihrer brutalen Zerstörung des Einigungswerkes von Stockholm haben die westlichen Entente re gierungen sich selber die Maske ihrer gleisnerischen Redensarten abgerissen. Die angeblichen Länder der Freiheit und der Friedensliebe verbieten ihren sozialistischen Bürgern, für die Herbeistührung des Friedens und die Verständigung der .Völker zn wirken. Sie schämen sich nicht einmal dieses Verbots mit Rücksicht darauf, daß die absolutistischen Zentralmächtc den Sozialisten ihrer Länder keinerlei 'Hindernis in beit Weg legen. Die Paßverw-eigcrung der westlichen Ententemächte beweist zweierlei, erstms, daß in England-Amerika die Regierung noch heute fest entschlossen ist, den Krieg nur durch Deutschlands Niederlage zu beenden, und zweitens, daß die westliche Entente glaubt, der russischen Fr ied ens strö mu n g keine Rechnung mehr tragen zu brauchen. Vielleicht, daß sie nach den jüngsten Niederlagen das russische Heer nicht mehr als ausschlaggebenden Faktor ansieht, auf alle Fälle als Aktivposten in ihrer Kriegsrechnung auf Null ab ge schrieben hat. Aber »wahrscheinlicher ist, daß die Entente mit der jetzigen Diktaturherrsck-aft Kerenskis die ganze Psychologie Rußlands als geändert ansieht. Hat Lloyd George doch Henderson zum Vorwurf gemacht, er habe den englischen Arbeitern verschwiegen, daß Kerenski auf die Stockhol im Konferenz keinen Wert mehr lege. Zn der Tat, was Kevenski heute tut und treibt, ist ja nichts anderes, als weswegen der Kadett Miljukow noch im Mai seinen Ministerposteu hat niederlegen müssen. — Aber die Ententerechnung hat ein Loch: .Kerenski ist nicht Rnßlaird, und wer weiß, ob ihm. nicht heute schon das Schicksal Miljukows droht. Gerade die westliche Entente hilft es ihm bereiten, denn die Sprengung der Stockholmer Konferenz durch die Weltmächte wird in RnUand Unzähligen die Augen, darüber öffnen, wo das Hindernis für den baldigen Frieden ist." > . Opposition im Innern dürfte es also jetzt, so sollte man meinen, nicht mehr geben. Vielleicht brtvirien die neuesten Ereignisse auch eine Revision der politischen Richtung, die der Abg. Konrad Haußnrann irr den letzten Tagen in seinem Wahlkreis Balingen eingeschlngen hat. Nach einem Bericht der „Frankfurter Ztg." hat er da den: neuen Reichskanzler nicht gerade volles Vertrauen ausgesprochen. Dr. Michaelis stütze sich, so sagte er, nicht zuletzt auf diejenigen, die Bethmann wegen seiner Neuorientierung entfernen halfen. Mit ihnen ivollte er Konzentrationspolitik machen. Dre Zeit für Koalitionsministerien sei aber vorüber. Heute scheine in allen Staaten die Zeit für Mehrheitsministerien gekommen. Die Reichsregierung habe der Reichstagsmehrheit den kleinen Finger gegeben. Diese werde hoffentlich wissen, was sie zu tun hat. Wenn Haütßmann zum Schlüsse sagte, es gehe jetzt „nicht um das Parteiinteresse, sondern es gehe praktisch und grundsätzlich! um die Herstellung des deutschen BürgLrstäates und die Erkamp- fung des Friedens", so fällt daraus gerade heute ein besonderes Licht. „Praktisch und grundsätzlich" gilt es doch wohl zunächst, einmütig und geschlossen dem Feinde zu begegnen. Dann erst kann alles andere kommen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 14. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Westlich von Panciu in Rumänien erzielten unsere Truppen im Angriff neuerlich Geländegewinn. Südlich des Oitoz-Tales und westlich von Okna versuchte der Feind vergebens durch starke Gegenstöße eine Aenderung der Kampftage herbe izufiihren. Italienischer Kriegsschauplatz. Unsere Flieder schossen seit vorgestern vier feindliche Flugzeuge ab. Eln italienisches Geschwader belegte Aßling mit Bornben. Die bedrohten Anlagen blieben unbeschädigt. B a l k a n t r i e g S s ch n u p l a tz. Unverändert. *Der Chef^ des Generalstabes. Sie Kämpfe in west und Ost. Berlin, 14.Klug. (WTB.) In Flandern ivar an den Brennpunkten der Schlacht an der Küste, sowie nordöstlich und östlich von Ypern am 13. Auauft das Artilleriefeuer ovn ge- ^volmter HetturLü. Die Engländer versuchten durch Überraschend einsetzende Feuerwellen von wechselnder Stärke die deutsche Verteidigung zu erschüttern. In der Gegend von Langemarck und Frezenberg sind englische Angrißckversnche im Keime erstickt worden. Die beobachteten englischen Ansammlungen sowie bereitgestellte Tanks wurden unter Vernichtungsfeuer genommen. Südöstlich von Ypern wurden starke feindliche Truppenverbände be* schossen und mehrfach Patrouillen abgewiesen Am 14. Llugnst 5.40 Uhr vormittags brachte ein kühnes, rasch durclmeführles Stoß- truppmrternehmen die Deutschen in den Besitz der Waldstücke südlich Westhoek. Die englische Besatzung »wurde im blutigen Nahkampf überwältigt. An der Arrasfront ivar von Mittag die Feuertätigkeit: hefttg. Mehrere nächtliche englisch? Erkundungsvorstöße, die mit starken Kräften beiderseits Hulluch an der Straße Gavrclle— Fresnes 'unternommen wurden, scheiterten. Deutsche Stoßtrupps drangen nordöstlich Nenve--Chapelle in die gegnerische Stellung ein. Ein Minenstollen und mehrere Unterstände wurden gesprengt. Durch sechs feindliche Fliegerbomben auf Lille wurden sechs Zivilisten verletzt und eine Kirche beschädigt. An der Ais ne front sowie in der westlichen Champagne war die Artillerietätigkeit ethcblich gesteigert. Die französischen: Angriffe auf die neuen deutschen Stellungen am Eornillet scheüer- teu größtenteils in unserem Sperrfeuer. Was bis au die deutschen Gräben Vordringen konnte, wurde im Nahkampf blutig abgewieseir. Beiderseits der Maas herrschte vom Walde von Ävocourt bis Baux seit dem Morgengrauen des 13. August gesteigertes Artil- leriefeuer. Infolge starken Regens flaute cß pm Mittag kurze Zeit ab, um von 2 Uhr nachmittags ab mit gesteigerter Stärke »wieder einzusetzen. Das Feuer hielt die ganze Nacht hindurch an. Unter seinem Schutz versuchten die Franzosen »während der Nacht starke Patrouillen, vorzutreiben, die überall durch Abwehrfeuer oder im Nahkampf abgewiesen wurden. Französische Bereitstellungen auf bcx Höhe 304 wurden unter Vernichtungsfeuer genommen. An der Ostfront war nur au einzelnen Stellen die Artillerietätigkeit lebhafter. In der Bukowina und der Moldau erschöpften sich die Russen und Rumänen weiter in vergeblichen Gegenangriffen. So wurde südlich der Suezawa bei Arbora ein iMwerer russischer Angriff unter großen Verlusten abgewiesen; ferner scheiterten russisch-rumänische Angriffe westlich des Doftana- Tates sowie zwischen Trotus- und Easinn-Tal, ebenso nördlich Focsani sowie westlich der Bnzanmündnng. Die gegnerischen blutigen^ Verluste »waren bemerkenswert hoch. Nördlich des Klosters Lepsa stießen Stoßtrupps der Verbündeten in die rumänischen Gräben vor und kehrten mit einem Offizier, 56 Gefangenen' sowie zahlreichen Grabenwaffen in ihren eigenen Graben zurück. In,der Dobrüdscha nahm die beiderseittge Artillerietätigkeit zeit- weise größere Heftigkeit an. * Poincare an der italienischen Front. Rom, 14. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Auf Einladung des Königs hat sich Präsident Poincare an die italienische Front begeben, wo er vom König empfangen wurde, der ihm seinen Flügcl- adjutanten bis zur Grenze entgegenschickte. Boselli und SckN- nino haben sich gleichfalls zur Front begeben. Poincare wird vom Minister Bourgeois und vom Botschafter Barrere begleitet. Bei seiner Ankunft überreichte er dem König die Militärmedaille und das französische Kriegskreuz. * Amerikanische Kriegsgesetze Washingto n, 14. Aug. (WTB.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Ein GesetzenttMrrf, der im Senat angebracht wurde, verbietet die Veröffentlichung von Nachrichten und Artikeln über Fragen, die mit dem Kriege im Zusammenhang stehen, in deutscher oder in einer ftemden Sprache, »venn sie nicht in der nebenstehenden Spalte mich englisch erscheinen. Ein anderer Gesetzentwurf sieht vor, daß amerikanische Büpger, die in den letzten 20 Jahren naturalisiert worden sind, deportiert oder interniert werden können, loenn sie illoyaler Kundgebungen überführt worden sind, die zum Aufstand reizen. henderson und Lloyd George im llnterhause. London, 13. Aug. (WTB. Nichtamtlich) Meldung oes Reuterschen Bureaus. Im Unterhause hat Henderson eine Erklärung über seinen Rücktritt uird die ihn begleitenden Umstände abgegeben. Er bestritt, jemals die Msicht von einer Aeirderung seiner Haltimg gegenüber der Stockholmer .Konferenz geäußert oder seine Kollegen irregeführt zu habeii. Mid legte dann dar, daß er bei der Konferenz der Arbeiterpartei in der Sache für oder »vider Stockholmer Konfermrz lucht beabsichtigte, der Konferenz irgendeine Mitteilung vor- zuenchalteii. Er habe die Konfereiiz davoii in Kenntnis besetzt, daß die Stellung der russischen Regierung sich ge ändert habe. Henderson sprach sich gegeii eine weitere Er- orteriing aus üud beteuerte den Wunsch, den Krieg siegreich zu Ende geführt zu sehen. Premierminister Lloyd George erklärte, das aan^e Haus werde den: Rufe Heudersons nach Sieg und Einigkeit zustrmstnen. Henderson habe alle Mitglieder des Kabinett - Eer dem Eindruck gelassen, daß er'beabsichtche, auf d^ Arbcnterkonferenz semen Erufluß gegen die Stockholmer Konferenz zn verwenden. Er tadle 5-euderson, weil er die Mit- texfeg her russischen Regierung der Sfwtfttcm* Vorzügen unterlassen habe, -und werfe die Druae ans ob iraend habe, daß e-S 'keinen wesemtlublm Unterschied bedeutet hatte, wenn ,enes Telearanun auf der Konferenz verlesen worden wäre. Im Laufe der imtacir ^brache sagte Lloyd George: In de,, letzten lagen änderte srch etwasi Es wurden Anstrengungen gemacht, die Manneszucht m der ru,„sehen Armee n'iederher;usteNen Unter di^-n Umstanden ,,t nichts verhanqnisvoNer al» mit dem Feinde eine Konferenz Augenblicke, wo> der erste Schrsi. Mamreszucht unterummneu wird levenz abzuhalten, gerade in dem Schrttt zur Wiederherstellung der eit wirb. um hi«' - mildem Feinde an der Front'zu verhhche^"^^^« Entschluß kamen die vier alliierten Regierungen. Lloyd t^orge fuhr fort: Mr den Augenblick sage ich ,jeder nickn. Uber dre Wemung Rußlands. Es hat seine großen Lchwiewg. Söfe fSecetmgim 0hrtrirn Huben sich e-ntschjktrsr, das; sw wicht gestatte:: können, daß Delegierte hingehen. Das ist vwgroße Demokratie. Die französiiche Regierung kam zu demselben Schluß, Italien ebenfalls, Mid die englische Re- Irrung ebenso. (Lauter Beifall.) Die vier alliierten Länder wnwn endgirltig zu dem Schluß, daß, wenn die Frie^ns- dedmgungen erörtert werden sollen, sie von den Vertretern der ganzen Nation erörtert werde:: müssen. Ich, bin der letzte, der die Macht der Arbeit herabsetze:: will und bin der letzte, etwas zu sage::, was ihrem Einfluß oder ihrer Macht abträglich ist, aber die Arbeiter sirid nicht die ganze Gemeinschaft. Wenn der Friede kommt, m!uß er von bcv Nation -als Ganzes gemacht werden. In Rußland herrscht die sozialistische Regierung, und tvenn es zur Erörterung der Friede:^ Bedingungen ko:nmt, muß sie die maßgebende Meinung der Nation hinter sich haben. Ich glaube, es wird klar, daß die russische Regierung keine Verantwortung trägt für die Stockholmer Konferenz. Ich behailpte, daß wrr Rußland den allergeringsten Gefallen täten, lvenn wir einen solchen Plan begünstigen würden.,!Beifall.) Sodann sprach As quith, welcher erklärte, daß er jgern eine Be:nerk:mg von allgemeiner und seiner Meinung nach wesentlicher Bedeutung machen möchte: Der Premier- : jminister gab am Schlüsse sen:er Rede eine Erklärung ab. die allgemeinen Beifall finden würde, nicht allein hier im Hause, nicht allein im Lande, sondern bei allen alliierten Regierungen, nämlich die Erklärung, daß der Friede, den .alle wünschten, und de:', eäizige Friede, der den gebrachten Opfern entsprechen oder sie wieder gutmachen würde, der Friede sei, der von der Bevölkerung aller beteiligten Länder gebilligt werde. Es wäre schmerzlich, wenn als Ergebnis der heutigen Erörterung für die Welt der Eindruck bliebe, daß diejenige:: Leute nieder Arbeiterbewegung des Landes, die sich anschickten, zur Stockholmer Konferenz zu gehen, sich dazu anschickten, dort den Weg vorzubereiten oder den Grundstein zu legen für einen zweifelhaften Frieden Asqutth fuhr fort: Ich las die Erkläruiig der von der Arbeiterpartei gebilligten Politik. Es ist die Erklärung des Entschlusses, iu dieftm Kriege auszuharren, bis die großen Brele, dre wir uns jleckten, erreicht sind. Die Arbeiterpartei mit Ausnahme einer wie ich glaube unbedeutenden Dttnderheit, ist heute, wie in: Augenblick der Kriegserklä- -«Mg entschlossen, nicht zuzulasse::, daß die riesigen Opfer UWerer Verbündeten und die unsrigen für nichts geachtet wMen, und daß wir das Schweb erst in die Scheide steck«: werden, wenn wir den Weg sehen, einen befried igen- ,den mch dauernden Frieden zu erlangen. Ich hoffe, das ist oex Eindruck, den die Debatte bei den Alliierten hinter .lassen durste. r r^ ™ vdlug. (WTB.) Reuter meldet aus London, n - f *^*u ß der Arbei terparter nry ge ste rn vollzählig im Unterhause versammelte; mich H e n d er } on J 1Älr anwesend. Es wurde beschlossen, heute eine neue Ver- wmmlung abzuhalten, um die Folge::, die sich aus dem Rücktritt Denderwns ergeben, zu besprechen. ^ darlamentsb«ichterstatter der „Daily News" schreibt, jänedem „Algemeen .HandeMad" aus London berichtet wird, ^ Ansicht, daß die Lage infolge der Mit- leuung derRegnrung, daß vier alliierte Länder gegen die Kon» ^ lich geändert habe. Er habe nicht die WA. ^ * 2 ? l Li lr I ni ^^ versetzen, da dies gegen seine ^ ^ guiat Küssens ge- ^ ick“ schreM. es wäre gut, wenn die russische ihren Standpunkt gegenüber dem mw Daris ausgesprochenen Veto ^egen wiüche. Wenn ,rch Herausstellen sollte, daß sie mit diesem ^verstanden ist. kömrte die ganze Angelegenheit als erledigt betrachtet werden. '.-n? ™ ^ (WTB.) Der Londoner Bericht- lÄ^,Ä^K^^bandelsblar/' meldet, die Auseinander- I Lloyd Qteorqe imb Henderson in der gestrigen des Unwrhau,es se: außerordentlich heftig gewesen. Hen- ! d^nrernmnstxr bei der Abgabe seiner Erklärung ' ^während ms Wort gefallen. Du ganze Debätte drehte sich um . e &T~ < L2u ßland. In Beantwortung eines 7v~ - tT P . Ul ^ ^ »vuömi .. _______ vwlv ^lbgeordncten Hoage sagte der Premiermini Telegramm von der russischen Regierung gekommen ito. Gleich daraus verwaes er aus die in einem zugleich mit dew TÄeg^nn Abgesandten Begleitschreiben enthaltenen nähe- k* 1 Premierminister, wer M^lecks^ben verfaßt habe. Lloyd George antwortete, d^^kÄme er mcht sagen. SnoNken müsse sich damit begnügen, zu ^ von ber russischen Botschaft gekommen sei. Lloyd G^ge legte großen Nachdruck darauf, daß in Rußland eine ein- ichnewende Veränderung vor s:ch gegangen seü Die merkwürdigste -Enthüllung m der Debatte war die Erklärung Hen- ■i^°V er hade am Freitag abend in der Downingstrret er- WYven, daß dre Negierung durch die Vermittlung fran^ösrschen Botschaft ein Telegramm er- .rri dem es hieße, daß Kerenskl sich losgesagt habe, das durch Frankreich übermittelt de r russisch en Regierung, das über die Batlchaft jn JWbon eintnrf, sottne das l^vglcitschreibcn ^ rn dem ganzen Kvnflrkt die Hauptrolle ge>vielt und gebe letzt Anlaß M allertei Vermutungen, «: wrf b 0 13 auß ’ Nichtamtlich.) Meldung des Amtlich> wird mitgeteiltl Barnes wrrd Nachfatzer Hendersons als Vertreter der Arbeiter rin Kriegskabrnett fern. Nichtamtlich wird erklärt, daß die Er- nMrmrg von anderen Regierimgsmrtgliedern der Arbeiter- Parte: geblllrgt wrrd. Die italienischen Kriegsziele. 12 , Aug, lMeldwrg der Agentur ^ vom „Giornale ,dFtal,a v«vf,entlichten inspirierten Artikels betreffend die ttalietnschen ,ErtegsMle erklärt „Tanin'- Am mchsten - r^ss^t nns der Mckplitt betreffend die Krage des ös" lrchen Mittedneeres und bezichlrch einer Teilung Kleinasiens ^iEr dre Michlreder dm^ Entente. Darin liegt ein neues ,Ge>tmrdnrs unserer Feinde, die, obwohl sie nnatrfhbrlich dre Prinzchten des mternationalen Rechtes in den B^Vdcr- grnnd stellen, dennoch kerne Gewissensbisse empfinden daß , zerstückeln wollen. Dieses Dingeständnis S-USteich erne endgültige Antwort ans jene Blätter- pichen Lager, die sich darüber wnn- Türkei ari der Seite Deutschlands zu sehen. Die Turker war von dett ersten Tagen des aeaenwärtioen s' r .. ^ bie ihr drohte, nnd zögerte nicht, jene Rtchtlrnren für ihr Veralten zu ziehen die ihren Ebensrnteresjen entsprechen. Äe Geftändnche, die unsere Feinde sich von Jett zu Zeit entschlüpfen lassen IJätl n 'T m ''IT* ^tsckLtzungen Unser Ziel in diesen, ütiege yü .oiederholen wir es. Schutz der Uimbhä.^rgkcht unsmn ^rstenz, dre n*t weüerchn auch mit den achsßten Opfern verteidigen werden. Was di« Lösung der Frage des öitlütl BeD0 ^ das italimische Wattes öftere : bte ottomam)d)e tonec, die den Ewckänöpim Fran^sen an den Dardanellen furcht^ Ächi^s^w Kronstadt. - , 14. Autz. .(WTB.) Das „Handelsblad" mel- vet aus Stockholm, daß Kronstadt von 20 000 Matrosen u w^ e «uff Seiten der Bokschewi ck : stehen, veietzt rst. Kronstadt wird von der Regierung blockiert uitb sie wut es m vier brs fünf Wochen einnehmkn M körrnen. Ueber Spanien der Ausnahmezustand verhängt < - Madrid, 13. Awg. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterichen Bureaus. Die Regierung hat beschlossen, über ganz Spanten den Ausnahrnezustand zu er klaren. In Madrid kam es zu unbedeutenden Zwischen- falten, die aber leicht unterdrückt wurden. In der Hauptstadt herrscht vollkommene Ruhe. Graf Czernin in Berlin. Berlin, 14. Aug. (WTB.) Der bsterreichisch-unga- rrsche Minister des Aeußern Graf C z e r n i n ist in B e r l i n erngetroffen, um dem Reichskanzler setnen Gegenbesuch zu machen. Berlin, 14. Aug. (WDB.) Der ösberreichisch^unga- rrsche Minister des Aeilßern Graf Czernin gedenkt, wie die „Nbrdd. Allgem. Ztg." meldet, zwei Tage hier zu ver- weile::. Sein hiesiger Aufeirthalt dient der Fortsetzurrg der Besprechungen mit dem Reichskanzler. Uriegsbnefe aus dem Westen. Telegrmnm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberecht^ler Nachdruck, auch anszugswnse, Vorboten.) orw Bei der flandrischen Avntee, den 13. August 1917. Arle Anzeiä)en und Beobachtmrgen deuten darauf hä:, daß der Lmgei^ure Untfvng seiner Vorbereitungen den Feind zwangt, das rtzb N br sher so 4venig chtznsttge Schlachtglück auf der .flandrische:: LngrMssrorU mrt möglichster Beschleuntgung abermals -u versuchten. -<5cm andere:: Gru-nden abgesehe::^ ist es einfach munöglich, daß er eure Truppen dauernd in dem> Zerwühlten Moraststreifen liegen npiere bewegliche Verteidigung zu gewiesen hat, ohne ^Opiffsgeist der besten Rogintenter schwirtdet Wie wir 5^ ^ hnwrn übereinstimmenden Gefangenenaussagen wissen, ist der Abgang ^durch^ Krmrkheiten.bei de:: sich andauernd bis zum' ^ Düften im Schlamm bewegenden Man::- )i^ften außerordentlich hoch, :md namentlich die Schotten leiden Nässt in solchem Mäße, daß unter ihnen eine Bewegimg &ux Äpschaffung ihrer altgeschichtlichen Tracht, der buntkarierten yLnenlosen Rockchen und der Halbstrüncpfe, mindestens für die Dauer der fbE:schen Kämpfe, im Gänge ist. Für die ihre Reihen lich- renve Krankheit haben die Engländer einen besonderen Namen: Im . U€ das Schützengrabensieber. ^n der Gegend des von MUM:schwärmen überschatteten Ueberschwemmungsgebietes kommt dre Malaria dazu. Na^>cn: der Fernd mit großer Tatkraft seine ireuen Vorbereb- < Sch^vierigkeiten des ansgew-nchten Geländes vollendet yatte glaiwte er, am 10. z.ü einen: abernraligen Schlage aus- holen und die Entscheidmrg herbeiführm zu können. Dieser Plan m^tztang! Es enümckellen sich zwar Kämpfe von äußerster Er- bi yZSt U ?' «: den Stellen, wo die Engländer vorüber- geyeno :n uniere erste Lirrie.eingedno^en waren, und neben der vMdgvanate und dem Bajonett auch der Gewehrkolben zu seinem Krregsre cht kam. Diese Kämpfe sind erst am 11. z:un Abschluß ge- kpmmen, m:t dem Erfolge, daß der englische Plan überall und ohne cS. gescheitert ist. Iw Gegenstoße waren die Englwwer^ überall wieder m ihre morastigen Ausgangsstellungen zuruckgedrängt worden, wo nicht schon die Gegenstöße sie am Ver- ovne verhindert hatte. Die Gefangenen sahen wie wandelnde ^.ehmkllrinpen aus, von >der llnifmnn war nichts n:ehr za: unterscheiden. Gestern abend lebte das Feuer tvieder auf, während gleichzeitig ein MrchtbareS Gewitter losbrach, dessen Dormer das £>”3* der Gefchüpe verschlang, während die Blitze sich mit dem Schern der MUndungsfeuer, Einschläge, Leuchtraketen imt> brermen- pen !QrNchafden ,wischten. Dieses Geschützfeuer steigerte sich, nach- aog Weller rm Laufe der Nacht sternenklar geworden war, unter Mitwirkung ungezählter Batterien mrd Minenwerfer gegen . ^cS r i^or^tens zu heftigstem, fünfmer-telstüdigem Trommelleuer zstonchen Merckem und H-ollebeke, währe:ü> die allgemeine Zimahme ^ch längs der ganzen Front die Nacht hindurch anhielt. Eine im N^achckmrtte vorstoßende Gwßpatronille ivirrde schrwll abgewiesen. Be: Bixschöote entwickelte sich ein Gefecht mit dort äks Großpa- trouüle vorgehenden feindlicher: .Kräfte::, ivelches zrrr Stimde noch £3, l ' i \ Ohne jeden Erfolg blieb ein Großvatrouillcnvor stoß zrJr$r? be: Frenzeiiberg, sowie ein starker Angriff, welche:: ander wahrerch des Trommelfeuers zwische:: dem Kanal bei Diollebeke :md Hermckhage vortrugen, endlich ein starker Borstoß nordöstlich Oeottaverme. Me diese Angriffe wurden mit großer Entschiedenheit unter- nomMeii, denn so hat man pdem englischen Soldaten eingeschärft: < f ^ L Nrwdern betontet, daß England den Krieg gewinnt imb daß Ihr vor dem Winter nach Hause könnt! Den: deutschen Vaterlandverteidiger braucht nieMaud zu sage::, ivas hier auf dem -pprel siebt, urd mit welchem Fernde es hier die ^Lbrechnung zu l^ltengrll Dem ercksprubt -die Zähigkeit der C)egenwehr, die Wucht ^ d^Ms^rung der Gegeirstoße, und dem entsprechen auch die blutigen Berliche der Engländer an allen Angriffsabschnitten SÄ>- l:ch von Warneton unterhielt der Feind nur starkes (^feschützfeuer unter ausgiebiger Verivendung von (^Gasgranaten. W. Scheuer mann, Kriegsbärichterftatter anderen infolge der deutschen Seesperrcreklärumg etwa zu° ergreifenden Maßnahmen der verbündeten Regierungen. Die Veröffentlichung der folgenden Nachrichten bedarf der vor- her:gen Genehmigung des Marineministeriums durch die Preffeabteilung: a) Bau in den verbündeten Ländern, d) Be- wufffiung französischer, verbündeter oder neutraler Handels- ffhllfe, wenn die Bewaffnung der letzteren in einem verbündeten Hafen erfolgt. Für den Minister und in seinem 9llif- bevollmächtigte Leiter der Presseabteilung (gez.) r l ej0 “^* — Hier wird also zugestanden, daß neutrale ^chl'fe m Ententehäfen bewaffnet u:rd somit dem .Angriff deutscher Tauchboote ausgesetzt werden sollen. Aus dem Reiche. Beschlagnahme der Kartoffelernte. . H? H e > 14 Aug. In Beantwortung einer Abfrage über d:e SicherstelliNlg der Winterkartvffeln für die Großstädte teilte Oberbürgermeister sstieve mit, daß der Präsident des Kriegserirährungsamtes ihm in den letzten Tagen erklärt habe, es bestehe der feste Plan, dieses Jahr diie gesarnte Kartoffelernte zu beschlagnahmen; nähere Erwägungen würden zurzeit rroch gepflogei:. (Frkf. Ztg.) -i- . tz.- J ? t } n ' ^ Aug. (WTB.) Der „Reichs anzeig er" gibt die Verleihung des königlichen Kronenordens zweiter Klasse an das Mitglied des Reichstages Geheimen Justizrat Dr. Dm mborn, bekannt. Aus Stadt und Land. D:eßen. 15. August 1917. §eekrkeg. Reue N-Boot-Erfolge. Berlin. 14. Aug. MTB. Amtlich.) Im Mittelmeer wurde wieder eine große Anzahl Dampfer und Seg- er mit einem Gesamtraumgehalt von über 5 0 000 Bruttoregistertonnen versenkt. Darunter befanden sich ein großer, vollbeladener Munition sdampfer mit Kurs nach Port Said, der nach dem Torpedotreffer mit gewaltiger Detonation in die Luft flog. Bon dem bewaffneten italienischen Dampfer „Esemplarc" wurde ein 6-Zeuti- meter-Geschütz erbeutet. Zwei Dampfer wurden aus einem anscheinend für Saloniki bestimmten Geleitzug herausgeschossen. Ein großer Dampfer, mit Kurs auf Marseille, wurde torpediert, doch kmrnte sein Sinken nicht festgestellt werden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein britischer Zerstörer gesunken London, 14. Aiy. ,'WDB. Nickchamtlich.) Die Admi- - dm britischer Zerstörer ist in der ralrtät teilt mit Nordsee auf eine Mine gelaufen Und gesunken Der Kaprtan, zwei Offiziere und 43 Mann sind gerettet. Mißbrauch neutraler Dampfer durch die Entente. Berlin, 14 Aug. (WTB.) Den deutschen Behörden ist n« Dokument des französischen Kr i c q ffni ni- Üenun;ä tn bte Hand gefallen, das den unzweideutiaen Bttoets liefert, daß ,,ch die Entente neutraler Stchiffe Volker- §*‘&? 6 *“m 7 .»as s m verbündeten Häfen, über ihren Raggenwechsel nnd allc . Dre Aliceschulebegiimtdas WintechallstnhrckmDienS- wig, den 25. September mit neuen Kursen i:n WeißzeNgnähen^ Schneidern, Handarbeiten, 'Bügeln und Kochkir Zu gleicher Zelli ern Kursus der Ha us ha l tungs schule cm, in der junge ^cadchen während eines halben .Jahres eine grüiwliche praktische' nnd theoretische Ausbildung in allen:', was eine moderne Haiisfran wysen inüß, erhalten, in Kochen, Nahrimgsmittellehre, Haushal- tnngsrnnde, Flicken^ n:ü> Stopfen nnd Nähen eintvtfyei KLeidungs- Intcre, in lAnswirtschaftli cher Buck)fnl)rnng U 7 Ü> Gesundheitsleh-re. Bnngen Mädche::, ivelche in die Seminare für Handarbeits^ und .vausnürffchaftslehrerini^ir eirrtreten wollen, ist Gelegenheit gegeben sich für die AufiiahNieprüsung praktisch vornüber eiten. Die Anmeldungen werden im Schulhaus, Steinstraße 10, entgegen-« genommen; dort sind auch Prospekte erhältlich. ** Eine neue deutsche Briefmarke. Die Brief-^ marken zu iy 2 und 15 Wg., die seit 1. August vorigen Jahres :m Verkehr , sich> besindeu, sind bekanntlich hellaelb und hellbraun,, In den Kreisen des Handels wurde darüber genagt, daß die beiden Bnesmarken sich in ihrer Farbe allznwenig unterscheiden unt deshalb leicht verwechselt werden. Besonders scheint dies bei kmrst- ^ lrchen: Licht der Fall zu sein. Dem Wunsche nach einer beffereU Unter sch eidimg der Werte ist^ jetzt entspwck-en worden. Es ist eine > Briefmarke zu 15 Pfg. in einer anderen Farbe zur Ausgabe ge- kommen, die sich völlic; von alte:: arideren Werten unterscheide. Dre Marke rst dunkelvrolett. nahezu schwarz. Dir Zeichnung der Märke rst dieselbe wie bischer. Sie unterscheidet sich wje die zn 7 /2 Pfg. von den Briefmarken der Äter-en Ausgabe dadurch, daß der Hintergrund, ans den: der Germaniakopf steht, nicht fchrasffevt :st, sondern :veiß. ** 0 derh e ssi scher Verein für Innere Mission. - Missionskonferenz in diesem Jahre im November m Gießen tagen will, hat der Oberhessische Verein für Innere Mffswn beschlossen, seine Jahresversammlung diesmal statt, wie sonü im November, schon am 18. Septencher xu halten. Sie wird dadurch besondere Anziehimgskraft erhalten, daß Herr Pros. 1). von Wurster aus Tlibingen den Hauptvortrag zu- lgejagt mrd muh für einen Abendgvltesdienst für Innere Mission am glercheii Tage die Predigt übernommen hat. ** Transport aus gleichstelle. In den nächsten Tagen wird hier für den Stadtbezirk eine Tremsportaus- aleichstelle errichtet werden. Diese hat den Zweck, die vor- handeiien Transpo-rtmittek bei dem im Herbst einsetzenden verstärkten Gütervlertehr wirtschaftlich besser auszamützen und nach dem Grade der Dringlichkeit zu verwenden. Näheres wird noch bekanntgegeben. ** Jedes Gepäckstück muß laut Bekanntmachung des Reichs-Eisenbahnamtes vom 15. lAiigust 1917 die genaue und dauerhaft belästigte Wresse des Reisenden (Name, Wohnort. Woh nung> sowie den Namen der Aufgabe- und Bestimmungsstation. Kragen. Die GepäcksctZüber geben geeignete Anhänger zum Selbfb- kostenpveis au die Reisenden ab. ** Beschlagnahme fron Wild. Lant „Berliner Tagebl." beabsichtigt das Kriegsernährungsamt, das Wild zum größten Teil bei den Jägern z:: beschlagnahmen und' gegen die Ausfuhrverbote der ernzelnen Landräte einzu- schveiten. ** Als Hilfsfeldschützen für die Gemarkung Meßen sind verpflichtet worden die Angehörigen mrseres hiesigen Bataillons , Johann Eiseichauer, Philipp Eisel, Herniann tjsräsing, •vsnfob Horenza, Ludwig Hofmann, Otto Rubel, August Rieve, Adam Schiebener, Philipp Schollenberger, Walter SÄter sowi Karl Seibert von Wiessck. ** Im LichtspiekbauS, Bahnhvfstraße. wurde gestern der' erste der vier militärischen Tage veranstaltet. Diese Art einer Spiel-- folgexusammenstxll:mg verdient vollsta Anerkennung und Unter- Mtzung, da aüf diese Weise jedermann ein anschauliches Bild von den Ereignissen an der Frortt verniittÄt werden kann. Besondere Bedeutimg kommt den vorgeführten Filmen noch dadurch, z-u. daß sie wie der SommeschlachEFllm von amtlicher Stelle berausgegeben sind. Was aezeigt wird, ist demnach em lebensvoller Ausschnitt aus den Kampfhandlungen an unseren Fronten, der uns erst ein reckstes Verständnis für Riesenleistungen unserer lbraven Feldgrauen und der Verbündeten, Bulgaren und Türken> gibt, itae sie z. B. Mackensens Siegeszug durch die Dobrudscha^ darsbellt. Noch , esselnder ist der Film ..Ein heißer Kam:>ftag in der Cliampagne" der uns im ersten Teile die Tätigkeit einer Staffel von Kampstlugzerigen vorführt. Wir erleben den AufUeg, den Flug dem Feind entgegen, ivvbei die Landschaft aus der luftigent Höhe des Fliegers gesehen, aus der Leinwand erscheint. Wir crleMn einen Quftkanipf mit brrmrendem Absturz des feindlichen Fliegers und die Rückkehr der siegreichen Kanrpfftaffel. Den Höhepunkt des Prgvramms bildet der Vortvag des kriegsbeschädigten ehemali- -gen Kampffliegers May kern per über die deutschen Kampfflugzeuge im Luftkriege, in dem uns von einem Angehörigen der junge:: Waf^ deren Entwicklm:g, ihre neuesten Typen und die Arte:: des .Kanipfies an Hand von Lichtbildern anschaulich geschildert lverden Das v:elseit:ge Pwgramn: findet seinen Abschluß durch einen Krmnnaliilm „Aussage verweigert", mit Tatjana Jrrah in der Hmiptrolle. Niemand wllte die Gelegenheit versäumen eine Anschauung von Leistungen zu gewinne:: »die in den Tagesberichten unmerfort erwähnt toerden. aber olme die Unterstützung des Bildes,^ keinen Begriff von ihrer Größe geben können. ** Das Kreisblatt, Nr. 139, enthäll Bekanntmactainmm ^LLB?ZftaisLkartan: WWrÄSS efeitiig der Zwennvrkstncke: Ver,irbeitnng vor: Gemüse' Msgk u™ ^^ ir JJ ,en : Förderung der Voltaernätzrungr Jllrsgabevon Brot- und Lebeirsmütel karte::: Wollertrag der deut^ SHafschur us; KrtagSwirtschaftsstelke Gieße::; Angabe der Anbau flachen sowie BestandSauftvahime der Vorräte früherer Ernten! an FrüaM:: usw. Sekunda in Sandalen. Ein iwchahmenswert^ Beiswet gäbe:: dqeser Tage die Obersekundaner des Frmckfurtaq Raalgymnafurms. Dre ganze .Klasse bat gelobt, bis zum Eintritt beri talter: Witterung Holzjundalen zu tragen, um! so ihr Schersleu: Hai Berrmgkrwng der LcdeickuvppHevt bejUntragen. Landkreis Gießen. /m. Müschen heim, 1b. Aug. Am Somttag tra.) hier die »cochrrcht em haß wt-evermn: ein Sohn unseres Ottes, der 19 jährige Lu>dwi-g Ocholt es. Äiesber Sohn des Bal-n Vorstehers »Uos, bveuz 2. Kl erhalten. Er ist der zweite Sohn des Uhr- rnruyer^^evr von hier: sein älterer Bruder starb vor einigen Wochen , nj^^****"k htrß Baterland. — Die Behörde scheint jetzt doch ^rnsttrchLiegen dreienigM Geflügelhalter, die gar keine oder'mir memge Eier «wgelrefert haben, vorzug-ehen. Sie tvurdsn heute bei >ltrsgave der Bezugsscheine für Einmac^ucker ausgeschlossen. Für Jgf uvngen Errrmohner der Stadt kamen auf den Kops 5 Pfund Enmm chzucker zur Verteilung. In ähnlicher Weise müßten auch cne^mgxn gestmst werden, die keinen Speck abgeliesjerl haben Kreis Schotten. ^ enhain, 15. Aug. Die kreisamtlichen Maßnahmen vre JSscrtimvcTbrritiimg der hier herrschenden Ruhrkran k- Y e i ttmitöcn heule dahin erweitert, daß auch die Verbringung von Ge genstät lden.^errdwelcher Art.ans der Gemarkung verchenhain. pesondevs der Versand von Paketei:, mrber Verbot gestellt wurde. Starkenburg und Rheinhesftn. 15. Aug. Am^ Sonntag zeigte die gegenwärtig »bgevattene Mene euren selb ft im Frieden nicht beobachttten Masseir- vesuch) aus. In kurzer Zeit warm die Zuckerhuden ausverkaust, ob- ^Echen schrver besttmmbarm Zuckerstückchen schloß 1,50 Mk. ko) täte. Uitb das am Anfang des vierten Kriegs- rachaS. Das Geld rollt. . . . Hessen-Nassau. > ^Frankfurt a. M., 15. Aug. Die vier O pse r des jüng- » Egerangriffe.sl werden am kommenden Donnerstag vM Kosten der Stadt im Hauptsttadhos beigxfetzt. Boraussichitlich g«Mhrt die Stadt den Hinterbliebenen der minderbemittelten Ocher ^ entsprechender Antrag ist bereits bei der ^adLmrordmMnversanrmdrng gestellt. — Zrrr Ersparnis von Kohlen werden während des kommenden Winters 11 Mittel- Mpaen, 28 Volksschulen wrd eine .Hilfsschule Mit anderen Schulen vevernrgiL. Für einen Dell der Schüler findet vormittags, für den wDeven nachmittags Unterricht statt. = Frankfurt a. M., 14. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich heute in langstündigen Nusemandersetzungen mit der Kartoffel versorgun g der Bevölkerung. Anlaß bot eine Besckiwerdeschttst dü früheren der stadttscben Kättoffelstelle, Eduard Stern, die eine Reihe Mißftäirde ausdeckte, über die aber, weil angeblich unbegründet, der Prüfungsakts schuß zur Tagesordnung übergek^n wollte. Es ^ Ausschuß Mgegeben, daß im Sommer 1916 etwa 285 Elsenbahnwagen mit Kartoffeln als Bichfutter verwendet werden mußten. Sclmld daran sott aber die RcichSkartusfelstetle ge- tvagsr habeir. Die Stadt wurde dadurch um mehr als eine Million Mark geschädigt: sie hatte aber inschern selbst Mitschuld daran, Äs sie lehr Mangell>ift für Lager- und Berteilungseinrichtungen Smmc getragen hatte. Bon sozialdemokratischer Seite unrrde auf die kommende Versorgung hiugeuüesm, die noch trübere Ausblicke aewalTre als jemals zuvor. Dem Magistrat wurde eine zu große Schwäche gegenüber Berlin vorgeworsen. Auch von anderer Seite warf nian dem Magisttat die mangelhafte Organisation des Lebensk- mrttelamtes vor, das in der Butterversorgung gegenüber anderen Städten völlig versage. Ebenso ginge man gegen den Wucher, den Schleichhandel und das Schnnwitt dunwese u nicht mit der nötigen Energie vor. Ein Antrag, dem Lebensmittelanit eine straffere Organisation unter Leitung eines verantwort!. Mannes zu geben, fand Ammhme- m dem Achensinittelarnt sollen auch Frauen beratend um> helfend Sitz und Stimme erhallen, lieber die Beschwerdeschrist des Herrn Stern ging das Haus schließlich nach vierstündiger Beratung zur Tagesordnung über. Permij^te#. . ^ Zugentgleisung. * Aschvffenburg, 14. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Zwi- fckstu Hergenbrücken und Laufach entgleisten gestern abend, wie der „Mobachber am Main" meldet, fünfzehn Wagen eines 'Güterzuges, ! ^ ^ Bremser leicht verletzt wurden. Der PersvNiurzug verkelw wsrrD durch Umparkieven an der Unfallstslle ausrechterhalten, wüh- re™ der Schnellzugverkehr über Hanau—©ßm 1 — Gemünden geleitet wird. Die Freilegung der Weise wird im Laufe des Vormittags beendet fern. * * Berlin, 15. Aug. Die Generalindendandur gibt be- kanrtt, daß bis auf weiteres für jedes bei der Löfung einer Eintrittskarte an den königlichen Theaterkassen in Zahllma gegebene Goldstück eine Freikarte und zwar zu der Platzgattung der gekauften Karte verabfolgt werden wird. * Berlin, 15. Aug. Me das „B. T." erfährt, wurde der Major im Großen Generalstab Würz zum Leiter des Kriegspresscamts bestellt. Major Würz hat sein Amt als Nachfolger des Majors Stötten bereits angetreten. Witterungsbericht. Mesfentlicher Wetterdienst.) Wechselnd bewölkt, zeitweise Regenschauer. Temperatur wenig geändert, Gewitterneigung. _ auö ferner jetzigen Finarrzkrise nur noch durch ein Wunder erlöst werden. Im Laufe von vier Monaten habe die neue Reglerung die Schuldenlast Rußlands um vier Milliarden erhöht. Nach dem Kriege werde Rußland jährlich 272 Milliarden Rubel Zinsen entrichten müssen. . Die Ernte in der Bukowina. Wien, 14. Aug. Laut Bericht der „Neuen Freien Presse" ist der Stand der Ernte in der Buttüvina gut. Trotz der russischen Requisitionen ist der Vieh- und Futterbeftand des Landes noch immer sehr groß. von Bethmann-Hollweg. ™ Bk r lin, 15. Aug. Wie der L.-A. hört, werde der frühere Reichskanzler v. Bethmanrr-Hollweg demncühst von Hohen- sinow nach München übersiedeln, um sich dort Kunststudien zu widmen. Amtlicher Teil. Letzte Ncreiirichten. Henderson. Rotterdam, 14. Aug. Der „N. Rott. Lonr." meldet aus London, daß Henderson eine sehr schlechite Pr^esfe habe. „Daily News" ist das einzige ihm günstige Blatt. Hender- lons Erklärungen wurden kühl ausgenommen; man findet fte nicht überzeugend. Henderson entschuldigte das Verschweigen des Tewgranrms der russischen Regierung u. a. damit, daß er sagte, er habe als Sekretär der Arbeiterpartei gesprochen und sei deshalb nicht berechtigt gewesen, das Telegramm zu erwähnen. Rotterdam, 15. Aug. Nach dem „Rott. Cour." beruhtet „Daily News", daß 40 000 Bergarbeiter in Lamark- shire als Protest gegen den Lebeusmitttlwucher am 2. Aug die Arbeit niedergelegt haben. Was geht in Frankreich vor? Köln, 14. Aug. Tie Köln. Ztg." meldet von der Schweizer Grenze: Die sranzöüsch-,chfveizerische Grenzsperre wird so scharf ge handhabt, »nie nie zuvor. Keine Telegramme, Briese oder Zerttmgen werden aus Frmrkrerch herausgelassen; sogar Stückgüter werde:: ziwückgehalten. Die von Frankreich nach Genf führenden Straßen wurden verbarrikadiert und mit Drahtverhauen versehen. Am Montag sind sogar die Pariser Börsenkurse aus- geblreben. „Es geht etwas vor", meint das „Berner Tagblatt" Rußlands Finaitzen. B e r 1 1 n , 15. Aug. Wie dem L.-A. aus Kopenhagen gemeldet wird, belaufen sich Petersburger Berichten zufolge die Betrage, die England bisher Rußland ttn Kriege vorgeschos- en hat, auf 12',i Milliarden Francs. Der frühere Minister Schmgarew habe in einer Ansprache erklärt, Rußland könne vaterlästdischer Hilfsdienst. Aufforderung des Ariegsamts zur steiwilligen Meldung gemäß 8 7 Abf. 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst. Hilfsdienstpflichttge werden zur Vettvendnna bei Militärbe- ^rden und Zivil Verwaltungen im besetzten Gehret für folgende Beschäftigungsarten gesucht: Gerrchtsdrenst, Post- und Tckegraphendienst, Maschinen- und Dilfsschreiber. Botendienst, Technischer Dienst, Kräftsahrdienft, Ersenbahiidienst, Bäcker und Schlächter, Handwerker ieber 9lrt, und forstwirtsck>astlicher Arbeitsdienst, anderer Arbeitsdienst Att, Pferdepfleger, Kutscher, Viehwärter, Sicherheitsdienst (Bahnich-utz, Gefangenen- und Gefängnisbelvachkung), Krankenpflege. Hilfsdienstpflichttge mit französischen oder vlämischen Sprach- kenntnisse werden besonders berücksichtigt. Hllfsdienstpflichtige im wehrpflichttgen Llller ivevden nicht angenommen. . Bis zur endgültigen Uebettveisimg an die Bedarfs stellen des besetzten Gebietes tvird ein „vorläufiger DienstDertrag" abge- geschlossen. Die Hilfsdienstpflichltigen erhallen: Freie Bervflegung oder Geldenychädigung für Sell"stverpslegnng, freie Unterkunft, freie Eiseirbahnfahrt zum Besttinmuiigsott rmd zurück, freie Benutzung der Feldpost, freie ärzttiche und Lazarettbeharchllrng, sowie angemessenen Lohn für die Dauer des vorläufigen Dienstverttages. Die cndgülttge Höhe des Lohnes oder Gehaltes kann erst beim Abschluß des endgülttgen Dienstvertvages festgesetzt werden und richtet sich nach Att und Dauer der Arbell sowie nach der Leistung: eine auskömmliche Bezahlung wird znqesichett. Im Falle des Bedürfnisses werden außerdem Zulagen gewährt für in der Heimat zu versorgende Familicnangehött^e. Die Versorgung Hilssdienstpslichtiger, die eine Kttegsdienst- beschädigung erleiden, und ihrer Hinterbliebenen wird noch besonders geregelt. Meldungen nimmt entgegen: >das Bezirks ko mmando in Gießen. Es sind beizubttngen: etwaige Milttärpapiere, Beschäftigimgs- auswers oder Arbeitspapiere, erforderlichenfalls eine Bescheinigung gemäß § 9 Abs. 1 des Gesetzes über den Vaterländrsck>en Hilfsdienst (Abkehrschein), Angaben, warm der Bewerber die Beschäftigung antreten kann. Eine vorläuftge ärztliche UMersuchrmr enolgt kvftenlvs bei der Meldung beim Bezirks ko mmando _Kriegsamtstellc Frankfurt a. M. Die untsi'LsielirletsQ ILnrs- UQä DLoÄS^arSrL-cASZerisktzs setzen ihre werte Kundschaft hiermit in Kenntnis, dass die Geschäftsräume von heut© ab mittags von 1—2'/, Uhr geschlossen bleiben. 6018 Franz Bette, A. Holterhnfflf Söhne. Bobert Baas IVachf., J. Kaan jr., Alex. Saiouaon & Co„ Oeschw. Sauer Aachf.. Julias Schulze, J. Schmäcker Nachf., Friedr. Teipel, Wilhelm Wirsig, Obst- u. Gemüse-Dörrapparat für (ias- and Kohlenlaerd in Größen von 4, 6 und 8 Horden für seden Hankhall, besonders bet der jetzigen Zuckerknavpheit von unschäu- varem Werte. 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August nach genau 3 jähriger treuer Pflichterfüllung fürs Vaterland durch Granatvolltreffer mein innigst- geliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Schriftsetzer Hermann Römer Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapferkeits-Medaille im Alter von 28 Jahren. Für die trauernden Hinterbliebenen: Frau Minna Römer geb. Thielmann und Kind Familie Philipp Römer Familie Thielmann. Wetzlar, Giessen (Kaiser-Allee 117), Nieder-Girmes, im August 1917. 6032 Todes-Anzeige. (Statt besonderer Nachricht.) Heute wurde meine geliebte Frau, meine herzensgute Mutter, einzige Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Nichte Frau Else Lorenz geb. Scharmann nach langem schwersten Leiden aus diesem Leben abgerufen. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: August Lorenz, Großh. Regierungsbaumeister Fritzchen Lorenz Artur Scharmann, Großh. Lehramtsassessor. Friedberg, Nieder - Weisel, Alsfeld, Darmstadt, Giessen, Bad-Nauheim, den 13. August 1917. 6034 Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 16. August, nachmittags 4 J / 2 Uhr, in Giessen, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die iraurige und schmerzliche Nachricht, daß am 28. Juli unser lieber Lohn und Bruder, der Gefreite Konrad Lemp Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaiile, eingereicht zum E. K. II. Klasse und zur Beförderung zum Unteroffizier, als Geschützführer in einem Feld-Artillerie-Regiment nach 3jähriger, treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 23 Jahren auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Konrad licrap und Frau Wilh. Lemp, z. Zt. im Felde Marie Lemp Heinrich Lemp Lina Klein» Treis a. . empfiehlt 603t Heinrich Hahn, Samenhandlung, Neustadt 8. Telephon 403 Empfehle mein Lager von neuen und gebrauchten «elminUeril von 30 bis 250 Liter. Ferner Einmachfässer. 5968 Jobs. 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Allen denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstande entweder auf gütlichem Wege bei dem Großh. Ortsgerichtsvorsteher, vor welchen sie ihren etwaigen Gegner vorladcn lassen önnen, zu beseitigen und sofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitig, 'eiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das Unterzeichnete, 0 haben sie davon, daß letzteres geschehen ist, linnen eben dieser Frist Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist auch alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grund- iuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, inbezug aus die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Großh. Ortsgerichtsvorsteher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und ersorder-. lichensalls bei dem Unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden diejenigen, welche die in Gemäßheit des Artikels 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grund- eigentums usw. betreffend, beigesügten Erwerbs- titel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, ausgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen, und wenn dieses ein anderes als das Unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 1. April 1918 zu Ende. Lich, den 1. August 1917. Großh. Amtsgericht. «022» Bekanntmachung. Als Hilfsfeldschützen für die Gemarkung Gietzen sind verpflichtet worden die Angehörigen des Ersatz-Bataillons Jnfanterie-RegimentS 116: Johann Eisenhauer. Philipp Eisel, Hermann.Gräsing, Jakob Harenza, Ludwig Hosinann. Otto Rubel, August Rieve, Adam Schiebener. Philipp Schollenberger, Walter Söller sowie Karl Seibert von Wieseck. Gietzen, den 14. August 1917. 60288 Der Oberbürgermeister. I. 23.: Emmelius. Submisstonsverkauf von Fichten-Dcrb- und Reißstangen bei der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gietzen sollen die nachstehend verzeichneten Fichten-Derb- und Reisstangen im Submissionsweg verkauft iverden: a) in der Forsttvartci 1 (Förster Briick-Gietzenl: Los 1 385 Derbstangen, 10—12 Ztm. Durchm. -- 47,95 Fstm. „ 2 401 „ 8-9 „ „ = 27,91 , „ 3 79 „ 6-7 „ it = 2,90 „ b) in der Forstwartei 2 (Fürstwart Arft Hochwart): Los 4 160 Derbstangen, 10—12 Ztm. Durchin.19,04 Fstm. „ 5 917 „ 8 9 „ „ == 53,49 „ „ 61832 „ 6-7 „ „ =46,21 „ „ 7 2122 „ 6-7 „ „ --64,38 „ ,, 8 690 Reisstangen. 5 „ „ — 9,6, „ c) in derForsiwartei 3 (Forsttvart Getsel-Gietzenl: Los 9 226 Derbstangen, 10—12 Ztm. Durchm. -- 31,04 Fstm. „ 10 213 „ 8-9 „ „ - 15,20 11 99 6-7 - 4,16 Das Gebot geht aus den Festmeter und ist für jedes Los besonders anzugeben. Gegen attsreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 15. November 1917 gewährt. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Sub- misstonsholzverkans der Stadt Gietzen" bis ivätestcnS 25. August 1917, vormittags 11 ttbr, an den Ober- dürgermeister der Stadt Gietzen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote in An« Wesenheit etwa erschienener Bieter erfolgt. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die vorgenannten Forstwarle. Gietzen, den 13. August 1917. 60293 Der Oberbürgermeister. I. A.: Emmelius.