Nr. 189 Erstes Blatt Jahrgang Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, nutzer Sonntag«. - Beilagen: «etzenerKamillenriStlrr: Nrersdlett für den Kreis Hießen. Bezugspreis: nwnatt. 1 Mk.. vierteljährlich 3 M?.-. durch Abhole- u. Zweigstellen inonatl. 3) Pf.: durch diePost Mk. 3.—viertel« ;ahrl. ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchriitleitunq112 Verlaq.GeschailJftekleöl AnschrtttfürDralitnach- .. ^ ^ ^ - G r » richten: Anzeiger sieben. ZMllmgsrunödruck u. Verlag: Vrühl'sche Unry.rVlich.. u. Steilr-ruckerei R. eange. Zchristlertung. Geschäftestelle u. Druckerei: Zchulftr Dienstag. U. August AZ PostschetNonlo: Hrankfurl a. M. U68ii vankyertehr: Gewerbebank Siehe tt 7. Annahme vi.u Lrazeige» s. die Tagesnummer bic> zum Nachmittag vorher. Aeilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswor- tige Anzeigen 25 Pf, b. Platzvorschrist 30 B>., für Reklamen 75 Pr,, bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes n.® e* richtsjaal: Fr. R. Zein; Anzeigenteil: ü. Beck: sämtlich in Gießen. Reue 13. August. w, /WTV.) Großes Hauptquartier. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Au der flandrischen Schlachtfront wuchs nach verhält- msmaßrg rubrgem Tage die Kampftätigkeit in den Abendstunden wieder ,pi erheblicher Stärke an. Unsere Artiileri«mrkimg gegen feindliche Batteric- neMr war gut: sie zersprengte auch die Bereitstellung cng- lischrr Angriffstimppen westlich von Messines. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs des Ehemin des Dames und in der West Champagne steigerte sich die Feuertätigkcit beträchtlich. Nördlich der Straße Laon—Soissons brachen gestern nuh die Franzosen zu starken Angriffen vor. Sie wurden durch Feuer imd im Nahkampf abgcwiesen. Ebenso vergeblich und verlustreich war ein Vorstoß des Feindes südwestlich von Aillcs. An der Nordfront Verdun haben sich auf beiden Maas- ufcrn heftige Artilleriekmnpfc entwickelt. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. * Eines unserer Flugzeuggcschwader griff gestern England an. Auf die militärischen Anlagen von Soulhend und Margatc an der Ttzemscmündung wurden mit erkannter Wirkung Bomben abgrworfen. Eines unserer Flugzeuge wird vermißt. Auf dem Festlandc sind gestern 14 feindliche Flugzeuge und ein Fesselballon abgeschossen worden. Oestlichcr Kriegsschauplatz. F r o n t d e s G e n en? a l f e l d in a r s ch a l l s Prinz Leopold von Bayern. Lebhaftes Feuer nur südlich von Smorgon, westlich von Luck. bei Tarnopol mw am Zbrucz. Hier fam cs mehrfach auch zu Zusaimnenstößen von Äreifadteilungen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In der westlichen Moldau gelang es trotz sehr zäher feindlicher Gegenwehr, die in zahlreichen heftigen Angriffen zum Ausdruck kam. unseren G k l ä n d c g c w i n n südlich des Trotusultales weiter auszudehnen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. ^ Der hartnäckig verteidigte Ort Panciu wurde rm '^lurm genommen. Entlast,;ngsstütze der Russen und Rumänen gegen benachbarte Abschnitte unserer Front waren vergeblich. Sw scheiterten verlustreich. Am unteren Scrcth blieb die Artillerietätiakeit lebhaft Mehrere feindliche Angriffe Mischen Buzmilmnudung und Donau wurden znrückgefchlagen. Mazedonische Front. Keine besonderen Ereignisse. * Im Monat Juli betrug der Verlust der Luftstreitkräfte Unsere Gegner 3 4 F e s s e l cha l l o n e und mindestens 2 1 3 Flugzeuge, von denen 98 hinter unserer, i 15 jenseits der feindlichen Linien durch Luftangriffe und Abwehrfeuer brennend zum Absturz gebracht wurden. Wir haben 60 Flugzeuge, keinen Fesselballon verloren. Der Erste Gencralauartiermeister L u d e n d o r f f. ist ihnen gefährlich geworden. Sic dürfen es nicht bekennen, daß sie sich geschlagen fühlen, denn sonst wäre ja die für die verlustreichen Angriffe aufgewandte Mühe^nicht nur vergebens, sondern sie hätte die UUgunst der ^age. für sic beim FriedenZschluß noch verschärft, ^hr Auge durchforscht viclmcbr mit froher Hoffnung die An zeuyen und Stimmungen, die sich bei uns kundgetan haben An nnjeren Fronten war alles gut, aber im Innern. . . salt es noch, nach Bundesgenossen zu suchen, die Kräfte zu starken, die uns die Milch unseres Sieges sauer werden lassen konnten. Die internationalen Stimmungen des revolutionären Rußlands paßten in diese Methoden unseres Hauptgegner gar nicht hinein deshalb stellte die unermüdliche englische Hand d,e gefallenen Schachfiguren in Petersburg 'immer wieder aus Die Füße. Das Programm der Rufer für die Stockholmer Konferenz war den Engländern und Franzosen, die auch aus einem siegreichen Deutschland inehr herauszupresscn hoffen, ungenügend, zu matt. Man würde vielleicht hingehen, wem; eine Einigung über Elsaß-Lothringen und die bekamt ten Wiederherstellungen sich denken ließe, für die Deutsch- land, nachdem es an die Landbesetzungen ini Kriege sein Blut gesetzt hat, auch noch finanziell bluten müßte. Käme es zu einer nachhaltigen, allgemeinen Aussprache in Stockholm^ so wäre es mit der Kraftmeier-Taktik der Herren Lloyd George und Ribot vorbei. Die Russen, die nicht mehr viel Ge- vuld haben, könnten sich den weichen Stimmungen der Deut- sckien hingeben und nähern und die Einheitlichkeit der Entente zerreißen. Lloyd George verspricht sich noch etwas von der Aufrüttelungstheorie gegenüber Rußland. während Henderson schon des „Gottes Schrei- ,jam Der Abendbericht. Berlin. 13. Aug.. aberlds. (WTB. Amtlich.) In F l n n tu r n und bei Verdun lebhafter Artillcric- kampf. In R u m änie n neue Erfolge unserer Truppen. ten zu Horen meint, der die Londoner Kniffe „ 1U m* ncerDod zerreißt". Henderson will vielleicht auch nicht an | D gewagte Ziele denken wie Lloyd George, denn er gibt sich ja, wie er ans dem Kongreß der Arbeiterpartei sagte, dem Glauben hin, das „deutsche Votk" werde sich zur Ein- sicht bringen lassen. Er will utts vielleicht einen etwas billigeren Frieden geben, als der Londoner Diktator Wie aber könnten dessen Pläne reifen? Wenn wir die Gebärden der Eisenfresser ernst nehmen, uns einschüchtern und die Kopse hängen lassen. Wenn wir f o r t s a h r e n, im Eimern die Leistungen unserer .>geere nicht zu unterstützen, sondern abzuschwächen. Die „Voss. Zta" hat gonz recht, wenn fie die englische Taktik also kennzeichnet: „Die Nerven unserer Krieger an der Front hat mnn durch das walmunnigste Trommelfeuer und das Verschwenden von allen möglichen Giftstoffen nicht zn zerrütten vermocht. Deslialb versucht man nunmehr Mit den weittragenden Geschützen englischer Selbst- sichcrheit und englischer Verstellungskunst ans die Nerven der deut- jchen .Heinmt zu zielen. Es soll bei uns der entmutigende Glaube hervärgeruicn werden, daß England-5 Kraft noch lange nicht gebrochen day vor allem die englische Känipsesluft sich nabe am Ziel glaubt. Und deshalb reden, reden und reden die englischen Staatsmänner. Und der größte Teil der englischen Presse und des englischen Volkes macht gläubige Gesichter und markiert Bciialls- gemurmel, weil sie in ihreni wundervoll ausgearbeiteten politischen Instinkt nur zu genau wissen, wie sehr das Eck-o des Redners Glück macht." Die vielen englischen Reden einen Zweck: das Ausharren des zu , kräftigen und gleichzeitig die mutigen in den feindlichen Ländern Tun wir ihnen diesen Gefallen nicht.' Wir brauchen bet der Kunde von der Pässcverwe^gcrunq durch die Engländer nicht etwa zornvoll aus den Tisch zu schlagen. Es ist vielleicht möglich, daß die Rußen auch ohne Stockholmer Konferenz zn einer besseren Einsicht gebracht werden können Wir müssen ihnen mit einer klugen Politik begegnen, aber auch unsere Stärke und Zuversicht zeigen. Wir dürfen nicht in Tränen ausbrechen, wo sogar die Herzen der Arbeiter- und Soldatenräte hart geworden sind. haben nur eigenen Volkes Zahl der Klein zu vermehren. Da es Lloyd (George nicht im guten gelungen ist, die Arbeiterpartei von der Beschickung der Stockholmer Konferenz zurückzuhalten, gebraucht er Gewalt. Nach einer letzten Meldung hat die englische Regierung den Arbeiter- Vertretern verboten, ins Ausland zu reifem unb ihnen die Pässe verweigert. Zugleich wird dabei triumphierend verkündet, auch Amerika, Frankreich und Italien schlügen das gleiche Verfahren gegenüber der Stockholmer Konferenz ein. Was ist der leitende Gedanke dieser Häupter der Entente? Man will noch keinen Frieden. In tausend Reden und Zeitungsartikeln ist es uns entgegengeschrien lvorden. Warum will rnan noch keiner^Frieden? Darauf ist uitc- in zweierlei Tonart geantwortet worden. Mit Bärenstimme schnauzten die englischen Diktatoren die Frager ab: mcü Deutschland militärisch zerbrochen lverden muß, damit es zerknirscht und geschlagen den Frieden nimmt, der ihm ans- gezwnngen wird und der die Menschheit, zn der die Deut scheu ja nicht gehören, erlöst! Die zweite Tonart, in der hin und wieder ein f r a n z ö s i s ch e r Minister die eigenen Gemüter im Lande beschwichtigte, klang etwas gedämpft und geprept „Auf Grund der heutigen Kriegslage ieg Deutschlands.^^stärkeren Anfklärnna^abteilunaen Mir ,nüssen die Är easkarte rnn-hcnprn Kp» wmfir. 7ll i‘. unmiiinm n Wir müssen die Kriegskarte verbessern, den' Feind zermürben oder schlagen." Eine andere Frage ist, ob die Herren Lloyd George und Ribot daran glauben, daß sie das durchsetzen können, was sie als Ziel verkünden. Oder ob sie an irgend etwas anderes glauben, was sic auf dem eingeschlsgenen Wege zuversichtlich machen kann. Wir vermuteten immer, daß sie nach den blutigen Heimschickungen in Flandern und an der sranzösischen Front, nach den galizischen Schlägen und bei der Betrachtung der italienischen und mazedonischen Versumpfungen an große militärische Erfolge nicht mehr so recht glauben. Die Enttäuschung ihrer Offensive im Westen Der österreichisch-uttgarifchc Tagesbericht. Wien, 13. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich.wird verlantbart: * Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschallö vo n M acke nfe n. Nordwestlich von Focfani erstürmten gestern deutsche Regimenter das zäh verteidigte Panciu. Si'idwestlich dieses Ortes warfen unser? Truppen den Feind aus seinen Stellungen. Feindliche Gegenangriffe westlich des Donauknies von Gatatz und nördlich von Fociani blieben erfolglos. Hreresfro nt des G eneralob erstc n~ Erzherzog I osef. Unsere Streitkräste stehe,r beiderseits des unteren Slante-Baches vor den Brückenkopfstellungen non Ocna im Kampf. Der Feind erhöh! fernen Widerstand durch erbitterte Gegenstöße. H e c r c s f r o n t des G e n e r a l f c l d m a r f ch a l l § Prinz Leopold von Bayern. Am Zbrucz und an der Gnila fühlten die Russen mit vor. Sie wurden ab- Flandern am 12. August die Kampftätigkeit ab. Erst im Laufe des Nachmittags und Abends nahm das Artitterie- feuer von Merckem bis zur Lys zu und steigerte sich an einzelnen Stellen bis zum planmäßigen Zerstörungsseuer. In der Gegend östlich Messines stellten die Englänoer Fn- santerie zuni Sturm bereit. Die Ansammlungen wurden jedoch rechtzeitig erkannt und durch Vernichtungsfeuer zersprengt. Deutsche Patrouillen stießen erfolgreich in das Trichtergelände vor; aus einem vor der Front liegenden Tank wurde Beute eingebracht. An der Küste nahm nach weiteren gescheiterten Patrouillenvorstößen in der Nacht vom 11. zum 12. August hier das englische Artilleriefeuer an Stärke und Planmäßig- leit zu. Es war besondets lebhaft am Nachmittag des 12. und hielt in dieser Stärke bis Mitternacht an. Errglische Zerstörer wurden von deutschen Seeflugzeugen am 12. August mit 1 Uhr mittags mit Bomben angegriffen und vertrieben. Auf einem der Zerstörer wurde mit Sicherheit ein Treffer fest gestellt. Die Fliegertätigkeit war bei guten: Wetter beiderseits rege. Deutsche Flieger schossen einen englischen Ballon ab. In der Gegerid von St. Quentin griffen in der Nacht vom 12. zum 13. Attgust zwei starke feindliche Patrouillen die deutschen Gräben nordwestlich Bellenglise an Der Vorstoß scheiterte bereits im Abwehrfeuer. Die Franzosen und Engländer scheinen zu beabsichtigen, den unersetzlichen Bau der Kathedrale von St. Quentin vollends zn zerstören. Im Laufe des Nachmittags und Abends des 12. August erhielt die Kathedrale 25 Volltreffer. ^. pc Aisnefrvnt holten sich die Franzosen eine neue Re i h e bl u t i g e r S ch l ap p e n. Der großangelc^o Angriff beiderseits der Straße Soissons—Laon Ebrach un Abwehrfeuer und im 'Nahkampf zusammen. Ein TTilanqrisf udwestlich Ailles wurde im Maschinengewehrfeuer und mit Handgranaten abgewiescn; ferner scheiterte ein ffanzösischer ^aitdgranatenangrifs gegen die iteugewonnenen deutschen Stellungen am Cornillet. Die Berichte des Eiffelturms üb" etnen französischen Erfolg am Keilberg am 11. Arnum tnb ebenso unzutreffend wie die über 'erfolglose denfiche Angriffe am Luginsland und Hochb«g sin 12? August. In der !v e st l i ch e n Moldau machen Russen und Rumänen verzweifelte Versuche, die Verbündeten zurückzu werfen. Immer wieder versuchen sie die blutgetränkten ketlen Hänge des Mgr. Casinului zu stürmen. Ebenso er- bittert und erfolglos waren ihre Angriffe westlich der Slamcmündung bei der Glasfabrik sowie nördlich des Klo- ters Lepsa. Alle diese Angriffe konnten das stetige Vordringen der Verbündeten nicht aufhalten, die im Flußwinte zwtjchen Ottos-Fluß und Trotus weitere Fortschritte mach- ten und sich mit stürmender Hand in den Besitz der oiv Trotustal beherrschenden Höhen südlich Tsrgul-Ocna setzten. Auch nördlich Focsaui blieb der Angriff im Fluß Dte Verbündeten stürmten das Tors Clipiocsti zwtick.cn Suuta und Putna und setzten sich in den Besitz des die. Vertetdtgung iu hohem Maße begünstigenden Dörserkom- plcxes auf dem Nordufer der Susita, das die Ortschaften Valont, Pancin und Erucsa umfaßt. Alle ihre Versuche dstrch wutende Gegenstöße von Moraseci aus nach Süden und Westen das Vordringen der Verbündeten aufzuhalten, syei- teiteti. unter schwersten Verlusten. Durch Gefangene konnte lestgestellt werden, daß nicht weniger als 10 russische Regi- usenter an diesen Angriffen beteiligt waren. Mit dein gleichen 0 rsolg waren Entlastungsangriffe zwischen Buzaulmünduna und Donau zurückgeworsen. gciviefen. Italienischer Kriegsschauplatz. Die feindliche Fliegertätigkeit über dem Jsonzo hält an. B a l k a n k r i c g s s ch a u p l a tz. Nichts zu melden. Der Chef Generalstabes. ' * * * Die Kämpfe in West und Gst. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Stach den verlustreich geschottertes Angriffen vom 10. und 11. August flaute in Englischo^Niedertage iit Ostafrika. ^ c r l i n , 13. Aug. Wie die Berliner Morgenblätter nach der Köln. Bolksztg. melden, wurden die Engländer in Deutsch'Ostafrika bei ihrem Versuch, die deutschen Truppen bet Ktlwa etnzukretsen, blutig nach Kilwa zurückgeschlagen, und verloren, dabei 4 3 00 Tote und Verwundete. Bet einem späteren Rückzuge nach erneuten vcrgeb- ltchen Vorstößen verloren die Engländer ungeheures Material an Lebensmitteln. * Der Fliegerangriff aus England. „London, 12. Aug. ,WTB? Amtliche Meldung. Um o Uhr Io Minuten nachmittags wurde ein Geschwader von 2U NH ndltchen Flugzeugen von Felixtown gemeldet. cic streiften die Küste von Clacton entlang wo si^ ich teilten. Ein Teil flog aus Margatc zu. wo ^Bomben abgeworfen wurden. Die übrigen überflogen die Küste, war'en Bomben ab aus die Umgebung von Soulhend. Unsere Flur, zeuge verfolgten den Feind aus die See hinaus London. 13. «Hfl. (WTB.) Die Lufkmiflriifx verur. nckncn ^ o ii t l> o n d d c t n rfi 11 i cli e n - ch a ^ c ,, in 'bomben wurdon abflnvorscn. Rach dcn »ir.iicrtncn neu )mh S Männer, 9 Frauen und 6 Uindor 'q.>'ö-»r war den etwa ov Personen wurden verwundet. Ferne, ivurden m Roch eso rt zwei Männer verwundet. Vier Bomben wurden n» Margate abgeworien. Ein nnbewvbnte. Ban., l wurde zerstört. Keine Menschenverluste. England veweigert die Pässe für Stockholm. ^/.ondon, itz Aug. iWiTB.) Unterhaus. Bonar Law Jfäl *}}-■; c ? ’ et Ulr Personen, die im vereinigten Königreich itzren .mntz haben, gcictzltch mcht statthast, ohne Erlaubnis der Re 1 chnima mit ieiiidlichen Nntertane» eine Konferen; ndtnbüwl- Remeruna liaj-e de,Masken, die brlnuN,,, w e tj'v Mimiereu; mefjt zu erteilen, bbeifnll.i Die «er i 1 ■, jinateu, Fra n Ire, et, und htali en. mit denen die I»n SmIS! ^ be " ® e9CnftaRb ?°rh-iwc,t habe, hätten da«. Basel, 13. Aug. Nack einer Mitteilung der Agence Havas hat der Berbandslag der sozialistischen Vereine von Paris und Umgebung mit 8897 gegen 4 Stimmen beschlossen, an der Stockhol m e.r Konferenz festzuhalten, und die Einberufung eines LanLxsparteitages zu verlangen für den Fall, daß die Regierung sortsährt, die Passe zu verrvcigern. DaS Kabinett Lloyd George und die Arbeiterpartei. Loncko n, 13. Aug { WTB.) Nach einer Meldung des Reiiter- fchen Bureaus schreibt die „Daily SReruö": Wenn die Arbeiter- konseren; am 21. August sich sür Henderson entscheidet» müssen die anderen Mnister, dle aus der Arbeiterpartei h.noorge- gangen sind, sich oon der Negierung zurückzieheu. Es verlaufet., daß in diesem Falle der Premierminister an das Land appellieren und allgemeine Neuwahlen ausschreiben würde. Der Brotpreis in England. Bern, 13. Aug. (WTB.> Der Parlamentssekretär im ?cah- rungSmittelamte El y n e S erklärte auf eine Anfrage im Unter- Hause am 8. August, die Zuschüsse der Regierung, um den Verkaufspreis des Bierpfundb-rotes auf neun Pence zu halten, würden jährlich etwa vierzig Millionen Pfund betragen, vorausgesetzt. daß die amerikanischen Weizeupreije nicht höher steigen und die anderen, dieser Berechnung zugrunde, liegenden Faktoren sich nicht in ungünstiger Weise veränderten. Das NahrungSmittclamt macht übrigens bekannt, daß die fragliche Brot- vreiSverorduung am 13. August noch nicht in Kraft tteten kann, daß aber alles getan wird. sie baldmöglichst in Kraft zu setzen. * Cure amerikanische Verleumdung. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Nach ebner Reütermeldnng auS New Pork veröffentlicht das amerikanische Ministerium sür öffentliche Gesundheit eine Warnung vor dem Gebrauch d e u t sch e r B e r b a n d st o f s c. ES wird dabei die Aiffmerksanlkeu ans daS Gerücht gelenkt, daß deutsche Agenten int ganzen Lande infizierte Verbandstoffe verteilen, um Krankheiten wie TetanuS und Typhus zu verbreiten. Proben solcher von deutschen Krämern verkaufter Verbandstoffe sollen zur Untersuchung an die Reichslabvratorien gesandt werden. In den letzten Tagen l>atten die Blätter Telegramme veröffentlicht aus deni Süden und Westen Amerikas, rrach denen) infolge der Benutzung von Verband stoffen, die bei deutschen. Kaas- leuten gekauft wurden, Infektionen vorgekommen sein sollen. Auch unter den Viehherden vom Sübwesten seien Epidemien vorgekom- men. Auch diese werden aus Verbandstoffe zurückgesührt. Der Ge- neralanwalt Gregory gibt bekannt, die Untersuchung habe ergeben, daß in den englischen Verbandstoffen Tetanuskeime enthalten gewesen seien, die, wie man glaubt, von den Deutschen verkaifft worden seien. Soweit Reuter! Wir weisen diese plumpen Verleumdungen und Lügen ans das nachdrücklichste zurück und überlassen sie dem Urteil der gesitteten Welt. Amerika bedient sich der gleichen Vdethode zur Aufhetzung der Volker, wie sie die Entente drei Jahre lang -vtll gewendet hch. Interessant dürfte es sein, daß sogar Vieh durch Verbandstoffe infiziert loorden sein soll. ÄereuSki und der Arbeiter- und Soldatenrat. Berlin, 13. Aug. (Priv.-Dck') Die „B. Z. a. M." meldet auS Lugano: Der Mailänder „Secolo" berichtet ans Peters- Imrg: De/ Arbeiter ' und Soldatenra t I>iit den Antrag der provisorischen Regierung aus Uebertraguug besonderer Boll- ruachten an den Ministerpräfronten KerenSki mit großer Nkchr- heit verworfen. An der Sitzung nahmen zum ersten Male auch die rumänischen Soldatendelegierten als Gäste teil. Rotterdam, 13. Aug. (Priv.-Tel.) Meldung der „B. Z. a. M." Die „Morning Post" meldet aus Petersburg: Der Arbeit«^- und So Ida t cirtct Ijcri mit allen gegen 49 Stimmen für die Einstellung der Offen sive gestimmt.. Strafverfolgllng russischer Generale. Lugano, 13. Aug. (Priv.-Tel.) Meldmrg der „B. Z. a. M." Einer Petersburger Meldung des Mailänder „Seeold" zufolge wurden in der Hochverratsafsäre des Generals Gurko außer diesem inzwischen fünf weitere Generale der Hanvtfrvnt in die Peter- und Panks-Festung eingeliefert. Erkrankung der früheren Zarin. Wien, 13. Aug. Wie „Ruskoie Slowo" meldet, habe sich der Zustand der E x ä a r i n derart v e r sch l i m m e r t, daß mit deni Aergsteu gerechnet werden Müsse. Sie könne infolge geschwollener Füße schon nicht mehr gehen und werde fortgesetzt von heftigen Herzkrämpfen befallen. Miegslmese aus dem Osten. Bon unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Der Vormarsch in Galizien und der Bukowina. Czernowitz den 4. August 1917. „Man kann einen dicken Band mit den Geschehnissen in Ezerno- mitz während der 14 Mchnorbe Okkrrpationszeit füllen, wenn man sich auch nur an die größeren Ereigniffe hält," sagte mir gestern ein Magistrvtsmitglied von Czcrnowitz, als ich der Besprechung des Dankgottesdienstes aller Konseffiouen im' Ratssaal zufällig beiwohnte. Die Div-ffionen sagen, daß sic kaum Zeit hätten, die Kriegs^ Tagebücher aus dem lausenden zil erhalten, mck daß trotzdeni bald Bände entständen. Jeder Dag dieses ununterbrochenen Vormarsches ist von Morgengrauear bis in drefe lveißen Vollmondn ächte dicht gepreßt voll von Ereigniffen, jede Stunde bringt rr-eue Bilder, neue Kirben. Jeder Tag hat neue Kämpfe, neue Landstriche, neue Far- hen, da kann man aus der lebendigen Fülle nur ein paar Bilder hevausirehmeu, imb schon Inährend man schreibt, versäumt -Ulan den Neuen Eindruck. Vielleicht läßt sich) später der große Befreiungs- so-mmer 1917 in gründlicher Folge schildern, für den klugen blick ''eien ein paar Augenblicksbrlder aus den Siegestagen gegeben. * Am Sereth noch in der letzten Iirliwoche. Bei Sttusow war der Uebergang noch nicht zu erzwingen. Mit allen verfügbaren .Kräften ging die Division durch Mikulinoe, 'um! Strusaw von Norden zu öffnen. Am Tage vorher waren hier die Spitzen als erste deutsck>e Truppen über den Sereth gekommen. Ist dem. großen GesechtS- brld hatten sich die Kompagnien jenseits aus ixnt Hängen entwickett, die russischen ^ochrawrellS zerflatterten über den Weizen selbe nt. aus tem Wald schwangen sich die schwarzen Fahnen der deutschen Gra- natenernschläge. Darüber lag ein mächtiger Himmel mit jagenden Riesenwvlken, die dort oben ihren eigenen Kampf zu ftihren schimen. Ein Wolkenbrnch war dann niedergegangen, hinter den grauen Regenwanden woreu die Sttrrmkolmmen vorwärts gesprungen. Jetzt mären die Höhen von Mikulinoe unser. MS ich «mi Morgen über den Marktplatz ritt, gingen nur noch einzelne russische Schrapnells über die Straßen. llnjere Leute machtet sich sehr wenig daraus. In jedem der kleinen jüdischen Häuser um den langgestreckten ^Marktplatz saßen die Infanteristen und rvar- teten aus den Beselst zum Ausbruch — zum Einsatz. Eine kleine Wohnstube. Ein paar Stühle mit nachgemachtem Lederst Verzug, ein schwarzes Sofa, aus dem die Füllung an alten Seiten heraussieht, auf ovalem Ziertistl? cm halbes Dutzend .Teealäscr. .Eine Züdni. die sich lvohl in Angst der Tage das Waschen abgewohnt hat, bringt neuen Der Ein Oberleutnant an der Sosaecke lann vor Müdigkeit kaum die Mgen aufhalteri. Die anderen haben schmale, dunkelbraune Gesichter mit heißen Augen imter den Hellen Stirnen. „Wie steht'S in Flandern?" Ihren großen Sieg, ihre Mühe des Vormarsches kennen sie. Mas ist darüber zu rebfi? „Steigt auch der Ruhm' der Kameraden zu den Sternen. — I'hr glaubt zu Hause nicht, wie still das steigt!" „Sitta, bringen Sie Schei!" „Sitta, kann Man 'hier Seife kaufen?" „Ja, X. ist gefallen ..." Es ist der frühere Regimentsadjntant, aktiver Marineoffizier, lfr nahm der Augen ivegen den Abschied, trat beim Kriegsausbruch in ca z Armee, wurde RegimentsadMutant und sollte in den General- sdab. Ms er auf der vorgeschrieüeneir Reise zu den roten Hosen, ein paar Wochen eine .Kamipagnw führte, begann der Bormarsch. Er bat, bei der Konrvagnie bleiben ^u dürfen. Vor den Wäldern von Mikulinoe trafen ihn fünf Kugeln. „Ein prachtvoller Kerl! Ein blendender Junge! ..." Sitta, bringen Sie endlich Tee!" „In Flandern Artillerieschlacht?" „Kennen wir, kennen wir . . Der Oberleutnant schläft. Eine Ordomrauz ureldet. Man schnaltt die >l nppeln um. ,sLoS, fertig — es gebt weiter!" Der schwere Stahlhelm schattet über die brennenden ?lugen; aus dem Marktplatz formieren sich die Kompagnien. * Die Straße nach Ta r novo l. Wir reiten auf dem Ostufer des Sereths denn die Brücken bei Mvszkowice und bei Ostrow sind verbrannt. Ein schöner Wald rauscht kühl zu beiden Seiten dcS schmalen Weges, dann koinmt eine Dorfstraße, dann das geplünderte Herrenhaus von Myszkowice mit weitem Blick von der Höhe über das fruchtbare Serethtal. Der Landweg mündet hier auf die große Straße nach Tarnopol, die sich, ein breites, weißes Band, über die Höhen legt. 'Rieniand kami sagen, ob sie Ireitcr im Norden scho^ frei ist. Ueber den RegiiueniSabsckmitt 'hinaus weiß niemand etwas. Einen DiviswnSstab zu finden, bei so schnellen Veränderungen, ist ein ZufallStteffcr, an\ den man nicht rechnen kann. Die Straße ist rechts und links von alten iftäcbttgcn Pappelir eingefaßt, die Granaten haben Zweige. Aeste, halbe Bäume fortgerissen. Zwischen dem dunkelgläuzenden Laub sieht man auf die Höhen zur Rechten, die sich weit und langsam steigeird in den Horizont heben. In einer Senke biwakiert ein Bataillon. Der Hauptmann spricht von dein gestrigen Tag. „Bon 'der Höhe dort haben sic Gegenangriff gemacht. Mit roten Fahnen. 'Ganz sch'i'^rdig. Sechsmal. An der Brücke von Ostrow kam es zum Bajonettkümpf. Wir l>aben zwei Fahnen erbeutet. Ein schwerer Kamps."' Der Haupimann trocknet sich die Stirn. „Aber soir haben es geschmissen." „Kann uran weiter?" „Wahrscheinlich, grüßen Sic Tariwpol, wir l>aben auch darum mitgeblutet." Dfe Straße hebt sich und senkt sich in gleichen Wellen. Nimmt sie kein Ende? Endlich hinter einer Waldnase sieht man Türme ailffauchen. Der Weg ist frei. Ordentlicher Trab. Noch vor vier Tagen sah ich die Fenster von Tariwpol „jenseits" glänzen, da- tziw-i^chen lag der Sereth und der graue Tod. Jetzt wehen Fahnen in der Vorstadt. O, über daS Hineinkommcn in befreite Städte! Iede^.Leid und jedes Erwartunqssieber des Krieges, Blumen und Dränen, Zorn und Freude sind in der einen Stunde. Ein preußisches Bataillon marschiert über den Misciewitz-Platz. Musik dröhnt. Hurras.... Der Pfarrer hat einen Stall für die Pferde. Kolo mea. Der Name klang mir imaner wie Trvmpeterlton', fetzt, da ich in der ©tato geschlafen hecke, mischt sich eine weh- müttge Geigenstimme darein. Der Sprrmg vom Sereth zum Pruth ist unvermittelt. 'Tage in Galizien, in Horodeuka. am Dniester, in Stmiislau liegeii dazwifcheii. Aber es soll lster um Bilder gehen, und ich möchve daS Gegenspiel zeigen: die. Russerc. Kotomea wurde von deutschen Reitern und österreichischer Infanterie etwa gleichzeitig erreicht. Sie fanden eine ausgeplünderte! halbverbrannte Stadt. In irgendeinem der erhaltenen Häuser in der grünen Vorstadt quartiere ich nun. Die Frau hat tiefe Trauer. „Sie haben meinen Mann, der städtischer Jngeniercr war, des Nachts auS dem Hause geholt. Er solle die Straßen besser reinigen. MHin Gott, wir l-atten in Kolomea drei Pferde. Was war da zu machen? Sie haben ihn wohl geschlagen in dieser Nach. Er:var von da au krank. Er konnte iwch den Einzug der Qest-erreicher ünd Deutschen sehen, das hat Gott ihm noch geschenkt, dann starb er." Ein kleines elfjähriges Mädchen mit eiirem bloirden süßeir Kindergesicht steht dabei. „Ihr lrabeu sie die Puppe genomnien." Es ist» lächerlich, in diesem Meer voit Greueln von einer geraubten Puppe zu reden, aber cs geht nicht um die Puppe allein. Ern russischer Offizier kam in das Haus, spielte mit dem Kind. „Gib mir die Puppe!" „Bitte, Herr Ofsizier, lassen Sie mir meine Puppe." „Krieg ist Krieg, ich habe meiner Nichte eine Puppe versprochen. (Äck sie her!" DaS Kind weinte. Der Offizier nahm ihr die Puppe fort. „Es war eine Blondinka," sagt das kleine?Nädckxu. „Jur Prutti haben sic zusammen gebadet, Mamrer und Frauen," sagt die 'Mutter. „Die Näche waren laut von ihrem Lochen. Ihre Frauen gingen in kurzen Kleidern, ihre Männer machten ihnen Geschenke, die man uns nahm. Mein Mann war Pole. Meine Kinder sollen eins lernen: Haß gegen Rußland! Haß gegen Rußland, das Polen verdirckt." Es war ein südländischer Zorn der Worte unter dem schwarzen, wehenden Witwenschleier . „Die Russen sind Euch unbegreiftich, weil Ihr Kinder nicht versteht," sagte mir ein alter Manu vor den Tiünwiern seines Goldwärerlladens. „Sie treiben die Revolution, mic Kinder spielen, sie sind zutraulich wie Kinder und — grausam wie Kinder. Kinder reihen Schmetterlingen die Flügel aus, und sic zerstüreir Städte." Ich meinte, der Vergleich hinke denn doch etwas sehr. „Ihr werdet die Russen nie verstehen," wiederholt; der alte ?Nann ruhig. .Sic versteheii sich ja selber nicht mrd wisseil nicht, waS sic in sder rrächsten Stunde wollen imd noch weniger, was sie tun. . Rolf Brandt, KriegsberichterstattLr. Zeekrleg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin. 13. Aug. (Amtlich.) Durch eines unserer U- Bootc wurden neuerdings in der Biscaya und im Atlantischen Ozea:^ 29 000 Bruttoregisterton- nen versenkt. Unter den vernick>teten Schiffen befanden sich ein schwer bewaffneter, großer Dampfer, allem Anscheine nach der Wilsonlinie, ferner ein Dampfer von annähernd 10000 Tons sowie ein unbekannter Frachtdampfer mit Munition, beide mit östlichem Kurs. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Washington, 13. Aug. (Reuter.) Das Marinede- partement teilt mit, daß der amerikanische Tankdampfer Cirmbana am 6. ds. Mts. bei Jste de Re versenkt wurde. 47 Ueberlebende wurden gelandet. Man glaubt, daß der Kapitän des bewaffneten Dampfers und vier Mann sich als Gefangene an Bord des Unterseebootes befinden. Aus dem Reiche. Kleine Viehzählungen. Berlin, 12. August. «W. B. Amtlich.^ Nach einer Verordnung des Bundesrals vom 9. August dieses Jahres haben sich die seit 1. Mävz 1917 stctttffndcnden sogenannten kleinen Viehzählungen vom 1. September- 1917 an auch aus Ziegen und Federvieh (Gänse, Enten und Hühner) zu erstrecken. Bisher lvnr lediglich die statistische Erfassung der Bestände an .Pferden, Rindvieh, Sck:-ascn unb Schtoeinen vvrge- schrieben. Ntehrere Bundesstaateir haben für ihr Gebiet schon bisher Ziegen, FÄ-ervieh, 'teilweise auchl Kaninchen, in die Zählung einbezogen. Die Ausdehnung der Erhebung ist im .Jntcreffe nmöglichst reichlicher und gleichmäßiger Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch und Eiern erforderlich. Die Feststellung der Bestände rock Bestandsveränderungen an Federvieh lvird eä auch! erleichtern, den Preistreibereien auf dem Geflügelmarkbe entgegenzutretcn. * Bcrlin, 13. Aug. (WTB.) Das Kriegsernährungsamt teilt mit: Die in der Presse verbreitete Nachricht, daß im September und Oktober im ganzen Reiche zwei fleischlose Wochen eingesührt werden, entbehrt jeglicher Begründung. Berlin, 13. Aug. Nach der „TLgl. Rundschau" ist der natwnalliberale Landtagsabgeordnetc F u h r m c n u seit einiger Zeit erkrankt und hat sich in ein Sanatorium begeben. Berlin, 14. AuA. Ter Verkauf der 'Norddeutschen Allgemeinen Zeitung, der noch vor wenigen Monaten energisch bestritten wurde, ist inzwischen, wie laut B. T. die Freisinnige Zeitung erfährt, zur Tatsache geworden. Eigentümerin des Blattes ist jetzt die Firma Neimar Hobbing, die anscheinend versuchen will, das Zeitungsunter- nehmen auf eine breitere Basis zu stellen. Aus Stabt und Land. Kietzen. 14. August 1217. Trauerkleidung bei Todesfällen. Den „Mitteilungen der ReichSbekleckungSstelle" entnehmen 1?(r; Tie Zeitverhältnilsc sind heute stärker als alttckerlieferte Gebrauch' und Sitten. Es kann kaum emeni Zweitel umerliegen- vatz die behördlichen Streckungsmaßnahmeu auf dem Gebiet der Web-, Wirk und Srrichvarcn eine wesentliche llmerstützung ernähren wiirden, rvcnn die einzelnen bei Todesfällen in ihrer lim- -gebung auf eine besondere Trauerkleidung verzichten würden. Tie sckpvarze Kleidmrg bei Trauerfällen ist eine Aeußer- lichteit, die im Grimde mcr aus die Fernerstehenden berechnet lN. und mit der inneren Trauer nichts zu schaffen l)at. Will man am ent äußeres Zeichen nicht verzichten, so genügt ein schwarzer olor um den Arm. Scksticßlich bestellt ja auch die Möglichkeit. Helle Kleider schoarz särlu'n zu lassen. ?lber schon aus Rücksicht -aus die. allgemeine VolkSstimnrung erscheim es angebracht, mit dieler Gepflogenheit frül-erer Zeit gegerrwärtig zu brechen. Gna l^-oße Anzahl von Volksgenossen hat sich auch bereits zu dieser ttnpckü bekannt. Wir erinncarn daran, daß die Familie unseres kmoßen Fliegers Jmmelmanri rrach dem Tode ihres Sohrres und Bruders öffemlich bekmntt gegeben hat. daß sie keine äußere Trauer anzulegen gedentt. Dieses Beispiel verdient Nachahmung rn wei- teitert Kreisen. Ter Krieg hat uns gelehrt, den Wert äußerer Dingo gering zu schätzen. Mohr als je sind »vir heute im Stande, deml .^.csen der Dinge ins Llntlitz zu sckMlen. Es ist gewiß nicht im ^mne unserer Ges-allcncn. wenn^ wir die Trauer uni sie durch lleußerlichkeiten betonen M müssen glauben, die geeigrret sind> unsere Kriegswirtschaft zu schädigen. Lebensmittel. m n{? ^ Cr Brotmenge. Mit Wirkung vom Id. d .'.'tts. ab ist die wöchenlliche auf deii Kopf der Bevölkerung! enttallende Brotmenge auf vier P fun d erhöbt. Die Ausgabe der Zeit vom. 16. bis 19. August entikalelnden Zu^a^^Inarken^^ (2c>0 Gramni Bwt oder 200 Gramm Mehl' erfolgt Mitttvoch. den Io. August 1917 in den zuständigen Brotuiarkenbezirken. in der -o^^3?n vormittags 8 bis 12 und nachmittags tw>n 2 bis 6 Uhr. TD ^ ufvon Wurst aus unter wertigem Vieh. ^.cr Berkaus von Wurst aus unterivertigem Vieh findet bis auf weiteres nack> Bezirken in der int Anzeigenteil bekamrtgegcbenen: Ese svahrend der üblichen GcschästSsttmde,i statt. Die ?lbgabc von ^ckmt erfolgt nur gegen Vorlage der LebenSmittel-Ausweiskartc; und Abgabe der vorgrschriebenen Markeii für die 33. und 34 Wvckx Werden Äcnrken nur evier Woche vorgezeigt, so wird Wurst nicht abgegeben, den soleuden Wochen wird jeweils die Hälfte sämt- Bezirke beliefert: eS sind dabei jeweils die Marken für smet Wochi'n abziigeben. Die Mengen au Wirrst, die auf die einzelnen ll>carll'»l entfallen, Norden jeweils nach Maßgabe der vor-< imnueuen Vorräte bestimnit und besonders bekannrgegeben. Es ist dadurch die Sick>erheit gegeben, daß alle Marken in der be-' - sttmnrten Höhe beliefekt werden können. Papier zmn Emwickeln oer Wurst wird m beit Verkaufsstellen nicht abgegeben. ^ Versa nd scheine für Ob/t und Gemüse. 'JUsd) dem 4" . 9t die Eiusührnng von Vcrsmckscheincn siir Gemüse und ^bst, ime sie bereits rn deii süddeutsckften Staaten libluh sind, für das ganze Reich als Ab-vehrmittcl gc.gvnl die Hamster beabsichtigt. J T a chs c und Forelleii_ Ta es wünschenswert ist, putz, anstelle voii Nahrungsmitteln, die für weite Volkskreise wegech ihres Preises unerreichbar sind, andere Waren zur Einfuhr ge-- langen, iverden srrsck>e Lachse und Forellen aus dem Auslände vom 1. -L^ptember 1917 ab nicht mehr zur Einfuhr zugelassen werden^ * . ** Aiiszcichnungcn. Grenadier Aug. Römer oon hier^ erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe. — HanS Tauster von hier, in einem Gardc-Insaitterre-Regimenl, wurde, nachdevi er erst drei Monate im Felde steht, mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. — Wegen hervorragender Betätigung in der Behandlung nerven- und geisteskranker Soldaten erhielt MediztnaL- rat Tr. Mhert Wagner, Oberarzt der Heil- und Pslegeanstalt, das Eiserne Kreuz am iveißen Bande. — Das Hessische Ehrenzeichen' für Kriegsfürsorge wurde folgenden 'Angestellten der Medizinischen Klinik verliehen: Oberköchm Sophie Pnth. WeißzeugbeschließliHrn ?luguste Schäfer, Oberwäscherin .Helene Braun. — Mit dem M llftärsanitätskreuz wurde der Oberpfleger und Haiismeister Karl Krebs in der Lupusheilftätte ausgezeichnet. *'* Der Herbst scheint mit aller Gewalt schon jetzt dre Herrschaft des Sommers brechen zu wollen. Seine Zeit ist noch nicht gekommen, aber alle Anzeichen deuten auf sein Nahen. Nun haben wir sck^n tagelang bedeckten Himmel und lacht einmal ein Fleckchen Blau hervor, so zieht gleich, wie gestern abend wieder, ein Gewitter herauf und schickt seine Regengüsse herab. Die Tage und Nächte sind bereits septem- bcrhaft kühl irnd morgens haben wir den echten kühlen Herbsd- nebel. ** Notstandsserien. Tie Ungunst der Witterung wacht es im Verein mit dem durch den Krieg bedingten ArbeitermangÄ ■ notwendig, daß in diesem Jahr weit mehr als sonst in den Land- - genreinden von den, durch die oberste Schulbehörde zugebilligten- Reckst der Ferienverlängerung Gebrauch gemacht lvird. EsiiAlne Gcmeiicken habcii die Ernbeserien um 8—14 Tage verlängert während für andere Gcmemdeii der Bescheid erteilt wurde, daß bei Regenwetter der Unterricht zu erteilen sei lind bei schömmj' Wetter aussallen dürfe. In sehr vielen Gemeinden fällt übrigens! schwi infolge des Lehrermangels der Nachmittagsunterricht sür die oberen Schulklassen gänzlich aus. ** Unlautere Kohlenpraktiken. Die Städtische Nach^ ricktenstelle der Stadt F-ranffurt teilt mit: „Das „Mollebasch-, Machen" ist schon bisher eine Me Angewohnheit mancher Kohlen- sahrer gewesen. .Es scheint nun, daß jetzt hieMr noch eine Art unlauterer Kohlenhausierhandel kommt, indem einzelnen Haus- 1-aaltungen unbestellt Kohlen in Sacken von Koblensahrern airgeboten iverden. Preis und Gewicht unterliegen dabei willkürlichster Bestimmung Die sür die diesmalige .Kohlenversorq-ung notwendige Zufuhr kleinerer Mengen kann zu einer verderbüchen Ausdehmmg dieser nnlauteren Praktiken führen, wenn ihnear nicht rechtzeitig entgegen getreten wird. Soweit die geschilderten Fälle zu behördlicher Kennttiis kommen, tritt selbstverständlich Strafanzeige ein, und zwar nicht nur gegen den Kohlensahrer, sonders auch gegen den ?llmehmer. Die Bevölkerung sollte sich auf derartigen Handel nicht einlassien, zumal die Preise hoch sind und man nieist erhebtick^es ?Nrndergewicht erhAt. Iür Interesse geregEr Kohlenversorgung liegt es, aus die angedeuteten Urlauterkeiten ein wachsames Auge zu haben." Es fchettrt Beranlassimg zu sein, den Warnruf der Frankfurter Stelle auch in Gießen bekannt zu geben. ** Ken nz eichnu ngdes Reisegepäcks. Vom 15. Aug. ds. Is. ab nürd durchs eine vrml Reichseisenbahn amt an geordnete Aenderuug des § 31 der Eisenbahn-Verkehrsordnung den Reisenden zur Pflicht gemacht, ^jedes Gepäckstück mit der genauen und dauerest befestigten Adreffc des Reisenden (Name, Wohnort, Wvhnungf sowie dem Namen der Mfgabe- 'und Bestimmungsstation zu versehen. Nickt derartig gekennzeichnetes Gepäck kann zurückgewiesen: -*1 nrerden. Aeltere Bezeichnungen find, wie bisher, vorher zu ent-' fernen. Die Lleiiderung ist nötig geworden, um die intntcu mehr zunchineirden Verschleppungen des Reffegeväcks im Jntcreffe dcä Reisenden und der Eisenbahn zu verhütQr. Bei der letzt nicht zu be- > seitigenden schlechten Bcfchrffenhert des KlÄsttvffs für die EistNi' ba&ä *m a»±f rt$ töf«i sich «eSebeiMetdÄ oft to$, und eg muh begatt» für eine wertere Ktmnzeichnung der Gepäckstürke Sorge getragen^ werden. ** Die im Juli 1900 geborenen Land- stuMpttuchttHeu der Stadt Öftesten müssen sich am 15. dluguft y- Norntittags von 8 bis 12 intb nachmittags von 2 bis 6 Uhr rot Etttl Rathaus am Marktplatz zur Landstzurrnrolle melden. Eine G> rum me 1 gras vcrsteigerun g der Stabil Äre^tzE'N ftudet Samstag, den 18.. Montag, den 20. und Diens- M3S ' JSPVj^" dl^UMst statt. Näheres siehe Anzeige. Äkn^Sch^varK--Mei.sj-Dl>eater Selterstveg 81 wird cS?Ü ^8 ^ürschi. 17. Angnst „Feinde ringsnni!" gegeben, eine . Epft-ode ans dem Weltkrieg in 3 Akten, außerdem der „KoOckourg" ern sensationelles Schauspiel rnis der Gesellschaft, und gute (Sin lagen. Es sei dar ruf hin gewiesen, daß demnächst das große vaterländische Schauspiel ,Koch klingt das Lied vom i^ovotwomr" glmn Besten der U-Bootspeude seiner Vorführung entgegeufteht. ** li tär ische Tage werden rm Lichtspielhaus von l'eute bis einschließlich Freitag gegeben. Ueber „Die deutschen üantpschlgzeuge im Lustkrtegtt' spricht der ehemalige .Kampfflieger Mavkemper. ebenfalls kommen weitere militärische amtliche Films zur Aufführung u. a. „Ein großer- Kampftag in der Champagne'' und „Mit Mackensen dnrÄ> die Dobrudscha". - atsahna Jrrah trftt in ihrem sensationellen Krimr- nalttlm rn 4 Arten „Aussage verweigert' auf. Der Champagne- acht-Film beginnt 'um 4 Uhr, 6 20 und 8 40 . Das gutgewählte Programm wrrd unterstützt durch, erstklassige .Künstler-Konzerte. ** Das Kreis bl att Nr. 138 enthält Bekanntmachungen über: Bvennslv ff Versorgung der Haushaltungen usw. Verbot des Handels mit 1917er Obst- und Beerennx'in. Sicherstellung von -aatkartofteln. Brotversorgung der Militärurlauber. Beschlag- nähme der Gesamtoorräte vou Kakao und Schokolade. Aufrecht- cwhälttmg des Schulbetriebs. Dreschmafchüunrpersonal. Feld Polizei hebe Anordnung. Landkreis Gietzeu. ** A lle ndo r f a. d. Lda., 12. Aug. Der Musketier .Karl Krauß, in einem Infaulerrv-Rsginnnrl. erhielt am 28. Juli das Erseme Kreuz 2. N. —m. Hungen, 14.Aug. Die eine halb eStunde von hier «Tdegeite Viehweide „Tiergarterr" weift gegenwärtig einest Be)tand von 122 Stück Rind viel) und 30 Fohlen aus. Die Tiere Ixrben sämtlich ein äußerst geftmdes, kräftiges Aussehen und tummeln sich munter aus den einzelnem Weideschlägen, die von berrlrchem Wald unrsäumt sind und die ein Mich durchfließt, der den Tieren Gelegenheit zur Tränte und Kühlung gibt. Um die ■ebe schönen Stallungen und das Wohnhaus des Wärters dehnen 'ich in weitem Umkreis große Weideflächen aus, die die Tiere abwechselnd beziehen, um so den abgeweideten Flächen immer 'nieder kräftigen Nachwuchs zu ermöglichen. Infolge der in letzter Jett herrschenden seuchten Witterung ist der Futterstand aus den Weide« sehr günstig. ^ U L^rng-Göns, 14.Aug..Gestern nacht wurde hier bei Frau Jvhs. Müller Ww., Niederhosenstraße, einEinbruchs- diebftahl verübt, wobei den Dieben der gesamte noch vorhandene Vorrat an Speck, Schinken, Wurst und Fett in die Hände fiel. Die Polizei ift auf der Suche nach den Tätern. # Rabertshausen, 13. Aug. Am 2 5. ds. Mts. wird die iieftge Gemeindejagd mit einem Flächeninhalt von 187 Hektar in zwei Abteilungen aus weitere sechs Jahre verpachtet. ** Reis vir che n , 12. Mg. Maawermeister Philipp Laun- s Darf) II., welcher als Landsturmmann fast jmei Jahre vor dem f^'einde steht, zeichnete sich in den Kämpfen bei Tarnopol aus und . hiebt die Hessische TapserkeitsmedaMe. ^ Staufenberg, 14. ?ÜLg. Der Vizefeldwebel und Offi- cersasprvaut Heinrich Stephan, Sohn des Wagners Heinrich Stephan H. von hier, wurde Leutnant d. R. befördert. b. Stein bach , 14. Llug. Gefreiter Be cker , Sohn des .Karl 'l-Mfer zu Bersrod, in einem Gcrrde-Felbartillerie-Regiment stehend, --vielt am 5. ds. Mts. die Hessische Tapfttteissmedaille. Das Eiserne ftveuz wurde ihm schori -früher verliehen. Kreis Büdingen. it O r lesHansen , 13. Arrg. Die Hessische ToMerkeitsmedaille erhielt Johannes Kt eh. # Calbach, 13. Aug. Das .Eiserne Kreuz erhiÄt der Land- srnnnmann Georg Ern mr ich. ft Büdingen , 13. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielten Lud^ ii-ig Mörschel und.Karl Zimmermann. ft A l t w i e d e r m u s, 13. Aug. Das Eiserne Kreuz, bereits 'rüber die Hessische TapferkeitsuvedailLe, erhielt der Maschinengewehr-Schütze Friedrich Gerth. G Schwickartshausen, 13. Aug. Freitag, 31. ds. Mts. wird die hiesige Gelweindejagd aus weitere meint Jahre verpachtet. ft Nidda, 13. Aug. Im verflossenen Halbjahr starben fürs Vaterland: FrnamawtsgeMe .Hugo Mäusler. Maurergeselle .Heinrich Franz, Bäcker Heriniann Mehring, Uhrmacher Moritz Levi , Bahnur beiter Otto Gündra, Schäfer Karl Ludwig Biermann und Weißbinder Ludwig Uhl. Sechs der Gefallenen erreichten ein Alter von 19 bis 27 Jahren. Kreis Alsfeld. — Alsfeld. 13. Aug Das steuerpflichtige Vermögen der 84 Gemeinden des .Kreises Alsfeld wurde für das Rechnungsjahr 1917 auf 172 706 800 Ml. festgesetzt Als die fünf „reichsten" Orte sind verzeichnet: Alsfeld mit 35 899 200 Mk., Homberg mit 5 611000 Mk., Niedm-Ohmen mit 4 908 800 Mk. Groß-Felda mit 4 349 500 Mk. und Zell mit 4 324 300 Mk. Vermögen. 22 Gemeinden besitzen ein Vermögen von wemger als einer Million Mark. Der „ärmste" Ort ist Höingen mit 325 400 Mk. oz. Alsfeld, 14. Aug. Die Feier der Silbernen Hochzeit begehen heute Fabrikarbeiter Johannes Lerch und Ehefrau, t tharnra geh. Ploch. oz. Billertshausen, 14. Aug. Reservist Jobs Becker, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedoille, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. oz. Kestrich, 14. Aug. Dem Gefreiten Karl Geiß von hier wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. Er nimmt bereits seit der Mobilmachung am Feld zu ge teil. oz. M a u l b a ch, 14. Aug. Der Fahrer Konrad Müller ein 46jähriger ungeLKenter Landsturmmann, erhielt die Hessische Tapserkeftsmedaille. — Die Sammlung für die U- Boot- Spende erbrachte den Betrag von 170 Mark. vz. S t o r it b o r f, 14. Llug. Das Getreide, welches bei uns bis jetzt abgemacht ift, hat in diesen Regentagen zum Teil arg gelitten. Das Koru ist aus den Aehren einen Zoll herausgewachsen. Dieses ist besonders ausfallend, da es doch meistens Gewitterregen waren und kein. Landregen. Die Mrner, welche durch die anhaltende, trockene Witterung rasch zur Mise gebracht wurden, sind sehr mehlartig. Durch diesen starken 'Meblansatz und durch das warme Wetter wurde das Wachsen au4 den Aebren begünstigt. Hoffentlich läßt sich die Soune etwas mehr blicken, damit die ©rntc bei uns auch gute Fortschritte macht. Kreis Schotten. ß He rch«en Hain, 12. »Aug. Die hier herrschende Ru h r fordert weiter ihre Opfer. Am vergangenen Mittwoch wurden erst drei Kindersäogc auf eiuutal zu Grabe getragen, und heute zeigte sich uns das an Zahl gleiche traurige Ereignis. Unsere Iongiäbrifie Hebamme, Katharina Winter, ein Mädchen von acht lund eins von vier JahveU, wurden unter gleichem Trauer-' igefeite zur letzten Ruhestätte gebracht. Die Hebamme, eine Frau rvn 63 Jahren, ift nahezu vierzig Jahre hier in ihrem Berufe rrcüt aller Pflichttreue imd Ergebenheit tätig geweseu. Die Trauer um sie .ist allgemein. Im Kampfe fürs Vaterland hat sie zwei Söhne verlovOr. - Herchenhain, 13.Aug. Wegen der hier herrscheudeu bläuhr ordnete das Sck-ottrner Kweisamt die Schließimq aNer hün'i gen.Bäckereien und Gastwirtschaften an und verbot jede Ausfuhr von Lebensmitteln, befortders von Butter Milch und Obst. Außerdem wiurde aller Verkehr mit den Nachbarorten untersagt. Krkis Friedberg. oa. Friedberg, 14. Aug. Der Leitttrant und Bataillons- Acgutant Ltto Hirsche! wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezerchnet. ^tt. Fried der g, 14. Aug. Der We hu m w r n. I. Liebmann von 'hier, zurzeit rm Osten, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. oa. Butzbach, 14. Aug. Dem Gardisten Th. Hvmm von hier-, der bei Kriegsbeginn sich freiwillig zum SamtätÄiienft meldet utch dann ununterbrochen in aktiven Truppenteilen den Krieg mitmachte, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. oa. Ober-Mörlen, 14. 2lug. Dem Gefreiten Philipp Weide wurde das Militär-ScrnilätÄkreuz verliehen. bz. Butzbach, 14.Ajuig.' lieber die schleckfte Eierablieferung in Butzback>! wird noch immer geklagt. Die zuständige Stelle schreibt zu dieser Angelegenheit, daß. mit wenig rühmlichen Ausnahmen, die Geflügelhalter ihre Pfttchjt, die sie der Mlgemeinheit gegemibcr haben, nicht erfüllen un.d die Versorgung unserer Feldgraueil.. der Lazarette, Krankenhäuser und iricht zuletzt der einheimischen Bevölkerung mit Eiern unter diesem Umstand schwer zu lLideir hat. Die Behörden haben es bis jetzt vermiedeir, %u Zwangsmastregeln zu greifen, weil sie imMer noch! die Hoffnung hegen,^ daß, sich' das Pflichtgxffühl bei den Geflügelhaltern regt und sie das Vaterland nicht im Stich lassen, wenn es gilt, Nahrungsmittel für die Bevölkerung zu beschaffen. Die An- sordernngen, die an den einzelnen gestellt werden, sind lvirklich nickft unerfüllbar, lmd es >väre docki beschämend für unsere Stadt und die GeslügelhaltLr, wenn schließlich zu Zwangsmitteln gegriffen werden müßte, um unseren Kämpfern an der Front und den Verwundeten in den Lazaretten den Genuß eines' Eres zu beschaffen. Eier im Wege des Schleichhandels sind immer zu haben, sollte es denn da nicht möglich sein, auch aus reelle Weffe den «tuten! Willen zu zeigen und die der Mtgemeinheft zustelwnden Eier gerne zur Abliesernng zu bringen? Der gezählte Preis von 25 Pfennig für das .Ei ist sdochj wahrhaftig nicht gering, und wer deir guten Willen hat, wird gewiß mft der Ablieferung nicht warten, bis ihm das Gesetz ins Haus kommt. nt. Södel, 14. Aug. MusLetter Karl'Kün stier, zurzeit in einem böeservebazavett in Frankfurt a. M., wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse und dem Landstuwnmann Wilhelm Peter- s.o n bei einer Traiir-Kolonne das Hessische Kriegerehrenzeichen verliehen. Bisher wurden nach Södel 60 Äuszeöcktnnngen verliehen , Starkenburg und Rheinhesseu. Der Reichskanzler in Darmstadt. ** Darmstadt, 13. Aug. Der Reichskanzler D r. Michaelis traf am Samstag nachmittag mit starker Zugver- spätung O 1 /* Uhr aus Karlsruhe hier ein. Zum Empfang waren anr.Bahnhof Staatsminifter Dr. von Ewald und im Lluftrage des Grvßherzogs Oberstallmeister Riedescl Frecherr zu Eisenbach erschienen. In Begleittmg des Reichskanzlers befanden sich Ober letlttmnt Legationssekretär Dr. von Prittwitz und Gaffron und der Königlich Preußische Gesandte in Karlsruhe Wirklicher Geheimer Rat von Eisendecher, der zurzeit die Geschäfte der Preußischen Gesandtschaft in Darmstadt rvahmimmt. Da infolge der Zugverspä- tung der beabsichttgte Besuch des Reichskanzlers im Attnisterhotel imterbleiben mußte, fuhr er mit dem Staatsminister dirett in das Residenzschloß, von dem zahlreich erschienenen Publikum am iBahnhof und auf der Fahrt irach dem Schloß cmfs wärmste begrüßt. Dort hatte der Reichskanzler zunächst eine Besprechung mit dem. Staatsminister. Alsdann wurde er von dem Grvßherzog und spater von der Großherzogin empfangen. Um 772 Uhr fand Hoftafel statt, an der u. a. auch die Minister teilnahmen. Nach 9 Uhr reiste der Reichskanzler, von den Ministern und dem Oberstallmeister an den Bahnhof geleitet, nach Berlin zurück. Dem Reichskanzler wurde von dem Grvßherzog da« G r v ß - kreuz des Lud ewigsordens und dem Oberteuttrant Le- gattonssekretär von Pritttvitz das Mttertreuz t. Klasse de« Verdienstordens Philipps des Großmüttgen. verliehen. -r- da. Darmstadt, 13. Aug. Gestern abend nackr sieben Uhr wtzrde hier Fliegergefahr gemeldet und alsbald durch die Polizeireviere die vorgeschriebencn Wariruugssignale abgegeben, die sehrl laut ertönten und ihren Zweck voll erfüllt haben dürften. Zum Glück ist die Gefahr nicht eiugelreten. Der Alarm konnte gegen 9 Uhr wieder aufgehoben werden. ** M a inz, 14. Llug. Das städtische Kleingeld hat von den alten Mattrzem, die sich noch der Gulden- und Kreuzerzeit er-, tmient, eine passende Bezeichtrung erhalten — Mainzer Hilfskreuzer. Hessen-Nassau. Neuer Fliegerangriff an? Frankfurt» Frankfurt a. M., 13. Aug. wer, rveitere 12 Personen. Militärischer Sachschaden wurde nicht angerichtet. Das Flumeug wirrde aus dem Rückfluge durch zwei unserer Flugzeuge bei S a a r g e m ii n d abgesch offen. Die Insassen — Frairzosen — gefangen genommen. = Frankfurt a.M., 13..Äug. Ter Fliegerangriff am 3fc»mttag abend, bei dem durch zwei Bomben vier Mensckteulcben getütet imd mehrere Personen verletzt würben, richtete sich ausschließlich gegen Wohnviertel ohne militärisck>e Bedeut»mg. Leidm haben einige Personen trotz zahlreicher Warmrirgen von amtlichen Stellen ihren Tod oder ihre Verkrüppelung dem eigenen Leichtsinn zuMschreiben. Sie sahen aus dem Fenster oder gingen ruhig auf der Straße weiter, als die Geschütze bereits donnerten. Der fveit- aus größte. Teil des Ptrblikicms war sich des bluttgeu Ernstes Ser- Lage nicht bewußt und betrackstete das Luftschauspiel als eine Ibesondere Sonnbagsuntcrhalttmg. Jrrfolgedesseu erlitten zahlreiche Personen durch die herniederpras st luden Sprengstoffe der Mwehr- geschütze Verletzungen. Der B-ahnhofsplatz ^ B. war schwarz von Menschen. Die Polizei war gegen diese Art Neugierde machtlos. Müslergültig vethielt sich die Straßetlbahu, die, im Gemmatz zu Darmstadt und Mainz, mit einem Schl am den Verkehr auf eine Stunde einstellte und damit ein Vorbild von Ruhe und Kaltblütigkeit gab. Das Mut, das am Sonntag floß, hat aber voraussichtlich die Bevölkerung jetzt auch den schweren Ernst der Zeit in nachdrücklichster Weise klargemacht und wird sie von ähn- lickstr Neugier und leichtfertiger Schaulust wie am Smnttag gründlich geheilt haben . * = Frankfurt a. M., 13.Aug. Die Lieferung von Win te r kohlen cm die städtisch? Bevölkerung l>at durch die .Kohlen l-arrdlungen hertte ihren Anfang genommen. Jede Haushaltung erhält vorerst für die Monate Hbcri bi« ^lugust einen Zentner Kohlen. Koks und Briketts, und X U Zentner s)lnmachholz, so daß zusammen vier Zentner Kohlen und ein Zentner Holz geliefert rverdeir. = Haiger , 13. Aug. Durch eine F eue r s br u n ft wurde ein großer Teil der LeiMsabrrk van Phil. K. Weiß eingeäschrt. Der Sckwden ist bedeutend, jedoch irMistenteils durch Versicherung gedeckt. * Wiesbaden, 14.Aug. Die 19jährige Else Dr., die bei der Gvldankaufstelle beschäftigt mar, hat 20 000 Matt lunterschlageu: sie Mill das Geld in Gesellschaft eines ftüheren! Schauspielers durck>gebvackst haben. Fc. Wiesbaden, 12. Aug Für das Jach 1917 bat der Bezittsaussckuß zu Wiesbaden sür den Reguwnugsbezrrf Wiesbaden den Schluß^ der Schonzeit für Rebhühner und Wachteln aus den 20. August, Erpffturng der Jagd svnrtt am 21. August ftftgesetzt, den Schluß der Schonzeit für FaßmenHähne und Hennen auf den 2. SepteTnExer. Eröffnung der Jagd am 3. September. Bezüglich der Schonzeft für Birk- und Hcrselhähne, Bttk- und Hafel- hennen, fchotttscher MoorchuTner und Drosseln bewendet es sich bei den gesetzlichen Bestimmungen. — Bcmgewcrksckmld>rett0> Pros. Dr. Herbert aus Idstein ist mit der Wahrnehmtvig der Wem-aue des Regierungs- und (^ewerbeschiulrats bei der hiesigen ß.onrg- lichon Regierung bsnuftvagt tvvckden. «iVchNche «ncheichte«. Uathorische Gemeinde. Dümslvg, 14. Aug., nachm. 5u. abds. 8: Gelegenh.z. hl. Beichte. Mittwoch, 15. Llug. G)äori« H«nmelf.„ vorm. 6V2: Getegenh. z. hl. Beichte; 7: Hl. Meffe; 8: Anst. d. hl. Kommunion; 9: .Hochantt m. Predigt; 11: Hl. Messe in. Predigt; MitttärgotteÄ».; nachm. 2 Festanü. im. Seg. Spiclplott des Grotzh. Uurtheaterr Vad-Nauheim. Mittwoch, 15. Aug.: ,^Das Dveftnäderlhaus". Fiettag, 17. Aug.: Emmal. Ges.-Olafftp 0. Mttgk. d. Schcruspielh ftrantt. „Seine einzige Frau". Samstag, 18. Aug., rmchm. 3' -: Sdnber^ Votttellung. „Das Märchen vonr Daumenlutscher". Sonntag, 19. Aug.: „Die fünf Frankfurter". Montag, 20. Äug.: Unter Mitwirk, d. Knttap. „Der Soldat der Marie". Uönigl. tturtheater 8ad-Lmr. Dienstag, 14. Aug.: „Das DveiMädeclhaus". Samstag, 18. Aug.: (Nrstsp. R. Pofsru u. Tilde Lipstt. „,Wenn Frcmen schweigen'^. „Gardinenpredigt". „Durchs Ohr". Ztadttheater Gießen. Sonntag, 19. Mlg.: (Äastsp. R. Possm und Tilde Lipski. Son-> dervorft. s. d. kriegsbeschäft. Arbeiterfch. Hians Sachs-Spiele. VernArschees. * Berlin, 11. Ang. (Priv.--Del.) Dem „Berliner Lokal- Anzeiger" wird aus Ntünchen gemeldet: Auf dem Bahnhof Neubeckum fuhr ein Güterzug einem Personenzug in die Flanke. Sechs Personen wurden schwer verletzt. Der Sachschaden wird als urrbedeutend bezeichnet. Witterurrgsdericht. (Oesfeutlicher Wetterdienst.! Trüb bis wolkig, MederschLäge in Schauern, Temperatur n-enig geämxrr. IKewittern^guirg. _ Letzte NL?ek rechten. Ein Uebcrlebender des Geschwaders von Spee. Berlin, 14. Aug. Laut Kreuzzeftung ist es dem Oberleutnant zur See Otto Schenk aus Eisleben geglückt, als einer der wenigen Ueberlebenden vom Kreuzergeschwader des Admftals Spee iu die^ Heimat zurückzukehren. Nach der Eisl. Ztg. hat seine Reise von Südamettka nach, Deutschland, bei der ungeheuere Schwiettg- keiten zu überwinden waren, acht Monate gedauert. Lchenk hak seinen Dienst bei der Marine sofort wieder angetteten. Der bulgarische Bericht. Vom 13. August. Mazedonische Front: Im Eernabogerr zeitweilrg leb- lastes Artillette- imd Viinenseuer. Oeftlich der Cerna südlich von Gradesnica wurde eine feindliche Erkimduiegsabteilung mit :oand- granaten abgewiesen. Aus dem Dobropolie imd südlich von Doircm ziemlich lxsttges Arttllettefeuer. An der übrigm Fbont schwaches Artilleriefener. Rumänische Front: Bei Jsaccea und Galatz vereinzell Artilletteseuer. Westlich von Jsaecea versuchte eine feindliche Jn- saitterieabteilung mit Booten auf unser Fttcßufer heruberzukonunen. Sie wurden diirch Feuer verjagt. Rumänische Verluste. Genf, 14.iAug. L.-A.) Die übermis schwereu russischen und ru.mänischen Verluste bei »oer Vetteidigung der Bahnlinie nördlich Focfani ivecken bei der Pattser Presse starke Bemrruhigimg, 'veil dort die Elite der von Franzosen ausgebildeten Stteitträfte verblutet. Friedenswirtschuftspläne in Ruhlund Bern, 14. Aug. Der russische Mitarbeiter des „Bund" meldet, her Handels- und Jnduftrieminister habe unter Hinweis darauf, daß „die militärischen Ereignisse imd die überall bervvrtretende Be- cherde nach Ftteden" Rußland völlig iiTüwrbereitet vor die Möglichkeit eines .Kttegsendes stellen könnte, sämtliche Behörden, Stadt- und Semitwoverwaltungen aufgefordert, nnvorznglich Pläne für die Wiederanfnahme der Fttedensmirtschaft einzureichen. England und der Vatikan. Berlin, 14. Aug. Ny ch einer Londoner Meldung der Voss Z'tg. versichern englisch- Krichenkreise, daß die englisch^ Regierung,., nach Zkriegsende ihre Gesandlsck>aft bnm Vattkan wieder aiffheMst Nterde. Die Iren wünschten eine selbständige Vertrettmg beim Votckan. Sostksscüuls ba °^ m iRealhlaflen, verbunden mit Poridiule, erteilt €injahngenzeugnis 7558s y (Höhere Privatschale Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Priniareife-, Abiturienten- priifnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht. (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70, Fernr.633 von Antiguitäten, Möbeln, ganzen Einrichdnngen, Alteisen. sowie allen von mir gesührten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Phlkil-PttsteMrW. Dieustaa. den 141 Auautt 1 «»I7, vormittaaS II Mir, versteigere ich auf freiwilliges Ansleben. znni Zwecke der Sluseinandersetzung, im Rebe schen Besitzinme zu Gießen, Nodbeimcr Str. 6 3 Ncbüne Fohlen öffentlich meistbietend gegen bar. Versteigerung sicher. Saintonges, stellvertr. Gerichtsvollzieber, Gießen. M7 Für 6 jäbrigeS Mädchen ivird Bftege gesucht gegen monattiche Vergütung von 30 Mark. 'Näh. zu ertragen Rtc gclvfad 32. _600' Teile meiner werten Kundschaft mit, daß mein elektrischer Anschluss fertig ift. 5953 Georg Schubecker, Sägewerk u. Zimmermeister. Älchtung! ! liefert sofort in jeder Größe und Menge in 0>uß u. Stgbl blech, cmaillierl u.inorvdien, aunettt billig. Einige bitndert Kessel am Lager. (Größtes Spezialgeschäft am Platze. OlroßeS Lager in LllNl>öseil,Hcröeil,Kcjsel- ö[cn, Äertclräntßfcn, töpfen, Wajskleistn unD Kasfccrsstkrii Wilh. Dürbeck Nachf. IMexstraßc 6 . Tolepb. 283 Hiihuerfutter Kückenfnttcr Bogelfutter emvffeblt 4f»44 Ad. Plat»lt # Neuen Bäuc. Tel. .".«s Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Mann, der treuaorgende Vater seines einzigen Kindes Pionier Heinrich Böhm ^ Licht-Spiel-Haus • Bahnhofstrasse 34, - ■ Erstklassige Künstlerkapelle. ■ ■ -= Grossh. Geometer II. Kl. Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille am 7. August gefallen ist. In tiefem Schmerz: Julia Böhm geb. Stoll und Kind 4 militärische Tage ab heute bis inklusive Freitag „Die deutschen Kampfflugzeugs im Luftkriege“ igänzt durch interessante Vorträge des ehemaligen Kamjdliegers, Herra Ulaykempcr. Weitere militäramtliche Films gelangen noch zur Aufführung, u. a. Lieh, den 12, August 1917. Mackensens Siegeszug durch die Dabrudscha und Ein heisser Kampftag in der Champagne Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Kameraden von dem erfolgten Ableben unseres lieben Kameraden bSÄÄ Aussage verweigert Beginn der Chanipagr.c*Schlacht: 4, 6 20 and 8 W Uhr. 6016a Herrn Geor g Pfei l geziemend in Kenntnis zu sehen >' tt der Bitte, sich an der nächsten Mittwoch, den 15. August, nachmittags 3 Uhr stait- siudenden Beerdigung aus dem Alten Friedhof recht zahlreich ciuzunnden. IBereinsanzug.) Ij-I-Ziimcr-Wchliunß! lvarierre) zu mieten gesucht zum 15. Cft. oder 1. i»cou. -Kril). Mäushurg II. 16014 TV 3 -Zimi'.>er-Woh»unli Indien junge Eheleute mit einem Kinde zum 1. Cft. d. A. Schrift!. An geb. unter 04070 an den Gien. Anz. erbeten Baus im Ailetnäewohni 6015 Der Borftond. z. ntieten gesucht. SchrA'lngeb. unter 04074 a. d. Gies;. Anz. Gieflen, den 14. August 1017. Danksagung. ssrislhüiclknlSc Zirzc ^ mit Lamm zu verkaufen. Wilhehn löbns, Göbelnrod bei Grünberg. M u t t e r k a l b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen sagt herzlichen Dank Familie Wagner. lzur Bucht) zu verlausen. Forstgarteu b. Gienen. Lich, 13. August 1917. 64965 Bin zur zeitbeurlaubt. Bei Bedarf in Reparaturen bitte schriftliche Nachricht Georg Martiny Backofenbaugeschäft Schillerstrasse 11. 04967 H ■ n -w . Vermietungen 5 Zimmer Sch. 2-Zim.-Wotmg. mit Kab. n. Küche an ruh. Leute per sos. z. verm. H. Scherf! Wwe., Glaserei. Löweng. 5a. 01971 061 Ecke Schul n. Sonnen träneschäncö-Bimmer Wvh- mng, 1. Stock, mit Zubehör 9er l.Ott. od. irüber' zu ver meteu> Gustav Svuutag. Geräumige .'»diinniev- Wohuuug mit 'Zubehör und stanenanleil, sonnige, freie /age. Osähe des 'Bahnhofes, >er 1. Oktober zu vermieten. ItMeres Hosinanusk^atze 14. | 2 Zimmer | l (jiininer ii. .Nltze neu hergerichiet, iuf. z. verm. 6019 Souncustratze O. Verschiedene | Neuzeitlich eingerichtete 5-1 ztl vermieten. Blciclisin 48.% ißo Kleine Wohnung zu verm. 04981 Dammstr. 2V, !I. 04087 4Nkon. alt, billig zu verkaufen. Stcinstr. 19,111. Bettstelle mii Matratze ,u uer= kaufen. 04989 Ludwigstr. 40,!I.Tt. Bettstelle, Matratze und Keil, fast neu, zu verkaufen. 04986 Weser,traue 31,11. 22 Schaliplaitcn, fast neu, zu verkaufen. [04973 Ludw igstr. 8, -H. 1. St. Gr. Mefferputzmaichine zu verk. rriväriebstr. 3,III. 04978 Fast neuer Geickästswagen, geeignet für jedes Geschäft, attdi für Break einzurichten, sofort billig zu verkaufen. 04070 Astcrweg 7. MM» möglichst mit Geschirr zu kaufen gesucht. 5990 Älrthur Pfeiffer Weirlar. Hdl auri) ’ n kleinen Mengen, z. kaufen gesucht. Gottbils ströbrlc, 5040 Marburger Stratze 7 Obstkelter gesucht. Schriftl. An geb. unter 04975 a. d. Gietz. Anz. erbeten. I Möhl Zimmer Pension Brandt Nonen Bäce 22 iBellevuelZim. m.u.ohneBer- pfleg, s. jede Zeitdauer. Atil" tag- u. Abendlisch. Elektrisd, Vicht, Bad. Tel. 1085. 11G87 ^chreibmaschinen- Arbeiten ö9Vy aller Art, fertigt an Karl Köhlcr,MarburgcrStr.27.II. Schöne Auswahl in ist neu ein&'etroffen , ICa^fi 5 Wäschegeschäft, StG der e U Schwärs «Wesss-Theater 1 Sehers- weg Hl Die Unterzeichneten KiuriS“ und Modewaren-G@schäfte setzen ihre werte Kundschaft hiermit in Kenntnis, dass die Geschäftsräume von heute ab mittags von I— 2 1 /*Uhr 6018 geschlossen bleiben. Franz Bette, A. BMterlaotf Söhne. Robert Haas IVachf., J .T. Kaan jr., Alex. Salomo« & Co.. Cteschw. Sauer Xachf.. » Julius Schulze, Schmucker Vachf., Friedr. Teipel. 4 ,'A«j der Zimtlichc Bekanutmachttugea Stadt Gietzen. Bekanntmachung. Die im Juli 1900 geborenen Landsturmvflichtigcu der Stadt Gicsten müssen sich am 15. August ds. Fs. vormttlags von '8 — 12 und nadimittags von 2 — 6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Lundlturmrollc melden. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. . E00 _ 0 Gietzen, am 6. August 1917. 5887B Der Oberbürgermeister. I. B. : Emmeliu s. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen. wollen sich an den städtischen Wiesen,varter Bellos. Wolsstratze 15, wenden. Die Grotzherzoglichen iBürgermerstereien der um- liegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen. Gietzen, den 11. August 1917. , 6013B Ter Oberbürgermeister. I. B.: Emmelrus. Bekanntmachung. Mit Wirkung vom 16. ds. Mts. ab ist die wöchentliche aus den Kopf der Bevölkerung entfallende Brotmenge aus 4 Pfd. erhöht. Die Ausgabe der für die Zeit vom 16.—19. August entfallenden Zusatzmarken «250 gr Brot oder 200 gr Mehl) erfolgt Mittwoch, den 15. August 1917 in den zunandigen Brotmarkenbezirken, in der Zeit von vormittags 8—12 und nachmittags von 2-6 Uhr. Gietzen, den 13. August 1917. 6012B Der Oberbürgermeister «Städt. Lebensmittelamt». Betr.: Verkauf von Wurst aus nnterwertigcm Vicbs. I. Der Verkauf von Wurst aus unterwertigcm Vieh findet bis" auf weiteres nach Bezirken in folgender Weise während der üblichen Geschästsstunden statt: Sattler und SeWmactier | juniicrfs MBAks gesucht. 04983 ! 91 ahn. Löberstr. 17, p. aulMilitärarbeit werden so fort eingestellt. Sattler' meister erbalten Heimarbeit. Aug. Kilbinger, Tel. 2022 Funges Mädchen zur Aushilfe, evtl, für ganz, für vormittags mit Mittagstisch gesucht. Fran Berliner, 04980 Seltersweg 35,1. Schuhmacher auf Woche gef. Müller, Wolkengasse 23. " 4979 Ein Pferoeknecht und ein Schweirrefütterer auf sofort gesucht. 6010 Nestler, Pserdemetzger. Für eine 9jährige Schülerin der Höheren Mädchenschule tvird zur täglichen Beaus- sichtigung d. Schularbeiten junge!« Iflüdclien gesucht. Angebote mit Preisangabe unter 6006 n. d. Gietz. Anz. Aiigriieudc SdinciDcrin für ganze ob. halbe Tage ge sucht. Zu erf. i. Gietz. Anz. 04977 Mittwoch, den 15. August 1917 (33. Woche) Bezirk I: Städtische Bulterwage, Brandplatz 3 „ II: Konsumverein, Filiale Asteriveg 6 „ III: „ „ dienen Baue 11 V „ IV: Filiale Schreiner, Ludwigsvlatz 14 ,, V: Konsumverein, Filiale Schanzenstratze 16 „ VI: „ " Bleichstratze 16 A Mittwoch, den 22. August 1917 (34. Woche) Bezirk VII: Filiale Schreiner, Ludwigsplatz 14 „ VIII: Konsumverein, Filiale Bleichstratze 16 A ,, IX: „ „ Schanzenstratze 16 „ X: Städtische Butlerwage, Brandplatz 3 „ XI: Konsumverein, Filiale Reuen Baue 11 „ XII: „ „ Asterweg 6 II. Die Abgabe von Wurst erfolgt nur gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte und Abgabe der vor- geschriebenen Marken für die 33. und 34. Woche. Werden Marken nur einer Woche vorgelegt, so wird Wurst nicht abgegeben. III. In den folgenden Wochen wird leweils die Hälfte sämtlicher Bezirke in der oben unter I ersichtlichen Werse beliefert: es sind dabei leweils d,e Marken für 2 Wochen abzugeben. _ . ' . ... , IV. Die Mengen an Wurst, dre aus die einzelnen Marken entfalten, werden jeweils nach Matzgabe der vorhandenen Vorräte bestimmt und besonders bekannt- Tüoht. Mädchen z. 1. Sept. n. Cassel i. kl. herrsch. Haush. ges. Frau Amtsrichter Br. Menget, z.Z. Wesl-Anl.46Il. uuiyuiuiuu.il ,- - — 7 .. gegeben. Cs ist dadurch die Slcherhert gegeben, das; alle Vkarken in der bestimmten Höhe beliefert werden können. Wurst wird in den V Papier zum Einwickeln der Verkaufsstellen nicht abgegeben. Gietzen, den 13. August 1917. 60119 Der Oberbürgermeisl-er (Lebensmittelamt). I'rosrninin vom Ilien*tttg, 14. I>i* inkl. Freitag, 17. August Feinde ringsum l Spannende Episode aus dem grossen Weltkrieg in 3 Akten. Oer Kornkönigf! töruinnictp^cn'teiiKruiig Der Stöbt Kim» Samstag, den 18., Montag, den 20. und Dienstag, den 21. August 1917 soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert tverden »' ^SamsMa, den 18. August, nachmittags 5 tthr an Ort und Stelle bei der'Aktienbrauerei, ani Ohleberg' iveg bei der Hevligenstädt scheu Fabrik. Zusammenkunft in der Liebigstratze vor der Hevligenstädt'schen Fabrik. Montag, den 20. August Sensationelles Gesell3chaftsdrama in 3 Akten. Demnächst zum Beuten der l'-Boolspende Das grosse vaterländische Schauspiel a) vormittags 9 llhr Zuiammcukunft am Schlackt Iros von den Wiesen im ^ieustädterfeld nnd am Elektrizitätswerk. ^ PA b) vormittags 10 1 Uhr in der Restauration von Mclckior Schäfer Wwe., Kaiser 2lNec 4, von den Wiesen un Heegstranch und Rntzland. c) nachmittags 2 Uhu im Philosopheuwald von den Wiesen am Fiirstenbruunen, im Wiescckertal, von den Hosvitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. d) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 21.2lugust a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle van den Ochscnwiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, an: UterSbrnnncn und Altentisch. b) nachmittags 1 Mir au Ort und Steile von den Wiesen in der Gemarkung Grotzen-Buscck. Sauberes, tücht. Mädchen zum 1. Sept. od. svater gesucht. Frau 5larl Borst 04932 Bahnhofstr. 61. liiditiflcS MimWea welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht, bis 1. od. 15. September nachFrank- furt a. M. gesucht. Näheres z. erfrag, bei Frau vr. Mvdsr, haadaLd. Ho te lScknitzenhos ^ 97 " Für meinen Privathaushalt suche braves, fleitziges Zweltmädchen mit guten Zeugnissen. 15998 Frau Franz Bette. Aclt. bess. Ifllidchen mit nur gutenZeugnissen f. Küche n. Hausarbeit zu einz. Dame gesucht. Wo2 sagt die Geschäft s st elled^GieffAnz^oE Ein tncht. Mädchen gesucht. 6008 Frau Finanzamtmann Franz, Iohaunesstr. 15,11. ttaubcroN llädchcn tagsüber oder ganz gesucht. 041)68 Goctbcstr. 31, I. St. 3)tflin(icn! SK * e " 3 Damen gesucht z. 1. Sevt.. uiellcicht auch von morgens bis mittags 4 Uhr. Frau Borgrat Dannenberg, 04984 Alicestratze 19,1. Lehrmädchen aus achtbarer Familie gesucht Iflaihilde Xachmann, 041X40 Bahnhofstr. 6. _ Zwei ältere Mädchen suchen Arbeit. Näheres in der Geschästsst. d. Gietz. Anz. 04986 Verschiedenes Nachhilfe f. Sextaner lGymn.) gesucht. Schriftliche Angebote unter 6 item Kordel verloren. Abzu- geben gegen Belohnung am Polizeiamt. 04966 Wir stellen sofort für dauernde Arbeit ein: Brückenbau-Schlosser, Kesselschmiede u. Hilfsarbeiter ferner für die Gietzerei: Former, Kernmacher u. Hilfsarbeiter. Eisenwerke Ncuntirchen, Bez. Arnsberg. /