W.M Erstes Blatt *6Z. Jahrgang Samstag. \l August M Ter. Lietzever Äujffgt* erjch«int taglfth, außer Sv«n<«»g^. - Beilagen: Gicheser §amMrnbIcitter; Uxt\9b\eV für deo Kccis Kietzen. Bez»-sprLls: ntonalL 1 Mk., vierteljährlich 3 Dtt.-. durch Abhole- u. Zweigstellen i.wmttl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 3.-- viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: lür die SchrMleitungI12 Verlag,Geschäjtsfteklebl UnschrittfürDrahtnach- nchten: Anzeiger Kietzen. postscheckksnto: Zranlfutt a.M. Nö8v Vankverkehr: Kewerbebank Kietzen Zu>illing;run-druck u. Verlag: vrühl'sche Uni».-Such- u. Stein»rucker«i R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle u. vruckeret: Schulftr. 7. ujiiialpr.t vvt» *u»i«igea \ die Tagesnummer bis zumNachmittab vorher. SeUenprelse: für örtliche Anzeigen 20 'Bf., für auSio actio c Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land,Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz: Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. m (Ealfnu - und in der Westmoldau erfolgreiches Vordringen. (WTD.) Trotzes HanptyUÄrtier, 1V. August. (Amtlich.) West! ich er Heeresgruppe In Flandern Kriegsschauplatz. K r o n p r i n z R u p p r c ch t. ^ ^ schwankte gestern die Kampftätigkeit der Artillerien bei wechselnder Sicht in ihrer Starke. Sie nahm abends allgemein zu, hielt während der R acht an und steigerte sich heMe früh in den srillEen Morgenstunden zwischen der Yser und der Sys zu starkem Trommelfell er. In breiten Abschnitten östlich und südöstlich von Ypern haben darauf starke feindliche Infanterieangriffe eingesetzt. Im Artois war der Artilleriekampf beiderseits von Sens und südlich der Scarpe sehr lebhaft. vom Weae V1orub,n—MLves Abends bis zur griffen die Engländer vom Wege Mvnchy —Peches dis zur Straße Arras—Eambrai iit dichten Massen an. Unser Vernichtungsfeuer schlug verheererrd in ihre Bereitstellungsräume. D-e vorbrechenden Sturnnvellen erlittert im Abwehrfeuer und Nahkampf mit unseren kanrpfbewährten Regimentern j s ch w er st e V e r l u st e und wurden überall zurück-1 geworfen. Mrdlich von St. Quentin entrissen brandcnburgische Bataillone den Franzosen einige Grabenlinien in 1200 Meter Breite: Gegenangriffe des Feindes schcirerten. lieber 150 Gefangene blieben in unserer Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Soissons und Reims, in der Westchampagne und auf beiden Maasrufern erreichte das Feuer zeittveilig erhebliche Stärke. Eine französische Erkundungsabkeilung, die an der Straße Laon—Solsfons in unsere Gräben ein- drang, wurde durch Gegenstoß vertrieben. Oestliib der Maas brachen badische Sturmtrupps '.n die fran?chsischc Stellung nördlich von Vacherauvillc eilt und führten eine Anzahl Gefangener zurück. * Leutnant Gontennann schoß zrvei feindliche Fesfel-Bol- lone ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des G eneralfelvnrarfchalls Prinzen Leopold von Bayern. Auftebende Gefechckstättgkeit bei Dünaburg, südlich von Smorgon uiw bei Brodv. Hier brachte ein Unternehmen deutscher und österreichistl;-ungarischer Truppen über 2OO Gefangene ein. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Südöstlich von Czernowitz wurde hartnäckig gekämpft. Unsere Truppen drangen an mehreren Punkten in die Grenzstellung der Russen ein. Auch in der Seretv-N ledern ng und an der Solka wurden nach Abwehr feirwlicher Gegenstöße Vorteile erzielt. Zwischen Trotus- und Pu tu a-Ta! nahmen die verbündeten Truppen trotz zähen Widerstarr es den Rumänen mehrere Höhenstcllungen nn Sturm. In den beiden letzten Tagen wurden im Oftoz-Abschnitt über 1400 Gefangene gemacht, 3 0 Maschinengewehre erbeutet. py Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Zu beiden Seiten der Bahn Focsani—Adfudul Ron haben deutsche Divisionen in breiter Front den Ueber gang über d ie S usita erzwungen, erbitterten Gegenstößen suchten die Gegner unter Einsatz starker Massen unser Vordringen zu hemmen. Alle ihre gegen Front und Flanke geführten Angriffe scheiterten unter den sckMersteu Verlusten. Mazedonische Front. Nichts Besonderes. , Der Erste Generalguartiermefftcr Ludendorff. Der Abendbcricht. Berlin. 10. Aug.. abends. (WTB. j heute morgen in Flandern zwischen der 4 Routers und Hollebeke vorbrechcnden starken Engländer sind gescheitert. , . . s ^ c . Im Easinu - und O l t o z - T a l und lN der W e st Moldau erfolgreiches Vordringen unserer Trappen. mtlich.) Die ahn Ypern— Angriffe der Wenn Lloyd George sein Angesicht mit den wildesten Kriegsfarben beschmiert, wenn er indianischen K.riegskopf pntz 'anlegt und sich init Löwenschwänzen gürtet — so darf daraus noch nicht etwa geschlossen iverden, baß England auch die Macht und Aussicht besitzt, uns zu besiegen. Wer nrüssen sein Tun und Lassen mehr geschäftsmännrsch prüfen, nach der britischen Eigenart. Das' steht doch ganz gewiß fest: am liebsten wurde der Gentleman uns einfach und bequem aus hungern, ohne selber die Flirrte zu sparmen und mehr :.U tim, als dazu gehört, nns durch seine ^Bundesgenossen hie ja für England blutörr können, gehörig zermürben zu lassen. Dem Anshungerungsplan. traut Lloyd (tzeorge nicht inehr recht. Auf der einen Seite, sieht er ein, daß wir die wirtschaftliche Abschnürung nicht so entscheidend verderblich empfinden, wie man sich das in London anfangs gedacht hat, und auf der andern ^»eite empfindet er es' mit jedem Tage erschreckender, daß die längere, AusdelMrng des Krie^ a&i seine Aussichten nicht verbessert, sondern verschlechtert Der U-Eoot-Krieg hat chn gelehrt, nach dem Satze zu handeln: „Gebraucht der Zeit, sie eilt so rasch von hinnen." Der frühere Oberst Gädke hat ganz recht, wenn er in emer mttttäriftchpolitischen Betrachtung im „Vorwärts" schreibt „Würde England den Krug fortsetzen, ohne anzugreffen:, und würde es auf die militärische Hilfe Amerikas warten, fo wäre dies ein Beweis dafür, daß es von der Wirkungslosigkeit des U-Boot-Krieges überzengt wäre. Aber Lloyd George i st davon ni cht s o überzeugt, wie er prahlt, und er rechnet auch nicht unbedingt auf die Wirksamkeit des amerikanischen Heeres in Europa. In diesem Sinne predigt er seinen Lcurdsleuten mit eindringlicher Beredsamkeit, daß der Gipfel des Berges nicht mehr fern sei, und daß es nur noch einer letzten Anstrengung bediirfe, ihn zu erklimmen. Er will die warnende Stimmung seiner Mitbürger auffrischen und mit neuer Zuversicht erfüllen." Die Flunkereien des Herrn Lloyd George über die eng- lischen Vorräte an Lebensmitteln, an Schiffen, über du Unwirksamkeit unserer U-Boote in der Blockierung Englands, dürfen ebenfalls nicht ernst genommen werden. Die Wiener „Neue Freie Presse" teilt einen Bericht mit, den der Präsident einer der hervorragendsten amerikanischen Banken erstattet hat, nachdem er während des ganzen Frühjahrs in England geweilt hatte und erst im Mai nach Amerika zurückgekehrt war. Da heißt es u. a.: ,,Bei Beginn des imnngeschränttcu U-Boot-Krieges mären du Lager an Lebensmjibtel in England sehr knapp, und es iffc trotz größer Anstrengungen nicht gelungen, sie anzusüllen, weil eben der U-Bovt-Krieq die Zluführen abschneidet. So lebt England tatsächlich von der Hand in den Mund. Seit Februar gibt es r.ni Lande keine Kartoffeln mehr, das Brot kostete schon im April einen Schilling das Pfund. Doch, steht dieser PrerS für alle anderen Gegenstände nur aus dem Papier, in Wirllichkeit ioerdcn für das Pfund Brot zwei Schilling gezahlt. Wie dä Lebensmittel, so gehini auch die Rohstoffe in England aus. Iir Auierrka und Ost- indieir.bat England zwar Reserven liegen, aber sie ftmium nicht Iver über of 1)0 (t werden, weil es an Schiffsräumen an gelt. Es fehlt nanrentlüch an Holz, dessen Besörderimg zur See besondere Schnnerigleiten nmcht: daraus ergibt sich dann nneder, daß du Förderiing in den Kohle:rgrubcn^megen Mangels an Grirbenhotz weseirtlich eingeschräkt werden muß, wrd das hat lvieder zur Folge, last bald die Kohle für die eigenen Schisse knapp werden wird. Die Verluste der englffch)en Flotte such außerordentlich einchftndlich, imb in Reederkreil'en iverden die größten Besorg,risse gehegt. Die englische Flotte schmilzt durch die Aiigrrffe der Unterseeboote, denen .kein wirksames Mittel entgegengestellt toerden kann, immer mehr zusammen. In ersten Kreiseii Londons mrd Liverpools bestehen die ernstesteii Befürchttmgen, daß Euglanid die tatsächllche Aussperrung der Zuffrhr, welche Deutschland durch seine Unterseeboote erreicht hat, nicht lange mehr aushältQi kann und zuin Frieden gezwungen ein wird." Auch die rein politische Seite des englischen Verhaltens mutz mit geschäftsmännischer Vorsicht betrachtet werden. Auch da siud die Kraftgebärden, die wir in London erblicken, kein elementarer Ausdruck geraden Woltens. Auch ie sind vielmehr von knifflichen Erwägmrgen eingegebeu. In dieser Beziehung sind einige drastische Sätze recht lesenswert, die einem im „Tag" veröffentlichten Aufsatz des Grafen Albrecht zu Stolberg-Wernigerode entstammen. Er schreibt u. a.: „Was lehrt uns die praktische Erfahrung des Lebens? Auf welck>e Weise haben die Gewerkschaften ihren ersofereichen Kä,npf gegen die Arbeitgeber geführt? Nicht ctirm mit Streiken, mit Drohungen, mit übertriebenen Forderungen, in denen sie das Vielfache von dem, was sie zu erreichen hofften, forderten, umt, mit allgemeiner Verständigung und mit nachgebenden, zum Frieden auffordernden Erllärungen sind sie zum Ziel gelangt, Frieden ohne Erreiäumg von Vorteilen, das war ihre Losung in dem Kamps. Nicht wahr? Nicht* mit Gewaltmitteln, nicht unter Androhung der Ab- sagung der Kundschaft, der Wsperrung der Geldauelleu. sondern mit friedlichem Nachgeben haben die Großbanken cs erreicht, daß die kleinen Banken mit ihnen Frieden schlossen, nicht wahr? Wenn der Geschäftsmann mit eimnn aitderen zu einem Geschäft kommen toill. so läßt er sich nicht den anderen mit eurem Gebot komnien, sondern tritt selbst mit einer für dem anderen möglichst günstigen, für ihn ungünstigen Fördening an ihn heran, damit der Käufer merkt, daß er, der Verkäufer, Null er nickst noch größeren Schaden erleiden, als er ihn zu erleiden wohl befürchten müß, wenn das Geschafft nicht sofort zustande komint. verkaufen muß, sei es auch urtter den .Herstellungskosten. Der Käufer wird dann nicht abwarten, bis es denr Verkäufer noch schlechter geht und er die Ware mfolgedessen noch billiger erhallen kann, sondern sofort zuschlagen, nicht wahr? Genau so nmssen wir es machen, um zu einem baldigen Frieden zu kommen. Wir nrüssen einen billigen Frieden wie sauer Bier recht oft anbieten, damtt die Feinde den Eindruck bekomnien, wir brauchten den Frieden unbedingt. Uni unserer guten Herzen willen werden die Feinde ihn sofort annehmen. So gemein sind sie, besonders die Engländer, mcht, m warten, bjis wir zu noch schlechteren Bedingungen um Frieden betteln kommen, nicht wahr?" Wenn England von uns die Preisgabe Elsaß-Lothringens fordert, so handelt es ebenfalls als gewitzigfter Geschäftemacher. Es wird im entscheidenden Augenblick die ihm ziemlich gleichgültige Forderimg fallen lassen, um uns zu Gemüte zu führen, wie weit es entgegenkomme und wie viel uns dafür zu tan bleibe. Wir brauchen ja zwar auf solche Kniffe nicht hereinzufallen. Aber die Taktik mit dem „sauren Bier" führt uns doch ohne unseren Willen in allerlei Schwierigkeiten hinein, und ein bißchen von dem Leim, mit dem tms die Engländer die Friedensruten beschmieren, bleibt vielleicht doch an uns hängen, oder, noch schlimmer, wir blei ben am Ende ein bißchen an diesem Leim hängen . . . i ■ nTmr~HT"t I^> tisaerjmn mm.rw - - Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Beiderseits der Oftoz-Straße stießen vorgestern die österreichisch-ungarischrn und deutftlzen Regimenter des Gene- ralobersteit von Rohr gegen die stark verschanzte Stellung voll Hcerestrau vor. In zähem Angriff warfen wir gestern den Fernd von den Höhen südlich des genannten Ortes. Nebst schweren blutigen Verlusten erlitt der Gegner eine Einbuße vorr mehr' als 1400 Gefangenen und 30 Maschinengewehren. Auch nordöstlich von Holda, au der rumänischen Biftritza mußten die Russen unseren austürmendeu Honveds zähe verteidigte Stellungen überlassen. In der Bukowina und bei Solka und südöstlich von Czeruowitz wurden Fortschritte erzielt. Gegenangriffe der durch Kosaken vorgetriebenen russischen Infanterie vermochten keine Aenderung herbeizuführen An der Front des Gcneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern holten bei Brody österreickffch-ungansche und deutsche Sturmtruppen 300 Gefangene aus den russischen Graben. Italienischer Kriegssch<5»platz. Bei Ätori in Südtirol brach eine unserer Mtcllungen in die feindliche Linie ein. nahm von einem Graben Besitz und ft'ihrtc einen Offizier und 53 Mann als Gefangene ab B a l k a n k r i c g s s ch a u p l a tz. Nichts Neues. Der Ehcf des Gencralstabes. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 8. auf den 9. August haben ungef.ähr % feindliche Flugzeuge auf Pola gegen neunzig Bomücn geworfen. Es wurden gar keine militärischen und in der tadt nur geringfügige Schäden verursacht. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Flottenkommando. Die ttämpse in West und Gft. Berlin, 10. Aug. (WTB.) In Flandern haben ans de des 31. Juli östlich und südöstlich voir dem Kampfgelände Ypern am 1. August starke englische Angriffe eingesetzt. Nachdenr die beiderseittge Artillerietätigßeit am 9. und die Nacht zum 10. August heftig war, setzte um 5.15 llhr vormittags ein heftiges Trommelfeuer von Bix- fchoöte bis an die Lys ein. Hinter der Feuerwelle gingen starke englische Jnfanteriemassen vor. Dem flandrischen Angriff ging am Llbend des 9. Angirst ein starker Borstoß an der Ar ras front voraus. Nach^heftigem Artilleriefetrer, das den ganzen Tag über zwischen Hnllnch und Lens und von Gavrelle bis Cherisy anhielt und sich zwischen 8 und 9 Uhr abends in der Gegend nördlich Gnemappe zum Trommetseuer steigerte, griffen die Engländer um 9 Uhr abends vom Wege Monchy—Pelves bis zur Straße ?lrras—Cambrai in dichten Massen an. Nur ein Teil der zum Angriff bereitgestellten Massen korinte zum Sturm antreten, da das deutsche Vernicht^tngs- feuer auf die englischen Bereitstellungen rechtzeittg vor dem Sturm mit v c r h c c r e u b e r Wirkung einsetzte. Was ans den englischen Gräben vorstürmte, brach im Sperr- und Mwehrfener zusammen oder wurde im dtahkampf urtter schwersten Verlusten zurückgeschlagen. Die angegriffenen Stellungen blieben restlos in deutschem Besitz. Durch den für uns erfolgreichen Kampf bei St. Quentin östlich Fayet erlitten die Gegner schwerste blutige Verluste. Im Osten machten die Russen am 9. August nn Raume zwischen Prnth tnrd Snczawa die größten Llnsttengnngen. drrrch rmcksichtslosen Einsatz eiligst hercrngeführter Kräfte die Verbündeten ivieder znrückzmoerfen. Alle ihre Austten« gnngen ivaren jedoch vergeblich. Die mit großer Tapferkrii vorgetragenen russischen Gegenangriffe lvurder sämtlich inrter hohen feindlich>en Berlristerr zurückgeschlagerr? Das gleiche Schicksal hatten russische (Gegenangriffe beiderseits der Moldaloa und lätigs der Bestritza. Nach lleberwin- buitfi zähen Widerstandes sirrd die Verbündeten im weiterer Fortschreiten. Im Raume von Focsani lmerde urtter dem macht vollen Vorstoß unserer Truppen der Susila-Abschnitt beider- seits der von Focsaitt nach 9Lorden führenden Talstraße überschrittet^ Alle Versitck-e des Gegners, durch zahlreiaie äußerst starke Gegenangriffe, die teilweise 15 Wellen ttef gegeit die deutschen Maschinengewehre vorgetrieben wurden, die verlorenen Stellun-gen zu rückzuerobern, scheiterten N > e r Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls von Mackensen. Nördlich von Focsani gemurmen die verbündeten Truppen nach erbittertem Ringerr unter neuerlicher Abwehr russisch-rumänischer Gegenstöße das Norduser der Susita. unter ungewöhnlich hohen feindlichen lüften. Ganze Sturmwellen blieben in unserem Feuer liegen. Die Verschleierung der Verluste in Frankreich. Berlin, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Bekannll hat die französische Regierung bis heute nicht den Mut zur Ausgabe von Verlustlisten gehabt. Um dem französischen Volk die gewaltige Zahl der Gefallenen zu on bergen, verbreitet sie immer lvieder die Legende, daß d:c Deutscheit eine große Menge französischer Gefangener verborgen halte. Der Lyoner Fnnkspritch vom 9. August will in angeblichen Aussage eiltet französischen Soldaten, der 191.\ also vor zwei Jahren, solckie verheinilickten Gefangenen gesehen habetl rvill, den unumstoßlicheii Belveis für die alte Legende erbringen. Welchen Grund die deutsche Heeres! - tmrg habeii soll, künstlich ihre Gesangenenziffern ferab m.- setzen, mnü allerdings jedem Vertiünftigen unverständliä bleiben. Kriegsbriefe am dem Westen. Norr jntferem Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Erneuerung der engUMn Angriffe an der flandrischen Front. ^ ^ bec flandrischen Front, 8. August 1917. ^.ac^em der Wwdererntrrtt trockenen Wetters den ^wen etwas gangbarer gemacht hat, haben die Engländer nacht in drei groß mvgeleg ben Angriffen versucht, ryrenr Zre! vom 31. Juli nälunM-konruven. Außerhalb ihrer damaligen Angrrffslnrsis haben sie im KÄstervabschnitte nach ^kem, heftigem Trommelfeuer versucht, einen Angriff aus e ^ frcn j£ 111 unsere Linien vorzutraaen. Sie stießen aus stählernen Widerstand uNo wrurden zürn Teil in erbitter evr . -- IWAJ-UCU *U4ll Ji X.X.I Ul ClUlllCl* -ftOv/kärn-Pftii gänzlich abgeschlagen. Hierbei wiirdeir wich- r^e AuffaMlsse gervonnen. Im Abschnäte Merckem-Frezen- rJ’Ü® unterhu-lt der Feind die ganze hindurch schweres Doonrmelfeuer zroiscl-en 9 und 11 Uhr abends rm Ao-schnitte Draibank-St. Julien leitete dort heftige ena- JOJt?V rrttcprrffe ein, deren Hauptdruck auf die Stellungen ^ä-olich der' Bahn Boesinghe-Langenmrck gelegt wurde. Hier hat sich der F^rnd an einer kleinen Stelle, wo die Bühn den Arnbach iiberfchreitet, festgesetzt, ivährend er im übrigen rxMvs zurückgeschlagen wurde. Infolge des besseren Wet- ter^ lebte an der ganzen Armee front das Artilleriefeuer ' auf. Die zunehmende Austrocknung des Geländes er rnvglrchr dem Feinde die Vorbereitungen zum neuen Großangriff, welche unserer Beobachtung nicht entgehen. Er wird öte deutsche Flandernarnree erneut auf dem 'Posten srnd-en. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Die Londoner Konferenz Bern, 10. Aug. lWTB.) Der Londoner Berichterstatter des „Eorrrere della Sera" meldet als Ergebt der Land onerKon- dve rt-alDmischen Bestrebungen in der Adria und der ^M«>eirta als wesentliche Punkte in das Programm der Entente ^M?Enen und mit den Forderungen der übrigen Alliierten vollständig gleichgestellt seren. Die Ziele der englischen Arbeiterpartei. London 10. Mg. (WTB.) Neuter-dNeldung. „Daily Tele- 8?"?- ^^oftentlE ein Memorandum des cmsführcmd'en i>cx Arbeiterpartei, das als Grundlage für die Frrederisvorschl äg ederbritischen Arbeiter- Porter der heute zußrmnrentretenden Vertreterkonferenz der Par- gelegt werden «L Das Memorandum soll weiter der Son <»enonserenz, die in London am 21. August Zusammentritt, vorge- 1^ weideir um dann der Sozial,strnkonfercnz der Alliierten und der mtQuatro7mIe!k S^rckltstenLonferenz unterbreitet zu werden . As Meuwvandnm bestätigt zunächst die Erklärung, die auf der mmfrvem iber urzralrsb scheu Arbeiterparteien der Eierten am 17 ^ lT1,hTm ^P angenommen wurde, imd in der die ^>^erhentekwno - wie .-v -e, bst best im mungsrecht llnieriochten Molker von Elsaß-Lothringen bis zum Balkan Das Memoraudum lagt: Die Konferenz begrüßt „f erne Annexionen, keine Entschädigungen verlangt tne softrttge Errichtung eines Bundes der Na- Gesetzgebung. Die Konferenz pro- dke endloie Forffetzung des Krieges. Die nichtigste Entschädigung F e ^ - e . n $J**& DeutfchlatÄ. Die Konferenz fordert weiter die Serbiens und Montenegros brach eine Konferenz von Ber- aelern der BalarnvAker oder durch eine cnttoritattve internationale Kpmnnssran lossr Weiter witt> die Rü ckgabe Eksaß-Loty- -Frankreichgefordert. Die Konferenz spricht ihre ^wuw^^mpathke mrt der ^talia Irredenta aus und erkennt dte Notwe^-tg^ berechtigten Interessen J-taltens E Adriotrschen und Aegäis chen Meer an. Die Kon- ^evmz verlangt du GlerchbeMchttgunrg der Juden in allen Lau- ?>ern rmd wünschst, daß Palästma von der türkischen Unterdrückung bewmt rmd em freier ^Mischer Staat werde. Armenien. Mesopo- Aoa^en Huchen der Türkei nicht zurückgegeben werden und iolwn tchnlrch wie dre Kolo men tft dem tvopischm Afrika be- voMell mch von emer .KmnMifsion des Bundes der Nationen verwaltet werden Konstantrnvpel müffe zu einem neutralen Eid äsen werden. Me europäischen Kolonien rn Afrika sollen p sl^mnÄbertragerr und durch eine unvacheiische als^ernbetlluher unabhängiger neutrale^ Staat ver- a? 1 ' e $ tn E Plane eines ^ Druden. Abgesehen von Bel- ^ Krieg aus einem intern EEs^ Fonds^ut^r^n^ zu welchem alle kriegführenden Äs^ru^iülle^ ^^Evortung für den angechchtoten Schaden Die englische Arbeiterpartei und die Stockholmer Konferenz. Arbeiterkonferenz. ÄS « 2 * Wf ^EE°ßung „ erfährt, daß Berüffentlichmgen des Admiralstabes beruhen in gleicher Jj!§&£ ^ Obersterr Heeresleitung' auf den nach bestern MNsen und Genüssen gemachten Angaben der Front und aus an kmirrmge11 Iächriästerr. die eingehender und sorgsamer l'l^Ä^^b..Eersogen werden. Daß der Adniiralstab nicht alle UErlagen frck lerne Beröffentlchungeu bekMmtgcberr kann und die bei der Entente, nach Art und n^bruhterstattimg zu urteilen, in viel höherem Eße urrd werterem Umfange vorznliegen scheint, als bei uns. So oem Vorurteils freien Leser auch keinen Verdacht erregen. \ n hft. Admivalftads verü ffentlichungrn über die versenkte Ä uicht aber alle Schiffe, deren Raum- KL?. ^ b ^se Surnme ergibt, mrt Namen anfgeführt s'Ä?' ^ d/inerkung nne: „unter den versenkten Schiffen be- lch mtfrmrksam ^ abnXld? ' mödrt ^ letzteren Umstand ausdrück- *** W als Unterlagen für die gmiz entbehren lassen, können natür- S r f? tmL - r ^^^rlchrien. Auch dem Laien wird es klar sein daß verichäja^^n^n^i Slhrsies selbst r«rr einem crßrhrenen Fachmarrne qJZH?' Je ^chdem das Schiff infolge größerer ^ Ladung mehr oder wenrger tief im Wasser liegt. 2 w bei Nacht oder nebeligem Werter oder alnznschatzende^ Schiff nur kurze Augerrbticke betrachtet &e,km Willen fehlerhaft rverden kömreu. . 0er |wrt<‘t werden inüssen. werden sie so m€ evrgesetzt nnd. lowert irgend angängig, durch ergänzt und verbessert. Wie gering dre dann noch verblelbenderr Fehler lind, ergibt sich aus der Be- feL® 1 vom Wmiralstabe gärilrf 1 mrnbf^ß^ Swrft«. ^ ^Evade auf dem Gebiete des Soeverkehrt sachkundrgen Stelle: nach ihr süncmen die Großem der zunächst als rmbekannt gemeldeten Schiffe im DrEchnrtt^ brs aus 2'Bro^rt mit den E^t^^r mll Gru^d späterer verlasstger Nachrichterr überein. Dararrs erhellt daß ätzungen eb.nsv große Un erschäZungen gegen hierdurch findet auch die Behauv- von zwei Artikeln in der „Neuen Mm^U-^^wu^-^-^Emgrhalt swnllick-er von den deut- rdermstzrerterr versenkten Schiffe planmäßig m schraubt wird. chre bündige Widerlegung. her lranzosisch- Verfasser mit seiner Untcr- lleberschätzung der unüekannteir L«>rNe auf das ftsesamteresebrrrs nur wenig Einfluß haberr- denn l^karr^ Ä 0 ! 1 ^chr^ Weibcit noch nicht ein Fünftel rm- ^ dreien, wre er es tut. selbst eine durch- Mxnrttlr.ch>e Ueberschätzung unr ern Drrttel an, so tvürde sie das Ge- samtergednismtthrn nur um ein Fünfzehntel beeinflussen also 2Dnmn brs Herrgen Morratsergebnissen rwch nicht 70 000 ^onrren erreichen. Dre gemrerri >be Beliauvvm/r hi* ^ ^l usze ichnu n g Dein Möbelfabrikmrben Grvßh. Hofq, Bruck hier wurde das Kri e gs e h r ett*! zerchen verstehen. rnn Ti.?l^ Tb l, riIlt S: Der Musketier Ludwig Schultheiß, befördert wegen Tapferkert- vor dem Feind zum Gefreiten!! ! s." r,ut Stadttheater-Bureau. Nochmals ! |u auf bte morgige Nachmittags-Vorstellung von „Drei-i ^ au hlngewiesen, die nach allen Anzeichen sich! dürste Ks Ä '^ fe tJ tav l en Besuches zu erfreuen haben' Zr S ber Buhnenlertung gelungen, für diese Vor-' ,teU S 9 ^ lTl kleines Orchester zu gewinnen. - Die Alrceschule des Mrceschul-Bereins schloß das! Kn r ffefkrTt mit Prüfungen ab. Die Schiilerinnan der; rlnterzogen sich emer praktisck-en Prüfung im ^ Backen und einer theoretrschen in Nahrungsmittellehre^ "gskurch^ hauswrrtschaftlifher Bnchfühnnrg und Gesund ^^Ermnen des We^eugLKs und des Hand- nÄk" theoretische Pnffung ab und hatten die H JÄ. Arbeit M em« Aoumm erreichen. Die gdrerische Behauptung, die 'uöberschätzung ÄÄ S'°ni^m.s°^ Wat, ist alfrSel Phantasiegebilde Neue U-Boot-Erfolge. Ber lin, 10. Aug. (Amtlich.) Neue ll-Bovts-Erfolge un 2ltl an tischen Ozea n und in der Nordsee: 21000 Briitto-registertotrnLn^ Unter d«, versenkten Schiffen befan- ben sich der italienische Dampfer „Wlo" (1679 Donnen) mit ikohlenladung, ein bewaffneter großer Dampfer, der aus Sicherung herausgeschossen wurde, ferner ein Daurpfer von über 7000 Donnen, der allem Anschein nach Munition geladen hatte. Der Chef des Adrniralstabes der Marine. dieDel^ierten da Arbeiter Partei .während da Bans-- ^ 184 WW fich ÄTÄZSÄ W\ t , ^r*'nJZ m n 10 ' Der r^r -oudon von gestern: Der rrusfühvmdi- mft --i- [iiÄ r 1 ^ { D^'chluß voll? 26. Entsendung von Abgeordneten nachl Stock- ^ ^ Mehrheit von drei Stinuneni (WTB0 Nach dem „Dallv Cbro- iy l 5 r 7V ^ y-»/ haß Frankreich kerne Pässe für hchloinatischen Kreisen ging gestern .. sich vMNutlich nach dem Vvrbilde Frank Sttfxkq. lle ®irfungcn öe$ U : 8oot=Kr!cges in amtlicher Darstellung. o-^ü^'a^Ä^beri Erfolgen des U-Boot-Krieges sind die ^^^n, ihn als unwirksam lstn- Völkern der Entente und den Neutralen soll die ^nrch: vor dreier neuen Waffe, uns und unfern Verbürideten vst I «üs^idmde Mrkuua 7 JLTÄ sowohl m Reden und Aeußerungen der rerTidlrchQi Minister und anderer hervorragender Persönlichkeiten t m der Presse der Entente und in estrigen von ihr beeinflußten 7iemralen Znmnoen zu diesem Zwecke mftgestellt und mft rmim ^ngen^^ ^schick verfochten werden, bewegen sich in drei Nick> zu. _ b .lb.Dichtigkeit der Dekanntmackinngen des deut ickANl Admnalstabes n^die Ver^nkung^ziffern an: ^ 9“ üb--rs^sch Serforntms »ur - r ugllng stehende Tonnage als so groß imd durch Nenbauien d ie tmrch ben U-Boot-Erica rin rtetertben Derluslr atuagen werden tömten . baMhai sich schließlich, den Mmchen zu erwecken daii c,ua, CmschrSndm-, ber ®mfu&r nicht lebensnotwendcha n., L uctf) Mnqrairu! der Ei-enprodn k. ion für die .Wm'chaffmS 7^",--raum vorhanden sein wich ^D«se Behw.w-m-se-r sollen einer «ähera, DMuitg muerwvrsa» Aus dem Relchs. Körrig Ferdinand in Friedrichshafen. 5ric w r cri^JJH f en .' 10. Aug. (WTB.) Nach dem Fa- mllren- und Marschalls früh stück im Königlichen Schloß besuchte gestern nachmittag Künig Ferdinand v on Bul- garren mrt seiTren beiden Söhnen Kronprinz Baris und kaS württembergische .Königspaar auf ernor Spazierfahrt nn Anbomobil die Prinzessin Tl)erese von s.™ ^ 1 a u ‘ ^ aTllt statteten sie mittels Sonder- Wff be ? Avoßherzvgin-Wittve vnn Baden einen längeren t^such ans Schlvß Mainan alr. Von dort erfolgte um 0 Ubr °bf»ds jtte Rückkehr ms Wmglick>e Schwß. Nach der Xafcl um 11 Uhr 15 Mrn. abends trafen die herrschafchm mit Ge- dem Bahnhof ein. Auch König W!p T l &L*° n b^te bis einschließlich Montag ' Wnm ^ ^ Borftrhrung gelangt. Die liebreizende Hella' Trägerin der Hauptrolle, wird durch ausgezeichnetes > M die Bescher in Swnmrng setzen. Für den Esstischen mÄ^orgt die urkorngche Helene Voß als Zimmervernsteterm rn Filmschwank tu 3 Akten „Die Liebes-' bes Ächtspielhauses macht schon heute aus' j Kriegsbeschädigten. Maykemper-, ^merksam welcher am Dienstag, den 14. bis estrschließlich Frei- 17 ‘ ^ ' oS2^a° e halten wird über „Die deirffchen I Kampfflugzeuge nn Lustkriege", unterstützt durch etwa 100 trefs- f f 1 ? tnnieT 5f r AAblldn- Weitere rnilitäramtliche Films ge- Champagn?"^ Anffühamg, u. a. „Ein hnßer Kampftag in der . .7* warz-Weiß-Theater. Seltersweg 81 wnckt ab Samstag. 11.. bis inkl. Montag, 13. August, Mario D afts- Ichule rn Groß-Umstadt und Lehramtsassessor Pöpperling aus ^zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Tchrmstadt ~ J*- lNE Erfolge hat das M unserer Odadt Ldrz^rch erngesührle System der Ehrenfeld- l \ a TJi onlMweisen. In einem- Falle veranlagte em EhrenMdschutze auf dem hiesigen Sdaatsbaharhos die Oeffnima eM- u-nftmigverchen Schließkorbs eures Gambacher Handelsmannes, ^en ^Frihalt dem Aittsichtsbeamten verdächtig vorbim. Ein im tzxhlerchbandel ein>^beues Schtoeur. das anscheinend mvch für die so viel Erbttteriörg l«nvorrufende Rauhenner „Fveßgäste" bestimmt ttxn:. imntx.' »utage gefördert. Der zur Stelle gerufene WackttmMer noynr wfort die Vertzasttmy des Handelsmannes vor. — In eurem anderen FaLetvnrde der .Knecht einer hiesigen Kohlenhandlung dabei wie er eure größere Menge Kohlen ünrechtin-äßigerweise des Rechts nach auswärts schaffen wollte. T Vilbel. 10. Ang Bürgermeister Adam Berg ist l^ente voruirttag nach langem, schrvevem Leiden im Atter von 39 Jahren gestorben. Der Verschiedene hat nur drei Jahre an der Spitze der gestanden. (L»eine damalige Wahl erregte ziem- 1 ra>es Ltuncden. da er als Eenveindejekre-tär gegen seinen bisherigen Vorgesetzten rurd Bürgermeister zum Ortsvberhanpt gew-ahlt »vurde. Ist. Dre -7-erösieir-tlichuug der Feldfrevkler durch die Bürgermeisterei ''ueid etwas abschreckend gewirkt. Denn während die erste FsA ^ enthebt, weift die heute bekannt gegebene zweite Liste „mrr" 16 Feldküche auf. StiUcknchnrg und Rheinhesfen. Mainz, 10. Aug. (WTB.) Bei Einfahrt des Per- sonenzuges 658 von Wiesbaden in den Hauptbahnhvs Mainz fuh r gestern abend dieser Zug auf eine Lokomotive auf. Reisende wurden nicht verletzt. Der Zugfüh- die Lvkomotivmannschaften wurden leicht verletzt Entgleyt sind drei Wagen. Diese und die Lokomotive wurden leicht beschädigt. Der Betrieb wurde nicht gestört. Hessen-Nassau. ... £ Ba. aeuif) -ük’möe. Sonntag, 12. Aug., Gottesdienst in der S ta dtki r che. Vormittags 8: Zugl Christen!, f. d. Neukonfirm. a. d. Markusgem. Pfr. Lxhwabe: 91/2: Pfr.-Ass. Lic. Reuning. Mittwoch, 15. Aug., abds 8: Kriegsbetstunde. Pfr. Schwabe. — Jn der Joyauues- ^orni. 8: Siehe Stadtk.; 91/2: Pft. Bechtolsheimer; abds. ö: Blbelbespr. im Johannessaal. — Wartburg, ev. Jüngl.- u. Männerverein, Diezstr. 15, Sonntag, 12. Aug., abds. 6: Bortrag. Mittwoch. 15. Aug., abds. 8V*: Leseabend. Gäste willk. — ^ o ^ g. Sonntag, 12. Aug., v-ovm. 10: Kollekte f. d. innere Mrsswn: 11: Ehristenl. f. d. werbl. Jugend. <— Lollar. Sonntag, 12. Aug., nachnl. Uß: Kollekte. — Lollar. Mittwoch, 15. Ang., abds. 9: Kriegsbetstunde. Dekan Gußmann. katholische Gemeinde. Samstag, 11. Aug., nachm. 5 u. abds. 6: Gelegenh. z. hl. Beicht. Somttag, 12. Aug., vorm. 6Vs: Gelegenh. z. hl. Beicht: 7: Hl. Meife: 8: Austeil. d. hl. Kommunion: 9: Hochamt m. Pred.: 11: HI. Biesse m. Pred.: nachm. 2: Ehristenl., darauf And. Dienstag u. Freilag, abds. 8: Kriegsbittand. — Drasporagottesd. am 12. Aug.: Grünberg 91/2, Hungen 9V-, Lich 8. wandern und Reisen. YZder. Das Sanatorium Stolzenberg in Soden-Salmünster lBahnlinie Bebra—Franksnrt/Marn) hat trotz des Krieges auch in diesem Jahre einen sehr guten Besuch aufzuweffen. .Manie und Erholimgsbedi'rrftige sind ja auch tu dieser schweren Zeit nirgends besser aufgehoben als in einer solchen Naturheilanftalt. Unter der bewährten ärztlichen Leitung des seit über 15 Jahren im Dienste der Naturheilbewegung stehenden Herrn Dr. med. Strünckmarm, bet einer guten, kurgemäßen Verpflegung, schwinden schnell die Lmden aller Art. Die schönen Einrichtungen der Anstatt, die herrliche Lage in dem reizenden, von ausgedehnten reichen Waldungen umsäumten Kinzigtale machen Stolzenberg zu einem köstlichen Iungborn. : Berlin vermischte». 11. Aug. .Der. .verstorbene Geh. Kommerzienrat v. ^-riedlander-Fnld hat drei Millionen Mark zur Errichtung einer Sttftung bestimmt die bezwecken soll, in Oberschlefien, der Heimat 'Fnedländers, ein Institut für Ko h len so rschung zu errichten. Außer dieser bedeittsamen Stiftung sollen noch erhebliche ^ ummen wohltätigen Zwecken Angeführt iverden. <. * B.o chum, 11. Aug. fL. A.) Die Straftammer verurteilte den Kaufmann v. Tordorff aus Herne (Wests.), der unter Nicht- Pachtung des Ausfuhrverbotes für über 24 000 Mk. Spiralbohrer rns Island verftachtet hatte, zu einer Geldstrafe von 72 591Mk. Der Karifmann Kersten aus Recklinghausen, der ihm Beihilfe geleistet hatte, erhielt 18147 Mk. Geldsttafe. An die Stelle der Gelstdrafc tritt im Unverinögensfalle je ein halbes Jahr Gefängnis. Witterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Wechselnd bewölkt, Strichveyen, kerne Demp M tt u vändernng. Letzte Nttckriehten. HiTwenburg Wer den derttschen Rhein. KM n, 10. Aug. Nach der „Köln. Bolksztg." hat eine am Rhein ansässige 87jährige Urgroßmutter, die sechs Enkel im Felde hat, an Seine Exzellenz Generakfelbmärschall vrm Hindenburg eine Drahtung gerichtet, in der sie aus tiefstem Antwort ein: Großes Hauptquartier, 6. Gretstn folgende August 1917. Unerreichbar dem Feinde bleibt unser schöner Rhein, solange Heer und Heimat in treuer Hingabe gemeinsam ihn schützen. General feldmarschall von .Hindenburg. Mackensens Erfolg. Wien, 10. Aug. Die „Wiener AlLgem. Ztg." berichtet aus Sofia: Die hiesigen militärischen Kreise schätzen oen jüngsten Erfolg des Generals Mackensen bei Focsami um so größer ein, als dadurch die rumänischen Stellungen in den östlichen Seitentälern der transsylvanischen Lllpen bedroht ist. General Mackensen setzt seinen Vorstoß in nördlicher und nordöstlicher Richtung an, und es gelang den unter seinem Kommando stehenden Tmtppen, die ihnen gegenüberliegenden Russen und Rum Ären nach hartem Kampfe auf die Linie Marasefti^Docci Lurüchudrängen. Namentlich der erste Ort ist für die feindliche Kriegführung von ganz besonderer Bedeutung, da hier der Kreuzungspunkt der von Südrußland nacb der Moldau und in das Trotufn!-Tal führenden Eisenbahnlinie liegt. Mackensens Truppen haben den seinerzeit von französischen Genieoffizieren erbauten und mx Verteidigung gegen einen etwaigen Russeneinfall errichteten Fortgürtel nördlich und östlich, von Focsani verlassen und stehen nunmehr in der Dalebene des mittleren Sereth. Ihr Vorgehen wird durch die gürrstige Witterung gewadert. denn der lange heiße Soninrer hat das sumpfige Dervain aus beiden Ufern des Sereth nahezu völlig ausgelrocknet. Weitere russische Niederlagen unabänderlich! Stockholm, 10. Ang. Wie der Vertreter des „Rußkoje Slovo" mitteitt. habe Körnilow für die ttebernahme des Oberbefehls zehn Bedingungen gestellt, nach deren Erfüllung er eine Reorganisation der Ärmtze für möglich hält Einstweilen seien jedoch weitere Niederlagen rächt zu vermeiden. Kerrnjskis Strategie geht >zunächst nur daraus aus. das Material zu retten. Die Neuordnung ioürdc unter eiserner Disziplin erfolgen. Das neue russische Kabinett. . „ 10. Aug. Der Petersburger Mtarbeiter des „Corriere oella Sera" meldet, daß das neue russische Kabinett abermals nur als Uebergangskäbinett zur Lösung dringendster Fragen betrach- ttt werden könne. Die Maximattsten verursachten bereits aus rreuen Wegen Umtriebe und gäben offen ihre Abneigung gegen die neue Führung zu erkenrreir. Unter dem Vorsitze Rodziankos soll eine Plenarsitzung der Tnmaabgeochneten stattgefunden haben und der Beschluß zustandegekommen sein, das neue Kabinett zu uMerstutzen und die gesetzgebende Versammlung dem Wunsch der Regierung entsprechend erst rm Dezember (nicht September) einzuberufen. Mordanschlag auf Kerenski. §)aag. 10. Aug. Aus Petersburg rvird gemeldet: In Petersburg wurden drei Männer verhaftet, die Kerenski ermorden wollten sind Mtglieder einer geheimen Gesellschaft, welche die Ermordung Kerenskis beabsichtigt. Einer der Verhafteten erklärte, Oer BoIschewicki-Partei anzugehören. „Rnßkoje Slovo" stellt jedoch fest, daß mes nicht wahr sei, sondern daß zwei der Männer Lockspitzen sind und einer von ihnen ein bekannter Agent der zaristischen Geheimpolizei ist. Lloyd George gegen einen jungslavischen Staat. r ^ bN f, 11. Aug. (L.-A.) Nach dem Pariser Journal sprach sich Lloyd George entschieden gegen die serbische Bitte aus, die Entente möchte die Errichtung eines jungsttwischen Staates in ihr Programm aufvehmen. Eine englische Anleihe. Lvndon, 10. Aug. (Reuter.) Das Unterhaus nahm rn zweiter Lesung eine Vorlage an, die die Regierung ermächtigt, eine Anleihe bis zur HÄ-e vvn 250 Millionen Pfnnd Sterling aufzpnehmen. Frankreichs Getteid e kn ap pheit. -7 * H Aug. (L.-A.) Ein Ersuchen des Seinepräfekten, Paris und Umgebung bei der Brotvetteilung zu begünstigen, mußte die Regierung entschieden ablehnen, weil Die Ernte Frankreichs selbst hinter bescheideTwn Erwartungen zurückgeblieben ist. Die Kämpfe in Ost-Afrika. Berlin, 11. Ang. „Jvnrrral de Geneve" vom 9. Aua schreibt, in Ostafrika sei eine bttttige Schlacht geschlagmi, die die Entente als unentschieden bezeichne. Man könne nicht umhin, den sett drei Jahren von ihrem Baterlande getrenn- teir deutschen Kvlonialtruppen, die noch, immer wiederholten Anstürmen trotzten, Anerkennung zu zollen. Die Direktion des Lichtspielhauses. Bahniiofgtrasse 34, erlaubt sich, Ihnen ergebenst mttteilen zu dürfen, daß am Dienstag, den 14., Mittwoch, den 15., Donnerstag, den 16. und Freitag, den 17. August der ehemalige KampMeger (jetzt 5kriegsbeschädigter) Herr Jsk. Ssiar. Haykemper Borträge halten wird, über 5975 unterstützt durch zirka 100 treMich aufgenommene Lichtbilder. Weitere milttäramtliche Films gelangen noch zur Ausführung. Habe größeren Transport ginftrjtaeitte u. Fcrktl von Montag mittag ob zu verkaufen. Hun»taili78,U. 04918 Kinder-, Sportwagen, Kinder- bettzt. z. verk. 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