Nr. m Erstes Blatt W. Jahrgang Ter Niesten« Anzeiger erscheint täglich, außer Somckags. — Beilagen: Gietzrne r Kamittevdlatter; Nrelrbleü für den «reis Siesten, vezugrprei;: nwnaÜ. 1 Mk., oiertel- ftlich 3 Mk.-. durch ihole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 3.— viertel- jährll auSfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: ;imnq112 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. XX6S6 Mittwoch. 8 . August s 4 sr eneral-Mzeiger Vankverkehr: Sewerbeban! Siesten sür die Schristleimug112 Verlag,Geschästsstellebl — - rid)tcn*anjei 9 et®t«jen. Zwillingrrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Unio.-Bnch- u.Stcinöruderel n.Lange. Schrislleitttttg. Geschäftrstelle » .Druckerei- dchulstr.7. Annahme von Anzeigen f. die Tagesnmumer bio zum Nachmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pi., für auswärtige Anzeigen 25 Pi., b. Plat',Vorschrift 30 Pi., für Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrist90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land.Verinischtesu.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck sämtlich in Gießen Russische Stellungen nördlich Zocsani er (WTB.) (Amtlich.) Großes .Hauptquartier, 7. August. eftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupp recht. In Flandern war die Kampftätigkeit der Artillerie vorübergehend in einigen Mschgiitten lebhaft. Im Trichter- felde kam cs mehrfach zu Zusammenstößen von Erkundungs- abteilungen. Jur Ärwis lag starkes Feuer auf den Stellungen zwischen Hulluch und der Scarpe. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vorstöße vldentzmgischer und württembergischer Sturmtrupps in die Schlucht von Bcssy (nördlich der Strafe Soissons) und bei Berry-au-Bac all der Aisnc brachten uns Gewinn an Gefangenen und Beute. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leopold von B apern. Die Lage ist unverändert. F r o n t d e s G e n e r a! o b e r st e n Erzherzog Josef. Im Sereth mW Suczawatal wurde kämpfend Boden gewonnen. Auch im Gebirge ging es trotz zähen fe:ndl:chen Widerstandes vorwärts. _ s Erneute rumänische Angriffe am Mgr. Easmulm und beim Kloster Lepsa (im Kutnatal) brachen verlustreich zusammen. Heercsgrllppe des Generalfeldmarschalls vo n Mackensen. Im örtlichen Angriff stürmten preußische und bayrische Regimenter die russische Stellung lwrdlich von Focsany. 1 3 stO G efangene , 1 3 G c s ch ü tz e und zahlreiche Gra- öenwaffen wurden cingebracht. Mazedonische Front. Keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiermeister L u d e u d o r f f. * Der Abendbericht. Berlin, 7. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen und Osten bisher nichts von Bedeutung. grundsätzliche Gegnerschaft wird," so fährt er fort, ,/die Sozialdemokratie aber so wenig wie bisher daran hindern, die Taten der Regierung objektiv zu würdigen, sie :n dem zu bestärken, was ihr nützlich erscheint, um sie in schädlichem Tun desto entschiedener zu bekämpfen." Mit anderen Worten: da der Wind des Parlamentarismus noch nicht weht, so segeln Scheidemann und seine Partei mit einem andern. Auch die rauhesten Befürworter einer anderen Staatsordnung können in der Atmosphäre, die Hindenburg mit unseren Heeren geschaffen hat, keine Butze zucken und Donner rollen lassen. Wenn der neue Kurs die Klippen und Minen einer falschen Friedenspolitik meidet, könnten wir das gute Wetter behalten bis zum Bölkerseste. da „Pforten sich bauen aus grünen Zweigen und in allen Straßen der muntere Reigen ertönt". Wir haben: jetzt wirklich wieder eine Ruhepause in der inneren Politik bekomnne'in Selbst in den Blättern der äußersten Linken merkt man nicht viel von einer Opposition Laue Sommerlüste und ein mäßig bedeckter Himmel, geium wie es augenblicklich in der Natur ans schaut — und Fruchte können wachsen und Saaten reifen. Wettenkundige Politiker sorge:: sich gegenwärtig nicht mehr so lebhaft iun inner- politische Windrichtungei:, wie es noch -vor ein paar Wochen der Fall war. Die freie Luft an unseren siegreichen Fronten hat auch die Depression im Innern abgeschoben, y:er herrscht Vertrauen wie dmt. In der erleichterten La«, also ber oürtftiqem Wetter, hat der Reichskanzler Mtchaettv das Reichsschiff wieder slott gemacht. Er hat, ganz als ob wer rn ruhigen Zeiten wäre::, seine Ministerien erneuert, hat sich seine Mitarbeiter ausgesucht, ohne dabei ängstlich aus dav parteipolitische Barometer zu blicken. Es, lassen sich gegen die von ihn: Erwählten keine andere:: Emwendungen Vorbringen, als daß sie dem Volkswissen noch unbeschriebene Blätter sind, die von der Parteien Gunst tuiS Haß jetzt noch wenig geschüttelt werden. Wird gegen den neuen^Präsidenten des in seinem Wirkungsbereich vergrößerten KmegVernah-- rungsamts, v. Waldow, vorgebracht, das; er ein konservativagrarisch gerichteter Mann sei, so kann doch Niemand strgen, daß darin ein „System" liege. Denn sem Unterstaatssekretar Dr. August Müller ist Sozialdemokrat! Gerade ^Pdieser Ernennung sind einige 2 lnmerkungen von hoyem ^nter»se, die der „Vorwärts" dazu macht. Die „Tagt. Rundsch. l c«e daran erinnert, daß August Müller ftrnerzett al^> Redaktesr der sozialdemokratischen Magdeburger „Volksstimme t^gen Majestätsbeleidigung verurteilt worden sei. Dazu schreib^der,,,Vm-wart^:^^ me bic „Volksstimm-" ' eine "lmrmlose Anekdote erzählt, in der geschildert lourde, wie cm Mo na ul) seinem Sohne den Gebrauch eines, derben Worten ab- acwühueu will. Im Aerger darüber, daß dieses Erzuliungswerk dauernd mißlingt, wendet bmrnbrc gefrönte Vater das verpönte Wort aus den Sohn selbst an. Die Geschichte wurde als eine Anspielung auf den Kaiser aüsgefasst, und Miller der die betr. stummer als verantwortlicher Redakteur gezerckiuet hatte, wurde m vier Jahren Gefängnis verurteilt, spater meldete sich ein anderer Redakteur, der frühere Reichstagsabgeordnete Ulbert Schmidt, als der eigentliche „Schuldige", der m Abwesenheit de^. Müller das wirklich ganz harmlose Gesch-ichtchen :n das B5att gebracht T>atte. Scksimidt erhielt drei Jahre Gefängnis, die ec verbüßte, um bald daraus den freiwilligen Tod unter den Rädern der Eisenbahn zu suchen. Müller wurde nach 4\2 'uo- naten aus dem GefänMis befreit." Der Vorwärts fügt hinzu, daß, trotzdem die Ernennung eines „vorbestraften" sozialdemokratischen Redakteurs zum. Unterftaatssekretär erfolgt sei, noch viel zu tun bleibe, um Deutschland zu einem Land wirklicher Gesinnungsfreiheit zu machen Für den „Vorwärts" steht es fest, daß die neue Regierung, so lange oder so kurz sie im Amte bleiben mag, die letzt e deutsche Beamtenregierung gewesen sein muß". „Diele Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 7.Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vellmltbart: Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen erstürmten deutsche Truppen nördlich von Focsani starke russische Verteidigungsanlagen: es wurden 1300 Gefangene und 13 Geschütze eingebracht. An der oberen Pntna scheiterten schwächere gegnerische Vorstöße. Auf dem C a s i n u l u i -Berg erschöpfte sich der Feind abermals in heftigen, opferreichen Angriffen. Unsere tapferen. Verteidiger warfen ihn durch Gegenstoß und in erbittertem Handgemenge immer wieder zurück. Nördlich von Gpergpo-Toelgves bemächtigten wir uns mehrerer russischer Verschanzungen jenseits der Grenze. Unser Vordringen bei Gurohumora gewann bei Ueüerwindung zähen feindlichen Widerstandes weiteren Raum. Sonst nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Aus dem Fassaner-Kamm südöstlich von Eavalese brach ein italienischer Vorstoß in unserem Feuer zusammen. Das feindliche Bataillon flüchtete in wilder Auflösung. Am Jsonzo ließ gestern der Geschützkampf wieder nach. Balkankriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Wien, 7. Aug. Aus dem K r i e g s p r e s s e q u a r t i e r wird gemeldet: An der Tiroler Front erhöhte Artillerie - und Fliegertätigkeit. Im LNftkampfe bei Arsiero schossen unsere kühnen Flieger zwei feindliche Apparate ab. Unsere Ar- tillerie entzündete ein Mrmitionsmagazin am Monte Majo und zerschlug mit ihrem zielsicheren Feuer ein augreifendes feindliches Infanteriebataillon südöstlich von Cavalese. In Rumänien haben unsere Verbüiweten. über Focsani verstoßend, die Orte Ziuslea, Strejescu. die Eisenbahnstation Punta Seaca und Jvanaesti überschritten. Sie stehen am Austritt des Sereth aus dem Gebirge in die Donauniederung. Im Men Ringen gewinnen unsere Truppen am Oberlaufe des Sereth und seiner Nebenflüsse Bistriea, Moldova und Suczawa Raum. In Albanien zwang einer un serer Marineflieger ein feindliches Flugzeug südwestlich der Vojusamündung zum Niedergehen. bei Loos, Lens, Mericorrrt und Drocourt heftiger. Mehrere Patrouitleniunternehmungen wurden erfolgreich durch- geführt. An der Aiswefront holten am Morgen des 6. Angnst Stoßtrirpps ohne eigenen Verlust nördlich der Bessy- Schlncht Gefangene rmd Maschinengewehre aus den fran- zösischeir Gräben. Westlich Reims wurde den Franzosen abermals ein Teil ihrer Eroberungen ans der April-Offensive entrissen. Am Morgen des 8. Angnst setzten wir uns hart iidlich des Aisne-Kanals in Kilometer-Breite in den feindlichen Graben fest und hielten sie gegen mehrere Gegenstöße. Das hier erbeutete Material war erheblich. Beiderseits der Maas war am Nachmittag des 6. Angnst die Ar- tillerietütigkeit rege, besonders auf der Höhe 304 und deni Toten Marrn. Jir der Gegend von Esnes ivurde im Handgranatenangriff eine starke französische Patrouille vbg?- wiesen. Im O st e n haben sich die Russen zwischen Dnjestr und Pruth zu. hartnäckigem Widerstand gestellt. In der Bukowina dauert der Vormarsch der Verbündeter: beiderseits der Suczawa an. Starker russischer Widerstand wurde chördlick: der Moldawa gebrochen und die Höhen nordöstlich Frosinnl sowie die Höhe 868 nordöstlich Warma im Sturm genommen. An der Bistritza wurde Lungern besetzt und die Libie der Verbündeten bis Boroa vorgeschoben. vie Kämpfe in west und Ost. Berlin, 7. Ang. (WTB.) Me reichlich abgenützten Redensarten über die gewaltigen Kriegsmittet der Abliier ten, den ungeheuerlichen MNnitionsanftvand, die glanzvolle Tätigkeit der Tarrks und Flieger und die Tapferkeit der Infanterie, die sich in den englisch-französischen Funksprüche:: hänfen, sollen die Welt über den s ch w e r e n M i ß erfolg des flandris chen Angrif fs hinwegtänschen Französische und englische Berichterstatter rühmen überschwenglich die Wirkung der Tanks; vergesse:: aber hinznzu- sügen/daß 25 Panzerwagen der angreifender: Geschwader vernichtet wurden. Die üblichen Herab setz nnge:: der Kampfkraft und Moral der deutschen Truppen fehlen gleichfalls nicht. Wenn aber, wie der Funksprnch Lyon vom 6. Angnst vormittags behauptet, unter • (Änwirknng des Kners der AMierten die denikche Infanterie ihre Stellungen bereits am 18. Juli fluchtartig geräumt haben soll, so ist es doch verwunderlich, warnn: der, wie der Berichterstatter des „Berl. Tagebl." mitteilt, bereits für den 19. Juli geplante große Angrift unterblieb und warum, als man sich an: 31. Juli endlich Mm Angrift enftchloß, dieser anffallende Mißerfolg eintrat. Bei den angeblich abgeschlagenen deutscher: Angriffen handelt es sich um bekanntgegeber:e Vorstöße deutscher Stoßtrupps im Trichterfeld, die den Charakter rein örtlicher Ünterr:ehmnrnken und Erkundungen: trüge::. Die Engländer verhielten sich auch am 6. Angnst an der ganzen Angriftsfront ziemlich ruhig. Anch> das Artrl'leriefeuer ging über die übliche Stärke r:icht hinaus. Es wuchs zu größerer Heftigkeit lediglich südlich von Dix- mniden und an der Küste an, wo es planmäßigen Charakter am:ahm. IW Artois war das Artilleriefeuer vorübergehend Der Kaiser an den Reichstagspräfidenten. Berlin, 7. Ang. (WTB.) Bei der Gedenkfeier des Renhs- tags vm 4. Angiyt ist an der: Kaiser ein Hnldignngstelegramm abgcsandt worden:, auf das folge'^ ' allerhöchste Antwort einging: Exzellenz Rcichstagspräsidem u aem'pf, hier. Hohenzollernstr. 8. Empfangen Sie Meinen herzlichsten Dank für den Hnld:gnngs- grnß, mit den: Sie bei der Gedenkfeier arr: 4. Angnst 1917 namens tcrc Vertreter der verschiedenen Stände und Berufe der einmütigen Und r:n e r s chüt te r l i ch e n Entschlossenheit des deutscher: Volkes Ausdruck verliehen. Der Geist, der vor drei Jahren ir: unvergeßlicher Weise aus der Tiefe cher Volksseele hervvrbrach und unser Volk zu der: ungeheuren Leistungen: dieses Krieges e:r:tr !jH: auch henrte noch unter ryrs fort. Er berväfhrt 'sich, wenn noch in dieser: Tagen unsere todesmutige.:' Käinpser unter der Führung großer Feldherren 'nnerchörter Angriffe Herr genrorder: und wenn in der Heimat troy Sorge ::nd Entbehrurrg jo mannhaft durchgebalten und so zielbervußt und erfolgreich gearbeitet rv:rd, wie es Mir soeben in dem' treuen, zu neuem Leber: erblühlenden Ostpreußen: ent-- gegengetreten ist. Ich Gedenken an: die in dre: schweren Jahren be'ivährte und gestählte Kraft unseres Volkes bin: Ich sicher, daß cs ern:st, aber furchtlos und sieghaft, innere MeiNungäverichicden- heiter: willig überw:ndend, ausharrer: wird bis zu einen: Frieden, der die El;re und Größe mrseres Vaterlandes und seine sichere nnd glückliche Zukunft verbürgt. Eine Ansprache des Kaisers an sein ungarisches Regiment. Budapest, 6. Aug. (WTB.l „Pesti Hirlap" berichtet über den jüngsten Besuch Kaiser Wilhelms beim 34. Jnfcmterie- Regmrent in Kaschau, da- seiner: Namen trägt. Der Kaiser erschien m Begleitung des Armeekommarkanten Generalobersten: v. Böfstn- Ermolli, des Generalmajors Bardolff und des Fürsten Füchten borg. Dar Kaiser verlieh mehrerer: Ossizieren m:d Vcannschaftsxechönen Auszeichr:ungen, die in Anwesenheit der Kaisers verteilt rvurden. Sodann hielt Kaiser Wilhelm an die vech'annmelte Mamlschast eine Ansprache. Er sagte u. a.: „Vierunddreißiger! Bor zwe: 'Jahren bei der Wiedereroberung Lernbergs rvar ich Zeuge der schweren Känupfe des Regiments, und bald nach ^meinen: damaligen Besuch tan: die Nackmcht von dem glücklicher: Stuchn.aus d:e L>>sa Gora. Mit der gleicher: Tapferleit und unerschritterliche:: Ausdauer kämvsen auch die an: Jsonzo liegerrdei: Teile de? Regiments. So wie E'.^er erhabener Kriegsherr in treuen: Einverständnis mit den verbündeten Hn-rschen: an >der Spitze der die Welt beherchchenden Armeen steht, so kännpst ihr gemeinsmi: in irmigster Waffm:brüderschast in der Reifle der verbürrdeten Arniren." Ter Kaiser schloß: „Es lebe der König! Es lebe das Vaterlarü»!" Me letzter: Worte smack' Kaiser Will-eln: nngachsch, wodurch er jubelnde Begeisterung erweckte. Offiziere und Mannschafter: nahmen die Ansprache mit brausenden: Hochrufen aus. Koeveß zum Feldmarfchall ernannt. C ze r nowitz, 7. Aug. iWTB. Mchtamtlich.) Mr Kaiser hat durch allerhöchstes Handschreiben den: Generalobersten Koeves zum Feldmarsck>all ernannt. Russischer Bericht von: 6. August: Westfront: Westlich Brodv schlugen wir unbedeutende Angriffe des Feindes ab. Nordöstlich von Ezernowitz in her Gegend der Dörfer Teporoooe und Barnadze ergriffen unsere vorgeschobenen Abteilungen die Offensive, erstürmten eine Reihe von Höhen und warfen den Feind auf die genaünten: Dörfer zurück. Eine Abteilung des Obersten Merkulow, die aus Topo- hovce vorging, bemächtigte sich in einem gläuzenrden Angrift einer Batterie von vier Geschützen und erbeutete Masckstnengewehre. Darauf begann der Feind mit starken BerbÄ:den eine Ofsen-i ftve und zwang unsere Truppen, sich auf die .Hauptstellung zurlick- züzieheu. Ta cs uns nicht möglich war, die erbeuteten Öst-schiitze mitznuwhmeu, wurden diese unbrauchbar gemackst. Südlicl» von Ezernowitz entfaltet der Feind vor allem in der Gegend des Sereth- und Suczawa-Dales eine Offensive, wo er unsere Truppen zurückdrängt. Die Dörfer Glhbocke, Lamenka, Nolischinetz, öadik Falva und die Stadt Radautz ivurdcn vom Feinde besetzt. Ber- fu«l)ie, den Feind in seinen: Vorgehe:: in der Ofegend norbnvstlich voir Radautz aufzuhalten, batten kein günstiges Ergebnis. -- R u n: ü n i s ch e F r on t: In der Richtung mff K i m p o l u:: g »rückt der Feind weiter vor. Infolge der Unzurierlässigkeit mehrerer 'wfferer Abteilungen lvurden wir gezrvungen, ein lvenig nach Osten zurückzulveickien. Mr Feind ging bei Brostcheni über das Bistritz-Ufer über. K a n ka s u s f r o n t: Nu verärgert. Flugdienst^: In der Nackü zum 5. August niachten unsere Flugzeuge eine Streife über der Eisenbahnstation Baranowitschi, wo sie Bomben ablvarfeiu Einige trafen, wie festgesbellt wurde, den Bahnhof. Die tage fit Rußland. Das neue Kabinett KerenSki. Petersburg. 6.!Aug. (WTB.) Ateldung des Reuterschen »NDMr s: Das Kabinett ist umaebildet worden. Ke- venski der Ministerpräsident. ist zugleich Kriegs- mtb Marine- MMtter. Havinhow i,t Direktor des Kriegsministeriums, Le- vede w Direktor des Atari neniinisteriums, Nekrasow behält das F iuanzpotteseuille als Vizepräsident des Ministerrates bei. Ter eschstschenkow ist Mimster der auswärtigen Angclege-n Heiden. Petersburg. 7.Mg. (WM. Nichtamtl.) Meldung der Petersburger Telegrvphen-Agentur: Das Ministerium setzt sich svlgeudermaßen zusammen: Ministerpräsident, Kriegs- und M arinemm Über Kerenski. Geschäftsführer im Kriegsministerinm Sawinkow, Geschäftsführer im Marineministerium Lebedew. Finanzen Nekvcpow, der beauftragt ist de» Ministerpräsidenten im Tulle ^ der Abwesacheft zu vertreten, Geschäftsführer im Finanz- nmnsterrum Professor Bernotzki, Inneres Awksentiew. Aeußeres a.Mtchtschenko, Post mü> Telegraphie Mkrtin, öffentlicher Unterricht der Akademiker Oldenburg, Justiz ZaroudTty. öffentliche Hilfeleistung Esvemow, Staatskonttolleur Kokoschin, öffentliche Arbeiten >Aurenew, Prokurator des Heiligen Spnods Kattaschew. Strafverfolgungen. . Amsterdam. 7. Aug. (WTN. Nichtamtlich.) Der „Times" wrrd aus Petersburg vom 5. August berichtet., daß Kerenski bttohlen hat, Protski und Lumarcharski wegen Mitschuld an den letzten Unruhen zu v-erhaften. Admiral Merderewski, der öor einiger Zeit verhaftet wurde, wird wegen der Veröffentlichung militärischer Geheimnisse verfolgt. General Gurko steht unter der Anklage, mit dem ehemaligen Zaren einen Briestvcchsel unterhalten zu haben. Bestarabien. Bern, 7. Aug. lWTB.) „Petit Partsien" meldet aus Petersburg: Angesichts der bevorstehenden .Wnferenz zwischen der vor- Läuffgen Regierung und den ukrainischen Ab>ie ordne reu benachrichtigte das Komitee Bllsarabiens die vorläufige Regierung, daß, Bessarabien sich> der Einverleibung in die Ukraine Wider setze und die Autonomie verlange. In der Militärkonferenz in Kiew wurde unter dem iBorsitz Kerenskrs u. a. beschlossen, baß die Truppen sich töten lasten, nicht aber zurückgehen dürfen. Französische Blätter über die Lage in Rußland , deutschen Volk zu zeigen, daß es für nichts anderes als die nationale Verteidigung kämpft. Chinas Kriegserklärung. n 6. Aug. (Pripattel.) Die „Assoeütted Preß" berrchtet aus Peking: Der Präsident hat Donnerstag den einstimmigen Beschluß des Kabinetts gutgeheißen, Deutschland und Oesterreich-Ungarn den Krieg z>u erklären. 8eekrieg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin, 7. Ang. (WM. Amtlich) Neue U-Boots- Erfolge im englischen Kanal nnd Atlantischen Ozean: 23 500 Brutto-Registertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „City of Morence" (53W Donnen) mit Leder, Kartoffeln und Früchten von Valencia nach London, sowie drei bewaffnete Dampfer, von denen einer aus Sicherung herausgeschossen taurbe. Ein versenkter Vi-ermastjchoner hatte Petroleum von New Aork nach Le Havre geladen. Der Chef des Adm.ivalstabes der Marine. Ber u, 7. Mg. (WDB. Nichtamtlich.^ Die Lage in Rußland wird von der französischen Presse mit wachsender Span- wlrng verfolgt. DLan verl)eimlicht sich nich:. daß die in der Nachtsitzung am^3. August erzielte Einigung nicht das Ende der Krise b^euÄ'. „Demps" führt aus, man habe schon oft gesehen, daß in Tfhfö'xnb eine schwere Krise für dar Augenblick beschwichtigt sei, daß sie aber später mit alter Starke wieder ausflammc. Man wlirde Rußland nnd der übrigen Entente keinen Dienst erweisen, wenn inan die Lage nicht betrachten würde, wie sie tatsächlich sei. Eine Natron, die ihre Freiheit nicht disziplinieren könne, gierte der Niederlage entgegen. Die Hervorhebung dresser bitteren! Lehre solle man auch in Frankreich bedenken. Es sei immer traurig, von Bundesgenossen belehrt werden zu müssen. „Echo de Pari s" fragt, ob sich die vorläufige Regierrmg von der mrordeutlichen Born rund sttxrft der Volksgenossen und der Armee werde befreien können. Bon der Beantworrbung dieser Frage bange das Schicksal Rußlands ab. „L ' H eu re"' erklärt, Kerenski mäste übermenschliche nstreugnugen mache»!, um Rußland zu verteidigen. Augenblick- lich sei vahec die Hauptsache für die westlichen Alliierten, nur E sich selbst zu rechnen. Nur die Westmächte könnten den Sieg erringen. England und der U-Boot-Krieg. Bern, 7. Aug. lWTB.) „Daily Mail" bemerkt in einem Leitartikel, datz die britische Handelsflotte seit An sang Februar 600 Schiffe verloren habe. Das Blatt erörtert den Bau von neuen Schiffen, die ihrerseits wrederum zu ihrer Zeit versenkt werden. Der einzige W-g, die Tauchboote zu schlagen durch den Bau neuer Schiffe, bedeutet, das; man sich bereit macht, geschlagen zu werden, wäh- rard der Krieg doch nur dadurch gewonnen werden kann» daß man den Feind schlägt. Zwei Jahre versuchten wir es nunnnt der Defensivtakttk gegen die Tauchboote. Diese Tak- ttk rst heute bankerott. Der Kommandeur Bellairs wies neu- Ilch nach, daß sich etwa zehntausend Fahrzeuge der Alliierten gegen eme Anzahl deutscher Tauchboote zu wehren ver- sucyM, die vermutlich zu keiner Zeit 70 bis 80 übersteigt. Das Krwgskabinett und die Nation müssen sich die Frage vorlegen, ob diese Defensivtakttk fortdauern soll, bis sie einen vollständigen Zusammenbruch herbeigeführt hat, oder ob sie emer anderen Platz machen soll, solange es noch Zeit ist. Die Marincleitrmg Englands. London, 6. Aug. (WDB.) Die Admiralität "gibt be- rarrnt, daß der König die Wahl des Vizeadmirals Sir Rofechn Wenyß zum zweiten Seelord als Nachfolger des Admirals Srr Cecil Burney, der für eine So über aufgabe Verwendung firrden soll, genehmigt hat. Lloyd George und die englische Arbeiterschaft. r er ^Ern, 7. Mg (WTBI Hier eingetrvffene englische Blätter wffen erkenmn. daß die im Ausland verbreiteten Berichte über ore Rede Llohd Georges im Unterhanse am 1. August den folgenden bedenpamen Satz unterdrückter»: „Lassen Sie mich zum Schluß sagen: Ich »nöchte wohl wff^n. ob )Ä)es Mitglied dieses Hauses das Exvlosivmaterial wahrnrmmt, das um uns her ist." » "Ä.Hört, hört.' ausgenommene Satz leitet den letz- wn Der! der Rede ein, in dem Lloyd George das .Haus förmlich beichwort, mcht den Rücktritt Hendersons zu verlangen und bezeichnend aus ruft. Wenn wir ansangen, un-z auszulösen nnd emepn wettvollen Kölleben ruich dem andern in die Arme derer wetten, die für pazisisttsche Ziele kämpfen, dann verzweifle ich wirklich an mgerem Siege." Der Grund, warpm Lloyd ffleorge w nachdrücklich daraus besteht, gerade den einflußreichen Arbeiter- Mhver Henderson im Kriegs Kabinett zu behalten, crklätt sich ab- ge'el^en von den Rücksichten auf Rußland, daraus daß der' Genannte Vermittler zwischerr der hrittschen Regierung und dem immer ungebärdiger werdenden A r b e i t e r t u m ist. In einem kürzlich veröffttitlichten Berichte der acht Msschüsse zur Fest- mtimg der (vrimde der Unzusriedeirheit der Arbeiterschaft lieißt es: Me Regierung muß svfvtt nachdrücklich heilende ÜRaßnahmen vrgreiwn. wenn die tvachsenden Gefahren weche dtie für die siegreiche Beendigung des .Krieges arbeiteichen Industritti jetzt be^- dtt.,hen, abgewendet werden sollen. Lloyd George dürfte diese .«fahren im Sinne gehabt haben, als er von Explosivmaterial tvrach Frankreichs Ansprüche auf das linke Rheinuser. , Verlin, 7..Aug (WTB. Nichtamtl.) Wie aus emem Leit- «ttikel des „Avanti vom 5. Mguft hervorgeht, werden die auf- ftl>e nerregenden Enthüllungen des Reichskanzlers Michaelis Ä»er den Geheimverttag Poincarös mit dem Zaren, der , Frankreich Ge b i etsan sprü che a u f da s l i n ke Rheinufer zuticherte von der Zensur in den Eiitenteländern unterdrückt. Juex -Avanti" schreibt, er wolle nicht im Hinblick auf das ^nannte Völkerrecht über den französischen Vertrag disku- tteven. kvan dejsen deultche Volksstämme, deren deutsche Ab- svamnruna Niermurd beztveifeln kann, twm iNutterlande losgerissen )«rd«i .ollen, um gegen ihren Willen einen sogenannten Puffen tchat zu mlden, und schließt wörtlich: Wir müssen feststellen daß die Regrerungen der Entewe nicht mir in schttstlccheii Verträgen ißXLoan auch in mündlichen .Kundgebungen über die Kriegsziele der dewlchen ffa&mw glämache ASAeise lieferten, um dem Am dem Kelche. Der Reichskanzler. Berlin, 7. Aug. (WDB.) Das ,,Mlrtärwo-chenb.lattt" meldet folgende Rangerhöhung des Reichskanzlers: Michaelis, Haupttnann der Reserve, zuletzt xm Reserve- Leibgrenadier-Regrment „König Friedrich III." (11. Brmr- denburgisches) Nr. 8, ist unter Verleihung des Charakters als Oberstleutnant mit der BerechtiMng zrum Tragen der Uniform des genannten Regiments bei den Offizieren ä la suite angestellt worden. Berlin, 7. Aug. lWTV.) Der Kaiser empffng heute nachmittag 4Vs Uhr im Schloß Bellevue den Reichskanzler und die neu ernannten MitttsLer und Staatssekretäre. —- Zur gestrigen Abendtafel beim Kaiserpaar war der Retchskanzler geladen. Der Kaiser hörte heute vormittag den General,tabsvortrag und empfing später den Feldmarschall Erzherzog Friedrich .Der Erzherzog war zur Frühstückstafel geladen, ebenso der österreichisch-undarische Botschuster Prinz HohPrlohe mit Gemahlin. Der Kanzler und die preußische Wahlrechtsreform. Berlin, 8. Aug. Die Konserenzen des Reichskanzlers mit den Fraktionsführern des Mgeordneten- hauses find laut „Loballanz." gestern fortgesetzt worden. Für die sozialdemokrattsche Fraktion würbe der Abgeordnete Hrrsch-Charlottenburg empfangen, mit dem sich der Kanzler des längeren über die Wahlrechtsftage unterhielt. Der Kanzler erklärte, daß er die Vorlage bald ernbringen iverde. Nach dem sozialdenlokratifchen Vertreter wurde ein Mitglied der polnischen Fraktion enipfartgen. UnterftaatSfekretär v. Stumm über die angebliche Potsdamer Verschwörung. E>aag, 7. 2lug. (WTB. Nichtamtlich.) Der Berliner Vertreter des .^Holländisch Nieuwe Bureaus" hatte folgendes Interview mit dem Unterstaatssekretär des arrswärtigen Amts v. Stumm: Ich machte heute dem Unterstaatssekretär im Aus- ^HD'^üen A»M, Herrn v. Stumm, daraus aufnrerksam, daß die „^.imes" leinen Namen in besondere Beziehung zu dem K r o n r a t brmgt, rn dem angeblich am 5. Juli 1914dasUltima- 9.* 11 Serbien festaelegt und der Krieg gegen Rußland befchlojseri worden sein soll. Der Unterstaatssekretär sagte nur: Nach meinvr Rückkehr aus Wien, wohin ich den Reichskanzler begleitete, ist mir die betreffende Meldung der „Times" vorgelegt worden, .^a) habe daraus in meinem 'Lagebuch nachgesehen und fest- gestellt daß ich am 10. Juni 1914 Berlin mit Urlmcb verlassen habe und ettt am 12. Juli in Berlin wieder emgetroffen bin. Schon diests Detail zeigt, welcher Wett den phan.tasievollen Erzählungen des „Dimes"-Kvrrespondenten beizumessen ist. Als vor einigen Wocheii in dem Hauptausschuß des Reichstags der Abgeordnete Cohn mit den Behauptung^ hervortoat, die anscheinend den Mitteilurigen des Gewährsmannes der „Dimes" in erster Linie zugrunde liegen, wies ich dieselben sofort zurück. Trotz des Demeirtts der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hält aber die „Times" an ihren Behauptungen fest und bestreitet die Richtigkeit der Erklärimg, daß die deutsche Regierung bei der Massung des, österreichischen Ultimatums an Serbien nicht mitgewirkt habe. Au, Grund meiner genauen Kennttns der Vorgänge vor Ausbruch des Krieges bin ich w der Lage, das Dementt der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in vollem Umfange zu bestätigen. Die deutsche Regiettmg hat von Anfang an den Standpunkt eingenommen, daß die Auseinandersetzung rrcit Serbien über die durch den Näord von Serajttoo geschaffene Lage ausschließlich Sache Oesterreich-Ungarns sei. Hätte Rußland denselben -Ä-twippunkt eingenommen so wäre es nicht zum .Kriege gekommen. Deutschland hat demgemäß auch nicht an die österrefthisch-mraattsche Regrenung das Ansuchen gettchtet, an der Wsafsung des Ulttmatums an Serbien mitbeteiligt zu werden nnd hat darauf keinen Einfluß irgend welcher Att ausgeübt. So steht es mtt den Enthüllungen der „Times" über die Potsdamer Verschwörung und ihres früher in Berlin tätigen Korrespondenten. Das Blatt NorthclisseS bleibt sich selblt nur treu. - Misstrauen und der Haß gegen Deutsckstand in der ganzen Welt zu ichiiren, lvar die Mfgabe. die sich schon in den langen dem Kr reg vorausgehenden Friedensjahren die „Times" und die ihr geptesvcrirandleu englischen Organe gestellt lwtte, die ich Ihnen nicht zu nennen brauche. König Ferdinand in Friedrrchshafen. Friedrichshasen, 7. Aug. (WTB.) Nach crmtlick>er Bekarnttmachrrng tteffon morgen Vovmittag König Ferdinand von Bulgaren, Kronprinz Boris nnd Prinz Kyrill von Bulgarien zum Besuch d-es württembergischen Königspaares aus Schloß Friedrichs Hafen ein. dem Kriege in erster Lime dafür sorgen, daß der Geburteirttkckgms, straft nur zum Stillstand kommt, sondettr daß eine Zunahme erntrrtt. ^Grundbedingung für die techmscherr Fortschritte und Leistungen m ^ er _? ö 5rifatioit ist es, daß die Arbeiteffchaft, besonders deren! wertvollster Teil, sich in zufriedenen Verhältinssen befindet. Wenn Uuzmriedenheir hcnrscht, leidet nicht nur die Q.üalität der Arbeit, die Quantität der Produktion, es entsteht auch in den Werkstätten erne Unruhe, die es dem Fabritationsbeamten unmöglich macht, sich frei Fortschttttsarbeit in dem Maße zu widmen, wie es notweifdiK Üt, um me Führung in dem industriellen Wettkampfe zu behalten. Tre Wohnungsfrage spielt aber im Leben eirres jeden Menschen! bme so außerordentlich wichtige Rolle, daß die Industrie das mrerte Interesse hat, sich dieser Frage anzunehmen ntib dafich zu sorgen, daß wenigstens ein Teil ihrer Arbeiter, besonders der, auf dessen Leptungew sie in erster Linie angewiesen ist, auf diesenr Gebiete eiu zufriedenes Dasein führen kann. Alles was ern gutes Verhältnis zwischen Arbettgeber und Arbeitnehmer fördern Bann, alle3 was dahin führt, daß bei entstehenden Meimrngsverschiederv- herten einer ruhigen, sachlichen Llustragung vor einem unübiev« legwn momentaneil Entschlüsse der Vorzug gegeben wird, ist im Jüteresse beider Teile. % 1 ? <1 ^ €r doraus hin, daß der Bau von Angestelltew- Arbetterwohnungen durch die Arbeitgeber voir beiden Seiten! abgelehnt wird, von den Arbeitgebettl iramentlich de^alb, weil ffe daber zu große Mittel >estlegen müssen. Eine geeignete Form meten nach seiner Ansiclü die gemeinnützigen Banges n o ss e n s ch a f t e n und ähnliche Gesellschaftsformen, wvnrit wohl ore ge m ernnützigen Bau- und Siedelungsgescll- "r i'f 11 öcnteiitt sind, welche aus stärkere Beteiligung det dem osfentllchen Recht angehöttgen Kassen rechnen föimtit. Diese ge- mermnnbiQen Unternehmungen seien auch in der Lage, bei Ver- gemmg der Wohnungen sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch meienlgen der Arbeitnehmer zu berücksichtigen, zwischen diesen VUtereisen^ affo vernnttelnd einzuspttngen. .Die Erhaltung und Förderung der Wehrkraft unseres Volkes' — Ichlleßt v. Siemens seine Ausführungen — muß imsere vov- nehmste Ausgabe nach dem Kriege sein, und alle Maßnahmen auch bmfichmch des Wvhilungsiveseiis nrüffen biefeit Gesichtspunkt int äuge behalten. Die Jndusttie wird sich dieser großen nationalen! Uusgabe nicht entziehen, sondern wie bisher so auch in verstärktem: Maße snr die Zukunft nntarbeiten, Hand in Hand mit den Behür- den und Pttvaten Organisationen zi,m Wvhle des Gmrzen. vttrr durch harte Arbeit und eiserne Pflichterfüllung wird sich das deut- . fche Volk auch nach ernem siegreichen Kttege seine alte Stellung in dec Welt, seinen alten Wohlstand wiedererttngen können: um so mehr muß ow soziale Wohlfahrt ausgleichend wirken, damit die aufs äußerste angesp:rnnteii Kräfte nicht versagen, damit Licht und Luft gleichmäßig verteilt lverden im großen neuen Wohnhause, dem new befestigten deutschen Vaterland. • Amtliche Personalnachrichten. Der Grohher- zog hat am 4. August den Lehrarntsassessor Ernst Büttner aus Vutzba^ zum Oberlehrer cm der Real- und Landivirtschaftsschule m Groß-U mstadt, und den Lehramtsaffessor Ludw. Pöpperling Els Mainz zum Oberlehrer an deni Realgymnasium Darmstadt mrt Wirkung vom 0. AiuMlst ds. JA. i schs-Preußischeu Eisenbahngemeinschaft vom 1 Ana. ds. Js. an eruanrst. u ^ b Ob st verkauf. Im Hofe der Obstvetteilungs- B^v.iidplatz 3, kommen Aepfel in beliebigen Mengen zum und in den Martrlauben auch wieder Himbeeren, das Pfund 40 Ps., chwre anderes Obst. < euererklürangen. Vbatd}* einer Bekannttnachkung der Veranlage mg s kornmissw-n^i sind die nach den geietzlichon Bestimmungeii vorgeschriebenen St-euererklättmgcn in den Landgemeinden der Finaiizämter Butzbach, Gießen, Grimberg imd Himgen spätestens bis I. September l. Js., in i Butzbach, Gießen wid Grünberg spätestens bis zuni 1 Oktober l. ^s. emzimeichen. Außer een zur Abgabe von Stemu-- erklarungen Verpflichteten ist jeder Steuerpflichtige berechtigst, dirrch freiwillige Abgabe von Steuererklärungen z!u emer den Wirklichen Eftikominens- und Bermogensverhältnissen elttsprech,enden Bemnlagnng beizutragen. In der jetzigen Zeü, wo rnf-olge des Krieges in sehr vielen Fällen die Einkommens- und Vermögensverhältnisse wesentliche Uendenimgen erfahren haben, empftehlt es sich> dringend, von der Möglichkeit der srerivilligen Steuererklärung in erhöhtem Maße (Gebrauch zu mächeii. Tie hiesige Handwerkerberatüngsstelle steht den gewarbe- treibenden Mitgliedetti des Bezirks v erbandes Gießen der O rtsg ewer be v e rein e sowie deii Handwerkerfrauen in den Mittwoch imd Sonntag von 1—2 Uhr im Gewerbehause (Kirchstvaße 161.) stattftndenden Sprechstunden gerne zur BerffiguNg. r ^^*^EgewerblicheBetriebsz.ählungam 15. August soll den ^>taiid des deutschen OKwerbes um die Zeit des 15. 2luguft rn, einigen Punkten verglichen mit dem Stand vor .Ktteasausbttich, erfaiieu. Die Zählung! erfolgt durch Zählbogen, welche den Ge- werbetteibenden durch die beauftragten Zahlpersouen zu gestellt werden. Die angeordnete Zählung dient kriegswirlscyaftlichen Zwecken von höchster Wichtigkeit. Es ist daher vaterländische Pflicht, ledes Entgegeiikonrmen- zu zeigen, und vor allem den Zähl^igen: auf das sorgfältigste aus^usilllen. Steuerzwecken biertt die Zählung nicht. Widerwillige und Säumige werden nach §18 des Hilfsdicnst- lwsttzes streng bestraft. Wer den Zähllwgen nicht selbständig aus- zufmlen oennag, ziehe den mit der Zählung in dem bettesfendemt Bezirk Beauftragten zu Rate. Der Zählbo>reii ist bis zum 15. Aug. auszufüllen, da die Abholung bereits am 16. August begrmit. Eine ausführliche Anleitung Mm Ausfflllen des Zählbogens ist im An- zer gen teil unseres heuttgen Mattes veröffentlicht. Eine Erhö h u n Berliner Satzigwß Händler Ans Stadt nnd CatiO, ließen, 8. August 1917. Die Bedeutung der Wohnungsfrage für die Industrie. Unter dieser Uebersckwift veröfferttlicht Generaldirektor Karl Fttedttch von Siemens-Berlin in der „Bauwelt" einen Attikel, m dem er hervorhebt, daß die Jndusttie an einer günstigen Ätt- wrcklung der Wohnungsverhältrrisse ein großes Interesse habe. Aus den sehr interessanten Ausführungen seien hier einige besonders tvichtige wiederqegeben: Der Verfasser schildert die bisherige Tätigkeit der Jndusttie in der Schaffung guter Wohngelegenheit für ihre Arbeiter und Angestellten. Das Rückgrat jeder aufblühenden mechanischen Jndu- ttte ist die Arbeitersck-aft und ganz besonders die gelernte Arbeiterschaft. Wir in Deutschland t>aben den großen Votteil, auf dem zum erl)eblichen Tell unsere industriellen Effolge in der Welt ausgebaut sind, daß wir über einen großen, fleißigen und tüchtigen Stamm von Facharbeitern verfügen. Die Industrie bat das allergrößte Interesse daran, daß wir diesen Borsprung behalten, und daß dre Lücken, die der Krieg in die Reihen der Faä>arbeiter gs- schlagen lwt, möglichst bald tvieder ausgchlllt werden. Die Wöh- uungsftttsorge sprelt darin unzweifelhaft netten anderen dringend ooVve»üü«N Maßnabmen eine deüeitteÄde Rollp. Wr uMcu «ach der Salz preise in St cht! Dis - -ereiniMng teilt folg-endss mit: Infolge der erheblich gestiegenen Kosten für Kohlen, Löhne usw.. chwie die ani 1. Atvgust in Kraft tretende Kohlensteuier von 10 v. H. imd die Frachterbölpmg von 7 v. H. haben sich die Salinen gttwtigi gesehen, mit Gelttmg vom 1. dtugust ds. Jls. ihre Preise zu erhöhttu Demzufolge rvird auch die Berliner Satzgroßhändler-Vereinig.m.-, die Salzpreise entsprechend in die Höhe setzen müssen. Damit keine unvern.il nftige ^alzhamsterei eilffetzt, sel niitgetM, daß die Erlsti- tzmrg des Salzpreises durchaus Leine Saltzknappheit bedeutet. . ** Der Städt. Arbeitsnachweis besindet sich jetzt Mst-Anlage 31. Mit dein Arbeitsuachioeis ist der Wohnmigsnach- >Wis verbunden. Die Hilfsdienstmeldestelle Gießen befindet sich jetzt West-Anlage 31, Siehe Bekanntmachung. ** Land sturm rolle. Die im Juli 1900 geborenen Land- sturmpflichtigen der Stadt Gießen müssen sich am '15. August d. Js. vottu. von 8 bis 12 und nachm,, von 2 bis 6 Uhr im alttu Rathaus am dRarktPlatz 'zur Landsttirmrolle melden. Siehe Be- La'nntmachupg. Im Cafö Amend findet heute abend Kvnzett statt. ** Das Kreisblatt Nr. 135 enthält Bekalmtmachungcn über Arbeitsnachweise Berkchr mit Obst, Kohlen für Rustinlgs- indlustrie, Kohlen, Milzbrand in Queckborn, Verordnung über den Verkehr mit Leim und Biltterversvrlkimg der Nsthtselbstversorger. Landkreis Gießen. -s- Be r s r o d , 7. Aug. Muskstte.r ükmcl Ge r ha rd, in ein«n! Jinfaitterie-Regrmttrt im Westcur, erhrelt das Efferlie Kranz Hefter Klasse. Gefreiter Ludwig Hainbach nnrrbe »mit Ibtteroffftzier de- fördett. — Aus unseren Trifden komNven jetzt die Ehamvig- nons, in den Wälde m Pftfferlinge ' Ewrschwänrme> irud Stein. Pilze zrnn Vorschein. Etwas später folgen .Krauser Ziehbart inid Rover Hirschschtvamw. Einige Dorffamtlieu habon die Scheu lwr Pilzen übeiwuirdeu und genießen sie kn „öicqueCSfecu" als ferne Zugabe. liniere russischen Holzfäller ftrCcEcu iljrc Kost täglich imt Pilzen, dabei Arten olme Nachteile verzehrend, die uns dirrcliaus nicht als einwandfrei gelten. Damit findet sich bestätigt, nxil mündlich, Ueberli-tterung versichert, daß die Russen 18L3 "'zJ Schaden verzchvt haben. ** , 8. Der MkMtter. der. wie 6tmt3 WitgeteUt. am ‘-xrm^ttig drei entfloheite uuftisch« Kriegsgefangen« liest-genonunen hat. liertzt Heinrich M-eker, nicht Becker. LJ Lun g-Göns, 7. Arng. Dem Oberstabsarzt Dr. M oitit, Lohn des wtftaxcbemQt Lehrers Mcyrn baljuer, wnche das Eiserne tbceui, erster Klasse verLelien. Die Hessische TapserkeiLSmeo aille und das Eiserne Kreuz zweite Klasse erhielt er bereits früher. — kDent Gardisten Karl Herbei wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. .Herbei ist der Sohn des Lagerarbeiters Frrebr. Wvll Herbei. ltz Leihgestern, 8. Aug. Der Wehrmann Karl Schnei- ^ [»«1 einem ÄrÄlerie--Negt. im Mesten. wurde zum Gr fr eiten nt und ihm ine Tapserveirsmedaiile verliehen. — Der Lehrer Jstuug erhielt das KriegS-Ehren-eichnl. Kreis Schotten. B. Herchentzain, 7. Aug. Hier hat der neulich gemeldete A^ovchdurchfiaK zwei inerttve Opfer unter den Kindern gefordert. Dte vörigerl VorfühtsWaftvegellr find getroffen, um einer weiteren Ber- hhLeppun« der furchtbarear ErkocuiLrirg vorz'irbeirgen. Kreis Friedberg. --- Friedberg. 7.'-Aug. In der Nacht zum Sonntag wurden die Kartoffeläcker des Weichenstellers Braun und des Bor- Arbeiters Billasch von Kar to ffel räubern schoer hcim- Ügesncht. Es aekrng der Polizei, die Tater auf dem Bahnhof fest h!»m«hm-en ' " '' ** ~ JC "" oa "~“ i " * Ui ~~ Diebe sin! Griesheim a. M., Gortenstraße 26. dre 23iährrge Jol^anna^Flet- scher, (^jaiesheinl. Bahnstrache 13. und die 20jähnge Lwphie Hammer, Griesheini a. M. Gattenstvaße 26. Das Diebsquartett ddar eigens mit dem Nachtzuge noch hier gefahren, um Kartoffeln! Ku stehlen. Der angerrchlete Schaden ist sehr erheblich, da die Diebe auf einer Fläche von 60 bis 70 Quadratmetern sämllicl-e Büsche mrsgerisstv hoben. . ^ Kd. Bad-Nauheim. 8.ßbrg. Morgen abend findet un Konzerthaus ein Richard-Wagner-Abend der Kirrkapelle butter Leitung von Hofrat Professor Hans Windersteiir statt. W tonlinlarc zur AuMbrung: die Vorspiele zu „Die Feen", „Flre- gender Holländer'". „Meistersinger von Nürnberg", mtd zu dem Bülwenweihsestspiel „Parsifal". Ferner befinden sich im Programm das „Waldwebeu" ans Siegfried. „Wotans Abichied und Feuerzaüber" aus Walküre und der „Eharjveitagszaul'er" aus lParsifal. ^ „ - Vilbel, 7. Aug. Unter eigener Lebmsgefaln' rettete der 12 jährige Schicker Döricht einen vierjährigen Knaben ans der Mdda vom sicheren Tode. Starkenburg und Rhnnhefsen. = Diob«rg . 7. Mgurst. Im nahen Eppertshausen stöberte itbi dort arbeitender krvegsgejangener Franzose zwei Russen, die! von ihrer ArbeitsAllle entflohen waren, aus. na hur sre fest und ^rte seine ehemaligen „Mliierten" stol^ der Bürgermeisterei zu. Kreis Wetzlar. = Krofdorf, 7.Arm. Der 14jährige August Stork geriet in das Rädenvcr? einer Maschine und lmrrde getötet. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M.. 7.IAng. Wegen des Mangels Ml lGasmessern steht die Einführung eirres Gasein heitspreisesj von cmw 15^/2 Pfg. für das Kubikmeter in Aussicht = Frankfurt a. M.. 7. Aug. Die langwierigen Berlxvrd- klunanr zwischen den zusbändigeil Amtsstellen Hessens und des Re- Mruirgsbezirks Wiesbaden über erne ansreichende G« müseVersorgung der nnssautschen Städte aus Hessen haben rn den letzten Tagen zu einer erneuten Besprechung geführt. In dieser Konfe- «nz wurde vvrlÄckig beschlossen, das; Hessen die Perpflichtung über- mrmmt. die Märkte des Regierungsbezirks Wiesbaden in einem, sest- HeLogten Umfange mrt Gemüse zu versorgen, wogegen die nassaui- scheu von Entserrdung von dlufkäusenl nad) Hessen 'übstand nehmen. Ueber die Menge dos zu liefernden Gemüses stellt Hessen bestimmte Erschlage in D-sstcht. Sollte,! die Berpandlungen aber scheitern, so ist mit BestimnrttEN zu erwarten, das; der hessische Beri'anbschein verschwindet und die Freizügigkeit AschpienLrrvg die Maiirwasserkrärte durch Errichtimg von Wasserkraftwerken mr den 3 Stcükstnfim nutzber zu machen zuud eine elektrische Ueberlandze'ttrale vom Main bis zur Weier (Edertalsperre) zu errichten, wird auch während der .Kriegszeit ge- arbeitet Dem ZÄerStage des Kreises GÄnhansen lag in seiner 'letzten Sitzung der mit dem preußischen Staate abztuschlitzend« Wertrag über die Entnahme von Elektrizität aus den Wasserkur st- werken dos Mains vor. Dem Abschlüsse des Vertrages Erde zugesftmmt. Beteiligt an dem in Aussicht genommenen Ber;or- Auuasqebiete sind die Städte -und Kreise ^Hanau, Gelnhausen. Schlüüsteru, Fulda und Hünfeld. Herangezogeck sollen ruxl) loerden z>ur aushilfsweisen Benutzung Kraftwerke des Weser quellgebretes. so der Edertalsperre, infolgedessen <£uiz grotzzügig angelegte elektrische Ueüerlandzentr-ale ml Entstehen begriffen ist. ra. Vo,;der Dill.7. Aug. In einer allen Renteivechnung von 1444. die im Wiesbadoner Staatsarchiv rulst. finden sich interessante Belege über eine hochentamckelle Fabrikatton von Hinter- ladegeschützen int Industriegebiet des DiMales und Siegerlandes. Danach stellle .Herborn solche Geschütze ans Schnlledeeisen nn ungefähren Rohgewicht von 550 Pfund her. während man im nahen Siegerland die Stücke im' selben Gewicht aus Eisen gotz. Da der Gutz von Gesehützen aus Eisen bis 1444 bislang einwandfrei nicht nachgewiesen ist. so gQvinnt die durch besagte Rechuung urkundlich belegte Hersbellmig gutzeiseruer Geschütze im Dilltal und Wetter aufwärts wesentliäien Wert, umsomehr, als auch genaue Nach weste über Löhne, verbrauchtes Material, Formgerätschafteii usw. geiuhrt weeden. Hcrboru lieferte in dem genannten Jahre 26 Kanonen an die Dyiiasten vwi Schleiden, erwähnt wird weiter die Entsendung eines Herboruer GefchühfchnriedeS ebendahin, der die Anfertigung der Geschützrohre aus Eifeler Eisen Mi Ort und Stellie in die HMio nehnieli sollte. Erst der 30 jährige .Krieg machte dieser interessanten Industrie int alten Nassauer Eisengebtvt ein Ende.. vermischte». Landsberg a. d. W., 8. Aug. (B. T.) Die hiesig- Strafkammer verurteilte einen Bäckergesellen, der in Arns- Walde einem Psetdehändler 150000 Mark gesiohlen hatte, zu 10 Jahren Zucksthaus. Witlerungüvericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Vorwiegend trüb. Zeitweise leichte Niederschläge. KchLQ * Eine neu« Bergbahn in der Schweiz. In der SckriwleiK Wurde in der lltzürear Woche eine neue, soll lMigckn geplame Bergbahn dem Betrieb übergeben. Es ist di^Schölleneu- L-ahu. die Gös-äMi-cn ^md Andernratt durch die Schlucht der allen Touristen tel’criurten Tenfi-lsbrücke verbindet. Berests sert L-ertigstielluug der Mahnen von Furka und Oberalp war dnse neue Linie geplant, di« die genamrtwn Linien Irenzt mw mit dem Gotthard verbindet. Die Ausführung soll, nach dein Journal des DdbatS. haupstächlich dadurch verzögert n«rben 'ein datz nran darin eilte neuer lickte, unliebsame „Mvdernisierunq" der chatur erblicken nullte. Jedenfalls lvird aber di« Bal)n den.Wrnterspvrt- lern in der Schweiz gute Dienste leisten können. * Haferreis, ein neues Nahrungsmittel. Die Oesterreichische Kriegsgetreidevestkchrsanshalt wird binnen turznn wirrer dem Rainen „HaferveiS" ein neues Kriegsnahrungsmtttcl in den Hmidel bringen, das mll dem ReiS eine g-wisse r.ehulm.iiett hat und dabei von den Mängeln frei ist, die den bislang aus Hafer hergestellten Nahrungsmitteln Mlhasteu. Hafer wird trotz seines hohen Nährwertes und leiner leichten Berdanlichkeit bei uns in viel gerftigeiem Maße zur menschttck-en ErnälwiMg herangezogrn als beispielslvei.se in Ltcrndinavwn, England und den Be rem. Staaten. Während des Krieges hat die Verwendung von Hafermehl, gequetschtem Hafer und Hafergrütze zugenommen, iedoch nurchen sich die Hülsen meistens recht unampmchtn bemerlbar. HaserrerS besteht nim iveber aus gemahlenen noch> aus zerquetschten Körnern, sondern das Korn wird ganz gelasserr und ähnlicl?. ime Reis behandelt, wie der ..Pvometheus" mlltellt. Zunächu ivird der Hafer g«tvocknet und geschult, dmm werden di-e Wrner geschlissen wodurch die unter der Hülse sitzende feine Haut entfernt wurd. und schllestlrch durch Poliereil von den archafpmdeu seinen Mehlstüubäsen besrert. Dre Wfülle des Schäl-, Schleift und Poliervorganges werden als Viehfutter verwertet. Die Schreckensherrschaft der französischen P io ft. Unter den imanchörlickien Klagen über den sranzösrschLN P^stbetrieb erregte jüngst die folgende, von L'Oeuvre mttgeteilr« Befibiworde großes Aussehen: „JÄ gehe aus dre ffZost legevrd- nuugsi.iemätz alle möglichen Perfonallmsiveste vor mrd gebe endlich ein T^egramm mst. Das Telegramm wird auä) übermittelt, doch imrb 'dabei der Text durch Weglassung eines und Verstümmelung eines anderen Wortes volKommen unverständlich, also wertlos geniacht. Ter Empfänger sendet mir das Telegramm zurück, ich gehe wieder' zur Post und fordere den Beamten auf, es mit dem ihin seinerzeit übergebenen Originaltext zu vergleichen. Ter Beautte sucht das Mamiskript hervor, und nran freut sich bereits darüber, daß er tatsäcklrch den Fehler der 'Lost fesstÄllt. ^ sagt der Beamte plötzlich: „Es mach: 50 Centimes!" „Jawohl." erwiderte ich, 50 Centimes, die ich zu bekommen habe!" ..KeineÄvegs. ^rese 50 Centime müssen Sie nachzahlen." rmd lächelnd zeigt mir der Bemnke eine Stelle in den Posworschristen. wo es hertzt: „Für die nachttägliche Vvrzwpmg eines Delegranrmttttes smd 50 Centimes zin enttickten." An einer anderen Ltelle der Polt- vegeln lese ick^ Hann: „Für falsch übermittelte Telegramme kann die 'Vost nickll veranttvortlich genvackst werden." W«rn die französisch« 'Von sich irrt, nruß also der Bürger Strafe zahlen. . . Letzte 2Tadbricf?teit* Ein amerikanisches Zeugnis für Deutschlands ünbefies- darkeit. Berlin, 8. Aug. Nach einem vom 26. v. M. datierten Telearanrin arrs Wafhingtt>it an die „Morning hot. der firachrichtendienst der „Associated eine für Amemka sensatimrelle Meldung arrs der BundeShairptstadt 6^.o^cht- welche unter der anrerikanischen Bevölkerung grwtze Erregung hervorgerufen hat. Sie besagt, daß ore des amerikanischen Expeditionskorps in Frankreich feyr pessimistisch über die nrilttärische Lage an den Krieqv- niinister berickchet haben. Die amerrkarnftche Regierung und die Militärbehörden hätten daraus die UeberMiguarg gewonnen, daß es unmöglich sei, den Krieg vor ISIV ya vc* erchen, vielleicht auch danii nicht ennnal. Der mitttarrsme Zusanrmenbruch Rußlands fei vollständig, die deutsche front uneinnehmbar. Deutschland könne, nacktem ^Kußtarid ein für allemal ausgeschreden sei, Truppen iwn DN fort* nehmen und seine Linien int Westen noch mehr stärken, uno dre Alliierten rieben sich in Frontalkämpfen auf, dre doch vergeblich sein müßten. Der neue Gouverneur von Petersburg. Bern 7. Aug. „Mattn" meldet aus PettrÄiurg, Generü Aasylkowskl), der Gvurvrrrein des NttlllcllLq.sttiktts ^Petersmrrg. habe Presse verttetern erklärt, er beabstchtlge, täc Regvrung >mt aller Macht zu unterstützen und energi,ch gegen RevoluttvUV- versuch von rechts oder links zu kärnpfen. ^ein e er ste Tat wer e sein, alle in Petersburg befindlichen Truppen sofort an die Front zu schicken, da sie in Petersburg durchcms unnvttg seren. Die Freiheit der Ukraine. B e r l in . 8. Aug. Nach Ruskoje Slowo hat der ukrainische Kriegsminisler befohlen, allen ukrainrschert gruppen zu erklären, daß der deutsch-österretchstche Vormarsch die Freiheit der Ukraine und die Revolution mit Vernichtung bedrohe, und sie aufzurufen, an der russischest Front für ote Freiheit der Ukraine zu kämpfen. — Dieses plumpe Manöver wird bei den ukrainischen Soldaten kaum Erfolg haben. Die ukrainischen Soldaten werden sich selbst sagen können, daß die Zentralmächte keine Veranlassung haben, dre Freiheit der Ukraine zu bedrohen. England und die Stockholmer Konferenz. Berlin, 8. Aug. Wenn sich auch bei einem grvßen Teil der englsichM Ärbetterschast eine heftige^ Opfi^itton gegen die Stockholmer Konferenz geltend macht, so ward doch nach verschiedenen Blättern mehrfach angen'omiE, daß hex dem bevorstehendest Kongresse der englischen Arbeiterpartei die große Mehrheit für Stockholm stimmen werde. Der „Vorwärts" bespricht das Wachsen der Friedensbewegung unter den eiiglischen Arbeitern und meint, diejenigen Unterhausnntglieder seien schlecht beraten gewesen, die der Ansickft der souderbaren Brüder Hugo Hao.se und sttorthclisie folgten und die Friedensresolutton des Rerchs- tags mit einer üblichen Geste abtaten. Auch die iGernnanra schreibt: Trotz aller Warnungen vor den deutschen ^ntr^ gen läßt sich der Friedensgedanke weder in Esigland, noch in Frankreich melxr zurückhalten. Wenn die Regierungen to: Bewegung nicht Rechnung ttageu wollten, dann würden dre beiden Länder Rußlands Beispiel nachahmen Unter diesen Umstäliden inöchte man natürlich lieber die Revolution in Deutschland ausbrechen sehen und prophezeie sie bei reder Gelegenheit, weil man gern glaube, was man wünsche. Kriegslieferant Amerika. Haag, 8. Aug. (B. T.) Wie Reuter aus Washmgwn meldet, habe der Krieg sindustrierat beschlossen, daß die Alliierten dieselben Vergünstigungen wie Amerika selbst betm Ankauf von Kriegsmaterialien erhalten sollten. Hollands Brotration. H a a g , 8. Aug. (B. T.) Het Volk meldet, daß die Brotration in Holland demnächst erheblich verkleinert werden werde. FE.STS N Großes Lager in » Damen-Strümpf en Kinder- Strümpfen Kinder-Socken Herren-Socken Ferner: Fttßlins© zum Ansetzen an Socken und Strümpfe. 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Essenbahn-Zugführer im 55. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Lina Stehiing. Giessen (Hammstrasse 12), den 8. August 1917. Die Beerdigung findet Freitag um 3 1 /, Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. aSSr s Georg Veifh, Schreiner im 72. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Maargaretbö Veith. Gießen (Bahnhofstr. 62), Darmstadt, Leipzig, Gaulsheim, 6. August 1917. iTT^ ie „„ Be S rdi ? U ' 1B „ fin J det l reitas ^ de ? 10 - August, nachmittags 4 Uhr von dei Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. M3J8 Einf.,dopp.u.au:erikan. Buch fiili rang “bieüögraphie. tertiinen- §! sdireiben, alle flandelslädier lehrt gründl. durch geprüfte Lehrkr. u. Garantie ein.sich.Erf olges Hermes Lelir-lnstitut GieOan, Bahnhofstr. FuhrSeistisngen jeder Art übernehmen Hellmold & Flank. 04721 Tel. 858. Danksagung. . Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme der dem Hmicheiden unseres lieben Sohnes und Bruders, sowie die zahlreichen Blumeu- sveadsn und die trostreichen Worte des Herrn PfatrerS Kmeper am Grabe sagen wir her-.- Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Schnepp nebst Angehörigen. Krofdorf, den 8. August 1917. lichen Dank. Kochlü-Vereill Gießev Uh Umgegelli». Zur gefl. Beachtung! O- Kartoffel-Bestellausweise für die 33., 34. und 3o. -t^oche igulug vom 13. August bis 2. September) sind u^uchltch m den BerteilungSsie llen abzugeben ' Lei srugzeitlg'.r ^lblieserung der Zluswepe sind wir in der für genügend Kartoffel zu sorgen und die Abgabe w 'f Verbraucher gut vorzubereiten, wodurch da^ lange Warten vermieden wird. ’ m.ir- 1 !? ^ichtmitglieder können die Kartoffel-Bestellaus- weise m unseren Berleilungssiellen abgeben. 5902 Ter Vorstand. Heute frisch eintreffend: Portio ns - Schellfische empfehlen Gebrüder Berdirx Telephon 231. L373 Bekanntmachung. Verknus m UAeil- uni Äiten= NtzkllMell! onf lei LllhiisjiöMege. Don der diesjährigen Winrerfällung sollen folgende Mengen 3 m lcknge Fichten- und Lärchen- Nutzknüppel auf dem Subniissionswege verkauft werden und zwar FichLen-Nutzknüppel: 84 5 Nm. I. Kl. (über 10 cm Zopfstärke) und 37,7 Rm. II. Kl. (bis 10 cm Zopfstärke) und Lärchen-Nutzkuüppel: 27.5 37m. I. Kl. und 3 97m. II. Kl. Bon den Lärchen-Nutzknüppeln sitzen 27 Nm. in der Forst- wartet Langd und 3,5 Rm. in der Forstwartei Stornfels. Bon den Fichten-Nutzknüppeln sitzen 55.5 Rm. in der Forstwartei Ulfa, 37 Rm. in der Forstwartei Rainrod, 15 Rm. in der Forstwartei Stornfels und 14,7 Rm. in der Forstwartei Langd. Die Nutzknüppel sind mit Rinde eingesetzt und zum Teil dürr und etwas angestoßen, weshalb es sich empfiehlt, das Holz vor Abgabe der Angebote erst einzusehen. Kaufliebhaber werden ersucht, ihre Gebote, mit deren Einreichung sie zugleich die in Hessen üblichen Snbmissionsbedingungen anerkennen, verschlossen und mit der Aufschrift „Submissions- Holzverkaus" versehen bis zum 15. ds. Mts., vormittags 10y 2 Uhr, an uns gelangen zu lassen, zu welcher Zeit deren Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgt. Die Bietenden sind 3 Wochen an ihre Gebote gebunden. Nähere Auskunft erteilen der Gr. Förster Zimmer zu Ulfa, die Gr. Forstwarte Meyer zu Nainrod, Jakob zu Stornfels, Frank zu Langd, die auch aus Verlangen das Holz vorzeigen, und die unterfertigte Stelle. Eichelsdors, 7. August 1917. Gr. Oberförsterei Eichelsdorf. Walter. .MB Bekanntmachung. Bctr.: Gewerbliche Betriebszählung am 15. August 1917. Auf Grund des § 17 des .Hilfsdienstgesetzes hat das Kriegsministcruim l Kriegsamt) die Vornahme einer ge weroluhen Letriebszäl)lung ungeordnet. Die Zählung soll ^ deutschen Gewerbes um die Zeit des 1v. August 1917 in einigen Punkten verglichen mit dem Stand vor Kriegsausbruch, erfassen. Die Zählung erfolgt durch Zählbogen, welche ben Gewerbetreibenden durch die beauftragten Zählpersonen zugestellt werden, o 6"6^rdnete Zählung dient kriegswrrtschastlichen Zwecken von höchster Wichtigkeit. Es ist daher vater- lanollche Pflicht, jedes Entgegenkommen zu zeigen und vor allem den Zählbogen auf das sorgfältigste auszulullen. Steuerzwecken dient die Zählung nicht. Wider- willige und Säumige werden nach ^ 18 des Hilssdicnst- geletzes streng bestraft. Für die Ausfüllung der Zählbogen bE^uachstehende Anleitung. Wer den Zählbogen nicht lelbstandrg anszusüllcn vermag, ziehe den mit der Zäh- glng in bcm betreffenden Bezirk Beauftragten zu Rate. Z^blbogen i|t bis zum 15. August auszu- luNen, da die Abholung bereits anl 16. August beginnt Gießen, den 7. August 1917. Der Oberbürgermeister. I. B. : E m m e l i u s. Anleitung. . 1. Jeder, auch der kleinste gewerbliche Betrieb, hat einen Fragebogen auszufüllen, auch wenn der Betriebsinhaber allein, ohne irgendwelche Gehilfen oder Motoren arbeitet, ebenso jeder Heimarbeiter oder Hausgewerbetreibende. Desgleichen sind auch die Leiter öffent- lid>er gewerblicher Betriebe (Reichs-, Staats-. Kom- munalbetriebe) zur Ausfüllung von Fragebogen verpflichtet, mit alleiniger Ausnahme der Eisenbahn-, Post-, ^elegraphen- und Fernsprechbetriebe: es sind aber die Werkstättenbetriebe dieser Verkehrsanstalten als Gewerbebetrieb zu zählen. ?■ Jftdj nur um eine Aufnahme des Gewerbes baiwelt, bleibt die Landwirtschaft völlig unberücksichtigt. Selbftveritcmdlich sind gber die der Lcmdwirlschast häufig ungegliederten gewerblichen Unternehmungen wie Brennerei Brauerei Zuckerfabrik, Stärkefabrik, Bäckerei usw. äas, was sie sind, also als Gewerbebetriebe, zu zahlen, \ 3. Der Begriff ,.Gewerbe" ist im weitesten Sinne zu verstehen, insbesondere gehört dahin Handwerk Industrie, Baugewerbe, Handel jeder Art, Bergbau, Hütten, Salinen, Gast- und Schankwirtschaft, auch Hotels und Pensionen, Sanatorien und ähnliche Eirrrichtungen. soweit sie vorwiegend Erwerbszwecken des Inhabers dienen, Nicht aber Krankenhäuser. Lazarette und ähnliche, ganz oder überwiegend WoKsahrtszwecken dienende Einriß tungen, weiter Versicherungsgewerbe, einschl. der Krau- renkapen und Berufsgenossenschasten, Verkehrs- und Drcrnsport - Unternehmungen, Theater-, Musik- und Schaustellungsgewerbc. Fischerei. Gärtnerei, ebenso alle militärischen Gewerbebetriebe. Auch solche Betriebe oder Unternehmungen, wenn auch kleinsten Umfanges, sind aulzunehmen, die nicht genau in eine der vorstehend c»uft geführten Gruppen passen. 4. F i l i a l b e t r i e b e sind stets als besondere Betriebe zu zählen, jede Filiale füllt also einen besonderen Fragebogen aus. genau wie das Hauptgeschäft, das die Anga^n über Personal usw. wiederum nur für seinen Bereich, nicht etwa nock) für die Filialen zn machen hat. Dementsprechend sind z. B. bei Großbairken die Zentrale einerseits und die einzelnen Depositeukasseu !andererseits, stets als getrennte Betriebe zu behandeln. Dagegen füllt beispielsweise ein Warenhaus mir einen Bogen für seine sämtlichen Abteilungen aus: hat es Ö Zimmez Plockstr. 5 clenamc 6-Zimmer-Wohn. i^VLobcr zu vermieten. u203J Rinn. Oit-Anlaae 12. Ost-Anlage 40 Erdgeschoß, fdi. neuzeitl. etn- gerlchlete e-2iM..'^odg.. mit -'Ul'- Badez. n. Garicnant. !-1. Okt.l. F. z. vernn. Oläheres durch 3L Soit-eh Liebigslr. 13. (§leg. ^ l»-Zim.Wovnuna Fremden- und Mädchenzimmer, sow. allem Zubehör, in Mitte der Stadt, per t. Oktober zu vermieten. Näheres bei H. Wallach. 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Einwendungen dagegen rönnen schriftlich oder mündlich während der Offenlegungsfrist voraebracht werden. Zu der beschlossenen Umlage haben auch die Ausmarker beizutragen. Klein-Linden, den 7. August 1917. Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden. Jung. 58S3 Jagdverp-rchtmlä. Dic der Gemeinde Nordeck zustehende Feld- iagd. zirka 1100 Morgen Grundfläche, soll am 1-,. August, nachmittags 4 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten auf 9 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Die Pachtbedingungen haben 14 Tage lang öffentlich ausgelegen und werden im Termin noch, mals bekannt gegeben. Der Jagdvorsteher. Wisker. ,-- >^ItUUILHUl UU-.’, i)JUl tv oiagegen uod) em Zwetggoschäst in derselben Stadt oder m einer unseren, so stellt das .Hauptgeschäft einen Fragebogen aus und jedes Zweiggeschäft ebenso. 5. Kombinierte Betriebe (z. B. Eisengießerei und Maschinenfabrik, Schlächterei und Bäckerei, Kolonial- warenhandel und Ausschank u. n. m.) stellen stets für 'den gesamten Betrieb mrr einen Fragebogen aus. 6. Alle Angaben sind grundsätzlich für den 15. August 1917 zu machen. Liegen jedoch für diesen Tag ungewöhnliche Verhältnisse vor (z. B. Streik, Aus- Zerrung, Betriebsunfall), so soll der Betriebsinhaber die Angaben für -eine naheliegende normale Zeit (also etwa Durchschnitt der zweiten oder vierten Augusttvoche) machen. Für die Angaben, die sich auf die Zeit vor dem Kriege beziehen, ist dagegen grundsätzlich niemals der 1. August 1914, sondern der Durchschnitt der letzten Juniwoche 1914 zu wählen, da bei Kriegsausbruch die Verhältnisse säst überall anormal waren. 5883B Gießen, den 7.August 1917. Der Oberbürgermeister. I. V.: E m m e l i u s. Sftädt. 'Stfrheiisnacfnßeis giessen. Asterweg 9. ES können eingestellt werden: 6889B a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 landwirtschaftlicher Arbeiter, 3 Eisendreher, 2 Elektro- Monteure, 50 Bergleute, 12 Schlosser, 2 Werkzeua- schiosser, 3 Former, ,1 Schmied als Zuschläger, 6 Former und 6 Brenner für Damvfziegelei, 1 Spengler, zwei Schneider,1 Gerbermeister, 1 Lederzurichter, 5 Schreiner, 1 Wagner, 1 L-attler, 4 Buchhalter, 2 Heizer, 4 Erd- arbetter, 4 kräftige Arbetter, 10 Hilfsarbeiter für Eisen- bahn und Industrie, 1 Stütze, 2 Köchinnen, 4 Dienst- madchen, 3 Lauffrauen, 2, Bäcker, 2 Buchbinder, zwei Schnederlehrltnge, 1 Betriebsleiter für Zigarrenfabrik. 1 verheirateter Kriegsbeschädigter für Garten und Landwirtschaft. 2 Hausburschen, 2 Krankenwärter. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: e Knechte. 10 Mechaniker, ff) Feim SeHersweg Sa.UII.St., schöne 4-Zm.-Wohng.m.gr.Bnde-Z., Zentr.-Heiz., Gas, clektr. V, zum 1. Okt. z. verm. Näh. d. S. Wallach, Bismarckstr. 14,11 3 Zimmer ^er. 3-Zimmer-Wohnung per 1. 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Wohnungsnachweis Giessen.^Usterweg^: ES sind zu vermieten: Wohnung von 7 Zimmern, 4 herrschast- ltche Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung v,n 0 Zimmern, 4 Wohnungen von 3Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zlnlmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 5 Ladew raume mit >e 1 Zimmer, 26 möblierte Zimmer, zivei davon nebenelnanderliegend, 6 leere Zimmer, ein größeres Fabrikgebäude, 2 Stallräume mit Burschen- zimmer, 1 Wohnung von 2-3 Zimmern in Bellersheim Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1-8 Zimmern. 1 Wohnung von iÄMl* 118 ”' 2 Ieete 8tau "« ««i-nschiü" Gießen, den 4. August 1917. Anmerkung: Der Arbeits. und W°b„unasnachweidll°. wie die HilssdienstmeldcsteUe befindet sich vom 9. August ab West-Anlage 31. ^ LU mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unter 04863 an den Gießener Anzeiger. _ 2 schön inöbl. Ziinmer mit 2^Bett. u. Küche sofort ges. Schr. Llngeb. mit Preis unt. 04838 an dic Geschäftsstelle d.GießenerAnzeigers. Herr sucht gut möbliertes Zimmer, am liebsten m. v. 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