Nr. 182 Tcr Srchener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen: GieherierLamilltnblütter; Nreisblatt für öen Ureis Gießen. ^ezL-rprels: numatl. 1 Mk., vierteljährlich 3 Mk.; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.,- durch diePo't D!k. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech ? Anschlüsse: sür die Schriitleitrmg112 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrist für Drahtnach- rlchten: Anzeiger Gießen. ^ Erstes Blatt > 16?. Jahrgang Montag. 6. August 191? Postscheckkonto: Frankfurt a.tN. I1b8i» vankverkehr: Gewerbebank Gießen Annahme mm Anzeigen s. die Tagesnummer bis zuntNachmittag vorher. Seilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschnst 30 Ps>, für Reklamen 75 Pf., bei Plstzvorschrist 90 Pf. HauptschAftletter: Aug. Goetz. Berantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtsjaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. ®ccf; Zrvilling§rurid-ru6 u.Verlag: vrühl'sche Unw.-Buch- u.Stetn6ratfercf R.Lange. Zchriftleituüg, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulftr.7. sämtlich in Gießen.' (WTB.) Großes .Hauptquartier, 4. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. An der flandrischen Schlachtfront ruhte auch gestern der Kampf unter Einwirkung starken Regens. Während der Nacht steigerte sich zeitweise das Feuer zu großer Heftigkeit: es fanden keine größeren Angriffe statt. Fm Artois Aieb es bis auf lebhaftere Feuertätigkeit bei HulLuch und Lens, sonne Vorfeldgefechten östlich von Monchy ruhig. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nichts Wesentliches. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Süddeutsche und rheinische Sturmtrupps brachen in die feindliche Stellung südwestlich von Lemtrey ein und kehrten mit einer größeren Anzahl schwarzer Franzosen zurück Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten vonBöhm-Ermolli. Nördlich von C z e r n o w i tz ist die r u s s i s ch e R eichsgrenze überschritten. In vierzehntägigem Feldzüge, der einen ununterbrochenen Siegeslauf der deutschen, österreichisch-ungarischen und osmanischen Truppen darstellt, ist bis jetzt der besetzt? Teil Galiziens außer einem schmalen Streifen von Brody bis Zbaraz dem Feinde entrissen worden. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Die Befreiung der Bukowina macht schnelle Fortschritte. In den sich nach Osten zu erweiternden Flußtälern drangen die verbündeten Korps über die Linie Czernowitz—Petroutz—Bilka—Kimpolung dem weichenden Gegner mich. An der Mo lb a u - F ro n t versuchten die Rumänen wiederum ohne jeden Erfolg, sich durch starke Angriffe in den Besitz des Mgr. Casinului zu setzen. Front des Generalfeldmarschalls vonMackensen Am unteren Sereth nahm die Gefechkstätigkeit gegen die Vortage zu. Mazedonische Front. Keine größeren.Kampfhandlungen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Nrrr in einzelnen Abschnitten der flandrischen Front war der Feuerkampf stark: Angriffe sind nicht erfolgt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Bei schlechter Sicht blieb die Gefechtstätigkeit gering. Arff dem nördlichen AiSne-Ufer bei Iuvinrourt drangen Stoßtrupps niederschlesischer und posener Regimenter in die französisthe Stellung ein und brachten nahezu 100 Gefangene zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Ocstlicher Kriegsschauplatz. Am nördlichen Teil der Front des Generalfcldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern lebte an mehreren Stellen das Feuer auf. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermoli. Bei Brody mrd am Zbrucz kam es zeitweilig zu heftigen Artilleriegefechten. Richtung auf (5hotin sind unsere Truppen durch das Waldgebiet südlich des Dnjestrs im Vordringen. Oestlich von Czernowitz nahmen deutsche und ö st erreicht s ch - u n g arische Divisionen Ra- rancze und den Westteil von Bojan am Pruth. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. An der rumänischen Grenze südösttich von Czernowitz besteht Gefecktsberührung. Fm Suczawa-Tal drängten wir die Russen nach Kampf in die Ebene von Radautz zurück. Wama an der Moldawa ist genommen, die Bistcitza zwischen Lunga und Brostcni ostwärt 6 ü b e r s ch r i 1 t e n. Am Mgr. Casinului blieben auch gestern nc manische Angriffe ohne Ergebnis. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. -p Die Abendberichte. Berlin. 4. Auq., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern Feuerttunpf wechselnder Stärke. In der B u - rowina und im Nordwestzrpsel der Moldau günstige ^»rtschritte. reutzens. Berlin, 5. Aug., abends. (WTB. Amtlich.) Kampftage in Flandern ist unverändert. In der Bukowina sowohl in der Ebene wie im Gebirge erfolgreiches Vordringen der verbündeten Truppen. Es bleibt bei Beamtenministerien im Reiche und in Preußen. Bon der Parlamentarisierling wollen Kaiser Und Kanzler nichts wissen. Die neuernannten Männer in Regierungsstellen des Reiches und Preußens sind znm größten Teil Beamte, darunter zwei Bürgerin erster großer Städte, die sich in die innere Politik des Reiches teilen sollen. Wir sind davon überzeugt, daß z. B. diese Oberhäupter großer Städte als Lenker der obersten Aemter im Staate sicher ein ebenso großes Vertrauen des Volkes genießen werden als erwählte Parlamentarier, die von den in Deutschland so zahlreich und beharrlich auseinänderstrebenden Parteien erkoren werden. Sachkenntnis und Tüchtigkeit haben vor allem andern zu entscheiden. Eine ganze Parlarnentarisierung gestatten die Parteiverhältnrsse bei uns nicht, und eine halbe hat gar keinen Zweck. Es gibt wahrlich noch aridere gediegene Schulen, um in hohe Aemter zu gelangen, als die einer Partei oder des Parlaments. Dazu brauchen ja Abgeordnete von solchen Berufungen nicht etwa grundsätzlich aus geschloffen zu werden, und die neuen Stellenwechsel nennen uns ja auch zrvcn Parlamentarier. Das eine dürfen wir uns alle zum Tröste vorhatten: in bureauiratischer, Volts fremder Abgeschlossenheit kann heute fein Minister oder Staatssekretär mehr thronen. Volt und Parlament werden noch häufiger als bisher in die Amtsstuben hin ein leuchten. Wie der Reichstag in den wichtigsten Lebensfragen des Volkes mehr nnd mehr ins Vertrauen gezogen werden kann, davon haben uns ja die Ereignisse der jüngsten Zeit Belreise gegeben. Auf der anberu Seite stellt auch die Politisierung des Voltes an den Reichstag neue Anforderungen. Die Mehrheiten sind wirklich nicht unfehlbar, und rvenn sich eine Entscheidung hinterher etwa als ein verderblicher Schaden Herausstellen sollte, so darf sich unter Umständen, wie es bisher üblich war, auch das Gewölk der Auflösung und Neuwahl über dem Parlament entladen. Womit nicht etwa vergessen werden soll, daß gegen ein solches Experiment in der Kriegszeit die allerschwersten Bedenken sprechen. -Die neuen Mitarbeiter des Herrn Dr. 'Michaelis im einzelnen zu würdigen, geht heute schwer au. Es genügt, daß sie aus prüsnngs- und arbeitsreichen Sphären kommen und sich als tüchtige Männer vom besten Können bewährt haben sollen. Dem Wechsel rin Auswärtigen Amt hatte, mau mit ganz besonderem Interesse entgegengesehen. Der neue Staatssekretär auf diesem Posten, .Herr v. Kühl- mann, war als Anwärter schon vor einigen Tagen genannt worden imb hatte einen heftigen Streit über seine politische Vergangenheit in der Presse hervorgernfen. Alldeutsche Kreise widerstrebten seiner Ernennung, weil er früher eifrig die Annäherung an England befürwortet habe. Seit 1908 hat er bis zum Kriegsausbruch als erster Botschaftsrat in London gewirkt, während des Krieges ist er erst in Stockholm und Konstanttuopel tätig gewesen, um dann Gesandter tttt Haag und späterhin Botschafter in Konstantinopel zu werden. Auch die holländische Presse bringt es heute zum Ausdruck, daß Kühlmann ein Anhänger einer Annäherung an England gewesen sei. Der „Nieuwe Courant^ gibt eine Aeußeruug wieder, die Kühlmann als Gesandter tm Haag getan haben soll, als Tirpitz und der 'Reichskanzler im Hauptquartier einen Beschluß herbeizu- sühren suchten, der das. Bleiben eines ober bes anderen Staatsmannes im Amte gewährleisten sollte. Kühlmann soll gesagt haben: „Ich bin neugierig, wer morgen krank wird: Bethmann oder Tirpitz. Wird Bethmann krank, daun steht es auch lim meine Gesundheit schlecht." Der „Tdle- graaf" sagt, es sei bezeichnend, daß der Kaiser diesen Staats- mcutu zum Leiter der auswärtigen Politik erwählt, der bis zum Tage der Kriegserklärung die Ueberzeugung gehabt haben soll, daß die Staatsmänner in London nicht daran dächten, Deutschland den Krieg zu erklären. Die Ernennung geschehe offenbar deshalb, weil Kühlmann der geeignete Mann sei, um die Brücke nach England zu bauen. Haben aber die Ereignisse der drei letzten Jahre nicht alles so gründlich umgestürzt, daß die folgerichtigen „Neuorientierungen^ unserer Staatsmänner gar nicht so einfach mit ein paar Redensarten abgetan werden können? Aus einem Saulus kann ein Paulus werden. In der Politik verhält es sich zudem so, daß „Glaube", Liebe oder Haß eine viel kleinere Rolle im Geiste eines Staatsmannes spielen sollen als sicherer Blick für die Wirklichkeit, scharfe Logik der Entschlüsse. Warum sollten wir, wenn England von seiner weltbeherrschenden Stellung gestürzt ist oder gestürzt werden soll, beim Friedensschluß durchaus einen fanatischen Feind des englischen Volkes als Staatssekretär haben? Die Hauptsache ist: Der U-Booü-.Krieg geht weiter. So lange Lloyd George sich noch in Tönen gefällt, wie er sie jetzt wieder bei der Gedenkfeier in London angeschlagen hat, ist eine friedliche Annäherung ja ausgeschlossen. Mit welchen bombastischen Reden umschreibt Lloyd George das Bestreben Englands, das deutsche Reich nickst groß und mächtig werden zu lassen! Er dichtet ihm immer noch Welteroberungspläne an, statt festzustellen, daß Frankreich seit 1871 nicht aufgehört hat, die Revanchepolitik gegen uns zu treiben, ebenso wie es zu den russisch-englischen Plänen gehörte, Oesterreich-Ungarn zu zerstückeln. Unser Kriegsziel ist in der großen Versammlung im Reichstag am Samstag noch einmal kraftvoll ausgesprochen worden. Wir wollen nach, des Reichskanzlers Wort einen „kraftvollen weisen Frieden, damit deutsches Wesen einen sicheren Boden, gesunde und kräftige Entwicklung behält sür alle Zeiten".' Wie ein Rütlischwur klingt dies gegenüber dem Haß und .Hohn der Gegner, die ihre Pläne indessen mit jedem neuen Tag mehr zuschanden werden sehen. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 4. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: O e st l i ch e x Kriegsschauplatz. Feindliche Entlastungsvorst-ßr nördlich des Casinu- Tales und auf den Toelgycs-Paß scheiterten an der tapferen Gegenwehr unserer Truppen. Die Brfreiung der Bukowina schreitet erfolgreich vonvärts. Oesterreichffch-unga- rische Kräfte haben sich nördlich von Umpolung den Neber- g a n g über die neue M o l d a w i tz a erzwungen. Westlich und nordwestlich von Radautz lösen sich die Kolonnen der Verbündeten aus dem Gebirge. Oestlich von Czernowitz stehen wir an der Reichsgrenze, südlich des Dnjestrs wurde diese überschritten. All der Zbrucz-Mrndnng wiesen unsere Sichernngsabteffungen russische Kompagnie-Angriffe ab. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz. Am Rombon-Hang erfolgreiche Patrouillen-Unterneh- men, glgen den Monte Santo sehr- starkes italienisches Geschützftuer. Balkankriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse z u r S e e. In der Nacht vom 2. auf den 8. August haben etwa 16 bis 20 feindliche Flugzeuge die Stadt und den Haftn von Pola mit rund 80 Bomben, darunter viel Brandbomben, belegt. In der Stadt wurden mehrere Schäden an Privat- häusern verursacht, nwbei von der Zivilbevölkerung 2 Personen getütet und 12 verletzt worden sind, darunter hauptsächlich Frauen und Kinder. An militärischen Objekten ist Lein nennenswerter Schaden zu verzeichnen. Bomben fielen auf das Marinespital und den Marineftiedhof. Von Milftär- personen wurden 2 Mann leicht verletzt. Wien, 5. Aug. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des G e ner a l f e l d m a r s ch a l l s vo n M acke nse n. Nichts von Belang. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Nördlich des C a s r n n - T a l e s erneuerte vergebliche russ i sch -rumäni fche Angriffe gegen unsere Gebirgstruppen. In der Dreilanderecke wurden dem Feinde die Orte Brosteni und Holdata entrissen. In der südlichen Bukowina dringen wir über Wama und Moldawitza Watra hinaus. An der Suezawa wichen die Russen über Radautz zurück. Südöstlich von Czernowitz gewannen wir die Grenze. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich des Pruth wird um die Kanrpfftätten der Neujahrssthlacht tttt 7 gerungen. Bis gestern abend war der Feind aus Teilen von Bojan, aus dem Dorfe Rarancze und dem Westhang des Bolzok geworfen. Nördlich des Dnjestt ‘ vielfach erhöhte Geschützkämpfe. I t a l i e n i s ch e r K r i e g S s ch a u p l a tz. Auf dem Mont San Gabriele und auf der Karsthoch- fläche lag gestern nrehrere Stunden hindurch schweres ita 1 ienisches Geschützseuer. B a l k a n k r i e g s s ch a u p l a tz. Nordwestlich von Korcza versuchten feindliche Abteilungen den Bevoli zu überschreiten: sie wurden abgewiesen. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 3. aus den 4. August warfen feindliche Flugzeuge auf Stad, und Umgebung von Pola neuerdings etwa 100 Bomben. In der Stadt wurden einige Häuser beschädigt. Militärische Sch öden sind nicht verursacht worden. Eine Zivilperson wurde verletzt. Flottenkommando. * * 55 Englischer Heeresbericht Vom 3. August, abends: Heute setzten sich unsere Truppen uviebcu int Dorfe St. Julien fest. Nördlich bei Bahn Ppern —RoulerS wurden deutsche Infanterieansarumlungen für einen netten Gegenangriff durch unser Artilleriefeuer zerstreut. Der Faiud konnte seine Angriffe nicht zur Entwicklung bringen. In der Nächst gewannen wir südlich von Hollebeke imd östlich von Monchn ic Preux Gelände. Der Feind ist jetzt von fast allem des von ihm bei dem Angriff in der Nacht gewonnenen Geländes wieder ver trieben. .Feindliche Angriffe wurden nachts nordöstlich von Gvnzean eourt, südwestlich von Fontaine und les Croiselles abgewiesert Abteilungen unserer Truppen stießen erfolgreich in feindliche Gräben südlich von Lombartzyde vor. Am 31 Juli machten die Mliierten 6122 deutsche Gefangene, darunter 132 Offiziere, vom 4. August, nachmittags. In der därcht uabmeu wir den rtbriqen Teil des Schützengrabens westlich von Mönchy le Freux wieder, in den der Femd am 2. August nachts emgedrnngen war. Unsere Stelluitgen gegen die der Feind ant 2. Mrgust in etwa einer Stärke vmt einem Bataillon emgedrungen war, sind wieder ganz tu unserer Hand. An der Front von Bpern drangen die Franzosen östlüü der Schenke von Körte« kamt weiter vor. In der Nacht siel starker Regen. , Vom 4. August, abends ^ , Das Wetter ist andanenr d naß und stürmisch. Wir gewannen weiter Boden nordwestlich St. Julien. Französische Berichte vom 3. August, nachmittags. Line Zeierfitzung im Reichstag. Berlin, 4. Aug. (WTB.) Der Einladung, die der Präsident f Äfrl te Mt mr i>er gesamten Front in Bel- mS» SL u ? b r von Cerny Machten, die Deutschen | läge der unvergeßlichen Reichstag ssitzung Vvml 4 . dluaust 1914 in mrch erner Arttllerie beschießung von äußerster Heftigkeit auf einer die Wandelhalle des Reichstages hatte ergehen lassen r raren viele Faont von ungefähr 1500 Metern heftige Angriffe, die sämtlich Hunderte bm fie“ÄwB § 2 IS*®“«*ÄSS?itSÄ£öS» ÄSifSS ÄS vom 3. August, abends ~ «. _ ReichstagsprüsÄmt Dr. Kaenipf "Deutschen sich unseren Linien zu nähern Feuer " ,,. . , r. xu rt\ . wurden durch unser I die frevelnden Äiigttffe zu verteidigen die Häst und^A^-» scheitert' Stuf Li '"^SLÄ^lÄL^ einon S^-S^nmtiichsch gcgat Unterbrechungeil. * (ß 7 ,— 1 n*nnjv* tuiuu •vju.ijii uu l e » geschmiedet hatten. Was iin Verein mit unsererr ^rkÄ»ü«»m.deutscher Geist, deutsche Wissenschaft und Von der übrigen Front ist nichts zu meü«n. IfcSÖ au? teÄ, Front. A- wl «*Äi(Ä“ÄJS Cerna-Bog«r nahmen >vir mit Erfolg feindliche Batterien •»* «p^^^jsüsgiJgagBSBSf«,,» _ Alliierten bewarfen fei Hissar imb am Malick-Sec nrit Bouiben. Die Rendesetzüng von Reichsämtern und preuhischen Ministerien. ^lÜ? ie k cre w** ri f, n 3 ?? n Czer nowitz gefeiert. Wo gegen unsere L>teHullgell die tvülendstrn Angriffe unserer Feinde gerichtet worden sind, wie rn Flanderrr, da sind sie zerschellt, dank der Genialität . , Heer, ührer, dank dem Todesmut unserer Soldaten, die, ein MS'LK'xuVSKr' «srSSL vrm Rmchsämtern und preußischen Wi* a7t -^ Unfefiegbörfeit jur öegeribe aaruufrh Unfereni&m^ mfterten K>lgende Entscheidung getroffen: ferchen Unterseeboote im Verein chit chff^en Flieger^ *jve ('erbetene Gntlasswng alusf ihren Aemtern^ hüben toter ^nst so stolze Jnsttttich an seiner venvund- Verleihung hoher Ordens aus zeiclMQigeu erhalten: Staats-1 ^ttn Stelle Dre mittschüftlläie Kraft des deutschem Volles ist l ni ?i fc L' r D. Dr. Ä| Sri*. Dr. Meiherr me * wit w a v > ferner die Staats-1 landes firfi wnst iKm (^JSLSSL ^tsoo und Zrmmeri .. , gscrmts v. Batockt u \ebxtax Richter. | g f j ff f W Iwafan in* bie S"S ' '• XJL ■ Glied. Ter Redner fuhr ftastsseknetare sind der Koniql bäuerische J« auch der t^ieg des andern. So habe wr und Staatsrat Edler v «rSTmia T^eruiavu3cf, Daten rn Rumamen auf seinen GlücLvunsch General von dem Vorstand des n . ^ schpn letzt §EilkenHayn gemttwortet, mit solchen Leuten zu siegen sei August MüllerM ^geh^ende Dr. k§chaftlg keme Kunstsei nach 2 V* Kriegsjachcer gewesen. genommen. bas sn auch harte so. DaS bewiesen die neuerlichen Ereignisse ch ä- <. ^uterstaatssekretärs SBafmfcbotfp bre große glücklicl)c Abwehrschlacht in9d>rd- ^ Nerchskanzleg rst der Landoat v. Grävestitz L RÄmer schloß: V&r üt tr Ä ^ ««cniß de-, können das Gedächtnis unserer Toten, wir können den Dank, den in der stimmt. l^rden M Slnatsminis^^^^ ^ 3oaf)n Oberlwldesgerichtspräsident Dr NL: “ÄöTiSassS S - -- n , . . Ministerialdirektor Dr .»r.« •«SJSSSSSS 5 Schmidt, Lcnrdl v- Eisenhart prüsident Herg ^ Berl stell Presseftimmen. e g re run g s- 2JL. 6, r^' Zum Wechsel in den rvSvt^ ifuujuftl ü?- L *V '*&*■'7*^ „23erl. XaatSr Wien ihre Mermmg zrrrück. für die Entwickelung des ReLck^^la^^- ^E^NFspersonals meint, daß Herr Miwaelis d ° w• belanglos an und BMÜa^enLr j£^$T n «Demokratisierung oder M'MZWrKW« B ^ »SfaL imf ''^ E r i. ^ 5 oI rt g. säwerbt: Das Gün «w r5"L°Etenmmisterium i>c4 Herrn Dr. Michaelis «S • .7 V«UU1ILC4I 3f t tfem £rümt Mlen. so müssc sie seW beim°AmK re VertrauensfrLae stellen. idmxbt-. Das ©iinftigfte, was man »me, fei, daß es sich hier um eine bureankratische BlM^fKschung ÄS SäW Parlamentariern Aber Dn von zwer SÄ SM SÄ“ RWÄÄSSS tAärSÄÄM&'ffi «s»* rt srr,Ä-ÄÄÄ asTss-rSs BS<“ “* M“ 6« « Äs*5«°ÄSI r '77 ,r — V Xjj UW RÄMer schloß: Wirr in der Heimat können das G«dachtms unserer Toten, wir Immen den Dank, den herrlichen Volksheere schuldig sind, nicht besser °uS- drit^n, als wenn wir nnt aller Kraft auch in uns den seelischenj Möge sich immerdar ün deutschen Vaterland das schone Mott von Claujewitz bestätigen: Rur s^!^b^^kter und Krfeasgewohnhttt sich in stün§^er Wtzch- ^Eungttagen kann ern Volk hoffen, einen festen Stand in der polrttschen Welt zu hoben " «r r* rr ? le Vertreter der BerufÄttkfe. n . in letzter Stunde erkrankte Grafen von DEdent der Land»virtschastskammer ms } d^^enburg, Graf von der Schulenburg- Ruhmredigkeit, nidyt politische oder nrirt- ^nde.L^n mich mir kommt, es nur darauf an, daß das Volk wahrhettsgetteu sieht, was es rn diesem Daseinskampf iemer Lanowirtschaft gehabt und von ihr fernerhin zu zilm ^.Kriege glaubten weite Kreise des Landes, ? ? mt€ UN, er Volk von fast 70 Millionen ohne ausländsiche Zufuhr nicht ernähren. Man dachte sich daß niemals unsere Zufuhr vollständig abgesvertt l£~ °° n 188 ? 0 ^ 1913 ^ sich auf derselbe!: Ackerfläche unser ^'ieertrag um 48 grient bei Brotgetreide allein um 53 Pro- gnt gesteigert, unsere Flerscherzeugung um mehr als 100 Prozent ^and hat solck»eartoffeln genügen? z>u versorgen, Dfe Landwirte sind dieser Mahnung gefolgt. Dre Hoch nung, daß unsere Zufuhr nicht abgeschmitten würde, ist enttäuscht aber noch mehr enttäuscht ist die Hofsiruiig unserer Feinde, uns ® niten kann unsere Landwirt- schaft, zwar unter Entbehrungen, uns mit Mchrungsmitteln ver- ,orgen, jo daß wir uns siegreich behaupten. Englaiids eigene Ernte reicht dagegen kaum sift drei bis vier ZRjonate. Deutschland ist M ^ 9?lwen memals auszuhungern. Das Wort des §Ä!!^ 5 'Wu- svrd incht Lu besiegen/', gilt auch Wr den Wirtschaftskrieg. Die Sttmmung der Landwitte draußen ist: Wir müssen siegen, wir wollen siegen wir werden siegelt. Der Landwitt'tuh ferne Pstrcht für d-^Erhaltung des Vaterlandes. Jetzt in der be £ ? ntt !Sl nc ^ seinen Blick aufwätts und ferr^^tten, sonst so wottkargen Lippen rurgt sich das Wott ab: r, sich als Vertreter der Reichshauptstadt, des deub- schen Städtetages und der Stadtbevölkeruug der Oberbürgermeister an Er legte dar, daß der Lq dm deutschen Stadien em uuerbrttlichcr Ixirter, aper höchst malmender Lehrmeister geworden sei, der uns in dreijährigem Kuttus die Lehre vom Ktafttuwaclis rn der Not und von der Anpassung an das fikßÄme so wuchtig emgeprogt habe. ' ^ 003 Vertreter der Jndusttie führte Geheimer Kommerzienrat Ernst v. Borsig aus: Die Jndusttie, die vor dem Kriege schon gewohnt war, nicht vor Schwierigkeiten zurückzuschrecken, ging auch M -oeginn des Krieges mit eiserner Energie imb unermüdlichem an ote Arbeit, und so gelang es dem Vaterlande WaffeM ^Zch^^ven und dem Feinde Trotz zu bieten. Die Industrie hofft.» guch nach dem Kriege ihr soziales Gefühl, wie bisher, sogar noch darüber hinaus durch die Tat beweisen zu können. Reue Ausgaben^ wetten kommen aber auch sie werden gelöst wetten, dank der nn- b^samen ^llenchesttgkeit m der Industrie. Wenn das ganze deittsche Volk diese Willensfestigkeit hat ffo wrtt der Sieg unser feint und uns zu dem ersehnten Ziele Mren. Dandwerkskammervorsitzeirder Ktempnermeister Plate, Mit- glitt des Herrenhauses, führte im Namen der Erwerbsftände aus daß diese ganz besonders durch den Ktteg gttroffen feien. Das Handwerk habe in vollem Maße seine Pflicht und Schuldigkeit getan! ^ ^ge das Gelübde ab. daß es lveiter seine Pflicht in Ktteg^ Im wette. Was der Krieg zerstött habe, wette der Fritten wieder cüusbauen. Möge der Fttede kommen, wann er wolle: das .Handwerk halte durch. .. Vorsitzender der Atteitsgemeinschaft der kaufmännischen Ver- bande Dr. Kö h l e r erllätte, alle Berussstätte vereinige das 'Ge- suhl der Verteidigung des Vaterlandes. Der Privatteamte. sei . k- £ xxe P* nt hinemgegangen ohne Spargroschen. Viele seiner wtttglitter seien existenzlos geworden; es sei aber doch gelungen. ^ l 4 e 6feldreserven die Stimmung cmfrechtzuerhalten. Jetzt Mltc es, den aus dem Kriege beimkehvenden Mitgliedern die Arbeitsmöglichkeil Witter zu verschaffen. Darauf hielt Reichskanzler Dr. Michaelis folgende Ansprache: Wir stehen unter dem Eindruck der Größe des Tasses, au dem vor drei Jahren das Volk ausstand, um in begeistctter Einmütig- keft den jRiesenkamps aurzunehmeri, der ums aufgezwungen war. Der 4. svlugust soll in der Geschichte des deutschen Volkes allen Zeiten ein Erinnerungstag höchster vaterländischer, todesmuttaer und ^ ^vtschlußfteudigkeit sein, gegenüber der größten Gefahr, die \t auf em Volk herniederging. Wir wissen heute alle, wL- wir wollen. Wir wollen das von den Vätern uns anvettroute Erve unversehtt den komnienden Geschlechtern rveitergeben. Wir wollen unsere Kinder und Kindeskindcr davor bewahren, daß Krr^snot -aus sie Herniedersalle. Wir wollen unser Vaterland durch einen ' kraftvollen weisen Frieden innwehren, dmnit deutsches Wesen einen sicheren Bodeii, gesunde Utnd kräftige Entwicklung behält für alle Zeiten. Die Männer, die vor mir gesprochen haben, haben ohne Ruhmredigkeit in wahrhaftiger Sewstcinschätzung ^r Welt beroiesen, daß unsere Kraft nicht erlahmt lst, daß unser Wille stark ist, wie er am 4. August 1914 war uni durcAusetzen was wir erstreben. Heitte kommt es darauf an. die Leuchstseuer hell auflodern zu lassen. Ein Ziel, ein Wille, em Vatettarrd, und dieses Vatettand größer und wichtiger als ünser Einzelleben! Je größer die Opfer, desto hertticher der Lohn. Wir geloben dem Kaiser und dem Reich die Treue, und was uns das Herz voll macht, das rufen wtt aus: Vaterland. Kaiser und Reich Hurra! Hurra! Hurra! Die Versammlung erhob sich und stimmte mit Begeisterung m den dreimaligen Ruf ein. Die Mffik spielte „Heil dtt im Siegerkranz". Ein Telegramm an den Kaiser. In seineni Schlußwvtt scküug Präsideift Dr. .Kaempf vor, an den Kaiser nachstehendes Telegramm zu senden: ..Vettreter chler Stande und Berufe sind heute tzu einer Gckenkseier des 4 August 1914 vereint. Rachdeni Girre Kaiserliche und Königliche Äüaitttat den Femden hochherzig die Hand zum Ftteden geboten, nachdem der Reichstag den FriedenswMen des deutschen Volkes rrastvpll zum Ausdruck gebracht hat, bekundet die heutige Versamm-' bung ihren Entschluß, wenn unsere Feinde zu keinem Frieden bereit lind, der den Bestaind wie die Sicherheit ümsereZ Vaterlandes verbürgt, einmüttg und unerschütterlich mit Eurer Eies'« Vrfamimnwftäw, bis unser- Feinde M-sönu-u sind, das rKSLj* deutschen Volkes auf Freiheit und Sicherheit seiner Entwicklung anzuerkennen. AttgesuM der glänzenden Taten unserer todesmuttgen Truppen, die in Ost und West auch zu Beginii des vierten Kriegs^ahres den Sieg an unsere Fahnen geheftet haben erhoffen wir unter der glorreichni Führung Eurer Äüaiestät und der Eurer sRa^estch verbündeten Monarchen einen ehrenvollen wxb flffwKrien Fritten. (Lebhafter Beifall ' ^^,des Lfedes „DsutschLand, Deutschland übn alles schloß gegen 1 / 2 11 Uhr die autzevottsntlich emdrucksvollS VevarrsialLung. Telcgrammivechscl zwischen Hindenbnrg und Michaelis. Berlin, 4. Ana. (WTB.) Der Gieneralfeldmarscha« Hindenbnrg hat folgendes Telegramm rnd Motte 'und rn tiefte DaEnrkeft für alle Opfer dre jeder ernzelne irrw die Gesamtheit gebracht haben. Mes« Opscr, deren Größe nrckft genug gewürdigt iverden kann sie waren nrcht mnso-nst! Festgefügt im Innern und ünerschüt- tert an allen Fro>nten trotzt das Deutsche Reiche den er- brtterten 'Anstürmen alter rrnd nerier Feinde. Tief in Feindesland kämpfend mrt ungebrochener .Kraft zü neuen Erfolgerr schrertend, trrtt das deutsche Heer in das vierte Kriegsjabr ern, get-ngen von der seifensesdeir Zuversicht, daß auch rm Reiche der Geist der Einigkeit und Ans- üauer lebendig.bleiben wird, der unserem Bolk den Sieg und den ehr«rv»llen Meden verbürgt. Der Rerchskanzler hat darauf geantwortet: In dankbarer Erwiderung des hentigen Telegramms begrüße rch berm vierten Krregsjahr Eure ExzelLnz, den groß«: Feldmarsck-all des Dentschen .Heeres, den ruhmreichen FW. rer unserer ünvergftrchlül>en Truppen. Das Volk in der Heimat behalt m twftr Dankbarkeit die Taten vm, Heer und Motte vor Augen und wird im Geiste der Einigkeit und SfaSr“ 1 ftrdten utli sl-MN bis Mn Line Rriegsgedenkfeier in London. Reue Rede Lloyd Georges. Nicht»,mttch., Meldung i*<, 3h». rercuiiT Lloyd George sprach Irente NLänntttaa und Sicherheit, hatten sich nicht Xn ^2£l? r ^eutzerimgen hätten keine große Ermcktt- ^?Ä?^Erxurken enthalten. Jetzt ist es unsere E^Eschen und maritimen Truck ausWüben, um iJLmJL tVZ £ dy ™; ¥ lft ^llig klar daß wir de.: Ktteg fort- ^ £5 ^rb-en an unsere Sache. Unser Ziel ist die ^vino sarfttt Italien ist in den Krieg emgetrelen zur Outen Rechtes, als der Tteibmidvertra^ zur Verteidigung besttmmt war, durch Oester- ^2^^ä^c.-^^ver,tandms Deutschlands verletzt wurde. Unsere SÄT *™ rmr kämpfen, sind die Befreiung unserer, unter der sie leiden, und zualeich 7* uryerer Unabhängigkeit m Land und yn V^s- rm Interelse der allgemeinen Sache, damit Genua- mn unseren Feüiden uns zugefügte Unrecht g^ vnrd. Nicht weniger stark ift unser Wunsch, tätig bei jeder Bemühung zur Erzielung eines besseres Ernvernchnrcns der Völ- rer unterermuwe mttzuwrrken, wodurch für die Krkunft die Actz- Merrschhett mchalle BeziehwAen zwischen V^Xoßen und Denren Staaten gesichert »veGen, währeird ;edem mnsell.erl Volks w-ertergehende Frerhert zur Regelung der inneren gelassen nnfo Es ist mein heißer Wilnsch, daß dieseck Krug die zimlisierte Men,chl>eit einen Schritt vorwärts bringeck möge M denr Ziele der Freiheit. r ^r /- yd George Sf^ cL*? nfl!d "l Sonnino mit den Worten: Er ist der starke wüann Ztalielis dessen weiser Rat und entschlossener Witte Italien sicher durck) fbte Kataraktc des Krieges zu einer höheren Bestimmung den Nationen der Welt eingenommen Wu Brtteu haben allen Grund, uns über diese Aussicht zu oie Größe Italiens an sich eine weitere Sicherheit für deck ^rlsDeu und die Freiheit der ganzen Welt bedeutet. Wer die ^valttgtm Kampfe der letzten zwei Jahre an der österreichischen Grenze, die unter großen Schwierigkeiten vor sich gegangen sind, verfolgl hat, weiß, wie Sonnino und seine tapferen Landsleute zwilchen den Feldcn und Abgrchiden des Trmttno und des Karstes ^ahne der Freiheit zum Siege führten. Wir freuen uns sehr, ^om der pührer des italienischen Volkes am heutigen vierten Jahrestag des Krieges hier die Entschlossenheit seines Volkes aus- fvrickck. vorwärtszugehen bis der Friede «und die Freiheit der ganzen Welt sichert ist. Nur mit Schaudern kann man die neuerliche Ent- lElung über die Berliner Versammlung wenige Wochen vor dem Krnege^lesen. Es war eine der schlimmsten Epiloden in der ganzen Gejauchte des menschlichen Räuberwesens. Sollte jemand in England wissen wollen, weshalb wir im Kriege sind, so lege er sich die Frage vor, was aus Europa der Welt geworden wäre, wenn wir nicht in den Krieg eingetreten wären. Verfolgen Sie die letzten drei Jahre, und Sie jehen die ^chtfertigung unseres Eintritts in den Krieg. Sehen Su, was Wer Europa hereingebrochen ist, obwohl wir unsere Macht iuifi> alle unsere großen Heere und Flotten in den Kampf warfen. Belgien, Lxrbieu, Montenegro, sowie einige der schönsten Provinzen Frankreichs und Rußlands wurden über den Haufen geworfen, verwüstet, gedemütigt und versklavt. Bulgarien und du Türkei sind elende Vasallenstaaten. Das geschah, obwohl die ganze Macht des britischen Reiches in die 'Wagschale geworfen wurde. Wunen Sie sich vorstellen, was geschehen wäre, ßoeun unsere große Flotte die Seeherrschaft nicht ausgeübt hätte, faenn Nur nicht große neue Armeen ausgerüstet und den preußischen Legionen entgegengestellt hätten? Rußland ist augenblicklich demoralisiert chnid in der Auflösung begriffen. Diese Mflösurng machte fcow tapfere Armee an manchen Fronten unfähig. Das wäre schock früher erngetteten (hier fehlt offenbar ein Satz), wenn England ntchit.ru den Krieg erngcgriffen hätte. Frankreich würde mit alt- iüb^lre fetter Tapferkeit weitergekämpft haben; aber wenn ihm alle Sstttuhren abgeschnitten worden wären, hätte auch seine tapfere Armee überwältigt werden können. Wie würde dann Europa aus- gesehen haben? Es wäre nicht der Friede, sondern die Eroberung Unterjochung Europas gewesen. Europa wäre in Knechtschaft *>rc Gnade einer großen beherrschenden Macht und den schlimmsten Quenten dieser Macht preisgegeben gewesen. Wollen die. die noch tmtna Zweifeln« ob wir vor drei Jahren in den Krieg eintreten sollten, sich ein Blld von Europa machen, wie es heute sein würde, wenn Nur nicht in den Krieg gezogen waren. Es würden viele Nationen sein, aber nur eine Großmacht eine große Armee und Miei Flotten, die deutsche und die encflffche, wenigstens eine Zeit lang? Dann die Friedensbedingungen würden ?me Kriegsentschädb- ^gnng auferlegt haben, die die Form der -Mitteilung der russischen, »französischen, griechischen und vielleicht der italienischen Flotte angenommen hätte. Europa wäre der Gnade dieser «roßen, grausamen Macht ausgeliefert worden Sie mögen sagen, daß dies ein böser Traum wäre. Das ist aber nicht der Fall. W itttnur die Beschreibung alldeutscher Träume ^ v« v. * * ; « or w ~ „ r ^ „ r._o cr\- cm.t .*>, . ‘Bk jagen ganz «Allch, daß aL8cs ganz gut gegangen wäre, wenn England mchd gewesen wäre. Das nächste mal wollen sie sicher geh^r. Es darf kern nächstesmas geben. Ein Mann in sehr hoher, machttger öMtog in -Deutschland hat gesagt, daß der Friede bald Awwvüu WÄ), aber daß der Krieg in zehn Jahren wieder begannen werde. Das find ihre G-edasMn, das ist ihre Ärt zu reden. sagen, wir hätten viele Tinge livraussehen sollen. Wir hätten viele Dichtungsmittel in Deittschsland Lch!utz genießt ivie der prächtige Mann, und eine kleine Station muß ebenso bewacht und beschützt werden wie eine große VLation. Die rnsstsche Miniftertr-chS. Petersburg, S.Mug. (WTB. Nichtanrll.) Das Reutersche - sprechttng zusammen und gab die Erklärung ab, daß ein Vergleich gerunden sei und daß jein Inhalt alsbald zur Keirntnis Kerenskis gebracht werde. Dr^.-T.), ferner vier andere, bewaffnete, vollbeladene, Wahrschernlich englische Dampfer, von denen einer durch Zer- jtorergesichert war, und zwei, nach der Detonation zu urtei- len, Munttionsladuugen hatten. Außerdem der englische Fsichdampfer „Eclipse" und der russische SLgler „Zateia". Der Chef des Admiralstabs der Marine. m Berlin, 6. Ang. (Arntlich.) Gegenüber den wiederum anstretenden Gerüchten über überrnäßige U-Boots-Ver- l u st e wird von amtlicher Seite erllart, daß in der Zeit vom 1. Februar bis 1. August im Monatsdurchschnitt nur wenrg mehr als drei U-Boote verlorengegangen sind. Der ^onmlliche Zuwachs an U-Booten in derselben Zeit beträgt eur Mehrfaches davon. 38 *i* Stadt «nd Land. Gießen, 6. August 1917. Ein Aufruf Gröners. < r ! Ü g l (2& 33.) Zur wrrtschaflli^chen Durchführwig des Krieges uud sicheren Ueberlettmig unserer Vvlkswirtschift in den Frieden sirw neue ziffernmäßige Angaben Der den deutschen Gewerbefleiß erforderlich. Ich habe deshalb im Einvernehmen mit dmi Reilchsamt des Innern auf Grund des Hllfsdvenstgesetzes erm- gewerbliche Betriebszählung ungeordnet. Tie Zählung wird sich über das ganze Deutsche Reich erstrecken und um mb Zett des lo. Aumht stattftnden. Ich setze voraus, daß die 45orlteher jamtlichier Kommunal verbände ihre ganze Kraft und Autorität^ enisetzen^ werden, um dieser hochwichttgeu ZLHlüng zu ernem vollen Erfolge zu verhelfen. Ich erwarte, daß die Ltaaä- und Gemeindeverwaltungen, ihre statistischen Aemter, ihre Beamten und Lehrer durch! vecitändnisvolle und opferfreudige Mitarbeit 55?_ ^^^Ä^rderten Unterlagen verschaffen iverden. Ich vertraue gtetd)^ Fabrikant, jelbflandiger Meister, Kaufmann. .Hausgewerbetreibender usw, ^elMert«! Fragebogeii gewissenhaft nrit sorgfältiger lieber- ^ ^re Fragen ,ind auf das für die Heeresver- verwaltnng Nottvendrgste beschränkt worden. Soll das Werk gelingen so müssen freiwillige Kräfte Mitwirken, um die gewerb ichien Bettiebe aller Art aufzilsuchen und für eine richtige Ausjullllng der Fragebogen zu sorgen. An Männer und Frauen, und iung, ergeht deshalb die Aufforderung: Wer immer .*5 m weiß und einen Tag erübrigen kann, leiste dem Vaterlande den ivichtigen Dienst und stelle sich der Gemeindeverwaltung als Zähler zur Verfügung. Berlin, den 31. Jstli 1917. Ter Chef des Kriegsamts G r ö n e r. Lebensmittel. as wäre m Amerika geschehen? Die Monroedoktrin -väre wie ein anderer Papiersetzen behandelt worden. Deutschland Hätte die Doktrin nie unterschrieben. Die Tasiache, daß es seine! Unterschrift nicht gegeben hat, macht Leinen Unterschied. ?lber fair kennen seine ehrgeizigen Pläne iu Südamerika. Amerika wäre ein Jahr nach Abschluß des Friedens in einer hoffnungslosen Lage gewesen. Die Verbündeten Mächte haben sofort instinktiv empfunden, Maß die große Bedrohung der Freiheit der Welt am Horizont auf- stieg. Alle haben ohne Verzug die Herausforderung angenommen. sAmerika versteht vollauf, warum wir und es mit uns handelten. Das ist dick Gefahr, die wir in diesen drei Jahren zu verhüten besttebt waven. Nicht ohne Erfolg! Lassen Sie sich durch eine unglückliche (Spifabc nicht entmutigen. Machen Sie sich bi** G-undtatsache klar, daß wir den ehrgeizigen Plänen Deutschland? Einhalt gekan habeu.' Die därttonen ver Welt sind mühsam die Leu er hinausgestiegen, die zu nationaler Unabhängigkeit und Selbstachtung führt. Frank- v^ch und Eirgland haben diese Stufe vor langer Zeit erreicht. Amerika kam später, danach Rumänien, Griechenland und Serbten. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Italien eine Unabhängige Natron. Jetzt kvmntt eine große Macht ruft brutaler Gewalt, um Elationen zu zerschnvettern und sie bluteird in die alte dunkle Kluft der Sklaverei zu stürzen. Deshalb kämpfen wir. Gewisse Leute sagen, setzt sei die Gefahr vorüber. Also weshalb schließt ihr nicht Frieden? Der Karl er sprrcht jetzt anders. Wir hören jetzt niemals mehr tönende Phrasen vor: Deutschlands Weltmacht. Er spricht jetzt bc> scheidener und über dre Verteidigung deutschen Bodens. Wer wollte in Deutschland einsallen? Wollte England mit seiner jämmerlich kleinen Arm'ee irr Deutschland einsällen? Wollte es Rußland, das lein ausreichendes Bahnsystem hatte, um die eigenen Grenzen zu verteidigen? Hat sich Rußland enrf einen Angriff &orbereitet, und not Frankreich das getan, das offenbar rricht vorbereitet war, u!M seine eigenen Sftenzen zu schützen? Oder tat es Belgien? Oder wollte die serbische Armee nack) Berlin marschieren?. Der Kaiser M!uß «wissen, daß er nicht deshalb in den Krieg zog, rrnd daß er sich muh jetzt nicht deshalb im Kriege beftiidet. Weder er noch seftr neuer Kanzler sagen, daß er sich Mit dem deutschen Boden zufrieden geben würde. Beide sülzen glatte Reden über den Frieden: aber sie stottern uud stammeln, wenn es zu dem Worte der Wiederherstellung wmmt. Es brm nock> nicht vollständig über ihre Lippen. Wir haben sie dazu aufgesorderi: aber sie können es nicht aussprcchen. Ehe wir auf die Friedenskonferenz gehen, nttsisen sie lernen, zmrächst jenes Wort ausmsprechen. Dre tapfere,: Jungen, iwn bene., ich erffeulicherwerse einige in dieser Versanrmlung sebe, bellen den MVrifer allmählich von seinem Stovterii. bis er den erften Buchstaben des FrnHensalphabets gelernt l)at. Der erste Buchstabe ist die Wiederherckellung. Dann iverden nur reden Der Wieg ist etwas Gvausiges: aber er , ist nicht so schrecklich, wie ein sEchter Friede. Der furchtbarste zkrreg geht zu Ende, ein schlechter- Friede aber geht immer weiter. Er taumelt von .Krieg zu Krieg Mas wollen die Deutschen? Wollen sieden Frieden, wenn sie davon reden? Die Waftrkrit ist, daß die pveußiscl'en .Kriegsherren ihre chrmäzigeu Alane noch incht ausgegeben haben und wur die Verscsstebung der Ben^rcllichmwg. llitbex ihnen Ijerr)d)t die richtige Vrurücktl>nt. Glauben Sw mir. daß die VersärvlM mg duLmaL mißhMllen ist. Der Kommandant der elfte« ruffischen Armee ermordet. ™ d?1^sburg, 3. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Meldung des Resttterschen Bureaus: Die „Börsenzeitung" meldet: General Er- Kommniandant der 11. Armee, ist in verräterischster Weise hinterrücks erschossen worden. General Gurko verhaftet. Petersburg, 3. Aug. (WTB.) Meldung des Reuter scheu Bureaus. General Gurko ist verhaftet worden. Ein japanischer Protest in Petersburg. B e r l i n , 4. Avw. Die „Voss. Zta." beaächtet aus Peters bürg: „Brrjchewija Wjedonvostt" nrelbet: Der japanische Bot schafter in Petersburg erhob bei der provisorischen Regie ruug BorstelLungeu wegen der Amerika gewährten wett- reichenden politischen und wirtschaftlichen Zugeständnisse rn Sibirien und auf der Insel Sachalin sowie gegen die Gewährung der Erlaubnis zum Bau von strategischeir Eisen bahnen in Sibirien an Amerikaner. Seekrieg. Reue U-Boot-Erfolge. ^Berlin, 3. Aug. (MW. Amtlich) Neue U-Bvots- Erfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 20 500 Brirttoregistertonnen. Unter den v-ersenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Bolentia" (3242 Donnen) mit Kohlen, zwei große bewaffnete Dampfer, von denen einer aus starker Sicherung heraus geschossen wirrde, und die englische Dreimastbark „Harald" (1375 Donnen). Bon einem neittralen Dampfer, der ein englisches Prisenkommando an Bord hatte, wurde der Priseuofsizier gefangen genommen. Der Chef des Admiralstäbles der Marine. Berlin, 5. Aug. (Amtliche) Im Atlantischen O z e a n und m der N o r d s e e wurden durch unsere U-Boote wiederum sechs Dampfer und zwei Segler versenkt Darunter befanden sich der englische bewaffnete Dampfer Paddmgton mit 8000 Tonnen Eisen von Cartagena nach Glasgow, der nach zweistündigem Artilleriegefecht zum Sin ken gebracht wurde; ein englischer Maschinist wurde gefan- gm genommen, ferner ein bewaffneter Fischdampser. Die übrigen vier Dampfer wurden aus starker Sicherung l>eraus geschossen. Bon den beiden Seglern hatte einer Kohlen qe laden. Der Chef des Admiralstabs der Marine. B e r l i n, 5. Aug. (WTB. Amtlich.) NeueU-Boots- erfolge :m Atlantischen Ozean. 24 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete ,vollbeladene Dampfer ,Lmworch" (4456 ** K a rte n u u s g a b e. Dienstaz, den 7. August ds. Js , jt*t* ' 1 - KartoffelMarkm, KmtoffelbestÄlmrswe'ge, 3. Wurstmarken. Am 7 dö Mts er- ™ Ebener Anzeiger eine Bekanntmachamg über die Krrr- tttselverbvauchsvegelmig. In dem nächsten Tagest Beziigsabichnrtt 13 der Nährmittellarte B ^rote fferte) ^y^olade M Ausgabe. Wer die aus ihn entfallenden Waren dre abzugebende Menge und der Preis iverdey später bekaimt ge- r “Enscht, lxrt bei einem Kleinhandels- oder 1,1 ’ ™ -<■ ** St ädt. Obftv erkauf. Heute mittag und morgen t ? inn Lose der Obstverteilungsstelle Brandplatz 3 Aepsel korbweise zum Verkauf. In den Marktlauben werden Dienstag Himbeeren ämd anderes Obst verkauft. * rmnn Ueberwagen wurde am^0. Juli der Sckmlamtscnviranttn Ärsabeth Vogel avsBrens- Taim^dt^^E^^b ^ der Volksschule zu Pfungstadt, Kreis^ Sch. Melcher. Sohn der Liebigsttaße 15, welcher seit 25 Monaten an der Fwnt ist und cm den letzten Kämpfen in Flandern tellnahm, -^uli das Eiserne Kreuz verliehen. Im Besitze der Tapserkeitsmedaille ist er schon l 1 /* Jahr. y; schwere Gewitter gingen gestern unsere Gegend nieder. Sie waren von Heftchen Nrederscblagen beglettet, die für die Ernte jetzt recht ungünstig sind. Die meiste Fruckst liegt ausgebveitet oder sitzt nr Häufen auf den Aeckemr, von denen sie infolge der letzten Regentage nicht w^debracht werden formte. Der Land mann fijr J T ln l dauernd ferne Arbett mit Umwenden der Frucht. Mr dasrn Schwaden auf den Feldern liegende ZLeide sit die Witterung besonders ungünstig, da es vielfach zu kennen beginnt. Für Kartoffeln, Gemüse, Dickwurz, S^rm- ] l ie L var ^ te lachte Witterung der letzten Tage noch vorteilhaft nun aber müßten für die gesamte Vegetation warme Tage fommen. — Auch die Reise frfto-dKTt Brombeere wurde durch die Nässe beeinträchtigt. Niederschlagsmenge etrrirfitp bei hen Ei- gen Gewitterregen ine ungewöhnliche Höhe von 38 Millimeter. , Z i g a r r e n - D i e b st a h l. In v«rflvssener Nachi ^i abt cm® ln Srößeres Quantum Zigarren gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen nimntt die Brinttnal- Polizei entgegen. ^ ** dreußisch-SLbdeutschc-Klassen Lotterie o? EM noch unter Bvrlegung b-s Bar- ktasMavses bis zum 8. Angnst, abcniis 6 Uhr. gescheliM. Btt zn »«esem^ Ter min m üssen mich hie Frailose gegen Rückgabe der Gckmnnloie m Empfang genommen werten ... Schwarz-Weiß-Dheater. AbDienstag. dm 7 Aua ^em.'chl^Klich Freitag, wird ans vielseittgm Wunsch das chstori- ,.^:e letzten Tage von Pompejll' gegeben In ilSI naibciT1 gleichnamigen Roman für den Fllm 'beardeüet. Außerdem em gutes Beiprogramm. , r chts vielHaus, Bahnhofstr. 34, spiell ab DienS- « "Der^ LiebcAbttef d.w Königin". Intriquen. ? ^" .Juherdem wärmer. Cctttv Ündiriditen. Auszeichnungen. ^ U9 ' dem Kriegspresfequarii n wird gemefoet: Der Kaffer verlieh dem Genera!seldmarsckxrll von Hindenburg die Große Militärverdienstmedaille, dem General Lu de nd o r f f das Militärverdienstkreuz 1. Klasse mit der Krregsdeksoratton Imb dem Generalmajor & r a men den Orden der Eisernen Krone 1. Klasse mit der Kft'iegsdeko- IUI U' 11 • Kaiser Wilhelm verlieb dem Ebef des Generalstabes FrErrn v. .A r z das Eickienlaub zum Orden pour lc Geburtstagsspende für das Rote Kreuz Auch in diesem Zahre spende jeder Eichener an seinem Geburtstage eine Gabe für das Aste Areuz! Das neue Erinnerungsblatt, aus Maler Boehle's Nachlaß erworben, die Arbeit der Heimat darstellend, das jedem zum Dank und zur Erinnerung an den Geburtstag in Deutschlands größter Zeit gegeben wird, möge jedem Hause zur Urkunde werden, daß auch Gießens treues Bürgertum einig und geschlossen mitgeholfen hat: Durchzuhalten bis zum Sieg! Darum: Kommt und gebt, jeder nach seinem Können und Vermögen, als Dankopfer am Wiegenfest und zum Zeichen treuen Einstehens für unsere Söhne und Helden draußen. *"* Die Geburtstagsspende (ML. des Noten Ureuze§, Alte Mnit). Geburtstagsspenden werden täglich an unserer Kasse in der Alten Klinik entgegengenommen, woselbst auch, nachdem der Spender seinen Namen eigen- händig in das Goldene Buch eingezeichnet hat, die Aushändigung des künstlerifchenDankerinnerungsblattes mit der zugehörigen Urkunde erfolgt. Wiedei* beklagen wir den Verlust eines unserer Getreuen. Bei schweren Kämpfen ist am 6. Juli ds. Js. im Dienst gefallen unser lieber Helmuth Schlossmann Leutnant der Reserve in einem Res.-Dragoner-Rgt. Zuerst als Mitglied und später als Obmann des Ausschusses hat er in den Jahren 1913 und 1914 mit verstehender Liebe zu unserer Sache und mit kräftiger Entschlossenheit pflichtgetreue und erfolgreiche Arbeit für seine Schule geleistet. Als auswärtiges Mitglied der Schulgemeinde und als Mitglied des Bundes Dürerschule nahm er fortdauernd Anteil an der Entwicklung der Dürerschule, pflegte er das persönliche, kameradschaftliche Verhältnis zu uns. Wir behalten ihn als eins der beispielgebenden ältestenGlieder unsererGemeinschaft in treuemGedächtnis. 5838 |>ie SclaiiHgemeiiitle der Dürerschule. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen: Dr. Hans Stiche! Lehram tsassessor und Frau Mathilde geb. Braun Gießen, 5. August 1917. V J lelitisng! ! Verkaufe Montag von 1 Ubr an und Dienstag von ! 8 Ubr an eine grobe Sendung Einmach-, Salat- und , Pfeffergurken im Hofe Neustadt ID. 5835 Frau Frosch. Morgen Dienstag trifft auf dem Brandplaü, Eingang zum Botanischen Garten, eine Sendung Einmachund Salatgurken, Rettiche usw. ein. Bestellungen werden auch im Hause Neustadt 19 entgegengenommen. Frau Frosch. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin- acheiden unserer teueren Entschlafenen Frau Universitätsdisner fVlarie Ruh! Witwe sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Familien Rnhl and Eidmann. Gieesen (Landmannstrasse 3), den 5. August 1917. 5840 Tod es-Anzeige. Samstag vormittag 10 l / 2 Uhr verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenenl Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn und Bruder, Schwiegersohn und Schwager Schlosser Heinrich Kraus im 28. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Emma Kraus und Kind FamiliejLudwig Kraus III. Familie Karl Vieh mann Kinzenbach und Homberg a. d. Ohm, den 5. August 1917. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. August, nachmittags 3 Uhr in Kinzenbach statt. 5817 ms zur Saat offeriert Heinrich Hahn, Samcnbdlg., Neustadl 8. .^2 Kische Zische aus heutiger Zufuhr blutsnsche Angel - Lihellfis che in drei Preislagen feinsten blütenheüen Cabliau inFischen ä 4—8Pfd. kopflos u. im Ausschnitt. Frische Fisch-Koteletts. Garantiert beste Qualität in strammer Eispackung zu äußerstem Tagespreis.^ Versand nach auswärts erfolgt ohne Berechuung der Verpackung. Regulierung kann evtl, monatlich erfolgen. Hochachtungsvoll 04029 Gebrüder Berdnp Bahnhofstr. 27. Jernspr. V1. Alle Benutzer der Universitäts-Bibliothek mit Ausnahme der Studierenden haben die vor dem 9. Juli 1917 entliehenen Bücher spätestens am 10. August einzuliefern. Vom 13. August bis 29. September ist die Bibliothek von 9—1 Uhr geöffnet. Gießen, den 25. Juli 1917. Der Direktor: Dr. Haupt. &588D Bekanntmachung. Das auf den Namen August Schäfer in Hungen eingetragene Handelsgeschäft ist mit Wirkung vom 1. Juli 1917 mit allen Aktiven und Passiven unter Beibehaltung der Firma auf Hermann Schäfer in Hungen übergegangen. Eintragung im Handelsregister ist erfolgt. Hungen, den 30. Juli 1917. 5827 B GroßherzOgliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Dienstag, den 7. 'August ds. Js., werden in den Marken-Ausgabestellen ausgegeben: 1. Kartoffelmarken, 2. Kartossclbe.tellausweisc 3. WuritmarkLn. Es wird auf die am 7. ds. MtS. im Gieffener Anzeiger und in der Oberhessischen Bolkszeitnng erscheinende Bekanntmachung über die Kartoffelverbrauchsregelung 'hingewiesen. Giehen, den 4. August 1917. 5828B Der Oberbürgermeister (LebensmittelaRtt). Schokolade-Verteilung. 1. In den nächsten Tagen kommt auf den Bezugsabschnitt 13 der Nährmittelkarte 8 (rote Karte) Schokolade zur Ausgabe. 2. Wer die auf ihn entfallenden Waren — die abzugebende Menge und der Preis werden später bekannt gegeben — zu beziehen wünscht, hat bei einem Kleinhandels- oder Schokoladcgeschäst, sowie einer Konditorei oder Bäckerei der Stadl Metzen bis zum 19. Aug. 1917 eine Bestellung aufzugeben. Die Geschäfte haben die ans- gerufene Bestellkarte nbzutrennen und auf der gleich- zifferigen Quittungs- und Bezugsmarke die Bestellung durch Eintragung ihrer Firma zu bestä'.igen. Wer die bestimmte Frist nicht einhält, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware. 3. Die Geschäfte haben die Beslellmarken aus die in Betracht kommenden Bestellbogen aufzukleben und spätestens am 12. Auguit 1917 dem Städtischen Lebensmittelamt zur Prüfung einznreichen. Auf Grund der eingereichlen Marken erhalten die Geschäfte die Waren zugeteilt. 4. Bestellbogen können auf dem Städtischen Lebens- mittelamt (Zimmer 12) gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Gienen den 3. August 1917. 5822 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). _ Bekanntmachung. Die Bekanntmachung Grotzh. Kreisamies Gienen vom 26. Juli 1917, abgedrnüt im Kreisblatt Nr. 130 vom 30. Juli 1917, betr. Ausführung zur Reichsgetreideordnung 1917, und zwar über: Wirtschaftskarten, Verbrauchs- und Mahlvorschriften für Selbstversorger bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gienen, den 3. August 1617. 5823 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Am Donnerstag, den 6. und Freitag, den 10. ds. Mts. wird Gemüse zum Trocknen angenommen. Die Anttesernng hat vormittags zwischen 8—10 Uhr zu erfolgen. 5832B Ijicfetspielliams • Balinliofstr. 34, Tel. 2Ö77 h IMenstai? Hur 4 Henny-Porten-Tage r&i Aof allgemeinen Wunsch: Danksagung. Für die große Teilnahme bei unserem so schweren Verluste, die vielen Blumenspenden, das große Grabgeleile, insbesondere dem Herrn Pfarrer Heidenmüller für seine so trostreichen Worte am Grabe, sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der. Trauernden: Philipp Mandler. Klein-Linden, 5. August 1917. 5843 Henny Porten in Oer Liebesbrief 4 der Königin Intrigenspiel in 3 Akten und 475 Küssen, ^ ] in dem köstlichen Lustspiel in 3 Akten V in diesem Film trägt Henny Porten ihre schönsten Toiletten, die sie besitzt. Das tltl. Publikum wird höH. gebeten wegen des zu erwartenden grossen Andrangs ln den Abendvorstellungen nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wellen. — Telephonische Vorbestellungen können nur an( Logen berücksichtigt werden. Die anerkannt vorzügliche Kttnstlerkapelle spielt bet den Henny Perten-Tagen bereits ah nachmittags 4 Uhr. Beginn der letzten Abendvorstellung 8 Uhr. 5833a