at Iso c i N et Hietz-rner erscheint tätlich, Nutzer SormragS. - Beilagen: Siehener LsMlieadlätter; XeeitdleU fkT öe» Kreis Gietzen. ^er«S>prejL: moitatL 1 Mk.. vrertel- jäLrvch 3 Mk.-. durch -'Lühoie- u. ZweigsteÜen inouotl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 3 .- viertel« lähri. mrsjchl. Beiteilg. 'Fernsprech - Anschlüsse: iür die Schristlelkuuq 112 Verlag, Geschästsstelleöl Anschrift für Drahluach- rrchten: »vzeiger Gießen. Erstes mm M. Jahrgang Kettag» L. Augnst M Postscheckksvt-: Zrankst»! a.M. ü-S6 Sankverkehr: Se»erbebask Siehe» Awillingrrmrd-nick u. Verlag: Srnhl'sche UMS.Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schristlettung, Geschästrftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. L.ilttühme von ^«zeigen s. die TaqesrlUTNmer bis zum Nachmittag vorher. Seilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 2b Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. >oetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtsfaal: Fr. R.Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen, . /or Großes Hauptquartier. 2. August. 'Amtlich.) Weftlicher Kriegsschauplatz. Hreresgruppc Kronprinz Rupprccht. Auf dem Sck-lachtfelde inFlandern kam es erst nach- unttagS zu heftigen Artilleriekümpfen. Von Langemarck vis zin- Lys lag mehrstündiges Trommelfeuer auf unseren Linien, ettt der Feind gegen abend zu neuen starken Angriffen auf unserer Front einsctzte. Es entspannen sich wieder schwere Kümpfe, in denen die vom Gegner ins Feuer geführten Divisionen überall z u r ü ck geschlagen. mehrfach auch unsere K a m p f l i u i c n bei erfolgreichen Gegenstößen vorverlegt wurden. An keiner Stelle gewann der Feind Vorteile. Dagegen büßte er in unserem ungeschwüchten Abwehrfeuer viel Blut, durch unsere Gegenangriffe, an Ein- bruchftellen auch mehrere hundert Gefangene ein. Nach ruhiger Nacht frühmorgens südlich von Wytschaete erneut vorbrcg ende englische Angriffe sind gleichfalls verlustreich gescheitert. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Ehe min des Dämes wiederholten die Franzosen ihre erfolglosen Anläufe gegen die von uns südlich Fi- lain und südöstlich von Cerny gewonnenen neuen Stellungen. Während des Tages und in der Nacht stießen sie bis zu fünfmal gegen unsere Linien vor. Stets wurden sie von unseren bewährten Kampftruppen abgewresen. Auch auf dem Westufer der Maas führte der Feind abends einen vergeblichen Gegenstoß z:rr Wiede re roberung der ihm entrissenen Stellungen. Die Gesänge neu za hl aus den gestrigen erfolgreichen Kämpfer'., an denen außer badischen auch hannoversche und oldenburgischc Truppen rühmlicken Anteil nahmen, hat sich aufüber 75V Mann erhöht. festlicher Kriegsschaupla^. Front dcF Gestrralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten vonBöhm-Ermolli. Am Winkel zwischen dem Zbrucz und dem Dnjestr wurden russftche Nachhuten bei Wygoda, an der Stragc nach Ehottn geworfen. - Nördlich von Czernowitz nähern sich unsere Divisionen auch südlich des D'njeftrs der russischen Grenze. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Die russische Karpathen-Front ist setzt zwischen Pruth imd den Südwesthängen des Kelemen-Gebirges im Weichen. Deutsche und österreichisch-untzarische Divisionen drängen dem Feind, der vielfach hartnäckigen Widerstand leistet, nach. Wir stehen vor K i m p o l u n g. Zwischen Oywz- und Casinu-Tal setzte der Feind auch gestern starke Kräfte ein. um den Mgr. Easinului zu gewinnen. Mehrere nach heftigem Feuer erfolgende Angriffe scheiterten an der Standhaftigkeit des Verteidigers. Der Erste Generalguartiermeister Luden darf f. * Her Abendbericht. Berlin 2. Aug.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern bei Regen wechselnd heftiger Feuer- k a m v f. Im Osten Kampferfolge am Pruth und S e r c t h sowie im Suczawa-, Moldawa- und Bi st ritz-Tat. weite siegreiche Zchlachttag Bon den in der .Heimat Sorgenden und Harrenden ist kaum jemand in der Lage, genau zu überblicken, wie an den Schlachtfronten die Kräfte verteilt sind, inwieweit uns etwa die Engländer und Franzosen an Zahl der Menschen, Geschütze und sonstigem Material überlegen sind und ob diese lleberlegenheit entscheidend -ausgeglichen werden kann durch die höhere Whigkeit unserer militärischen Führung, durch vorteilhaftere Desensivstellungen und die persönlichen Eigenschaften unserer deutschen Kämpfer. Erst die Wirkung und der Erfolg dauernder Kämpfe geben uns einige Sicherheit der Beurteilung. Es hatte eine peinv'vlle Weite gedauert, bis wir uns an die Stellungskmnpfe im Westen überhaupt gewöhnt hätten, nachdem die Siegeszuge im Anfang des Krieges uns verwöhnt hatten. Allmählich satten oder ahnten, wir mit imserenr geistigen Auge, warum es nicht mehr so stürmisch wie anfangs vorwärts gehen konnte. Wir merkten, daß die Aufgaben ganz anders verteilt waren, daß das Schwergewicht unserer offensiven Anstrengungen nach dem Osten verlegt wurde und der Gegner im Westen, an Zahl und Gewalt außerordentlich verstärkt, ftch weder durch strategisches Geschick noch durch nngebnn- dlNics Ungestüm der Unsrigen umwerfen oder zerschmettern neß. Die Selbsttäuschungen bei den Kämpfen um Verdun haben inisere Erfahrungen bereichert. Heute, wo die deut- Ul)en .Heere neuerdings so ungeheuerliche Leistungen im Lften vollbrackst haben, wo gegen die Russen ein neuer coiegeszug ohnegleichen tnr «Gange ist, sahen nur nicht ohne drückende Sorge den Angriffen der Gegner im Westen entgegen. Wir wußten nicht, wie stark er inzlvischen ge- lvorden war, mir waren öoflfotrrmen an das Vertrauen auf unsere Oberste Heeresleitung gebunden. Und ivenn wir t^ute von denl Glück unserer tu Flandern dämpfenden lassen geradezu überrascht si:id, so schreiben wir dies nicht etwa einem blinden Zufall zu. Wir sehen die mit- stärkenden Faktoren in dunklen Umrissen vor uns. Die Offensive war angekündigt, unsere Oberste Heeresleitung hatte sich selber und unser Volk daraus vorbereitet. An den Feldherrrrblick der Führer, an ihre Ruhe und Zuversicht schlossen wir uns voll Vertrauen an. Dieses Vertrauen hat uns wieder nicht getäuscht. Wir sehen alt unsere Erwartungen übertvosfen. Wenn, sich ganz Deutschland heute d.er neuen Siege freut, wenn wir sehen, wie die Engländer und Franzosen am ztweiten Schlachttag in Flandern schon ermattet sind und wie :nit einer neuen Taktil und Initiative unsere Truppen schon jetzt ihre erfolgreichen Gegenstöße unternehmen, da schlvingen ein Stolz und eine Sicherheit in uns mit. die über ein einfaches und unzulängliches Mitrechneu weit hinausgreifen. Wir fühlen die starke Kraft der Wa Hoheit in unseren amtlichen Berichten. Sie sind ein Stück intferef genialen Führer selber. Hindenburg und Ludendorfs waren ihrer Sache sicher, aber sie sind vielleicht heute selbst ein wenig darüber verwundert, wie spärlich und kärglich die Erfolge der feindlichen Kraftanstrengungen bis jetzt gewesen sind. Sie haben in Flandern vorgebant mid haben dem Feinde doch anderwärts keine Blöße gegeben. Und mit dem Kaiser fühlen wir es gerade jetzt tiefinnerlich nach, was er in den Worten seines letzten Aufrufes gesagt hat: „Wir kennen, unsere Kraft und Stärke und sind entschlossen, sie zu gebrauchen." Alle Deutschen sind heute mit vollem Herzen dabei, wenn der Kaiser dem Feldmarsch all v. Hindenburg seiner: me verlöschenden Dank ausspricht. Auch die Geringen des Volkes, denen der Blick nicht geöffnet ist in die Geheimnisse der großen Zeit, freuen sich :nit Dankgcsiihlen und haben Grund, mit dem Kaiser gehobenen Herzens der Zukunft entgegen- zugehen. * Wir dürfen uns aber jetzt einmal leise fragen, ob unsere Gegner irgend etwas Aehnliches besitzen, auf das sie bauen und vertrauen können wie wir? Wir brauchen nur m die heutigen Meldungen zu blicken, um Antworten genug darauf zu finden. Lloyd George baut noch ans Rußland, dessen provisorische Regier -ng neben dem Eingeständnis ihrer erneuten Niederlagen noch einmal eine rnilitarischeReorganisation ankündigt, um den Feldzug fortzusetzen. Lloyd George hatte auch vor einigen Tagen noch aus den jungen Staatsmann Kerenski und dessen Können vertraut. Aber was er vor dem Unterhause da in Händen hielt, war doch nichts als den russischen Mut der Verzweiflung. Kann das Rußland des Tereftschenkv denn augenblicklich anders reden als es in dem neuen Umschreiben an die Verbündeten geschieht? Inzwischen werden jedoch die im stärksten Sinne „provisorischen" Minister voll Unruhe aus die Revision der Kriegs- zielc warten. Wo ist Vertrauen unb Sicherheit in der Entente? Tie französischen Bäume, die in den Himmel wachsen wollten, sind abgesägt worden, und nachdem im englischen Unterhaus binnen weniger Tage ein ganzes Schock von Ministerreden über die „Annexionspolitik" erzwungen worden sind, hat dieselbe elektrische Spannung auch in die französische Kammer hinübergegrisfen. Herr Ribot will heute neue dringende Anfragen beantworten. Das sieht nicht aus wie ein starkes Vertrauen in den Sieg der flandrischen Angriffe! Einmal muß doch iit den Ländern der Entente nach so vielen Enttäuschungen auch der Zusanimenbruch. des von Lloyd George und Wilson genährten Völkerglaubens kommen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 2. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Keine besonderen Ereignisse. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Der Feind griff beiderseits des Casinu-Tales zu wiederholten Malen heftig an — unsere tapferen Truppen blieben im Gegenstoß und im stundenlang andauernden Nahkampf Sieger. Die russische-rumänischen Divisionen mußten unter schweren Verlusten in ihr- Stellungen zurückweichen. Die A rm ee d es Genera lob erst vo n Kö veß gewinnt unter Kümpfen Raum. Die Höhen östlich von Mragoissa in der Dreiländer-Ecke und die Gegend nördlickn von Kinwoftmg sind in unserer Hand. Heeresfront des Generalfcldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Streitkräfte des Generaloberst von Bötun-Er-nroli dringen unmittelbar südlich des Dnjestr gegen die russische Grenze vor. Der Mündungswinkel des Zbrucz nnlrdc znm größten Teile vom Feinde gesäubert. Italienischer und Balkan-Kriegsschanplah. dtichts zu melden. Der Ehes des Gcncralstabes. Die feikkölichen Mitzerfolge in Flandern. Berlin, 2. Aug. (WTB.) Südlich von Ipern, d. h auf den: 12 Kilometer breiten Fvmctteil bis La Basse,' Bille scheiterte der AuMr-n bereits ftr beu Anfängen Hier wurden die Engländer aus unserer Berteidü svforl wieder hinausgeworfen und konnten sich nur :n einigen Trichtern: halten. Sie hatte:: demnach einen vollen Mißerfolg zu verzeichnen. Auch der kärgliche Erfolg von 2 Kilometer Tiefe, den der Fenck> östlich Upewn im Trichter- gelände zu erreichen vermochte, und der sich rm Nordosten von ■ Dpern bis etwa 3 Kilometer Tiefe Vertiefte, konnte an der Tatsache, daß der Dirrchbruchsverfuch gescheitert war, nichts ändern. Um den Ruhm, Bixschovte ge- nornmen zu haben, bewerben sich tzleichyerttg die Engländer und Franzosen. Auch nördlich von Ipern trvcrde der TMrch- brnchsversuch des Gegners zum Stehen gebracht. St. Julien ist dem Feinde wieder entrissen. Die Tatsache, daß sowohl die englischen wie die französischen Berichte sich auf das Regenwetter berufen, lassen erkennen, daß der Feind sehr wohl fühlte, seinen Mißerfolg entschuldigen zn müssen. Es kommt noch hinzu, daß die Berichte der Gegner von dem Einrichten in der neuen Stellung sprechen und dadurch indirekt zugeben, daß der Durchbruch nlißlungerr ist. Dei:n ein Anrichten in der Stellung nach so kärglichem Erfolg ist mit dem Gedanken eines beabsichtigten Durchbruches mit dem nachfolgendeil Aufrollen der gegnerischen Armee nicht mehr in Einklang zu bringen. Berlin, 2. Aug. (WTB. Nichtamtl.) 9km zweiten Tage des großen flandrischen Angriffs verinochten die Englcpcher an keiner Stelle vorzudringen; sie büßten im Gegenteil sogar verschiedentlich Geländegewinn des ersten Tages wieder ein. Der 1. Augnst begann mit strömendem Re^en und einer auffallenden Ruhe der englisch- französischlfn Angriffsartillerie auf der ganzen Front. Diese Erich üpfungspause der sranko-britischen Artillerie^ war weniger durch schlechte Sicht verursacht, als vielmehr eine Folge der tatkräftigen Abwehrwirkung der deutschen Batterien. Den ganzen Vorniittag über rafften* sich die Engländer mtr zu schwächlichen Angriffs Handlungen aus, so zu Patrouillenvorstößen südlich des Nieu-vrt-Kanals und Teil- angrifsen östlich Eostaverne, die glatt abgeschlagen tmuden. In Gegeiü) Holsebeke wurden englische Bereitstellungen rechtzeitig erkannt. und ein hier beMichsigter Angriff durch Vernichtungsfeuer unterbunden. Erft gegen Mittag nahmen die Engländer das Artilleriefeuer gegen den Angriffsabschnitt des Bottages wieder cnif. Um 2 Uhr setzte starkes Zerstörungsfeuer von Bixschovte bis an die Lys ein. das sich von 4 Uhr an gegen den Abschnitt Langematt-Hollebeke zum TrrnnmÄfMer steigerte. An den um 6,30 Uhr abends einsetzendcn starken jmb tief- gegliederten Angriffen beteiligten sich die Frcvrzosen nicht, die sich am 31. Juli dazu hergeg^ben hatten, neben Australiern. Neuseeländern imb anderen englischen Hilfst,olkern für ein rein engli- sches Kriegs ziel, die Eroberung der ffandrischen Küste, zu kämpfen. Befouders heftig waren die englischen Angriffe gegen Langemark. Durch Einsetzen von Flammenwerfern beiderseits der Bahn ver- suchten sie vorzukommen. In erbittetten Nahkampfen wurden sie jedoch abgewiesen und scher den Steenbach znri'ickgelvorsen. ^.'licch an allen aicheren Stellen lvaren englische Zkngriffe ergebnislos und Verlustteich. Bei St. Julien wurde das Herankommen der Engländer bereits durch das kräftige MwehrseUer verhindett. Bei Frezenbere und Wefthoek wurde erbittert gekämpft mit 'dem Ergebnis, das die Engländer überall im Gegenstoß geworfen ii'urben und an zahlreichen Stellen die deuffchen Linien weiter vorgeschoben werden konnten. Dasselbe Schicksal erlitten die briti- Ichen Angriffe 'zwischen Hooge und Hollebeke, wo die vorgehende Reiben der Engländer durch das flankierende Feuer der deutschen Batterien südlich der Lys schwerste Verluste erlitten. Die englischen Angriffe ließen überall die Enlj chlossenheit des ersten A n gr i f fs t a g e s ver. missen. Mühsam und schwerfällig stapften ihre Sturmwellen durch den ausgeweichten Boden vor. Jmmerwiedergeriettn N.eln flankierendes Feuer, so daß chre Kraft und ihr Angriffsgeist gebrochen war, ehe der deutsche Gegenstoß sie mit Unwiderstehlicher Wucht ttas. Bei der Wiedererob-nung der am Vormittag des 31. Juli teilweffe ausgegebenen deutschen Sttlffm- gen kannte cm lleberblick über die erschreckend hohen Verluste ge- nonnnen werden, Mit denen die Engländer ihre geringcii imd so bald wieder verlorenen Geländegewinne bezahlt hatten. Das Trichter- feck der Abwehrzone ist mit englischen Gefalleneft übers ät. die oft ^in dichten Rechen niedergemäht wurden. Des Kaisers Dank an Hindenburg. B e r l i n, 2. Aug. (WTB. Llmtlich.) Seine Maiestät der Kaiser sandte an Generalfeldmarschall von Hinden- b urg folgendes Telegramm: Es ist mir ein Herzensbedürs- rns, Ihnen, me:n lieber Feldmarschall, am Schlüsse des dritten wahres dieses gewaltigsten aller Kriege, in dem Sie fortgesetzt m:t glänzender F eldherrnkunft der lieber macht d e r Fe in d e g e t r o tz t unb u n s'e - rem Heere den Weg zum Siege gebahnt haben von neuem meinen Nie erlöschenden kaiscr- { X aI auszüdrücken, indem ich Ihnen hierdurch dc:s Kreuz und heu Sterri der Gwßchmture meines königlichen Haltsordens von Hohenzollern mit Schlrerteri: verleihe. Die Ordensabzeichen werden Ihnen unmittelbar Wilhelm 1.8. * * Englischer Heeresbericht . vom 1. August, liachnifttags. ...AAlub des K a nals Y pern—Co nt i ,tes fülirtei ffciiict« uachkttche Unternehmungen.zu einer Berbesserwrg unserer Linie, p-emdliche Gegena n g ri^fe wurden gestern nackflnittag n.nd cnn Abend gcg^i bei La Bassee imb'mtmxtM- bvn norblcd) Ypern—Loumres erfolgirick abgeschlagm geiler nördlich m der Nähe der Elslnrbalm Ppern -Roulaers wurde em weiterer daMcher G^iongttsf nachts durch imseve «rie erstickt, s W c t t er i ft weiter u n g ii n st i g f ü r d i e U n SSäüviwer Regen liierrscht seit dem frühen Nnävnrttag des g^trlgrm Tages. Wir machten wuvts euren erfolg- verölen Angriff östlich des Wäldes von Greiiier. . . vom 1. August. »7 11 \ te ^ gMyen Tag über. Durch eine erfolgreiche vrttiä^ Unternehmung an unserer \mtm Sckllachtirolit umihV uuinr cHrhnfviT 3mbv\wtbi' ein WKma iwr-' l Sf cr C s:; -Uiyriffes gsuamren uirfav Juttcrtcit aus bcait Ostujer des AserklMäkZ weytzex Gelände. LärchtS toirrben gegen lorfrw neue SteüLrng öMich irrtb nordöstlich von Dvern rwrschen 29^ftiwef imL St. Julien von fttrrfcn feindlichen Kräften ijejitgf Ge genang ri ffe .luttentantitiren. Ibtferc Truppen widerstanden den wiedrrtolten feindlichen Versuchen, ims von einer wichtigen Stellung gelegenen (Gelände, das wir gestern M d'.ei-er Gebend genomwen haben, zu. vertreiben. .Aber unter dem KrucL der feindlichen Angriffe und mich einem hartnäckigen^Kannst wurden wir gezwungen, unsere vorgeschobenen Truppen aus dem Dorfe S!t. Julien zurückzuzie- hen. Beso-nders erbittert wurde Um den Besitz des Dorfes Westhoek gekämpft, dessen westlichen Rand unsere Truppen jetzt Hallen.. Nach- mittag griff der Feind wieder bei der Eisenbahü Ipern—Raul es gn. Bei derst zweiten Angriffsverfuch gelangest hm, in int ferc vorgeschobene Stellung ttuif s ch ma le r Front Sl ^3 ndringen. Der Kampf ist noch im Gange. Die Zahl der gestern von den britischen Truppen gewachten Gefangenen über trnU .soweit bis irtzt bekannt. .5 00 0 . darunter 95 Offiziere. AnNer- öent NTurden ein paar Kaiwn-en und eine Anzahl Maschinengewehre und Grabenm'örser erbeutet, aber die genauen Zabilen können nicht Zfestgeftellt werden. 0>estern blieben, obgleich dos Wetter das Fliegen fas' unmöglich mochte, unsere Flugzeuge den ganzen Tag über Ul Fühlung 'mit uirsever vorgehenden Infanterie. Auch feindliche Flugplätze und Transporte von Infanterie wurden mit Bomben Maschiuengeivehrfeuer erfolgreich angegriffen. Die wenigen feuwlickten Flugzeuge, die zu fliegen versuchten, wurden angegriffen und sechs abgeschosserr. Drei unserer 'Apparate werden vermisst. Dw Zahl der 'fern.' Juli gemachten Gesang ene n beträgt 40,>9 Marm, darunter 88 Offiziere. Die Zahl schließt die Gefangenen ein. die bei den gestrigen Unternelchtungen gemacht worden sind und die Sanrmelstationen imr 6 Ikhc abends erreicht haben. Das erbeutete Gerät schloss acht Feldgeschütze, 53 Maschinengewehre und 32 GraüenwHrfer ein. Kranzöstfcher Bericht vom 1. August no ch nrittags. . Jic Belgien befestigten unsere Truppen nach ihrem gestrigen prächtigen Erfolge unter strömendem Regen die erobertenl Stellrmgen. Der Drtilleriekampf hielt an der ganzen Aisnefront an. Oesffich von Cerny ermöglichte uns ein kräftiger Gegenangriff an melieren Punkten vorwärts zu kommen und etwa 30 Gefangene zu machen. Auf dem linken Maas-Ufer, in der legend! Ovifcks-en Aüoeourt und der Höhe 304, griffen die Deutschen nach rnehrtägigen Artillerievorbereitungen heute morgen die Stellungen an, die wir ihnen am 17. Juli entrissen hatten. Der Feind konnte nur em Kriegspresseguartiec wird gemeldet: Du Lnrwn der Verbündeten laufen von Mielnica iiber Zastawna und' OzechlLy zu den Höhen südöstlich von Mibowa Überzügen dann ben 1300 Meter hoben Querrücken in das Suczawa- Tal,^ wo du österreichisch-ungarischen Truppen südwestlich von Frawr rnn ^den Eingang in das Radautzer Becken känipfen D«nn geht du Front über das 1400 ?Reter hohe Gebirge im Moldawa-Tal westlich von .Knnpolung, um sich dann etwa 20 Kilo- -Meter südlich, von Dvrna Watra in die alte Karpatheufront der .Mpsen einzufüg^r Die Heere der Verbündeten sind im konzentri- schen Vorma^che gegen Czernowitz, das Radautzer Lücken urw die Ätadt sereth. Im Hochlande zwischen Dnjestr und ^ruthmcyt der Gegner seinen. Widerstand durck, das Einsetzen von Verstärkungen zu versteifen. Die verbündeten tapferen Heere durch- vrechcu ni unerinudlichem Angriffe Stellung auf Stellung des sich bartnackig wehrenden Gegners. Im Gebirge nutzt der 'Russe me Vorteile des Geländes, wo es nur immer nröglich ist zur ^tterdigung aus. Diirch geschickt angelegte Umgehung und häden- mtutige Anstürme entreißen ihm auch hier imfere unvergleichlichen Truppen Hohe aur Höhe. ar.Jf* 1 ■ r fr italienischen Front überstieg nirgends das Artilleriefener oas gewöhnliche Maß. Oestlich von Arabba überfielen tapfere Standes,chirtzen einen feindlichen Posten. Die Italiener hatten sechs -^.otc. Bei Prezzzo in Judrkarien gelang es unseren Sturmtrupps zwei Offiziere und 39 Mann als Gefanacne einziibringen. Die schweren russischen Verluste. Bc rlin, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Bei ihrer kürzlich „ln'ernominenen und w tatastriphal verlaufeneu Offensive haben Russen qmiz Lußevordentlich, sckpverg Verluste erlitteir Am l. JUli wurde dre 23. Division fast gänzlich aufgerleben. Van der mmbiNieren sibirischen Division blieben nach dem Angriff pro Komvngme kaum 40 Mann übrig, ebenso vom 10. finländischen Schartzenreginrent. Von einzelnen kehrt;n läuni dreißig Mann zriul. äa. s .znmnterie-Reguiiieut 293 der 74. Division'ist ebenfalls san aufgerieben. Die 108. und die 153. Division wurden, als der Angriff nickü vorwärts kam, zur Unterstützuug eingesetzt Sie Eitlen derartige Verluste, daß sie 1 bis 3 Tage bereits zurück.g>zo- geir N'.erden inußten. Vor einem Frontabschnitt von drei Kilometer Breite wirrten allein viertausend Leichen gezählt Vielfach waren die i'lNnicken gtegmuenter euffchieden gegen die Offensive Unter en, um die Kampfesstärke des Heeres wieder her- ?u stellen. Die Regierung hat die Absicht, die Wiederherstellung der Autorität durchzu führen, um allen Ge fahren die Spitze bieten zu köimen, imd von diesem umvid-erruf lichen Be,chluß wird sich ^Rußland durch keine Schwierigkeit ab- bringen lasten. Zlngesichts der Bedrohung durch den Feind werden -,aud und Heer mff neuem Milt die große Aiffgabe des Wiederaus-- lebens forffetzen und an hex Schwelle, des vierten K'riegsjahres ihren zukünftigen Feldzug Vorst ereilen. Wir glauben, da ßdie russffchen Bürger alle ihre Benrüliungen zur Vollbringung dieser heiligeir Gesetze der Ver terdl^ing des geliebten Vaterlandes vereinen werden. Stark in diejem Beroußtsein, sind wff überzeugt, daß der Rückzug unserer Heere nur vorübergehend sein wird, und daß zur be- Ittmmten Sttmde der Vormarsch im Na wen der Verteidigung des Vaterlandes und der Freiheit wie- ocr aufgenomnien, und daß die große Aufgabe siegreich erfüllt werden wird. Die Erklärung ist von Tereschtschenko unterzeichnet. Brussilows Rücktritt vom Oberbefehl. Petersburg, 1. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reu- I lermeldung B r u s s r l o w hat der provisorischen Regierung ,eme Entlassung angeboten. Kornilow wurde zum Ober befehlshaber über die russische Armee ernannt. T sch er re t! 1 - l L? ? V ^ er bisher die 8. Armee befehligte, wird Ober befehlshaber -m der Westfront. Tcrestfchenko und die Erklärung des Reichskanzlers. ' Petersburg 31. Juli. lWDB.) Bteltmug der Peters sturger Telegraphen-Agenttir. Im Hinblick auf die heute von dest Blattern veröffentlichte Erklärung, die der deutsche Reichskanzler den Vertretern der deutschen Presse gegenüber abgegeben hat und in der u a,. Erklärungen erwähnt sind, die dar Minister des AeunernT.e re st schenke getmr haben soll, hält es der Minister des Aeußern für unerläßlich, aufs Meventschiedenste die von Dr. MichaeliS-dem russnchen Minister des Auswärtigen zugeschriebenen ErklärnngOr über die Ziele, die Frankreich angeblich in dSesem "erfolgt, m Abrede zu stellen. Der russffck^ Minister des Aeußern habe keine Proteste formuliert und der sranzöffschen Re- grerung keme besonderen Erklärungen abgegebeir, außer der all- gem«Wen Erklärung der vorläufigen russffck)eu Regierung über die .Meg^rele, ote lic am 18. Mai allgemein zur Kennvns gebracht haü Diese Erttärung, die eine freundLickse Llufnahme gesunden habe, wer^ Gegenstand einer gründlichen Prüfung auf der inter- aN-nerten Konferenz fern, die denrnächst stattfinde. Die Ausflüchte der frauzSfifchen Presse. ^ h-S*£: (AB.) Die französische Presse ver- offentlrcht endlich, dre .ErLlarmiWen des Reichskanzlers und Ms Grafen Ezernin. Gleichzeitig erscheütt die Erwi-deruna -^bot^ m der Kammer. „Journal des Testats" schreibt' .Michaels wird nremcmdne überzsugen können, wenn er versucht die Anklage über die Bevantwortung für den Krieg zurückzu- nfersen, auch dann nicht, nwnn er in der Politik jener macht, die die Haupvopfer des Angriffs von 1914 norden sollten, und die pur von Eroberungssucht zu denunzieoeu versstxcht." „Tcmps" sckreibt: „Der Kanzler unternimmt eine diplomatische Offensive gegen den angeblichjm Jmerialiswus Fvant'reichs^ um die russische Demokratie über die militärffche Offensive Deutschlands im Osten hrnwegzutmischen. Wir werden Deutschlmrd auch weiterhür für den von ihm vorbereiteten .Krieg, den es lwute mit Willen fort- ctzt zur Rechenschaft zichnr." ,^vurn-al" schreibt.- „TerKanzler wollte zuerst Mrßrrauerr über das Gchemrnis der Erörterungen im französischen Partarnent erwecken, dann Mißverständnisse über den Gang bjf politischen Maschm« Fvankreickfs säen, haupffmhlickf aber , nwltte er bei den Russen die Meinung erwecken, daß die m,n,cke Regierung den Krieg zur.Befriedigung imperialistischen Bestrebungen prrankveichs hinMehe." „Petit Parisien" fchreibt: „Greift der Kanzler an, um sich besser zu vertediaen'^ Die Urheber des Krieges wohnen in Merlin und Wien." Tie Tiberte" führt aus: „FranMeichi will iriemanden knechten, es will nur Bürgschaften gegen die Wiederholung des Au^isss haben, nicht mehr." ' ^ L,,s Bern 2.%xa (WTB.) Der „Matin" schreibt zu den Enthüllungen deS deutschen Reichskanzlers über die sran z ösi- T cr 0 ^ e r ^ n V ^ u. a.: „Die Kriegsziele der Mliier- etn wurden in ^>chriftMcken nub Noten, wie die Verbalnote an Präsident Wilson, und in Mrnisterr.eden proklamiert und nach der Äonfwenz der letzten Woche wieder fornrulrert. Der Reichskancker wird nicht eine einzige Forderung finden, die nicht durch die abw- Me 'Notwendigkeit eiugeg^en ist, die künstigeir (Generationen vor eurer neuen Katastropbe zu schlitzen." Das Blatt hebt es als merk- wurdig hervor. daß gleichzeitig mit dem Kanzler der österreichische ungarische Münster Czernin Erklärungen abgab und auch dev Abg. Erzberger sich aussrag^n ließ. So erscheine der ^mferenz rn Stockholm^ zu prüfen, die vom holländisch- ausgepangen sind und von dem Ausschuß des russischen Arbeiter- und Soldatenrates unter-- stützt wurden. Als Maedo nald von dem aus führenden 2lus- schuß der Arbeiterpartei zum Mitglied des Ausschusses. für die Konferenz ernannt wurde,' habe er es für sehr schwierig gehalten, mit Macdonald zii gelfen, um ihn auf dem rechten Wege zu halten. Diese Beinerkung wurde vom Hause mit großer Heiterkeit auf genommen.. Heilder so n fuhr fort: Er halte die internatioiiale 5tonferen^ für unmöglich und habe sich deshalb entschlossen, doratis hmzuwirkeii, daß sie nur eine beratende Körper-- sch a ft werde, und nicht rmstarrde sei, die Kriegführend-em: durch die Stimmen der Neutralen zu binden. Es ivürde ern. Vorteil für Eiigland fern, rvenn seine Stellung dem Auslände, svo sie vielfach nrrßverstanden lverdc. klar gemacht werde, ebenso wie auch die der soAalistis^en deutschen Minderheit. Er habe seine Haltung dem Kcki^ge gegenüber nicht gehindert und sei bei seiner Reise rrach Paris nur von den Interessen des Landes geleitet worden. Nach der Re deHendersons forderte Mark Sykes Lloyd George aus. eine Erklärung abMgeben, daß die Regierung nicht nnc dem Frieden spiele. Wenn sich dieser Eindruck sestsetze, würde das ganze Königreich erschüttert werden. Lloyd George erwiderte : selbst hat nicht im geringsten ihre Anszitcht über die einzig möglichen Friedensbe- dtjn! g ii Tt g e n g eändert, die nfft der Ehre und Sick^erungi Englaiws cm Eiirklnng standen. Wir beabsichtigen gewiß nicht, air erner Konserenz wie der geschilderten teilzunehmen, iveder durch V^tteter noch durch Teilnahme eirres ?NffGliedes der Regierimg. Ich sage ferner ohne Zögern, daß wir keiner Parteikonferenz gestatten werden, über die Friedensbedingungen zu entsäfeiderc oder diese zu diktieren. Die FriedenÄ-Änngnngeu müssen zur Berant- A^"lug der derzeitegen Regierung gehören. Was Henderson^ Stellung bettifft, so befand ich mich gerade in Paris, als föe S«a,e erörtert wurde und er und die Arbeiterpartei ihre Beschlüsst' mßten. Wir waren nicht in Paris, um die Friedens- stedingungen zu erörtern, sondern die besten Me-- thoden zur erfolgreichen Fortsetzung des Krieges. und nnr beabsichtigen, die Konferenz der letzten Woche in we- nrgeir TaEN iir London fortzusetzen. Lloyd Gwrge äußerte sich rcker die Doppelstellung Hendersons als Mitglied der Regierung: und als Arbeiterführer. Dabei hielten sich die Vorteile und Nachteile cne Wage. Hendersoii wirkte stets kom'eguent bei allen Maß- :cgem zur Fortsetzung des Krieges mit. TsteS sei ein Vorteil, der ich aus seiner Verbindung mit der organisierten Arbeiterschaft ergebe. ^yd George fuhr fort: Einige Abgeordnete gJau&en, daß rnefe Verbindung unglücklich sei, aber das Hans müsse erwägen, ob es wünschenswert sei, daß man davon abginge. Die Regierung werde ebenfalls die Frage erwägen und auch die ftanzöfischen Mi - Nister, die sich in derselben Lage beftnden, um Rat zu ftagen. Ich verzweifelte nie an der Sache der Mliierteii unjd bin überzeugt, daß Rußland sich erholen w i rd. Die Männer der fetzigen russischen Regierung wollen die Kiaft Rußlands organisieren, um gegen Deutschland zu kämpfen, aber sie haben mit uniibecwindlichen Schwierigkeiten zu ttm. Man muß auf Rußland MEicht nehmen, um nickst die unheilvollen Einrlüsse zn sordern, die in Rnßland gegen die Sache der Alliierten am Werk linh s n?nrr nrift? 'WnüInYTS __... mu & Rußland Gelegenheit geben, sich miederherzustellen ', die Ei n h e i t n a ch a u ß e r Lloyd George forderte das Haus aus, ^ ^ M wahren. Von England hingen die Alliierten mehr ab als vor entern anderen Lande. W/enn wir, sagte er, beginnen, uns zi trennen mid zu spalten und die wertvollen Kollegen einen nack dem arrderu in die Arnre derer werfen, die für paziftstische Ziel< kämpfen, dann muß ich wirllich an unserem Siege verzweifeln R o t t e r d a m , 2. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Der „iNeuwl .Rotterdamsche Courant" meldet aus Londmr: Henderfon teilt' rn »einer Rede im Unterhause noch mit, daß die Versammkima ir Paris, der er beiwohnte, das Datum für die internationale Koir serenz in Stockholm abgeändert habe, um den amerikanischer Arbcitervertretern den Besuch der Konferenz zu er möglichen. .Daily Telegraph" bleibt bei seiner Opposition gegei die Reise Hendersons nack Paris nnd gegen die Konferenz ir Stockholm. Mornin g P o ft" schweigt, „Time s" bemerkt, daß .Hen- derson seine Haltung aus Rücksicht auf Rußland geändert habl und ftrgt sich auch nur mit Widerstreben in die neue Lage. „D a i l y C h r o n i c l e" und „M a i l v News" treten sichei ^egen die Personen auf, die mff ihrer Opposition die englisch-russi- cheu Beziehungen erschwerten. Die französischen Sozialisten und die Stockholmer Konferenz. Pari s. 2. Aug. (WTB.) Meldung der Agenec Ho heftige Angriff des Kanzlers gegen die ftanzösische Diplomatie unter neue Friedens.- Line Erklärung der russischen Regierung. ^ 2. Aug. Die Petersburger Telegraphen-Agentur mel- vet. Dre Regierung richtete folgendes Telegramm an die diplomatischen Vertreter Rußlands bei den alliierten Mächten: einem neuen (^esichtspirnkte. Es handle sich um vorschläg^ Der neuen Lage gegenüber sei die Haltung der Entente nnsackp Man miffse den Kanzler, Czernffn imd Erzberger bitten ihre Angebot egeiuiu zu umschreiben. Unruhe in der französischen Kammer. ...Bern, 2. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die fran- z o s i sch e K amm er zeigte gestern, wie Lyoner Blätter be g l°x^c U . n I u .^ e * Ribot wurde hiervon benach richtigt und trac mit Painteve im Parlament ein. Sofort nach der Ankunft Ribots erklärte Renaudel. er wünsche die Regierung u b e r d r e a l l g c m e i n e P o l it ik so schnell als möglich zu interpellieren. Ribot erwiderte er )ci bereit, die Interpellation auf heute ansetzen zu lassen/ Henderfon und feine Reife nach Paris. London, 2. Aug. (WTB.) Meldmig des Reuterschen Vureairs. Unterhaus. D nnc anno n beantragte Vertagung des Hauses, um dagegen z-n protestieren, daß das Kriegskabrnett Henderfon gestattet habe, mit Ramsay a c a I b nach Paris zu gehen, um aii der sozialisti- )chen Konferenz teilzunehnten. Henderfon erklärte darauf er sei nach Parts auf Eürladimg der französischen imifizier- r • ?SS? U ^ Gtt gegangen, um die Abmachungen für die sozrattsttiche Konferenz der Alliierten vollständig zu machen nnd um die Einladmtgen der internattonalen.Sozraüsteii- vas. Der Sekretär der sozialistischen Partei D u b r e u i! ho folgenden Brief erhalten: „Nach den von dem zustmidige Berwaltungsratsausschnß der russischen imd englischen Dell gierten angenonnneiien Beschlüssen, die Ort nnd Zeit de internationalen K o ii f e r e n z scftsetzen nnd sich m den Konferenzen der Alliierten untereinander befassen, c\ klären die Unterzeichneten Mitglieder des ständigen Berwa tnngsausschusses und der sozialistischen ParlamentSgrupw daß sie hinsichtlich des Charakters, den die Beschlüsse de internationalen Konferenz zu geben scheinen, alle Borbehall machen. Sie sind der Ansicht, daß die Frage nach dem Ui sprung des Krieges unt^ den Verantwortlichkeiten für de Krieg an die Spitze der Tagesordnungen gestellt werden sol Sie verlmigten als vorhergehende Bedingungen ieglicl)er Ei örtermrg, daß die sozialistische Alliiertenkonferenz beschließ, Utf) nur dann an der internationalen Konferenz beteilige zu wollen, wenn diese Bedinguiigen gestellt und angenomme wird. Falls die sozialistische Alliiertenkonferenz anders bc schließen sollte, würden sie an den Nationalkoiigreß appellic ren, unt vor irgend einer internationalen Vereinigung er zn beratschlagen." Es folgen 39 Unterschriften, darunter die wenigen der Abgeordneten Bracke, Compere-Morel, Teieann Grousser, Gnesde, Lauche, Neber, Farenno. * * * Lord Grep schwer erkrankt. Berlin, 2. Ang. Londoner Blättern zufolge ist de frühere englische Außenminister Lorch Grey so schwe erkrankt, daß an seineni Aufkommen gezweifelt wird. * -lmerikanische Anleihen. Washingtons. Aug. lWTB. Nichtamtlich^ Rentei Tie amerikanische Regierung hat England nn Frankreich neue Anleihen im Betrage von 185 nnd 16< Millionen Dollars zur Deckung ihrer Ankäufe in Amerik. während des Monats August gewährt. Der fpanifche U-Boot-Erlaß. Berlin, 2. Aug. Die deutsche Regierimg richtete ii der Angelegenheit des spanischen U-Bo ot-Erla ss e^ erne Note an die spanische Regierimg, die emen P rotes eiithält und ihn mit juristischen Ausführungen begründe! Die Antwlvrt der spanischen Regierung ist 'noch nicht ein gegangen. Der Reichskanzler in Wie^. ^ l t( L n ' 7 .?US- (WTB. Nichtamtlich) Reichskanzie Dr. M icha elrs rst heute mittag von dem Kaiser nnl der Kaiserin in besonderen Audienzen elupfanücn wor bei &bx twf rtrrcb bfjtm Kaffvrp««r cm MMüÄ ML, »r bcm gelabert waren : R-eichskwnFLer Dr. Michaelis, Uii±ca> staaLssekretirr v. 0tirarm, ßcgüitioatöfctretdr tr. Prittwätz, Botschafter Graf Wedel, der deutsche MifitckrbevDllmäch-tägte Äencralmaj'vr Grarnan, der ^Minister des Auswürttlgen Graf Ezerutn, Botschafter Prinz Hohenlohe, erster Ob-erschof- inerster Prinz 5^-ohentohe, GeneratadiuLl.nt Prinz Lobiowitz, dre Finge ladjutanteu OberstieuLmmi Bru-ngier und Major Graf Hunpady, und die Hofd-crme Grafat Schö,nborn. ^ ^ u' Aug. Gestern fand beim deutschen Botschafter Grafen Wedel und Gemahlin ein Abendessen Itatl, an dem auch der Reichskanzler Dr. Michaelis mit den Herren seiner Bgleitnng teilnahm. , *££??& (WM, Nichtamtlich.) Kaiser Karl hal dem Reichskanzler Dr.. Michaelis das Großkreur des ö J'J?! e "-Ordens verliehen und ihm die OrdensabzeiL-ell anlatzltch semer heutigen Audienz persönlich überreicht. Zeettieg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 1. Ang. (Amtlich.) 9&ue N^Boots-Erfolqe auf Dem nördlichen Kriegsschauplatz: 24000 BRD. Unter beit versenkten Schiffen befanden sich die englischen Dampfer .^Valetta" (5671 Donnen), vollbeLaden auf dem Wege nach England, ,^Lecm-g Chovn" (5607 Donnen), mit Stückgut von Australien für die englische Regierung, ,',Castleto 7 v' (2395 Donnen), mit Eisenerz von Frankreich nach England, und ein großer Nollbeladener, durch Zerstörer gesicherteri Dump rer auf dem Woge nach England. Der Chef des AdmiraLstabes der Marine. Berlin, 2. Aug. (Anttlich.) Im Atlantischen O ze el> Scheit Md -5änüppel ^twa 9 Ztr. wiegt. Der Verkaufspreis wird später festgesetzt und richtet' sich nach den tr%kltm durchsckmittlichen Verkaufspreisen des letzten Jahres, dem der noch ervmchfende Fuhr- und Sägelohn Mgeschlagrn loird. Uml emen Ueberblick über den Bedarf der Bürgerschaft an Brennholz zu erlangen, wich die Bürgerschaft hiermit aufgefordert, bis.spätestens 11. Mrgust anzmntelden, welche .Holzart ^rd -menge sie für dm bevorstehenden Winter zu erhalten wünscht. Die Anmeldung soll in der Woche vom 6. bis 11. August .1917, vormittags von 8 bis 10 Uhr, in den ^Geschäftszimmern der einzelnen Brotm-arkenbezirke erfolgen. Eine Verbindlichkeit zur Lieferung der angemeldeten Hvlz- mengen wird nicht übernommen. ** Der Handel mit Zigarren, Zigaretten, Rauch-, Kau- und Schnupft a b a k (Tabakwaren) wird durch eine Bekanntmtachnng in imserem heutigen Blatte geregelt. Wir weisen besonders darauf hin. ** .Das Kreisblatt Nr. 132 enthält Bekanntmachungen über Hilfeleistung in der Landwirtsäaft, Verordnung über Gerste, Milzbrand m Göbelnrod, Räude in Neiskirch-en, Derjühnmgsfristen im Wechselrechte, Verteilung: von Flugblättern, Versammlung des Kreisamts. Höchstpreise fiir Kartoffeln, Beschaffung von Brennholz, Feldpolizeiliche Anordnung und Feldbereinigung Lang-Göns. l Hessen-Nassau. J~ Griesheim a, 'M., 2.Ang. Der Kampf gegen den Kohlweißling ist hier planmäßig organisiert worden. UMer Führung von Lehrern und Lehrerinnen durchstreifen Mädchen- kolonnen die Feldmark und alle Garten, und vernichten die auf- geftmdenen Schmetterlinge, Raupen und Eier. Sport. u. Heuchelheim, 2. Aug. Trotz der zahlreichen Kriegsbe- orderungeu, die besonders unsere aktive Turmerschaft trafen und einerseits ihren Mftgliedcrstand stark lichteten, andererseits aber auch infolge dÄ zugunsten der Kriegsteilnehnrer abgeschlossenen Krtegsversiäurung starke Ansprüche an die Vereinskasst stellten lteß es ftch Witter Turnverein nicht nehmen, das am letzten Sonntag abgehallene Feldbergfest wiedenvn wie in ftüheren Jahren zu beschicken, und der Verein dürfte aitch mit dem Ergebnis des Wetturnens recht zufrieden sein. Von den 10 hrnausgeschickten Turnern erlarrgte Hernr. Wagner in der Oberstufe 13 Punkte: aus 'der Unterstufe erzielte Herm. Freitag einen 3. Preis mit 66 Punkten, Rudi Kreiling errang 56, Paul Volkmann 46, Otto Zehner 46, Otto Schleenbecker 43, Ernst Gilbert 44, Otto Bergen 36 Punkte. richtet hatte, aller übrige Brvefverkehr aber ans Gelegenheiten angewiesen war. * Die „alkoholfreie Zone" Nach Mftteilmtgen ftaw- Mischer Blätter fordert das atnerikanische Gefimdheitsatnt, daß für Kriegsdauer allen Soldaten der Alkoholgemch unmöglich ge»-! macht werde. Deswegen soll jebe Kaserne, jedes Mllitärbüro usw. mft einer „alkoholfreien Zone" umgeben werdkm, d. h. in dem ganzen umliegenden Gebiet müsse jede Art von Alkohol aufs strengste verboten sein. WSchrirtk. AeSerficht derTodersäll« i. ».Stadt Sletze«. 29. Woche. Nom 15. Juli bis 21. Juli 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. Sterbltchkeitsziffer: 26,70*/,,. Nach Atizug von 11 Ortsfremden: 9,43°/,,. ES starben an Z«s. Kinder wachsen« im l Lebensjahr vom 2 bi- iki. Jahr Diphtherie und Krupp 1 — — 1 Tuberkulose and. Organe 2 (1) 1 — KD Krankh. d. Kreislaufsorgane 5(4) 5(4) — — Gehirnschlag anderen Krankheiten des 1 1 NervenshstemS Krankheiten der öarn- tind 2 (2) 1 (1) 1 (1) Geschlechtsorgane 1 (D ld) — — Krebs 2 (1) 2 (1) — — Hinrichtung KD MD — — Verunglückung 1 — — 1 and. benannten Todesursachen 1 (1) Ml) — - Summa: 17(11) 13(9) — 4(2) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben cm. wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröfientlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Medizrnalrat Dr. E. Wal g er, Großh. Kreisarzt- Witterungsbericht. (Oeffentlicher WetterdienfU Fortdauer der bestehenden Witterung. * Luther über das Postwesen. In der Lukherftadt Wittenberg, die ja in diesem Jahre durch das Jubllmm der Reformation wieder in den Mifttelpunkt des Jntcrffses rückt, har man in der Vorhalle des vor etwa zwei Jahrzehnten errichteten Postgebäudes eine Aeußierung Luthers über das Postwesen angelwacht. Die Jchchrift lautet: „Wenn man auch weit vou einander ift mit dem Leibe, doch kann man mit Briefen und Schreiben gegen-, wartig sein und Einer mal dem Andern reden und sein Herz an- zeigen. Martin Luther.^ Luther sprach diese Morte, als Franz von Taxis 1516 die erste Postlinie zwischen Brüssel und Wien einge- Letzte Aachnchten. Eine Neühsüigsgedenkfejer. Berlin, 3. Aug. Nach dem L.-A. findet auf Anregung des Reichstagspräsidenten am 4. August, abends 7*9 Uhr, in der Wairdelhalle des Reichstages eine Feierlichkeit zur Erinnerung an die denkwürdige erste Kriegssitzuug vom 4. Augst 1914 statt. Aßer dem Präsidenten werden Vertreter mehrerer Berufskreise sprechen. Französische Enttäuschung über Flandern Genf, 2. August. Ueber das den Erwartungen io wenig entsprechende mäßige Ergebnis des ersten ^xhlackttages suchen die Sonderkorrespondenten des „Matin" und anderer Blätter im Hauptquartier des französischen Generals Anthoine mit Ausdrücken hinwegzugleiten, wie immerhin höchst beachtenswerter ftan- zöfischer Erfolg, keineswegs zu unterscktätzende Stärkung der mo- ralisckfen Zuveasicht des Angreifers, jedoch warm der „Matin"- Korrespondent ausdriicklich mit den Morten: Hüten wir uns vor Jllusftmen Die Abwehrkrast der Deutschen im Fern- nne int Nah- kaUtpf ist nicht genug zu schätzen. Die detftsche Heeresleitung habe diesmal wieder bewiesen, daß sie durch schwache Besetzung ihrer cingetrommelten ersten Liwe unnütze Opfer zu vernteiden wisse, namentlich sei das im ?lb-fchnitt Het Sas—Boesinge der Fall gewesen. Wv es aber auf die von der deutschen Heeresleitung als wertvoll erkarmte Stellungen ankant, sei die von Hindenburg nach der Somme-Schlacht eingefuhrte Methode des raschen Eingreifens bereitgestellter Reserven unleugbar w i r k sam in die Erscheinmtg ge treten. Als Höllenvifion bezeichnt der „Matin"-Korrespondent den Anblick des gewaltigen Schlachtfeldes, das sich um die 5. Mvr genstunde kurz nach dem Angriffssignal seinen klugen bvt. Kerne Phantasie vermöge den Eindruck auszunialen, den die gleichzeitige Tätigkeit tausender und «rbertausender Geschütze, darunter solche stärksten Kälibers, her vorrief. Selbst Llugetrzeugen der Titanen- kämpfe von Verdun standen diesem Schauspiel wie evvcrs Ungeahntem gegenüber. Schreckliche Episoden spielten sich beim 9ofF tättdige Neuorgaitisatton der Kmtkafits-Armee ungeordnet. Fn der Festung Kars zerstörten die fnenternden Soldaten i. a. das Flugzeuglager. Leimbeschaffung. Der gesamte Leim ist durch Bundesratsbeschluß beschlagnahmt. Er wird nur noch an Gewerbetreibende, die einer Organisation angehören, abgegeben. Wir laden deshalb alle selbständigen leim' verbrauchenden Gewerbetreibenden des Kreises Vließen für Sonntag 5. August, 8V- Uhr vormittags ins «cwerbehaus iKirchstraße 16) zur Gründung „vn Bczugsvereinigungei, -in. Gl-ichz-itig soll die Holzbeschaffung geregelt werden. Der Bezirksverband Gießen im Landesgewerbeverein Gewerberat L. Petri II., Vorsitzender. 5721 D Dreher und Schlosser, sowie 8713V Hilfsarbeiter finden bei uns dauernde Be- schaftiguna: auch geeianete Krieasbeschädtgte können sofort einaestellt werden. Ebenso bietet sich kräftigen Frauen und Mädchen Gelegenheit zum Erwerb. Heyligenstaedt & Co., ÄküongGseUsehaft, Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei, um sofortige« Eintritt suchen wir einen jsnYerll&ssiffeii Maschinisten gelernter Schlosser bevorzugt. Auch geeignete Kriegs- beschädigte können berücksichtigt werden. 5714V Ileyllvenstaeilt & C©., AkttoatfüRolIschafJ, Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei, Ausripper gesucht von V. Flesser, Zigarrensabr., Kaifer-Allec 23. 5731 Für ein Sägewerk wird ein ÜcllilirlaKtiiisl der in der Behandlung vou Dampfmaschinen und elektrischen Anlagen nachweisbar Erfahrungen hat, gesucht. Die Stellung ist für leichten Kriegsbeschädigten geeignet. Angebote mit ^leuanis- abschriften und Gehalts- anfprüchen erbeten an Firma I. Himmelsbach, Werk Eichelödorf 5774sa in Obenhessen. Gesucht ein in der Sägeret geübter Arfe®if©p tauch KriegSiuvalide). Bramm & Harries, Wiefeck. 576(5 Wärter gesucht. 5784 Medizinische Klinik. Kutscher ffcjödjt. | Hoflobnkutfcherei Huhn. Jüngerer Taglöhnrr sowie 5694 Mädchen. welche das Wickelmachen erlernen wollen, gesucht. F. Bender & Co., Äiga rrensabrik. ZeitüngstfägeriD »um 15. a gesucht. 5692 Weinert, Reuenweg 9. TUt. Berkiillsem zum bald. Eintritt sucht 04788 -Tf. iflarth, Seltersweg 75, Fapisr-, Leder- e . Spielwaren. Für ein lebhaftes Geschäft d. Lebensmitielbranche wird eine angehende sachkundige Verkäuferin oder ein I^oliriuüdchen aus guter Familie bei stet gendcr Vergütung gesucht. Schrift!. Ang. u. 5785 an den Gleßener Anzeiger erbeten. Fräniein welches schon einige Kenn: nisse in Buchführung, Steno gravhie und Maschinenschreiben bat. möchte sich gern ans einem Bureau meitci auSbilden. wenn auck die erste Zeit ohne Vergütung. Schr.Ang. u. 04757 a. d. (tz. A. Tücht. saubere Lauffrau ges. Zahnarzt Haubach. 04764 Seltersweg 79. SanbereFran od. M.lüebv» für 2—3 Stunden vorm. ges. Zn erfr. Nord-4lnlage 13 p. 04788 Mädchen oder Iran ur Aushilfe tageweise so ort gesucht. 04766 _ Män Sbnra 14. ZliverWB lüllen für kleinen Haushalt gesucht. Ü4763 Löberstraüe 26,1. Zu sofort oder später durchaus zuverlässiges, sauberes 1 ä d c h o n , welches kochen kann, gesucht. _ Frau Apotheker Ruth, 5633 Vicl.-Drogerie Junger Kaufmann mit guten Zeugnissen sucht StcUnna p. 1 . Sevteinber oder trüber. Schriftliche An- ebvle unter 04710 an den 'ießener Anzeiger erbeten. «SGOLGOG« zur Saat offeriert S8S Heinrich Hahn, Sanienbdla., ^tenstad: Toilettenatileke Vom St. A. genebin sehr gut schäumend, gm 'tiiniiovt, in Faltscliachteln gevackt. utu'i . M,u. verkauf:. Ein anerkannt gutes Fabrikat, wof. zahlr. Nachbestellungen. IM Stück inkl. Kiste ab hier Mk. 18. unsr. 12 St. z. Probe mkl. Vcrv. Mk. 3. Str. reell. Ang. ¥). b\ GttrtK. Leipzig- Stöttertta, Schönvach str »2. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Abgabe der Steuererklärungen für das Steuer- jahr 1918. c» , A. Staatssteuer-Veranlagung 7 -> Artikel 20 des Einkommensteuergesetzes vom 1-. August 1899 hat jeder Steuerpflichtige, der ein steuerbares Jahreseinkommen von 26(X) Mark oder mehr besitzt, über den ^ahresbettag seines Einkommens und der etwa zum Abzug geeigneten Lasten eine schriftliche Erklärung abzugeben/ w . ~ pr dlbgabe dieser Einkommenssteuererklärung ist nach ..n. _1 de^ genannten Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall deiondere Aufforderung des Vorsitzenden der Veranlagungskom- nnitwn; ergeht, derjenige Steuerpflichtige befreit, welcher im nu- unttclbär vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer l. Abteilung (Entkommen von 2600 Mk. und mehr' vcran- lagt war, airch inzwilchen seinen Wohnsitz nicht gewechselt und leine Ei n ko in mens v e rbe s s e rnn g erfahren hat, die seine Versetzung in eine höhere Klaste bedingt. Nach Art 2 Ws. Art. 15 und 21 Abs. 1 des Einkommen- stenergeletzes sind die Vorstände der nach Art. 2 der Einkvmmen- Ucuei unterworfenen Psesellschaften nsw. verpflichtet, über deren Ein toi innen alljährlich vollstäichjgcn Ausschluß zu erteilen. Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Aktien uno. der_ mit einem Teil«ihres Einkomnwns schon für sich der Eiu- lommenstSuer in Hessen unterliegenden Gesellschaften beziehen dunen die Emkommenbezüge aus diesen Aktien usw. nicht mit dem vollen betrag, mit dem sie als Einkommen unter I Ord -Ar 9 der Steuererklärung aufzuführen sind, sondern nur teilweise unter 11 Ord.-Nr. 1 der Erklärung in Abzug bringen. Die abzugsfälngen Prozent,atze können bei dem zuständigen Finanzamt erfragt oder eiitge,ehen werden. 1 -) i?- ® c J m 0 6 e it s st euergesetzes vom 1- August 1899 hat jeder von der Kommission für die Einkommen- !tener er,ter ADteilnng zu veranlagende, ein jährliches Einkommen von 2000 Mk. und mehr besitzende Betriebsunternehmer Per- ,onen. die Land- mW Forsttvirtschaft oder ein Gewerbe betreiben) der ziun ersten Male mit Anlage- lind Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt wird, eine schriftliche Erklärung über das ,m.Iand- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Unternehmen verwendete Anlage- und Betriebskapital und die es belastenden Schulden abzugsben. . Weiter ist nach Artikel 25 desselben Gesetzes jeder dessen sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen usw.) nach W^ng der daraus lastenden Schulden einen Wert von 3000 Mk. und mehr hat, bei seiner erstmaligen Veranlagung zur Vermögenssteuer zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vermögen verpflichtet. L. Gemeindesteuer-Veranlagung. .. . Art. 15 des Gemeindeumlagengesetzes voni 8. Juli 1911 sind diejenigen Personen, deren Anlage- und Betriebskapital mindestens 3000 Mk. beträgt, verpflichtet, bei ihrer erstmaligen Veranlagung zur Gemcindegewerbestener eine Erklärung über das Anlage und Betriebskapital abzugeben. Ferner hat zufolge Art. 44 jeder Pflichtige, dessen Kapitalvermögen mindestens 3000 Mk. beträgt, bei seiner erstmaligen Veranlagung zur Gemeindekapitalsteuer eine Erklärrmg über sein Kapitalvermogeii^einzureichen. Hat sich das Kapitalvermögen gegen! obu bereits zur «teuer veranlagten Betrag um mehr als 3000 Mk. erhöht, ,o ist von dem Pflichtigen eine neue Erklärung über sein Kapitalvermögen abzugebcn. Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Aktien oder Geschäfts- aiiteile leoer Art der mit einem Teil ihres Anlage- und Betriebs- sokutais in he,nicken Gemeinden zur Gewerbesteuer veranlagten Gesell,chaften n,w. 'besitzen, dürfen diese Aktien oder Geschäftsanteile o 1 #* P 1 }* m vollen Bettag, mit dem sie als Vermögen unter FiN. 4 der Angaben über das Kapitalvermögen ansznsnhren sind ,andern nur teilweise wieder in Abzug bringen. Die abzugsfühigen Prozenttatze können bei dem zuständigen Finanzamt erfragt oder eingewhcn werden. ,, denjenigen Fällen, in denen bereits nach den für die Staatssteuer geltenden Grundsätzen die Pflicht zur Abgabe einer Erklärung über das Anlage- uno Bettiebskapital oder über das Kapitalvermögen besteht, ist eine besondere Erklärung für die Veranlagung desselben Vermögens zu den Gemeindenmlagen nicht mehr abzugeben. ’ ( soweit (Sin To inmen zu den Gemeindeumlagen, nicht aber gleichzeitig zur «taatssteuer heranzuziehen ist, gelten die Vori'chris- l£ r J?. tc Abgabe von Erklärungen zur Staatsstener sinngemäß Nir Erklärungen rwer mrr gemeinde,benerpflichtiges Einkommen. E. Gemeinsame Vorschriften. T ' ie Vorstellendem erforderlichen Staats- oder Gemeinde- steuererklarnngen sind abzugeben: 1. für Minderjährige, Abwesende sowie für Personen, die ans andereil Gründen unter Vormundschaft oder Pflegschaft ge- stellt smd, von deren gesetzlichen Vertretern: 2. für juristische Personen lGemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten', ferner für Gesellschaften, Genossenschaften imd jonstige puristische Personen, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine «tenerpflicht wer überhaupt in Betracht kommt von den gesetzlichen oder besteKden Vorstärwen oder Verwaltern; 3. in allen anderen Fallen von da« Steuerpflichtigen selbst imd zwar hinsichtlich des gesamten eigenen wie des Einkommens und Vermögens seiner nicht selbständig besteuerten Angehörigen, soweit sie nach Artikel 5 des Einkommensteuergesetzes, Artikel 10 des Vermögensstenergesetzes und Artikel 46 des Gemeindeumlagengesetzes bei der Besteuerung mit ihm als eine Person anznsehen sind. ^ Zn diesen Erklärungen sind die öom 1 Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzten und von den Bürgermeistereien zu beziehen- dm Formulare zu verwendeir; sie sind je nach der Wahl des Verpflichteten ossm oder verschlossen 1- in den Landgemeindm der Fiuauz-ämter Butzbach, Giehcn, Grünberg und Hungen spätestens bis 1. September, 2. in dm Städten Butzbach, Gießen und Grünberg spätestens bis zum 1. Oktober ds. Js., unmittelbar bei dem Finanzamt oder bei der — zur Weitergabe an das Finanzamt verpflichteten — Bürgerinesterei abzufiesern, ohne da,; der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzn< warten hätte. Die Einsendung der Erklärungen durch die Post ist zulässig, geichielst aber ans Gefahr des Msmders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefs. Unter B e z ir g na hure aus die obigen Mitteilungen fordern wir die zur Abgabe von Steuererklärungen Verpflichteten hierMitauf, ihre Erklärungen bei Meldung der gesetzlichen Nachteile und der verwirkten Strafen (Hinterziehungsstrafen in Höh? des 4-bis 20fachen Betrags der hin terzogenen Steuer, Ordnnngs st rasen bis zu 100 Mark» bis zu den angegebenen Zeitpunkten an die Bürgermeistereien oder unmittelbar an uns gelangen zu lassen. Den Steuerpflichtigen, die nickt zur Abgabe von Steuer-- erklärnngm verpflichtet such, bleibt die Abgabe svekwMger Steuererklärungen imbmommm. Die Großh. Finanzämter sind im übrigen bereit, über etzoaige Zweifel an den bekanntm Amtstagm Auskunft zu erteilen. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, dm 27. Juli 1917. Die Vorsitzmdm der Vmanlagungsümtmissronen für die Finanzämter >5680 Gießen, .Butzbach, .Grüsbera, Hungen, Steinhäuser. Flalh. Wenzek. Map. Lsuts vsrschisd nach, langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter Frau Luise Hamme! Ww. geb. Rühi Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Pfeiffer Ludwig Hammel Familie Heinrich Förster. Giessen (Steinstrasse 11), Hamburg, Wetzlar, 2. August 1917. Die Beerdigung findet Samstag, den 4. August, nachmittags 4 Ubr, auf dem Neuen Friedhofe statt. 5776 Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute morgen 2 7 / 2 Uhr unser lieber Vater, Schwieger-’ vater, Grossvater, Urgrossvater, Schwager und Onkel Ortsgerichtsmann Heinrich Moos IV. nach kurzem Krankenlager im 79. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Seipp VII. Heinrich Schwalm Heinrich Moos VI. Karl Plank Ww. Ludwig Moos II. Lollar und Giessen, den 2. August 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. August, nachmittags 3y, Uhr statt. 5777 Marie "Wächter Heinrich Kühl Verlobte Holzheim, August 1917. Prächtiges Mädel angekommen. finanzaffeffor Blaß und frau geb. Rupert öieften, bin 2. floguft 1 $ 17 . «78, 7 Zimmer Elegante M4S Wohnung 1. 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Auch diejenigen, die bereits vor diesem Zeitpunkt Handel mit Tadakwaren getrieben haben, bedürfen der Ertaicknis. (BnTrdesrats- verordnung vom 28. Juni 1917, abgodruckt im Kre-^, blatt Nr. 126 vom 26. Juli 1917.) Die Vorschrift findet kerne Anwendung ans 1. den Verkauf selbstchergestellter Tabakwaren. 2. den Verkmif unmittelbar an den Verbrauche Die beteiligten Handclsgewerbetreibenden werden hieraus besonders au