Nr. M Der Siehener Anzel-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilage« Athener Kamilienblätter; Kreisblctl für den kreis Etetze«. Vezngspreir: monatl. 1 Mt., viertel- jäkrl'ch 3 Alt.-, durch Avhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePost Mt. 3. — viertel- lährl. ausschl. Bestellg. ffernsprech - Anschlüsse: sür die Schriitleitung1I2 Berlag.Geschästsstelleöl Anschriitfür Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erstes Matt PI. Zahrgaag Mittwoch, 1 . August m Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 Sankverlehr: Gewerbebank Gietzen ZwiMngsrun-druÄ u. Verlag: vrühllche Univ.-Such- u. Lteindruckerei R. Lange. Schriftlettung, Geschäftrftelle u. Druckerei: Schulftr. rlnncch»« von RnzeiHen i die Tagesnmnmer bis zum Nachmittag vorher. sellenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 Pi., sür ausrvar- tige Anzeigel, 25 Pi., b. Platzvorschrift 30 Pi., für Reklanien 75 Ps., bei Platzvorschrist 90 Ps. Hanptschriftleiter: Aug. G o e h. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: Ö. Beck; sämtlich in Gießen. t Mitten trn Mnrpsen und Wachsen der Zeit, im Gären und Drängen der Meinungen, im dunkeln Walten des Schicksals, welchen wir den Blick auf die drei schwersten Jahre nnfever Geschichte. Da liegen die ersten Augusttage des Jahves 1914 zwar noch im hellsten Tagesglanze vor .uns; wir haben uns von der Bvgeisterinrg dieser Tage noch nicht getrennt, und sie werden Ulls ewig heilig und denkwürdig bleiben. Aber tvir begehen heute keinen Erinnerungstag, lassen unzs nicht hingegeberl fesseln von dem Wafferrbtlde des Auszuges mit all seinem Aufbrausen in Hoffnung und Erwartung, Tatenlust und Schmerz der Trennung. Denn Nur stehen in ungeahnten Umwandlungen. Mes um uns her ist neu geworden. Zwischen jenem ersten August Und heute liegen die Ereignisse, wie sie in so gedrängter Fülle und in so um stürzender Gewalt die Welt noch nie gesehen hat. Wir selbst sind andepe geworden. Und vor uns liegt noch die unübersehbare Zukunft mit unverminderten Forderungen und Spannungen. Zum Prüfen und Gedenken satten wir die Hände. Mit tiefster Bewegung lesen wir den heutigen neuen Aufruf des Kaisers all sein Bott. Da steht cks »geschrieben: unser Ziel ist unverälchert geblieben, unsere Aussichten sind licht iirib tröstlich. Wir hatten uns am 1. August 1914 wirklich nicht vermessen, gegen einen Bund mächtiger und Ul geeiitter Gewalt überlegener Feinde die Welt zu erobern. Unsere Begeisterung war voll ganz anderer Art. Wir tooltten trotzen, wie im Frieden durch unsere Arbeit Ulld Kultur, so auch im Kriege durch unsere Leistungen siegen. Welln heute eines gewiß ist, so iift >es dies: die deutsche Macht und Stärke hat sich auch in den drei Schicksals fahren bewährt, noch über attes Erwarten hinaus! Man deutet viel auf Iriegsmüdig- keit. Gewiß, der tränenvotte Stteit läßt das Volk jetzt öfter den Kopf auf die Arme legen — es darf und kann dies so gut wie die andern, da unsere eisernen Grenzmauern nt guter Hut sind. Aber es schlummert nicht, es wacht und denkt vielmehr, es brütet mit derltscher Gründlichkeit über den Geschehnissen uutt) Forderungen der Zeit, die jetzt mit jedem Tage lebendiger zur Entscheidung hinan fb runden. -.Acht als ob es so stände Nne bei einem Wetttennen, wo kurz vor denl Ziele die Peitsche arbeitet nnd dein Pferde die ^Sporen ttl die blutigen Weichen gedrückt werden. So stehen die Dinge jetzt nicht. Wohl könnten nach des Kaisers Worten uns'noch schwere Prüfungen bevorstehen. Indessen, das Schwerste ist getan,-wtt starren insofern nicht mehr ins Ungewisse, als wtt wissen, daß der große Weltkrieg langsam seinem Ende sich zuneigt. Die Losung heißt jetzt nicht mehr so sehr Gewalt, als vielmehr Ausdauer, Klugheit, Besonnen- heit! An der Schwelle des vierten Kriegsjahres haben wir keine Zeit, müde zu sein, uns in der Vergangenheit zu verlieren. So viel der Krieg uns auch genommen hat: wir sind auch bereichert worden an tiesdringenden Schicksals- loorten, nild wir silld heute zu einenl guten Teile schon -das, was der Reichskanzler Michaelis in seiirer Antrittsrede von mlsierenl Ziele sagte: ein sittlich geläutertes, ein gottesfürchttges, ein treuesund friedliches Deutschland. In der Stunde neuer großer Siege, des militärischen Zusammenbruches eines itnserer machtvollsten Gegner rühren die schlichten Worte des Kaisers au unser Ohr und loohl auch au das Ohr der aufhorchenden Mittvelt: „9ttcht für den Schatten hohlen Ehrgeizes wird deutsches Blut und deutscher Fleiß eingesetzt, nicht für die Pläne der Eroberung und Knechtung, sondern für ein starkes fteies Reich, in dem unsere Kruder sicher wohnen sollen/' * In die Zukunft blicken kann inemand, aber es ist uns schon ein starker Drost, daß die Helle, freundliche Sonne uns wieder auf dem Wege zum Frieden leuchtet. Die Welt hat erfahren, daß Deutschland noch ungebrochen und stark ist, und wir wissen es nach unerfreulichem Hader wieder selber. Laut und frei sagt heute auch der Kaiser: „Wir kennen unsere Kraft und sind entschlossen, sie zu gebrauck)en." Das ist die rechte Haltung vor dem Friedensschluß. Selten haben die feindlichen Staatsmänner in ihren Aeußerungen eine ebensolche Läuterung an den Tag-gelegt wie die Führer nuferes siegreichen Volkes. Ihnen war eben nichts gelungen, und was sie nickst besaßen, Pas wollten sie mit großer! tönenden Worten vom Himmel herunterholen. Arl der Schwelle des vierten Kriegsjahres scheint aber auch England endlick) etwas bedenklicher geworden zu sein. Lloyd George, Asquith und Bonar Law hatten in ihren letzten Reden noch einmal die Neige der Zeit geschlürft, B a l f o u r , der Minister des Auswärtigen, dem gestern im Unterhause einige peinliche Fragen über Annexionspolitik vorgelegt wurden. hatte offenbar die volle Mahlzeit aus der russischen Küche im Magen, als er daraus antwortete. Es ist eine der interessantesten Kriegsreden, die er gehalten hat, und da England heute seinen Gedenktag hat so gut wie wir auch, ist sie kein solches aufgeblasenes Schanmgebilde, wie wir sie auf den englischen Ministertafeln bisher immer erblickt haben. Ein elegischer Ton darin ist deeutlich wahrnehmbar. Balsour spricht nicht me hr nur von: Wollen, so n dern'a u ch vom Können. Das ist eine Wendung nach dem Kriegsende hiu. Die alten Prinzipien werden, so sagte er, noch verwahrt, aber das Kri^sglück wird sichten und ändern. Mit andern Worten: England beginnl allmählich einzusehen, daß cs seine Pläne nicht verwirklichen kann! SPänt lese in dem klugen Gewinde der Balfourschen Worte das Zugeständnis, daß die „letzten historischen Geschehnisse^' den Topf mit den großen Annexionsplänen, die für den Osten bestimmt waren, umgeworfen haben! Aber die Schüssel Frankreichs steht noch übettm Feuer! England ist für ein starkes Frankreich und gegen ein machtvolles Deutschland in den Krieg eingetteten, und, so erklärte Balsour, „solange Frankreich: für Elsaß-Lothringen kämpft, so lange muß England es unterstützen/' Mit leisem Druck scheint da die Verantwortung für die Verlängerung des Krieges aus Frankreich abgeschoben werden zu sollen. Es lebt etwas friedenswilligere Luft in der RÄ>e Balfours als in den Schmähergüssen seiner Kollegen. Man scheint sich langsam damit abzufinden, daß an eine erhebliche Abrüstung der .triegsziete herangegangen werden muß. Brutale Kriegsgewalt ist an den Deutschen zuschanden geworden. Jetzt versucht man es mit List, mit dem „Gewissen Amerikas und Englands". Vorsichtige Worte widmete Balsour unseren inneren deutschen Angelegen- hetten. Er prägte den ausfallenden, höchst bezeichnenden Satz, daß Deutschland entweder machtlos oder frei gemacht werden müsse. Wer fühlt sich da nicht erinnert an die bekannten Feststellungen Heines, der gewiß kein Gegner der Demokratisierung war, aber doch im Gespräch mit jenen: Engländer nur zu gut erkannte, warum dieser von einer deutschen Flotte nichts wissen, sondern uns mit dem Ausbau des Kölner Domes und andereu ähnlichen Dingen beschäftigen wollte. Wie würde der geistvolle Spötter heute über Herrn Balsour lachSn, der die alte deutsche Kleinstaaterei mit neuem Glanze und neuer Kraft wieder aufleben lassen möchte, wobei er sogar ein Lob des „Deutschen Erbteils" einstteut! Wir aber wollen über diese englischen Andeutungen uicht weniger verständnisinnig läcbeln und uns heute einigen in dem edlen und näher herbeigekommeneu Ziele, das uns Kaiser und Kanzler gezeigt haben. Wir werden ein innerlich freies und befreites Deutschland haben, ein Volk, dessen Rechte geachtet und ausgedehnt werden, sollen. Wenn der Kaiser diesem Zug der Zeit, allen absolutistischen Ideen abhold, gefolgtist, so dürfen wir das Gelöbnis, zu dem er uns aufruft, steigern zu einer Aeußerung des Herzens und heute wohl überall aufguelleuden Empfindens: Für Kaiser und Reich! Aufrufe der Kaisers. Berlin. 1. August. (WTB. Amtlich.) An daS deutsche Volk! Drei Jahre harten Kampfes liegen hinter uns. Mit Leid gedenken wir unserer Toten, mit Stolz unserer Kämpfer, mit Freude aller Schaffenden, schweren Herzens derer, die in Gefangem'chast schmachten, lieber allem Gedenken aber steht der feste Wille, daß dieser Kampf gerechter Verteidigung zu gutem Ende geführt wird. Unsere Feinde strecken die Hand nach deutschem Lande aus. Sie werden es niemals erlangen. Sie treiben immer neue Völker in den Krieg gegen uns. Das schreckt uns nicht. Wir kennen unsere Kraft und sind entschlossen, sie zu gebrauchen. Sie wollen schütz- und machtlos uns zu ihren Füßen sehen, aber sie zwingen uns nicht. So haben sie wieder erfahren, wie Deutschland zu schlagen und zu siegen weiß. Sie verleumden überall in der Welt den deutschen Namen, aber sie ftrraten den Ruhm der deutschen! Taten nicht vertilgen. So stehen wir imerschüttert sieghaft und fruchtlos am Ausgange dieses Jahres. Schwere Prüfungen können uns noch beschicken sein. Mit Ernst und Zuversicht gehen wir ihnen entgegen. In drei Jahren gewaltigen Vollbringens ist das deutsche Volk fest geworden gegen alles, was Feindesmacht ersinnen kann. Wollen die Feinde die Leiden'des Krieges verlängern, so werden sie auf ihnen schwerer liegen als auf uns. Was draußen die Front vollbringt, die Heimat dankt dafür dicrch unernn'Lliche Arbeit. Noch gilt es, weiter zu kämpfen und Wasflen zu schmieden. Aber unser Volk sei gewiß: nicht für den Schatten hohlen Ehrgeizes wird deutsches Blut und deutscher Fleiß eingesetzt, nicht für Pläne der Eroberung und Knechtung, sondern für ein starkes freies Reich, in den: unsere .Kinder sicher wohnen sollen. Diesem Kainpf sei all unser .Handeln und Willen geweiht. Das sei das Gelöbnis dieses Tages! Im Felde, 1. August. 1917. gez. Wilhelm I. R. An das deutsche Heer, die Marine und die Schutztruppe. DaS dritte Kriegsjahr ist zu Ende. Die Zahl unserer Gegner ist gestiegen, nicht aber ihre Aussicht auf den Enderfolg. Ru- mänieju habt Ihr im Vorjahr niedergeworfen, das russische Reich erbebt sich von meutern unter Euren Schlägen. Beide Staaten) haben ihre Haut für ftemde Interessen jum Markte getragen und sind am Verbluten. In Mazedonien habt Ihr dem feindlichen Airsturm machtvoll gettotzt. In gewalttgen Schlachten im Westen seid Ihr die Herren der Lage geblieben. Fest stehen Eure Linien, die die teure Heimat vor den Schrecken und Verwüstungen des Krieges' bewahren. Auch meine Marine hat große Erfolge errungen. Sie hat dem Feinde die Herrschaft zur See streitig gemacht urrd bedroht ihren Lebensnerv. Fern der Heimat hält eine kleine deutsche Truppe deutsches Kolonialland gegen vielfache Uebermacht. Aus Eurer und unserer treuen Bundesgenossen Seite iverden auch im nächsten Kriegsiahre die Erfolge sein. Uns wird der Endsieg bleiben. Bewegten Herzens danke ich Euch in meinem rmd des Vaterlandes Namen für das, was Ihr auch in dem letzten Kriegsjahr geleistet habt. Mit Ehrfurcht gedenken wir dabei der tapferen Gefallenen und Verstorbenen, die für des Vaterlandes Größe und Sicherheit dahingegangen sind. Der Krieg geht weiter. Er bleibt uns aufgezwungen. Wir kämpfen für unser Dasein und unsere Zukunft mit stahlharter Entschlossenheit und nie wankendem Mut. Mit wachsender Llusgabe wächst unsere Kraft. Wir sind nicht zu besiegen. Wir wollen siegen! Gott der Herr wird mit uns sein. j ' Im Felde, 1. August 1917. Wilhelm. Berlin, 1. August. Die Voss. Ztg. sagt zu dem Aufruf des Kaisers an das deutsche Volk: Die Worte des Kaisers enthalten seine Auffassung über den Sinn und die Ziele des Krieges, die, wie nicht anders zu erwarten war, sich mit den übereinstimmenden Kundgebungen der Reichs- tagsniehrheit und des Kanzlers deckt. Den Feinden ist angesichts dieser Kundgebung der letzte Schatten einer Möglichkeit genommen, an dem einheitlichen Willen Deutschlands zu deuten und zu drehen. Volk, Kaiser und Regierung sind einig. Unterredung mit dem Kanzler. München, 31. Juli. In einer Unterredung mit dem Vertreter der Münchener Neuesten Nachrichten erklärte der Reichskanzler, daß gegenüber seiner Entlarvung der französischen KAcMzielheuchelei die Ohren- und Augenzeugen aus der geheimen französischen Kammersitzung nichts ab- leugnen könnten. Er bezeichnet es im Laufe des Gesprächs als nicht unmöglich ,daß er auch ein maldirektineiner Volksversammlung als Redner auftreten w e r d e. Der Kanzler bekundete auch eine starke Zuversicht in die Steigerungsfähigkeit und innere Geschlossenheit der deutschen Prodtcktion nach dem Kriege. Der Kaiser an die Helden von Deutsch - Ostasrika. Der Kaiser hat an den Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, Obersten von Lettow-Borbeck, nachstehende Order gerichtet: Den Eintritt in ein neues Kriegsjahr will ich nicht aorüber- gehen lassen, ohrre Ihnen, Mein lieber Oberst nnd Ihren braven Truppen erneut Meinen Dank nnd Meine uneingeschränkte Anerkennung für Ihr heldenmüttges Verhalten mcszusprechen. Gestärkt dirrch den Geist der Pflichttreire haben Sie unerschrockenen und zuversichtlichen Mütes den ungleichen Kampf anfgenontmen und drei .Jahre lang mit nie ermattender Tatkraft Ostafrika verteidigt. Die vielen siegreichen Schlachten und Gefechte haben Mir bennesen, daß in schicksalsschwerer Stunde der richtige Mamr an richtiger Stelle stand. IN treuer Gemeinschaft mit Meinem Gouverneur und der gesamten Bevölkerung des Sch>uhgebietes konnten Sie den gewalttgen Anforderungen der bitteren Notwehr ttotz schwerer Ent-- k,ehtwngen gerecht werden imd drei schwere Jahre eines aufge- drungenen Kampfes unter Ajftikas heißer Sonne durchhalten. 9tte ttnd nimmermehr enoartete die Welt, was Ihre eiserne Willenskraft ermöglicht hat. Jü Treire nnd nrit stolzer Bewunderimg gedenkt heute an der Schwelle des neuen Kriegsjahr es mit M8r das dankbare Vaterland seiirer fernen Helden irnd ihres sieggewohnten 'Führers, deren stelle Pflichterfiillürng stets ein leuäftendes Beispiel in der Geslchichte des Krieges bilden wird. Gott möge Ihre Waffen) weiter segnen! Großes Hauptguartter, den 31. INli 1917. An den Obersten von Lettoto-Bor- gez. Wilhelm, beck, KommändÄrr der Schutzttnppe ftlr D eutfch--Ostaftnka. König Ludwig an sein Volk. München, 31. Juli. (MB. Nichtamttich.) Se. Mas. König Ludwig hat an sein Volk folgenden Aufruf gerichitet: An meine Baßem! Von treuem fährt sich der Dag, an dem das Deutsche Volk zur Verteidigrmg des Vaterlandes zu den Wiaffen gernlsen worden ist. Baherrrs tapferes Heer hat in tterker Blutsgemeinschaft mit allen deutschere Stämmen und tut engen Verein trttt Deutschlands Verbündeten Unvergleichlict/es geleistet. Mt Gottes Hilfe ist es gelungen, der ung eher wen Uebermacht der Feinde zu ttotzen rmd unser schönes Heimatland vor dm Berheerrutgen des Krieges $u bewahren. DPn den Gventzen und in Feindesland haben intferc Truppen siegreiche Schlachten geschlagen. 0)erade in diesen Tagen ist der Feind, denr tmr vergeblich den 'Frieden Mi geboten haben. HÄf Mul'^tpgcu Stöüon ermatt geworfen worden. In treuer Opfer- Arb-kitsgenveinschrft stecht die Heimat zur Fwnt. Lotadt und «Mwütvlfrrn in Pstichttreue und Opsennut, in ernster schwerer »fltet vnd in starker DZher Ausdauer. Hart und drückend ist oft b«^Not am yermischen Herd. Mer alle nehmen die Einschränkungen und ^itoechrungen willig ans sich. Ä»as früher starke Manneskraft on Pflüg und sErntewagen geleistet hat. vvllllringön Mütter, Kinder und Oreise: und der Himmel ist mit ihnen' M Weiter der Esse schmieden Männer, Frauen und Mädchen dem Ävcve die Waffen. Geld für des Reichs Rüstungen haben alle ivou^g gegeben, auch der kleine Sparer seinen. Notpfennig. Während Erreger draußen dem Feinde trotzt, schüft er die Heimat, sein Arrl» Und sein Krnd vor der Rot. Lange Nächte rvachcn sorgende Schwesteni am L-eidensllett Verwundeter und erkrankter Erreger. Wr die %im, die die feindliche Kugel gelähmt, für die Tapferen, die ihre ^stundhett und Kraft geopfert haben, schaffen hundert Ha^en -und Hände. Inmitten der rasüostn Arbeit des Alltags wocken starke rülfrende Mäwrer die seelischem und sittlichen Kräfte. eimnütig alle ihr Bestes und Letztes für das Wohl des «ÄVS und für die Ehre und Freiheit des Vaterlandes, c- als Herzenüedürfnis, meinen lieben Bayern Mr all dre Ztrverarbeit der Heimat heißen Dank, aufrichtige .Anerkennung und stolze Bewunderung anszusprechen. In innigster Dankbarkeit beugen wir und alle vor den Müttern, die ihre Stütze mck- Hoffnung deni Vaterlande geweiht hüben, vor den Frauen, ML den Gatten, Vater und Ern-ähcer ihrer Kinder für irNmer angegeben haben. Die Opfer sind nicht vergebens gebracht worden. Drei Ja hre hat Bayerns Volk nun schon gekÄnpft, geblutet, gestritten und gelitten. Wr ungebrochen ist unsere Zuversicht, rinzerstörbar unser Glauben und Gottvertrauen und der Glaube an die ZuLrnft des' Vaterlandes. Hn bewährter deutscher Treue stehen die Bayern zlu Kaiser und Reich: icngebrochen mrd unü^wingllar beschützen meine Bayern ihr liebes .Heimatland, bis der für -Binder Und Kindeskrnder heiß ersehnte glückliche Friede erkämpft ist. Ihn gebe Gott! Ludwig. bftlrch der Lmie Jgüweny—Fmwul Mollwvi—Schwach vor.; AuSzeichnunacn Die über Kuty hiuausrückenden Divisionen gewannen drn v 4 T«r irt m q n <*„*■ ob eilten Sereth. Zwischen Prrtna und dem Dnjestr wurde er Kar l verlief der Femd in heftigen Kämpfen ans feinen Stellungen östlich E^^^^^mandanten Generaloberstv. Bo hm-, von S n i a t y n uü) südöstlich von Z c 1 e i * c * tt f i geworfen i ? m \ Kornurandeurkreuz dev Mrlttar-Marm-Thv- Bei >rrzyucze. nürdlich deS Dnjfftr stüEen olZnilZ I Ge^ralstabschef Generalmajor Bar- Rcounmter hi fmoaörttr Tapferkeit die feindliche» Linien, des Franz Joses-Ordens, dem Obersten kWTB.) Grpfkcs Hauptquprtier. 31. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. I« Flarrdern steigerte sich der Atüilleriekampf abMds w«Äer M äußerster Heftigkeit, hielt während der dtacht unvermindert an und ging heute morgen in stärkstes Twmmelfeuet Wer. Dann setzten mrfvreiter Fwnt von der Yser bis zur Lus starke feindliche Angriffe ein. Die Jnfruiteneschlucht in Flandern hat damit begonnen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Chemin des Dänres griffen die Franzosen südöstlich von Filain in drei Kilometer Breite an. Ihr Stoß brach an den nreiften Stellen in unserer Wwehrwirkung zusam- nren. Zwei begrenzte Embruchstellen sind rwch in der Hand des Feindes. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermoli. Augriffsfteudiger Drang nach vorwärts brachte unseren rmd den verbündeten Truppen in Ostgalizien und der Buko- wma neue Erfolge. ..... D/.r Gr^enzflub Zbrucz ist von oberhalb Hu- smty» ms sudlcch von Scala in einer Front von 59 Kilometern trotz erbitterten Widerstandes an vielen Stellen von und österreichisch-ungarischen Divisionen überschritten. osvumischen Tnrppe» haben ihre bekannte TLMtmrnt erneut bewiesen. Me sie anfangs Juli in zäher ^Btmrdhafttgkelt dem Massenangriff der Russen unerschüttert Uvvtm.und dann rm raschen Siegeslauf den Feind von der Zlota-Lrpa ms itber den nördlichen Sereth zurückwarftn. wo crstch sollte, so nahmen sie gestern nn kampfesfrohen Drauf- gchen die hartnäckig verteidigten Stellungen bei Niwra am Zorucz. dnjestr und Pruth erkämpften sich die vewundeten Tr:wpen in Richtung mrf Czenwwitz die Orte n'^buezanka und Snratyn. In kraftvollem Ansturm deutsche Jager dre russischen ^chhutstellungen ^.^UltzDer Fernd wurde dadurch zum Füumen des Czeremosz gezwungen und ging nach Osten zu ruck. Auch in den Waldkarpathen, am ^ewl ^iuf des südlichen Sereth, sowie beiderseits von und Luezcuva gewannen wir im Angriff ostwärts Unter dem Druck dieser Erfolge gaben die Russen im Mefticaneci-Abschnitt ihre vorderen Linien auf. Im Bereczker-Gebirge setzte der Gegner seine Angriffe JJ5L Aunschml griff errat Laufe des Tages am MgEas!^ nn '. ohne euren Erfolg zu erzielen. Weiter südlich wurde bwes unserer Negrmertter durch starken feindlichen Stotz in cmr werter westlich gelegene Höhenstellung zurückgedn'ickt Bei der Heeresgruppe des Gcneralfeldmgrschalls . . vouMackensen und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. dlm ZVrucz erMangen "sich österreichisch-ungarische und Hummel den Orden der Eisernen deutsche Truppen auf 50 Kilometer Frontüreite an mW-USI 6 blasse mit der Krreasdekoratwn und den reichen P.mNrn den I eLgnng Ä das Os^er In Wo ffÄ Ferner verlieh K-iserIarl dem Generalfeld- - p u H 1 ' ' ^ rcfgöu Prinz Leopold von Bayern das Militärvev- reichen Punkten den Übergang auf das Ostufer. In Wol hynten erfolgreiche SwßtrupMnternehmeu. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. dienstkreuz erster Klasse mit der Kriegsdekrvkaion mit Bril-' lauten, dessen Generalstabschef Oberst Ho ff mann b^t Or- ben der Eisernen Krone zweiter Klasse nrit der' Kriegsdeko--- ratwn, dem Führer der deutschen Südarmee General der; Kavallerie Grafen Bothmer die große Mititärverdiensb- medallle am Bande des Militärverdienstkreuzes. Kaiser DZ ilHelm verlieh dem Generalobersten v. Böhm-Er- m o l i das Eichenlaub zum Orden Pour le merite und dem Generalmaior B a r d o l f den Orden Pour le mörite. Der Kaiser bei den osmanischen Truppen. ^ Kvnftantinopel, 30. Juli. (WTB. Nichtmntlich)' Meldung t^r Agentur MM. Kaiser Wilhelm besich. ngte anl 25 Juli^die an der galizischeu Front kämpfenden. Die 3nsanteneschlacht in Klandern. 21. Juli. Arr der flandrischen Front ist am öl. Juli dre Jnfanleriesch,lacht entbvarrnt. Die starke deutsche Gegenwirlüng, die zahlreiche englische Batterien außer Gefahr letzte und den Engländern schon in der Vorbereituirgs- Pha.se der fbrndrischen Schlacht schtvere Verluste zufügte., irrw ^ c-,,.- s - . r . dm britische He-resleitunc, dicrch änhersten Einsatz os,n anigalizrsch«: Front kEpfend«, ihrer G-eschutz- und Kriegsmatei-ialreserven cmsWpleich^ -rrApp« 11 und zollte ihren ansgezeich- Jrmner neue Batterien wurden in den Kampf^Zoorfen. der ittnaftm Offen- wahrend bie englisckren Fluaaesckmiader das äußerste daran ™ -^ oer unter ihnen herrschenden Ordnung und seL. durch ^LnVW^L«nflü7e^d!k SfiSt.E «> »ende Offensive worzuLereiten. Nachdem das^englische Ar- hE^^usÄch^ino^"' d« sich besonders hervorgetan, tillcru:fener die ganze Nacht vom 30. zum 31 Juli mit ^ , Mlßerster Hefttgkeit angehalten hatte, ging es um 5 ttfa AvrÜich) Der Kaiser früh zwischen Steenstraete und der Lys zum Mrksteu Tran!- > rm Motorboot auf dem Aa-Fluß melfeucr uBer. Um 6.30 Uhr früh brach die englisch« In- begrüßte die Truppen vor Riga. Das Wette« ^ *?? 6»»»en Front in starken iMassen vor. Die B-rl?b^ 31 ._, r . A tft voll entbraiort. w ^ *** M ^ te ^ Im Arivrs hielt das Arttlleriescuer in der bisherigen Kalkei- ©torfc an Englische Anariffsversuche wurden durch Der- ^ ««Mer Karl in Tarnopol. nichtungsseuer niedergehalten. An der Aisnefront führten ,u>ch W Kaiser Karls! neue «ülgriffe zu werteren vergeblichen schweren Opfern WnovokÄ?^^ 4^ dem tzrutigen fnerlichen Einige ch der dezrmrertert französischen Jnscrnterie Durck istn«»n hot* fri'r^iT ‘ -P 16 . der von den Russen 8e- Wunderliche,^ Funkspruch 5^ Ä«To ? SÄ'ÄÄftwfitt jonnttfcag^ sucht die französische Regierung die öffentliche Zeugnis für die dem Herrscher allerorten entgeq.-naeörackt« llusnrerksamkett von dres-em niSU-erlichen Mißerfolg allzu-1 und Verehrung all. Der Kaiser ward gestem Zeuge des lenken, tndern sre zum yunHertsbem Male die Gefangenen S?^n? -/^erreichisch-nngarischen Truppen an den! und dre Geschützlle-ute aus den Kämpfen im April—Mai in Erfolgm So sah der Kaiser heute deutsche; -ubertrrebenec und entstellter Weise veröffentlicht. Wie außer- SL ÜÄ b ' e % Tarnopol mit oft ordentlich die deutschen Gegenangriffe au der Aisnefront ^ ^ Eugen. Schlletzlrch marschierten die Truppen S'SÄ^!?ÄSg ISÄBSlSi haben, die fvanMijche Regierum« bouirruhiat haben müssen. Monarchen eine Sckwadrm, fyabeu, die französische Regierung beunruhigt haben müssen, geht aus den weiteren ÄuMhvning«! des gleichen Funk- pruches heivv-r. Die Fvanzosen versteigen sich zu der ver- bluffen den Behauptung, daß der Chemin des Dames ein un GtzgEil die Franzosen hier am 18. Juli beabsichtigten, ne deutsche Front zu durcl)stoßcn und mir einer gewaltigen Offenste dre Letzten Gebiete zu befreien und bis mr den Rhein vorzudrrugen. uirii jwniurpoi erroaTtetc oeit hem S,lE? v [}l l Schpadron preußischer Gardehusaren. Sie ritt ^ 5 be ? 1 in dre Stadt voraus. Ein Jullelschrn nn^Sp,^ 0^. Tarnopol, als der Kaiser im langsamsten Ternpo Ä "" -.ÄSe^nfcmlSr bie *"!* ^ "br°nk°m- ♦ Eiu Kabinrtt Dr. Tcidler. h August. Der Wiener Allgemeinen Jeituna zufolge teilte Dr. v. Zeidler im Parlament den Pavteifüh- Uro hatten lediglich den Zweck, daß er mir der Bildmig eines endqültig^KÄv ckne wichtige Geländepunkte, dre rn den ersten I uetts betraut wvroen )ei. Der Abendbericht. B e r l ift, 31 Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Der beute in Flandern auf 25 Kilometer breiter Front beiderseits von Ape.n vorbrecheude erste Ansturm des englischen ti ffirin !i fl Ä Iö0< - 11, Nach wechselvollen, erbitter- len Grotzkümpftn hat der mit überlegenen Kräften tief ae- glledert angrelftnde Feind sich mit dem Besitz von Trichter- steltungen rn unserer Abwehrzone begnügen müssen. ... ^ .?? ?Lkmin des Dümes brachte uns kraftvoller ^n!nk^Ä!!«^^"stkllun-en bei Cerny und über 1500 ,7ranzo?en als Gefangene. Kampftrfolge auf beiden Ufern des T'Ujesrr und Pruth sowie in den Waldkarpathrn. Hk Ter österrcichisch-uugarifche Tagesbericht. verla^art' ^ '® CT ' Nichtamtlich.) Amtlich wird Oestlicher Kriegsschauplatz Beiderseits des Casinu-Tales griff der Feind ru wicscrhoiken Malen mit starken Kräfte» an Nördlich d^ abgeschlagen. Auf den südlichen Höhen bemächtiate er sich unserer vorderen Gräben. In der Buko. »''».a/'ch''en die Nüssen auch gestern mehrfach erhepftchen Wtderstand. Die verMnüeten Truppen drmgm kämpft^d ernzeln« wichtige G eländepmckte, die in den iwsten Angriff« fcE l m^ Cn ^ fl T l waren- zurückz-uervbewn. In wie hohem Maß« dieser Zweck erreicht imrrde, bewer'st nichts che Fchihjahrs Balfour über bk Zriedeksfrage. © a_a 9 , SI.Jllli. 2Bfe Stattet m-s Loribon wtfflet, richreiSl Ir ^ Ms« ein zweites Verdun nennt. Achch di«. Wie Reuter aus Lonbon mvL Angaben über die deutschen Verluste werden kernen Eindruck ^N«r Barton an die Re«ier,ma wer wachen, da den deutschen 71 Divisionen die be- ffanEsll^ f^r^S2S m ^ Politik. Minister des ArL-warLÜMi Bal- Fnrrffpvuch als in der Aisne JSSnÄS Rcke. Gr «LMskL Divisionen gcg^nüberstehen. die in gelegt sei, 'die bereits der j^me^ttmstervr^m den schauerlich blutigen fvmrMschen AprU- und Mai- Minister IbeS 'Aeuheei, auw?NeM frühe« migviffen gvoßtenteils vSllig NffLune-rgesLffen wurden. f- «WM* Lr'LrLiL . B-rlin 31. Juli. Nach dem k-wstroplml.m Zusammenbruch »änbern. ene tessesr/ne-s'in^HLlVLL^ ^siMlE-en Front setzten die Russen m den letzten 3» vom Kneqsglück und von den BeräuderSnacn tw Ees bawm, bte Hohenstellungen östlich des GrerrzflusseS Zvrurz zu militärischen und maritimen i? Städtchen Skali mn Jllnicz einen Riegelin -hÄt « ’faWKv, asif^jcftertttt nmwfci, wieste iefer yi brrUrSoi s; fOTtr äferfoMmlinw wie juteffoi an ® eu ' E-ei diese großen Fra-gm eine Enisch-Lmng MiaeZl 1 WiÄ 0 ?* I id) d-shall>. nochmals in Einzelheiten einmal von der^e5.i^?'^benden Regelungen, bic.. wie er jagt« hrttt H^r r-rt ‘'v.uuMuujen.oeii ytegemt eines anderen S?ooÄ-^ 5?^ der Regierung irgend .JXL , *““Staate» allein abhanqeir Los Machlederbältnis im dem. Wan sich über den Frieden faer Slflucrte^iiT hrnm^f* 1 ' ^n Zweck habe. das^Bündiüs schwierigerml" Q^r e ^L fon , bent einen Frieden mit dem viel Ur SbSS: - 'O^l, den Greueln. Unter denen die Welt seift,e i« Indien, ein solches Miiclüverhültnis," snör BalioMr Sta'Ä&M?* °°n Berechiimigen oder WünHen^ch. Äfim“SÄJfc* L b'° eine oder die andere Nation bl sÄPjS fet?sK! SrfcSfiiSS b * S „ Sch'ckwl der Menschheit besiimmei- wird, nnd es kann chchn voii nn, verlanch werden, genau zu sagen, auf welchen Wünsche Wünsche Ivir, ohne daß i? SS WW-MMKW SÄlr?*ÄT»«mrM!ra ÄÄ& W V" n ° 5 wirllicht sehen wollen ohne Zm!ersich? J *£ n ' od/r welche uns vollkommen gleichgültig lassen kann ««ch nicht von uns verlangt werden daß wir XI .Icieg»^ 0 klanißzuren und den genauen Maßstab von «ln ^vfern bestimmen, die uS jLs dftser Kriegs ^le wert xjt. Damit würde man von einer Regierung iovbem baf haben es mi?bW 6 ben T 3 ne ^wrung g ^ n r faim t»n nV Lfi i >U gT0 ^ en Viel zu komplizierter! Kräften' ^cvZnimZ Mitte ke'/Äel^N aÄ.f'V? nicht um des Kampfe/ w Ä-n kümpf^/'Li -°deÄ Gemein"sW^ ^°ns° ernsthaft wse jede f et «fl n *r r A - l «l un!t i r keM Berlustendie- IrUbfTel aTa rflnh^" 0 vergessen hat. sondern e,n n a t i o n ä l e L ll J n M‘ N^aufeinewachkendeinter- uationaler . uttb ““J. **3 Interesse inter- fridMt« »/ il.r? J die den Bruch des Welt- b^l b^raT m^rbrechen machen Erden, für das der Ber. bestraft wurde. (Beifall. Ferner muß es ein Friede sein eine derartige Aenderung der Po litis ch e n L a a ein i>in/r°s'rül>erTÄ'd"'5i. dan ei» Gleichgewicht der Mächte in VmrtJlr® "r Bedeutung Nicht mehr besteht, sondern daß eine wirTlche 2^m"Nnbei>-El-°rT^w°inZast Europas geschaffen i schwer macht, den Boden zu finden. ’ n .^. S v ^ fmc Ungluckssaat aus,treuen kann. Me dies erreicht wj^Oestl^ick, Xm C W % mit b l n 5 roJen alten Monarchie Vhr^SL fiai ^ eln Essen, und rote Oesterreich und Deutsch- kann Fragen zn behandeln haben, darüber in diesem .Hause i m ieptgen Stadeum des Krieges nicht stattfinden. , über die Demokratisieruna Deutschs Wir hoffen, daß die Autokratie Deullchlands" einer machen werde, und zwar, daß Etnrrchtnngen, die sich mit nuferen Auf- Von sehr befugter Seite bs schwer sei Unterhandlungen zu führen ^ ö,ier ^ a J ten Frieden herbeizuführen, wenn die Macht" mrt der inan unterhandelt, nicht aus dem VolkÄvillen begründet iß' Ä&L* Ö J T -%^ Te VUme. die nach öftrer AlXheL SL b - Aber das bedeutet nicht, daß **#?' *“ slemben. daß man Deutschs lÄ ^ El b? ^ Verfassung ausdrängen könne. Dentfth- S ^^^^cnert Ecken tun. Die Ntaftdnen müsseU ^ ausarbeiten naef > ihren eigenes w f J b l,‘ Cr =? ef ^ ,d,tc ' Clwrakter und ihren (tttna^nnqen nu bvc ffteknntt aufgebaut sind. Wenn es aber wahr deutschen Imperialismus sich immer stützt daß Deutschland allein unter dem -FM^rmltsmus Üark und retck ,etn könne, dann kann es geschehen daß das tmpertaltfftsche System, das iftcht zum Triumph ft ihren e^X^nKatastrophe hirlleitet. Dann kann! «r!>s ' } P b Anschauungen, die int Jahre 1848 so mächtig putschen l^rger als eine Ge^ r«ranon vvt -tndruch der Bt^mUrchche?j Veröde beseellen mft ^ naie LS : die Negierung im Einvernehmen mit Alliierten an Deutschland > m aller Form dre Frage stellen körrrib es bereit sei, Belgien, Frattkretch und die anderen besetzlentder zu räumen mid zu ^ entschädigen, ^nsonby jagte, Balfvube ungebührlichen örud aus dre clsatz-lothrtngftche Fraelegt. Balfour erwiderte, fmJUri™** eine wohlüberlegte Gvmg abgegeben, was für Maßnahmen bezüglich Europas getrofverden sollten. In diesem E-tnne dürfe seine Rede mcht aufgefwerden. England und die Fdensfrage. ü, 31.. Reuter gibt ei Artikel der „Westminster icker d« A-eußerungen des dhen Reichskanzlers unddes GvafOiC zernin wieder. - Absicht Gzernins. heißt offtudar gewesen, smieeuftchen Kollegen an dre ^ bftö Wenn man es aber un- George diede des Kanzlers in an- oe^r Wepe aus legen konnte, so müssrauf hingennesen werden, daß auch ein großer Teil der denft'chenesse die Rede dappelsULnig ^WostmLuster Gazette" will Interpretation Lzernrns, sowert ,ie Oesterreich-Ungarn betrifft,nehmen, wenn aber Lzer- nrn jti e ^^batde Uber dre Ursache dkrieges ablehne, so müsse ^5chft^^en. «rv eine genaue Unterftng der Ursache des Krieges i ctwendig sei, danftt älmliche Katasften in Zukunft vermieden Zentiulvitächbe müßtOlch begreiferr, daß die Art ryrer Kriegführung es sehr erschwere, uhnen Frieden zu schließen, well Uwn ihnen beim FrüdensfchLuKertrMlen entgegenbringen muise. „ Tvs Watt geht weiter auf die EEungen des R^ck)skmizlns über dre rusl i sch-französisck Abmachungen ein. Wenn der Rerchskaarzler sagte, er havon diesen Verhandlungen mrrch erum Terlnehmler an den Gehsitzungen der französischen K^Nilluis«yaLten, w weideese wissen, wie sie zu han- deln hat. um' die Ghve ihrer Mftllltei aufrecht zu erhallen. R i - v o t habe bereite versprochen, die Tbftnen zwischerr der ftanzösi- sllien und russifcisen Liegierung zu hröntlichen. Mchaelis bezwecke E sder südlichen Presse, sondern auch von der alldeuftchen Presse whoben. petzt, wo Michaelis und Lzcr- nvi so wert gegangen sind/mögen s noch ein Stück weiter gehlen und eine vollständige Anftort auf ne Fragen geben, die ihnen ASc.uith in der vergangapn Woche,esteltt hat." Eine falsche -Nhauptu g der „TimcS". c ( V b u, 31. Juli. ()TB. Amlich.) Die „Times" und ihr folgend die fenchlichen ^rrespondnzbureaus verbreiten Mitteilungen über einen Kromt, der u Potsdant am 5. Juli 1914 bei dem ^fnscr unter ^.cilmine der fchrenden politischen und mili- tanschen Lersonlichkellen 'eutschlaws und Oesterreich-Ungarns stattgefunden hätte, und wider Plail zur Eilllfesselung des Welt- ^'oges entworfen worden äre. Wir sind zu der Feststellung er-- machtigt, daß che Mittelluwn der .Times" in allen Einzelheiten frei ecjjundcn smd. Es hat cher an drm genannten, noch an einem anderen Dage des Juli eü geheime Beratung, weder mft. noch ohne ^eilnahme des Kaiss stattgechnden. Wir stellen weiter gcgcilüber den Behauptung der „Times" erneut fest, daß die deutsche RegieTUng sich ied Einwirkung auf die Fassung des osterretchiichen Ultimatums:n Serbien enthalten hat, imd daß der ^nhall des Ultimatums or seinem Abgang der deutschen Re- ^F^«?olllg unbekannt -lieben ist. Die „Times" will ihre falschen Behauptungen! auch h Angaben stützen, die der Abgo Cohn im .vanptausichuß des Reiotagcs gemacht hatte. Die Angaben des genannten Abgeordneten find im Ausschuß von seiten der uegierung sofort als unrichtig^irückgewiesen worden. Churchill w^ber gewählt. Ä' 2uli. (T^B. Nichtamtlich.) Meldung öE I^uterschen Bureaus, ser neue Munitionsminister Churchill wurde m Dundee nt 7302 Stimmen gegen den unabhanglgen Serymgour, de 2036 Stimmen erhielt, ins Unterhaus wiedergewählt. Zeekieg. . Die Schlußfolgerungen meiner Ausführungen ist, daß wenn mtben endet dieser deutsche Frie- lediglich das Vorspiel zu einem neuen Kriege ist. Wenn der einem deiftschen Frieden, souderrr mit einem WSL. tz»Gewissen Amerikas und Englands ^glich diese beiden Länder, weil sie ^beiden nnzt^n Lander sind, die keine egoiftischen Iuteressert ?"^Kr Sache haben - und alle unsere Bundesgenossen, die für chre l^iftenz Impfen,, dann wird es kein deutscher Friede sein, dann ein Friede sein der vermutlich schließlich ein Segen füö u 9111 . mtc du übrige Menschheit sein wild. Mer ^ ^ llriÄ^e sein, von dem man mit einiger ^^ arten darf, daß er nicüt nur die jetzige Ge- ^d' svrckern daß er dauern wird( bis wir iifternMronaler Entwicklung erreicht haben, das em^^Wiiederholuug solcher Greuel für urtsere Kinder undenkbar lReiller.) Nachdem Balfour gestern im Unterhaus seine >Mh? beendet hatte, fragte der Liberale Holt, ob Die KriegSfchiff-verufte der Entente. Berlin 30. Juli. (Pwackbel.) Die gesamten ’ - s U P b btc ellglische Dampfer Thrasy- voulos (2372 Br.-R.-T.) sind gesunken. Aus Stützt Ed Canl. Gießen, 1. August 1917. Lebensmittel. ** Städtischer Obftverkauf. In den Marktllcnbae- konrmen morgen wieder Himbeeren und anderes Obst durch die Stadt Mw Verkauf. ** Keine Beschlagnahme des Gemüses. ^WTB.) Tos Kriegsernährungsamt teilt mft: Einige Berliner Blätter bttngen die Nachricht, maßgebende Kreise trügen sich mft dem Gedanken, eine Beschlagnahme des sämtlichen Gemüses das in diesem Jahre in den Haushaltungen eftv- gemacht wurde, vorzunehmen. Das Kriegsernährungsamt steht dieser Beröffenttichung fern. Wenn auch Änregnngen nach dieser! Richtung hin ftn Interesse der aleichmrätzigen Versorgung verschie-' ..tev-T gl .. _ _ „ deutlich gemacht worden sind, so wird doch eine derartige 'jjvx&= nähme, die ebneso zwecklos wäre, wie sie erbitternd trafen würde, nicht angeord ne t werden. Hiermit soll nicht dein Wertriebe-- ncn Hamstern von Gemüse für den Wfttterbedarf das Wort geredet sein. Es ist kern Ziveifel, daß die allzureichliche Entdeckung vieler — und besonders vieler ivohlhabender — Haushalte durch den direkten Verkehr mft dem Erzeuger einen Grund mft für die schlechte Beschickung des Marktes bildet. Wttrn das Einmachen in vernünftigen Grenzen bleibt, wftd niemand etwas dagegen einzuwendeft lyabai. Zu tvünschen ist nur, daß mft dem EinTnachen gewattet wird, bis die Kartoffel Versorgung wieder Twrmal geworden ist, denn dann wftd der Gemüfemarkt von selbst eine Entlastung erfahren. * ** Auszeichnung. Dem Revisor im Aufsichtsrate der Gewerbebank Gießen, Rentner Daniel Heil, wurde von Sr. Kgl. Hoheft dem Grvßherzog das Kriegsehrenzeichen vev- liehen. ** Befördert wurde zum llnteroffizier Geftefter Hand Espenschied, welcher seit Anfang 1916 unmtterbrochen ftn Felde steht. ** Kräftige Regengüsse brachten gestern im Lauße des Tages rtach einer verhältnismäßig langen Hitzeperiode den erschnten Regen. Besonders die Bohnen hatten unter der Trockün^ heit sehr gelftten. Der Rögen ift aber auch für die Wintergemüjd sehr notlvendig gewesen. ** Papierrohstoffe. Am 1. August 1917 ist eine Bekanntmachung (Nr. M. 800/6 17. K. R. A.), betreffend Bestandserhebung von Papierröhstoffen, effchienen, mnl) welcher die Bestünde an weißem und braunem Holzschliff (mechanisch bereitete Holzmasse), Sulfitzellswff, Strohzellstoff und Altpapier zn melden sind, sofern sie eine besttmmte Höhe erreichen. Die Meldungen haben aus amtlichen Meldescheinen au das Webstoff-Meldeamt der Kriegs- Rohstoff-Abteiluug des Kgl. Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW. 48, Verl. Hedemannsftaße 10, zu erfolgen. Die erste Meldung ist für die am 1. August vorhandenen Vorräte bi^ zum 10. August 1917 zu erstatten. Ueber die meldepslichttgen Gegenstände ist ein Lagerbuch zu führet!. Der Wvrtlaut der Bekanntmachung, aus der sich die näheren Bestimmungen über die Meldung ergeben, ist in henttger Nummer rmseres Blattes einzusehen. Witterungsbericht. (Oessentlicher Wetterdienst.) Fortdauer der bestehenden Witterung. Letzte NKLHirrchren« Abschiedsgesuch von LöbeÜS. Berlin, 31. Juli. (WDB. MchftrmttichJ GegenWeo verschiedenen Pressemeldungen, daß der Minister des Innern Veikäute 20 gute Lammböcke auS der Stammherde der Landwtrtschaftskammer für Oberhessen, sind noch abzugeben bei 8619 D Fürstlicher GutSverwaltung Lich. (ttlucke mit Küken, so- wie Zwerabühncr verkauft 94798 Schmidt, H. d. West-Anlage 15. 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Laut „Vossischer Zeitung" finde» Besprechungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn über die Teilung der neuen rumänischen Ernte vom 4. bis 5- August in Wien statt. Das bisherige Abkonnnen erstreckte sich nur auf das jetzt beendete Erntrjahr. Das Ergebnis de» rumänischen Ernte ist günstig. Hinter der- russischen Front. Haag, 31. Juli. Der „Times"-Korrespondent bei der 7. rrch sisthcn Armee meldet, daß die Kriegslage seil den letzten Tagen wieder hoffnungsvoller (?) ist. Die Panik unter den zurückftutendsr Trcuppen wird mitleidslos unterdrückt. Drei Divisionen Kavallerie haben sich hinter der Front ausgestellt und schießen jeden Ausrrchev ohne Erbarmen nieder. Gegen Plünderungen tritt man chenso energisch auf. Deserteure, die vcndem unter dem Soldatenkomrt«. völlige Sicherheit hatten, liegen jetzt tot auf den Straßen. An de» Leichen sind Zettel beseAgt mft der Äuffchrift: „Landesverräter". Auch die Jnfantette nimmt teü an der Besttafung der Ausreißer. Auffallend ist, daß die roten Fahnen und die rote« Unterscheidungszeichen auf den Uniformen, die die vevolutionär- demokratischen Soldaten seit der Revolution trugen, ganz verschwunden sind. Englands Krieasvorbereitung Bern, 31. Jifti. „Daily Mall" zufolge sagte Lmd BerrAA ford fti einer in der Qiueenshall in London gehaltenen Rede tost 25. Juli mft Bezug auf Churchftl, er bchanpte beständig, daß daS Verdienst dafür, daß die Flotte kriegsfettig war und daß ihre Mobilisierung in 24 Stunden erfolgte, ihm gebühre. TatsäEtz sind die Papiere für jene Mobilisation im Juli 1914 im tvrhei- gehenden Monat Juni ausgegeben worden. Argentinien bleibt fest. Amsterdam, 31. Juli. Die argentinische Regierung lehnte es ab, an einer von den amerikanischen Staaten ausgehenden Konferenz zum Zwecke, den Handel mit den Neutralen Europas unter die Kontrolle der Entente zu stellen, teilzunehmen. zu verk . 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Ferner betrauern wir den Tod unserer lieben Alten Herren Fabrikdirektor Jakob Möllinger gestorben am 23. Juni 1917 in Uerdingen. Geh. Schulrat Schaub Kreisschal inspektor i. R. gestorben am 21. April 1916 in Offenbach &. M. Pfarrer Hepding gestorben am 2. Juli 1917 in der Klinik zu Gießen. Gießener Burschenschaft Alemannia. 5710 D I. A: Müller Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fra ifsrsiiiir Witwe Marie Suhl Montag nacht nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Buhl und Eidmanu. (Hessen (Landmannstrasse 3), Bensheim, Darmstadt den 31. Juli 1917. 5728 Die Beerdigung findet Freitag, den 3. August, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Am Samstag, den 28. Juli ds.Js., abends 8 l / 2 Uhr, entschlief sanft nach kurzem Leiden im Kreise der Familie ihres Sohnes die Witwe des prakt. Arztes Dr. August Klein Frau Minna Klein geb. Sames im 81. Lebensjahre. August Klein, Ingenieur Frieda Klein, geb. Rittershofer Willi Klein Thea Klein. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. August nachmittags um 4 Uhr von der Kirche in Pries aus statt 5716 D Tieferschütterl erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Onkel Wilhelm Backhaus im Infanterie-Regiment 173 am 18. Juli in einem Feldlazarett, infolge einer am 17. Juli erhaltenen schweren Verwundung, den ehrenvollen Tod für sein Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Philipp Backhaus und Familie. Climbach, den 31. Juli 1917. Einf.,dopp.rLamerikan. Buchführung iibograpiiie, Maschinenschreiben, alle Handeislächer lehrt grün dl. durch geprüfte Lehr kr. u. Garantie ein-Bich. Erfolges Hermes Lehr-Institnt Gießen, Bahnhofsfcr. 60 Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr i lunilien-Konzert ; Die glückliche Geburt eines ge- gesunden TÖCHTERCHENS zeigen hocherfreut an JOEF SCHMITT, z. 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