m. (60 Zweites Matt M. Jahrgang Erschaut kTyltch n,tt A:»2nahm« deS SomitagL. veilagen: „Sietzener ZamMendlStter" und „Kreisblatt fite den Ureis Sieben". Vostscheckkonto: zrantfvrt am Main Ne. U686. Vanivertehr: Sewerbebank Gietzen. General-Anzeiger für Oberheßen Mittwoch. 3u'i mr ZwillmgSrunddruck uns Verlag: Brühl'scheUniversitAtt-Bl'ch-u.Stsnldruck: R. Lange, Gieße::. Zchriftleitung, GeschafttsteSe und Vruckecei: Schulstraße?, Ceschäflsiielle u. Verlag: ö., Schriftleüung: &&&) 112. AnschriftfürTraht.rachrichremAnze'gerGie Aus Ktcrdt mtb CartC*. Gießen, 11. Juli 1917. Warum sott man -«rfutz gehen? GM barfuß! Staatliche und städtische Behörde:: empfehlen !ett umgem ettckrttteslch das Bwrfußgehen, damit die knapp tver- dendcn Lcderrvrräte gestreckt werden. Wer barfuß geht, dient aber nicht narr der KriogAorrtschast, fvndern erweist, ieinem Körper eine Wohltat, die viel größer ist, als man verurutet. Das Barsuß- gehen ustrkt nämlich auf den ganzen Körper ein und hat sogar eine Heilwirkung bei manchen Kvmrkheitor. Der Wiesbadener Ar^t Dr,. Schacht behandelt in einem sehr.zettgemäßen Aufsätze der Zeitschrift „dttttur und Kulttcr", die im gleichnamigen Berlage in Müiuhen erscheint, die gcjimbI>ei±Iiclje Bedeutung des Barfnß- sehens, wobei er in erster Linie die Kinder ttn Auge hat. Barfuß- gehen, so führt er aus, ist ebne schöne eortte unserer Väter, die durch sie ihren Körper zu stählen mrd abzl^härten wußten. Geht man barfuß, sv ist. der Fuß vor: der festen Beeidung befreit, und die Haut kann besser atmen. Beinr Barsußgehen wird ferner die Fußsohle dauernd nvvchrarisch gereizt, :rnd die Wirkung dieser Reizung ist ganz bedeutend, wie aus dar Versuchen vieler Forscher hervorgeht. Nsnmmrn hat in TierveTsuck^en nachjgswiesen, daß 9ieize vom Fuße aus sich auf den ganzen Körper übertragen- und viele andere Gelehrte haben dies bestätigt. Der Wiener Forscher Winternitz fand, daß das Barfußgeheu nicht :uir das Blut besser in B«ttiegirng setzt, sondern auch seine Zusammenlegung günstig beeinflußt und eine Vermehrung der Blutrörpcrchen be.rirtt, wovon alle inneren Organe Borteil haben; weiter werden durch Barfußgehm Gehirn rmd Nerven, angeregt und _ zugleich beruhigt, f© daß der Menstch, mutiger, «rtWosfenier, fleißiger und 'r-in-sicher wird. Goldscheider (Berlin) ernannte, daß die ganze geistige Empf::chlungIkraft und die moralisch? Energie durch, Barsn'g- geherr gehoben wird: an Stelle der llnlustempfindungen treten Sekbstteerttaue:: und Entschlußkraft. Schließlich nimmt die Lrmgen- atmaing beim Barsußgeherc M, die Verdauungswerkzeuge arbeiten leicir.r, kurz die Schlacken des Körpers werden besser ausgoschieden. Die Erklärung für all diese Erscheinungen ergibt sich aus dem Bau des Fußes, wie ihn der Nervenarzt Lots-Friedrichroda einmal ausführlich dorgetegt hat. Tie äußere Haut, das Organ, das die äußeren Nerze aufnmmtt, zeigt an zlvei. Wellen eine auf-, fallende Beschaffenheit, nämlich in der Hohlhand und in der Fußsohle. Dies gilt nicht nur vvn den: groben, ohne Hilfsmittel wahrnchmbceven Ban, sondern erst recht von den Nerven. Jeder Empfindungen erv, der von der äußeren Harrt nach dem Rücken- marte geht, teilt sich vor seinem Eintritte in dieses' in fünf Wurzeln Und gibt noch, ein bis zwei Wurzeln au das sogenannte Sym- r-utMusnervengeflecht ab, das einen großer Teil der inneren. Organe und auch den Blutstrom beherrscht und regelt. Im allgemeine,:. hat die '.äußere Haut ran: ein einfaches Neroeng es locht; in der HvUhand drängt sich ein dreifaches, au der Fußsohle ein vierfaches Geflecht auf epgem Raum zusanrinen. Die Reizung, die die Fußsohle auf Nückenmarl und Gehirn übertragen kann, ist demnach viermal so gwß, wie die anderer Stellen der Haut, die Hrättfläckc ausgenommen. Ist die Fußsohle nun durch die feste Malurr vvn Strumpf und Stt-eset vvn allen äußeren Reizen abge- sckSsffen, so müssen dadurch wichtige zentrale Teile des Ncrven- spstems in ihren Läbenstätigkeiten beebnträchittgt werden, und um- g^lichK werden sie günstig beeinflußt, wenn man barfuß geht. Bar- ftrhMHen «ul trockenem Boden wirkt auf de:: Fuß, wie Massage an anderen Stellen des Körpers, und wem: mau auf feuchtem Boden geht, wechseln für den Fuß dauernd Lirft- und Wafserbad. Daß sckkteßlteb das Barßrßgechen namentlich in der Jmrcnd tun Knochenbau des Fußes und die an ihn angrenzenden Ästnskeln stärkt, sei nur beiläufig erwähnt; auch die Heilwirkungen des Barfußgehens lönnen nur angcvcutet werden: außer der günstige:: Beeinflussung vor: LiLoffwEeb und &mgenfnmf freiten, Schrächezusdäsiden, Kopfschmerzen Ukw. wird unter Umständen s-v-gar eine Heilwirkung bei Angentmnkheiten erzielt, wofür Dr. Schacht aus seiner eigenen Erfahrung einen Fall anführt. Ja, man kann ohne llebertreibrau; sagen, wenn unsere Schulkinder viel barfuß gehen, werden sie im gleichen Maße weniger Brillen brauchen. * ** Amtliche Per svnalnachri chten. Ter Grvßherzvg hat am 7. Juli l. Iss. dem Pfarrer und Dekan Hettunch Brill zu Ober-Widdersheim die evangelische Pfarrstelle zu Öwvß-Stein- beim übertuagen. — Der Gnvßherzvy hat am 7. Juli dem Ministerialrat in dem Ministerium des Jwrern Dr. Ernst Weber zu 'Tarmstedt den Charakter als Staatsrot erteilt. — Der Großherzig hat am 7. Juli den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz Professor 2EboIf Heyder mit Wirkung von: 1. Oktober 1917 ab zum DttÄter des Alten Ghmnasiums zu Mattcz ernannt. ** Das gesamte Büchsen- und Salzgemüse aus der b^orsteherLen Ernte wird öfftn.tlA> bewirtschaftet werden. Es sollen die gesamter: Erzeugnisse durch die Reichsstelle für Ge.nüse und Obst schlüsselmäßig auf die Bundesstaaten verteilt werden, ivelchen die Unteren toilung auf die Kommmralverbände ob 1 tagen wird. Zur Durchführung der Bewirtschaftung ist von der der ReichFtelle unterstellten Gemüsekvnserven-Kriegsgesellschaft in Bräunschweig durch Bekanntmachung vom 21. Juni 1917 der 'Absatz und Versand von Gemüsekonserven und Faßgemüsen verboten worden. Sowohl der Absatz wie auch der^ Berstrnd ist mir zulässig mit GeneHmicrung dieser KriegsgesellsäUrft. Auch der Versand ratet, mtr erlaubt werden ^ur Verfügung der Kommunal verbände. Den .Komwmnalverbänden wird dränglichst empfohlen, schon jetzt besonders für Faßgemüse geeignete Lagerräume bermtzustellcn. Tie .Kriegsgesellschaft wird aus Anfragen luneitwilligst sachverständigen Rat erteilen. ^ ^ ** Auslands-Mehl. Das aus den: Auslande angeführte Mehl unterliegt racht der Beschlagnahme für die Kvmmunalvcr- l^inde i§ 68 der Bekanntmachrmq vom 29. Juni 1910, Rerchsgesetz- blatt Ä 663) Wenn auch größere, sowie geschäftsmäßig eingeführte Menam der Zeirtraleinkaufsgesellschaft abzuliefern fmd, :st doch dw Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß getvisse Mengen dieses Mehl es ter den freien Handel gelangen Jckeirfalls lehren zahlrnche ihtenüber vorliegende Klagen, daß erhebliche Mengen Mehl und Brot markenfrei zu lwhen Preisen gehandelt werden. Hierin ist eine bedenkliche Störung der allgemeinen glecchmäßigen Bersvrgung der Bevölkerung begründet. Es erschien daher erforderlich, Maßnahmen ^ergegen in die Wiege zu leiten. Durch Verordnung des Reichs- kanzters ist demnach bestimmt werde::, daß die Kommunal verbände für die Abgabe von Weizen- oder Roggen mehl, das aus dem Aus- tende stammt oder aus ausländischem Getreide ermahlen :st, sowie für Brot, das ganz oder teilweise aus solchem Mehl herge-stellt > ,t. .Höchstpreise sestzusetzen haben. Soweit 5)öchstprelse für d:e Abgabe von inländischem Mehl und Brot festgesetzt stnd, gelten sie bis auf weiteres auch Wr die genannten cncsländrschen Erzeugnisse. Um den Kvmmuna l öcrBitnden die Mblliehkeit zu geben, sich über die Vorräte an ausländischem Mehle in ihren Bezirken zu unterrichten, ist eine Anzeigepflicht für diejenigen emge- führt, die ausländisches Mehl in Gewahrsam haben oder aut Gwno von Verträgen die Lieferung solchen Mebles Perlangen können. Dies gilt nicht für Mehl, das mm Verbrcmch im eigenen Haushalt oder dc-r eigenen Wirtschaft bestimmt oder der Zentraleinkaufsgesellsck-ast «bzulteimn ist Mehl, das der 'Anzeigepflicht nrttcrliegt, ist dem Kommun«tverband bei Meidung der Enteignung auf Verlangen käuflich m überlassen. In der Verordnung ist vorgesehen, daß der Präsident des Kriegsernährungsamtes Ausnahmen zulassen kam:. — EZ ist danachi Vorsorge getroffen, daß markenfreies Mehl oder Brot, wenn es überhaupt in den Handel kommt, an den Verbraucher nur zu konrmunalen 5)öchstpreisen abgesetzt werden darf. Auf der anderen Seite hat der Kommunal verband die Möglichkeit, das ausländische Mehl an sich zu ziehen und es Zweckentsprechend, beispiels- 'vcüse für Gastwirtschaften oder Konditoreien, zur Speise- oder Kuck>enbereitung, für Massenspeifungen in Fabriken und dergleichen, zu verwenden. ** Gießene c H aussranen-Berein. Der Verein hat Mich in diesem Jahre eine $ e t n [ a nti m e I ft e 11 e eingerichtet, um die Obstkerne der Oelgelvinnung zuzuführen. Die Karne sollen von reifem Obst herrühren. Man soll keinen Ken: weglverfen, jedermann soll vielmehr sammeln. Ueberall sieht man jetzt achtlos hin- geworsene Kirschenkenre. Für die Jugend wäre es ei:re leichte jMsühe, die Kerne zu sammeln, zu reinigen und zu trocknen. 9iur gut gereinigte und getrocknete Kerne sind verwendbar. Das Trocknen geschieht am besten an der Sonne oder bei gelinder Wanna ans dem Herd. Feuchte oder schimmelige Kerne sind imbrainchbar und können nicht angenommen werden. Es. ist darauf zu achten, daß die einzelnen KerngLtiungen nicht miteinander vermischt werden. Kerne von gedörrtem oder gekochten: Obst sind verwendbar. —i Mrs der Anzeige in oem l-eutigen Blatt ergeben sich die Preise, die für die Kerne bei der Mlieferrmg in bar gezahlt werden. ** Stenographie. Der Bezirk Gießen Gabelsbergerscher Stenographen hielt am Sonntag sein diesjähriges W^ettschreiben, verbunden mit Geschäftssteirographen- und Praktikerprüsung, ab. Bei einer Beteilig:mg vor: 126 Wettschreibern konnten 88 erste, 21 zweite u:te 4 dritte Preise zur Verteilung gelicmgen. Voi: den Gie- ßener Vereinen erhielten Preise (Ainnr.: Dantenveretn — D., Ge- sellschaft G., Verein 1861 ^ B., Schülervercin Gymnasium! =: Sch.): 360 Sillen: Fritz Dörr (Sch.) 1. Preis; 300 Silben: Georg Koch (V7 1. Preis; 240 Silben; Friedrich Kyritz (G.) 1. Preis; 220 Silben: Li:r-a Karnbach (G.) 1. Preis,' 180 Silbe::: Lina Brasch (Gb 1. Preis: 160 Silben; Johamra Knorr (D.), Elfriede Winzer (D.),1. Preise; LilÜ) Hermann (G.) 2. Preis; 140 Silben: Emilie Lehr (D.), Margarete Mtttermaier (Sch.), Karl Rohm (G.) 1. Preise; 120 Silben: Gert rüde Rotb >D.) 1. Preis: 100 Silben: Ludgard Haberkorn (D.), Elli Bingel cG.), Parrla Marker (D.), Tllly Rühl (G ), Klara Hosse (D.), Minna Deibel (G.), Anni Robrbach (G.), Johanna Schlesier (D.), Tilly Hofmann (G.tz Elise Lich (G.), Lina Wttkowski (D.), Else Wit- kvrvski (D.), Luise Kreuzburg (G ), Charlotte Worch (G.), Elisabet Trenker (G.) 1. Preise; Lina Lehr (D.) 2. Preis; 80 Silben: Karoline Post (G.), Luise Keller (G.), Karl Wallenfels (G.), Frieda Keil (G.), Hugo Noll (G.), svaargarete Hübner (D.), Heinrich Braun (V.), Clara Castete: (D.) 1. Preise; Toni Schlehenbeckw (G.), Karl Hergenröder (G.) 2. Preise; Sofie Bepler (D.) 3. Preis; 60 Silbu:: Berte Forbach (D.tz Käthe Ternuth (G.), Gustel Wagner (G.), Wilhelm Benzler (V.), Heinrich Hölzer (V.), Wilhelm Leittier (G.), Tberese Schmoll (Ds. Caroline Schuster (D.?, Gretel Börirer (D.h Julie Schön ^D.), Elise Möhl lD.), Lin: Klemmrath (D.), Else Keil (D.), Elli Rieß (D.), Thea Faber (D.h Anna Bingel (G.). Käthe Ohr >G.H Helene Faber (G.), Mathilde Reitz (G.), Karl Urbar: (G.), Otto Rah:: (Sch.), Wally Söhnel (G.), Kätha Becker (D.) 1. Preise: Käthe Weber'(G.), Erich Fort- nagel (G.). Heinrich Hcckroth (V. . Marie Schmidt (D.), Lina Jordan (G.) 2. Preise; Johcnma Grau (D.'> 3. Preis. Das Ergebnis der Geschäftsstenographen- inte Praktikerprüsung wird später bekanntgegeben. Der bisherige Bezirks vorstmte führt die Geschäfte »veiter. ** Die Beiträge zur land - und fvrstwirtschaft- lichen Berufsgeinosse'nschaft !für >1916 können in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkasse bezahlt werden. Lnudkrei-s Gießen. ** Sa a sen , 10. Juli. Dem Musketier Wilhelm H e 11 c r i ch, Sohn des Ludrvig Hetterich, Schreiner, wurde für tapferes Verhalten das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Gleichzeitig wurde e^ zum Gefreiten befördert. Kreis Alsfeld. G Groß-Felda, 9. Juli. Das Eisenre Kreuz. 1. Klasse erhielt t>er Lehrer Heinrich Eichenau er, Leutnant d. R., Inhaber des Eisernen KreutzeS 2. Klasse und der Hessischen Tapser- kcitsmedaille. Kreis Lauterbüch. ts Landen hausen, 10. Juli. Das Eiserne Krecy erhielt der Mzefttewebel Lehrer .Merkel, z. Z. schwer verwundet in einem Lazarett. Kreis Friedderg. ** Bad-N anheim, 7. Juli. Der Inhaber der Firma S. Sa mm et, Bahnhossttaße, begeht morgen sein 25jähriges .Ge- schäftsjnLilaum. Er >hat sich während den vielen Jahren im Kreise seiner Kundschaft, Bekaraiten und Fremteen großes Vertrauen sowie Beliebtheit erworben. — Dorheim, 9. Juli. Auf der Landstraße nach Fauerbach gelang es dem .Kreisbaumwart Horn aus Friedbevg-Fauerbach, einen dem Butzbacher Zellengefängnis entwichenen Sttafgefangenen unter persönlicher Lebensgefahr #u verhaften. ^m. Aus der Wetterau, 9. Jlnli. Infolge der durchgreifender: Gewitterregen, die in letzter Zeit über die Wetterau niedergingen, zeigen die Wiesen fast überall prächtigen Grasansatz, wor- mrter auch die besseren Kräuter nicht fehlen, so daß wie die Heuernte, oute .die G r u m m e t e r n t e vorzüglich zu werden verspricht. Für die Kartoffeln war die feuchte Witterung ebenfalls sehr vorteilhaft und es kann deshalb auch bei ihr auf eine gute Ernte gerechnet werden. — Die Walnnßbciu me zeigen in diesem Jahr einen.Früchtemrsatz, wie er so reichlich Und gut entwickelt selten beobachtet wurde. Diese Tatsache ist im .Interesse der OelgetvlnNnng sehr zu ^begrüßen. Leider ist dem Anbatt dieses Baunies in den letzten Jahren M wanig Beachtung geschenkt:oordeu und man findet in den meisten Gemeinden nur einzelne Bäume. Hessen-Nassau. — F r a n k f u r t a. M., 9. Juli. Auf Grurte ministerieller Genehmigung wendet jetzt die Stadtverwaltung bei jedem Steuerzahler, der innerhalb 14 Tagen nach Empfang des Steuerzettels seine Stenern nickt bezahlt hat, die Mahnung durch öffentliche Z a hl nu gsauif forderün g mit dreitägiger Frist an. Nach Ablauf diese:- Frist tritt die Zwaugskbeitteibung ein. Der bisher Miche Mach^ettcl kommt in Fortfall. inr. Frankfurt a. M., 9. Juli. In der letzten Sitzimg des Lebensmittelamtes tourde berichtet, das; der Stadt zur Versorgung mit «Frühkartoffeln, tauch größere Bezirke in Bayern imb Hessm zugewiesen sind. Der Preis der Buttermilck) wurde von 24 auf .20 Pfg. für das Liter herabgesetzt. Die erhöhte Fleischratton kann in hiesiger Stadt vorausstelitttch lns Mlttte Älfugust beibehaltei: werden, da Girtgwiffe in die MllchvieWestände bisher noch nicht >nöttg waren. Um eine bessere Verlegung der Bevölkerung mit Frühobst herbeizuführen, tvurde beschlossen, künftig auch zuverlässige Kleinhäiteler rar der Berteilm:g Mitwirken zu lassen. Man beabsichttgt, bei der Kvhlenverteittmg derrjemgen.Haushaltim- gen, die eine Vvrrichttrng zum Kochen mit Gas besitzen, die Hälfte des Äüchenbrandes zu kürzen, um eine möglichst gerechte Verteilung zu gewährleisten. Gleichzeittg null der Magistrat dar- riber :vaä)en, baß die staatlichen und städttschur Behörden keine Übermäßige Einkellerung -von Breimmatericu vornehmen. mr. Frankfurt a. M., 10. Juli. Am vergangen: Sonntag veranstalteten die vereinigte:! Keltereien von Fcan.mrt a. Jicy Sachsen hausen eine Versammlung, um zu der Frage der Kelterung von Obstwein, insbesondere Aepfellvein, ^>teu:mg zu nehmen. Die Versammlung, die auch von AepfeÜveinl-erstellern aus Hessen, Bayern und dem Tanuusgebiet stark besucht !var, ^ou!e als Hauptforderung die Aushebung des Keltereiverbotes mw oit Freigabe des Kaufs von geeignetem Obst. Als Ergetens wirrte lol- gende Entschließung einstinmiig angenommen: „Die heute m Frankfurt a. M. tagende Versammlung der Aepfelweinerreuger, Gärtner und Laudwirte erllärt, daß durch ein Verbot ier Aeywl- raeintetterei linderte fleiner Bett lebe im Bezirk Frarakftrrt a.M. und Umgebung, lüic auch in benachbarten hessischen und bawrffchen Bezirken aufs schwerste geschädigt loerden, daß die diesjävrcg .- reichliche Obsternte von den Marmeladewbriken keineswegs ootljllrndig ausgenommen werden kann, daß da her die^ Freigabe von Kelterobst für ihre Bettiebe die Volksenteihrnng in keiner Weise beeil^:ächt:gt, vielmehr durch die Verkelterung ein zur^MMleladeherstellung geeignetes, dauerhaftes Zwischenprodukt geschaffeir und ein notweiuä- ges, wohlfeiles Volksgettän? dem Konsum zugefü'hrt wird." An die verschiedenen Reiä)sstellen, sowie die staatlichen und städtt;chen Behörden sollen Eingaben gerichtet werden, um dne Aufhetzung des Kelter Verbotes zu mreidjen. X Hanau, 10. Juli. Einen guten Fang machte die Polizei, die eine von Bruchköbel kommende Droschke uiuerpuhte und in dieser 28 Pfund Sä/inken und mehrere Würste fand. ^ Der Insasse der Droschke war ein Soldat aus Wäesbäden, der di e Fle isck-- iraren in Bruchköbel von den: Fleischermeister Schäfer erworben hatte und nach Wiesbaden zu bringen beabsichtigte^ Jedenfalls hat der Soldat im i)tufttage eines Wiesbadener Gewerbctteibenden gehandelt. Die Fleischwaren sind beschlagnahnrt worden. = H ö ch st a. M., 9. Juli. Der Leichtsinn, unmittelbar nach dem Genuß von Obst Wasser oder Bier zu trinken, 'hat hier gestern ein Opfer gefordert. Eine Frau trank nach reichlichem Kirschengenuß Bier. Wenige Augenblicke später erttonkte sie in, gefährlichster Weise, und unter gräßlichen Schmerzen verstarb )xc. [] Marburg, 10.Juli. Die Heidelbeere, die in un- seren Wälden: in großer Menge vorkomntt, ist ein recht begehrter Artikel gewordern Die von der Stadt eingertchttten Verkaufs'tellen, bei denen das Pfund Heidelbeeren für 34 Pf. abgegeben wird, sind intetter schnell geräumt uno in den Lahnbergcn, dle sich viel: Stunden weit ausdehnen, wimmelt es allerorts täglich von Frau«: und Kindern, die dann abends mit mehr oder wentger großen Vorräten heimziehen. Viele benutzen^ auch die Eisenbahn und fahren in die Burgwaldsgegend, wo sich besonders reiche Heidelbeergründe befinden. Für die Einwohner der in und an den Hängen öe*3 Burmvaldes liegenden Dörfer. ;vi.e Sarnau, Göttingen, Oberrosphe. Unterrosphe, Mclluau, Mimchhausen, Enffthcuuen, Wiesenfeld und Roda sonne dem waldumschlossenen Städtckwn Rosenthal bietet die .heidebbeerernte schon in jedem Jahre eine Eiunahanequelle, mit der viele Familien rechnen. In diesem Jahre werden kinderreiche Familien bei den höheren Preisen noch bedeutend mehr verdienen. Auch aus der Hinterländer und Dilten- burger Gegend wird über massenhaftes Eintreffen von Heidelbeersuche r:: berichtet. So lxrtte jüngst das sog. Dietzhölzbähnchen. das gewöhnlich aus drei Personenwagen besteht, 20 Wagen, die von zwei Lokomotiven gezogen wurden. In Sttaßebersbach fhitetete dann etwa 2000 Menschen in den Wald und blieben auch, um am andern Morgen gleich an Ort und Stelle zu sein, zum Teil über Nacht dort. Zugzuftrunnenftütz im Tunnel. --- .Limburg, 9. Juli. In dem Tunnel Mschen Dreit- sckeid und Obererbach der Strecke Limburg—Menkirchen—Au stieß ein Persiouenzug mit einem Güterzug zusammen. Ein Schaff- neu war sofort Jot, fünfzehn Fahrgäste tvurden mchr oder gntnder schwer verletzt. Tie Schwerverletzten kamen in das Mtenllrchener Krankenhaus. Vic Lage des ArdeitsmaMer für Hessen. Hessen Nassau >md waldeck im Normt Mar M7. Die Grundtendenz des Arbeite Marktes weist gegen den Vormonat eine noch stärkere Nachfrage gegen ein etwas vermindertes Angebot von männliche:: Arbtttettüften auf und führte m einer erhöhten Inanspruchnahme der noch zu Gebote stehenden Reserven von Frauen und Jugendlichen, deren Zahl ick Bericküsmonat ntefr unwesentlich! zurückging. In der Ärndwirtschaft brachten die gürcstige Witterung und die beginnende .Heuernte größere Anforderungen mit sich, denen indessen ein ausreichendes Angebot von Arbitern gegenüberstorte. Stellenweise, w. z. B. in Frmrkftcrt und Worms, überttaf die Zahl der S'tellensuchenden die der offene:: Stelle::. — Eigentliche Knechte Mirden nur wenige verlangt, dagegen ivaren landwirtschaftliche Arbeiter und aus anderen Berufe:: stammende Gelegenheitsarbeiter sehr begehrt. Mgehöttge höherer landwirtschaft- licler Berufe ivaren in einem den Bedarf wett iibcrschreitenden Maße vorha.nde::. Die lebhafte Nachfrage nach Fack-arbeitern für die Metall- Und Munibions-Jndustric hiät unverändert an. Namentlich :varen, neben Schlossern imb Drehern, Werkzeugnmcher sehr stark begehrt. Auck die ^dachfrage nach ungelernten LLrvettern :md tveib- lichen Httfsttästen trat nttt gleicher Stärke wie im Vormonat hervor. Teilweise mochte sich eine stärkere Heronziehmtg von Jugendlick'en bemerkbar. Im Holzgeiverbe fände:: die etwas zahlreicher gemeldeten Schreiner, Tischler und Maschinenarbetter sehr leicht bei erhöhter Nackffrage Befchäfttgung. — Das Angebot vvn Küfern blicb mir wenig hinter der Nachfrage zurück. — Ebenso kamen in der Leder-Industrie die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte glatz urtter. Sehr stark Trat der Bedarf an geübten Sattlern. Gerber ivaren ausreich-end vorhanden. — In den Nahrungsmittel-Gewerbe:: trat eine sehr starke 'ttevchsrage nack Bäckern in Kussel, HAirau und Mainz hervor, btt nur zum geringen Teil btzft-iedigt werden koratte. In den übrigen Teilen ^ des Verbandsgebi-ctes hielten sich AngelDt Und biaclffrage ungefähr die Wage. — Metzger- teuren, abgesehen von den sehr starken Anfvttterimgte: vvn Mainz, in ausreichienden: Maße vorhanden. — Das Bekleid:mgsg uoerbe lwt ftir Schneider reichliche Arbettsgelcgenhett. Den :ram!wften Anforderungen konrtte zuin größten Dell gcwügt werden. — Das Angebot von Schuhmachern :var gegeinrber dem unverändert sehr starken Bedarf gering. Der lebltzrfte Geschäftsgang im Bougerverbe brachte eine erhöhte stiachsrage nach Maurern und Zimmerern mit sich, von denen besonders die letztere:: ttu Verhältnis zu dar An- forderimgeu ümpp ivaren. — Selft stark gestiegen ist muh die Nachftage nach Bautagelöhnern und Erdarbeitern, von da:en ein großer Dell vermtttclt ninrde. Das Angebot von Fabrikarbeiter:: ivar gegen da: Vornwnat etwas florter. Tie döachfvage konnte zu einem sehr nanchaften Teil befriedigt nvCben. — Die Anforderungen vvn Rdafchinisten und Heizen: wiesen gegen den Vor:m>:mt ein starkoc- steigen ratt Ten erbwl/ten Anfordenmge.k des Gastwir tsgemerbes an S^eTi = neru imd Köchien konnte im allgemeinen «ttspVichen runden — Nach Tagelöhnw-n und ungelernten Gelegenl^ütZarbeitern lag eine sehr starte Nachsvage vvr, die raksveichvnde BestMttglung tiir Cimi* licke Stellen suchende bvt. ^ ^Aegenen Bedarfs an 3n^rraitm mußte UmilüMgt Koben. — U&ü&aqcr Tfcwmtcn unter starker öermu K-reftung txm .^jenMirf^t rn herrschender Zahl beschafft werden .lngebot Md O^srage bei den Kaufmännischen uirö Bnreau- nnefert zEvejche ertliche Bersäffedenheffen auf. Für gut mrSgebilixte Kräfte x)t ausreichende Beschäftigung vorhanden. fctnc ^L-ingerung de-? bestehende,! Angebots an mämrlicken ArbertsUlchenden macht sich namentlich an größeren Plätzen bc= Sw 5rfeSf^ L nach wie vor ein Ueberangebot von n>eib- lüe S£ ,e Arbertsnurrkt stand gvg-srüber dem Vormonat un Zeichen starker Anspannung. .Tie Verringerung des LLnaebats ge^rblrch-er Arb crterinnen hat weitere Fortschritte gemacht. Tie voThcuidenen Kräfte imrrden zum größten Teil in der MnnitionS- Industrie untergebracht. Sehr starke Nachfrage bestand nach landwrrtschaftlichen Di-ensd böten^ und landnnrtichaftlrchen dlrbeiterinnen. , ^2” Gastwirtsgewerbe könnt m bic erhöhten LLnforderunaen nach! Kellnerinnen und Zimmermädchen befriedigt werden. Kücheii- madchen blieben gesucht. Amtlicher Teil. Die Knappheit an häuslichen Dienstboten hat durch die starke ^lianspruchnahme der in Betracht kommend«: Kreise für die Landwirtschaft eine weitere Verschärfung erfahren. Tie dadurch erhöhte .ha&i frage nach Wasch- und Pußrvaueit Sonnte trotz erhöhtem Angebots nur zum Teil genügt werden. m . d?üherinnen und geübte Sehneiderrnneki fanden ansreich-ni> -oeschast!gung. Taneben besteht ein Angebot von glchchartiglin weniger geübten Kräften. Strickerinnen und .veiiiurroeiter innen standen über den ^ey meldeten Bedarf hinaus hinreichend zur Verfügung. Nr. W. III. 700/6.17. K. R. A. betreffend Höchstpreise für Spinnpapier a«er Art sSWie für Papiergarne und -bindfäden. Vom 10.JuLi1917. Tie ruuWehende BeLnutmachung w-ird auf Grund des Gelbes über den Besägernngszustand vom 4. Juni 1851 in Sfe b."wtz.Uch mck bem Gesetz vom 11. Dezember 1915 (Reichs-Gesetzbl. "7 - Sl %) ~ in Bayern auf Grund der Allerhöchsten Verordnung ^1- 77' , betreffend Höchstpreise, vom ch^üiAnst i.014 Rcichs-Gesetzbl. 339) in der Fassung vom 1 1 ' '^ Mnb er 1014 >'Reichs-^ststtzbl. S. 516) in .Berbffidnng mit «n Bekcrmchnachjun^TQr über die Linderung dieses Gesetzes vom 2Q Jamuar 1915, 23. September 1915, 23. März 1916 ,md 22 1?17 (Rmchs-GeseM. 1915 S. 25, 603, 1916 S. 183 und 2o31 Urr allgemeinen Kennbris gebracht mit dem Be- Even, daß Zu-widvchlmdümgen gemäß den in der Anmerkung*) ttfrgefcriKtteit Bestimnaengen bestraft werden, sofern nicht nach den ollge-memen Strafst.'setzen höhere Strafen angedroht sind. Auch Lrnn der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekannt- machamg zur Fenrhaltuny uryuverläffig-er Personen vom Handel vom 23. L>«trtember 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden. § 1 . Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Von dieser Bekanntmachung wewen betr o ffe n : a) Spin npa vier, b) Papiergcnnre und -bmdfäderi, welche mit anderen Faserstoffen nicht vermischt sind. 8 2 . 1. Bei einer Veräußerung durch den Hersteller dürfen die Preise für dre im 8 1a bezeichneten Gegenstände die in der Preistafel 1 > L-pmiipopierhöchstpveise) und für die im § 1 b bezeichireten Gegenstär^e die in der Pftniätastl II (Papiergarnhöchstpreif- genannten Lätze nicht übersteigen. 2. Bei jeder anderen Veräußerung (z. B. durch einen Häno- ler, der nichlt Hersteller ist, dürfen die in Preistafel I genannten Preise (um mch mehr als 2 v. H. und die in Preistafel II genannten dreist um. nicht mehr als 3 v. H. überschritten werden. . 5. Ms Garne und Bindfäden in Handels fertiger Aufmachung Nrr den Meinverwur finden die feltgeietzten Höchstpreise außer bei 'Veräußerung durch den Hersteller an einen Zwischenhändler keine Anwendung. 8 3. Höchstpreise für Spftrnpapier und Spinnteller verstehen stch auf Grund ern^ FErgkeitsgehalts des Papiers von 6 bis 0 v. H. des absoluten Trockengewichts, emschlieUich Hülsen und Verdatung m Packpapier, ab Fabrik oder Lagerstelle des Verkäufers, netto Kaffe mit einem Ziel von '14 'Tagen ab.Versand. Monaten - gerechnet vom Tage des Eintreffens — HvlMllsen müssen bei frachtfreier Rücksendung in gebrauchsfähigem Zustatide zum Papierpreist zurückgenommen iverven. 2 Die Höchstpreise für Papiernrndgarii verstchen sich für Krenzspulckuffnachung auf Grund eines Fcüchtigkeitsgehalts des Garnes von absoluten Trockengewichts, einschließlich, spulen uiid ausschlreUech des Germchts der Verpackung, ab Fabrik oder Lagerstelst des Verkäufers, netto Kasse mit einem Ziel von 14,Dagen ab Vmand. Wenn das Gewicht der Hülsen 1 v. H. des Gesamtgewichts Eewrcht von Garn und Hülsen bei 15 p H Feuchttgkeu übersteigt, so ist das Mehrgewicht zum vollen Ga'rn- p reist zu vergüten. ^ Die Höchstpreise für Papierflachgarn verstchen sich für Auf- 22*522™ bzw. hülsen freien Kveiizspulen bei einer SÄ *£*■*■ W Trockengewichts, «reUich d§ Ve^ckupg, ab tyabrtf oder Lagen'telle des Ber ^ 2? e ? wm von 14 Tägen ab Versuch «ruf Hülsen ist 1 v. H. des Ge- Wichts hei emer Feuchtigkeit von 15 v. H. für Hülsen zu oergütcii. ÄJÄftÄSl'Sfi ™4 ^sä. «ssü: Äf***"” 8uto “ — illung des Kaufpreises später als 14 Tage nach Versand, so dürfen bis 2 v. H. über ReickMankirskont als Zinsen ^rechnet werden. 8 4. ^treffend Höchstpreise für Spinnpapier aller Art sowie für einfache, gdtrnte oder geschiiürte Papiergarne, welche aufgehoben ^ er ^ to ^ vermischt sind, vom 20. Februar 1917, Preistafel L. Höchstpreise für Spinnpapier. Gewicht eines Quadratmeters 60 g und mehr 5) bis 59 g . 46 . 49 „ . 40 „ 45 „ . 3o „ 39 , . 30 34 „ . 2i> „ 2Q ., . mit 100 v. .h. Natron- (Siilfat-) Zellstoff niit7übis 99 v. H. Natron-- (Sulsat^ Zellstoff mitbObsi' 74 v. H. Natron» (Sulfat--) Zellstoff mit 25 bis 49 v. H. Natron- (Suliat») Zellstoff mit 0 bis 24 v. H. Natron- (Sul'at-) Zellstoff*) 118 123 128 133 141 173 203 Preise für 1 kg in Pfennigen 112 117 122 127 135 167 197 105 110 115 120 128 160 190 100 105 110 115 123 155 185 95 100 105 110 118 150 180 2 .' Zuschläge. a - Für Spinnrollen treten zu den Höchstpreisen des verwendeten Sprnnpapiers die folgenden Zuschläge: 1. bei einer Schnittbreite von: lO wm u.ntehr 9 11. 8 mm Tr um 6 mm ö mm 4 mm 3 mm 10 V.H. “Tnrir 12V.H.I4V.H. 16V.P. 18v.Hst20ÜH. des Höchstpreises des verlvendeten Spinnpapiers. Bei einem Quadratmetergewicht d.Papiersvon 60^ und mehr 50 bis 59 g 40 „ 49 „ 30 „ 39 „ 26 „ 29 „ Bei ein. Schnittbreite d. verwend. Spinntell.-r von: 10mm 9 und I rj c - u.mehr 8 mm 7 mm 6mm 5 mm 4 mm , 3 mm Zuschläge für 1 kg in Pfennigen 83 26 27 30 35 26 29 32 35 41 29 33 36 41 47 35 41 45 51 59 41 47 53 60 69 41 | 51 47 56 56 71 71 ! 90 82 ! 105 X rv. t ZusthtäM. a) Für andere Aufmacliomg: Krräuel-, Zn^ilsasaufnrachmrg imb Klein- vermufsaus mnchung darf ein angemeffenor Zuschlag de- rechnet werden- sür^R^rnogaru in Kops form darf der Preis bei Nr 2, ™ Dsg.. bei, Nr. 3 12 Pfa., für stmare Nummern 12 Pf^., zuzüglich je 2 Pfg für jede halbe Numrner hoher sein, als der HöchLwrms bei Kreuzspul- Mrfmachung. b) Für Zwirnen zrnd Schm'i-ren dürfen wlg-ende Zuschläge berechnet werden: ^ 1. Zwirnen allein Bei einem Quadratmetergewicht des Papiers von Bei einer Streffenbreile von: 10mm I 9 und u.melir 8 mm 7 rem 6 mm j 5 mm ! 4 mm 3 mm Zuschläge für 1 kg in Pfennigen 15 17 20 23 27 34 17 19 21 23 27 31 37 19 22 24 27 31 37 47 23 27 30 34 39 47 60 27 31 35 49 46 55 70 60 g und mehr 50 bis 59§ . . 40 „ 49 „ . . 30 „ 39 ., . . 25 29 ... . bj Für Mitverwendung von gebleichtem Zellstoff, für Imprägnieren und für Färben (mit Ausnahme von bräunlicher Färbung, welche den Farbton- des aus ungebleichteni Natrouzell- stotf hergestellten Papiers treffen soll) dürfen angemessene Zuschläge berechnet werden. Abschläge. Vm Mitverwendung von holzhalligen Abfällen, Holzschiff oder Füllstost ermäßigen sich die Grundpreise entsprechend. , ,^,Verechnung der Zu- und Abschläge inuß in der Rechnung erirchtlich gemacht werden. Nr. bis 0,9 Ibis 1,9 2 bis 3,5 3,6 bis 5 Preise für 1 kg in Pfennigen ziveffach. 20 15 Iren 30 25 35 30 40 35 dre:- und mehrfach Zwirnen und Schar Nr. bis 0,9 Ibis 1,9 2 bis 3,5 3,6 bis 5 Preise für 1 kg in Pfennigen 50 80 105 130 *) Also auch reines Sulfüpapier. Prcistafet lil. Höchstpreise für Papiergarne und -bindsäden, welche mit anderen Faserstoffen nicht gemischt find. A. Papiargrnndgarne. a) Unter Zugrundelegung des Durclstnessers 1. bei Verwendung eines Papiers von mehr als 60 g für 1 qm: c) Für Imprägnieren, Lüstrieren, Polieren, Färben Bleichen, - wnttige Veredeln, Flechten und Schneiden aus Länge cr 1 ^ ^ 6Lmesstner Zuschlag berechnet werden. 0) Bei Verwendung eines Spinnpapiers, dessen Höchstpreis gemäß b ber Preistafel I erhöht mar, darf ein entsprechender Zuschlag berechnet werden ™ T . Abschläge. hnn ^7s.??5^M..^nes Papiers, das unter Mitverwenduns von -olzhaltmen. Abmlwn, S-lzMisr oder Füllstoff erzeugt ist. erinaßigen irch die Höchstpreise entsprechend. If 1 ' 3*1* 11110 Abschläge muß in der Rechnung^ erffchtlich gemacht werden. Frankfurt a. M., den 10. Juli 1917. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. Bei einem Turchmeffer von rem , Ausnachnebewilligungen vpn de?? BeftMi.mu.ngen dieser Be- la.mtma^ung können \xm bem zuständigen Militärbetehlshaber er- »erden. Xntmw wtb an dic K. wer den wach 8 5 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, er- lassenen Ausnchrungsbcstimmungeii zuwiderhaichelt. ■r, .. L vot!ätzlichen Ziiwidrrhandlungen gegen Nummer 1 oder 2 ist die Geldstrafe nnn^st^is auf Doppelte des Betraoes zu be- messen, nm den der Sochswrc.s.überschritte loorden ist odrr in oen „allen c>er Nummer 2 nber>ch:ittcn werden füllte überstcint ber ^.nfcfitbrtnag JKarf so ist anf ihn zu crfSnen. ''Ulle milder nder Umfldnbcjcmn die Geldstrafe bis ans die Hältis' des Mindestbetrages ermäßigt ,verden In den Fällen der düimmer 1 :md 2 kaiin nebeii der Strafe ore Berwneilung auf Kosten des Schul- d.gi ' opentlich bekanntzunrachen ist: auch ^aim neben Gefänanis- ^.^lnst der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt r^d?^ ffieben der Stwfe kann auf Emziehmrg der GegenständL. ^ 'wachare Hanolmtg bezieht, erkannt werd^ o^ ob sie dem TäLer gchürw oder wicht m mit 100 v. p. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 75(\99u.ö Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 50b.74v.H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 25b.49v.H. Natroa- (Sulfat-) Zellstoff mit Ob. 24V.H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff') Preise für 1 k^ in Pfennigen 1 1.5 2 2.5 3 4 6 9 12 195 185 177 171 167 165 162 159 157 188 178 170 164 160 158 155 152 150 181 171 163 157 153 151 148 145 143 175 165 157 151 147 145 142 139 137 170 160 152 146 142 14p 137 134 132 2. bei Vn-wendung eines Papiers von weniger als 60 ^ für 1 qm errechnen sich die Preise folgendennaßen: 110 v. H des Höchstpreises des verwendeten Pnpiers mir folgendem Zuschlag in Pfennigen: Bei einem Durchmesser von 1 mm 1,5 mm 2 mm 2.5 mm Preise für 1 kg in Pfennigen 65 55 47 41 3 mm 4 mm 6 m m 9 mm 12 mm 37 35 32 29 27~ b) Unter Zugrundelegung ber metrischen Nummern**^ bei Ber- wendung eines Papiers B e t r.: Höchstpreise für Spinnpapier aller flUrt, sowie für Papiergarne und -bindfäden. An den Ob-erbürsermeister- zu Gießen. Vas Gwkü. Polizei- crmt Greffen und die Groffh. Bürgermeistereien der Lund- . gemeinden des Kreises. Indern^ wir cmf vorstehende Bek-rirntniachnng des svellver- treteiwen GeneralkomnrMckos von haute verweisen, beanftrsgeit wir Sve, vmr dem Inhalt derseliben den Interessenten alsl^Ud Kenntnis zu geben und die Bekanntmachiimg in Ihrem ÄmtszÄr> mer Mr etwargerl Einsicht offen zu legen Gießen, ben 10. Juli 1917. Grvßherzogliches Kr eis amt Gießen. _ D.: angermann. Garnnummer metrisch 1 2 2.4 3 3.5 4 4.5 5 mit 100 v. H. Natron-- (Sulfat-) Zellstoff mit 7öb.99v.p. fflatron- (Snlsat-) Zellstoff mit 50b.74v.H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 25b.49v.H. Natron- (Sirlfat-) Zellstoff mit 0 b. 24 v.h Natron- (Snlfat--) Zellstoff 211 225 23ä 245 270 300 355 415 Preise für 1 kg in Piennigen 201 218 228 236 263 293 348 408 196 210 220 230 255 285 340 400 190 204 214 224 249 279 334 394 185 199 209 219 244 274 329 389 *) ! ) Also auch bei Verwendung von reinem Sulfftzellstoffpapier ) Hierbei bedeutet die Nummer die Zahl der Kilometer die von einem Papiergarn bei einer Feuchtigkeit von 15 v H vom Trockengewicht aus 1 kg gehen. ..Preise für Zwischennummern im Verlchltnis. Die Lieferung einer eroberen als der lxneiiibarlen dLummer darf, wenn die Abweichung mcht mehr als 10 v. H. beträgt, zum Höchstpreise der vereinbarten Nummer enolgen. Für Ganrc gröber als I metrisch bestimmen sich blt HEN,e iwcfi den Tabellen Aa 'der Preistafel II. B. Papie rflachgarne. Zu den Höchstpreisen des per- wenveven Spinnpapwrs treten die folgenden Zuschläge: 1. bei einer ^Schnittbreite der verwendeten Spmnteller von: 10mw u.mehr 9u. 8m m 7mm 6 mm 5 mm 4 mm 3 mm 12 v. H. 13 v. H. 14v. h7l6 v?H7l3v7H. 20v. H. 22v. HI des Höchstpreises des venvendeten Spinnpapiers. Nr. Bst. 1168/6.17. K. R. A. Bekanntmachusrg. Auf Grund bes § 9b des Gesetzes über den Belagcrungszitstaub vom,' 4 ;f2 1851 ut Verbitidung mit dem (besetz vom 11. Dezember 1315 betreffend Abandcwung des Belagermigszustcnides, in Bayern ^rund deS Artikels 4 Ziffer 2 des Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912. in Verbindung mit dem Gesetz, twm 4. Dezember 1915 zur lAbändenrng des Gesetzes über den >rnegszustand, wird folgendes zur allgemeinen Kemttnis gebracht- 8 1. Schuhmacher dmffen Leder, das ihnen von Privatversonnr zur Veoarbintung übergebrer tmrd wid seiner Beschaffenhstt nach tiralrataeti herrühreu kann, rarr damr zur Verarbeitung amwchncen, wenn die Persoti ihnen bekannt ist oder sich durch Ldochiruugsmeldeschem oder 'sonstige behördliche Schriftstücke ausweist. . In jedem Falle ist Name und Wohnung der Person genau auszuschverben und binnen 24 Sttindan bei der Polizeibehörde, in deren Bezirk die Schuhmacherwerkstatt liegt, schriftlich anzuzeigen. Zuwiderhandlungen gegen diese Airordnungen werben, soweit 'allgemeine Strafgesetze keine polieren Strafen bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft. Bei Vorliegen mildernder Urnstandc kann auf Geldstrafe bis zu 1500 Mark erkannt werden, rr^ 8 3. _ Dösst Bekanntniachuug tritt mit ihrer Veröffeutlichnng in Kraft. Frankfurt a. M., den 10. Juli 1917. Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps Betr.: TreibriemeiidiebstäAe. An den Oberbürgermeister zn Gieffen und die HZroffb. Bürger- meistereien der Landgemeinden des KreiieL Vorstehende Bekanntmachung ist alsbald oistsüblich zu veröffentlichen. Gießen, den 10. Juli 1917. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. -. _Z ■ w .: L a n aermann. XVIII. Arine .Landgemeinden. Grohh. Polizeiamt Greffen und dre Grohh. Gendarmerie des Kreffes. ^ ans üblich bekamrtzn machen und ist auf Durchftchnmg der 'Verordnung zu achten ' Gießen, den 7. Juli 1917 Großherzogliches Kreisamt Gießer^ L-V..: Langer mann.