EK.I5S Swettes Blatt «^che«l SBkch m* AsSmchme h& 6mtegft. ftefl*tetr: ^«fe^aer KsmMe^Mer- -Ätdsfetott Kr ton Ktds «ietze^. Stoaffsnt ^«Ed«-chr? Main Sr. lbr. Zahrgaug ener Anzeiger General-Anzeiger für Sberhessen Vovuerstag. 5, Juli W7 ZwillrugSrundorutt und Verlag: Brü h tfche UruversUäts»Buch» »uSte t nbrocfeceu R. Lange, ließen. rchryttettusg. SffchSstrsteke mrd vnrcknei: Schulftraße?. «Äeschäflsslelleu. Verlag: L-MWLß Schrfftlettmig: «-E 112. Anschrift für TrohtnachrlchrernAn-eigerGte-en. Eine Konferenz der nordischen Staaten. »Tffrwitt«, 1. Juli. Dve hier tagende ttc^toimraoiTc^ Vc^amQrtMsche fonfcrcnj begmtttn nrrt einem Bericht des D-einen Niels Pletersen Mer die Lage Dänemarks, dir als sehr düster gefchlldert wird. J!n den .rsten ^ Knegämomrden find, so sühüx der Rckmer aus, 43 dänische öchMe mtt 45000 Tonnen durch Torpedieren, Minen usw ver- feöWi ltnbirn bat T«fctat 10 Monaten 122 Schiffe mit IS&O OÖ Ton nen, Dves^ Verlust tom nicht einmal annähernd« erseht werden, schwere Wirkungen, sind für die dänische Landwirt- fchast M emacten wenn die Bereinigten Staaten das Rattonia- AZSMM für Karn irrib ^utterfroffe ernführen, da in diesem» Wall «e Verrnchttvm der Ausfuhr Dänemarks eine Aenderung des gmq«r ProdnkttonssystenS erzwrngen würde. Der rw^chsckfeStvEngspräfidentMowirrkel stellteNor- JfWS ©xtutttiöjt folgendermaßen dar: Der Tauchbvot- Meg hat Fornmn an^npntmen, deren Möglichkeit wrr uns nur *n unseren bofeftat Träumen vorsteilen konnten. 1914 besaß Nor- ^^0 ©djaffe mit 2 1 / 2 MMionen Tonnen, 1915 war das DerhWAns ungefähr gleich, 1916 ^var die Flotte imt 257 Schisse 1I 5£ Oo 000 Tormen zurückgegangxn. Mn 31. Mai 1917 betrug sie 1392 Schrffe mit 2 068 000 Tonnen. Trotz diesani Verlust ist der Wert der Flotte ungeheuerlich gestiegicn. Er betrug 1914 rund MO Millionen, 1916 1146 Millioneil, am 31. Mai 1917 1271 Millionen Kronen. Im ersten Kriegsjähr verlor Norwegen durch KrrsgSverlust 61 Schiffe mit 89 000 Tonnen, ini zweiten .Kriegsjahr 148000 Tomven und bis 31. Mai d. Js. 512 Schiffe mtt 900 000 Tonnen und einem Wert von 437 Millionen Kronen das heißt ein Viertel der Schiffszahl und 30 Prozent der GeHamttvnnage. Im Juni betrug der Verlust 35 Schiffe * ZEu veranstalteten Vertreterversammlung Wer Weinfragen mit hinzugezogen worden sei. Die Regiemmg teMe nnt, t«ß auch ihverseits bereits dagegen Ver- ^Mmgemgelegt wordm ser. Von anderer Seile wurde im Ausschuß noch darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt schon Verkäufe der komme nd en Weinernte zu den wucherischsten Mithin ^^fTreiben müsse rechtzeitig mit allen MEn antgegengetreten weiden. Die Anträge und die Anfrage wiwden darnach vom Ausschuß der Regierung als Material über- wtefen. zwer^ MrAungsgegensdand bildete der abermals zur wEnng gestellte Antrag Reh über die Slbdeckung des Ku>- Kapelle äns der Darmstädler ^gEmg ging Zwchmals im Sinne ihrer EJ Klärungen Mif den Antrag ein und erklärte wiederholt, baß me Frage der MnbWiebiuina h*? w Ttt Menschen Verlust steigt gleichfalls, ini ganzzen sind bis jetzt 585 Menschen tmtgdbmfftcn, nenn werden vermißt. Die deutschen Mrctnefahrzeuge, so sagt Mowinkcl, gingen in mehreren Fällen so brutal gegen die Mannschaften der versenkten Schiffe vor, daß es ein Schlag gegoa alles Völkerrecht und alle Humanität ist. O-egenüber den Fö-rme:«, die die deutsche Kriegsführung in der letzten Zeit geaerr uns angewendet l-at, zeigen die englischen Formen die -pendle llnfchuld, obwohl England imsere Mhängigkeit von seinen« Bunkerüchlen sehr hart uusnützt. Wird der Tauchbootkrieg wie bis her fortgesetzt, so gehen wir sehr ernsten Zeiten entgegen. Darauf referierte der Schwede Dr. Karl Hildebrand über Schwedens Handels- und Seefahrtspolitik: Schweden hatte wre die anderen Neutralen mit beiden kämpfenden Machtgruppen zu kämpfen. Die britischen Maßnahmen gegenüber Schwer den schädigten Schweden mehr als der deutsche Tauchbootkrieg. Die englischen schwarzen Listen waren bis zü einem gewissen Grad zu verstehen, aber man form sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie sich aus Gebiete ausgedehnt haben, wo sie den Charakter von liebergriffen erhalten. Dieser Bortrag vevanlaßte B r a n t i n g m einem scharfen Protest. Er beschuldigte Hildebrand, eine höchst einseitige, rrüeftihrende Darstellung gegeben zu haben. Branting erklärte: Ich erkenne nicht an, daß irgend eine Parallele zwischen der britischen Blockadepolitik, die nur die Zusühren nach Deutschland hindern will, und der rücksichtslosen Zerstörung von neutralen Schiffen, dem rückfichtsbosert Mord durch die Deutschen bestes. Schließlich machte Bvanting die Regierung Hammvrskjölds verant- »vorklich für die Schwierigkeiten, in die Schweden geraten ist (Franks. Ztg.) Hu» Hege«. «rs brat erweitert«, FinmizmiSMuk. eß. ©«»wftoßt, 3. JjWt. Der Erweiterte Finanz M«iegs-) Ausschuß der zweiten Kammer trat heute wieder runter Vorsitz des Abg. Dr. Osann zu gemeinsamen Beratun- jgm mit der Regierung zusammen. Dir Beratung wurde begonnen rmft der Erörterung der Weinfrage, wozu der Antrag Reh Mer WiNTchöcl/stpreffe und die Anfrage Svherr über Richt- Ipcefc für Wein, sowie der Antrag C a l m a n n über die Regelung der Weibpreise Anlaß bot. Die Regierung machte ausführliche Mitteilung über die Mitte Juni in Mainz abgehaltene Ver- jermulung von Wein-Sachverständigen, Produzenten und Händlern. Den dort beschloffenen Anregungen ist zum Teil Folge gegeben worden, namentlich war den Mrnschen aus Interessentenkreisen entsprechend auch eine Anzahl klebrerer Weingutsbesitzer zu den VtnchaEungen hmMgfezogen worden. Es kam in der Versammlung einmütig die MebrMcg §mn AusdrTuck, daß die Festsetzung mm Höchstpreisen abzulehnen sei. Die Regierung habe daher auch bereits gegen die Anregung aus Festsetzung von Höchstpreisen für -Lein Schritte getan. Die Versammlung sprach sich aber gegen die spekulatrven Ausbeutungen im Weinhmchel aus und bes f ^ . - - beschloß, daß spekulatrve Verftergerungen zu verbieten seien und lediglich die Weine eigener Kreszenzen zugelassen werden sollen. Man «war sich auch darüber einig, daß eine solche Bestimmung nicht von Hessen allein ausgehen könne, sondern vom Reich beschlossen werden müsse. Bon einem Mitglied des Ausschusses wurde Beschwerde darWer erhoben, daß Hessen als ein weinbautreibender - des '.Kupferdaches Sache der KWafe 1 « allem darüber fr enffcheSben Hätten. Die Wdecküng wurden kaum dem Wert des Objektes ent- sprechen : wenn eine )Mk jedoch aus militärischen Gründen für ^^^Een die Kdsten natürlich keine/ Wsfflhrnngen der Regierung wurde oouf mehreren IüsschuMntglredern scharf entgegengetreten und n. a. f^ Selrächt. daß em Gotteshaus doch nicht dadurch ^^e. daß das Kupserdach durch eiu anderes Dach Metzt wer«. Die Regierung wus deurgegenüber darauf hin, daß nach dem Staatsvertrag zwischen Deuffchland und Rußland die ttnVerletzbarkeit der Kirchen usw. gegenseitig zugesichert worden sei, wown ftch dre Erörterung ftaatsvechtticher Fragen knüpfte, roie sw sich aus der Mangsweffen dlbdankung des Zaren Usw. ergeben Da indessen. zwffckMr der Regrerung zmd dam Berliner Auswärtigen Äwt noch Verhandlungen über die ganze Airgeleqenheit schweben, wuri^ du endgültige Erledigung noch zurückgestellt. Bei Kwtsetzung der Erörterung über den Antrag Tr. Osann, *2Lrt C : *?f V ' e ' ltmb b ? Anfrage Lang. betr. das Pflück- ^T )t o 00 ^ 23 aldbeere n j r Mlten mehrere dlusschußmitglieder mttemZnstnnmung des Ausschusses fest, daß die bisher erlassenen ^Emunungeic über die Obstverforgung ihren Zweck nicht C - r J,^ l ^ haben. Mit «der Beschließung bloßer Höchstpreise sei mchts setcm, da werde dem Unreellen Handel ein zu großer Spiel- raum gelapen. Würde man aber das Obst ganz dem freien Handel überlasten, dann würden die Preise noch höher sein, als ste jetzt schon sind, and das Obst würde noch mehr aus Hessen abwandern. Die Regierung ^viesl darauf hin, daß seit kurzem für das Ammeln vmr Waldbeeren von der 5sandesobststelle BesörderungA-. scheme gegen eine Gebühr von 30 Pfg. einschjließlich Portokosten ausgegeben wurden, aus.Grund ^oelcher der Inhaber bis 20 Pfd sammeln und befördern könne. Weiter erklärte die Regierung, sie beabsMttge, neben Höchstpreise für Aepfel zugleich auch eine Beschlagnahme dieser Frucht in die Wege zu leiten. , In betreff der Anfrage Auler über Wildschaden der- wves die Regierung in ihrer Antwort ans die schon früher bei ähnlichen ^Anträgen abgegebenen Erklärungen hin. Bezüglich der Veryaltnrsse in Zwnrgenbera müsse man zugeben, daß die in Blattern des Bezirks enthaltenen Eirvgesandts doch, stark Mer- nneben waren, in gewissem Umsaarg mögen sie vielleicht gerecht^ erttgt geroesen fern. Die Regierimg habe jetzt für die Gemarkungen von Zlvingeuberg nud Umgebuug die Hegezeit für Rehwild aufge- hoben, Mid dre dortigen Pächter und Iägdinhaber hätten zugesagt, daß sie auch für entsprechenden 'Abschuß besorgt sein wollen. Ein Abschuß von Hasen rrnd Fcyanen könne aber zurzeit nicht in Frage kommen, da die Flurschäden, die hiebei angerichtet werden würden, M groß wären. Me Gwßh. Regieruirg habe übrigens auch die Krersamter erneut angeuneseri, da, wo die Aufhebung der Hege- zett erforderlich iverde, dies unverzüglich zu beantragen. Me Anrage Auler war damit erledigt. Der Ausschuß! setzte am Mittwoch eine Beratung fort. u. Heu che l hei m^ 4. Juli Gardefüseller Otto Hof» mann, gegenwärtig intolae Berwundimg in einem Fc4dl i.ccveEt Mitergebvacht, erhielt das Eisetne Kreuz. ^ ^^dheim, 3. Juli. Ausgezeichnet Mit dein Ehernen Kveuz 2. Klasse wurde der Laudtvehrmanai Jakob Der sch. Er steht seit Anfang des Krieges ununterbrochen im Felde. '5. Juli. Infolge Lieferung schlech- sämtlrchenLandwirteii die Z en t r i s u g e n Hu» Stadt ««d Land. Gießen, 5. Juli 1917. S t a d t t h e a t e r. In letzter Stunde sei iiochmals auf die 'heutige Aufführung des witzigen Lustspiels „Perlen^ von Lothar Schmidt als letzte Abonnements Vorstellung hingewiesen, mit welcher die Winterspielzeit 1916/17 schließt. **S> chwar>z-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Rur noch, heute und mvrgeir wirkt Tony Dylva in ihrem vieraktigen sozialen Leberisdrama „Abgründe". Dre Wnsllerin ist bestens begannt dicvch ihr früheres Auftreten am hiesigen iMttheater. M Samstag Gastspiel von Magde Lessing in einem tollen FÄmspiel in .4 ®eu. Landkreis Gießen. A. Geilshausein, 3. Jüli. Gefreiter Wilhelm Luh, bei einem Landwehr-Jns.-Regt. im Westen, erhielt das Eiserne Kreutz. Mit der Hessischen Tacherkeitsucedai lle ist er bereits ausgezeichnet. — Gefreiter Friedrich Scho mber, bei einem Landsttrrm-Jns.- Regt. im Westen, wurde in den letzten Kämpfen verwundet. Kreis Büdingen. il T üdelsheim, 4. Juli. Das Efferne Kveuz erhielt der Unteroffizier Heinrich Lang IV. 1) Eckarts born'. * c r Milch wurden bei Und Butterfässer plombiert bzw. aus die Bürgernteisterel. verbracht ».^^.^^Eruberg, 4. Juli. Das Eiserne Kreuz, vorher Hsss. TapfeckKertsmedaille erhielt Friedrich! Herd. J Keffenrod, 4. Juli. Tie Hessische Tapsnckeitsmedaüle erhielt der Fufflrer Friedrich Sinn er. . Ober-Widdersheim, 5. Juli. Auch in unserer (Äe- hat der^ Krieg wieder ein Opfer gefordert Der Heinrich Lofsler starb den Heldentod fürs Batertland. Er war der ernzrge Sohn einer Wittve. — Dem Musketier Otto Sch Molke Munde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. X S t o ckhe i m, 4. Juli. Gestern nachmittag fand hier eine Bezirks versa mMlung der „Evangelischen Konferenz für das Großherzogttnn Hessen" (Friedbeiger Konferenz swL Sre war mißerordentlich gut besucht. Nach einer herzlick-en Begrüßung durch! den Schriftführer, Professor L a in p a s - Friedberg, ^r auch die Versammlung leitete, hielt Professor I). M. Diehl- Friedberg, der hervorragende Forscher und Kenner der hesfis-chen. Reformationsgeschichte, einen- 1^/zstündigen Vortrag über ,/dije Reformation des Mddaer, Jsenburger und der bennckcharten Gebiete und ihre Venverttmg in Schicke und .Kirche". Auf Grund Lvrg- fähriger, eingcheuder Studien zcngte der Redner die Einführung um» Durchführung der Reformation in den hessischen Orten wie Echzell u a., in den Gemeindeir des Kvnigstetner Gebietes, wie Orterckierg, .Hirzenhain usw., in den Hancrn-Mattizenbergischen (Bergheim u. a.) und zuletzt den Jslenburg-RlTnneourg'Biidinger Landeir irnd füllte zum Schluß aus, wie die Geschickte dieser Gv- biete im Jubeljahr der Reformation für Schule, Kirche und Voll fruchtbar^ gemacht werden könne. Reicher Beifall dcvckte dem Red- rrer für seim packeUden geschichtlichen Bilder. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheijm, 5.Juli. Me gestern im Thmtersaale des Kurhauses stattgesundene Veranstaltung zum Besten, des Rotcu Halbmondes hatte sowohl in llinstlerischier wve finanzieller Beziehung ediert ausgezeichneten Erfolg. Tie iminürfot* den «Künstler vom Verein ,,Roter-HalbTnond-SpeMe", Frau Ki st- Spoel, Koloratursängerin, Fräulein Lebeling, Solotänzerin, Herr S e y d e l, Tenor, alle drei vom Königt Hostheater Hr Han- uover, Herr Stiegler, Baritvn, von Barmen, und der Pianist C r a n e y leisteten durchweg künstlerisch Wertvolles. Den einleitenden Vortrag „Me Türkei und wir" hielt Herr Rechtsanwalt M. K!i ft-Hannover. Me Einnahme betrug trotz des lleiuen Saales, der nur 350 Personen faßt, weit über 900 Mark. Me Per zur Kur «veilenden türkischen Gaste wohnten der Veranstaltung vollzählig bei. = Aus der Wettevau, 3. Juli. Begünstigt durch die günstige Witterung, ftzurde das Heu in diesem Jahve in verhültniK- mäßig kurzer Zeit eingebracht. Von jetzt bD zur Getveüwerote hat der Bauersmann einige Zeit, um, ytftc er sogt, sich ausM- chnaufen. Doch soll der Nichteingeweihte nicht dercken, jener könnte nun -die Bein e Mereinauderschlagen. Solche Zeöben kennt der Landmann nMt, selbst nicht im Wmter. Da gibt es einstweilen zu rüsten fiir die Haupternte, Sensen und Maschinen in Ordnung zu, bringen. Doch auch nicht ganz arbeitsfrei ist er im Feld. Die Tickwurz werden gehackt, ausgebliebene Pflanzen nachgefetzt. Die Unkrnutbekämpffmg fordert viel Zeit, begünstigt durch die feucht- warme Witterung scheint das Unkraut hier und da di« KulkurpslanzrU zu überwuchern. Ta -gilt es, die Hacke zu schwingen. Der WintervapS. der dieses Jähe hier in der breiten Wetterau vermehrt angebaut wurde, ist geschnitten und henngefahr-en. Me jetzige Zeit wird d»- nutzt, ntn ihn cmszudreschen. Der SvmnrersaMen steht eben in voller Blüte. Die Kartoffeln, denen der letzte durchweichende Regen sehr 'zustatten kam, haben teilweffe schon ausgeblliht. Wenn nun die Witterung ihnen entsprechend ausfällt, so steht eine wirklich gute Kartoffelernte in Aussicht, denn in bai letzten Jahren standen sü nicht so prächtig wie dieses Jahr. Dessen-Nassau. X Hanau, 4. Juli. Auf der Reise von Pforzheim rvach Hanau sind einem Bijvuteriefabrikauten aus seinem Iieisekoffer Schmuckwaren im Werte von etwa 6000 Mk. entweichet tvochen. Es handelt sich um Platin Kolliers mit Brillanten, goldene Brillantringe, ein goldenes und ein Emailmedaillon. ra. Limburg, 4. Juli. Obersignalmaat Leo Helkbach, Höhensteuerec an Bord eines Mlarinelltftschiffes, wurde mit dem Eisernen Kvctutz 1. Klaffe ausgezeichuct. 3um hundertsten Geburtstage Karl Vogts 5. Juli mts Ms „Wffen--B»gtt^ war Karl Bogt seinerzeit bekannt und bei seinen Gegnern verschrien. Er hatte sich diesen Beinamen die UMertreibuugen zugezogett, zu denen seine „vulkanische cii. _ ___ i ^_ ÄmLpftMknrh wre Eartls Sterne einmal gesagt hat, sich in dem Werdekampße für die Lehre Darwins hatte Hinreißen lassen. Der Nachwelt bedeutet er meäft: unvergessen sind seine seinen crna- tonftsch^zoologffchen llLtersuchungeu, seine geologischen Arbeiten, vor allem aber die volLtümkichett Darstellungen aus dem gesamten Gebiete der Naturwissenschaften, die er in Briefen, Zeit- schctftenauffätzen und Wandervorträgen gegeben hat: noch heute sind seine Werke sehr lesrns.vert, mich sie zieherr durch die Ktmst cher Darstellung ebenso an, wie durch den .Humor, der freilich «amhmal ein wenig ausartet. Bogt, der Sohn eines bedettten- iderr Prvstffors der Gießen er Universität, verlebte seine Jugendjahre in seiner .Hecknotstadt; als Student geriet er fälsch- :'»ch in den Verdacht, ein Demagoge zu sein: so mußte er das Studium bei Liebig, zu dessen Lieblingen er gehörte, aufgeben, ffksehen und sein Studium in Bern forffetzeu, wo sein Vater einen Lehrstuhl Übernommen hatte, als man ihn in Gießen seines Amtes enthoben hatte. Bogt bestand hier die ärztliche Prüfung, nahm »«cker dann keine ärztliche Praxis auf, sondern wandte sich zoologi- :scheu Forschungen zu, und aus diesem Gebiete erzielte er große !Erfolge, namentlich bei Unterftrchungen an Repttlien und Fischen. Die ForschtMgen des berühmten Agassiz, der in Neuenburg eine ^wissenschaftliche Mustevansdalt eingerichtet hatte, zogen ihn dorthin, er wurde dessen Mitarbeiter und hat unter anderem den ^anMr ersten Band der Naturgeschichte der Süßwasserfisch' mio Teile des zweiten geschrieben, die Agassiz unter seinem Namen veröffentlicht hat ?lus^r den Labooatoriumsuntersuchtmgen hat -er auch die Gletscherfahrten des bcbeutenben Gelehrten mit,femacht, -und zu deren Ausbettte gchürt ein reizendes humorvolles Büch- %ebt Gebirge und auf den Gkeffchern". Bald verließ er ; 5lg>assiz wieder, um sich nach Paris zu begeben, wo er seine Mlturwissejtschasttichat Unters'nckMNgen fvrtsetzte und seine Be- 'Pt&fr an die Aug-Mrrger Meludzetttmg schrieb, die er später zu den „Phtu'wlogischen Briefen" ausgeftaltet hat. Ausflüge_ | Mittelmeer, die er Zu sübermütigen Plaudereien verwandte, gaben, chm immer neuen Stoff zu Forschungen und Beröfsentticharngen. Im Jahve 1847 endlich kehrte er wieder in seine Heimatsmdt zurück, wo man ihm den Lehrstuhl ftrr Zoologie angebotemi Chatte. Das Jahr ,1848 aber tmterbrach seine wissenschaftliche Tätigkeit. Vogt ließ sich von den Zciteveignissen mitteißen, wurde Oberst der Gieße ne r Bürgergarde, Mitglied der 9öationalversa mmlrmg, ging mit dem Rumpfparlament nach Stuttgart, ließ sich in dte Reichsvegentschaff wählen und verlor darüber natürlich sein Amt. Wieder floh er nach Bern — dieses Mal mit gutem Grund —, und seinen Unmut tobte er nicht in politischen, sondern in zoologischen Schriften aus, indem er beispielsweise lchchst merffvürdige Vergleichspunkte zwischen den Staaten der -Menschen und den stoateMildenden Tieren des Meereswassers her- vorhob, mit denen er sich bei seinen Reisern ans Mittelmeer beschäftigte. Nach einiger Zeit berief man ihn nach Genf als Geologen, als Pietet de !a Rive starb, übernahm er auch dessen Lehrsttthl für Zoologie, und bis an sein Enjde Hai er an dieser Schweizer Hochschule Zoologie tmd Geologie Qdtlyct. In der freien Schtveiz konnte er sich offen zum Materialismus bekennert. Seine berühmte Kampfschrift „Whlerglaube und Mssens,ck>afl", die sehr drastische Erwiderung auf die Angriffe, die Rudolf Wagner gegen Büchner, Moleschott und ihn selbst veröffentlicht hatte, ist freilich in Deuffchbrnd Ar Gießen) erschienen. Durch fernen derben, oft heraussordernderk Ton — er galt mit Recht als Ojriginal — hat er fick mancherlei Anfeindungen Kugezog«:, ja bet einer seiner Vorttagsreffen in München mußte er es erleben, daß man ihm einen Stein durchs Fenster warf, der tönt beinahe verletzt hatte. Voigt Rieb bei diesem Erlebnis sehr kühl und sagte ni cht ^oh ne Hutnor: „Me Steinzeit ist noch nicht vorbei". Zu den merkwürdigen Widersprüchetr seines Lebens gehört die Sonderstellung, die er schließlich als Darwinist eitrnahm: obwohl er selbst vor den kühnsten Folgerungen der Lehre nicht znrücksckreckte, bekämpfte tmd bezwcnfelte er dennoch klare, ent- wicklungd's ckfichtliche Tatsachen! Me wisseirschaftkichcm Arbeiten, die er teils in streng fachlicher^ teils in glücklicher volkstümlicher Form veröffentlicht hat, sind Mißerordentlich zahlreich»: jede seiner vielen Reisen — er hat das Novdkap und JÄarid, Mgiker msb die Mittelmeermer ausgesucht —, lieferte ihm neue Ajusbettte, und er beschränkte sich auch nicht auf sein Fach. So hat er beisvi.Aswsiss: eine treffliche ^ UeberKktzuNv. von Brcklat-Swarin verfaß^.. Me letzte Arbeit, die Vogt geschrieben hat, ist der Text Ml einem, groß«z Btlderwerke Mer Mche: als er sie übernahm, sagte er-'„Mt den Fischerr habe ich attgesangen, mit den Fischen werde ick/auch endigen." Ms in die letzten Lebensjahre hinein ivar der „dlffssw- voal rüsttg. urkräftig und arbeitsfroh Im dllter f>at Bogt ferne LebenSertnnernngen tricpergeschrieben, ein Werk, das sehr unü-r--, haltfam^ zu lesen ist und tramentlick die Efießener GetehrttUl köstlich schildert. Leider aber Umfaßt es nur die JngMdjahre und» bricht mit der Tvennjung von Agassiz ab. ^ ~ Zund einer Inschrift au# der Dor-Gdda- ^^^Jn einem Wortmcker des .Hofes Egge in dem zur Landschaft Lwgn gehörigen Aardal nmrde, wie aus Kristiania benchttk wrrd, eiu Grabfund gemacht, der an Interesse und Bedeutung über dre sonstigen, m Norwegen ja ziemlich zahlreichen alten Grab- ffmde erheblich hinanszugehen scheint. DaS Grab stammt au^ der Zeit ungefähr 600 n. Ehr. ttnd ist von Professor Schetelig»nner Untersuchung unterworfett morden. Dabei fand sich unter anderem eme Steinplatte mit 175 Buchstaben sowie anderen Zeichen, die aus ^er Zeit vor der Entstehung der Eddalieder stammen. Dke Detrttrng dvefer bemerkenswerten Jnschriftett, die vorcntsfichllick längere Zeit rn Anspruch nehmen wird, steht nock aus. etit«§ Mammuts im Schützengraben. Berm Anlegen von Schützengräben sind die Sokdaten der Mcitteff tnachte lim dte mfferer Gegner an der Wef'tftont, iw Osten und auch m Mazedometr mtf »nichtige Funde gestoßen, die für die Borge- oder dte Archäologie von grosei- Bedeutung find. Wre Rrs „vfftonbladet" aus London erfährt, ist nun jüngst von den S?k daten de«? Merverbandes in Frankreich beim Einlagen eincs Schützengrabens ein Mammut entdeckt worden. Nähere Ortsang-rbon ftHgen: der vorliegende Bericht sagt nur. daß es an de»- britischen Front war. -Hinzugesügt wird, daß das Mantmütt recht gut erhalten war mrd. was bei dem Fmtde bcsottders benterkett-wert ist datz rrngsherum eine Reihe von FeuLrsterngLrÄett entt^tt »rwr- den