at. »77 Der •feftfscr erscheint täglich, süßer Soimtag-?. - Brillen: Stth^rerK dein eisigen Säftneigen des früheren Kanzlers nicht bange werden in der Meinun-g. irnsere militärische Lage sei vielleicht gefährdet? Gerade dos Gegenteil ist der Fall. Hrnderrburg richtete sich hoch auf! -Welche glänzenden Siege von höchster Bedeutung sind über ^Rußlands Heere erfochten worden! Auch das Märchen von der gefährlichen Kriegsmüdigkeit unserer Burrdesgeirossen ist glücklicherweise zerrissen, denn in Wien und Budapest .hat man jetzt allenl Grrnid, zu jubeln. Ostgalizien ist so gut wie befreit, unsere siegreuchnr Verfolger haben sogar 'stellenweise schon die Greirze überschritten. Aehnliche Gefühle ziehen in die Herzen uirserer nächsten Verbündeten, wie wir sie bei der Befreiung Ostpreußens durch Hinden- burg gehabt haben. Muh dreijährigen: Druck die Er- - lösung! Wer ist Sieger im Kriege? Gibt es noch einen Zweifel? Trotzdem feiern und staggen wir noch nicht. Denn im Westen steht uns Schweres bevor. Wir haben die Offensive im Osten gewagt, trotzdem wir wußten, wie verzweifelt das Bemühen der Engländer und Franzoselr^wcrdei: würde, uns Lresmal zu überwältigen. Der letzte Tag war wieder von glücklichster Vorbedeutung. Während die Engländer ihr Ar- tilleriefcuer in Flandern aufs höchste steigerten, machten die Franzosen am Damenwcge große Entlastungsangriffe. Sie wurden restlos glücklich abgewehrt: „Schwere Verluste ohne jeden Erfolg sind diß Kennzeichen des Kampftages für die Franzosen.!" Musterir wir den politischen Horizont, so können wir leider dem Freiherrn v. Zedlitz nicht ganz unrecht geben, der von einer „Ohrfeige für die Firma Scheidemann-Ecz- berger" spricht, die in den Antworten des feindlichen Auslandes auf das mdirekte Angebot des Rkichstages liege. Glücklicherweise hat der neue Reichskanzler nicht etwa auch noch den Kopf hingehalten, sondern nach einer kleinen Pause selber die Hand zu wirkungsvollem Gegenschlagc erhoben. Der Hieb sitzt auf Frankreich, das bisher nicht den Mut gehabt hat, die Frage unseres Reichskanzlers auch nur in der Presse bekannt zu geben! Wenn aber von der Firma Scheidemarnl-Erzberger gesprochen nwrden ist, so flößt uns das Verhalten des sozialdemokratischen Teilhabers doch etwas mehr Respekt ein als das de? Herrn aus Buttenhausen. Denn Scheidemann und seine Genossen gehen jetzt wenigstens daran, im „Vorwärts" ans Rußland einzuredcn und ihm klarzumachen, daß es eine entscheidende Tat für den Frieden jetzt nur tun könne, „wenn es seine Bundespflichten nicht bedingungslos erfüllt, sondern ihre Erfüllung an> bestimmte Bedingungen knüpft". Herr Erzberger.dagegen hat einem Redakteur der „Neuen Züricher Nachrichten" gegenüber folgende bescheidene Bemerkung gemacht: „Wäre mir in nächster Zeit Gelegenheit geboten, mich, rnit Lloyd George oder Balson.r oder einem ihrer erster: Vertrauen snrän ne r zu unterhalten, so lvunden wir uns sehr wahrscheinlich in lvenigen Stunden über die Verständi- gungs-, das heißt die Friedensbasis, so weit geeinigt haben, daß die mutlichei: Friedeneljandlungen sofort beginnen könnten." Stolz imd selbstgefällig hat er auch seiire Zusrim- mung gegeber:. daß.diese Bemerkung im In- und Anslande veröffentlicht würde. An hestigen Ohrfeigen, nicht nur jenen vom. fci.ldlichen Anstande, lmt es ihm ja bisher nicht gefehlt. Auch in der eigenen Parteipresse begegnet Erzberger harten und beißenden An.griffen. Darauf hat er dem „Wests. Volksbl." in Paderborn, einer seiner Gegnerinnen, eine Entgeglunrg gesandt, in der er unter airdernr oie inter- essaute Feststellicirg macht, daß er nicht Leiter des Kriegspresseamts sei, „sondern seit August 1914 ehrenamtlich und unentgeltlich internationalepolitische Aufgaben auf dringenden W u n d e r R e i ch s l e i t u n g ü b e r n o nr m e n h a b e". Dieser Tätigkeit wird der neue Reichskanzler ja wohl nun ein Ende setzen oder gesetzt haben. In vielen Hauptstädten, in Wien, Rom, den nordischen Residenzen und manchen anderen, ijt Herr Erzberger gewesen; jetzt möchte er gar zu gern auch nach London! Es ergeht ihin jedoch wie in dem Märchen vom Fischer und [ernei* Frau jener unersättlichen Ehrgeizigen, die tatsächlich auf manche Throne, sogar aucty auf den. Stuhl Petri zu sitzen kan:, cims Tages aber, als sie auch noch der liebe (.»»' 0 tt werden wollte, >vjeder irr ihre alte Fischertonne versetzt ivurde. So wird der Friedensvernrittler Matthias Erzberger nach große:: Reisen und Abenterrern anä) wieder in Buttenhausen landen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 30. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: Monitore imh Torpedoboote, die sich der Küste ya näher i: versuchten, wurden nach kurzem Feuerkampf vertrieben. An der langen Front von der Küste bis Lille beginnen sich langsam die Brennpunkte des für die nä chste Zeit zu erwartenden Infanteriekampfes zu zeigen. Die Englärrder trommelten besonders heftig zwischen Het uub Wieltje. Alle örtlichen Angriffe, die die Engländer am Aberü) des 29. Juli und am 30. Juli hier Vvrtrugen, scheiterte:: verlustreich. An der Mste war der ?lrtillerieka:nps besorwers heftig. Die Engländer versuchen hier täglich von neuem, die Brücken über Mer und Nieuport- Kanal ivieder herzustellen, die das deutsche Feuer immer wieder zerstört. An der übrigen Wiestsrvnt waren Artillerie- und Patrouillen- kämpse bei Hnlluch, Lens und St. Quentin. Der französische Versuch, den sich vorbereitenden englischen Angriff in Flandern durch einen starken Vorstoß trrt der französischen Front zu unterstützen, ist kläglich zusammengs- brochen. Im Laufe des I9. Juli rannten die Franzosen aus Sa; ganzen Front von Cerny bis zum Winterberg den garten Tag über in:mer wieder vergeberrs an. Me ersten Angriffe brachen um 6 Uhr morgens im Abwehrfeuer und im Gegenstoß zusammen. Ten Vormittag über schickten die Franzosen iwch mehrmals dichte Stürmwellen vor, die größtenteils bereits durch das ausgezeichnet liegende Sperrfei:cr/der Rest im ^tahkanws abgewiesen wurden. Ein neuer zusammengefaßter starker Angriff erfolgte um 5,30 Uhr nachmittags ohne besseren Erfolg. Noch einmal fnrgen die Franzosen an zu tromineln und steigerten ihre Arttlleriewirkung bis II Uhr abends zu größter Heftigkeit. Tie Angrisfskrast der stair- zösischen Tivisioneu war jedoch gebrochen. Im deutschen Verrliä)-- ttmgsseuer kam der französische Angriff nicht mehr zur vollen Durchführung. An zahlreichen Stellen war die französische Infanterie nicht mehr z::m Angriff vvrzubringen. Wo sie zum Sturm antrat, begam: der Angriff alÄäld zu stocken. In dem Bleihagel der deuffä>en Maschinengewehre und Schrapnells fluteten ihre Angriffswellen ausgelöst in die Ausgangs grüben zurück. Der Vormarsch mt Gften. Berlin, 30. Juli. (WTB.) O?stg«lizien ist so gut wie bef r eiL. Die Russen haben sich öftlrch des Grenzstusses Zbrucz gestellt, der von dem Verfolger in breiter Front erreicht und cm mehreren Stellen überschritten wurde. Bei Turyloze biegt die längs des Muffes von Norden nach Südkv: laufende Front nach Südwosten ab und läuft über Kowlo4vka—-Grodek—Kißleu—StooSva unb den Czere- n:ocz, das Gebiet der Stadt C zerno wi tz in weitem Bogen mn fassend. In diesem Raume setzten die Ruffen alles cwan, mn der drohenden Umsafstcng zu entgehen. Ihre besten Truppen, Dodes-Bataillonie, und die neu gebieten revv- lutimrären Bataillone für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit werden den vordringenden Verbündeten rücksichtslos entgegen geworfen. Ilm die Waldhügel zwischen Zbrucz und Dnjestr, zwischen Dnjestr und Pruth sowie beiderseits des Czeremocz lvird erbittert gekämpft. Aller Widerstand jedoch vermochte den Vormarsch iricht zu hemmen und erhöht lediglich die russischen Verluste. Me Feldartillerie und nanieutlich die schweren Batterien bleiben bei den schlechten Wege:: der irnaufhaltsam vordringerrden Infanterie ans den Fersen Und greifen mit stärksten Feuerüberfällen ein, sobald der Russe sich setzt. Die von der russischen Heeresleitmrg befohlenen Gegenangriffe aber scheiterten im rasenden Maschinengeroehrseuer der kernen Zoll weichenden Jirsanterrelinien der Verbündeten. An verschiedenen Stellen, wo der russische Widerstand besonders heftig war, wirrden ans den: Vormarsch wahre Totenselder gefallener Russen passiert. In den Karpathen geht der Vormarsch in den nach Osten mtb Südosten streichenden Tälern des oberen Sereth, der Suczawa und der Moldau ohne Stockumg voran. Die Höhen bei Delnito, westlich Fundul-Moldaw ( sirrd erreicht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördliche des Susita- und beiderseits des Easinu- Tales scheiterten mehrere Angriffe des Feindes. In der Bukowina gkivannen wir bei Neberwindung russischen Widerstandes weiter an Boden. Bei V a l e p u t n a wrlrde der Trmnel-Stützpunkt genommen, auftvärts von Funduj-Mol- dovi. Das M o l d a w a - T a l ist überschritten. Nordöstlich mn Kuty stehen die Verbündeten am rechten Ezere,nocz-Ustr im Mmpf. Zwischen Pruth und Dnjestr wurde der Feind erneut geworfen. Wir überschritten die We ft grenze der Bukowina. Honveds besetzten Z a - leszcznki zwifckven Skala und Husiatyn, wo das galizische Zdrucz-Ufer gesäubert wurde. Wir erzwangen uns stellenweise den Ucdcrtritt auf russisches Gebiet. Im Raume südlich von Brodh stießen österreichisch-ungarische und deutsche Swrurtnrpps mit Erfolg in die stindlichen Gräben vor. Italienischer und Balkan-Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstahes. * * * Die ArMeneschlacht in Klandern. Berlin, 30. Jnli. (WTB.) Tic Artillerie schlackt in Flandern, in der die beiderseittgen Artillerien um die Ob>er- tmnd ringer:, che die Infanterie in Akitivr: tritt!, tobte auch am 29. Juli init größter Heftigkeit. Me vorderen StellmcgeN sind zum Teil xn Trichterfelder verwandelt, die Batteriestellungen sind von Einschläge:: umsäumt, und auf den Straßen, Zufahrts- wegen mW Unterftmftsortei: liegt bis lveit ins Hinterland hinein Tag und Nacht schrver'es Feuer. Die deutsche Gegenwirkung hat jedoch trotz der Ueberschüttung mit Granaten aller Kaliber bis 38 Ztm urrd trotz reichlichster Beüvenduna von Gas keiner! Augenblick an Stärke nachgelassen mld ist in der Bekämpsm^g des Gegners erfolgreich. Am 29. Juli :var die englische Artillerie gezwungen, bis gegen Mittag eure Erschöpfungspause eintreten zu lassen. Me englischen Batterien versuchten häufig, sich durch Einnebeln der Wirkung der deutschen Batterien zu entzietrcn. Ein Ber- suclf. die deutschen Msteubatterien vmr der Larwseite her zu saffen und »um .Schweigen zu bringen, mißlang. Die englischen Der Kaiser an den Priuzcu Eitel Friedrich. Berlin, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Se. Majestät richtet^ folgende Allerhöchste Kabinettsorder an Se. Kgl. Hoheit den Prinzen Eitel-kFriedrich von Preußen: Ich ernenne Eure Königl. Hoheit in warmer Anerkenmntg der während des ganzen Feldzuges als Truppensührer geleisteten vortrefslichen» Dienste zum Chef des X. Hommerschen Feldartillerie-Regiments' Nr. 2. In der Ernenmmg meines zweiten Sohnes zum Chef dieses ihm als Statthalter in Pommern nahestehenden Regiments möge die gesamte Artillerie — leichte wie schwere — den Ausdrun meines kaiserlichen Dankes erkenne:: für die rmfftergültige Art und Weise, in der sie während dieses Krieges in enger Waffenbruders schaff mit der Jnftmterie dieser die siegreiche Abwehr aller ffind- licheu Massenangriffe ernwglicht, ihr oft, wie letzthin, den Weg zmn Siege geöffnet u:ü> durch irisches, opfersteudiges Borwärtsgehen den nötigen RüÄalt zirr Llnsnutzmrg des Erfolges gegeben har. Der Kaiser an der litauischen Front. Berlin, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser weilte an der litauischen Front und besuchte die Truppen, die in heldenmütigen: Ausharren die Anstürme der gewaltigen russischen Truppenmassen abgewiesen haben: die Sieger der Abwehrschlacht von Smorgvn—Krewo. Se. Maj. sprach den versammelten Divisionen den Tank des Vaterlandes aus für die zähe Llusdauer und die glänzende Tapferkeit, mit denen sie den immer ffck er- neuernden Angriffen des in ungeheuerer Uebermacht nach gewaltigem Artilleriefeuer vorbreck>enden Feinde Trotz gebot«: um» seine Pläne zunichte genmcht haben. Das P o m m ersche Land- wehrreg: me nt Nr. 2 zeichnete der oberste Kriegsherr für seine hervorragende Haltung in der Schlachr, in per es.ffmgeachte^ seiner Verluste, alleft: die Angriffe von vierzehn russischen Regimentern zurückschlug, besonders «ni3, indem er fid: zum Ehe: des Regiments machte und bem tapferen Trupvenpff' den «niglnhen Namenszug mW die Bezeichmmg „Landwehr-J-n. fanter:e-Reg:ment König Wilhelm II." verlieh. Der Regiment-^ kommandeur Oberstleutnant von Balcke erinett den Orden Von- le mente Biele der braven Kämpfer erhielten das Eiserne grenz 3* Wilna !mtte Se. MaststäHm Gottesdienst beigewohnt. Der Sultan und Kaiser Karl. Konstantinopel, 29. Juli. (WTB. Mcktamtlich) Mr Sultan hat dem K a:, e r und König Karl solgeiwe» H an dff ch reib e n gesandt: Du neuen Siege, welche de «ihm- reichen Lrilppcn Euerer Nia:estät in gemeinsanren Kämvsen mit ben beEnoeien Truppen tit eben davongttragen haben, rjaom_ nnr cne größte Freude bereitet. Ich beeile mich daher, Eurer JJaxjefbat meine oufrichfigften Glückwünsche zum Ansdruck zu bringen, sowre meine ganze Bewunderung für Eurer Majestät tapfere ^Uunee,. tne wieder einmal eine Probe der Kraft und des Patrioti- schQt Geistes, die sie beseelen abgelegt hat. Ich bin überzeugt, daß 2 barri der Gnade des Allmächtigen unsere verbündeten Armeen den endgültigen Sieg über den Feind davontragen und so den Abschluß eines gerechtet:, billigen Friedens herbeiführen werden. Russischer Bericht vom! 28. Juli. Westfront? Auf der Front von der bEschen Küste bis Un Priprct Gewehrfeuer von Erkundung sabteilungen und Auf- ^arenl. An der galrzischen Front erwies sich die gegnerische Offensive wenig bedeutend. In den Karpathen griff der Feind umere Truppen in der Gegend östlich von Kirlibaba an und drängte sie ysat ein Geringes zurück. . bi u m eli letzten dve rumänischen Truppen die Verfolgung des Feindes fort und besetzten darauf am 27. Juli eine Höhenlinie auf 5 Werst süd- impllch des Dorfes Mpneftirna-Kafuni, Tragoslavle-Berefct mrd dre Hohen füdöfllich- des letztgenannten Punktes. Die Rumänen er-- oeutetOl erue feindlick-e Batterie und machten Gefangene. In der Akyend van Ka l a hu l drangen unsere Truppen Legen den Putna- Nuß vor um> besetzten das Dorf PoduvLe auf dem linken Flrißufer. K a u k a s u s f r o n t: Feuergefecht. Flugwesen: Feindliche Flugzeuge überflogen den Balmhof Mo lode tf chno und warfen fünf Bomben auf ein Lazarettlager bei dem Bahnhof ab .Eine barmherzige Schwester^ ein Kranken- cvarter und em Meger wurden verletzt . In der Gegend '.üdöstlich von Bavanvwitschi setzte eines unserer Kugzeuge ein feindliches m Brand Die russischen Ossiziersverlustc. Berlin. 30.Juli. MTB.) Das .russische Blatt „Utro Rossij" Mt Ilch. vom 10. Juli von der Front berichten: Das russische O fiNizr erckorps erlitt in den letzten Kämpfen ungeheure Per lüfte In rnamhen Regimentern erreichten die Verluste 60 jl‘ rlÄle vor, in denen die Offiziere ihre Leute kniefällig anflfthten, den bedrängten Kameraden zu Hilfe zu cormuen, ccker diese iveErten sich ganz grob und tagten: „Geh doch selbft hin, wenn du willst!" So kamen z. B. Soldaten eines nnniwüxscheu GarÄereqiments ihrem Obersten Zemirow nicht zu Hilfe, der allein mit vier Tapferen gegen den Feind vorgegangen war Die schändliche Propaganda der Bolschewik: und die Untergrabung-des Prestiges der Osii-ieve taten bei der Masse der unüb-er- egten Leute das ihrige. Biele Gardeoffiziere melden sich jetzt '-n das eng&W* Heer. Es ift festgestellt. daß ein Trupp bolschewistischer Propagandisten an der Front erngetrofsen ift. Die Aufnahme der neuen KanzlerervSrung in Frankreich. Berlin, 30. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Eicklä- rungen von Dr. Michaelis und vom Grasen Czernin zu Pressevertretern werden von der französischen Presse durch em D av as-Telegramm folgendermaßen bekannt gege- oen: Basel, 28. Juli. Graf Czernin gab österreichischen und ungarischen Journalisten lange Erklärungen über die allge- j meme politische Lage. Graf Czernin bestätigt die Ueberein- stttninnng der Gefichtspunkte unter den Mittelmächten. Die nvo^ens, m Wien ein. Der ganze erste Tag. seines Wiener Aufenthalt wird Besprechungen mit dem österreichischen l'Mnister des Aeutzern, Grafen C z e rni n, gewidmet sein. Monds jpeist Michaela belm Grasen Czernin. Am 2. August, vormittags. begibt sich der Kanzler in Gesellschaft des Ministers des Aenßern in das allerhöchste Hoflager, wo er von den Majestäten in Audienz empfangen und zur Frühstückstafel zugezogen wird. Der türkische Bericht. Konstantiuopel, 29. Juli. (WTB.'s Generalstabsbericht. Kaukasusfront: Ast unserem rechten Flügel wurde ern Bo-nwß einer 50 Mann starken Mteilung gegen unsere Posten abgeunchen. Sinaifront: Am 27. Jüli begann um 9 Uhr 30 abends heftiges feindliches .Arlilleriefeuer gegeN un^re Gazasront, das eine Stunde lang! andauerte. Ilm 10 Uhr ging feindliche Infanterie gegen die Mitte dieser Front vor ,k7id drang kurze Zeit in unsere Stellung ein. Sie wurden aber durch Gegenstoß vertrieben und ließ einige Tote in Der Wirtterfeldzug beschlossen. Bern, 29. Juli. Laut „Secolo" hat die Konferenz ^ darrs die ^uhrung des Winterfeldzuges endgültig be- schwssen und die strategischen Maßnahmen für den Winter und für das Nühfahr 1918 festgelegt. Pour le merite. Berlin, 30. Juli. (WDB. Mchdamtlich) Dem Major Hagedorn, Kommandeur des Bremischen Jnfanterie-Re- grments Nr. 75, wurde für hervorragendes Verhalten des Regiments rn der Schlacht von Arras der Ordeit Pour le merite verliehen. §eekckeg. Ein groker englischer Kreuzer versenkt. B « r l i n, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Am 26. Juli der. lenkte eines unserer Untersee-Boote, Kommandant Kapitänleutnant Steinbrinck, im englischen Kanal einen großen, von Zerstörern gesicherten englischen Kreuzer mit vier Schornsteinen der Diadem-Klasse (11150 Tonnen) angehörend, durch Torpedoschuß. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Mit der Versenkung dieses Kreuzers belaufen sich die , " U 1 i 4, v ivl/viUl u J U.* 1LL Qi L ULllJ 1 ul L L. unseren Gr Ären und ein Maschinengewehr in unserem Draht-I JJL u ^brieniung owjes Kreuzers belaufen sich die hlndernis zurück. An allen anderen Punkten wurden die Angriffe ^ewmten Kriegsschiffverlustt der Entente auf 265 Einheiten L^aEt «bg^wiesen. Gegen 11 Uhr abends herrschte wieder mtt einer Gesamttonnage von 930015 Tonnen. Davon ent- .üuhc. Äm Juki war verhÄtnismaßrg ruhig an der Front, fallen^allein auf England 166 Einheiten mit 669 290 Ton- * * * uen. Im dritten Kriegsjahre hat dü deutsche Flotte den Ver- Die Fttternieruug belgischer Kolouialpersonen. juft kcmes einzigen größeren Schisses zu beklagen, dagegen Berlin, 29. Juli. (WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt aus ^niM^weui^Ää *10 ® lU . e , nte ^britten ..Kriegsjahr $nt Internierung belgischer Kolonialpersonen c? ^ ^ größere ^chtffe, nämlich acht u. a.: In emer offiziösen AuslasfmV, abgünmckt in der .Jüdepen- ^«llacyt.chlffe, zwei Panzerkreuzer, einen geschützten Kren ^ancc Belgc" Nr. 160, protestütt die belgische Regierung aufs E kleine.Kreuzer, ichärfste g^en die von Deutschland veranlagte Internierung von zwanzig Belgiern aus angefehenen Kolonialkreisen. Sie nennt ^ ™ tnt U-Boot-Erfolgc. GewaÜaL, der niM KU rechtfertigen sei. Anfang ?Rai Berlr n, 30. Juli. (AnrEch.) Neue U-Bvots-Erfvl-ae Uetz dre deutiche Regierung die belgische Regierung in bündiger im englischen Kanal imd im Atlantisck^eu 6-orm wissen, sie erwarte bis Mm 25. des Monats eine unzwei- \oocm ^ * Attanttfchen Ozean, ^euttgc Erklärung der belgischen Regierung darüber, daßsiebereit ! 22500 Unter den versenkten Schrffen befanden sich ieu ,amtlichen in Deutsch-Ostafrika in die Hände der belgischen ber durch zrvei Mchdampfer gesicherte bewaffnete enalische W5ai Regierung bis zu dem angegebenen Zeitpunkte die erwartete Er- „Dwmele" (3924 Tonnen) mit Kokos- und Palmöl n \w 5 '' U9 r? c / [tc zunächst zwanzig angesehene, im von Westafrrka nach England, ein tiefaeladener aroßer belgischen Kolomalleben stehende Periönlichkeüen aus dem besetzten! .Dampfer anscheinend mit 9 " Belgien fettnehmen und nach Deutschland in ein JMernierung^ ' Qni ™ D f ™ ^p^Vs°osf beladen Taget bringen lassen Die belgische Regierung hat aber diese Der Chef des Admiralstabes der Marine unzweideutige Erklärung nicht abgegeben, wie aus einer Verbalnote Die & ver mederlandiichen Regierimg vom 22. Mai zu ersehen war. Sie ™ ^ ,e ^MMSneuvanten. erklätte nch nur bereit, den grützteu Teil der Zivilgefangenen gegen> I Bern, 30. .Juli. (WTB.) Dem ,L!emvs" zufvtae ver- zurzett in Deutschland iMernierte belgische Staatsangehörige aus-, offenttrcht das Bureau „Bewitas" eine Aufstelluna über die Ditan" .. ----- ^ Die l ^ .DIWlW_D_ r . _mm viv 0 n.u.ui un kp _, H___ v 4jutv m jpk gi'cher Zivilisten, die ^>mr ?m ^mÄse^der' Ordmmg"in "än I dLorwegen 24 Schiffe mit'34054^Tonn!Qt,''Dänem^"^20 von un^^^ten Geb^en internütten, zu erzwingen, und glaubt Schtffe mit 26 348 Donnen, Schweden 26 Schiffe rnit 20 023 ^ r 5- Gewaltmannahmen gegenüber den DeMschen aus Tonnm, Spanien 7 Schiffe init 4122 Tonnen Cbile3 Schiffe ^ftaftnka erreichen zu können. Wir haüm uns zur Festnahme von mit 823 Tonnen Rußland 5 Schifte mit 750 zwanzig Belgiern entschlossen, weil die belgische Regierung auf tun/,l ^ w r FSSF 1 ! ^ ox " gütlichem Wege nicht bewogen werden konMe den DeMschen aus I «U e , mr ^ ^ Donnen, rns^chamt 278 Schtffe Tftchrikv nicht einmal Frauen und Kindern, die Heimreise zu ge- ^ Donnen. Der statten. Liegt der belgischen Regierung daran, daß die zwanzig schreibt, dE NeubEen glichen dm Verluste durch Internierten wieder in ihre Heimat zurückkehven können, dann bat boote kaum aus. Er ve-rvffeutlicht keine Zahlen über M das leoerzeit m der Hand: sü braucht nur den Zivilgefangenen! g}5 dEubauten m Deutschland, Oesterreich-Unaarn und der aus Ostamka die Heimreise zu gestatten. Türkei. ^ __ I * Der FriedeuSsedauke in Amerika. te fctafdit Bo- berrchtet" aus Ba^l- ' ^mdbet- ^bsah^nden Unterseeboot bemächtigte sich ckm nach dem gleichen Matte, eine ungewöhnliche Steigerung, versenkt ^ * ^rn«ert. Er tmrrbe daher xnz Fmeoenswetten stehen noch immer 3 :5 für das Ende Bern 30 \ o ^ ^ ,/Rumaniü inrt Getreide und anderen Waren t<-il ans allen p" E Lust geslogen. Zw« Matrosen ,ind getötet worden 'Men m Wales. Danach HWe die Versannnlnna desselbc Schieffal aeham, wie tags Mvor die Bersmnmlnngen in London und New- >a,tlc. Um Feindseligkeiten mit der Bevölkerung zn vermeiden, vormittags in der Versamm-1 Der Reichstglpster in München lungshalle ern. Unnnttelbcrr vor Beginn der Versammlnua strömte M Ü 7 ick,«"n ^ ^ 'ine Menge von 2000 Kopsen, abgemusterte Seeleute imd -oldaten kanzler Dr t'i A« ' Reichs- v LM- 1" ~fc£T!i«kÄi»Sr«® S b S tSS. SÄ? Äf .■?,£, ’SSfSLS^L f « - - «sr-Lj fog ra-a -s jawteaaa ALLS Stadt atwd Cand* Dießen. 31. Juli 1917. Beugt der BerkehrSnot vor! den Mahnnrf-^ Krregsamtes, General Grüner, erläßt solMn^ c , Die ernsten Transportschwierigkeiten des vergangenen Winters Erinnerung. Zwar setzte auch in diesem Jahre im ^amc des Aprft eine we,entliche Erleichterung der Verkehrst läge em, und gunltige Wagengestellungszahlen konnten verzeichnet kann es keinem Zweifel unterliegen, daß im gleichen ^lwnnkte, m dem die Erntetranspotte wieder zur Bahn drängen, tz^u^>ulaß zu Storungen und Stockungen des Vettehrs gegeben ^l^bbhungen, wie sie sich im Laufe des Ktteges ^ E»en, smd naturgemäß in vielfacher Richtmig mangelhaft durchgebildet und entbehren des Systems. Der Grund- Ausgestaltung des Transportwesens mußte Awuätreten, wenn es galt, die Fabrikatton in kurzer Zeit auf-' unter ^ IcOnell auT ein Höchstmaß zu bringen. Mit- unter sind auch andere Gttmde, deuSn man teilweise überhaupt S^ad^^^^^^ltiche Berechttgung zuzuerkennen vermag, zum Suaden der geiamten Kriegswittschaft in den Vordergrund gerückt worden. Die Folgeerscheinuugeii dieser Uuvollkommenheiten sind gilt, das Uebel zu beseitigen, ehe es wieder £ en ?^aden anrichten kann. Das ist aus zwei Wegen ?^.^lwllligen und verständnisvollen Zusammen- Daü^d^^^ und dem des behördlichen Zwangs, der Weg der Freiwilligkeit allem nur im Interesse der Fd«^Produktion gelegen sein kann, ist ebenso llar, wie behördliche Zwang einsetzen muß, wenn die Frei- willigkeit veriagt. Ohne Hatten kann es dabei nicht abgehen 1ailb -l u Jl b ?« ^? rie - ift soweit dies noch nicht ge- ^hen ilt, mit aller Beschleunigung aus sich heraus zu prüfen, ^ barungen an Frachttaum und Transpottwegeii erzielt werden können, oder wo jonst noch etwas zur Beschleunigung dev Wagenumlaufs getan weiden kann. r .. f™ einzelnen Betrieben wird freilich manchmal die Möalich- EU', von sich aus die Schäden abzustellen. Kttegsgesell- Mften und Syndikate oder auch staatliche Stellen haben dieZu- ftihrung der-Rohstoffe und Hallssabrikate in der Hand und verftigeü nnft v C r wird es die verantwortungsvolle Auf- gäbe dieser Kreise, in ihrem Wirkungsbereich und im Benehmen, ^/^lnander den kriegswirtschaftlichen Verkehrsforderungen Geltung ^ ?^uffen, wobei fte sich immer vor Augen zu halten haben werden, daß gewisse Schwierigkeiten, die naturgemäß jede Um- ^ ^nächst jür die Fabrikation mit sich bttngt. überwunden im ^ tnb r lC c au ^ 5 ie verhängnisvollen Rückwirttm- wirtschaf^ iteren Versteifung des Verkehrs mlf unsere Kttegs-- Brennpunkt der Versorgungsschwiettgkeiten steht die Kohlen frage. Die vom .Krregsamt in die Wege geleitete und all- leitv für dringend notwendig gehaltene Steigermig der Förderung m-v. Nichts wenn es im Herbst und Winter an Beförderungs- Mitteln fehlt ^tt>er nnwittschaftliche Wagenlaui schädigt zugleich auss empfindlichste die Kohlenzufuhr, deren höchstmöglichste Steigerung m den kommenden Monaten iwch wichtiger ist als im Bor- -LLLd L Mangelhaften Vornaiseinöecknng . So richtet, General Grüner den ernsün Mahnruf zur ein- gehendcn Prünmg und weitgehendsten Bereimachung per Ber- .?lle Kreise von Handel imd Industtte, an alF-ftaatlichen BeschanungS- und Verteilpngsstellen, mi die Kttegs- geiellichasten irnd, Syndikate. Die Kriegsamtsstellen und Kriegs- amtnebenstellen Uitb zu jeder Hilfe und Unterstützung berett. Wo aber einzelne Betriebe oder Gruppen auf gewisse Schwierig- reiten stotzLn und incht vorwätts kommen, können sie ihre Wünsche und Anregungen mit allen Einzelheften, die zu einer sofottigae ^eitettierfolMng notwendig sind, zur Sprache brmgen. worauf sich das Kriegsamt mit den zuständigen Stellen 'ins Benehmen jetzen wird. . * 1 -^. -?? n der Landes-Uni versi tät. Seine König- ttche Hoheit der Großherzog hat den ordentl. Professor Dr Paul iqiv 6taY ber Landesuniversität vom 1. Oktober 1917 bis dahin 1918 ernannt. T* -^nalnachrichten. Durch Entschließung Großh MiNiitermms des Innern wurde der Lehramtsreferendar Beruhc^d ^u k e zu Gießen zum Lehramtsassessor ernannt. — Erledigt ist e s£Ü- C i Evangelischen Lehrerin zu besetzende Schulstelle an der Volksjchule zu Sternbach 1 . T., Kreis Offenbach. ** SefSrbcrung. Obcrarzt Dr. Otto Wolf ans Gictzrn lvnrde zum Stabsarzt befördett. ^ A^O?!^"???^sorgung des Handwerks Bom 1. August 1917 ab ist der Leim vom Reich beschlagnahmt und nur noch gegen Bezugsschein zu erhalten. Die Reichsregiernng N zugestimmt, datz jeder leftnverbrauchende Gewerbezweig ftn Wyge der Selbstverwaltung die Zuteilung des Leimes auf die ein- ^lnen Betriebe vornimmt. HieMi bedarf es eines sofottigens fachlicheri Zufammenschlusses der leimverbranchcnden Gewebe iceben den Innungen imb Fachvereinen kommen hierbei die Gewerbe- imd Handwerkervereine in Betracht. Die Bildung der Fachgruppen lorote ber Ottsstellen innerhalb des Landesgewerbe- Vereins ist m Nr. 29 des Gewerbeblattes für das Großherzogtmn N-n ausführlich crortert. Die Errichtung dieser Fachgrutt^lund öcr Jöettntt kr brs jeßt feinem Verein angehöttgen Gewerbetreibenden ist ungejaumt enrzuleften, da nur an solche (Gewerbetreibende, die 'einer Verenngung angehören, bei der Leimveftorgnug die Bezugsscheine abgegeben werden. ** Mirtschaftliche BercinigungKriegsbeschä- d i g t e r, G i e tz e n Am Samstag abend tagte die erste Versamm lung der Kriegsbesck-ud 1 gten Gießens. Der Verein ist während der acht Tage lemes Bestehens aift 35 Mitglieder angewachsen, was gewij; ein eftreullches Ergebnis ist. Der Vorsitzende erössnele die Verwmmlmig und begrüßte die zahlreich Erschienenen. Bevor er m die Tagesordnung erntrat, erwähnte er, daß sich bereits bei den Kttegsbe, ftwdigten eme Sonderabteftimg gebildet lmt. ein iozialdemvkratischer Kriegsbeschädigten-Verem nnt dem -Sitz in Berlin. Der Vorsitzende^ erwähitte nochnmls, daß alle polftsschen Fragen fern von dem Verbände bleiben, daß der Verband keftls Vartemtteressen vertrete. ?luf der Tagesordnung stand die Fest- irtzuiig der Statuten, die ohne Blenderung angeiwmmeii ivurden. Mitglied ves Vereins kam, ,Ä>er deittsche Kriegsbeschädigte werden, der sich rni Bcfidc der dü-rgerlichen Ehreirrcchtc drsindei Ferner w, noch ur enimdnen, daß d« Verbund darauf himvirken wird N»,lrdcEQrt-sruvpe einen Rechtsamvutt »»geteilt bekommt, der die Aus dem llelchs. #rXJ Z c,S cu T mnic i »ur vuitiegimg gelangt. Jeden .Jcomit findet ettte Verfammlung statt, und jeden ^oanrstag abend mne Manglose Zusammenkunft im Bereftrslokal. Jeden Sonntag, vormittag finden im r^reiirslokal die Besprechimgen statt, be. ^ft^,etwaige Wunsche der Ktameraden erledigt merbert. — Nach .^^ 5^bllschasüiche Unterhaltuwf ftÄ- w ^ Awn erschienenen Gebuttstagskiiideni ^ Ortsgruppe dar. Es ist noch zu erwähnen, daß em Mitglied dein Verein ein Geschenk von 5 Mark zukommen ließ > X 2 Mark. Alle Kriegsbeschädigten^ \ Ortsgruppe beitteten. ,ind vom Ein S^tlchL'b^L^ ***• ^ E Wachen ** , " *"£*•£* **«*«« «emSfc. Seit Dem 1 191V dürfen Lwferunysverttäge Wer Gemüse :m all- «me«en mcht mehr achreschlosie:: werden. Mit diesem Zeitpunkt HÄ»en alle ^vrswers:arrcn, die von der Reichsstelle si'rr (-Gemüse und) in BerU» den BeaLftragteu von Kommunal verbänden m:d itaßvellbrauchern als Bescheinigung der Berechttgrlng zum Abschluß von Gemüselwferm^Sverträgen erteilt worden sind und die den Ausdruck tragen: „Gültig bis zum 1. Juli 19 l7", ii)re Gültigkeit verloren. Vor mißbräuchlicher Benutzung solcher Ausweise wird gewarnt .Sie berechtigen nicht zum Handel mit Gemüse m wgeru>welcher 7chrul mii) füllen auch eine amtliche Bescheinigung der Zuverlässigkeit ihrer Inhaber utd)t dar. Jeder Fall eines unzulässigen Gebrauchs solcher Karlen muß im allgemeinen Interesse alsbald der nächsten Polizeibehörde oder der Reichsstelle für Gemüse und Obst angezeigt werden. Gültig sind zurzeit lediglich besondere Ausweis karten zum Abschluß von Verträgen über Kohlend Runkelrüben. Sie sind durch den Vermerk „Gültig bis zum ! Oktober 1917" kenntlich gemacht. ** Schwesternspende. Durch die Zeitungen geht die '-nchricht, daß für -die in der Knogsarbell stehenden Schwestern aller Bekenntnisse eine Schwestern spende gesainmell werden soll, um den Dank des Vaterlandes für die van den Schüvestern ^leisteten Dienste znn'. Ausdruck zu brmqcrL Ohne die gute Ab saht zu verkennen, die die Veranstalter dieser Sammlung beseelen, ist es notwendig, zu betonen, daß die Ddataffftu einen Anteil an dieser Sammlung nicht m'brnteit wollen, trotz ihrer starker Bttelllgung an der Kriegsarbeit. Die DurkoEen ftg«c Wert darauf, daß ihr Dienst den Charakter der freien ÜiebeSbetätigrvny trägt. Es ließ sich mul) der Smritäts-, Ordnung uichr vermeiden, daß sie Löhnung emvsingen. Sie kommt aber nicht ihnen selbst zugute, sondern dient zur Erhaltting ihres ' ft utterhcurses. Wie sie sonst ohne Lohr: dieiren, so wollen sie es auch in dar Kriegszeiberr tun nach ihren: Lebensspruä): Ich diene sucht ünr Dank und Lohn, rncin Lohn ist, daß ich dienen darst Sie bitten darum, der Anerkennung für ihren Dan? nicht durch die SckÄvestenusperche Llusdruck zu geben. ** Künstlicher Dünger. Die Lieferung von 850 Zentner t ii&a Ihrigem Kainrt und 850 Zerrt, etwa 16feigem Thomasmehl soll von der Stadt Giagjen vevgebrn werden. Näheres siehe Bö- lunUnmchlLng. ** Zur FrLihkartofftlernte. Während miau ft: Deutsche land die zu deinen Knollen wogwirft oder höchstens den Schweinen .sibt, läßt mpn in Rrrtzland du: zu klein befundenen Knollen am Kmutt sitzen stutzt dieses etwas zkurück rnid setzt es wieder- irr die Erde. Im Herbst haben sich dann die Knollen zw normasir (tröste rnttoickett. ** S ck»warz-Weiß-TheLn. Außerdem tvirb ein gutes Beiprogramm gegeben. ** Im Lichtspielhaus Bahnhofftr. 34 wird unter Mitwirkung der Künsüerkapellc vom 31. Juli bis 3. August ge- u'ben: „Spiel ft« Spiel", eine doppelte Liebesgeschichte in mehrereu Teilen mit Friedrich Zeluik in der Titelrolle. Ferner: „Fräulein! Wildfang", Lustspiel in 3Mten mit Lina Weise in der Hauptrolle. ** Tierische und pflanzliche Spinnstoffe. Am bl IM 1917 ist eine Rachtragschkanntmachung Nr. W. M. 997 17. K. R. A. zu der Bekanntmachung vom 31. Ttai 1916, betreibend Bestandserhebung von tierischen und pflanzlichere Spinn- nossen chen 1200 Stück ab, die sie in zwei Tage,' im Strecke brachte, eine Leistung, die hier bis jetzt unerreicht dastehtz N Appenrod, 29. Juli. Am Donnerstag, den 26. d. Mts., fand cckends 7>9 Uhr ein gutbesuchter Gottesdienst zum Ab schied der Glocken statt, an dessen Schluß die 3 Glocken zum letzten Mole zusammerrklangen, und am folgenden Tage wurden die 2 größten aus dem Turn« entfernt. — Bon mp'erer Nachbrrge- meinde Duncenrod. die 2 Glocken befaß, ist eine zur Mieferung gekommen. Kreis Schotten. rr. Scklitz, 30. Juli. Am Sonntag nachmittag fand unter den schattigen Bäumen der nahen „Kahl" ein trotz, der großen! Hitze von Hnnderte'n aus Stadt und Land besuckster Waldgot tesdienst statt, der bei Ansprachen und gemernsomem Gesang emen erhebmrden Verlauf nahm. Es sprachen die Pfarrer Aus- i cld -Gies'.en, Boeckner und Knott-Schlitz. Der Anklang, den die in diesem Jahre zum ersten Miale erfolgte Elurlchtung vo!' Waldgvttesdiemten im Schlitzerland gesunden hat, wird dernnächft die Verachtaltung solcher auch in den Pfarrncn Hutz- dorf und Hartershausen zu.r Folge haben. Meis Frievberg. Vilbcl, 30. Alli. Die Glocken der katl-vlischen Kirche würben gestern bis mij ebte nach Friedberg abgeliefert. Tie nocki g- blicbene ist aus dem Jahre 1726 imd hat die ^achtenswerte Aul schritt: .Aüs milden Stenern komm ich 5er, hört mir, was von «id> :ä/begckhr, daß, sllbald ihv höret Häuten mich, sauft zur Ktrch, laßt täte* im Stich." nt Ans der Wetterau. 30. Juli. Die Gc treide - c c n tc ist. gegenwärtig in vollen! Gange. Die warme Witterung, di<' die Reife bechinstigte, komntt nmr auch dem Schnitt rnrd der guten Einbringung des Getreides sehr znstatteil. Sämtliche Gegenwarten stehen bereits in Haufen crnf den. Feldern und nur inenige Accker harren noch des Mernterrs. Wenn auch die Frucht im allgemeinen im Halm etwas kurz geblieben ist und nicht so dicht stellt, wie in manchen früheren Jalwen, so ist sie dasill un Kern desto besser mcsgefallen. Dieser hat sich noch vorzüglich entwickelt, so daß imlmeihin mit einer Mrttelernte gerechnet werden kamt. Starkendurg und Rheinhessen. - Darmftadt, 29. Juli. Der bisherige Leiter der Frank- ßnrter Oper Intendant Bolkirer, wurde mit der Leitmlg des hiesigen Hoftheaters verttettmgsweise beauftragt. Jntendcmt Dr. Eg er ist bekamttlich nach Berlin berufen, um Theaterfragen, die mit Anfssührungen in den besetzten Gebieten znsanrmenhöngen, zu bearbeiten. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar. 29. Juli. In nächster Zeit werden Kavallciie- Streiswachetr dem Kreise zugetcilti zu deren Aufgabe gehört dre «eausstehttgung und Ueberwachung der außerha» btt G estucsuom - lager beschäftigten Kriegsgefangenen. ra. Wetzlar, 30. Juli. Die Breu nesselsa mmlangt im Kreise Wetzlar hatte ein zrutes Ergebnis. Einzelne Schulen'lieferten mehrere Zentner ab. Die Ernte imrrde dadurch beeiitträchttgt^ daß viele Brennesseln bereits als Gemüse oder Biehsirtter geschrntten waren. ra. Atzbach (Kr. Wetzlar), 29. Juli. Samstag abend 9 Uhr Ivurde hier durch die Sturmglocke ein Waldbrand gemeldet. Im Distrikt „Rimberg", oberl>all> der SäMal den mühte sind über 5 Morgen Niederwald durch das Feuer vernichtet worden. Ein Glück, daß der Brand noch am Tage bemerkt wurde, der Schaden lräre miermeßlich gewesen. — Atzbach besitzt 242 Hektar Gemeinde- watd, die diesjährige Holzsällimg erbrachte den schönen Erlös von 41000 Mt., dazu ist das Lohhölz noch nicht verkauft. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 30. J!n1i. Der Magistrat hat die K o hl en ver s o rgung Iber Schulen, für den Winter dadurch siclwrgesttW, daß die .Hälfte der Schulhäuser geschlossen wird und eine Zusmuimeillsgunfl zweier Schulen in ein Schulgebäude erfolgt. Der Jlltterricht wcrd darnr in der Weise erteilt, daß ein Teil der Klassen vormittags utnd der mrdere Teil nachmittags unterrichtet! wird. X Fulda, 29. Juli. Mtt dem Sitze in Fulda hat sich eure eingetragene Genossenschaft mit beschränkter .Haftpflicht zur Beschäftigung der Hand Weber inr Rhöngebiet gebildet. X Hanau, 29. Juli. Einen guten Fang machte im be- nachbarttm Leider bei Aschassenbura ein Schutzmann, der ein chm verdächtig vorkommendes Fuhrwerk anlsielt und in diesem acht schwebw und ein Kalb vorfand, die angeblich von einem Wirt bzsv. Metzger in Kösbach staimnen rmd über die bayerisck-e Grenze geschmuggelt werden sollten. — Da der Mifkaus von Obst und Gemüse auf dem Larrde einen derartigen Umfang angeiromrmen hat, daß die MlgemeinVersorgung irickt mehr durchAssühwen ist, hat der Kreisansschuß des Landkrerses Hanau in Gemeinschäft mit dem Magistrat der Stadt Hm rau eine Verordnmrg erlassen, nach der der Berums an die nicht ortsansässige Bevölkerung auf die Morgenstunden von 5—7 Uhr beschränkt wird. Fc. Hün f eld. 30. Juli. Der Landrat gibt bekannt daß es im Jrtteresse der Volksernährung dringend erwünscht ist, wenn die Schüler unter Llüssicht der Lehrer sofort die Pilz^e einsammeln. Der Letter der Kreissammelstelle hat für diejenige Sckmle, die die meisten Pllze abliefert, eine Prämie von 50 ML ansgesetzt. Fc. Wiesbaden,.29. Juli. Well er mittels eines Nach- scMssels die Briefkasten geöffnet und geplündert, wurde der La- terneicmrzründcr Georg Fisäwr von hier zu einem Jahr und sieben Monaten Gesängrns verurteilt. Als man chn,^ nachdem er geraume Zeit diese Diebstälste ausgeführt, endlich abfaßte, hatte er u. a. sechs Dntzerrd sttbitzter Brieft bei sich. — Die Dienstmagd Mag- dalene Mols, gebürtig aus Dresden, hatte, um aus denr Dienste eines Landwirts in Endlichhofen bei KiatzenellenLägen eittlafsen zu werdet!, die Scheune desselben angesteckt, die total niederbrannte. Die Strafkammer schickte die Wolf vier Monate und drei Tage ins Gefängnis. Fc. Weilburg, 30. IM. Die Stadtverordneten bewilligten einen Kredit von 12 000 Mark für Lebensmittelein kaufs stell« Limburg. Fc. Von der Oberlahn, 30.Juli. Die Roggeneritte ist hier so wett beendet. Der Strohertrag ist bedeutend geringer als 1916, der Körnerertrag aber ist ein über Envatten guter. Die Äanddruschergebnisse in den nttülleren Lagen sind per Fuder 8 Zentner. SporL FelÄbergftft. Während im vorigen Jahr unendliche Regen.grssw dem Fekdberg- feste ettc jähes Ende bereiteten, begünstigte in diesein Jal-re das köstlichste Sommerwetter die von vielen Taiisenden besuchten Volks- ttintlickM turnerischen Beranstallungen auf dem grauen^ Taunns^ hüter. Welcher Anziehungskraft sich das Feldbergfest erfreute, bewiesen cne 'Amvesenhett und Teilnahme von Tnrn.ern aus Köln, Trier. Karlsruhe, Mannhebn. Ulm. Brcamschweig, Düsseldorf, Kassel ustv. Mter 5jevftogenhett gemäß leiteten kurze Gottesdienste ans dem Kulm die Kämpft ein. Pfarrer M aur er-Heftrich hielt den evangelisckwn, Pfarrer Gei ß-Oberreifenberg, deir katholischen Gottesdienst ab. Etwa 1200—1300 Turner traten sodann in 30 Riegen zu den UebuniMi an, die diesmal ans Wettlaufen, Kugelstoßen, Weitsprnng und einer Pssichlfreiübung bestanden. In der Oberstufe errangen, bei 70 erreichbaren Punkten den ersten Preis mit 66 Punkten Christian St oll, Turnverein Diedenbergen, den zweiten. Otto F«e i genfpahn, Turngameinde Bockenhettn, den dritten mit 64 Punkten Otto Bertram-Wiesbaden. In der Unterstuft wurde erster Sieger nrit 6.^ Purillen Heinrich B o u t e i l le r, M-cttmer-Turnverein Gießen, ziveiter mit 67 Punkten Paul Metz, Turnverein Mannheim, dritter mit 66 Puntten Paul Roth, Real-GyMnasium Wiesbaden. Ferner erhielle-r u. a. aus dieser Stuft Preise Hermänn Freitag, Turnverein Heu che l hei w, Waller Cramer, Männer-Turnverein Gießen Der Turnverein Kreuznach erkämpfte mit 88 Punkten den Wanderpreis uIM das V ölfungerhorn im Handgranaten- wcrftn und einer Pfllchtsreiübung gegen den Turnverein Mannheim:, der 83 Punkte erhielt. Trotz der Ungunst der Zeiten hatte die Gießener Turnvereins eme wvhlan-gebildete Mannschaft zu dem' Feldbergfest eiitsandt. Vom Gießener Turnverein von 1846 brachten alle drei erschienenen Wettkämpfer Preise nach Haus, während der Mibrner-Tlumverein achi, darivttm den ersten Preis der Unterstufe an Turner Boü- teiller miist 6» -Punkten, zu verzeichnen statt«. vermischtes. Grubemmglück. * Bochum. 31. Juli. Auf der der Bochum« Bergwerks- geftllschaft cfthöriaen Zeä>e Präsident ereignete sich gestern eine folgenschwere Expwsion schlagender Wetter, der eine größere Anzahl Bergleute zum Opfer sielen. Das Unglück geschah in der zweitem westlichen Abteilung, ttr der 47 Bergleute arbeiteten. ..Bis zum Abend waren 30 geborgen, davon 15 tot und 15 schwer verletzt. * * Das Nieder lahmster ner Kriegsgeld. Das weinftohe Niederlahnstein l>at sich auch jetzt im Anfang des vierten Kriegsjahres den &uimn* bewahrt und beweist dies bei der Herausgabe seines Krregsgeldes. Die städtischen 50- Pftnnig-Scheine zeigen cutf der einen Seite eine Ansicht, die links von einem prächtigen Schinken, rechts von weißen Rüben flankiert wird. Die ganze übrige Fläche ist mrt einem feinen Muster aus lauter Halbkreisen bedeckt, die alle in Häarschrift die Worte „Stadtgemeinde Niederlahnstein" tragen. Nur in dem Halbkreis über dem Schinken steht: „O zarte Sehnsuckit, süßes Hoffen", uird über den Kohlrüben: „So leben tvir, so leben wir alle Tag^!" * Kriegs-Küchenzettel. Ein Feldgrauer hat wahrend settres .Heimaturlcmbes rmckütehenden .Küchenzettel ausgestellt: Man nimmt die Butterkarte, bratet mit iln die Fleischk'arte imd schlägt die EierLarte fiinzn. Kartofftl- und Oftmüsekarte iverden alvgekocht und dazrr gereicht. Zum Nachtisch brüht man die Knrtofftlkarte heiß auf. fügt die MilchLarle hinzu, frißt mit Znckerkarte und backt die Brottnrre bineiri. Nack-denl dies alles geschehen rst, .wäfch-t man sich «mit der Seiftnkante die Hände und trocknet diese schließlich mit dem« Bezugsschein ab. , „ r ^ w * Da^ erste deutsche Verbrecheralbum. Das von d>em versiorbenen Krimin-alkommissar von Mk^scheid-Hülleseil an- aclegte Verbrecheralbum" lmt, was kaum allgiMlefti liekamtt' Win dürfte eine Art Vorläufer gehabt. Schon vor etwa 100 Jahren war der Ober gerichtsrat Schwencken beinr Kriminalftnat in Fulda ans den Oftdanken gekomnren, die Ergr'üfung und Feststellung von Verbr-eck^ern durch die Schasfturg eines Verzeichtmsses der Verbrecher zu erleichtern 'Natürlich vermochte er keine Photographien zu- samwenz-ülrage". wohl aber sammielte er aus dem Born seiner rei ch e n Erftchsmyen alles WjiHenSwerte über Uerüoscher semroU Z«rt und ergänzte diese Zusammiensdellmrg in ebvem Maße, daß er sein Werk bn Jahre 1822 bi Druck geben konnte. Es führte die Bezeichmmg Mterrmäßige Nachrichten von. dem Gauner- und» Bagabundengesindel, sowie von einzelnen prosessionii'rten Dieben in den Ländern zwrs.chvn dem Rhein und der Elbe, nebst qeTttuier Beschreibung ihrer Pcison." Auä^ in Baden und an verschiedene!! -Orteil wareil bereits Werke über (f)mrner inb sog. Gaunerlisbi' erschienen, die bdjiiDRitcfen bei fcrbtex Arbeit bemrtzte Das fertig - gestellte Werk enthielt die Beschreibunc; von niäft iveniger als 1189 Räubern, Dieben und verbrecherischen Vagabunden. Ein sorgsam geführtes Register erleichterte die Jnmrspruchnahme dieses Werkes, das so als das Urbild des heutigen Berbrock^ralbums mft seinen mehr als 50000 Bildenr und Aöessungsverzeichnissen angv sehen werden kann. Srief?a( Mutter (nicht jum Vater) die r e chtlt ch e Stellung eirres ehe lichen Kindes. Ein uneheliches Kind und dessen Vater gelten als n i ch!t iv e r w a n d t. Die Mutter hat das Recht und die Pflicht, brr die Person des Kindes zu sorgen. Der Vater des unehelicheil Kindes ist verpflichtet, dem Kinde bis Mm vollendeter 16. Leberrsjahre Unterhalt zu gewähren. Er tan sich vor dieser Pflicht nicht dadurch befteien, daß er sich erbietet, das Ki nL in eigene Pflege ziu nehmen. Das uneheliche Kind er langt dadurch, daß sich der Vater mit der Mutter verheiratet, mit der Eheschließung die Stellung eines ehelichen Kindes. Landfturmmann K. rm Felde. Wenden Sie sich unter Darlegung der Verhältnisse durch Vermittlung des Kompagniefeldwebels an Ihren Kompagnieführer Ein A n spru ch auf Urlaub besteht nicht. Witlermugsbericht. (Oeffentlicher Wetterdieust.1 Wechselnd bewölkt, zellweise Niederschläge. Temperatur wenig geändert. Letzte Nachrichten.. Deutsche Luftangriffe. Berlin, 30. Juli. (WTÄ.) Der 28. Juli war wieder ein Großkampftag der Luftstreitkräfte Der Gegner verlor im Westen 35 Flugzeuge, davon 34 im Luftkampf. Die bewährte Jagdstaffel des Oberleutnants D oster vernichtet«' ein feindliches Geschwader von 6 Flugzeugen. Oberleutnant Doster errang babei seinen 20. üuftsieg. Dieselbe Zahl erreichte Oberleutnaitt v. Tut schek durch den Abschuß zweier Gegner Unsere Bombenflieger' tricgen Schreck und Zerstörung fern in Feindesland. Wie in der Nacht vom 27. zicm 28., so schleuderten auch in der letzten Nacht deutsche Flieger Bomben auf 'Bachllföfe und mllllärische Anlagen von Paris. Mdere - fuch>ten den wichtigen Eiftnbahnknotenpmllt Vlllers-Gotterets (23 Kilometer südwestliche Soissons) mll Bomben heim. Die Ziele in rmd unmittelbar hinter ver Front imrrden in der üblichen Folge wir Gewehrseuer und Bombenwürfen ange- griffen. Feindlickre Batterlestellangen bei Ppern erhielten allein 6700 Kilogramm Sprengstoff. Die Industrieanlagen von Pom- pey und Neiuf-Maison nördlich bKv. südwestlich Nancy wurden mft 1500 und 3400 .Kilogramm Bomben beworfen, deren gute Lage einwandfrei beobachtet wurde. Diese Werke, die eine Haupt stütze der französischen Ztüstungsindustrie dar stellen, sind in der letzten Woche wieder fast allnächllich und jedesmal mehrere Stunden lang bombardiert loorden. Die Wfttag dieser fortgesetzten Angriffe tan nicht hockt genug cftrgeschätzt werden. Berschaedenllich stellteir unsere Flieger bei Tageserkundungen fest, daß beide Werke mehrere Tage lang völlig still lagen. Was solch ein Ausfall für die ftanzösffche KriegSrüsturng bedeutet, wird jeder leicht er messen. Die LufrtriegergktMifft der drei Krietzchahre. Berlin, 30. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Angaben über die in den drei Kriegsjahren abgeschossenen deutschen und ftrudlichen Flll-gzeuge, Fesselballons und Lenlluftschiffe i . 1. (Genaue Angaben über den Zellraum von Kriegsbegrnn bis Ende Februar 1915 sind hier nicht vorhanden, desgleichen sind die Ergebnisse des Monats Juli 1917 noch nicht abgeschlossen. Die für diese Zeiträume angegebenen Zahlen sind daher nicht unbedingt zuverlässig. 2. An feindlichen Flugzeugen sind abgeschosftn im Jahre 191 - 9 feindliche, im Jahre 1915 131 feindliche imd 91 deutsche, im Jahre 1916 784 feindliche und 221 deutsche, im Jahre 1917 bis Ende Juli 1374 feiirdlickie und 370 deutsche Flugzeuge. 3. Abgeschosscn tvurden vom 1.!AugusL 1914 bis 31. Juli 1915 72 feindlickre Flugzeuge, davon sind 39 in deutscher Hand, vom 1. August 1915 bis 31. Juli 1916 455 seitliche Flugzeuge, davon sind 267 in deutscher Hand, vom 1. August 1916 bis zum 31. Juli 1917 rund 1771 feindliche Fluzeuge, davon sind 1776 in deutscher Hcnü». 4. Feindliche Fesselballons wurden, soweit Angaben hier vor banden, im Jahre 1915 2, im Jahre 1916 42,.im Jahre 1917 bis 1. August 142 abgeschossen, feindliche Lenkluftschiffe 3. 4 5. Abschuß vom 1. Mlgust 1914 bis 1. Augrcft 1917 rund 2298 abgeschossenen Flugzeuge rund 172 350000 Mark. Stellt ballons und 3 Lenkluftschiffe. Nimmt man die Kosten der Flug zeuge einschließlich der Bewaffiumg, Ausrüstung (F. T. Ger.i iffw.) und Ausbildung mit nntb 75000 Mk. an, so kosten die nsw2298 abgeschossenen Flugzeuge rund 172 350 000 Mk. Stellt mlan diese Micgzeuge ganz dicht tcebenellrander auf, so bedecken sll eine Fläche von rund 229 800 Quadratmeter, nebenernmrdergestellI ergeben sie eine Strecke von 34 470 Meter. Nimmt man den Prei eines Fesselballons mll 18 000 Mk.. den eines LenlluftschisieH mll ungefähr 0.75 Millionen Mark an. so ergibt sich für di abgeschossenen Flugzeuge, Fesselballons und Luftschiffe ein Gesann Verlust von 175 380 000 Ätak. Der russiscke RückMg. Bern, 30. Juli. „Demps" uveldet a>us Pe-terstmrg, der Mittag der elfter: Armee bedeute eine ssvrche Gefahr für die siebente und achte Armee, deren Rückztcg außer- CKcbeutTid) schwierig sei. Hindeillnrrg habe in Erwaettmg einer gvo-ßen Schlackst auf dem Südterl der Musischen Front elf rreue Divisionen hevangezogen. Rotterdam, 31. Julll (B. T.) Wie der Trmeskorrc spondent aus denr rusfisck>en .Hauptquartier berichtet, ft-nden Kornttows strenge Üldatznahnieri gegen die Zr:chtlosrgkeit in der Armee allgemeirr Beifall. Er läßt die Ausreißer in Massen hrnrichten. Berlin, 30. Juli. Der Kausen- stich- lMtte vor: Mitan aus tm Äöotorboot auf dem Aa-Mnsse zur Front nrid bestrüßft' die Trrchperr vor Mga. Das Wetter war sehr Hertz. J,iplm besetzt die Mandschurei. K o p e r: h a gen, 31. Juli. (L. A.) lieber Haparaichg kommet: a:rs Rußland cnffcheinend ttrverlässige 9öachrichten. loonack) Fapai: nirrnnech die g-cri^e Mandschurei besetzt hach Auch Wladiwostok sei völlig in der Gewalt der Jachrner. Universität Frankfurt.. M. Dos Vople«nnsi»v©r»ei©l»iti» für das am 17. Sept. he^innendo Winier-Scmeater iat ersehicuftn und wird vom Sekretariat (Jordanstraße 17) gejeen Voreinwmdnng von 45 Pfif. (Naclm.tSO Pfg., Au&land80 Pfg.) zugosandt. Amtlicher Teil. Bekarttrtrnaetzrrrlg. abe der Steuererklärungen kür das Steuer Betr..- Die A jahr 191,. Staats st euer-Beranlaguua Icach Artikel 20 des Einkommensteuergesetzes vom 1890 m '5^5, Steuerpflichtige, der ein steueidares ^ahreserntommen voll 2600 Mart oder mehr besitzt über den ^ahre^elT-ag fernes Einkommens und der etwa znm Abzug greigiteten Lasten eine «christliche Erklärung abzugeben , Abgabe dieser Einkommenssteuererklär-ung ist nach ^.uanrUen (Petzes, insofern nicht im einzelnen Fall beiondere Anforderung des Vorptzenden der Veranlagungskom-, "nnwn ergeht, derjenige Steuerpflichtige befreit, Melcher im mv* i r voransgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommen teuer 1. Abteilung - Einkommen von 2600 Mk. und mehr) veran .agt war, auch urZwischen seinen Wohnsitz nicht gewechselt und keine Ei nkommensverbessernng erfahren hat, die seine Bersctzrma in eine höhere .Kla,>e bedingt. ^ ftciiäwl dlrt.15, und 21 Abs. 1 des Einkomnten steuergejetze^ stnp oie Vorstande der nach Art. 2 der Einkommen^ Uuer unterworfenen Geiellschaften ufw. verpflichtet, über deren; l^rnrommen alliahrlich vollständigen Ärsschlrrß zu erteilen Diejenigen ^teneroflichtigen, welche Einkommen aus Aktien nnv. der mit einem Seil ihres Einkonnrtens schon für sich der Ein wmmensteiuer m dessen unterliegenden 0>esellsckasten beziehen xmrtcn die Einkommenbezüge aus diesen Aktien nsw. nicht mir dem vouen Mr/iq, mrt dem sie als Einkommen unter I Ord.-Nr 9 der Dst Mühr en sind, sondern nur teilweise unter Ü ^ »er ErÄarnng m Abzug bringen. Die abzugsfähchen Prozerttjoche kbruren bei dem zuständigen Finanzamt erfragt ^pder ein gesehen werden. * 9 j*? ? e l m b § e n sst e u e r g e s e tz e s vom l: v blit jebet von der Kommission für die Einkmnmen- i^KMim***^'** *T?£ö lb V in . Ehrliches Einkommen f on E M7 und mehr besitzende Betriebsunternehmer iPer- sonen, die Zand-und Forstwirtschaft oder ein ('bewerbe betreiben) der zum ersten Male mrt Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagtwird, eine schriftliche Erklärung über das im land- imd sorstwirtschaftlrchen oder gewerblichen Unternehmen An age- und Betriebskapital und die cs betastenden Schulden abzugeben Beiter ist nach Artikel 25 desselben Gesetzes jeder, dessen sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen^usw.) tm* ■■mmm 0^8 ba baxaatf lafttxiben Schulden einen Wert von 3000 Mk. uWmehr bot bä seiner erstmaligen Veranlagung zur Bermögens-- ftero zur Abgabe einer schriftlÄhen Erklärung über dieses Ber mögen verpflichtet. 6. Gemeindesteuer-Veranlagung. Art. 15 des Gemeindenmlagesgesetzes vom 8. ^rli 1911 stnd diejenigen Personerr, deren Anlage- und Betriebs- kapital mindestens 3000 Mk. betragt, verpflichtet, bei ihrer erft- matigell Berantagntig zur Gemeindegewerbesteuer eine Erklärung über das Anlage- und Betriebskapital abzugeben. Ferner hat NtfoLge Art. 44 jeder Wichtige, dessen Kapital- «« n tntnMta« 3000 M beträgt, bei seiner erstmaligen Veranlagung zur Gemeindekapttalsteuer eine Erklärung über sein Kapitalvermogen^einzurerchen. Hat sich das Kapitalvermögen gegen uJ^ Ve - t§ ^»rer veranlagten Betrag um mehr als 3000 Mk. gWt, «o ist von dem Pflichtigen eine neue Erklärung über sein Kapitalvermögen abzugeben. Diejenigen Steirerpflichtigen, welche Aktien oder GeschäftS- P^SH s rci>er v tmö m Zentner etwa 16 % iges Thomasmehl soll vergeben werden. t^,cr Kaimt fann lose geliefert werden sür jms Thomusmehi können die erforderlich^» Säcke'zur Ber^ ugung gestellt werden. 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