Nr. 1 ?b S'et Sichrer Anzeiger erscheint läßlich, außer Sonntaqs. - Beilagen: Siche'.!er§ürni!ienblLtteL Ureis dlklr für öen Ureis G^ra SezuyLpreis: monatl. 1 Mk.. vier-Lst- jälirlich 3 Mk.: durS» Abhole- u. Zweigstellen monatl. 9'.) Pf.-. dur<- die Post Mt. 3.— viertel, jährl. ausschl. Bestell^ Zernsprech - Anschlüße: sürdieSchrütleitunAllL Verlag,Geschästsstelleä! Anschrift für Dralünach- richten: Anzeiger Hießen. Erstes Blatt lör. Zahrgaag Montag, 30. M 19\J Unnastn.e von aujcigt» f. die LageSnummer brs zumNachmillag vorher. Zettenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswär- t i p e Anzeigen 25 Pf., d. Plaßvorfchrift 30 Ps., st°,r Reklamen 75 Pf., de» Platzvorschrist 90 Pf, vLirvtschnftletter: Aug. Soest. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: e.irtpert,t»r. Aug. ©oetj; Stabt und G.w^dkdan, ®leg«n "°"d^-nngchlesu ®e. rrchtssaal: Fr. R. Zenz , ZWttUngsnrnödruä ».Verlag: VrLhlsche Umv.-vuch- u. Stemöruckerei L. Lange. §christleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchnlstr. 7. sämt?ich^^in Gießen.' ner Anzeiger Postscheckkonti: Zranstart a.N. General-Anzeiger für Oberhessen Eine Erklärung des Neichskanzlers. (WM.) Großes Hauptgaartier, 28. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bis auf kurze Unterbrechungen blieb die Kmupftätig- leit der Artillerien an der flandrischen Schlachtfront unvermindert stark. Heute morgen setzte auf breiter Front wieder heftigstes Trommelfeuer ein. * Auch itn ArtoiS kam es zeitweise zu lebhaften Feuer- kämpfm. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich von Ailles schlugen zwei neue französische Angriffe gegen die am C hem in des Dümes von uns genommenen Stellungen verlustreich fehl. Sonst blieb die Gefechtstütigkeit, abgesehen von vorübergehender Stergermrg des Feuers in der Champagne mw an der Maas, gering. Heeresgruppe Herzog Albrecht von Württemberg. Nichts Wesentliches. verloren die Gegner 13 In zahlreichen Lustkümpftn Flugzeuge. Bahnhöfe und militärische Anlagen vonParis wurden heute nacht mit Bomben beworfen . Treffer im Ziel wurden erkannt. Unsere Flieger sind trotz starker Abwehr unversehrt zurückgekehrt. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermoli. Unsere Divisionen gewannen östlich und südöstlich von T a r n o p o l weiter Gelände. Beiderseits des DnjestrS setzten die geschlagenen russischen Armeen lmter zaAreichen Strafen- und Eistnbatzn- zersüirungen ihren Rückzug sbrt. In der Verfolgung haben unsere Armeekorps die Linie Jagielnica — Ho rw - d en k a —Zab lv tow-überschritten. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Die Truppen des Nordflügels nähern sich der Pruthnieder ung innerhalb Kolomea. Westlich der Straße Seletin—Fundul—Moldovi in den Waldkarpathen entrissen deutsche und österreichisch-un garische Truppen dem dort haltenden Feind einige Hohen stellungen. An der oberen Put na gingen Kräfte des Südftügels vor überlegenem feindlichen Druck auf die Osthange des Be- reczker-Gcbirgrs zurück. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackenserr und Mt der Mazedonischen Frout blieb die Lage unverändert. Der Erste Generatguartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Die Artillerieschlacht in F la n d e r n tobte gestern vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein ununterbrochen. Die artilleristische Kraftcntfaltung stellte das Höchstmaß einer Massenwirkung in diesem Kriege dar. An mehreren Stellen des Schlachtfeldes losten eigene und feindliche Vorstöße örtliche erbitterte Jnfanteriekämpfe aus. * Vom Kanal von LaBasseebis auf das Südufer der Scarpe steigerte sich am Abend die Feuertätigkeit: nachts Mich von Souchez vorbrechende Teilangriffe englischer Bataillone brachen verlustreich zusammen Auch bei O s s n s, nordwestlich von St. Quentin, blieben englische Teilangrifft ergebnislos. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Eine Zunahme der Gefechtstätigkeit wurde längs des Chemin des Dames, in der Ctzanrpagne uud au der Maas fühlbar. Südöstlich von Ailles griffen die Franzosen morgens einmal, am Wend dreimal mit starken Kräften an. Ein kölnisches Regiment mit oft bewiesener Starrdlwftigkeil wies sämtliche Angriffe des Feindes in hartem Nahkanlpfe ab. * Die tzliegertütigkett war außerordMtlich rege, besonders an der flandrischen Front. Es wurden 35 feindliche Flieger abgeschossen. Oberleutnant Dostler griff an der Spitze seiner Jagdstaffel ein Geschwader von 6 feilldlichen Flugzeugen an und errang selber den 29. Luftsieg. Oberleutnant Ritter von Tut- schek schoß seinen 19. urrd 20. Gegner im Luftkampfe ab. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten vo n Bö hm-Er m o l i. In Ostgalizien find die Russen beiderseits von Hu s i a - tyn hinter die Reichsgrenze zurückgegangen. Unsere Korps haben den Zbrucz erreicht, andere llähern sich der Einmündung des nördlichen Sereth in den D n j e st r. Zwischen Dnjestr rmd Pruth stellten sich russische Nachhuten südlich von Horodenka zmn Kampfe. Kraftvoller An griff durchbrach ihre Stellungen. Die Verfolgung geht auf beiden Dnjestr-Ufern weiter. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Im Czerernosz-Tale wurde Kuty genommen. Ober- und unterhalb der Stadt ist der Uferwechsel in Ausführung. Im Gebirge dringen unsere Divisionen dem känrpfen- den Feinde über die Straße Schipoth—Moldawa—Sutitza uach. Südlich des Oitvztales wurden starke russische Angriffe gegen den Mgr. Casinului zurückgeschlagen. An der oberen Putna führten wir die vorgestern bc gonnenen Bewegungen durch. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Am Nordhmrge des Bergblockes Odobesti scheiterten feindliche Vorstöße. In der rumänischen Ebene nur schwaches Feuer. Mazedonische Front. Die Lege ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. chen seiner Rede starren. Siehe da, d o rt. jenseits derWest- ront, sind ja die Berge des Annexionismus, ganz ent- chleiert von dem blumigen Gewände, das zur „Befreiung )er Menschheit", zur Beseitigung der Gefahr des deutschen Militarismus, angelegt worden war. Dr. Michaelis ist es gelungen, den Schleier der Geheimsitzungen der französischen Kanrmer vom 1. und 2. Juni dieses Jahres hinwegzuziehen und ;— die krassesten Eroberungspläne der französischen Re- )ublik bloßzustelten. Ja, der französischen Republik; re- inblrkanische Ideale und Träume hat er uns gezeigt! Er unterstreicht die Tatsache, daß die Herren Briand und Ri- bot nicht nur mit der Regierung des Zaren vertraglich sich auf die Eroberung Elsaß-Lothringens, des Saarbeckens und überhaupt des linken Rheinufers versteift hatten, sondern, daß sie, noch im Juni, darauf bestanden haben, das Rußland der Revolution müsse hallen, was das Rußlands des Zaren versprochen habe. Die Revision der französischen Eroberungsziele, 'zu denen auch die Gewinnung Syriens gehört, wurde von Ribot in der geheimen Kammersitzung abgelehnt! Vorhaltungen der französischen Sozialisten bewirkten nur, daß er in beziug auf die Länder des linken theinufers von der Gründung eines notwendigen P u sfer- taates sprach. Einige Herren der Opposition sagten zwar dazu: „Das ist schändlich" — allein der „Vorwärts", der in seiner Sonntagnummer übrigens einen ganz guten Kommentar zu dieser neuen Kanzlerrede schreibt, meint mir vollem Rechte, „u n o e g r e i \ 1 i rt>, gern» e z u un- aßbar ersch ein e es, daß die französischen Sozialisten nach diesen Vorgänger: n i ch t i r die allerschürf ft e Opposition g c t r e t e n s e i e n/' Was wird die Folge sein? Der Reichskanzler hat seine Feststellung in eine Frageform gekleidet, die sich an die französische Regierung richtet. Wird sie sich weiterhin verstecken? Kann sie leugnen? Und weiterhin: wird man jetzt aufhören, bei uns in Deutschland nach den Gräschen und Hälmchen der Eroberungslust zu suchen und zu forschen, da „drüben" so üppige Gärten und Felder davon voll sind? Dr. Michaelis hat in Ergänzung seiner früheren Ausführungen gesagt, er habe seine Erklärungen gemacht nur in der Voraussetzung, daß auch die Gegner auf Annexionen verzichten. Da wird es neue Buchstabenspalter geben, aber wir können sie, aus welcher Seite sie sich auch stellen, stehen lassen. Die Haupt- achc ist: Das neue Wort des Kanzlers klingt frei, mutig und entschlossen. Es eröffnet uns wieder eine neue Atmosphäre des Vertrauens auf Gerechtigkeit und Sieg der deutschen Sache! In Die Abendberlchle. Bertt«, 28. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Flandern Fortdauer der Artilleriesthlacht In Ostgalizien nähern sich unsere Korps dem Grenzfluß Zburncz. Berlin. 29. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Seit Mittag in Flandern wieder stärkster Feuerkampf. In Ostgalizien Fortschritte am Zbrucz. Dnjestr. Pruth und Zzerrmvcz. >Der :reue Reichskanzler hat ehre Dat vollbracht, dre ihm viel AnfErksamkeit irnd innerhalb des deutschen Volkes verstärktes Vertrauen zuwenden wird. Er hat eine regelrechte Offensive gegen unsere Feinde mxtoumtmen nicht mit nutzlosen allgemeinen Borhartungen der Moral sondern mit strategischer Blick und besonderen Zwecken Bisher waren wir Deutsche immer die Angegrrfftnen. Man schmähte unsere „niedrige Gesinnung" und warf tagtäglich die Bomben der Beschimpfung and Berdachttgung uns über die Schützengraben herüber. Es war derselbe „llebermate- rialkrieg", den jetzt die Gnglämder in Flandern wi^er gegen uns Mren. Da zeigt sich Dr ^Muha^rs pldtzftch als-em tnnerpolrtischer Hindenbarrg. Er durchbricht dre Front der Schimpfer, mrd seine Osfensrve ist wirklich durchstoßend urrd durchschlagend. Es ist so Zeitgemäßes uni diesen Schlag, deii er geführt hat. Schwule, !in die ums die -Kriegszreleropter-mE gesetzt häben, ister es offenbar inüde gewmÄen, berm um bxt Buchstaben seiner Sätze immer wieder das Dascherchuch an die Stirn zu führen. Gott ist mit uns, sagt^ derMrser infernem Telegramm an Hindsnburg, und Dr. Michaelis handelt darmchrndeni er die Schwüle durch emrge Ms smner Hand zuckende Blitze beseitigt. Er wettete den Blick und lreß uns nicht mchr in dumpfer Atmosphäre auf das J-Tüpsel- Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 28. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. An der Putna vernnochte der Feind seine Front evvas vorzuschieben. Bei Soveja wurden seine Vorstöße abgelviesen. Bei Kirli-Baba warfen österreichisch-ungarische Truppen die Russen aus mehreren Höhenstellungen. Der Berg Tomnatic wurde durch deutsche Regimenter ersttirmt. Die südlich des Dnjestts in östlicher Richtung vordringen- den verbündeten Streitkräfte nähern sich, dem weichenden Feinde an der Ferse bleibend, der W e st g r e n z e d c r B u - kowina. Nördlich desDnjestrs ziehen sich die Russen gegen den Zburucz zurück. Jagreiniea wurde von den verbündeten Kolonnen überschritten. Auch östlich von Trembowla bei Tarnopol ist Raumgewinn zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Jsonzo lebhafter Geschützkampf. Weiter nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. Wien, 29. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlmrtbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. An der o b e r e n P u t n a wurden die durch den Drrrck des Gegners notwendig gewordenen Bewegungen vollführt. Nördlich des Ca sinn-Tales schlugen unsere Gebirgstrup- pen mehrere Angriffe ab. In der südlichen Bukowina und im Tomnatic-Gebiet entrissen wir dem Feinde Höhe um Höhe. Die verbündeten Divisionen dringen über das obere Moldawa-Tal und gegen Schipoth, an der Sm zawa vor Kut ist in unsernn Besitz. Nordöstlich davon wurde in der Nacht der Ort R u s s i sch - C a n i l l a ersttirmt. Der Czeremosz wurde überschritten. Auch südlich von Ho- rodenka war russischer Widerstand vergeblich: die feindlichen Linien wurden durchbrochen. Jenseits des D n j e str erstreckte sich die Verfolgung über die Ätzen nördlich von Zalecsczyki und bis an den Pruth- abschnitt bei Husiatyn, wo der Gegner über die Reichsgrenze zurückgewichen ist. Italienischer Kriegsschauplatz. Italienische Flieger suchten Jdria zum dritten Male mit Bomben heim. Ein Einwohner wurde getötet, einer schwer verwundet. Balkankriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. * * • Der Rttchstanzler über Uriegs- und Znedensfragen. Berlin, 28, Juli, lWTB.) Der R e i s ka n z l e rhat heute LvenD eine Frohe Anzahl von Vertretern der Presse bei sich empfangen und bei dieser Gelegenheit folgende Ausfüürunaen gemacht: ,,od) habe Sie nicht nur deshalb hierher gebeten, weil ich von vornherein Leim Antritt meines neuen Amtes deutlich beenden wolle, wie hoch ich die tvelttpolitische Bedeutung der Presse 'bewerte, und wie viel mir daran liegt ihr enges, Vertrauens-^ volles Zusammenwirken mit der Reichsregierung zu Nchern meine Einladung hat auch noch einen unmittelbar greif tmccn Anlaß. Die Rede des englischen Ministerpräsidenten Lloyd George teoni jrl. i in der O-ueensball und die letzten Verhandlungen im kiigliichen Unterhaus haben aufs neue mit unwiderleglicher 'Seitt* ^ch'eit bewiesen, daß Großbritannien keinen Frieden der Ver standigung und des Ausgleichs, sondern nur eine,: solchen Ab- 'chluß des Krieges wiU, der die völlige Unterwerfung Deutschlands imter die gewalt>ame Willkür des Feindes bedeuten würde. , Eine weitere Bestätigung für diese Tatsache ist der Umstand, en^ische Minister Carson kürzlich in Dublin erklärt hat, Verhandlungen mit Deutschland, welcher Art sie auch seien, könnten erst beginnen, wenn die deutschen Truppen über den Rhein mrückgezogen worden seien. Bonar Law hat auf die Anfrage Kings zwar diese Erklärung insofern abgemildert, als er den Staud- UmM ver englischen Regierung dahin festlegte, Deutschland müsse Nw, wenn es den Frieden verlange. vor allem bereit erklären, das besetzte Gebiet zu räumen. Wir haben unterdessen greifbare Unter- Jjdaß die Regierungen unserer Feinde durchaus der Von Carson so unvorsichtig abgegebenen noch weitergehenden Er rlärung beipflichten. Es ist Ihnen allen bekannt, daß die schon seit Wochen in der neutralen Presse verbreiteten, zuerst in der ,.Berner Tagwacht vom 19. Juni aufgetauchten, ganz bestimmten Angaben über weitgehende, von England und Rußland gebilligte Erobern ngsplän^ der französischen Republik bis ieute unwidersprochen geblieben sind. Es trifft sich gut und es wird für die Aufklärung der gesamten Welt über die wahre Ursache der Fortsetzung des blutigen Völkermordens von der größten Bedeutung sein, daß inzwischen auch schriftliche Beweise für diese .roberungslüsterne Gesinnung der Feinde in unsere Hände gelangt sind. Ich meine damft von Augen- und Ohrenzeugen ausgezeichnete Berichte über die geheimen Verhandlungen der französischen Kammer vom 1. und 2. Juni d. Js. . An die Regierung Frankreichs richte ich hier- 2J 1 * ö 1 ö ffentliche Anfrage, ob sie bestreiteir will, daß die Herren Briand und Ribot in jener geheimen Kammer ver Hand l mi g, Mi der bk aus Petersburg hetmgekehrtrn Abgeordneten Moutct und Cachtn teilgenominen haben, die Tatsachen zugeben mutzten, daß Frankreich noch ganz kurz vor dem Ausbruch der russischen Revolution mit der Regierung des Zaren, die Herr Lloyd George in ferirer letzten Rode als eine „geistesenge niid verkommene Autokratie" bezeichnet^, weitgehnide Eroberungspläne vereinbart hatte? Ich» rrage, ob es wahr ist, daß 'dein französischen Botschafter Paleologue Mrs Grund einer Anfrage, die er nach Paris gerichtet hat, am ^/.Jlmruar ds. Js. von dort die Ermächtigung erteilt worden ist. emen Vertrag zu mrterzeichnen, der von Herrn Doumergue durch Verhandlungen mit dem Zareii vorbereitet worden war? Ist es rjchtzg oder nicht, daß der Präsident der Republik auf Berthelots Vorschlag diese Ermächtigung ohne Borwissen Bricrnd-s erteilte nnd daß Briand sie nachträglich gutgeheitzen hat? Dieser Vertrag sichert rfvanrveich seine im Anschlirtz an frühere Eroberiingskriege gezogenen Grenzen von J.ibre 1790 zu, also Elsaß-Lothringen, dazu das' -raarb ckeu und wechechude Geüietsderänd-erilngen cmt linken Rhein- mer ganz nach Gutdünken Frankreichs. Hat nicht Terestichenko, i 11 Rußland ans Ruder gelangt war, gegen die sran- zöfrschen Eroberungsziele, ^ie sich überdies in der Türkei auf die Gewrnnuzrg Syriens erstreckten. Einspruch erhoben? Hat er nicht in einer vorübergehenden Regung seines vaterländischeii Gewissens or- nart, das neue Rußland würde, wenn es von diesem französischen .Kriegsztel erführe, nickst m^hr gewillt sein. sich ani Kampf weiter zu beteiligen? War die Reise ThoMas' nach Rußland nicht in erster ern erfolgreicher Versuch, Terestschenko diese Gewsssensbedeiiken zu nechnen? Das alles nnrd die Regierung der französischen Repu vlrk nicht ableugnerr könneii. Sie wird weiter, wenn auch nur still schweigend. ?ngeben urüssen, daß Briand in der Kammersitzung l?m ter verschlossenen Türen heftigen Angriffen ausgesetzt ivar. daß Ribo-r den O^ebeirnvertrag mit Rußland nach anfänglicher Weige- nmg auf das Verlangen Nenandäks vorlegen mußte tmd daß Briand sich m der nachfolgenden erregten Debatte selber die Maske vom' Gesicht gerissen hat. indem er erklärte, das Rußland der Revolution müsse Hilten, svas das Rußland hes Zaven versprochen, habe. Was di unteren Volksklassen Rußlands dazu sagten, .könne Frankreich .oft lur Frankreichs ungerecht fe rtigte Machtgetüste bluten zu lassen. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen, aber nicht so, wie Herr Ribot es »ich gedacht hat Denn selbst ihm wird man nicht so viel J>mngel an Meitschlichkeit zutrauen dürfen, daß er etwa voii vorn- hrnern die Erfolglosigkeit der inzwischen von Rußland er preßten Offensive vorausgesehen und sie ttotzdem nur des- mlb gefordert hat, Jwaffi er sich daomi auf jeden Fall eine weitere Galgenfrist bis zu idem ersehnten Eingreifen Nordamerikas in den Krreg versprach. Die feindliche Presse hat sich bemüht, .meine Antritts- rede iM Reichstag dahin auszudeuten, daß ich der von der Väeprbeit des Hauses gefaßten Entschließung upr unter dem schlecht- mrichleierten Vorbehalt deutscher EroberungÄvünsche zugestimmt hatte. Drefe Irreführung, über deren Zweck wohl keinerlei Zweifel bestehen kann, muß ich zurückweisen. Wie sich andererseits aber von selbst versteht, setzt die von Mir abgegebene Er- klarung voraus, daß atuch der Feind aus Eroberungspläne verzichtet. Die Datsachni, bk ich Ihnen tzute vor Augen geführt habe, lassen erkennen, daß unsere Gegner an einen solcheii Verzicht nicht rm entserntestOi denken Die französische Regierung hat fürlvahr allen Grund gehabt die Kammerverbandlungen vom 1. und 2. Jimi hinter verschlossenen -t uven abhalten zu lassen. Denn die heute ans Licht gezogenen Vorgänge sind ein neuer Beweis dafür, daß nicht wir und unsere Verbündeten, sonder,i nur die feindlichen Mächte an der Fortsetzung des -ime^s die Schu'ld tragen uird daß -nicht rms, sondern unsere Feinde brr Drang iwch Eroberungen leitet. Dieses Bewußtsein von der Gerechtigkeit unteres VerteidigungskriegLs wird auch ferner unsere Kvqt uab EutschivsZercheri ftcWon. Der Vormarsch in Gaikzien. Berlin, 20. IM. (WDB. MchtamtlM) Am 28. Juli rückten die Verbündeten deutschen und österreichisch-ungari- schen Armeen in Galizien im Eiltempo der Vortage ostwärts vor. Die geschlagenen russischen Verbände wurden beider oer Bahnlinie Kvpyczyne-Husiatyn gegen den Grenz- sluß Zbrucz gejagt Mid über den Fluß nach Rußland zurück- geivorfen. Südlich des Dnjestr inachten die Russeii abermals den Versuch, den ungestümen Vormarsch der Unsrigen |u hemmen. Sie stellten sich südlich Hovodenka erneut zum Kampf und fochten, ganz im Gegensatz zu den tendenziösen Meldungeii dm russischen Regierung, tntt großer Erbitterung. Der Widerstand wurde indes seit in kühnetn AnsLunn ^ Truppen gebrocheti und die geschlagenen mffsi- schen Verbände nach Süden und Südosten abgedrängt. Auch südlich des iPputh machten wir am 28. Juli bedeittearde Fortschritte. Südöstlich von Zablotow drangen wir in der Niedermig des Pruthtales weiter östlich, vor, während wir in den: Karpathen-Vorgelände das Czerernosz-Tal überschritten und mit Unseren Vortruppen bis zun: Oberlauf des Sweth vorstteßen. Auch in den Karpathen der Bukowina drangen wir mächtig nach Osten vor. Um die Luczlma-Höhe wrrd noch gekämpft. An der Westfront wütete der Feuerkanlpf in Flaw- dern auch am 28. Juli in der gleiäfen, unerhörten Heftigkeit. In der Gegend von Boesinghe führten feindliche Jn- fanterieunternehmungen zu erbitterten Kämpfen, die die ganze Nacht andanertevi. Bei Wieltje lvurden feindliche Teilangriffe blutig ab gewiesen. Ebenso zerschellten Angriffs- versncye des Feindes nördliche und südlich des Bellevaarde- Teiches. Nördlich Waasten gewannen wir bei einem eigenen erfolgreichen Unternehmen Geläiide. Ans dem Llrtois lvar das Arttlleriefeuer schwer. In zahlreichen Patronillenunternehfftungen errangen »vir wichtige Vorteile nnd brachten eine Anzahl Gesangerie ein. An der Aisnefront vennehrten die Franzosen ihre blutigen Verluste der erfolglosen Angriffen südöstlich von Ailles um 6 Uhr vormittags und zwischen 9 und 11 Uhr abends, wo sre dreimal mit starken Kräften erbittert angriffen. Feindliche Bombenangriffe auf die Jndusttieanlagen von Diedenhofen und den Bahnhof von 'Mülhausen ver- ursachten keinen mllitärischen, sondern nur geringen Sachschaden, während unsere Zerstörungsgeschwader die feindlichen Industrieanlagen von Neüve-Maison und Pomvv erfolgreich angriffen. Wien, 29 Juli. Aus dem Kriegspressequartter wird gemeldet: Dre Verbündeten bauen ihre Operationen in Ost- galrzien planmäßig ans. Besonders zäh krampst sich der Gegner an ferne Stellungen in den Talent des Kar--» Ohne dem Druck der angreifenden verundebben Truppen dauernd Widerstand leisten ul) Wimen wurde die russische Front zum Abschwenkeu ae- ^ u ^ g e n. ^hr Drehpunkt ist ttn Raume von K i r l i b a b a zu juchen, wahrend die russischen Liniert vor unserer Offen- & längs des .Haupttammes der Wald- klu:pathen über den Tartarenpaß gingen, ziehen sie jetzt über den Pruth. 'Nördlich des Dnjestr wurde bereits Azasie- chi am Zbrucz besetzt. Bon diesern Orte lief gestern unsere Frwnt m südwestlicher Richtung gegen Zalescecyki. das in der Nacht auf heute wieder unsere Truppen betteten hatten. Dre rat Serethknie zurückflrttenden russischen Ver- ^w^hatten nur noch geringen Widerstand zu leisten Der Kaiser an Hindenburg. Berlin, 28. Juli. (WTB. AmtlichZ Kaiser Wilhelm sandte dem Generalseldmarsch-all v. Hindenburg folgendes DÄEamm: y E^chlachtseldern Galgens, aus denen unsere Truppen m rajtlorem Vorstürmen Lorbeerm erwerben und Erfolg an Erfola reisten, gedenke dMikbären Herzens iNeiner Wesbrrmcen, die m opsermutigern, zähen Ausharren den Feind aLwehren und von ^^s^^eni Geist der gestrige Tagesbericht wietvr Zeugnis ablegt. ZNs^iondere gedenke Ich der tapferen Trupvm m Flandern, die schon Wvchnt im schwersten Artillerie jener stehen und unverzagt den kommenden Stürmen entgegensehen. Mein Vertrauen Pt bet ihnen wie das des ganzen 3Ätterlcmdes, dessen Grenzen )te gegen erne Welt von Feinden verteidigen. Gott mit E. Wilhelm. Kaiser Karl an seinen Generalftabsches. Wien 29. Full. lWTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressv- gemeldet: Der Kaiser richtete an den Eltes des Costerreichisch-ungarffchen Generalstabs, Frhr. Arz von Strau- tzenburg nachstehendes Handschreilleti: ^ .Lieber General der Infanterie Freiherr von Arz' ötc "ach erfolgreicher Führung von Heereskörpern auf stehen, hat sich mein in Sie gesetztes Vertrauen vettreft, haben Sie das der gesamten bewaffneten Macht sich ettvorben und in glücklicher Harmonie nrit den verbündeten Heeresleitungen die längsten schönen Erfolge meiner Ihrer Verdienste ge- ^nkend, .verleihe ich Ihnen das Müttarverdienftkreuz der ersttn blasse intt der KrtegÄiellnatwn und Schwertern Karl N^^bigem 5^erzen vernimmt die gesamte betoaffnete Macht Oesterrerch-Ungarns die Künde von bex erneuten allerhöchsten Aus- zeichuung ihres hochverehtten, allbellebten Generalstabschefs weisen doch die Eveigmpe m Galizien besser als die schönsten Wörv auf dre Verdienste des Gencralltabsck)ess Baron Drz hin. bvchießt dis östliche Sereth-Ufer und die Gegend deÄ DvrßH Kapylowickr heftig. — Am Abeno des 24. Juli begannen unsere gruppen deii Rückzug vom Sereth ostwärts. ?Nehrevq Truppenteile fahren sott, ihre Stellungen Mrs eigenem Antriebe» cm Stich zu lassen imb die ihnen anvertrauten militärisches Pflichten zu vernachlässige n, aber ite&ett ihnen finden; 'vch äuch Truppen, die chre Pflichten gegen das Vaterland hin-, gebend, erfüllen uiid nrit der denkbar geringsten Käinoferzahl dem Feinde hartnäckigen Widerstand leisteit. In letzter Zeit zeichnete lick) besonders das 416 Infanterie-Regiment aus, toelches lvÄ)rend der s chre ckl ichen : ä mpse -beinahe all« höheren O ssi-, ziere einschließlich seined Kommandeurs verlor^ Zwischen Sereth sgld Dnjestr fahren nnseoe Truppen unter dem Drucke des Feindes fort, in südöstlicher Richtung zurückzuweichen. Sie kämpsteii vom 25. Juli gegen .Abend aus der Linie Wson>- Barycz. Zwischen dem Dnjestr und den Karpathen gingen unsere Truppen unter dem Schutze der Nachhuten weiter nach Osten Klurück. Sie rÄrmterr Mexulow und Tlnmacz. Nnmäni sche Front: Ajm 26. Juli sichren dir rumanrscki«r Und unsere Druppen sart, den Kind, der an der Suscka westüch z-urückweicht, zurückziudrängen. Sie besetzten eine Linie über di-6 Dörfer^ Soweja, Goeril ünd Whdra. Wahrend der Kämpfe am 24. smd 25. Juli machten die MumÄien mehr als puffend Gefangene und erbeuteten 3Z Kanonen. 17 MaschinervgÄvehre und 10 Mffrew- Werfer nebst vielem anderen Kriegsgerät. Unsere Truppen nahmen etwa tausend Gefangen« und 24 Kanonen. Kaukasusfront: Die Lage ist icnverändert. , Russischer Heeresbericht vom 27. Juli. Westfront: Nörd- llch vom Pripiet war das Gewehrsener zwffchen Snwrgvn und Krewo heftiger. Nördlich von Tarnvpol vesetztt der Feind Plotycz« und Tlchfftilaw am Sereth Feindliche Angriffe öMich Tariropol < Fr-£ ex Lasorka—Smykowetz wurden abgeschlagen. Südöstlich von Trembvwla zogen sich unsere Truppen ein wemg au? neue Stellungen zurück. Angriffe des Feindes in Gegend Toudv- row, nördlich von Tschettkow, wurden durch unsere Truppen abgeschlagen. Am 25. Juli hatte unsere Kavallerie eine Rühe von! ernsten Gefechten in der Gegend von Korosmiatyn, Kamaruwka undi südwestlich von Konastajisko. -Ne schlug die Infanterie des Feindes nach Nordweften zurück. Der tapfere Mgimentskommandeur Osetje Ketagurnow wurde im Kampf getötet. Zwffck>en Dnjestr und Karpathen zogen sich unsere Truppen Wecker muh Osten zurück. Rumänische Front: Die rumänischen Truppen rückten bis zur Quelle des Flusses SuschitzK vor, wo sie sich verschanzen. Vorgeschobene Meckungen rückten aus den Hohen westlich Sovef tveiter vor und machten Gefangene. Im Laufe des 26. Juli machten die tstumänen viele Gefangene und erbeuteten sechs Geschütze, drei dNaschinengewehre, drck dNinenwerfer und eine große Menge Munition und KoiegSgerät. Kaukasusfront: llnveräkckett Die iMere Lage Ruhlanös. Rotterdam. 28. Juli. (WTB. Mchtamtlich) Dem Nieuwe Rotteroamschen Courant' ztrfolge meldet der Daily Telegraph" aus Petersburg: Die öffentliche Meinung ist hier plötzlich vollständig umge- ch l a g e n. Es ist nwttvendig, sorgsame Maßregeln zu treffen, damit die Politik nicht in reaktionäres Fahrwasser gerät. Kennzeich-nend ist der Antrag einer hierher gebrachten Kavalleriedivision, die die unerbittliche Uatterdrückung der Anarchie und der Gegenrevolution verlangt und erklärt, daß die Anwesenheit der Maxünalisten im Arbeiter-- und Soldatenrat dessen Autorttät schädige. Eine Vertreterversammlung der Petersburger Garnison nahm den An- ttag fast einsttnraiig cm. Der Sttmmungswechsel hat auch die Provinzen ergriffen. Ans Rostow werden wütende Angriffe auf die Maxinralisten gemeldet. Schließung der Grenzen. Petersburg, 28. Juli. MTB.!) Meldung der Peters-» burger Telegraphen-Agcntur. Der Beschluß der vorläufigen Regierung über die Schließung der Staatsgrenzerr gegent den Eintritt in Rußland ist teils die Fcstge der dringenden) Notwelüngkeit, den Schutz der rtrssischen Grenz« verstärken, teils die Folge des bettächtlichen Zusttömens von verschi.edenen verdäch- ttgen und unerwünschten Personen in das Land. Was die Schließung der Greirzen gegen den Austritt aus Rußland betrifft, so ist diese Maßregel die Folge des Wunsches der Regierung, die verbrecherischen Elemente, die sich der Justiz entziehen, auszusuchm! und die zahlreich in Rußlarid sich aufhaltenden Spione zu entdecken. Da die Regierung sich der U.iMiträglichkecken, die diese Maßrrahmen für die Bevölkerung mit sich bringen, kar ist, hat sie sie nur für die beschränkte Zeck bis zum 15. Shrgust festgesetzt. Amsterdam, 28. Juli. (WTB.) „Allgemeen Handelsblad" meldet aus Stockholm, daß die Verhaftung Lenins von offiziöser riffftscher Seite bestätigt wird. Der rusfische Rückzug. derllrn.28. Juli. (Privattel.) Dem Berliner „Lokal- anzeEtt wrrd aus Men berichtet: Aus Lembera wttd gemeldet: Persvnien, die aus Stanislaw hier cmqestommen llssb, erzählen: In Stanislau haben die Russen die Hauser und aKusläden geplündert nnd die Vorräte und Gebäude ut Brand gesteckt. In der letzten Zeit sind 300 Bürger inns L^ien gekommen. Von den jüdischen 5Msemr blieb keines verschont. Bor ihrem Rückzug organisierten die russischen Soldaten erne ausgedehnte Rcrubaktton. Amsterdam, 28. Juli. (WTB.) Die „Times" meldet aus Kiew, bei Darnopel hätten zwei deutsche Kom- pagnien eine ganze russische Division^ in die Flucht geschlagen. Russischer Bericht vom 26. Juli. In der Richtung Wckna war das feindliche Ge- chutzfeuer in der Gegend von Smorsvn und des Fleckens KrenAo hefttger. O e st l i ch T a r n o p o l gingetr unsere Truppen unter Dmcll des Feindes auf die Müsse GeSditschno und Geno zuruck. Gestern und heute griffen unsere Truppen bei Morestt und Trmbowlia überlegene deuffche .Kräfte an. Versuche, die Lage wieder wieder herzusbellen, Hattert keinen Erfolg. Nachdem der Feind M gleicher Zeit unsere Stellungen am Sereth bei Treubvwlia und m der Gegend von Zalawie und Padganischsik eingedrückt hatte begartri er in nordöstlicher ^Nichtung zu operieren. Daher gingen unse^ Truppen, welche die Stellungen in deri Gegend von Drenbow- ia besetzt hielten, ostwärts zlurück. llnftre Gegenangriffs» ichrten infolge der geringen Truppenstärke und des m o r a l i s ch e n Zustande der Truppen zu keinem greifbaren Er- gebnis. Einen Vorstoß südwärts längs des »vestlichen Sereth^ Ufers entwickelnd, besetzte der Fernd NUanow, Budwa- vow D»bink«tsch. sD?ie schwere ÄrMoste tzs? FerndeH Eine neue Brahlerei Chnrchill». London , 29. Juli. (WTB.) ReutermeLdung. Bei einer Rede m Dundee sagte' der NttinillonSmirrister Churchilk: ,.Nächstes Jahr werden wir Granateii,. Geschütze. Tanks und Flugzeuge in noch nicht dagewesenen Mengen.haben. Mir werden kämpfen und werden detr Preis, den unsere Soldaten beitrahe gewonnen lraben, nicht beiseite werfen in einem Ahugenblick, da tro ihn ec^eifeat können. Wir kämpfen nicht um der Beute triften oder auch Rache, ater wirwolkendie Preußert entscheidend schlagen. Mir werden durchhalten, bis wir einen unverkermbcrren Sier errungen haben, der zwc Folge haben wird, daß das deutsche Voll allls Vertrauen pn sein Regierungssyst-em und seine Regierende« verliert. Mr werden unsere Verachtungen gegenüber unseren! Verbündeten halten. Wir lvvllen einen bestimmt«i unverkennbaren Stieg fitr die Prinzipien der Sache, für die .wir kämpfen. .Wir Mollen nicht mdhr, aber wir wollen auch nicht weniger." Gestörte Friedensversammlungen in England. London, 29. Juli. (WTB.) ?NsLdung des ReuterschE Bureau. Auf der jüngst abgehalten-en friedensfreund-- lichen Konferenz in Leeds wurde beschlossen, Räte von Vertretern der Arbeiter und Soldaten nach russischem: Muster einzurichten. Einer dieser Räte versuchte Samstag nachmittag in der Bruderschaftskircke in South- gute, einer Vorstadt Londons, eine Versammlung abMihäl- ten. Die Vorbereitungen waren ganz tm geheimen gettvffen worden, aber drei verschiedene Gruppen/ die vaterländische Kundgebungen veranstalteten, drangen nach einen: .Handgemenge mit der Poli.zei unter Führung von Soldaten mit Fahnen in das Gebäude ein. Sie hielten eine vaterländische Versammlung ab und zwangen die Abgeordneten des Rates, die Nationalhymne stehend an- zuhören. Als die Abgeordneten endlich die Bersammlung verließen, bewarf die Menge sie mit Schmutz. Ein Mann flüchtete mit blutendem Gesicht in einen Möbelwagen, aber Soldaten zerrten ihn hervor und mißhandelten ihn ernstlich, bis die Polizei ihn retten konnte Vitr Abgeordnete des russischen Arbeiter- und Soldatenrates sollten an der Versammlung in Southgate teilnehmen, begaben sich aber statt dessen nach Paris. Die Kirche ist rät Innern bei den Unruhen schwer beschädigt worden. (Steine Hagelten durch, die Fenster auf die Teilnehiner. Ein Wasserrohr wurde abgerissen und überschüttete die Versammlung mit Wasser. Eine ähnliche Versammlung in Gl asgow war gleich- alls durch Unruhe n gekennzeichnet. Die bei der Versammlung anwesenden Soldaten und Matrosen bezeichneten alle» die derr Frieden wünschten, als Verräter. In New Castle wurde ein Beschluß angenonimen, der ffie russ ische Revolution begrüßt, aber der Verfasser des Beschlusses sagte, er sei nicht für den Frieden um ieden £ßrei§. Er habe zwei SKne an der Fvosnt und man tttäjj«, txc aÜen Mrtte-ln itntofH^en. Eine Weitere EntschUeßmrg, biclMc Versammlung ber Arbeiter- und ^atcnab^orbmttn verpflichtete, für den Frieden *u Jüideri, verursachte eme ©jene 1-eftigster Umocbuunq. Die Tribüne wurde vorn einer Wvrb.7vu.ng Kvboniultruppen, die in der rode eine Vaterländisü-e Berftmrmllmg adqeholte-n Putten, gepurmt^ Src drangen uinter gühnerrschwenken in da-> Gebäude und warfen den Tisch um. Ans der Tribüne folgte ein regelrechter Kampf. Die Polizei war unfähig, die Unruhe zu unterdrücken. Die Versammlung rvurde ausein- ^^^btrreben. Die Gingedrungenen sangen die Ncttiowal- * . * Der Fliegerangriff auf Paris. sJLm 1 * *t in Paris Sahn Hofe uni wrtttansche Anlagen mu Bomben bewarfen und daß einiae Treffs D-'äf,elt worden seien. Diese Peüauivtimg ist lunrichtch. Der Wrariffs- veriuch feindttcher Flieger auf Paris verursachte keinen Verlust an Itenichenleben und richtete keinerllei Sachschaden arr Parrs. 29. Juli. (MTB.) RLeldmra der Aoenee 9da>ä>ts üm 1 ^/2 Ikhr tmrrde in Paris ein neuer Fliegeralarm gegeben. Die Sirenen und die Horner der Feu-rl^br ertönten und Srcher.hettsmttßnahmen winden schart ergrdir ^ Die Kriegserklärung Siams. . ^ r i lU ' ^ Juli. (WM.) Der siamesische Gesandte heirte mr Ärslvckrtigen Amte mit. daß sich Siam als ^rregszuftand mtt Deutschland erachtet. wWix eröffnet, daß er seine Passe er- ^ erne srchere Nachricht darüber vorlieqt. kmjerliche SSertceüJt^ in Bangkok freie« Geleit n ^^ncbcn..29. Juli. MTB. NichtmEich.) Die Kvrresyan- o^woonmann meldet: ReichskanMr Dr. AUchaelis ist heute abend Ec nisuläve M Hicouptbahnhof empffangen) Geiandtm von Tveutler mit dem Attache der Gelandtzchast, Baron Goldschmidt, nnd vom Legationsrat Frhr. ?§??l vvml Mimsterium des Aeußern. Der Reichskanzbr be- • 'l? "^)kchof nach dem Regma-Palasthotel, wo er Quartier nnnmt. ^wends folgte der ReichskanzLer einer Einladmig des preu- Khchen Gesandten mm ')tbendessen. Aus Stadt und Land. Dieße,!. 30. Juli 1917. Auszeichnung. Dem Grenadier Otto Schumann esstsp — * - - tvurde die Hessische Tapserkeilsmedaitle verliehen ^ ® e X eim . e i Ö»frat Dr. Alex Naumann, llttv verfrtcrtsprosessor r R.. »veiland Direktor des chemischen Universt- ta^-Labooatorunns. wird am 31. JUli 80 Jahre alt. Bei diesem bringen wir. weil er kern Freund der sonst üblich-en Zurirck- dttcrungen war. seinen kurzgedrangten Lebensgang Er ist als Psarrersiohn geboren zu Eudorf. Kreis Alsstld. am 31 Juli 1837, beinchie die Volksschule und wurde von seinenr weiterhin nach Buptmch verletzten Vater unterrrckOeL, bestand nach 2^/»jährigem Besuch des Gymnafiumsl zu Darmitadt die Reifeprüfung, stuoierte von Astern 1855 ab m Gießen Cl^emre als Hauptfach nnd Vbathe- m attk als Gymnasiallehrmnlsfach: erhielt den Doktorgrad am 17. Dezember 1858, war Assistent der höheren Gewerbeschule, *f 1 ' technischen Hochschule zu Darmstadt, und dann am chempchen Laboratvrrum der UurversitÄ Tübingen. Im Frühiahr wurde Dr. Naumann Privatdozent an der Universität Gießen, an der er 99 ^oeinestier lang tättg wrr. — Zwischiendurch war er nach veftretungsweiser Tätigkeit von 1865 bis zu seiner Ernennuna znm aU ieror>m lvlien Präses vc 1869 am Gießensc Gymnasium alleinr- ger Lehrer der Voatheinattk und .^aturivissenschast. Diese Fächer brachte er daselbst Hu höherer Geltung. Aucherteilte er eine Zeitlang, oen ersten Dnrnunterricht, .um die hintangehaltene Einführung ourctMsetzem — Der ihm.bei seiner Berufung zum Direktor des chenrrschen Universitäts-Laboratorinms zugesagte Neubau wurde im Novem ber 1888 bezogen. Am 1. Oktober 1913 trat er nach über 50 i v den Ruhestand. — Seru Sonderfach >var die pychrvalrsche Chemre Und insbesondere die Thermochemie. Ans diesem' Gwrrte ist er heute no-ä). schriftstellerisch tätig. Er war einer der ersten die phyiikatische 'Betrachtungsweise aus chemische 'Fragen anwanoteu. Ec schrieb das erste zusammenfassende Merkchen über Thecnwchemie, den 1869 erschienenen Grundriß der Thermochemie. Lchon vorher hatte er die erste Vorlesung über Thermochemie ein- geführt und zum eryenmäl für Gießen in seiuLN Vorlesungen den, ^>atz von der Erhaltung der Energie durchgeführt. Demgemäß, bewegen ach auch seine Untersuchungen und Merke vorwiegend auf demGebiete der physikalischen Chemie. — Seine bis vor wenigen Zähren anhaltende Rüsttgkeit hat jetzt durch Mterserschermrngs^ rrankherten gelitten. Großherzog-Ern st- Ludwig-Jubiläums st rf- v £n Grotzherzog hat am 7. März d. Js. unter dem Namen „Groaherzog-Erust-Ludwig-Jubilänmsstiftung" eine Sttftung mit dem Sitz in Darmstadt errichtet, deren Zweck ist. Hessischen E Nissen wm t«. » hessischen Kriegern Erholung und Kväfttgung ihrer Gesundheit rn anderer AAersc zu ermöglichen. Nachdem mit Allerhöchster Genehmigung die Ausfülwungsbesttmmungen zu der Stiftungsurkunde erlassen nwrden sind, hat die Sttftung ihre Tätigkeit nunmehr ^9En«i. Wir ^verweisen auf die Bekanntmachung in hcuttger Aus- gade. Nach §5 der Aussührungsbesttmmungeir können Anträge die Sttftung bei der örtlich zuständigen Kriegs-- bei chadigLeu-FUrsorgestell e, in Landgemeinden auch bei dem Vertrauensmann der Kriegsbeschädigten-Fürsorgestelle oder dem Bürgermeister mündlich gestellt werden. G3 wird gebeten, die Anträge mit deirbeizu fügenden Papieren^ inöglichst vollständig einzureichen, damit Rückfragen, die die Entscheidung nur verzögern, tunlichst veruuedeii werden. Die näheren Bestimmungen sind zu eurey ^ruchache, die aus den Gvo-ßh. Kreisämtern und Bürgermeistereien d^ Landes offen liegt, zusammQLgesteNt und können dort einge- fthen werden. Tic Geschäftsstelle für die Sttftung, die sich bei der Kanzler der Zweiten Kammer rn Tarmstadt beftndet, ist aberttalls bevett gewünschte Auskunft M geben * v 'Sammlung von Frauenhaar. Aus den im heutt- AnzergeMeil stehenden Aufruf zur Frauenhaar-Sammlung sei! ~ noch entnval besorLers hin gewiesen. Du Sammelsteüt des,' — 7 - —macht dabei darauf aufmerksam, daß es leider in den letzten Tagen versucht worden ist, unter Mißbrauch des Namens des Roten Kreuzes ausgekämmtes Frauenhaar angeblich für die Zwecke der Kriegswohlfahrtspflege aufzukaufen. Das Rote Kreuz hat me einen derartigen Auftrag erteilt, sondern nimmt das Haast rmr an seiner Sammstlstelle als Spende entgegen. Es wird gleupzeittg wiederholt bemerkt, daß Sammler für das Rote Kreuz stets mtt einem Ädisweis versehen sein müssen, mtt Stempel Unterschritt der Ortsstelle Gießen, der m allen FÄlen abzu- verlangen ist. ** Schwarz-We iß-Theater Sektersw e g 81. Nur noch heute spielt Maria Orska, die elegante Fklmtragvdin. mtt ihrem Partner Hugo Muck (bekannt aus „Es werde Licht"), in ihrem Gesellschaftsdruma Das letzte Rennen.'", die Tragödie einer! Ehe, in vier Akten, mtt interessanten Pferdevemrar und eleganter Ausstattung. Die letzte Vorstellung ist von V*ö bis 11 Uhr Kreis Büdingen. = Nidda, 30.Juli. Metzgermeister K. L. RuppeL wurde wegen verbotener Ausfuhr von 190 Pfund Fleisch zu 250 Mk. Geldstrafe verurteilt. Wegen verbotener Ausfuhr von Ziegenböcken und Eiern noch Höchst a. M. erhiett der Händler H. Koch in Aalbach 60 Mk. Stvase. 100 Mk. Strafe.mußte die Händlerin Clementine Stern aus Nidda wegen Ueberschreitung der Heu-Höchstpreise bezahlen. , < Kreis Frledberg. Q. Bad-Nauheim, 30. Juli. Um der Lebensmittel- Hamsterei der Kurgäste einen Riegel vorzuschöchen, wurden hier m den letzten Tagen von der Polizei Post- und Bahnsendungen einer Durchsuchung unterzogen und sämtliche Sendungen mit Lebensmitteln, deren dlussuhr verboten ist. beschlagnahmt. Es ist unbegreiflich, !vo unsere Kurfremden Waren hernehmen, die nur gegen Abgabe von Lebensmittelmarken zu beziehen sind. In den beschlagnahmten Sendungen befanden sich: Mehl. Gerste Kartoffeln. Butter. Eier, Schivoizer Käse und — mehrere große Laibe Brot, die aus Mehl gebacken waren, bas nur für magenleidende Kurgäste bestimmt ist. — Zum Schutze unserer Gärten und Felder vor Diebstählen hat das hiesige Garnisonskommando Mannschaften zur Bewachung der Feld- und Gartenfrüchte zur Verfügung bestellt. — Beim Pflücken von Waldkirschen stürzte der 13jährige Knabe Steuler aus beträchtlicher Höhe ab und zog sich innerliche Verletzungen zu. Gietzener Strafkammer. « Gießen, 24. Juli. Der 18 Jahre alte SpeirglergeHilfe Otto A., der ITiäbriae Buchbrndergehilfe Friedrich Sch. und der 14 Jahre alte Fabrikarbeiter Wilhelm F., alle in Gießen, sind angeklagt und geständig, am 4. Juni l. Js. gemeinschaftlich denr Landwirt Georg O. in Gießen etwa 2 2 Pfund Zervelatwurst,5 Pfund Sckiwarte- magen und eine Sette Speck im Gesamtwert von etwa 82 Mark aus einem Gebäude nrtttels Einsteigens entwendet zu haben. Den Angeklagten war bekannt, daß die Familie O. abwesend war. Sie begccken sich zunächst ttr den A.scheu Hof und vou hier über- sttegen die Angeklagten F. und A. eine etwa 1,50 Meter hohe Nkauer und gelangten so in den O.scheu Hof. Der Angeklagte hielt Wache. Die beiden ersteren begaben sich alsbald in die Walchrüchc und entwendeten aus der dort beftndlichen RDucher- kammer die genannten Gegenstände. Von den gestohlenen Sachen hatte A. einen Teil in der Aeckstatt seiner Eltern versteckt, die spater dort gesunden und dem Bestoßenen zurückgegeben wurden, de!! übrigen Teil haben die Angeklagten alsbald verzehrt und tells verkauft. A. erhielt eine Gefängnissttafe von 3 Monaten, mährend F- und Sch. mtt je 4 Wochen Gefängnis davonkamen. Der 14 Jahre alte Hausbursche Heinrich L. von Gießen ist angeklagt und teilweise geständig, am 24. oder 25. Mai l. IS. in Gemeinschaft mtt dem noch sttaftrnmündigen Ernst H. von hier der Frau A. Witwe in Gießen aus deren Keller 3 Pfund Fett, 25-30 Eier, 3—4 Wiürfte, ein Stück RauchflÄsch und etwa 6 Gurken im Gesamtwerte von etwa 60 Väark durch Llnwendung eines falschen Schlüssels entwendet zu hab^n. Den Diebstahl der Gurken beftteitet der Llngeklagte, dagegen wlll er das Rauch- fleffch, da er es nicht habe austeilen können, an Oxt und Stelle zurückgebvacht hoben. Einen Teil des Fettes und eine Wurst hat der runge H. an seine Mutter für 1,20 Mk. abgegeben, der er vor- schwindelte, er habe die Sachen sur dieses Geld von einem Bauern- lungen gekauft. Die Eier haben sie größtentells alsbald mtt dem übrigen Fett gebacken und verzehrt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 2 Wochen Gefängnis. Ter Haufterer Ludwig Schä. von Gießen hatte sich wegen Hehlerei zu verantworten. Es wird ihm zur Last gelegt, am 6. November 1915 von dem Fornrer Ludwig Schn. 5 von diesem gestohlene Hasen angekauft zu haben. Schn, ist bereits wegen dieser Diebstähle abgeurtellt toorden und zwar erhiett er durch Ürlell der hiesigen Strafkammer vom 14. Januar 1916 wegen 4 einfacher und 5 schwerer Diebstähle eine Gesanttgefängnissttase von 2 Jahren. Gegen den Angeklagten Schä., der damals zum Heere eingezogen war, der jetzt aber als Jupalide aus dem DÜlitärdienft entlassen ist, konnte deshalb erst letzt verhandelt werden. Der Angeklagte besttettet, gewußt zu haben, daß die vvn chm gekauften Hasen von Schn, gestohlen gewesen seien. Schä. hat zwei von den Hasen weiter verkauft und hierbei allerdings unwahrerweffe dem Muser auf seine Frage nach der Herkunft der Hasen gesagt, er habe sie von einem Bauer aus Lang-Göns, der zum Militär einrücken müsse, erhalten. Obgleich diese falsche Angabe einen getvissen Verdacht gegen den Angeklagten auftommen läßt, so erachtete ihn dos Gericht aus Grund der umfangreichen Beweiserhebung der Hehlerei nicht für überführt, und es crtolgte deshalb seine Zweffprechung. Letzte Aus Rußland. Basel, 30. Juli. (L.-A.) Die russische Rearerung hat de» Oberbefehlshaber an der Südwestfront, General Koznilow für die Leitung der Operationen in seinem Machtbereich mtt unbeschränkten Vollmachten crusgestattet. Kopenhagen, 30. Juli. (L.-A.) Der angesehene russische Pottttker Fürst Lwow (nicht der gewesene Ministerpräsident) hatte hier mit einem ausländischen Zeitungsvertreter eine Unterredung^ in der er sagte, daß der Einfluß Kerenskis sich täglich vermindere, weil im Volke die Sehnsucht nach dem Zaren sich immer offenkundiger zu zeigen beginne. Die russischen Soldaten würden viel tapferer kämpsen, wenn sie für den Zaren in den Krieg gingen, als für die Republik. Die Kriegszielrevisüm verschoben. Bern, 30. Juli. „Petit Pcrrisiett' meldet aus Peters- bupg, man versichere, daß die alliierten Botschafter vom Mirnster des Aeußern ben.achrichtiat worden seien, die russische Regierung verzichte aus Einberufung der .Konferenz betreffend die Kriegsziele, da die russische Regierung anerkenne, daß die öffentliche Meinung unter den obwaltenden Verhältnrssen eine solche Einberufung fchffch . 2. August nachmittags l Uhr, wird im „Pfa«", Neustadt 55, gegen Barzahlung versteigert: 3 Sofas, 4 sollst. Betten, Tische, Stühle. 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Diejenigen Frauen und Mädchen, die das alisgeKmmte Frauenhaar zugunsten der Kriegshilfe des Roten Kreuzes sammeln wollen, werden gebeten, das Haar in regelmästigen, etwa monatlichen Abständen bei der Alt-Material-Sammelstelle des Roten Kreuzes in der Alten Klinik abzugeben. Annahmestunden Montags, Donnerstags und Freitags von 11—12 Uhr vormittags Zur angegebenen Zeit werden auch Muster-5ammelbeutel bereitwilligst zur Der- fügung gestellt. 5675 v WWW Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste, sowie für die Teilnahme des Kriegervereins, insbesondere für die trostreichen Worte desHerrnPfarrersGombel sagen wir herzlichen Dank. Fsmlien NöStt. Much, MiM bk) Burkhardsfelden, 28. Juli 191 6668 f Hocherfreut zeigen wir die Geburt eines gesunden KRIEGS- * JUNGEN an ^ WILHELM JUNG, Wachtmeister d. Res. ; z. Z. auf Urlaub und FRAU JOHANNETTE geb. Keiner Gioßen, West-Anlage 60, den 30. Juli 1917. """ Handelsiehr - Institut Hermes, Gießen, ISaEsnhofstraße 60. Am 1. Aas. beginnen wieder neue Kurse in Stenographie, HanehlaeaHchreibea, Buch führung, kanfm. Rechnen, fiontokorrentrechnen new. Man bittet um rechtzeitige Anmeld. Prosp. gratis. Morgen Dienstag trifft auf dem Brandplatz, Eingang zum Botanischen Garten, eine Sendung Ciumach- und Salatgurken, Rettiche usw. ein. Bestellungen werden auch im Hause Neustadt 19 entgegengenommen. 5366 Fr>aaa Frosch. LsiaSlfinis, paraalferl rein. Uleinit FriedBBS- suchen und erbitten Angebot Rosenzweig & Baumann Kasseler Jarben- Glasuren Kassel. — und Lackfabrtk 5646ss Bekanntmachung. Die Voranschläge der Gemeinde Watzenborn- Steinberg und der Feldgemarkung Obersteinberg für 1917 Rj. liegen vom 31. ds. Mts. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht aus. Während dieser Zeit können Einwendungen vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Watzenborn-Steinberg, den 28. Juli 1917. Gr. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. __ Hirz. _5677 Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Heinrich Schmidt des Ersten, 2. dessen Ehefrau Dorothea geborene Reitz zu Hungen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Hungen, den 23. Juli 1917. 5670JB Das Großherzogliche Amtsgericht. Bekanntmachung. Am Donnerstag, den 2., und Freitag, den 3. k. Mts. wird Gemüse zum Trocknen angenommen. Die Anlieferung Lat vormittags zwischen 8-10 Uhr zu erfolgen. 5672 Elektrizitätswerke und Stratzeubabn derStadt Gietzen- S t o l t e. Jnkng - Eros! - Ludwig - Jiiinftuiis. Zweck der Stiftung ist, Einrichtungen zu schaffen und zu betreiben, die der Erholung und Kräftigung hessischer Krieger in einem Erholungsheim dienen. Auch können von den Erträgnissen der Stiftung Mittel zur Verfügung gestellt werden, um hessischen Kriegern Erholung und Kräftigung ihrer Gesundheit in anderer Weise zu ermöglichen. Anträge zur Ausnahme in die Stiftung künnen bei der örtlichen zuständigen Kriegsbeschädigten- FürforgeftelLe, in Landgemeinden auch bei dem Vertrauensmann der Kriegsbeschädigten-Für- sorgesielle oder dem Bürgermeister mündlich ge stellt werden. Nähere Bestimmungen können bei den Großh. Kreisämtern, Bürgermeistereien und Kriegsfürsorge stellen des Landes eingesehen werden. Der geschäftssührende Vorsitzende: Köhler Erster Präsident derZweiten Kammer der Landstände. Niemand kennt den «if V mt und niemand weiß, ob er für den Menschen nicht das allergrößte Glück ist! So sprach der grobe griechische Weise Sokrates vor beinahe 2000 Jahren. Doch auch heute irren viele noch im Dunklen. Für sie ist der Tod „ein Sprung in die Finsternis". Wir fragen uns,gerade in der heutigen Zeit, sehr oft: M uiirö m silieren loten? Gibt es ein Wiedersehen? ohne für diese doch so überaus wichtige Frage eine befriedigende Antwort zu finden. Das Buch „Gibt es ein Fortleben nach dem Tode? s» Sch wapa:» Heiss - Theater Seltera- wes: 81 Kar noch heute üaria Orska die elegante Filmtragödin Üäääf® Flink der bekannte Darsteller aus „Es werde Licht“ haben «ich Im Sturm die Herzen erobert in dem glänzenden Filmwerk Oas leiste Rennen Die Tragödie einer Ehe in 4 gewaltigen Akten. Hochelegante Ausstattung. Interessante Pferderennen. Außerdem ein glänzendes llelprogtranim. “ Das Publikum wird höflichst gebeten nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellung zu besuchen. — Letzte Vorstellung von V 2 9—11 Uhr. M7t a PensJaerva, Wäret'feg 15 Bestempfohlene vornehme ^ FainilionpensfuR. Schön möblierte Zimmer mit voller Pension. Vorzügliche Küche, elektr. Licht, Ba d. Telef. 819. 104189 Möbliertes Zimmer mit voller Pension zu vermieten. 04564 Bleichstra be 13.1. Möbl.Wohn-u. Schlafzimmer >nit Pension zu vermieten. 5658_Süd-Anlage 7, H. auch Küfer Kriegsbeschädigter, gesucht. beim Pförtner der Meldungen 5648 Sophienhütte in Wetzlar. 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"ci* II i * WWiMbM will an Hand von zahllosen Begebenheiten aus der Vergangenheit und Gegenwart den Nachweis erbringen, dah unsere Toten weiterleben und wir überzeugt sein dürfen, fie einst wiederzusehen. 8 130 164 AuS dem Inhalt: Vorwort: De« Trauernden zum Trott! — Die Entstehung derErde und das Rätsel derMenschwerdung — Wer schuf die Menschen? —War es Gott?— Wie müssen wir uns Gott Vorsteven? — Welchen Sinn bat unser Leben? — Der Weltkrieg. — Der Heldentod. — Schicksal oder Fügung? — Wie lätzt sich unsere Unsterblichkeit beweisen? — Die Entdeckung der menschlichen Seele. — Die Trennbarkeit der Seele vom Körper im Experiment. — Der organische find Seelenkräfte. — Rätselbaste Erscheinungen bei Sterbenden. — Was ein Seher der jenseitigen Welt über den Borgang des Todes sagt. — Gibt eS Geistererscheinungen ? — Der Spiritismus. — Justinus Kerner und die Seherin von Prevorst. — Können Ver ttorbene vom Jenseits zurückkebreu? —Ist ein Berkehr mit ihnen möglich? —Die Gefahren des Spiritismus. — Wirtschaftliche und gesunoheitliche Schädigungen. — Wo sind die Toten? — Himmel oder Hölle? — Es gibt ein Wiedersehen! 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