Lr. \tt ' Der fei ebener scheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: SietzenerAamiiünblatler; Ureistziatt für den «reir Kietzen. SezugLpreiL: monall. 1 Drr., vrertsl- jahrl'ch 3 Mt.-. durch Abholo \l Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePojt Mt. 3.— viertel- lährl. ausfchl. Besteüg. Fernsprech - Anschlüsse: sür dieSchrlltleilung112 Verlag,Geschäitsstelleöl Anschrift für Dralitnnch- richten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt l67. Jahrgang Donnerstag, 2b. jM paftscheStonts: Lrankfurt a.M. u-8L Sankvertehr: Gewerbebank Gietzen Zrvillmgsrrmd-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- * Steinörucferei H. Lange. Lchriftleitung, Geschäftsstelle ii. Druckerei- Zchulftr. 7. Annahme von un-rtzen i die Lagesnnnrmer bis zum Nachmittag vorher. Zrilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 39 Pf., für Reklamen 75 PI, bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptjchristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Eoetz; Stadt und Land,Vermischtesu.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: p. Beck: sämtlich in Gießen Tarnopol, (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht Die Schlachtsront in Flandern mar auch gestern der GchmWlLtz gewaltiger Artilleriekämpfe, die bis in die Nacht dauert er t. Starke englische Erkundungsvorstötzc wiederholten sich in mehreren Abschnitten; alte sind in unseren Tri chlorst el- lungen zurucögeschlagen worden. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Mnterberge bei Craonne holten sich die Franzosen durch das Fehlschlagen mehrerer starker Angriffe gegen imserc neue Stellung eine Schlappe. Auch der Einsatz einer frischer: Division erzielte keinen Vorteil. Oestlicher Kriegsschauplatz. .Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. HcercsgruppedesGencralobcrsten von Eichhorn. Der Russe hat unter dem Druck seiner Mißerfolge und Opfer nicht von neuem angegriffen. Heeresgruppe des Generalobersten Po n Böhm-Ermo li. Unser Vormarsch geht unaufhaltsam weiter. Unter den Augen Seiner Majestät des Kaisers schlugen kompfdewährte Divisümen beim Aufstieg aus der Sercth- Niederung Mischen Tarnvpol und Trempowla starke russische Angriffe zurück und gewannen im Sturm die HöhendesOstnsers. Hier wurden erneut tiefgestaffelte Angriffe der Russen ickgewieftn. Tarnopol ist genommen. Wir nähern uns Buc- zacz. Stanislau und Nadworna sind in unserer Hand. Nachchtten des Feindes wurden überall geworfen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Die Truppen des Nordflügels halten mit den im Karpathenvorland vorwärtsdrängenden Kräften gleichen Schritt. Südlich des Tartarenpasses hielt der Gegner noch seine Stellung. Fm Südteilc der Karpathen drang der Feind im Susttatal in unsere Linien. Sein schnell geführter Stotz wurde m einer dicht westlich gelegenen Riegelstellung zum Stkhcrr gebracht. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls von Mackensen. Am unteren Screth lebhafter Feuerkampf. Bisher keine größeren Angriffe. Mazedonische Front. Nichts Wesentliches. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 25. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Aufs äußerste gesteigerter Feuerkampf in Flandern. Unsere raschen Fortschritte in Ostgalizien haben die Russen gezwungen, in den Karpathen mich s ü d l i ch des Tartaren-Passes zu weichen. Es ist klüglich, daß in einigen Zeitungen noch immer £er Streit über die .Kriegsziele nicht zu Ende gekommen ist. Und zwar wird dabei sowohl von rechts wie von links gesündigt. Man streitet über das Tüpfelchen ans dem i in der Rede des neuen Kanzlers. Was war deirn dessen Auf- gaLc? Niemals, auch wenn man die allzu weitgehende Zurückhaltung der Regierung kritisierte, ging die Forderung verständiger Menschen dahin, der Kanzler 'möchte in allen Einzelheiten ganz bestimmte Ziele enthüllen. Immer konnte es sich nur um die allgemeine Richtschnur handeln, die man zu sehen wünschte. Auch in der letzten Krisis war eine Lösung nur zu erwarten von einer Benrhigung der Geister im In- und Mrslande. Der Kern der Sache war, daß weder die Mehrheit des deutschen Volles, noch unsere Blindes- genossen der: Krieg unübersehbar lang fortzusetzeu wünschten, dis etwa große Evobernngsziele erreicht wären. Uns/ I dankt, da ist der Kanzler Michaelis deutlich genug gewesen. >Wrr.. geheir nicht ans Eroberungen aus, so hat er uns erllärt rrnd so hat neuerdings auch die amtliche „Nordd. Mgem.^ Ztg." noch einmal vor Lloyd Georges ausweichender Rede festgestellt. Wir wollen die Sicherung unserer Grenzen. Sonderbar, daß au diesen Satz jetzt noch fruchtlose und fchädliche Auseiuandersetzuugen geknüpft werden. Es ist doch klar, daß die -etwaigen Befürworter von Annexionen und Eroberungen aus diesem Satze der „Sicherung unserer Grenzen" .nicht viel heransschlagen können. Daß sie die Möglichkeit offen lassen wollen, Deutschland könne beim Frie- denssthluß durch Verständigung Grenzverbessernngen zum Zwecke der Sicherung fordern, darüber brauchte sich doch etgentlid) kein Mensch aufzuregen. Der „Vorwärts" geht in wmen Auseinandersetzungen aber schon so weit, zu verkünden, dag der neue Kanzler nicht auf dem 'Wege sei, sich das Vertrauen der Sozialdemokratie zu erwerben: Weil er nicht vollständig Klarheit geschaffen habe. So wird die Fahne des Prinzips, der Verärgerung, die Kriegsflagge kleinlicher innerpolitischer Katzbalgerei hock-gezogen, anstatt daß wir uns au den frischen Farben des Sieges und Fortschrittes erfreuen, den uns die Ereignisse im Osten so unerwartet gegeben cht haben. Man kanii gerade aus die Kleinlichkeit solcher Rechthabereien nicht genug Hinweisen, denn jedem offenen Sinn erschließen sich aus der allgemeinen Lage, namentlich aus dem Verhalten unserer Gegner, ganz andere Notwendigkeiten! Staatsmänner und Feldherren der Entente sin rm Begrrff, ans einer Zusammenkunft in Paris die nächste Fragen der Zukunft zu beraten. Im englischen llitterhnn har der Unterytaatszekretär des Answärttgen, Lord Rvber Cecll, noch immer die „Vernichtung des deutschen Mili tarismus" gepredigt. Freilich der Eifer wird doch etwa gedampft werde«! durch das steigende Anwachsen der unge heuren Kriegsausgaben, die England, besonders auch fü seme Verbündeten, zu leisten hat. Bonar Law hat bei de neuen Kreditvorlage seinem schweren Herzen Lust gemacht Der neue Zuchnnnenbruch der Russen wird die Sorgen er hohen. Wir können also mit Ruhe abwarten, was aus de' neuen Pariser Konferenz herauskommt. Die Wünsche un! Meinungen sind bunt gemischt. „D§r will", wie es ii Share,peares Heinrich VI. heißt, „langwierigen Krieg mi wenig Kosten Der flöge hurtig gern, doch sehlt's ar Schwmgen, Ern Dritter denkt, ohne allen Aufwand se Mit listigen Worteil Friede zu erlangen". Dm Schlimme ist, daß bei uns die unsachlichen Moment, rii die Wunsche noch hrnernspielen. Werrn an den Reichs ranzler i o pernlrche Fragen gerichtet werden, die mit seiner augenblicklichen Llufgaben nichts zu tun haben, so könnt, man auf anderer Seite auch einmal so boshaft sein, von der Kämpfern für Demokratisierung ein Bekenntnis darüber zu fordern, was ihnen lieber sei: baldiger Frieden nnt eurstwelliger Aufschub der Demokratisierrmg — ehe’* [>' fchlennigte Demokratisieriing rrnd durch sie bedingte 'V?. längerung des Krieges. Ob darauf eine glatte, herzhasn Antwort, ohne Kautelen, erfolgen würde? Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. In O st g a l i z i c n wurden gestern die Operationen der Verbündeten durch neuen Erfolg gekrönt. Oesterreichisch-un- garischc Truppen haben Stanislau rrnd Nodworna, deutsche Kräfte Tarnopo l genommen. Die dem Feinde nach-drängenden Korps der Verbündeten streßen mehrfach auf neu auflebenden russischen Widerstand. Der Nordftügel der Armee des Generalobersten von Köveß warf die Russen im Tartarenpaß in zähem Ringen aus ihren Höhen- stellimgen. Die Bistritza NadworianSka wurde von den österreichisch-ungarischen und deutschen Divisionen erst nach erheblichen Kämpfen überschritten. Auch im Bereich der unteren Ztota Lipa sollten sich die Russen zu wiederholten Malm. Südlich von Tarnopol warf der Feind vergeblich dichte Massen den deutschen Regimentern entgegen. In den Waldkarpathen ließ Mischen dem Tartarenvaß und der Su- fita die Tättgkeit des Feindes nach. Nördlich des Putna- Tales wiederholte er seinen Angriff. Seinen Sturmkolon- ncn wurde nach engbegrenztem Anfangserfolg Halt geboten. Italienischer Kriegsschauplatz. Die lebhaftere Artillerietätigkeit am Jsonzo hielt auch gestern an. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Gencralstabes. wachsende Ziege in Gstgalizien. Berlin, 25. Juli. Auch am 24. Juli blieb die machte volle Vorwärtsbewegung unserer Truppen in IQstgalizien in vollem Gange. Wo der weichende Feind uw lestzufetzen versuchte, wurde er mü raschen rvnchttgen Schlägen geworfen. Der stets frische Angriffsgeist unserer Truppen ist bewundernswert, ihre Fähigkeit trotz größter Ansttengungen mrübertreff-i lich Unsere Flieger loetteifern untereinander in stundenlangen anstrengenden Aufklärungen rmd Fernflügen, bei denen sie durch Bomben und Maschinerlgewehrangriffe möglichste Verwirrung in dn zurückstntenden russischen Kolomlen zu ttagen suchten. Kleinere, und größere Massen von Gefangmen streben auf allen Wegen, den Gesangenensammelstellen zu. Die Be^cke, über das ungeheure Operationsgebiet verstte 2 ck, läßt sich iwch nicht annähernd feststellen. Gegen 3000 Quadratkilometer Gebiet sind bereits den Händen der Ripsen entrissen. Eberffo sind die räumlichen Vorteile, die Bnrssilow mit seiner letzten Offensive zu erzielen ver- lilvchte, schon lüngit wieder ausgeglichen. Mit kraftvollem Schwünge nahmen unsere Truppen die an vielen Stellen brennende Stadt Tarnopol und die südlich davon gelegene Höhe Grel-Zahire irnfe wiesen heftige russische Gegenangriffe blutig ab. Ein verzweifelter! Vorstoß, den die Russen südöstlich von Tarnopol in der Richtung des Dörfchens am Kapiaczka in 16 Gliedern gestaffelt mit Unterstützung von Panzerwagen vortrugen, brach uMer den aller- schivcrsten russischen Verlusten an Toten, Gefangenen und Material zusammen. ^ Mit gleicher Macht wie östlich von Tarnopol gehen unsere gruppen nach Süd osten und Süden gegen die Bahnlinie ^ n * -’J. a u-Buczacz vor. Während rntter ihrem Drucke eine russische Vetteidigungsstellung nach der andern in der Lüne L-tanislan—Nadwirna zuf-ammenbrichl, wurde in den Waldkarpathen am 24. Juli die Bergftelümg des Stenzhh den Runen entrissen. Auch der verzweifelte Widerstand der Russen zwischen Stanislau—Nadwirna an der Bystrycza und Nadwirna—Jenska vermochte den russischen Zusammenbruch in diesem! Frontabschnitt nichts mehr aufznhalten. Auch hier wurden die Russell von den Unsrigen in ungestüinem Drange nach vonvätts geworfen und die außerordeMlich wichttgen Sttaßen und Bahn-t knotenpunkte der Station Stanislau—Narwirna genommen. Eme größere Anzahl Geschütze, darunter schwere, sowie noch nicht gezählte Feldgeschütze, .Grabenkanonen, Miuenwerfer, große Mengen an Mlnnttion rmd Verpflegung wurden eingebracht. Unsere Truppen stürm e n u uaush altsam weiter. In den Südkarpathen rmteMommene Entlastungsangriffe russischer Infanterie wurden abgewiesen. Am rntteren Sereth gingen gegen unsere Stellungen nur zwei Züge Infanterie vor,! vre iiiühelos zurückgeworfeu wurden. An der Serethmünduug und» iii der Ochrida Artilleriefeuer. Auf dem Nordteffl der russischen Front erlahmten die russischen Angriffe nach den ungeheuren Opfern der letzten Tage. Von dem südwestlich Koniuchy erzielten Geländegewinn wurde den Russen ein Teil durch linsere Stoßtrupps wieder abgenommen. Eill russischer, in 1000 Meier Breite südlich Smorgvn vorge- tragener Angriff wrrvde leicht abgeschlagen. Die Beute mls den Kämpfen voni 22. und 23. Juli beträgt gegen 500 Gefangene und eme größere Anzahl Maschinengewehre. Die blnttgen Verllrste der Russen sind indessen gcniz außerordentlich schwer. 'Sln der Westfront treten alle Ereignisse gegenüber der in Flandern tobenden lnütenden Arttllerieschlacht in den Vordergnmd. Russischer Bericht vom 24. Juli: Südwesüich von Dünaburg bemächttgten sich unsere Truppen nach starker Arttllerievorbereitung der deuffchen Stellungen an beiden Seiten der Eiseirbahn Dmürbnrg—29llna. Darauf aber begaben sich ganze Divisionen, ohne daß von seiten des FeiiweS eür Truck ausgeübt wurde, aus eigene Faust in die Laufgräben zurück, von denen sie ansgezogen Nmren. Verschiedene Mteilimgen weigettcn sich während des Kampfes, die militärischen Befehle auszusührerr. Heldenhaft fochteir die Meilnngen der 24 Di- Msron. vor allen Dm gen die Regimenter aus Tula, Lochwiffch, Socrag. Auch an anderen Fronten muß der Mut der Offizier e gepriesen und müssen ihre u n e r h ö r t e n Verluste bemerkt werden. General Doldzelkyw, Kommandant einer Di-' Vision fiel infolge Gaserstickirng. In der Mckwmg von Wllna/ irestlich von Krewo, machte der Feind verschiedene Gegenangriffe und es gelang chm, die Höhen von Bogvetl), die wir anr 22 Juli besetzt, hatten, zu eroberrr. Die Offiziere -zeigten eine heldenhaft^ Energie, um dre Soldaten zu i^erhrndern, scharenweise znrückzu- gehen Am Sereth bei Tarnopol Gewebrfeuer. In der Gegend von Zagrobela, einer Vorstadt von Tarnopol, zieht sich der Feinds zusmnmeil mrd entwickelt ein hefttges Artttterieseiier In der Gegend von Attculince am Sereth setzt der Feind nach' dem östlichen User des Flusses über, vertrieb! unsere Truppen und besetzte das Dorf Wolsawo Z o w e ck s a. Ztvischeil Sereth urrd Sttypa setzt d e r F e i n d s e c n e n B o r m a r s ch f o r t und besetzte am 23. Juli abends Der- nadusaka und Dorochuvo. lrom 25. Juli, Mazedonische Front: Auf der qarrrn chwachcs ArNllericseuer, das im CernaLogen und auf ^em Do bropolie etwas lelchaNcr war Aus dem rechten ZLrrd-irufer nidi^st- lich von Maiadag ,ckws; unsere Artillerie eui feindliches Munr twnslager in Brand. Rumänische Front: In der Nähe von '"ch J,acea und aus inn Halbinsel («arvnn ^.hattes Ge^nltzteuer. Am Sereth hielt im M.schrntt um™ Trupp-'- mahrmid des ganzen Tages außerordentlich htzstiges Ar- Ecn-l^ar °n Em Versuch seindlnl,er Jnfanterieabteilimgeu dir Osfensrve zu ergreffen, schertette rn unserem Feuer. 24. Juli. (WM.) Fm linken Flügelabschnitt wsS^ffPr pss-ms ts, s? 1 7 ,f fr rpedo boote dre an der Münch mrg des H a rach r^l u^fes gelegene -o n ) cl. Unser ein^tzendes JnsMtte.rie- Ä>M zrc verla Mafchrnengewehrseuer zivang die Russen', di -.rnar-Front: Unsere Arttllene brachle ein mglis Flugzeug Mül Absturz ins M«r Die herbränlenden englischen Wachschiffe wurden durch unser Feuer verirren. Am 23. Juli qing eine englische Abteilung, die aus drei Bataillonen, zwei Batterien und ernern Kanal lerreregimcnt bestand, 'b& Abu Galian vor irnd kehrte nachmittags in ihre Ausgangsstellung Dell Fari zurück. An der Gaza-Front mäßiges Artilleriefeuer, auf unserem rechten Flügel war es etwas lebhafter. * Die Ernennung des neuen Reichskanzlers und die Türken. E Kon st an tinopel, 25. Juli. (WTB.) Die Blätter ver- oftmlli chen ettr Telegramm, in dem der Kaiser Wilhelm dem Sultan die Annahme der Demission Bethmann Holllvegs und die Ernennung Dr. Michaelis' zum Reichskanzler mitteilt. >3* dem Telegramm heißt es, die Persönlichkeit Michaelis' biete hinreichende Gewähr, daß die unter seiner Leitung bisher zwischen cien beiden Regierimgen bestehenden aufrichtigen Beziehungen wei- terhin im selben Geiste vollkommenen Einvernehmens und der Bundestreuc gegenseitig weiterbestehen werden. Der Kaiser bittet den Sultan, dem neuen Kanzler dasselbe Wohlwollen und Verträumt wie dessen Vorgänger gewähren »u wollen. -8er ©ulten erwiderte mit einer Depesche, in der er dem Kaiser für die Mitteilung dankte und sagt: „Das Vertrauen und )re Wertschätzung, die Eure Majestät Michaelis gegenüber bekundet, indem Eure Majestät ihn als Nachfolger eines so bewährten und treuen Staatsmaimes wie Bethmami Vollweg berufen har, bieten größte Gewähr für die Weiterentwicklung und Festigung der Bande der herzlichsten Freundschaft und der aufrichtigen Bünd- irisse, die zwischen unseren Reichen bestehen. Ich bitte Eure Maje- lEt, überzeugt zu fern, daß Michaelis das gai^e Vertrauten und die Wertschätzung genießen wird, die seinem Vorgänger von meiner sette zuteil geworden ist, und daß er auf die aufriästige Mitarbeit meiner Regierung wird reclpven können. Die Zunahme der englischen Rriegsausgaben. . ^ o nd o n, 24. (WTB. Nichtamll.) Meldung des Reuter- schen Bureaus: Sonar Law brachte eine Kreditvorlage über 7)50 Mill. Pfund Sterling ein, wobei er sagte: Es handelt sich icm einen Kredit, der uni 150 Millionen höher ist, als irgend einer der früheren. Die durchschnittlich tägliche Ausgabe aus dem letzten Kredit hat den Voranschlag um eine Million Pfund täglich überttoffen. Der Voranschlag war 5 400011 Pfund täglich, wogegen sich die tägliche Ausgabe an 112 Tagen des Fiskaljahres aur 6 700095 Pfund stellte. Von dem Mehr an Ausgaben ent- ^ a 5 e, L 000 Pfund auf Heer, Flotte und Munition, 56 900 au* Borichüsfe an bic müextm und die Dominions, 307 OM auf verschiedenes. Bonar Law erklärte, er sei einigermaßen» e'Ntläuscht, daß 1 ro tz d er H il f e A m c r i k a s di e V o r- s chüss e an bi e All i ierten zu genommen hätten. Matt habe s«h ledoch immer auf den Standpunkt gestellt, daß die Alliierten rat Ganzes bildeten. Die Bürde, die England aus sich genommen habe, sei groß, aber es könnte sie als einen Beweis für dre eigene Selbstlosigkeit betrachten. Gr sei überzeugt, daß Präsident Wilson und seine große Nation diese Frage mit Hochherzigkeit behandeln würde oder besser gesagt, mit Verständnis da-t sur, daß die Sache der Alliierten eine gemeinsame sei, und daß man sich darauf verlassen könne, von den Vereinigten Staaten! die Mittel zum Ankauf von Vorräten aller Art für die Alliierten m erhalten. Die gesamten Vorschüsse an die Alliierten und die Lwnrmions betrugen 1025 Millionen, an die Dominions allein nur 146 Million«!. Die Zunahme der Ausgabe für das Heer, mt Bonar Law fort, ist daraus zurückzu führen, daß wir größere .Zahlungen au Indien für Dienste leisteten, die mit dem Kriege zufammenhäugen Das soll heißen, daß wir ein stärkeres Trupven-i autgvM von Jndren erhielten, als wir bei der Auffstellimg der Voranschläge erwarteten. Auch für Flugzeuge haben die Ausgabett ^genommen. Ebenso hat der Umstand, daß imfere Verluste an der Front geringer als in den letzten Jahren waren, die Ausgaben stir das Heer erhöht. Die tägliche Nettozmrahme an Kriegskosten war, abgesehen von den Anleihen cm die Alliierten und den Ausgaben^ du wtt m der Folge zurückerstatteten, 300 000 Pfund. Es ist oWenbar, daß der Voranschlag erheblich überschritten werden mußte, in der Hauptsache wegen der Alliierten. Die Gesamtsumme der Kriegskredite bettägt 5 200 092 Millionen Pfunnd. Kein Land, auch wenn es die größten Hilfsquellen der Well besitzt, kann mit größerem Recht sagen, was ich bei einer früheren Gelegenheit sagte, daß nicht Mangel an Geld uns hindern wttd, den Krieg zu gewinnen woraus wir alle hincttbeiten. ? enn .a. Hat, vom Schatzkanzler genauuteu Zahlen enthielten den mcht sehr großen Bettag, der an Zinsen für dft öffentliche schuld ausgegeben wurde. Man nrüsse vor dem Schluß v&r äsenden Fiskaljahres mtt einer täglicher! Gesamtausgabe von acht Mlllionen rechnen. Die tägliche Einnahme betrage etwa zwei Millionen; es müßten also sechs Millionen durch Anleihe aufgebracht werden. Das bedeute eine weitere Einkomutensteuer von! drer SWing vier Pence auf das Pfund. Wenn man dies auf die bestehende Einkommensteuer schlage, werde die Leistung des briti scheu Steuerzahlers aus das ungeheure Verhältnis von acht Shilling auf das Pfund gebracht. > London, 25. Juli. (WAV.) Unterhaus. Der Kriegs-, kredrt ist bewilligt worden. Ein FriederrSvorschlag im englischen Unterhause. London. 25. Juli. (WjTBs Meldung des Reuterscheu Bu roaus. Das Unterhaus wird am Donnerstag über einen, ZUsatzantrag zum Anleihegesetz verhandeln, der von den Friedensfreunden Ra msay Macdvu-atd und Tr e o o e - l y n eingebracht raorben ist. Dieser erllärt: „Die jüngste Frizens- entschließung des deutschen Reichstags bringt Grundsätze zmn Ausdruck, für die unser Land einttttt", rtnd verlarrgt von der Regierung, daß sie gemeinsam mit den Alliierten ihre Friedensbedingungen von neuem seststellt. Wetter heißt es in dem Zuscrtz- axrnttag, die Alliierten sollten den russischen Vorschlag annehmen, daß an den bevorstehenden Beratungen auch die Vertreter der Völker und nicht nur die Staatsmänner der Regierungen tetlnehmerr sollen. Uneinigkeit der Ententetruppen an der mazedonischen Front Berlin, 24. Juli. _ (WTB. Nichtamtlich.) Ein italienischer Gefangener erklärt, daß sein Dioisttxnskoniinandeur den folgenden uvagesbesÄst erlassen habe: „Meine Soldaten der 35. Division! werden nicht eher Vorgehen, bis die Franzosen bis 15 Kilometer hinter die feindlichen Linien vor gedrungen sind. Wir sind lediglich hier, um die Stellung zu halten. Vermeidet aber Streitigkeiten! mtt den Franzosen. Ich selbst werde Eure Interessen vertreten." Ettl weiterer italienischer Gefangener sagt aus: Die Brigade ^vre kam anr 12. Juni Mr Sttafe in die vordere Stellung, wegen Re o osten und Sttettigkeiten intt den Franzosen in der Ruhestellung bei Brod, wobei es auch Tote und Verwundete gab. Die englischen Angaben über die Flugzeugverluste sind gefälscht! < ^ o r li n , 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Einen unwiderlegbaren Beweis für die Verschleierung der englischen amtlichen Angaben über die Flugzeugverluste bietet die englische Verlustliste, die für den Monat Mai 157 Offiziere und Mannschaften des englischen Fliegerkorps als vermißt, 122 als tot meldet, während die Zahl der als verloren gemeldeten englischerr Flugzeuge von den Engländern im Mai mtt nur 86 angegeben wurde. Diese 86 Flugzeuge waren mtt ihrer Besatzung von 137 Offizieren und Mannschaften nicht zurückgekehrt und wären als verloren und vermißt gemeldet. Die Zahl der 122 Getöteten letzt sich unzweifelhaft aus den Besatzungen der hinter den englischen Linien abgeschossenen englischen Flugzeuge zusammen, denn es ist doch nicht anzunehmen, daß hinter den englischen Linien 122 Flieger getötet werden, ohne daß die Flugzeuge dabei Schaden erlitten. Bei der Zugrundelegung dieses Verhältnisses zwischen Besatzungen und Flugzeugen wie bei den Vermißten entsprechen diese 122 Tote etwa 80 Flugzeugen, die die Engländer in ihrem Bericht unterschlagen haben. Diese Zahl stimmt fast ganz mtt der von den deutschen Fliegern als hinter der englischen Front abgeschossen gemeldeten Flugzeugen, überein, die 75 betrug. Die Engländer haben im Mai also nicht 86 Flugzeuge, sondern mindestens 161 verloren. Aehnlich wie die Engländer die Zahl ihrer verlorenen Flugzeuge möglichst niedrig angeben, erhöben sie die Zahl der angeblich ab geschossenen deutschen Flugzeuge nach Möglichkeit, indem sie jedes niedergehende oder den Kampf abbrechende deutsche Flugzeug als abgeschossen buchen. * * Die Kriegsziele und das englische Unterhaus. a 26.lJKlli. (WTB.) Reutermpldmrg. Unterhaus Robert Ce eil antwortete aus die Kritik Tillon« über die BcMrnpollttk der Regierung und die Operationen bei Saloniki E«Ä wies die Vorwürfe Dllllms über die Moral der Truppen zurück. Er nahm Anstoß au der Auffassung Dillons, daß die Rvgie- rWrg-wr^ Begriffe 1 -ei, Serbien im Stiche zu lassen. Das sei absolut unrichtig. Die Regierung beabsichtige durchaus mcht, von ihrer Verpflichtung zurückAutteten. Serbien müsse vollständige Wiederherstellung und Entschädigung erhallen. Ceett erklärte: Ich bin mit der Aeußerung rares Abgeordneten einverstanden, daß Oesterreich nicht der Hauptfeiud sei. Der Hauptfeind mhtne Deutschland sein. Was Ut allgemeinen Fnedens- grundsätzc betteffe, so M'rsse der erste Grundsatz sein, treu zu den Verbündeten yx JrifiteL lieber Elsaß-Lothringen hab^ ,rvantterch ferne Wüwche Mtszusprechen, und England habe es zu iWberstützen. Derselbe Grundsatz gcktt für die übrigen Verbündeten besonders für Serbmi. England halte sich unbediirgt für verpftich- t-et, es ^ederttrzustellen und schadlos zu hatten Was die süd- ilawrsche Bew^^ng betreffe, so sei es gefährlich, weitcrzu- geyra, ach dre Regierung m ihrer Antwortnote an Wilson es tat Dre Regierung erklärte darin, daß sie wünsche, unter: den unterdrückten Natimialttäten auch die serbische zu befreien, aber sie gehe nicht wetter tmd verpflichte sich nicht ans eine bestimmte Fvrrn' der -vC. Der ztvAe Ausgleich, für den England Krieg führe, sei ein dauerhafter Ausgleich Uüd .ein befriedigender Friede, der nicht auf EAerung und Herrschaft, sondern aui dem Grimdsatz der Selbst- sta^lgkett der Völker beruhe und der den neuen Zustand gegen kunfllge Aenderung sichere. Ms d r i t t e s g r o ß e s K r i e g s'z i e l lei oft che Beseiti gnng des deutschen M i litarismstts ^zeichnet worden. Sie bilde tatsächlich einen Teil des zweiten «orunchatzes. Er wünsche die Vernichtung des deutschen Militarismus, wert er eine große (Gefahr für den künftigen eltropäischen Frtt- den bedeute. Die Rede des deittschen Reichskanzlers Dr. Michae- lrs enthalle zwe^i charakteristische Füge. Erstens iwrlange er einen nrr Deuttchland siegreichen Frieden, ztveitens lehne er jede demokratisch- Aendernng der deutschen Verfassung ab. Das seien Cba- rakterzüge von schlimmster Vorbedeutung. Lloyd George sagte mtt ern«m demottattscheu Deutschland würde es leichter sein Frieden zu schließen. Er sei derselben Mrättmg, denn wenn Deutschland eine Demokratie gewesen wäre, so würde dieser Krieg nicht statt- geftrnden laben. Wenn in Deutschland wirllich eine dem'o kr a- tische Regierung ranchttt würde, so wäre damit eine starke Bürgschnt gegeben, daß die deutsche Politik eine endgültige Wendung genommen bätte, und daß die Gefahren, deren man sich in stukuntt von Dmttschlmck zu versehen hätte, entsprechend verminderst 'Mlrden. Die Pariser Konferenz. Paris, 24. Juli. (WDB.) Ribost hatte nachmittags eine lange Unterredung nrtt Sonnino, Lloyd George und B a l- f o u r. Albert Thomas und P a i n l c v 6 nahmen an dieser Un- terredmrg teil, nach der sich Mbot zum Präsidenten der Republik P o i n c a r 6 begab. Paris, 24. Juli. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Ri bot empnng den italienischen Minister des Aeußeren Son- Ms Vertreter Frantteichs nehmen Mi der .Konferenz tett: Rchot, Painlevö, Äaatzie, Bourgeois, Thomas, Jvnnart, Jules Cam- bon, General Fvch und de Marguertte. Tie Kammer nahm einmüttg mit 479 Sttmmen das vom Senat schon angenommene Gesetz Mer die Mündel der Nation Mi, durch das Kriegswatsen und die Kürder der Kriegs verletz daß die Schiffe rn einer Entfernung von zwei Merlen von der Küste versenkt worden seien. Lu§ dem Reiche. Die .Kaiseistn in Münster i. W. Münster i. W., 25. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Ihr« Majestät die Kaiserin ist heute hier eingerro-ffen. Säe begab sich, herzlich begrüßt von der Bevölkeriing, durch di^ rcichbeflaMte Stadt in Begleitung der Prinzessin AugUft Wilhelm rn das Gcrrnisvnlazarett und in das Clemens- Hospitals wo sie sämtliche dort urttergebrachten Verwund deten besuchte. Für morgen ist eine Besichtigung der Lc^a- rette stn evangelischen Kvcrnkenhcnise, des !&ereinslazaretts Dom Roten .Kreuz in der Loge und der llebernachtungsstelle fttr durchfahrende Verwundete und der Säugliugsheime in Aussicht genommen. Der NcichsanStzhutz der Zentrumspartei über die Kriegsziele. Fra n kfur t a. M., 25. Julü Der Re ich suus schuß der Z e n t: r u m s p a r t e i tagte cun Montag und Dienstag -Nachstehende Entschließung wurde mit überwiegender Mehrheit angenommen: „Der Reichsausschuß der Zentrums^ Partei, zu dessen Sitzungen in Frankfurt a. M. am 23. unÄ 24. ^nli auch sämtliche Mitglieder der Zentrumsfrattüott des Reichstages, sowie die Ätttglieber des Vorstandes des Augustinusvereins eingeladen wären, hat in zweitägiger Beratung die politischen Ereignisse der letzten Zeit eingehend oejprochen. Er nahm eine ausführliche Darlegung der BeS weg gründe für die Stellungnahrne der Reichstag sfrEro^ eittg e g e n. D er^ Reichsausschuß der Zentrums Partei bekenni ttch zu einenr friedender Verständigung unddes A u s g l e i ch s , d er Deut sch l an ds p vl i t i s ch e Siche- rung und wirtschaftliche Weiterentwicklung gewährleistet Er fordert die Zerrtrumsangehörigen mtfj tm festen Vertrauen auf erneu ehrenvollen Frieden gleich unserm heldenhaften .Heer und unserer herrlichen Flotte sejt und unerschütterlich standzuhalten bis zur glücklichen ^'eendigung des Krieges. Eine neue Zeit ist angebrochen. An! ilnser Vaterland werden große neue Aufgabert herantretere) Wrr werden rtnseve ganze Kraft für ihre glückliche Losung ten unter die moralische und materielle Vormundschaft des Staates gestellt werden Bern, 25. Juli. (WTB.) Nach dem „Progrös de Lyon nehmen Admiral Jellicoc und General Robertson sotvie italienffck-ersetts Cadorna rtnd Thaou de Revel au der Pariser Konferenz tett, auf der hauptsächlich die riffsische Milttär- frage besprochen werden soll. Die Revolution in Rußland. Nene Minister in Rußland. P e t e r s b u r g, 2.5 Juli. (WTB. Nichtamtlich.) düng der Petersburger Telegraphenagentur. Effensow ist zum Justizmmister und zum Mitglied der vorläufigen Regierung, und Darischnikow zum Minister der öffentlichen Unterstützung ernannt worden. Beide sind Pro- gressisten und Mitglieder der Duma. Rennenkampf. ^ Berlin, 25. Juli .Nach einer Stockholmer Meldung der Post ist die Anklageschrift gegen den in der Peter-Paulsfestung sitzenden früheren russischen Generalissimus General Rennenkampf um einen neuen Posten bereichert worden. Ihm wird jetzt auch „versuchter und vollendeter Ranb an Privateigentunr in Ostpreußen während der Okkupation dieser Länderstriche durch das russische siegreiche Heer" zur Last gelegt 5 ee?rkrg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 25. Jult (AmstlichZ Im Atlantischen Ozean und der Nordsee wurden durch unsere Unterseeboote wiederurn sechs Dampfer und vier Segler versenkt, facrimter ein großer bewaffneter Dampfer, wahrscheinlich nrtt Getreideladung. Drei Dampfer wurden aus Geleitzügen herausgefckwsseu. Die Ladungen der übrigen LSchiffe bestanden, sowett sie festgestellt werden konnten, aus Kohle, LstBensnrttteln, Stückguit, Pferden, Holz Mid! ,Salz. Seit Beginn des uneingeschränkten U- Boot-Krieges sind bereits über fünf Millionen Br u t t o r e g i st e r t o n n en des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes versenkt worden. Der Chef des Adiniralstabes der Marine. Berlin, 25. Juli. (Amtlich.) Am 23. Juli früh hat eines unserer Flugzeuge rn den Hoofden den holländischen Dampfer „Gelderland" (1877 BRD.) augehalten und mit Unterstützung von Torpedobooten nach Zeebrüaae eingebracht. Amsterdam, 26. Jult Der hoNändffche Dampfer Vrede" wurde v e r se n k t. Amsterdam, 24. Juli. (WTB.) Das holländische Motorschiff „Nereus" ist torpediert worden. Der Dmuider Dampstrawler „D a l f i j n" wird vermißt. Amsterdam, 24. Juli. (WTB.) Einem hiesigen tBlatte wird aus Willemsoord vom 23.Juli gemeldet es verlaute, daß in der Nähe von Texel, wahrscheinlich, außerhalb des niederländischen Hoheitsgebietes, zwei deutsche Schiffe versenkt worden seien. Zwei andere seien aufgebracht worden. Der Lotse des deutschen Dampfers „Norderney" erklärte, wie aus Nieuwedicy gemeldet wird einsetzeu. Leitend werden dabei für uns sein die alten Grund)ätze der Zentrumspartei, die sich gerade in diesem Kriege, >vo so vieles stürzt, so glänzend bewährt haben) jctemal* war eine kraftvolle Geltendmachung der (^enttüms- grundsätze notwendiger als heute. Dieses hohe Ziel kanu nrtt erreicht werden, wenn die Zeutrumsangehörigen in Stadl und ^and einig und geschlossen, wie bisher, zusammenstehen. Die freien Gewerkschaften über den Verstandignngsftiedrn. Berlin, 25. Juli. Die in Berlin tagende K o> n f e r e n z ~. cr Xorft&nbe der freien Gewerkschaften ^ e x/iv 1 anb§ hat nach dem „Vorwärts" gestern folgende Entschließung angenommen: ^Die^ Eewertschaften Deutschlands begrüßen es mtt großer Fceude, daß der Reichstag durch seinen Beschluß vom! 19. Juli sich un Namen des deutschen Volkes für einen Ve r- stand ig ungs frieden erklärt hat. In der Gesamtheit der Arbeiterbewegung, deren Interessen die Gewerkschaften vertreten, findet der Wille zur schnellen Beendigung des Krieges durch Verständigung der Völker nicht 'nur ein- wiittge Zustimmung, die Arbeiter Deutschlands sind auck, berett und entschlossen, mehr noch als schon seither ihre Kräfte für dre baldige Erreichung ihrer Ziele einzu setzen. Aur Hessen. Zitt Obftverforgung des Landes hat Abg. Henrich folgenden Antrag eingebracht: Ich beantrage, die Großih. Rcgievnng zu ersucki^n: 1. füft Obsmerpngung Mwvdnuna dahin zu ttefseu, daß die größraen! Bed-arssgememden des Landes, vorab die Städte von bat Landesobstitette bevollmächtigt werden, in besttmmten Kreisen beS ttuen zupehenden Bedarf an Obst dttekt anzukaufen 2. ber betti zuMichgen Rechsstellen dahin zu wirken, daß eine etwa inj ^luspcht gravmmene Beschlagnahme von Obst nur insowert unb m dem Umfange erfolgt, als sie durch den Bedarf der zu beließe rüden Reichs stellen als notwendig nachgewiesen ist. Erhöhung der Teuerungszulagen fiir Staatsbeamte. Abg. Dr. Osann stellte in der Zweiten Kam-, m e r folgenden Antrag: Die Kämmer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen) angesichts der andauernden und steigenden Teuerung der Lebens-j Mittel, überhaupt der ganzen Lebensführung, eine 'Erhöhung der zu gebilligter! Teuerungszulagen an die staatlichen Beamten und Bediensteten, Pensionäre, Witwen und Waiser mtt. eine Ausdehnung auf diejenigen Kreise der Beamtenschaft« welchen seither die Teuerungszulage noch nicht zugekommen ist, erw treten zu lassen. Aus Im Stadt und £an&. Gießen, 26. Juli Mehr Gold .' öffentlichen^ Interesse ist es unbedingt erforderlich, 1917 . _ t _ ( ^ i Ir ,n. boft die von der Reichs bank ausgegebene« Banknoten möchichft' stark imt Gold gedeckt find, d. %, daß die Reichsbank als Unterlagt für ihren ^dotenumlauf einen möglichst großen Goldbestand in ihren Kassen berett hält. Je stärker diese Deckung, desto stärker! der Kredit der Reichsbanknote im Jnlande wie im Auslands Während des ersten Vierteljahres 1917 hat die Golddeckung durch-,^ schnittlich 31,5 v. H. des Notenumlaufs bettagen. Da aber der Notenumlauf unausgesetzt anschwillt, ist eine Verschlechterung des ^eckangsverhältmsses unausbleiblich, wenn es nicht gelingt, den Goldbestand der Reichsbank entsprechend zu erhöhen. Tran es würde dann der Bezug notwendiger Lebensmittel und Rohstoffe alldem neuttalen Auslande erschwert und verteuert, da die Einfuhr sofern nicht Guthaben im dllislande zur Verftdgung stehen, in Goll^ bezahlt werden muß, wett das Ausland Gold verlangt. J iu * diesem Grunde ist es Selbsterhaltungspflicht des deutscheu Volkes, alles Gold an die Reichsbank nbzuliefern. Das ist noch lang» nicht in dcm erforderlichen Mage igeschehen. Hunderte von Mrlliomr gemünztes Gold sind sogar noch im Lande vorhanden. Nach einei Schätzung von Zuständiger Sette werden mindestens 300 bis 40b Millionen Goldmünzen von hartnäckigen Goldverbergem zurück gehalten, die hoffen, damit Geschäfte machen zn können. Als der Bttmzenzufluß nachließ, wurden Goldsachen angekauft. Aucb deren Zuflntz ist recht bescheiden, wenn man bedenkt, das fbet Femgoldwcrt der in Deutschland vorhandenra Goldsachen aus. riind 1 Milliarde Mark geschätzt wird. Die Erkenntnis, daß da^ Vaterland in der Stunde der schwersten Not nicht nur die Kraft des einzelnen im Milttärdienst und in der Kriegsarbeit. nicht nur sein Geld bei den Kriegsanleihen, sondern mich sein Gold für die siegreiche Beendigung des Krieges brmicht, ist noch nickt Gemeingut des deutschen Volkes geworden. Und gerade die begüterten Kreüe der Bevölkerung stehen der Goldankaiffsbewegung vielfach noch verständnislos gegenüber. Firr sie gilt in erster Lim< das Wort unserer Vorfahren aus den Bofrrrungskriegen: „Gold gab ich für Eisen!" Wie die deutschen Bunde stursten, voran der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Kronprinz und die Kronprinzessin, Prinz Mid Prinzessin Heinrich von Preußen und eine Reihe anderer Nirstlichketten durch die Hingabe gi'ößerer Mengen von Goldwchen oder Juwelen zur Mehrung lmserer Wirtschaft lichen Kraft beigettagen haben, so darf sich auch der cinzell« Ttitft darmrf berußen, daß n ans Pietät alte Faiuilienerbstücke nicht bttßt&en Vnne. Jede Unze C^oTb ist für das Vaterland von Wert lind wer ererbten Gvldschmucl dem Vater,ande grbl entweiht nicht, sondern cflrt das Andenken! der Toten! ^kmqegemlber vielfach die Frage cmsgeworfcn wordeii,, ob nich ts verattiger Scknunrk der Reichsbank leihweise überlassen n«nDen vann. Das ist nnmögilicki. beim erstens verlangt das Bank gkfetz, daß dre Unterlage für die nmlaufenden Banknoten in Olold l l! owrm von Baren oder Münzen besteht; zweitens kann der 'ltelchsvanr ein (voloschatz, über den sie nicht' lederzeit frei und endgültig verfügen darf, der ihr vielmehr nur hergcliehcu ist und imever adgefordert werden kann, nichts nützen. Ein solcher Gold-» Ichatz wäre ein Scheinbesitz, der die anSgegelxmen Noten nur zum in Wahrheit decken würde: imd drittens sind Railnilichkeiten für eine sachgemäße Aiffbc' Währung der Owlbsacheu mcht vorhanden imd nicht zu beschaffen. Mit den Goldschmucksachen sind bei den Goldaukausüftellen 'Ugleich auch lÄelsteine mit abgeliefert worden L-j rat sich gezeigt. ^ORifiir wertvolle Steine im neutralen Auslande rin guter Absatz Uuden ist Es ist daher nottvendig, daß zur Schaffung eine' C-mthabenS im Anslande auch Edelsteine in stärkerem Maßslabe aij bisher bei deu Goldanllmifsstellen abgeliefert werden, die auf Vilichnlling- des Einlieferers im Anslande verkauft werdcm Der — augenblicklich sehr hohe — Verkaufspreis wird dein Einliefere'r N lbstverständlich ausgezahlt. Nur wenn, das ganze deutsche Volk die Bedeutung des Goldes uir die finanzielle Rüstung des Reiches erkennt rmd im alten 'Niste Ler Aiffvpsevuug und Hingabe auch Zierat und Schmuck dein o-aterlande weiht, werden wir die harte Zeit bis zum siegreichen " neden ohne schwere Gefährdung unserer Zukunft Überstehen !annen. * Seben-mittel. KÄrtoffelnnsg ube. Wie irns frrnn Städtischen Lebensmtttelamte mitgeteilt wird, ist jedenfalls im Laufe des amStags das Eintreffen v-onZ — 4 Waggons Frühttrrtoffeln ’ u erwarten, die sofort zur Ausgabe florrmren sollen. Mit niuex vvgelinäßtgen Berjorgung mit Fitihkartofseln kann m>rt Mm wag ab' geveckMtt toetben. ** Käse-Bert eilung In den nächsteir Danen gelangt in den KleinhanLelsgeschäften der Stadt OViefym ans brn NeNlqsabschrrrtt Nr. 17 der Lebensmittelkarte Holender Käse zur Ausgabe. Die Bezugsabschnitte sind in der Zeit vom 28. Juli bis 3. August in den Meinhande'ls!-' gestdasben adKUgebeu. Der Nerkmrfspreis nnd die ans den Atffchnrtt entfallende Menge werden noch näher bekannt, gegeben. m ** Atzutliche PersvnaHuachrichtem Der Groß- herz og hatomi 21. Iicki H. Itz. dem Pfarrer Karl K n ab zu Wa ll- -.arf die evangelische PfarrsttMe zu GustavSbnirg übertragen. — Dr ltzrotz Herzog l»uit «asm 21. Ittlsr den .Üteisgvometer des .Kreis' ^nns-sü mgsamte s Schcüben L,vd,vig Jochim auf sein Nachsuchen untcr Anerkenmmg seiner lanmührigen IreugeleistetLN Dienste und irnter Berleilyung des Eharakters als „Rechuungsrat" mit Wirkung umn! 1. September 1917 an in den ^ttthestaNd verseht. In den Kitlrfhcatb verseht wurde der LAachn Wärter in der Hessisch-Preußischen "eulmbngemeinsckmft Johannes Becker z-uMroßsUmstadt vom l. ^.^uqust 1917 an. Zum Direktor der höheren Mädchenschule ^u rpe (gestern in der uichtöfsentlicheu Sitzung der Stadtverm dneten-> » nmumlurrg Pros. Roller aus Tarmstadt gewälstt. Pros. Rein- iwn» Ztrrrker, der ebenfalls ttvrgescblagen tvar, blieb in der Min- 'schert. ** Aus dem Stadttheater-Bureau. Es sei insdrücklich darauf hingewiesen, daß die Vorstellung von .Im werßen RSß'l" für die kriegsbsschüdigte Arbeiter- chaft am kommenden Sonntag nachmittag um 2'Vr Uhr be- >? nnt. Karten zu dieser Vorstellung sind an der Theaterkasse nicht erhältlich. Die Aufführung des „Dreimäderl- Hauses" am Sonntag abend beginnt um 7'/- Uhr. Nach om Erfolg der Erstaufführung gibt sich lebhaftes Interesse u/r diese Wiederholung des reizenden Singspieles kund. , La ndesuniversität. Im Wintersemester '.»,7/18 ,verdorr folgende VoAestnrgen für Hürl'1el»rger; ^ Weltansäwmucg unsrer großen Dichter, Dr. Strecker; Asbreck-t troer uno MaUüc,'- <^>rüncwald. Dr. ^liauch; Le th^ntre rvmantiime u Ivcmoe l Vorlesung in französischer Sprache,, Lic. Klnth: Tlwmas 'l'Mwes Life and Workes 'Vorlesung in englischer Sprache, Dr. Iremrd; Sprachlickie Ergän-Kurigskursc lLa- lünisch und Griecknsch), Dr. Iritzsche; I. D. Vachs 7otÜtcmperierte^ Klavier (mit Beispielen am Manier), 'h bungen in Vemvntarkheorie, .HarTnonielelfre und Kontrapunkt, < mn.tn«lmr. — Wogen der zu erwartenden Kohlenknapplieit ist oaä Winterseimvster aus die Zeit vom 1. Oktober 1917 bis 2. Iebruar ,916 verlegt worden. Die Vorlesungen beg-inneu olm! 1. Oktober. Die Tevnckne für die Anrneldnsig zur ImTnatrikiilation und deu Unrltansch der Ausweis karten kvrrden eictsorechend geändert. Au- n»esenheit in Gießcm vor dam 1. Oktober ist um dieser Anmeldungen 'Villen nicht erforderlich. ** Bü che ra blies er nng an die Universitäts- bi bli!vthek. Alle vor dem 9. Inli entliehenen Micher sind »pütestens am 10. Ananst zKriükzuliefern. Vom 18. Anglist ns 29. September ist w Bibliothek von 9—1 Uhr geöffnet, nachmitta gs gef ch toss en. ** Verbot der gewerbsmäßigen Herstellung nmt O bst wein. Der außerordentlich große Bedarf an Irisch- »bst srkvie an Marmeladen macht es erforderlich, alle hierfür ver- mendbaven Mi'nc^n m, Obst uneingeschränkt diesen Zwecken ftuXU rühven imd insbesondere che bei weitwn weniger dringliche Obstwein- bereitlcng timlichst^einzuschränken. Dem gemäß tvar es erforderlich, «-ine entsprechende Bekanutntachuna zu erlassen. Ansnalmnn können nur für die Herstellung von Heidelveern-ein sowie in gewissen Iälten ü, die Hersteilimq von Apfsttvein zugelassen werden, »vorüber die ^'ständigen Landes , Provinzial- und Bezirksstelten für iöeiniise und Obst zu entscheiden liaben. ** freihändiger Aufkauf von Gerste alter Ernte durch die Reichsgetrerdestell e. Die ReichA- getreidestelle, an die di - ^sttvirtschaflNNg der Gerste neirer Ernte über- gegangen ist, ist durch eine Berordnimg des Herrn Präsidenten des ricgsernährungscrmts nunmehr auch für den weiteren ir ei händigen ^inkins der (Gerste alter Ernte als zuständige Stelle bestiinmt wor- >.'n, ian den Aufkauf, der neben dem bereits eingetretenen Aufkauf ni-uer Ernte emhergeht, zu vereinfach-n. 'Der Preis, zu dem^ die alt< l'-ferste freihändig erworben wird, ist, wie bei der nen^n leerste, '(<) Mark für me Donne. Abgesehen vom freihän'chgen Aufkauf, -ibt die Reichsgerstengeseltschoft zum (Ätverb zuständig. Ihr ob- Ü 'gt »che bisher die Abwicklung der Iälle des Verfalls von. unbefirgt er,Ebener oder verarbeiteter barste und von Malz, che Ablieserrmg tu Anspruch genomrnener Gerste sowie aller Iälle, in denen bereits Verhcndlimgeu oder Verfahren anhängig sind. ** 7)er ^,De:u tsche Au ssch us.sürKleinkinderfür- s o r g e" erösmet vom l bis l l. Oktober ü>. IS. zu Iranksurt a. M. » ineu zweiten Lehrgang, bei dem die „sozial'hpgienische und sozial- pädagogische Fürsorge für Kleinkinder" durch Vorträge und Be- sprechcmgen behandelt werderr soll. Es ist auch die Besichtiytun^ Einschlägiger Anstalten in Aussicht getrommen. Ferner befindek 'ich m .Zeit des Lehrgangs in Frankfurt a. M. che Wanderausstellung „Das >AeinkrnchZ Anskmift erteilt tne Geschäftsstelle deS 'lncsktnsscs, Frankfurt a. M., .Ketten Hof weg 26 , an die oiid' che Anmeldungen bis zum 31. August zu richten sind. ** L o h n a u s b e s s e r u n g der E is e n b a h n - B e t r i e b s - und Oberbauarbeitcr. Die der „Deutschen Staatshartd- wer^ und ArbeNer-Gcmetnschast". Sitz Berlin, an^vderteü drei Eisendahnerverbände: „Verband Deutscher Eisenbahn-Oberbau- lRölten- > Arbeiter" Vorsitzender Lärz. „Bund der weiter dcv Eisentba b n -B etriebs" und Wageiiwerfnieistereien". Vors. '-Niendorf „Mmd Deutscher Eisenbahn^Haiidwerker", Vors Werner, hatten! den Minister der öffentlichen Arlwileu ersucht, ihre Vorjich'nchm zu empfangen, nm die Wünsche der von ihnen vertretenen Mitglieder» vortrggen zu dürfen. Diesem Ersuchen l»at der Niinister entfprocheii >uiid die drei Vertreter am 18. Juli Persönlich in längerer Audienz! empiangeu. Die von den Vorsitzenden der beiden genannten» Arbeiterverbände vorgebrachleu Wünsche gingen vor alten Diugeu dalnn. den nach der Lohnstaffel l! gelöhnten Bechenstet<-n. die bereits am l . Februar d. Is. gewährte l^höchmg des (Snindlohnes eriveitern zu wollen, nachdem bereits die Löhne der Handwerker' erneut erhöht tvordeu feien. Der Minister freute sich, beläunt^beir *•' können, daß ans Grund inzwischen abgeschlossener Erhebungen) den vorgetragenen Wünscheii eittsprocheu werden soll. Danach soll nt it der Wirkung vom l.Iuli d I-s. ab eine Lolinerhöhuug, sämtlicher, nach der Lohnstaffel 0 gelöhnten Bediimsteten, somit vor allen Dingen der Betriebs - und Bahnnnterhaltungsarbeiter- ungesähr in deinselben Verhältnis wie bei den Handwerkern, also! >0 voni Hundert, eintreten. Diese Mitteilungen imirden von deir Berbaudsvertrelern in dankbarer Freude eutgegengenouiiuen und gleichzeitig znni AnSdruck giwracht, daß die drei Berbärlde nach wie vor in treuer Pflichterfüllung .zur Virivaltung steheii imd au ihrem Teile dazu l>eitrageii werden, durchznhalten, bis ein ehrerr- voller I-riede erzielt ist. ** Das K reis l» l att Nr. 126 eulbält Bekanntinachungen über Versorgung mit Lebensmitteln. Haiidel mit Tabaklnairn, Förderung der Ziegenzucht und eine Berichtigung. Kreis Alsfeld. up. Ruppertenrod, 26. Juli. Die SchaHer unserer faton SchitMassen fingcm bis jetzt 48 851 Sti'tck Kohlweißlinge/ davon die 1..Klaffe 28 004, die 2. Masse 15 347. Diese Zahl zmgt klar den riesigen Fleiß der Schüler in der Vernichtu.ug der Kohl- »veißliiige, sie zeigt aber auch, in welciyr Ueb-rzahl der Kohl weiß lmg au stritt imd welchen Schaden er augerickstet hätte uxrm nicht feilte BertilgNNg angebal/nt »vorden wäre. Der LKrnvchttiugskriegi wird fortgesetzt, loeil immer noch keine Ausrottung dos Schädlings zu! bcnierl'eu ist. Np. A ltß de in Bogelsberg, 26. Iultt. Ein solcher Segen au H iwt b e c r en wie in diesem Sommer gibt es doih seltc-n. Nicht wer Töpfe und Müige, nein, aan^e Erimr voll dieser köstlichen Waldfnuck.it trägt mau nach Haufe, aiju Himbeergelee und- fast fehlt es im! dri büu Kriegsjalfve nickst. Noch ist die Himbeerernte nicht beendigt, unb lmlcm sielst schon die ersten Töpfe reifer Brombeeren, i'brck» ldiese Feld- imd Watdbsere virspricht reichen Ertrag. Gesund' Irütlich ü'ber'trifft die BronÄveere die Hinilivere. Das l-eimatliche Sbei.no lfft, die Vogelkirsche, ist so tvefftich geraten, daß man aus ihr Mrschenlatwerge kockst. ^ up. Von der OHw . 26.Juli. Die. Meffchims; ist eigentlich kem BauUt unserer (Gegend nach der gewöhnlichen Meinung. Wer aber den. jetzigen reichen Behang der Nif bäume, betrachtet, bekonmit eine andere Ansfassung. Eine derartige 'Nußernte gehört aber mich 'st den Ausnaivuen.. An manchen 'Nnschäumen hängen die voll ent wickelten, grünen sttüsse in gmrzen Trauben. Die Welsckstmß ergibt ein wertvolles Speiseöl. Kreis Lüttterbnch. sb. Wallenrod, 26. Juli. Unsere .Hansstglocke, gegosseU 1862 von Friedrich Otto u. Sohn in Gießen, mit einem Gewicht von 550 .Mg., muß bis zum 26. d. Mb- ans gebaut und abaeliesert werden. Dü beiden antx-ren Glc>cken, die Männerglocke, gegossen 1788 voll .stUtschhach in Philippstal, und die Schulglocke, ebeusallS von Kutsckchach 1758 gegossen, bleiben zunächst von der Ablieferung verschont Vor der Ausbaunug durch hiesige Handwerker, wird eine dtbschiedsseier in der Kirche veranstaltet, bei der die Glocke zum letzten Male ertönen soll. - Auch in dem b nnchb'arten Reuters muß die größere der beiden in den 70er Jahren gegossenen. Glocken abgeliesert werden. Ebenfalls siird die Prospekt pfeifen ans Zinn an. unserer neuen Orgel, die zum Glück sttinim sind, enteignet imd werden Anfang August zur Ablieferung kommen. Kreis Friedfterg. bn. Ba d-'N a n hei m , 26 Juli. Tie Glocken auf dem Tnrni-' der^hiesigen katholischen St. Boirifatiuskirche, die seit mehr als einem Jahrzehnt den Parochianern freudige und traurige Er ngnisse mit ihreni eherneu Vtund verkündeten, »vurden am Diens tag von ihren Stühlen gehoben. Die größte der drei (-stocken wiegt 10H) Wo, die mittlere 719'/. Wo und die kleine 516'/.. Kilo. Jur Guß geschah am -28. April 1905 durch die Ostockengießerei Andreis Hamer in Frankenthal. Die Weihe der (Klocken fand statt nin .Hiuimelfahrtstagc ll. Juni) des Jahres 1905; ssterbei hielt die Je st predigt Pfarrer Tlwler von Ober-Mörlen, »vährend Dekan Dr. Wald »ion Ockstadt die Weihe vollzog. Dir große Glocke ivnrde der .ststultcr Oststtes, die mittlere dem heiligen Bonisatius, die kleine dem heiligen AntoniuS getoeiht. Die Glocken »vurden zum ersten Male geläutet am 5. Juni 1905 (Fest be* heiligen Bd- nifatius). Fc. Obcrmöclcn, 25. IulDBeiin Schmieren eines Treib- rienlenS verunglückte der Müller Karl Neuß dahier in seiner Mühle tüvlich. Er wurde vom Mühlrad erfaßt und so heftig zwischen Wand und Rad gepreßt, daß er an deu erlittenen Verletzungen nach kurzer Zeit verstarb. Der VcninglÜckte hat an derselben Stelle und ans dieselbe Art den Tod gefunden wie vor 80 Jahren sein Vater. Starkenbirrg und Rheinhessen. ch. Bingen, 25. I »ck i. Ein sckstvever S ch i f f sü n f a l l, der die Sperrung des Bingerlockstahrluassers nach- sick, zog, evcignete sich gestern abend znstschen 9 und 10 Uhr im Biüger Lost!. Als eiir Sckstcvpzug, der aits einenr Tlwß'eui fuhr, versagten die Boote ipid brachten den Scksteppziug nickst mckhr weiter. Dcrch Hilsts signale herbei gerufen, fuhr der gerade leer talwärts sich in Fährt, befindende Sch^aübenschleppdampser „ThyssenNr. 14", der aus i>n- Binger Reede über stäacht bleiben sollte, zu Hilfe. Ms dieier ansing aitzuzicklZen, riß das Sock eme\> Fendcklkahnes und die Anhangsstüff-- kamen ins Treiben. Der letzte Kühn ttieb durch das Binger Loch bis Aßmanns lmusen, während der Fendel tatst, durch den stttrck d.-w Lande zutrieb und mit dein Rudergang nach Büvgen zu liegen kam. Einer der Schrciubendaiupser iuhr dem nach Wmamrshausen zu trei^ bcnden Kahne durch das neue Fahrwasser nach. Der im Binger Lock^ »nit einem Leck liegt-nde Fendelkahn hat als Ladung stphlen m,d Zucker imd das Leck in dem ^staume, in deni sich der Zucker befindet. Dieser Teil d>-r Ladung ist also als verloren zu bettachten. Die Sck'ileppzüge müssen, bis es gelingt, das FahTtvaffer wei m dringen, das neu»- Fahrwasser Ixmutzen Fc.^M ain z, 25. Juli. Im hiesigen (Mterbahnhofe geriet ein junger Rangierer beim Ankoppeln eines 'Güter»vagm-'- mit dem Kopf zwischen die Puffer. Er war sofort tat. Fc. Gräfen hau se n, 25. Juli. Ein vollständig ausge- tragcnes Kalb mit zwei Köpfen winde hier geboren. Es lebte kurze Zeit. em Wege nach hier geschasst uxrben sollten^ ul. L i m b « r o , 21. 'Mi. Der Nassau is che P s a r^ r c r 1 verein hickll heute uachmrttag rm Gpangcli.stltru Geni^ndehauS seine diesjährige H-ci'i,ptlxrsanrmtstOig ab. Den Inw eslgrichl »r-, stattete Dekan Dr. Deißimairn,'r Marrat Luthiar . uns Pfarrern zu sagen'?" und Pfarrer Dr. Schl-vsser Wiesbadiws lst'elt einen außerordentlich interessanten Bvrtrag iibei „100 Jahrs Union in Nassau." Wei den Ergünzimgstvolsten zmu Vorstand »vurden die -Herren Dr. Deißma.uu, Enke, v Oven und Weber j »viedergewähll. Der deu'l's'she Pfarrertag, der im September enM 'loeder in Eisenach oder Mitteirberg statt findet, »vird durch big .Herren Dr. 'Leißmaim-Culliach, Weber-Eändlruge-n und Micher^ ^ Runkel beschickt werden. ll Nt'arburg, 25.Juli. Min» Baden in de,- Lahn lnkrank der 49 Ialsire alte Lokomvtivsührer a. D. Schcrnmburg. Um den» Obstnruckier zu begegn.eu, wurde in der Stadt verordn eten vers ainlni - luwr angeregt, das Bieten ff'tr Dritte bei den öff>enttick>en Bersteigo rungen zu untersagen. (Txridtltladl. [1 Marburg. 25. Juli. Die Ferienkcrmmer des Ijfirfiocrat LaudgericlW beschäftigte sich 'heute imiit einer Anklage gegen den Bürgermeister der Stadt Wette»- und dessen Ebstrau »uegen »oivor- schristsümäßigen ButlerliezugS. Sie liatten, well in der Uutterver- teilirng-sstelle nicksts zu haben war, die ihnen zu.stckheude Butter von il/ver fri, beten B Utters rau bezogen, dieser der VerttiliMgssttlle rwv- spezeigt und wieder mitgenommen Die Angeklagten erzielten, wie liei der Vorinstanz, istn freispre.cl»e.udes Urteil Ein leisenbalm- br-dienstetcr lxrtte sich ivegeir eine-> Unglücks sattes, t>ei dem ei» »UngeS M ädckKU tödliche Verletzungen erlitt, >i>nen ltahAässrgdnI zü nerant- lvorlen. Das Urteil ltiüiete ans drei Wiochieir Gefänign.is Das Un^ glück hatte si>h in Fvankeuberg ereignet. Feruei wrrrd,' d>->- jl'mgst wegen verschiedener Eiubriiche steckbrieflich verfolgte imd dann m G i e ßc n sestgeiumiMene Iak>b P fi u g st aus*' Cappel zu 2 Iahveu Gefänglni S veru rbei lt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikck übcrnim»nt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantmortuna.) -4 Die FelÄditMWe. nehmen auch hier in (Kießeu überhand. In deu Bohireu mWc« seit Anfang des Krieges einderuseneu Landstürmers wurde gründ." lich aufgeräumt. Es trifft gelvöl/ulich die Aernrsteu der ^lrrnen^ Die bestohlene Familie liest bereits einen SolM im Feld«', wälstenb der tzweiie seit 1'/.. Jahren draußen ist. In der Gegend Bergwerk, Scktöne Aussicht sieht man überhaup' keinen Feldschüten. Miä wäre es mit „Ehrenseldschützeu". In Frankfurt a. M. hat matt 200 Herren verpflichtet' Schassst mjau auck» de» Ielodiebstahl nicht gairz auS der Welt, so wird es »oohl ein bißckien lnhfer. Wittcrungsbericht. (v c f f c n t l i ch e r Wetterdienst.) Fortdauer der bestehenben Witterung. Letzte Hrtdcid^cw. r sBeaeaniliig der beiden Kaiser. Wien, 25. Juli. (WTG. MclMmtlich.) Der Kaiser!> weilt egestern in Fortsetznng seiner Frontreise im ^reiche ^ der dentscki'en Südarmee Als der Monarch davon «nfichr, ; dos; knapp nach seiner Rückreise der deutsche Kaiser an der ostgalizischen Front eintreffmi werde, ließ ü'aiser Karl, dev! dringender Staatsgeschäste halber dir Rückreise nach Wien nicht mehr anfschieben lmnite, den Zug in Podgor^e halten, um seinem Fveitn.de und Bundesgenossen auf österreichischein Boden die Hand drücken zn kömren. Auch Kaiser Wilhelm unterbrach in Podgor.ze, das er wenige Mnnten später passieren sollte, für kurze Zeit die Falirt Die beiden .Herr-I scher begrüßten sich in ungemein herzlicher Weise und' pflegten einen etwa eine Viertelstu.nde währenden angereg-' ten Gedankenaustausch. Der Kttiser begrüßte während seines 1 Aufenthaltes auch deu ersten Oberhoffneister Prinzen Hvhen- loh'' lind den t^-enlnaludi Ulan teil MeRmmrschall PrinKvtt Lobtowitz, Kaiser Karl das dein Hoßzuge entstioffene Gefolge des deutschen ai.Ksers. Nach inniger Verabschiedung sichte Kaiser Wilhelm die Fahrt an die Front fort, üaiser üarv die Heiinreise. Der Minister des Aenßern Gras Enamin NTurde von Seiner Majestät üemlftragt, den deutschen Kaisev /gnf seiner Fahrt .zsil begleiten/ Aus Rnstlünd. Stockholm, 26. Inli. Ms Kronstadt sind Nachrichten in Stockholni eingetrvffen, denen zufolge die provisorische Regienmg die revalntionare Festung von der tetegrnphi^ schon und teleplwnlscheu ^Kwbrndnng mit Petersburg ab" geschnitten habe. Stockholm, 26. Juli. (WTP. Nichtamtlich.) ,,Af' tmibladet" erfährt über .Haparanda, daß in Moslan seil Sonnabend 6000 Metallarbeiter streiken. Nach den letzten Nachrichten breitet sich die Ansstandsbeivegung ipttner niehr ans. In Petersburger Regierungskreisen befürchtet man, daß sie auch auf andere Industriezweige üt^'rgreifen könnte. Die Regierung soll der Bewe«,ung vottknnnneu machtlos gegenüberstehen. Die Lebens mittelnot im Gonvernentent )stjaesan ist außerodentlich groß. Die Regierung hat Maßnahmen «tt* griffen, um 100 Wagenladungen Roggenmehl dorthin zu senden. „StocklwlinS Tidninqen" zufolge wagen die leitenden Kreise in Petersburg nicht, den Landtag in Finlltand auf- zulösen, um il)re Lage iticht noch mehr- zu erschiveren Zürich, 26. Juli. (L. A.) Schweizer Blätter melden, daß die Nachrichten am» ckttrßlmid aus die Börse starte» Eindruck machen. Sonst verhalte man sich dort noch zrirückhal tender. Perrin^urung über deutsche und englische (Gefangene. Berlin, 26. Juli. Die Norddeutsche Allgemein,^ Zei ^ Ztung schreibt: Boi» deulsckü'N iirrb englischen Regierung. Vertretern ist kürzlich im Hami in gemeinsamen Beratungen >er Entwurf einer Vereinbarung ztvischen der deiitschei, und der grvßbritannischeu Regierung über Kriegs und Zivil gefangene aufgestelli »iiordci». TK'r Entwurf lwt nuninehr d,e Zuftitmnung der beiderseitigen Regier,Ingen geftliiocm Wei tere Fragen, deren alsbaldige Lösung bei den Verhandlungen im .Hvag nicht möglich erschien, sirid für eine spätere E, ledignng zurückgestellt wordc'n Einen besonderen Anteil an dem Z,ustandekommen der Vereinbarung hat die niedc-rländischc stdegierung Auch hg, ie in bereitwilliger Beeise ihr Land für die Unttrbringuva ieutsckier und englischer Kriegs und Zivilgefangene' „■ Verfügung gestellt. Für diese Betätigung echtem l liebe gebührt ihr der wärmste Dank. Die Lage ö*$ LrÄntsmarktes für Hessen. Hessen- Nasse« Ai» GÄdeck im Monat 3 ant s 9 s 7 . ß*r (fogttiBaffate Bk-rMdSmv-rvat Werst «ruf dem männlichen ArbeÄSmccrÄe geg«r dm Vmmwrvat einen sehr bemerkenswerten MückMMg sowohl der Nvchftage alS mrch des Angebots von Arberts- ivaften auf. Jk^besimverc trat der Mütg-ang der 'Sdellensnchendeii m den sünWeren MlerMnssen in Erscheinung. Obwohl der Rück- qmvg der dfctaxn Stellen sich stärker bemerkbar mochte als dre Lermrndernnq der Brwelber, blieb doch die allgeuneine Grund» tendvirz des ÄrbeitsmnrkteS, die.intensive Inmffp-vnchnnhmc aller verfügbaren Avbeits-träfte, imverändert. . . Dagegen lnrt sich ans dem. weiblicher LvrüeitSnurrkdc drc im gßoi sehr stark tu Erschecmmg getretene erhöhte Naichsrage noch weiblicher! Arbeitskräften ans der gleichen Höhe des Bornwnnts behandlet, Mhrend die Zahl - der Bewerberinnen eine fühlbare BerrrngeNnng aufwies. ... - ^... In der Landwirtschaft mackKe srch errve wesentlich verstärkte dcackftage geltend, die sich lwitpffächlich ans Unechte, landnnrt- sckaftliche Arbeiter und (Äetecn-nlMtdarbeiter erstreckte. Auch Lneh- wärver wurden stärker verlangt. Sehr erheblick> war der Bedarf an forstwirtschastlick-eir '«eitern. Ten erhölsten Llnfardeinngen stand ein ansreicksendes Mrqebot von Arbeite nchenden gegjrnruber, das zjur Teckung des Bedarfs hinreichte. Tie Nachfrage nach Gärtnern und Gartenarberdern blieb derart hinter der des Var- nvonats zurück, dass das gleichfalls statt verringerte Arrgebot zur Befriedigung des Bedarfs germgfr. Tayegan blieb das Angebot an londtmrtfcha'Mchen DieMtinädcksen und Mbertermnen auch in diesem Monat hinter den Airsmderrmgen znruck. TvS Metallgcwerbe und di« MunMMsmdchdne waren an dem Rückgang der Nachfrage nmneEich durch die Verminderung der Anforderung von Eisenarbeitern, in der Hauptsache Drehern, Schissern noch Elektrotechnikern, beteiligt. Merdings verkleinerte sich auch das Angebot der Arbeitsuchenden, wenn auch in! geringeren!. Maße als die Nachftage. Tagegen blieb der Bedarf an werblichen Hilfsarbeiterinnen auf gleich>er .Höhe. Auch der Bedars an Wagnern und 'Stellmachern erfuhr eine bemerkenswerte Minderung. In der Lederindustrie machten sich ein« lebhafte Steigerung der Zahl der offenen Stellen für Sattler und Tapezierer geltend, die nur zum Teil beseht werden konnten. Tos Hvlzgeiwerbe hatte einen leichten Rückgang der 'Sdellen- fuchenden bei gleick'Ibleibendenr Bedarf zu verzeichnen. Wesentlich geringere lslnsordenmgen stellte das Nahrungs- niittelgewerbe, in welchen auch das Angebot von Bäckern und Metzgern etwas zurückging. Im Bekleidungsgewerbe hatten Angebot und Nachfrage stark sinkende Tendenz. Bei Schneidern und insbesondere Schuhmachern verblieb die Zahl der Stellen suchenden im Verhältnis zum Bedarf gering. Im Baugewerbe inacht« sich in unveränderter Weise eine lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften aller Art geltend. Zimmerei' und Maurer, daneben in gleichem Umfange Bautagelöhner und Handlanger waren nach lvie vor sehr gesucht. Günstiger war das Verhältnis bei Malern und Lackierern. Maschinisten irrtb Heizer werden wie im Vormonat stark verlangt. . _ , Im Gastwirtsgewerbe befand sich eia fühlbarer Mangel an Kochiversvnal, dagegen waren .Kellner aller Art zur Deckung der verringerten Llnforderung zur Verfügung. limgebchrt erhöhte sich der Bedarf mt weiblichem Personal bei sinkendem Angebot. In der Gruppe der sonstigen Lohnarbeiter hat sich, das Ver- hÄtnis bei Ausläufern und Packern zugunsten der Nachfrage durch Minderung der Anforderungen verschoben. Unter den Fuhrleuten wurde stellenweise ein stärkerer Zusdrorn von Jugendlichen bemerkt. Tie dcaclftaqe ist unverärrdert lebhaft. Sonstige Tagten im aleick'-en Verhältnis wie im Mai zur Verfügung. lohnet standen im gleichen Verhältnis wre tm Mar zur Tcr Zugang an männlichen Bewerbern rnr Handelsgewerbc hat sich gegen den Vormonat verstärkt, so daß wieder ein lieber- angebot an Arbeitskräften vorhanden ist. Umgekehrt ging di« Zahl der stellensuckenden sterblichen Angestellten in auffälliger Werse ?mrück, während die Nachfrage im starken Steigen begriffen war. Trotzdem übertriffr das Angebot die Nachftage um das Doppelte. Auf den! übrigen weiblichen Stellennurrkte trat die allgemeine Verringerung der weiblichen Arbeitsträfte am stärksten in dein Bekleidungsgewerbe in Erscheinung. Die vorhandenen Arbeitskräfte reichten zur Deckung d^s Bedarfs aus. Je Metall- und Bi um tions m'mrstrre nahm den Arbeitsmarkt Bei den Buchdruckern gestalteten sich die Verhältnisse bei gleich bleibenden! Angebot und sinkender Nachfrage günstiger._ in dem gleichen Umfange wie im Vormoniat in Anspruch Fabrikarbeiterinnen waren trotz der erheblich gestiegenen Nachfrage in hinreichendem Viaße vorhanden. Putzfrauen und Dienstboten weisen gegen den Borinonat keine Veränderung der Lage auf. Tas Angebot an TaglÄhnerinnei! hat sich stark vermindert, war aber trotzdem zur Befri^edigung der Nachftage ansrerchend. I0k!88-AN76!g6. Einmeclilönfe traurige Verwandten, Freunden und Bekannten die Nachricht, dass heute nachmittag um 4 Uhr nach kurzem schweren Leiden mein lieber Manu, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater aus braunglas. Steinzeug, garantier säurebeständig Ter,, <& Co., West-Anlage 31 . I Zur lvM Herr Philipp Kling, Bahnarbeiter i. R. WLZwLZ-- MncS ZahmpfSesfe im 81. Lebensjahre sanft entschlafen ist.* Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Kling geb. Philipp nebst Angehörigen Wieseck, den 24. Juli 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Juli 1917 nachmittags 4 Uhr, aus statt. vom Sterbehause, Rabenauer Strasse 3 . 5592 Einmach-Tabietten in Rollen zu 10 St. für 10.Kilo Früchte. äZlor-Drog. SvNers- veg 33. Otto Schaft_15381 Möbl. Zimmer m. Pension zu vermieten. 5597 Sijd Anlag e 7, H. einfach miibl. Zimraev Milte der Stadt, gesucht. Angebote mit Preis unter 01580 an den Giess. Anz. Köchin löeltfje gut bürgerlich kochen kann, sowie saub. Zimmermädchen, welches auch im krähen bewandert sein muh, für Frankfurt a. M. per gleich gesucht. Näheres bei Bob, Kaiser-Allee % I. ?” M7 + empfehle Zahnbürsten, Zahnpasten, Zahnseife, Zalmpnlvernnd Zalinseideoümliichcltnnd- wässer. ■|p Hotel Fürstenhof • Gießen Heute Donnerstag: 5587 Konzert Herr Müller bringt neue Kostüm-Nummern. Am Samstagastspiel d. Neumann-Quartetts und Sonntag* lediz.-Drogerie „Zeh Ereazplatz“ Ivrenzplatz 9._ 507/ Käse Verteilung. In den nächsten Tagen gelangt in den KleinhandelS- geschüsten der Stadl Giessen auf den BezugSabschnitt Nr. 17 der Lebensmittelkarte Holländer Käse zn.r Ausgabe. Die Bezugsabschnitte sind in der Zeit vom 28. Juli bis 3. August 1817 in den Kleinhondelsgesckäften nbzugebea. Die Ablieferung d^r Bezugsabschnitte durch die Geschäfte bat bis spätestens 5. August 11117 beim Siädt. Lebensmittelam', Zimmer 12, zu erfolgen. Der VerkaussvreiS und die auf den Abschnitt entfallende Menge inerden noch näher bekannt gegeben. Giessen, den 24. Juli 1017. 5589B Der Oberbürgermeister (Lebensmittela n!t)._ Morgen Freitag trifft am Lenzffchen Jclienkcller eine Sendung Eiumach- und Salatgurken. Rettid^e uiw. ein. Bestellungen werden auch im Hause Neustadt 19 entgegengenommen. FVau FVoselfa. 5274 Guter Keiler 5700 Gesamtgew. i.Wcrte v. MV UEKK 8 60 Gewinne im Werte v. Mk. »SW 1940 Gcrwinne im Werte v. Mk. 1941 Oll 3700 Gewinne im Werle v. Mk . 11100 f= SofarSiiK =\ I böMinneiMM? 1 Losbriefc*Mk. 1.10 Porto u. amll. Gew.-Verz. 30 PI. bei der Generalagentur Beinricb & Hugo Marx, Münclun 1, Ferner bei: M27 ss Rieb. Bnehacke?, Gießen u. all. Losverkaufsstell. zu mieten gesucht Angebote unter 04533 a. d. Giest. Anz. Mehrere Alößer Kilstiirheiter sofort gesucht. 5586 Göbel & Appel, Alicestrane. l Heizer, 1 Steinrichter und Arbeiter sofort in dauernde Stellung gesucht. 04582 Basaltwerk Saasen. TBcht Xaglsr für Zigarrenkistcken, auch .jange Idente z. Anlerncn sucht per sofort ^38 Andreas Euler, Sleinslr. 7. 0 R.r\ Dr. LtzlbW-np» O.R.P. vom KriegsauSschull ge- Nehmigt. 5«:o88 schäumen und duften, hervorragend s.Hanlpstcgej Vriglnsl'?2kvi 18 SttleL. Nachu. inkl. Derp. 6,50 Mk. A. J. LednelSer, ElberSc'iä. klrüftiger Junge oder Mädchen zum Aus fahren gesucht. 5596 Chabesofaforik. Seltersweg 70. laefjunge 11—12 Jahre alt, sauber, sofort gesucht. 2—4 Uhr melden. 8. ?. Pet^rses, Marktplatz 15. Zum 15. August II. Uw 5 Zimmer Geräumige 5Zimmer- Wohnung -ui: -^ubehär und <9arlenanleil. sonnige, freie ^age. Nabe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres Hosmannitraste 14. I 3 Zimmer | Sch.Mans.-W-, 3Z.. v. l. Okt z. verw- Rdele.tr. 41. N. 04673 | Verschiedene | Kl. Wohnung billig z. verm Teiler, An d. Bahnhö sen 20. | Mö hL Zimm er] Pension 2randl Neuen Baue 22 iBellevueiZim. mnohneNer- pfleg, s. iede Zeitdauer. :Nit- tag- u. Abendlisch. Elektrisch Llcht, Bad. Tel. 1085. 11687 »uf Saison »teile gesucht- 5593 Offerten mit Bild, Zeugnisabschriften u. Angabe der Gehaltsnnspräche erbittet Warenhaus J. Heineberg A Co. Marburg a. d. L. Ein innges Mädchen! für den Laden eines hiesigen Lebensmittelgeschäftes p. sofort oder später gesucht. Schriftliche Angebote unter 04583 a. d. G iestener Anzeiger. Ein zur selbttänd. Führung eines Haushaltes geeignetes alleres Määciien ad. unaöh. Frau auf Ende August oder 1. September gesucht. Schrifliche Angebote unter 5531 an den Gieh. Anz. erbet. Hin Mädchen in einen ländl. Haushalt sofort gesucht. Gute Behandlung. Sfcgren'er'k Petri, Wiederstein b. Neunkirchen «Kreis Siegen). 5561 lüii orientl. MWeu sofort gesucht. 5577 FeUeukeller. Nord - Anlage 12 ! ein besseres Mädchen auf einige Stunden des Tags gesucht. 04573 Ein tüchtiges, solides mit guten Zeugnissen, das gut nähen und bügeln kann, zum baldigen Eintritt gesucht. Vermittlung nicht aus- aeschlossen. PraaGatsfeesilzer Biclii er, Hardt 1. _ 5572 «mmAmssEsssmäawsm Verkäufe Cafe Ernst Ludwig .. " ".zzz jeden Donnerstag ■ KONZERT Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde heute bei der Firma Joh. Balth. Noll zu Gießen eingetragen: Die Prokura des Kaufmanns Paul Lipferr in Gießen ist erloschen. Dem Kaufmann Heinrich Kühl in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 23. Juli 1917. 5571B Großherzvgliches Amtsgericht. _ Nch ‘Hilf Mkyhch-MtchttW. Mistes Mchen gesucht. 5600 Kronenberg, Sud-Anlage 7, H. Zwei tüchtige Berkänserinnen sofort oder später gesucht. Kaisor-Wlatjazin 04577 Seltersweg 2. Gesucht Hausmädchen das nähen kann, zum 1. Okt. Zu erfr. iniltags 1—2, Frank Tüchtiges, erfahrenes M ä d ch e n für bald gesucht. Zu ersr. in der Geschästsstette des Giehener Anzeigers. 5601 Tüchtiges, gewandtes Hausmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. 6598 Marbnrger Strasse 35. 14*16jHhr. üllidchcn für morgens gesucht. 04585 Liebigstrnsse 84, p. Arbeiterinnen snrter Strasse 97. 5583 Fran BeLslmrat Sommer. für die Druckerei gesucht. ^ 9 ' 4. LarnnS. Schillerstr. 18. Dienkitmädchcn fiitbct Stellunk; bei 04588 Fran 2llbin Klein, Süd-Anlage 21. der nachAnj?abo flott und sauber zu arbeiten versteht, wird zu baldigem K intritt gesucht. Schriftliche Angebote mit Angabe der Gchaltsansprüche erbeten von Cteorg Marl Reit, Maschinenfabrik Zwei schwere Simmentaler Fabrochfcu, vierjährig lzug- fest und treu), stehen zu verkaufen bei 5582 Ott« Hofmann, Stocfrhänser Hof (bet Mucke). Ein junger Mutterbase m. 8 Jungen billig z. verkauf. 04576 J An den Bahnhöfen 71. Eise Glncke mit 9 Eäken, rebhuhnfarbig, zu verkaufen, «riuuk, Garbenteich, 04575 Giessener Strasse 31. Vollständiges, gutes Federbett, sowie gut erhaltene MfthmascJsine zu verkaufen. .. 04590 Äenenwes 29 I. Vollständig neue Continental- Schreibmaschine zu verkaufen. Schr. Angeb. unter 04581 a. d. Giess. Anz. erb. 3 LilliieilstilMe zirka 1'FFstm., eignen sich zu Schnitt - u. Werkholz, verkauft Kaspar Keil , 04578 Grünberg i. H. ION verschiedene, feine Serien >00 Hlnmcn-, Gltickwnnsch-, Soldaten*, Kiinstlerpost- Uarten 2 ItBk. 5515sl Paul Nuvv, J-reudenstadt 324, Wttbg. Kanfgcsnche. Für die bevorsteh. Hühnerjagd ein Wter Hühncrhllnh zu kaufen gesucht. Angeb. unt. 5554 and. Giessener Anzeiger. Landauer oder Vllitoriawagen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 04586 an den Giessener Anzeiger. Leiiliter Slajlntnißgcn für Einspänner gesucht. £1. Sch ön & Co., 6. m .b. H., Gießen. 5594 Bett, Schrank, Divan, Cbaiiolongue, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unt. 04567 an die Geschäftsstelle des Giess. Anz. Kaufe Einzelmöbel, vollständige Haushaltungen, Wertgegenstände nnd Schmuck- jachen aller Art zu angemessenen Preisen. 03839 Kratz, Brau!« 8. Verschiedenes, Montag, 30. Fulc b. Js. werden aus dem Doma nialwalddistrikr Wolfslaus 3, sowie Dürr- und Wtndfall holz aus verschiedenen Distrikten der Forstwarteien Rainrod und Stornfels versteigert. a) Nutzholz: Stämme: Eiche 5. und 6. Kl. 5 St. --- 1,46 Fstm., Birke 5. Kl. 1 St. = 0,44 Fstm., Fichte 4., 5 a und 5b Kl. 14 St. = 6,73 Fstm. Derbstangen. Fichte 4 St. = 0,24 Fstm. ^ b) Brennholz: Scheiter Rm.: 90 Buche 1. .Kl. Knüppel Rm.: 59 Buche 1. Kl., 8 Buche 2 Kl., 2 Eiche. 1 Kiefer. 24 Fichte 2. Kl. Reisig Rm.: 146 Buche. S r ö ck c : 22 Bucke 1. Kl., 13 Fickte 1. Kl., 9 Ftchte 2 Kl. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Jagdhaus Wolfslaus. Das zerstreut sttzende Holz wird nicht vorgc- zeigt. Nähere Auskunft erteilt der Grohh. Forftwart Mener zu Rainrod. ^ ^ Dienstag, den 31. Jult werden ans den Domamal- walddistrikten Hailoh 3 und 4 und Hupp 3, sowie Dürr- und Wtndfallholz aus verschiedenen Distrikten der Forstwartei Langd versteigert: _ _ m Ä Scheiter Rm.: 269 Buche 1. Kl., 16 Buche 2. Kl., Knüvpel Rm.: 69 Buche 1. Kl., 8 Buche 2. Kl., 5 Erle, 20 Fichte 2. Kl. Reisig Rm.: 286 Buche, 8 Erle, 10 Fichte. Stöcke Rm.: 35 Buche 1. Kl., 61 Ftchte 1. Kl. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr auf dem Langd- Billinger Bizmalweg am Distrikt Hailoh. Das Holz aus dem Distrikt Hupp 3 wird nicht vorgezeigt. Nähere AuS> kunft durch den Grossh. Forstwart Frank zu Langd. Eichelsdorf. 22. Juli 1917. Gr. Oberförsterei Eichelsdorf: Walter. 5569 6 Carbid. AMciim Der Wäsche. (Höhere Prlvatschulo Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Primoreafe-, AMtnrienten- prUftmg. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht. (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, LudwigstrJO, F ernr. 633 Vorschriftsmäßige Formulare zur Anmeldung ihres Carbidbedarfes durch uüs stehen allen Verbrauchern aus Wunsch in jeder Anzahl zur Verfügung. Carbid-Klemhändler wollen sich wegen aller für sie in Frage kommenden Vorschriften mit uns in Verbindung setzen. 55146 Allümeiiie ksrbii>-RrkausS - ßesellschllst m. b. h. in Magdeburg, Halberstädter Straße 8 Mitglied der amtlichen Carbidverteilungsstelle. Bilanz am 31. Dezember 19(6 Passiva Jt> Aktiva Jb Kassenbestand 4 502.16 Warenvorrat Debitoren Inventur 3 237.57 2 038.38 135.— von Antiguitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen. sowie allen von mir geführten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Beamter Wochen wünscht für einige LasäaEfQüsthalt in Näheres in der Geschäfts stelle des Giess. Anz. 04591 Oberhessen od. Hessen-Nassau. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter 5580 an den Giess-^v Anzeiger erb. Mitgliederguthaben Aufgenommene Kapitalien Warenschulden Reservefonds Betriebsrücklage Dividenden - 360.— 1 500.— 5 256.78 1 761.33 750.— 285.— 9 913.11 Die Zahl der Mitglieder Während 1916 gingen zu betrug 9 913.11 Ende 1915 . 36 36 12 24 Während 1916 gingen ab. Ende 1916 Stand der Mitglieder . . . Saasen, den 21. Mai 1917. gnn&niirWtl. fa[im=$!rein ÄM c. G. m. «. H. Der Auffichtsrat: • eS9 ° Johannes Wickenhiffer, Vorsitzender. Der Direktor: Der Lagerhalter: Wilhelm Tchevp. Johann Schepp. Der heutigen Olunnner des Giessener Anzeigers liegt ein Flugblatt des linad hängigen Ausschusses für einen Deutschen Frieden, Ortsgruppe Giessen, bei. 5^990 im-, L 'l