Kr. [12 Der Siehener Lszelye, erjchernt tägttch, nutzer CormtagS. — Bellagen: L4rtze«r? HamMenblStter. Lreirdlsu -Sr »en Kreis Giehen. SezuHS-rciL: inoaaK. 1 Mk.. viertel- iSkrlrch 3 Mk.-. durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 99 P-.; durch diePost Mk. 3.— viertel« fährt. ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitung112 Verlag,Gefchäftsstelleöl Anschrift für Drahlnach- richten: Anzeiger Giehen. Erstes vlatt \bZ. Jahrgang Mittwoch. 25. Juli M Postscheckkonto: Zronffurt a.M. N686 enerai-Anzelger für Overhessen Vankvettehr: Gewerbebank Giehen 3wiNing;ninddruck u. Verlag: Srühl'sche Umo.-Such- «. Sleinüruckecei 8. Lange. Lchristleituag. Seschästrftelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Annahme oou Anzeigen s. die Tagesnummer b,s zumNachmittaq vorher. Seilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R.Zenr; rigenteil: H. Bes; tlich Anzeigenteil: y. amtlich in Gießen. Zusammenbruch der russischen Koni aus 256 km Länge. (WTB.) Großes Hauptquartier, 24. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Die Artillerieschlacht rn Flandern tobt in noch nicht erreichter Starke Tag und Nacht weiter. Die Erkundungsvor- stötze gegen unsere Fwnt mehren sich. Zwischen dem Kanal von La Bassee mrd Lens hält das lebhafte Feuer an. Beiderseits von Hulluch blieben nächtliche Aufilärnngsrrnternchmungen des Feindes ohne Erfolg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Chemrn des Dämes griffen die Franzosen bei Eerny wieder die kampfbewährte 13. Infanterie-Division an, die, wie bisher, kernen Fußbreit der von ihr im Angriff gewonnenen Stellung verlor. Das aus Westfalen und Lrppern bestehende Jnanterieregiment Nr. 55 hat in der letzten Zeit 21 Angriffe der Franzosen zurückgeschlagen. Auf dem rechten Maasuftr drangen am 22. Juli Teile badischer Regimenter in den stark verschanzten Eaurieres- Wald ein, fügten dem Feinde schwere Verlusft zu und kehrten mit zahlreichen Gefangenen zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die gesamteO st front zwischen Ostsee und Schwarzem Meer steht imZeichenerbittcrterKämpfe und großer Erfolge der deutschen und verbündeten Waffen. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei der Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn griffen die Russen bei Jakobstadt abends vergeblich an, nachdem am Morgen ein Angriff in breiter Front durch, unser Vernichtungsfeuer im Entstehen niedergehalten worden war. Südwestlich von Dünaburg führten sie nach starker Ar- tittericwirkung sechs Divisionen fünfmal tief gegliedert gegen unsere Linien, die voll belmuptet wurden. Nach hartem Nah kämpfe mutzte der Gegner unter ungeheuren Verlusten weichen. Auch bei Krewo stürmten die Russen vormittags erneut m 5 Kilometer Breite an; sie wurden zurückgeschlagen. Das Dorf Krewo ist wieder in unserer Hand. Im ganzen hat der Fenrö südlich von Smorgon mit a ch t D i v i s i o n e n, deren Regimenter durch Gefangene und Tote in der Front sest- gfftellt werden konnten, angegriffen. NurTrümmer sindzurückgekehrt. Heeresgruppe des Generalobersten vonBöhm-Ermoli. Die strategische Wirkung unserer Operationen i n O st g a l i z i e n w i r d immer gewalti - ger. Auch vor der nördlichen Karpathenftont weicht der Russe! VomSerethbisindieWaldkarpathen sind wirineinerBreitevon256KilometernimVor- w ä r t s d ä n g e n. Unsere siegreichen Armeekorps haben den Sereth-Uebe^ang südlich von Tarnopol erkämpft. Bei Trem- bowla wurden verzweifelte Massenangriffe der Russen zurückgeworfen. P-odhajre, Halicz imd die Linie bis zur Bistritza—Solo t- winska sind überschritten. Die Beute ist bisher nicht zu übersehen. MehrereDivisionen melden je dreitausend Gefangene, zahlreiche schwere Geschütze bis zu den größten Kalibern, Eisenbahnzüge voller Verpflegung und Schießbedarf, Panzerzüge und Kraftwagen, Zelte, Baracken und jegliches Kricgsgerät find erbeutet und legen Zeugnis ab von dem übereilten Rückzug des Feindes. Front des Generalobersten Erzherzog Jofef. Der Mrdflügel hat sich der südlich des Dnjestrs begonnenen Bewegung angeschloffen. Längs der ganzen Front starke Feuertütigkeit des Gegners. Beiderseits der Bistritza und südlich des Toelgyespasses wurden russische Vorstöße abgewiesen. Gesteigertem Feuer zwischen Trotus- und Putna-Tal folgten in breiten Abschnitten Versuche der Russen und Rumänen, znm Angriffe vorzubrechen. Fast überall hielt unsere Abwehrwirkung den Feind in seinen Gräben nieder. Wo er herauskam, ist er zurückgeschlagen worden. Heute stich sind dort neue Kämpft entbrannt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Auch längs der Putna und Sereth schmoll der Feuer- Arnps zu erheblicher Stärke an. Mehrfach gingen russische und rumänische Stoßtruppen zum Angriff vor. Sie brachen sckwn in unserem Feuer zusammen. Mazedonische Front. Keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Grneralauartiermeister Ludendorsf. Der Abendbericht. Raum von Podhajce überschritten. Auch beiderftits des Dnjestrs nalynen die Verbündeten, dem Feind scharf nachdrängend, die Vorrückung an der ganzen Front aus. Noch immer ist es in der Hast der Ereignisft unmöglich, die Zähl der Gefangenen und die Menge an Beute aller Art seftzustellen und alles zu sichten und zu bergen, was die Russen bei der fluchtartigen Räumung der Kampfzone liegen lassen müssen. Berlin, 24. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern starker Feuerkamps. In Ostgal izien folgen wir zwischen Sereth und Karpathen inbreiterFrontdemweichendenGeg- n e r. In den Karpathen mitSusita-und Putna-Tal tagsüber Kämpft, die dem Feinde örtliche Vorteile brachten. Die Kcrrte von Ostgalizien zu studieren, ist jetzt wieder sin Vergnügen. Wir haben da das Bild des in der Mitte des Landstrichs von Westnordwest nach Ostsüdost sich schlän- gelnden Dnjestrs, in den von Norden her die zahlreichen parallel laufenden Nebenflüßchen einmünden. Das war das von den Russen besetzte Gebiet, und unsere bisherige Front zog sich westlich von Stanislaw und Halicz nach Nordnordost bis zur Durchbrnchstelle östlich von Zloczow, um sich dann westlich von Bvody in langer Linie wieder nordnordwestlich zu wenden. Die Durchbrnchstelle war nur ellva 20 Kilometer bkreitt, !nnd der Meisterstoß, lv-ie er jetzt auch in der amtlichen Darstellung unserer Verbündeten geirannt wird, war in der Richtung muh- Sndosten anaesetzt. Die Zielrichtung war also zunächst Tarnopol, dessen Vororte jetzt bereits in den Händen der deutschen Truppen sind Sodann aber haben die'Angreifer auch schon südlich dieser Stadt der: Sereth überschritten. Wollte man einen drastischen Vergleich wählen, so dürste inan mit vollenr Rechte wieder von dein Hindenburgschen eisernen Besen sprechen. Er ist nicht nur mit derber Kraft, sondern auch.mit eleganter &*dyerl)eit zwischen den kleinen Flnßläufen geführt worden. Ans dcm amtlichen Darstellungen^ haben wir ersehen, daß der geschlagene Feind znm großen Teil ans seiner bisherigen Frontrichtnng völlig versetzt worden ist. Er stand mit dem Gesicht gegen Abend und wurde zur Flucht nach südlicher Richtung gezwungen! Das gab beinr Gegner natürlich ein höchst aufregendes Durcheinander, während die deutschen Truppen es sich schenken konnten, an die schnelle Uebersetzung der ftcmen Flußläufe Zeit Und Adenschenverluste zu hängen. Das Ansfegen des Gebietes ging so viel rascher. Man kann die Hin- denburgische Strategie auch vielleicht so erklären: Um die Stadt Halicz als Scheitelpunkt schlug der Feldherr mit dem Zirkelschenkel, der etwa bis östlich von Zloczow reichte, euren Kreis nach rechts, der bisher über Tarnopol bis Trem- bowla gediehen ist. Das Segment Halicz—Zalocze—Trem- bowla rst den 9tussen schnell abgenommen worden. Aber ihr Ruckzug setzt sich in 250 Kilometer Breite auch weiter süd- lrch von Halicz bis in die Karpathen fort. Welche katastrophale, strategische Wirkung der glänzend vorbereitete Durchbruch jetzt schon hat, ersehen die Leser aus den nachstehenden amtlichen Erklärungen. Auch an der Nordstont sind infolge russischer Entlastungsangriffe heftige Kämpfe entbrannt, die sämtlich für uns erfolgreich waren. Bei dieser Betrachtung der militärischen Lage wird es ganz erklärlich, daß der „Züricher Tagesanz." schreiben kann: „Der deutsch-österreichische Angriff in Galizien hat sich zu einem Ereignis von größter Tragweite entwickelt. Der Durchbruch von Zloczow hat eine gewaltige Bresche in die russische Front gelegt, durch die die deutschen und österreichischen Divisionen in Eilmärschen hindurchstürmen, um eine großartig gedachte Umgeh u n g s b e w e g u n g zu vollziehen. Vermögen die Mittelmächte letzt, ihren Angriff imr noch eine Woche lang mit voller Kraft weiter zu führen, so könnte dem jetzigen Ereignis kriegs entscheidende Bedeutung zukommen. Schon der Druck der jetzigen Geschehnisse hat auf Rußland und seine Verbündeten derart gewirkt, daß sie die ganze Wahrheit ihren Völkern immer noch nicht vorzulegen wagen. Meder die französischen noch die italienischen Zeitungen enthalten bis heute auch nur ein einziges Wärt von derr ungünstigen Ereignissen in Galizien, die unter Umständen das endgültige Ausscheiden Rußlands ans der Reihe der Kriegführenden zur Folge haben können Statt dessen werden die Völker der Entente noch immer mit militärischen und parlamentarischen Kundgebungen getäuscht, in denen der Sieg über die Mittelmächte in sichere Aussicht gestellt wird Wie nmg das Bekanntwerden der wahren Ereignisse in Galizien wirken?" So viel steht fest, für die Förderung des Friedens ist lange nichts so Entscheidendes und Wirksames geschehen als dieser neue .Waffenschlag unftrer Kämpfer an der Ostfront —————■—■anam—i Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautvart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Der Sieg westlich von Tarnopol hat den russischen Widerstand zwischen dem oberen Sereth und dem Tartarenpaßgevrochen. Deuffche Truppen gewannen nördlich von TreuÄowla das östliche Serech-Ufer; die russischen Aftffsen, die ihnen dort entgegengeworfen wurden, vermochten an diesem Erfolg nichts zu äiwern. Oester reichisitz- rmgarische und deutsche Divisionen haben unter Kümpfen den Heeresfront des Generaloberste« Erzherzog Josef. Mit bemerkenswerter Zähigkeit versuchte die ruffische Führung ihre geschlagenen ostgalizischen Armeen an anderen Frontabschnitten der Oststont durch Angriffsunternehmien wechselnden Umfanges zu entlasten. In den Karpathen sollte dieser Zweck zunächst durch Teilvorstöße erreicht werden. Im Drei ländereck, dem Tölgyes-Gebiet und Mischen den: Easinu- und Putnatal wurden gestern mehrere solcher Vorstöße abgeschlagen. Nördlich des Putna-Tales sind heute früh die Russen vereint mit rumänischen Bataillonen erneut zum Angriff vorgegauqen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Aus rumänischem Boden brach ein russisch-rumänrsthet Angriff schon im Feuer der Artillerie zusammen. Italienischer Kriegsschauplatz. Aus der Karsthochsläche und bei Vodice entfalteten bei- dm'eits die Geschütze zeittveift größere Tätigkeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Begebenheiten. Der Chef des Grneralstabes. Siegreiches vorwärtsschreiten im Osten. Berlin, 24. .Juli. (WTB.) In Ost gal? Kien drängten unsere Trupperl am 23. Juli beni weicherrden Feinde wie an den Vortagen unaufhaltsam nach. Der russische RückKngnimmt immer größeren Umfang an. Die weichenden rusnsthen Verbände konnten sich nicht einmal längs des Sereth, südlich von Tarnopol. zu einen: ernsthaften Widerstande aufraffen. Erst östlich des Sereth begannen sie sich wieder zu sanrmeln. An der Straße Trempowla — Nikolinoe, zwanzig Mo Meter südlich Tarnopol, wurde ein Arrgriff starker feindlich^ Massen, der von Prm- zerautonioLilen unterstützt war, unter außerordentlich schweren russischen Verlusten abgewiesen. An der Straße Bnrkanow — Podhejka , 15 Kilometer südlich der (Ksenbahrilinie K o z v W a — Tarnopol, wurde ebenfalls feindlicher Widerstand gebrochen Am Nachmittag des 22. Juli wurde von unseren Truppen südlich des Dnjestrs bereits in breiter Front die Lukwa überschritten, um am Abend die alten Stellungen an der By- st r y c a zu erreichen. Der wichtige Eisenbahrrkno-tenpunkt Halicz wurde ivieder gerwmnlen. Die Bystryca-Solotwinska wurde überschritten In der Nacht jum 23. Juli siel starker Regen, dem im Laufe des Tages mehrere nwlkenbruchartige Geivittergüsse folgten Die Ungunst der Witterung konnte indessen die Geschwindigkeit des Vormarsches nicht aufhalten. Unsere Trup- pm, die im Regen aus der bloßen Erde biwakiert hatten, setzten mit der gleichen Frische, wie an den Vortagen, den Vormarsch fort und trieben in alter Angriffssrische den Gegner vor sich her. Tie Beute an Geschützen, Maschinengewehren, Minenweffern, Panzerwagen, Schießbedars und Kriegsgerät ist nicht zu übersehen. Auf dem Bahnhof Korowa wurden etwa fünfzehn Geschütze, im Walde südlich Kittztin sechs Geschütze, Kaliber 28 bis 30 Zenttmeter, und ein Eisenbahngeschütz schwersten Kalibers erbeutet. Im besteiten Gebiet sielm den siegreichen Truppen, abgesehen von ungeheuren Lagern an Lebensmitteln, die reiche Ernte und eine große Menge Vieh in die Hand. Mährend die russische Armee im Südosten in breiter Front zuiücsiveicht, verbluten sich wetterhin die in einem aussichtslosen Kamps vorgejagten russischen Divitsiouen südlich von Smorgon, bei Krewo, südwestlich von Dünaburg und bei Jakobstadl. Unter der Einwirkung unserer siegreichen Operationen in Ostgalizien wurde am 23. Juli auch die Front von den Karpathen bis zur Donau unruhig. Ein in den Karpathev südlich der Säge von Neu-Jtzkanh nach einem außerordentlich heftigen Zerstörungsfeuer vorgetragener feindlicher Jnsirnterievn- griff brach in unserem Vernichttingsfeuer blutig zusammen. Nördlich der Bistritza und beiderseits von La Catriner heftiges feindliches Artilleriefeuer, das sich gegen Llberrd zu großer Wüchr steigerte. Ein vorbrechendes Bataillon blieb in unserem Feuer liegen. Das gleiä>e Schicksal erlitten seindllci>e Angriffsversuche südlich des Susita-Tales, nördlich der Oittiz-Straße und bek Pravkla. An der rumänischen Front lebhaftere feindliche Ar- tillerie-Tättgkeit. besonders in der Dobrudscha mrd westlich der Donau, wo es sich von 2 Uhr bis 2. Uhr 30 Minuten zum Trommelfeuer steigette. Russische Angriffe erstickten in unserem Ab- wehrfeuer. Bei Branistea allftauchende feindliche Kavallerie wurde durch Arttllerieseuer gefaßt und zersprengt. Seit 5 Uhr vorm ist Trommelfeuer an der Rimnicul-Mnndung. Wien, 23. Jüti. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Krieqs- pressequartter wird gemeldet: Der rchbruch bei Zlve- z o w war auf oergleübsweift schmaler Fvortt angesetzr. Ter Gegner war zweifellos ubervascht. Der Durchbruch gelang planmäßig' er war em Musterbeispiel einer bis rns kleinste g e hen d en E inzel vv rbereitung. Die Ärvchführlma klappte von Zettabschmtt zu Zeitabschnitt, nne sie in Aussicht en der OpeEwnen entgegen- ^ atbt ' A u P? 1 En Seveth kämpfenden Truppen begeben. Serner .Mmgl. Hoheit dem Generalfeldmarschall Lelopold von Bayern und seinem General- Hoffmann wurde das Gichenlmtb zu dem denr Chef des GenerMabes eines Armeekorps Maj-or Frantz dieser Orden verliehen ^.Lemberg, 24. Juli. Kaiser Karl hat voraestern in Fo^setzun^ seirwr Fvontrerse im Bereiche der ans oster- Eid deutschen Verbänden Msammen- Südarmee geweilt. Der Kaiser war nach Prze- Glsenbahn gelangt und setzte gestern früh Standorte des Korps- des Feldmanschalleutnants 5)pffMann. Der i5^^ a7Iöai i.® meüal der Kavallerie v. BothMer ^-K^vkommandant Feidmarschalleutnarrt o f f m a n n ^^^n ^chmiL chrem erigeren Stabe beim Kaiser Der Monarch nahm ernen Bericht üder die militärische Lage ent- dem Armeekommandanten an der Seite die hltetse fort. Dre Faihrt ging jdaam durch' die rufTifcfw'-n StcHin^ett. Immer ^äufig^ fin^nmläS''S un^eOTtmeten pömEarttgien Rückzuges. Aus Kc^vwo schlunen Flammen entgegen. Der allechöchste Ef eine Höhe süLlich der Straße Ko»o^- SS?' r SJS S“« 6 d« aKrte die Ope^M ^lgte. Er kehrte dorm twi PrMnyslanh ^-ch»i^ * $« Eindruck in der französischen Preffe. kn REaL'is?tAsch^^--N^) Die deutsche Offcnfim : ISS SJ,i" “?“iLK”e = l f»™&S"s£ Sü£Ä sSL:* » s SJftfASSfJS mBWmmim Dft umuhige Lage in Rußland. Rotterdam, 24. Juli. (MDB. Nichtamtlich) Noch dem ,,Nieuwe Rotterdanrfche Dourant^^ wird der „Daily Ehronicle" aus Petersburg dom 20. Juli gemeldet: Der Arberter- und Soldatenrat zog unter dem Druck der öffentlichen Meinung das Verbot zurück, Beschuldigungen g^en Lenin §u veröffentlichen, und stellte es den gerichtlichen und milrtärnschen Behörden frei, gegen die Anhänger Lenrns vorzugeheir. Eine llnterfuchungskornmission, die vom Lteberter- urrd Sochatenrat ausgestellt wurde, besteht ausschließlich aus Mitgliedern, die nicht zur Partei Lenins gehören. Auch die Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet. In Rischni Nowgorod sind ernste Unruhen ausgebrochen. Soldatenbanden rissen die Macht tn der Stadt an sich. Der Arbeiter- und Soldatenrat flüchtete. Die Stadt ward geplündert. Die ganze Bewegung hat den Charakter ernes Pogroms. Aus Moskau werden Truppen geschickt, um >den Aufstand m unterdrücken. In Kiew besetzten 2000 urrarnische Soldaten das Zeughaus irnd hielten es einige Srurrden lang. Gegen Abend wurde von dem Rest der Garnison du Ordnung wiederhergeftellt. In Petersburg verlangen mehrere sozialistische Blätter die Entfernung aller ^enmrjten aus dem Arbeiter- und Soldatenrat. Die zögernde Haltung des Rates wird nicht nur von den bürgerlichen, sondern auch von den sozialdemokratischen Blättern be- sprochen. Gorkrs Organ „Nowaja Shiw' erklärt die gegen Lernn und ferne Partei, erhobenen Beschuldigungen für erfunden. Die Lösung der Regierungskrise hängt dem Korre- poudenten der „Darly Chronicle" zufolge größtenteils vom Arberter- und Soldatenrat ab. Wenn diese Körperschaften dre Lenrmsten fallen lassen, könne mau auf die Bildung et ™? kräftigen Koalitionsregierung rechnen. Wenn dies mcht geschehe, werde das Ansehen des Rates sehr sinken, die reaktronare Strömung an Boden gewinnen und Rußland den elementarsten Gewalten ausgeliefert sein. ern, 24. Ätli. (WTB.) ^ „Petit Parisien" berichtet ans ‘^' t: sozialistischen Minister überrerchten rhvenSüntsgenvjsen einUllimatunr, das die Ausrufung der Republik, Maßnahmen zur Bekämpfung der ' und dre Absetzung der mrlvyalen Generäle fordert. ! Wrn! ! Ä mtT i en , m Osburg bei Hausuntersuchunqen Ma- ^ von versteckt aebdtemm Matrosen be- b»nt worden srnid, Dietze hteten auf die Truppen geschossen. Die ^^Alummrumfab-rrt wurde in Brand gesteckt Lenin hat sich Pete^burger Blattern zufolge, Öen Gerichtsbehörden freiwillig r J 0 n (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- sveans Eme lAbotdnung der russischen Arbeiter- und ^vldalenvertreter ist in Lond vn eingetwffen. Die Abordnung rst dvvt Gast der Arbeiterpartei. Sie wird in einigen Tagen nach Paris weiterfahvcn. ! Eine Entschließung der Arbeiter, Soldaten und Bauern. c tersburg, 23. M (WTB. Nichtamtlich.') Meldung der Petersburger Telegvaphen-Agisntur. In einer gemernsamen Sitzung ' ^s Vollzugsausschusses des Arbeiter- ^und Soldatenrates und bei nach langer Erörterung Um' 4 Uhr morgens ivlgende (Äckschlreßung angenommen: c. ^ 1,lT l5 l cm der Front und im Innern tes Landes den Mürtarrfchen Zusammenbruch, dre Katastrophe der JteD'Ojutipn und den Triumph der aeaenrevotutionären Kräfte ber- vm^nübren drobt beschließen wir: 1- Tvs Land unb die Revotetion find in Gefahr. 2. Dve vorläufige Regierung wird zur Reaie- ^ ^ ^^^tung der Revolution ernannt ^ n; -r ^Egiernng wird unbeschränkte Vollmacht gegeben, um Manneszucht rm Heere wiederherzustellen und brs zum Aeußersten gegen die Gegen- i^^,A^Errchie zu fühvvr, und um das ganz«. 'N der vorgestern veröffentlichten Erklärung der Regierung nieder- gelegte Programm zu verwirklichen." Die Entschließung wurde non den 252 Abstimmenden nnrnütia angerMmmen. 47 Vertreter, meistens Maxi mallsten, enkhikten sich. Das unabhängige Finnland. m^penhagen, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" ans Helsrngfo rs: Eme große polnische Kmdqebung abgehrltei, ber wacher der polnische Führer Lubvmllski in das fmmsche Volk beglückwünschte. Es wurde die finni- Iche gtellonalypMne gesungen. Vor dem Senatsgebände kam es zu Tvckey hielt eine Ansprackze mr das UnabbangrgScrtserklärung Finnlands wrrd letzt d«r russricheu Regreriorg zuigeste.'kt, aber nur zur Kenntnis- M Merkennung. Ruvland wünsckst in Finnland eine teib ^ unehmen. .Wahrsck>einllch ist Finn- Mllllonen unter der Vedtngmrg M geben, daß es teteur 65 Millionen Kilogramm Getreide erhält. — In Helsingfvrs ist ern neuer Äusstand der Polizei ausgebwchen. Der Ausstand der Setzer dauert am Zwrscherr den Arbeitnehmern und Arbeitgebern kam es zu ernsten Zusammienstößen. ^v-eimeoern Amerika als Geldgeber. s-n Washrnatvn, 23. Juli. (WTB.) Re-utermeldung. Rußland erhrelt erne neue Anleihe van 75 MMionen Dallars und Frankreich eine Anleihe van 60 Millionen Dollars. Bei der Sorgsamkeit, die Lloyd George ausdrücklich für sich! rn Anspruch nimmt, faim das unmöglich ein Zufall sein. ES blerbt also nur die Folgerung Übrig, d^ß der britische Münster prapdent keinen Frieden der Verständigwrg null. In Erstmm^ tetzen kann uns das nicht, erklärte doch gleichzeitig fast sein Kollege Marion, daß Errgland erst an Friedensverhandlungen denk« unsere Truppen sich hinter den Rhein zurückzögen/ blub doch ferner auch bis zum heutigen Tage die von der „Berner ^.agwacht am 18. Juni gebrachte Enthüllung unwidersprochen- oatz Frankreich sich unter Englands Zustimmung von den Russen durch geheimen Vertrag die Eroberung Effaß-Lothringens, des? ^aargebiets und der sonstigen ihm erwünschten Teile der Rheins c. -deutschen Kanzlers kein Zeichen .... . .. -S eit [r 1 V 1 entdeckt haben wil. Vielleicht wird aber jetzt aiuh J ■'* Wo man noch Sinn für Billigkeit hat. das gerechte Verständnis erwachen, daß der Reichskanzler keinerlei Zweideutige Worte gelegt hat, sondern rmr eine selbstverständliche Pflicht erMlte, wenn er betonte, daß die Sicherung der deutschem beim ^^bnsschluß eine unabweisbare Notwendigkeit: Eine neue bevorstehende Rede Loyd Georges. Amsterdam, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlichc) $a£. AllgemEi Handelsb-lad" meldet aus Lorck>vn: Lloyd wrrb in einer öffentlichen Versanrmlung in der Guildhall anläßlich des Begirrns d«s vierten Kriegsjahres am 4. August ern« Rede halten, in der er die Kriegs^ ziele Großbritanniens darbegen wird. Daily Telegraph über den Erfolg des deutschen U-Boot-KriegeS. b^N' 2^ Jnte (WTB.) Der „Dally Telegraph" schreibt in ^öthpe Krpis überschriebenen Leitartikel vom 20. Jnlir öom F,^nde unter Beiseitesetzung aller einschränkend«- Anfreibungskrieg erfolgreich sein sollte, rmwe Deutschland eines kolossalen Sieges zu Wasser und zu Lande^ icher sem. nichts, was wir und unsere Verbündete zu tun ver- süÄ«^di^^ ^m dieten Triumph nehmen. Wir haben in den testen ^1 Wochen durch Seeräuberei nicht weniger als 413 große, für unsere mllitärischen und wirtschafflichen Maßnahmen»' a n g l ich n o t w enbi gen Schiffe, dazu 157 kleinere Fahrzeuge, zusammen 570 Handelsschiffe verloren.- Tempo der Berlusie etwas nachgelassen. Aber der -rnit, wie ,edcr der mit unserer Whängigkei! vom Ut, anerkennen mutz." Die Zeitting fragt ob! besonders die Arbeiterschaft, der Grütze der Gefahr “•w 1 bcr ? "Elchen Aufrur Carsons und Jellicoes LrhnrS°*S[ e t Bct ? nt at,et ' batz größere Anstrengungen Arbeiter Nicht ausreichten. Tausende von lveitereii Arbeitern und eine bedeutende Vermehriing der Materialien würden dringend benötigt. „Unsere Seemacht — ruft sie aus — i st ^^oergan ge wegen Mangels an llarer Erkenntnis energi- chen Handelns -Der Feind ist im Gewinnen, denn wir Machen die schweren Verluste nicht wett. Das ist die M^berstehen. die den Bestand dieses Landes, die Zulunst des britischen Reiches und die Sache b^woht, für die wir so schwere Opfer gebracht haben." lüifllilli MSMKMM SÄ 4 “ ein amtlicher Kommrntar zur Rede Loyd Georges. a 33 e r U n , 24. Juli. (WTB.) Die iiNordd. Allg. Ztg " schreibt- Tlo yd George hielt in der Londoner Queenshall an derselben Stelle, wo er am 28. Juli 1906 die Notwendigkeit einer starken Nüstung für das durch Frankreichs und Rußlands Uebcr- macht gefährdete Deutschland anerkannte, eine neue Rede Den Mißeren Anlaß bot du Jahresfeier der belgischen Unabhängigkeit, ^em W^en nach ist die Ansprache aber vor allem eine Envid^ung cvnf die Reichstagsrede des deutschen Kanzlers am 19 Juli nnt der Einschränkung freilich, daß der britische Ministerpräsident den ihm unbequemen Stellen der Kanzlerrede vorsichtig ausweicht Nicht weniger als dreimal will er sie gelesen haben, um irqerid etwas m ihr zu finden »voraus er die Hoffnung für ein Ende des bllitigen Kampfes schöpften könnte. Trotzdem erwähnt er mit keinem! Wort daß der Reichskanzler sich in Uebereinsllmmung mit der von dem englischen Staatsmann ebenfalls unerwähnt gelassenen Resolution der Mehrheitsparteien llar und deutlich für einen Frieden des Ausgleichs und der BerstLndigung msgesprocheu hat. 0 ' 0 SecJrfeg. Reue N-Boot-Ersolge. ? Berlin, 24. Juli. (WTB. Amtlich) Neue U-Bvots- Erfotze im Mittelmeer. Neun Dampfer und sieben Segler mit rurw 35 000 Bruttvregister- tann en. Darunter befmrden sich der bewaffnete französische Dampfer „Minerva" (952 Donnen), der bewaffnete italienische Dampfer „Fratelli Biarrch' (3542 Donneri), mit 4800 Tonnen Kohle von Amerika nach Jtalieii, die bewaffneten englischen Dampfer „Wilberfo-rce" (3074 Tonnen), mit Erzladung von Algier nach England, und „Eich of Cambridge" (3844 Donnen) mit Stückgut von Mexandrien nach Liver- p^ol. Der Chef des Adnriralstabes der Marine. Berlin, 24. Juli. (Amtlich.) Neue U-Bvots-Erfolge im Sperrgebiet um England. 26 000 BRT. Unter derr versenkten Schiffen befanden sich zwei große beladene Geleitzug heraus geschossene Frachtdampfer. Eines der versenkten Fah^euge hatte Petroleum geladen. Die Ladinr- gen der übrigen Schiffe konnten nicht festgestellt werden. Der Chef des Admivalstabes der Marine. Die neuen großen U-Boote. 2^ JE (WTB.) Die ,Liberts" schreibt zum U-Boot-Krreg. Dre n e u e n a r o ß en U-Bo o t e, die Deutsch- land jetzt irr Dienst zu stellen beabsichtigt, bedeuten eine ernsthafte Gefahr für die Entente. Der Charakter des U-Boot-Krieges wird dadurch vollkommeir verändert. Man muH hoffen, da ßdie Entente Gegenmaßregeln plant. Amerikanische Schiffe unter russischem Oberbefehl. Kopenhagen, 24. Juli. (WTB.) „Nowoje Wremia" meldet: Der Chef der Schw^en-Meer-Notte, Koltschack, das Angebot der Bereinigten Staaten cm, den Oberbefehl über die amerikanische Flotte zu übernehmen. Schiffahrtsabkommen der Entente. Washington, 24. Juli. (WTB. dllchtamtlich.) Meldung des Reutersä)en Bureaus. Großbritannien, $canEretd), steuert nnd die Bereinigten Staaten haberc sich in dein Grnrndsatz über die Regelung der Ozean- und Dampfschiffahrt st raßen zwischen den Bereinigten Staaten und den Ländern der Alliierten geeinigt. Jetzt schweben Verhandlungen zwischen der britischen Admiralität, dem Schiffahrtsamt und dem Staatsdepartement der Beremrgten Staaten, um die Regelung wirffam zu machen und dre gegenwärtig Unerschwinglichen Schiffahrtsraten herabzn^etzlenz. . Japan wird das Abkommen wahrscheiillich unterstützen. Am dem Reiche. Ernst Bassermann f. Mannheim, 24. Juli. (MDB. Nichtamtlich.) Wie dre „Neue Badrsche Landeszeillurg" meldet, ist der Reichs- tagsabgeordnete Ernst Bassermaun im Alter von 62 Jahren heute morgen 8 Uhr 25 Min. nach längeren Leiden in Baden-Baden sanft entschlafen. ... Inmitten,schwierig-ster polittscher Verhältnisse ist die national- llberale Parte: rhres lanmährigen Leiters beraicbt, des drachfolgers, Benningsens, mid Deutschland steht an der Bahre eines seiner besten Pattroten und beivährtesten Parteiführer. Jahrzehnte hindurch hat er es verstanden, seine Partei, die lvie kaum eine ander» von Gegenjatzen und mcht selten ttefgeheirden Meinungsverschiederr-' Herten bewegt wird, ,rchcr den inrttleren Weg zu führen und vor den oft der knirschen Verhältnissen drohenden Gefahren der '3er- splltterung nnd des Auseinandergehems nach rechts wie nach links tzu bewahren. Wahrend des Krieges hat er sowohl seine Pflicht als ^andwehrofttzrer erfüllt, und zugleich seine Führerschaft im Reichst tage getreulrch betätigt. 1^^ Gnrst Bassermamr wurde anr 26. Juli 1854 in Wolfach im ^rchworzwalde geboren. Nach vollendetem juristischen Studium tUmöerfitdfen .ÄctbcffienpL Leidig. Berlin, Straßburg) und Vor- bnm tng->MPuft ließ er sich in Mannheim als Rechtsanwalt nieder W8, nnnfce er dort Stadtrat. 1893 wählte ihn der Wabtlreis Mamiheun-^chwetzmgen-Wemheim in den Reichstag: 1898 vertauschte Bassermaun dieses Mandat mit !x'm für Jena-Weida- Nk-ustadt-Orla. 1903 kandidierte er in Karlsruhe, unterlag aber dem Sozialdemokraten Geck. Erst 1904 trat er bei einer Nachwahl in Frantwrt-Lebus wieder in den Reichstag ein. 1907 wurde er in RothenbuvA-Hoherswerda, 1912 in Saarbrücken gewälilt. Basier- mann war Mitglied der preußischen Rheinschiffahrtskommission be8 Beirats des Reichsamts ^ur Beaufsichtigung der Privat- Versicherungen, des Wasserstraßenbeirats für den R he interne- ranal. sowie Vorsitzender des Partikularfchifferverbands 7ns et sustitm. ^ Bassermann gehörte zu den einflußreichsten Parlamentariern: nn Lcvttfchen Reichstage. Seine vielseitigen Kenntnisse, seine her- ^^rrliaelide Rednergabe und nicht zum mindesten sein' diplomati-» sches (Geschick sicherten ibni rasch einen bedeutenden Einfluß in seiner Parier, als deren erster Führer er in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zentralvorstandes und als Vorsitzender der Reichstags ftakiton anzuseben war. Mit dem Einfluß in der Partei gewann er großen Einfluß ans die Reichspolitik, soweit sie in Reichstage ihren Ausdruck findet. Namentlich zu Bülows Zetter und vor allem in der Blockperiode ging seine politische Bedentniu wett über die eines bloßen Parteiführers hinaus. Berlin, 24. Juli. (WTB.) Die Reichs stelle für Obst ünd .Gemüse erläßt ein Verbvt der gewerbsmäßiqen Kon- serviierirng von Meerrettich, SQuerkrau und Steckrüben in luftdicht vvrschlL>ssenen Behältnissen niit SÄrrnno von cheu.de . Ferner wird die Bekcrnnimachnng über den Absatz von Weißk-ochl vonr 21 . Oktober 1916 aufgehoben ,a Iiii, 24. Juli. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" ver- vssentlimt eine Bekanntinachnng über die Brennstoff- b er sorg u n g der HoAshalttt.nge.ir, der Land Wirtschaft und des Klei ngei verb es. Ans Stadt nnd Cand. Diesen, 25. Juli 1917. Lebensmittel. ** Die Ausgabe von Einmachzucker. Zur Aufklärung wird uns voni Stadt. Lebensmittelamt nritgeteilt: Die einmalige E i m nach zucke ra u s gäbe beträgt auf den Kopf der Bevölkerung 81/4 Pfund irnd zwar auf die Ni-arken 30, 31 und 32 je 1375 Gnomin. Von der auf Vttrrke 32 eirtfatlenden Menge werden 1000 Gramm in Kandiszucker ausgegeben, 075 El-vamni in weißem Zucker. Städtischer Obst ver kauf. Morgen, Donnerstag Vvrmitwg gelangen in den Marktlckuben Himbeeren und Ein- kochkirscheu pfandweise durch die Stadt pm Verkauf Gv- sape sind mitzuLringen. . ^.0 ckn e n non Gemüse. Am Donnerstag imb Freitag können beim Stadt. Elektrizitätswerk grüne Bohnen Dwn Trocknen angeliefert werden. Die Anlieferung hat vormittags von 8 bis 12 Uhr zu erfolgen. Siehe Bekanntmachung. * Dre Kohlweißlinge nrackMn sich auch in de Umgebung von Gießen aufs unangenehmste bemerkbar un! -können ver Geinüseernte beträchtlickMn Schaden antun. G .'wäre sehr vankensloert, wenn die Schulkinder auch hier an guckte n tvürdon, die Schädlinge zu fangen. Besonders an würde es wirken, iveun, wie das auch anderswo ge schlecht, eine kleine Pränrie ausgefetzt würde. ** Pilz freu nd e werden bei ihren Gängen oft enttäusch muy Hause kommen. Unsere ohnehin mit Pilzen wenig gesegnet GvoerD wird uns wahrscheinlich auch noch längere Zeit nnbeftiedig Haufe kommen lassen. Pilze brauchen bekanntlich Feuchtigkeit Kühling und Vorsommer waren aber ziemlich trocken mtb habet ^iwra Wachsttmi der Pilze nicht besonders beigetragen. An vieler Steven im Walde, wo im vergangenen Jahr reichlich geeinte werde« konnte, sind jetzt noch wenig Aussichten für eine ausgiebig (Spti£. Dadurch dürfen wir uns aber nicht verdrießen lassen Wen, die Jahreszeit weiter vorgerückt ist und Regenfallc häufiger werden dann werden sich auch wieder mehr Pilze zeigen. Pilzgäng< prr Erweiterurrg der PilzEennttns lohnen sich fiir die. nächst, KeLt nicht. Wir wollen uns also noch ein wenig gedulden, danr werden unsere Gänge unr so lohnender sein. Auch die Ausstest ,lu«g von Pilzen muß noch einige Zeit unterbleiben. ** Ausgabe von Kohlenbezingssch einen. Diejenl ' die Kohlenbezugsscheiue noch nicht empfangen haben, könne, ' abholen, und zwar ist für die Ausgabe die im Anzeigenteil be- ——. gegebene Reihenfolge der Brottnarkenü^irke maßgebend. Di« Bvotausweiskarten sind vor^ulegen. Die bereits verausgabten Scheine behalten ihre Gülligkett. ** Baumwollspinnstoffe und Barrmwolst Mefpinste. Am 25. Juli 1917 kst ein Nachtrag zu der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baunvoollspinnstoffe und Baum- -tvoügefpinste Nr. W. II. 1800/2. 16. K. R. A. in Kraft getreten. durch freu einzelne Bestimurungen der allen Bekanntmachung ab- gecrndert werden. Insbesondere sind mit Rücksicht auf die ver- änderten Zeit umstände die Höchstpreise ftll diejenigen Baumwollgarne erhöbt worden, die auf (9nutf> eines nach dein 24. Januar: 1917 ausgestellten Spinuerfaubnissche-ins gespomun sind. Ter Wortlaut der Bekanntmachung ist in heutiger Nummer unseres Blattes enrzusel>en., ^ Kreisbla t t Nr. 125 enthüll Bvkannttnachungen über Hockiftprerse für Bamnnwllsprnniwffe und Banmwollge.spinfte, Ausdrusch von (Stetretbe, Aufkauf der beschlagnahmten Fässer usw und Versorgung der Bevölkerung mtt Kartoffeln, Obst und anderen Feldfrüchten. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 25. Juli. In Nachbardörsern sind Anzeigen » gegen Kriegswucherer, die die Lebensmittelnot ihrer ^titvurger sich nutzbar machen, um ihrer eben schon vollen Geld sack noch voller zu pftvpfen. Es lvurden verlangt und bezahlt für Brot 3,50 Ddark bis 4,50 NLairk für ein Laib' fifr Eier 40 bis 50 Pf. für das Stück, für Mehl 1,50 bis 2,50 m. für ein Pfund, für Kürtosieln 25 bis 35 Pf. für ein Pfund. — —- _ —— «ilum 10 000 Kohlweißlinge sind bis jetzt hier gefangen worden, aber viele Tausende fliegen noch.. Utt den allerletzten ist eine besondere Belohnung ausgesetzt. - u. H eu chel heim, 25. Juli. Im Anschluß an eine am Sonntag morgen vorgenommene Besichtigung der hiesigen Freiwilligen und Pflichtfeuerwehr überreichte Kreisfenenvehr Inspektor Dickore nachbenannten acht Feunwehrleuten, die sckion 25 Jahre lang als tteue Mitglieder der Freiwilligen Feuerivehr zugehüren, das vom Großherzog für diese Zwecke gestiftete Ehrenzeichen: Joh. Ludw. NesseldrÄier, Georg Nesieldreher, Jakob 9llnn 23., Heinr. Rinn 12., Karl Hahn 2., Adolf Steinmüller, Hernr. Volkinann 4., Heinr. Rinn 10. l_I H 0 l z h e i nr, 24. Juli. Der von hier nach der Dampftnolkcrei Lang-Göns fahrende Milchwagen stürzte unr, da die Deichsel sich loste. Ungefähr 800 Liter Mich gingen dadurch verloren. tt. Treis a./Lda., 25 Jilli. Am 22. Juli, vormittags, fand in der hiesigen Kirche eine Abschieds fei er für die beiden Glocken statt, die im Laufe dieser oder der nächsten Wvche abgenommen werden. — Das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhielt der Musketier Gotthard Bender von hier, zurzeit in einem Jnf.-Regt. tnt Osten. Kreis Lautcrbach. . z. Gr e benha in, 23. Juli, ©eftrai nackMillag fand in der yieiigen Kirche die Abschiedsfeier von der beschlagnaHütten Glocke statt. Nachl bem Gesang des Liedes Glockenabschieo von I. Heinzelmann. l-ielt Pfarrer Frank von Erainfeld eine tief ergreifende Rede. Nach, Schluß der Feier stimürte die Gemeinde vor deni lüttes hause das Lied Eine feste Burg ist unser Gott an. Damit war diese würdige Feier beendigt.^ Heute nwrgen erfolgte die.WnalMe der Glocke ans denr Glockenstuhl. Sie ist im Jahre 1875 ange- schafft >vorden, und war von Glockengießer Eh. Bach in Windecken h.ugestellt worden. Einen Widmungssprnch enthielt sie nicht. Ihr Gewicht beträgt 5 Zentner. Eine alte linderckose Wittve hatte hiei'zn in ftühcren Jahren 300 Gulden gestiftet. Die übrigen Kosten sind von der hiesigen Gemeinde besttitten worden. Es verbleibt uns noch vorläusig eine kleine Glocke, welch ? vom Jahre 1815 herrührt. z. Nösberts. 24. Juli. Vorige Woche wurde ein bei dem' Landnnrt Heiniü?h Dahmes beschäftigter russischer Gefangener' plötzlich rrrsimng. Er Ivurde vorn Wachttnarm Schnöder an dos Gefangenenlager nach Wetzlar zurückgebracht. Kreis Friedberq. kd. Bad-Nauheim, 25. Juli. Am 26. Juli 1917. abends 81 i Uhr findet im Konzertl-aus das vierte Philharmonie Konzert der Kurkapelle unter M!itwirkung der Geigerin Eva B e r n st e i n ans Münchs statt. Die Leitung hat Hofrat Professor Minder-' stein. Ueber die junge Künstlerin, welch" an diesein Abend erstnmlig in INifevem Konzertl>aus auftteten unrd, liegen big! glänzendsten Berichte aus allen großen Mufilstädttu DentzsMands vor. Berichite aus Berlin, Breslau. Dresden, Köln, Hamburg/ München, Wien u. a. schildern das bedeutende Talent, die Anmut des Spiels, den Reiz der schlanken j ugendfrisckien Erscl>einnng. und stellen der Künstlerin eine große Zukunft in Aussicht. Eva Bernstein wird das Konzert für Violine und Orchestei' in F-Moll von Eduard Lalo. sowie das in D-Dnr von Mo.zart vortragen. — Eingeleitet wird der Abend durchs die Uraufführung eine« PhantastisckMi Sinfonie („Beschwörung") von dem hier lebendeck Raoul von Koczalski. Das nicht zu lange Werk — es spielt nicht ganz 30 Minuten — besteht ans vier Sätzen, deren jeder mit einem poettscken Vorwort versehen ist, wodurch die Stimmung des Hörers in die entsprechenden Ba-hinen gelenkt Norden soll. Mtoizart'i?» reizende „Nachttnusik" für Streicki-orchester vervollständigt das interessante Programm. Gerrchtsfaal. Berlin, 24. Juli. (Pittvatbel.) Das „Berl. Dage-bl." meldet aus Breslau: Die Strafkammer in Breslau verurteilte den angesehenen Breslauer Wildlstrndler Max Pelz wegen Hehlerei zu fünf Jahren Zuchthaus und seine Fvalu zu einem Jahr Zuchthaus. Beide erwarben van einer Dieb^esbande in großen Mengen Geflügel und Kaninchen. Die Diebe erhielten Zuchthausstraferi von vier bis zehn Jahren. WitternngSberichl. (OefsentlicherWetterdienft.) Wolkig, meist trocken, mäßig n>arm. Letzte Nachrichten«. Ein neuer Fliegerangriff auf England. Lond 0 ii, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich NeuterMeldung. Amtliche englische Meldung. Ein Geschvader von 18 bis 21 feindlichen Flugzeugen näl>erte sich l-eute früh Feliz-town und Harwich und warf Bomben ab, aber das schlvere Feuer unserer Abwehrgeschütze zersprengte die feindlichen Gruppen und zwang sie zur Rückkehr über See, wobei sie von imseren Fttigzeugen verfolgt und heftig bekämpft Nmrden. ^lber bei der schlechten Sicht »var die Beobachtung sehr schvierig. Die Verluste sind bisher acht Tote und 25 Vettvnndete. Anttli ch wird gemeldet, daß die Verluste bei dem heutig eit Luftangriff elf Tote und 26 Beftvlirndete betragen. Der Schaden ist unbedeutend. Unsere Flugzeuge trafen einige nach Belgien zurückkehrende feindlick^e Flugzeuge und brachten eins auf See nah<^ der Mste znm Niedergehen. Die russische Flotte vor PeterÄmrg. Russische Grenze, 24. Juli. In Schußweite von Ptetersbürg fütb Krieg sscÄffe der Ostsee flotte vor Anker gegangen, um im Falle der Anwendung von schiverer Artillerie durch die Truppen der vorläufigen Regierung ebenfalls schwere Arttllerie gegen die von den Regierung st rupven be setzt gehaltenen Stadtteile in Tättgkeit zu setzen. In Vorstädten von Petersburg hoben die Maximalisten Schützen- gräbm aus und verbarrikadierten geeignet erscheinende Häuser. Blutige Zusammenstöße haben in Moskau zwischen Maximatiftnt und Regierungstruppen eingesetzt. In Mittelrußland ist der größte Teil des Eisenbahnverkehrs zum Stehen gekommen. Allgemein fürcksiet man, daß die Ereig nisfe in den Städten auf dem Lande einen gefährlichen Widerhall gefunden haben, und daß hierdurch der größte Teil der bisherigen Getreideernte vernichtet wird. In Sebastvpol ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen, die zu größeren Zerstörungen an einzelnen Flotten- mrd Heeresgebäuden geführt haben. Der Befehlshaber der Festung Sebastvpol ist durch Revolverfchüsse verletzt worden. Zahlreiche Matrosen haben die Schiffe verlassen und begeben sich ftr das Landesinnere. Auch in Odessa scheint völligc Anarchie zu herrsschen. Die Maximalisten haben'die Unab hängigkeit Odessas ausgcrufen. In Odessa trafen sahnen flüchtige Trümmer der 164. Infanterie-Division, die bei Kaluscz vollständig aufgerieben worden war, ein, und ver breiteten dort alarmierende Schreckensnachrichten. Daraus begannen Zusammenrottungen von Soldaten, Arbeitern und Matrosen, die die Erschießung Kerenffis und der bürgerlichen Minister forderten. Kopenhagen, 25. Juli. (L.-A.) Dem Rjetsch zufolge verabschiedete Kerenski den Oberbefehlshaber der Petersburger Truppen llird setzte an seine Stelle einen jungen Leutnant. Haag, 24. Juli. Die „Nmvoje Wremrja^' berichtet, daß 60000 Mamr aller Waffengattungen wegen der Urrruhen in Petersburg angekominen sind. Bern, 24. Juli. Wie ein russischer Ätttarbeiter des „Bund" dem „Rnskofe Slowo^ entnimmt, ist in Wladikaw- Las eine ganz Sechützendivifion eirrgetroffen, die die Kau- kafusfront in meuterischer Weise verlassen hat. Meutereien im französischen Heere. Berlin 24. Jvli. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Aufzeichnungen, die man bei am 8. Jckli bei der Ntoulain dc Caffaux gefangenen Leitten des Jnfanlerie-Negiments 109 von der 13. Division erbeutete, geht hervor, daß Anfang Juni Meutereien in Soissons beim Infanterie-Regiment 129 der fünften Division stattfanden. Die Leute weigerten sich, in Stellung zu gehen. Das Regimen! wurde entwaffnet und die Anführer erschossen. Das Jnfantette Regiment 129 sollte gerüchtweise nach Saloniki abttanspottierl werden. Auch in der 13. Jnfaitterie-Divisiou sind Anfmig Jimi größere Auftuhre gewesen. Angestifftet durch das Jnfa7tterie-Negi- ment 17 der 170. Infanterie-Division zogen gröDere Trupps der Regimenter 109 und 214 und des Jägr-Bataillons 20 (600 bis 900 Mann) nach Soissons und gaben, auf dem Wege die Inter nattonale singend. Mehrere Schüsse ab. Die Os^iere flüchteten, Zuni Meckdappell »varen die Truppen wieder vollzählig in ihren Quartieren. Auch hier hat das Kriegsgericht eingegrsifen. Zwei Rädelsführer wurden erschossen. Mehrere andere Leute wurden zu Gefängnis von 10 bis 20 Jahren verurteilt. Zur Offensive in Galizien. Zürich, 25. Juli. Der Zürcher TugesZim. m.u.ohneBer- psteg. f. jede Zeitdauer. Nttl- lag- u. Äbendtrsch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11(587 Bestemvsohlene vornehme Fmnillon pension. Schön möblierte Zimmer mit voller Pension. Vorzügliche Kfichd, elehtr. Xaicbiv Bad. Telef. 819. [04189 Möbliertes Zimmer mit voller Pension zu vermieten. 04564 Bleichstraßc 13,1. 1 Lüden u. dg-1, | (Srojjfr Lagerleiter zu vermieten. L. Keidel, 04.569 Sonuenstr. 3. E m besucht zum 1. 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Juli erhaltenen schweren Granatschussverletzung den ehrenvollen Tod für sein Vaterland gestorben ist. Auguste Walter geb. Meckel Elly Walter Karl Friedr. Walter Katharine Volz Gg. Meckel, Grossh. Bürgermeister Anna Meckel geb. Meckel Hch. Walter, Lehrer, z. Z. im Felde Else Walter geb. Hansult. VilHngen, Lieh, Röthges, Treis a. Lda., den 22. Juli 1917. 55&0J) Eg legte die Welt dich in eiserne Ketten, Verhängte über dich ein so hartes Los; Doch Gott der Herr kam, dich zu retten, Nahm dich in seinen Vaterschoß. Er löste deine Fesseln Und stillte dein Weh, Trug dich aus der Knechtschaft Hinauf in die Höh’. All unser Glück aber ist nun dahin, Einsam müssen wir durch’s Erdental zieh n, Doch wird unser Leid in Wonne ergehn, Wenn wir uns droben einst wiederseh'n. Wer erteilt H&ciihüfe in Algebra ned Französisch ? Schrift!. Angeb. nt. Preisang. unter5559a. d. Gietz. Anz. erb. Nach langem, bangem Warten erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Wilhelm Müller am 24. September 1915 in Gefangenschaft an Malaria gestorben ist. , In tiefer Trauer: Frau Luise Möller Wwe. Marie Müller Aug. Möller, z. Z. im Felde, und Familie Friedrich Jung und Kind Elisabeth Germer. Klein-Lmden, Aliendorf, Dutenhofen, Garbenheim, Mönstadt, 24. Juli 1917. Steckbrief. Der Gefreite Waldemar Waltber, Landst.-Jns.-Ers.- Batl. 18/28 Wetzlar, Hat sich am 16. Juli 1917, vormittags aus dem Teil-Lazarett Heiland Pflegeanstalt Gietzen, wo er sich zur Beobachtung befand,ohne Erlaubnis entfernt uttd ist bis heute nicht zurückgekehrt. Es wird ersucht, nach demselben zu fahnden, ibn im Betretungsfall feitzunehmen und zu Nr. 1085 nach hier telegraphisch Nachricht zu geben. Beschreibung: Name: Waldemar Waltber, Geburtsort: Stafifurt, Provinz Sachsen. Grütze, 1,65,5 m. Gewicht: 54 Kilo, Schädelumfang 56 cm, gerader kraft. Mann. Besondere Kennzeichen: Unregelmätziges Gesicht, schiefe Nase nach links, schlecht mod. Obren, sehr- schlechte Zähne. 5570 D Immer freundlich war dein Leben, Treu und friedlich deine Hand. Hoffnungsvoll war dein Bestreben, Mußt nun ruh’n in Feindesland Wie hast du wohl in letzterStunde Gesehnt dich nach donLieben dein, Nun ruhe sanft, du Herzensguter, Sollst nie von uns vergessen sein. Wenn Liebe könnte Wunder tun, Und Tränen Tote wecken, So würde dich im fernen Land Nicht fremde Erde decken. Können wir anch dein Grab nicht schmücken, Trauernd an deiner Gruft nicht steh’n. Auf zum Himmel wollen wir blicken, Wo wir uns einst wiederseh’n. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, braver und unvergeßlicher Sohn, unser guter, treuer Bruder, Schwager und Onkel Musketier Karl Schneider in einem Infanterie-Regiment, Inhaber des E. K. II. Klasse, auch vorgeschlagen zur Hessischen Tapferkeitsmedaiüe nach 21monatiger treuer Pflichferfüllung am 19. Juli 1917 in einer Schlacht sein junges, blühendes Leben im Alter von 21 Jahren zum Opfer geben mußte. In tiefer Trauer: Familie Philipp Schneider nebst Angehörigen und Bekannten. Gründl. Unterricht in 5076 Maschissoschpeilien Stenographie Buchführung u. allen Handelsfächern. Tage** a. Abendkurse Honorar für Einzelfächer Mk. 10, — , für Kurse nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung täglich. Kostenlose Stellenvermittlung. Franz WSEfl., Gießen Goethoetr. 32. Toi. 2034. JLeselvrlilen! k 1.50 und 2.50 Mark bet Uhrmacher Cig. Koch, Muhlstr. 2, Ecke Bnhnhofstr. Unterhalt auf dem Lande wird für 2Mädchenvon11u. 12Jahren gegen entsprechende Bezahlung bei ordentlicher Ber- pflegung s. mehrere Wochen, evtl, länger gesucht. Schrift!. Angebote unter 5575 an die Geschäftsstelle des Gietzener Anzeigers erbeten. Für einen ivjäbr. Knaben wird i. guterFamilie auf dem SanbeFerionaafentliAlt gesHchi. Etwas Nachhilfe in Latein sehr erwünscht. Event, auch mit 12jähriger Schwester. Schriftliche Angebote mit Preisangabe um. (4563 an die Geschäftsstelle des Giefiener Anz. erbeten. Schwante Brieftasche mit zwei militärischen Ausweisen verloren. Gegen Belohnung abzugeben in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 6574 Das Damli-Frikseiir- gesW KaMSMe 27 empfiehlt sich imKopswaschen, Frisieren, Ondulieren, Maniküre, sowie Anfertigen sämtlicher Haararbeiten. Grotze Auswahl in Hüpfen, Haarschmuck, Parfümerien usw. Ankauf von ausgekämmtem Haar. 04094 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unsrer treu- sorgenden Mutter ImWmnMMB.Wkk sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Gußmann sagen wir unfern besten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Dietrich Walter. Daubringen, den 20. Juli 1917. 5536 Bekanntmachung. Am Donnerstag und Freitag dieser Woche können grüne Bohnen zum Trocknen angeliefert werden. Tie> Anlieferung hat vormittags von 8—12 Uhr zu erfolgen. Direktion der städtischen Elektrizitätswerke und Strakcnbabn der Stadt Gietzen. 5573 Ausgabe von Kohlenbezugsscheinen. Diejenigen, die Kohlenbezugsscheine noch nicht empfangen baden, können solche abholen und zwar für die Empfangsberechtigten des 1. u. 2. BrolmarkenbezirksMontag. 30. Juli d.Js. „ 3. „ 4. „ Dienstag 31. „ „ ,/ 5. „ 6. „ Mittwoch 1. Aug. „ „ „ 7. „ 8. Donnerstag 2. „ „ „ „ 9. „ 10. „ Freitag 3. „ „ „ „ 11. „ 12. „ Samstag 4. „ „ „ Die Scheine werden an die Empfangsberechtigten mit den Anfangsbuchstaben A—K vormittags von 8—12 Uhr und an diejenigen mit den Anfangsbuchstaben L-Z nachmittags von 2—6 Uhr verabfolgt. Die Brotausweiskarten sind vorzulegen. Die bereits verausgabten Scheine behalten ihre Gültigkeit. Gietzen, 24. Juli 1917. 5565B Ortskohlenstelle der Stadt Gietzen: Steding, Pferde-Berfteigerrmg. Freitag, den 27. Juli 1917, vormittags 19 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle dahier zwei ausgemusterte, eingefahrene Landgestütsbx.schäler versteigert werden. 5501D Darmstadt, den 18. Juli 1917. GroßherzogNche Landgestüts-Direktion. S chörke. Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Handelsäehr - Institut Hermes, Gießen, Bahnhofstraße 60. Am 1. Ans« beginnen wieder neue Kurse in Steno- srraphie, Maschinenschreiben, ßuehtührnng, kaafm. Rechnen, Kontokorrentrechnen nsw. Man bittet um rechtzeitige Anmeld. Prosp. gratis. 2 ‘garetten direkt von der Fabrik SS*“ n Orlglnalprelsen "€38 100 Zlgarett. Kleinv. 1,8 <31 70 100 .. .. 3 „2.50 198 .. .. 4,2 „3.20 100 .. .. 6,2 „4.50 Versand nur gegen Nachnahme von 300 Stück an. yimppan prima Qualitäten v. HlJdrnJU 100 b . 200 Mk. p. Mille G. m. b. H. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9068. F 41 D Lehn heim, den 23. Juli 1917. 5562D Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Todes-Anzeige. Für die so wohltuend empfundene Anteilnahme während der Krankheit und beim Tode unseres so guten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Otto sagen wir allen anf diesem Wege innigsten Dank. Erneatlne Höpfner geb. Schulze Frieda Höpfner Erna Höpfner. Gießen, den 24. Juli 1917. 5555 Heute Dienstag, vormittag 10 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Peter Schmidt, Bahnwärter i. P. im 84. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Kaspar Becker, Strassenaufseher und Familie. Giessen (Bahnhofstr. 5), den 24. Juli 1917. 01668 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. Juli 1917, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Vpri4H ; gen r Si^rT^P -uw Jeder darf radfahren mit meinen erlaubnis- freien Reifen 7,75, Hoizreifen 5,50, Taupeifeflt“r 9,75, Taoreiieo Is. Hanf 12,50, Original Standard-Reifen 12,00, dies Hier Stück. Umtansch gestattet, also kein Blslko. Viele Tausende gotisiert. Paßt am jede Felge. 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