Rr. m Der Cich-E Lazeitz« erscheint täglich, außer So-mrtags. — Beilagen: Sietz«ur^amlUenMtter Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In Flandern ist die Artillerieschkacht wieder zu voller Kraft rnflmmnt. Sie dauert die Nacht hindurch an. Unsere für die Führung des Feuerkampfes unentbehrliche« Fesselballons waren längs der ganzen Front das Ziel erstUglosen feindlichen Fernftuers. Oestlich von Ypern würgten sie einheitlich auch durch zahlreiche Fluggeschwader an- Hegrifseu Unsere Kampfflieger und Abwehrgeschütze brachten wiese Luftangriffe zum Scheitern. T ie Fesselballons blieben amversehrt. acht feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. lErkundungsvorstötze englischer Balailrone scheiterten. Heftige, nächtliche Angriffe erfolgten zwischen Avion und Meri- eonrkt; Anfangserfolge des Gegners wurden ausgeglichen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei guter Sicht lebte durchweg die Feuertätigkeit auf. Am Nsrdhange des Winterberges bei Craonne gelang es in kraftvollem, durch Feuer gut vorbereitetem Angriff die eigene Stellung in einem Kilometer Breite vorzulegen. Bran- idenburgische und Gardetruppen warfen die Franzosen ans mehreren Grabenteilen zurück und brachten über 230 Gefangene ein. Am Cornilletberge, südlich von Nauroy, waren Unternehmungen hessen-nassmttscher Stotztrupps erfolgreich. Eines unserer Fliegergeschwader warf gestern vormittag mit beobachtet guter Wirkung Bomben auf Harwick an der englischen Ostküste. Die Flugzeuge kehrten vollzählig zurück. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeld inarschalls Prinz Leopold von Bayern. Hecrcsgrnvpe des Generalobersten von Eichhorn. Längs der D ü n a, insbesondere bei Dünaburg und bMerseits des Naroez-SeeS nahm die Artillerictätigkcit er- HebEöch zu. Südwestlich von Dünaburg ist ein russischer Korstotz gescheitert. Südlich von Smorgon bis einschließlich Krewo griffelr nach den verlustreich gescheiterten Angriffen am Vor- «chend morgens die Russen erneut an. Trommelfeuer ging De« Sturm voraus, der zu wechselvollen Kämpfen in unserer vordersten Stellung sühnte, in die an einzelnen Stellen die Russen eingedrungeu waren. Am Abend war die Stellung dank frisch durchgefnhrter Gegnlstötzc bis auf zwei Einbruchsstellen wieder in unserer Hand. Heute früh blieben neue Angriffe der Russen südlich von Smorgon in unserem Sperrfeuer liegen. Heeresgruppe des Generalobersten von Bö b m-Ermo li. Unser Gegenangriff südlich des Sereth ist eine Operation geworden. Der Russe weicht bis in die Karpathen hinein! Hervorragende Führung und ungestümer Drang der Truppen nach vorwärts haben das erhoffte Ergebnis verwirklicht. W i r st e h e n a n f d e n Höhen ha rtweftlich von 'T a r u o p o l, haben d i e B a h n R o h a 1 v n — O st r o w östlich unserer alten Stellung überschritten um d die Vorwärtsbewegung z u beiden Seiten des Dnjestrs begonnen. Der Feind leistet südlich dK genannten Bahn starken Widerstand. Front des G e n e r a l o b c r st e n Erzherzog Josef. Längs des Karvathrnkamnres bis zur Putna nahm die 'kusstsche Gefcchtstätigkeit merklich, besonders am Südteile zu. Mehrere Vorstöße des Feindes wurden abgeschlagen. Heeresgruppe des G eneralfeld märsch älls vonMackensen. Am unteren Sereth beutet lebhaftes Feuer auf bevorstehende Kämpfe. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generala'm' sicrmeister L u d e n d c r * f. -i- Der Abcndbericht. Berlin, 23. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Artille r i eschlach t in Flandern unvermindert. Starke russische Angriffe südwestlich von Düna bürg sind gescheitert. In O st ga l i z i e n recht sich in raschem Fortschritt Erfolg an Erfolg. Welch eines Triumphes haben wir uns wieder au der Ostfront zu erfreuen., Uito welch eine entscheidende Kraftprobe haben dort unsere Heere abgelegt! Die militärischen und politischen Ereignisse dieses Jahres hielten, sich, so große Krastaufgebote auch dahinter steckten, in der Schwebe, aber diese schwebende Lage hinderte nicht das Heranreifen des deutschen Endsieges. Hindenburg wollte in dieser Zeit reine große Offensive führen: es waren ihm keine Erobe- rungsziele vorgeschrieben, seine Fronten lagen in guten Stellungen weit in Feindesland, und so ersparte er-uns naxch Möglichkeit nutzloses Blutvergießen. Diese Haltnn.g crgab^ sich auch ans dem Versuch des deutschen Friedens- Vorschlages. Die Grundsteine einem im Interesse der Menschheit gelegenen verständigen Frieden waren gelegt. Aber noch erwies es sich als unmöglich, die Atmosphäre vom .Haß und Wahn und der ErvderungSgier unserer Gegner zu reinigen. Sie waren mit ihren .Hoffnungen noch nicht Mn Ende, und als sie uns zu der ungehemmten Anwendung , unserer U-Boote zwangen, da leuchtete ihnen das zum Kriege wider uns gehißte Sternenbanner zu erneuter Siegeserwartung. Es folgte die erdrückende Flut diplomatischer Großsprecherei und U-eberhebuug; kein Wort >var aus der gegnerischen Seite hart und schroff genug, uns zu demütigen, uns das zahlenmäßige Uebergewicht der En- terrte fiihlbar zn machen. Wir hatten es in diesen: Monaten nicht leicht, denn unser deutsches Volk ersehnte im innersten Herzen den Frieden, und wenn auch kein deutsches Herz an unserer gerechten Sache verzweifelte, wenu auck) von Furcht oder Besorgnis in deutschen Städten irnd Dörfern nicht die Rede sein konnte, so war es doch eine Prüfung der Geduld, daß wir tagaus tagein diese trüben Fluten gegen unser Reich anbvand-en sehen mußten. Dazu kamen dann die quälenden Fragen der richtigen Friedenstaktik, die uns im Innern Schwierigkeiten schufen und in die Einheit und Geschlossenheit des Volkes eine größere Bresche legten, als es dem Feinde auf militärischem Gebiete jemals gelungen war. Wir wagten einen Kanzlerwechsel und provozierten ein neues Ausspeien feindlichen Hohnes und Bramar- basierens. Jetzt aber stehen wir an einem Wendepunkt. Unser ehrlicher Friedenswille hatte auch in dem revolutionären Rußland noch kein Verständnis gefunden. Es ließ sich von seinen Verbündeten verlocken und verblenden und griff noch einmal zur schweren Angriffswaffe. Die Anstrengungen der Gegner wurden bitter enttäuscht. Brussilow erreichte im Osten nicht mehr als die Engländer und Franzosen im Westen. Unsere .Heere waren unerschütterlich, und wo Hindenburg ein leichtes Zurückbiegen der Fronten eintreten ließ, geschah es mit kluger Berechnung und aus taktischen Gründen. Auch in der Defensive entwickelte er die strategische Initiative. Die letzten Tage haben nun der ganzen Welt die wirkliche Lage wahrhaft enthüllt. Da es notwendig geworden war, neue Schläge zu führen, hat unsere Oberste Heeresleitung sie geführt. Und es wurde offenbar, welche überlegene Kräftereserven uns noch geblieben sind. Wir halten imgeheuer ausgedehnte Fronten cwgen die mit aller Macht verstärkten Aufgebote der Gegner, wir weisen die furchtbaren Anstürme der Engländer und Franzosen, die sie auch mit allen Aufhäufungen technffckwr Mittel gegen uns ins Merk setzten, standhaft zurück — und wir gehen, da jetzt die Zeit dazu gekommen ist, uuerschüttert und mit alter Schnei- digkeit wieder zum Angriff über. Der Russe muß seine verkehrte Politik nnd Einschätzung der Lage teuer bezahlen. Die Petersburger Berichte geben den gelungenen Durchstoß durch die galizische Front zu, und amtliche Ausrufe jammern jetzt über die „große Gefahr", in die das Vaterland dadurch gekommen sei! Ja. was keinem unserer Gegner den Fronten der Mittelmächte gegenüber jemals geglückt ist, das haben unsere tapferen Heere im Osten wiederum vollbracht. Die ganze generische Front ist erschüttert, und die strategische Auswirkung des Durchbruches wird voll gelingen? Dabei steht es fest, daß den Angreifern die besten Truppen gegcnüberstandcn, über.die die Russen noch verfügten. Es mag sein, daß sie den Keim innerer Zersetzung mit sich führten, da die Wahrheit sich Bahn bricht und der rücksichtslose Druck der Fremden i n Rußland sicher bitter empfunden wird — es mag also sein, daß diese Zustände dem Deutschen und ihren Bundesgenossen die Arbeit erleichterten, aber es bleibt dock) festerstellen, daß der feindliche Widerstand stark und erbittert gewesen ist, daß die Ueberwinduug einer so verzweifelten Gegenwehr ein klarer Beweis der nngemindert gebliebenen militärischen Ueberlegenbeit der Mittelmächte ist. Wie Hindenburg die strategische Initiative bekundet hat, das wird sich nirgends vertuschen oder abschwächen lassen. Jetzt gilt cs für das deutsche Volk, Hindenburg zu unterstützen! Der Wendepunkt ist da, die fruchtlose Zeit des Wartens und Streitens um Ziele ist vorbei. Wollten wir es dem hämischen Lloyd George gönnen, sich au unseren Meinungsverschiedenheiten zu erbauen? Was steht denn im Wege, auch die innere deutsche Front wieder zu schließen und dem Feinde die erprobte Entschlossenheit zu zeigen? Friedenserörterungen mögen später wieder einsetzen: jetzt haben sie nicht den geringsten Wert, jetzt schlägt die Stunde zu einer andern Arbeit. Das deutsche Volk hat Zeugnis abzulegen, daß es nicht müde und willenslahm ist, die Anschläge der zerschmetterungswütigen Feinde zu vereiteln. Vertagen wir auch den Kamps oder die unsere Zeit und Arbeit in Anspruch nehmende Sorge für die innere Oten* ge staltun g, bis die Lage vor den Toren des Reiches gesichert ist! Geschlossenheit und Einmütigkeit des Volkes in alten Schichten, in Parteien und in der Presse ist jetzt oberstes Gebot! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlmrttmrt: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Stellenweise starker Geschützkamps. H e e r e s f r o n t des Generalobersten Erzherzog Josef. Zwischen dem Susita Tal und der Drciländcrecke lebte die Gefechtstätigkeit erheblich auf. Der Feind unternahm an mehreren Stellen Angriffe; er wurde überall zurück- geschlagen. H e e r e s f r o n t des Generalfcldmarscha«ll s Prinzen Leopold v o n B a y e r u. Die verbündeten Truppen erreichten in siegreichem Vordringen bei TarnoMl den Sereth und überschritten die Bahn Kozow — Ostrow beiderseits der Strypa in breiter Front Die Russen brechen auch an der Narnjovka oft. Die Rückwirkung des Sieges greift auf das Südufer des Dnjestr bis zn den Karpathen hin über. Ueberall räumt der Feind seine Stellungen. Italienischer und südwestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. * * * Der Sieg in Galizien. Berlin, 23. Juli. (WTB.) In Ostgalizien blieb hie kraftvolle V^o rwärtsbewcqunq auch am 22. Juli int Fluß. Das ungestüme Nachdrängen Unserer Truppen hat die rusti- sche Front von Tarnopol bis ins Kärpathenvo-rgclände ins Wanken gebracht. Unsere Truppen zwischen Halicz und Brzezany ,m'o ebenfalls im Vorgehen. Die Zahl der Gefangenen steht iwch nicht fest. Bisher sind 47 Geschütze, darunter eine große Anzahl schwerer, eingcbracht wenden, Obioohl die Russen die Absicht hatten, wie. bei früheren Rückzügen, alles in Flammen ansgehen zu lassen, können sie diesen Plan in der Eile des RücksMges nicht voll verwiri- lichcn. Bei Zborow haben sie lediglich die große Ehcmffee-Brücke verbrannt. Die zahlreichen rechts und links davon über den Strypa- Grund führenden Holzbrücken mußten sic unzerstört lassen, ebenso die große Straßenbrücke von Jezierna Wer die Wjo-suszka. Die russischen Quartiere in den Ortschaften hinter der^ Front bezeirgen überall den überstürzten Ausbruch. Vielerorts fielen bedeutende Mengen von Nahrungsmittel und Munition in die Hände der Verfolger. Die Versuche der Russen, die Munitionslag er in Jezierna in die Luft zu sprengen, gelangen nur zum Teil. Gewaltige Bestände blieben unversehrt, irnd bereits am Vormittag des 21. trafen deutsche Lastzüge ein, um sie zur eigenen Verwendung Wzutransportieren. Lluch die riesigen Verpflegung s vo r r äte in J ezierna könnten die Russen nur teilweise durch Naber gießen mit Petroleum unbrauchbar machen. Bereits gegen Mittag des 21. waren die Ortschaften Me- dowa und Kozlow, 10 Kilometer südwestlich und südlich von Jezierna erobert, während unsere Truppen bereits bis ans 9 Kilometer gegen die Stadt Tarnopol vorgedrnngen waren, die seit Beginn des ersten Kriegsjahires nt russischer Hand ist. Bon den genommenen Höben sahen die Verfolger bereits deutlich den Kirchturm von Tarnopol. Weder durch zusammengefaßtes Feuer aus die große Landstraße rtoch durch starke Gegenangriffe vermochten die Russen den deutschen Vormarsch aufMhalten. Auch ein Vorstoß mit von Tarnopol herangeführten Panzern nt os schlug fehl. Das Sperrfeuer der deutschen Geschütze zwang die Panzerwagen zur raschen Umkehr. Der 22. brachte ebenfalls gewaltigen Raumgewinn für die Verfolger. Am östlichen Ufer der Strypa vorgehende Kolonnen erreichben bereits in der Nacht zum 22. bei der Station Tenysow an der Strypa die Eisenbahnlinie Koz low -Tarnopol. Die ostwärts ab zieh enden russischen Kolmmen wurden häufig mit vernichtender Wirkung von unserer Artillerie geitackt. Ms allen Straßeit und Weaeit liegen Reihen russischer Gefallener verstvenr. Ein Eisen- b a h n z n g , der nach- Osten zu Entkommen versuchte, witrde vor Denysow von Ulanen -und Jägern zur Umkehr gezwmrgen. Außer Unmengen von Munition und Lebensnätteln wurden hier sechs schwere Flachbahngeschütze erbeutet, die ant Bahnhof zum Verladcnt bereitstanden. Am Vormittag des 22. nrorbe die Bahnlinie mit Infanterie in breiter Front überschritten. Ob- nohl die zahlreichen VerteidigUttgsanlagen am östlichen Strypa- U s e r mit ihren iveitansgedchnten und noch völlig intakten Drahthindernissen eine vorzügliche (Gelegenheit zur abschnittsweisen Verteidigung boten, leisteten die Russen nirgends ernsthaften Widerstand. Ihre Nachhuten wurden überall geworfen. Weithin am Horizont sah mcnr zn beiden Ufern der Strypa die iv-eichenden russischen Kolonnen, deren Rückzug stellenweise in Flucht ausartete. /Das nwrine, trockene Wetter begünstigte das rasche Vordringen unserer Truppen. Vor Tarnopvl leisteten die Russen hartnäckiges Widerstand. Auf den Höhen östlich der Stadt hatten sie eine große Masse schwerer und leichter Artillerie zusammengezogen. Am Morgen des 22. Juli erreichte die deutsche Infanterie den vor Tarnopol seeartig enveiterten Sereth. Tie russische Artillerie überschüttete das Westufer dieses .Flusses nrit einem Hagel von Schrapnells und ^Kanaten. Gleichzeitig eröffneten zahlreiche Ma- sck inengewehve, die aus dein Kirchttum und auf Gebäuden der Stadl ausgestellt sind, ein heftiges Feuer. Es wäre ein leichtes, den russischen Widerstcntd durch schweres Feuer auf die Stadt, die ihnen Schutz und Deckung bietet, zu Breien, ähnlich wie die Franzosen in solchen Fällen sich nicht scheute!t, ihre eigenen Städte in Grund mrd Boden zu schießen. Scknnrung und Geist unserer Truppen ist den gläitzwtden Erfolgen entsprecheird siegesftvb und angrifssfreudig. Russischer Bericht vom 21. Juli. Westfwnt: Südwestlich von Dünaburg unter-« hielt der Feind sehr starkes ArtkllerieseUer. In Richtung Zlvtschvw entwickelte der Gegner den Durchbr u ck unserer Fr on t Und setzte mn 20. Juli seinen Angriff in der allgemeinen Richtung Tarnopol fort. Unsere Truppen zruien sich zurück, ohne im allgemein eu den Beweis der nötigen Standhasttgkeit zu geben und stellenweise sogar den Befehlen ilner Anführer nicht gehorchend nnd hielten sich! am Abend guf der Lütte Rcnenw—Glied kn—Potrovivna - Bybudnw. Aus der Front Rischky—Potutery beschoß der Feind kräftig mit Unterbrechungen unsere Gräbert. Am Lvmnica- Flusse in der Gegend des Dorfes Rocitz ergriff der Feürd wiederholt die Ofsensioc, rmtrde aber jedes Mal zNrückgeworsint außer nordöstlich von dom Dorfe, wo es ihnt ;wlang. eine der bestätigten Höhen zu nehmen. Aus der übrigen Front Gewehrsener von Aufklärern. Rumänische Front: In der Gegend der Rinnttc Mün- dNiNg griff die seindlickie Jiffanterie narb Arttllerieovrl^reitttkti^ an, wurde aber durch einen Gegettangrifs rmnänisckvr Truppen abgeschlagen, die die erste Lütte wiederderstellwn. Ans der übrigen Front Geirehrsenor. Kaukasussvont: Unverändert. Lustdieittt: In den Karpathen, schlossen wir durch Gewehrseuer ent deutsches Flugzeug ab, dessen Insassen gefangen genommen wurden. Petersburg, 22. Juli. (W. B? Meldung des Reutersa^nt Bureaus. Depeschen aus Galizien melden, daß die Bresche in der russischen Front -zwölf Werst lneü und zehn Werst lief ist. Eine Kundgebung der 11. russischen Armee. Berlin, 23. Juli. 'WTB3 Das Komitee der geschlagenen 1l. russisch eit Armee, in dem die Miffchnkdigen Ke- renskts und Brnssilows an der verhängnisvollen russischen Öfter-' sive gegen Lemberg sitzen, rtcichete folgendes dralstlose Telegramm nack Retersbnra: Du Den ^rie^^nrimfter, die provisorische Regierung. daS Zep- ^oallmnftee des Rates der Arbeiter- und Soldatendeputiertem ovs iAuSfti.hrungskomftee der Bauer n-Abgeordncten und cm den Ober vefehlshaber des Feldl>eercs: Die deutsche Offensive, die am 19. Juli vor der Front der LI. Armee ihren Anfang nahm, enttoickelt sich zu einer f n r.ch baren Katastrophe, die unter Umstanden den Untergang des revolutionären Rustland >ur Folge haben kann In der Stimmung der Truppen, die vor kurzem durch die I-eldenmüttaen Anstrengungen der zielbennrßtcn s JJifminalif&n gehoben nmrbe, hat lief) ein scharfer und ge wlir drohender Umschwung vollzogen. Tie Angriffslust erschöpfte sich rasch, die meisten Truppenteile defindcu sich im Zuftcnrde einer z u n c h m e n den Z tt s etzu n g. Bon einer Anerkennung der Vorgesetzten und einer ^irbordinatton ist keine Rede mehr. Zureden und belehren sind völlig ivirkungslos geworden. Sie werden durch Trobungen. Mveilen sogar durch Erschießen der Zuredenden bcantunctel. Mjanche Formationen verlassen die SchÜtzengröbeu. ohne das Hermrkommen des Feindes ab-uwarlen. In einigen Fällen wurde der Befehl, zur Unterstützung der Kämpfenden vorzurücken. mehrere Stunden hindurch in Versammlungen besprochen. Tie Folge davon lvar eine Verspätung der Unterstützung um 24 Stunden. Wiederholt haben Trnppcm auf den ersten Schuß ihre Stellung verlasscrl. hinter der Front ziehen sich kilometerweit Züge von Flüchtlingen mit und ohne Gewehr, gesund, frisch aber bar aller Scham und rm Gefühl völliger Sicherheit vor Strafe. Zeitweilig entfernen sich ganze Trarppenteile^ Die Mitglieder des Armoe- und Frorrtkomitaes erkennen mr daß die Lage die äußersten Mittel und Anstrengungen erfordert^ und daß man rwr nid t» l alt mackren darf, um die Revolution vor dem UMevgang zu retten. Zerrte haben der Oberbe fehl sho der der Südwcstfront .und der >lommandLur der 11. Armee in Ueberein- sti.nrnm.ng mit den Koinissaren trnd denr Kvmitec den Befehl erlassen, auf die Fl iehenden zu schießen. Das ganze Land soll die volle Wahrheit über die vor sich gehenden.Ereignisse er- fcchven, soll erschaudern und in sich selbst die Eich'chlossenhrnt finden, sich auf diejenigen zu stürzen, die kleinmütig . . . ve^ichten . . . die Revolution. ^ Das Wolsssche Telegrnphen-Burearr bemerkt hierzu: In diesem Telegramm versuck-en die Schttditnu, die Benrntwortturg für il're MLerlaqe aus die schlecht geführten und zu nutzlosen Opfern verführten Trupprni ab.prscbiel«n. Der Blick Rußlands soll von dem verhängisvolleu Ansgang des Angriffs seiner besten Truppen auf Lerstberg und Drohoüyrz durch die Behauptung von der bedrohten russischen Revolution abgelenkt werden. Tatsächlich ist die Riederlage die operative Folge des Durchbruchs der deutscher Truppen bei Zborow, der. als Bergekttmg rmttrnomnren. sich Plan- n rästig zir einer siegreichen Operation der verbündeten Armeen er- nAÜtert und das Zirrückgebm. des russischen Heeres erzwingt. Eich ö«ser Rückzug Irrt den englischen, französischen und russischen Füh- ^ern die Msacht 'üoer km- Truppen grnrchnmen. die fetzt ein-uscÜen begimcen. wozu sie miistlMaiübk vrurden. Jetzt wollen die Machthaber die Truppen wieder' in ihre Htwtt bringen, indem sie aus >ie schießen lassen. Auch hierfür soll die Lüge von der bedrohten! russischen RevoUULvn als lÄttsckmldigung dienen. Nicht die Revo- ifitton wird durch das siegreiche Vordringen deutscher und österreichisch-ungarischer Trnppnr bedroht, sondern die Verfübrmigs- kuirste der Enieitte und der jetzigen russischen Machthaber. Es soll verschleiert metteic. daß die Mitteln i ächte um den Frieden, die Entente uNr die Fortsetzung des verlorenen Krieges kämpft. Petersburg, 22.Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Burvaus. Ter Rücktritt des Fürsten Lwow ist daraus mrückzusMrem. daß er die sofortige Ausführung der Teile de^ Brogramms der ^sozialistischen Minister mißbilligt hat dic eure darbereit. und sie wird mit aller Kracc und EittftVvssenheft handeln. die die lrutvnbllcklichvn nr\ trsrrl ithm ’ÖVrfxTltnriff*» liacliuiy stellten. der Rechte der konftftuie reichen Versammlung Me neue Lage in Rutzlanö. Beters bürg. 23. Juli. (W. B.) MÄdung der 'Peters- «rrger Telegranherl.Agtgrtur. In der' Vormittagssitzung des Minierrats erfuhr die Mstin i ster t ri se eine T ei l l ö sn n g. Es wurde seftgessellt, dost da.-' Ausrirranderbsten der Ansichten über die Vertinidnog Rußland.? zur Republik hauptsächlich daher rührt, daß einige Kabinettsnniglreder die Veröffentlickmng eirrcs Aktes verlang er. der sofort erstatt, daß ckchickaiw ein republi- kamscher Staat ist, tvahreud die ErklLrmrg, die jetzt über diese Frag« ansgearberttt lr-ird, rm Hinblick auf die Genehmigung dirrch, die versass.unggeberrde Versammlung lediglich eine vorbereitende Maßnahnw für die VerLnidung der russischen Republik dar stellt limd die, beabsichtigte Erklär »mg rrr keiner Weise iu die Bonrchte der versassnngsgebQrden Verscrminllmg ,üngreift. Alle Mitglieder der bleibenden Regierrrng wurden )id) hierüber einig, ebenso wie dre augenblickliche UrrtmssickEeit. m dem. schpünsyen Augenblick der Bedrangung unserer Front die grundsätzliche Frage aufzu- rverfen, «Lmlich. ob es nötig ist. die Duma und den Staatsrat aus^rloscn od<>r nicht, da diese Frage für die Richtlinien des Handelrrs der Regierung keine ausschlaggel>nrdc Bedeutung hat. Der R ü d t r i 1 1 des Ministerpräsidenten Lwow wurde beuptsäcklich durch die Agrarfrage veranlaßt, in der ein un- i'ersähnlicher und wesentlinr ^gmrsatz der Anschauungen zwisäten ,hrn mtö den syzialifnichen Ministern, uumcntlich dem' Land- nüctschaslsnnmster Tschernow, bestwrd. Di« vorläufige Regie- nnrg nahm Kenntnis non dem Rücktritt des Fürsten Lwotv von 'eine:! Aemrern als Minisnivräsiderü und Minister des Innern und nahin deti 'Rücktritt des Fnnanznrinisters Schinaaren-. des Berkchrsimrn rster s Pekrasow, des Unterrichts Ministers Mewutlnv. des Ministers für öffeirtliche Wohlfahrt Fürsten SchaÄAvsloi 'ltw des Itrstrzministers Vevetversotv an und ernMinte den. Kchiegs- nnd Marnremrnister Krrnsll umr Rttiristerpräside-nten unter Bei- dehaitmut des Porwchtrilles des KAreges und der Marine! Re- krasvw rmrrde als Minister ahne Vortesrirille mit der Vertretung .Mrenstts als Minmerprändmt in dessen 'Slbwefenheit lvtraut -af.. Mrmitermm des Irrueim wurde Tserrtellr übergeb-w. der iwrläufig das Amt des Psstmrnssters beilxchält. Das Nnlecrichts- nnnrstenuin wird wabrsckrstntstß dem gegenrvärtigen Landtvirt- tchatlsrniNlster Ticberwow übertragc-n tverdeu. Jedenfalls ist die o-vage offen geblieben, ebensv- smrrbe die Frage der Verteilung i«r ubrrgcn Aemter sstr die nächste Sitzung des Minssterrates ^uruckge.stellt. ?^Ersburg, 22, Juli. (WTB. Richtamtl.) Meldung des Reuter)ch-n Bureaars! M mistrrpräsident e r e n s k i i ist Samstag Front abgereist Die AbvrDnung der ^l>amrsck>aftru der Ocheeflotte ümrde mi\ Verlangen des Zentvalkomiteee' des Ar- re^der- und Loldatenrates gestern abend lreigelassen 2Sie die „Börsen Zessuu.ss' berirfytet, faßte eine Versammlung cwn Vertretern des chch-sbrasthmskh-Regirnents imd der Regi- ben Beschluß, daß die unmittelbare Rot.mm dig^t bejdchc. dre uubefckzräukte Machtrwllkommenheit in die »ände .ü e r e n s k 11 s zu legen. Ein Aufruf der vorläufigen Regierung. Artfrsburg, 22. Juli. (WTB. 9üchtam1lich.) Meldung ^?ersburger Telegiaplien-A^nntur: Die vorläufige Rea-ernna folgende Erklärimg verössentlnlch: _ . Bürger! btr Gefahr hat geschlagen. Die Heere LeaMchen Karsers haben die Front der nationa len revolutionären Armee Rußlands durchbrochen. Tch trmrde ihnen erleichtert durch verbrecl-ersschen urw blmben paTratismus genüssei' Leute, und durch den Verrat anderer. Die einen wie die anderen txrben das neue ^chundscnten mit Verivirrnng uns Ver- roll b^E. In b«e)em Airgenblick der Gefahr konnten sich nnter zEsNutz ung der allgenpenwn UrrordTumg verbvrgerre Kräfte der i Die neu gebildete vorläufige Regierung legt snh kbwe R^henfchatt ab über die Heronnvortung/ die in ilylvr gonDM SckEve mi) ihren Schultern ruht. Aber die Regie- rimg ch erMt von lestem Vertrauen in die Kraft des ganzen DleReg«-rung l^rtrauk auf die schnelle des Polrttsck)kM Lebens des Landes. Nachdem die an- lü'cnmde Kvankheit, die den nationalen Organismus erschütterte uck« geze'gt ^mid in «htc* akute Krise aufgelöst bot. glaubt die Regie- '-uT'i ,e :. öafibirfe Ättfe wr .sseillmg mrd nick» 5um Tode führen Tu t. w.e.:; tr. diesem ist die 8tegHnmf zum ssandelri tScr hat des die die augeizblicklichen außergSoötznlick-en Verbältnisfe erfor de r n Dve Regierung erblickt dre nächste hauptsächliche Aufgabe in der Anwendung aller Kräfte zum Kamp) gegen den äußeren Feind und zur Verteidigungder neuen Regierungsform gegen alle anarchischen und gc ge n re volut i on ären Anschläge, ohne vor den ltreiigsten Maßnahmen Halt zu machen. Gleich.zeitig Nnrd sie durch ihre ärcßere Volitik von neuem be stätigen, daß die revolutionäre Arnrec nur in den Kampf ziehen laun.mit der festen Uebt'rzeugung, daß nickst ein Tropfen Blutes eines ruh'ilchen Soldaten vergossen wird für Ziele, die dem russischen Gefühl der Deinbkratic fremd sind, die sic offen vor der ganjew Welt als ihre friedllck>e Lösung angegeben hat. Zu diesem Zweck l>at dic Regierung in Ausführung der Grurrdsätze der äußeren Po litik, die in der Rcgierungserklärung vom 19. Ndai dargelegt loaren d i e .A b! sich t, die Alliierten y u einer Konferenz der Al!l i i er ten im A u g uft ei n zu laden, um eine flU- gemeine Orientierung der äußeren Politik der Alliierten fe st zustellen und ihre Handlungen bettessend die Amoendung der von der russischen Revolution verkündeten Grundsätze in Eiullang brücgeu. ^us dieser Koufereuz, wird Mchland außer durch Diplomaten auch durch Vfutteter der ru»)isck>cn Demokratie vertreten sein. In Forttührung der Arbeit^ des staatlichen Wiederaufbaus, wie auch auf anderen Gebieten Qis den in der Erklärung vom 19. Mai ausgesprochenen Grundlagen, hält es die Regierung für unerläßlich, jofort eine Reihe von Maßnahmen zu ttessen, die diese Grundsätze in die Tat umsetzen. Die Regjermrg wird alle Maßnahmen treffen, damit die Wahlen zur verfassunggebenden Bersammürng an dem testgesetzterl Tage, am 30. Septeurber. stattsrnden und dann) dre vorbereitenden Anordnungen zur Sicherung der Freiheit ^ bei den Wülsten rechtzeitig verwirllicht werden Die Rbaßnauren der stöegierrrng in der Agrarfrage werden, wie bisher, beltiutmt durch die urbglickstt schleunige Ernssklwung der Selbständigkeit der Gemeinden und Semstwows airf der Grundlage des allgemeinen, direkten!, gleichen und geheimer' ^rttnkmrechts. Die Arrsdebmrng dieses Grundsatzes aus das ganzc Lmck» bildet die Haupts org« der Regrerung aus dem! (Äebiet der in- rreren Politik. In ihrem BEstcrben, die Grundsätze bürgerlicher Gleichheit i.m Leben des Landes in die Praxis umzusetzen, 'vird dic Regrerrmg deimtächst Anovdmutgen veröffentlichen, die dß Klassen und Ränge der Beamten und die Auszeich- nungeuabschiaffen, airsgenommen solche für militärische Verdienste. llur ge.pm die wirtschaftliche Verwirnrirg kräftig cmzou ka-mpfmi. und um iveitere Mußnähmen zum Schutze der Arbeit treffen, luertuu te wirtschaftliche Beirat und der allgemeir« l irrrtfcf>nftli dx' Ausschuß bei der Regierwrgi urwerzügllch ihre Ar- lreiten lstgi.m«m,^ukbe'n sie einen allg.nneinen Plärr der nationalen wirtschostluhen Organisation der Arbeit aic-sarbeiten und einen Ge- scstzeirllvurs und Maßnahmen vorbereiten, die das Wirtsckwstsleben regeln. Auf derst Gebcete der Arbeiter Politik werden u. a. Gesetze übcw Arüeitsbörilcm und SckMdsgerickstskanrmcrn mcsgearbeitet werden. Man ist dabei, Gesetze bet ressend den a cht stündi ae n Ar- bertstag, den Schutz der Llrln'ft. die EinsulTrirng aller Arten wzialer Versickiierung und ihre Ausdehmru-g mrs jedc' Art besoldeter Arbeit aieszimr betten. Es wird der lZ^esetzentwurs mner Agrarreforlml iausgearbeitet tverden, der der verfas ssumsgebeuden Versammlung unterbreitet tverden )oll. Die Maßnabnreu, die die Regierung urigesäumt ttessen wird, Werdau sick» beziehen! 1. auf das völlige Aufgebcn> der früheren Agrarpvlitft, die das Land vollständig zerrüttete; 2. deic volletk der Freibsst der verfasfimgsgebenden Ver- fammlnug bei Verteilung.des Grund und Bu>ms! 3. die Reqe- llmg der- Bodenverhältnisse mit Rücksicht auf die Interessen der Landesvcrteidiginig und dic Ernälwung des Landes mittels Aus- dehmurg und fester Verlündung eines Netzes von Agrarausschüssen: 4. vermtttklit einer ähnlichen gesetzlichen !steqelung der Grund-. beiitzerverhältnisse zur Best-ttignug der ernsten E>efckhr, die für den ^taat und die kimfrig-' Agrarreform, in gelrmltsamen An- ergnnngen irnd undcrein mttltnrlich.TN Vorgehen liegt, das darauf abzielt, die Landbediirtmsse zu 'lnssriedige)r und dc'nr (^ttundsatz des Regierun-gsplaues für die firuftigc Agrarreform entgegengesetzt ist. Indem die Regierung diese Probleme auszählt, 'hall fte sich für berechtigt, bei ihrer schweren und verMttwoistuugsvvllcm Arbeit auf die Unterstützlrirg aller lebendigen .Kräfte des Laudas m bbanen, Und sie fordert vmc diesen das Opfer ihres gesamten Be- sstzes, -a sellstt ihres Lelwns für das große Werk des Wohles dc's Landes, das Mtshört, für die beumhuendeir Böller eine grausame Rabemmitter zu sein, für das Lmrd, das sich benuiht. sie alle Li») der st>st'undlage vollroinurener Freiheft und Gleichheit zu per ewigen. Eine Abstimmung dcS franzöfifchen Senats. ^ Paris, 23. Iuli. (WTB.) Meldung der Agence Havas Der ttasen für Fehler in Amvendung gebracht wetten, ^traten, die alle Grade der militärischen Beamtenschaft umfapen sollen, damit dre materiellen und moralischen Bedingunaen vcX' Zevens der Soldaten verbessert werden nnd damit ein gutes Arberten des Gesundheitsdrenstes erzielt wird. Endlich verttauti darauf, daß dre Regierung im Einvernehmen mit den lltlcwrten erne Verteilung der gemeinsamen Kräfte vornehmen witt, die gestattet, unsere militärische Ansttl-nquna mrt unseren wirtschaftlichen Bedürfnissen in Ei n k l a n g zu bangen. Der Senat rechnet auf die Festigkeit der Regierung, mu dre Unterdrückung der verbrecherischen Prvpaganda gegen die Manneszucht und die Sicherheit des Landes sicher zu stellen, in- dessen^unter Wahrung der öfseittlichnr und sozialen Freiheiten ~ er 9 l ' riflt lttbt der Regierirng den Auftrag, alle Maßregeln zn ergretten, um den Sieg der fteien Völler über die Mittel?nächte zu beschlcumgen. « ^ a.r i s. 23. Juli. iWTB Meldung der Agenee Havas ^ u d o st verlas ruc pc n a t eine infolge der Interpellation De- breore über dre Osserrsive am 16. April und über den Sanitätsdienst ansgearbette äagcEordmmg, die von zahlreichen Senatoren unterzeichnet ftt. Tagesordnung begrüßt bic amerikanische Armee nm> spricht der Regierung das Vertrauen aus. De die vre er- klarte, die Lehren der Vergangenheit müssen in Zukunft beherzigt ^^tden, iim der Armee und dem Larrde volles Verttanen einzu» slotzen, daß sich die Fehler nicht wiederholen. Er nrackste die Re- grerrmg für die,begangenen Fehler vercuittvorllrch. Painleve erkannte an, daß Fehler l^egangen worden seien trnd erklärte, er mdu nach den ihnen zugrirnde liegenden Ursachen, betonte aber die ungeheure Schwierigkeit der zu bewältigenden Aufgabe. Er sagte, daß die ftanzösifch-englischen Armeen den gesamten deut- schen Kräften, die drei Monate frei warcii, überall die Stinn boten Ittrgends seien die deiitt'chen Heere vorgedrungen und überall, wo sse angegriffen nnirderk, seien sie zurückgegangen. Paris, 22.Juli. (WTB.) .Senat. Fortsetzung Cle- ( i cc - u marr ^lwy vor, er sei gegen (gewisse Feinde dos Vaterlandei.' mpzenügeird einczeschritten. Mallvp er.klärte, er be- zwersle nicht, daß >der Senat seine Politik, deren Ziel'die Einigung aller Frairzu,en sei, billige. Die befolgte Polittk fei dje einzige dre ziim Siege fülmeu körrne. denn sie flößte allen Teilen der 'Ration Vertraueic cm. Der Minister zählte dann die gerichttichen Verfolgungen gi'geii die Verfasser vater-laudsfeindlichlw Schriften ans und sagte, es hätten 121 Verurteilungen stattgefundel,. M lmsterpra,rdent R i b o t ttat sür den Minister Malwv ern dessen Polttik das Verttauen der- Ar beiter verbände genieße Die Polizei müsse ihre Wachsamkeit verdoppeln. Man befände sich einer Kmn- Mgne gegenüber, deren .Hinterlist mail nicht oerFcnnen dürfe L eu t s chland brauche den Frieden'und wokle ihn mit yllen Mitteln erreichen. Es sei eine Heuchelei.'zu fageu. dai: es alle AissireiitTuniien inachen rverdr. um ein Eiu- rrr’c-rm der Rationen durch internationale ltzerichf^böft -u er- Stelen, imckchsu es am Vorckbend des Krieges i&t BermEtvrg av- gewieseu. Ein dauerhafter Friede könne sich nicht auf den Militarismus gründen, der eine beständige Bedrohung sein würde. Die Liga, die sich zur Beseittgurig dieser Drohung gebildet habe, werde sich nicht anftöseii. Wenn das Land aus Müdigkeit den Fritten ivolle, sei es nickst mehr wi'rttig, Frankreich zu sein. Man müsse diese scknußliche Propa und O e sterreich -Ungarn besteht. Me Derschen «nrd Oesberreicher wurden verhaftet und die .Handeb-chiuser geschlossen. Renn Dampser mit einem Tcmmenaehglt von 13965 Brirttoregistert-onnen lmrrden beschlagnahmt. (Den Berlttrer amtlichen Stellen liegt eine Bestätigung der nicht bis setzt nftlft vor. BeLrnn'l ist allerdings, daß besonders England u.nd Frankreich seit langeni mit allen Mitteln aus Siam drücken, arm es zum Bruch zu bewegen. Immerhin sei die ReuckermeKmiig mit Vorsicht crusznnehmen, insbesondere auch hinsichtlich der sensationell anrgemachten Einzelheiten über das angeblick)e Vorgehen Siams gegen derrtsche und österreichische Staatsangehörige und deren Eigentum.) Seekrieg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin, 23. Juli. (AmMch.) In den nördliche« Sperrgebieten wurden durch unsere U-Bvvtsts wiederum acht Dampfer nnd vier Segler versenkt, davon imttde ein Dantpfer aus einem stark gesichertest Geleitszug herausgeschossen. Die Laduurgcn der versmitte« Schiffe bestanden, solvert festgestellt werden kotnrtc, auZ Kohle, Holz und Lebensmitteln. Der Chef des Ädmiralstabes der Marine. * Amsterdam, 24. Juli. Ter h olländische Dampfer „G e ld er t a n d" rvurde 'Amsterdamer Blättern zufolge westlich vom 9tteuwe Watenoeg außerhalb der .Hoherts- gewaffer von einem deutsch err .Flugzeug äuge« hatten mid nach eirter Meldung nach Zeebrugge auf- gebrack>t, nack einer andern ivieder fteigelassen. Amsterdam, 24. Jicli. Dem „Llllgemeen >ckandeM- blad" wird ans Rieuwediep berichtet, daß der deutsche D a m p f c t „R o r b e t it e h" gestern vormrttag in der firckhe der 9Loorderllaaks'>Grütide zwei Meilen, von der Küste entfernt von einem wahrscheinlich englischen U-Boot tor°i pediert wurde. Amsterdam, 23. Juli. (WTBft Meldung der Nied«r- ländischen Telegrapf>e i t- 2lgeritm. Der der Rotterdamer Reedereisirrna van Meel gehörende 'Dampfer „Breda" ist um 7 Uhr morgens sieben Meilen westlich des Rorhinder Fetterschiffes ver fett kt morden. Die Besatzung befindet sich an Bord des Feuerschiffes. Rotterdarn, 24. Juli. Der niederländisch« M o t o r s ch o n e r „S i r r a h" wurde ans der Fahrt von Rotterdaan itach Amerika von einem Unterseeboot versenk t. Rotterdam, 24. Juli. „Biaasbode" berichtet, der englische Schleppdampfer W. Thompson tverde vermißt. Kopenhagen. 22. Juli. (WTBss> Der dänische Dampfer „H a r r i l ds borg" (1547 BRT.) ist 20 Sev> meilen von der Westküste Rorivegens versenkt worden. Ter Dampfer fuhr mit sechs anderen Schissen und sank im Lanfc^ weniger Muuteu. Stockholm, 23. Juli. (WTB.) „Aftonbtadet" zufolge erklärte ein Kapitän, der aus .Hollcurd iu Göteborg eich getroffen ist, er habe niemals in der Nordsee so viele Minen gesehen, wie bei ferner letzten Reife. Berlin, 24. Juli. Wie der „SHuttiidxni" aus btnt Huiag berichtet wird, ist n.ach den „Times" der erste nach dem Einheitstyp der britisckien Regiernl.ng gebaute Dampfer soweit fertig gestellt, daß er Essrde dieses'Monats in Dienst gestellt werden kann. Es handelt sich irm einen 500k^Tow««^ Darnpser. Au» Stadt «nv CaitS. Gießen, 24. Juli 1917. Lebensmittel. ** Zur Kertoffelversorgung. Das städtische Lebensmtttelamt weist darauf hin. daß augenblicklich Kar- wffeln in ausreichendem Maße nicht vorhanden find. Wie bereits bekannt gemacht, können auf die Kartoffel marken bei den Bäckern 1-Pmnd Laibe eingelöft werden. Sobald neue Kartoffelsendungen eintreffen, wird dies durch Anschlag an den Kartoffelverkaufftellen bekannt gegeben werden. Die Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln, Obst nnd anderen Felds rächten ist in letzter Zeit dadurch gefährdet worden, daß die Städter unter Umgehung der gesetzlich mit dem Verkauf dieser Erzeugnisse betrauten ^telleir ihren Bedarf direkt bei dem Erzeuger zu decken suchten. Sie l^aben zu diesem Zweck die Erzeuger an ihrem Wohnort aufgesuM, oft ,veit iiber don den mit dem Verkauf beauftragten Stellen des Könrinttualom'bairds erwerben darf. Je mehr es sich hiernach richtet? desto mehr setzt es die ^onlmnnalverbände irr die Lage, ihren schweren ^lufgalEn l)tnita>tlxa) der Versorgung der Bevölkerung in Völkern 'NaKe gerecht zu werden. Aimtlrche Personalnachrichten. Der Groß- dc rz og hat am 21. Julji den Privatdozenten an der Universität Rodenwa tdt zum ordentliche Professor m _ der Phrlofophrs chen Fakultät der L a n d e s u it r v e r s i t ä t Gretzen, insbesondere fitr das Fach der Archäologie, mit Wir- kunc^ vonrl Oktober 1917 ernmrrtt. — «Ernannt wurden-am .1. ^nlr der Aktturrrat^amsteitt bei dent Amtsgerichit Lochch With :h Vt Ä -lktuo-rnrtsassiftenten bei dem Amtsgeriüü Friedberg und der Gerrchtsschrcibergehilse Peter Sander in Oppenheim nun .lktuarratSassrstenten Ivei dem Amtsgericht Lorsch, beide mit 27. Juli 1917. — Am 13. ^ftrni ds. Js. wurde der Wirkung vom tu , uwc m agEnersder rn der Des>isch-Prenßlscherr Eisenbahngeineinschast ,.atob x c boben zu Mainz auf sein Nachfucl)en wm 1. Jnii 1917 an tu den Ruhestand versetzt. * Z -! l r b Züißni ? it* * e ~ c t.erbnrea u. Für Sonntag, den 29. ,siiü, abends 7 2 /2 Uhr, nt erne WiederholtNig des reizen- . Singspiels „ a s D r e i m ä d e r l ha u s" angesctzt worden. 'I.ack dem ,chon«r Erfolge der -ersten Ausführung dürfte auch diese Vorstellung dem lebhaftesten Interesse der Theaterfreunde begegnen. Kar len vor bestel lrmgen bittet maii rrrrr an die Kasse des ^tüdtthealers m rirfvben. Die Thvateröasse ivird am Freitag geöffnet. ** Ein Wasserrohrbruch ereignete sich gestern nachmittag aus dem Selterswege. Die Wasserleitung mutzte daher auf längere Zeit abtzestellt werden. Ein lwlbwüchsiger xfunge, der anscheinend nicht damit beauftragt war, gab die Nachricht, das Wasser werde sofort abgestellt, iir einem vom Rohrbruch nicht betroffenen Teile des Seltersweges benannt. Auf diese Weise suchte er die Ladeninhaber zu veranlassen, sich aus dem Laden zu entfernen und benützte diese (Gelegenheit, indem er in einem Falle eine Schachtel Prali- u.ees mitgehen hieß. ** D/ie Richtlaternen der Feuermelder. Infolge Entstellung der Straß«tbeleuchtrmg sind auch die Nicht lm erneu für hle öffentlichen Feuermelder außer Betrieb gesetzt. Es mrrf) daher nn Anzeigenteil nochmals der Standort der einzelnen. Feuerinelder bnurzel gckht einkaufen". ** Im Schwarz-Weiß-The ater, Seltersweg 81, steht auf dein Programm vckm Dienstag. 21 . Juli, bis ein schliesslich Freüag, 27. Juli „Art läßt nicht von Art". Spannende Liebes- tragödic aus der polnischien Gesellschaft in 3 Akten von Walter S-chmidthäßler, sowie „Die Schcrttentänzerin". Zigeimerdrama in 3 Men. Landkreis Gießen. -an. Hungen, 24. Juli. Im benachbarten Orte lltphe stürzte am Samstag abend beim Brechen von Frühäpfeln Bäcker Jung von hier so unglücklich von einem Baum, daß er sich schwere innere Verletzungen zuzog. Er wurde in das hiesige Krankenhaus verbracht, wo er gestern an den Folgen des Sturzes starb. --Inheiden, 24. Juli. Das hiesige Wasserwerk hat fvegen Kohlemnangels den Betrieb einstellen müssen. Jnfogedessen rst in Fvankfgrt a. M., das einen erheblichen Teil seines Wasserbedarfs von l-ier bezieht. Wassernrangel eingetreten, namentliche ür hen StvaMnzögen der nördlickfen Stadtteile. Um die Wasserversor- gmlg aufrecht erhalten zu filmten, ordnete Frankfurt größte Sparsamkeit im Wasserverbrauch! cm. > LJ Lang - GönS , 24. Jacki. Zu Feldpolizisten wurden da- ^hrer in der gestrigen (öemeinderatssitzlmg bestinrmt: Heinr. S p i e s, Asuszügler: Jbhs. Schäfer I., Arbeiter; Anton Konrgd Dern. Maurermeister, und Otto Puhl, Schlosser. ** Nidda, 24. Juli. .Heute morgen gegen 8,10 Uhr ist der Aushilfsrangierführer Wilhelm Pr i e deck aus Nidda infolge Un- vorsichtigkeit beim Rangieren in Gleis 7 auf Bahnhof Nidda tödlich v e r u n g l ü ck t. Kreis Lauterbach. ' rr. Laüterbach, 24. Juli. Nun kommen auch in unserem Kreis die Kirchen gl vcken und Orgelzinnpfeifen zur Ablieferung. 9toch> in dieser Woche wird in den meisten Kirchen eine, dnrch- loeg die größte Glocke herabgenommen und dem Vaterland in! seiner Not z-ur Verfligung gestellt. Nur wenige Gotteshäuser be- ballen dort, wo der Llltmtumstvert anerkannt nwrden ist, ihr volles Geläute. — Dü Zinuprospektpseißn müssen am l.'oder 8. August im Kreisamtsgebmrde abgeliesert irerden. Die meisten Pfarreien haben den Ausbau der Pfeifm Großh. Kreisbauinfpektion übertragen, welche durch einen Orgelbauer auf einer Rundreise die ganze ,Arbeit erledigen läßt, wodurch die Kosten sich erheblich billiger gestalten. Witterungsöericht. fv c f f c n t l i ch e r W c 11 r. r b i e n fl.] ForUauer der bestehenden Witterung. Letzte Nachrichten Aufruf -er vorläufiqrn Regierung an dir Operations-Armee. Petersburg, 22. Juli. (WTB. Nichtanttlich.) Die vorläufige Regierrmg l-at an die Operattonsarmee folgenden Ausruf gerichtet: . Bor drei Wocknen haben die Arnreen der Südweftsront auf Befehl des Kriegsminrstins und rrnter dem Befehl des Generalissimus ^nü einem mächttgen revoiuttonären SchwMrg die Offensive ergriffen. Mehr als 36 000 «befangene, inehr als 90 Kanonen, mehr aB 400 Mafchinengewehre wurden von dieser Armee erbeutet. Die glorreiche Bezeichmrng „Reginrenter des 18. Juli" wird hinfort in den Annalen der ;lkevotutwn ver.zeichnet sein. Diese Helden stellten über das eigene Leben die Sicherheit und das Bestehen eines freien Vaterlandes tatb das Wohl der russischen Revolution, die bedroht sind vor der Front von den Wilhelm ergebenen Bajonetten und jni .Hinterlande durch einen oerrälr- rischeir Aufruhr. Ter Llufruhr int Innern icacröc i>vcfii die M«ch1 des Volkes zu Boden geschmettert, doch bedroht noch größere Gefahr der Nevvlution. 9iat Znsamnrenziehung seiner Kräfte ging der äußere Feind seinerseits zum Angriff "über. Das; sein Plan, die Front zu durchbrechen, gelang und gleichzeitig de des 11. russischen Arnteekorps! 21000 Verlvundete den Berteilungspnnkt Prosttwow- passiert. Bein: Hauptquartier der achten Arnree lief schon am 12. Juli die Meldrmg ein., daß für jedes Regiment rund 2000 Mann Ersatz nötig seieir, so daß bi 5 daßin schon f«ft die Hälfte der Komilowschen Armee vernichtet war. Nackr einer Meldung des L. A. berichtet die Morrrig- Post, daß die russischeir Banken irnd Zivilbehvrden Brvdy! verlassen tßitten. Nach demselben Blatt meldet Echo de Puris, daß die bisherigen Bescchimgstruppen von Ezernowitz ans unbe- lärmten Gründen durch Truppen der K^iewer Garnison ab« gelöst worden seien. Kerenski. Berlin, 24. Juli. Wie dem L. A. aus Stockholm gemeldet wird, besagen private Petersburger Berichte, Kerenski gelte in letzter Zeit als derart überreizt, daß in Kreisen seiner Freunde mtt seinem Zusarnmenbrnch ge-* rechnet tverde. Die Ordnung in Petersburg S t'v ck'b o l m , 23. Juli. Laut „Norvoje Wremja" sind Von D'ünuburg 6000 Mann Infanterie, Artillerie und Kavallerie zur dlusrechterk-altrtng der Ordnung in Petersburg ein getroffen. AmWe Sffflnntmatftaageit öer Stadt Gießen. Das nm 15. Juli d. I. fällig gewesene Vachlgetd für das Rj. 1917 von den Triobvierteln, den Grundstücken des Stadterweiterungsfonds, der Armenkasse u. der Plockschen Stiftung kann in den rächsten 8 Tagen noch ohne Mahnkosten an die Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 24. Juli 1917. Der Stadtrechner. Maser. 553W Infolge Muftelluing d^r StvaßenbekMhttutg sind auch die Richllsternen fier die öss«ttlichen Feuermelcher außer Betrieb gesetzt. Es wird d«her nack stehend nochmals der Standort der einzelnen Feuer- melder bekannt gegeben und empsiehlt es sich, für jedermann, sich, die beweisenden Stellen genau einznprägen, damit nn Feuers falle die Feuerwehr rechtzeitig alarmiert werden kann. Um das rasche Anfsinden der Feuer-! melder zu erleichtern, sind für alle Häuser gedruckte Hinweise angefertigt worden, die von 'Hausbesitzern rmd Wlchmmgsmhabern zum Aushängen in den Fluren der Häuser und Vorplätzen der Wohnungen unentgeltlich auf dem Stadtbcmamt, Asterweg 9, abgeholt werden können. Die Standorte der Feuermelder sind: Asterweg 2, Eck Walltorstrahe; dlfterweg 47, Eck Steinstvaße; Bahnhofstraße 50, Eck Westanlage; Bahnhofftraße 85, Hauptpostamts Bergstraße 22, am Schiffenberger Weg' Frankfurter Straße 1, Kaffee Hettler; Frankfurter Straße 63, Eck Kliniffttaße; Frankfurter Straße 111, gegenüber Dern & Co.; Friedrich straße 4, Eck Wetzlarer Weg; Gartenftraße 2, Stadthaus; Glaubrechtstraße 10, Eck Crkdnerstnaße,' (Äoetchestraße, Platz am Stern; Kaiser-Allee 23, Eck Mollkestraße; Kaiser-Alloe 89, gegenüber Kaserne; Kirchstraße 9, Konsirmandensaäl; .Mmkstraße, Eck der Straße nach dem Lupus'herm; Krofdorser Straße 32, Haus Laimspach; Landgraf-Philipp-Platz 10, Eck Landgrafen straße; LandmanTtstraße 1, Eck Kaiser-Allee; Leihgesterner Weg 13, Gummis-abrik; Lichcr Straße 74, Sirchenhaus; Liebigstraße 20, Eck Fvanksirrter Sttaße; Liebigstraße 86, bei Querstraße II; Ludwigstvaße 11, Realgymnasium: Ludwigstraße 56, Eck Alicestraßc; Marburger Straße 34, Wirtsckraft Welktzöfer; Marbrrrger Straße 68, Eck Wiesecker Weg; Marktplatz 14, Altes Rathaus; Mühtstraße 5, Ecke Tiefenweg; Neustadt 32, Hans Gail; Rodheimer Sttaße 19, Schlachthos; Rodheimer Straße 54, Haus Malkomesius: Schiffenberger Weg 61, gegenüber Ärmpenfabrik; ScknlLerstraße 13, Eck Nord-Anlage; Seltersweg 30, Eck Teufelslustgärtchen; Süd-Anlage 11, Eck Goethestraße: Walltvrsttaße 58, Eck Ost-Anlage: .West-Anlage, gegenüber Muhlstraße; " Wiesenstraße 1. Eck Ost-Anlage; Wilhelmstraße, Eck Weg zur katholischen Kirche; Wilhelmstvaße 48, Eck Ebelswaße. Etwaige Feuermeld ungen werden abgegeben, indem man lam besten nrit dem Ellenbogen) die Glasscheibe eindrückt und den Druckknopf bctättgt. Der Meldende erwartet dann am Melder die Feuerivehr und gibt die genaue Lage und Umsang des Brandes an. .Kaminbrände rverden nicht durch die Feuermelder. sondern mi'ckrdlrch oder telephonisch, tmter Nr. 1010 der Feuerrvackre gemeldet. Mißbräuchliche Benutzung der Feuer metde-Anlage wird unnachsichtlich strafrechtlich verfolgt. 55426 Gießen, den 21. Juli 1917. Der Oberbürgermeister; Keller. Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Astcrweg ft. ES sind zn vermieten^ 2 herrschaftliche Wohnungen von 7 Zimmern, 1 herrschast- llche Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von o Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zinrmern, 3 Wohnungen von ck Zunmern. 3 Wohnungen von 2 Zimmern, 3 Woh nungen von 1 Zimmer, 5 Ladenräume mic ,e -1 Zimmer, 27 möblierre Zimmer, 2 davon nebeneinanderlie- gend, 6 leere Zimmer, 1 gröberes Fabrikgebäude, 2 ^stallränme mit Burschenzimmer, 1 Wohnung von 2—3 Zimmern in Bellersheinr. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—8 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern mit Lager, 2 leere Zimmer im Anschluß an eine Familie. 7.5116 1Sietge»inche. von 3-5 Zimmern mit Zu vehör bald oder später mieten gesucht. Schr. Zlngeb. unter 5473 a. d. cklieh. Anz. Lansfran gesucht. !»4547 Löberstraße 26,1. runge Dame, stndienlr. in (9iegen, s. sofort g. möbl. Zimmer mit elektr. Licht. Abendessen erwünscht. Ang. unter 5553 n. d. Gieß. Anz. kftädt. J$r6eitsnaeftu)eis giessen. Asierweg 9. 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Es suchen Arbeit: 4 Zimmermeister, 2 Buchhalter, 2 Kauslente bzw. Handlungsgehilfen, 2 jugendliche Arbeiter, 8 Viädchen im Burocurdienst, 1 Frau zur Leitung «nner Kantine, 2 Kriegsbeschädigte für Beschästigilng, die im Sitzen ausgeübt werden, kann. ung VM \ Ecke Schul- u. Sonnen strafte schöneb-Zimmer-Woh- nung, 1. Stock, mit Zubehör per 1. Okt. od. früher zu vermieten. Gustav Sonntag. 5065 | Geräumige 53immci- Wobnung mit Zubehör und Gartenanteil, sonnige, freie Lage. Nähe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres Hosmannstraße 14. I ö Zimmer [ Schöne 2-Zimmer-Wohnung. neu hergerichtet, per 1. Ang. zu vermieten. 6486 Sonnenstrafte 6. 1 Verschiedene | M. Wohnung billig z. verm. An d. Bahnhöfen 20. Neuzeitlich eingerichtete zu vermieten. 4896 11 leichndrnß© 27. Pension Brand? Hanen Lüne 32 iBellevuerZim. m.u.ohneBer- pfleg. f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [1687 Möbl. Wohn- und Sciilafziinmep, evtl, auch mit Küche, zum l. 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