M. Jahrgang - llr. *70 1 ci »tetzeuer Nnzekgee erscheint täglich, nutzer S«o»ag4 - Verlagen: KscheverFami! U nl Icttt r; rkeir-lsll sSr Um Kreis Siehe». Sezngsprejs: msaaÜ. 1 Mk., siertel- j^rtich 3 Mk.-. durch Abh^e- vl Zweigstellen monotl. 90 Pf.; durch diePoft Mt. 3.— viertel« jähck. ausstt)1. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: tz'rr die Schrritleltui,g112 Verlag,Geschchtüstelleöl Anschrist für Drakitnach- rrchten: Anzeige:' Sichen. Erster Matt Montag, 23. Juli l 3Xi poftscheSkonts: Frankfurt a.M. U686 Sankverkehr: Gewerdebank Sichen 3«illing;randdrack u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Vach- a. Steindracketti B. Lange. Schristleitang, Geschäftsstelle a. Druckerei: Schulstr. 7. Lltu.ahme Wll ililjC ly', f. die Taqesnumrner bi zum Nachmittag vorher. seilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 2b Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Fellilleton : Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge> richtssaal: Fr. N. Zenz Anzeigenteil: H. Beck sämtlich in Gießen MHug der LHeK etzt unter dem neuen Kanzler zeigen, ob wir endlich denjenigen Kurs einer 'Friedenspolitik einschlagen werdett, der Aussicht aus Erfolg und Verwirklichung hat. Aus der schiefen Bahn der Zerklüftung imb Zersetzung dürfen wir wahrlich nicht mehr weiter- ruffchen! Die vfterreichisch-nngarischen Tagesberichte. Wien, 21. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verluutdart: Ocstlicher Kriegsschauplatz. Bei No w i e a , südlich von K-alusz, bauten österreichisch- ungarische und deretfche TrAppen ihre ftirzlich erkämpften Erftlge durch Erobenurg einer weiteren Höhenstellung aus. Bei Dabin wurden feindliche Abteilungen über die untere Lomnica zurückgeworfen. Unmittelbar mirdlich des.Dnjestr- scheiterten russische Teilvorstötze. Die beiderseits der Bahn Lemberg—Tamropol unter dem Befchl des Generalftld- marschalls Prinz Leopold von Bayern geführten G e g e n a n g r i f f e schreiten erfolgreich vorwärts. Oesterreichifch-uirgarische Regimenter gewannen nordöstlich von Brzezany die anfangs Juli verlorene erste Linie zurrick Die bei Augustowka, Jezierna und Nesterowka vorgehender deutschen und österreichisch-ungarischen Streitkrüfte habe: diese Orte überschritten. Die Russen setzten dem Vordringen der Verbündeter: stellenweise heftiger: WidersUmd entgegen, der durch scharfes Zugreifen gebrochen werden mutzte. Gegerülber Italien und iit Albanien keine besonderer Ereignisse. Der Etzef des Generalstabes. Wien, 22. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r K: i e g s s ch a r: p l a tz. Die Kämpfe in Ostgalizien reifen zu einem gewaltigen Schlag gegen die russischen Armeen aus. Gestern nachmittag stießen unsere Verbündeten bis an den SeretWrückenkopf von Tarnopol vor. In der Nacht wurde au mehreren Stellen die von Kozowa und Tarnopol füh- rer:de Bahn gewonnen. Auch die russischen Massen südöstlich von Brzezany lösen sich. Die Verfolgung auf Kozowa wurde ausgenommen. Die Stadt Tarnopol und zahlreiche Ortschas ten östlich des Sereth stehen in Flammen. In Jezierna wurde viel Gerät erbeutet. Die Zalst der Gefangenen konnte noch nicht schätzlmgsweisc festgestellt werden. An der un teren Narajowka hob sich gestern der Geschützkampf in bc trachtluher Starke. In den .Karpathen kam es stellentveiie zu Geplänkel. Italienischer und s ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. dtichts von Belang zu melden. Der Chef des Genera lstnbS. Der Durchbruch durch die russische Zront. ^ MTB.) 3JI Ostgalizien blieb. MN de^ Ang r i r r bet bcutfdjcn mib üjterreichisch-unaa rischen oit gfluft. Die Esche Front ist au feinet 58reUe ^ o ' e sz r g Ki l vme ter n durchstoßen und somit ist den ~~F!* r " . *** .!Mrttelnsuchte abermals ein Fromburchbnich ge- in einem 11 nt fange, wie er den Franzosen ftVftrJ'Jm nb SI n tr °wL bcr ungeheuerlichsten w V n Menschen und Material bi S he r n o ch n i cht gelungen ist. lindere Truppen drängten am 20. Juli mit r e,t Wl r a -' rmgebrochenem Angriffsgeiste die Russen oor Ncy I-er wrd fügten ihnen, wie an den Vortagen, in Nackfliuttänwfen uiw Emzelge fechten schwere Verluste zu. ?luch unsere Flie- &JL r IY Wtvabet (jTijfcn erfolgreich ent, wdchn sie dichte russische Kolonnen der Ehanfsee bei Trrnovol mit Bomben brnvar- & 1 und, tief herabgehend, mit Maschinengewehren beschossen. Tie "Len Anzahl erhöhte sich auf 5000. Unter dem mamderfwpltchen Angriff der deutscl>en und österreichiscl^ungari- ichen Tttrppcn und dem Drucke der Vorwärtsbewegung von Norden russischen Höhenstellungen östlich von Koni- uch^mrd östlich Bysz ki zusammen. Kirchliche Patrouillen südlich der Bisttitz nmrden vertrieben. u .r? 1 Mazcdo n ischen Front rvurden durch Sturm- nach Artillerievorbereitung im Cernabogen aus feindlichen Graben Gefangene und sonstige Beute eingebracht. In der Gegend ^bropvlse war das Attilwrieftuer lebhafter. Eine starte Va- trotrM>c östlich des Dmran-Sees wurde verjagt, io 1 in Ftandeni in der Nacht vom 1 meT ^ f“ r nn -2 errotgreiche Patrouillengeseu-te ^n steigerte sich das seind!ici>e Feuer abermals zu schwerem Zerstör, rngsftner. namentlich an der Stufte . wit nördlick) Boesinghe bis gegen Hollebtte. hielt on wrd wurde aucl) ösUrch der Lhs lebhafter unsere Flieger im Verlaufe zahlreicher Lust- *®2T meiere wErcke Flugzeuge ab. Am Mcorgen des 21. Juli imnche nördirch Marneton eine starke feindliche Patrouille, die in unsere Stellung am gedrungen lvar, wieder hinauSgeworfen Im Artois rrmrdcu wiederholt Ansammümgeu der feind- i225/^1 Uni $ -? n 2 ö Ö. 0011 Gerangenen blieb in unserer.Hand. Unsere Artillerie schob euren feindlichen Fesselballon südwestlich Souchez ab Oh rl'' 3fr OflflaIt*i*rt trieben unsere 2 b : ® u / x geschlagenen Russen wie an den Vortagen W scharfer Verfolgung vor sich her. Wo der GegnerWider- ^ zu leistmi verffucht^ «ulcke er in entschlossenen und kühnen 12 -toßLn geworfen und ihm abermals schwere Verluste beigebracht. ^^berichterstntter bestätigen, daß ähnlich wie bei dem russißHen^RüchKilg uu Jahre 1015 in Galizien und Polen die von Ke- renSki befehligten Truppen durck besondere SBraitbfoirtman- dvs wb Brmrdgrmratert alle Städte und.Ortschaften in Brand ai überlassen Missen. Acennende Ort- beMchiien den Weg der ,rächenden geschlacrenen Russen, fntheren Icuckzilgen sind die Landstraßen mid Wege mit MTvegsgerat, fottgewmffeueu Msrüstim.gsstürben, steckengebliebenen' Wagen und umgestürzdm Lllttonwblleii übersät. In den Mvrgen- begann der fftUffe unter dem von Norden! i^ndttt Flanftudruck auch ferne starken Höhenstelkungen sudotürch von Brzezauy zu räumen. GefangenenzalL nnd Beute iuachsen van Stmtde zu Stunde. ' ^ t r^ T üroßc Sieg, den die verbündeten Waffen int Osten daß dre str^cgtsche Initiative trotz vorüberge- ^^.^^sckser Desensive vollkommen auf Seiten der Mittelmächte m Gr bezeugt ine imgebrochene Angriffs- und Stoßkraft unserer Tropen, die m altem ungestüinen Borwärtsdring-en jeden Wider- Iband des ^Lindes brachen, ivso er versucht murde. m Lachen Krcwo und Simvrgon verbluiteteu die russischen Regvnmter bn ihren ergebnislosen Anstürmen in unserem FeLr In den Karpathen war das Feuer am 21. Juli im Lu- dowa-Gü,^t -eiiwesse lebhafter. Am Smotbvec brachten Misere M- trmrrlleii Gefangene «nn. Mvch in der Geg«L nürdlich CiMmuite Starcr auf. Anschließend hieran vorstoßende feindliche Pakonillen^fnurden^zurückgewiesen, während imsere eigenen Stoß- truppe. m diesem Abschnitt eine grvßeie Anzahl von 'Gefangenen^ emovachteu. ^ äu ien zeittveise lebhafte Artillerietätigkett in einigen Wschnrttni. Umer Ferner auf den Balmhof Twucru verursaclfte Brande und Explosionen. tr J5 l ^^ 0 ^ ^ mt ^tli das Feuer mit loech- seliger Starke m Flandern hauvtsächssch auf unseren Stellungen 5 er . ,.^enb von Dlxmüiden, Steenstraeie, Ypeim und Hotlebeke ,Tas für uns gilnsttg verlaufene Patronrllengefeckft in der Nacht vom 20. zum 21 Irür brachte uns eine Anzalfl Gefangene .ein. Mit dein gnmenden Tage des 21_ Juli gingen nach Artillerie- v^b^ertung starke englische Patrouillen mit Flanimemvenem öst- ^lich Boeimgl« gegen unsere Gräben vor. Sie fluteten unter emp- 'fmdlichen Verlusten m unserem Sperrfeuer zurück . der übrigeii Westfront an verschiedeum Abschnitten leb- »Xifte Arttlle-netütigkeit und zeitweise heftige Feueniberfalle Uns .belegten BatterieftMmqen, Lager, Ortschaften und Bahn Hofe gegenüber der Front erfolgreich Mit zahlreichen Bomben. «Ll 1 Ün (^TB.) Aüs dem Kriegslwesseguartier wird gemeldet: i?x von den Verbündeten beim Durchbruch am 19 Juli iSi-^wird erfolgreich weiter ausgemutzt. Unter dem nie ^erlahmenden Druck der mit beispiellofeni Schvimg vorgehenden An- . grrffstrnppeil weicht .der Russe ständig zurück. %n einzelnen Stellen versuchte er durch Nachhntkämpse imfemt Vormarsch ins Stocken zu bringen. Die ZM der in den 5)änden der Swger bleibenden Gefangenen erhöht ftch ständig, je weiter wir Vordringen. Unser Vormarsch >oird durch schönes, nicht zu heißes Wetter begünstigt, das die Straßen staubfrei macht und den Truppen em flottes Marschtempo «N'möglicht. ^kräftigen Anteil Nehmen die Flieger am Äainpf und an der Verfolgung. Sie überfliegen m ganz geringer Höhe die ruffischm LlbtEmgen und mchten durch ihr Maschiuengen-ehiseuer umuenttich unter dem Train b^euteiche Verwirrung am Ein Flugzguggeschwader bewarf die Nnlitarischen Anlagen von T.aruop»l mit gutem Erfolg Nicht oft Murg kann l«tont werden, daß sich die Kriegführung des von den Weskmacktten imd Ameribi gepreßten revolutionären Rußlands in iftr-r Riicksichtslosigkeit und in ihrem blinden Vandalismus durch nichts von der zaristischen irnterschcidet. Wie bei dem großen russischen Rückzug inu Ialhre 1915 in Galicien und Poleu, so steckn hmite die von Kerenski inspirierten russischen Truppen Asse die Städte uiid ^rtsciMten in Brand, die sie dein Sieger überlassen 'S sondere Brandkvmmandos und Brandgranaten oerun, ischen Artillerie besorgen dieses traurige Geschäft. Ein bren- Ott nndi dem anderen bezeichnet den Weg der weichenden russischen ftrmeen. Die verbündeten Truppen haben gestern abend ^>ez ierna gestürmt, das an der Tarnopoler Straße, 15 Kilometer uioostlich von Zboroio liegt. Bei Wowicsy, wo die Rnsscn ubcrau^^brtterten Widerstand leilteten, ist es kroatischen und baye- rpchen Bataillonen gelungen, nach einem Ringen von beispiel- Ästigkeit eine weitere Höhenjtellung im Sturm zu nehmen. Von dem übrigen Tell der Front ist eine AnzalL gelungener ^Ltoßtruppenunternehmiuigen zu melden. So drang südöstlich von Iavileuow eine Sturmiabteilling des k. und k. Infanterieregiments /-uFt. ® IIC - ^ssüsoien Stellungen ein, sprengte dott Unterstände und Grabeneinrichtungen und kehtte nach i'lbweisung eines russi- '-T^rss. Gegenangriffs in ihre Ausgangsstellung zurück, wobei zwei ^ Mzrere, zwei Fähnriche und 74 Russen als Gefmrgene eingebracht wurden. Der Kaiser im Osten. Berlin, 21. Juli. (WDB. Nichtamtlich.) Der Kaiser ist heirde abemd nach dem O sten abFereist. Auszeichnungen HindeuburgS und Ludendorffs durch den Sultan. ^Ötxlin,23. Juli. Der Sultan vrrlieh dem General- ftldmarschall v. Hindenüurg den Jftichar-Orden mtt Brillaiiten und Schw-ertem und dem General der Infanterie Ludendorff den Osmanieorden 1. Klasse mit Stern in ^mllanten und mit Schwertern. Die beiden Auszeichnnnaen habeir insofern ganz besondere Bedeutung, als sie in dieser Fonn mit Schwertern zum ersten Male verliehen sind. Ein neuer Oberbefehlshaber der russischen Südwestsront. . Vetersburg. 20. Juli. (WDB.) Meldung der Petersburger Tclegraphenagentur. General Ko rnilow, der frühere Mllitargvuveriiur von Petersburg, wurde an Stelle des Generals Guzow zum Oberbefehlshaber der Südwestfront ernannt. ^nxyriJn ^ ^ ^EPPeNnangrissien ^worden? Sie sind ^Jetzt sind die Unterseeboote an der Reihe. Sie sind und^ Deuttchbmd, würdig Tie Unterseeboote sollet £l r < ,^»?ngen, und wenn wir dem dmtsckonj ■J 1 : . g»ano. n fcnr at, w wllen wir infoi ae der Uiuerieevootsaw» 3 ? sehoftt. daß der April ein uni brmgen würde. Auf den 9lprü vnn.n sie zuriük- den Monat dev Lorbeerkränze der ter.m Flagge bn'frn^fnh dickem lmd dre Daye langer gcworde-.. imd Iviolao- SflÄ ^cfvmmgfeitcn auf der See gc.vaUig gröMr gleich wir nuf>t ohne Besorgnis iVu Sommer- ,^>ee gc.ealltg großer 1 -E—vesorgnis den Sommer- ItfriT »enntiiivrtcii sick: N;v± H.iferc Dcrillii- "1* ^ be3 .Mt totta ims Ixxbtn, .VrTlrir Vergleich zu den drei erneu Wochm des April, daß wir nicht die »67»ft feA-tiK*. mtw-:- _ xi _ £(oijö Georges Antwort an Michaelis Haag, 22. Juli. Auf der Feier des belgisck)en Unabhängig- intstages HE Llottd Ge orge, wie Reuter meldet, eine wichtige Rede über die Süriegslage als Antwott auf die Rede des deu t s a)e n Reichskan zlcr s. In den letzten Jahrhundetten, so führte Lloyd George aus, war 'S el g i en der KriegsschEplatz der Hälfte der großen europäischen Schlachten. Belgien ist die Pforte zlvischen den Zentralmächten und dem Westen. Der moderne Staatsmann hatte deshalb den Plan, sozusagen Belgien draußen zu lassen und auf diese Weise die Frei- hett Europas zu bessern, indcni es eineni aggressiven Frankreichs unmöglich gemacht wird, Deutschland zu vernichten und anderev- erts ein aggressives Deutschland nicht in die Lage versetzt wird, Frankreich zu vernichten. Der Neuttalitätsrettrag Belgiens bildete a,Je ^ öffentlichen Rechtes Europas. Belgien war die Stutze der europäischen Freiheit. Es lvar ihm eine der schwersten und gefährlichsten Verpflichtungen auserlegt worden, und treu hat das belgische Volk sich gegenüber Europa verhaltelt. Die Antwott Belgiens auf das deutsche Ultimatum ist ein historisches Dokument. Belgim tat nicht allein seine Pflicht gegenüber Europa, es haw- delte auch un Vertrauen aus Europa. Die deutschen Vorschläge au Belgien tvaren die Vorschläge eines Mörders, der sagt: Oeffne mir dein ^ot, damit ich den friedlichen Nachbar überfallen kann. Die ganze Wüt der, Piraten, die unbewaffnete Kauffahrteischiffe und Reff enden-Schisfe in den Griind bohrt und Frauen und Kinder ertrinken läßt, ist während dreier Jahre über Belgien ergangen. Drei Jahre des Todeskampfes sind nicht lang im Leben einer Nation und die Befreiung Belgiens komint sicher, aber wenn sie kommt, muß sie vollständig sein. Frankreich, England, Europa und die ganze zivilisiette W!elt sind es Belgien schuldig. - 7 L ^?öen die Junker den früheren Reichskanzler mit seinem Fetzen Papier in den Papierkorb geworfen, wo sie mm nebeneftv- art£)er liegen. (Großes Gelächter.) Und ihr werdet reicht lange zu harten haben, bis das Junkertum iftlen folgen wird. Welche DosnUilug auf Frieden liegt nun in der Rede des neuen ReickManzlers? Ich meine, nnv ein ehrenvoller Frieden ist mög-- lrcb „Dte Rede ivar geschickt und sie geht mit allen Winden. Sie enthalt Telle, die für die gemacht sind, die eruschaft nach Frieden verlan^n, und derer sind viele. Und sie hat Teile, die die Mlitä- ttsche Kaste befriedigen werden, Deile, in denen gestwochen wirb von Garantien an deii Greiczen Deutschlands. Es war die Rede eines Mann^, der die mllitä.risck)e Lage in Augenschein nimmt. Mögen unsere Bundesgenossen, Rußland, England, Frankreich und Italien daran denken. Es ist eine Rede, die besser wird, wenn die mllitarische Lage ftc verbessern kann, loenn die Deutschen im Westen einen Si.eg erzielen mrd im Osten die russischen Heere vernichten, wenn ihre Freunde, dre Türken, die Engländer aus Mesopotamien ver-^ lagen und die Unterseeboote mehr Schiffe in den Grund bohren konnten. Wir glauben, daß die Bedeutung di eser Rede nach allen Seiten und eine stärkere Sättigung der Mrlttärautokvatie wie jemals zuvor. (Beifall.) Wenn jedoch die Deutschen im Westen zürückgeworseu iverden und im Osten geschlagen werden, wenn ihre türkischen Freirnde in Bagdad teiuen Erfolg haben und die Uuterseebooterfolge ein Fiasko ItNd, dann ist die Lage ausgezeichnet. Wir müssen alles tun. um duffe Rede zu einer guten Rede zu machen. (Beifall mid Gelächter) kann vottreUich sein, wir wvttcn also dem Reichskanzler h5lfeu. Wir wollen dem neuen Reichskanzler unsereit Beistand und unsere Hilft erteilen, damit die Rede ein wirklicher Erfolg wird ^m Augenblick aber bedeutet sie, daß die Militärpartei einen lvirk- lichen^Ecfolg errungen hat. Ich will in anderer Form die Erklärungen! wiederholen, die ich bereits abgegeben habe. In welcher Weise die Regierung in Deutschland regieren wird, ist gänzlich AngÄegenhät der Deutschen, doch oce rfvage, welcher Regierung wir vertraueü können. um Frieden mit ihr zn schließen, das ist unsere Angelegenheit. Die- Demokratie hat ihre Fttedensgarantien nicht UNO werm mian diese, in Deutschland nicht erzielen kann, müssen wir dafür sargen, daß andere Garantie".! kam:neu. Die Rede des Reichskanzlers beweist nach Niemer Meiuumg, daß diejenigen. die auswärtigen Augelegeiiheiteu Deutschlands verwalten, sich letzt zugunsten Deutschlands erklätt haben. In dieser Rede liegt keine Hs st nun g für B.ffgieu eingeschlossen. Belgien wird selbst, nicht genannt. Im Gegentell, die Rede hat den Charakter einer Be drohung für Belgien. Es wird gesagt, daß Dentschlan fest™ beuv?, JE alles Unser sÄifs.Zbau ,«rr in den -li, die.^ beuiMihi-i.nider Aeise zurückgeJnn^i. EenÄk^.vollen Nm -edoch inermal jo viel Zdn^c na ben. Tie Vermmderimg der Verluste mid die Zunahme des Scbi' S- baues werden ?ich das Glechgewicht halten. Aber oie Deutschen uns aushnugeru. Sie haben das gesagt. (Gelach^w' Sie f r yuugernbe Bevölkerung hiermit etwas auf- Sf'Ltn L , ' ]afl .‘ en ' Mrr bnrueu kurzem nichts mehr ,urro daß es Mis dami «cht schlecht gehen wird. Es tur wich sehr leid, dem widersprechen zu müssen. Ade'- A sagen. Ein Mmiu wie der erste Minister rst dchu verpflichtet. Statt zn verhungern, ist dank der- An- strengungen unscves Lebensmittel- und Scküssohnsk iittvl'ei^- wahrend der beiden letzten .Monate unser Lebensmittel, Bellar 1 ? - 917 ' 18 berlffts sichergestellt. «Grojftr rät [t ^ bn verständiger sparsamkeü, denn ich meine ^ Publiluvi mm seine Rationen verdoppeln darf. ftme Grenzen sichern müsse, daß es Rietz imd Straßbnrg halten müsse und dan es die Kontrolle über Lüttich Ixtben müsse, um Antwerpen beaufsichtigen zu können. Das ist nicht angenehm Das ist ten .daß Belgien als freies und unabhängiges Volk wiederhergestellt werde. (Lauter Beifall) Belgien darf kein Protektorat sein. Wir dürfen kein Belgien haben, das durch, das deutsche Schwert zerstückelt wird. (Beifall) Seine Scheide muß belgisch sein mid seine Seele muß belgisch sein (Lauter Beifall.) Ich habe die Rede des Reichskanzlers zrvei- und dreirnal gelesen, wie es mein« Pflicht war, mn darin irgend ellvas zu finden. - . ~ ^ ~ *~**v t v- 1 WV »IHklU./WIIU U.W UUIUU. l l II <= lrreden für Europa gefunden. Der Reiä^kanzler versucht sein, Bolr zü stärken miÄ m ernuitigen, indem er es mit neuen Illusionen nähtt. Teallfchland uff>d erfahren, daß es init seinen neuen Erwar- ttmgen gebt wie mit seinen früheren Illusionen, die Stück für Stuck zerflattert sind. Der Wunsch, den Folgen der'Blocka-^ durch dre Eröfftrung eines Weges nach Bagdad zu eittgehen, um aus diese .Weise die Hilssguttlen der Welt für Deutschland z,u öffnen, ton eine SÄi C f‘ lD 5 ,m BerluNe größer werden. To» sind Uirklrch beunruhigende Tatsachen, von denen wir doch sprechen ?"U'en (Großes Geläch.ter.) Wir l)aben Misere EiVfuh^ >^^--^llwne.i vermindert, inn Sch-iffe frei zu machen. Un- ^ " ein< L Entbehnmgen auferlegt, die zu AÄZE-m l mb , E bent, was das deutsche Voss seit zwei Jahren ^ lmva ^ baN das britische Volk wmigcr S'» qt vt Opfer zu brmgen für seme Lreihut? liftifallff lind ^^'^mfrpserilngSsinn haben wir m Reserve für den Fall, daß du Ernt^ von 1B18 mißglückt. (Gelächte.. Sie brauchen nicht den Kampf ausgaben wird, bevor die Freihit der Welt tmederhergestellt sein wird. (Beifall.) , • ^ ^ Michaelis, Amerika hat keine Schiffe und 3nti ^ ’inejm es emmal icrn Heer hat, ttnrb es keine (^miskhaften } u tomäiwrtirren. Wenn er baß fte wegen Amerikas nicht allzu besorgt. & fö! /Echten, dmur fennt er Amerika nicht, ebenso wenig wic- die D>euttchien England kannten, und die Deutschen begehen bezüglich bs^en Fehler den sie bezüglich EngL ^ sagten, das; wir nicht kämpfen wollten, ^ wollten, so könnten wir es nicht, denn wir Uen kein Heer und konnten auch keines mrf die Beine stellen. Fss dachten sich deshalb keine Sorge über England iuaä)en zn sollen, ^ch glaube, fte werden mm einschen, daß sie mffidestens SHÜf Rechnung gemadft haben, und bezüglich Amenkas befinden sie ftch auf demselben Wege. Wenn Groß- britamiiev m Krregs'zetten ein Millionenheer ins Feld stellte und eine Reserve zusammenbrachte und ausrüstete und zu gleicher Zeit N-otte .dar Wttt unterhielt und im dritten' Kwegsjahr iuoch JnilTOnen Donnen Lchiffsranm zu bauen imstande ist, dann wird Amerika mtt ferner zweimal größeren Bevölkerung ,md lernen unerschöpflichen natürlichen Hllfsaulllen doch wohl kmuu gesty agen werde r, nrnU es ferne Kräfte entwickeln kamt. Ein Mann der wie ^ftchaeffs spricht. Temü Amerika nicht, sonst nmroe er emen cmdecen -von anschlagen. (Beifall.) Schon in Friedens- ?etttti ist e§ schiver zu Prophezeien, viel gefäbrlicher aber noch Ich prophezeie, daß es nickt lmrge dauern ^?i.^chaelrs wttd> ecue andere Meimmg haben und eine andere Rede hatten. Auf diese Rede rvatten wir. und damit diese. Rede kommt, kämpfen wir. Das Resnltat des Krieges wird mit fedem Tage klarer. Belgien war von diesem Resuttat ftistinkt- matzlg vom ersten Tage cm überzeugt. .. Em gwßr-s da-tsches Mmafs. Fe 'kreier unv unabhängiger Deittsch- land, tst, desto lieber ist es 'uns. Der Feind der Frei- heit und Unaohäugicrcft^ Deutsche-.ds ist die ugeue ^Regierung TeUffckflaiids, u^-t die verbrrudeten MackUe. Wir geveu emem ft-eieu Deutschland den Vorzug. Mit einem fteren Deutschland konnten wir Frieden schließen, doch mit einem Deutschland, das von der Autokratie belsettscht wird, können^ wir unter keinem Bedmgnngen z-n einem Frieden kommen. (Beifall.) Ms die Autokraten eine korrupte Autokratie im Osten bekämpften, hatten sict enren wertvollen Vorwand für Aufrufe an das Volk in diesem ^nnc ^ neuesten Geschehnissen in Rußland ist dies nicht mehr der Fall. Rußland ist nicht rrur eine große Demokratie geworden. die mcht mehr um Gebietsel-weitettmgen kämpft, es hat auch erklärt, bereit zu sein, seine Unabhängigkeit dem Volke zst schemen. das einstmals unter russischer Fahne lebte. Seitdem ist der letzte deutsche Vorwand, daß Deutschland für die Freihett imd Unabhängigkeit känrpfe, gänzlich verschwunden, wenn er überhaupt femals bestanden hat. Jetzt ist es ein Schwanken zweier durchaus verschiedener Gruppen geworden. Die eine ist die Gruvve demokro- Mcher. freier Männer. Die andere Gruppe wird regiett von einer ..'l-ilitärautokratic, die von Deutschland. Oestnreich und der Türkei mw dem König von Bulgarien gebildet wird. Was ist der Fall? Eine Veränderung hat stattgefflndeu. Eine Veränderung, die von größerer Bedeutring ist als der Ersatz Belhmcnm Hollwegs'durch Mrckwelis, tiämlich die Berändenmg. die vor einer Stunde mitgeteilt wurde, daß der junge russische Staatsmann, dep gros;c Führer der russischen Revolution, der Mann, durch dessen Jlppirarion dre, Militärmacht Rußlands wiedergcboren wurde, die Itügel der Regierung über die russische Demokratie in die Hand genommen hat. (Beifall.) In den kommenden großen Kämpfen an der Ost- und Westfront muß jeder deutscku Soldat das Bewußtsein m iich haben, daß, wenn er fällt, er stir die^Mililärantokratic fällt, während er gegen den Berlwnd fteier Völker kämpft. Andererseits weitz feder belgische, französische, englisll>e, russische Soldat, daß er ein Leben für die Freiheit uud Unabhängigkeit seines Vaterlandes wagt. Jeder briti^chu, jeder cOnerikanische und Portugiesische Soldat weiß, daß er mit anderen ftrr das Recht und die Gerechtigkeit der Welt kämpft. Und diese stets stärker werdende Ueberzeugung ist es mehr als die Sicherheit, daß wir unerschöpfliche Hilfsquellen be- 'itzeu, um uns den Mut zu geben, den Kämpf bis zum Ende fott- zusetzen im vollerr Beüoußtsein, daß Unsere Aufgabe in der Zukunft die ist, die Menschheit zu vetteidigen. Wertere englische Antworten aus die Aanzlerrede. London, 21. Juli. (WTBMeldung des Reuterschen Bureaus. In einer Rede in Belfast sagte Sire Edward Earson das neue Mitglied des KriegsLabinetts: Ich habe gerade die R e d e bc4 hcslcä Suntijifrea SIcü^äTa-iLilcr^iam Rlachss»8 ge- kfai. Sirs inrförf-ddi»et srch »cchr se^c Siä von den viele», die ich vorwr Jfcoke. Sie Wirret ho^t Werm die DeMschen wirklich bar Fri^üar trE.ichien» so futzr er fort, ko sind wir bereit, morgen Zu verhandeln, aber nicht irti.t dem Preußentum, sondern mit den Besten des. beut f eft e n Volkes. Suä Boichedinnung für solche Berhcrndlinc^eic fordern wie die Daü 7 a'»en auf, daß sie hervortreten rutd als Zeichen ihrer Au.i> richügrieit rmd als Büiveis ixrfirr, daß sie keine ('öebietsenverbmtg und Lüae (ÄLvOlt gegen andere beabffchitigen, anbiettn, rn Under- Amdümsen errMtvoden, unter der BedinsrOia, daß sich zuerst ihre Truppen hinter den Rhein zurückziehem Wenn die Deutschen große Büßfertigkeit, über das Unrecht und für ihre Berboechen gegenüber der Menschheit Zeigen, die sie in Belgien, Nordsronkreich, Serbien und in anderen Ländern begangen haben, die ohne mit Blut getränkt sind, dann wird imser sriedtiebendeS Volk in Verhandlungen eckrtreteu, um die Welt vor den Schrecken des Krieges zu befreien. Wir sehnen imS nach dem Frieden, um Lmscre Männer -urück^übrörgen. Uder die, dre wir nicht zurück- bringLi können, verlangen von uns, daß der Friede ein dauernder Friede sein vttrß, und öaß ihr Opfer nicht vergeblich war. Rotterdam, 21. Juli. (WTB.) „Niewve ^üotterdamsche Couvani" meldet aus London: Die Rede des Reichskanzlers wird die '.''ceimmgsversch^edenchnten über den Kanzlerwechsel Woerlrch ganz anfklären. Die meiste« Blätter betrachten die Rede als ein Stück von echtem Militaris- r»uS, der keine Sinnesänderung erkennen läßt, welche F r iedens'o e rha ndlun gen ermöglichen würde. Tie „Pall Mall Gazette" betont, daß der Mili- tsriSyMs in lDeutschland Trumps» bleibt. Dagegen erblickt die >,Westm in st er Gazette" darin eine Äenderimg in der bisherig« .^ltuNV Denti'.chländs. Int allgemeinen nehme der Reichs- kanzler ou. gemüßigte MedQrs-fornlkl au, aber er brauche Worr- tnmgar, die die MLdsutschen überzeugen könnten, daß er deren KrL^d' ieLen nicht -den Rücken kehre. Ihr geliebtes Wort „Garantien" nehmen einen bescheidenen Raum in der Rede ein, aber der Kanzler erklärt «eÄ ntit der Friedensresolution vereinbar. Das Matt hält die groß? Mehrhat für die Nesvlution sttr bede^rtsaur, um die Negierung zu idec ErLärrm-g zu nötigen, daß ihre Kriagsziele innerhalb der GrM7Zpn der Resolution erreicht werden können. Das Blatt sagt »mrter: Auch wir sind der U-eberzeu-xirng, daß der Wirtschaftskrieg nach dem militärischen Kriege ein Unglück für die Löett sein würde. Aber bas wird ganz wesentlich davon abhcmgen, daD dm Friede ebne wirkliche Bersöhmumg zuftands bringt, die der Reichsmnz-lar widrscht, mtd ob der Friede Abrüstamg und friedliches Bersahoeic zur Beilegung inttrrurti analer Streitigkeiten zur Folge habcn wird. London, 21. Juli. (WTB ' MeLmng des Reuterschen Bu- vacms. Die „Mvrning Post' schreibt: Wenn wir nach der Rode des R-eichskamlers urteiüm sollen, so hatte seine Ernennung nicht den. Zweck, FrüedM m Mießm, sondern den Krieg fortzu- setzon ,.Daily Mail" schreibt.- Michaels begann sein Mit mit der Erklärung, feest Krieg bis ons Ende durchfuhren zu. wollen. Man kann -eine 9dÄe von Rechts wegen gar nicht anders auslegen. Wir werden gut tun, von vmm'hevein WrMnkMnen, daß der neue Reichskanzler it*ie ein cntscMossener Mlann spricht, ünd daß eine solche klare und zuversichWche Aeußerung seit den Dagen Bismarcks nicht aus DesttschLand gekoniMM. ist. Der Kanzler wollte ohne Zweifel die öffentliche DÄeiirung in Deutschland konsolidieren., und er mag daS erreicht haben. Aber er hat auch erreicht, die öffentliche Meinung unter den Verbündeten W konsolidieren. Da er den Krieg bis aufs Messer- erklärt, so können auch wir nichts anderes tun, als bäS Mn'! Ende durcMffechven. Inzwischen müssen wir dem Kanzler für seine ErMrrung dankbar sein, daß der Krieg nicht durch politische ßsefmLwen, sondern nur durck) den militärischen Druck zu Wasser und M Lande abgrkürz-t werden kann. FrknzSfifche Antworten. Bern, 21. (W. B.) Zur ^kaniz!e rr ede schreibt der „Michaelis hätte emige der kompnoncittierenden Gasvxrrrtäten vermeiden Warnen, die seinen Vorgänger disänali- fiKiert haben. Wer er zog po-r, alle BeranOcwrtlichikeitQi KU überiehinen und svgrrr zu erschweren.. Michaelis hätte dia Kriegs-, verantwortlichketten ruhen lassen können. Statt dessen nmrmte er die Lebende der ruffrschnc Angriffe wieder auf. Es bestehe immer ta6 ent AbgrltAd zwischen der V-olitik her Entente und der dkttkschen Polckkk. Die -Zarlamiercksvpvdsitivn bringe die deutsche Megrecung kaum daF?r, sich dem zu fügen, was die Mliierten für rvLwevdig halten.." „Petit Parisrem" erklärt, p« Entente müsse nrehc als Liurchhel-ten. Dasselbe erklären u m a n i t e" 'und n - ’ 0 zmc.tivTx" sowie der Müößrte Dell der Presse. „Echo de !«ris" hebt bchmdaK hervor, daß Deutschland jetzt imilmä die Welt nach dem Kriege wirtsck)aftlich wieder M erobern, tzeige die Karrzleroede. — „Evsnement" erklärt, MchaÄis Väde sich als Anhänger des Kriöges bis aufs Messer beginnt. — ^G«in tvi*?' erklärt: Der neue Kanzler habe seine ganze An- waßung U^iedergeftrnden, um der Entente klarzulegen, daß Teutsch- Land ffe MnLchst Mregen wolle, um dann der- Erörterung der Srü^eirÄ-edingrLidn. nähtt^ttretsn. Regierungswechsel m RutzlrrnL. Petersburg, 21. Juli. (WTB.! Reutermeldung. .Die ^BKrseuFertu^ meldet: Mtiristerpräsident Lwow ist zurückgetreten. Kerenski ist zum MänisterpräsidentLn tsemmtt worden; er bleibt vorläufig auch Kriegsminister. Tseretelli wurde Minister des Innern und bleibt gleichseitig Minister für Post und Telegraphie. Nekrasow Wurde provisorisch zum JustMninister ernannt. Petersburg, 21. Jilli. Mwmvg der PeterK- Uuivger D'logwaphen-Agentur. MnK-erpoWjdänt Fürst L w o w, über die Gründe seines Rücktritts befragt, erklärte: „Im gegenwärtigen Augenblick glaube ich die Gründe meines Rücktritts nicht mitterlen zu können. Die Regierung ist noch nicht gebildet; erst wenn die Krise in der Regiermrg beendet ist, wird man übec die Eäcßelherl-n sprochm kümren. JedsnstÄS dchultr: ich nvch die Leittnrg der A.Ngeleg«cheiten, bis ineü: därch^olger ernmntt ist Diesem werde ich meine Mackst poll und ganz übertragen. Diot wird voraussickülich in einem oder ?,wei Tagen der Fall sein." Rack) Mitteilungen um: .der Regierung 7«chestehender Seite ist der Rücktritt deS Fürsten Lüww aus Meinungsoerschie- den heit ein mit der Mehrheit der Regierungsmitglieder in den grimdlogenden Fragen zicrückz-rLsülia:en, die nach Ansicht des Fürsten Lwow der versnssungs^ebenden Versammlung Vorbehalten bleiben sollten. Lwow schlug Kerenski als Rtinisterprasidem vor; dieser solle gleichzeitig das Amt des Kriegsnrnrisbers beibchaltM. Petersburg, 21. Juli. (Priv.-Tel.) Reuter-Meldur^g. Kerenski hat nach, Revcll, Helstugsiors und anderen Hafenstädten folgendes Privvtteleg!rMNnr. geschickt: „Es steht jetzt unwiderleglich fest, daß die Unruhen in Petersburg unter Vfitwirküng von Agenten der deutschen Regierung in 2#ertc gesetzt wurden. Die Unruhen sind ^runmehr vollständig Unterdrückt. Ich appelierr an alle wahren Anhänger der DcmL-Eoatie, sich. Ltm die pwvistirffche Regierung und die denrokratischen^ OrgLoüsatVnen ganz Rußlands zu stbcwen, jurn dos Vaterland und die Revolntwu vor dem «ruSlandischkn Teil imd seinen Bundesgenvffcn im Irland zu schützen." Daö autonome Finnland. Petersburg, 20. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) In Helsru-gfarS fand am 18. Juli 7 Uhr abends die erste Sitzung des Landtages des autonomen. Finnlands statt. BizeprMdent Senator Dokoy erklärte in seinem und seiner Kollegen Nmncen im Landtag, daß die Mitglieder der Regierung angesichts der neuen politischen Lage vom ihren Aemterm Wrucktveben und die Posten des Landtags zur Verfügung stellten. Dieser bat die Mitglieder der Regierung a!us den Vorschlag be3 Führers der sozial- de^kraLischen Partei, Ayroll, so lange im Amt zu bleiben, bis die neue Verwaltung des Landes vom Landtage aus- gebaut sei. Bouar Law über Die englischen Finanzen. Bern, 21. Juli. (WTB.) Bei der dritten Lesung des Finanzgesetzes im englischen Unterhause am 17. Juli ersuchte der Wgeordnete Harris den Schatz kMrzler um eine Aeußeriurlg über die britische Finanzlage, die ihm ernst erscheine. Bonar Law lehnte es ab, auf Einzelheiten einzugehen, betonte aber: „Niemand darf einen Augenblick glauben, daß das Land sortfahren kann, in dem Tempo Geld Eszug-eben, in dem es für den Krieg ausgegeben wird, ohne ernsten Schäden zu rühmen. Ich fürchte auch, daß dieser Schaden nach Schluß des Krieges iroch mehr Zulage treten wird, als jetzt. Bei Schluß des Krieges werden die Verhältnisse derartig fein, daß sie die ganze Geschicklichkeit und Zähigkeit der ^Regierung und des Parlaments erfordern werden, uni. einer ernsten Lage oorzubeu- geu, selbst wemr wir in dein furchtbaren Kampf den Sieg errungen haben." §eeMeg. Der erfolgreiche U - Boot - Krieg und sein Ergebnis im Funi. 1. Berlin, 21. Juli. (WDV. Amtlich.) Nach endgültiger Feststellung sind im Monat Juni an Handelsschiffsrajum insgesamt 1 016 000 Brutto reg ist er ton neu durch Kriegs Handlungen der Mittelmächte vernichtet worden. An diesen Erfolgen waren in hervorragender Weise beteiligt die U-Boots-Kormnandanten Ka pi tmrleutnan V Wilirscye, Wilhelms, Adam, v. Bothmer, Forstuvann, Waß-- ner, Blebeg, K. u K. Linienschiffsleutnant Zdenko Hudecek, Oberleutnant z. S. Fürbringer, Voigt (Ernst), Howaldt. Einen guten Anteil daran haben auch die Koimmandan- ten unsersr M i n e n - U - B o o t e, die unter besonders schwierigen Verhältnissen und bei stärkster feindlicher 0Kgen- wehr zu arbeiten harten, und deren Tätigkeit daher besonders hervorgehoben zu werden verdient. Seit Beginn des u.neingeschränkteir U-Boot-Krieges sind mit dem Juni-Erfolg insgesamt 4 671000 Bruttoregister- romcen des für unsere Feinde Trutzbaren Handels schiffs- raunres versenkt worden. 2 . Das englische Unterseeboot „C 34" wurde in der dLordsee von einem unserer U-Boote, Kapitänleutnant Walther, versenkt. >Der einzige Ueberlebende, ein Heizer, wurde als Gsfangen-kT emgebrmcht. 3. Durch eines icusever U-Boots wurden in der B i s c a y a wieder fünf Dampfer und drei Segler mit 22500 Brutto- registertonnen versenkt. Unter den versenkten SchiffeiT befanden sich die englischen bewaffneten Dampfer „Anglo Patagonian", mit 7000 Tonnen Stückgut (darunter Flugzeuge, Stahl, Butter) von Amerika nach Frankreich, ,Arollssick", mit 5000 Tonnen Hafer und 1500 Donnen Stahl von Boston nach Bordeaux, die französischen Segler „Cambronne", 1863 Tonnen, mrt Salpeter nach Nantes, „Ceres", 236 Tonnen, mit Wein und Oelsardinen von Lissabon nach Brest. Die Ladungen der übrigen versenktem Schiffe bestanderr aus 5300 Tonnen Weizen und 500 Tonnen: Mehl von New Port nach Nantes, 2000 Tonnen Maschinenöl von Nelo Pork nach Le Havre, 2000 Donnen Erdnüsse, Palnrkerne und Wachs mvh &oato Pool und etwa 5200 Donnen Kohle von (ÄaSmNo rmch Marseille. Der Chef des AdmiralstäbeÄ der Marine. Berlin, 22. Juli. Durch eines unserer U-Boote wurden nn Atlantischen Ozean wiederum 23500 ART. vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich drei bewaffnete große Dampfer, von denen einer in Zerstörer- sicher ung fuhr. Zwei Dampfer iourden aus eineni und d em fe Iben Geleitzug hevarusges chossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Berlin, 21. Juli (Privattel.) Die „Voss. Ztg." meldet aus Genf: Nach einer Londoner Depesche des „Journal" krenzerc zurzeit japanische Geschwader im Indischen Ozean. Die Mfendnng der Geschwader in den Indischer Ozean wurde beschlossen infolge von Kundgebungen in Berrgalen und des Auftanchens maskierter deutscher Kreuze r an ber Küste ^ Bengalens. Aus Srcsöt und Cant« Gießen, 23. Juli 1917. N-Boot-Spende. W aingen in dem Kreise Gießen weiter ein ans btti Gemeinden: Annerod 171F0 Mk., Dorf-Mll 136 M., Ettingshausen 80.— Mk.. Garbeitteich 220,— Mk„ Göbelnrod 57,30 Mk., Großen-Linden 347,95 Mk., Harbach 69,85 Mk., Hattenrod 99,50 Mark, Hungen weitere 10,00 Mk., Leihgestern. 300,— M., Non- nenroth 176,— Mk., Ober-Hörgern 302,30 Mk., Queckb-orn 212,70 Mark. Röthges 90,40 Mk., Ruttershausen 88,20 Mk., Saasen 45,50 Mk., Sternheim 83,80 Mk., Watzeirbiorn-SteiTwerg 325,— Mark, Wcitershain 70,20 Mk. — Zusamnren bis jetzt 11573 Mk. ** Die U- Boo t- Sp e n be hat in der Stadt Gießen 8331,84 Mk. ergeben. Die vorher von dem hiesigen Flotten- und Marine-Verein eiugeleitete Sammlung für den gleichen Zweck erbrachte etwa 2200 Mk., so daß in der Stadt Gießen rund 10 500 Mk. gesammelt rvorden sind. LebensmiLtel. ** Zückerausgabe. Bis zum 31. Juli kvunvn auf die Zuckermarken Nr. 24 bis 29 je 250 Gramm Zucker bezogen werden. Nach Ablauf das 31. Acki 1917 verlieren diese Ätarken ihre Gültigkeit. Tie für den Monat September 1917 Kuftehende Zucker- menge sowie eine nochmalige Svnderzulage von Zucker für die häusliche Obstverwertung gelangen jetzt zur Ausgabe. Es können daher auf die Zuckermarken 9ir. 30 bis einschließlich 32 je 1375 Gramm Zucker bezogen werden. Mit Wlauf des 31. Augusl 1017 verlieren diese Marken ihre b-Migkeit. Auf die Marke Nr. 32 gelangt au die Verbraucher 1000 Gramm KandisKm^r zur Ausgabe. Zuckermarken, die mit einem senkrechten roten Sttnb versehen sind, bevechtigeir nur zcrm Empfang von 125 Gwmm Zucker. Wir machen darauf aufmerksani. daß ein Drängen in den Läden zwecklos ist, da genügerld Zucker vorhanden ist und i*ie Zuckerkarten 30—32 erst am 31. August ihre Gültigkeit verlieren. ** Verteilung von Speisesirup. Der Stadt Gießen ist Speisesirup iiberwiesen worden. Es können aus den Bezngs- abschnitt Nr. 16 der Lebensmittelkarte 125 Granrm Syteisesirno bezogen werden. Die Geschäfte, in denen die Abgabe erfolgt, sind im Änzeigeirteile bekannt gegeben. ** Stadt. Ob st verkauf. Morgen vormittag gelangen in den Marktlauben .Himbeeren pfundweise durch die Stadt zum Verkauf. * ** Wer ist der Bestohlene. Ein inOffenburg fest- nen Kommode den Betrag von 200 Mk., bestehend aus eirrem Hundert- und fünf Zwanzigmarkscheinen und in der Mitte der Stadt vor einem Krämerladen ein Paar Hosenträger, die dort an einem Lattengestell hingen, entwendet zu haberl. Da ein derartiger Diebstahl nicht zur Kenntnis gelangt ist, so werden die Geschädigten ersucht, sich alsbald bei der hiesigen Kriminalpolizei zu melden. ** Warnung. Das unberechtigte Einkäufen von Lebensmitteln, die der öffenllichen Bewirtschaftung unterliegen, nalmenllich von Kartoffeln, hat derart überhand genommen und einen geradezu an Landfrredensbruch grenzenden Umfang angenonmten, so daß eine ordnungsmäßige Versorgung der Llllgemeinhett trüb des Heeres ernstlich ttt Frage gestellt ist. Den Landwirten ist das ordnungsmäßige Einerrrten fast unmöglich gemacht. Dem muß mit allen Mitteln vorgebeugt werden. Das Ministerium hes Jrrnern hat deshalb eine PMzeivervrdnung mit verschärMn Vorschriften erlassen, deren strengste Durchführung den Kreisänttern zur besonderen Pflicht gemacht worden ist. Hieruach ist allen Erzeugern verboten, Kartoffellr und dergleichen anderen Personen, als den von dem Kommunalverband beauftragten anzubieten oder zu verkaufen. Ebenso dürfen Privatpersonen nur von den Kommunalverbänden ^oder den von ihuerc bezeichneten .Stellen .Kartoffeln cm- fordern, oder erwerben. Wer dem zuwiderhandelt, hat strenge Strafe nnd Beschlagnahme der verbots- »oidrig feilgehaltenen oder erworbenen Vorräte zu erwarten. Zahlreiche Gendarmerie- und Milrtär- Patrouillen werden den Befolg der erlassenen Bor- schlnften bei Tag nnd Nacht überwachen. Witterungsbericht. M e f f e n t l i ch e r Wetterdienst.; Ziemlich Hecker, twcken, Temperattu wenig geändert. Morgen D^euSras irifft auf dem Brandplair, Ein- sana Nim Äoianrschen Garten, eine Senduna EinmaÄ» »nd Salütgurken, Rettiche uiw. ein. Bestellunacn werden auch lm Hause Neustadt 19 entaegenüenommen. 53 fit | f'cfeslIpisäeB' Psnsioa Sraaßl Ksn3a Bägb 22 iBellevuejZim. m.u.obneBer« pfleg, f. jede Zeitdauer. Mit- wg- u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [1687 D.R.P. ör. ShftlüiXHBS. telMMSfiffi llUSaSSHSS“ besitzer! Unbegrenzte Ab wechslg. vom Kriegsausschusl genehmigt, s 4 /eSS schäumen und duften, hervorragend f. Hautpflege ariglavl-psüLi LS Stftafc. Nachn. in kl. Bcrp. 6,50 Mk. A. J. Sedaslüer, ElfasrSetä. Offeriere, um damit zu räumen: 2 weiß cmoiflicrtc Gnßkeffel 92 Zentimeter weit, 1 weist emaillierter Gntzrefsel 95V, Zentimeter weit, zirka 30 emaillierte Stahiblechkessel von 70—83 Zentimeter Weite, urcter dem heutigen Selbst- koslenvreis,- ferner ^foppelrsibsaiBien. ßiern ck, ünn üsichf., Ä«rdeck b. Londorf. 15508 Fortwähr.Umtausch. Prosp.gTatia. Karl Borbs, Berlin 54 üene RBnigstf. 38. PeD 8 . 1 inerva, Wetzlarer Weg 15 Bestempfvhlcne vornehme ^ FamiltenpensSou. 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Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gisst. Anz. Kräftiger Junge oder Mädchen zum Ausfahren gesucht. 5525 Obabcsofabrik, Seltersweg 70. Zuverlänige 5504 Frau oder Mann zum Milchaustragen ges. MüvkLßisds, LÄnglmkisllstM. Für Gartenarbeit Lrdörtt.mS4ödLu auf dauernde Beschäfrigung gesucht. 5481 Louis Becker, Gärtnerei, Kaiser-Allee 13. für leichte Hand- und Maschinenarbeit gesucht. Niröktz, Walltorstr. 73, H. I. sowie HilfsR^beitee finden bei uns dauernde Beschäftigung,- auch geeignete riwtegsoeschadigte können sofort eingestellt werden. Ebenso bietet sich kräftigen Frauen und Mädchen Gelegenheit zum Erwerb. 5417V H*yU#en«(**<5 M , ner flotter Handichrtst s. vast. Stellung aut einem Bureau. Schr. Aug. u. 04o24 a. d. Gießener Anz. Immer freundlich war dein Leben, "freu und friedlich deine Hand. Hoffnungsvoll war dein Bestreben, Mußt nun ruh’n in Feindesland. Wie hast du wohl in letzter Stunde, Gesehnt dich nach den Lieben dein, Nun ruhe sanft, du Herzensguter, Sollst nie von uns vergessen sein. Wenn Liebe könnte Wunder tun Und Tränen Tote wecken. So würde dich in fernem Land, Nicht fremde Erde decken, Können wir auch dein Grab nicht schmücken, Trauernd an deiner Gruft nicht steh’n. .Auf zum Himmel wollen wir blicken, Wo wir uns einst wiederseh’n. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche, Nachricht, daß unser einziger braver, unvergeßlicher Sohn, unser guter, treuer Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber Bräutigam Karl Loh Inhaber des E. K. II. Klasse blühendes Leben Hornist ln einem Infanterle-Kegriment nach 21monatiger treuer Pflichterfüllung am 8. Juli 1917 sein junges im Alter von 24 Jahren zum Opfer geben mußte. In tiefer Trauer: Die Eltern Johannes Lnh n. Frau Familie Lndwig Thon Familie Heinrich Spengler Uno, I nh „ August Hin her Elisabeth© Keep ,, Friedrich Stengel Familie Kaspar Heep. Aliendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Klein-Linden, den 21. Juli 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. ■'4491 Zu verkaufen: Bettstelle cP Matratze, Kiaiäersehrank, KemiBQüe und Kopierpresse. Anzusehen Dienstag nachmittag von 2—4 Uhr. 01526 StelnstraÜe 17 III. Herren-SIMM Mod., gut erh. zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 04518 an den Gießener Anzeiger erbeten. Kochkiftentvpfe lauch gebrauchte) zu kaufen ges. Lohveslera - Erholungsheim Schottea. Angebote an Fran Kreisral Bl erck. 5518 maIigc Sonde r- zulage von Zucker für die häuslichx Obstverwertnng gelangen fetzt zur Ausgabe. 2. Es lönnan daher auf dir Z u cf e r nt a r f en Nr. 3 0 bis einschließlich 32 je 1375 Gramm Zucker bezogen werdet. Mit Ablauf d e s 3 1. August 19 17 verliereil diese Marken ilire Gültigkeit. Auf die Marke N r. 3 2 geloilgt an die Verbraucher 10 0 0 Gramm Kandiszucker zur Ausgabe. 3. Zuckermarken, die mit einem senkrechten roten Strich versehen sind, berechtigen nur zum Emp-ang von 125 Gramm Zucker. 4. Die Kleiuhandelsgeschäste habeu die vereinnahmten. Zuckermarken auf Bogen zu je 100 Marken aufzuklebeN! Nnd mit einer Ausstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Marken dem Lebensmittelamt bislang- st e n s 2.. Sevieinber 1917 zirr Prüfung einzu - reichen. Nichteinhaltung dieser Frist, sowie IInregcL mäßigkeiten bei der Abgabe zieht deir Ausschluß de-s betreffenden Kleinhandelsgeschäftes von der Beteiligung an 'dem Verkauf von Zucker nach sich. 55128 Gießen, den 21. Juli 1917. Der Oberbürgermeister -Lebensmittelamt). Verteilung von Speisesirnp. Der Stadt Gießen. ist Speisesirup überwiesen worden. Es können Mts den Be zu gs ab schnitt Nr. 16 der Lebensmittelkarte 125 Gramm Speisesirup bezogen werden. Die Ausgabe erfolgt in folgenden Geschäften : 1. Adolf Geisse. Seltersweg, 2. Christoph Biecker, Neustadt, 3. Christian Schönhals, Weserstraße, 4. Robert Hecker, Brandgasse, 5. Konsum-Verein, Gießen, 6. Georg Wallenfels, 'Marktplatz. 7. Gebrüder Berdux, Bahnlwfstratze, 8. Friedrich Kopp, Bismarckstraße, 9. Jakob Maternus, Klinikstraße, 10. Heinrich Kalbfleisch, Liebigstraße, 11. Adolf Plack, Neuen Baue. 12. Schade & Füllgncke, 13. Eisenbähn-Konfumvevern, 14. Hrch. Arnold II. Nachftg., Kaiser--Mlse. Die vorgenannten Kleinhandelsgeschäfte haben die vereinnahmten Bezugsabschnitte mit einer Aufstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Marken bis längstens 2 8. d. Mts. den: Stadt. Lebensmittelamt einzureichen. 55126 Gießen, den 21. Juli 1917. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Ehe 44 Todes-Anzeige. Teilnehmen den Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser guter, unvergesslicher Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgross- vater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Fischer, Schnei dermstr. im 80. Lebensjahr Samstag morgen von seinen Leiden erlöst wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Mathilde Fischer Martin Fischer nnd Frau geb. Schneider Lina Fischer Ww, geb. Wenzel Lina Möller Ww. geb. Fischer Heinrich Garvelius nnd Frau geb. Fischer und 9 Enkel, 3 Urenkel. Giessen (Kl. Mühlgasse 2), Elpenrod, Offenbach, 23. Juli 1917. Die Beerdigung findet Dienstag mittag Uhr vom Neuen Friedhof aus statt. ZW Evangelischer Arbeiterverein Wir sehen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen Mitgliedes Sem Schnckkrilichtt Aerg Wtt geziemend in Kenntnis. Gießen, den 23. Juli 1917. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 3-/2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 5520 ZiumeriimilS-Arbeiten zu vergeben: 5432 Gtthel & Appel, Alicestraße. Handelslehr - Institut Hermes, Gießen, ßahnhofstraßo 60 . Am Aag. beginnen wieder neue Kurse in Stenographie, Maschinenschreiben, Buchführung, kaufm. Rechnen, JKontokorrentrechneri «sw. Man bittet um rechtzeitige Anmeld. Prosp. gratis. dar b 3 d. Vorschriftsmäßige Formulare zur Anmeldung ihres Carbidbedarfes durch uns stehen allen Verbrauchern auf Wunsch in jeder Anzahl zur Verfügung. Carbid-Kleinhändler wollen sich wegen aller für sie in Frage kommenden Vorschriften mit uns in Verbindung setzen. 5514 B Mgemink CsMd-BttkrlH-keseWsst N. b. H. in Magdeburg, Halberstädter Straße 8 j Mitglied der amtlichen Carbidverteilungsstelle. ! Pserve-VersteigerLMg. Freitag, den 27. Juli 1917, vormittags j 30 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle dahier zwei ausgemusterte, eingefahrene Landgestülsbeschäler versteigert werden. 5501D Darmstadt, den 18. Juli 1917. Großherzogliche Landgestüts-Direktion. Schörke. Schöne Ferkel zu verkaufen. 5502 Neustadt 78,1!. ääsiii mit Juugou und 2 Stück 4 Honate alte ÜSniterhasen zu verk. Wilhelmsir. 21 p. 04456 GießenerHaussrauen-Berem. Pfirsiche! 1 Pfund 80 Pfennig, werden gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte an die Mitglieder von5—7Uhr nachmittags abgegeben. Gesellschaftsverein Giessen Sucher-Rückgabe. »Sämtliche vor dem 15. Juli entliehenen Bücher bitte spätestens bis zum 25. Juli 1917 zurückzugeben. Für solche Bücher, deren fernere Benutzung gewünscht wird, sind neue Leihscheine auszustellen. Vom 1 August bis 1. September bleibt die Bibliothek geschlossen. I>te Bibliothek* Verw. de« Gesellschaftsvereins August Frees. 54391) In Alten Itnseck ein schön, villenart. geb. Lasel- haus mit 7 Zirnm., Küche u. Garten billig zu verkaufen durch A. W. Remtz & Cie., Neuwied. 5464 Ein noch fast neues Slreak zu verkaufen. [5485 Palvernafthle. Wenig gebrauchte Nähmaschine zu verkaufen. Anfr. unter 04515 a. d. Gieß. Anz. erb. <*ebr. Herd, 120/70 groß, zu verkaufen. Näheres bei Rahn, Gr. Steinweg 20. 6107 1/lf) verschiedene, feine Serien wo Blumen-, Glückwunsch-, Soldaten-, Kfinstlorpost- karten 2 91k. 5ol5sl Paul Ruvv, Freudenstadt 324, Wttbg. Packkörbe billig abzugebeu bet Sl. Simon. Walltorstr. 43. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steinheim für 1917 Ri liegt vom 24. d. Mts. an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht aus. Während dieser Zeit können Einwendungen vorgebracht werden. Es wird Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben Steinheim, den 23. Juli 1917. Großh. Bürgermeisterei Steinheim. Nicklas. 5526 Zucker-Verbrauchsregelung. Auf Grttnd meiner Bekanntmachung vom 13. Juni 1917 weise ich nochmals darauf hin, baß bis znm 31. Juli 1917 auf die Zuckermarken Nr. 24 bis 29 je 250 Gramm Zucker bezogen werben können. Nach Ablauf des 31. Jnlr 1917 veriteren diese Marken ihre Gültigkeit. Die Meinhandelsgeschäfte haben die vereinnahmten Marken ans Bogen aujzukleben und mit einer Ausstellung über die Gesamtzahl der vereinnahmten Marken bis längstens 2. August 1917 dem Stadt. Lebensmittelamt zur Prüfung einzureichen. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluß des betreffenbdn Meinchandelsgeschäftes vom der Beteiligung an dem Verkauf von Zucker nach sich. 5512B Gießen, den 21. Juli 1917. Der LSerfiürgermeAer (Lebeirsmittelanrt). ich den Willen zu zweie«, daS eine zu jtt, das mehr ist, alSdie cs schufen! Ueberdich sollst du binausbaucu! Nicht nur fort sollst du dich vslanzen, sondern hinauf. Dazu helfe dir der Gar icn der Ede. 5503 Diese fundamentalen Satzedes großen Philosophen Nietzsche enthalten alles, was die herrliche, unerschöpfliche Gottes- und Natnrgewalt mit der Liebe und Ehe bezweckt. Voll heiligster Ehrfurcht erkennen wir die Schöpferkraft; und in kraftvoller Lebensbejahung reichen wir an die Gottheit heran. Wir wollen Gottes höchstes Gebot rn tiefster Inbrunst und Dankbarkeit ehren und uns und unsere Kinder zu wissenden,Willensstärken, demütigen,seelisch, geistig und körperlich voll ausgereiften Menschen erziehen. So erhalten wir unserem Volke seine ungeheure Lebenskraft. Es wird nicht an schamlosestem Krämer- gcist,Ueberkultur und lächerlicher Verweichlichung zugrunde gehen, wie Völker, die den ihnen verliehenen größten Gaben sich nicht würdig erwiesen. Jüngling nnd Jungfrau :: Manui und Frau :: sollen sich durch ernstes Denken Tb smr Eft** "MU erziehen. Jeder muß wissen daß man um das Glück der Ehe und Nachkommenschaft kämpfen muß. In jedem sind die gewaltigsten Kräfte für tausende Generationen enthalten. Mein Werk: oo03 Der Kampf um Pas Glück der Elte und Kaclikoinnieuisciiaft soll an Hand von unzähligen Vciivielen ans dem Leben zeigen, wie die Ebe glücklich bleibt, und wodurch sie geschädigt und zerrüttet wird. Inhalt: I. Reckt aus Wahrheit und Wissen. — II.EinvernicktetesFrauenlebcn Ul Brutalität.- IV. Viele Schilderungen aus dem Leben, deren Tragik und Realistik jeden ergreift. — Gliarakte- riitiichcs Geständnis einer fcingebildetcnFrau, 01 c durch frevelhafte Kräftcvcrgcudung fast zugrunde gerichtet worden und der Verzweiflung nahe war. Der menschenfreundliche Arzt, der durch seine warme Teilnahme diese, sowie taufende Frauen wieder auirich. tete und den Kindern die Mutter erhielt. — VI. Wasdie Frau vom Mann wissen muß. —VII. Frevel, durch diedieFrauenkraftgeichädigtundvernichtetwtrd.— VIII. Kindcriorgen verhüten Sorgenkinder. — IX. Das Storchmärckcn und seine Folgen lGeständmne eines 16 jährigen Mädchens). Unwissenheit ist dleUriache aller geschlechtlichenJrrnngen und Leiden. — X.DieEr- Haltung der Gesundheit, des Eheglücks und der treuesten Liebe in derEbe.— XI. Kraftvolle Zustim- mungserklärungen aus dem Publikumskretie. Dle Auffassung des freien, unbefangenen Menschen. — Welchen Nutzen das Buch dem einzelnen, wie tut ganzen bringt. — Der Segen des Wtßens. — Meder mit der Unwissenheit. — Bewußtes Höherhinauf oder — kümmerliches Dasein und frühzeitiges Zerfallen. Unzählige schrieben aus dem Felde. Hier nur wenige Zeilen eines jungen Offiziers: „Ihre Worte sind wahr und steben in meiner Seele wie rn Marmor eingelassene goldene Lettern." Jeder ernste Mann und iede femfuhlende Frau, die sich die zarteste Zuneigung und innigste Liebe erhalten wollen, müssen dieses Buch lesen. Der Preis des Werkes ist vorläufig noch 2 M. ,'4>octo schon mit emgeschlofien, pur Nachnahme 20 Pf mehr). Später muß er auf 3 M. erhöht werden. Frau Hedwig M. C. Kröning, Stiittgart-Caunstatt 41.