rv.iol Der Htrtzeaer Ln^laer erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Eichener Kami IUnbl Otter; Kreis blatt flr den Kreis Gießen. vezu§rpreir: inonatl. 1 Mk.. viertel- jährlrch 3 Ml.-, durch Abhole- xl. Zrveigstellen nwnatl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 8.— viertel» lährl. ausschl. Bestellg. Fernsvrech - Anschlüsse: sür die Schrütleitungl12 Verlaq.GeschästsstelleOl Auschriitfür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes vlatt *67. Jahrgang Donnerstag, V). Juli M pOßfche««tto: 5r«mkstnta.R. 1X686 General-Anzeiger für Oberhessen vanksertehr: Ge«erdedant Gießen Zwillingsrun-öruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.Vuch- u. Zteindruckerei R. Lanze. Zchristlettung 7\r«/#As»d?. CAtilHr Annahme von LnzeigLü s. die TageÄrunnmer bis zumNachmittab vorher. SeUenpreise: für örtliche Anzeißen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorfchrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorfchrist 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Verrnifchtes u.Ge- richtsfaal: Fr. R. Zenz; Ameigenteil: H. Beck: Eine Umbildung des englischen Kabinetts. (WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Der Artilleriekampf in Flandern mar an der Küste stark. Pan der User vis zur Lps hat er sich gegen die Vortage erheblich gesteigert. Zwischen Hollebekc und Warneton sind englische Erkun- dungsvorsdötze im Nahkampf abgeschlagen worden. . Am La Bassee-Kanal. bei Loos, bei Lens sowie auf beiden Ufern der Scarpe war das Feuer in den Abendstunden lebhaft. Bei Eürbruch der Dunkelheit griffen die Engländer nördlich der Straße Arras—Eambrai an. Sic wurden bis auf eine schmale Embruchstellc westlich des Bois du Pcrt zurückgeworftn. Heute morgen wurde ein cuglisches Bataillon, das nördlich von Fresnoy vorging, durch Fm er vertrieben. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs der Aisne und in der Champagne blieb bei tnibem Wetter- die Fcuertütigkeit meist gering. Auf dem linken Maasufcr wurde tagsüber gekämpft. Rach dreistündiger stärkster Artilleriewirkung griffen die Franzosen in ftinf Kilometer Breite vom Avocourtwalde bis zum Grunde westlich des Toten Rftmnes an. An der Südosteckc des Waldes von Malaneourt und beiderseits der Straße Malancourt— Esnes drangen sie nach erbittertem Kamps in die von uns kürzlich dort geivonnencn Gräben. Im übrigen sind sie zurückgeworfen worden. In abends erneut vorbrechcndcm Ansturm suchte der Feind seine Gewinne zu erweitern. Dieser Angriff brach ohne Erfolg verlustreich zn^ 1 a mm e n. Oestlich der Maas war das Feuer lebhafter als sonst. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine wesentlichen Ereignisse. Deutlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. Erhöhte Gefechtstatigkeit herrschte bei R i g a , sowie südlich non Dünaburg und Snwrgou. In Oftgalizien war dos rFeuer bei Brzezany stark. Im Karpathen-Vorland nahurrn in gemeinsamem Angriff bayrische und kroatische Truppen die von den Russen zäh verteidigten HöAn östlich von Lom- ■iricn und wiesen in erreichten Stellungen russische Gegenangriffe ab. Auch an anderen Stellen der Lomnioa-Linie wurden die Russen im örtlichen Kampf zurückgedrängt. An der Front des Generalobersten Erzherzog Josef und bei der Heeresgruppe des G cnera lfeld ma rsch alls von Mackensen ist ein allmähliches Aufleben der Feucrtätigkeit besonders zu beiden Seiten des Snsita-Tales und längs Kutna und Ser erb merkbar. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalauarticrmcistcr L u d e n d o r f f. * Der Abendbericht. Berlin. 18. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Starker Feuerkamps in Flandern. Sonst nichts Wesentliches. Weniger zuni Droste als vielnrehr zu unserer Selbst- stesinmrng dürfen wer hsate neue wichtige Geschehnisse im s feindlichen Auslcmi.de verzeichnen. Im Kabinett Lloyd George i sowohl wie in der provisorischen russischen Regierung sind 'wieder -einige Balken, zusmnmeugebrochen. Das Bedeutsamste '.dabei ist, daß auf dein englischen Marineministierpostei, wieder ein Wechsel stattgefunden, hat. Nach Batfour, der die ,Schlacht im Skagerrak auf dem Kerbholz hatte, folgte Carsfon, der sich die beste Mühe gegeben hat, das vielgesuchte Mittel gej^en die U-Boote wirklich zu finden. Elfter er mußte vor ein paar Monaten, im März, resigniert bekennen, daß er noch kein wirksames Mittel habe, und, so fügte er betrübt chinzu, ,,dic Lage bedroht unsere Ernährung in ein ein .Grade, \me es niemand vorausgesehen Hab'. Inzwischen ist auch nichts weiter erfunden worden. Englands Schwert zur See ist stumpf geblieben, trotz der neuesten auf neu- ' realem Hoheitsgebiet gegen loehrlvse Frachtdainpfer unternommenen Angriffe, die uns nicht nennenswerte Verluste verirrfacht haben, und Englands Schild zur See reicht nicht hinab, nur seine Füße zu decken, die unseren U-Booten bald incht mehr standhalten werden. So geht denn auck) Carson, und eilt Anderer, ein technischer Fachmann im Msenbahnwefvn, Sir Eric Geddes, übernimmt an seiner .Stelle das schwierige und undankbare Amt. Wir dürfen idaraus die Annahme ableiten, daß England noch^n i ch t auf >dnn Rettungswege vor unseren U-Booten ist. Sein neuer Wechsel des Vtarineimnisters offenbart eine sackstich, mxh hoher begründete Verlegenheit, als wir sie bei unserin Kanzlerwechsel empfinden. Deirn bei uns herrscht eigentlick) keine Verlegenheit; wir haben noch die ans reichenden Mittel nnd Ü&eoc zur Kriegführung, und nur ein neuer, , frischer Geist soll die Einigkeit im Volke wieder Herstellen, die I durch eine verkehrte Politik zeitweise bedroht war. Die Gefahr ist noch: vorhanden, aber wir brauchen in ihr nicht stecken zu bleiben. Daher wollen^wir jetzt beim Blick auf Englands Schwierigkeiten und Sorgen nicht von Trost, sondern von Selbstbesinnung sprechen. Lord Churchill, der bisherige „Luftminister", ist zum Muiritionsminister ernannt worden. Ein vielseitiger Mann! Vorher war er bekanntlich der Allmächtige im Marine- ministerium. Was soll er nun bei den Munitionsfabriken? Reden halten und Streiks verhindern? So lange er da ist, sind die Munitiimrsmagazine mindestens oer Krieg sschw ätz e- rei und Prahlsucht noch gefüllt. Wir wollen sehen, wie lange er an den Feueressen der ^NunitwonsHerstellung bleibt. Denn wir sind beinahe sicher, dast er auch noch einmal weiterstreicht, vielleicht in die britische Sonntagsgärtnerei,^vv in Ermangelung der Einfuhr von Lebensmitteln die Scholle gehackt und bebaut wird. } Das andere Ereignis in Rußland ist vielleicht nicht minder bedeutungsvoll. Zumal gleichzeitig gemeldet wird, daß in Petersburg wieder schnüre Unruhen stattgefuuden haben, wobei es aufrührerischen Soldaten gelungen sein soll, einen Aufruf zur Stürzung der provisorischen Regierung durchzusetzen. Der Arbeiter- und Soldatenrnt läßt dagegen zur Besinnung und Ruhe mahnen. Allein, was wir in den letzten Tagen aus Rußland nicht hörten, war doch am Ende nur die Ruhe vor einem gewaltigen neuen Sturm. Auch darum, um besser zu hören und zu folgern,-sollten wir in Deutsche land jetzt jeden überflüssigen Lärm vermeiden und verhindern. .Heute fallen im Reichstag die entscheidenden Worte. Ganz in dein Sinne, wie wir es auch meinten, ruft heute die „Köln.Mtg.": „Das Ganze sammeln!" Ihr Aufruf gipfelt in folgenden Worten: , Ob die Formel so lautet, wie man sie vorgeschlagen, oder ob inan noch etwas daran bentmöoftort und herumkünstelt, um sie dem einen oder andern schmackhaft zu niachen, ist ganz gleichgültig und ohne jede Wirkung. Das Echo von draußen haben nur hier .mitgeteilt, es ist Hohn und Spott und gesteigerte Begehrlichkeit. Eine Wahl läßt der Feind uns nickst, er verlangt bedingungslose Unterwerfung, und die bedeutet für uns alle Schimpf und Zerstückelung, für jeden einzelnen Verelendung. Nicht ob wir Frieden machen wollen, ist die Frage, sondern ob wir Frieden niackren können. Selbst der' vielgenannte Arbeiter- und Soldatenrnt in itfuNand will uns snnen berühmten Frieden ohne Amrexioneu und ohne Entschädigung nicht mehr zugvstehen: davon haben irnfece Sozialdenrokra ten in Stockholm snh überziLugen müssen. Darum gilt wenn je so heuch die Tcktstrche, daß wir einen VerteidigUingskri.'eg it'chcen, und die Reste Verteidigung ist der Hieb. Wer will, daß wir uns 1vehrl>s erdolckea nnd zugleich! erdrosseln lassen, der verweigere morgen die Kriegskredite, die Abstimmung jedes einzelnen Mgeordneten bedeutet für ihn mir. für das deutsche Volk die Probelauf ein sehr einfaches Exempel. Wer das nicht will, höre auf das Signal: Das Ganze sammeln!" Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Südlich von Kalusz erweiterten kroatische Heeres- truvpeu nnö banerische Bataillone im Angriff ihre vorgestern erkanipften Erfolge durch Einnatpue einer Höhe bei Novica. Oestlich von Kalusz wurde die S ä u b e r u n g des linken L o m n i c a - U f e r s abgeschlossen. Sonst auf keinem der Kriegsschauplätze Ereignisse von Belang. Der Chef des Gencralstabrs. Die Kämpf, in West und Ost. Berlin, 18. Juli. (WTB.! ^ln der W e st front beeinträch- ssigte regnerisches Weiter und teilweise schlechte Sicht am 17. Juli fok Gefechtstätigkeit. Am Vormittag toar das Feuer imr nördlich Pvern stärker. Gegen Mittag steigerte sich das häufig dil.rch Flieger geleitete sesudliäfe Artillerreseuer gegen unsere Jnsankerie- und, Batteriestellnngen nnd schlug airch bis tief ins Hrntergelände. Ein in der Nackt vom 17. zum 18. imter erheblicher Artilleriefeuer-' steigerung erfolgter Angriff einer englischen Patrouille dicht süd sich des .Kanalimes bei .Hallebeke blieb in imserem Artillerie und Jnsanterieseuer liegen. Gegen Atitternacht gelangte dm Vorstoß einer stärkeren englischen Abteilung in der (legend Osttavernc in unsere Gräben, wurde jedmh sofort im Gegenstoß bis auf ein kleines Engländernest geworfen. Gegen neim iUrr abends spielte sich eine große Luftschlacht ab. mi der auf jeder Seite etwa 50 Flugzeuge beteiligt nmrcu. tlnsere Ktempsflieger stießen gegen den geschickt nranövrierenden und zä1>eu Gegner mit außerordmtlicher Michrlstit uirb Unerschrocken heil vor und s ch offen 11 -se in d l i che Fl u gze u g e ab. Weiter wurde ein Ballon durch einen Flieger abgeschossen, während vier feindliche Fesselballone dirrrh unsere Batterien zum Niedergehen gezwungen fvurden. Im ?l r t v i s griff eine etwa 400 Mann starke feindliche ?lb- teilung 6 Uhr nachmittags nach kräftigen! Fenerwirbel östlich voin Bois-dn-Bert an. Was im ^perrftuer nicht liegen blieb und veriagt ivurde, wurde im Handgranatenkamps gelvorsen. Wir machten Gefangene. Feindliche Flieger beteiligten sich mit Bomben abivnrs und Ataschinengewcchrseuer am Kampfe. 10,40 Uhr abends iersolgte nach heftigem Artillerüfteuer ein n^ner Angriff. Er wurde unter äußerst blutigen sündlichen Verlusten zurückgeschlagen. Nur n^estlich des Bois-du-Vert oermockfteu die Enal ander in Kom- pagniebreile in unserem Tricksterfeld Fuß zu fassen. Starke feindliche Pati^mllen südlich Oueant und nordöstlich Mönch», »mrrlHnt zunr Teil im Nahkamps abgewiesen. In deje Chainpagne mäßige Ckfechtstätigkeit. Nördlick> Tähnre wiesen wir vvrnrittags einen französischen Patrouillen^ Vorstoß zurück, während unsere Schleichtrupps östlich der Straße St. Sonplet—St. Hckairo Gefangene ernbracksten. In den Ar- go icnen gegen Abend lebhaftes 'Artillerie- imd Mineufeuer gegen unsere Stellungen bei Bauguois. Bei dein geineldeten Vorstoß der Franzosen in 5 .Nlonveter Breite vorn A v o e o u r t. W a l d c bis zuni Grunde nxfttlich des Toten Mannes vermochte der Gegner in etwa 2 Kilometer Breite und 500 Meter Tiefe in unsere Stellung einzudringen. Seine äußerst schweren Verluste wurden durch unser Vernichtung^ und Sperrfeuer vermehrt, das gegen 10 Uhr abends einen weiterer französischen Angriff ins Stocken brachte. An der Ostfront wurde das nördliche Lomnica-Ufer zwischen Kalusz und Babin völlig vom Feinde gesäubert und dabei Gesänge:-! und Beute eiugebracht. Nur in dem Dorfe Babiu lstilt sich nock schwache russische Infanterie. Auf den Höhen westlich Brzezan», Lag tagsüber starkes feindliches Feuer. In den 'Karpatl-en lebhafte Artillerietatigkeit beiderseits der Bistritz und der Valeputna-Straße- Südlich der Bistritz wurde eine slarke russische Patrouille abgewiesen *. Amerikanische Flugzeugbauten. Washington, 17. Juli. (WTB.) Meldung des Ren- terschen Bureaus. Der Mllrtärcrusschuß des Senats beschloß nach einer Sitzung, von 45 Minuten einen zustimrnen- den Bericht über die Regierungsvorlage, die 640 Millio- n e n D o ll ars zum Bau «vonFlugzeugen verlangt. * * Französischer Bericht vont 17. Juli, abends. Beiderseitige Artillerietätigkeit in der Gegend von Cerntz, Ailles und aus der Hochfläche von Calisormen. In der Champagne erneuerte der Feind im Laufe des Tages seine Angriffe nördlich twm Pöhlberg und faßte tan geivifteir Stellen der Grabenteile, die wir ihm am 14. Juli abgenommeu haben, wieder Fuß. .IM Abschnitt des Hochberges, wo wir uns in beim eroberten Gestände eftrrrchten., dauert der Artilleriekampf heftig an. Auf dem linken MposüfM lat sich unser Unternehmen, das wir ain Morgen in der Gegend U-esihick' von der Höhe 304 eingeleitet kxrben, mit rwtlem Erfolge entwickelt. Nach starker Artillerievorbereitung machten unsere Truppen gegen 6 Uhr 45 Ntiuuten morgens mit unkviderstehlicher Wucht einen Angriff aus die feindlichen Graben. Trotz heftiger Gegenwehr der Deutschen haben wir in ernigen Minuten die GrÄen wiedergenonrm-en, die der Feftrd> seit dem 20. Juni besetzt Welt, und unseren Vorteil rveiter misnützend die dahinter liegerckLN deutschen Stellimgen «ruf einer Front von 2500 Meter erobert. Zu beiden Seiten der Straße Esnes—Malancourt ist dk erste deutsche Linie, die mit bescmderer Sorgfalt zur Berteidigimy ausgebaut war, vollständig in unsere .Hände gefallen. Bald darauf wurde nach hart^ näckilgam Kamvk, der den benmnderrrstvervm Schneid rmscrer Sol- dat-en zur Geltnrrg kommen ließ, aüch die zwiefte feindliche Linie erobert. Unser Dorrücken erfolgte in einer Tiefe von eüva einem Kilometer. Unsere Linie wurde dementsprechend vorgeschoben und geht von Eorne südöstlich vom Walde von Avocvurt nach Pan- tus (?, westlich der Höhe 304 imd führt am CanardwaDe vorbei. Aipkrere im Lause des Nachmittags vom Feiirde vorgetragene Ge- genangrisse wurden durch unser Feuer vereitelt. Die Deutschen hatten sehr schtvere Verluste. Djie Zahl der gezählten unverwundetev Gefangenen beläuft sich auf 425, darunter 8 Osftziere. * . Der türkische Bericht. K'onstanti no pel, 17. Juli. (W. B.> Gelreralstabsbericht. In P c r s i en 60 Kilometer von der Grenze, östlich Suleimanis griff eine unserer ststanzabteilimgen die an Zahl überlegenen Russen im Garrmk-^Paß arr und^ warf sie aus lernte zurück. Der Feind verlor 70 Tote, 2 Maschincargekoehre nnd eine Menge Waffen. Kaukasus front: Im rechten .Flügelabschnitt sehai- tertc der 'Angriff einer feindlichen Kompagnie, gegen unfare Patrouillen unter großen Verlnften für den Gegner. Ebenso mißlang der Llngriff eines feindlichen Bataillons gegen einen unserer Züge, nachdmr der Zug durch zwei Kompagnien verstärk' worden »var. — .Sinai front: Artilleriefeuer bei G«rza unk Patrouillentätigkeit aus de:: übrigen Teilen der Front. In A d a n o wurde eine Schule von französischen Flugbooten m!ft Bombeir beworfen, 2 Lehrer, 11 Kinder und 7 midere Zivilpersonen wurden verwundet. Von den Verwundeten >sind 4 gestovben. Die Verletzung der holländischen Neutralität dnrch England. Die amtliche holländische Feststellung. Haag, 18. Juli. (WTB. Mchtamllich.) Korrespondcnzbureau. ^Cmtlid?. Das Marinedep arte ment teilt folgendes mit: Ain frühen Morgen des 16^ Juli sichteten die Posten der .Küstenwach« s i e b e n F r a ch t s chi'fs c unbekannter Nationalität, die durch die Holeitsgcinässer in uördliä^er Richtung fchren. tftn 6.1h Ilhr wurden von einem der Küstenwächter etwa 20 britische Kriegs- s cb i s s e gesichtet, die mir 6.50 Uhr in i>ie Mhe von. Pletten kamert und titncrh'rtlb der Hoheitsgewässer die .Handels-« s ch i s s c z u beschießen begannen. Bier Frachtdamvtser iv-ur-, beit — obivohl sie innerhalb der Hoheitsgewässer fuhren — w^g- genoulmerr. Zwei fuhreir direkt aus den Strand zu und wurdelli- n a ch d e nr s i c schon s e st g e l a u f e n w a r e n , n o ch i m m e r b e s ch, o i s e n. Biebrere Geschosse sielen auf das Land. Ein andcre>s Handelsschiff ankerte bei dem Untersuchimgssahrzeug anr Eingang nach dem Schulpengat. Ms das Untersuchungsfahrzeug 18 englische Torpedojäger sickrtete, löschte es die Anker und legte sich zunstchac das Handelsschisf und die Torpedojäger, nroraicf diese in südlicher Richtung wegfuhren. Ms nmi 6.50 in dem Helder die Nackxricht eür- traf, daß britische TorPÄwjäger innerhalb der Hol-eitsrechte auf Frachtschiss? Jagd machen, wnrde das Kriegsschiff „Kortetaer" und vier Torvedoboote abgeschickt, die um 8.25 Ubr an Ort imd Stelle kamen. Zwei andere Torpedoboote erhielten den Befehl, bei Texel int Schulpengat zu Ireuzeu. zloei unrßten zlvisckien Vlleland uichj Texel kreuzen mrd zwei lwi dsnr am Soimtag gestrandeten dMtscherr Schliff. Es steht fest, daß der Angriff innerhalb der .Hoheitsgewässer stattgesunden hat. Der englische Bericht über den -lngrisi auf deutsche Dampfer. London, 17. Juli. (MDB. dtiMamllich.) Die Admiralität gibt bekannt: Einige tcns-erer leichten Kreuzer, die in dev Nordsee patrouillierten, sichteten gestern vormittag eine Anzahl deutscher Dampfier. Sie gaben ihnen dos Signal „Anhalten!", „Von Bord gehen!" und feuerpm ihnen einer von' der: Bug. Der Befelst lmrrde nicht befolgt. Die Schiffe flücktetng in der Rrchtmrg auf die hollchrdifche Mfte. Zwei erreichten, durä. tSoner vfitaer veßüLngt. das Ufer, di tfBfrrtsttt vier Erden MPgCKhntitm and genommen. ltnfere Zerstörer, mdcbe Prisen> ^imacttd^itcn tut Bord festen, führten sie imrter ctgenent Dampf Töct. Zwn von diesen ^-ckstffsbesatzirngen verliefen ihre Schisse, die «ndertm triheu ward«! gefangen genommen. Vier Säftffe liegen rn eörenk ^fen rrnseresi Landes. Spe heißen „Tellwonr", „Brietzig", „Marie .vvorrt" irud„>xniz Blumberg". Stockholm, 18. Juli. .(W. B.) Tie Bertcfeunij b c r hollnn > is ch c n Neutralität durch England wirr in der' sclMcdlsck)>5tt Presse jdfwrrf verurteilt. „Svenska Dagbladet" schreibt: „Tie gemeldeten Einzelheiten.lassen an Deutlichkeit nichts tzu wiini-.iwn übrig. Ter grobe englisä>e Uebergrifs ist nur eine konkrete Ztluftratiou zu denr Ton -vollkommener Verachtung des neutralen Rechtes, der augenblicklich aus beit Spalten von Zeitungen wie der „Times" spricht -und den man in London anscheinend als geeignete Leitüre zum Ban gemachten auch vir die «luittnen neutralen Länder aniicht. Es ist ja lparäkteristisch dass nicht eininal all das Entgegeickominen gegenüber den englischen Bormrnrdsclxrftsluisprücheir. das in der Form eines englisch^hoH > ländischen Handelsvertrages Holland anfgeztmrngen wurde, dieses Laiw^vor gehässigem Mißtrauen schützt. Man närd an den drohen- >den Ton erinnett, in der vor dem Kriege englische, lluzufricden- Herr über eilüge anspruchslos-e Berstärchingen der holländischen FMte zum Ausdruck kam." Da-- iraclOehcmd mttgeteilte englisch^ Komödieuspiel ist mit ter bollmrdischeu Angelegenheit mahl in Zusammenhang zu .bttngeri: London, 17. Juli. (W. B.) U nter Han s^Bellairs fragte >nach der Zahl der bi'itischen und alliierten schiffe, die seit Kriegsbegiim in iteittralen Hoheitsgaväsfern, -namentlich in spanischen Gttvässcrn. von deutschen Fahrzeugen -angehalten oder «mgvgitfferl wurden, und was die Mliverteir dagegen zu tun gedenken. Cecil antwortete: 'Swveit meine .Kamtnis reicht, ist die Zahl solcher Fälle, die sich nach- dein Zeugnis von Kcwttäuen Und <^ch,isssmarmschaftM in den ,'pruttschen Geivässern ereigneten, über 20. Alle ^vielten sich seit 1914 ab. Ich rveiß nichts davon, daß 'Fälle ch den Hvhetts .Denkt Eeell noch daran, daß ich vor einiger Zeit die Aufmerk- rnerksamkeit auf die Emsmündung lenkte, daß in den holländischen Zeitungen Jltottzen erschienen, die durchdlicken liehen, daß die Deutschen unederholt die niederländischen Gewässer verletzten?" Eecil erwiderte: ..Wir verloren die Angelegenheit ittckst aus denr Auge." Beränderuttgen im englischen Kabinett. Neue Unruhen in Petersburg. Petersbvra, 17. Juli. Gestern abend kam es zu einer grosten bewaffneten Kundgebung, die von den Maxb- malisten üt occnc gesetzt rvar. Stundenlang durchfuhren Automobile mit Soldaten, Matrosen und Zivilisten. bje mit Gewehren beroaffttel toaren, die labrdcnd. Unzählige ffttt Mas-clsimengewehren beladene Frackst- iiragcn gehen nach der Billa der Tänzerin Kreshrnskcrja, wo sich das .Hauptanartier des ersten 'Ui i > ch 11 kengewehr-Regements findet. Tie Regimenter' Wolins'ki, Lewivski, Ismailowski und Simeo- nowskr surd noch ruhig. Die (Garnisonen in Ovanienbaum, ZarK- kaie Sselv und Peterhof richte: sich nach den Anweisungen dos Arbeiter- Und Soldatenrates. Basel, 18. Juli. Tic Petersburger Telegraphenagentur meldet : Das Exekutivkomitee des Petersburger Arbeiter'- und Soldatenrates und das Exekutivkomitee des Rates der Bauerndclegiertens veröffentlichen folgenden fAurruf cm die Petersburger Arbeitev und Soldaten: „Entgegen dem einmütigen Willen Rüstlands! forchern Jlirbe kannte netr auf, nrit den Müssen in der Hand euch aus die Straße zu ire geben urrd gegen die 2l-uflosung der Regimenter zu protestieren, die dnvckd Verletzung ihrer Pflichtear gegenüber) der Revolution sich selbst entehrt haben. Die Delegierten der revo- lutiois.ären Denu>kralle von ganz Rustlarch erklären euch hierdurch, daß die Auslösung dieser Regimenter infolge der Rellamallonerr dm militäritzherr Komitees und arls Weisurrg des s-dri>egSrnrnisterS Kerenski, des Mannes rmrserer Wahl, erfolgt ist imd daß jede 2lkllon zugunsteu dich er Regimenter als gegeu unsere Brüder gellchlet betrachtet wird, dw an der Front ihr Blut oergießerr. W-ir ernmern daran, daß keine bewaffnete 'Militär cm heit, ohne bchondere Errnächll-gung des Oberkommiarchievenden, der mit unÄ einig geht, etwas uuteruehüreu darf. Wer dieser Verordnung zuunderhandelt. wird als Verräter und Fernd der Revolution be- trachtel. Wir werben alle uns zu Gebote stehenden Borkech-nngen treffen, um dieser Verfügung Geltung z.n verschaffen." Vom Exzareu. . ^ u .0 ört «>, 19. Juli. (L. A.) Lallt „Seoolo" berichtet die pari kanil che Corres ponden za aus Petersburg, der: Ex zur zeige Zeichen v-on Ge i st es stör nng. Es bestehe die Besorgnis, er könne Selbstmord verüben.. China. H a a g. 18. Juli. Reuter meldet aus London: Amtlich wird dritgeteilt, daß Carson als ^Mitglied ohne Porrch-euille m das Kriegskabinett eintritt. Der bisherige MunillonÄniinster Addison wird MiTÜfter ohne Portefeuille für die llebergangsperiode, Montagnc wird St-aatssekvetär für Midien. Winston Churchill Munchionsminister und Sir Eri k Edd es , bisl?er Generaldirektor für die Munitionsversorgung. Erster Lord der Admiralität. * ^ * Steuervorlagen in der französischen Kammer. Bern, 18. Juli. lWTB.) Lyoner Blättern zufolge er örterte die Kammer gestern das Einkommensteuer gesetz, besonders die EmMhrung der Kopfsteuer. Di !Regierung schätzt das Steuererträgnis auf 45 Millionei Francs. Gestern ergriff CQillaux zum ersten Male sei der Ermordung Calmettes bas Wort. Er sprach sich gegen bi« Kopfsteuer aus. Es sei ungerecht, daß die Arbeiter ebenso 'Mel zahlen müßten wie die Reichen. Durch die Steuer lvür :den 500000 bisher steuerfrei gebliebene Personen betroffeu D^e Steuer werde im Lande verstimmen. England habe ein gesehen, daß die Finanzpolitik wahrend des Krieges die Ar men verschonen und die Reichen treffen müsse. Die indirekter .Steuern Frankreichs lasteten augenblicklich schwer auf den ganzen Volke. Finanzministrr T h i e r r y erwiderte, die Re ^gierung müsse das Gesetz befürworten; selbst wählend bei ^Revolution habe man die Bürgertaxe eingeführt. Der Antrac 'wurde schließlich angenommen. Die weiteren Artikel des Gesetzes bezüglich der Steuererklärungspsticht sowie die Ge- iwinnsteuer auf Handel und Industrie wurden gleichfalls an- genomnien. Die weitere Beratung des Gesetzes wurde an\ beute vertagt. • Die Revolution in Rutzlanö. Die ukrainische Frage. Petersburg, 17. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger ^elegvaphen-Agentur. Aur 16.Juli hat die vorläufig 4 Regierung folgende Erklärung über die ukrainische 'Frage verösfeTrtticbr: Die vorläufige Regierung hat noch Kenntnisnahme der Mit- reclu ngen d er Röinilter .KerenM, DevesZchenko und Tevetelli über b\£ uPntnnidie Frage folgende Entschließung angenvnrmerr. Als höheres Organ der Verwaltung der ukrainischen AngeleqeuheitM wrrd ern besouderes 0>ener-alsekreta ri at eingerichtet werden, deisen BeaniLc von der Regierung iui Einvernehmen mit Z^rtralrat der Ukrairve ernannt und auf gerechter Grundlage durm Vertreter der anderen Natiönalitäten, die in der Ukraine wohnen und durch ihre demvkrallschen Organisationen vertretest werden, ergänzt wevderl. Das genannte «Organ tvird dve Obliegen- heü,haben. Maßwchm'en c-inzchühren, die sich auf die Verwaltung Hetzen. Da die Frage der Organisation der nationalen Polltlk der Llframe und dw Art der Lösung der Agrarfrage in diesem Gebiet in den Grenzen des allgemeinen Grundsatzes der Uebertra- gung des Laiches an die Arbeiter durch die verfafsunggebende Ver- wrm-mlmig gelöst werden soll., wird die vorläufige Regierung eine rreundlicke 5>altung gegenüber der Ausarbeitung eines vollständigen Planes für dre Art der Regellmg der nationalen Polillk der Ukraine durch deri Zcmtvalrat dei' Ukraine annehmtni. Dieser Plan soll )v autgcftellt Eden, wie der Rat selbst glaubt, daß er den Jnter- enen des Lmrdestells selbst entspricht. El'enso soll ein Plan für die Lomng der Agrarfrage in der Ukraine ausgearbeitet werden. Diese blm'e 'urd dazu befttntmt, der verfassunggebenden Versannnkma vorgelcgt zu ioerden. s.a dre vorläiistge Regienoig es für imerläßlich hält, wahrer b's Krieges dre Kmichfllwst der Armee geschlossen cnlstecht zu e 1Eeu, halt )ie Maßregeln für unzulässig, die dieser Geschlossen hc .wbruch tun könnten, so z. B. derzeitige Mänderung.vl der Mob Igrerungsplanc durch sofortige Annahme eines H e e r e s e r g ä n z u n g s j n tt e m s nach Territorien oder die Uebertragur rf0 . n -'V r v m diese oder jene soziale Organisation. Gleiö zeitig eolt es die Regierimg für möglich, auch iveiter auf en engere rratronale Verelniglmg der Ukrainer in der Armee mid ai dre Erganzrmg von Truppenteile,i ausschließlich durch Ukrainer hi? zuwirten, ivbald eine derartige Maßnahint gemäß der Entscheidin- des Krwwwitmstcrs lich vom teckmischen Standpunkt aus als mch lrchund nicht als eine ^chncalerung der Kampssteichigkeit brr Anw erwecken imrb. Um im «gegenwärtigen Augenblick dieses Ziel in ein! 'ehr nlethodck'chchi und erfolgreichen Weise zu erreicheu hält r die vorlmnige Regierung für möglich, nkvaimsche Militärvc-rfonc ai- der Lösung dieser Ausgaben selbst trilnettiücn zu lassen Z diuen Zweck werden m Uebereinsllmumng mit dem Zentralrate di Uki-am- ukrainische Sonderabgeordnete dem^ Kabine ^^Ssmrnrsters, dem Generalstabe und de: t b - X --1J ber beigeordnet werden. Was die örllickst ri ' oim, ii Milttawkrusschusse angeht, so werden diese ihre Oblieqer 4^,ten aus den allgemeinen Grundlagen notier ausübm. jedoch i ^berenrmmvnirng rnit der Tätigkeit der anderen militärisch-n Sor derorganvatwuen. Peking, 1e JE (MDB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Tlln Sch inj ui hat die Erneniruug zum Mini st e r p r ä s i d e n te n und z,u.m Kriegsntirnst-er anae- nonrmen. §eekrleg. Reue U-Boot-Erfolge. i derlin, 19. Juli. (Amtlich.) Eins unsere/ Ub-vote verseirktc im englischen Kaiial neuerdstigs 3 Dampfer, 2 Segler, darunter b esä irden sich zrvei fcetoafftrete beladene FrachtDainpfer wiglischer Nationalität und der englische Dreirno,fberschoner Ocoan Swell. Der Chef des AdRniralstabes der Marine. Ludendovff über den U-Bootkrieg. Berlin, 18. Juli. (WDB. Mchtanrtlich.) Wie wir hÄrear, hat bei den Beiprechungen über die militärisck)L Lage, die in Berlin zwischen der Obersten >>eer-esleilltng und den Mitgliedern des ^Reichstages stattfanden, (General Lnden- darff über freu U-B^ovt-Krieg it. a. folgendes ae äußert: Bei der Obersten HoeoeÄertung lvar für die Führung des U-Boot-Kmeges Mnächft derMnnsch beststirmend,die feindliche Kriegswirtschaft, namentlich die Munitions-erzenqnng, zu treffen. Die West-arnrecn erfuhren durrch die U-Boote eine wesentliche Entlastung. Die stündliche Räirnitiomsanserllguna ist gerninbert. Die U-Bo.obe haben diese Aufgabe erstiNt. Das ZnscmrmenwirVen der Marine mit der Armee stellt sich somit als mustergültig dar, entsprechend den ungeheuren Verhältnissen des Weltkrieges, in dem wir noch mit beiden F^ßeu stehen. Die Oberste Heeresleitung erwarte von dem U-Bovtkrieg fermer, daß er die Kriegsfähigkeit Englands durch Vermrnderiulg des Frachtranmes auf dem Weltmeer rmd die sich daraus ergabendeu Fvagen bricht. Die Erfüllung auch dieses zweiten Wunsches loerde Lvnnnen und damit — trotz Amerika — die Beendigung des Weltkrieges und Elch der von der Obersten Heeresleitung gewünschte Friede. Sa lonik, 18. JE. (WTB.) Meldllng des Rünterschen Bilteans. Japanische Kanonenboote sind im Mittelländischen Meere angel angt. Kopenhag en', 18. Juli. (MB.) ,,Rationaltidend^ meldet aus Kristiauia: Ministerpräsident Knudsen teilte im Störthmg nrit, daß Norwegen von Deutschland die Versicherung erhielt, daß der norwegischen Schiffahrt i^ach Amerika keine Hindernisse in den Weg gelegt würden. Kopenhagen, 18. Juli. Das Außenministerillm teilt nrrt: Der dänische Dampfer „Ceres" wurde aus der Reist England—J^lmrd am 13. Juli verseukt. Amsterdam, 18. Juli. (MB.) Der deutsche Dampstr „Renate Leonhardt", der bei Bergen gestrandet war, wurde wieder flott gemacht und nach Buruiden gebracht Rotterdam, 18. Juli. (MB. Nickstaurtlich.) Die Ver- rchermrgsfrrma Blanc L van der Äe veröffentlicht eine Liste wonach vom 15. Juni bis 15. Juli 190 Dampstr und Segler mme 29 Frscherfahrz-eng-e feindlicher rrnd ueutraler Lcnider infolge von Kriegshandlungen gesurrken sind. dum nanzlerwechsel. t. ?islin 18. Juli. s.WTB.) Der Kaiser empfing gester abend du Munster Len'tze und o. Schorleiner. Heute rwr mittag hörte der K'aiser die Vorträge des Staatssekretärs de Reicksrnarineamts v. Capelle, des Chefs des Adnckralstab^ des Ktiegsnnnisters v. Stein und des Chefs des Marstrekabinett owie den Generalstäbsvortrag. Die Kaistrin besuchte vormittag die Charite. L. A. zufolge verlautet cki parlameictarckchn, Krcistn es sei nröglich, daß die bekannte Friedensfvrmel der Mehr-« her t sPar t c i e n im Reichsdaye überhaupt nicht zur Msstmnkmm gelange, da angenainmen werde, daß di e bevorssthendan Erklickimgen des miren Kanzlers sich in eckcem solchen Sinne halten »mstdeu. daßl sich eine Beschlußfassung über die Friedensstrmel von selbst erübrige. ' Lch' „Vorwärts" sckneibt: Wir l>abeu in dies«: Tagen dar Krve der Welt mrstr wahres Gesicht gleich, mrd das ist nicht das d>cuä.l des stlegsunlden Raub Volkes, das wir m der' feindlrckm, tFrste so oft abgebildet getzmdeu l)aben. Jätzt nruß sich die Rch grerung zu diesem loahren Gesicht ^kennen. Da hilft aar mchtÄ mein. Ofsenheir, EhrlichL.it, llares Bekerrntuis zu dem, »ins lost wirklich wolleu danrit kmm per Reick)stag der Welt cknponstren. noch Bern, 18. Juli. (WDB. NicytamL^ Zum Ständler« Wechsel äußert sich heute notf) die gesauste fvan züsi- sche Presse vonveegend in denr Sinne, daß man abwarten müsse Der' nerce Kanzler sei vor allem ein Geschöpf der Militärpartei. Der „Te m ps" schreibt: Welchen West hat es, daß man die Vertonen .reckselt, wenn man -die Einstchtungen incht andrst? Ein Kanzler,- der von der ReichstagsmehLiheit gestützt würde, hätte heute wie gestern keine dRsttel, um sich' in seiner Stellung zu halten, n-enn er dem Kaiser, dem Kronprinzen und Lndenüorck mißfallen Nn'irde, und wenn die Parlamentsmehrheit diesen Kanzler mißbilligen würde, hatte die Reichstagsmehrbeit heute roie gestern keine gesetzlichen Mittel, ihn z-u stürzen. Unserer Ansicht nach Itürzte Bethnrann Hollweg, weil er rristiSnsstsmndlichLr Tendensen verdächllg wurde, und sestrem Rachsolger würde sick»er aus diesem Grunde ein gleiches Schicksal bereitet werden. Die Deutschen stillen sich^ vorsjchttg an die Mistest en wenden und sich an die Worte Wilsons, Ribots, Lloyd Georges und der Petersburger Regierung erinnern, die übereinstimmend forderten, daß Deutsch- larrd zuerst sein inneres Regime ändern, müsse. (!) Axum würde der Friede leichter werden. Aber statt zn antworten, versterben sich die Leute in Berlin darauf, Auswege zu suchen. Sie würden aber dadurch das Problem (!) nicht aus der WÄt sclwsfen und es höchstens noch erschweren. Berlin, 19. Juli. Der Bundesrat entsandt« gefteru eirre Abordrmng Wrm scheidenden Reichskanzler von Bethmann Holl weg. Der bayerische Gesandte gedachte in einer Ansprache der großen Verdienste des Schadenden um das Mach unö brachte den Dank des Bundesrates in lvarrnen Worten zum Ausdruck. Herr v. Bethmann .Hollweg dankte in herzlicher Erwiderung für das ihm vom Bundes- rat geschenkte Vertraue::. * Berlin, 18. Iicki. Bon böswilligen Schwätzern werden Gerüchte oerbreitel, die von Unruhen in Berlin im An- schlicß an einige Venomnnüingen der unabhängigen SozUÄdemv- kvat^u zu erzählen wcksen. Wie das WTB. dazu vorr zuständiger Stelle ersähst, lind diese Geriichtt aus der Luft gegriffen. Tatsache i>t mir, daß sich am Dienstag abend im Norden Bestins von denr einen Bersamnckungsloka! aus estl Zug von noch rächt .500 Personen in Bewegung setzte, der sick) bald von selbst zerstreute^ Große Teile dieser Menge begaben sich mit Ornnibusserr und Straßenbahn nach den Stadtstmern und versucküeu dost unter Führung eiües bekannten La ndta gs a b geordneten, in der üblichen Waise durck> Lärmen zu oemvn- strieren. Dieser Trupp in Stärke von ^usarninen noch nicht 3 0 0 P c t f o it e u wurde durch die Polder mühelos und ohne jeden Zlmfck-ensall südrvärts rmd nordwärts der Linden zsrstreitt. ^.enr llrsprmrg der »überstiebanen Gerüchte wird von fetten der Behörden nach gegangen. Freiburger Universitätslehrer gegen die Feinde im eigenen Haus. Unter dein Eindrücke der letzten !Vorgänge im Reichstage haben die Unterzeichneten Dozeitten aus allen Fafultäten der uulversrtät Fveiburg i. Br., weitaus die meisten derjenigen, die pch. jetzt rrverchen ließen, die nachfolgende Erklärung abzugeben. Lie haben sch dazn vorirehmtich auch durch die Rücksicht auf die Lage Vrrrr H-vckffch'.lle im besonders gefährdeten äußersten Süd- westtn des Reiches bewogen gefühlt. Tie schroere Not, da es sich um Sein und Nichtsein des deutschen Volkes und Reiches handell, gebietet uns, alle Kräfte zu smmneln und aick das eine Ziel hiuzübertken, das Erbe einer großen Zeit zu vesteidigen und ims durch« einen würdigen Frieden eine freie und ehrenvolle Stellung in der uns feindlichen Welt zu schaffen und zu sichern. Tic von weiten Kneifen gewünschten imreren Aenderutigen sind gewährleistet: die eigentünckiche Verfassung, ^ au sdei' Deittschlands Emvorkonnnen und Macht be- rüheu. die historisckn ubestionnnene, tftf im deutschen Volke und Staate wurzelnde autosttastve Geltung der Kronen soll — dazu bekennen wir uns auch fernerhin uuerschiittest besteben Nichts ist jetzt weniger.anm'bracht, als durch kleinliche Ritwsttätea and Macht- ststnpw tm ImtcriT Kraft und Zeit zn vergeuden, im Auslande den Eindrilck der Schwäche und ^rwissenheit z,u estvecken und den Lieg zu gefährden, den Heer und Flotte durch heldeunMige Düstre ugungen zu erringen im. Begriffe sind. Was jetzt dadurch ver- sänrnt und verfehlt würde, ist durch Jahrhrmdeste nicht mehr gut! zu machen. Wir verwahren uns gegen jede Vermischung der inneren uup auÄstirtigen Bolitik in dieser Zeit des größten Ernstes, stvegüuung und Reichstag, durch volle Eintracht verbunden, sotten nur noch Eines im Auge haben und verfolgen: die Abwehr des! äußeren Feindes, des Vaterlandes Gliick und Größe. Axenfeld. Baist. G. v. Below. Deccke. Tichl. Doflcin. Eckhardt. Fabsteins. Finke, ßstrttermaim. Götter. Grosse. Heer Heffter Hoberg. Husserl. Jacobs. Immisch. Kahler. Kürfftle. John Meier. Mergen. G. Metzer. Merkel. Michael. Nagler. Nennrann. Olt- manns. Pseilschifter. Rachfahl. Reckendorf. Stenp. Sstmibinger Sütterlin. Thiers ch. Mieders heim. Aus Heffen. Die heffifchkn Natwnalliveralkn gegen die Erzberyer-Scheide- mamrfche Friedcnsfvrnlel. Der erweiterte Vorstand des Nationalliberalen Vereins Gießen beschloß nacki einem von Generalsekretär Dr. Linse-Mainz erstatteten, durch Ausführmrgen des Vorsitzenden Abg. Dr. Osann und Reichstagsabg. Strack unterstützten Bericht über die politische Lage und innerpoli- tische Krisis einstimmig, der nationalliberalen ReichStags- fraktion drahtlich folgenden Entschluß zu übermitteln: „Der estveilcrtc Vorstand des netto null iberalcn Vereins Gießen ^t in seiner Sitzuiug vom 16. Juli einstimmig beschlossen, den. Vorstand der Reichstagsft'aktton dringend zu ersuchen, nicht mic selbst an dem, die Friedensformel Erz-bergei>^cherdemLNn ablehnenden Beschluß festzichalten, sondern mrch mit allen Kräften dahin M wirken, daß jenes Friedensprogramm, das unseren Feinden doch nur als Ausdruck der Scküoäche erschettwn ivstchr, dem. Reichstag überhaupt nickst zur Beschlußfassung nörgele.st oder doch wenigstens,, falls dies nicht zu Verbindern sein sollte, von jenem mit einer möglichst großen Mehrheit verworfen wird. Der Vorstand weiß sich dabei eins mit der ivberlvälttgenden Mehrheit von Parteifreunden im ganzen Reiche." Wie bereits mitgeteilt worden ist, hat der Abg. Dr. Osann in seiner Eigenschaft als Landesvorsitzender schon vor einigen Tagen ein in demselben Sinne gehaltenes Ersuchen der Reichstagsfraktion übermittelt. Ebenso ist der Abg. Heck-Alsfeld im Auftrag der weitesten Parteikreise des Lwudes gebeten worden, innerhalb der Fraktion energisch dahin zu ivirken, daß die gesamte Fraktion e in st i m m i g die geplante Friedensfornrel ablehnt. Ams Stn südlicher gelegenen Länder« gezogenen und erheblich früttr als bei uns geernteten Kartoffeln zusantmen faßte, dann erschienen in der Zeit vor Beginn dieses Krieges Ende Mcn oder Einfang Juni unsere ersten neuen Kartoffeln ?aus dem T isch. Die Kriegsbeil freilich so schreibt uns ein Mitarbeiter, hat diesem Kartoffelluxus aus guten Gründen, die allgemeine Anerkennung finden sollten, ein Ziel gesetzt. Die treuen Kartoffeln werden nämlich gebuddelt, wenn die Stau den noch frisch und grün waren; es befanden sich also noch die meisten Nährstoffe der Pflanze in den Standen und nicht in den Knollen, die so nur zum Teil ausgewachsen waren. Wenn der Landnurnn sie noch vor der Reife ausbuddelte, so trieb er eigentlich Raubbau; dieser empfahl sich aber für ihn deswc^en, weil die Aberntung eines Feldes mit neuen, also urireisen Kartoffeln, ivegen des hohen Preises, der für diese bezahlt wurde, sich besser bezahlt machte, als lucmt erst die Reife der Knollen abgewartet worden wäre. Jur Kriege ist im Interesse unserer Volkse rn ähr mig einem derartigen Raubbau mit Recht ein Riegel vorgesckwbcn worden, und es dürfen daher keine neuen Kartoffeln in der alten Bedem tung dieser Bezeichnung auf den Märkten verkauft werden. Wohl aber Frühkartoffeln; das sind die Knollen von Sorten, die erheblich früher reifen als die gewöhnlichen Kartoffeln, die erst im Herbst ausgebuddelt werden. Nun sind zu allgemeiner Befriedigung die ersten Frühkartoffeln, also die ersftm 'reifen neuen Kartoffeln, auf den Märkten erschienen. Es ist selbstverständlich, daß dies erste Kartoffelgericht der neuen Ernte bei uns als Pellkartoffel auf den Tisch kommt. eine Toeise, die längst ihre dichterische Verherrlichung gefunden bat und die Johannes Trojan in den folgenden Versen besingt: „Es ist kein kostbares Gericht, Kartoffeln in der Schale, Doch etwas Besseres gibt es nicht Selbst bei des Schlemmers Mahle . . . Wenn auf den Tisch dann wird gestellt Die Schüssel mit den Knollen, Der schlanke Hering sich gesellt Den üppigen und vollen." In der Freude über die Wiederkehr der Kartoffel toird ver Verzicht auf die wichtige Ergänzung dieses Gerichtes, die der Dichter im zweiten Verse erwähnt, sicherlich gar nicht so schmerzlich empfunden werden, urrd man wird dem schlemmerischen Genuß von „Pellkartoffeln mit .Hering" in künftigen Fricdenszeitcn mit Ruhe entgegensehen. Verkehr mit Wild. Tie im Krieg sarttährrmgAantt gepflivgenen Verhandlungen über Me Trage, wie besser als im Vorjahre Wild in die städtischen Ver- brauchergebiet^ während der Jagdzeit Lu bringen möglich sei, baden ergeben, baß eine einheitliche 'Beivittschaftuitg des Wildes durch eine Rnchsstelle .'mermünsckst nnd bedenttich ist, baß eine Ausdehnung des Fleffckkartenziwangies ans ihr noch nicht unter- ! legende Wildartcn oder eine Einschränkung der bestehenden Bor- riften ferne Abhilfe schaffen kann und daß die-geltenden lisbchst- v reise ans reichend sind. Das Ziel der Versorgung der S tädte mit Wild soll deshalb ans dem in Bachern und Sachsen erprobten. Wege einer AlLieferungsPflicht am angemessenen Teilen der Jagd an staatlich beftinimte dlbnahnrestelleki erreicht -werden. Hierzu ist eme NahmenverVrdmrng erlassen worden, die dm (ttundsatz dieser Mlieferungspstichl für bestim.nrtc WÄdarten ftststkllt und Treib- Mgden anzeigepflichtig macht. Die Anzeige der Treibjagd nruß an» Tage not ^derselben bei der non der Landes Zentralbehörde bestimm teil Stelle, die das Wild abnchinen .soll, eingeben. Ent- iorechend der Verschiedenhert der landesrechtliche» Jägdrechtc mtd des Wrldanfalls in den einzelnen Staaten erlassen die Landes- entralbchörden die zu diesem Grundsatz nötigen AtissnlntmgS- besliinmnngen, regeln also insbesondere die Höhe der ab^ntiefernden N engen, die sick^ nach der Größe des Jagdergebrüss-es richtet ,rnd ,'orn Reich duvch einheitliche Prozentsätze nicht ansgetorückt werdatt sann, und -ordnen an, ob die Abliefericngspfltckft sch nur auf Treib- ;agden ^erstreckt oder ob die Ablieferung vom gesandten Ergeb» gelmisse >der Ausübung der Jagd berechnet werde:» soll. Tie Landesbehörden bestimmen ferner die. Abnahmestetten, '«oder die Einrichtungen der Großstädte und des Wildhandels nach Möglichkeit herangezvgen lverden können. Innerhalb der beteiligten Bundesstaaten sind vorläufige Ver- embaruTrgeu getroffen, die einen Ausgleich .zwischen »sehr wildarmen und wildreicheren Gegenden lnzweckcn. Der Mgemeine Deutsche Jagdschutz verband ist an den Bemtnngen der Verordnung betrittst worden und hat ihr ^gestimmt. Sitzung der Mitglieder -es Lebensmittelausfchuffes. , vom 17. Juli 1917. Uiwer dem Vorsitz des Oberbürgermeisters fand eine Sitzung der Mitglieder des Lebensmittel-Ausschusses, zn der auch zahlreiche Stadtverordnete erschienen waren, statt. Auf der. Tagesordnung standen folgende «Punkte: 1 Maßnahmen gegen die Verbreitung unwahrer Gerüchte über die Lebensmittelversorgung. Der Oberbürgermeister wies daraus hin, daß auch in Gießen cbenfo wie m den anderen Städten leichtfertigerweisc von einzelnen Personen unwahre Gereichte, daß Lebensmittel verdorben seien, aufgebracht imd weiter verbreitet würden. Es sei nicht zn verfemten, daß hierdurch» eine tiefgehende Beunruhigung in die Be- inötterung hineingetragen werde. Aus diesen Gründen halte er es ttrr durchaus notwendig, künftig gegen die Verbreiter.' derartiger Gerüchte rücksichtslos strafrechtlich vvrzugehen. Insbesondere rvuoden folgende, in der Stadt Gießen umlaufende Gerüchte zur S mache gebracht ' Es sei der Stadt Gießen Speck verdorben und in eine Seifen- abrik gebracht roorden Es war weiterhin verbreitet warben, der Stadt seien 24000 Eier verdorben. Stadtverordneter Geh.-Rat Dr. Sommer verbreitete sich in eii'er längeren Ansführmtg über, die Entstthmtg von Gerüchten, lvi denen es sich um psychvlogtsckfe VLasscnersch e in mt g cn handle. Er halt es für dringend geboten, der Verbreitung unwahrer (Berichte nachdrücllichst entgegenzutreten, und zwar ztveckmäßiger- weffe derart, daß bei irgendwelcher Behcnrpttmg von Tatsachen, das Lebensmittelcmtt öffentlich dazu anffordere, Zeugen für die Be- lviuptung zrt benennen. Stadtverordneter Wmn teilte mit, daß er. nachdem er von l>-n vserüchtn, gehört, unverzüglich die Vorräte im Stadt. Lebens mittekimt imterfucfyt und dabei sestgestellt habe, daß die Zustände in ledcr Wetse cinlvvndfrei gelvesen seien. Es sei nicht das Ge nngste zu beanstanden gewesen ifltb darum rmverantwortlich, daß derarttge (tzerüchte überhaupt entstehen könnten. ' Sckstacksthchdirektvr Dr. Modde erstattete Bericht über den Zn ttand der städtischen Dmierwarc sowie des bei den Hausschlachtungen 3*1ammelt«'. Specks. Er stellte dabei fest, daß er regelmäßig die bes vtzttq e, daß dies weiter fortdauernd duvcl) einen. ^nlachthrnbeaTnten, der früher Metzger war, sowie durch einen! nvettgen Matzgermeister geschehe: Einerlei Vorräte seien tierdorben Pvmeßor -Kleberger äußerte sich über die Ansbeivalnmng der Zartotteb- und RiibenVorräte duvcli die Stadt. Es lmt eine cegel mäßige Kontrolle der Vorräte durch ihn oder seinen Assistenten 'dattgechndcu. Die Aufbewahrung der Vorräte sei durchaus fach gemäß grfolgt. Die r^erluste an Kartoffeln seien nicht größer ge- roeisn. als dies bei längerer Aufbewahrimg unvermeidlich sei. , . Seitens des, Referenten wurde daraus hingewlesen, ekß die Stadt Gießen selbst gar nicht in den Besitz der zur Ver wnmng gelangenden Eicr kommt. Diese Eier erhielten vielmehr die der Euaverterlnng beteiligten (Geschäfte unmittelbar von der kauisgesttlschaff in Mainz zugxwiefen. Die Verteilung er- ßst gde alsbald. Wenn hier schlachtr Gier be ider VerteSuv« fest- gestellt wurden, so ist dies daraul znriickzuMven. daß diese Eier zur Zelt der Ueberiveisung durchs die Einkanfsgesellschaft bereits vindvrbeil lvareir. Ein Einfluß stcht der Stadt Osteßen hierauf mäpt zn: soweit dem Lebensmittelamt .Nagen wegen vei dorbener Eier vi.irgebr.acht nmrdeu. ist selbstverständlich deswegen bei der Elnvanssgesellscktast in Mainz Vorsvcllimg erhoben. Der LebensinittebAnssclfliß beschloss, dag künftig gegen die L617 ab eure Lehrerstelle an der Vollsschnle zn Okarben, Kreis Friedberg. - ttebertragen lvurdc am 13. Juli dem Lehrer Koirräd Dörmer zn N,ttich mit Wirkung von, 1. August Ul 17 ab die Lehrerstelle an der Volksschule zu Windliansen, Kreis Alsfeld. ** Auszeichnung. Tor Gefreite z'ldrüf Streber ans Grossen, der Mreits das Eiserne Kreutz 2 Klasse besitzt, erhielt die Hessische Tapserleitsmedaillo.Dem Nntewfffzrer Gustav Burk- Hardt, in einem Artillorie-Roai. im Westen, wurde am 10. Juli r f. Js. das Eiserne Kreuz 2. Masse verliehen. M it der Hessischen Tapferfeitsmedaill c Näerdo er bereits im Monat Mai ls. Js. ausgczeiäi-net. Frische Seefische. Heute und morgen gelangt m den bekannten Fischgeschäften blutfrische. Ware wie Kabeljau, Bratftsch, Seelachs lind Schellftsch durch die Stadt zum Verkauf. ** Der Erfolg einer G e g e n m a ß r e g c l. Bor kurzem wurde in der Presse mitgeteilt, daß die französische Regierung angeorduel batte, den deutschen Kriegsgefangenen ut,d Zivilintcrnierteu Nahrungsmittel, Rauchlvaren, Arzneimittel, Toiletteartikel aus ben an sie gerichteten Sendungen nicht inehr auszuliändigen. Gleichzeitig lvurde bekanntgegeben, daß entsprechende Maßregeln gegen die ftanzösischen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten in Deutschland ge- troffen waren. Jetzt kann erfreulicherweise mitgeteilt werden, daß die ffanzösische Regierung ihre Maßnahmen ausgehoben hat.^Die deutschen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten m Frankreich dürfen also lvieder lvie früher Pakete und Sammelsondungen jedes Inhalts empfangen. Die deutsche Gegenmaßregel ivurde daraufhin ebenfalls aufgehoben. ** Diebstahl c. In der diach.t Mm 18. Juli 1917 lonroen in hiesiger Stadt mittelst Einbruchs etwa 40 Pftmd Dörrfleisch, 3 Zervelatwürste, I Scllwactemnagen und 1 Bratwurst gestohlim. Ferner wurde am 18. Juli 1917 auf dein Postamt in der BatnblN- stratze cpl schliwrwr Regenschirm mit runder», granschivarzem Griff cnblwildet. Sachdienliche Mitteilnirgen minntt die hiesige Kninrinak-- Polizei entgegen. ** Alte Uniforw'en, zu bereit Ablieferung jüngst auf* gefordert wurde, Forme» ebenfalls in der Mtkteiderabliefenlngsstelle' der altert Schrttbaracke, Kirchstraße, abeliefert werden. ** Handel mit Lebens und Futtermitteln und Bekämpfung des Kettenhandels. Der Reichskanzler l)at einige ergärrzende Bestimm-imgen zur Verordntnrg über den .Handel mit Lebens- und Fntterniittcln und zur Belänipfnng des Ketten' band.'ls vom 2t. Juni 1916 (Reichs Ole etzbl. S. 581 > erlassen. Ditrch sic wird zunächst kden ^nnr Handel mit Lebens- und Futterntitteür zngelasseneit .Händlern die Verpflichtung aus erlegt, ans schriftlichen nrrd gedruckten Mittei lungert, die sie iin geschäftlicheir Verkehr ver' senden, den Tag der Znlassimg so,tie die Stelle zu veriücrken, die lie zu gelassen dal. Diese Vorschrift, tne bereits m eftrigen Landes- teilen in Geliimg war nmd ,ctzt aus das ganze Reichsgelnet erstreckt ist, soll eine tvirftantiere Konttollc der nicht zugelassen-err Händler ermöglichetzs und insbesondere dazu beittagen, diese von dein Ge- sckchftsverkehr rrnt Kommunalverbändm rnrd smistigen behördlichen^ Großverbraucherrr sicherer au szu sch ließen, als dies bisher rnöglich gerveicn wa.r. ^ Eine wettere Beslinvunng döbirt die Genehnngungs'-' psllcht ft'ir Zeitnngsairzeigerr irr § 12 der Verordnung auch auf A 7 t-° zergen aus. in tonte» Rezepte zur Herstellung von Ersatznahrungs-' und Enatzsirttermitteln angeboten werden, da diese irr letzter Zeit in bcdenkl.ichern 11mlange zLrgenonrnrrn haben. Endlich ist jetzt, uNr eine fühlbare Lücke ausznfüttert, atze in fast allen neueren kriegswirtschaftlichen VmordmtNgen uetoen der Sttafe auch die Einzie- htung der Geen werden. In letzter Zeit beklagen sich die hiesigeit Lcurdwirtr, daß viel sMhe D-ieb- ftähle Vorkommen. Die 7ieldvolizei soll daher verstärkt werden. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 18. Jiuli. Auch int Schlitzerland hat dir Kornernte ifrren Anfang grnonmtrn. Ter Ertrag ist als recht gut M bezeich.neit. Tie Kortffielder sind diesntal int (Gegensatz zürn vergangenen Zahre durchweg von iUnkraut. frei: so haben sich auch die Aehren recht gut eiwvickeln kötmett, sind lang und schwer^, mit z-ahlrerchLn, gesunden Körnern igefültt. Etwas Winter- Mrfte, die hier und da M-vgett^wird, brittgt matt bereits ein. Stattliche reffende Weizen- und Svmmavgerstefeltoer, reichblühende Kartoffelfelder vetzheißen ftir tmsere O^end einen guten Ertrag. Kreis Schotten. ■ Gedern, 18. Juli. Die beiden in Besitz des Reichs- müitorffsttts übergcgmtgtmen K i r che n gl o cf e » wurden gestern mtto vorgestern Hont Turm lierabgen-ommen. Die Mlsbairarbeiten, wtrrden mit anerkennenÄvcrtrr lüeschicüichkeit von Schlossenneister Wmheim besorgt. Die größere der beiden 0-tvcken hat folgende Im - schrfft: „Goß nach Friedrich Otto in Gießett für die Gemeinde Gedern 1838": itt Gewicht beträgt 9 Zentner, der untere Durchmesser 88 Zentimeter. Aus der kleinen, der- Bai^wunfer-Glocke, steht: „Goß mich Friedrich Otto in Gießett vor die (sein ei »de Gedern Anito 1814", außerdem folgende interessante Inschrift: „Ad Tu- mnlunt Pocans Defunelos Biois Ad Birüttein Stimnlos Addo Eolendam Belli Rnnwrv Fratttl Hians Redeo ^Pace laela Sonans" („Zum Grabe rufend die Dalnngeschiedenen, füge ich für die Lebenden tttczu Atreifernngen zur Berettmrg der Tiigettd, durch Kriegs^ gettimmel zerbrockwu, auffchreiettd, kehre ich zurück im frohen Frieden läutend" \ Diese Glocke wiegt 6'/^ Zerrttrcr bei einem unterenf Durchntesstr von 80 Zenttmeter. Die grotze, 18V" Zentner tmegende Oilocke, die Mtertums- und Kunstwert besitzt, Äieb der Geinerntoe glückltchettveise erhaltett. Ter Vollstämdiqketr halber sei auch ihre Inschrift mitgeteilt: sie lautet: „Soli den gloria. Gegossen vor die Gemeinde (tzedern unter der Regierung Jhro Turcklattchl Fuersten Earl Heinrich zn >otolberg et vet med.. Waren damals am Conff- jtorio Regierungsrath Prenscheln Hvfprediger Melior Sodau .Herr- schaftltcher Schultheis Joh. Jacob Rullntamt ttnd Kirchen Baumeister Bincens Ackermantt Joh. Peter Bach in Hungen 1721." Diese Glocke ist mit prachtvollen Zierleisten sonftc mü schönen Engelssiguren oerfeiten und darum mit Recht, sou»c auch wegen ihres hohen Alters nicht beschlagnahmt wardeit. Am. vergangenen Sonntag abend fMtd in der Kirche eine ftimnrunysvotte Glocken- aftAchiedSseier ,Krv. zai der stch die J^nrnxifbe^Lifbn Wir 1 zahlreich eitrgefttettt hatten. In andächttgei Stille lanschte Im' Ge" memtoe bat Anslfüttittrgen des Ortsgeistliclteti. der unter Hrnweis ans Vergangenheit, (tzegaavart intd Zttknnst über das Therna sprach: Ta: heilige Dienst unserer (Klocken. Rach beendeler Feier ertönt Mnt letzten Male das volle Geläute als Abscknedsgruß für die da« GotteslKtiis verl affen de Gemeinde. 0 Gedern, 19. „Uni. In den Kämpfen gelvgattlich der ruffiscken Offatsive rn Galizien starb der Sturmgremtdier Will). HaaS, Sohn des Landwirts Philipp.Haar- NI.. M Heldetrtvo. Haas war efft tapferei Soldat iriro Inhaber des Effarnan .KttUHes- 2. Basse so,me tun äffischen Lapse rlettsntedaittr. Die Deilnahnm mil der schwergeprüften Familie, die nun den ^vecken Sah» dem Vater lande »pferti milhtze, ist allganan. Kreis Friedberg. iul Nieder-Erlenbach, 17. Juli. Vergangene Nacht wurde einem hiefiaa, Einwohner eine Ziege atis dem Stalle ge holt, auf dessen Grundstticl abgeschlachtet und unter Zurück lafsmrg del' Eingeweide mrtaenvmmai. -- Vilbel, 18. Juli. Rachdetn erst am Samstag ein hrestger 17jähriger Postanshelser tm Fratlkfurter.Hanptbalmhos bei der Be- raürbimg v.m Postpaketen überrascht mrd verhafdel rmrrde, rmrrtoe heute abermals ein von hier stammender Wiagenraniger im Hanpb' bahnl)of als P a k e t m a r d c r erwischt. In dem Schrank des Mamtes entdeckte die Polizei noch eine Menge Sachen, die aus jrftljcr begangaien Diebftählen herrührten. Hcssen-Naffau. X Fulda, 18. Juli. Für die ain 13. Mär^ d. I. tont Schwurgericht wegen Ernrordung des Försters lstontanns zum Tode verurteilten drei ffigeuner Hernrann, Wtlhcklm imt> Ertrft Ebender Im ben ihre Verteidiger, die Justizräte Rain» und Dr. Pfeifser-Fnlda, sowie Eberhardt Hanau G n a den g e i uche an den König gerichtet. 0 N ie de re m s . 18. Juli. Die Ehe,rau des Mühlenbesitzers B a st i a tt gerät in das Räderwerk der M ü 'hl e. Daber murre ihr das Haar samt der .Kopfhaut ab,wrissen Auch bkc Otten und die Ailgatbranen wurden stark iu Mitleidenschaft gezogen. Die furchtbar zugerickstete Frau umrde dem .Kambergev Krcntkerttmuse zugeführt. Sie dürfte kaum mit dem Leben daton> kommen. oa. Rendel, 19. Juli. Lehrer i. R. Walter dahier. War Senior der Hessischen Letterscbaft, ist am 1 (>. d. M. nach einem reichgesegnelen Leben int 92. Lebensjahre zur ewigen Ruche heim-- gegangen. Er itwr am 9. September 182.') hier geboren, besuchte die lstesig,' Volksschule trnd bereitete sich dann znm Lehrerberrfftt vor. Nach seiner Eittlasftmg! ans dem Friodberger Lelnersentinar! vertvaUete er Lehrerfdellen zn Rendel. Dieven buch, Klein-Karben^ Beienheim, Altenstädt, intb von Hackfft 1879 bis 1894 wirkte er trneder in Rendel. Iin Herbst 1894 trat er nach nahezu bttjäh - ärger Lshrtätigveit in den wohlverdienten Russland. Der Hessische^ Landeslehrerverein verlchrt in ihm eilt treues, »ür die Ideale seines Standes begeistertes Mitglied, Treue im Dienst, Arbeitsfteudig^. keft, Zuverlässigkeit und Gewiffen-haftigkcit ivaretr Eigenschaftew! seines Wesetts. Bei allen, die den wackeren Veteranen tonnte», wrtW er in ehrendent Atrdenken fortleben. ^ Worms 18. Juli. Der Ehrenbürger der Stadt Warms... Professor Dr. Boos, ist im Alter von 62 Jahren in Basel oet* stör ben. Prof. Dr. Boos hat auf Vermt lasst mg und üopen bcsi Frei^herrt^ v. Hehl in mühevoller Arbeit das reichsstädlische Archiv der Stadt Worms nmgeordnel und sväter das großartige ,.llr» kunoenbucb der Stadt Wortns" l^ransgegeben. Ebenfalls in, Auf-* trage des Herrn v. Hehl verfaßte Pros. Dr. Boos das Praelst>ver7 „Geschichte der theinjschen Städteknltnr". Briefkasten der Redaktion. Mnomvme «„fragen bleiben „nderckckfichttgt.- L. Männert. Svlange Sie nicht dett Beweis für Jtte Behau>- ttmg erbringen, müfseit diese entschieden ztlrÄckgewiesen nrertoen. Witterungsbericht. (O e f f e n t l i ch e r Wetterdienst.) Boriväegenid bedeckt, zeittveise Niederschläge, Tentlpevlrttrr twrofl geäntoert. Eetzrc Tlfid^rvd^tcn. Rußlttnd und England Bern, 18. Juli. lWTB. Nichtamtlich Der Petersstnoger Bertchterstatter der „Dallh Mail" drahtet nuterm 11. Juli über dte Stellung der russischen Sozialisten zu England Von (hrvß »lbrrttumeus zerstrwckem Reiche und seinen V'rwaltturgs- und Ber^ beüngungssckisvterigkeiteit haben sie keine Vorsbellnng, sondern sie Wen England mit lugendhaftent. arglosem Abscheu als eine gierige Spinne an, welck-e die in seinem weilgespannteu Netze gefangeneitl htlslvsett kleinen Nationalitäteu anffrißl. Der Berichterstatter führt' die folgenden bezeichnet rd eit Pressestintmen an- Der .. Mos kau er Sozialdemokrat" erklärt: Eitt Grvnen erMll die .Herzen derer, die an die Front cpehen: sie wissen, daß sie att Englands König und dte französischen Kapftalisten verkauft sind. Die ftrlschcat lozialisttscliien Minister k-aben den Verstand verloren. Vernichtri tte Ntocht der Kapitalisten, gebt den Arbeitern die Kontrolle luber die Industrie und gebt das Land dett Bauern zurück, dann werden wir eine mjcbt'rMlU' Armee ttttn. Das Moskauer Blatt „Rußlands Morgenrot" schreibt: Wtteird die Bourgeoisie und die MtNister über die demotratistben KriegSziele kichern, lachen die Generale über das düpierte Volk imd führen Geheimbefehle vm, lapttaltstischett Regierungen E. Die „Petersburger Arbeiterzet tung" sctteibk: Falls der Krieg einen entscheidenden Sieg gegen Deutschland ttingt. werden wir verzweifelte '-litstrertgungen macken, die englischen Kapitalisten an der P^wittchtnng Teutschlantos zn! verhmtoern. Die russische Ättinifterkrise. Petersburg, 18. Juli. Der Justizmimster genießt nicht mehr die Unterstützung seiner sozialistischen Partei- genossen und hat seinen Rücktritt erklärt. Die „Freiheits'LAnlcrhc. Haag, 18. Juli. Die „Times" meldet aus Odeffa: Eni Konsortium, das sich in Odessa gebildet hat, bestehend aus mehrerett Soldaten und Matrosen, erneu, Offizier und emeitt Bankbeamten, Hai mit mehr oder minder sanfter Gewalt be kcnmte Millionäre zur Zeichnung auf die russische Freiheits anleihe ausgefvrdert, ohne daß diese Beträge, wie es scheint, an die Regierung abgeliefert worden wären. Es habe auf diese Weise in verschiedenen Fällen Beträge von 8 Millio nen und 1 Million Rubel erpreßt. Kronstädter Nnifonnen. Bern, 18. Juli. Nach einer Petersburger Meldun« de- „Eorriere della Sera" ist die Loge in Kronstadt nicht ge klärt. Die separotistischen Revnblikaner beschlossen, die Krön städter Garnison in eine besondere Uniform zu kleiden um dte Autonomie der Stadt deutlicher zum 'Ausdruck m beengen Bon den russischen Eisenbahnen Amsterdam, 19. Juli. Der Stockholmer Bericht erstcttter des Allgemeen Handelsblad erfährt von rnssischc, Sette, die großcit Eisenbahnlinien seien so abgenutzt, daß man auf den kleineren Linien den Betrieb eingestellt Hain um die Eisenbahnschienen zur Ausbesserung der Hauptlinien zu benutzen. Die freie Fichrrinne in der Nordsee ^ntfUrbom;J8. Juli. Allgemeen Handelsblad et fährt' dop die englische Regierung Zugeständnisse gemacht habe, durch dte fcne freie Fahrrinne durch b* Nordsee erhalten bleibe. Aus Peking ... .Berlin. 18. Juli. MT«. ;MM.>mtlich.. Dir nieder lcnrdtsche Regrerung lsttt dem Auswärttgefi Amt umtetlriT iaHeit, daß nach einem Telegramm des niederländischen (R landten in Peking bei den borHorn Deutsch »tri» verletzt werden seien Am 12. Juni starb nach nahezu dreijähriger treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland unser lieber, unvergeßlicher Bruder, Schwager und Onkel Landsturmmann in einem Infanterie-Regiment im Alter von 40 Jahren. ln tiefer Trauer: Albert Müller Familie L. Braun Familie Friedrich Müller Ww Alten-Buseck, den 19. Juli 1917. r> 43 ( Am 17. Juli verschied in Pirmasens bei ihren Kindern Frau Frieda Kuder geb. Sonneborn Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Pirmasens, Hamburg, den 19. Juli 1917. Jlarg. Pfeiffer geb. Lenninger Charlotte Pfeiffer Hans Pfeiffer Familie Pfeiffer, Eudorf Familie J^enninger. Giessen (Kaiser-Allee 7), Essen, den 19. Juli 1917. Die Beerdigung findet Samstag, den 21. Juli, nachmittags ? Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs Giessen aus statt. 5-144 Heute abend 10V«, Uhr entschlief sanft nach schwerer Krankheit mein innigstgeliebter, so braver, treuer, unvergeßlicher ‘Sohn, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Enkel, Neffe, Vetter und Onkel Otto Hopfner In großem Schmerz: Ernestine Hopfner geb. Schulze Frieda Hopfner Erna Hopfner Ottilie Hopfner geb Schmidt und Kinder Familien Schwarz, Schulze und Hartmann. Gießen (Kaiser-Allee 22), Kassel, Eisenach, den 17. Juli 1917. Die Beerdigung findet Freitag, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 5441 Am 14. Juli verschied iu Essen sanft nach schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter, lieber Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Heinrich Pfeiffer SO jnujre Hühnchen :,u verlaufen. 04402 VCffcilftföHC 8. 1 auf dem Halm >u verkaufen. 04463 Vottner, Mühlstrntze 2. L!siüsr»clrr.Kavlirt. LiuSsrrrt. ncbiv, z. verk. sh.iefcrftr.3tlH. Ein r,n ver- nod) ncuco f nit j ell> 0.4450 Ludwigstr. 8, H. iOul erh.51inderwagenbiülg abzugeben. RarKlstr. 2 S. Die Zuchtstier-Genossenschaft Bisktrchen lKr. Wetzlar) sucht fiiifü ipriüijiiflöiüen SimnifHtalft Satten. Angebote mit Preisangabe äh richten an Phil. Schmidt in Biskirchen. 5415 Gebr. Spiegel u. sonstiges gebr. Möbel zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04404 a. d. Gieffencr Anzeiger. UKLZFe Einzelmöbel, vollständige Haushaltungen, Wertgegenstände und Schmuck iachen aller Art zu angemessenen Preisen. 03639 Kratz, Sanatorium Lindenfels i. Öd. 7.w. OftrmstQdt-Sctdolberg 438 m.h. in ideal. Waldg.gel. direa. Ws QiidBrjuiliBgsliKlIrfligs Mt ß. Preise —Prospekt, kostenlos. 8. R. Br. ScktnUt. Y.C.-V.H.C. Sonntag, den 22. Juli: Edingen — Greifenstein — Dranaburg — Kloster Allenberg—Wetzlar. Abfahrt 6.47 vorm, nach Edingen. "" I) #*♦#<*♦**►*►*♦♦# zu kaufen gesucht. Angeb. u. H. W. 4702 a. d G.A. erb. nicht unter 9X12, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 94457 a. d. Gietz. Anz. Gebrauchte, gut erhaltene sofort zu kaufen gesucht. 54,1 Dreschgcnosterischaft Allertshausen bei Londorf iOberhessen). Hotel Fürstenhof • Gießen Heute Donnerstag: 5446 Konzert Kostümvorträge des Gesangshumoristen Herrn Müller. Gafe £rnst Ludwig. Heute DonnerstaJ: — G 5437 rosser Operetten-Abend der neuesten und beliebtesten Operetten. Aerztliche Mitteilung. Bei der jetzigen Arbeitsüberhäufung bitte ich private Nervenkranke, die meine Beratung, insbesondere Behandlung mit Wachsuggestion, Hypnose oder mit anderen Arten der Psychotherapie wünschen, Hiir Montag, Mm- und Freitag von 4—5 Uhr mich zu besuchen. MedlzinaUBat Wagner, Heil- und Pflege-Anstalt. 5409 Gesellschaftskreis! Giessen Biicher-SSckyabe. Sämtliche vor dem 15. Juli entliehenen Bücher bitte npüteaten** bis zum 25. Juli 1917 zurlickzugeben. Für solche Bücher, deren fernere Benutzung gewünscht wird, sind neue Leihscheine auszustellen. Vom 17. August bis 11. September bleibt die Bibliothek geschlossen. Die Bibliothek* Verw. des C^esellschaftsvereinK August Frees. 5439 O Morgen Freitag trifft am Leuz'ichen Felienkeller eine Sendung (Zinmach- und Salatgurke», Rettiche uiw. ein. Bestellungen iverden auch im Hause Neustadt 19 entgegengenolnmen Frosch. Lehrmädchen und Verkäuferin sucht sofort 5428 O. Dilettenheirner ( Inh. C. Hosch & C. Sterbev.) Ei n tüch tiges, anständiges OT* Hädchen “W bei guter Behandlung ar'is Land gesucht. Schriftl. Av' . geböte unt. 5423 an die @0 9 schäftsstelle d. Gietz. Anz. erb. Zur Stütze einer allein stehenden älteren Dame wird per sofort eine unabhängige Fr&n oß. Fräulein ,yn; Führung des Haushalts ge-» sucht. (Pstegerin bevorzugt. 1 Schriftl. Angeb. unter 3466 an den Giestener Anz. erb. Verschiedenes*: Steckbriefrücknahme. Der Steckbrief geg. Ludwig Wagenbach a. Alten-Bmeck vom 8. Juni 1917 wird zu- rückgenommen: eL lag eine Verwechselung mit dem am 27. 8. 1887 in Wiesbaden geborenen Ludwig Wagenbach vor, der bereits sestgenom- men ist. Ludwig Wagenbach aus Alien-Buseck bei Gieheu be- ffnder sich seit langem ununterbrochen im Felde. Tr.-N.-Pl. Darmstadt, den 18. Juli 1917. Der Gerichtsherr: gez. Frbr. von Stein, Hauvtmann und Bataillonsführer. Medizin. Mineralwasser 1 a I ft Emser, Alfbuchhorsler, fl j |a,n a Fartiingsr, DiirKheimer, fYjiPOij Kfesinger,Karlsbader, Friedrichshaller, Levico, Sal?.8chlir!er, Salzbrunner Satter, Vilduigsr. Adler-Drogerie, Selterswsg 39 , Otto Schaaf (Höhere Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit. Gute Erfolge- Einjährigen-, Prim arelfe-, Abiturienten- prüf nng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70, Fernr.633 Einmachtöpfe aus brannglas. E lein zeug, I. Tern «Sfc Eo. garantiert säurebeständig . West-Anlage 31. Zimmer i,*" ^a;nl- u.Sonucn- straffe scli öne 5- FiM mer W 0 b- nung, 1. Stock, mit Zubehör per 1. Okt. od. früher m vermieten. Gustav Son ntaa. Geräumige KAimmer^ Wohnung mii 'Inbebür und Gartenanteil, sonnige, freie Lage. Nähe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres Hofmannstraste 14. schöne 2-Zm.-Wohnung mit Küche, abgeschl. Vorplatz Nord-Anlage 1 sofort zu vermieten. Näheres bei 5394 L. Bär, Liebigstr. 3. ^Verschiedene 1 2 Wobn^lngcn per 1. Attg. zu vermieten. 5430 Sonncnstraffe 6. \~ Möbl. Zi m mer] Pension Branöl Kanon 3-ins (Bellevue)Ziin. m.u.obneBer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Äbendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11687 2-Zimmer-Wohnung mit Was sucht Witwe mit einem Kinde in der Nahe der Stadt- Mädchenschule. Schr. Angeb. unter 5390 a. d. Gies;. Anz. 2 - 3 -Zimmer-Wohnwng: mit Küche n. Zubeh. leventl. m. elektr. Licht. Bad, i. d.Nähe d. Bahnhofs) v. l. August z. mict. gesucht. Säiristl. Angeb. unter 04459 a. d. Giest. Anz. M « u zu kaufen gesucht. 04455 «big. Lieh, Leihgesterner Weg 24. liisiprMann^™' für Haus u. Gartenarbeit z. baldigem Antritt gesucht. Meldungen sind unter 5435 beim Gieff. Anz. abzugcben. Ein Pferdeknecht für Landwirtschaft und ein Arbeiter gesucht. 04460 .71. Keßler. Pserdemetzger. Für unser kanfiiiiiiiüisiiits Bureaii suchen wir für sofort oder später einen 5442 Lehrling. Angebote erbeten an H. Scffaffstaedi (G. m. d. H.) G i essen. r n t /, f r a n zum 1. 8. 17 gesucht vom Militär Neubanamt, 540311 Schulstratze 14. Fräulein gewandt in Stenographie und Maschinenschreiben, für dauernd gesucht. Firma Carl Both, Wetzlar, Wublgrabenstrahc 25. Psteqermnm gesucht. 5438 B Pfijchistr. Kliüik Rieften Frankfurter Straffe 99 (nicht 97). J io- und Maul von Antiauitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen, sowie allen von »irr geführten Artikeln. 2241 1ou>8 Botkönderger. ZiiWktkkiliMs-Arbeiten zu vergebeckl 5432 Gftbel & Appel, Alicestrahe. Empfehlungeil Die feinsten Nordsee un<( Cabllau, [57 lebendsrischin Eis, empfiehlt Georg Wallenfeis Marktpl.21 Fernfpr.942 gegenüber d. Engelapotheke Mm ÄHe Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Seltersweg Nr. 53 •MM Sauberes Mädchen weg. Erkrankung des jetzigen sofort oder 1. August gesucht. 5431 Kaiser-Allee 9 p. Wer zerrissenes Sditrhr ^rerk, Gesdiirre, I^dcr, Zellstoffe, Fahrradmänrcl, Filz usv. selbst ausbessern will, verwendet vorzüglich die Ndhahle Stoppertn D. R. G. M, Solide, beste Konstruktion. Näht Stepp* stich wie Maschine. Leicht zu handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. Viele Anerkennungen. — Preis Mk. 2.50 mit Nadetsor» tierung und Lelnenzwim, verpackt und postfrei. Io Lederhandlungcn käuflich oder direkt durch Job. Zucker Stuttgart-Botnang. MeHrGeMÄse? Oack Apch für Garfenfrcunbe, spael Arbeit, erhöht den Orttcn. Gegen Einsendung von 45 Pf in Mattes — SamenprelSIisie fostenioo — AdlercG» örftirf 33