E m. Erstes Natt ... < 4 ‘- Jahrgang Sienstog, 0. ZM M rLxkemt an&a S«m^rgS. — Cött«Kr«n SichamrAUMHevAatt«; IftrjTifcirti ffit teu Krtr, SSrtz«, *M**fs: monotL 1 4)Ä., giertet- iaöadkij 3 Ml., kurd* * Utygife- u» Awe^steü«, mtnoK. 90 K - jvitraSi diePsft Mk.Z.- ««tel- lährl. ansscht. «estrllg. Fernst» rech - An schliche: stirdieSchriMeiUmgll^ DerLaq,Gejchciftsstelle51 .-'ch,-^Äziize?Gchä-. 3mMm-§r«v-dr« nimrÄndmrg fort. Der Bahithdf Marasesti wurde tveiter beschossen. Die Explosionen auf dem Bahnhof Tseu-ear hielten bis in die Nacht mr. Brände waren während der Nacht noch sichtbar. Russische Küftenorte von deutschen Flugzeugen angegriffen. Berlin. 16. Juli. (WTB. Amtlich.) Die .Hafenanlagen von A rens bu r g und die russische Seestugstativn P ape nhv L m auf der Insel Oesel wurden von den Flngzeuggeschwadern dm östlichen Ostsee in den letzten Tagen wiederholt nnd erfolgreich mit Bomben angegriffen. Die Flugzeuge sind sämtlich unversehrt zurückgekehrt. Der Chef des dldmiralstabes der Marine. Russischer Bericht vom 15. Jistli. We stfro nt: Am Unterlauf des Lomnicaflussos Gew^hrfeuer. von Kasus (Triff der £&*mh vir -Motels Der Abendbericht. Berlin. 16. Juli. (WTB. Amtlich.) Mends. Westen mehrfach lebhafte Feuerlätigkeit, in» Osten keine srvheren K^rmpfhandlungen. Im Der Krmpf int Innern ist jvKt aus das höchste zulässige Maß awgestiegeri. Wer kamt sagen, daß wir noch rm Burg- sfrieden leben? Seit Herr Erzberger im Ansfchuß des Reichs ltags seine Ausfälle machte, seine „Mehrheitsvorschläge' !varL«achte, ist düs irrnere Deutschtatrd glücklich tvieder ein sNAÄ in zwei Lager gespallen. Es ist keine Menrung sver- Achi^enheit mehr zwischen einzelnen in vertrauliches Wissen .eingew-eihten Gruppen, es ist ein Streit zwischen Parteieit. >Demt jetzt ist die Kenntnis der Sachlage in die zweite Linie geschoben. Die Parteiprvgranrme sind ausgestellt, urid die Dorischen strerten^ sich nrit bewährter Gründlichkeit darüber. JÄ>e Partei will siegen, tnrd man darf sagen: um leben Pwis. Worum es sich sachliche handelt, das ist zrmt 'Tell^mllgeteilt worden in jener .^Friedenszielentschließung" her Mehrheit, die ans einen gfriefrnt -ohne gewaltsame An- 'gllederitngen.l Gebietsteilen hinstrebt. Wir hatten gestern war Boreiligkerten des Reichstags gewarnt. Ist es nötig, wie deutsche Einheit jetzt, in den kritischen Wochen und Mo- * vor dem Friedensschluß zu zerreißen? Sollte es nicht twch immer oberstes Gesetz sein, dem Feinde eine errchertllche, geschlosserte Front und eine feste Entschlossen- hert zu zeigen? Was trägt denn zium Frieden, einem baldigen Frieden, bei? Die ersten Früchte der Entfesselung des Kampfes um rnneve Neugestaltungen liegen vor uns. Schon zeigt sich, daß es wirllich besser gewesert wäre, wenn wir den Streit und dre notwendigen Reformen vertagt hätten, bis der Friede dieses Werk in Ruhe gestattet, bis uns das Ausland rrrcht mehr dabei stört. Wir haben uns Wnstlich Schwierig- -kertnr gchchasfen, oder vielmehr, es ist dem Lluslande ge- gluckt, diese Schwrerigketten uns asrWdrängen, und es freut sich darauf, wenn sie wachsen, sich erweitern. Wir zweifeln, der nene ReichskanzletS' die Mut noch restlos rvird eiu- Hämmen lbnnen. Er wird das P-arlanrent ntit fernen Ein- ippT m# abwehren und zurückstoßen können. Er wird Vertrauen sich nur schuften können durch eigne 'Feckigkett und Sicherheit. Das dnllsche Volk ist einig, so- .baw es erne fähige, verantwvrtungs- und entschlußfretldiae -Regierung vor sich hat. Darauf muß alle Arbeit wieder hrnanssteueru. Denn unsere nrllitärische Lage zu Wasser rmd zu Lande ist ja günstig; wir haben kernen Grund, die Nerven zu verlieren. Der Streit um die von der Mehrheit angekündigte „Fricdensformel" ist ein Streit wn des Kaisers S ie m ^^unden der Erregung ausgebrütet worden, ä^^siÄ^O-üruppen haben sich darauf festgelegt, uud .Herr p)t. Mlchaelrs kann sie nicht einfach in den Staub werfen. Der öfterreichisch-ungarischL Tagesbericht. Wien. 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verwittbart.' ^ Oestlicher Kriegsschauplatz, v Südkarpathen und südlich des Dnjeftr wurden Vorstöße ftindlicher Erkimdungsabterlungen zurückgewiestn. L>vnst weder im Osten noch an der affrmtitfttu Front besondere Ereignisse. Jtalieurscher Kriegsschsnplstz. Ber Jammnv scher ketten mehrere italienische Tril- angriffe. Der C^f des Genrralftades. . Ereignisse zur See. Eines unserer U-Boote. KourMündant Linieuschiffs- Lcutnant v. Trgpv hat am 8. Juli die miliLarischen Anlagen von D e r n a (Nordaftika) eine Stunde hindurch mit guter Wirkung beschossen. Das Feuer der feindlichen Landbatterien war erfolglos. Flottenkommando. Dfe Kämpfe in Meft nnd Oft. B e rl in, 16. Juli. (WTB.) ?älchdem die Engländer änt Io. Juli, 4 Ubr vormittags, bei Lvmbartzyde dreimal blutig abgewiesen worden waren, sajmrnielleu. sich wir 11 Ubr vormittags abermals ihre Sturmttuppen beiderseits der Straße Menpott—Lonv- bartzt)de. Das sosttt einsetzende kräftige Zerstörwtgsfeuer auf die feindlichen Gräben ließ jedoch den ■ge^Lanlen Angriff nicht aus- tommen. Im Artois fand in der Nackt vom 14. zum 1'5 gleichzeitig mit den gemeldeten feindlichen Borstößen ein weiterer Angriff einer stmcken englischen Erkmwimgsableillmg^bei Bsullecoutt statt. Er scheitette wie die übrigen. Der an eurer stelle eingsdrungene Feind wurde im Nahkampf fvieder geivorsen. Das Feuer war besonders wn Abend und irr der Nacht lebhaft gesteigert. Unsere Batterien be- Ichvssen die Bahnhöfe Locux-les-Mckns rmd Arras: Verschiedene fendliche Patronilleit wurden v-ettrteben. ivährend eine eigene Patrouille östlich Büllecvutt Gefangene einbrachte. Südwestlich St Qrrenttn wurde ein feindlicher Fesselballon vo-r einenr unserer Flieger abgeschofsen. Die Zahl der aus venc erfolgreichen Vorstoß süd- rvesllich (Xmirteaan eiugebrachten Gefangenen erhöhte sich aiff 375. Btch den fünf starken, in -der Nacht vom! 14. zum 15. versuchten fran- zösischeir Gegenstößen, die auch im Lairfe des Tages rnetirfach toieder- holt wurden, erlitten die Fratrzosen außergeioöhnlick schwere Verluste. Der gemdld-ete Wrgriff mff dein Bovelle-Rücken wurde durch zwetstündiges starkes Artillerie- und Nttnenfeuer aller Kaliber v-or- bereitet, das sicb nur 5 Uhr 25 nachmittags zum Trommelfeuer steigerte. Der in unserem^ Fener ziffaminenaebrochene Angriff kostete den Franzosen aberinals schüoerste Blutovser. Unsere Flieger belegten in der diacht vom 15. aus dm 16. Juli' die Orte Chalons, Prosnes und Mlonrmelon-le-Gratrd ausgiebig mit Bomben inrd griffen lohnende Ziele mit Maschinengewehtfncer Mi. Eine in >d-er Nacht zum 16. Juli nach starker einstündiger Artillerievorbereisirng gegen urffere Stellung nordöstlich Fhxmaeh vorstoßende ErkundiMgsabteilung wurde Mit Hanidgrarmten imd Jn- fanterieseuer vertrieben. Westlich der Maas wiesen wir im Morgengrauen des 1 5. Juli entert motten feindlichen Vorstoß gegeit die Hobe 304 zurtick. Das feiEiche Feuer ging atn Nacht! ittag nt kräftige Feuerüberfälle über und steigette sich von 5 Uhr abends zu großer Stärke aus die Kampsstelttrugen der Hohe 304. Erst gegen Mitternacht flaute es ab, um mit Tagesalcknrch erneut gegen unsere Stellungen vom Ostwald von Avvcvutt bis Mr Maas einznsetzen. Im Osten hielt der Regen an. Wir drückten zur Berbeffe- rnng der Stellung lmffere Lllüe nördlich wrd nordöstlich v-vn Ka- l u s z um etwa einen .Kilometer vor und wiesen Gegenangriffe ab. In den Karpathen war bei Regen nnd Nebel das feindliche Feuer irm Tattarenpaß und nördlich davon, sowie an der Oitzoz- Straße zeitweffe etwas lebhafter. Mehrfache russische Patrouillenvorstöße ^mlrden zurückgewiesen. In R u M ä n i e tt ückhaftere GesechMätigkeit, namentlich zwischen Donau und Rimine solvie bei Jsaceea. 1 Uhr nachts wurde Pttslava vom (Gegner heftig durch Jchcmterio- und Maschirtenge- wehrfener beschossen. Ein von Karrakaez auf Kattal nrarschierendes Südwestlich von Kabis griff der Feind zu wiederholten '"Maleir unsere Trirppen cm, die die Front Fobreeliamg—Nowetzio besetzt halten. Alle Ll?rttfse vmrden abegschlagen. Im' Laufe der Kämpft in der genannten Gegend Machten wir 16 Offiziere rmd 600 Mann zu Ge- f-angenen. In der Gegend von Podzicmp warfen Unsere Truppen nach einer Reihe heftiger Angriffe die Österreicher aits ihren Stellungen^ und brachteit etwa^l.000 OZesangene und Maschinengewehr e ein. ( Jöt den Ueberaatrgsstellen für die Verstärkungen über den! sLommea-Fluß in der Gegend von Pevekiusko ging der Feind zuut Angriff über und versuchte, unsere Abtellnirgen auf das rechte Ufer des Lvmniea zurückzutreiben. Unsere Angttffe bei Hlicko Jauen (?) stoßen mtf kräftigen Widerstand des Feindes. Regensätle verur-> sachten starkes steigert der Lonrnioa und der Dnfestt-Bäche, die sich in Ströme verwandeln und die Straßen überfürteu. An der übrigen Front ist tue Lage uNverändett. An der r u M ä n i s ch e n F r o n t ist die Lage unveräirdett. Kankasusfr on t: In der Richtung aiff Wan haben unsen Aufklärer einen vorgeschobenen Posten des Feindes auf d-eM sinken User des Flusses Atttsch-Daraffi, 10 Werst westlich von Wastona {?), aufgehoben. Unsere Vorhuten verttteben die Türken aus der Gegeno nördlich von. Serdctsch sowie von den Höhen 20 Werst südwestlich von Wan. Schwarzes Meer: Unser U^&oot hat in der Gegend des Bosporus zwei bewaffnete Goeletten öeqeitft * ^ * Vesuch des englischen KSnigspaarS an her Front. Paris. 15. Juli. (WTB.) Meldung der Agrnre Ha- vas. König Georg und Königin Mary von Eiland besuchten vom 3. bis 14. Juli die englische Front. Der König besuchte die Schützengräben, verbrachte einige Stunden bei den portugiesischen Truppen und wohnte dem Ab- blasen erstickender Gase bei. Das Herrscherpaar traf am 10. Juli mit dem Präsidenten Poincare zusammen. Am 12. Juli empfing der König die Generäle Franches, d'Es- percy und Petain. Die Kohlenbefördermrg 1« England. Amsterdam, 16. Juli. (Privctttel.) Die Kohlenförderung in England weist im zweiten Vierteljahr gegenüber dent ersten einen Rückgang von 17 Prozent auf. Die Aussithr nahm noch in höherem Maße ab, weshalb die Ausgabe atirtlicher Zahlen unterbleibt. Das Nationalfeft in Frankreich. Bafel, 15. Juli. Havas meldet unterm 14. Juki aus Paris: Das Nationalfest wurde am Samstag in glänzender Weife gefeiert dadurch, daß die Fahnen der^Regimen- ter, die sich auf den Schlachtfeldern ausgezeichnet hatten, vorgeführt wurden. Poincare, die Minister, die Diplomaten und die Generäle wohnten der Zeremonie bei, zahlreiche Dekorationen wurden verliehen, insbesondere an Soldaten der Fremdenlegion, der Kvlonialtruppen, der Alpettjäger, der Flieger usw. Eine ungeheure und begeisterte Menge spendete den Soldaten Beifall. Eine große Zahl Flugzeuge überflogen die Plätze. Kerenski in Kiew. London, 16. Juli. (WTB.) K e r e n s k i hat €rt einer Ansprache an ukrainische Bauern, die er in Kiew hielt, die Erttch- tung einer förderalistischen russischen Republik in Aussicht gestellt. Rotterdam, 16. Juli. Der Correspondent des „Nieuwe Rotterdamscheu Courants" meldet aus Petersburg, daß die allgemeine Lage vor der Offensive sehr gefährlich wftr, aber daß die Regierimg jetzt Herr der Lage geworden ist. Kerenski ist der Nationacheld. Sein Bild wird in allen Straßen verkauft. Gestern sah ich, so schreibt der holländische Correspondent, wie ein Offizier auf der Straße tarn einem Soldaten festgenommen wurde, weil er sich übet Kerenski beleidigend geäußert hatte. Der Gesamteindruck sei, daß die Freude über die militärischen Erfolge auf der Hoffnung beruht, daß ein Sieg den Ftneden näher bringe. Das war Freude, aber nicht durch iinperialistische GeMle verursachte. Aus Griechenlaub. Bern, 16. Juli. (WTB. NichtamMh ) Wn „SecoLo" aus Achen meldet, tvird die Tatsache viel besprvcken, daß König Alexander allen amtlichen Kundgebungen wie der Vereöüguna der Truppen und der airschließenden kirchüchen Feier sowie auch der am 14. Juli veranstalteten Ehrung der am 1 Dezember 1916 gefalleueii englischen und fvanzösischen Öftreren und Soldaten sernblickb. Bern, 15. Juli. (WTB.) &t Whcner Smtdewlnnicht des ,Mttt ParisieM' vom 14. Juli besiwft: Das königliche Dekret, welches die Auflösung der gegenwärtigen uiid die Wiedereinsetzung der am 31. Mai 1915 gewählten Deputiertenkammer anbesahl, ist gestern nicht rm Amtsblatt erschienvn, da der König einen rechtfertigenden Bericht über das beispiellose, in keinem parlamentarisch regierten Lande je vorgekontmene V o r ^ g e he n einvertangt hatte. Daraufhin wurde ihm, wie bereits mitgeteilt, der Bericht überreicht Das Dokument erregte in PclL.ision umtfce unter Feuer genommen. Unsere AttDerü setz« den m-cmarchtsch gesinnten, militär-Mitischen und ditzlo- Titattfdjen Kreisen ungeheures Auffehen. Die Monarchisten errläven, der König könne niemals das ihm vorgelegte Dekret unterzeichnen, mit dem er die Tätigkeit des Königs Konstantin verdamme und glattweg die Revolution und die Einschränkimg der Vorrechte der Krone gutheißen würde. Ein deutsch norwegischer Notenwechsel. Berlin. 16. Juli. (MDB.) Die ..Norddeutsche Allgemeine Zcitmrg" veröffentlicht bfli Notenwechsel zwischen der norwegischen Gesandtschaft in Berlin und den: N u s w ä r- t r g e n Aste über die Beförderung von Sprengstoffen! durch den deutschen Kurier. Darnach erhob die nor^ wegifclse Gesandtschaft unter dem 28. Juni in einer Verbalnote im -Namen der norwegischen Negierung gegen die Beförderung von Bomben und anderen Svrengmuteriallen durch der» deutschen Kurier von Rautcnfels und deren Aufbewahrung in Prrvathäuseni, -,n denen von Rautenfels und andere Mitschuldige Zutritt hatten, Einspruch als auch gegen die ernsten Mißbrauche des Kutterprivlle- giums und die Verlegung norwegifclien Territoriums. In seiner Verbaliwtc vom 9. Juli klärt das Auswärtige Amt den Sachverhalt aus und teilt mit, daß der Kurier seiner Stellung als Kurier enthoben worden ist. lieber die Frage, ob eine strafbare Handlung vorliegt, wird die zuständige Justizbehörde noch zu entscheiden haben. Die deutsche Regierung »viederholt jedoch die Versicherung, daß der Kurier ebensowenig tose eine andere Person von einer deutschen Amtsstelle einen Auftrag zur Veiwcndimg der Sprengstoffe aus norwegischem Gebiet oder gegen nonvegische In- leressen l-arie. Auch kann die deutsche Regierung nicht umhin, der iwrwegischen Regierung die bereits durch den deutschen Gesandten in Kriittania übermittelte Benrvihrung gegen die mit dein Völkerrecht wicht vereinbare Verhaftung eures die Vorrechte der Exterritorialität gernes;enden Kuriers durch die norwegischen Behörden sowie gegen feilte Unterstellung unter die irorwegische Gerichtsbarkeit ausdrücklich zu wiederholen. Auf den Borwurf der Berletzrmg norwegischen Territoriums wird in der Note erklärt, daß eine solche in der bloßen Durchfuhr Sprengstoffe sowie in deren zeitweiliger Lagerung zum Zwecke der Durchfuhr schwerlich erblickt werden könne, da dies nicht verböten sei. Auch ist im Lause des Krieges zu Gunsten der mit Deutschland im Kriege befindlichen Nüächte Kriegsmaterial aller Art in größten» Umfange durch Norwegen durchgeftihtt und zttttveilig dort crnfgestapelt worden. Die Note drückt schließlich die Hoffnung aus, daß der von der deutschen Regierung sehr bedauerte Vorfall die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht »vttter beeinträch- tegen wird. Die Spionage in Schweden. Stockholm, 16. Juli. (WTB. Mchtamtlich. i „Dagens Nli- heter veröffentlichen neue Ei »rzel heften über die von der schwedischen Polizei e n t d e ck t e H a n d e l s s p i o n a g e der E n t e n re. Danach betrieben die Spione ihr Handrverk ha »ipt sächlich in Miles und Geste und schickten von dort ihre Berichte in Zeitungen verbackt über die Bewegungen deutscher Schiffe an den Militärrttache einer' Ententegesandtschast in Stockholm. Außer- zwei Mfarine- attachös ist auch ein Legatiousrat an einer dritten Enten tegesaitdl- schaft bloßgestellt. Vertagung des österreichischen Abgeordnetenhauses. Wien, 15. Juli. WTB.) Das Abgeordnetenhaus vertagte sich aus unbeittmmte Zeit. Am Schlüsse der Sitzung wies Präs ident Tr. Groß ans die vom Hanse geleistete Arbeit hin und bemerkte: Wir haben den Weg zum verfassungsmäßigen Leben »nieder ff eigewacht. (Lebh. Beifall.) Wir haben die Stellung des Hauses ge- seltigt und gesichert. Möge das Haus die Kraft besitzen, die großen Ausgaben des Neubaues des Reicks zu erfüllen. Lebh. Beifall.) Ich bin der Zustimmung aller Parteien sicher, wenn ich den heißen Wrrnsch ausdrücke, daß dieser Krieg, der nicht begmuren und ge- nihn tourde zum Zwecke der Eroberung oder zur Unterdrückuirg anderer Völker, sondern lediglich zur Verteidigung des Bestandes, der Freiheit und der wirtschaftlichen Enlnncklung unseres Vaterlandes, bald beendet wird, daß es gelingen möge, einen dauernden Frieden zu schaffen, der keinen .Haß zurückläßt imd alle Nationen zur gemeinsamen Kulturarbeit >weder vereinigt. Lebh. Beffall inrd .Händeklatschen.! Sollten aber die Bemühungen um einen ehrenvollen Frieden noch iinnrer nicht zum Ziele sührerr, so werden wir alle, wie bisher, iurser Blut und alles, was nur dabei», ttusetzen für Kaiser und Vaterland. (Lebh. laugauhaltender Beifall und Händeklatschen.) Deutsch-Böhmen. Prag, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Gestern fand eine außerordentliche B o l l v e r s a m m l n n g des deutschen Bolksrates statt, $n der auch die Herrenhausmitglieder Graf Oswald von Thun und Gras Hans von Schonborm erschienen waren. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, in der die versammelten Vertrauensmänner des d e u t s cl> - b ö h m i s ch e n Volkes erklären, daß sie der gegenwärtigen Regierung ivegen ihrer Haltung gegenüber den Tschechen und insbesondere wegen des Amnestieerlasses schärfstes Mißtrauen mtacgenbringeu und ein unbeschränktes Selbstbestimmungsrecht Deuffch-Böchnens im Rahmen des österreichischen Einheitsstaates unter Festlegung der deutschen Staatssprache und demgemäß die Schaffung eines national abgegrenzten Verwaltungsgebietes als Provinz Deutsch-Böhmen mir eineni eigenen Landtag verlangen. Einem wne inrmer gearteten tschechischen Staatswcsm würden sie sich niemals uutervrduen. „Wir und," endet die Entschließung, „entschlossen, unsere Fvrderungcii mit allen Vcitteln zu erkämpfen." Die Gabensendungen für Gegangene. Berlin, 16. Juli. (WTB. Amtlich.) Vor kurzem ist Nl der Presse mitgeteilt Morden, daß die französische Regierung angeordnet hat, den deutschen Kriegsgefangenen und ZivilintL-rrrierten Nahrungsmittel, Rauchwaren, Arzneimittel und Toilette- artikel aus den an sie gerichteten Sendungen nicht mehr auszuhändigm. Gleichzeitig ist bekackntgegeben worden, daß entsprechende Maßregeln gegen die französischen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten in Deutschland getroffen lvorden waren. Jetzt kann erfreulicherlveise mitgeteilt werden, daß die franMsche Regierung ihre Maßnahmen aufgehoben hat. Die deutschen Kriegsgefangevlen und Zrvilinternierten in Frankreich diirfen also wieder wie früher Pakete mrd Sammelsendnngen jeden Inhalts empfangen. Die deutsche Gegenmaßregel wurde daraufhin ebenfalls aufgehoben. Seekrieg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 16. Juli. - (Amtlich.) Im Atlantischen Ozean wurden durch unsere U-Boote wiederunr eine Anzahl Dampfer und Segler vernichtet. Darunter befanden sich, die bewaffneten englischen Dampfer „ThrilBy" (2061 To.) mit Erzladung und „Matador" (3400 To.) mit Stückgrtt nach England, sowie der englische Segler „Ladh of the Lake". Eines der versenkten Schiffe hatte Mais für England geladen. Der Ehef des Admrralstabes der Marine. * Kopenhagen, 16. Juli. (WTB. Mchtamtttch.) Das Mrnisterrum des Aeußern gibt bekannt, da stdie dänischen Dampfer .Mordingborg", auf der Reise von Cadiz nach Huelva mit Kohlen, und „M. G. Manal", auf der Reise von Cania nach England rnit Erdnüssen, sonne die dänische Bart „Ätlarrtre", aus der Reise von Cadiz »rach Korför mit Kohlen, versenkt worden sind. Im heutigen Seeverhör über die Versenkung des dänischen Motorschiffes „Motor", das auf der Reise von Kopenhagen nach Island mit Stückgut begriffen war. sagte die Bpsatzung aus, daß das Schiff, als es am 24. Juni von auem U-Boot angegriffen ltrurbc, Maschineiffchaden hatte und daher mit Segeln fuhr. Das U-Boot begann sofort mit der Beschießung des Schiffes. Die Besatzung, Kapitän und vier Mann, gingen in ihr Rettungsboot. Während der Vorbereitungen. hierzu wäre das Boot von den Schüssen ge- ttoffen und die Besatzung getötet worden, wenn sich das Schiff im entscheideirden Äugenbllck nicht gesentt hätte. Das U-Boot umkreiste und beschoß das Schiff ununterbrochen. Die Besatzung versuchte nun, zum U-Boot zu gelangen, um von diesen! ins Schlepptau genommen zu werden, da eine schwere Brise und hoher Seegang herrschte. Aber jedesmal, lvenn das Boot sich dem lb-Bvot näherte, tauchte dieses unter. Die Schiss brüchigen: erreichten nach 3abt. Lin Sonntag abend sei Dr. Spahn nach Frankffirr a. M. abgerenst, um von dort in eine Sonrrner- frischr ftn badischen Schtvarzrvald zu gehen. Der Stäöretag ,urd die Volksernährung. B e r L i n, 16. .Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Im Nah- rungsmitte lausschuß des de u t scheu Städtetages wurde heute zunächst gefordert, daß die Mnßnahmen zur Erfassung der Milch auf dem Lande verstärkt würden. Eine weitere Erhöhung der Milchpreise erscheint mit Rücksicht auf die Verbraucher ausgeschlossen. Ueberdies dürfte die Milcherzeugung umso wirksamer gesteigert werden, je mehr an dem Bestreben der allmählichen Herabsetzung des Milchpreises festgehalten wird. Was die Obst- und Gemüse frage augeht, so muß einmal das gewählte System tatkräftig durchgeführt werden. Dazu gehört die Verhinderung der Ausfuhrverbote. Die Erfassung auf den! Lande ist durch die Verstärkung der Sammelstellen zu verbessern. Ans die Erfüllung der Lieferungsvertrügc ist nachdrücklich hinzuwirken. Für Dörrobst, andere Obst- und Gemüsefabrikate müssen tunlichst sofort Höchstpreise festgesetzt werden. * Berlin, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Seine Majestät der Kariser hat dem Chef des Zivilkabmetts Exzellenz von Balcntini den hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen. Rn» OtsSt «nd Lanv. Gießen. 17. Juli 1917. Bauernregeln über die Sommersonne. Somnrer und Winter, Frost mrd Hitze sind Dinge, die trotz chrer GegensätzLchkeit und Ilnvereinbarkeit doch in einer gewissen Abhängigkeit venefturnder zu stcben scheinen. Me in and wird davon inehr überzeugt sein, als wir in diesem ungelvöhnlichen Jahre, das uns erst mft nZochentang anhaltender unerbittlicher Kälte bc- dacht, und nun mit fast ebenso anhaltender Svnnenglut. Jni Winter Chatten wir meit über 20 ffftad erntet s JhiCI, jetzt haben wir oft Mit möhr als 30 Grad iiber Null iin Schatten gehabt: dg zudem der Winter bis weck in den April anhielt, ist dies ein Unterschied von me'hr als 50 Grad in einem verhältnismäßig kurzen Zeitabstand, immerhin eine hatte Probe für das Wachstum der Pflanzen und Früchte in diesem dtttten Kttegsjahre, die aber glänzend Än'rstcmden zu sein scheint. Der Wetterkundige konnte es freilich schon in dem kalten Winter Voraussagen, das; ihin ein ^heißer Sommer folgen würde. Eine ganze Anzahl der alten Bauernregeln bestätigen das, und wer dieser anspruchslosen Volks- Weisheit init Germgfchätzrmg und Zweifeln begegnet, form sich an nachstehenden Proben leicht nachträglich von ihrer Richtigkeit überzeugen. So tvird vorn Januar gesagt: „Ist der Jrnnar weiß — nntt) der Smnmer heiß." Nun, an Schnee hat es diesmal nicht gefehlt, das können unsere fleißigen „Schipper" bezeugen, und dieser uns damals gar nicht so sehr willkonrmttre Ueherflnß gilt zugleich als gute Vorbedeutung für die Ernte. Da heißt es nämlich: ,^Januar urnß vor Kälte knacken. Will der Bauer Mehl ein sacken. Hat der Jänner Eis und Sckviee, Gibt es Korn auf jeder Höh'!" Das gleiche gilt für den Februar, der Schnee und Eis bringen: muß. wenn der Sommer fruchtbar und heiß werden soll. Für die Ernte lautet die Regel: „Große Kält- im Februar Bringt ein gutes Erntejahr. Im Hornung müssen Stürrne fackeln. Daß den Ochsen die Hörner wackeln. Friett das Wasser im Hornung nicht ein. Wird die Ernte sein sehr klein/' „Apttl naß und kalt. Wächst das Korn wie ein Wald April kalt und naß, Dann wächst das Gras." Anch 'aus dem Wetter einzelner Tage konnte man auf die Witte- rungverhältmsse in rr^ftenffernten Zeftabschnitten schließen. Dias! GttindonnerstagSwetter war beispielsweise vorbedeutend ft'ff das Wetter an Christi Himmel fahrt, und das Karffeitagswetter für die jetzige Zcft. Zwei solche Karfftttagswetterregeln lauten: „Wenn's am ^ttllen Freitag regnet, ist bis Johanni trockne Zeit: Kar- rrcrtag regnerisch — macht das ganze Jahr durstig." ''Nach den Er-' lahrungen dieses Sommers könnte die erste Regel vielleicht zu' Recht bestehen, während die zwecke in ihrer Allgemeinheit ffeilich, nicht ivöttlich genommLU werden darf. Wenn es nach dieseir alten Bauern regeln golst, wird sich das Wetter anscheinend erst un August ändern. Wie es dann niird, kann man ermessen, wenn man sich ettnnett, wie das Wetter am Neujahrstage war. Tie Regel darüber heißt: „Wie der -Iffujahrsdag tut sein, so führt der August Uw 'ein." In Mitteldeuffchland rvar der Neujahrstag ziemlich kühl und trübe. Nach dieser Regel müßte also der ''August den Regen bringen, der in der ersten Hälfte dieses Monats erwünscht ist, da- mtt die Früchte m der letzten Zeit der Reife ttichlig fchoellen.. Bis dahin haben wir aber vielleicht noch eine ganze Reihe warmer. und trockner Tage zu ettvarten. Einschränkung des Gebrauchs von Wüsche in Gastwirtschaften. Die Knappheit jan Web-, Wirk- und Strickivaren drängt inehr und mehr «dazu, mit >dcn vorhandenen Vorräten hauszuhatten. Nicht nur we Einschränkung der Lluschassungen auf das notwendige Maß, lonvern^auch die schonende Behandlung des Besitzes ist zur gebiete- vischen Fmderung gttvorden. Die Schonung soltte in uwhlverstan- dener Rficksichtnahme des einzelnen auf das Gemeinwohl im eigenen Haushalt von feXblt geübt werden. In den der Oeffentlichkeit dienenden Betrieben, in denen oftmjals der gute Wille des Betriebs- - in Habers beim schweren Das einsfomps an dem Verhallen seiner Konkurrenz scheitett. Muß mit behördlichen Zwangsmaßnahnren ein-- gegrinen merben. DieS erscheint insbesondere angebracht aus dem Gebiete des Wafo)everbrauches, da gerade die Wäsche ihrer Bestimmung nach durch die l.äuftge Reinigung mit ck>emis dyn\ und niechanischen Mft^ teln dem schnellen Verbrauche anheimfällt. Besonders schnell abgenutzt n?erbeu solche Wäschestücke, die in den (öast- und Säumt-- wirffchasten der Behandlung ffemder, an dem Bestände der Stücke nickst interessierter Personen preisgegeben sind. Durch ttichickits-- loieste Verivenduug auch zu allen ihrer Bestimmung ffemden Zwek- keu. durch Einbrennen, Ein schneiden aus Lässigkeit des (öastcs, aber, vornehmlich durch das fortwährende Waschen, das oftmals durchs den Grad der Beschmlutzung noch nicht gereckchsettigt ist, tritt ein > übermäßiger Verschleiß ein und gefährdet das Gemeinwohl. Magi es auch einem verwöhnteren Geschmack nstdersfoechen, daß nunmehr die Mund-und Tischtücher vom Tische in den Gasthäusern ver- schwinden sollen, so wird doch jeder Einsichtige in der Not der Zeit »ich zuwisellos dem Gebote solcher Streckung unserer Wäsche Vorräte nicht verschließen. Es ist besser, daß die nicht unbedingt erfordernde Benutzung von Tischzeug vermieden wird, als daß allmählich du nötige Versorgung der Bevölkerung mit Wäschestoffen zur Bekleidung gefährdet wird. Bleibt das Tischzeug kimsttg nncmgegriffen liegen,, wandert .Handtuch und Bettwäsche in »mit geringerer Zahl in die Wäschereien, so bleibt dem Volke eine sehr ansehnliche Reserve für den Fall etwaiger dringendster Notwendig feiten. Die Reichsbekleidungsstelle bat »ich deshalb, und zwar im Eckt- Verständnis mit den beteiligten Kreisen, zur Erfüllung der ihr gesetzlich zugelviesenen Ausgabe „der Sorge »ür ivarsameir Verbrauch" geffvungen gesehen, vom 20. Jüli 1017 ab in den öffentlichen Lo- folcri, Kaffeehäusern, Konditoreien, Erfrischungsräumen, Hotels^ Pensionen und bergt., kur; in jedem derartigen Gew-erbebetticbck ebenso »che in allen öffentlichen gemeinnützigen Btttrieben die Darreichung von Mimdtt'ichern zu verbieten. Ferner dürfen vom 1. Oktober 1917 ab in den bezeichneten Betrieben »vaschbare oder abwaschbare Tischzen ge zun» Bedecken der Tische den Gästen nicht 'ntehr zur Benutzung überlassen »oerden. Es lieht aber den Witten von den genormten Zeitpunkten ab ffeff Mund- und Tischtücher aus Pacher oder aus reinen Papiergeweben zu verweuchn, auch, dürfen sie bei .Hochzeiten und älpiliebe»» Fest-, lichkeiten die Gäste ihre eigene Wäsckw vettvenden lassen. In allen Geroerbebettteben, in denen Fremde zur Bel^erberguna ausgenommen werden, »che Hotels, Pensionen, sogenannten ^hrr* Häusern und der gl. darf vom 20. Juli ab jedem Ofost nur ein frisches Handtuch für Iden Kalendertag verabreicht werden. Da über die Benutzungsdauei' eines Handtuches Weiteres nicht vorgeschtteben ist, würde der Gast Mit dem au» znwiten Tage verabreichten frischen Handtuck: au diesem Tage bereits z»vei Handtticher zum Gebrauch haben. Es bleibt auch hier dem 0-astc »mbenommeu, eigene Wäsche mft sick zn führen. Für die Benutzung eines Bades sind »veiterck zwei Handtücher oder an Stelle des zrveiten Handtuches ein Badeoder Frottiettnch zugestanden. Die Bettwäsche soll gr»mdsätzlich jedem Gaste ivenigsttns sieben Tage dienen, ehe sie gewechselt werden darf. Nur in außergewöhnlichen Fällen, wie btt Ettinukung oder dergleichen, dürfen einzelne Stücke vorzeitig erneuert »verdcn. Die Vors ch rifteir über Hand- nnd Badetücher sowie Bettwäsche rhtben gleichfalls auf solche ans Papier m»d reinen Papiergeiveben, ferner ans die Beherbergimg von Kranken in öffentlichen und xku vaten Krankenanstalten keine Amvendung. 1 Ini de»» Gewerbetreibenden Schwierigkeiten ttnzelncr nicht einsichtsvoller Gäste »mch Möglichkeit fernztchalten, ist bestimmt, daß die Bekenn tmecbitng in jedem Bttttebe in entsprechender Form anzu- bringen i ft. Zu»ritt'rhandlungen gegen die angefühiwen Bestimmungen sind» mit scküveren Freiheits- und Geldstrafen bedroht. Auch können ‘’öe* triebe, in 'tunten Verstöße gegen die Bekannttimchgrng vorfom.i»»en, geschlossen werden, glttchgülttg, ob es der Betttebs in Haber selbst oder einer seiner Angefielltern ist, der sich die Znwiderl'iandllmg lxtt zp schtklden kommen lassen. Bermrndernng des Bargeldumlanfs. Das loittschaftliche Interesse der Allgemeinheit tmd jedes Einzelnen erfordern dringend eine Verminperinig des Bargeldumft j^nfs, die am volllominenstien durch»! Förde rungdes liebere »v e i su n g S v e r k e'h r § erreicht wird. Dem Vorgehen zahlreiche aitderer Behörden entsprecherld, s»»rd daher auch die hessischen staatlichen Behörden N!k»»Mvh!r ^ angewiesen worden, inj größeren Orten die Bergebirng von Lieferungen und Air-« beiten in der Regel davon abhängig zu »nochen. daßj der Lieferer oder Ge»vrr betreiben de hei einer Bank, Spattasie oder» Kreditgenossenschaft oder bei dem Postscheckamt ein Konto unter-« HÄt und durch Stempelaufdruck auf seinen Bttefen und Rechnungenj oder durch Aufkleben oder Bttlage von besonderen Zetteln die Empfänger ersucht, größere Zablungielt nur auf dittes Krnrt» zu lttsten. Die Unterhaltung ttnes UoberwttsuUgskoittos erfordert ?etuetfo* besondere geschäftlickie .Kennkniffe. Für dm kleine»» Verkehr ge»rügt der einfache llcberruttsurtgsverkehr, so daß der Kontoinhaber teinesft wegs etwa genötigt ist, Scheks itt. den Verkehr zu btt»»gen. Alle staatlichen Mssen wettrm künftig ein Ueberwtti'ungskonfo bei der Sparkasse ihres Bezirks untlktthakfon, die größerm Kassen einschließlich der bedeutenderen llittererhebstellen außerdem noch cmj Postsch»eckkoitto, die großen städtischen Kassen auch ein Rttchsbank- girvkonto und teilurttse auch ein Konto btt einer oder mehrere^ Privatbanken. U-Boot-Spende. In dern Kreise Gießen sind an U-BoottSpenden bis setzt emgeaangen voir dm Geuittndm» Mbach 56 Mk., Mlendorf a. Lckhu 150,60 Mk., Mendorf a. Lamrda 219 Atk., Mlettshausen 56.60 Mk., Alten-Busttk 89 Mk., Bellevsbeftn 178,40 Mk., Bellers^ Hain 68,30 Mk., Bersrod 84,60 Mk. ‘ Betten harnen 84,60 Mk., Birklar 99,10 Mk., Climbach 62 Mk., Daubringen 64,20 Mk.. Eberstadt 1.70,15 Mk., Gttlshausen 105 Mk., Großen-Buseck 330 Mk., Grünberg 476.10 Mk., Grüningm 124 Mk.. Hausen 65.70 Mk.. Heuckrelhttm 93,40 Mk., .HGzhein» 326 Mk., Hnngen 696.70 Mr.. Inheiden 180 Mk., Kesselbach 63 Mk., Klein-Linden 353,45 Mk., Langd 230 Mk., Ärng-Göns 620 Mk., Langsdorf 256,85 Mk., Lauter 48,30 Mk., Sich 587,20 Mk., Lftrdmstruth 40 Mk.. Lollar 345,30 Mk., London 156 Mk., Lmnda 59,70 Mk., Mainzlar 58 Mk., Bttckrster 66,15 Mk., BttkscheNbttm 177,30 Mk.^. 'foetx'tf-iörf f n tgcr 100Ä «r 80 M. Cfobannfafat 81.70 Mk 100^0 Wtt, 86 Mk., Rodheim 47.90 M 105 ML, Stanqonvd 40,30 ML. LiauMtbrrg 75.90 M^, doch 139,80 ML. Stixffcüuten 30 Mk„ TvaiK-Hortoff 73.30 ML Tveis a. Lmntw 233 ML, Twhe 25,20 ML, Utphe 209.15 Mk, Villnrgen 177 ML. WeickartShum 62.80 ML. Wieseck 219.20 Mk Äufanrmcn 8627,15 ML. * ** ® c fötbctliitfl. Der Gefreite Murtiu Kvrndörfer non hier, zurzeit tvei einer s ))l nsrfntteitqrn>elu^K>ompaguic im Westen, erfreu saivn vor einem Jahre das Eiserne Kreuz 2. Kl. und wurde dceler Tage -unt Untevosftzier luiordert. Korndörser befindet sich N^^d14 im Felde und hat die schweren Kämpfe im Osten und Westen mitgemacht. ** Br nt mn r ke n-Diebe! In den letzter! Tagen Minden au Mei Stellen zusammen 14 Brotmarken gestohlen. Da sich in letzter Zeit derartige Diebstähle mehren, so wird nachdrücklichst gewarnt, mit der Aufbewahrung der Marten vorsichtiger nmzugeben, da durch die Diebstähle doch auch die AUgenreinheit geschädigt wird. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige KriminalhMz-ei entgegen. ** Falsche Gerüchte über die Beschränkung der Bezngsschein - A us fe rtigUNg. Bon verschiedenen Seiten werden Gerüchte verbreitet, daß die Bezu-gsschein-AusfertiKungs- gellen von der ReichZbekleidungSstelle «rgewiesen seien, keine Be zugS scheine auf Sommermäntel und solche aus Wintermäntel erst von« 1. Oktaler ds. Js. ab auszustellen: nach anderen Mitteilungen, die in Geschäftskreisen umgehen, soll überhaupt die Ausstellung von Bezugsscheinen von August bis Okto^r eingestellt werden. Bet allen diesen Ausstvermugen hcmldelt es sich! Nhi falsche Gerüchte. Die Neichsbekleidnngsstelle l)at tvcder ein Verbot der Bezugsschein- Ausfertigung im allgemeinen, noch eine Beschränkung der Ausstellung von Bezugsscheinen für Sommer- oder- Wintermäntel in dem! obemrwälmteu Sinne erlassen. Es sind für die Bezugs'che in- abgabe für SwnMer- und Wintermäntel lediglich die neuen Mcht- linien von, 27. März 1917 und die ZufatzbekanntmachUna vom 12. Mai 1917 maßgebend ** Der Sozial t Ausschu ß des Ev an g. Ar - fetter!? er ei ns hat in seiner letzte Woche abgehaltenen Si.tzu.ng beschlossen, beim Ausschuß für Berbraucherinteressen. dem der Verein angehört, za beantragen, dahin zu wirken, daß bei dem Lebensmittelamt der Stadt Gießen ein Bervat, bestehenD aus besonderen Sachverständigen der Lebensmittetbrauche sowie aus Vertretern der Verbrauche rkreife, gebildet wird. Abgesehen davon, daß besonders durrl) die BÜtarbeit der Verbraucher ledes Mißtrauen beseitigt und Efklärend gewirkt werden könne, erscheine cs wohl durchaus gerechtfertigt, daß auch bei der lokalen Lebeirsmittelversorgnng, ebenso wie bei den größeren Orgai,rsatio.nen (Kriogsernäbrnngsamt usw.) Vertreter ans Verbrau ch erVreifen zur Mitarbeit bzw. Beratung luwangez-ogeir werden. Hierbei sollen diejenigen in Betracht kommen, die unter den heutigen Eruähvuirgsverhältmfsen besonders zu leiden haben. ** Jugendlichen ist der Ansenthalt aus den Dtratzen und öffentlichen Plätzen in der Zeit bis 1. Oktober bis l0 Uhr abends gestattet. Die Aenderung ist rnit Rücksicht aus die Einiührimg der Sommerzeit getroffen Siehe Bekanntmachung. "Tic gebührenpflichtigen Bahntelegramme mr Bvransbestellung von Fahrkarten, Gepiicksckreinen. Bettkarten, Platzen in Zügen usw. kosten vom 15. Juli ab 50 Pfg. (seither *2 Dsg.h Telegramme zur Wiedererlangimg verlorener Gegenstände ''?nnosacheni 70 Pfg. (seither 50 Pfg.). **' Hebun g des Oelfrnchtanbaues. Zur Förderung des OellaxÄenanbmves hat das KriegsernährungsMnt dem Kriegs- uusschuß ftir pfl-anzlicke limd tierische Qele und Fette, Berlin^ schlveselsanres Ammoniak zur Verfügung gestellt. Stzmeit die Bestände r-eiche,'. wird der Kriegsaussthuh den Landwirten, welche d,c Verpflichtung übttmjhmjen, WinterÄstvaten anznbauerr, sich !Ä>en Hektar, den sie mit Winterraps oder Winterrübsen anpflanzen, öen BeONg von B0 Kilogramm, Ülwmwri«? vermitteln. Ter Preis für das schwejelsaure Ammoniak ist 2,23 Mark fütr das Kilw-Prozent Ummmriai-Stickstvss westlich der Me gel'ieserde und 2,24 Mark iür öillich der Elbe gelieferte gewöhnliche Ware. Für gedarrtes und gemahlenes Ammoma! ist der Preis 2,26V- für wesftick> der Elbe und 2,27*/ 2 Mark für östlich, der Elbe geliefertes Ammoniak, einschließlich anteiliger lO-Tomreu -Fracht bis zur VotlbadnÜatwn der Empfänger, zuzüglich der gesetzlichen Ausschläge für Mengen unter 100 Zentner. Die Lieferung des Düngers erfolgt aus Grimd der allgemeinen Verlaufs- und Lieferimgsbedmgungerr der Deutschen Amnwniak-Verkaufsoereinigung, Bochum, brüv. der 'Oberschlesi- '.-en Wkstoerke, Berlin. Die Ware reist auf Gefahr des Bestellers, auch tvenn dieselbe uu offenen Waagen mit Decke oder in Kalbvagen üerkbe nwird Die Besteller haften für die Deckenmiet?. — Alle sonstigen An skünf t werden von den Landwirtschaftkammer'n sonne von den Kommissionären des KriegsauSschusses erteilt. Letztere stellen auch die Bezugsscheine aus. ^ ^ lieberlaßt getragene Bekleidungsstücke und ^chiu hwaren den Al tkl e iderstellen! Ter Reichskommissar für bürgerliche Kleidung iverst in einem Aufruf an die Kom- mnnalverbänd-? von neuem auf dre Wichtigkeit der Einsammlung qe- tnagener Bekleidungsstücke und Schu!«oaren hin. Der immer großer wevlxllde Mangel an Rohstoffen zwingt dazu, bei der Herstellung von Kleidungs- und Wäsäiestücken. sowie Schuh!oaren in immer größerem' Umfange getragene Bekleidungsstücke zu verwenden. Nicht nur der Bcldarf der in der Heimat Zurückgebliebenen an Beklei- dimgsstöcken nkich gedeckt werden, sondern es muß auch! dafür gesorgt werden, das; dir j. nt im Felde Stehenden bei ihrer Rückkehr die nötige bürgerlich' Kleidung voninden, da die von 'ihnen bei ihrer Einberrrsun.; zurückgelossene Meidnng in vielen Fällen nickst nrehr vorhanden sein lmrd. Es ist daher vaterländische Pflicht aller derjenigen, die getragene, rächt Mehr im berauch befindlich Klei-- dungsstücke besitzen, diese cur die AU kleiderstellen ihres Konrmunal- verbcrndes entgeltlich oder unentgeltlich abzuliesern und damit ihren bedürftigeren Volksgenossen das Durchl-alten zu erleichtern und für die Hein.kehrenden KMeger einen Bestand anfstellm zu Helsen. Für die Ablieferer getragener Bekleitnrngsstücke sind Erleichterungen bei Erlangung von Bezugsscheinen vorgesehen: gegen Vorlegung der Aboabebe s chinigung können sie von ismer zuständigen Bezngsschin- aosfeitigungsftelle einen Bezugsschein auf ein dem abgeli eierte in evtsprechntes Iwchioertiges BekleiMmgsfttick erlmlten, ohne daß ne, was ohne die Abgabebescheinigung erforderlich sein würde, die Notn-endigleir der Anschaffung nachoeisen müssen. Kaninchen- und Geflügel zu cht verci n der E^s^ch^tz^b^ch^nstt^t^n f ür Gieße n und Um- ** ; L" ^LPS^ r v‘ ^ ^ndet auf der Schönen Auss^t die dntte Berbandsaussbellung der Eisenbahn^ l S DrrektwnSbezirk Frankfurt a Main ItotL Dre Ausstellung nnrd von deni Kwänchen- und Geflügel- znchtverein der Eisenbähnbedünsteter! für (Meßen und Umgegend SWUltaltet . Dem Verband gechüren zurzeit 48 Vereine mit rund .00 Mitglwdern an. Dce Lertun.? der Ausstellung hat in dankens- Nnmder Werle Werkstätten-Vorstcher Rupert übernommen, dem tuckstigc und -erfähvene Kräfte zur Serke stehen. Die Vorarbeiten sind m vollem Gange. Allem Anschein nach, insbesondere infolge der gunjttgen geogwphlschn Lage, vmpricht die Ausstellung in Gießen ern großes UnternelMen zu werden. ^.Lichtspielhaus. .Tsroende Liebe" betitelt sich das neue Lrebesdvanm welches ab 17. bis einschl. 20. d. Mts. i 7 n Lickst- stnel'k)M!S, Bahn iw fst ratze 34. zur Vorführung gelangt. Die all- feUrg bekannte Künstlerin Wanda Trermrann, rösche in diesem Stück mtt der Hauptrolle betraut ist, wird durch ihr ausgezeich- netes Spiel die Besucher von Anfang bis zu Ende in Spannung versetzen. Auf allgemeinen Wunsch vieler Besucher wird nochmals das ergreifende Lebensdrama in 4 Allen „Das nwndernde Licht" init der berühmten Schauspielerin Henny Porten in der .Hauptrolle gegeben. Die anerkannt vorzügliche Mnstlerkapelle wird das Programm in diesem erstklassigen Lichtspiel-TMater sinngemäß begleiten. ** Das Kreisblatt Nr. 119 enthält Bekanntmachungen über: Durchführ von Znckerwaren. — Voranmeldung der Faßbestände. — Kohlensteueraesctz. — Ernten unreifer Kartoffeln. — Kärtvfselversorgung. — Berkchr mit Eiern. — Förderung der BolksernÜhrung. — Vertilgung von Ungeziefer — Verteilung von Tierschutzkalendern. — Verarbeitung von Gemüse. Landkreis Gießen. Londorf, 17. Juli. Dem Musketier Johannes.Höchst, per einem ^ns.-Regt., zurzeit in Frankreich, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Tapserckeit" verliehen. Kreis Büdingeir. o Borsdor s, 14.Juli, biestern vormittag statteteli zioei Bürschchen aus Griesl>eim a. M., die sich vorher in emigen Dörfern i>n Kreis Scbotren hanisternd herumgellieben hatten, dem Spezerei- ge>ch.äft von A. Düll hier einen Besuch ab. Das (fstschäft ist seit emenr halben Jahre geschlossen Und das Haus unbi':oohnt, >mnl der Ben her beim «beere, steht und seine SRutter im Februar dS. Js. gc- storben ist. So konnten die Jungeii unbemerkt durck, ein Ketler- loch in 'das Haus gelmigen rrnd alle Räume durchsuchen. Dabei ließen sie in der Laden lasse nur das Kleingeld und wälstt^i ,1ch von den noch ziemlich reichlich vorhandenen Vorräten Mehl, Zucker u. dgt. aus, soviel sie packen konnten. Als Nachbrrsleute aus Veit jüngsten Knaben, der im Hofe Wache hielt, aufrUerksani geworden ivaren und ntan das Haus polizeilich durchsuchte, fand man seinen Begleiter im Keller versteckt vor. Er hatte eine ansehnliche Summe Geld lui sich, darunter auch ein Zehnmarkstück, das mahrscheinlich aus der Ladentasse stammte, er gab aber au, es von einen! Unbekannten für 11 Mark gekauft zu haben. Die erst 12 und 14 Jahre alten Hamsterer wurden dem Amtsgericht Nidda zu geführt. Ter Fall inahnt aber die Landbewohner, die zurzeit häufig ihre Häuser unben-acht lassen müssen und ans dein Felde beschäftigt sind, den fremden Ämtern gegenüber zur Vorsicht. p. Fauerbach b. Nidda, 15. Juli. Hier fiel ein achtjätri- ger Junge beim Kirschenpslücken so unglluklich vom Baume, daß er beide Arme mrd das Nasenbein brach. Kreis Alsfeld. ** Mücke, 17. Juli. Der Gefreite Kitz, welcher seit Anfang des Krieges im Felde tätig ist, wurde zum llnterossizur befördert. Unteroffizier Kitz wurde säwn im Nvvonrber 1914 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Kreis Friedderg. —Butzbach, 16. Juli. Ersatzraserorst August W edler, geboren ani 3. März 1890 zu Butzbach, Zimmerrnann, ist infolge Verletzungen durch ?lrtillerie-Geschoß auf dem Felde dar Ehre am 16. Vtai 1917 gestorben. Er hinterläßt Frau und 1 Kind. Sturknchurg und Rheinhcssen. M a i n z, 15. Juli. Fünf Höchster Hausfrauen kauften dieser Tage m frühester Morgenstunde auf dem hiesigen Markte grv- vere Niengen Bohnen ein. Ms sie den Platz verlassen wollten^ fielen ft« der Polizei in die Hände. Zwei Fkau-en gelang es in denr. Wrrnrxrrr zu entkommen. Die anderen Frauen mußten ihre Bochien abgeben : '.ndem ging der einen dal»ei eine Handcasckse im Werte von etwa 100 Mark verloren. Ilm üsre Bohnen wenigstens ,'ius Ausland-" zu retten, hastetM die beiden der Polizei entkommenen Frauen auf Kreuz- und Qnertvegen durchs Hesfenlaud bis nach Kelsterbach. .Hier fuhren sie in einem Nachen heimlich und sacht über den Main ins Preußenland. Die Bohnen ioaren gerettet? Kreis Wetzlar. rn. Wetzl«r ,16. Juki. In der letzteir Sitzinrg des Kreis- z. B. ln den Gemarkmlgen Bürgclli. Cappel usw.. mit dem fru-nt* schnitt begonnen. Die Länge der .Halme läßt zu wünschen übrig, dv Aehren dagegen sirrd so schwer, wie selten in einem Fahre Kircbe und Schule. = Wetzlar, 1.5. Juli. Die .^^veisslMivde sSr evang«tisck!»-u Geislltchleit des Synrodalbezirks Wetzlar nalstn folgende bemerkenH- werten Anträge einzelner Presbyterien einstimmig an: Beibehal tung des Fefuitengesetzes, Verbot der landtvirtsthrftlirhen Soun - tagsardeit rmd Verbot der AlÄoholbererttmg !vähvens der KriegL - zeit (aEsehen von den für das Heer ersorderlickwn Mengen). Die beiden letzten Ain-träge werden an die kirchticksen Behörden weiter - gegeben. Berlin, 13.Juli. Gegenüber ,oiederl>olten anderweitigen Aeußerungen in der Oeftentlichkeft in beMg auf die Reformativns feier in Witbmberg, wird durch den evangelischen Ober-Kirchenrar zu Berlin rkochmats folgendes festgesetzt: Auf der EiseiaaäseU Kirchenkonserenz haben sämtliche Vertreter der evangelischen Kirchen Deutschlands nach eingehendster Prüfung der Sachlage ist.'' Auffasftmg dahin ausgesprochen: Erstens, daß tvegen der unüberwindlichen Sästvierigkeiten in bezug auf den Verkehr, die Ernährung und die volle Juanfvruäsnahme der öffentlichen Räume der Stadt zu militi.rrischen Ztvelben ^Lazaretten!' eine V e r s ch i e - bUng der örtlichen Zentralfeier in Wittenberg durchaus als ein Oiebot zuTÜrgender Notwendpfteit anerkannt n>es den müsse: — zweitens, daß um so nwhr der große t^dankvag in den einzelnen Landeskirchen und (Gemeinden zu einem großen evangelftchen Festtags auszugeftalllm. sei. Wittcrungsbericht. (O e s f e n t l i ch e r W e t t e r tf! e n ß.) Meist trüb, strichweise leichte Niederschläge, keirre Temperattlr- änderung. nnngsrahr 1917 !N Einnahme und Ausgabe aus 12 400 000 Mk. seitgesetzt. Der Handelskammer Wetzlar konnten wieder 1000 Mk fr- willigt iverden. Genehnrrat nmrde ferner die Fortzahlung der Pansch Vergütung ftir Untersuchungen in den! staatlichen Medizinal- Untersncknmgsamt zu .Koblenz. Tie notwendigen Crgänznngswahlen zum Kreistag wurden nur ein Jahr verschoben. Znm Schlüsse verlas der Vorsitzerche die Antwort auf das seinerzeit vom Kreistag an den Kaiser gesandte 5)utdigungstelegramm. ra. Wetzlar, 17. Jrili. Während bisher dem Kreise Wetzlar mit seiner starstn Jndustriebevölkerung von der Fettstelle monatlich 50 Zentner Speisefette riberwiesen wurden, muß er neuerdings nach Entziehlmg dieser Zuwendung noch 60 Zentner monatlich ablietern. Damit keine 9lbnähnu der den Versorgnngsberechtig- ten zustebenden Wochennrenge eintrat, mußten den Landgenreinden erhöhte Buttembgaben auferlegt werden. Einzeln» Dörfer müssen jetzt fast das Doppelte der früheren Nienge abliefenr. WilUg komnien die LandNnrte aucb der erhöhten Eierablieferung nach. — Im ganzen Kreise Wetzlar waren die Sckinlen rnit dem .planmäßigen Einsammeln der Breunesseln für unsere Webstoffindnstrie eifrig beschäftigt. Hessen-Nassau. Fc. Frankfurt a. M., 1.6. Juli. Vierzig Schüler der hiesigeu MittelsckMlen mid höheren Lehraustalteu haben sich während der Dauer der jetzigen Soinmerserien, um den Mangel an Personal auzugleichen, dem Kaiserlichen Telegraphen-?lmt dahier zur Verfügung gestellt zrrr Besorgung der Depeschen- und Eilbotensendungen. 4- Marburg, 16. Juli. Nachdem die Gersten- und Samen- ernt e beretts geborgen ist, wurde dieser Tag e int hiesigen Kreise ■Bgaa*g3saaa«gBB aB i l » M k—i. M«fcM*g.-a» gi i iwpi ii iiiu ,m Letzte Nachrichten. Die Antrittsrede Michaelis. Berlin, 17. Juli. Wie der L.-A. zu berichten weiß, werde sich der neue Reichskanzler Dr. Michaelis am Donnerstag dem Reichstage vorftellen. In Reichstagskreisen rech net mau aber keineswegs mit einer eigentlichen Prvgramm- rede, sondern nur mit einer Einfnhrungsrede, in der der Reichskanzler zu den brennenden Fragen der inneren und äußeren Politik Stellung nehmen werde. Die deutschen Seeversichei'MtgSgesellschaften in Amerika. Washington, 17. Juli. (Reuter Wilson hat eine Bekanntmachung erlassen, die deutschen Seeversicherungs- gesellschäften die weitere Tätigkeit in den Bereinigten Staaten untersagt und anrerikanischen Versicheriiug-sgeseltsch-as^ ten die Rückverstcherung mit ihnen verbietet. Eine amerikünische Kommission für Palästina. B e r l i n ,'17. Juli. Wie dem B. T. ans dem Haag berichtet lvird, meldet das Jüdische Korrespondenzbitreau ans New Nork, daß Wilson eine besondere Kommission für dre Palästina betreffenden Fragen fretm Friedenskongreß berufen habe. Deren Vorsitzender Nkorgenthan, der frühere Botsckstlfter iit Konstantinopel, habe erklärt, er werde für die Durchführung des Zionismus in weitestgehendem Maße emtreten. Aus dem revolutionären Rußland. W a r 1 d> n u, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich. ^ lieber das neue Rußland schreibt „Gonize Kujawski" in Wloclawek: Die großen Massen des russischen Volkes verstanden den kurz des Zarats und die Einführung der neuen republi- ka.nischen Regierungsform in ihrer Art. Sie zahlen keine Steuern und rufen nach Land. Dies hat auf die schon stark zerrütteten Fincmzen des russischen Reiches geradezu ver hängnisvoll eingewirkt. Deshalb mußte sich die Regierung nach Hilfsquellen nmsehen nnd wandte sich an England und Amerika mit der Bitte um Gewährung von Darlehen. Von allen Seiten wurde als Gegenleistung die Offensive verlangt. Sogar die russischen Sozialisten erklärten sich hierzu bereit, nur um die einmal erlangte Herrschaft nullt zu verlieren. So gingen die russischen Soldaten für Judassilberlinge, welche Wilson dem Reiche gab, in beu Tod. Das Geld, das Amerika gab, wird es für Kriegsbedarf wieder zurückerhalten und die russischen Kassen werden nach wie vor leer bleiben. Was wird das russische Volk gewinnen? Trauer nach den Gefallenen, Jcnntner über die Invaliden und die Zinsen, welchc sie dem Bierverbande zahlen muß. Das Volk wird die Zinsen zahlen müssen, daß es beit Krieg im Interesse der englischen Kilufteute und Fabrikanten führen mitß. König Georg ändert den Namen seines Hauses. London, 16. Jnli Der König hat morgen eine Smillersitzimg des Geheimen Zitates miqevrdnet, um seine Absicht auszufnhren, den Namen des königlichen Hanfes zu ärgern. Der Name wird später durch eine Prvklamation bekmmtgegeben lverden. Engländer, die den Heeresdienst venongern. Berlin, 17. Juli. Verheiratete Munitionsarbeiter weigern sich, untersttcht zu werden. — „Birmingham Post" vom 3. Juli meldet: Eine reisende Aerztekomntission berichtet, daß im Jndnstriebiet mehrere Hundert von verheirateten Arbeitern der Kriegsindustrie sich iveigerten, sich zur Untersuchung zu stellen init der Begründung, daß unverheiratete wehrpflichtige Männer in den Fabriken zurückbehalten würden. Die Kommission tnußte daher unverrichteter Sache wie^ der zurückkehren. Aenderung im belgischen Ministerium. Bern, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Journal" meldet aus Le Havre: Der belgische Ministerrat beschloß iit- folge des Rücktritts des Ministers des Aenßern Bestens, das Portefeuille des Ministers des Aeußern dem Mmister- präsidenten Chevalier de Brocqueville zu übertragen. Außer dem wlleir die Staatsminister Huysmans und Bandervelde Portefeuilles bekommert. Ein bisher nicht bezeichueter Gene rat soll das Portefeuille des Ministers des Innern über nehmen. Knr gute Milchzieqe -u verkaufen. 04413 Frau Eliiab. Lcbäfcr, Winnen b.Allenborf a.d.^do. 1 junge Unten zu verkaufen. 04416 .Hcsseuilraße 8. Finge Hühner l 11 Stück, gelbe Italiener, 8 Wochen alt, blllia z. verL Amuchol, MaschinrNimstr., Wasserwerk Irr beide». 1,5 blaue Wiener, 11 Woch. alt. sowie 2,2 weiße Riesen. 10 Wochen alt, preiswert ab° zuaeben ; ersttlast. Tiere. Krosborser Str. 115. Raummangel Divan verkaufe, lee 27. n, u. voll st. Bett su verkaufen. 04404 Kaiser-AN Jnnge Belg. Riesen zu verk. r\t .14n Hs ' - - 0441 teinftraße 90. 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Die Beisetzung ist in der Stille. 5407 Von Beileidsbezeugungen und Blumenspenden bittet man abzusehen. fü Toilettenstücke! in seine Faltschachteln w packt, gut schaumend u. wohlriechend. Svarsam im Gebrauch. wofür zahlr. Anerkennungen. u. Nachbestell, von Krankenhäusern ufto. Bisher über 3 \ Mill. Stück verkauft. 100 Stück Mk. 18.— inkl. Kiste ob Fabrik. 10 St. Probe "Ml 2.50 inkl. Berp. ab Fabr. Str. reell. Ana., da von, K. A. acn. Frlrdr. kürt», LIderkelü. Schlieftsach84. 5580 Riltinsraygcn und Hornhaut verschwinden bald nach Gebrauch von Karns 4270 Hiihnerauqenmittkln ZfintraS-Drogene Scliulstrasse. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Eidenmüller bei dem uns be- tröffe neu schweren Schicksalsschlage sagen wir hiermit innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilh. Erle. Klein-Linden, den 16. Juli 1917. 01410 Für die uns anläßlich unserer Hochzeit dargebrachten Aufmerksamkeiten sagen herzlichen Dank Franz Bourgeois u. Frau johanna * ?M geh. Noll. Aerztliche Mitteilung. Bei der jetzigen Arbeitsüberhäusung bitte ich private Nervenkranke, die meine Beratung, insbesondere Bchandlnng mit Wachsuggestion, Hypnose oder mit anderen Arten derlPsychotherapie wünschen, Hilf MMag, Miltivch M greitan von 4—5 Uhr mich zu besuchen. Medlainal-SKat Wagner, Heil- ««& Pflege-Ailftalt. 5409 Hiihtterftttter Kückeufutter Vogelfutter empfiehlt "" __ 1 Xenon Bänc. Tel. 568. i Ltmtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieften. 2iachstehendc Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur onentlichen Kenntnis. Gieften, den 12. Juli 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. XVIII. Armeekorps. Ltcllvcrtretendes Generalkommando. Abt. Hl. Tab. Nr. 12289/3588. Frankfurt a. Ai., den.8. Juni 1917. Betrint: Vorbeugende Maßregeln gegen Verwahrlosung der bngend. Verordnung. .... Einvernehmen mit dem Gouverneur der Festung Atinnto lutrö Ziner 4 der Verordnung des ftellv. Genernl- ^MNudds.von; 2. Februar 1916gIIIl) Nr. 2098/490) mit .«uckncht aus die Ennubrnng der Sommerzeit dahin ab: «Ä "uaendlicheu der Anfentbalt auf den r rhl!?ial e "i L ,£l,e f planen in der Zeit bis 1. CHober bis 10 Ubr abends gestattet wird. Der stellvertretende kommandierende General: gez. Riedel, Generalleutnant. 5396 zftädt. jtfrbeifsnacfndeis giessen. Asterweg 9. Veutjch-Valtische Gesellschaft Mittwoch, den 18. Juli, abends 8 1 2 Uhr, in der neuen Aulc Vsvtvag IST SurLagemRutzland von Rittergutsbesitzer Silvio Vroedrich aus Kurland. ^ 2 *~(numer.), ZU M.I.— u.50Pf., im Vorverkauf === — ■ _.■ ■ bei den hiesigen Buchhandlungen und abends an der Kasse Morgen Mittwoch trifft an, Lcrrz'schcn Fclienkeller eine Sendung Einmach- und Salatgnrkcn, Rettiche «sw. ern. BeUellungen werden auch in, Hause Neustadt 19 entgegengenommen. 5387 iP>s3&fs Froech. Medizin. 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