M. <65 Erstes Blatt J 67 . Zahrgasg ^ uetze« lapfftc« “ r rjc^twt lägttch. «uiitft Somrtags. — Beilagen: Eichener KamMrvdlStter, LreirlüM fßt den Kr«i$ Sitzen. versHrpeeir -. ’vumttÜ. 1 Mk., ntert’l- jährlich 3 Mt.: durch Ab Haie- u. Zweigstellen WEtl. 9) Pf.; durch diePsft Mk. 3.— viert et- läf)ct ansschl. Beste llg. enstprech - Anschlüsse: b:r dieSchrötlettungNI A erla g, G es ch äi tsftel lebt rlV»W?siE S«iMgsnrn-r»nrS«.Verlag: Srühl'sche «niv.-vach. «.SleWruckerei «.Lange. Samstag. U. Zr I 9 tf Aiiuui/me e«n Lazeigc.t die Tageenummec> zum Nachmittag vorher, Sellenpreste: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 2b Pf., b. Platzvorfchrist 30 Pf., sürReklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschristlester: Aug. Goetz. Verantwortlich psßfcheSkdKts: §rankft!rt a.M. H686 Vankverkehn ßetsm&cfcairt Sichen für Politik u. Feuilleton:- Aug. Goetz; Stadt und Schristiettung, GrschSstrstrlle u. Druckerei: Schulftr. ?. Land, Vermischtes u.Ge- r?chts!aal: Fr. R.Zen,; AnzM^enteil: H. Beck; amtlich in Gießen. (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 13. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nu pp recht. An der flandrischen und Artois-Front war in mchercrcn Abschnitten bei guter Sicht der Feuerkampf stark. Feindliche Vorstöße östlich von N i e u p o r t, südöstlich von Upern, bei Hulluch und südlich der Scarpe wurden zu- rückgesch lagen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Wieder war die Kanrpftätigkeit der Artillerie in der westlichen Cbanwagne erheblich gesteigert. Auch auf dem linken Maasufer erreichte das Feuer abends große Heftigkeit. Auf der Höhe 391 nahmen Sturmtnlppen im frischen Draufgchen die vom Feinde crm 8. Juli zurückeroberten Grüben wieder. Die Besatzrmg wurde niedergemacht, ein Teil Gefangene zurückgeführt. Die von uns in den Kämpfen am 28. Sinn gewonnenen Stellungen in 4 Kilometer Breite sind einschließlich ihres Vorfeldes damit wieder voll in unserer Hand. Trotz heftiger Gegenwirkung brachte ein Erkundungs- vorftoß hei Prmnry uns Gewinn an Gefangenen und Beute. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Die Lage ist unverändert. * In zahlreichen Luftkämpfen verloren die Gegner s i eb - zehn Flugzeuge, zwei weitere durch Abwehrfeuer. Oberleutnant Ritteir von Tutjchek. der am 12. Juli zwei feindliche Flieger zum Llbsturz brachte, errang gestern durch Mschntz eines Fesfelbaltons den 16. Luftsieg. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern. An der Düna, bei Smorgon und an der Schtschara war Die Gefechtstätigkrit rege. Auch westlich von L u ck lebte sie infolge eigener Grkun- dungsvorftötze zeitiveilig auf. Südlich des Dnjestr find an mehreren Stellen der Lammca-Linie russische Angriffe zum Scheitern gebracht worden. Av der Front des Generalobersten Erzherzog Josef nick bei der Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls vonMackenfen drangen nach starkem Feuer mehrfach feindliche AufklärungS- Eeilnngen gegen unsere Stellungen vor. Sie find überall angewiesen worden. Mazedonische Front. Oestlich der Bidze Planrna löste ein erfolgreicher bul- garischer Vorstoß örtliche Gegenangriffe der Serben aus', sie schlugen verlustreich fehl. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 13. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Ter lebhafte Feuerkampf in der W e st - 6 h a m p a g n e dauert au. Im Osten hat die Fettertätigkeit Mischen Z l o t a L i p a und Narajowka zugenommen. Südlich des Dnjestr ist die Lage bei kleinen Gefechten südlich von Kalufz unverändert. In das regeH-ose, nrrercstrickliche Durcheinander der letzten Tage ist ein Lichtstrahl gefallen, der uns Beruhigimg gibt. Bevor der Reichstag Voreiligkeiten begeht, vernimmt er jetzt, oder wenigstens seine hervorragendsten Vertreter, die Meinung .Hrndenburgs Und Ludendorffs. Mau sollte meinen, das würde überall als befreiend oder wenigstens als gerecht betrachtet werden, denn auch der zielbewußteste Abgeordnete «um über die Ansichten der kriegserfahrenen Heerführer doch nicht einfach die Achseln zucken. Wir meinen, es mußte jedem Volksvertreter dringend erwünscht sein, bevor eure ReichAdyrgsEntschließung vom Stapel gelassen wird, die beiden Männer einmal zu hören. Uni die Aussichten der weiteren Kriegführung ^n beurteilen, gehört ein wenig Sachkenntnis da^u, und schließlich sind sogar die politischen Schlußfolgerungen, die zwei so geniale Soldaten ziehen mögen, immer noch wertvoller als die Grfahrnngs- und Entschlie- ßnngssätze der Abgeordneten Hinz und Kunz. Es gibt aber Leute und Politiker, die Hirldenburg und seinen Gefährten am liebsten ganz ablehnen würden? Sonst würde z. B. die „Fvankftirter Zeitung" nicht folgenden Satz schreiben: „Tie Entwicklung der -aa-nzen Krise und ihr Ausgang, wie er jetzt durch das offene Eingreifen von Instanzen herbeigeführt zu werden scheint, die bis vor wenigen Tagen in dieser poetischen Angelegenheit nie öffentlich genannt wor- rden sind, bedeutet unzweifelhaft einen Erfolg der politischer! mnd sozialen Pcrrteien und Elenrente, die seit Jahr und Tag mit bekannten Mitteln und mit wachsender Heftigkeit den Kampf gegen den Reichskanzler geführt haben." Also auch Hindenbnrg und Ludendorff werden jetzt von dein Blatte unter die .i:oentschen gestoßen! Fragt man aber bei diesen Dingen 't einmal nach dem Volke, dem erirfachen, arbeitend-ii, an charrenden und kämpfenden Volte, das sehn- suclusvoll i-ii« Kriegsende erwartet, aber in seiner Mehrheit doch lveiß, daß es Vertrauen fassen muß in die Füh rnng des. Reiches, die es iricht vergeblich kämpfeu lassen i-arf, sondern die nari-on-olen Interessen dabei ab wägt? Es nur Wenlge, die danach schreien, es müßten einfach- die Waffen nredergelegt werden. Die meisten schöpfen ihre Beruhigung, ihre Vorsätze, tveiterhin die natiormle Pflicht zu erfüllen, doch daraus, daß kundige, erfahrene Männer an der Spitze genau abwägen, was sich durch den Kampf und Krieg erreichen läßt uno was nicht. Immer noch soll ja das Wort gelten, daß wir jetzt Deutsche sind und keine Parteien kennen sollen. Fragen wir aber einmal offen, Wern das deutsche Volk mehr Vertrauen entgegenzubringen geneigt ist: Hindenbnrg oder Bethmomn Hollweg, so wird sich wohl alles in Dankbarkeit und Verehrung um den Helden von Dannenberg scharen, der von weltgeschichtlichen Erfolgen gekrönt ist, während das schlichte Haupt Bethmanns allenfalls' vom milden Schein strenger Beamtentüchtigkeit und der Reinheit und Unbestechlichkeit seines Wotlens verklärt wird. Es scheint, daß sein Rücktritt unnnttelbar bevorsteht. Die Berliner Blätter, deren Aeußernngen wir nachstehend wiedergeben, singen ihm alle schon Abschiedslieder. Und toenn ihn die Gleschichte auch noch nicht für „schuldig"" erklärt hat und man ihm außer dem rechten Vertrauen auch alle möglichen Sympathien entgegenbringen konnte, so lvar's doch hohe Zeit, dajß die Luft gereinigt wurde. Große Parteien, wie Zentrum und Nationalliberale, sollen ans direktem Wege den Kaiser haben wissen lassen, daß sie den derzeitige:! Kanzler nicht mehr für geeignet hielten, für das Deutsche Gleich den Frieden abzuschließen. Darüber wird später mehr zu reden sein. Es liegt eine Beruhigung darin, daß jetzt nichts geschiehst bis die Krone ihren Entschluß gefaßt hast der von weittragender Bedeutung sein wird. Alle Organe, insbesondere auch die Volksvertretung, haben bei der Krisis in ausreichendem Maße mitgewirkt. Wir denken, es kann jetzt nichts Falsches beschlossen werden. Daß Gras Hertling etwa j Reichskanzler werden wird, daran glauben wir nicht. In der ^ache der Kriegsziele, in der Beurteilung unserer künftigen Aussichten, wird es wohl jetzt eine Klärung geben. Hoffen toi!', daß es dem Kaiser und seinen Beratern gelungen sein möge, für die Ziele, die wir erreichen wollen, den befähigten, freudig schaffenden obersten Schrittmacher zu finden! Möchte jetzt vor allem viel dafür getan loerden., die Unvernunft der Leute zur Ruhe zu bringen, die da. glauben, eine hmmme Tat zu verrichten, wenn st, rufen: „Nieder mit dein .Kriege!" Denn das sind die Kriegsverlängerer! Sie sitzen glücklicherweise nur in Öemften Minderheiten über das Reich verstreut; «s sind die Schreier der sozial demokratischen Arbeitsgenreirrschast. Nicht einmal Scheidenrann stimmt in diesen Schrei „Meder mit dem Kriege" ein, denn seine Partei hat die KriegS- kredite bewilligt und wird sie hoffentlich auch jetzt wieder bewilligen. Ihr, der sozialdemokratischen Partei, dann vorzuhalten, daß sie für die Fortführung des Blutvergießens, der „Völkerschlächterei"", eintrete, das bleibt einigen Prinzipienhelden Vorbehalten, die nicht sehen wollen und nicht sehen können. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 13. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e.st l i ch t r Kriegsschauplatz. In Rumänien und bei der HeereSftont des Generalobersten Erzherzog Joseph lebhafte ftrndliche AufflärungS- tätigkeit. In der Lo mnica-Stell u ngd wurden mehrere russische Vorstöße adgewiefen. In Wolhynien losten unsere ErkundungSabteilungeu stellenweise lebhaftes Geplänkel aus. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Gcneralstabes. * 4- berliner blätter über den bevorstehenden Rücktritt des Reichskanzlers. Berlin. 14. Juli. Wie die „Tägl. Rundschau"" hört, ist das A b s ch iedsgcsu ch^es Reichskanzlers bereits angcnwm- men worden. Auch andere Morgenblätter ertvahnen, daß die Nachricht verbreitet sei, der Kaiser habe das Entlassungsgesuch des Kanzlers genehmigt, fügen aber Meist hinzu, daß eine Bestätigrmg noch ausstehe. „Berl. Tage bl."" schreibt: .Herr o. Bethmann Holltveg geht. Diese Tatsache ist nicht m-ehr pveifelhast. Wir glauben, daß das Entlassnngsgesuch, das er einreichte, bereits angenvmmtn ist. Der Reichwkabzler. der ihn ablöst, imrß durch seine Person und smortige Taten die Gewähr bieten, daß er entschlossen ist, den Verltcindi- gungsftieden vorznbereiten und de rVolksvectretung das volle Recht der Mittegierung. Riitvermttlvo'rtnng und Kontrolle zu verleiben. Die „T. Tagesztg." sagt: Lange genug hat der Alb seiner lBetbmamrs') Unfähigkeit das deutsche Volk ain Atemholen verhindert. Die Erstickungsgefahr war nicht mehr fern. Wie Beth- mcmn trotz seiner Worte: „Freie Balm jedem' Tü'chtigen^ eben >n!t seiner Person diese Bahn versp.rrte, so stand er mrch trotz allem eigenen Frwdensbedl'irsnis quer im Wege, auf dem der Fnede daherschreiten nurß. 9Lach -der „G e r iiran i a" dürfte die Entscheidung über Herrn v. Bethmanns Nachfolger kmnn in 24 Sttmden getroffen.werden können, denn selbstverständlich müsse sie. mm zugleich klare Bahn für alle Fragen bringen, die uns seit Iah rund Tag tn steigendem. Maße beschäftigt, fast möchte Man sagen, auseinaudergebracht haben, uaüttlich narr äußerlich, da die inner eGeschlossenheit, der Wilb' des deutschen Volkes, den Krieg auf alle Fälle zu einen! glücklichen Ende zu bringen, davon rmverührt und ungeschmälert bleiben. Der „Börsen kurier"" meint: Die Nachricht von der 9üt- nabnre der DeMssiorc durch den Kaiser ist zwar uoch nicht l^estätigt, aber die Vorwnrnvnsse der letzten Tage, die Haltung der Reichs' tagsparveien und die Stimnrung ttn Lande lassen sie so berechtigt xrich-cuwN- daß marschall, der sehr frisch Und gesund aussah, dankte freundlich nach allen Seiten hin. Die Parteiführer bei Hindenburg und Ludenvorff. Berlin, 14. Juli. Ueber die Zusammenkunft der Partei- fiXtmrc mit Feldmarschall von Hindenburg und General Ludendorsf erfährt der ,^8ecl. Lvk.-Anz."" werter folgende Einzelheiten: Vertreten waren mft Ausschluß der sozialdenwkva- tischen Arbeiterpartei alle FrattüMen durch je zwei ihrer Mit- glüder. Die Zusmmnenttmtt fand im Reichstagsgebäude statt. Wie den Heroen durch dsn Genepalsekunarschall und seinen Gencral- fdabsck)es eröffnet wurde, sei der Beweggrund, eine solche Konsecenz herbeizusülwen, der gewesen, daß es. für beide Teile wohl toün- schenswert erschienen sei, sich gegenwärttg jeder von seinem Gebiete aus zu informieren und informieren zu lassen. Dement- sprechend nahm besonders General Ludendorff die Gelegenheit wcttw, den Parlamentariern Aufschlüsse zu geben. Er war es fast ausschließlich, der das Wort fÄhrte, während Hindenburg nur gelegentlich, gleichzeittg bestätigend und ergänzend, eingrifs. Dann ivar die Reihe an die ?lbgevrdneten gekonnnen, um wiederum den Militärs über die twlittsche Lage Auffchluß zu geben, insbesondere, wie sie sich rin Rahmen der Kanzlerkrise gestallte hat, Hirr w-ar es, wie rrkan ums mitteilt, in erster Linie Goas Westarp, der den Sprecher mackste? Selbstverständlich kamen auch die anderen Herren zu Wort. Die Begegnung hatte etwa eine Stunde gv dauert, und sichtlich befriedigt schieden beide hftuppen in herz lichster Weise voneinander. Rücktritt des Kric^sminifters v. Stein? Berlin, 14. Juli. Auch der K r i e g s m i n i st e r von Stein ist nach der „Germania"" angeblich dem Beispiel der Mehrzahl der preußischen Staatsminister gefolgt und hat um seine Entlassung gebeten. Das Zentrumsblatt - schreibt darüber: Der Grund dieses Vorgehens der Minister sei keinesfalls in chrer Stellungnahme zur preußischen Wahlrechtsfrage zu suchen oder durch die Haltung, die der Kanz^ ler während dieser ganzen Krise eingenommen habe. Die englische Preffe zur KanzlerkrifiS. Basel, 13. Juli. Der „Daily Expreß"" erklärt, daß seit Beginn des Krieges Erzberger Bethmann mrterstützt habe. Erzberger sei heute die zweite Ratte, die das sinkende Schiss verlasse. Scheide mann habe es bereits vor mehreren Wochen verlassen. Erzberger hatte sein "Nest in der Kabine des Kapitäns, während Scheidemann nn unteren Schiffsraum legierte. Die „Daily New s"" lneiitt, ,daß die bevlorstehsnde Entlassung Bethnvrnn Hollwegs die Atmosphäre reinige und in allen kriegfiihrenden Lärr dern bederttende Rückwirkung haben werde. Der hauptansschutz des Reichstags war, so schreibt man uns aus Berlin, in Verttettmg des erkrankten Vorsitzenden Mg. Dr. Spahn, vom stellvertt. Vorsitzenden, dem Mg. Dr. S ü d e k u m, auf heute (Freitag) vormittag 10 Uhr einberusen worden. Tie Beteiligung der Abgeordneten aller Parteien in dieser Sitzung ivar wohl noch stärker als M! den früheren Sitzungen. Bonder Regierung erschienen in kurzen Mständen gegen 10 Uhr der Staatssekretär des Reichsmarineamtes v. Capelle. Reichsfchatzsekretär Graf R o e d e r n Staatssekretär Dr. Z i m - ine rin ann, sowie die Staatssekretäre Dr. Sols, Lisco und K'raetke. Die Sitzung war bevefts eröffnet, als in Begleitung des Unterstaatssekretärs beim Reichskanzler Wabn'tofse der Stellvertreter des Reichskanzlers Dr. Helfferich erschien. Der Reichskanzler selbst war nicht zugegen. Nach Eröffnung der Sitzung durch Dr. Südekum entspann sich eine lange Aussprache, die durch einen Brief des Äbg. Erzberger an den Vorsitzenden vertoaßt worden war. In diesem Brief regt Pbg. Erzberger au, über die vertraillitou Verhandlungen des schusses einen amtlichen Bericht l-erzustellen, in! übrigen aber durch eine Zensurversügung zu verhindern, daß die Zejtungen andere Berichte über die vertraulühen Sitzungen bringen. Die beid»'!! sozialdemokratischen Fraktionen und die Fortschrittliche BollsVarstei erklärten sich gegen die Erzbergersche AnregiMg Selbitzucht der Mgeordneten inrd der Regierungspertteter. mu- allem mich der Presse, sei das einzig wirksani'e Mittel ' Tw Presse würde trotz aller Zensurverfügungen Mittel und Wege stoden. usn z. B. in Lcitarttkehr oder tritt scheu Bettachttmgcu Dar- M t&m iniDaiUapaiT, mth ben ^3^mMan»cn deS LrÄchvtseS z-r geben. und Me Darsix llnngen könnten auch unrichtig lern, fo daß man mit ^amcrverftigungen nicht zu dem cm sich wünschenswerten Ziele iTt der Qeffentlichkeit MfCtÜ 1d)teic oder falsche Darstellungen zu vermeiden. Die übrt- gen Parteien traten jedoch für die Anregungen des 2ll>g Erzberaer komme nicht so sech darauf an, die eine oder ankere ^awsttetton zu verändern, sondern darauf, die Oeisentlichkeit nicht unnollg zu beunruhigen. Wenn irgendwo, so ser hier die Zensur MTtwendlg. mich zum Schutze der Abgeordnete?!, die wehrlo- allen Angripen ausgesetzt seien, wenn ihnen entstellte oder falsche Darlegungen n?uerstellt würden. Bon anderer Seite wurde beklagt, Lv8 ore VentaulickKit der Bechandlnngen viel zu weit getrieben je?, und daß inan gevide mit der Vertraulichkeit die Oeffentlicbv- kert beunruhigt l«be. Die sog. Stimnlungsberichte der Presse tonnten von der Zenlur gar nicht verftftrdett werden Man solle dav i-chrgcnchl der Presse appellieren, ein Appell, der niemals vergeblich gewesen sei. Ein wirktrcher Erfolg sei nur von einer Präventwzenlur zu erwarten, die aber praktisch unmöglich sei, namentlich angesuküs der Art von Zensoren, über die wir oer ‘^ 11C ^.'rr Selbpzncht aller Beteiligten könne Helsen . rc*™ mi ^ ,c »uh vor übereilten Beschlüssen hüten. Ein fori- ichrütlichet Redner empsahl schließlich, die ganze svrage dem loeschcntsordnimgsausschiß des Reiä^tagcs zur Erledigrmg zu überweisen. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurde vettangt, eine strengere Kontrolle beim Einlaß von Mgierungsoertretern zum ^:handli!ngssaa1 auSMÜbeil. ES hat sich nämlich herausgestellt, daß Mitglieder von KnegSgesMschaften und von Unterabteilungen. Rerürc-amts des Innern, meist jüngere Regierungsassessvren, die cu iüc Handlungen des .hauvtausschusses amtlich auch nickn das Geringste z-u tun haben, aus Neugier sich regelmäßig gerade an vertraulichen AuSschnßntzungen empfinden pflegen. Das Krregsernälirungsamtrurd seine Aahtryichen dlbteilungen sind viel- Rrihe von .LvmmÜssaren" vertreten. Es rnußte verlang: werden, daß unbeLarrrrte oder werrigcr bekannte Mit- Ä«der vvri ReichSäinterm einen Ausweis besitzen, und daß ich.-r- YlNM nur die Mitglieder von Reichsänrtern oder Ministerien zu- geiassen werden, die dazu amtlich einen Auftrag crl>alten haben. Staatssekretär Dr. H e l f f e r i ch teilte hierzu mit, er habe Vorsorge getroffen. daß nur solcl>e Regierungskonlinissarc sich zu den isrtzungen ernfrnden, die amtlich mit den zur Verhandlung ste- ^nden Fragen befaßt seien. Die Frage wurde schließlich dem .nerclrstagspväsrdenten zäir Erledigung überwiesen. .Hieraus vertagte sich der Ausschuß, ohne in eilte sachlick)c Ver- ^ ü^rhaupt eingetreten zu sein und ohne über die Frage der Berichtentattrrng einen Beischluß gefaßt zu haben, aus unbestimmte Zart. Der Antrag auf Vertagung war von der Soz-ial-- denwkratie mit RÄrksicht auf die ungeklärte politische Lage gestellt wmDen. Ein Vertreter der unabhängigen Sozialdemo traten liatte dem MrtagnngSantrag wi.dersprpchen, da es eine ganze Reihe von Fvagen gebe, die auch in Abwesenheit des Reichs rarrzlers verhandelt werden könnten. Die Mehrheit nahm jedoch den sl^ialdeniokratischen Antrag an. Berlin, 13. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Die heutige Srtzung des Haup taus schu ss.es des Reichstages wurde durch eine G^schäftsordnunasdäbutde ausgefüllt. Der Reichskamz ler ivar nicht erschienen. Anwesend waren n. er. die Staatssekretäre Dr. Heifferich, v. Capelle, Sols, Zlscv, Krätke und ZimmerinMrn. Ein sozialdemokrattscher 'Reduer beantrag^ gleich zu Begrrrn die Vertagung. Tie vmirische Lage sei noch ?licht so geklärt, daß die Regierung zit den crnfgewcwfeiven Fragen Stellung nehnren könne Staatssekretär Dr. Helfferich erwiderte, der Michs- kanAer sei durch audeve dringende Geschäfte am Erscheinen verhindert, und die übrigen Staatssekretäre seien bereit, den Verhandlungen zu folgen und auf etwaige Fragen ein zugehen. Der Antragsteller erklärte sich von dieser Antwort nicht befriSft-gt, da dem Reichskanzler eine besrirmnte Frage vorgelegt sei, auf die der Ausschuß eine bestimmte Antwort erwarte. Sonst hätte die Berhandlirng keinen Aweck .yrerMtf wurde die Vertagung der sachlichen 'Beratung be schlossen. der belgischen Küste. „Nieuwe Courant" schreibt: Der «Eche Erfolg bm Nieuport kommt überraschend. Die Engländer ovmrten 'ich urchü lange des Besitzes dieser Stellungen erfreuen. Wie mag wohl das britische Volk die Niederlage aufnehmen? (Ärgland wich nicht erwartet haben, daß Deutschürnd cm dieser Front so viel Kran eMsaltet, inn die Englä??der über die ^)ser zurückzutreiben Gefangene zu machen. Die deutsche Besetzung der velgiscl^n Küste ivar den Engländern hauptsächlich wegen der deutsa^n U-Boots-Basis besonders nne? 7 wünscht. ,'--c aa sbode" schobt: Mit sehr beachtenswerter Krast- entfalttmg letzr^i dre deutscl)en Druppe^l ihre unermüdliche Dätig- -Se'.ttrvvt fort. Die Deutschen entwickeln eine starke ungLinstratt, die zu bedoutfan'en Erfolgen fi'ihren kann. . '"L x ^ urt7C van den D a g" schreibt: In einem unerwarteten Augenblick ^errangen die Deutsckren einen ansehnlichen Vorteil bei ttveupor; ya ft ‘2 ’ Fahre lwrrscküe an diesem Fronlabickwitt Rul-c. Der denn che Angriff betoeist, daß die deutschen Truppen durchaus nicht zu panzoer .Haltung verurteilt sind. Dr Achmeo Einin Bey ^verdolmetschte gewandt vre gehaltenen Reden und brachte dem .Hause Ullstein ben herzlichen Dank für me liebenswürdige Gastfreundschaft dar. Be r n Tie Lage in Rußland. Die ttämpfe in West und Gft. Berlin, 13. Jnli. sWTB. NichianTtlich.) In Flau- o e^rn zeigt sich de?: Gegnet infolge des erfolgreichen Vorstoßes am 10. Jul: beunruhigt. Jir den frühen Morqen- stfinden des 12 Juli stießen englische Abteilungen östlich Nreuport vor: sie rvurden unter blutigen V e r- ™ l-l U e J° i e f e n. Vrehvere Gefangene und einige -'.'Lchchtnengowehre blieben in unserer Hand. Ebenso brachten wrr bet nnem Patroutllrnigefecht tvesüich Wonnen Gefangene em. Wertere feindliche Erkuudnngsabteilungen, die nach .utzern Feueruberfalt in der legend von Wntschaete vorni- gehen verfuchpen, wurden mühelos abgewieserr. Attch in der IS. zum 13. verfolgten mehrfach feindliche Bombe?tobwur7e hinter unserer Front in Flandern, konnten leooch kernen Scl>aden anrichteri. «rras fr on, „--rweudete der Gegner ergeb- Niolos erne große Anzahl von Granuten gegen Misere Batte- rien rm Abschnitt von Sonchez und Arras. Wir beschossen inrt erke?inbarem Erfolg die Bahnhöfe voii Noeux-les-Mines Jenckluh-^Patrimillenvorstößc >v«stllch Hnünch, sudlrch Qllemit schciter-ki, in unserer ^r AiS nef ro nt nubm der Gegner in den frühen ^corgenstuudru des 13. ffnli unsere Stellungen südlich ^rlmn z>v«rnc r: F r o n t zu neuern. ^-ie bleibt cmdaiiernd kritisch. D-er Sonderberichterstatter oer „Läiln 1cen>s" bezeichnet als bosmungsvolle Zeichen bic Wahl scheidses zum Präsidenten des .Haltptaussck'usies des murmeyr auseinandergegangmien Lllnn'wchcn Koirgresses der Arbeiter- und ^oldatenverrreter, rerner die airgeftrebte inid teiliveisc burck-ge- der zahlrcnck^n Sozialisteirgruppen zu einer ge- schloi,enen Partei. Als Anzeichen weiteren Ilnfmedens bezeichnet - -Ackere? des ersten Ncni chrnengeuwhrregl.ine?its, als ö ' Bereyl. g-ew-mc Geschütze an die Front zu brrrngen, mit der teuntovovtzte, die vorläufige Regierung zu stürzen, sowie Kronstadt uitb die schwierige Lage m lj } l ? 11 a ,l v ^-Wcheulend habe die sircursche Regieruirg auf das r-vi 1 ^ 11 r .A^l>LitLr- und Soldatenrates, sich an den Kriegs- anlerhen zu oeterlrgen, gefordert, daß Finnland als Bürgschaft dafür me niljimien Teleg-oavhen und Reaierimgsgebäude sowie die Län- oereren erhalte. . -l^ldwng des Sonderberichterstatters des „Daily .cewv hatten iic Annen, es al-gelehnt, den russischen Soldaten und de,? Rubel Wareir zu vertäuten, u*rs zu einem ^ nTriilH tuchen farme. Tw ffernnmen weigerten sich, in ander an ” C f 1 , ni1 - *• Truppenteileil zu dienen, was derzeit ganz uit- durchuchrbar )tellung von Flugzeugen beschäftigt. Die Erzeugung nimmt fo U.t letzt bmntat so .p-oß rote vor ehicrn Jahre Z DLXi) ,l€ komit so groß sein, wie im April. Äs. von Flugzeugmotoren ist schon in diesem ÄÄ t 5'^pelt worden und sie wird, ehe das Jahr m st, nochmals verdoppelt werden. (^tn Entscheidungstag in der italienischen Kammer fo r '1L° r r Kammer. Bei der Besprechung wLT/ mflL3 ? n Hauslxrltszwvlstel sagte Boselli u a als Antwort am den Sozialisten Trrves: Wo es kein Vaterland'gibt kann'^ke^?^'s?Ä^^ .keine Freiheit. In unserem Laude J Mlttarbtktalur entstehen. Ntentand null eine solch- ^ "tragen. Italien, das die Fahne m Wmde bn lLchlachten entfaltet iyat, wird sic nicht wieder SrS! fnra s Cn ?° C ^ü 1 Dlftnnphe der Rechte unserer nationalen innerer t? stimmen diese Bert rau ens t ages ordnim g an und bewilligte vie vorlmmgen HaushallsMölftel. ^-^"gie on. Die Wein-Preise. 3E- (WTB.) In einer Antwort des ^V^^uZlers auf eine Anfrage des Roichstagsuboe- Ldneten Becker-Hs ssen Mßt cs^ Maß^hmÜr mir - !?“ .¥w*BeflaItun8 beim Wein durch nicfit 3r.r= I f7rr>f > w ^ erc i f cit «u^iuirten, sind zurzeit •nv wLf? *■^ genommen Wepen anderer Anregungen ihweben Crwä^','?gen. Weinpreissteige, unge.r * ^ Stnttgnrt 13. Jnli. lWTB.I Der König hat. wie der „^iLat-a,,,cigcr berichtet, das Justizministerium ermäch. s^.?'Ü'"5r''rau,ten. di eim Besitz der würtiembergj. ,n ä ^E^NÜ-hor'gkeit sind, die Führung de-. Bezeich- Berfck>ollen, ,ymt d^s Biautigams infolge des Krieges unterbliebe» ist. Türkischer Besuch in Berlin. E den, Verlaghaus rm, Rudolf Mvfie. lUrtrr Führung me^crI. Brriretec der Redaktton, des Berlaas mid der Druckerei besititiqten ,u. , verwnedenen Äbt.-ilunge» des .vanses. Fm vmm- Anm g -chcrl io„rdcn sie vom Chefredalteur.d« „Berliner Lolala,^«)" bn rmer Taue türkischen, >lajic init einer l-eriüicheo ^Etgtm hieraus mchocre technische RLrme^Lin E , E? °?»de,l türkisch«, .-denen m.fMnomn^^!. trat,.wurd^ im Lause des Besuävs klischiert roob.ü fftm»« -.fr«» et,- rvm 1 ^? 1 ^lahtens vorgefuhrt Ivnrden In dem Ka,mo tsv l^Ilslrnn-Dauses sand nach einet BesrMiauua SW« des grasten Betriebes E> nÄRn ^ Gaste der ,zertrgstelllmg per , R 3 am t I Imtta. cin Frühstüü statt, bei dem Direktor BenchM. einen tver-Ji^ni * _ c. .z 010 l 2° l ■ ®au«i Aus Hessen. Q\m Vorstellmrg des Vervandes der Lichtfpiel-Thrater Bescher voll yessen und Hessen-Nassau des Innern von Hombergk ersuchte um H bt* die Plakatbilderreklame der Lichtspieltheater vcmber 'ioü ^Ebnung des 18. Armeekorps vom 11 51„ wmg heißt es" der ablehnenden Anttvort dxr Regse- 'Ä, Soi'öErbot war nötig. loeif Hessen eine 1 lirnnn M U ’- wiivit mcht die unmittelbare Der- Ä C in. '^udlmigen in Frage kommt, im 0ftgenjatz zu beüelende^ftw^^ vorab Preußen) nicht keimt. Der votier dnrwÄ Einwirkung m Güte lMte das Mißkickw, E i ini> n . It,ucr dem ivmrschenswerten Ligtbntv ,a, sulren und belastete Me PolizeibebörM- in einer Zeit angesttengteiter Tätigkeit aus wichtigeren Gebieten mit en!!^ Fülle Hrf” C be^ e ^1 eft^E rUT ”" gpU w u GtVti& ’ ibmrgm Hinsicht. wa nun m den benachbarten preußischen. W*Lfll?( aUr ( t ru 't* n bestehenden polizeilichen Befugnisse die Äirfun'51hm, X tä ÄÄ" ei ' tatsäcknich (K-icttint wurde, und e augj in Bayern durch Vermgung des ltellvertretenpen Grneilft- kvmmarrdvs I. Bayrtschen Armeekorps vom 7. März 1916 das Auch lagen oder Ausl testen von Plakatbildern ohne jede Einschränkung vrwboten ch faun rmc gleiche Arwrduung tn Hessen rächt M ond.re Hatte gedeutet nwrden. Sie ist es aber auch tatsächlich nicht- T ^ ift *Z lVl Vlwerrellame auf gewesen" ^ Licht spiel Häuser ohne reden nenne nswetten Einfluß Leutkmirngel in drr Lündwirtschat. Auf Grund emes Gutachtens der Landloirtschaftskam-- nT C \rl r b «'' ^^Vherzootum Hessen, das die in einem Antrag 2""^ Enthaltenen Angaben des Abgeordneten b'ttatmt, hat die Großh. Regierung das achtzehnte Armeekorps ersucht, zu veranlassen, daß alle ar- arbensverwendungsfähigen Landwirte die vom Heeresdienst^ entlassen werden, ihren heimische n iVrYrnrh” V* 1 ^ V-l 11 ^ c 11 Betrieben und nicht Jndn- striegebteten zugesuhrt werden. ^ Tif Besteuerung der Kttiegsteuerungszulageri »icr ***** Kam- Wir beantragen, die Großh. Regierung zu ersuchen eine Wesetzesvorlage zu machen, wonach die aus Anlaß der Kriegs- tenerung bewilligten Beihilfen und Zulagen der immittel- ® ert «I tf - n ' Lehrer, Angestellten und Arbeiter de.' Reichs, des Staats, der preußisch-hessischen Gisenbahngemetttschaft, der/Gemeiuden nrrd der Kommunal- verbände lowle der Ger,tlsthen, Lehrer, Bearnten, A!mZAl- andrer Kirchen verbände, Kirchengemeinden und anderer Reltgronsgemernichasten und Religiou^aemeft-den von Staats- und Gemerndestcuern befreit werd^ Aus Stadt «nd Land. Dießen, 14. Juli 1917. Sammeltag für -lltmaterial. Am Dttttwoch, den 18. Juli d. I., merkn oft Schüler- lanrmelkolonnen ore in BeArke einokweilt«' durchfahren, nrn das irtMtschen in 'dort Haushalttm^m wtedec nugegangene Mtmaterftrl abzuholen Dieser ^ werden An Betracht fZ Emomrtlich wiederholt ofrfl v aT i r }t tamnt vor allem: Gummi. Flasclien ^orke, Krüge, Lumpen, Blei Eisen' Blechbüchsen, Kupser, Messing, Staniol Zinn g Z liui Da es so außerordentlich wichtig ist daß n der gegenwartrgen Zeit nichts verloren aelft u^ außerdem der Ertrag der Sammlung der Kriegs Hilfe sÄs? -^uzes zugute kommeit soll,'wird dft Einwohner- ÜL, ln S& [l< ^ ,tE Ullberjtützung bei: Samnttung brrrrfk rechij«t,ges tentHn, bet abStflemrmrten ÄK*‘ gebeten $fec mm eine ffefoie MLHe o«S enuelrten im IusanimennftrÄtt: bem Ganzen m iKTUormgei&t Werse Wßitte Lonnnen Unser Kohlgemüse in Gefahr. Die Gtepfrh ObWarkschnLe schreibt hem Oberhess Anzeiger in /rnrtyberg: Der hlbläitter ab. Nach ttrr-er Zeit schlüpfen aus diesem Eihäustfreu die lrekanntan. sehr gefräßige:: Kohlraupen, die in kurzer Zeit die ganz«: Blätter unserer Kohlarten bis auf die Nippen zerfressen. Daß dadurch eine Kvhlkvpsbildlmg ausgeschlossen ist. ist selbstverständlich. Unsere sämtliche Kohlgemüsearteu «Weis; kraul, Wirsing, Rotkraut. Blumenkohl usw.) schweben also inj böchster Gesaln. vernichtet zu werden. Jetzt ist es noch sehr einfach, dieser Gefahr zu begegnen. Ein bis zweimal in der Woche lasse man die Matt-Umerseiten der >bohlvsl herzog hat am 27. Juni, dem Pfarrer Johannes Wolf zu Jujg«rheim i. Rh. oie evangelische Pfarrstelle zu Grasen- Hausen, Dekanat Darnrstuidt, übertragen. ** O b e rh es s is cher Kunftv e re i n. Die jetzige Aus- stellrmg, welche zum Terl kunstgewerbliche Arbeiten, Gemälde und RciiMrrmgen aufweift, findet allseitige Beachtung. Einige kunstgewerbliche Arbeiten und Radierungen gingen schon durch Ankauf in hiesigen Privatbesitz über. Diese Ausstellung dauert nur noch acht Tage. Im übrigen verweisen wir auf die Besprechung in unserem heutigen Feuilleton. ** Die Sammlung von Goldgeld durch die höhere und erweiterte Mädchenschule ist auf über 107 000 Mark gestiegen. Auch die Sanrmlung von Altmaterial hatte ein sehr gutes Ergebnis. Zur Belohnung und zum An- ttwrn für weitere Sammeltätigkeit gibt es schulfrei. — Das Beispiel der höheren und erweiterten Mädchenschule verdiene Nachahmung. ** Der Gietzener Haus frauen-Ve rein veranstaltet Kurse für AnfertiguiV von Schrchwerk. Anmeldungen hierzu werden entgegen genommen Montag, den 16. Juli, nachmittags von 5—7 Uhr, Mäusburg 5. — Daselbst sind auch neue Verschlüsse für Einmachgläser und Flaschen zu sehen. — Die Pfirsiche treffen Ende des Mo nats ein. ** Paßgebühr. Vom Großh. Pvlizeiamt wird uns mitgeteilt, daß die Nachricht, das reisende Pnblikum könne jetzt kostenlose Ausweise bei dem zuständigen Polizeibureau erhalten, urrrichtig ist. Es werden nach wie vor nur Pässe gegen die vor geschriebene Gebühr von drei Mark ausgestellt; kostenlose Ausweise werden nicht ansgestellt. — Soviel uns bekannt ist, genügt als Reisecrusweis auch eine Paßkarte, die gegen Entrichtung von 1 Mark erhält- üch ist. ** Die O rdn u ng in den v -Zügen. Wiederholt sind auch in der Presse Klagen darüber laut geworden, daß die Ordnung in den Zügen, namentlich rn den V-Zügen, zu wünschen übriglasse. Weu^ auch nicht zu verkennen ist, daß die tatsächlich vorhandenen Mißständc zmn Teil in der durch die Zettverhältnisse nötig gewordenen Einschränkung in der Zahl der Züge und der dadurch bedingtere starken Besetzung der Züge zu suchen sind, so muß doch immer wieder daraus hingewiesen werden, daß sie zum großen: Teil auf das Verhalten gewisser Reisender selbst zurückzu- führen sind, die glmrberr, sich über alle Bestimmungen hinwegsetzen zu dürfen, eigenmächtig und ohne Not in Abteilen höherer .Masse Platz nehmen, unberechtigt Plätze belegen, um sich bequemeres Sitze: zu sichern, in Nichtraucherabteile:: rauchen usw. Die Zug- marrnschasten und Zugreviscwen, deren Zahl zu diesem Zweck vermehrt morden ist, sind neuerdings angewiesen Word«:, die Züge verschärfter zu überwachen und gegen .Verstöße der bezeichneten Art nnnachsichtlich einzuschreiten. ** Konferenz der hessischen Bergwerksfte- t riebslertler. Am 12. d. Mts. fand hier in Gießen eine Konferenz der Betriebsleiter der hessischen Bergwerke und Salinen Natt. in der eine Reihe wichtiger Betriebsfragen eingehend besprochen :ourde. Zmiächft wurde verhandelt über die Neuregelung d > Ar beiter zurück stell":: nyen und -Reklamationen, über Ersatzarbeitskräfte und die dafür geltenden Vorschriften, über Verwiegung und Versickerung der Arbeiter. Der Meinmrgsau stau sch darüber war, wie urrmfcr, sehr rege imb lehrreich Sodann wurde über die Arbeiterauss chü sse :rach dem vertei l'indische:: Hilfs- dienstgesetz und über die bisherrgen Erfolge ihrer Tärigkeit berichtet. Auch in dieser Frage war der Austausch der Erfahrungen beson- iv>r:- nützlich. — Weitere Gegenstände her Tagesordnung Strafen di? Beschaffung van Arbeitskleidung und Schuhwerk für die Leute, den Bezug von Karbid und dessen sparsame Bewirt- sckaftung die Beschaffung von Sprengstoffen und die beso-nde- ren Gefahren der Krvegsersatzspvengstofse, sowie endlich die Kvh- l e nvenorgirng der Werke für den bevorstehenden Winter. Mit eurer :steihe von kleineren Btttteilungen schloß die girt besuchte Versammlung. ^ Reformationsdankspende. Das 400-Jahr Jilbi- laum der Resorrnation erinnert in eindringlicher Weise an Martin Luther, der als gehtiger Begründer des heutigen Pressewesens gelten darf. Er hat durch das gedruckte Wort mächtig in seiner Zeit gSvirkt. Sern Erbe wollen die in allen Teilen Deirtschlands bestehenden Erwngelischen Pveßverbände fortführen. Zur dnrch- yreifeRden Erfüllung ihrer alten und neuen ?lufgaben bedürfen sie großer Mittel. Die staatliche Genehmigimg zur Sammlung tm Spenden als Re formal ion sd an k zum Schutz und zur Erhaltung der sittlich-oeligiösen Werte im öffentlichen Volksleben der Heimat durch das gedruckte Wort i stbereits erteilt. Das König!. Kvnsistv-rrmu zu Wiesbaden bat außerdem rür den 10. n. Trin., den 12. August, die Erhebung einer Kirchenkollekre ausgeschrieben, deren Ertrag der Reforma t ivnsdan ff »ende zugute kommt. ** sparen! Mer Voraussicht nach lvird die dies- tährige Stvohernte gering toabm ©S schvint daher geboten, mit und hauptsÄckLich für Streuzware ^wsatzswffe teummv&n . Je früher die Sparsamkeit enchcht, desto lefser für^das Dnrchhalden. . Hotel Fürsten Hof, Gießen, finden Samstag und Sonntag Konzerte und hlimoristische Gesangs Vorträge statt, o •^r^A d> ^? tcl()auö Bahnhofstraße 34. ..Das Haus der betitelt sich das neue große Äesellschaftsdrama m 4 Äbteüungan, welches von ^heute bis einschl. Montag im LicÄ-^ Ipiel'ymls zur Vorführung gelangt. Maria Earmi, die große Lvagodn:, welche in diesem Filmwerk mit der Hauptrolle betraut :>t, w:w durch ihr ausgezeichnetes Spiel die Besucher in Spannung setzen. Außerdem werde:: herrliche Landschaften gezeigt. Fnr den humoriftischen Teil fiTtb zwei entzückende Filmscherze m ic zwe: Akten, verfaßt von Rudolf bet Zopp, in Aussicht gestellt. Y™ gutes Künstler-Konzert unterstützt die Vorführungen. Tie Abendvorstellung dauert von 9 bis 11 U'hr. * Das Kreisblatt Nr. 117 enthält Bekanntmachrmgeu aber: Kartvspelversorgmrg im Wirtschaftsjahr 1917/18. — Verkehr mrt Branntwein. — llnverstützung der Flachsaufkäufer. — Maul und Klauensemhe. Landkreis Gießen. ' r. Rüddings Hausen , 14. Juli. Am 1. Juli fiel infolge IGvauaftchusses unser Lehrer Engel. Er rückte mit der \ ^ 3 ins Feld. Gegen Ende 1914 wurde er wegen eines > ?vußleidens zur Aufnahme seines Berufes vorn .Heeresdienst ent- y Im Juni 1915 erfolgte seine abermalige Einstellung. l ^-wyrend seiner hiesigen Wirksamkeft hat sich Lehrer Engel di: Liebe seiner Schickkiirder, wie das Wohlwollen der ganze:: Gemeinde erworben. Die A:cteil7mlMe an dem schveren Verllrste, den die allein stehende Gattin betroffen, ist allgemein. Mit Lehrer ll'K.dvei Lehrer unseres Dorfes den Heldentod gestorben. M reseck, 14. Jrlli. Am Sonntag sinder in Wieseck, ^ Lvrrtschaft Dorfeld, ein Gastspiel des Bichapester Orph«unr-Thea- ^ters ftM. Das Progranem ist vielseitig. Fräulein Barbara, die nugar:, che Zarcherkünstlerin, lvird durch ihren originellen Zauber- .Heiterkeit erregen, sotvte ebenso Fred Knieges H:mde- und Rassetauben-Dressur. Was die vierbeirrigen Künstler leisten, r,t staunensivert. Hervorzuheben ist iroch Herr Herttg in ,einem Gleichgennchtsakt. Der Huwortst WaLen wird die An- ue,enden durch seine Original-Vorträge erfreuen. Den Schluß des Progranuns bildet der großartige Detektiv-Schlager: „Der- ge- Mselbe Mann". Kreis Büdingen. ** Büdingen, 14. Juli. Daß uock; gemünztes Gold :^cr,deckt,gehalten wird, daffrr haben wir üt den letzten Tagen wieder ein Beispiel göhabr. Unter der Hinelrlassenschaft eines im Mathil- ben-.Hospital verstorb. reisenden Handlverkers fanden sich 100 Mk. bar in Gold, sorgfältig verpackt und wohl verwahrt. Der Betrag trmrde bei dem /hiesigen Postamt untgeivechselt. ** Budinge n, 14. Juli. Das hiesige Käeisamt gibt bd- tarr-nt: Die lebhafte Beteiligung des Publikums an den letzten H o l z v e r st e i g e r n n g e n läßt erkennen, daß iroch erhebliches bedarf nach Brennholz vorhanden ist, der zurzeit mangels Arbeits- trasten, auch, weil ein jetziges Schlagen von Holz überhaupt nickst angängig ist, nickst gedeckt werden kann. Ta auch der .Kohlenbedarf nur zu einem gerirrgeu Teil voraussichllich nicht zur Hälfte einge-> deckt werde:: kann, ist äußerste Sparsamkeit mit Brennstoffen am Platz. Wer übermäßig se::ert, muß es sich selbst Mschreiben, wenn er :m Wlltter nichtjs zu brennen l>ai. Vpr allem müßte noch viel mehr Holz gelesen rverden. Hierdurch kann sich mancher Vorräte beschaffen, der nicht in der Lage war, die hohen Holzvreise zu zahlen. Kreis Schotten. Fe. Vom Bogelsberg, 14. Juli. Die Eierablrefe- r u nge n im Kreise Sckiotten bis zum .'40. Juni d. Js. haben das erfreuliche Ergebnis gehabt, daß eine ^lnzahl (penwinden weit über die vorgeschriebene Adenge geliefert habe::. Be: einigem guten Willen und der vorausgesetzten patriotische:: Gesinmmg der Bevölkerung^ ergibt sich hieraus, daß die Erfüllung der Eierabüefe- rnugspslickst dirrch die ei:rzelnen .H-üh:verk-alter durchaus möglich ist. Eigentümlich berikhrt allerdings folgender Fall: der Ver- trauensnrarm ftn diesse:tig«n Kreise hat vom 1. Juli d. Js. ab die .HerabsetziQvg der von der Gemeinde jetzt noch zu liefernden Eierzähl beantragt, weÄ sich der Hühnerbestand der Gemeinde uw fünf Hühner verringert hat. Kreis Friedberg. ** Münzenberg, 14.Juli. Früher ward hier Torfge- grabeu. Im Distrikt „Bre::!", Brüel, längs des Wetterbäches, eurem sumpfigen Landstrich, der vom Hochgraben durchzogen wird, komntt Torf vor, der getrocknet eine gute Heizkraft besitzt. Er wurde von Privatleuten für den eigenen Bedarf auf eigeutümlichem (tze- läude gestochen, und man benutzte dazr: außer der Hacke und Schippe auch einen besonders geformten Torsspaten, von dem noch hier urch da mZbäünMrberg ein Stück ftr einer alten Ecke liegt. 9tuf den: Gräflich Solmsischen Gelände aber baute man den Torf in größerem Maß stab ab, trieb mau die Torfgewinnung gewerbsmäßig und verkaufte die getrockneten Torftlötze. Vom Salzborn aus legte man durch eine Sumpfftielle einen chaussierten Weg an, der bis zum sogenannten Torfhaus führte, ,tw der Torf gestochen und an der Lust getrocknet ward. Jetzt im Weltkrieg, nw die Not an Manu geht, besinnt man sich auch in Münzenberg tvieder auf die alte Zeit und hat schon davon gesprochen, das Torfgräbeu wieder aufzu- nehmen. Es ist aber bis heute bloß beim Reden geblieben, die nutzbare Zeit verstreicht und wenn man nicht bald mit der Tat anfärlgt, wird's aus dem Tvrsgraben für dieses Jahr nichts! - Vilbel, 14. Juli. Unteroffizier Wilhelm G i e g e r i ch von frier, der bereits mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet war, erhielt jetzt das Eiserne Kreuz 2. Kl Hessen-Nassau. ^ Biedenkopf, 13.Juli. Ms der Höhe zwischp: den Ortschaften Simmersbach und Roth steht in freien: Felde ein einzelner Buchen bäum, das sog. „Brvchclchen". Es ist dieses der Ort, an dem Philipp der Großmütige, als er auS jahrelanger, schrnachvoller Gefangenschaft in den spanischen Niederlanden »nieder heim kehrte, von feinen treuen Hessen mit Sehnsucht erwartet und Mbclnd empfange:: »ourde. In der Erinnerung an dieses, mit unserem Hessen Volke verknüpfte hiswrffche Ereignis, hat inan bn der Buche ein steinernes Denkmal errichtet, bestehend aus einem ca. 17* Meter hohe::, 4eckigen weißen SaTLstein, auf dem die Bedeutung desselben in eirtsprechender Weise zu lesen fft. Die Vorderseite des Steines zeigt in: Bilde einen alte:: hessischen Bauersmann. Dieses Denkmal Nim, das die Nachwelt sprick-wörtlicher 5>effen- treue errichtet hat, ist neuerdings von erbär:nlichen Bubenhünden beschädigt tvorden. Aöit einem Werkze:nf, anscheinend Hacke oder Hammer, sind die vier scharfen Ecken des Steines abgeschlagen, sowie mich der Stein sonst beschädigt worden. Unsere Polizeiorgane', sowie auch jeder Privat»nann, würden sich den Dank rveiter Kreise verdienen, wenn es gelänge, den oder die Denkmatsscharrdcr ans- fürdig zu machen, um diese Rohlinge einer der Tat enffprechenden Strafe zuführen zu können. mr. Fran kfür t a. M., 12. Jüli. Der Magistrat beabsichtigte in den letzten Tagen die Einführung einer G e m ü s e k a r t e, um eine gleich mäßige Bcrteilmrq des Gemüses und Obstes aa: d:e' Bevölkerung herb-eizuführe::. Dieser Plan wurde aber bald a:ifge- qtbai, da man einsah, daß eine. Ratnnrievmrg des Gemüses und Obstes sich nicht durchführen lasse, da man eine Gewähr für das Vorhandensein von Wäre nicht übernehmen könne, zmnal die meisten der Lieserumgsverträge durch das hessische Musftrhrverbvt hinfällig getvoedon feie::. Es sollen jetzt zuverläffige Meinhändler mit dem Verkauf des von der Stadt eingekauften Gemüses und 'Ollstes betraut werden, um möglichst alle Schichte:: der Bevöllwmig' mit preiswertem Gemüse zu versorgen. ^ Oberursel, 12. Juli. Auf seinem hies. Kärtoffelstück über- vaschte ein Landwirt in später dcachtstunde zwei Bommersheimer Fvauen, die eifrig Kartoffelbüsche auszogen. Es kam zu einem vegelrechten Kampf, in dem schließlich die Weiber :r7tter Zuriick- lassung ihrer Beute die Walstatt räumen nmßten Hart war es aber bei dem Mngen zugegangen, denn am nächsten Marge:: fand nwn auf dem Fell Kleiderfetzen, einen Rosenkranz, einen Schlav pen. einen Haarbüschel, und als besondere Trophäe eff: künstliches Frauengebiß. Eine der Diebffrnen besitzt übrigens neben dem geplünderten Acker selbst ein größeres Stück Land mit den schönsten Fn'chLrrtofteln. Geri«ht»faal. Ei» Todesurteil. Berlin. 13. Juli (PriD.-L-r.) Tos Tagblott" mrle bet: Das Lchwurgerlcht m Bielefeld verurteilte, einem Privat telegrammzufolge, den TffchLerNo 11 ißon^ J'öllenbock zum Tod e. fiat am 19. März die Ehesra:: Böckstiegel, deren Mann sich :n englischer KriogsgesangieuschLft befindet, ermordet. Er hatte mit der Fmai ein Verhältnis unterhalten. Neue Mülzschieber-Prozesfe. --- A s cha f f e n b u r g , 13. Juli. Die Stvastiammer verw> teutc den Bierbrauereibesitzer Karl Sorg in Maclicheidefeld wegen verbotenen Malzl-andels uiw Preiswuck-ers m 2500 Mk. Geldstrafe. 5 ?»rg hatte einem Heidingslseller Brauereibescher 50 Zentner Malz, für 3500 Mk. verkauft und mr diesem GesckiÄt 1350 Mk. verdient. Wegen des gleichen Vergehens wurde der Brauereibiesitzer Heinrich H e i m b a ck» aus Hafenlehr M 30 300 Mk. Gellstrafe oder zwei Jahren Gefängnis velTiirteill. Er hatte sich bei dem Handel einen Gewinn von 21 916 Mk. M verschaffe:: gewußt. Augsburg, 14. Juli. (B. T.) Die AschaffenLnrger Strafe kammer verurteilte den Malzfabrikanten Hermbach wegen Malz-- vmchiebung n.ach Nvrddeittschland zu 30 000 Mk. Geldstrafe oder einem Jahr Gefängnis. 14. Juli. (B. T.) Im Prozeß gegen den Lanb^ Ichaftsrat Tiletz lvegen Höchstpreisüberschreitung erkannte der Ge- rrckktshvs. inden: er zwei Fälle von Fahrlässigöeit annahm, ans 61.>0 Mk. Geldstrafe. Der StaatsanTvalt hätte unter Freisprechimg im Hauptpunkl der Ariklage 9000 Mk. Geldstrafe beantragt. Leipzig, 14. JMi. Das Reichsgericht iyax die Revision des Grasen Ignaz von Ncielozinski, der am 30. März in Posen wegen Höchstpresübersckneiitung und KriegSwitchers bei Gerstelieferung« zu fcckfs Monaten Geängnifs mrd 426 420 Mark GelNstrafe verurteilt worden war, verworfen. Vermischtes. Kop e n h a ge u ^ 14. Jwi. iPrivattelegr.) Berl. DL. v-uStockholm: Die Stadt HapavLitda wurde vmr einer großen Feuersbrunst heftngesiuicht,d:rvck? dieeftrgrvßer Teil der ^ t a d t vernichtet wurde. Das deutsche Mmsulat und das Felegraphenarlch die inmitten dieses Stadtteiles liegen, wurden f woch gerettet. Z wei Kinder kamen ums Leben. * Rangoon. 12. Juli. (WTB. MckchmvLich.) Das Schiff der Brftph Indio Line „Ghilka^, das am 30. Juni von Madras nach Rmrgoon abgegairgen war, geriet in Brand irnd mußtL preisgegeben :verbe::. An Bord befanden sich 15 Europäer und 1600 1700 Deckpassagiere. Man hat noch Li:w weiteren Einzelheiten- doch Hecht es, daß viele Meiffchenbeben verloren gegangen find. Witterungsbericht. (OeffentlicherWetterdienst.) Zunehme::de Bewölkung, :wch meist trocken, warm, Gewitte» ueigimg. Letzte NttcÄe'ächteir» Fliefierkämpfc im' Ober-Elsaß. Basel ,13. Juli. Am Mittwoch tonnte mau von erhöhten Stellen der Scknveiz aus eine schr lebhafte Flregertätigkeit beobachten ypi uorcnveslluher Mcktung von Basel konnte man leb- frafte Luftkämpse seststetten nnb dnrtlich das Aufblitzen des Feuers der Mafchrnengewehre der Flugz«rge sehen Zwei franzöftsche Flugzeuge, derei: Benzrnbehälter leck geschossen waren, mußten frei izranker: nredergehen. Die versuchte Jnbr me Richtung, lieber KMenz gestattete mir das Mond- l:cht den Rhe:n zu erkennen. Bon Koblenz bis nach Düsseldorf rE der Gllitschern der Fabriken die AtmosplKre und bald erblickte :ch regelmäßig angelegte Fabriken, die wie Schoko lad etafeln unter mrr lagen. Etwas spater tauchte im Lichtschein Essen imtetf mir auf ^ch lnahlte den rOt mrr, der am dichtesten a&erbrtm tcfnen und warf aus 2000 Meter Höhe in Zell räumen von 10 Se- kEerr 10 Bomben ab. Auf dem Rückweg mirrde ich bei Düssellorf a:^ 5 Batterien beschossen. Ich flog immer den Rfrein enttang und dann im Nebel wieder nach dem Kompaß. Der Rückflug war besonders ermüdend. Ich war froh, um 4 llhr morgens wieder in memem Standort einzutreffen. Aus der französiickfen Äanrmer'. . ' 13. Juli. (WTB. Mchramtlich.) Lyoner Blätter mvl- svanzofische Kammer hat beschlossen, von nächster Woche an täglich Lochungen abzuhalten, um das Gesetz über die Ernkom - mensteuer- :rnd das Gesetz über die Kriegswaistn uockf :wr de:: Ferien, frte )wahrscheinlich anfangs dlugust begiirnen weckwn, annehmen zu köTMeu. Bivioni erklärte, eine weitere Verzögerung der Annahme des Einkonnnensteuerg-esetzes ivirrde die Durchs:,imune des Gefetzes wieder um ein Jahr tzinausschirben Der Senat erörterte die Frage der Flußschiffahrt in Frank- reich. Herrwt Mkwte m einer langen Rede aus. die dringendste Maßnahme fe: die Sclnttbarnmckncng der Rhone zwrscben Lyon und Genf. Man gosvatte hierdurch der Schweiz, sich der wirffchaftlichei: Beemflnsfimg durch DeutsMand :nehr und Ehr zu entzielien Deutschland Ifabe nrttten un Kriege sein KcmaLnetz in Mitteldeutst!' - la::d rmrchgesührt :rnd es werde :oobl auch bald au die Fertigstellung des Mittellandkanals gehe::, der die rheinischen Jndvstrie- gebrete rmt den :v:rtschastlichen Gebieten OstdeittschLands verbinden falle. Der Donau-Rhernkaual werde wohl gleichßckls bald verwirk lrcht werde::. Man solle sich Deutschlands Jmttattve zum Muster nehmen. Me französische Regierung müsse eine Rhone-Mittelmeer- polrttk treiben, um der Schweiz einen SchiffahrtSweg über Mar- !E nach dem Orient zu eröffnen, sonst werde sich die Schweiz nach dem Rhnn und der Donm: ,venden. D^r Senat nahm ein 0V- setz am rvouach die Seine oberhalb Paris schiffbar gemacht werden soll. Krrrnski an «rr galizischrn ^ro« Stockholm. 13. Julr. Kereaski besuchkk am 7. Juli «>i SRegrment, das die Stntc südwestlich von Brzezarch ein genommen hatte. Kerenskl war gerade anwese-rd. als die Soldaten mrt roten Fahnen zum Basonettlampf gegen einen qc- G-S-wmgrrffder Untschen nnd Türkenoorg-ngm Ueberall, so lautet die Petersburger Agenrnrmekdnng, spornte Kerenski durch ,erne feurigen Rederi de» bet ©nT- daten an. Rückzufi der Rassen an der persischen Frrmt. e j' 13 ^ u{l- "J' CTn ^ // meldet aus Kairo, daß die russychen Trlchpen von Khanikin nnd Kasr-Schirrn ch dg. Innere Pernens sich znrückzrehen nrüflen. da die russisch- VI liTcc die Fuhlunqnadme mit dem enqlischen Heer des (Vr- Maude vollkommen verloren habe. Die Berbindnng amu-. be>den Heeresgruppen sei gänzlich unterbrochen. Der -Th’,V ?n t9 gr d««t«vs betrug am 11. JÄi« Kilome," Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein heißgeliebter, herzensguter Gatte, unser einziger lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Neffe Wir geben hiermit von der traurigen Nachricht Kunde, dass uns heute Nacht unser langjähriger Beamter Unteroffizier Johannes Engel Lehrer zu Röddingshausen und Kollege Herr Fritz Roth im Alter von 33 Jahren am 1. Juli infolge eines Granatschusses in einem Infanterie-Regiment den Heldentod gestorben ist durch den Tod entrissen wurde. In großem Schmerz: Adelheid Engel geb. Diehl Ludwig Enge! und Frau Familie Philipp Diehl nebst allen Angehörigen. Röddingshausen, Nieder-Weisel, Södel (Wetterau), Darmstadt, den 12. Juli 1917. Wir verlieren in demselben einen fleissigen, gewissenhaften und pflichttreuen Mitarbeiter, dem wir stets ein ehrendes Angedenken bewahren werden. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 5330 Die Direktion und Beamten der Mitteldeutschen Creditbank Filiale Gießen. Giessen, den 13. Juli 1917. 5340 Mein lieber Mann, unser treuer Vater und Schwiegervater Bankbeamter Fritz Roth wurde uns heute durch den Tod entrissen. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 13. Juli 1917. den 16. Juli, nachm. 3 Uhr, Deutsch-Baltische Gesellschaft Mittwoch, den 18. Juli, abends 8Vs Uhr. in der neuen Aula VsvLvag ZmLMmNuUand ysn RittergutZbeßtzer Sflmo Brseduch aus Kurland. Die Beerdigung findet Montag auf dem Alten Friedhof statt. 6334 (Flttfrfftefrtrton ZUM.2 — (numer.), zu M l —u. 50Pf., iik Vorverkauf xr i * in* v bei den Hiesigen Buchhandlungen und abends an der Kasse. RBBHßaBXSQieiSH Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Julius Wagner u. Krau. Gießen, den 14. Juli 1917. 3338 Wieseck. Wirtschaft Dorfeid. Sonntag, den 15. Juli: Gastspiel des Original Budavester Orvbeum - TbeaterS große Vorstellungen ^ . Nachmittags 4 Ubr: Schüler- und Fremdenvorstellung abends 8 Ubr: Gaia*Vorsie91nng mit Großstadt-Programm. Zum Schluß: „Der gefesselt© Mann“, Detektiv-Komödie. Preise der Plätze: Sperrsitz 1 ML, 1. Platz 80 Pfg., 2. Platz 60 Pfg., 3. Platz 50 Pfg. Kinder zahlen nachmittags auf allen Plätzen die .Hälfte. Alles Nähere Lesagen die Aushänge-Plakate. üchi Zn zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 04347 Direktion Kniege. Gießener Hausfrauen-Berem Tnrrkfaaung. Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei den: Hinscheiden unseres lieben BaterS sagen wir herzlichen Dank. Uni'sse für Anfertigung von Schuhwerk. Anmeldungen hierzu werden entgegengenommen: Montag, den 16. Juli, nachmittags von 5—7 Ubr, Mausburs 5. 5332 Daselbst sind neue Berschlüfse für Einmachgläser und Flaschen zu sehen. Die Pfirsiche treffen Ende des Monats ein. Anni Mlai Ww. iitsii Kinder Großen Bnseck, den 13. Juli 1917. o-;i75 Stadt. Verkaufsstelle für getragene Kleider, Wäsche und Schuhe. Der Verkauf getragener Kleider, Wäsche und Schuhe findet täglich mit Ausnahme von Montag und Mittwoch /j Cafe Amend Samstag und Sonntag Künstler - Konzert Neuen Baue Nr. 17 von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 7 Uhr statt. Die Abgabe erfolgt nur gegen »eR.«L«»ehe 1 ne. Tie Annahme getragener Kleider, Wäsche und Schuhe erfolgt 0 Kirchstrasse Nr. 20 (Schalbaracke). UontagN und Mittwoch« von vormittags 10 bis nachmittags 4 Uhr. 04 B 2 i Hofei Fürstenhof, Qiessen Wonnabeiid und Sonntag "T 2 S 2 KONZERT 5342 Erna Ritzel Gottfried Hauer prakt. Zahnarzt beehren sich ihre Verlobung anzuzeigen Gießen, im Juli 1917. 62 b jj® m \a bb m m S V. WA » » m m m Hessische Kunst-Ausstellung Darmstadt 1917 532ÖSS Malerei, Plastik, Graphik, Kleinkunst aller Schaffensgebiete und Richtungen. Sonder-Ausstellung Ludwig von Hofmann mR - J00 Werken. Beste Kaufgelegenheit. Geöffnet täglich von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags. Eintritt 1 Mk. Schluss 30. Sept. Verbunden mit Erfrischungsstelle des Roten Kreuzes. Fremde erhalten städtische Speisemarken an der Kasse. S3KBS»SaGSBBiaBHBHSaBEBHBEBBH!BBBIMHiBBaSBBS Altmaterial - Sammlnng des Roten Kwujts! Ein allgemeiner Sammeltag mit Durchfahren der Stadt durch die Schüler-Sammelkolonnen findet Mittwoch, den J 8 . Inli dieses Jahves, statt. Es wird gebeten, die Sachen zur Abholung in den Wohnungen bereitzustellen; nur bereitgestelltes Altmaterial wird von den Schülern mitgenommen. 5328 v Rotes Areuz Gießen. Bahnhofstraese 46 Wohnungsnachweis Hausverwaltungen Abschluss von Miet- und Kaufverträgen Hypothekeuvermitjlnng Versieiierong gegen Baftpflieht, Wasserschäden osv. Ausknisltei Raterteilung an Mitglieder unentgeltlich. Geschäftszeit von 8 —l Uhr. 4987 6rnffChciIffer Wismar a. d.Ostsee! f. Ulasch.-EIokir.- Iog.,3aaivgsnisllrv. n. 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