Nr. 162 ft Siebener Lnzei-er eijdjetut tätlich, außer SBNntags - Beilagen: chketzener^amllienbiatteri Kteisbloic fßr den Ureis Gießen. Vezvgspreis: nwnatl. 1 Mk., vierteljährlich 3 Mk.: durch Mhote- u. Zweigstellen numatl. 9) Pf.:' durch diePost Mk. 3.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Üernsprech - 'Anschlüsse: sürdieSchristleitung113 Verlag,Geschättsstelleöl Anschrist für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erster Via» 9 167. Zahrgang Kettag, 15. Zin 1917 Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 General-Anzeiger für Oberheffen Vankverkehr: <5e®efbe6«rt Gießen 5ipl[ltti9$mn»6ru(f u. Verlag: vriihl'sche Univ.-Vuch- u. Sleinüruckrrei «.Lange. §chr!ftlett«ng. Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr. 7. Ani.ui,me vou . f. die TageSnuminer v, zum Nachmittag vorher. Seilenpreife: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 2b Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 7b Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf Hanptschristleiter: Aug Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge richtssaal: Fr. R. Zenz Anzeigenteil: H. Beck', sämtlich in Gießen. Noch keine Entscheidung in der Nanzlerkrifiz. (WTB.) Großes Hauptquartier. 12 Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pprecht . , Der Angriff der Marine-Infanterie am lO.Juli stellte einen schonen, großen Erfolg dar. Der 'Feind hat Gegenarrgriffe nicht zu führen vermocht ' . Die Kampftätigkeil der Artillerie war gestern inFla n- d ern , vor allem südöstlich von Mern. an der Artois-Front, bei Lens rmd Bnllerourt gestei-gert. Mehrere Erkundrmgs-Unternehmungen wurden von nns erfolgreich durchgcfüyrt. Bei Monchv stürmten Stoßtrupps eines hanseatischen Regiments unter wirkungsvoller Mithilfe von Flammenwerfern eine Reihe englischer Gräben, aus denen eine größere 2lnzahl von Gefangenen zurückgebrachr wurde. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In der W eftchampagn c gnd auf dem linken Maas- »schwerste versündigt. „Daiily Telegraph" spricht von einer .„dramatislhcn Erschütterung des ö'sse nt tuchen Vertrauens in Deutschland aus die militärische Lage". Die französische Presse beschwichtigt im allgemeinen, sichtbar tm Ein svernehmen mit den oberster: Amtsstellen, die Bevölkerung innd erklärt ihr, eine Revolution sei einstweilen in ^Deutschland noch nicht zu erwarten. Bezeichnend ist die 1 Aeußernng des „Figaro": „Ein jedes Nachgeber:, ein jedes Zugeständnis und jeder Ausgleichsversuch würde das unmittelbare Ergebnis haben, die in Deutschland jetzt beginnende Verwirrung aufznhnlten, deren Ent- miÄung für die Entente den Sieg bedeute." Ist das deutlich genug? Die Erzbergersche Formel scheirrt ja irizwischen jede Aussicht ans Annahme verloren zu haben, da im ,^entrnrn ein Umschwung sich geltend macht. Die Nationatliberalen haben sich dagegen erklärt. So schreibt die parteiamtliche „Nationallib. Korresp." „Urn unsere Grenzen, um unsere wirtschaftliche Eirtwicklung zu sichern, steckt die nationalliberale Partei das Kriegsziel weiter als zu einer bloßen Wiederherstellung des früheren Zustandes. Nur ein Friede auf solcher Grundlage könnte zudem dem Stand unserer glänzenden miluariick^n Erfolge und der Höhe unserer Opfer entsprechen. Die von Herrir Erzberger r erg.schlage ne Frie- denssorme! umfaßt eine ganz mldere Grundlage. Gerade wer einen möglichst raschen Frieden will — unb tver wollte rhn nicht? — auch nack' den bisterigen Erfahrungen einer Frredensaktion des Reichstages ztveifelnd gegettübersteten. Ob es zu einer solchett Aktion kommen wird, ist rvach dem gegenwärtigen Stand bn politischen Krisis uocl^ nicht sicher. Jedenfalls tat aber die nat. l ib. Reichstagsfrattion in voller Uebereinstimmvng mit der Partei es äbgetehnt, sich der .üriegsziclerklänrng anzuschließen, die Herr Erzberger entworfen hat." Es muß wieder Ruhe rmd Besvmtenheit eintreten. Kann es denn draußen einen guten Eindruck machen, wenn mir jetzt im Eiltempo altes tim, tvas inis Herr Wilson empfohlen hat, wenn auch aus anderen Gründen? Wollen toir angesichts der zweifellz-aften Erfahrungen, die das parlamentarische Regierrmgssystem in den feindlickzen Län- dern währeitd der Kriegs zeit oft gemacht hat, nicht einmal uns milstg gedulden, ob auf dem alten, bewährten Wege nicht ein Wechsel der bisherigen Methoden vollzogen werden kann, die sich als verkehrt herausgestellt haben? Ist dazu das parlamentarische System erforderlich- in das wir Deutsche uns doch erst eüczuarbeiten hätten, wobei es ohne Zahlung von Lehrgeld natürlich nicht abgeht? Wir haben »wahrlich Kriegsansgaben genug, uni darauf bedacht zu sein, solches Lehrgeld uns zu ersparen. Auch das Organ der bayerischen Regierung, die „Bayerische Staats- zeitung", vertritt mit Entschiedenheit den Standpunkt, daß das parlamentarische Regime uns nicht beglücken könne. Das Blatt erklärt, das Bestreben der Volksvertretung, sich ein kräftiges Mitwirken bei der Gestaltung der inneren und äußeren Politik des Deutschen Reiches zu sichern, sei an sich berechtigt, allein jeder vorurteilslose Kenner der Geschichte unseres Verfassungslebens und unserer Parteiverhältnisse werde zngeben müssen, daß eine Uebertragung des parla- mentarhchen Systems auf Deutschland eine Unmöglichkeit ist. Das Blatt erinnert an die bekannte Erklärung, die Fürst ^'smarck am 5. April 1884 im Plenum des Bundesrats zu der Frage der Einrichtung verantwortlicher Reichsmini- fterien^ abgab und worin er aussührte: . Einrichtung veranttvortlicher Ministerien im Deutschen Reiaie ist nicht anders nwglich, als ans Kosten- der Summe von vertragsmäßigen Rechten, welche die verbündeten Regierungen ge- ^E^iickig im Bundesrare üben. Die toesentlichsten Regiemurgs- rechte der Bimdesstaaten würden von dem Rcichsministeriuin absor^ bcert tverden, dessen Tätigkeit durch die ?tzrt der ihnc anfcrlegteü b erantw orlli chke i t bem m aßgebend eit Einfluß der jedesmaligen Majorität des Reichstages.unterliegen müßte. Selbst tverni es gelänge, feste Maioritäten ans den im hentigen Reichstag vorl/andenen Parteien zu bildcm, würde die königliche Regierung doch die Herstellung eines Variantenürriichen Regimentes für die sichere Einleitung zum Verfall und z-nr Wiedermtstösung des Deutschen Reiches halteir." In der Tat, dieser Worte Bismarcks sollten lvir uns letzt alle erinnern! Wir ivolleii eine volkstümliche Regierung, emen Kanzler, der im Kriege, wie wir früher schon einmal sagten, dem Volke in gewisser Weise auch ein Herold sciit kann. Die Parlamentsköck-e sollen lvohl in die Küche gelassen ltwrden, sie dürfen die Speisen versuchen intb beurteilen, aber sie sollen rms den Brei nicht verderben. Bedauerlicherweise können die kritischen Anseinaridersetzungen in der inneren Krisis noch nicht von heute auf morgen beendet tverden. Neuen ^„Stofst' bietet der „Bahr. Kurier", der einen Brief Harriacks erwähnt, deit dieser am :;0. Juni an seine sttichbe, Frau Dr. Zeller, gerichtet habe und m dem eine Unterhaltung mit dein Reichskanzler iviedei-gegeben tvrrd, die, ivenn sie sich so abgespielt habeit sollte, das größte Aufsehen machen inüßte. Danach soll nämlich schon zur Zeit der Unterredung der Kanzler von den sich überstürzenden Ereignissen gewußt und sie selbst vorbereitet haben. ??ach der Mitteilung Har uacks erzählte ihm Herr v. MüimMtn .Hollwrg bereits da- mals, er stünd^ den Leuten wie Scheideiuann, David, Heine mn nächsten, könne sich aber von dem Einfluß der Konservativen rvoch nicht ganz fm machen. Es gelte jetzt, die sogen, nationalen Kreise zu zersplittern, um freie Hand zum Handeln zu bekommen. Tie größte Gefahr, sagte Herr v. Beth- mann Hollweg, seien die Leute, welche immer noch an einen deutschen Sieg glauben. Es könne im besten Falle nur eine Remispartie geben. Die Dinge, fügt der „Bayrische Kurier" hinzu, seien zu wichtig, als daß sie verschioiegen werden könnten. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" erhielten auf Erkundigung die Bestätigung, daß dieser Brief wirklich eri- Aert. Wir können es trotzdem nicht glauben. Wollen und können nicht annehmen, daß Herr v. Belhmann Hollweg, dessen Persönlichkeit wir alle vollste Achtung sotten, solche Sätze gesprochen haben sollte. Wir nehmen an, daß eine Richtigstellung erfolgen wird. Der österreickiisch-ungarische Tagesbericht. Wien , 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautlmrl: O e st l i ch e r K r i; g s s ch a u p l a tz. In Rumänien und in den Karpathen nichts von Belang. Südlich des Dnjestr gelangten die Russen bis an unsere Lomniea-Stettun-g. Bei Kalusz kam cs auf dem Westnfcr des Flusses zu Kämpfen. Am Stochod, nördlich der Bahn Roduo—Kowel, wurde ein russischer Vorstoß abgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. Als Entgelt siir die Hrimfuchüng Jdrias durch italienische Flieger bewarf gestern ein österreichisch ungarisches Flug- zeuggeschwader den Bahnhof und die ausgedehnten Baracken lagcr bei Cividale nrit Erfolg. Auf dem Kleinen Col Bricou drarzgen gestern früh unsere Sturmilbteilullgen in die feindliche Stellung ein. machten die Besatzung nieder, sprengten große Mengen italienischer Munition tmd kehrten mit Gefangenen zurück. . S ü d ö ft l i ch c r Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Ct-ef des Eft'nkralftabes. Im Reichstag wären teufe, so schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter vom 12. Juli, obwohl keine Plenarsitzung stattfürdet. doch viele ?Lb- geordncNe amresend. um sicb über die politischen Vorgänge auf dem iaaifetibeit zu halten. Zahlreich.' Gruppen sah man in den Wandelgängen in eisriacnt Gespräch. Das Schicksal der preußischen W a b l r e ch t s fr a g e bildete neten ter Reichs kau zÜrkrisiS natürlich den Mittelpunkt aller Besprrchicngen. In sortschittltckwn Kreisen glwcbt inan, daß, meint die Regierung diesmal fester austritt als bei der letzten Wahlrechts Vorlage, eine Alehrlieit für da^ gleiche Wahlrecht int ?lbgeordnetenhause zu erreichten sein Ivird. Man rechnet mit der einmütigen Zustimmjung des Zentrmns, dtrs ja nach seil rer ganzen Vergangen l?eit für das) gleich Walstreckit enr- treten muß, und nur auf die Absplitterung einer Gruppe des rechten Flügels bei deir Nationalliberalen. Ueber die Stellung des Kanzlers hörte man, daß sie vorläufig gesich>ert sei. Vielfach; wurde aber der Meiirung Ausruck gegebenr. daß sich Herr von Bettzniann Hollweg doch auf die Dauer itftW werde halten können. National liberale Abgeordnete betrachen die Veröffentlichungeir in der Z.'utrumspresse als einen Beweis dafür, daß das Zentrum die nationalliberaleit AnschamitlMN über den jetzt gen Reichskanzler im (tonbe -vesentlich unterstütze. ?äach) IO Uhr tvurdc im Reichtag bekannt, daß Ge Führer der großen Parteien des Reichstags heute früh vo« Kronprinzen in seinem Palais Unter den Linden empfange n worden seien. Mit Interesse wurde vernommen, daß auch die Sozialdeitwkrateit durch den 2lbg. Dr. David dabei vertreten gewesen sind. Väan hörte, daß der Kronprinz die Abgeordneten zu sich gebeten hatte, lern sich bei ihnen über ihre Auffassung der politischen Lage und der Volks stimtnung zu unterrichten. Der iuterfraktionelle Ausschuß hat gestern getagt und mitb heute nachmittag 3 Uhr seine Beratungen fortsetzen. Soweit die Friedenskundgebung in Betracht kommt, ist man wohl einig, dagegen gehen die Erörterungen über die parlamentarische Regieruirg 'noch weiter und werden stwhl auch sobald nicht zu Ertde kommett, da die teer obwaltenden Schwierigkeiten nicht so kurzerhand gelöst werden können. Der Beschluß der nati-onalliberalen Reichs tags fraktron. von Fraktions wegen der vom interfraktionellen Ausschuß ausgearbeiteten Friedensentschließung nicht beizutreten, 'hat zur Folge gehabt, daß die nationallibevalc Fraktion an den interfraktionellen Besprechungen nicht mehr teilninrint, so daß der interfraktionelle Ausschuß nur mis Vertretern des Zentrums, der Fortschrittler imd der Sozialdemokraten besteht. Eine Erkrankung Spahns. Berlin, 12. Juli. (WTB.) In der heutigen FracktümZ- sitzung des Zentrums, die um 11 Uhr vormittags stattscmd, erkrankte plötzlich Präsident Dr. Spahn, nachdem er eine bängere Mode gehalten^ hatte. Me FruWomssitzung tmtrbe darauf aufgehoben. Präsident Dr. Spahn verblieb zunächst irn Fraktion szimmer. )pvei Llerzte, die Abgg. Dr. Ger lach und Schatz, bemühten sich um dem Kranken, der zunächst das Bewußtsein verloren hat. Berlin, 12. Juli. iWTB. Nichtamtlich) Die „Germania" meldet eine erfreuliche Besserung in dem Befinden Dr. Spahns. Die Aerzte stellten fest, daß es sich nur um einen -rT-chwächeanfall handelt. Tr. Spahin tvnrde mit einem ?luto m seine Wohnung gefahren und verabmiedete sch mit eitrigen Scherzworten von den ihn begleitenden Parteifreundeat. Er hofft, in eitrigen Tagen wieder im Reichstag erscheinen zu könnett. Itr Vertretung des erkrankten Vorsitzetrden hat Her stellvertretende Vorsitzende des H a n p t a u s s ch u s s r s des Reichstages. Abg. "Zst. Südeknnr (Sctz.), die nächste Sirtzmrg ans Freitag vormittag IO llhr eitrberuf«. Eine Schwenkung des Zentrums. Berlin, 13. Juli. Oärch dem „Berliner Tageoilatt^' ist die Schwenkung, die sich an Ze n 1 r u m vorzubereiten scheine, utcht zuletzt darauf zurückzufuhven, daß die meisten bayerischen AL- geordneten in Berlin eingetroffen fntö und sehr scharf gegen diS Politik utck) Person Erzibergevs Stellung genotnmen haben. Herr van Earlker soll neuerdings Ate Vermittlerrolle zwischen Nattoaal- liberalen und Zentrum spielen. Wie verschiedene Blätter wissen wollen, habe der Krortprinz, b.ü seiner Besprechuttg mit den Parteiführenr betont, er wolle aujl Wunsch seines Vaters sich selbst eine Meinung über Herrn von Beth- manns Politik bilden. Der „Vorwärts" meint gegenüber einer ettoaigcnr Kanzler- kandidatur des Fürsten B ü l ow: Ter Mann, der das Wort sprach: „Die auswärtige Politik Deutschlands wird nicht an der Hasenheide gemack'p" ist schwerlich »reeignet, in seiner Auslandsvolitik der Demokratie die^vvn der Zeit gebotenen Ztrgeständnisse zu machen. Die „D. Tagesztg.", die sich gegen eilte Parlametttarisie- rimg des Reiches wendet, sagt u. a.: Jedeitfalls steten nicht nur di elaiserlick'en Rechte, s-oudent zugleich die Rechte der deutschem Bilndesstaatetk in der jetzigen Krise attf dem Spiel, und wir möchten dessen, daß die Bundesregierungen, Die die große Gefahr jetzt er- lottnt zu haben scheinen, unverzüglich hatcheln, um den Grünte cl arakter des Deutschetl Reiches gegen die Machtgelüste pattamew torischer Eondolliere zu schützeit. Die „B e r l. M v r g e n pv st" sckiaeibt: Wir würden ihn lBethntattu' mit Bedairein fallen selben, aber sein Sästcksal wiegt nickit ein Quentchen von dem. was das Schicksal unserer Nation wiegt, und tvenit es sein muß, so werden toir unter anderer Z ührmtg deit Zielen zustrebeu, die es um tmsereS Vaterlandes und Volkes willen zu erreichen gilt. » Nach der „Voss. Ztg." verlautet in parlamentarischen Kreisen, daß die Regierung dert Reichstag ant Samstag nach der Betvilligung der^ Kriegskredite bis zum Oktober vertagen tvill. Jttzwischen beabsichtige Herr von Bethtnann Hvllweg, die so- gcnannte Parlamentarisiewmg durchzuführen, d .h .emzelne 9lb- geotbnete in di: Regierung zu berufen. Wie das Blatt meirll.> ivüroen die Fvattionien. diese Adaßnahtne nicht als Parlamentari- sierung anerketrtten und sich volle Freiheit des 5xrndelnd Vorbehalten. Es sei höchst fraglich, ob trnter solchen Umständen Herr von Bethmann Hollweg einen Parlamentarier als Minister .w- winnen könne. Nativnnlliberaler Protest gegen die Erzberger-Schcide- manu'sche Friedensfvrmel. Der Vorsitzende der natioualliberalen Landes-Partei im Großherzogtum Hessen, Mg. Dr. Osann, hat an die national! iberale Neichstagspartei ein dringendes Telegramm folgenden Inhaltes gerichtet: Ersnckte dringend die Friedens formal Erzberger-Scheid^ mamt rrtchedittgt abzuletmen rmd unerschütterlich an den Beschlüssen der natirmattibevalen Partei f c st zuhal t e n. Die Uämpfe in west und Gst. Berlin. 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Beute a dein erfolgreichen Vorstoß der deutschen Marin e-Jt fa nterie am 10. Juli zwischm Küste mrd der F-ront Meuvv: Lombartzvde kmmte nock> nicht völlig sestgestellt tverden seiitdlicheu Stelluttgett durch unsere Artilleriewirkuüg roftfomnmt verschüttet sind. Bis heute wurden gewehve, 13 Minemtterfer und eine Revvllxrkanone eingebrac Die eroberte Stellung tvurde von deat Engländern ant Vormitt dos 11. nrit starkem Feuer belegt. An der übrigett Westfrtntt t^rschiedentlich tefti.tes üauer u da .. zum D 36 Maschine zahlreiche Patrvmtten- mrd Vvrpvsteugeseckäe. Der genreldete stoß eines 1iattseatiscki«m Regiiüents bei Aümckm tvurde um 6 U morgens Mtsgeführt und teackste ein sernd lutes Grabenstück v 400 Metern Breite und 300 Metern Tiefe in unsere Hand. Die beuticteii Batteriett beschossen die Bahnhöfe N o eit x I e Mittes und Bapan tu e . wo lebtester Verkehr beobach tvurde, mit erkennbarer Wirkung. Verschiedene Eisenbal.uzii:e ,„a ten sich eilig davon. Jit der Nacht zum 12. Juli grisüm ^ . ,,, l i che Fl i e ger zwischcm 1 imd 3 Uhr Ostente- und Zecü*ritxt # «nt. tfan r iöbdTen Schaden LNMNchten. Wertere Avsrbcnabwüne ans Sfioefcfcnx und ötrkfvr-ebrnf Flugplätze blieben «üitüristh er-- tzüglos. dagegen wurden mrchrfack) (ffuwvhner verletzt, darunter vier belgische .Kinder getötet, drei Frauen und drei Kinder vor- wundst Ost-Dünkirchen wurde von unseren Fkiegern mit Bomben belegt. Drei feindliche Fesselbilllorts sotvie drei feindliche Flieger wurden vvn unseren Fliegern abgeschossen Ein feind luter Fesselballon wnrde durch Schrapnell seuer zürn Nieder- geL-eu ireziounM-n. An der Ostfront lastete sich der Rüste zwischen Xnjcltcr und Karapthen lmtgsam gegen unsere planmäßig nen bezogenen ungen vor. Am 11. Juli erfolgten gegen .ftwnd f€trtblid>e Teil- angrtffe bet Grabow ta und bei Bab in-P rzewo zi e c . Dke in tmserem Feuer erstickt lvurdan. In der Gegettd von B r z e - Aa n y, beiderseits Hodow und östlick, Luck, zeitweise bcftige^Fetlcr- .steigerinig. Gegen 10 U'br «rtotte griff der Russe am ^tomedttue. nach nuchrcren starken Feuerivellen in etwa 1 Kilometer Brette an. Der Eingriff brach nt unserem Feuer imter scktweren russilchen Verlusten zulvmmen. . . An der rumänischen Front war die feindliche ^trttlierw besonders in der Gegend von Braila-Laftmul unruhig. Fenrdltä^ Schanzarbeiten nordöstlich der Rimmo-Münduug wurden durch Unser Feuer gestört. _ Born 1. bis 10. Juli wurden in dem Wschurtt Brzezany - Zbovo 1900 Gesattgene, darunter 22 Offiziere,^ eingebracht. Die relattv geringe Gefangenen zahl ist ein Maßsbab für die ungeheuren blutigen Verluste der Russen, die. nnhemveise liiitgemälst, nur in seltenen Fällen unsere Grübelt erreichen konnten. Manch^ >^oni - pag niev sind laut Meldungen von der Front im Feuer ans oO bis *50 Mann GaefchtS stärke zusam nt en geschmolzen. Besonders schwer wvrert die Verluste bor 3. Trausanrnr-Division. In zahl- reichen Divis tonen der russischen Arnrec lvütet der Skorbut. Bor oem Einsetzen war den Truppen ixnsprochen fvorden, bah sie in eine ruhige Stellung kämen und nicht arpsreifen müßten. Der deutsche Erfolg an der flandrischen Küste. Haag, 13. Juli .(B. T.) Die englischen Blätter beschäftigen sich mit dem jüngsten deutschen Erfolge in der flämischen Ecke. Der Erfolg sei für die Engländer sehr innangenehm, inan müsse sich aber damit trösten, das; es der größte militärische Erfolg Deutschlands in diesem Jahre sei, der strategisch noch nicht einmal etwas zu bedeuten habe. Die Beschießung von St. Quentin. Berlin, 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) In den letzten 14 Dagen sind ans St.-Quentin etwa 2 80 0 Schuß ge- s«allen. Die Kathedrale erhielt 60 Treffer und wird mehr und mehr eine Ruine. * Russischer Bericht. Vom 11. Juli. Westfront: IN der Richtung auf Dolin setzten unsere Truppen die Berfolgtmg des durch die Arme des Generals Ko-nilvw auf der Front Feznpol —Stanislau—Bog-orvdschany vollständig geschlagenen Feindes nach Nordwesten fort. Gegen Mittag nahmen unsere tapferen Truppen unter dem Befehl des Generals Tscchre- nrrssow die Stadt Haltcz ein und warfen ihre Vorhut aus das linke Dnfestrufer. Bei Eintritt der Dämm-eruug erreichten unsere Truppen das Lomnica-Tvl aus der Front Lomnica—Mündung— Dobrowattn und warfen nach kurzem Kamps ihre Bortruppen aus das linke Flußufer, wobei sie die Dörfer Bludniky mtb Bobine besetzten. Die Abteilungeit, die die Front Bvgorvdfcluiny—Zolotonia angrMen, brachen den feirrdttchen Wjider stand und erreichten die »Linie 'Lnssetsch—Ließourka—KoSmato t. Im Verlauf dieses Kampftages ntachten mir mehr als 2000 Gefangene und erbeuteten etwa 30 Geschütze. Im ganzen machten wir an den drei Kampftagen 8., 9. und 10. Jull in der Mchtmrg auf Dolin mehr als 130 Offiziere imd 10000 Mann zu Gefangenen, erbeuteten ungefähr 80 Geschütze. darunter 2 schnvre, außerdem eine große Zahl Graben- fampsmittel und Maschinengewehre, ebenso eine beträchtliche Menge Kriegsgerät und SchießbcLorf. Auf dem übrigen Fronttetl lebhafter Artilleriekamps rn der Richtung auf Zloezpw und bei Brzezany. Rumänische und Kaukasusfront: Die Lage ist unverändert » An der Ostsee machten am 9. Ju6 Geschwader feindlicher Wafferslngzeuge drei Streifen gegen Arenbnrg und gegen Cevcl, wol>ei sie etwa 30 Bomben auf Reeden, Batterien und andere Anlagen ablvarsen. Alle Würfe forderten Menschenopfer und verursachten Schaden. Ein^feindlicber Lenkbällon überffog in dem äu- ßerstcn Südwesten die Schären von Oeland. Wien, 12. Juli. lWTB. Richta nttlicli ' Ans dem Küiegs- prcsseauartier wird am 12. Juli abends gemeldet: Unmittelbar- südlich des Dnjestr sandelt örtlich« Kämpfe statt. Die Lage ist unverändert. * Der türkische Bericht. K o n sta n ti n o vel. 11. Juli. (WTB.) Generalstabsbericht. Alt der K a u k a s u s f r o n t Patrouillen- und Artillerietätigkcit wie gewöhnlich, lieber den am 9. Juli gemeldeten erneuten Erfolg unserer braven Flieger an der Sinaifront sind folgende Einzelheiten $u berichten: Von uns waren zwei Beobachtungsflugzeuge und ein Kampfflugzeug ausgcstiegen. die von drei citglischen Kampfflugzettgen angegriffen lmtrden. Ein seitchliches Flugzeug wurde sofort ab- geschosscn. Der Führer ist tot. Das feindliche Flugzeug siel voll ständig zertrümmert hinter unsere Linien. Die beiden.mtdcreu Flugzeuge versuchten zu entfliehen und ivprden von unserem Kampf- ftugzeng eingeholt, das einen englischen Zweisitzer znm Niedergehen hinter unseren Linien zwang. Der Führer ist gefangen genommen. Do8 Flugzeug ist voraussichtlich verwendungssähig. Sieger in den beiden Luftkäinpscn lvar wieder der schon mehrfach genannte Oberleutnant Felmi. Das dritte englische Flugzeug entkam. Am 8. Juli unternahm eine aus neun Bataillonen, 18 Eskadronen und zwei Batterien bestehende engltsche Abteilung einen ErkundUngsvor- marsch von Tel cl Fevi aus in östlicher Richtttna. Die 2lb-teiliing lehrte um. naä?dem ihre starke Vorhut bei Kofel Basal durch unser Artillerieseuer empfindlich' Verluste erlitten hatte. Am 7. Juli abends warfen feindliche Flieger Bomben ans das in Falowa au? ltzallipoli gelegene Krankenhaus, obwohl dieses als Krankenhaus deutlich erkennbar war. Bon den Kranken wurden zlvei getötet mtb sechs verwundet. Ein englischer Fliegerangriff ans die deutsch-türkische Flotte. L o ltbon, 12 Juli. ('Tteuter.) Die Admiralität teilt mit: Der Vizeadmiral des östlichen Mittelmeeres meldet: M n - rineflugzeuge griffen Morrtaa nacht die vor Kvnstan- tinopel liegende deutsch-türkische Flotte mit Erfolg an. Als sie die „Gäben", die vmt Kriegsschiffen mngeben war. ausfindig gemacht hatten, griffen sie sie aus einer .Höhe von 800 Fuß ati. Sie erzielten direkte Treffer auf der „Gäben" und anderen Schiffen in der Nähe. An Bord ereigneten fick schtoere Explosionen. Es brachen tnehrere Bvände aus. Die Flieger griffen auch das Kriegsministe-- riunk an mtd trafen es. Der Feind schien völlig überrascht zu sein, denn die Mwehrbatterien e^ffneten erst das Jener, nachdem die Bomben abgeworfen purreit. Die Flieger sind wolk^beha^k^ z-urückgekehrt. Hierzu erstchren wir an ztfftätrdiger Stelle, daß sowohl die „Göbeit^ als auch das .Kriegsministerium gänzlich u n .'-.eschädiigt geblieben sind. Aerards Rücktritt- B asel, 13. Juli. lB. T.) Wie der „Matin" aus New 7)ork meldet, habe der frühere amerikauische Botschafter in Berlin. G e r a r d , seinen Rücktritt aus dem diplomatisckwn Dienste emgerercht. Er werde sich ins Privatleben zurückflehen. ■ . * Die Franzosen und Elsaß-Soth ringen. PariU, 12. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschem Bureaus. In emer Rede über Elsaß-Lothringen im SenaLs-crusschnß für auswärtige Angelegenheiten erklärte R i b-o t: „Wir haben ein unverjährbares Recht auf Elsaß- Lothringen und können eine Volksabstimmung n i ch t zu lass cit." Ein außerordentlicher Minifterrat in Frankreich. Basel, 13. Juli. (W. T.) Wie der „Progres de Lyon" aus P a r i s meldet, messe mau in dortigen gutunterrichtctcil Kreisen dent gestern abgehaltelien außerordentlichen M ini ster r a t höchste Bedeutung bei. Wie verlautet, beschäftigte sich der Minifterrat mit der durch die Krise in Deutschland hervorgerufetten Lage sowie mit der Antwort der deutschen sozialistischen Minderheit auf den Stockholmer Fragebogen. Die wirtschaftliche Lage in Rußland. Petersburg 11. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur: Der Arbeitsminister S k o b e t c w richtete an die Arbeiter einen Aufruf ,in dent er aus die kritische Lage der russischen Industrie, die die alte Regierung verschuldet hat. hmweist. Er lertiärt, die vorläuffge Regierung tue alles, um das wirtschaftliche Leben des Laudes wieder zu beleben und die nationale Verarmung z-u beschwören, die unvermeidlich sei, wenn der gegenwärtige Zustand andauere. Der Minister tadelt vor allem die llnversohnlrchkeit der Arbeiter in ihren Stt:eitigkeiten Mt den Ingenieuren. Direktoren und sogar mit den Arbeitgebern, die daher die Fabriien und die Werkstätten lx-rlassen haben, so daß sie ohne technische Leitung, ohne Verwaltung und sogar ohne finanzielle Beibilie seien. Die ferneren Interessent der Revolution erfordern cs, erklärt Skobelelv, daß jeder Arbeiter und llntern-cchmer an seinem Platz bleibe, daß ieder seine patriotische Pflicht tue mtd den peinlichen Prvzeß der Wiederbelebung der Industrie erleichtert. Die Regierung ihrerseits tut ihr Möglichstes, ttm die Entwicklung dieses Prozesses zu mildern, indem sie ttuffangreiche Sozial- resormen für die Arbeiter vorbereite. Finnland. Petersburg, 11. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphe'nagentnr. Die Abordnung des Arbeiterund Soldatenrats mrt Tscheidse an der Spitze, die sich nach einer gecheiinen Beratung mit der vorläufigen Regierung nach .Helsingfors begeben'hat, ioill an Ort nrid Stelle die Lage studieren und die Fragen aufklären, die sich auf die wechfelseitigeu Beziehungen zwischen Rußland und Fimrland beziehen. Petersburg, 11. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegrapheuageutur. Das Personal der E i s e ll b a h - nen Finnlands, dein seine Forderung um Erhöhung seines Gehaltes um 30 Profit tücht bewilligt worden war, t>at ani Nachmittag ans der Strecke Petersburg—Wiborg die Arbeitseinstellung erklärt. Man h-offt jedoch den Atlsstand bald beizulegcm. Helsingfors, 12. Jjuli. (MTB. Nichtamtlich.) Ateldnng der Petersbiu.rger Delegrapheri Agentur. Gestern abend wurde aus der Bahtt Petersburg—Kuovala in Finnland der Zugverkehr wieder ausgenommen. * * * Die Konferenz in Stockholrn. Kopenhagen, 12. Juli. lWTB.) Der dänische Absteorditetc für die Stockholmer Sozialisten ko nserettz, Redakteur Borgcherg, telegraphierte seincnt Blatte aus Stockholm, daß zwischen bfii russischen Abordnung und bem skaitdiilaoffchr-hollältdti eben Komrtee eine Einigung erzielf wordett ist. Dac russisch^ Arbeiter- tmfcj Soldateitrat beruft ehic in terna tionale sozi al istis chio F rieben skonfo r e ttz nack; Stockholnt zum August 1917. deren TagesordnrunI sein wird: Der Weltkrieg und die Mittel zu seiner schnellen Beendigung. — Ein Ausruf zu der Konferntz wird heute an die sozialrstü'cheu Parteient aller Länder in deutscher, rnffischer, französischer und englischer Sprache versandt. Die russischen Abgeordneten reisen rarn nach Lmrdon Paris und Rom, um die Sozialistrnparteien der Entente persmtlich zur Friedenskonferenz cinzuladen. -lus dem ungarischen Abgeordnetenhause. Budapest, 12. Jkrli. (WTB0 In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortete Ministerpräsident 0>ras Esterhazp die vor einigen Tagen in der Angetegeittieit der auswärtigen Politik und des Verhältnisses zu Oesterreich mr ihn gerichtete Interpellation des Barons Nue Ann-exivwen eftrzugLhQt. ^ Beifall.) Tt eFriedeirssrago sei eine internationale Frage. Ihre Borbcdin^ gung sei die Demokratisierung jedes Lm^des. tzeektteg. Reue N-Boot-Erfolge. Berlin, 12. Juli. (Amtlich.) Reue U-Boot5-Ersge in der B i s c a t) a imb bem englis che n Kanal: 24 000 BMT. Unter den versenkten Schirfert besmtden sich der be- lvafsirete englische Dampfer „Eddah" (2397 Tonnen), nrit Stüekgrtt vori Kartada nach Cherbourg, bewaffneter frrur- Mrscher Dampfer „Böarn" (1273 Donneir) mit Stückgut von Dakar nach Fe camp, die ffanzSsischeat Segler „Lllexandre" mit Hotz von Texas noch Feccwtp, „La Tour d'Argorck' mit Frschladung nach la Rochcllcs, porttrgiesischer Dainpser „Eabo Veerdetz" (2220 Tonnen) mit Lebensrnitteln für die französische Milrtärverwalkuug in Bord-eatlx. Ae Ladungen der übrigen Schiffe bestrauden, svlveit sie fest- gestellt lverden konnten, aus Kohlen, Erz nnd Erdnüssen. Der Chef des dldmiralsbabes der Marine. Kopenhagen, 12. Juli. „Berl. Tid." meldet aus L>tockl)olm: Aus N o t b f di m c b e n wird berichtet, daß irr den dortigen Gewässern deutsche U-Boote töttg sind. ^ Gerüchttveise wird gemeldet, es seiet! utehrere Dampfer aufgebracht worden, darunter der sckiwedische Dampfer „Norrland". Der Svea-Dampfcr „Karl v. Litnts" sei von einent dcutscheu U-Boot angehalteu.worden, habe aber die Erlaubnis zur Weiterreise erhalteu. Amsterdam, 12. Juli. (WTB. ^chtamtlich.) Der Pmuideuer Dainpftrawler „Mert Corneills" wird vermißt. Aur dem Reiche. Der Reichstagsausschutz für die Beratung des Gesetzes über Fürsorge für Kriegsgefangene hat das Gesetz im wesentlichen unverändert angenommen. Er hat lediglich eine präzisere Fassung gewählt, um zu verhinderrr, daß den Personen, die Ansprüche erheben, die Beweislast dafür zugeschoben wird, daß es sich um eine Dienstbeschädigung handelt. Eine größere Reihe von Anträgen, die sich auf den unter das Gesetz fallenden Personen- kreis, aus die Einführung eines Rechtsweges, sowie auf die Zeit und den Umfang der Fürsorge bezogen, wurden abgelehnt. Angeuomnlen dagegen wurde eine Entschließung, nach der die Borschriften des Gesetzes auch aus solche Zivilpersonen ausgedehnt werden sollen, die bei Ausbruch des Krieges im feindlichen Ausland festgehalten worden sind. Eine weitergehende Entschließung, das Gesetz auf Arbeiter auszudehnen, die als Angehörige feindlicher Staaten nach dem 1. August 1914 in Deutschland festgehalten worden sind, wurde mit Stiminengleickiheit abgelehnt. * Berlin, 12. Juli. (WTB.) Der B it n d e s r a t verabschiedete die Verordnung über wiederkehrerrde öffentliche Lasten au Grundstücken, die den Steuerbehörden ermöglicht, von einer Zwangsvollstreckung ohne Besorgnis von Rang-> Verlusten abznsehen. Den nachstehenden Hypothekenalanbi- gern wird dabei die Wahrung ihrer Rechte offengehalten. Ans St scheine müssen vom Selbstverbraucher stets unntittelbar an den Erzeuger eingeschickt loerden. Eine Weitergabe an andere Personen^ insbesondere erhöchs1preis auszngletck>en mtd den Fckleickbandel zu verhindern. -Von der Mgabe selbst werden nur mit 2' Pf. die Vmualttmgskosten der Obstverwertnngsstelle nt Gießen solche der Landesobststelle gedeckt. Ter Rest fließt dem Roten Kreuz zu. Bevor die Erzeuger sich allgenrein an die Bestimmungen der Landesobststelle halten, wird eine gttchsse Umorivnmtg nicht zu vertu ei deit sein. Mit der Dirrchffihrnng der Bestftnnrmtyen hofft aber die Landesobststelle eine geregelte Belleferimg der Stadt öftesten zu erreichen. Lebensmittel. ** N ä h r m i t t e l - Be r t e i l u n g. Für dem Aüvnat Juli komimlen folgende Nährmittel ziir Ausepabe: NährtinttÄkarte. A gelbe Kartest auf Abschnitt 1: Suppensabrikate: NähtmftteMrrtt ft irote Karte), aus Abschnitt 9: Grieß, ans Abschnitt 10: .Haser- slocken, ans Abschnitt 11 : Graupen, aus Abschnitt 12: lSagv: Nach' lnittelkarte C , Mente Kartest aus Abschnitt 13: Teigtvarem. auf Abschnitt 14: Graupeu, aus Abschnitt 15: .Haferslockwi, aus Ab- iäniftt 16: Suppenfabrikate. War!die auf ihn entfallenden Waren die abzugebeitch' Ntenge lvird später bekauut gegebett — zu beziehen wünscht, I*rt. imter Borllrge der Näbrmfttelkärle bei eiitaro Kl-einhändler der Stadt Gießen bi6 zum 19. Juli eine Bestellung en. Näherer siehe 'Bekanntmachung. ** Die Hessische L a n b c o « & c m ii i c |t € (t e ut AlLatirz teilt mit: Ae Aus stetul irg der Schlußjcheme für Gemüse und Obst erfolgt immer noch twtftf m dem durch d« Reicbsvewrdmms vom 3 April 1917 OTgefdioAewot llochmge Es wrch deshalb wie- deid tanur «fwKrfföin ocnwaftt, daß bei der Veräußerung wn ©eimtfe und Obst SchLußschktzve mtsgestellt werden müssen, die nu Heb tue Beteiligten zwar selbst zu Werten haben, die aber vorläufig von der Will dien Lxmtas^Gennffe stelle in Mainz noch in haben und Die NichieinKalkung der Besllmtmmgen über den Lchlvbich.''Nztvona zieht Bestrafung nach sich. Die lleberwachungs organe imd bereit? daraus aufmerffamt gemaGt. das; eine schärfere üonkwlle ttn.iubeycn bade, so daß es im Ingresse der Beteiligten liegt, die wi' ^stst'tz vom 7. Juli 1902 unb durch die Bekannt-- machung de? Reichskanzlers vom 25. April 1916 (§ 4, uerbotai Es wird trotzdem häufig Süß-stoff Angeboten. In tarRegel txmtalt es sich um ein Präparat, bas durch Bernreargungeu uon fohiaiU saurem Natron. Gips ober targieictan versÄscht rst und an Stelle einer 450sachen nur eine 30- bis ffOfachc Süß'kraft aufweist Dieser verfälschte Suff: off wird durchioeg z-u einem sehr hohen Preis, der den allgemeinen um ein Vielfaches übersteigt angnbotrn Vor bem An tauf tarartigett SüMosfs kann nur dringend gewarnt werden. Abgeschyl von der Strafbarkeit der Handlung lvürde cruri» eine bedeutende Schädigung des Käufers ernte et en Ocsscntliche Bewirtschaftung des Büchsen und S a l z g e >n n I es ans der bevor steh enden Ernte Das gesamte Buchten- und Salz^remüse ans der bevorstehenden Ernte wird öffentlich Ircwrrt schäftet ioerden. Die gesamten Erzeuq- nisse wllen durch dw RnckfSstette für Offentüse und Obst schlüssel- mäßig ant die Bnndesstaallm verteilt tverden, ivelch-m die Unter- t crrcckung aus dre Wmmunalverbände vbliegeir wird Zur Durch-- lich-ung der Beivtrlschastunq ist von der der ReiMstelle unter- net.ren Ok'musckonserven-Kriegsgesellscktaft in Braunschweig durch Bekamttmmhmrg vom 21. Inn t 1917 der Absatz und Versand von vcmuseronserveu und Fahgemüsen verboten wortatr. Sowohl der Absatz jok auch der Versand ist nur zulässig mit Genehmigung d"scr K^e^ar,cll,ckmtt Auch der Versand wird nur zur Versllamia der Kommunal verbände erlaubt werben, denen dringend empfohlen wird, .'mtm fetzt besonders für Faßgemüse geeignete Lagerräume lrerert zu stellen, x ic Kriegsgesellschaft wird mis Anfragen bereitwillig sachverständigen Rat erteilen. "Auszeichnung. Dem Jäger Will,. Momberger vus besten imirdc die Hessische Tapferkeit?- IN e d a i 1 1 c verliehen. *! Gießener Waldbühnc (Freittchi-Bühne). Da das Wetter der für morgen cmgekündigten Anfführnng „Im weitzen Röß'l" (s. Anzeige) günstig zu. werden scheint, wird der Besuch des so beliebten Lustspiels voraussichtlich sehr aro ßwerdcti. Sollte jedoch wider Erwarten die Vorstel lung verschoben lverden müssen, dann wird dies am Samstag durch Einschlag an der Bürgermeisterei (Süd-Anlage) bis spätestens 3 Uhr bekdnntgegeben. Sammelt den Lindensamen! Linbenhlüten sind nur ttt verschwindend geringem Büche gesammell ivorden. Hierdurch find grüße Werte verloren, gegangen. Indessen bietet der Linden samcifi einen vollivcrtigen Ersah, da cr das feinste Speiseöl abgibt Tic ^amcntörner, deren meist sechs beisaMinenstehen, haben'die Größe eines Pfefferkorns. Ohne viel Umstände kann in jedem Haushalt bie Oelzubercttnng vor sich gehen. Der Same nmb durch "ne Ileisch.mmä ine getrieben oder sonstwie in einem eisernen Mörser zersiamrsi. Alsdnmi wird die Masse 1 A bis 1 2 Stunde in "tuendem Wasser gekocht, woraus sich das Oel der Lindensamcu ab sondert .und als Fett an der Oberfiick^ schnnmint. Man kann das Lei abschöpfen, wabrend die RestbestLNde ein vorzügliches kühner netter abgeben. Der Lmtansamcu aithäll 18 Prozettt Oel, er ist also ebenso ölhaltig ime die Buck'cÄ'rn, deren im letzten' Herbst rrele lausend Zentner gesammelt wnrven. Uebrigens sei darauf hin- gcwi-esen. daß es in diesem Jahre fast keine Bucheckern gibt. Um so mehr nun; min Lindensanren gesanmett werden: leider ist dies gerade nicht mütalos^ und aurfi nick»t ungefährlich, da ver Lmden- 'aiim eine stattliche Höl>e erreicht. U r n e n p l ä tz e a u f d e m Friedhof am R 0 d b e r g '-'ins Beschluß der Stadtverordneten-V-rsammlrmg vom 8 November 1916 wurden aus dem Friedhof an Rodberg besvntarc llrncn- plom- angelegt. Die Abgabe der Platz, erfolgt durch das Begräbnis- amt. Preise und Bedingungen siird Ms den, heutigen Anzeigenteile u ersehen. Die Unterhaltung der llätze im Urnenhain >nfolgt nr'.-.t der deutsch-baltischen icscll schalt heransgeae- b?ne .Korresp.'nden-, „Die russisch.' Evolution" tuis Grund einer neitausgedehnten Umschau aus dem Gebiete der russischen Presse nüe die zwei Millionen deutscher BuerniTlonisten aus russischen Boden, die seil einem l>atbe.tl Iahmndert von ihren russischen 'Tachbarit attgcseiirdet, rön der Mieruug unausgesetzt bedrüchr iverden. gibt es aller Voraussicht ncr. fein anderes Heil als Rückkehr au.- Groß-lstußtand nack' der lten Heimat, die hoffentlich mirckr den Frieden etnen starken Gmzschntz im Osten und neues Sicdetmtgsland erlßilk lieber diese rage und die vorausffch-klich: künftige Gestaltung der russischen Untdtwlker Finnland, Ukraine, Kaukasus uiw wird der Vortra des trefflichen Sachkenners 2 i I o io B r 0 cd r i ch am M i twv ch, 1 8. d. M t s., er- wünsck'tc ?lufrläraing bringen. ** D t c Ä n s z a h l u n g d t r a m i l ienu n te r st ü tz wn - gen an die Angehörigen der zum weresbienst Einberiffenen für 16 bis 31 Juli 1917 findet vor 16. bis 18. Juli statt. Die Uitterstütuingen dürfen mir aßt den t der Bekanntmachimg ange-- g>Lenen Tagen abgelwll loerdeit. ** D a.s Kreisblatt Nr. 6 enthält Bekaitutmachungen über Höchstpreise für Honig. — Hchlaguahme von Fässern. — Reichsstelle für Faßbewirtschastnnq. - Verkehr mit Waldbeercn. — Reichst'chiedSgerickü für Kriegslvirhast - Frnhkartoffclit. Sammeln von Abfällen ans Hanf nd dergl. - Feldschutz. Kreis Frlberg. ^ ^liebberg, 12.Juli ?V den Bau einer neuen katho- ltfchen ^irckn sckwnkte LacksabrikanWilhelm Haller der katholischen 9irchengemeinde einen in deMainzertor Anlage belegencn Bauplatz^ im Werte von etwa 20 00M1. ... **, F c : dberg, l 3. Fult. D<,Obcrhessische Anzeiger" ver- önenllicht folg^mdc kreisamtliche »tiz. In den „Frankfurter stlachrichten" 'Morgeitblatt ooin llzuli ist eine Notiz unter der lieber schrick: „10000 Eier v e r> r b c n '?" erschienen, nt der di' Belau tztung wiedergegebett wir bet der Eicrsa mittel stelle in Tviirhhfiti seien 10000 tri an h^rborh Di ei- ^ bes«- DErkmn b-änht-n ! gründ e Mrctzung ,mb: heimliche Schwmw- iiwiViioC ** ^Emdels, SbTWrSr^ 3ltli ®? c ' 6 die Auftnerksimkeit des Bür nä ürlT-D n Staffel kamen umfangreiche Brotkartendieb- .unserer otabt heraus. Eirt Lehrling der hiestacn Ver- 2 3N l t l,f,< ' c bicfct , Vkrdaäü inti. nahm den Jmtaen in UndTnamn'T^ l ^ Handel Senaten tmrtbc Die polizeilicln- in W w, fffrÄfc baß mehrere Angehörige dcr Bercinsdruckerei. sind Die ^ gedruckt werden, an den Diebstählen bemiligi Breiten an versmtsten dre »arten oft unter beträchtlichen nmtimen ^bnchtncr. Eh witrdcn mehrere Verhaftungen vorge- Meteorologische veobachtungen der Station Gießen. Juli , >- I Ü 1 .t: 2 !L» “ r-- « ~ w S c - , L-Z, S - ->! ^ os a = S c '2l 5 L gS |5a * **1« ren erregt hier bre pvlrzerlrche Schirestung der Montschaft Balantm Böhm, vernrischtes. Schreibmaschine bringt es an den tnn/'^T-^ble..Verbrecher Uch neuerdings in vorsichtiger- Acki- bcv krnninalistischen (Graphologie mit Ä^bnmschmen bedienen, besteht eine der neueren darm, ,tch mich in der Jdentisiziermtg auszubtlden Diese Identiffziernng S'J ti m ber Zeitschrift tut bü gesamte ausfuhrt, am dm Eigentümlichkeit en der < lelbsh gairz besmrders auf Konstruktivitsfehlern, z- -d. mangelnder ZahlengeradHeck und ähnlichem. Eine Bor- neuen Wissenszweiges ist genaueste Kenntnis aller ckk ^ ^'^!lcnich.atten der einzelneu .Maschinentypen, daneben Äuchs^TÄ^Oclunerk auf die Eigenarten schadhaft gewardmer ^L^E^n zu rt.lckcn Dte nrepten charakteristischen Fehler bllt& dluffchlagen der Typen aus harte Stellen ■^erbtcfleit der ^ypenhalteslange. Ist das letztere der ?? e betrenende schrei bmaschtnenschrick vielfach matte vnswersetr musiert. Diese klernert Beispiele mögen einen tiegrm von diesem nmgllert Zweig krintcknalffcher' IÄQtfffiziv- rungskunst qelxm, und wenn die Merkmale anch. nicht sehr 2l- rerd) smd. so genügen sie dock meist für den Erlemrungsdrenst, „^^^-enart ia zrenrlrch ausgeprägt ist. Endlich Lnnmcn auch kinerer Art ^ur Vergleichung, so müssen stell? werden ^ ^nittverte durch gettane Messungen festge- r fl 1 ^ J o s e n" Tage. Dein Pariser Exoetsivr ^ Vorbehalten, daß den fleischlosen Tagen eine Ü Cf T Nutung öukommt, als bisher allgemein ange- ^ '^^e. Diese Tage mußten nämlich, wenn man die Lchlußfolgert'ngen des Blattes tu Betracht zieht, als „l-cirats- 6c *5 uf,,tct i^rden: „Montag imd Dienstag kein Flcisch ditricn, tu zwar unangenehm, aber man findet sich drein, darrnn ffnden wollen, auch von dcr Hoch- zeckSta>rl^die Fleischgerichte zu verbamten. Schlußsolgerung - 'üron- tag uttd wteitstag Nwden letne Heiraten mehr statt, lim die Wahr- ^ T ^Eag wurde auch bisher nicht viel geheiratet: aber warmem Hnratstag 1. Ranges. Genügend weit Sonntags und von den Gefahren, die dev . berglaube dem orettag zuspncht, war der Dienstag von den meisten ^^/L-MEnch zum Tag der Eheschließung auserkoi-en wor- \ ie *®sS n ^ run ^ k T pr fletsch losen Tage, die gerade den Dienstag trtist, bat dem nunmehr nn'Ende bereitet. So wurde beispiclSi- m y ^ Cl . raermeisterei des 7. Arrondissements festgestellt tan dort ?um ersten Male ieit vielen Jahren am letzten Dienstag letne einzige Eheschltennng vvrgenommcn wurde. Ta auch dte an- taren Standesämter ähnltche Eriahrungcu machten, ist also der hetratslme Tag keme Phantafte, sortderu die jüngste und nicht ge- rade erfreulichste Kategsersckwntung in Frattkreick)^ , ll.rz sich tig k e i t d cs Feld he r r tn Ein wenig be- kannkes geistvolles Wort Kaiser Wilhelms I. betrifft tan dKn-ral von Goeben. 2lls tiefer bei Ansbruch des'Krieges von 1870 nach- tam cr sich bereits 1866 durch glänzende Wassenkalcn ausgezeichnet batte, zmit Kommandeur des 8. ?lnneekorps ernannt werden sollte mtße-rte der Generaladjutant des Königs tarn Monarchen sein Be- ^vken itber diese Ernennung, ta Greben, der bekaitnttich eine, Brille trug, sehr kurzsichtig sei. wie denn auch wohl eckt Brillem^ ttager als prenßnckwr fommMidierender General noch tnckst ta- geivesen sei. „Gvetan ist kurzsichtig?" sagte der .Wnig. „Desto resser.^ra wird er tam Femde um so näher zu kommen suchen'" ^er^„Matin" wünscht beschleunigte Eh es che i- o un gen. ^n einer der immer dringlicher lverdendcnErörterungen des sranzösisch-cn Bwölttnmngsrüchgangcs und tu Mogltchketten der 'Mhilfe tischt Louis Forest neue Vorschläge am -satter Meinung uad- besteht der beste Weg. der Vol^ver- niklnung zu nutzen, darin, daß die Ehescheidungen in möglVtist lnr- seni Venahren abgetan 1 vertan: „Während Frankreich Tur er- Haltung der Nation uitbedingt Kinder braucht, ivird der Volks- vcrmehrung durch Gesetze utid die Lmtgsamkeit der GerichtsMet fortwährend ent gegengearbeitet. Gewiß ist es moralisch nicht er- srentich' wenn Ehesckietdungeii dtirch ein Verfahren im Blitztentpo erleichtert lverden,. doch glauben wir, daß gerade dadurch die Zahl der Geburten tvesentlich^ vermehrt iverden kömite. Es gibt viele lunge Frauen, dte vmr ihreti Gatten getrennt lebctt, sich sogar wtcder verlobt Inben, ober ivegeii der umständlichen Seheidungs- geietzc ern oder selbst mehrere Jahre bis zur neuen Heirat warten müssen. Dies bedeutet in einer großeti Zahl der Fälle einen Verlust von,ei-etilv viel .Kindern. Jede Maßnahme, die Ehescheidungen verlattglamt, ist von diesetn Standpunkt aus als ein Verbreckten an der Znllmft Frmtkreichs zu betrachten. höchste Temperatur am II. bis 12. Jtcki 1917 --- 4- *>i 3 * n N-driyst- » . II. „ 12. . 1917 = + 8,5 «c: Ntederichlag: 0 , mm. Witterungsvericht. (Ocfscutlrcher Wetterdienst) Heeder, trtaen, wartn. Wasserecke. Der Erfolg sei für die Engländer sehr una»ge- ne y m :. Müsse sich aber danrit trösten, daß es der erste militärische Erfolg Deutschlands m dieseni Jahre sei, der strategisch nicht einmal etwas zu bedeuten habe. Die Friedensbedingungen »mferer Feinde. Berlin, 12. ^Z-uli. (WTB vtrchtüutklich.i Welche (ta sinmui- geti der unseren Fetndeil nockt cktnner herrscheu, wird treffend Av- rennzeickMet durch den folgenden tjoiter Fnnkspruch aus Amerika vom 11. Juli 1917: Die Selbsttauschitng Deutschlands Die „New Pork Times" meint, das; selbst die deuffchen Sozialisten, die die Temskrattsierungi tas .K-arserrcichs Pretagen, noch nicht klar genug die Wichtigkeck oeT Verbreck-ens emseheti, dessen Deutschland vor dem MchteNlltht ta* Zivilffation angerlagt tvird. In seckrer Rede im Reichstagsausschuß sprach Ebert die Änfickst aus, daß die deutsche Regü-rutig den Frieden haben könne, soenn sie nur ein Friedensangebot ohne Annexio - wen urtb Entschädigungen machert würde nttd sein ^streben nach entern Sonvenriedett unterlassen wolle. Eben spricht tote ein TTann, tat tn einem anbeten IahrhundeN lebt Seck der Marneschlacht ' hantalt es sich nicht mehr um die Frage der ANnerinnen durch I Deiitschland taer um Entschädigungen, die es vonchreiben könne, diese Atisicht ist seit langer Zeck schon von den Alliierten bieifeib^ 3^1 ^ben- . Eberl täuscht sich aber schr. wenn er crfiäxt, tartz Deutschland den Frieden haben könne, wenn es ganz tufach aufl seme 'beabffchckgten Annepiorten tmd Entschädigungen verztchtet. Ern Frieden, der auf diesem Grundsatz aufgebaut ist, wird nur tat* t r Tov**^ 4 * O a .fx ! a. t r. rf/ / atz sen, Allcker-» -CK XTUi-Vt Ulme 11 ICIULII edem Oberkommando das AmL etnes Militärkommissars tar Regierung einzurichten. Diesem! soll von der Regierung ckn Einverständnis mit tam Höchütonrman drerendeti ernmtnt werden. Diese Konrnnssare werden nach ven Ihn-»' ordnnngen des Kriegsminffders dazu beitragen, alle wlckffcheck Fragen, die in Heer nttd Märckre anstauchen, in gleickpnaßiger -keile ju lösen unb die 2lrbeiten brr Armeekomntimon in Emklarrce zü brmgen. Englische .Kriegsführung in Dentsch-Oft-Afrika. n Illli (WTB. Nichtamtlich? Reutermeldnng7 Uitetrt-aus. sin Beanckvortung einer An ff a ge über die eingeborenrn. ' Arbeiter tn ä-stasrika führte der Untcrftaatssekretär des Kwteges i )kie Zeitung druckt die Schlutzverse des Gedichtes ab. m dtmen der „stetster schildert, wie Hermann sich in seinem letzten Stadium rta'räientiert. In deutscher Uebersetzung lauten dte Berle: 2lls Charlotte sah, rvas von Hermann Uebrig bli^b nach seinem Tod. 'Nutzt sie ihn aus deutsche 2lrt, Streicht ihn dick auf's Butterbrot Letzte Tlacbrlebten. Der Erfolg an der User. , Genf. 12. Juli? Die Agence tza'vaii sucht darzütun oatz dcr deutsche Getändegeivinn am rechten Bierufer keine besondere Bedeutung höbe. Die englische Abteilung habe recht getan sich durch rechtzeitigen Rückzug der Gefangennahme zu entziehen. Der Uebergang der Deutschen über die Mer sei wegen der starken linksseitigen Verteidigung durch britische ^treittraste, die dort die belgischen Truppen ablösten, kaum dnrchluhrbar. Voraussichtlich würden englische Monitorc den von den Deutschen erstrittenen Geländegewinn unter Fi-iier nehnren. o . P 0 n 6 ' 1 -■ Die jüngsten deutschen Ersolge an der Westfront beunruhigen die belgischen Kreise Die Engländer mutzlen energisch versuchen, das Gleichgewicht ivicder herzu- stellen. Auch die euglisckien Blätter beschäftigen sich mir dem Erfolg der deutschen Martnetruppen in der flämischen Belmlillchusjl. Montag, d. 16. Juli 1917, vormittags 10 Uhr, sollen zu Burg - (^emnudcn, Kreis Alsfeld, auf der Großh. Bürgermeisterei eine Lanz'sche Lokomobile, ein Lanz'scher Dresch' wagen tlnd eine Lanz'sche Presse öffentlich zwangsweise tneistbietend gegen bar versteigert werden. Die Maschinen sind noch gut erhalten und findet die Versteigerung Voraussicht' lich bestimmt statt. 5315 d B ue», Großh. Gerichtsvollzieher zu Homberg (OberhZ. Schirme Alle Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Sohirm-Fabrik ßießen, Seltersweg Nr. 58 Dos Du61 f>tr Gariknfrcunde, spari Arb^i erköhf den (5.-7 ^ pteaen «nsendunq von 4L ps m Zicrfm, — Homrnpreisilste kostenlos — Ai&r^öo .'(Srftai ifzi in ruhiger. fretcrJSage. Nähe der Neuen Kaserne, von alt. Offizier sofort gesucht. Schristl. Angeb. unter 04336 an den Gieß. Anz. erbeten. Seltersweg 58 I bietet jedem, der 02416 Hes’renoGarderobe kaufen oder leihen will, ereirbare Vorteile. Dies beweist die große Leistungsfähigkeit meines Betriebes. daß Sie große Auswahl in jeder Preislage finden. Dies ist die Ursache, weshalb von hier und answ&rta so viel Käufer eÄif-C Seltersweg 581. eilen. 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Tüchtiger Jubrmann zum baldigen Eintritt gesucht. 04291 Gebrüder Schwan. Kleinbahn Gießen—Bieber (Biebertalbaün). Mit Giltigkeit vom 1. August 1917 tritt der Nachtrag 4 zum Binnentarif, enthaltend Aenderungeu infolge Einführung der Kohlen- und Berkehrssteuer, in Kraft. Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen. Berlin, den 11. Juli 1917. 5301D Die Direktion. liehrling oder jüngerer Commis zum baldigen Eintritt gesucht. 04292 Gebrüder Schwan. Gewinn. Auszug der 10. Preufisi&ch-Süddeutscßen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie t. B3 bbb®. 1. Zlefcimgstag. 10 . Juli 1917 Auf Jode gezogen® Jammer »hwl zwei g!®leh hob® G»- wüuio refbUes, and rru Je eker u? die Lot« gleicher JV'nsnner in dem beides Abtei!o»«on I and II (Ohne QewAhr.) 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Auszug der 10. Precssiscli-Süddeutscben (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie 1. Klaase. i. Zicbongstag. 11. Jnll 1911 Anf jede gezogene .Hammer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, and zwar je einer anf die Lo»e gleicher Nummer In den beiden Abteilangen I and II (Ohne Gewähr.) (Baehdrnck: ▼erboten.) t In der Tormittagsziebnng wurden Gewinne über £0 Mack gezogen. 2 Gewinne zu 1000 M 139921 2 Gewfnne zu 600 M 84343 6 Gewinne zu 400 M 48893 60682 164144 8 Gewinne zu 300 M 5.8263 63487 91185 130069 38 Gewinne zu ZOO M 1118 1211 21116 24811 »9357 59753 87217 88662 110620 119746 124315 131646 141491 146809 160662 166216 178577 195068 209567 66 Gewinne zu 100 M 19551 20704 32208 36466 40204 41753 43607 49468 49614 61462 50929 69574 60447 70887 71646 74008 78466 84107 94328 9583« 99577 99870 115309 127484 128677 135339 141295 142991 145618 148221 148855 149769 166435 169933 177030 192864 193179 198491 199343 203685 208334 208876 212204 la der Nach mittags Ziehung wurde» Gewinn* Ub«« 50 Mark gezogen. 8 Gewinne m 60000 M 134526 2 Gewinne zu 10000 M 61172 2 Gewinne zu 3000 M 79102 2 Gewinn« za 1000 M 92096 4 Gewinne m 600 M 105895 197276 2 Gewinne zn 400 M 26685 12 Gewinne zu 800 M 44951 106714 120049 1288»« 166547 106703 20 Gewinne zu 200 M 83179 44837 77707 99004 122497 123019 131441 182186 197130 203918 60 Gewinn« zu 100 M 2062 16280 28267 43565 46177 62077 64334 65224 73797 73863 86206 97296 102363 113943 117690 121370 122290 131386 132004 139908 140500 J48386 102191 163470 167083 178698 189734 138937 190998 208343 Die Ziehung der 2. Kiaeta findet am 44. «.* Auf*« 191t. Original-Gemälde Kunst-Handlung Hirz Seltersweg 22, = Besichtigungerbeten, = 47M Vermietungen L 7 Zimmer Elegante M45 7-Zimm.-Wohnung 1. Stock, mit allem Zubehör, Gas und elektr. Licht, zu vermieten. S. Gang, Bleichstrafte 26. Wr Gartenarbeit Arbeitsmhdchen ausdauernde Beschäftigung gesucht. 5282 Louis Becker, Gärtnerei, Kaiser-Allee 13. f" 6 Zimmer | Für die Zigarren - Sortiererei Bereiter u. Packer gesucht. 5304 6ebr. Pietz. üvtnccfcr gtteg Mansarden Wohnung, 6 Räume mit Küche, fürMk. 30,— p.Monat zu vermieten. 04327 Hemvel, Dammstrafte 36. 2 Zimmer ] Licher Straße 19 im Nebenhäus 2-Zimmer- Wohnung zu vermieten. s$oa | Verschiedene 2—3-Zim.-Wohng. preisw. zu um. Marktplatz 18,1. [04097 Kl. Wohg. an ruh. Leute z. vm. 7siglsr. An d. Bahnhöfen 20. Mo bl. Zimmer Pension Brandt Nonen Bäne 22 (Rellevue)Zim. m.u.ohneBer- vfleg. s. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [1687 Möbl. Zimmer mit elektr. 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Challier: Seitenlaube (für je einen Platz) Mk. 2,25; I. Platz: Mk. 1,50; II. Platz: Mk. 1,20; Stehplatz: Mk. 0,50; Schülerkarte: Mk. 0,30 (Stehplatz). An der Waldkasse: Mk. 3; Mk. 2; Mk. 1,50; Mk. 0,75; Mk. 0,40. Verwundete haben auf onnmnerierten Sitzplätzen (II. Platz) freien Zutritt. Sonstiges Militär, vom Feldwebel abwärt«, zahlt auf II. Platz und Stehplätzer halbe Preise. 5(68 Br. K. Bernbeck. Gesang-Verein Heiterkeil Samstag, den 14* Juli im BereinSlokale 5300 General-Versammlung Tages-Ordnuna: 1. Rechnungs-Ablage 2. Verschiedenes. Recht zahlreichen Besuch aller aktwen und passiven Mitglieder erbittet Der Vorstand. Morgen Samstag trifft auf dem Brandplatz, Eingang zum Botanischen Garten, eine Sendung Einmach' und Salatgnrken, Rettiche niw. ein. Bestellungen ,verden auch im Hause Neustadt 19 entgegengenommen M Frau Frosch. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Die im Juni 1999 geborenen Laudfturmpflich- tigen der Stadt Gießen müssen sich am 16. Juli ds. Js. vormittags von 8— 12 Uhr u. nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. 5233B Gieften, "den 4. Juli 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Die 2lnszablung der Jamilienuuterstützuuse« an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen h°h 16. bis 31. Juli 1917 findet statt: A—H Montag, den 16. Juli 1917 3 — R Dienstag, den 17. Juli 1917 S — Z Mittwoch, den 18. Juli 1917. Die Auszahlungen ftnden von 8—1 Uhr im Stadr- haus, Zimmer Nr. 7, statt. Die Unterstiitzungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgebolt werden. 6307 P Niihrmittel-Verteilung. Für den Moaat Juli kommen folgende Nährmittel zur Ausgabe: 1. Nübrmittelkarte A (gelbe Karte) Auf Abschntt 4: Suvve«s«brttate. 2. Nährmfttellarte B (rote Karte) Auf Abschnitt 9: Grieft „ „ 19: Haferflocken „ „ 11: Graupen „ ft n 12: Sago. 3. Nähr mitte Uarte C (blaue Karte) Auf Abschrrtt 13: Deigwaren „ „ 14: Graupen /, 15: Haferflockeu „ „ 16: Suppenfabrikate. 4. Wer die aff rhu entfallenden Waren — die abzu» gebende Menge nird später bekannt gegeben — zu ve- ziehen wünscht,, hit unter Vorlage der Nährmittelkarte bei einem Kleinländler der Stadt Gießen bis zum 19. Juli 1917 ene Bestellung auszugeben. Die Kleinbande lsgeschäfte abeu die aufgerufenen Bestellmarken abzutrennen und ms der gleichzifferigen Quittungs- und Bezugsmarke die Zestellung durch Eintragung ihrer Firma zu bestätigen. Wc die bestimmt^ Frist nicht einhält, verliert den Anspruclauf die in diesem Monat ihm znstehende Ware. t 5. Die Kleinhndelsgeschäfte haben die Bestellmarken auf die in Betract kommenden Bestellbogen auszukleber und spätestens an 21. Juli dem Städt. Lebensmittelami zur Prüfung einzreichen. Auf Grund der eingereichtev Marken erhalten le Kleinhandelsgeschäfte Bezugsscheine für den Bezug de Waren. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschlu des betreffenden Kletnhandelsgeschäftes von der Beteiltgng an dem Vertrieb mit Nährmitteln nach sich. 6. Bestellboge können auf dem Städt. Lebensmtttel- amt gegen ErstaUng der Selbstkosten in Empfang ge- nommen werden. Gieften. den 11 Juli 1917. 53 W 8 Der Oberbrgermeister (LebeaSmtttelamt). Die Reichsget'ideordnung für die Ernte 1917, abgedruckt im Kreis att Nr. 113 und 114 vom 9. mrd 10. Jult dieses Jahrst bringe ich hiermit zur öffentttchen Kenntnis. I. Gieften, den 11 Jult 1917. 5905 B Der Lerbürgermeistrr: Keller. Nrileiiililhe au dem Kriedljif m Rodberg. Auf Beschluß der Stadtverordneten-Bersannnlung vom 8. Novemberl916 wurden auf dem Friedhof am Rodberg besondertlrnettplätze angelegt. Die Llbgabe de Plätze erfolgt durch das Begräbnis- amt unter nachstehlden Preisen und Bedingungen. 1. Ein Platz lrUrnenhain 7VX80 Ztm. groß einichl. dauernder Nnterharng auf die Dauer von'ZOJahren 89Mk. 2. Ein Erburnplatz in den Mauernischen der Gruft- Hallen 250 Mk. 3. Zwei Erburnplätze daselbst bei gleichzeittger Abgabe 400 Mk. 4. Bier Erburnplätze bei gleichzeitiger AbgabeLOOMk. Die Unierhaltig der Plätze im Urnenhain erfolgt nach der ersten