Nr. m ivu’jifter Rszelß«, etteint täglich, aufeet onntao.v. - Beilagen: r ietzencr^mttlienblatter; Kccis4)lall fnt den Kreis Götzen, vezugrprelr: monatl. l Mk., vrertel- jährlkch >» Mk.'. durch .'tbhole- u. Zweigstellen inouatl. 90 Pf.; durch die Bost Mk. 3.— viertel- tährl. auSschl. Bestellst, i.ernsprech - Anschlüsse: ü'irdieSchrittleitung112 ^rlag.DefchäftSsteÜeSI Anschrift für Drabtnach- rtchten: Anzeiger Giessen. Erster Blatt fbr. Zahrgang Donnerstag. \ 2 . 3 ul' M Postlcheckkontv: Frankfurt a.M. U686 General-Ä«Mger pr Gherheßen Sansvertehr: Sewerdedank Hießen ZwUIingsrvnddnick n. Verlag: Sriihl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerri kl. Lange. SchristlertAng. fficjtfjäftsftellc u. Druckerei- Schulstr. 7. Annahme von ^ s. die TagesnumMer vcs zum Nachmittag vorher. Zettrnprekfe: für örtliche Anzeigen 20 Pf.» für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Em Erlaß zur preuVschen Vahlretzisrefsrm. Die EnglöOer über die Vser zuMgelvsrfen. (WTB.) Großes dauptquartier. 11 . Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Düneuastschnitt des Marinekorps stürurten gestern Teile der kanrpfbewährten Marine-Infanterie nach planmäßiger wirkungsvoller Feuervorbereitung die von den Franzosen stark ansgebauten» seit kürzend von den Engländern übernommenen Verteidigungsanlagen z wisch e n d e r K ü st e und L o nr b a r t z y d e. Der Feind wurde über die Äser zurnckgern o r f e n. Üeber 1250 Gefangene» dabei 2 7 Offiziere» furd eingebracht worden. Die englischen Verluste in dem stark beschossenen Gelände zwischen Meer und Fluß sind sehr hoch. Die Beute steht noch nicht fest. Wieder trugen unsere Flieger in tatkräftiger Weise trotz heftigsten Sturmes zirm vollen Erfolg des Tages wesentlich bei. * Bei den anderen Armeen der Westfront hielt sich instilge regnerischen Wetters die Gefechtstätigkeit in geringen Grenzen. Einige Erkintdlnigsunternehnmngcn von sächsischen» rheinischen und Garde-Truppen bei Reims, östlich der Argonnen und zwischen Maas und Mosel zeitigten gute Ergebnisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Zwischen -Ostsee und Schwarzem Meer- keim gröHeren Kampfhandlungen. Die Bewegungen südlich des Dnjestrs sind bisher wie geplant vollzogen worden. Mazedonische Front. BirlMrische Streistrbteilungen rieben östlich des Doiran- Sees einen englischen Posten auf. In der Struma-Ebene schoß die englische Artillerie mehrere Ortschaften in Brand. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf. P Der Abendbericht. Berlin» 11. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Im W e st e n vielfach gesteigerte Artillerietätigkeit Im O st e n stehen südlich des Dnjestr deutsche und österreichisch ungarische Truppen an der Lomnica wieder in Ge- fechtsfühlirüg mit den Russen. Ein mrtentscheideuder Schritt ist getan. Der Kaiser und König hat verfügt, daß eine Gesetzes Vorlage zur Aenderung des Wahlrechtes zum preußischemr Abgeordnetenhaus aus der Grundlage des gleichen Wahlrechtes so frühzeitig einzubringen ist, daß die nächsten Wahlen nach dem neuen Köahlrecht stattfinden können. Damit ist in diesem Punkte .Klarheit geschaffen, und diese Reform, die von allen Verständigen im Reiche längst, totere vor dem Kriege, gewünscht -und gefordert worden war, hat an sich keine Gegnerschaft als einzig lcttb allein einige Konservativen. Die preußische Wahlrechtsreform mußte, kommen, das Versprechet! des Königs, das er schon im Oktober 1908 mit bestimmtesten Ausdrücken gegeben hatte, indem die Thronrede die Reform als „eine der wichttgsden Aufgaben der Gegettwart" bezeichnet hatte, mußte gehalten werden. Die Frage war nur die, ob es zweckmäßig war, sie jetzt, ittmitten der Schwierigkeiten und ArbeitshälttsUngen des Krieges, zu lösen. Wenn die politische Welt im Reiche verständig und vertrauensvoll gewesen wäre, so hätte es mit der ungestümen Ausrottung dieser die Gemüter heute doch erst iu zweiter Linie beschäftigenden Fragen einer inneren Krisis gar nicht bedtrrft. „Was geschehen ist, ist geschehen, nun mag was will und kamt geschehe', dieser Seufzer Valettttns im „Faust" verliert, aus die politische Situation angewendet, die. der Erlaß des Kaisers schafft, gattz das Schwere und Düstere. Nachdem Herr v. Bethmann-Hollweg die politischen Grundlagen in seiner Weise geliefert hgtte, dürfte, mußte vielleicht dieser Entschluß jetzt gefaßt werden. Und wir dürfen uns über rhu herzlich und aufrichtig freuen. Wenn nur die Zusantmenhätrge mit dieser Frage jetzt schnell, entschlossen und richtig gelost werden. Es darf nicht der Anschein erweckt werden» als sei der Schritt ans Rücksicht und Angst vor dem Auslande getair wordett. Amerika und England hatten in wohlberechneter Absicht Zankäpfel nnter das deutsche Volk werfen wollen. Wir sollten trach ihrem Willen uns die Fortführung des Krieges durch innere Schwierigkeiten erschweren. Ta manch>er Deutsche sich durch diese Manöver der Feinde täuschen ließ und wirklich Schtvierigkeiten drohten, mußte der Kluge uachgeben. Wir dürfen das Ausland dacattf verweisen, daß nach wie vor seine Einmischung von uns zurückgewiesen wird. Ohne bat Krieg wäre die Wahl- rechtsrefonn in Preußen wohl schon durchgesührt. Gerade der Rückblick in die letzten Tage der Blockpolitik des Fürsten Bülow und in die unter Bethmanu Hott- weg ein ge leitete Entwicklimg zeigt klar, daß Deutschland kein politisches Dnntelland war, wie unsere Gegtrer iunner- fort schrien. Atlch in dett Reich,sverfasfungsfragett wollen wir voran kommen. Es lebt trns heute kein Bismarck, und unsere Staatstnmrner haben es oft genug v!on links und rcckts hören müssen, daß das Volk es müde ist, sie in der Einsamkeit, und Abgeschlossenheit thronen und regiereu zu. lassen. Freilich, ins gegensätzliche Extrem, die parlamenta- rische Methode nach detn Muster Frankreichs, wollten wir auch nicht verfallen. Heute oewegt uns alle der Wunsch einer besseren Fühlungnahme von Regierutig und Volk, besonders in den Fragen _ der Friedenspolitik. Wenn da einige parlamentarische Minister Mitwirken, kommt sicherlich trichts ^chltmmeres heraus, als es der Kanzler und seine bisherigen Mitarbeiter vollbracht haben. So hoffen wir, daß auch die übrigen zur Beseitigung der inneren Krisis zu lösenden Fragen kurz und glatt erledigt werdett können. Noch wissen wir da über die Absichten der Krone nichts Bestimmtes. Sie steht jetzt vor ihrer vornehmsten Aufgabe, mit der sie das monarchische Gefühl int deutscheit Volke wieder stärken und hebeit kann. Der Kronprinz ist vont Kaiser zur Beratung zugezogen worden. Das war richtig und gut, denn die jetzt zu fas,enden Beschlüsse werden auch hinter einen Thronwechsel hmemspielen. Ob Bethmanu-Hotlweg bleibt oder geht, ist noch zöllig umstritten. Wir halten daran fest, daß Systeme und Formeln allein uns nicht weitersührett können, sondern daß nur die rechte Erleuchtung der obersten Führung uns frommt, daß wir, wie Hindenburg einmal gesagt hat, „ent- Ichlußfreudige Mcnmer" haben müssen, die der Verantwortung und Schwierigkeiten nicht aus dem Wege gehen! -——TO.-OCK3» l-.—-- Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 11. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlmlltzart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. In dm Karpathen hält die regere Gefechtstätigkeit an. Südlich des Dnjestr wurden die Bewegungen der Verbündeten Truppen ohne Störung durch den Gegner voltzagen. Sonst nichts von Belang. - I t a l i e n i sch e r K t i r g s s ch a u p l a tz. Am Jsonzo gewinnt das feindliche Geschntzfeuer stellenweise an Starke. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Ehef des Generalstabes. * * (Eist frlafj zur AbänderuugSes prsußischenWWrechts. Berlin. 11. Juli. (Amtlich.) S. M. der König hat an den Präsidenten des Staatsministeriums den folgenden Erlaß gerichtet' Auf den Mir in Befolgung Meines Erlasses vom 7. April d. Js. gehaltenen Vortrag Meines Staatsmini- steriums bestimme Ich hierdurch in Ergänzung desselben, daß der dem Landtage der Monarchie zur Beschlußfassung vorzulegende Gesetzentwurf wegen A b ä u D e r u n a des Wahlrechts zum Abgeordnetenhanse mts der Grundlage des g l e i ch e n Wahlrechts aufzustellen ist. Die Vorlage ist jedenfalls so frühzeitig einzubringen. daß die nächsten Wählet! nach dem neuen Wahlrecht stattsinden können. Ich beauftrage Sie. das hiernach Erforderliche zu veranlassen. Großes Hauptquartier, 11. Juli 1917. (gez.) Wilhelm R. (gegengez.) Bctbmann-Hollweg. An dm Präsidentetr des Staatsministeriums. Hierzu schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Tee vorstehende Erlaß schasst über die Fracre des preußischen Wahlrechts volle Klarheit. Tie in der Osterbotschast zunächst ofseugelasseue Frage, ob die Resvrmvoriäsie neben dem direkten und geßeimen Wahlverfahren ein Plilratlvahlrecht oder das gleiche Wahlrecht vorzubereitcn häbe, ist nunmehr in lctztevenr Sinne entschieden wordett. Damit ist dem Staats Ministerium, nachdem es Seiner Adajrstät denk König den befohlenen Vortrag gehalten hat, ein bestimmter Weg für die Auf- steltirng der Vorlage vorgezeichnet» über die der Landtag zu beschließen haben wird. Iirdenr der Köirig in freier Entschließtmg seinen^ Willen kundgibt, bekräftigt er in'weithin wirkender Tat, sein festes Vertrauen nr imser Volk^ das so Glänzendes vollbracht h!at, dem so Gewaltiges mtserlegt i>t. Es ist ein Mt von entscheidender Be- deittnng für Preußen und für Dentschlarrd, den Seine Majestät mit der Zeichnung des Erlasses vollzogen hat. Daß dieser Akt, der aus dem getvaltigen Geschehen dieses Krieges die nottvendigen Folgerungen zieht, für Krone und Volk von dauerndem .Heil sein werde, ist unsere feste Zuversicht. ' Zn dein kaiserlichen Erlaß über das prerrßische Wahlrecht nreint die „Boss. Zeitung" n.a.: Man darf ans der Tatsache, daß der königliche Erlaß die Gegenzeichnung des Ministerpräsidenten/ v. Hethmann-Holtweg trägt, den Wahrscheinlichkeitsschluß ziehen, daß der Kaiser nicht beabsichtigt, aus die Mitarbeit des jetzigen- Leiter der preußischen Staatsgeschäfte vorläufig zu verzichten. Darüber. daß ans diese Weise die schwebende Krise vertagt, aber mchö beendet ist. nnrd sich der Kanzler wohl selber klar sein Nach dem „B o r w ä r t s" bedeutet die Einftlhrung des gleichen Wahlrechts in Preußen für ganz Deutschland den entscheidende Schritt zur Demokratie. Nach dem „Be r l. T a g e bl." zeige die kaiserliche Klrudgv'bmdg. daß der Kaiser den Standpunkt des Herrn v. Bethinann-Houweg in der preußischen Wahlrechtsfrage gebilligt habe. Weiter heißt es: Die Befriedigung über das Erreichte lvird etwas gestört durch die Fassung, die der Ankündigung^ gegeben ist. Versteht man recht, so bleibt die Frage offen, ob die Vorlage schon in dieftnr Herbst ein- gebracht werden wird. Daun meint das Blatt, daß der kaiserliche Erlaß der Beweis idaftir ist, daß Herr v. Btthmann Hollweg das Bertratten !>es Kaisers besitze. Wie die „B erl. Neuest. Nachr." betoirett, l^ngt dieser Erlaß nuv ein c der vom Kaiser itttfo den Regierungen zu fassenden Etttscheidungen. Die „D> e u t s che T a g e s z t g." schreibt: Dcnnit ist allerdings ein entscheidender «Schritt vollzogen^ ein Schritt, der in der Form der offiziösen Bereiterklarnng deutlich den Stempel Bethmannschen Geistes trägt. Zugleich ist danrit wohl gegeben, daß Herr von B e t h nr a n n i m A m t e b l e i b t. Das Blatt hat schwerste Sorge, daß nicht nur das ruhmreühe alte Preußen, sondern auch ein Stück deutscher-Kraft und Zukunft damit zu Gral»e getragen wird. Die „Berl. Morgenpost" hält die Bildung eines Staatsrates im Reiche aus !?ervorragenden Parlamentariern und anderen Vertrauensleuten für eine Halbheit, (^forderlich sei eine Reform cm Haupt und Gliedern. Durch die Verkündigung des gleichen Wahlreet ts für Preußen sei die Lage geklärt, aber von ihrer völligen! Klärung noch weit entfernt. Dle rtanz!erkrisis. Berlin, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Im Anschluß an den gestrigen Krön rat hat der Kais er heute iu mehr-- stündiger Beratung die schwebenden Fragen und deren Lösung mit detn Reichskanzler erörtert. Auf Befehl des Kaisers trifft hier morgen der Kronprinz zur Besprechung der vom Kaiser in Aussicht genommenen Entscheid nugeu eüt. Berlin, 1l. Juli. Gegen 1 Uhr wurde im Reichstag die Nachricht bekannt, daß um 12 Uhr im Reichskanzlerpa- l ais eine neue K r o n ra t ssi tzn n g im Beisein des K r on Prinzen begonnen hat. Weiter verlautete, daß am Nachmittag die interfraktionellen Besprechungen ausgenommen werden sollen. B e r l i n , 11. Juli. «WTBh Der Kais er empfing gestern abend den öfter reichisch-ungarrschen Botschafter, hörte heute vormittag den Vorttag des Ehefs des Zivilkabrnettsi und die militärischen Votträge und empfing dien Besuch Kronprinzen. Das Zentrum und der Kanzler. Berlin, 12. Juli. Die „V o s s. Z t g." schreibt zum Dementi des Zentrmnsbeschlnsses gegen den Kanzler: In der Tä» trudelte es sich, wie wir leider nach Drucklegung des Abendblattes erführen haben nicht um ein Schreiben des Zentrums Vorstandes, sondern nnt einen Beschluß, dessen genau festgelegter Wvttlaut dem Reichskanzler oder der Reichskanzlei telephonisch übermittelt Nwr- den ist. Die „Germania", spricht davon, daß »Her Vorstand der Zentrnmssrattion sich cmf Befragen mitck>er Stellung gegenüber dem Kanzler besaßt" habe. Wer hat „beftagt"? Anscheinend doch eine Stelle, die berechtigterweise Jitteresse hat. die Meinung des Zmtrums zu erfahren. Denn wenn irgend ein Beliebiger fragt, so setzt sich doch der Vorstand des Zenttnms nicht ucsammen, um eine Entschließung zu sassem Mmr gelst «wohl deshalb in der Vermnttmg nicht fehl, daß der Reichskanzler oder die Reichskanzlei abe der Deutsche in seinen geistigen AMagetr ' bi'- beste Vorbereitung zier demokrattschett Politik.' Dentschland nute durch die Detnokratie tmr gewinnen und nichts verlieren. Seine Demokratie werde echt und lauter, aber geiviß kein lkntstnrz werden. Ob die detnokrattsthsn Einrichtungen den Frieden sicl-eru, sei heute kanm m beantworten. Die Tenwkratte sei ftodie Re- giernngen der Entente trur ein Vottvwrd z-mn LänidcerEb Zum Frieden ohne Erobevnn.gen bekarmte sich England nie. Es fei aber md t unmöglich, daß die Volksmassen, denen beständig versichert, werde, daß die Entente den Krieg für die Ansbreitmtg der Demo- kratte führe tmd den Frieden tmr mtt den fteien Nationen schließen «H fjjfefJnt (Delmut cjCou&en. Sie tnrcben iefct hören, bafe auch twe Dkutfchen auf äem ©ege zur Demokratie feien, uni) oaft sich m« fl gfflen Parteien :ntt dem Hintergründe ter Bolksniehrheit Funr Frieden ohne Eroberungen enffchLoffen haben. Englische Pressestimmen. ÄS25 1 ' - 11 - ^uli. Die „Neue Zürcher Zeitung" gibt fol ^?nde Prefseftimmen ans London vom 10. wieder: Auch die eng Presste widmet der inneren Krise Deutschlands lange LLssSyrnngen. So schreibt die ..Times": Die Enttäuschung über E Unterseebootkrieg, der England in diesem Sommer ganz ans öte Knie zwingen sollte, die Enttäuschung auch über die russische Revolution, die trotz der Tätigkeit Scheidcmauns in Stocklwlm zu rem«n deutsch-russischen Separatfrieden geMct hat. die große russtsche Revolution und das von Tag zu Tag deutlicher und fühlbare Eingreifen der Vereinigten Staaten hat aus Deutschland schließlich ihre Wirkung nicht verfehlt Sb mm Erz- ^rger ans eigene Initiative oder ans das Drängen seiner klerikalen greunbe hin agitiert, ob er von diesen oder von seiner Regierung ^ss^l^Ert ift, das ist gleichgültig. Wir wohnen wahrscheinlich djHui. vorbereitenden Artilleriefeuer einen N eusn. de nt scheu Friedensoffensive bei. Es ist mög Irch, daß diese neue Operation ein demokratisches Dcek- m antelcheu umziehen wird und daß der halbe Absotutismus der Di0b^Äollern in anderer Gewandung auftritt. Alle Theatereftekte von Pot-Lam müssen nur unsere Wachsamkeit verstärken, und die Alliierten dürfen ja nicht glauben, daß Deutschland vor dem Zusammenbruche steht. „D?ilv News" schreibt: ..Von symptomatischer Bedeutung Tg die Spal tung int Zentrum. Tr. Spahn, das Haupt der Partei, hat die Tätigkeit Erzbergers bekrittelt, aber es ist offenbar, bau das _ Zentrum dem Reellen ^Erzberger eine starke Rückendeckung gibt. Diese Revolution im Schoße der deutschen Zentrums- grrtet ist von ganz kapitaler Bedeutung. Sie Lindet eine politische Krise an, die auf die kommenden Ereignisse von ungeheurem Ein- Mch sein wird. Aus der Krise geht deutlich hervor, daß das deutsche Volk im Begriffe ist. den Kwnpf gegen die Autokratie auü- Kmrehmen." Französische Stimmen. Genf, 10. Juli. Die französische Presse verfolgt die nrnere politische Entwicklung in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit. legt sich aber in der Besprechung eine gewisse Zurückhaltung auf. So schreibt der „Temps": „Alles deutet darauf hin, daß seit ziemlich langer Zeit die latente Krisis sich zuspitzt. Diese Krisis erstreckt sich nicht nur aus die demokratische Reform, simderu greift auf die gesamte Retchspvlitik über, aus die Kricgs- Whrung und auf die Kriegsziele. Die Berliner Konferenzen lassen ertönten, daß alle Probleme gleiäMitig geprüft werden, und daß der Reichstag Äne endgültige Lösung verlangt. Die Frage scheint so gestellt zu sein: Für welchen Krieg und für welchen Frieden erklärt sich der Reichskanzler? Bebarrt er auf dem Seekrieg bis zum ^Äußersten? Will er nun Frieden mit oder» ohne Annexionen? Nimmt er die Rkitarbeit des Reichstages an mit der Gewähr einer . Wahlreform tu nächster Zeit und einer Teilnahme der Führer des Parlaments an der Regiernrrg?" Das „Echo de Paris" meint: „Lassen wrr uns zn-keinen Jllnswneu verleiten. Die Liberalen und Sozialisten in Deutschland schreien, sie rudern mit dem ©fcnfoe, aber dieser Wind bläst weniger gegen das Regime, als gegen die gegenwärtig regierende; Mannschaft." Der „Petit P a r i f i e n" sagt: „Die Zentral machte fyafreii einmal den Frieden^ an geboten, aber das war ein aus die Kriegs- karte gez-eichneter Frieden, der den vorübergehenden Erfolg der deich cheu Armee besiegelt hätte. Gegenwärtig macht es die unge- ^vftse Kriegslage rmserer Feinde unmöglich, neue Friedensoorschlä ge zn machen, und die Rücksicht ans die Schwielig leiten der prnereu Lage, die man übrigens nicht überschätzen sollte, werden rhrc Haltung nicht ändern. Wjemr die Mehrheit des Reichstags schw ach werben sollte, so wird man Hindenburg und Ludendorff kommen lassen, wie es von konservativer Seite vorgeschlagen worden ist. und das, was der deutsche Generali;nmus entscheidet, wird angenommen und streng airsgeführt werden. In dieser Beziehung M kein Zweifel erlaubt, die Mmacht des deutschen Generalstabs war nie so vollkommen wie jetzt." Dw radikale, „L a n rer ne" bemerkt: „Bellmlann-Hollweg macht heute gewissermaßen den Eindruck eines Staatsmannes, der sich Überlebt hat, und dessen Abgang foünschenÄwett wäre. Alles legt die Vermutung nahe, daß er sich zurückziehen wird. Wienn sein MmrntrvF Aar v»-t - ' f . ... v c Rutscher Kriegsgefangenschaft eine Gesund heirsstornng erleiden, erhalten erne angemessene Fürsorge. Aus feindliche KriegsHefan- gene und in entfprechenden Fallen auch die Unfall Versicherung^-' vor schritten anzuwenden, Abg David so hn (Svz.): Die Vorlage soll zur Humani-- werung des Krieges dienen Man sollte aber auch klimatische lüefnndheitsfmädigungen berücksichtigen. Am einfachsten wäre es, Zwischen Maas und Mosel war die GesechtstätigLeit An der lothringischen Fwnt lierrschte, abgesehen von etwas 3* härterem feindlichen Störungsseuer, Ruhe. 1r . -? 1 }. ru; sl schen Front war die Gejechtstäti^eit am 10 . ^lut tnt allgemeinen geringer. In der Gegend von Stanislau füUte der Russe nur zögernd an unsere neu eingenommene Linie heran. Er besetzte den rnerni mm/ UrrT i ' * f > Z an untere neu eingenommene Linie heran. Er besetzte den Sh , tSrii S St? öa (ic^Ucberraid^ iWftöße in brr tagend Sftfaft ifs ÄÄ tof,D,ä Sor T ^ russrschc Am« war nur in .. ‘ i v* ^ s ivxp L i ul LH. < Nachrolger noch nicht der Friedensmann sein sollte, so wird er diesem die Wege öffnen. Niemals haben wir mehr Ursache wie jetzt, fest durckzuhalten." Mb. Deutscher Reichstag. 114. Sitzung. Mittwoch, den 11. Juli. uachmittagS 3 Uhr Am Tische des Bundesrats: Tr. Helfferich, Liseo Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 4 Uhr Aus ,der Tagesordnung steht an erster Stelle der Bericht des Ausfchufses über Fragen der äußeren und inneren Politik, an Kwetter Stelle die Kr ed i t vor la ge. 2r. Spahn ^Ztr.) beantragt, diese beiden Punkte von der Tagesordnung a bzu s e tz e n, und dafür die neue Vorlage über me Krregsgesangeneiffürsorge und die Entschädigung an Reedereien zn setzen. Mg. Graf Westarp (kons.,: Wir legen Wert darauf, daß dre Ä. r editvorla ge heute beraten wird. Wir glauben, «5 btc überwiegende Mehrheit des Hauses die Bewilligung der Kriegskredite nicht von irgendwelchen Bedingungen abhängig machen will. Die Beratung dieses Gegenstandes hat sich schon solange chng^ogen, daß wir die Kreditoorlage nicht wieder absetzeü > können. Sonst könnte die Befürchtung gerechtfertigt erscheinen, daß tder Eindruck entsteht, als wenn erst gewisse Bedingungen erft'Ult werden sollen. Wir halten es daber im Interesse des Landes für .richtig, dw Beratung mcht weiter hinausMschieben. lBeifall rechts.) B,. lll. Soz.): Ta wir grundsätzlich Gegner der Wriegskredite mid,. haben wir an der gesä-äftSmäßigen Behandlung dieser <^rage kein Interesse. Abg. Scheide mann (Soz.): Ich bitte, den Antraa Westarp ab^wehnen. Es rst einigermaßen unverständlich, daß sich Graf Westarp darüber '^orge macht, daß draußen ein schlechter Eindnrck ^nehen könnte, \vmn mir Heute die Kiüegskreditvorlage zurück stellen. Wir haben vor acht Dagen beantragt, sofort in die Bera- tnng der K'riegskredite einzntreten. Gerade auf Einreden des WM™ Westarps wurde dann beschlossen, so zu venahreu, wie jetzt der Alrg Dr. ^>vahu vorgeschlagen hat. (Hört, hört! links/ Die Aussprache über die Kriegskreditc sollte mit der allgemeinen Aus- Mrache verbunden tverden. Jetzt wünscht Gras Westarp gerade das Gegenteil von dem, was damals ans seine Anregmig beschlossen wiirde. Wir wollen nicht erst irgendwel^ Mittel bewllligen und nachher darüber reden, ob es richtig oder falsch war, sondern wir wollen vorher dari'iber sprechen urid dann ja oder nein sagen ,Hört dort! rechts.) Abg Graf Weftarp/kons.): Mit Rücksicht auf den Eindruck rm Auslände muß dw Knegskreditvorlage sobald als möglich erledigt werden. Mg. von Payer lFvrtschr. Bv.,: Wenn Gras Westarp so aus den Emo ruck im Auslande bedacht ist, dann hätte er über die ganze ^che überhaupt nicht reden sollen Sehr richtig! links) Es handelt nck dow nur um eine Verschiebung um zwei Tage. Die Ans iprache über die Kriegskreditvorlage soll doch mit der allgemeinen Austprache verbunden werden. Abg Merlin iD. Fr.). Das ganze Volk schaut auf die gentige Tagesordnung/ Heiterkeit.) Mr sollten die Kreditvorlage Twrt erledigen. Das Äans beschließt daraus mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Koiliervativen und einer Minderheit der Deutschen Fraktion den Bericht lMr dre allgemeine Politik und die Kreditvorlage von der Tagesordnung abzusetzen Die Fürsorge für Kriegsgefangene. Nach inner Vorlage gelten Gesundheitsstörungen, die deutsche Militarpenoneu m feindlicher MegSgesangensckwft erleiden, als Zungen. Dafür werden entsprechende Bev- sorgrmssgeduhrniffe gewchrt. Feindliche Mlftarpeüsonen, die in. läge an einen Ausschuß von 21 Mitgliedern. Abg. Wein hausen (F. V.): Wir begrüßen den Grund- gedauken dieser Vorlage. Ob alle Einzelheiten werdai lnstehen tHemen können, wird tm Ausschüsse zu prüfen sein. Den feindlichen .nrie^gefangenen^ soll eine angemefsene Fürsorge zuteil werden, m erfter ~une müssen wir in ihnen Menschen sehen, crne der Ar- berteri^rficherung zu unterstellen, halte ich nicht für möglich. ^lbg. von Boehn ikoni. : Das Gesetz trägt die Dankesschuld oenieurgeu gegenüber ab, die bis zum letzten Augenblick aus gehalten haben und dabei in Gefangenschaft geraten sind. Die Fürsorge für die feindlichen KriegSgesongenen zeigt, daß ivir nicht die Barbaren 1tT o«/ 1111(171 7013 Auslande gern hinstellen möchte. Abg. C o hn - Novdharrsen (U. Soz/: Auch wir haben im einzelnen manche Bedenken. Abg. von Seyda (Pole): Wir stimmen dem Anträge aus .lusf chu stbera tu ng zu rmd hosseu, daß dort die Lage der Kriegs- gefangenen, deren Behandlung durchcrns nicht überall mustergiltig rft, ausführlich zur Sprache kommen wird. ^ie Vorlage geht an einen Ausschuß von 21 Mitgliedern. Die Wiederherstellung de r deutschen Handelsslotte. Durch eine Borlage wird der Reichskanzler ermächtigt, den Eigentümern deutscher Karftsal-rteischsife aus Antrag Beihilfen z^u gewähren, und zwar für die Ersatzbeschaftung von Schiff und z>uventar. wenn das Schiff durch Maßnahmen feindlicher Regie- ,Mbr durch kriegerische Ereignisse verlorengegangen oder er- hevllct) befchädigt worden ist. Ebenso sollen zur Deckung der Auf- vendnugen ftir Inslandhaltmig des Sckstfses, für Hafengelder, sowie ^verdA^^ Unterhrlt der SchiffSbesatzmrg Beihilfen gegeben Staatssekretär Dr. Helfferich: Unsere Handelsflotte ist ein wefentliwer Bestandteil unseres wirtschaftlichen Rüstzeuges. Bon den fünf Rnllicmen Schisfsvaxm unserer .Handelssiotte Ivaren vordem Krieg ein Viertel nicht älter als fünf Jahre. Sie genoß auch der unseren Feinden großes Ansehen. Tie Postdampser wurden fliegen ihres ausgezeichneten irnd pünktlichen Dienstes von den Aus- c;ern benutzt: unsere Schiftahrtsgesellschaften wie ihre stolzen ^E^if sluft und deutscher ^eemannsgeift, die ungebrocheii sind, tabe't m m bet; Vergangenheit ftar kgezeigl und werden auch unter den fchwlerigfteu 2Vettbewerbsverf-älinisseu das Ihrige tun, fie inerben sich weiter stark zeigen, llnsere .Handelsflotte wird Mich weitermu unfer -ritolz sein, und der Teuffbe Reichstag wird, des bm rch ficher, an diesem Stolz feinen Anteil fjabert ^kntrag des Abg. Do ve (D.Vp. ^ wird die Vorlage e, , ** -jj ,chv n^für Handel und Gewerbe Überwieseii. Ermge Bittschriften werden ohne A u s s p r a ch c erledig t. Eine Eingabe der Vereine des TeuLfch.en Frmienstiinmrechts- bundes, d z n Jy rauen nachdem Kriege das allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zum Reichstag zku verleihen, wird dem Reichchmtzler zur .Kenntnis übenmefen, ebenso eine Eingabe des Deutschen Bundes gegen, die (S rauenemanzrpation. die um Ablehnung dieser Eingabe bittet Eine Eingabe des Verbandes der deutschen (^ewerkvereiue (Hirsch^ Dunckeri mff Errichtung eines Reichs-Einigungs- a m tch s wird zur Berücksichtigung überfviesen. .. 0 'r^tag 3 llhr: Anfragen, K riegs für sorg egesetz, Schiffahrts- 60 fetz^ Bericht des AirSfchunes für Berölkeritngspolitik Lchlüf? i l h llhr. ber Gegend von Brzezany—Koniuchy mid an^der Bahn Lem- oerg—-Brody gegen Abend zeitweilig gesteigert. An der übrigen Ostfront hielt sich die feindliche Artillerie- tatigkert in mäßigen Grenzen. Nur in der Moldau war das feind- lnife p-euer lebhafter. Im Serethbogen, bei Corbul und Fundenr fchruzte der GeMer eifrig. An der mazedonischen Front unternahmen feindliche Teldla - aret^^^^ Bombenangriffe auf eines unserer dortige« Zur Offensive der Ruffeu. Berlin, ii. Juli. (Amtlich.) Russische »wt, die '^I^Errsive in OstgaliLien in Gefangenschaft gerieten, erklären einstimmig, daß sich die dortige Offensive nur dadurchchabe bewerkstelligen lassen, 'haß man sie glauben machte, dre Deutschen hätten in einem andern Frontabschnitt zuerft den Angriff wieder anfgenommen. Alls diesen Ge°- geht zur Genüge hervor, mit welck)en Mitteln das demokratische Rußland seine freien Burger in den ^.od treibt. wr-ofS? * € .£' ^ ' 3uli. (WTB. Nicht«mllich.) Aus dem Kriegs- ^'^Raiünr wird unter dem 11. Juli abends mitgeteilt: Südlich des ^niester enge Gefechtsfühltmg mit den Russen. Amerika und die Behandlung der Neutralen. Stockholm, 12. Jnli. Die Nachrichten ans Washing-. ton über die beabsichtigten Zfvaugsmaßregel gegen ^u ltttsen in der sckstved ischen Presse entrüstete Proteste hervor. Die meisten Stockholmer Blätter weisen: nach, daß die Befchuldigungeu fvegen der schwedischen Aus- fnlfr nach Deutschland unbeveckftigt seien. Rotterdam, 12. Juli. Nach d^u N. R. Eonr. meldet Darly News" aus Washington: Alle europäischen Neutralen, die Schweiz ausgenommen, haben gegen dw.' amerlkanische Ausfuhrverbot Protest angemeldet. Tie Regierung blieb aber bei ihrem Beschluß, daß kein Krümel von Lebensmitteln nnd keine Tonne Kriegsmaterial aus neutralen Ländern nach Deutschland gehen dürfe, ürnr wenn die Neutralen sich in Verträgen zur Erfüllung dieser Be- verpflichten, soll das Anssuhrverbot 'abgeschwächt Der Arbeitsplan des Reichstags , , Berlin, 11. Juli, (mm.) Der Aeltesteftaus- f a>uff des Reichstages einigte sich am Mittwoch dahin, den Donnerstag sitznngsfre i zn lassen, Freitag vormittag foll der H a u p t an s s ch u ß fvieder zusammen- treten. Nachmittags soll die V ollve r s am m l n n g die zweite Lefnng des Efitwittffes betreffend Wiederherstellung der deittschen Haiidelsflotte und die Fürsorge für .Kriegsgefangene vornehmeii, afißerdevi deii Bericht des Ans- schnsfes sür Bevölkernngsvolitik und Petitionen beraten. Am Samstag soll die Krediworlage und die damit zn- sammenhangenden Fragen der änßeren und inneren Politik beraten fverden. Es soll versucht werden, die Berattrng an diesem Tage zu Ende zn bringen. Die Uompse in West und Ost. M) ^ d? r l i n . 11. Juli. l WTB. Nachdeui die deutschen ..ca i. inet r nvp c n am 1ö Zuli, 8 llhr abeirds, die Eual ander zwifcheu der Kuftt und der Straße Lombartzhde-Ni erwart unter u Vs^f 1 * 1111 ^? Verlusten an Toten Mid Gsfanqencn Ufer dre B ser zurn ck g ewor fen hatten, flaute die Artillerie- tatigkeit in Flandern während der Nacht ab. Nur in der (Naeud wii Whifchaew lvar das Feuer in der Nacht gesteigert liniere Flieger bdegttm bie Bahnhöfe innrer der Front nnd Schleusen anlagen bei Nwuport mft Bomben. An der Ar r a s - Fr v n t mw in dem Ramne von St «s Mlchnitten lebhaftes Artilleriefeuer' Achemlle bmchie eine unferer Pattouillen Gefangene ein ^verschiedene femdliche Pattouilleuimternebmungen östlich vmr Bermel tos., am ^libufer der Ecarve und östlich von Gönne neu f cyeiterten. Dt der Ais» eit o«t nur in der Gegend von Craunnc ,rtt- wetsr lkbhoftcrc ArttllcriEsknt. Zn der Nackt vom ,0 rum 11. ^uh nnttcit untere Meqer seindlichc Lager, Ortschaften uuh .lnlagen hnrter der Fro« mit Bomben und Maschinengewehren^ Champagne führten imr verschiedene Trsol^reiche RrtnrmnfmmtanEl ) nnm ff n t durch. In der Nacht t»m 9 „ 10. jsult brachen nach hirjcm chmenlbersall. Stoßtrupps in die chlichtickkn Graben nördlich Rnms ein nick kehrten mit einer x°?cren.Aahl Gemngener und Beute surikf. Eine andere Patrmtille ^«Utdcsftncourt dem Gegner in seinm stark^sctzten Graben empfnrdlrcltx Verluste In der Ruckst vom 10 »um 11. WIM*« «» lmfcrcr Patrouillen bei Cent« nach kuwer Vorbereitung durch Lch»rgwlg und Mmenfeuer Gejirngeiw Ebenso fa^tti.'^ ,üd„ch Tahure und weAtch^.attB Die Geheimsitziingen der französischen Kammer. irim™« r «'Mchtamtlich.) In ihren ab. lalltgen Bchprechungen der Geheimsitzungen der wfjill Sn t i® a ?. niet ertlärt die Presse der Rech. ivl'J*T 2.^^ S ' a9 ’ e ,C1 dadurch mir »ertnirrter geivordeit. JJian suche rmmer nod; eine Formel für die stciegspolitrk »raiikretche.kminer irock, mische sich das 'Parlameni in die .Iltton der Re gier mrg, kurz, man könne iricht mehr von einer »etligeii Einigkeit, fmldern unc von einelm heiligen Gleich, gewicht sprechen Die sozialistische Presse dagegen'autzert sich nNchw t!)""äiÄ-,w!IL bl . £ ' Reg'erung. „Journal du peuple" erklärt die Mintsterreden far ärmlich imd nur rednerisch -Mehrheit Ribots betrage nur 35 Stimmen. Auch Painlevss Rede L„nn^!lZ b ‘ll deL Aehnltch autz^rt sirl, Renaudel in der ■ trenne sagt tnt „Evenemeich-, daß Die Part ei- lechen schafteil wtoder erwacht seien. Die Lage habe siclaplöst- Regrernng muss« sich' endlich zwischen «rtscherdeii. Znr russischen 'Rote über die ^ alkmistrage spricht sich die französische Presse ziemlich fuEhaltend aus. Ihre Ansführnng^n zeiget^ß ch^R«' ubchwascht, sogar verstimmt hat. „Petit Journal" erklärt ^d,e von der Entente getroffenen Maßnahmen durchaus berechtigt waren, „^.emps" meint, die Meinunqsverschieden- .>eiten zwischen Rußland, Fraitkreich und England betreffeir weniger^ dic Grund,atze als die Art ihrer Anwendung mVl? 1 Cg t rur äußerst nützlich, daß die Alliierten bald austauschm.^""^^ besonders hinsichtlich des Balkans Die französischen Sozialisten und Elsaß-Lothringen. h r£? 'k.r 11 oche. Die Ziffern sind indessen unvollständig Sie ,chlrctzrm dm vmcuktcn Schistc der Miierten und Aeutraleu nicht lwch der Behauptung der Deutschen auch mcht die vrm dei bxlliscden ReMrnng geschartertnr Schifte, außerdem auch nicht dv toidjfiftgAot jSdttfo, bie mritewftt Mvnate lang autttegm Wrewvyl nach den reuigen Verluste» tm 2lprtl eine gennffc flöftuibmc zu ön> widmen x% mutz bjc non Batlmrst bewirte Tatsache in Bewacht gr- ' 0 «ren werden, daß sich neuerdings bir Tauchboote Schiffe ntit uüBmi Xornii'u^aW aussuchen. Dies ist aus beit BerlustMern 'ua>t Mrchma' Die Geiahr ist nicht bemeistert. Die Deutschen be- r I rntfTrrn * > der ersten drei Sperrmormtc monatlich über ' 00 0W jtonnen verseickt z-u haben. Sie versenken selbst jetzt nach -ranzochcher Angabe 600 000 Tonnen. Die Alliierten hatten am ^ayresanmna 40 Millionen Tonnen. Aber wenn die Verluste m dteier Weffc weitergel-en, so drohen uns sichere Entblehrung und mog-licl-es Verderben. * London. 11. Juli. (WTB.) Meldung dos Reartorsätzm - urocms. Die Mmiralidat gibt b-ekcnrnt: Der Kornckdor^ von Lctzvesdoft meldet, daß der Trawler „I c el crn b" am Montag ’it ci fetnbliriyc Wasserflugzeuge zerstörte imb vier Gefangene einbra.chto. Kopenhagen, 11. Juli. (WTB.s Das Ministerium des Aoußsrn meldet: Der Schmier „Cimbricr", der Schoner ,.Ko d a n" und der Motorschoner „M otor" sind versenkt mori'en Paris, 12. Juli. „Temps" zufolge wurde am 3. Juli der französische Dampfer „Diana" nach einem Feiuwgesecht von einem U-Boot versenkt. Aus Stadt unk Cand. D iehen . 12. Juli 1917. ** Auszeichnung. Der Kriegssreiwlllige B echt old lni nmer Megerabteüung im Westen wurde mit dem Eisernen Kreuz : Klaffe ausgezeichnet. Er ist ein Sphn des hiesigen Weichen- UellerS 1. Kl, Bedüold. . ** F r i sch e See f i sch e koimneu morgen Freitag in den ln- i.rnnlen Fisd'geickärtett durch die ^tadt zum Verkauf. Es handelt sich um btutfrische Ware tvir Kabeljau tmd ^chellsischir ** Ablieferung von Hafer und Ger st e aus der Ernte 1916. Die der Heeresverwaltung erteilte Ermächtigung zur Bezahlung einer besonderen Vergüttmg von 100 M. für die ^onire Hafer, der aus den belassenen Mengen freiwillig abgeliefcrt 'vird, läuft am 15. Juli 1917 ab. Für den Hafer aus der Ernte 1916 der nach dem 15. Juli 1917 abgoliefert wird, kann in allen 5äÜen nur der Höchstpreis gezahlt werden. Landwirten, die aus den ihnen belassenen Mengen noch freiwillig Hafer abliefern wollen, muß daher dringendst naliegelegt werden, dies sofort zu dun. ^uch bez-üglici) der noch zu bewirkeitden Gersdenabliefernngen ist Befchleunigung geboten, da die Zuschläge, die bisher von der Rer chsg ersten ges eil schuft bezahlt wurden, voraussichtlich auch in nächster Zeit in Wegfall kommen werden. ^ c ^ i st Gegenstand des täglichen Bedarfs. Dn Elbertelder Strafkammer hat — wie einige Zeitungen be- mift-eden — einen Schlächtermeister, der beim Verkauf lebenden Viehes sich Wucl>erpreise hatte zahlen lassen, freigesprochen mit der Begründung, daß lebendes Viel) nicht zu den Gegenständen deg ragltchen Bedarfs gehöre. Diese Entscheidung steht im Widerspruch mit der ständigen Hebung des Kriegs)vucheramls und ist auch mit der Rechtsprechung des Reichsgerichts nicht vereinbar. Gegen das llrteil ijt daher auch Revision eingelegt. Lebendes Vieh ist stets m den Gegenständen des täglichen Bedarfs zu rechnen, wie dies in der Begründung zmit Hödfftpreisgesetz ausdrücklich ausgesprochen ist, und fällt denigemäß unter die Verordnung gegen Kriegswucher. Das Knegswucberamt wird gegen Preistreibereien mit Vieh stets iw-chdräeNuh entschreiten. Ein c Hol z versteigern n g der Stadt Gießen findet Voontaa, den 16. smäßigeu Handel mit ländlichen Grundstiicken. — Mangel an tleiirau Zahlungsmitteln. — JüigblÄter. Landkreis Gießen. ** Albach. 10. Juli. Unser Lehver, H. Groh, der seit März 1916 ein gezogen ist und seit einigen Wochen als Telegraphist an der Westfront steht, wurde mit der Heffischeu Tapterkeitsweda rlle ausgezeichnet. -m. Langsdorf, 12. Juli. Aut hellen Tage stieg vorgestern ein fremder äMnm — er soll aus dem Siegerland sein in den Koller eines lnesigen Landwirts und füllte sich seinen Sack mit Kartoffeln, jedenfalls in der Absicht, sie in der Rächt herauszuschaffen. Als er nach voll brachten, Werk wieder lvr anskroch, wurde er jedoch) beobachtet und da er flüchtig ging, vorfolgt und fest genommen. Auf diese Weile fomtfce er sein Vorhaben nicht zur Aussührujng, bringen. — Llehnliche Fälle und mich solche, wo es den Dieben 'Ulang, ihre Mute in Sichnheit zn bringen, hört inan jetzt fast täglich aus der Umgebung, die von sogenannten „Hamstern" gegenwärtig förmlich überflutet wird. Da 'die Leute oft guvoilsig nichts mehr erhalten können, gehen sie zur gewaltsamen Aneignung über. Reiskirctten, 10. Jüli. Dem .Kaufmann Carl S >ch ä - n* r, S>bn des Werkführers Heinr. Schäfer, welcher seit einem Jahr in chwrn^ Banrischen Ersatz-Regiment iw Westen steht. iTurhu f/'r tapferes Verhalten vor dein Feinde die Hessisch" Tarfortoits- medmlle verliehen, gleichzeitig wurde er zum Gefreiten befördert. np. Rüdbtngshaulen, 12 Juli. Was Ml b e nmtzte Arbeit bei der Vertilgung der Kohlweißlinge zu leisten vermag, zeigen imlere Bolksschüler unter Leittmg ihres Lehrers Seip. ^ie haben ^ I2^lters, 11. Juli. Unser Ortspfarrer, der feit Oktober 1916 eingezogen ist rmd zuletzt als Lazareltpfarrer in Fraittfurl tattg rvar, wurde in gleich,er Eigenschaft nach Gießen versetzt. Kreis Schotten. up. Aus dem Vogelsberg, 11. Juli. Hat die Erbeer- ernte des Waldes keinen Erfolg gehabt, umso wertvoller ist die Himb-eerernte. Tie Stöcke hängen reichlich voll. Die ersteii Beeren. Und letzt reif geworden. Ta noch sehr viele grüne Beeren an den! otxäud>ent hängen, so ist es Pflickst für die Beerensucher, daß sie Nicht ivild uiiü zwecklos die Stöcke niedertreten und Sorge tragest ffir weitere Ergebnisse. Kreis Friedbers. Kd. Bad-Rau heim , Grosth. Konzerthairs, 12. Juli. Das dritte Milharmvnische Konzert bringt als Solisten: Fräulein Kam isla Valffn s Sopran ^ aus Wien, und Otto Trumm fBio!ine>. Die Leitung hat .Hofrat Prof. Hans Wind er stein. Ueber die Sänrgerin des Abend schreibt das „Nene Wiener Tage- blaittff „Die Seltenheit dieses tvarmen Mezzosoprans, der über '.wei chclaveii klangvoller Töne besitzt, besteht in denr überrafcheiiden vve-stttel ttvifu-en dramatische Schlagkraft, zartestem Piarw. edel gefch-wungA^a Kantil-ene' und zierlicher Kolorotttr, der in einem Een Miffiktalent seinen schönen Wisgleich findet". — Die junge Sängerin ivicd neben vier bekannten Sst.ubertliedern, dariiiiter der „Erlkönig",, die gro-fre Konzertarre ,.Ah pepfido" vmr Beethoven mit deutschem Text.' singen und bringt als Neuheit eine draamatische Szeite ,iDie Nonne" für Gesang ung Orchester von Franz Matierlwff mit. Konzerttneister Drumm spielt das be- dalrnte Tstlstftikonzert von Gm oft von Max Bruch, womit er leinen zahlreichen- Bmckhrern große Frieude bereiten wird. Aber umh >re ite re Ueberraschungen bringt ,das Programm, nämlich die (strst- aussührung einer kürzlich veröffentlichten Bearbeitung von „Drei Präludien dem ivobltemperierten Klavier" Johann Sa- bastian Bach's für kleines Orchester von Wilhelm Kees und ferner zum ersten Male „Tanz der Nvmphm und Satprm" von (veorg S ch n m a n n , dem Tirigeulen der Berliner Singakademie. Alles tu allem also ein interessanter Albend, welcher starke 2tn- ziehungskrafl ausüben dürfte. Starkenburg und Rhcinhessen. — Mai uz, 11. Jnii. Von Ltugenzeugeii, die den hiesigen Markt besticken, wird berichtet, daß die Beaufsichtigung der Ver- käiffer in Bezug -aut Jnnetalrung der vor geschriebenen Preise durch eine ertebliche Anzahl von Beamten, Festungsgendarmen usw. mit rücksichtsloser Srretig-c durckgesütrt ,rird. Jede geringste Ueber- sckreitu)ig der Höchstpreise.wird sofort damit geahndet, daß der gesamte Vorrat des Verkäufers durch Beamte, recht oft auch Soldatm, auf >der Stelle verkauft wird. Am Dienstag hielt sich fast an jedem VerkcmsssttNide eine Aufsichtsperson ans, die den Vertaiff überwachte. Verschiedentlich kam es vor, daß Händler in irgend einer Nebengasse eincm „stillen" Handel eröffnen rvotli n. Auch hierhin folgte ifjtim die wachsatne Polizei, und nahm den Leuten die Waren ab und ließ sie ans dem Biartt veräußern. Durch diese Maßnahmen wurde von vornlevein jeder Versuch, ein „bißckzen" zu wuchern, i in Keime erstickt. Kreis Wetzlar. va. A u s de m Kr ei s e W c tz l a r. 12 Juli. Die Sammlnug von AJtnlaterial soll jetzt im freist' Wetzlar planmäßig durchgeftihrt werden. Zum Leiter der Sammlung bat der Kriegs- ausschuß den Seminardirektvr ttftoth-Wetzlae ernannt. ra. Hörnsheim iKreis Wetzlar>, 12. Juli. Leutnant Wil- helm Briel, in einem Infanterie-Regiment, tmcrde mit dem Eisernen Kreuz 1. .Kl. aarsgezeickmet. ra. Krofdorf, 12. Juli. Die Sammluiig zur UBoot- Spende ergab für die vereinigte Bürgermeisterei Atzbach-Larmsbach 2757,22 Mk.. und für den Umfang des Kreises Wetzlar insgesamt 18 522,55 Mk. Sport,. Die dies j'ä h r r ge n W e t t k ä rn p s c um de u H i n - denburg-Schild, den Jnugdeutschland für die hiesigen Schulen 1915 gestiftet bal. fanden atu Samstag nachmittag von 4 Uhr ab aus der Hardt bei schönstem Wetter statt. Gymnasium, Ober- realsckmle und Realgymnasium batten je drei Riegen zti den Käntp- sen entsandt. Kur; nach 8 Um: tonnte das Ergebnis bekarmtgegeben werden. Die O b e r real s ck n l e blieb mit 5 6 0 Punkt c n lim Durchschnitt der 3 Riegen Sieger. O. K ri eg s re ga t ta in Frankfurt a. M. Ter Frankfurter Rrckersportverein „Amicitia" und der Frankfurter Rnder- vevein „Undine" veranstalten S o n n t a g, 2 2. I ti l i, stachm. 3 Uhr, für die Jungmaunen imd derzeitigen Urlauber oer Vereine des S ü d d eu t f ch c n R liderverbandes eine K r i e g s - r e g a t ta , zu der der hiesige R u d er kl u b „H a f s i a" den Gast vierer, Kriegsvierer und den Vertoftmgsachter geitietdet hat. Im Gastvierer trifft „Hassia" curs Mamfhei.mer Wassersportverein .^Svnoärts" und Frankfurter R -G. ^Borussia" Im KriegsRerer svwre im Berlosungsmhter stautet .Lossia" nrft „Aurrettia" imb „Uüdine" zusammen. Vormittags 10 Uhr ist gemeinschaftliche Auffahrt der teiluehmenden Beverne. Geric^tssaal. Posen, 11. Juli. iP.-T.) Der .Kcnisniann Roman F i l i siewicz aus Posen wurde von der hiesigen Strastammer weg«« Vergehens gegen die Vevordnimgen die Beschlagnalrme von Getreide uiid Futtermitteln u-nd roegen überm ä ßi ge r P reisst ei gern ng zu einem Jckhr und einem Monat Gefängnis verurteilt. Sieden Monate nmrben ans die Untersuchungshaft ange- rechnet. Gegen Stellung einer Kaution von 100 000 Mark wich die Haft aufgehoben. Der Mitangeklagte Nowicki erhielt sechs Monate und eine Woche Gefängnis sowie 13 690 Mk. Geldstrafe- wovon drei Monate und zwei Wochen verbi'rßt sind. Der Mftan- geklagte Pietrowski erhielt fünf Monate Gefängnis und 13 490 ?Rark Geldsttase, wovon ein Monat und 20 Tage verbüßt sind. vermischte». * Berlin 11. Juli. (P.-TJ Der „Lokal Anzeige^' meldet aus MtenkirckWi: Auf der Wester Waldbahn fuhr ein G Ü t e r z u g a u f e i n e n P e r s o n e n z u g. Ein Beamter ist tot, 15 Personen verletzt, darunter sieben schwer. * Gens, 12. Juli. (B. T.) Wie das französische .Koloniat.-- btatt Courier de Hajphong meldet, wurden bei der Explosion der Nitratraffinerie ut Osaka 200 Personen getötet, zahlreiche kleinere Schiffe und Kunstbauten vernichtet, über 100 Häuser .zerstört. Witterungsbericht. Meffentlicher Wetterdienst.) Heiter, ttockeu, wärmer. Letzte Naehrrchten. Zur .Kanzlerkrisis. Köln, 12. Juli. In einer Besprechung der Kanzler-^ krise erklärt die „Köln. Volks-Ztg.": Der Reichskanzler hätten schon am verflossenen Freitag verstehen müssen, was eigeut- \ lich alle politischen Köpfe seit Monaten und Wochen erkarrms- haben: Die Notwendigkeit seines Rücktrittes. Immer hattvrl wir die Neberzeugung, daß der bisherige Reichskcntzler eirr- Hindernis für das Zustandekommen des Friedens sei. We feindlichen Staatsmänner, welche am Kriegsbeginn beteiligti waren, sind von der Leitung ihrer Regierungen verschwnn- ‘ den. Das Verbleiben des Reichskanzlers im Amte ist ein ständiger psychologischer Anreiz gegen Verhandlungen, die zu' einem Frieden mit Deutschland führen können. Das Wort: dieser Kanzler kommt nicht zum Frieden, ist auch die Ansicht' der Zentrumsfraktion. Die russische Ostseeflotte. Stockholm, 11. Juli. In drei aufeinaiiderfolgenden großen Versammlungen der Delegierten der Ostseeflotte: haben diese der provisorischen Regierung ohne Vorbehalte' ihre Gefolgschaft ausgesagt. N-Boot-Wirknngnr. Ro t 1 e r d a m , 11. Juli. Priv.-Telegr. > .Aus Twonta. wird dem „Nieuwe Rotterdamschen Courant" (5. 7. Nm.P geschrieben: Berichte aus Manchester erwecken den Eindruck, daß die Bauntwöllindustrie Lancashires bald unter den Folgen des Krieges zu leiden haben wird. Der Vorrat der Baumwolle in Liverpool wird von Tag zu Tag geringer. Die Einfuhr vermindert sich infolge des! U-Boot-Kckieges und der notwendige Schiffsraum für die 1 Baumwollindustrie fehlt. Nach Beiffchten aus llgando lagern dort 25 000 Ballen Ugando-Baumwokle i?n Werte von etwa 1 Million Pfund Sterling fertig zur Verschiffung. Es ist deshalb rttcht unmöglich, daß Lancashire dasselbe Elend kennen lernen wird, das Twenta schon solange und '. in ausgedehntem Maße tragen muß. Rotterdam, 1l. Juli. «Priv-attel. Vorige Woche hat Lord Milner int Oberhaus mirgeteilt, daß eine'Anzahl Sol-- baten, die in England Landarbeiten verrichteten und noctt in diesem Monat wieder eingezogeu werden sollten, vorerst bei der Arbeit bleiben werden. Außerdem sind andere Maßregeln getroffen, so daß 70 bis 80 000 Mann mehr zu den Erntearbeiten verfügbar sein werden. Die Bedürfnisse des Heeres haben gegen die der Ernährung znrückgestellt werden müssen. Lansmg gegen die Erdrosselung der Neutralen. Gens, 11. Juli. Staatssekretär Lansing ist mit der Behandlung, die Wilson und der LeberrsmittHlkonrnnfsar Hoover den Neutralen angedeihen lassen wollen, iricht einverstanden. Er ist plötzlich in die Ferien abgereist. Das „Journal" meldet ans Washington, das deute ans die Ndög- lichkeit einer Ministerkrise hin. Photogr. Apparate Feld-Kamera.» —■■■ Klapp-Kamer»» größte Auswahl! Fliotojsr. ßedarfsurtikel wie Flamen, Packfilm, Rollfilm, verschied. Fabrikate. 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Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Todes-Anzeige. Gestern abend 7 1 / 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem, aber schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden ganz unerwartet unsere innigstgeliebte, treusorgende, unvergessliche Mutter,Schwiegermutter,Grossmutter, Schwester Schwägerin und Tante Frau Katharina Albold Ww. geb. USImami im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: EI ly Burger geb. Albold Fritz Albold Greorg Albold Karl Bürger, Feldw.-Leutn., Marie Albold, geb. Kuppel und 4 Enkelkinder. Giessen, den 12. Juli 1917. z. Z. im Felde 5295 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Paedagogium (Höhere Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Ein ja Sir i gen-, Primareife-, Abiturienten- prlifnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt 14 Jahren dergesetzlichen Schulpflicht. (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). 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Juli nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Klein-Linden, Frankfurter Str. 25, aus statt. Vorzüglicher Schübsobien - Ersatz an Haltbarkeit dem Leder vollkommen gleichwertig. leicht z» verarbeilen: in Platten von zirka 54/02 cm, 3'... mm stark, gegen Nachnahme von Nt. 40.—, au be Ziehen öiivcbA.Braanschuiidt, Coburg, Seisartshofstraße 15. Probestücke von Nt. 4.50 erhältlich. (5273 il I» der Zeit vom 14^30. Juni gingen für die N-Boot-Spende ein: a) Bei der Bank für Handel und Industrie, Rleder- lassung Gießen: Rentamtmann Weimer 5 Mk.. A. Lonrad 3 Mk., Frau Oberstleutnant Pampe 10 Mk.. Finanzrat May 10 Mk.. ^ Tlh-, Frau Holzel 3 Mk.. Fohs. Schneider 3 Mk Nechnungsrat Merten 4 Mk., Fr. Walther 10 Mk.. Robert Stuhl 5 Mk.. L. Pirr Wwe. 2 Mk.. Frau Dagmar 100 m -’ Ungenannt 50 Mk.. Luise Dexheimer 5 Mk.. Lina Seip 3 Mk.. P. Allendorf 3 Mk.. Geheimrat Haupt 10 Mk.. R. N. 8 Mk.. W. Attig 5 Mk ^ Grete Emmelius 20 Mk.. .Karl Klees 2 Mk., N. N. 300 Mk. W. Michel 3 Mk.. Landgerichtsrat Bruel 25 Mk Maria von Röber 50 Mk.. N. N. 10 Mk.. b) bei der Mitteldeutschen Credilbank. Filiale Gieken: Chr. Zimmer Wwe. 3 Mk., (£. Wasserschleben 100 Mk. Geheimrat Dr. Strahl 50 Mk., Geheimrat Naumann 5 Mk Geheimrat Dossius 50 Mk., Prof. Engel 20 Mk Bros' Slebeck 20 Mk.. Peter Gräf 3 Mk., Frl. Weidig 10 Mk.' Prof. Brand 10 Mk., Firma Schaffstaedt 100. Mk. Kom ^Z'furat Schaffstaedt 100 Mk.. Frau Geheimrat Riegel 10 Mk.. Geheimrat Elbs 20 Mk.. W. kilbinger 20 Mk Pe^ri 25 Mk.. Frau Dr. Stuhl 10 Mk., Frl. Bigelius ln wu’’ o?T n Ä rat Sd)UÖt 10 <*• L. Bender se n. 20 Mk. Prof. Poppert 100 Mk.. Dr. von Faschke 20 Mk 100 m - & 10 Mk.. Hermann §^^00 Mü Frl. Weber 5 Mk.. Gg. Luh 5 Mk., Dr. Möser 50 Mk., L. Kämmerer 10 Mk., H. Schmidt IV. 10 Mk Frau Michel 5 Mk., Frau Krenzien 5 Mk., Prof. Dr. Alles 10 Mk., Direktor Oswald 20 Mk., Direktor ^nri n Sn! ^ r - Harries 50 Mk.. Firma Bänninger 500 Mk.. K. Bänninger 100 Mk.. M. Bänninger 100 Mk.. Direktor König 25 Mk., Oberbürgermeister Keller 30 Mk. wo Mk., Geh. Schulrat Rausch >0 Mk.. Therese Heh 10 Mk.. Prof. Kalbfleisch 10 Mk. Geheimrat Behaghel 10 Mk., Frau Prof. Füller 10 Mk., Msabeth Behaghe, 3 Mk., Adolf Fischer 100 Mk., Frau JJ (. Voy 50 Mk., c) bei der Bezirkssparllasse: - , 3?cheis 3 Mk., Franz Beppler 3 Mk., Marg. Se.bert 1 Mk. Ungenannt 5 Mk., Vezirkssparkaffenkontrol- leur Haas 3 Mk., Baugenossenschaft des eo. Arbeiter-Ver- ems (festen 2 Mk M. Braun 1 Mk., A. Wolf 1 Mk.. H'-Bund-Kaffe des Vereins Deutscher Studenten Gießen o emu' 1 J Mk., Gg. Leicht 5 Mk., Ungenannt 3 Mk., Frau Dr. Jung 10 Mk., Frau Zahlmeister Witting 10 Mk. d) bei dem Gießener Anzeiger: Frau Haupintann Wolf 10 Mk.. Heinr. Kahlhöfer 20 Mk.. Frl. Paletta 2 Mk.. Frau Herrn. Spamer 100 Mk.. Ehr. Inderthal 50 Mk.. K. B. 10 Mk.. D. B. 2 Mk.. L. B. 2 Mk.. Thiede 1 Mk., Marineverein 25 Mk.. Lokomotivführer Birkenbeul 5 Mk.'. e) bei Herrn Oberbibliolhekar Dr. Heuser: Rentner Wilh. Lober 10 Mk.. Frl. Wilh. Rübe 10 Mk.. Ungenannt 1 Mk. k) bei der Kasse des Roten Kreuzes: Georg Bichler 100 Mk. 8) bei der Gewerbebank: Direktor Arnold 5 Mk.. A. Z. 10 Mk., Wilh. Zurbuch 200 Mk., Prof. F. 10 Mk.. Prof. Dr. Eck 5 Mk.. L. Kattrein 10 Mk., Frau B. Schlenke 5 Mk. Die Sammlung ist nunmehr abgeschlossen. 5245 Bilanz berSDöi- uni> LMaMH.zu Watzcnbsrn- Ltmberg m 31. ZtMber 1916. JC Hotel Fürstenhof, Giessen _ Heute Donnerstar 5287 KONZERT' H. Wflllg r-Albcs wird seine neuesten Schinder bringen. Statt Karten! | Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Franz Bourgeois Johanna Bourgeois geb. Noll # | Gießen (Mäusburg), 12. Juli 1917. ««,-2 BallgtiisiiellslsiastLeskl». Aiöriterntteins zu Wen ringetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht E i n l a d n tt g ?» der Ktciia«. de» 13, Znlj lid. 5*"., abc.idS S UI,r im Saale der verberge tue Heimat dalKcr ftnrtiindeiidcn ordentlichen HanvLvcrsanlmlung werden die N.'ilglieder ergebend emgeladen. ^ ... - . L m Tagesordnung: Bericht des Voruandeo 2. Borlage der geprüften Rechnung nebst Bilanz und Ge- wmw und Berluttrechnung für 1910, sowie Erstattung des Nechenichattsüerlchts. " 3. Berteilnngsvorschlag bezüglich des Reingewinns 4. Bericht liber die Elisabeth-Kleinlinderfchuie. 5. Wahlen itt den Vorstand und Aussichisrat 8. Satzungsänderung. hier Aenderung des $ 1, Ablak 1 - Ik^L 0 ] 01 ' wwle des 8 32 «Aufnahme von Mitgliedern^ <. Verichledenes. Gießen, am 5. Füll 1917. £ci*JBovfitienbc des AunichiSratcs der Baugeuonen schuft deS ev. Arbeitervereins zu Gienen, eingetr Ge- nonenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Dr. Krausmüller. , eine Beschlußfassung bezüglich des Punktes 6 kerbenuhren zu können, bitten lutx unsere Mitglieder doCI- sahlrg erscheinen zu ivollen. Dw Rechnung für1910 liegt acht Tage lang znr Gin- ncht der Genoßen Ltephattstraßc 17 H - offen. Hülmeraugefi diu verschwinden bald nach Gebrauch von Kni-ns 4270 Hiihnerauqenmitikln ZentraS-Drogerie _ Selmlstrasse. I Gießener Hmisfranen - Berein. D«nner«t»x. 13. .Juli, abends 8'/« I hr in der neuen Slula der Universität V ortrag . cm- ... dcS Herrn Lehrer Blank über: nniercs dcutichen unserer Volksernadrmrg nutzbar machen?" „jP i I k wandet* u tiffen''* sollen stattnnden. Wer teilzunehmen wünscht, wird gebeten, seinen Nanten '» d.e amllegenden Listen einzutragen. 2. Mitteilungen und Aussprache über die OhstversorgHng, 523/ Die Vorsitzende. Korn-Ernte-Versieigerunq. y 1060 tn öcr mttteltten Gewann am Wiesecker Wea lmks und Flur 24 Nr. 18.--11410 Luadrattnerer^ Äadeburger Fußpfad links ani Flul- ?nÄb"'.5usammen 2\ 14« Quadratmeter--8,4572 Morgen SüLä ! ' V - al ii! nm . Freitag den 13. Juli 1917, ngchr 0vu 4 o Uhr, einzeln vnentlich tneistbietcnd ver- AeKbaL'^BÄ^"'" Sc " ""k- «»*«• -Tn fioht zum Perkans zur Berfügung. _ _ Joh. faeo rg Ptair I„ Gverhestraße «9 p. L.tädt. Verkaufsstelle für getragene Kleider, Wäsche und Schuhe. «"dtraaener «leider. Wäsche „ni> Schuhe ffndet täglich mit AuSnahnte von Montag und Mittwoch Äeueu Bä«e Nr. 17 8 Uhr bis nachmittags 7 Uhr statt. D e Abgabe erwlgt nur gegen «e«nssselrei»e. erfolgt getragener Kleider, Wsssche und Schuhe X,-. 20 mttt"gN"ll'hr 00,1 10 «s nnd. Aktiva %n auSge- lieheneu Kapitalien : Gegen Obligationen und Bürgschaft 305930.62 Gegen Güter- kaufgelder —.— Wertpapiere n. dem Kurs vom 31. Dez. 1916 23430.— An Kassenvorrat 17199.35 An Vorlagen An Ansstündcn An Mobilien 37.44 10o/o Abschreib. 3.74 356101.66 Gewinn Soll Jt An Zinseit von ansgenommenen Kapitalien 13279.80 An Verwaltungskosten 650.— An sonstigen Ausgaben 264.43 An Abschreibung aus Mobilien An Mindcrwert d. Wertpapiere nach dem Kurs v.31.Dez.1916 856.— An Reingewinn 3 246.51 31.64 9476.35 33.70 Passiva Per ausgenommene Kapitalien: 343598.24 Per Stamni- guthaben 6250.— Per Reservefonds 4749.73 Zuweisung ci. d. Reingewinn 1915 257.18 5006.91 Per Reingewinn 1246.51 Vermietungen Geräumige Stimmer Wohnung mit Zubehör und Gartenanreil, sonnige, freie Lage. Nähe des Bahnhofes, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres Hofmannstraße 14. Mansarde, 5 Zimmer, mit allem Zubehör, zum 1. Oft. zu verm. Ladwigstr. 49. 6107 | 2 Zimmer t Schön möb!. 2-ZtniB&er-Woh- mmg zu vermieten Goethe- straße. Zn erfragen Wall' torstraße 44 b. Wagner. oi - bi \^Möbl. Ziziiiner\ Peasion Brandl Neuan Baue 7? ,er, elektr. Licht, gute Lage. Schriftliche Angebote unter 04317 an den Gießcirer Anzeiger erbeten. 2 gut mhbl. Zimmer, möglichst ineinnndergehend. m. elektr. Licht, für ein älteres Ehepaar gesucht gum 1. Sept. Marburgcr Straße ob. in der Nähe bevorzugt. Schr. Angeb. unter 5289 a. d. Gieß. Anz. Herr sucht rnödl. Zimmer sofort. Schriftliche Angebote mit Preisangabe erbeten u. 04314 an den Gieß. Anzeiger. Herr fucht gut möbl. Zimmer mit Pension. Schrift!. Angev. mit Preis unter 5288 an den Gießener Anzeiger erberen. 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Güterkanfgcldern .— Per sonstige Einnahmen 16.— Per Mehrwert der Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dez. 1916 — Per Kursgewinn von an- gekauftcn Wertpapieren 287.50 Jt 16300.48 Watzcnborn-Steinberg, den 10. Juli 1917. ^ ^ cht- Kling. Happel- Morgen Freitag trifft am Lenz'ichen Felsenkeller eine Sendung Einmach- nud Salatgurken. Rettiche nsw. Frais Frosch. 5? 7 t - 4 Radiumhaltige Solquellen. = ^ idM! Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der TtBOaasa UKVH ^rmunrrsorlkLi.e. Heiileiden, Blntarmnt. 2 M 8x4 UL. tUL Franenkrankheit., KheumatismuB, Gicht täß W W ff V VV Skrofulöse Rachitis, Rückstand n von „ L „ Influenza. Lungen- and Rippenfellentz. Bahnlinie GBttlnpen Behra. :: Geschützte herrliche Lage Inmitten ausgedehnter Geblrgs- waltiungen. :: Solbäder all-r Art. Iuhala- lionen. Gradierwerke. I'neomatische Apparate«. Reremern Trinkknren. Auskuir/1 und Prospekt*«^TCh dieBadeverwaltung. 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