Nr. 15? Ter viH«»er L»zrr--, erlchernr täglich, «u|er ©omitaoS. - ****** S*mttk*Mtta: K?d$fctatt ffir öe« Ureis Hetzen. Bejappteis: N«atsi 1 Mk.. viertel- jahri» u. Zweigstellen 1^9? M-: durch d^Poft Mk. 3.— vierte!- jährl. ausjchl. Bestell«. Fwrfprech - Anschlüsse: surdieEchEeitunaI12 Verlag,Geschästsstelleol Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Hießen. erster vlE !«. Zahrgang pestscheSksvts: 5 r«mkfurr «.M. \\m jer für Goeryessen ANiMügN-Lnr-nuk 11 . Verlag: vrübl'sche Ums.-Such- u. Steindruckerei R. Langt. Schristlesinng, Seschäftrftelle ll. vrncrerei: Schulstr. 7. §amrlLg. 7.3uSI \WJ .o>,ravo.e vot» «.. v , f . öw TageSnunrmer zum Nachmittag vorher. ZeUenyrrife: für örtliche Anzeigen D) M., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorfchrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzoorschrikt vO Pf. Hauptschriitlesier: Auq. Goeh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Auq. t^vetz; Stadt und Land, VennischteL u.De- richtsfaal: Fr. R. Zenz; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. BanA-erkehr: Ge»crbeba»l Sietzen Nelle flegm (WTV.) Trotzes Hauptquartier. 6 . Juli. (AuttUch.) Weglicher Kriegsschauplatz. Bei Dunst untz N-e^en herrschte tagEer mrr die ge- wöhnl^he Stellmrgskam-pstätÄkeit. Abends lebte bei besserer Sicht das Feuer uielsäch auf. Nachts spielten sich mehrere ErkundlmgLaeftchste ab. Hart nördlich der Aisne holten StohtrnpPS eit?es rvürtternbergischen Regiments nach erbittertem Nahkmnpf eine größere Zahl von Franzosen aus ihren GräbW. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Prinz Leo poldvonBayerm. Zwischen Zborom mw Brczezanh nahm gestern der Artilkerrekmnps gwtze Stärke an, lieh nachts nach und hat ssch seit Dasesgrmren wieder gesteigert. Auch bei Zwyzyn, Brody und Smorgon mar die Feuertättgkeit zeitweilig sehr lebhaft. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Trkarmte Bereitstellungen rumänischer Infanterie zum Lrrgrifs gegen einige von ltns gehaltene Höhen südlich des Ca sinn-Tales wurden durch Vernichtungsfeuer zerstört. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls non Mackensen. An der imteren Donau war der Feind unruhiger als i» letzter Zeit. Mazedonische Front. Keine größeren Karmchhandsimgen. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorfs. den Deutschen überlassen wird." Demgegenüber ist daran zu erinnern, daß Hinüenburg erst m den letzten Dagen erklärt hat, es sei alle Aussicht vor- handm, daß durch den ll-Bootkrisg Enaland zum baldigen ^rreden gezwurrgen werden könne. Allem Anschein nack> glaubt das dre „Frankfurter Zeitung" nicht, oder aber das dmr Hrndendurg angedeutete Ziel gefällt ihr aus irgend ernem Grunde nicht. Hat doch dasselbe Blatt dor einigen Tagen in einem Leitartikel ziemlich offenherzig van dem ^unentschiedenen Kriege" gesprochen, dem der entsprechende Friede foLgen muffe. Der Abendbericht. Berlin, 6. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Bom Westen nichts Besonderes. In O st g a l i z i e n ist die Schlacht heute neu entbrannt. Massen st ürmed-erRussen sind zwischen Zlmrow mrd Kvniuchp und bei Brczeczanh unter schwersten Verlusten für den Feiiw zusammengebrochen. Wahrend im Reichstag gestern die Regierung durch Staatssekretär Dr. Helfserich angekündigt hat, daß eine Vorlage auf Vermehrung der Reichstagsmandate dem Reichstage so^ rechtzeitig zugehen werde, daß die kommenden Wahlen auf dieser Grundlage vor- Aerrommeu werden können, gehen die Erörterungen über die -inneren Neugestaltungen im. Hauptausschuß und in der ^Öffentlichkeit weiter. Die Rechte hat im Hauptausfchuß kundgetan, daß sie sich gegen die Wahlrechtsreformen nicht sträubt und rtirr auf der verfassungsmäßigen Zuständigkeit der Ernzelstacrten bestehen will. Die Regierung schweigt noch, scheint in vielen Dingen noch unschlüssig zu'sein, sonst würde Staatssekretär Helfferiä» doch mindestens eine bin dende Erklärung über das Berhattuiswahlrecht abgegeben haben. Der Kanzler hält sich noch zurück- wahrschemlrch aber haben wir in den nächsten Dagen wieder eine Rede von ihm zu erwarten. Die Lage hat sich geändert. Diejenigen, die bei der letzten Dagung des Reichstags im Mai der Ansicht waren, Herr v. Bethmann Hollweg könne dem Volle nichts Nerves Und nichts Entscheidendes über seine Politik verraten, l Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 6. Juli. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verLautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Südlich des Casiuu-Tales wrrrden bcreitgestellte rumänische Angriffstruppeu durch unser Artillerieseuer zerstvertt. In dem gal irischen Kampfabschnitt hat das feindliche Artillerieftmr gestern nachmittag und heute ftnih wieder zugcnommen. Süestlich Zborow wurde heute ein Angriff abgewiesen. « Italienischer und s ü d ö st l i che r Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generalstades. * . * Unternehmungen deutscher Flugzeuggeschwader. Berlin, 6. Jusi, (WDD. Anillich) Die deutschen FlugzeUggeschwaoer unternahmen irr den letzten Nächten zahlreiche Flüge. In der Nacht zum 3. Juli griff ein Geschwader das englische Munitionslager bei Ai re mit 3600 Kilogramm Bomben an. Der Erfolg war durchschlagend. Obwohl das angegriffene Ziel 30 Kilometer vor irnserer Formt liegt, kormten unsere Truppen in ihren Stelsimgen vier große aufeinander' folgende Explosionen und einen bis zum Morgen anhaltenden Brand beobachten. Am Nachmittag des 3. Juli warfen andere Geschwader 2500 Kilogramm Bomben auf die Bahnhöfe von Chauny und Ter guter sowie ans französische Truppenlager im Aisnetal tmb weitere 800 .Kilogramm Bomben auf feindliche Waldlager bei Cramme. In der Nacht zum 4. Juli griff ein Bombengeschwader die I n d u str iean la ge n v-mr P em - pey im Berken von Ranch an mrd warf 6500 Kilogramm Sprengmnnttioll auf das Ziel. In der Zeit von 1t bis 3 Uhr nachts folgte ein Angriff dem andern. Dabei gingen die Flugzeuge zum Abwurf bis auf wenige hundert Meter herunter. Zahlreiche Treffer im Ziel wrrrden einwandfrei beobachtet imd mehrere Explosionen mit grüner Fearer- ersck)einung festgestellt. Obwohl die angreifendeu Flugzeuge in dem Licht der zahlreichen Scheinwerfer hell erleuchtet waren und von den Abwehrbatterien heftig beschossen wrrr- den, kehrten sämtliche Flugzeuge in ihren HeimatsHafen zür ück. Au.ch die zur Abtvehr eingesetzten feindlichen Flugzeuge konnten die Durchsithrutig des Angriffs nicht hindern. Der Angriff hat bm für die französische Kriegsausrüstung überaus wichtigen Eisen- und Htitteuan lagen einen bedeutenden Schaden zu gefugt. Der Schlag trifft die feindliche Kriegswirtschaft um so'härter, als die Betriebe int Näncl>er Jndustriebeckeu schon mehrfach durch die deutschen Fliegerangriffe auf Tage hinan.s still gelegt wurden. G dem Gelier kernen Erfolg. Die deutschen Mugzellge sind vollzählig rn den Heimatshäfeu gelandet. Der türkische Bericht. s. J-cki. MTB. MchtwiEch) Dnt- Konftautinopel lrcher Heevesberickt, An der persischien Grenze, nordöstlich von Suleiwcnnc, zwangen unsere vorgelxenLen Bataillone fünf russische Kvoalleric- regrmenter zum schleuniger Rirc^ug. Serdescht an der persischen (^-renze wurde von rmseren Truppen tokbec tä\z$L . .j. An der Kaukasusfront außer einem schLoochen beider- JUsanterre- mü) Artilleriefeuer keine wicAige Kampf- tätrgkelt. Sinaifront: Feindliche Artillcrie machr einen simkichn Minuten dauernden Fvuerübersall bei Gazs, ohae ein uaoiat&* wertes Ergevms zu erzielen. Die Verluste der Russen. r r-.% t0 £V. rin ' 6- Juli. (MTV.) Laut „Aftonbladet" besitzt der Arbeiter- und Soldatenrat in T o r n e a die Draht- n ach ruht, daß die O ffe n s i ve i n G a lir ien den Russen nrcht weniger als neun Divisionen kostete. Die Stellung KererrSkiS. Amsterdam 6. Juli. (WTB. NichtamSich.) Dem „All> gernoen Haudelsblad" wird von seinem BelläOerstatwr rn Stock- holnr genreldet, daß die Macht i^er Bolschewicki in Petersburg zu- rnmmt und die Stellung Kerenskis dadurch immer schwieriger wird. Die separatististherr ^trömuugeir in der U freute und in Finnland sind im DÄrchsen begriffen Man wartet l^ort aus die Gelegenheit, mrr sich von Rußland lostzutrenneu. * * * Die nmttltantv in Frankreich» 6. Juli. Das amerikanische BaSaikk»«, das zur Hebung der StünnOmg nach Paris geschickt worden war. vt gestern abend an die Front abgegarrgert. Wie die Pariser ZeiUmgen mn Nachmittag anküudrgten, war die ^lbftlhrt des für das Bcttaillon bestinmÄen So-nderzugrs aus abends 9 Uhr fcst- geset;t Es bat alw ein emNgxr Zug genügt, um M fassen. der aWerikattische« Lnstststte. Washington, b. Juli. (WTB. MchtamE) Das .VcricgSoctmtement legte den, MilitSrausschntz des Repräsentantenhauses die Bill über denAusbauderLuftflotte vor. Die Bill sicht die sofortige Erbauung von 22 625 Flugreugen vor, wofür 639 Millionen Dollars gefordert werden. * * * Neue Unruhen in Amsterdam. ... 6 - ?uli. (WTB.) Meldung der Niederländischen Telegraphen-Agentur. Neue Unruhen sind in Amsterdam ausgebrochen, als die Arbeitswilligen von den Munrtwnswerken am Hembruh nach Amsterdam zurückkehrten. Sie umrden von den Streikerrden empfangen, was Anlaß zu Krawallen und Massenansammllmgen gab, die sich über Haarlennnerplein, .Haarlemmerdyk und die benackchar- ten Straßen ausdehnten. Die Infanterie mußte verschiedentlich feuern, wodurch ein Manu getütet und 11 Personen verwundet wirrden. schetneu heute ihre Mesiurng „Fvauksirrter Zeitung" z. B. mal ganze Bol? verlangt zwar zür haben. Die )t die Feststellung: „Das mcht ncuh der Offenbarung von Gehermnisserl, die im Interesse von Kriegführung und Politik gewahrt werden müssen, wohl aber nach herzhaften und ernsten Worten, die uns unfern Weg zeiget: und führen." Das ist derselbe Standpunkt, deir jvir in unserem Blatte schon längst vertreten haben. Freilich drärrgt das Frankfurter Blatt in einem anderen Sinne nach Kundmachung bestirnmter Friedensziele als etwa die Almexwnisten. Es erllärt nämlich, daß es jetzt angebracht lei, über die Zukunft Belgiens deutlüher zu werden. Es sei „Zeit, den Esitdruck cars der WE M schaffen, daß der Reichskanzler zwar s e l b st d a s von unseren Truppen besetzte Königreich wiederh er stellen möchte, aber nicht wage, sich zu seiner Meinung zu bekeimeiu und daß ihn im entscheidenden Augenblick stärkere Persönlichkeiten überstimmen würden". Das sind ja recht interessante Eröffnungen, und wir- sind gespannt darauf, ob der Reichskanzler im Reichstag diese Angelegenheit irgendwie enoähnerr wird. Charakteristisch für die Polisik der „Frankfurter Zeitung" ist es, daß sie erftärt: „Witt man aber Belgien nicht preisgeben, so beschwere man sich auch nicht länger, daß die englische Negierung den Krieg immer noch weiter- sührtt wir schreiben nicht zum ersten Male, daß nur ein gänzlich zerschmettertes, ohumach- trg am Kodeu liegendes Belgien Der Angriff auf Harwich. Berlin, 6. Juli. (WDB. Amtlich.', Die deutscher: Luftstreitkräfte fügten den Quellen der englischen Kraft einen neuen schweren Schlag zu. Der Angriff galt eurem der .Hauptstützpunkte und Schlupfwinkel 'der englischen „großen Flotte". Ani 4. Juli vorn.'ittags 8 Uhr erschienen deutsche Flugzeirggeschwader über Harwich mid belegten die Festung und den Kriegshafeir ausgiebig rnit Brand- und Sprengbomben. Die Großflugzeuge erzielten in den Llrseual-er!, Barackerrlagenr, Docks und Werften, auf einen Flugplatz und auf mehreren Kriegsschiffen zahlreiche Bo l l tre f f e r. Die klare Sicht gestattete eine deutliche Beobachitung der Einschläge. In deri Docks errtstand ein großer Brmrd, der lvährend des Rückflilges über See noch lange zu erkeimen »oar. Der dem Gegner zugefügte militärische Schaden ist ltedeirtend. Der Nachrichtendienst des Feindes hatte diesmal besser gearbeitet. Schon vor der Themse-Niündung mnpsing das ' Fllrgzeugaeschwader ein starkes Abwehrfeuer der vor der Ostkiiste' siegenden britischen Seeslleitkräfte. Der Gegner folgte mit deni Feu.er während des ganzen weiteren Fluges. Eure besonders starke Gegenwirkung setzte über Harwich ein. Ueber der Festung kam es mit den zur Abwehr aufgestiegenen feindlickwn Fliegern zu zahlreichen Luftkämpfen. Sie verliefen ergebnislos für den Gegner. Der Rüctnurrsch fiihrte in gerader Strecke 1500 Kilometer über See. In der Gegend von.Zeebrügge erwarcketen neue feindliche Kampfflieger von der Station Dünkirchen das Boinbengeschtvader, aber auch die mit ihnen sich entspinnerrden Einzelkämpfe brachten Der Bürgerkrieg in China. ^ .6. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) pow meldet aus Trentsrn vom 5.Juli: Die Mandschu-i regtmtng itritb UxiWircintixf) bald nieder beüitigt. Man erwarte, daß Twan Tsichjnj gegen Mitternacht 20 000 Mann zwischen Pettng und ^rentsin zusammeirgezogen haben wird: längs der kau-Bahn rücken starke Streitkräste von Süden vor. Im ganzen marschieren 50000 Mann aus Peking los aus mffcchedeneil Nichttmaen, wo Tschang Shun nur über 2000 Mann verfügt. Twan Tschrjnj richtete ein Ultimattun an die Gruppen ^.wang Syuns, in dem er ihnen, milde Behmwlung znsaat wenn sre dw Waffen Niederlegen. Gerüchttveise verlautet, daß der Reit der Toppen des Generals Tscharrg Shun in Hantschuft chn lvrecks rm Stiche ließ. 15 Provinzeir stehen auf der Seite des Mnnsberpräsidenten, der das Antt des Oberlx-fchlshabers der Straf- erpedrtwn angetreten hat. Reuter meldet aus Peking vom 5. Juli: Der Kampf in Lang- ,ang, da-,' an der Straße Peking—Tientsin in der Mitte zwischen den beiderr Städten siegt, hat b^gonTrew Schanghai 6. JE (WTB.. Nichtamtl.) Die Eisens bahnlmme Peking—Tientsrn wrrrde heute sinh bei Lang^ smtg van den Truppen T)chang Hsuns «chgegnssen. Die Verbindung wurde nmer Mrtwirknng auslaApcher Offiziere wieder liergestellt Twn Dckmuisetzt in Waschang an der Eisenbahnlinie Tient- sin—Pesing, 40 Me^nWsich Tientsin. Er befehligt die achte .Dordevettungen zum Vormarsch auf Pesi^. Du der Repnblck günstig gesimnen Provinzen sind, wie bericht^ nnrd, ermnttgt. -,stl>ung Hsum ist so gut wie isoliert. Selbst sesiu siul^'vtm Berbicndcken sind leht gegen ihn, London 6 Juni. (WTB. Nickpamtl.) Reuter: graplnsche Nachricht von der Errickchrng der Regierung in Nanking ist eingetro'ffen. Die tele- vorlänsi gen Der Besuch des deutschen Kaiserpnares in Oesterreich. . r'fJl' 1 ’ 6 o 3 ni i - lW. T., T«s deutsche Kaiserpaaü » Uhr »TOitittna-J üt üajcnBitrcr ein Schm, Irtt dem ,ruhen Morgen Wrajlt der ■£« im fcftltc&m sS tmöjauö der engeren in* lucitom Ilmgehmiq tunr tHeSS iu>irmmg ^ umm-nqestwmt, um das deutsche Kchsm-paar hminien ,u linnen. Gegen 9 Uhr chhrm, Kaiser «TrI ftotfer in Zita mm «nlrnlm. Ter Kaiser trnq die ^ nnmnn cm« wanjuriwt >'Knem,seldmarsch°NS. Wükreüv Ä Mntl h.e deutsche Sfttnmn tu rutrrlichstrr Weise Eommens begrnhte m r ÄÄnsc Kais.-r Mshelm die Kchs^u, Z, ü Dnrn ftolg-te ftr* herzlichste Bosrühwng brr Majestäten durch Küß und innigen Häichedruck. Tie Mmestäden waren gleich in an- gevogtestem Gespviich. — Indessen stieg das Gefolge des deut-i üben ÄLisevS anS dem Zuge, darunter die GeneralLdnckantn4 Generaloberst von Messen, General der Infanterie Freiherr van Lpncker, Admiral v. Müller, FIügeladiuprnt und Korvetten-Kapitän Burggraf und Gra? $u Dolmo-Lchlodien sowie der k. und k. M8ÄLrbevottmächt.igte Generalmajor Freiherr von Klepsch-K'lvth nnd Flügeladrurant Oberst Freiherr van Bieuerth. Nach der üfoeiwu* innigen Begrünung stellten die Monarchen einander ihr Gefolge vor. Kaiser .Karl und Kaiserin Zita geleiteten dos deutsche Kaiservaar vor den Bahnhof. Unter l-erzlichster Begrüßung seitens der Bevölkerung, unter .Hochrufen, Winken mit Tüchern! nnd Blumengrüßen traten die dTLajestäten die Fahrt Aum Schlosse an. Im Schlosse wurden die beider Majestäten vorn Ersten Ober- Hofmeister Prinzen zu Hohenlvbc willkonrmen geheißen. Nach der Begrüßung im Schloß fuhr das deutsche Kaiserpaar in daS ^lb- steigeouartier im alten, schloß, wohin es von unserem .Kaiserpaar geleitet wurde. Bald danach hat Kaiser Wilhelm in Audienz empfangen: den Minister des Aeußern Grafen Czernrn, den österreichischen Ministerpräsidenten Tr. Ritter v. Seidler, den ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Ester da zp, den Vizepräsidenten des Herrenhauses Max Egon Fürst zu Fürstenberg und den en Partei. Ministerialdirektor Lewald erwidert, daß es sich nicht um eine solche Darteinahrne bandle. Das ersehe Man schon daraus, daß die Artikel selbst ungehindert in der „Leipziger Volkszeitung" erschienen sind. Ihre Verbreitung als Flugblatt tvurde. aus Gründen der öffentlichen Sicherbert verboten. (Gelächter der 11. Soz.) Die Kohlenfrage. Abg. Kuckhoff-Cöln (Ztr.) weist auf den Mangel an Kohlen hin und fragt, ob der Reickskcmzler bereit sei, durch Rationierung Vorschüsse an Minderbemittelte, besonders an Krieger- frauen, Anlage von Kohlenlagern in den großen Städten und Regulierung des Handels, besonders die kleinen Verbraucher im nächsten Winter vor Not zu schützen. Unterstaatssekretär Richter: Es ist Vorsorge getroffen, daß einerseits durch Steigerung der Produktion an Steinkohlen und Braunkohlen, durch Zuführung vermehrler Arbeitskräfte, andererseits durch dce Regelung der Kohlen Verteilung der Bedarf der Bevölkerung an Hausbrand sichergesletlt wird. Abg. D o v e lFvrtschr. Bp. weist auf die Einschränkung des Verbrauchs elektrischer Kraft hin und fragt, ob eine einheitliche Regelung der Materie gesichert sei. Unterstaatssekretär Richter: Die Angelegenheit, deren Bedeutung vom Reichskanzler nicht verkannt toird, unterliegt zurzeit noch der Prüfung. Abg. Liszt (natL. fragt an: Ist der Reichskanzler angesichts der durch den Prozeß Kupfer enthüllten Vorgänge! nunmehr bereit, den Beschlüssen des Reichstags vom 20. Dezember 1915 und 26. März 1917 zu entsprechen und unverzüglich und mit rückwirkender Kraft Maßnahmen zur Einziehung unlauterer Kr ie gs gew inue herbei zu führen? Vom Regierungstisch wird erwidert, die Entscheidung dieser Frage sei» davon abhängig, zu welchen Ergebnissen die Beratungen der Kommission führen werden, die zur Prüfung von Verträgen über Kriegslieferungen eingesetzt worden sei. Abg. Göhre (Soz.) fragk an, welche Schritte der Reichskanzler zu tun gedenkt gegen die von Hausbesitzer-Orgonisatlonan nnd einzelnen Hausbesitzern vvrgenomrnenen planmäßigen Mietskündigungen und M i ets ftei gern n gen um 10 bis 33 Prozent. ^ Ministerialdirektor Dr. Lewald: Die wirtschaftliche Lage des städtischen Haus besitze s, die schon vor dem Kriege an vielen Orten ungünstig war, hat sich während des Krieges durch die Erhöhung des Hypvthekenzinses und sonstiger Kosten, sowie durch den Ausfall von Mieten verschlechtert. Das 'Bestreben, die wirtschaflliche Lage der .Hausbesitzer durch Mietssteigerimgen aufzubessern, erscheint aber während des Krieges nur so iveit berechtigt, als es geeignet ist, den Häirsbesitz vor dem wirtschaftlichen Bankerott zu bewalden. Da von Hausbesitzer- Organisationen in größeren! Umfange planmäßige Mietssteigerungen beschlossen worden sind, toerden Einrichtungen zu treffen! sein, die die Möglichkeit schaffen, im Einzel falle die Notwendigkeit nachzuprüfen und Abhilfe zu schaffen. Der Reichskanzler wird alsbald mit entsprechenden Vorschlägen an den B u ndesrat lvrantreten. Tas Wahlrecht im Reiche. Zur Beratung stehen dann die Vorschläge des Berfa s s u n g s a u s s ch u s s e s , und znrav Lur erster Stelle die Frage der Linderung des Wahlrechts im Reiche. Zu dieser Frage fordert der Ausschuß einen Gese tzerrtwnrf, der bestimmt. daß bis zu eurer aCganemot neuen Festsetzung des Verhältnisses der 'Wahlerzahl zu der Zahl der Abqeortmeten die Wahlkreise mit besonders starkem Bevölkerungszuwachs, die ein zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet bilden, eine entsprechende Vermehrung der Mandate — unter Einführung der Verhältniswahl für diese — erhalten. Die Sozial de mokraten beantragen, das Wahlrecht allen Aber 20 Jahve alten ReickMngehörigen ohne Unterschied des Geschlechts zu gewähren. Berichterstatter Tr. M üll er-,Meiningen: Wir lehnen die Rechte und Freiheiten ab, die uns unsere Feinde verleihen möchten. Wie sie anssehcn, Hai das arme brutalisierte griechische Volt erfahren müssen. Die Forderungen des Ver- fassuugsausschusses sind nur alte Forderungen der großen Par- reien dieses Hauses. Die Vermehrung der .Mandate in den großen Wahlkreisen ist eine Forderung der Gerechtigkeit und entspricht auch durchaus d-eni Geiste mrd deni Wortlaute des?Sahlgesetzes firr den Deutschen Reichstag. Die Regierung muH dem Reichstag bei seinem Wiederzusammentritt im,Herbst eine Vorlage machen, die ohne KleinlichMt und ohne Partei!ickikeit den unerträglicherl Zuständen ein Ende bereitet. Das ist nur eine kleine Abschlagszahlung, die dem .Volke den Wirten Willen der Regierung zeigen soll. Seine Wünsche gehen viel meiter. Das zeigen die Beratungen des Berfassungsausschufses. Ich bitte um möglichst einmütige Annahme der Entschließung und Ablehnung Mer AbändWungsänträge. Staatssekretär des Innern Tr. Helfferich: Auch die verbündeten Rcgierungen lxrlten eine Neuordnung in den großen Wahlkreisen für geboten und sind bereit, eine solche Vorlage dem Reichstage zugehen zu lassen. Tie Beratungen hierüber sind schon eingeleitet. Die Vorlage nstrd dem Reichstage so rechtzeitig zugehen, daß die nächsten Reirbstagswahl-en schon auf der Grundlage der zu erwartenden Aenderungen borge* nom ntcn we rden können. Erve solche Aenderung liegt rit der Richtung des Ausbaues unserer inner politischen Verhältnisse, der die freie mrd freudige Nacharbeit aller Glieder im Staate und im Reiche sichern ß>ll, für die das deutsche Volk mir seinen unvergleichlichen Leistungen in diesem Kriege den Boden bereitet hat.- Er entspricht auch bem Geiste der Osterbotfchaft nnd imixb in diesem Geiste von den verbünd-Äsn Regierungen in Zusammen* arbeit mit dem .Reichistagc durchgeführt werden. (Beifall.) Abg. Tr. G r ad nau er (Söz.): In den Verhandlungen des BerfafsungsausschusseS fehlte der große Zug. Hätte man unsere Anträge angenommen, so iväre die Reform annehntbar gewesen. Die Reden der Vertreter der Reichsregierung im Ausschuß ent-i wracken nicht dein Ernst der Ausführungen des Reichslanzlers inr Plenum. Tie volle politisch^ Gleichberechtigung des >verblichen Geschlechts iß eine Kulturforderung. Auch die weibliche Jugend bedarf des staatsbürgerlichen Unterrichts. Besonders bitter ist es, daß gerade England im Begriffe ist, das Frauenstimmreck)t einzuführen. Wir Svzialdeinokraien haben kein eigenes parteipolitisches Inreresst am Frauenstimmreckch, das seinen Siegeszug durch die ganze Welt macht. Das jetzige Wahlrecht ist nicht gleich, weil die Minderheiten mundtot und die großen Städte vollkontmen entrechtet sind. Das ist ein unerträglicher Zustand. Hier muß-endlich Wandel geschaffen rverden. Abg. Kreth (kons.): Mit einer Vermehrung der Mandate in den iibermäßig großen Wahlkreisen sind ivir einverstanden nnd wünfn eu. daß die wirtschaftlich Hu d-en großen Städter! geböreiwen Gebiete zu diesen Wahlkreisen geschlagen u>erdeu. damit nicht die städtische Bevölkerung in solchen Wahlkreisen die ländliche Bevölkerung erdrückt. Die Verhältniswahl lehnen wir ab, denn sie beseitigt das persönlich^ Verlßilrnis znnschen den Abgeordneten nnd den Wählern, auf das wir aber den größten Wert legen. Wir sind anch so ketzerisch zu sagen, daß es auf die Stimmenzahl Metv nicht ankoumit Plan muß auch Land und Leute berücksichtigen. Die über die Ausschußanträge noch hinausgehenden sozialdemokratischen Anträge lehnen wir erst recht ab. Abz. Becker-Arnsberg (Ztr. : Wir stimrnen für die Mrs- schiußanträge. Das Frauenivahlrecht ist nicht angebracht. Dre Frau soll nicht in das politische Leben treten. Auch die Lvirntagswahl empfiehlt sich mcht. Di« S onntagsruhe darf durch die völitffcde Agitation nicht gestört werden. Bon der B-erhÄtniswcchl versprechen wir Uns eine bessere Vertretung der Minderheiten. Abg. List (natl.): Die Regierung rst ja nun endlich aus ihrer Zurückhaltung herausgetreten. Sie tvill der Vermehrung der Mandate zultiumren. Wie denkt sie aber über dre Verhältniswahl? Die Krregszeit hat gewiß starke Argumente für das F rauen wähl - recht geliefert Aber es hat noch Zeit, diese wichtige und schwierige sff-age gesetzlich zu lösen, dliuf Grund der Ersahrimgen im Kriege stehen wir dem Fvauenftimnwecht wesentlich syrnpathrscher gegenüber als früher. Wir können uns aber- im ?lugeublick zu einem! so ueitgel'enden Schritt. Ivie es dre Einführung des Frauenstimme rechts wäre, nickit eirtschließen. Eine Herabsetzirng der Altersgrenze für das Wahlrecht lehnen nur ab. Jeder Wähler muß die genügende politische Reife besitzen. Wir wiffen uns frei vmc allen varteipoliti- schen Interessen. Uirs leitet nur das Wohl des Istanzen. Die Ein- führung der VerhältniÄvaU für das ganze Reich ist zurzeit nock> nicht möglich. Auch wir wünschen nicht, daß die Zahl allein den Ausschlag geben soll. Sv ganz sind die Begriffe .Land imd Leutr^' und Bodenständigkeit nrctst zu verwerfen. Ern absolut gleiches Wahlrecht gibt eS nie. Gewiß sollen alle Unglerchheiten nach Mög- lrchkeit bescntigt werden. Aber letzt im .Kriege ist das einfach unmöglich. ?^ach dem Kriege sollte die Regierung in dieser Frage die Führung übernehmen! Abg. Wald stein iVp.): Die Tätigkeit des Berfaffungsaus^ sckusses darf nicht etwa die einzige Frucht der Neuorientierung sein: sie ist nur eine Vorcrntc. Bei der Neuorientierung wird die Hauptarbeit nicht im Reiche, föndern in Preußen zu leisten sein — oder für Preußen, falls es in Preußen nicht möglich ist. (Sehr girt! links. 1 Schon Treitschke hat darauf hingewiesen, daß eine Ueberein- stimmung zwischen dem preußischen Landtag und dem Reichstag in politischer Beziehung unmöglich ist, falls nicht die Reichsverfassung illrfforisck. sein sollte. Jetzt rst die Zeit dazu gekommen. Wir lehnen den sozialdemokratischen Antrag aus Heoachetzung des Alters dec Wahlberechtigten ab, die Frage des FrouenstintiNreckstes blerbt offen. Abg. Merk in (Dtsch. FraW: Das Reick> brmnstt für Pren- ßen keine Arbeit zn leisten. Preirßen kann für sich selbst sorgen, ©in Teil meiner Freunde l-at Bedenken gegen das Verhältniswahlrecht. ?lbg. Stadt Hagen (U. Soz): Dü Vorschläge des Ausschusses sind ganz unzureichend. Die Aussprache schließt. Die Antrag e des Versa ss u ng s a n s s chn s ses werden gegen die Stimmen der Konservativen, eines Teils der Deutschen Fraktion und der unabhängigen Sozückdemokralen angenommen. - Die Verlängeirung der Legislaturperiode. Nack, einer Gesetzesvvrlagc soll die Geltungsdauer des Reichstags weiter um ein Jahr verlängert werden. Abg. A l bre ch t (U. Soz.) lelpit die Vorlage ab. Damit schließt die Aussprache und die Vorlage nstrd in allen drei Lesungen gegen die Unabhängigen Sozialdemokraten an ge* nommen. Eine andere Vorlage iordert für den e l sa ft -1 o t hr i ngi - schon L a n t a g die gleiche Verlängerung. ?lbg. Ledebonr Ul. So-.): Wir lehnen auch diese Vorlage ab. ^Heiterkeit.) Abg. E nt m e l Soz/ - Einige Wablkreise sind in den Händen der Franzosen, Neuwahlen könnten also gar nicht lwrgenommen werden. Aucl' sind ganze Ortschaften geräumt. Die Mchtannahme der Vorlage würde geradezu die Verfassung gefährden. Llbg. Ledebour (U. Soz.): Ich bin trvtzdem dagegen. (Mg. Sachse <"Svz.): Jeder blamiert sich, so gut er kann! — Zustimmung.) Tas Gesetz nürd darauf in allen drei Lesungen angoüom- m e n. Nächste Sitzung: M 0 n t a g 3 Uhr: Interpellation der II. Soz. über die Verhältnisse aus dem Obst- und Gernüsemarkt Usw.; Fragen btft äußeren und inneren Politik, Krcditvorlagc. Schluß V,7 Uhr. Aas den Reichsiagrallsschüffen. Fm Hauptausfchutz des Reichstags erklärte der Präsident des Kriegsernälsrungsa.'nrteS V. Ba- tocki über die Er n a h r u n g 3 f r a g en , die Monate Jmn und Juli seien aucl) im vorigem Jahre die kritischsten Monate gewesen. Die Dürre in einem Teile Deutschlands habe hinsichtlick) der Obst- und Geinüseernte die Sitnatwn in dieseu! Jahre noch verschärft. Gerade bei diesen schnell verderblichen Waren sei die behördliche Regelung einer gleichmäßigen Versorgung der Verbraucher besonders schwer zu lösen. Die Gefahr, daß die verringerte Brotration nicht dnrchgehalten iverden könne, habe zeitweilig bestanden, sei aber jetzt beseitigt. Von Anfang oder Mitte August ab werde mehr Mehl gegeben und gleichzeitig die Fleischznlage zur SclMrung der Milchkühe ermäßigt iverden. [mrrmte Voraussagen über die neue Ernte seien heute unmöglich. Sck>warzseherei sei eberffo unverantwortlich wie ^chönfärbevei. Der Stand der Kartoffeln sei vorläufig fast überall gut. Man kann hoffen, daß die diesjährige Kartoffelernte, die erste Grundlage der Ernährung, ivesentlich besser werderl würde wie 1910. Der Bestand an Rindvieh und Schafen sei trotz der starken Schlachtungen der Schweine im Verhältnis zu den Futtermöglichkeiten eher zu hoch als zu gering. Im Herbst müsse die Schweinehaltnngsftage nack) dem Vorschläge der Reichstags-Kommission, die Deutsch- land bereist habe, mit Nachdruck und erforderlichenfalls mit Rücksichtslosigkeit gelöst !verden. Die Menge der für die landwirlschaftlichie Arbeit zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte sei beschränkt, aber in dem möglichen Umfange bim±> das Kriegsamt geregelt. Im Vcrsafsungsmlsschuß wurden Anträge der Konservativen und der Deutschen Fraktion cingebracht, die beide die Osterbotschaft des Kaisers begrüßen, aber die Zuständigkeit der Einzelstaaten für die Umgestaltung der Wahlrechte betonen. Mr dem Reiche. Türkische Pressevertreter als Gäste der deutst?)en Presse. Berlin, 6. Juli. (WDB.) Auf Grund einer Einladung, die von den Organisationen der deutschen Zeitungsverleger nnd Journalisten an den neu gegründeten Verein der osma- nischen Presse in Konstantinopel ergangen ist, werden eine Anzahl hervorragender türkischer Presse Vertreter in der nächsten Woche als außerordentlich willkommene G ä ste der deutschen Presse in Berlin ersckfeinen. Wie wir hören, werden die türkischen Herren auch Leipzig. München, Frankfurt a. M. und Köln besuchen. Die Ankunft in Berlin wird am 12. Juli erfolgen, die Mcöreise am 25. Juli airgetreten iverden. Aus S-tn-t und Land. Gießen. 7. Juli 1917. Kann Kricgerfrauen die Wohnung gekündigt werden? Bei Erörterung dieser Frage wurde u. a. barauf hin gewiesen, daß auch die Kriegerfrauen durch die von den .Hausbesitzern beschlossenen Mietserhöhungen in ihrer wirtschafllichen Etzistenz bedroht lverden. Es wurde dabei 'namentlich betont, daß die Annachne ans einem Irrtum beruhe, bei einer Kriegerfrau könne leine Wohnungskündigung Platz gveifen. Hierzu ist z-u bemerken, das; allerdings eine vechtswirksame .Kündigung gegenlLer den Kriegerfrauen durchgesetzt !verden kann, weil natf) den abgeschlossenen NiietsVerträgen die Kündigung auch in den: Falle als wirk- san! zu betrachten ist, mcrai auch nur ein Teil der als Ätieter in Frage kvnlmenden Perß»ven für die Kündigung erreichbar ist. Allein der pvaktisckien Ausführung der Kündigung steht ein positives Hindernis entgegen, das sie unwirksam macht. Cs könnev nämlich Räun!ungsklagen gegen Kriegsteilnehnver auch dann nicht durchgesetzt werden, wenn eine rechtmäßige Kündigung seitens des Vermieters vorliegt. (Bundesratsverordnung von! 4. August 1914. (Reichsgesetzbt. S. 328.) Demnach kann die Räumung der Wvlmung bei eurer Kriegerfamilie vom Hausbesitzer in der Tat nicht erzwungen werden. Dieser wird daher infolgedessen wohl kaum die .Kündigung erst vornehmen. Es kommt ferner hinzu, daß in der Praxis die Hauseigen-, ktümer Bedenkel! tragen würden, erst den Versuch einer M^ts- steigernng bei bei! .Kriegerfvauen zn nrachen, weil sie sich hierdurch nur selbst der Gefahr emer weiterer Schädigung missetzen würden. Diese Gefahr bestünde darin, daß die Gemeinden ihnen den Mietszuschuß kürzen bzw. vevoeigern wm:den. Es ist auch von vornüber ein auzunehmen, daß bei den Bereirrbarmrgen znnschen Mietseinigimgsämteim irpd den Gemeindcvknualtungen Mietssteigerungen. die nach Ansicht der Mietseini.mngsämter unangemessen erscheinen. der Gemeindeverwaltung eine genügende Veranlassung bieten mürben, die Krieger mm ilien ihrerseits durch einen errisprechenden, nicht mißzuverstehenden Druck aus den Hausbesitzer zu schütze«. Es muß freilich zugegeben nmrlden, daß der Hausbesitzer umner- kin in der Lage ist, gegen Kriegerfrmren, die nach erfolgter Kündigung die Wochmng uicht räumen, Anspi'iich' auf Älmdenersatz geltend machen zu'koniren. Mein anch damit ivürde der- .Hauseigen - tümer kmw! etwas erreichen, denn solche Schadenersatzansprüche sind wegen des bestehenden Kriegszustandes nicht zu trcrnnrfftd>en: und erscheinen selbst nach dem Kriege tatsächlich lmdeirtlmgsüxH. Ans alledem geht hervor, daß die Angelwngen von Kriegstetl- nehmern irr der erwähnten Richllmg einen ebenso tvertvollen wie ausreichenden Schutz genießen- Es mag übrigens, zuur Trost für die jetzt unter der Not der Zeit ebenso '.nie die melsten Berufe leidenden .Hausbesitzer darauf hingetviesen werden, daß nach dem Friedensschluß ahne Zlveifel eine ausgedehnte B-mckätigkeit emsetzrm wird. Infolge d^ verteuerten M-aterials inkd der erhöhten Arbeitslöhne dürfte aber keineswegs lstcrdurch eine Senkung, sondern eure Steigerung der Mietpreise zu erwarten sein. Dre gegenwärtigen Hausbesitzer'werden daun fraglos die ausgleichenden Entschädigimgen erzcelen. die sie beute in den hierzu tvenig geeigneten Zeitvetlwltnissen an* streben. - 0 Lebensmittelmarken. Für die Ze»t vom 9. bis 1b. Juli haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 38. Woche, gültig vom 9. 7. - 1b. 7. 1917 Buttermarken, „ 28. „ , „ 9. 7. - 1b. 7. „ Eiermarken Nr. 8 Fleischmarken , 28 „ „ , 9. 7. - 15. 7. „ ^ Kartoffelmarken , 28. „ „ w 9. 7. - 15. 7. „ Seifenmarken für den Monat Juli. Zuckermarkeu Nr. 24 - 39 gültig bis 31. 7. 1917. Ein Umtausch verfallener Marke» findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kern Ersatz gewährt. Reuanmcldungcn und Anmeldung von Neugeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise auf dem LebeuSmittelamt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken an,zumelden. GefchäftSstundeu deS Städt. LkbenSmittelamteS von 0-12 Nhr vorm., 2—4 Uhr uachm. Markenausgabe f>ir Urlauber: Sonntags von 10—12 Nhr vormittags. . 1 . k *** -- «T v v. "VJVI L . Jl « vUl V • Uv, »vV ] ab werdeir in den Kleckchandeldgieschöften auf die bereits dort ab lreferten BezUgsabfchnrtte Nr. 8 und 12 der RährmrttckLrrte SrmWnT?it 8^100*^ rP*** ESgegebsn. Es entfallen : ?nn 100 (Stammn Deigwaren, trab auf Abschnitt 12- JSSSSTi?-?«: 14.Mts. oedtali bttTmrfJn §? Silip?! s' E bis zu diesem Zeiffnmkt nicht abgeholt ^ at ’ £H«« ^ ni lnspvuch darauf. Siehe Bekonuttnochung. hupt**»** Jw2n C 1 Tai - 11 ^- ^ sür diese Woche im Rückstand g? Ureven-en Bezirke empfangeil in der kommenden Woche Wer in der Eitthandtung ^temreich und der Molkerei Gebr. Grieb. Die Aus- wei.ckarte itt vorN^eimm. Gültig ist die Eiermarke Nr. 8, aus die «rn W entfällt. w -- , Auszeichnung. >sojm des Wäschereibesitzers Izm Kriegsfreiwilligen Fritz Otto, 0 ar^p* v -«•■—- r5v- Ötto, wirrde das Eiserne Kreuz - Mas,e verliehen. ** Personnlnnchrichtem der O b« r - P o st d i r e k- tion Darm ft« dt. Verliehen: das Eiserne Kreuz 2 Kl. dem Vrzewachttnettber d. L., Oder - Telegraphenassistent Köbler aus carnz. dem Unteroffizier d. Res.. Telegraphenassistent Meier, B Musketter Pvstgeihilsen Schütz aus Darmstadt sowie dem Musketier, Postgcchilffn Bretzer aus Mainz: das Hess. Kriegen ^lrenzeützen in Eisen dem Leutnant d. Res., Posdassistent (denn r ams Openbach Maür) und dem Leutnant d. Res., Ober-Postassistent Rodrian aus Gießen: die Hessische TapferkeiGmcdaille dem Leutnant d. Res., Pvitassiitent Weber aus Groß-Gerau und dem d. Res., Pvstassistent Wiümer aus Wurms: das Hes- wche Kriegse'hvenzeichen dein Feldpostsekretär Matt ne r ans 1 H y Das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen mit der .utktFift für treue Dienste aus Anlaß des liebertritts in den Ruhestand dem Landbriefträger Biebnng in «Zedern. — Ferner nmrde verliehen: der Charakter als Rechmmgsrat den: Qber-Post- mkretär Arnold in Offenbach (Main) nnd dem Ober-Telegraphen-' lervetär Scherz in Bingen (Rhein): der Eliarakter als Postsekretär den Ober-Pojtasttstenten Knell, Vogel und Gieles in Tarmstadt, K l l n g in Bad-Nauheim, den Postverw-altern Oberndorf in (dernUxnm «Hessen), Bechtold in Lorsch (Hessen) und Herbert in Mühlheim Wöain). — Zu Offizieren des Beurlaubtenstandes wurden befördert: Telegraphen assisteitt Filbcrt aus Worms — Bestanden hat die Pofffeckvetärpritsualg der Postassistrmt 64alle in Bod-Raulx'un. — 11 ebertragen wurde eine Postsekrelärstelle dem Postsekretär Faust aus Mainz in Frankfurt (Main). — Etatsmäßig angestellt wurden die Postaffisteuten Altvater aus Frankfurt (Main) «n Worms, Linker aus Bad-Nauheim in Langen (Bez. Darm- sladth Uhl aus Dieduvg in Alzen, Bergk in Alsfeld (Hessen), Kunz in Beusiheim mtd Wolf in Mainz. — Versetzt wurde der Post- sekvetär Mauer von Kaldenkirclien nack> Darmstadt. — Angenom- men wurden zmn Pvstagent der Portefeuiller Wilhelm in Heusen- Uaulm und der Ober-Postschaffner' «a. D. Fekonia in Bretzenheim Rlreinhessen): als Postagentin: Anna Jrmg in Dietesheim l Kreis Offendach): zu Telegraplfc'ngelnl sinnen: Alwine Jung in Maffrz und Maria Stein in -Offenbach (Main). — In der Ruhestand getreieil ist der Ober-Telegraphenassistent S e e g e r in Gießen. — Freiwillig ausgeschiedcn sind die Postagettten Jörg iu Heusenstamm, Adooa nt BoetzeUheim (Rheinhessen) und die Telegraphen ge gilsin .Koche in Bad-Nauheim. ^— Gestorben sind der Ober-Postsekretär a. D. Rechnungsrat Krüger in Tarmstadt, der Telegraphensekretär Hamann ül Worms und der Postagent Jung in Dietesheini (Kreis Offenbach). ** Iungweh r. Am Sonntag, den 8. Juli, ist keine Hebung. ** Der Oberhessis che Kun st verein wird morgen, Sonntag, die angekündigte kunstgewerbliche Ausstellung eröffnen. Wenn auch der Umsang dieser Ausstellung näfK so groß ist, werden doch die Besucher über die technisch sowie künstlerisch ausgestellten Arbeiten sehr überrascht sein, zumal auch beim Anordnen dieser Ausstellung jedem Gegenstand sein zweckentsprechender Platz gegeben wurde. Auch OelgemälÄe twd Radierungen von Giebel, Thielmann, Keller-Reutlingen, Olga Hafselmann-Kurtz, Elisabeth Bvnin, A. Keller, Defregger, Leuteritz, Mohr, Jahn u. a. sind mit der kunstgewerblichen Ausstellung vereinigt. ** Rentenempfänger aus dem jetzigen Kriege suchen bei eintoetender Verschlimmerung ihoes Rentenleidens häufig Privatärzte oder Privat-^rankenavsttckven aus,. anstatt eine Aufnahme in ein Militärlazarett hei dem zuständigen Be- .irksfeldwebel zu beantragen. Sie gehen dabei von der Annahme aus, daß die Heeresverwaltung auch zur Erstattung der ih-nett durch Privatbe'hand ümg entstandenen Kosten verpflichtet sei. Diese Annahme trifft aber picht zu. Zur Vermeidung von Mehv- kosten für die betreffenden Rentenempfänger würde es sich empfehlen. daß auch Privatärzte und die Leiter von Prrvat-.Krankeu- «nrstalten usw. vor der Behandlung oder Aufnahme die Kranken auf den oebu enoähuten Weg zur Erlangung der Militärlazaretk-- behandluttg aufmerksam mache». ** W a re n u m sa tzist euer. Bei der im Januar l. .Js. fest- gestellten Veranlagung zur Warenumsatzsteuer wurden auch die hiesigen Maler- imb W^ßbmdermeister zur Sterrer herangezogen. Hiev- gegeit haben die Weißbrndermerster durch den Voffitzenden der Vereinigung der Maler- imb Weißbindermeister Einspruch erhoben und eine Entscheidung Großherzoglicljen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Steuerwefen, herbleigessthrt. Diese geht dahin, daß bei Anstreicher- mrd Verputzarbeiten der Weißbinder nicht eine Warenlieferung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes vorliegt, sondern in der Hauptsache eine Arbeitsleistung, die an sich nicht stenerpflichtig ist. Ist dagegen mit der Arbeitsleistung gleichzeitig eine Äeserung des hergestellten Werkes verbünden, wie z. B. Äi der särldermalcrei, so tritt unter den ^ sonstigen Voraussetzungen . Stempelpflicht ein. Als steuerfreie Kunstwerke firtb nach dieser Ent- sckvidimg indessen in der Riegel die Mbeiten der Weißbinder nicht an zu sehen. ** Li ndenblüten. Wer von den Bäumen der städtischen Anlagen Lindenblüten pflücken will, kann sich bei dem Stadt- gartner nreld-eir, der die Baume anweiseir und die Zeit des Pslückens bestimmen wird. ** Der Frauenverband des deutschen Luftflottenvereins hält die zweite ordentlich)« Mitglieder-Versarnnt- lnng at gelehrt, daß er mit dem größten Erfolg geführt Kreis Schotten. . Jü; WI fu , 7. 3luli. Die hiesige Spar- . mrd Darlehenskasse e. cp. m. u. H. > hatte nn adge laute neu Vereinsiahre einen Gesmnt- kasienumsatz von 257 914 Mark, einen Reingewinn von 2015 Mark und einen Mitgliederbestand von 90 Genossen. Kreis Friedberg. - *iL ? a ** s u ^E i m, 7. Juli. Tie .Großherzogin Eleonore tras heute vormtttag in Begleitung des Kttmnrerherrn v. Leon^« YlnDi mer zum Betuche der Lazarette ein. Empfangen wurde die Vvhe Frau von dem Gvoßh. Badedireklor von Böhmer und Bürgermeister Tr. Kayser. Starkenburs und Rheinhessen. '' c - Tarmstadt, 0. Juli. Das Kweisamt empfiehlt den Burgermeistereren, durch Einwirkung mtt die Ostnneindeangelrorigen für tme baldige große MpflanSsUng von Nußbäumen Sorge zu trogen. S\’ ^heinhes sen, 6. Juli. Die Reben kommen fcttneil vovcm nnd stehen gut. Die Traubenbeeren werden zu-- seheuds großM. Bis jetzt sind die Rebkrankheitm, abgesehen von v^nnzelten: Befall, nicht aufgetteten. Der Rebstmrm vermochte kernen großen Schaden anzurichten, und so wird auch der Sauer- die Reben ziemlich verschonen. Geschäftlich zeigt sich immer veven und das überall dort, n» noch Vorräte vorhanden sind Bezahlt wurden für das Stück 1916 er 3900, 4000, 4200 Mk und mehr Kreis Wetzlar. ® ^ at, 6. Juli. Die Nuttonsgebäude der neuen EttetüErlrme Stockhousen—Beilstein Mnibochtolbahn gehen ihrer Vollendung entgegen. Die 15,5 Kilometer lange Linie liegt - .Kilometer im .Kreise ..Wetzlar und mit 4,0 Kilometer nn ^.illtrette. Durch diese Teilstrecke kommt die Lahnbahn fOHefcen— ©omm*), der Westerwald bahn ' Herborn—Westerburg) ganz nahe, § Mit nur noch das Verbindungsglied Beckstein—Roden borg— Seilhofen—Driedorf M schaffen. ^ra. Oberwetz (Kr. Wetzlar), 6. .Juli. Die hiesige Genreinde ist die mnqste im .Kreise Wetzlar, die die Zusammenlegung ihrer Grundstücke durchführt. Es handelt sich um eine Gesamtfläche von 532,30 Hektar. Das Gelände ist mit am höchsten ge- legen in der Bürgermeisterei Schöffengrund und wird durch den Mülerberg vom Usinger Lande ge.ttenrtt. Im benachbarten Ebersgöns ist die Zusammenlegung schon früher durchgeführt worden. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 6. Juli. Die Kirchen- glocken werden jetzt allertthalben, nrit Ausnahme solcher, die aus beionderen Grimden „zurückgestellt" sind, eingl^ogeu imd müssen ihre hohen Stellen verlassen. Das Kriegsamt macht hierzu bekannt daß für den Ausbau von Geläuten mit großen Gewichten die Hilst erfahrener Gießer und Fachleute in Anspruch aeitontmen werden sollte, während für die kleineren die Zimmerlcute, Schlosser und Schmiede aus den Ortschaffen damit beauftragt werden können. Von den Glocken sollen Abschriften bemerkensw-erver Jnschriffen am besten vom Geistlichen oder Lehrer angestrtigt werden. Von den Glocken der ^.-Klmfe sollen Durwreibungen oder Abformungen der bemerkenswerten Teile hergestellt lverden. Der Ort und der untere Durchmesser der Glocken sind anzugeben, auch, wenn bekannt, die Jahre^rhl, der Gießer, der Ort des Gusses und der Grundton. Die Abschriffen usw. sind dem Prvvrnzial-Mnservatvr zu überweiseTl. Hessen-Nassau. mr. Vom Rheim, 5. Juli. "Auf dem Rheiifftrom herrscht in den letzten Tagen begünstigt durch den hohen Wasserstand ein äußerst lebhafter Verkehr. Ungeheure Tstengeu Zechenkoks und Kohlen üstrrdcn nach^ den vberrheirnschm Häfen, insbesondere Mannheim und Straßburg, befördert. Talwärts ging Grubenholz Bretter, Eisenstein, Kali, Sand und Kies. Die Schleppzüge 5 muten sämtlich nrit vollen Ladungen verkehren, ohne leichtern zu müssen Ter Floß verkehr war gering. Auf dem Maine läßt die Schiffahrt infolge des ungünstigen Wosserstandes, vom Obermain ,vird dauerndes Fallen gemeldet, viel zu ^wünschen übrig. In der Hauptsache sind es Kohlen, die nack> Hanau. Ossenbach und Aschaffenburg verfrachtet werden, talwärts gingen einige Kähne mit Sand und im geringen Maße Grubenlwlz. Fc. Wiesbaden, 6. Juli. Trosllose Zustände herrschten auch l^eute aus dem hiesigen Markte. Gemüse und Obst waren kauni angefahren. Lluch die Kirsche, die fogenanntc Kuvrpelkirsche ist I?eintc, nrchdeni der .Höchstpreis von 85 Pfg. aut 55 Psg.' herabgesetzt fft, verschwunden. vermisstes. * Posen, 7. Juli. (L. A.) Die große Grätzer Bierbrauerei Saint Bernhard in Grätz ist gestern völlig niedei-gebrannt. auch bei den Kätssen finden würde, die ihren Sitz in txw Stabt MEN Dem ist leider nicht so, denn die Großherzvgliche Bezirks- vasse Gießen weist die Gwscheme zurück imd bringt die Steuer- * C *{* T ' i" gutem Glauben die Scheine in Zalstung geben wollen, vi Verlegenheit. Man sollte meinen, daß das. was R e i ch s k a s fe n ® * a 13 f a f se n mcht vettveigeru sollten. Zumal dann, wentt Möglichkeit gegeben ist, die Sckieiue am Orte selbst um- zutamchen oder die Scheine den Steuervssichtigen uni den Orts- omgesesseneu, die an der- Bezirkskasse O^eld erheben, , "er in Zahlung zu geben. * Wegen einer während des Druckes eingetretenen Be- triebsstönmg kann die heutige Vkirmmer der Gießener Fa- milienblätter erst am Montag beigefügt werden. .Müllerschc Badeanstalt. Julr: 16 " Reallmur. Wasserwärme der Lahn crw Witterungsbericht. sOcsseutlicher Wetterdienst..^ Zremlich heiter, bis auf Gewitterregen trocken, wannt. (etztc «iLHcL'rjcLiten. Ententctrnppenschan in ^fwris. Lugano, 6. Juli. Kompagnien aller italienischen Waffen^ gatttmgen gingen nach Paris ab, mn an der großen Truppenschau am 14. Juli, dem ffanzösischMl NatioualteieNa-ge ieilzunehmen. Pariser Brief des ..Giorunle d Ftalia" wird ststge-- sT'r-- ' ou' Bevölkerung allen OAaubeu in die Si.'?e -nachrichLen und Siegespropbezeffmgeu der Regierung verloren fv ifvc und ram c$at jeocö noch jo kakastrvvhüe. OKrücht glaube'. D.nnit sei lecher eine wachsende Fremdenaugu verbunden, Vst in jeden! Fremden^ sogar m den Angehörigen der Verbündeten Feind,' und Spions sehe. Französische Defertnirc. Genf, 6. Juli, Tie von der Pariser Polizei und der Gendarmerie gegenwärtig unternomnn'ne Sttrife in her Nähe der^ Bahnhöfe ftihrte gestern zu blutigen Zuiammeustoßen von ^eierteureu mit Organen der öffentlich'u Sicherheit Diese ver- loreu. dabei einen Mann, der getötet wurde, 3 ssKndarmen wvr- den ichnn'r verletzt. 4 Pvlizeia.nnten leicht. Nur zw i Derrteurv tonnten testgeiwmmen werden. Der französische Sanitätsdienst. ^ ^ Jwi. In sechsten ssstheimsitzuug am 5. Jn6 vesprach die traiizöffsckie Kanrmer das Versagen des Samtätsdienstes i der der chpriloffensive. Die radikal-sozialistische Kaminer^gruppe soll beichupien haben, die Entlassung sämtlicl'cr Mannschasdn der alte», ^ahresttasse J 880 imb die Beurlaubung der Bauern der JahreK- Nassen 1890, 1891 und 1892 zru forderrr Russische Bestellungen in Anrrrikn. Berlin, 7. JE. Laut L.-A. wurden im Cm Verständnis wnstwelligen russischen Regierung für 750 Millionär )«nbel Lokomotiven und Wagen in den Vereffiigteu Staaten beMst. Aus Griechenland. . ^ l " f i 11 - /. Juli. In französischen Blättern wird wffge-- teilt, Benizelos habe vorbehaltlich der Zustimmung der griechischen Kammer einen neuen Staatsvertrag nnt dei' Entente al^efchlvssen. ä/Le frmizösische Presse erfährt außerdem aus London, daß König LKoitttauttn und König Alexander die. vmk Zaimis vovgelegts .1' wdorrkungsurkimde niemals unterzeichnet .hätten. Griechenland beschlagnahmt die Handelsschiffe. . Amsterdam, 6. Juli. Der Athener Korrespondent , me * )er griechische Staat alte Handels-' schiffe beschlagnahmen und so für die Aufrechterhaltung der - T zwischen Griechenland und den ausländischen Hafen sorgen wolle. Die Schiffe sollen bewaffnet werden. _ A t h eit, 6. Juli. (Hcwas.)Der Verpilegungsminister be- ries gestern alle Reeder und bat sie, Verzeichnisse ihrer Schiffe vorzubereiten. Die Regierung hat die Absicht, alle Sckiiffe zu bewaffnen. Jonncrrt wird sich nach Saloniki begeben, bevor er nach Paris zurückkehrt, wo er der Regierung seine Ansichten über die Lage darlegen will. BeschlagnahnnmH der thessalischen Ernte durch die Alliierten. Roller da m, 7. Juli. (L. A.) Wie die Moruinq Post aus Athen berichtet, habe die Reaiernng beschlossen. 15 000 Tonnen Weizen aus der thessalischeu Ernte au die Arrnee in Saloniki abzulrelen. Das Freigeleit der Neutralen. Kopenhagen, 7. Juli. Bert. Tid. meldet aus StoL- holm, bis gestern abend seien insgesamt 15 schwedische Dampfer niit deutschem Freigeleit in Gothenbnrg angekommen, darunter wich der Gothenburgcr Dampsei ..Asperbh der auf der Reise nach England von einem Tvipodo ge- troffen war, der auf der: Backbordseite dcs Danivfers ein großes Leck vermrsacht hatte, während ein anderer Torpedo den Dampfer mittschiffs traf. Ter Dampfer hatte trotzdem einen englischen Hafen erreichen können. Argentinien verlangt Enffchüdigungeu? Rotterdam, 7./Juli. Nach einer Meldung aus Buenos Aires habe die argeuttnisckie Regierung au Deuffchlaud eine Note gerichtet, in de^ße Enffchädiguug n'ir die durch Versenkung .-.weier argentinischer Schiffe eutstandemm Schäden fordert und dac-t Bov- sprechen, keine argentiuffclhw Schiffe mehr zu versenken Eine Be- stättgung dieser Nachricht liegt indessen uocki nicht voi hochinteressanten Ausnahme „Aus den serbischen Grenz- u. .Kampf gebieten" schließt das gut gewählte Programm, welches durch erfcklassiaes WustlerkonKert unterstützt wird. ** Lichtspielhaus, Bahinhosstraßx 34. „Die Liebe der Hettv Raimoiid" betitelt sich das neue große Gesellschaftsdrama in 4 Mte.ilungem w-elckv's von l)eutt bis einsMießlich Montag im Lickitsv-ielhans zur Vorführung gelangt. Mia May, die vornehme KuusÜerm welche in dieffm Filmweck mit der Hauptrolle betraut ist, wird dtzrrchi ihr ausaezeickmetes Spiel in Spannung setzm. Für den Wmvrrstffchen Teck des gut zustrinmengestellten Spuck- Gingesnndt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die städtischen Gutscheine. Die »gute Absicht, dem Klein geld Mangel abzuhelfen, hat die Stadt Gießen durch Ausgabe von 50-Pfennig-Gutscheinen ^tätigt, und die Scheine werden mcht nur in der Stadt, sondern auch m den sldachbargemeinden, bei der Post usw. angenomncen. Es konnte erwartet werden, daß dre von der L^ adt e rgriffene, durch die derzeitigen Umstände notwendige dluHnahmemaßregel Verständnis 'Amtlicher Teil. Bekanrrtnrachung. Be t r.: Wintergerste. Auf Grund des ^ 81 der Reicksgetteideordnung für die Ernte 1917 vom 21. ^um 1917 iRAchsgHetzblatt S. 507) genehmiae ick daß ttvtz der Bescklagnahme A 7 Unternehmet landwlrt'ckafflicker Betriebe aus der von ihnen selbst gebauten Wintergerste das zur Bestellung der zum Betriebe gehörenden 0-rundstticke ersvrde'rlicke Saatgut verwenden mrd ltzersür zurückl>ehalten dürfen Berlin, derr 28. Juni 1917. Der Präsidertt des Kriegsernälpung^amts. g^. V. Batoc ki. Be t r.: Wie vor. An den Oberbürgermeister.zu Gießen und an die 65roßh. Bürgermeistereien der Landaemcinden dea Kreise^ Mrt Bezugnailnne aus unsere Bekamrtnmcknmg vonr 4 l^Mw (Kve^blatt Nr. IN vom 5. Juli 1917) betreffend den Verkauf von Wintergerste, emvwblen wir Ihnen vorstehend'?, als Ausnahme an- z-ufehende Bekanntmachung den in Betracht kommerrden Landwirten bre Wintergerste angebaut hatten, mitzittessen Gießen, den 5. Juli 1917. Großherzog!iches .Kreiöanrt Gießen. _4^.: v. ©reimen. Betr.: Gestellung von Bickitärpersonen zur Erntelii n An den Oberbürgermeister zu Gießen nnd an nie Großb Burgermetstereien der Landgenieinden des Kreises. Mit nächster Post empfangen Sie rin Aussckireibeu des Stelle vertretenden Gmeralttnnmaudos zur K^mittliSnahme mrd mit de n Auftrag, dw Mttglieder des Wirtschaffsan^sckm.ffes und iwffe— Juterettenten entsprechend zu Ivebeuten. Gießen, den 6. Juli H917. Gvoßherzogliches Kreisamt (Zffeßen J.K.: öemwerbe. re Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meines lieben Mannes, guten Vaters sagen gefühlten Dank. unseres unseren Kinder. Giessen, den 7. Juli 1917 ScDcpn wes 81 Programm vorn Samstae, 7 . Jnli, bla Ink!. IHontag, 9 . Jnli. Erstaufführung! Nur drei Tage Mägde Lessing in ihrem glänzenden Lustspiel in 4 Akten Fritzis toller Einfall Die geniale Künstlerin ist bestens kekannt aus dem Film die blaue Maus. Hauptpersonen: Senta Söneland, Hans Junkermann, Regie; Max Mack. Elegante, hochmoderne Ausstattung. In den serbischen Grenzgebieten! Hochinteressant. Drama aus der Gesellschaft, in 2 Akten. Erstklassige« Künstlerkonzert Am 12 . Juli starb in Kamerad und Mitglied Feindesland unser Feldwebel Karl Schüler Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeittzmedaille. Wir werden ihm stets ein ehrendes An- denken bewahren. 04201 Freunden und Bekannten die betrübende Mitteilung, dass mein liebevoller, treuer Bruder Heinrich Michalek Leutnant eines k. u. k. Oesterreich. Gebirgs-Art.-Regts. Inhaber der Tapferkeitsmedaille am 10. Juni im Alter von 23 Jahren den Heldentod starb. In tiefer Trauer: Maiwine Wehn geb. Michalek Giessen (Alicestrasse 17), den 7. Juli 1917. 04228 Von Beileidsbesuchen bitte ich absehen zu wollen. Immer einfach war dein Leben, Auf zum Himmel woll’n wir blicken Treu und fleißig deine Hand. Wo wir uns einst Wiedersehen. Wolltest uns ern Hausstand heben, Auch wirGeschwister trauern sehr, Mußt nun ruh'n in Feindesland. Um dich, geliebter Bruder, Hand, die treulich uns geleitet, Wir sehen dich mm nimmermehr, Die uns nichts als Liebe gab. Dich treuer, Herzensguter, Freud’und Trost um uns bereitet, Auge, das mit Lieb’ und Sehnen, Ruhet nun im stillen Grab. Oft die Seinen angeblickt, Wie hast du wohl in letzterstunde Segnend, mit viel tausend Gesehn t dich nach denLieben dein, Trän en, Nun ruhe sanft, du Herzensguter, Haben wir dich zugedeckt. Sollst nie von uns vergessen sein. In jedem Brief schriebst du: Können wir dein Grab nicht Auf Wiedersehen voll Freud, schmücken, Jetzt hat die Freude sich Trauernd an deiner Gruft nicht gekehrt steh’n, Bei uns in tiefstes Leid. « Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein braver, einziger, unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Pate Ersatz-Reservist Ludwig Dermal in einem Infanterie-Regiment, 10. Kompagnie nach 30monatiger, treuer Pflichterfüllung im Alter von 34 Jahren infolge schwerer Verwundung am 1(». Juni 1017 sein Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Vormehl III. Ww. und Angehörige Helene Weigel und Angehörige. Aliendorf a. d. Lahn, Klein-Linden, den 6. Juli 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 04101 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unserer teueren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege tiefgefühlten Dank. Philipp Peppier VI. Grossen-Linden, den 5. Juli 1917. 5173 Hufruf! Trotz der schweren Kriegszeit rüstet man sich allerorts zu einer würdigen Feier des 31. Oktober. Auch der Hiesige Ev. Kirchengesangverein beabsichtigt durch Reformationslieder und durch Darbietung einer größeren Bach'schen Kantate das Jubiläum der Reformation auszuzeichnen. Um diese schöne Absicht zu verwirklichen, bedarf es einer erheblichen Verstärkung des Chores. Es ergeht darum an stimmbegabte, sangesfreudige Frauen und Männer der hiesigen evangelischen Gemeinde die herzliche Bitte, den Kirchengesangverein zu unterstützen, damit unsere Resormationsfeier auch durch Reformationsgesänge verschönt werden kann. 4$7 id Die Proben werden Anfang September beginnen. Um aber jetzt schon einen Ueberblick über die Stärke des Chores zu bekommen, wird freundlichft gebeten, die Anmeldungen bei dem mitunterzeichneten Vorsitzenden des Ev. Kirchengesangvereins Prof Dr, Weimar, Ost-Anlage 40, bis zum 10. Juli bewirken zu wollen. Für den Gesamtkirchenvorstand. Für den evangelischen Kirchengesangverein: I. D.: Pfarrer Bechtokheimer. Pros. Trautmann, Pros. Dr. Weimar Lichtspiel-Haus • Bahnhofstr. 34. Telefon 2077. Telefon 2077, Erstklassige Künstlerkapelle. Tom 7. — 9. .Juli. Nur 3 Tage. Mia May die vornehme Künstlerin in ihrem ausgezeichneten Gesefi- schaftsdrama in 4 Akten stn y'C '\ Anna Müller - Lincke •u 1 /\ • • . .. in dem entzückenden Lustspiel in 2 Akten - •;' I Dauer der letzten Abend-Vorstellung von 9 bis 11 Uhr. Verschiedenes Motel Fürstenhof Ctiessem SnniHtag,