lv. *56 Ter Äic|rüstenwerte bei Harwich, an der Ostküste Englands, an. Trotz starker Ab- rwSrv von der (rrde lmd durch englische Luftstreitträste gelang es. mehrere tausend Kilogramm Bomben ins Ziel zu bringen und gut:' Wirkung zu beobachten. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt znrückgekehrt. O e st l i che r K r i e g s sch a u p l a tz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Auf dem .Kampffelde in Oftgalizien herrschte gcfkern nur geringe Feuertütigkeit. Es kam auf den Höhen bei Breze czrnrv zu örtlichen Gefechten, bei denen die Russen aus enigen Trrchterlinien geworden wurden, in denen sie sich noch ge halten hatten. JL An den benachbarten "Abschnitten blieb es im allgemeinen rrchig. An der Front des Generalobersten Erzherzog Josef mtt> bei der Heeresgruppe des Generalfeldnia rsch alls vo n Mackensen zeigte sich vereinzelt der Feind tätiger als sonst. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeistcr L u d e n d o r f f. Der Abendbericht. Berlin. 5. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Am Westen geringe Gefechtstätigkeit. Im Osten zwischen Zborow und Brzezany starker Feuer- krrmpf. In Rußland wird die Offenste gefeiert. Englischein )t ,3irre!beii / und wobt auch englischem Gelde ist es gelungen. ehmt Deil des russischen Heeres rroch einmal zum Angriff M bringen. Es sind, wie irrehrfach festgestellt worden ist, unzulängliche Ernzelerfolge errungen worden, und das Ver- Mreiflnngsmanöver der Entente zittert nach den verflossenen vier Kampftagen auf seiner Grundlage und in allen i Flügen. Denn es bestehen große Zweifel, ob die Offensive ion der Linie Zborow-Brzezany nicht stecken bleibt und ob die übrige russische Front den Angriff unterstützen wird. Es handelt sich nicht mehr um eine große Dampfwalze, sondern um kleinere ?lbteilungsmaschinen, die Mn Kampfe flott gemacht werden sollen. Im alten Angriffsbereich Brussilows ist das gelungen, ob aber die enttäuschten und kriegsnrüden Truppen an den arideren Stellen der Front „mitmachen" werden, davon konnte noch nichts gemerkt .werden. Wenn jetzt in Petersburg „gefeiert" wird, wenn Reden gehalten werden und Herr Buchanan selbst aus den Fenstern her englischen Botschaft zum ruffischen Volke spricht, so sind das Ermunterten gen, die den Zweck haben, die Teil- Offensive komplett zu machen. Es sind aber zugleich! sehr gewagte Herzstärkungen für den Fieberkranken, und dem englischen Botschafter selbst wird die Fragwürdigkeit seines Unternehmens sehr stark das .Herz klopfen lassen. An der ^Offensive härrgen starke Bleigewichte, und ein Militärkritiker deutet sehr richtig darauf hin, ein furchtbares Menetekel g^e der russischen Kriegspartei die Haltung der baltischen eFldtte, die sich in den letzten Dagen nach Ermordung ihrer £rffvp&ce den Meutevern in Kronstadt angeschlossen hat. Der Aeraer ,/Bumd" betrachtet die Kriegslage im Osten von ähuüchem GesrchäZpunkten aus, indem er u. a. schreibt: „freute sind die Russen auf schmälerer Front cmgelaufen und baden am 1. Iilli versucht, den Mitteltvakt des strategischen Gebäudes im galizischen Bmreiditymqsraum der Zerctrolmächte zum Einsturz zu bringen. Der Versuch als solcher ist gescheitert, ge-< scheitert wie an sich, und in ihrer unmittelbaren Auswirkung bis petzt, abgesckheu van Gorlioe und PzaÄrysz, alle operativen Durchbrüche gescheitert sind: die Offensiv als solche ist damit aber kcrvWweas abgeschlossen. Wie es scheint, fft der Angriff von Fvei russischen Armeen ausgeführt worden, der elften Armee, der rätzu .Gegnerin der Armee Bothmer, und einer neu zu-- m Megerge m ÜL C n stellte n Armee, die verr:urtlicl) aus den besten mernetttett des Erzen Heeres gebildet worden ist und als die erite martarische SchvpN'Ng des neuen Rußlands bezeichnet wer- E kann. Wahrscheinlich ikst die Zusammenfassung so starker maxi nmß Tritt acht bis ze'hn Korps rechnen — durch V^ruberziehen rujsicher Kräfte voni Screth ^mvglicht worden, wo die rum au c,che Armee ivieder mit größeren .Kräften in die Front geruckt ist. , Steife Brussilows hat der tüchtige Gutor geführt,-dev aper ,tark vom Rate französischer und englischer Generalstäbler ab- hMgrg rst, ans die vor allem die Verschmälerung der Angriffsfront, ft-«?- ^ l 3 c ^^uärkung der artilleristischen Vorbereitung bis zum vollständig durchgeführlLN Trommelfeuer mit Vergasung der feind- Irchen Arttllerie zitrückzusühren ist. Der Infanterie an griff hingegen ^ jener ruffijchen Arassenangriffe, in denen sich E eilen raup zu Kolonnen zu verdichten pflegen. Sind diese! .tugrrsEtrupper vom revolutionären Geist erfüllt gewesen, so sind sie ohne Zweifel noch rücksichtsloser und init grünerem seelischent Schwung, vorgegangen als zu Nikolai Nikolajewitschs Zeiten. Sie m die erste i'rmc eingebrockien und haben K o n i n ch h unü^das anichlrctzcnde Vorgelände südlich Zborow unter Beibringung von Gefangenen zahlen, die an den Ostermontag erinnern, erstritten, aber dreser ^ örtliche Erfolg ist mit den schwersten Blnt- opferil erkailft worden und entbehrt der strategischen Bedeutung in noch höherem 'Grade als! die von den Engländern und Fran- zofcn rin Westeii erkämpften Vorteile. Ter Besitz Koninck).)s öffnet ^ine (Ämße und schwächt die zwischen Zloczow und Brzezany auf dem linken User der Guilr Lipa ausgefpannte Verteidigungslinie nrcht, da es dem Verteidiger gelungen ist, westlich von Konjuchy eine Rregelftellung zu beziehen, die den Russen den Durchbruch Po mv r zan y —Br z e a n n unmöglich gemacht hat. Der Angriff rst alf o vorläufig zu'ischen Zboroiv und Brzezany liegen geblieben Ob Gutor sich darauf beschräutt, den Stotz im Zentrum' und auf Brzezany angesetzt zu baden oder Angriffe am Unterlauf der Naraiotvka und am oberen Bug folgen läßt, also die Flügel- operatwn ausnunurt, muß abgcioartet iverden. Es bandelt sich uw emen D u r ch brn chs ve r su ch i n de r N i ch t n ug L e m b e r g, der alten Platien folgt und ain 2. und 3. Füll durch heftiges Ar- uüeriemifu m dm vorgenarnnen Flügelräumen südlich Zloczow und liovdlrch S-tamslail als große Operationen gekennzeichnet wird." s:!r a ^ .schweizerische Blatt weist darauf hin, daß das Rußland der Rcvolutivll aus dem imperialistischen einen Zdeenkrreg Kr machen suche. Dafür fei in Volk und Heer die kriegspNlchologische Resonanz geweckt worden, „wobei die Frage offen bteiht, tvclchen Einfluß ein scheitern der Offen- swe auf die Entwicklung in Rußland haben würde. Starke örtliche Erfolge genügen indes, das Scheitern der strategi- fchen Operation zunächst zu verdecken und die Kriegs^ und Gefechtsrnoral zu stärken, bis die Verlustlisten reden, besonders m einem Lande, wo alles noch im Flusse ist". Der öfterreichisch-uttgarische Tagesbericht. Wien. 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautlmrt.' Bei Brzezany wurden die letzten, im feindlichen Besitz verbliebenen Stellungsteilc zurückgewonnen und gegen Angriffe behauptet. Sonst war die Gefechtstatigkeit auf allen Kriegsschauplätzen gering. Der Chef des Generalstabes. Russischer Bericht. vom 3. Jüli. We st sr o n t: In der Richtung auf Zibezov geht unsere Offen-- ive wirft am weiter. Am 2. Jüli, gegen 3 Uhr nachmittags, be- mächftgte sich das Regiment Zarisk nach erbitterteni .Kämpfe des Torfes Pressoroc und die tapferen Tvüppen der 4. finnischen Di- Visum sowie die Tschechoslawakische Brigade der mäck>tig befestigten feindlichen Stellungen auf den Hügeln westlich und südwestlich des Dorfes Schorow und des befesügten Dorfes Korchiloro. Nachdem drei Linien feindlicher Gräben durchstoßen waren, zog sich der Gegner jenseits der Malestrype Mrück. Die finnische Division brachte 1560 Offiziere und Soldaten, vier Grabengeschütze, neun Wtascknnenge- wehre und einen Ntinemoerfer ein: die Tfchechostaioakische Brigade brachte 62 Offiziere und 3150 Mann ein, 15 Geschütze und zahlreiche Dtaschirrengewehre, deren Mehrzahl gegen den Feind'verwandt wurde. Wir nahmen ebenfalls feindliche Stellungen westlich von Josphorka und brachten insgesamt bei dem Kampfe am 2. Juli in der Richtung ans Zleereto 6300 -Offiziere und Soldaten, 21 Geschütze, 16 Mascktznengewehre und meliere Minenwerfer ein. Die Zahl der Gefangenen wächst weiter. — Südöstlich von Brczeczany gehen die Kämpfe weniger heftig weiter. Im Laufe des Kampfes am I.Juli in dieser Gegend nahmen wir 53 Offiziere und 2200 Mcurn gefangen. 9ln der übrigen Front Gew ehrfeuer. Flugwesen: Am 28. Juni warf ein deuffcher Zeppelin 12 Bomben ans die Stadt Wenden. Ein deutsches Kampffbug-zeug brachte ein anderes Flugzeug Mm Msturz: es stürzte in der Gegend des Dorfes Sawitsihi an der Bereftna nieder. Die Flieger, Hauptmann Schmoor und Unterleutnant Kosnlekowski, wurden getötet. Ein deutsches Flugzeug ivars einen Zettel ab, daß eines unserer Flugzeuge, das am 28. Juni verschwinden war, hinter den deutschen Stellungen abgestü^t ist icnd daß die Flieger, die zerschmettert lvnrden, Hauptmamr Budzilowitsch und Nnterofftzier Ko- lftcg, von den Deutschen mit nftlitärischeu Ehren begraben wurden. Der englische Bericht über den Angriff ans Harwich. London, 4. Juli. (WTB.) Amtliche englffche Mek- dnng. Zwölfbisvierzehn Flugzeuge griffen heute morgen Harwich an. Nach denk letzten Bericht wurden acht Personen getötet und 2 2 verwundet. Der Sachschaden ist gering .Die Abwehrgeschütze zerstreuten, obwohl das Wetter unsichtig war, die feindliche Formation. Insere Flugzeuge verwickelten die Angreifer in einen Kampf. Diese wandten sich, ohne Versuch, in das Innere des Landes vorzudringen, wieder seewärts. Der Angriff dauerte efflige Minuten. auf harVich G 4. Juli. (WTB.) Nach amtlicher Meldung beläuft sich die Zahl der Opfer des heutigen Luftangriffes auf 11 Tote und 36 Verwundete. * A m ft erdam , 5. Juli. Einem hiesigen Blatte wird -^vndon gemeldet, daß die Alliierten an der Westfront im Monat Juni 110 Flugzeuge verloren haben. * Doffenbach f. Berlin, 4. Juli. Der berühmte Kanrpfflieger Leutnant d. R. Doffenbach, der, wie gemeldet winde, gefallen ist, würde zu St. Blasien im Schwarzwald am 5. Juni 1891 geboren mrd studierte nach bestandenenl Llbiturienten-examen an verschiedenen Universitäten Medizin. Nachdem er in Jena das Physikum bestanden hatte, trat er am 1. April 1914 als Einjähriger beim Käiser-Füft'lier- Rcgrment in Rostock ein und rückte mit diesem RegirneM ins Feld. Er hatte ausdrücklich die Erlautnis erberen, nicht als Sanitäts- foldat gehen zu müssen; und schon am 20. September 1911 wurde er für die mit kvenigen Kameraden durchgcführte Ueberraschung und Eroberung einer französischen Batterie zum Unteroffizier beiordert und nrit dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe ausgezeichnet. Im Zanuar 1915 wurde er Leutnant und Meldeie sich Anfang 1916 von seinem Truppenteil zur Ausbildung als Flugzeugführer. Zm Junr 1916 kam er zu einer Fliegerabteilung an die Westfront, wo es ihm bis September gelmig, zusammen mit fernem Beobachter Oberleutnant Schilling 8 Gegner im Luftkampf zu besiegen. Beim Abschuß des 8. GeMers wurde sein Flligzeug selbst in Brand geschossen, doch gelang es ihm, es noch zur Erde zu bringen, wo es reiftos verbcannle. Nach Heilung der hierbei erlittenen Brandwunden nahm er dann seine erfolgreiche Tärigreit an der Ä^estfront w jeder auf. Ende Dezember nmrde sein ständiger Beglefter Oberleutnant Schilling bei einem Lustkamps in seinem Flugzeug durch eine feindliche Kugel getötet. Schon im November vorigen Jahres erhielt Leuttrant Doffenbach den Orden pour le in^rfte, seit Beginn dieses Jahves gehörte er zur .Kampfttaffel Bölcke, wo er die Zahl seiner Luftsrege aus 14 erhöhw. — Die Lefftüngeur dieses in langer Kampf tätigleit erprobten Fliegers mw fein Name werden in der Geschrckste der Luftstverlkväfte unvergeffen bleiben. Frhr. v. Falkenhausen an Kardinal Mercier. ^ B r A s s e l, 5. Juli. (WTBü In holländischen Zeiturrgen w«d der Wprllaut des am 6. Juni vorr Kardinal Mercrer a» den Generalgouverneur in Bekgien scrichLeten Gchlret-. bens veröffentlicht. Der Kardinal besaßt sich darin unter langen völkerrechtlichen Ausführungen mit der Lage der belgischen Be- mnten, die sich der Veiwallungstrennung widersetzen. Ta der Schritt des Kardinals auf diese Weise vor die Oeffentlichkeit gebracht wurde, sei auch die Antwiort des Generalgouverneurs bekanntgegeben. Sie lautete: Brüssel, den 13. Juni. Eure Eminenz richteten unterm 6. Junr ein ft reibest an mich , in dem Sie so weit gingen, mir lmter ausführlichen völkerrechtlichen Darlegungen Vorhaltungen wegen ein> zelner meiner Amtshandlungen zu machen. Ich erwidere hieraus ergebenst, daß ich es ablehne, mit Euer Eminenz in eine Aus. einanderfetzung dieser Art einzutreten. Wie meinen Amtsvorgänge: werden Eure Eminenz ucich stets bereit ftndeu, die in kinAicheü Angelegenheiten vom Episkopat an Mich gerichteten Wünsche ent» gegennehmen und ihnen, soweit es die UnfftÄide gestatten, Rechnung zu tragen. Dafür muß ich aber entschieden verlangen, daß alle Diitglieder des geislltchen Standes sich streng aus die Erfüllung ihrer religiösen Ausgaben beschränken. Genehmigen Euer Eminenz den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung gez. Frhr. v. Falkenhausen. Generaloberst. v»v «uvumiivii »i» «»UßlUIIV« Ein Tlufruf des Tlrbeiter- und Soldatenrate-. Petersburg,F. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Me düng der Petersburger Telegraphen-Agentur. Anläßlich bi russischen O ffensive beschloß der Kongreß aller Ar beiter-und Soldaten rate Rußlands mit erdrücke: der Mehrheit, tzlgenden Zlufrus an das Heer zu richten: Soldaten! O ffiziere! Die vorläuffge Regierung des vevvlutionären Rußlands rn euch zur Offensive auf. Euch, die ihr auf den SchlackUfttdern d Sache der Revolution verleidigt imd euer Blift für oie Freche und einen allgemeinen Frieden vergießet, senden der :KonMeß d Arbeiter- und Soldatenräte ganz '.Rußlands und der Voll^sv aussftxuß der Bauernvertreter ganz Rußlands brüderlichen Gru Tie russffche Revolutivn ruft seil langem die Völker aller Land, zum Klumps für eiuen allgemeinen Frieden ans. Solange die VölL Europas nicht auf unseren Ruf antworten, geht tet Krieg vhi unsere Schuld weiter. Eure Organisattivn und Stärke, von ix die Offensive zeugt, iverden der Stumue des rerwlutwuären Ruf lands bei seinen Ausrufen an die es bekämpfenden Länder sow an die 3ieutralen und Bmidesgenvssen Gewicht verleihen und dc fordern der Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräw ganz Ru lands und der Bülzugsausschuß der Blauernvertteter ganz Ru lands das Land ms. alle seine Anstrengungen zirr llnwcstiluw des Heeres zu vereinigen. Bauern! Gebt dem Heere Brvt! Arbeite Sorgt dafür. daI das Heer nicht au Munitio Mangel leidet! -Lvldaten und Arbeiter der Etappe' Bill Mteftimgen und Rogirnenter zur Verstärkung und in i erfte Lime. Bürger! Leid eingedenk eurer Wicht. Ml>ge M'nra nn gegenwärtigen dürgenbllck versuchen, sich der ErMllmg' 'ffn Pflicht gegenüber dem Vaterlamv z,c entziehen. Tie Arbeite 'md LpUwtenrätc und die Vertreter der Bauern waclren Ü1x>r t tfralieft Rußlands. Soldaten und Offiziere! -Herz soll fernen Zweisti bogen. Ihr Ompft fü.- t Frsl»t wid da-) Wsäck RnUMids tir draTnihm i flcmffl.en (vneiwt. Wrr fmheu auch bnäet &rrr«to, i It&B iMc SletKrfutum! ©3 lebe dos retwütthmän- örer 1 1 Die Offensive der Muffen. Betri^tr, 6. Jrii. Der Führer der amerikanischen Missisvsn für Rußland kam im Hauptcnrartier des Generals drnsfilow an. — lieber die Wirkungen der ntfufcfen Offensive auf die Stimmung in Petersburg wird in der engli - ^ ajcn Presse breit berichtet. Die Volksmenge l>abe abwechselnd revolutionäre Lieder und religiöse Hmniien gesungen. Vom Balkon der britischen Botschaft hätten der britische Botichaiter Buchanau und Minister Henderson Ansprachen gebalten. — In Ätonftabt er-- ttÄrtc ein Abgeordneter beö Arbeiter- und Soldatenrates, das Schicksal des Krieges hänge wesentlich von Petersburg ab Sei dieses verloren oder auch nur durch ein Verdrängen der deutschen Truppen bedroht, so sei der Krieg zu Eiide, Amerikas Hilfe und eine Eutlastungsoffennve föimten dann nicksts mehr an Rußlands Ausscheiden aus dem Kriege ändern. Massenbewegung von Frauen an die Front. Stockholm, 6. Juli. Wie die „Nowoia Wremja" meldet, nabe auf den russischen Eisenbahnen eine M a s s o n b e w g g ü n g von Frauen an die Front eingesetzt, die ihre Männer vor iBegirm der .Kämpfe besuchen wollten. Die Frauen verweigerten die Zahlung der Fahrpreise und störten in gefährlicher Weise die Bewegung der Militärzüge. Die neue Entente-Konferenz. Berlin, 6. Juli. Tie neue E n t en t c t o n f c r e n j zur Besrrecknnrg der Kriegsziele soll, wie es neuerdings ftetfct, nicht irr. Paris, sondern in London stattfinden. Auch Amerika wird vertreten sein. Bon russischer Seite werden iva hr schein lick Kerenski oder Toreschtschen ko kommen. Eine Rede RibotS. Basel 5. Juli. Havas meldet, daß am gestrigen amerikanischen U n a bh ä n g i g ke it § t a g Parts ugrd die iran- zösffche Regierung den Amerikanern eine Reihe von Festlichkeiten bereitet bat. Am Morgen wurde die KümmMrdantenflagge an den General Pershing in Gegenwart von Poincarö, dem amerikanischen Botschafter Sharp,,Deschanel, Dubost, Painleve, Adiniral Lacaze und Marschall Josfte übergeben. Hieran schloß sich eine Feier asts dem Picpus-Friedhos am Grabe Lafayettes. Hierauf begaben sich die genannten Persönlichkeiten und die Botschafter der alliierten Machte zu einem von der amerikanischen. Handelskammer gegebenen Frühstück, bei dem Ministerpräsident Ribot eine Rede hielt, in der er erklärte: „Als die Amerikaner in den Krieg eintraten, stellten ffe durch Wilson die Bedingungen des künftigen Friedens aus, so daß zwischen ihnen und Frankreich eine sofortige und völlige Einigkeit zu-tageftrat. Nach der Rückgabe von E l s a ß - L o t h r i n * gen an Frankreich, der Leistung von Entschädigungen an Belgien. Serbien. Polen, Rumänien und die besetzten Provinzen Frankreichs muß dem preußischen Militarismus der Prozeß g c ma cht lr c rbcit, der eilte fortwährende Bedrohung der Existenz sriedlick-er Natiamvt bildet. Lloyd George hat 'oebcn wiederholt, was Wilson gesagt hat und was ich selbst von der Tribüne der Kammer erklärte: Der Frieden würde unvergleichlich leichter zu schließen sein, wenn wir anstelle von Kaiser Wilhelm die Vertreter einer aut den Grundsätzen des modernen Rechtes auf- gebauten Demokratie vor uns hätten. Ties muß sehr laut gesagt werden, damit nur selbst von unseren Feinden verstanden werden. Ter Sieg ist gewiß unter der Bedingung, daß wir int wichtigsten Momerrt nicht schwach merken." Ein Straferlaß des Königs von Griechenland. Zürich, 5. Juli. (B. T.) Wie Temps ans Athen meldet, ktabe Köuig Ale x a n -de r einen Am n e st i e e r l a ß unterzeichnet. der sich auf Majestätsbelevdigungen, Rebellionen und ähnliche Vergehest bezieht, soweit sie gegen König Konstantin oder die Mitglieder seiner Familie gerickstet gewesen seien. Ein weiterer Erlaß gauährl Deserteuren Straffreiheit, mit Ausnahme der Desertionen, die vor deni Feinde begangen wurden. Bulgarien und die Feindfchaft Griechenlands. Sofia, 6. Juli. (WTB. Mchtamtlich) Vulgär. Tejegr.- Agentnr. Sämtliche Blätter besprechen im Leitartikel mit Ruhe, ja sogar mit einer gewissen Befriedigung den Abbruch der Beziehu ngen zN dem veni setisti- schen Griechenland und heben hervor, daß dieses Ereignis den letzten Trumpf der Entente darstelle, und daß es ..schon lange erwartet sei und die Bulgaren nicht überraschen 7mme. „Novenii Jsvestija" sagt n. a.: Griechenland ist nnser Feind, aber seine getrennte Armee greift zu spät ein: selbst wenn es Beniselos gelingen sollte, die Armee kampffähig zu machen, bildet sie für uns keine Gefahr, zumal da infolge der Teilnahme eines Feindes wie Griechenland am Kriege unsere Hände frei werden. — „Knrodni Preß" schreibt: Das vcniselistische Griechenland wird kein anderes »Schicksal haben als Serbien und Rumänien. Heute ist der Gang der Geschichte uns günstig. Neue Kleinode werden oer bulgarischen Krone ein gefügt werben. Seeweg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin, 5. Juli. (Amtlich.) Durch unsere U-Boote sind rm Atlantischen Ozean und in der Nordsee weitere 18Dampfer,6 Segler, 3 Fischerfahrzeuge mit 53 500 BRT. vernichtet worden. Unter den versenkten Schiffen befanden sich die englischen bewaffneten Dampfer „Tale of Jura" (3809 Tonnen), mit 2000 Tonnen Munition und 3197 Tonnen Koks von Middlesborough nach Sav>ma, ,Hnntstrick" (8151 Donnen) mit 10 000 Tonnen Stückgut von Plymouth nach Gibraltar, „Serapis" (1932 Donnen) mit Kohlen von Glasgow nach Marseille, Kapitän und Steuermann gefangen genommen, der englische Dreimastschoner „Biolet", der italienische bewaffnete Dampfer „Balbiere" (4637 Tonnen) mit 6000 Tonnen Munition von New- Orleans nach Genua, der portugiesische Dampfer „Espinho" mit Gerste, Mais und sehr vielen Weinen von aCsablanca nach Lissabon, die ruffischen Schoner „Wera" mit 712 Tonnen Tonerde von Foevy nach Cadiz. ,^eita" mit 600 Tonnen Salz nach Naland, ferner ztvei Dampfer mit Englandkurs, die durch Torpedo-Doppelschuß aus einem Geleitzug herausgeschossen wurden, ein bewaffneter großer Dampfer mit Kohlen von Amerika nach Rußland, ein neutraler Dampfer, der im Charter der französischen Regierung fuhr, hatte Gewehre und Munition vo ftMarseille nach Dakar an Bord. Die Ladungen der übrigen versenkten Schiffe bestanden, soweit sie haben festgestellt werden können, in der Hauptsache aus Kohlen, Stückgut und Wolle. Auf Grund der bisher vorliegenden Meldungen unserer 11-Boote ist schon jetzt zu übersehen, daß die U-Boots-Erfo tge im Monat Juni die des Monats Mai erheblich übersteigen werden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein französisches U-Boot vernichtet. Berlin, 5. Juli. (WTB. Amtlich) Eines unserer .Unterseeboote im Mittelmeer, Kommandant Oberleutnant zur See v. Hamburg. hat am 9. Juni an der Küste von Tunis ein im Geleit eines Zerstörers fahrendes großes französisches Unterseeboot durch Torpedoschuß derni chtet. Oberleutnant zur See v. Heimburg hat damit sein drittes feindliches Unterseeboot versenkt. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. U-BootH-Angrisfe auf amerikanische Transportschiffe. Haaq, 5. Juli Reuter meldet aus Washington, daß nach einer Meldung des Marineministers amerikanische Truppe n t ra n Sports ch isse mts dem Wege nach Frankreich zwei-" mal erfolglos durch eine große Anzahl U-Boote angegriffen worden seien. Ter erste Angriff geschah am 2. Juni, abends Vill l^hr. u. zwar ai: einer Stelle, an der die TruppentranSportschtsse sich sammeln sollten, um die zur Begleitung enffandten Torpedo- !äger zu erwarten^ Dftrn glaubte diese Stelle für sicher hallen zu zu können. Tie Torpsdojäger trieben die U-Boote auseinander, nachdem sie mindestens fünf Torpedos abgefeuert hatten. Der jw-eite Angriff geschah einige Tage später und war gegen ein anderes Kontingent von Truppwitransportschiffen gerichtet. Hier erfolgte. der Angriff, nachdem die Torpedojäger bereits zu den TruPpentranSportschissen gestoßen waren. Die Torpedojäger tonnten die Flottille schützen und die U-Boote auseinandertveiben. Es wird behauptet, daß cm U-Boot hierbei versenkt worden sei. Unter dem Schutze der amerikanischen Torvedojäger und französischen Kriegsschiffe fuhr das Kontingent weiter und erreichte die ftanzö- sischeu Häfen, wo bereits einige Kontingente lagert. * London, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich., Die Admiralität meldet: In der letzten Woche sind 15 Schiffe über und 5 unter 1609 Tonnen versenkt worden. 16 Schiffe wurden erfolglos angegriffen. Außerdem wurden 11 Fischerfahrzeuge versenkt. H a a g , 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Korrespondenz-Bureau lv'urde das holländische Schiff „Amstel- la.nd" torpediert, als es sich mit einer Ladung Weizen für die britische Regierung ans dem Wege nach Belfast befand. Mb. Deutscher Reichstag. 111. Sitzung. Donnerstag, den 5. Juli 1917. nachmittags 3 Uhr. Am Tische des Bundesrats: Graf R o ed e r n , Dr. Helffe -> r i ch, Lisco, Z i m m e r m ö n n , von Stein. Präsident Tr. Kaem pf teilt mit. daß er zum Zusammentritt des österreichischen^ Abgeordnetenhauses ein Begrüßungstelegramin des Reichstages geschickt habe. Tas Haus ehrt sodann das Andenken des verstorbenen Mg. Blanken Horn (nl.). Der Präsident hält dann folgende Ansprache: Der Krieg tobt weiter, und die Zeit seit unserer letzten Verhandlung bat unÄ den..Frieden noch nicht gebracht. Welch erschreckendes Maß vergossenen Blutes, welch erschreckendes Maß von Kriegselend und Kriegsnot. Es wäre der ganzen Welt erspart geblieben, wenn unsere ?yetnbe sich ntifc uns an den Verhandlungstisch gesetzt hätten. Wozu das hockherffge Friedensangebot unseres Kaisers und seiner Verbündeten Veranlassung gab. Unsere Feinde haben sich nicht bemüht, mit uns den Frieden zu finden, der geeignet wäre, die Ehre u tib oic ^n tc 11Jfc 1t aIIcr 51 ati onen su wahreit. Unsere Feinde haben das Friedensangebot mit Hohn zurückgewiesen. Auch heute noch und ihre Kriegsziele dieselben: Zersplitterung und Vernichtting Deutschlands und seiner Verbündeten. Hiergegen mit aller Kraft sich zu mdjren, hiergegen Leben imd Zukunft Deutschlands, koste J?» ^'olle, zu verteidiget, fft die heilige, in uns allen lebendige Pflicht der gesamtetr Elation. .sBeffall.) Voll unerschütterlichen Ber t r a u ens , in dem Bewußtsein unseres Rechtes und uilserer Stärke führen wir den uns aufgezwungenen Verteidigungskrieg weiter. Die nullenden Anstürme der Engländer, Franzosen, Russen tmd Italiener zerschellen an der eisernen Festigkeit unserer tmd unserer Verbündeten heldenmütigen Truppen. i'Bci- wll.» Die mit unerhörter Wucht geführte Frü h i ahrs:offen- s t v c unserer Feinde im Westen ist mit einer Genialität in der Führung und mit einem Heroismus der Truppen, wie die .Kriegsgeschichte nicht ihresgleichen hat, abgeschlagen. ,Beifall.) Daneben haben unsere braven Truppen ftn Felde aus eigener Jnitiattve frohen Mutes deu Verhältnissen in der Heimat Rechmmg getragett ttnd sich ihnen angepaßt. Herzlicheit Gruß entbieten wir dem Heere und der Flotte und ihren Führern lBeifall), sowohl den unsrigen itne oenienigen unserer Verbündeten sBeifaNri entbieten wir gerade jetzt den Beiatztmgett unserer Unterseeboote (verstärfter Beifall , die juit unvergleichlicher Todesverachtung ihres Amtes l pal len zum Schrecken utrserer Feinde «wiederholter Beifall), entbieten wir unseren Fliegertruppen und den Besatzungen un- lswer M a r i n e k a m p f s l u g z e u g c «Beifall), deren unübertress- ltche Kühnheit das Jnselreich in seiner eigeneit Hauptstadt bedroht. «Lebhafter Beifall.) Unser Volk aber, unter bent (rinflnß deS Krieges zu vollem polili- ckieu Verständnis erstarkt «sehr richtig,, reis für die Erfüllung seiner gropeu Ausgaben int Innern tmd nach außen, hält heldenmütig, wie tmfer Volksheer aus den Schlachtfeldern, den Entbehrungen Und den Nöten stand, die der Krieg von tms allen erfordert. Auch ihm gebübrt gleich den heldenmüttgen Verteidigern des Vaterlandes der Heldenutütige Dank der Volksvertretung. .Beifall) Eingedenk des Königswortes: „Deutschland ist niemals besiegt worden, wenn es einig tyar.", tritt Deutschland — Fürsten tmd Volk, Kaper und Reich — geschlossen, entschlossen, den Gefahren entgegen, die der Angriff fast der ganzen Welt gegen uns ans- zmürmen versucht, in der r’efteu ZuvcrsiM, daß dann der Sieg uns und unserem Rechte bleibt, in diesem Verteidigungskamps um imier Vaterland. (Lebhafter Beifall.) Die neue Kred itvo rlage. Etn neuer Nachtrag zum Michshaushalt erntächtigt den Reickts- kanzler, 15 Milliarden Mark int Wege des Kredits flüssig zu machen. .. Staatssekretär des Reichs schätz am ts Graf Roedern bringt dte Vorlage ein uitd verweist auf die ftüheren ausführlichen Verhandlungen des Reichstags über die allgemeine Finanzlage des RctcheS ttn Kriege. Die täglichen Kr ie g S a u S g a b e u ffnd tonstaitt geblteben und belaufen sich auf ruttd 100 Millionen Mark Nach Mitteilungen deS englischen kSchatzkäitzlers betragen die ^agesaussaben EnglattdS 76 Millionen Pfund, also mehr als 1o9 Millionen Mark. Die gmfftige Entwicklung der deutschen KrwgSffnanztertmg ist ein Beweis für die Nichtigkcht unseren Polttik aus diesent Gebiet. Das endgültige Ergebnis der letzten» Kriegsanleihe !>at alle Erroarttmgen weit übertroffeu. .Beifall) Es beruhte im wesentlichst aut der größerett Verdienstmöglich- keil.nnd aus Ersparnissen in der eigenen Wirtschaft. Ente Begleiterscheinung schwerer Krieaszeiten pflegt stets eine g ewiss e Wettherztgleit im GeldauSgeben zu sein. Lassen Sic mich in dieser Richtung warnen. Gerade die Kriegszeit hat uns mehr denn je den engen Zusammenhang von Privalloirtschaft nnd altgememer Wirtschaft gezeigt. Wir laben die Bedeutung der Geldanlage auch für detr Staat kennen gelernt. Bor dem Kriege war es jedem klar, daß es ein Unrecht war, mit Mot verichlvcttdertsch nmzngechu. Nicht klar war aber, daß es ein Unrecht ist, mit der nationalen Arbeit veri chwender i sch itmzngehen. Das aber habet: wir jetzt erfahren müssen, denn jede mmütze Ausgabe erfordert Arbeit, die für nützlichere Dinge ausgewenoet weiden kann. Und dann noch, ente zwriw '.Mahnung. Die Zuflüsse an Gold zur Reich sbcrnk haben bisher die Gold mengen, die ins Ausländ ge- mngert sind überstiegen. Aus den letzten Llusiv-eifen aber ergibt ich, daß ein Rückgang um 76 Millionen ein getreten ist. Diese Tatache iu an sich noch nicht bcunrichigend. Wir sind damit mim er noch aus dem Goldbestand, den wir jetzt vor eitlem Jahre hatten und beit wir damals als durchaus erfreiilich anerkeimen komtteit Aber wtr dürfen nicht oerkemten. daß weitere Abflußmögltchkeiten vorbanden sind. Deshalb geht nreine ztvrite Mahstmtg dahin, daß m ö g l t ch ik viel Gold, das aitch noch in Münzen vorhanden rst. der Retchslmnk zuslteßen möchte. Wieviel Gold itoch vorhanden ist, ist ja schwer zu schätzen. Ich darf aber ammhmen, daß von entbehrlichen Schmuckstücken einige hundert Drillioneti und auch an Münzen noch einige hundert Millionen Mark vor- landen sind. Jeder, der dafür sorgt, daß diese Hunderte Vvn MU°- lionen der^Rctchsbank zufließen, dient unserer '.'Nationalnürtschaft. Ich bitte Sie, auch in dieser Beziehung ausklärend zu wirken. AU dstie Arbeit ist Kleinarbeit. Seit drei Jahren stehen wir in dieser Arbeit. Milgekämpst mit denett draußen an der Front haben in der .Heimat alle die, die dafür gesorgt haben, daß kein Feld uubcsteUt blieb^ besonders die Landsrauen, e beit so die Arbetlcr der Rüstungs- rndultrie. die unter schftveren En rbel rungen gearlieitel haben, tmd mitgekämpft haben alle Beamten, die mit ganz neuen Verhältnissen zu tun hatten. Ich möchte mit dem Worte schließen: Rur der erringt sich Freiheit nird daä Leben, der täglich sie erobern muß. ■ (Lebhafter Beifall.) Mg. Dr. Spa hn (Ztr.l beantragt Vert a guna. Mg. Geper (U.Soz.) widerspricht- Tie Hinansfchiebung der Verhandlungen trieb als ein parlamentart s ch es Mattöver zu irgendeinem Zwecke bewachtet werden. -Tic Zufammeubringmtg der all- gemein«: Fragen mit deu Finanzsragen ist eine Mwürgung der' parlamentarischen Arbeiten. Tee Präsident rügt de:: Ausdruck.)-' ^ Tos Haus oefchließt g^-eu die Stimmen der Unabhängigen Sozialdemowaten die Vertagung. Ter Präsident schlägt vor. die nächste Sitztmg am.Frri- tag, nachmittags 3 Uhr mit folgender Tagesvpdnung abzuhalten: 1-, Anfragen, 2. Bericht des Berfasfungsausjchusses über die W a b l f r e i s ä n d eru tt g , 3. Bericht des VerfassungsanS- fchluffes über das L a:: d t a g s w a h l r e ch t, 4. Gesetzentwurf über die V e r l ä n g c ru n g der L e g i s l a 1 u r p e r i v d e , 5. Gesetz betrenend bett .Landtag in Elsaß-Lothringen. Abg. Dr. Müller-Meiningen «Frs. Vv. : Ich bitte, die Frage des Land tag Swahlvechts mtt Rüch'icht auf die allgemeine Aussprache, die am Sonnabend stattfinden soll, von der TageS- ordnung a b z n s e tz e u. ^ Gras /riftarp (Kons.t: Dieser Vorschlag deS Abg. Tr. wruller-Meiningen stimmt mit unseren Bespreck'nngen nicht überein. Ich würde daher dagegen stimmen.. ^ g^cr Antrag des 2lbg. Müller-Meiningen wird gegen die L ttmmen der Recktten a n g e n v m m e n. Im übrigen bleibt es bei dem Borstbilage des Präsidenten. Schluß 4 Uhr. * Anfragen im Reichstage. Berlin, 5. Juli. Dem Reichstag ist eine Menge kleiner Anfragen Angegangen. Die nationalltberalen Abgeordneten Schisser und List ftagen: ,,Jst der Reichskanzler attgesichtS der durch den Prozeß Kupfer enthüllten Vorgänge Nunmehr bereit, dem Beschluß des Reichstages vom 20. Tezember 1915 und 26. März 191' Sn entsprechen und unverzüglich mit rücktvirkender .Kraft Maßnahmen zur Einziehung unlauterer' Ki'iegsgewinne berbeiztt- fuhreu?" Ter forischrittltche ^Abgeordnete M ü l l e r - Meiningen fragt: ^Turch falsche Behandlmtg sind große Mengen der deutschen ^ bste.rnte im Jahre'1916 zugrunde gegangen. Durch weite iind tagelange Fahrteit^ im Eisenbahnwagen ist oftmals das Obst in halbverfanltein «Zustande in die Marnteladefabriken gelangt: durch schlechte Rüben, Mangels an Zucker usw. fvurdett die Obst- vorräte weiter verdorben, so daß jn dem sogenannten.„Kriegsmus" cm n-ahrimgsmittel hergestellt wurde, das teilweise zun: ntensch- llchen Gebrauch ungenießbar war. Was gedenkt der .Herr Reichs- tanzler zu tun, um eine solche Schmälerung unserer Obsternte zum v-ochadcn des deuffcheu Volkes künfttghin zu verhüten nnd unser Obst m Gestalt von gitter, einwandfreier Ware dem Volk zu erhalten?" Der- Zentrumsabgwrdnete Kuckhoff fragt: „Infolge vermehrten Bedarfs der Industrie, der Eisenbahnen und der Marine vermehrter Ausstthr mtd Verringerung der Zahl der Arbeitskräfte macht sich bereits jetzt in den Städten und Industriezentren eist empstndlicher Mangel an Kohlen besonders auckt für die klctnen, weniger kaufkräftigen Verbraucher bemerkbar. Sind dem Herrn Reichskanzler diese Verchälttnsse bekannt? Ist er bereft umfassende Maßnahmen zu treffen, so daß durch Vorschüsse an Minderbemittelte, besonders an Kriegerfrauen. Anlage von Kuhlen-. lagern m den großen Städten uri^Regulierung des .Handels vor allem die kleinen Verbraucher im nächsten Winter wn Rot qe-- schützt werden?"' Aus dem yauptausschutz des Reichstags. Berlin, 5. Juli. Q bis ein- -, rtt ? f > £l . 6 «ttfd) geordneten Namensverzeich- 2 s-'L 1 ? ^ cr Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers offtn ^Äte. IWli)e " Um Nackchrüfung ihrer Adressen- * Sammelt Gbstlerne! Zeder Gbftkern ist wichlig! r rtff , d ö Pier , F r it ch t c, O b ft reste und fonftige Abfülle ^llte meit nicht auf Bürgersteige werfen. Hierdurch werden die Straßen verunreiniai und Gefahren ftkr die Passanten tervorqeru- ten. die durch Äusglerteir auf Obstresten und dergleichen zu Falle kom^cknnq.'^ erWMi<6 - könmn. rSicfrc amtliche Be- a.öt fe Ä &. b-s.D-utsch-n Luft. aut, LEA? »Vres vam°l,g-n Borsidendr,,. ors ff *h ‘•“HS 3 *®?- B-erm-mn, ,cui Oberhessisches Natchnai. tm zu Ehren des Grafen '^vpelm aus der Liebigshühe.. Es eurer atodemtschen ,veter, bei der die Milüärkapelle bestand ans ** Am tliche PersonalNachrichten. Ter G r o ^ -- ^ ünT - 4 -^ l i >ent ?^isarzt des Kreisgesundheirsamts ^nterbach, Dr. ^trch «chenck, den Cch-rrakter als Medistnalrat ** Ans »eichnnng. Mnsketi^ .E-rrl Stassel Sobn Mnstum Stoffel, bereits Inhaber des Eisernen ^ l tll ü .auch die Hessische Tapferkeitsmedaills nu wnmTogcttbr Tapferkeit vor dein Feinde rZ-cldd reb fta hl. In der Nacht *nm 5. Inli 1917 lwroc 'von ernenn Acker nn Sckstffenbergertal ein dort ausgestellter .Drusen ab^eerntete Gerste 10 Garben, entwendet. Sack- menltcke Mittetlnngen nimint Kriminalabteilnng Gvoßh. Polizeiamts entgegen. ** D ie ersten Weizen Hansen sirid, wie uns berichtet wrvd, ans einern Felde in der Nähe des Bismarck- rrrrms znsctm mengestellt worden. ** Der Kohlweiß ling tritt in unserer Gegend in Elche n Baissen aus, daß eine erhebliche Schädigung des Gewinnertrages im Herbste zu befürchten ist. Anderwärts werden die Kohlweißlinge von Schulkindern gefangen. Es uürd dann für 10 abgelieserte Kohlweißlinge ei loa der Betrag von 1 Pf. von der Gemeindebehörde bezahlt. Eine solche Aneiserimg wäre auch für unsere Gegend dringend zu empfehlen. ** D ie Barsüßler. Das Barfußlaufen ist rvieder in Blöde ^kommen wie vor einer Reihe von Jahren. Damals verfolgten we barfntzlaufenden Männer und Fronen, auch der gebildeten ^tände.^emen Gesundheitssport. Heute geschieht es aus vaterlän- dh^r ^parfamten. Ilebevall im deutschen Lande trifft man jetzt Barfußläuser und st äufer innen. Die Schulen haben ihren Schillern und Lchmerinnen erlaubt, barfuß zur Sckfule zu kommen oder auch m Sandalen, ^ogar verschiedene städtische Behörden Süd- und Westdeutschlands haben ilyren Beamten bie Sandalen im Dienst angeraten. In ländlichen Gegenden und in Kleinstädten lausen die Erwachienen mit der Jugend gemeinsam ans nackten Fußen. Der neuen Mode huldigt die /fugend mit wahrer Begeisterung. Für ernen verwöhnten Fuß ist das Barrußlausen eine anfangs ungewohnte Sachq. die erst geübt sein will. Unbewußt zögert der Neuling, den nackben Fuß aus den Stein oder Erdboden zu setzen, und ohne Wunden und Schrammen werden die ersten Läufe «mch nicht zurückgelegt. Erst wenn sich ein horniger Bezug unter der Sohle gebildet hat, wird der nackte Fuß dreister und sicherer. « Mittelalter gab es bekanntlich viele Barfüßler, zu denen man auch die ^»andalenträger, die weder Strümpfe noch Fußlappen! vannßen, zählte. Dst Bettelrnben waren allefamt Barfüßler Die Fvanzrskaner gingen bis ms 17. Jahrhundert bei jeder Witterung darküwg, und sie hießen mich allgemein „die Barfüßer", dlndcre Mönchs- und Nonnenorden vor chnerr, die sich nach dem Wort des Evangelisten Matthäus richteten, verzichteten ebenfalls auf jede Fußbekleidung. Aus Sühne oder zur Kasteiung auf bloßen Sohlen Zu laufen, hat sich bis in die Jetztzeit in dem altertümlichen flau- drrfchen Städtchen Beurno erhalten. Dort müssen am ersten Sonn- rag im Juli bei einem Heiligenumzug der Bußprozession samt- lrchc kirchliche Sünder und Sünderinnen barfuß durch die Straßen zvhen. Diese Barfttßer und Barfüßerin men, die Gesichtslarven! tragen dürfen, bilden natürlich Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit . . . Heute kommt auch bei uns die Swrdale wieder zu Ansehen. Da mit Leder gespart werde.it muß, ?ann mail sich die Sairdale aus einem Stück Holz sehr girt selbst Herstellen. Früher bestanden bei den Kulturvölkern die Sandalen häufig aus einem Stück Bmunrinde oder .aus Fischhaut, die ein Baststreisen fefthielt. Gesund ist die Mode unbedingt, da der Fuß in seiner notiärlichen Entlvickllmg dabei nicht gehemmt wird. ** K r i e g s fte u e r. In Kreisen der Steuerpflichtigen herrscht vielfach Ilrckenntnis darüber, daß vom 1. Juli 1917 ab die bis bafyin noch nicht gezahlten Käiegsabgabebeträge — also auch die erst Äs zum 1. Novernber 1917 und bis zum 1. Marz 1918 zu entrichtende beiden letzten Drittel — nrrt fünf vom Hundert jährlich zu verzinsen und die Zinsen bä der Zahlung mit zu entrichten sind. Die Erhebung der Zinsen ^beruht jedock auf r o i ch slg e s e t^l i ch e r Bor- schrist und es farm von ihr rächt abgesehen tomdew Es ist auch in den den Steuerpflichtigen Mgegangenen Kriegssteuerbescheiden die Berpflickstung zur Zahlung der Zinsen vom 1. Juli 1917 ab ausdrücklich bemerkt. ** Förderung desUeberWeisungsverkehrs. Das wirtschaftliche Irrtevessc der Mgenreinlieit und jedes eirrzelnen erfordert dirngend eine Dernmrdenurg des Bargeldumlauis, die om vollkommensten durch Fördermcg des lleberweisungsverkehrs erreicht wird. Dem Vorgehen zahlreicher anderer Behörden entsprechend sind daher auch die h e s sis chen st aatlicheir Behörden imn- mehr angewiesen worden, in größeren Orten die Vergebung von Lieferungen und Arbeiten in der Reget davon abhängig zu. anrchen, daß der Lieferer oder 0>ewerbetreihende bei einer Bank, Sparkasse! oder Kreditgenvsselrschaft oder bei dem Postscheckamt enl Konto imterhält und durch Stempelausdruck aus serntic Briefen und Rech- mmgen oder durch Aufkleben oder Beilage von besonderen Zetteln die Empfchlger ersucht, größere Zahlungeil nur auf dieses Kdnto zu leisteir. — Die Unterhaltung eines U c b e r w e i s uln g s k o n t o ^ erfordert keinerlei besondere geschäftliche KcTMtnissc. Für den klei- neu Verkehr genügt der einfache lieberlveisungs'verkehr, so daß der Konwinhadu' keineswegs etwa genötigt ist, Schecks in den Berkehä zu bringe?« Alle staatlichen Kassen iverden kürrftig ein Ueberwei- sungskoilto bei der Svarkasse ihres Bezirks urtterhaltcnr, die grüße- veir Kasten einschließlich der bedeutenderen Untererhebstellen außerdem noch ent Postscheckkonto, die großen stLdtischelt Kassen auch ein Neichsbankgirvkonw irnd teilweise auch ein Konto bei einer oder mehreren Privatbanken. ** Turnerisches. N-ächston Sdnutag findet in der Turnhalle des Turnvereins 1846 unter Leitung des Gau- 'tormvarts Will enreGcruv-ortirrrrerstunde des Gcures Hessen stnttt. Der Uebnngsstvff behandelt h-anptsächlich die militärische Ausbildung unserer jungen Turner. ** Zeppelin feier. Die für den 7. Juli geplante -seppelßv- fxter ist trichk die erste Feier, die Zeppelin zu Ehreic in Gießen veratr- staltet wird. Gs ist nenn Jahre her, daß die ersvölt großen Fahrten, die Graf Zeppelin mit seinem Schiff in die Schweiz hinein und deit Rhein hinunter aus führte, und die. .Katastrophe, die sein Schiff Echterdingen vernickstete, das größte Auffebetr üc der ganzen) Welt er ragten und ganz Deutschland ebemo sehr mit Fcetrde und Dsgerftemmg wre mit Trauer und Teilnahme für den schwer be- Eickcüoer des Luftschiffs erfüllte. Damals, am 16. 'Ikugust Nonck Männer4Gefangvcreine Gießens mctwirkren: Prof in, n !,f ai c ^ C ^ e crs ÜU l ^pp^ul. und Geheimrat Biernwun) ^ ait «oß sich ein richtiges Volks- t ^ spärlichen Aufführungen und K ‘Si n ÄÄ ,' M oge die diesmalige Feier, die freilich «chprechcnd nur tn kleinerem Rahmen und ernuerem Gepräge geholt«t fern kmm, dog> die aleche lebhafte Btte rgung teittnts der Gichener Bevölkennrg smden, nne Le ^ ^rgnts dafür oblegen, daß die Verehrung für den EJ“ en . imd großen Dettffchen seft jener Zeit nickü klemer, solchern. nur grötzer geworden ist. ^ dl" Hof s istentgetroffelt. Auf Oswalds garten E Nftoil enre ansehnliche Reihe von Wagen mrd der Ausbau QM,,* W , m uollem Gange. Lamstag, eckend 8 Uhr, ivird der Eröfnnuigsttorstellnng sein Gastspiel beginnen. ? ö J c ' -J 3 latt, Nr. 112, enthält Bekanntmachungen ^ ^rovmzialtmsfchuß-Ferren. — Verbraucher von Kohlen, Koks ' ~ Verwendung von pflanzlichen u,rd lrenscl>en Oeteu nno Fetten. — Verkehr mtt fettlosen Wasch- und Renngunqs- — F^ldschntz. — Steinnußmehl. — beinhalten der Strotzen. — .Keiinzeichnnng von Waren. — Verkehr ch^p^vttnol mrd Kümöl. — Einsendung der .Kreisabdeckerev- ver»elchnme. — Bechmpfung der Tuberkulose. — Erittcvorsckfätzung. ertragJE ^ Lechpferden. — Statistik des Wiän- lind Obst Landkreis Gießen. mur C™- - P 11 LL55 / 5. Juli. Durch eine VerkchrsÄlderung 253* * b 55 t trede Ginnen—Gelnhauftli ein längst recht nnau Ä Sf bcwltigt. Der Abeiidzug Gießen Mr krArzt seit Momag Mit dem um diese Zeit von Geln- luic bisher, in Lich. sondern ’ÜXfn?“ UWI Gelnhausen kommende Zug batte fast jeden übend Veripaumg, tvodurch) m Lich für den von Gießen kommen- den Zug em längerer Aufenthalt entstand. Dieser fällt mm weg, iar besonders für Reuende, die au, dort Umsteig-Zw ifchen- !^!E,pder auf der En-dstatwu Anschlußzüge, zur Weiterfahrt s/i ^ ^slen, em gwtzer Vorteil ist. - Bei dieser Gelegenheit « an daraus aufmerksam gemacht, daß der Zug ab Gießen b,.-.0 Uhr in Schiffenberg Nicht bält und dies der letzte bis Gcln- bauien fahrmde ->ug ist. Der zweite Abeiidzug ab 6,55 Uhr Gießen fahrt iiur bis Hungen und der letzte Zug ab 8. Uhr mrr bis Nidda. K p c f l n -1 1 1 - 1 -l .Hungen, 4. Itili. Zum Unteroffizier und xüberfahnenfchmied befördert umrdc der Gefreite Karl Wolf Lou Kwv Er steht seit Kriegsbeginn im Felde und gehört einer tterniprech-Abteilmrg im Westen an. Gleichzeittg wurde er auch mtt rem Eisernen Kcheuz 2 Kl. ausgezeichnet. Bereits vor längerer mDrben ar ^ mU *** ^s'isäen Tapferieits-Denkmünze bedacht. S ^ u -’ b€x Nebenan , 5. Juli. Letzten TiesiStag wurden die Glocken in unserer Rabenau von den Türmen geholt Nur m choudosg und Geilshausen blieben sie vorläufig nockf hängen- rock wird auch deren Ausbau nicht mehr lange an, sich warten lassen. den Krrchcenglocken opserri unsere Dörfer liebe Vertraute. Eerade jetzt, wenn die Glocken fortgeholt werden, erkennt man an ,o manchem ivehmüngeii Blick, wie sehr der Landniami mit seiner fritd-engfocfe verbii-nden ist, deren Klang sein Leben von Jugend nn Lct frohen und traurigen Ereignisseir begleitete. Wenn nun auch von nimichen Utliveritändigen harte Worte beim Scheiden von ihrer Glocke gebrauckü werden, so wissen Verständige, daß das Varerland ^ noch viel schwerere Opfer im .Heldentod seiner lösten Lohne gefordert hat rmd noch fordert, -und jeder willigt gern darin, dar auch die verttautc Glucke auf deii Altar des Vaterlandes gÄe gt wrrd. Kreis Schotten. : Gedern, 5. Juli. Durch Orgelbauer Ratzmann von Gelnhausen erwlgte gefterii der AusbM, der Pvospettpfeifeu aus der chesigen Kirchenorgel. Es waren im ganzen 81 Sttlck mit einem Ges-anttgewicht von 188,6 Kilogramm. Die längsten Pfeifen hattest erne Höhe von 2,50 Dkettrn uitd ein Gewicht von je 6 Kilo- üvamm. Da die Orgel bereits 70 Jahre lang im Gebrvuck, war und bei ihrem Bau noch Teile einer älteren Orgel mit verwendet wurden, werden Ersatzpfeifen nicht mehr eingebmlt. 'Nach dem Eiide^ des^ .Krieges soll vielmehr der Frage eines Qrgel-Neubrms, für den Hit einigen Jahren bereits Mittel angesammelt werdest, nahergctrctess werden. 8 Ans dem oberen Bogelsber^, 4. Juli. Einen erfreulichen Lünrd haben^die Kartoffelfelder mtgenomman. Ueberall steht ntüit große und fette Sträucher. Langsmn sangen sie nun auch zu blühen an. Die Saaten haben sich durch den Regen auch gut erholt und haben frisches Leben bekmnmcn. — Langsam geht mm auch hie Heuernte ihrem Ende zu. Ist sie auch an Ertrag lange, .nicht so reich spie die oorjährrge Ernte, so ist doch die Qualität des Heues vorzüglich. Starkeickurq und Rheinhessen — Darm ftadt ( 5. Juli. Die Griescheimer Marktfrauen strri ken und beschicken fett einigest Tagen den hiesigen Wvchenmarki mcht mehr. Sie nwllen, wie sie öffentlich bekannlgebeii, dem Riartt so lange fern bleiben, bis die „Mißstände" dort beseitige find, und forderst die Darmstädter Hausfrauen auf, nach Griesheim periönlich zu kommest rmd hier ihren Bedarf zu decken. Infolgedessen ist der hie, rge Markt vollständlg leer. Die Behörden haben bereits ein gegriffen und imterhandeln snrt den Frmien. Man hasst, daß die für Darmstadts Versorgung mit Gemüse sehr wichtige ?ln gelegeuheit recht bald befriedigend beigelegt wird. ---Worms, 5. Juli. Als e t ft e r Barfüßler in Worms ,vaudelt fett einigen Tagen der Vorsteher des städtischen, Bekleidungsamtes in der Stadt rmd den Amtsräumeu seiner Dienststelle umher. Verdutzt gucken die Wormser dem Herrii Vorsteher nach, der damit seinen Mitbürgern ein leuchtendes Bei,piel gibt, daß man zum eigenen Nutzen und zum Heil des Vaterlandes den Sommer hindurch sehr wobl Strümpfe und Schuhe sparen kann. Hessen-Nassau. --- Biebrich a. Rh., 5. Juli. Die Polizei hat die beiden Mädcken, die am Lomttag ein Paket mit eurer K indesTeiche in den Rhein warfen, ermittelt und bereits verhaftet. Die Müdes- mütrer, eine 25jährige Kaffieverm aus Wieslwden, gestand die Tat bereits ein. stärch. ihren Eingaben bat das Kind bei der Geburt nicht gelebt. Die Leiche wurde von dem Riädckien mebrere Tage hindurch in einer Reisetasche ausbefvahrt. --- Franksuvt a. M., 5. Juli. Eine am Mrttwock hier abgehaltene Versammlung des Verbandes der deutschen Obst- und Beerenweinkeltereien sichert iu einer Entschließung, die den Reichsbehörden ü-bermitttckt tvurde., die Berückfühtigung der Keltereien durch Belieferung mit Kcktter- vbst. Es wird he.rvvvgchoben, daß Urr .Herstellung Don Obstweinen Früchte Verwendung finden können, die für d-Ot Frisckverbrauch ungeeignet sfttd. Die Bevorzug,mg der Dtarmetade-Jndnsttie gegenüber der Aepselwein-Kletterer trabe keine Berechtigung, da eine Reihe fertiger Marnrelodi'-Halbsabrrütte aus denr' Vorjahr vorhanden seien. Der Verband macht ferner darauf aufmerksam, daß eine Wiederlwlung deS Aevselweinketterverbot-? den Zusammenbruch der meislen Betriebe zur Folge haberr würde. mr. Frankfurt a. M., 5. Juli. Augenblicklich tzrerdeic die Glocken fast sämtlicher Frankfurter Kirchen enteignet und von den Türmen alrgenommen. Es bleibeir nur verstbivind wenig Glocken in der Stobt, die infolge ihres llmstgefchichtücherc oder musikalischen Wertes erholten norden. Das Dvmgickäute, eines d-iw schönstem die wir in Deutschland besitzen, wird nicht geopfert, da sein musitolischer Wert kaum überwoffen werden kann. Die neuen Glocken sind in ihrer Gesanttheft völlig frei von irgendwelchen Mbentönen, sie bilden ein xeines Durmollgeläute. Mrr die seit Jahren nicht mehr &atnÄfce Sturmglocke des Domes wurde vom Turme abgenommen und zerschlagen zur Sammelstelle überführt. X »Kleitt» Stei^rheiMr 6. Juli. In bet orrrfMoiöt Nackt statteten Ernbrec^e*r de-m Anetslchäwnre r des Vü rger* «fttter« Adam einen Besuch ab und «wvend^stLn einen grof-ereck ^idl^trog. sttoch Beseitigung der Fensterläden gef engten Die Diebe m das Innere des RatlMlses, erbrachen tßc hier in emem D neu ft- .znnmer aufgestellten Sckrärrke mrd sonnn>n Behälter und em- nabmen aus dem Erlös VcS Lebens mittel oerdaufs und aus ocr UitterstntzungStoffe für hitfsbttvi'lrstige Kriegen'rauen ettva 4 -'-000 Mark. Da der Bürgermeister am gestrigen Nachmittag dlenststch abfrcfend war, sind die wälfrend deS TagcS eingt gangenen (Geldbeträge nrckt wie üblich zur Bank gelnacki, sondern in den Dienst- r an men ansbewahrl worden. ^ [1 M a r bn r g , 5. Juli. In der Nöte von Kirchhain stel am Sonntag das Böhnchen einer Frau aus Wiesbainm, die nach Ernst hau>en reifen ivollte, ,veil sich füötzlich die Wagentür öffnete, aus tem. in voller Frrlwt befindlichen Zng. Der Kleine kvurde in dir Inelige Klinik .gebracht, ist jedixh jetzt infolge der fchnreren Der - letzringen gestorben. — In Drei taufen tränt ein Mirtb aus einer itlafctpe, die eine gütige Flüssigkeit enthielt. Das üind ist gxfftorben — N i e d a. M., 5. Juli. Die hiesige Zlveigstelle des Höchster .KonsumvereüiS fourde heitto in den früheren Rlorgenstunden von drei E i n b r e ch e r n l-cimgesucht, die bettächtl idvr Mengen von Zucker, Weinen, Zigarren und andere Sackten, auch (^eld, cr- beuttten. 'Hut dein Rückweg wurden die Einbrecher von Rack.- barn des Konsumhauses gestellt. Es entspann sich, eine milde Bei. folgüngsjagd durch Garten und über Zaune, uwbei einer der Verfolger von den Flüchtlingen, die unerkannt entkamen, niederge- geschlagen iimrde. * — Obern r s e t, 5. Juli. Zur Bekämpfung der überhand uelmlenden nächtlichen Einbrüche und Diebstähle werden aus An- ordnung des Magistrats alle Personen ohne Ausnahme, die iidir lurdi IIV 2 Uhr abends noch im Oberurselcr Poliwibe^irt auf dce Ltraße odei' im Freien aiffh.il ten, von den Polizeilvamten an- gebalren. Sie müssen den Beamten gegenüber in der Lage sein, über ihre Personalien irnd den Grund ihrcs AiifenchvUes- einwandfreie AuÄnnft geben zu können. X -^ck l ü cht c r u, 5. Juli. Die Beisetzung bee in Kmistanff- n 0 pel^verlchirdenen Gattin des Botschaftsrats v. Kühlem a itn, geb. ttreiin v. Ltumm-Ramholz, hat in hcinmllicker Erde, in der sftrmiliengruft zu Schloß Ramlfölz stattgefmiden Der Kaiser ließ dinch den Landrat von Trott zu Lwlz in Schl iickiern einen Kran -. niederlegen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Obstversorgung in Gießtu. Die Landesobststelle in Dar in stabt bat, wie der sclwue Wrsdruck heisst, die gairze Obsttimte „erfastt", und hier in Gießen ist die Versorgung mit Obst sehr mäßig, ttwtzdem mmi in Nanheim oder Friedberg so viel bekommen kann, wie man wünscht. Ta erscheint nun eine Verortoning vom 30. Juni d. I., in der die Stadt Gießen aufgefordert irird, ,,alsbald den etwaigen Bedarf fiir die Stadt Gießen beziehungÄveisc ilfrc Gemeinde anzuzeigien, damit bei der Verteilung auch diese neben den Großstädten beriick- ncktigt lverden können." Nun ist wenigstens das eine klar, warum lvir hier so wenig Obst herberommm, denn im Berbeilungsplan, den dock) lvohl vermutlich die Regierung „beziebungsweise" die Landesobststelle gemackst hat, ei'isfferen keinerlei Unterlagen für den Bedarf Gießens. Offenbar hat mich die Obststelle keine große Rieinung voni Bedarf Gießens, denn sie lvünschit nur den „etwaigen" Bedarf tennen zu lernen. Bei aller Bennnwerung des Mutes, ruit dem die Regieriuig an das schwierige Werk der Obst- Verteilung herangegangen ist, entstehen dock einige Zweifel, ob der eingesckstagene Weg der richtige ist. Wenigße,is drängt sich dem Leier der Beiordmmg, bezieh,mgswrise dem Obsteffei Gießens bte Frage auf, warum eigentliche eine solche Umfrage erst jetzt, hm fcte Ernte jn vollem Gange ist, erfolgt. .Kirschen gelten doch im S^ltzen für verderbliches Obst, und wenn vielleicht die Landes^ obstftelle fv lange mit der Verteilung warten will, bis die nötigen Unterlagen vorhanden sind, dürfte am Ende dock die Kirsche faul geworden sein Aiechliche Aachvichte«. Israelitische Religionrgesellschaft. Scrbbaffeier, 7. Juli Freitag, abds. 8.30; Samstag, vorm. 8.30; mrchm. 5 00; SavbatEq. 10.35; WochengotteÄ».: morg. 6.30, abds. 8 00. Witterungsbericht. Meffentlicher Wetterdienst.) ^^stemlick^heiter^ttwcken^mMig warm. Letzte U «cl>rtdhtc?p. Eine .Mnzlerrede im Reichstag. B e r l i n, 5. Juli. Die große politische Generaldebatte nu Reichstag wird uacli den bisherigen Vereinbarungen am Samstag beginnen. Man nimmt in Reichstagskreisen noch immer an, daß der Reichskanzler selber sie mit längeren immer _ _ |... . Ausführungen einleiten wird, lieber die Frage der Aende' rung des Reichstagswahlreckfts (Veränderung der Wahl kreise usw.) erwartet man am Freitag, es sei im Verfassungs- ausschnß oder im Plenum eine Erklärung des Staatssekretärs Dr. 5))elfferich. N-Boot-Airkungen. Amsterdam, 5. Juli. (WTB. Nick,kamt lick). Den Blattern wird genreldet, daß nach Berichten aus Manckiester die Baumwotlindustrie in Lancashire einer schweren Krise entgegengehe. Der Banmwollvorrat in Liverpool nimmt tag lrch ab. Infolge des U-Bootkrieges sind viele mit Baumwolle beladene Schiffe torpediert worden. Auch für die Bei frachtnng der fertigen Erzeugnisse ist nicht genügend Schiffs raum vorhanden. In Uganda allein liegen 25 000 Ballen Baumwolle, die auf Verschiffung nack) England warten, nn ^^.rauzüfische Mitt- mW Zuchtlosigkeit. Em Brief eines frrmzösisck^n Offiziers an einen kriegs ge fange nen Kameraden m Geheinffchrift erzählt u, a. von der großen Wirkung der deuffchen Fliegerangriffe auf Nancy. Es ist kein Leben mehr tn dtoircy. Die Eafes schließen imi 8 Uhr. Wir baben leine Kohlen mehr kem Petroleimi, wir haben Znckerkarten, nnd Fleisch emmal die Woche, Brot, etwas schwarz, kein Zucker, keine Butter, Koks nrcht mehr. Bald nstrd es Unricben geben, das Volk lässt sich uststt mehr Hinhalten. Ueberall Ausschweifungen und Unslttlty- keit! Allem m Frankreich haben wir 1240 000 Tote und 800 00«) Krüppel und Kranke. Es ist ein Elend. Wir laten alle genug davon jedermann flogt über die Offiziere. Die VLshrzahl von den unfti gen wurde gerötet. Das Heer taugt nichts mehr. Es ist keine Manneszucht melfr vorhanden. Der Soldat hat nichts mehr zu efsen. Er bekommt wohl Fleisch zu jeder RuaIstzeit aber es ist nrcht genug, um ibn zu ernähreu. M-an verteilt Auszeichnungen mr alle Leute, mii sie anfznnnmtern. Wir tebm in zehn ^agen 900 (Kcfcmgene gemackst. Alle Verlvimdeten >>aten ^ wir rnedergemackt. Wir kennen kein Erbarmen meto Zck> für metuf Person late am vergangenen Samstag 4 crlebtat Es xft erne Ab'ckwckterei. Glücklicherw^fe lnben wir die Eim- langer. Vre baten.6 Millionen Mann (?) imd teben sie kürzliä, mehr als 20 sttlometer weit zürrückgescklagenl ? Bk macken alles^ andere genau icke imr. An einer anderen Stelle schreibt, er: Ick habe viele all, dem Gttvissm. Ich fresst sie nickst, aber ich rerfze ihn.en die stiegen aus. Int Soinmer batten wir die schwarzen nut drin. Tiefe fchnttten ihnen kne .Köpft ab oder die Oltren find trugen fte m ihrem Ranzen mit sich Wir baten schön gelach' lxcken tvtr letzt Engländer. Zbitm, Irländer Mffstn, Australter, .Knmrdier, Amerikaner. 'Portugiesen. Alle' und doch ^ es nicht möglich, sie zu fassen., fötefeu' Drucker mehr dauern. Jedermamr hat den Ein amerikanisches Krirgsstenl-rsesetz. ^ y ' 0 . Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Matm" meldet an- tNnanzgusfchutz des Senats hat einen Berickn über daS Krst^steuergefetz, welches als Oftiamtftntrme 8'/, Päillstre. den erchcken soll, ausgeorbeittch h ^ctuntr- Kuitf* und X Ma rbrrr g, 6. Juli. In einer MowrtsversaiNmlnng des Geschrch-tsvereins Rdarburg erstattete Archivdärettor Dr. Küch einen Bericht Mer die An-S grablin pe n und sonsttyen Boden- f o r s cd n n g e n, die der Zweig verein M'grdurg tnt Ebsdorfer Grunde mit Mitteln des HmiptvereinH vorgenontmen hatte. Cs war gelungen. nt Professor Dr. G>. W-olff ans Frankfurt a. M., dein iidchverdienten Gelehrten, den denkbar besten Leiter der Unter- sncknngen zn qen'innen, der Atrdem durch seine eigenen Forschungen gerade auf diese Gegend aufmerksam geinordnt war. Ihm treu es auch zu verdanken, das; das Kaiserliche archäologische Institut aus eigenen Mitteln einen jüngeren Archäologen, Bingemcr, abordnete, dem die technische Leittmg und deren zeichnerische Ausnahme zunel. Die Arbeiten nnirden begönnest ans einein Gruudstäcke des Land- luirts Dörr am OstabHang des Franenberges am Rande des Waldes Balderscheid. >oo eine iroolithische W^ohngrube und zwei Bvandgräber der .vuxllstattperiode an fge deckt lunrden. Sodamt wurde ein Grab der Hiigelgirnppe nabe der ,,altetr Schanze" im Heiltgen- waw nördliel' Hachborn geöffnet, das ebenfalls der .Hallstattzeit augehört. Schließlich wurde noch ein viertes HLaab, eilt Stein- .,vab, im Balderickeidcr Walde nah.' einer anderen neuzeitlichen Sdiaxm aufgedeckt, lvobei u. a. ein tnteressmtter Bronze reis gefunden nnrrde. Neben diesen planmäßigen Grabimgett fanden noch an verschiedenen cmfccreit Orten Untersuchungen I tritt, die neben cktaralleristisckvu Fuudstückeu eine Reihe von I tüchtigen Feststellungen zur Folge batten. Zunächst wurden dicht am Lose Frauenberg, westlich und östlich von ihm, und unterhalb des Seebr^eschen QaxtotS uevlithische Wvhltstätten gefuttdeir. Auch an der obenerwcchnttm Schanze am Wege Frauen- lterg-Hachbvrn, ferner im sog. Borkshänser LÄch und in der Gegend zwischett Bvrtshausett und Ebsdorf kam nt — zunt Teil itt großer Rienge — preusternzeftlickre Scherben zutage, und auf dem Argettstein bei ^ionhlrui'en wurden lxanewkenswerk' Funde derselben Kulturperrode (<^chichLeistzwkei1 und Toupierten! gemacht. Dazu kommen verschiedene Gruppen von nicht näher untersuchten Grabhügeln, so mit dem „Köpfchen" bei Hachborn und am Wege ErbcnlMifett-Wolsshausen. Mso ans verhÄttnsmästrg gerrngem Rauutc eine unerwartet große Menge von Beweisen mähiswrischer Sicdelung. Ermöglicht und gäfiördert waren die Untersuchungenj durch das Entgegenkommen der Forstdehörden und Privatbesitzer, llel'e!' das Nrissenschafttiche Ergebnis im Zusammenhang mit dem Stande der vorgeschichtlichen Forschmg uberhcucht und mit den besonderen Ausgaben, die im prenfftschen Ob-erhessen zu lösen sind, gab der Vortragende Anfschbuß alt der Hand eines Aufsatzes vvtt Professor Wolfs, der in der Bercittsz-eitschrift veröffentlicht wcr- deit wird. Tie Versammlung stiutmte der Ansicht zu, daß zu gegebener Zeit die Arbeiten wieder aufgenotnmen tverden müßten, von denen noch wichtige Ergebnisse für die Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis in die frühgefchi'chtliche Zeit zu erwarten find. — 61 neue Tie rformen. Die aus Reichsntttteln unterstützte Dieffee-Expeditton hat. wte aus einem Bericht an den Reichstag hervorgeht, eine für die Wissenschaft sehr ersprießliche Tätigkeit entfaltet. Denn uttter den von der Expedition bearbeiteten 150 Arten von Tieren befanden fick nicht weniger als 6t neue, die zum Teil sehr eigenartige Formen aufweisen. Tie Anatomie und die Entn>'icklnngsgeschtchte konnte um wichtige Ergebt, isse bereichert werden. — Oel aus Braunkohle. Bei ihren Versuchen, Oel aus Braunkohle zn getvinnen, l>at die Deutsche Erdöl-Aktiengesellschuft einen vollen Erfolg erzielt tmd gegenwärtig sind zwei treue Anckagen. der Gesellschaft tm Bau, iur> buucli Verschwelung von Braunkohlenbriketts im Generator Hei?,gas, Aminonsnlplxtt und Braunkohlenteer gewönnet! tverden sollen. Ms dent Brat ntkohlen teer wärd zunächst, wie der „Prometheus" berichtet, > .Heizöl für die Marine, weiter Schmieröl und Paraffin, aus den Rückständen aber Kots gewonnen. Das getoonnene Paraffin soll zunächst in der eigenen Kerzenfabrik der Gesellschaft vettvendet werden: der Koks, der zur Herstellung von Elektroden dient, wird an die einschlägige Industrie abgegeben. Die Oelgewinnung aus Braunkohle, die dank der Errichttmg der neuen Anlagen — in Rositz und Regis — in größerem Maßstabe erfolgen kann, wird von der detttschen Kriegswirtschaft tue gen der Knappheit cm Oelen und Fetten ganz besonders willkommen geheißen. Nach 24monatigcr, treuer Pflichterfüllung starb am 9. Mai im Aller von 22 Jahren den Heldentod unser innigftgeliebter Sohn u. Bruder Befreiter LirSivig llnioüi Infanterie-Regiment 57 Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmcdaille. In tiefer Trauer: Familie Anton Arnold. Burkhardk-selden. den 5 Juli Istli 0417S Mangel. Stadwussiost Gießen Löberftraße 14. Lvuntag, den 8. Juli, nachmittags 3 Mir, wird Herr Kreisarzt lVicdiziualrat ISu. Walger reden über: Die Predigt unseres Körpers. Außerdeut ist jeden Mittwoch und Svirntag, abends 8- Uhr: Bibelstunde. Eintritt frei für jedermann. 04197 Rur einige Tage! (ließen auf Oöwaldsaarten. LLrLAZ JLItlioff Samstag, 7. Juli, abends 8 Ubr: Eröffiiung»i<€iaSa>Yoratenisng mtt einem reichhaltigen, erstklassige Dressuren, Künstler und Künstlerinnen, enthaltenden Programm. WM“ Sonntag '£ große Vorstellungen "WM 1. Anfang 4 Nbr, 2. abends 8 Mir. In jeder Vorstellung: Auftreten iättitlicheriAttraktiolicn und Vorsübrenund Reiten sämtlicher Pferde und Kamele. Montag, sowie täglich abends 8 Ubr Vorstellung. Jede Borstellung hat großes vollständiges Programm. Preise der Plätze: Militär vom Feldwebel abwärts 1. Platz.Mk. 1.— 2. Platz.. -.70 Galerie.„ —.35 Logenütz . . . . . . . Mk. 3 - Sperrsitz . . . . 1. Platz .... . . . . „ 1.50 2 Platz . . . . . . . „ -.80 Galerie .... feKfiS Kische Mche aus heutiger Zufuhr blulfnftc Aiitiel-Lthellsistiic in drei Preislagen feinsten blütenhellen Cabliau in Fischen ii 4—8Pfd. kopflos U. im Ausschnitt, Frische Fisch-Koteletts. Garantiert beste Qualität in strammer Eis- vackang zu äußerstem Tagespreis. Versand nach auswärts erfolgt ohne Berechnung der Verpackung. 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Nachdem die Zustellung der Gemcindesteuerzettel an fttc Zahlungspflichtigen stattgefunden hat, ivird der Taa. an dem die sämtlichen Geineindesteuerzettel als zugestellt zit gelten haben, ans den 28. Il>ni 1917 festgesetzt. Gießen, den 30. Juni 1917. 3148B Ter Oberbürgermeister: Keller. Karns Blumendnnger unentbehrlich. Ein Versuch befriedigt. Ecntral-Drogeric, Schulstraßc. 4—5- Zimmer-Dsohnnna per l. Okt. gesucht. Dchriftl. 2lngebole unter 94190 an den Gießener Anzeiger erbeten. rttzepa«-' sacht srdl. wödl. 2itvwkr Nähe Kaserne. Schr. 2lng. nt. Preisangabe n. 04180 an den Gieß. Anz. erbeten. kftädt. jtfrbeit$nechu)eis giessen. Afterweg 9. Es können eingestellt werden: 513&B a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 landiv. Arbeiter, 1 Knecht, 5 Eifendreher, 3 Dreher, 2 Eiekiromouteure. 50 Bergleute. 8 Schlosser, 2 Werk zengschloster, 4 Bahnschlosser, 3 Former, 2 Schneider, 1 Gerbermeitter. 1 Lederzurichter, 2 Schreiner. 1 Lackierer t Pferdemetzger. 2 Schuhmacher, 2 Buchhalter, 2 Heizer. 2 Erdarbeiter, 2 kräftige Arbeiter, 18 Frauen uji .Nnniiionsbetrieb,4 Fahrburschen. 1 Stütze, ^abrik, 1 v>.".bei.ateter Kriegsbeschädigter für Garten- iind laudwirkichafllicheu Betrieb, 4 Hausburschen, 3 Krankenwärter. d. be: auSrvärtigen Arbeitgebern: S landw. Knechte, I Dienstmädchen für Landwirtschaft, 10 t'Nechaniker. 10 Feinniechaniker, 15 Schlosser. 4 Maschinen- schloster, 1 tNaschinenmeister, 28 Holzarbeiter. Säger rmd Z-immerleule, 7 Schreinen 1 Webmeister. 1 Hetzer, 1 Friseur, 1 Drucker, 1 Setzer. 2 Krasttvageniührer, 12 Streckenarbeiter,25 Bauarbeiter, eine AnzablMädchen und Frauen stir eine Svrengstosfabrtk, 5 Haus- und Küchenmädchen. lf>—15 Arbeiterinnen. 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