Kt. Erster Blatt Der üitfcntT Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: SieheuerFamillenblätter; Rrersblalt für den Kreis Sletzen. Sezu-rpTLir: rnonatl. 1 Mk., vierteljährlich 3 AU.: durch Abhole- u. Zlveigsteüen nwnatl. 90 Pf.; durch diePost AU. 3.— viertel« jährl. ausfcht. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchrUtleiturig112 Verla^Geschästsstelleol AnschriTLiürDrahtllach- > chten: Anzeiger Stehen. lbr. Zchrgaug Postscheckkonto: Zrankfurt a.M. N68b General-Anzeiger für Oberhessen Zwillingsrunddruck u. Verlag: Vrühl'sche Umv.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchristlertung, Geschäftsstelle u. Druckerei: 8chu!str. 7 Mittwoch, 4 . M mr ^iinftuuie von L..., i. die Tagesnmmnee vu zumRachmittag vorher. Leilenpretze: für örtliche Anzeigen 20 Ps., für ausrv artige Anzeigen 25 Pf., b. Platzvorfchrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Go eh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Gewerbeban! Stehen LanchVeriinschtes u.Gc - richtssaal: Fr. R.Zenz: Anzeigenteil: H. Beck, fänitlich in Gießen vantverlehr: Weitere starke Angriffe der Raffen bei vrzecza verlustreich gescheitert (WTB.) Großes Hauptquartier, 3. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Erst gestern abend lebte allgemein die Feuertäligkeit auf. Sie erreichte im N p e r n abschnitt eine erhebliche Stärke. Bei der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht hatten eigene Vorstöße in die englischen Linien nördlich dev Kanals von La Bassee, westlich von Lens und bei Bullecourt gute Erkundungsergebnisse. Auch m einem Postengefecht bei .Hargicourt. nordwestlich von St. Quentin, wurden von uns Gestrngene gemacht und Krregsgerat geborgen. Bei der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz suchten wiederum die Franzosen die verlorenen Gräben an der Hochfläche vonLaBovelle und auf dem Unken Maasufer zurückzugewirrnen. Südöstlich von Eerny brachen zwei Angriffe in unserer Abwchrwirkung verlustrerch zusammen Am Walde von Avocourt und an der Höhe 304 verhinderte unser Vernichtungsfeuer die zum Angriff bereitgestellten feindlichen Sturmtruppen, die Gräben nach vorwärts zu verlassen. Am Pöhlberge, in der Champagne, gelang ein eigenes Unternehmen wie beabsichtigt: die Erkunder brachten Gefangene und Beute zurück. * Sechs feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, eines Savon durch Rittmeister Freiherr von Richthofen. Qestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bapern. Während zwischen der Ostsee und dem Pripiet die Ge- fachtstätigkeit nur bei Riga und S m o r g o n sich steigerte, wiar der Feuerkampf stark am Mittellauf des Stochod, wo russische Teilangriffe an der Bahn Kowel—Luck verlustreich scheiterten, von südwärts bis an die Zlota Lipa. Dort hat die Schlacht in O st g a l i z i e n ihren Fortgang genommen. Ueber die Höhen des westlichen Strppa-Ufers vorbrechend. gelang es russischen Massenangriffen, die Eiu- bruchstelle des Bortags nordwärts zu verbreitern. Das Eingreifen unserer Reserven gebot dem Feinde halt. Bei Kvniuchy sind nachmittags starke Angriffe der Ruffen vor den neuen Stellungen u n t e r s ch w e r e n Vertu st e n z u s a m m e n g e b r o ch e n. Weiter südlich fand der Feind bisher nicht die Kraft, seine Angriffe gegen die Höhenstellungen bei Brzezany zu erneuern. * In den Karpathen, in Rumänien und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. 9 Der Abendbericht. Berlin, 3. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen nichts Besonderes. , w Fm Osten lebhafter Feuerkampf vom Stochod brs zur Narajowka. Starke Angriffe der Russen nur bei Brzeczany; sie scheiterten verlustreich. Die Mitteilungen, die unsere hohen Reichs beamten gestern im Hauptausschuß des Reichstags ^ über die Lage gemacht haben, Äingen durchweg zuvlersichttich. Alle rechnen mit der unfehlbaren Wirkung des N-Bootkrieges auf England, dem dadurch die Lust Und Fähigkeit entschwindet, den Krieg beliebig lang fortzusetzen. Wir werden bald Frieden hcchem, das ist die allgenieine Ueb erzeug un g. So vieles weist darauf hin, auch der letzte Verzweiflungsstoß des russischen Heeres. Der in den nachstehenden Meldungen wiedergegebene Armeebefehl des Kriegsministers Kerenski klingt zwar sehr kriegerisch und schwungvoll, es sind aber in ihur auch die Hemmungen und Bedenken versteckt, die das Unternehmen schon von Anfang an verloren geben. Da steht z. B. ein Satz: „Der Feind soll nicht sobald triumphieren." Oder: „Alle Volker sollen wissen, daß wir nicht aus Schwäche (ütfttrt Frieden sprechen." Von Sieg und Triumph ist in dem Aufruf nicht viel die Rede. Die stürmenden Truppen sollen, wie Kerenski mit denr Ministerpräsidenten vereinbart hat. Fahnen der Revolntion und den Namen „Regimenter des 1. Juli" erhalten. Was sie sich dafür kaufen werden! Man hat den Eindruck, daß es sich um bloße Demonstrationen gegenüber voraus gegangenen m ehr -oder weni ger deutlichen Drohungen Englands und Frankreichs handelt. Dabei wird in Kerenskis Armeebefehl auch mit Unrichtigkeiten und Verdrehungen gearbeitet. Deutschland soll nämlich zum verrat" aufgesorbert, neirerdings gedroht und Truppen an die Ostsiout geworfen haben. Wir haben den Eindruck, daß die neue russische Offensive, die ja, wie wir aus den deutschen und österreicksisch-ungarischen Heeresberichten wissen, erfolg- und aussichtslos ist, die unabweisbaren Ereignisse beschleunigen werden. Es handelt sich um wahre fberzweif i \mgsmanbver der Entente. Im deutschen Reichs- ijagsausschuß ist denn auch von der Regierung ganz richtig daraus hingewiesen worden, die bedrängten Feinde warteten letzt noch darauf, daß unsere Nerven versagen. Staatssekretär Helfferich hat in seinem Ueberblick über die inner- polrtffche Lage anscheinend, nach den veröffentlichten Beisichler, nichts über die von Scheidem-amn geforderte be- / schleunigte Demokratisierung gesagt. Ein Fortschrittler hat, nach der „Franks. Ztg.", die Notwendigkeit, die Stimmung im Lande hochzuhalten, unterstrichen und weitere Friedens- «Ugebote für schädlich erklärt. Das wäre zutreffend, wenn er nicht hinzugefügt hätte, es geschehe am besten, rvenn man die Demotratisierung des politischen Lebens tatkräftig in Am griff nehme. Welch eine Verblendung! Wir stemmen uns einer „Neuorientierung", wie wir sehr oft dargelegt haben.« Durchaus nicht entgegen, allein jetzt, wo der Friede nahe vor der Tür steht, wo alle Kräfte nach außen gerichtet sein müssen, um die furchtbaren Kriegsopfer nicht vergeblich werden zu lassen, wo alle Störungen und .Hemmungen Parum beiseite geschoben werden müssen, in diesen Tagen schnell und hurtig, dem angeblichen Wohlgefallen der Feinde zrüiebe, eine „Demokratisierung" Deutschlands vom Zaune zu brechen, das halten wir in der Tat für- äußerst bedenklich. Wir erinnern uns, daß in einer Gießener Bersainmlung aus Anlaß der letzten Kriegsanleihe von fortschrittlicher Seite in bezug auf die „sofortige" Lösung der preußischen Wahlrechtsfrage dieses Bedenken geteilt worden ist. Auch die „Köln. Ztg.", der wir einen Mangel an liberalem Verständnis nicht vorwerfen wollen, stimmt den Gründen zu, die wir angeführt haben. „Wenn es", so schreibt das Blatt, „wirklich bei uns Leute geben sollte, die eine Demokratisierung unseres Staatswesens erstreben, tveil sie meinen, dadurch eine Verständigung mit dem Auslande anzubahnen, so ist das zweifellos eine irrige Ansicht. Wir könnten demokratisch werden bis in die Fingerspitzen, unsre Gegner würden trotzdem noch allerlei auszusetzen haben und erst dann zufrieden sein, wenn wir uns ganz und gar ihrem Willen beugten." Im „Temps" stand dieser Tage folgender Satz: „Glaubt man, daß die Verbündeten sich seit drei Jahren nur deshalb gegen den deutschen Angriff wehren, um denr sogenannten Liberalen Bassermann, dem sogenanntLen Radikalen v. Payer, dem sogenannten Sozialisten Ebert zu Ministersitzen zu verhelfen? Meint man, es genüge, uns ein angeblich parlamentarisches Ministerium anzubieten, um vergessen zu machen, daß am 4. August 1914 der Reichstag einstimmig den Angriff gutgeheißcn hat?" Das genügt doch wohl, mit z,u beweisen, wie falsch die kDemolratrsierungstaktii ist, die uns von dem erwähnten 'Fortschrittler auch darum empfohlen wurde, um die Stimmung im Lande aufrecht zu erhalten. Die Stimmung im Sande, die blüht doch nicht ledrglich in den Winkeln des Vorwärts und unserer führenden Demokratenblätter! Denken wir einmal an diejenigen, die in Millionen draußen vor dem Feinde stehen, die nicht bei der Demokratisierung helfen können und denen wir auch wahrlich nicht mit der Demokratisierung helfen werden! Hindenburg hat nichts an sich von einem Eoriolanus, und doch denken wir. da Lloyd George uns mit der „Kaninchentaktik" verspottet hat, jetzt mit Vergnügen an jenes gleichklingende Wort jenes gedienten in Shakespeares Dichtung: „Wenn sie seinen Kamm wieder oben sehen, werden sie aus ihrem Bau herauskommen wie Kaninchen nach dem Regen und alle mit ihm bankettieren." Man sieht, es gibt nicht nur feldgraue, sondern auch noch andere Kaninchen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 3. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Am Stochod wurden schwächere Angriffe abgewiesen. Südwestlich von Cborow gelang es dem Feinde, durch den Masseueinsatz weit überlegener Kräfte einen begrenzten Teil unserer Front in eine vorbereitete Rückhalrstellung zurückzudrücken. In schweren opftrvollcn Kämpfen haben hier österreichisch-ungarische Truppen, dem Drucke der Ueb er macht nur schrittweise weichend. das Eingreifen von Reserven zur Herstellung der Lage und des Kräfteverhältnisses ermöglicht. Weitere Angriffe sind hier nicht erfolgt. Bei Ko n i uchy sind mehrere starke Vorstöße blutig übgewiesen worden. Im Raume bei Brzezany sind die Russen durch die bisherigen Mißerfolge und sehr starke Verluste zu einer Kampfpause gezwungen. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s sch a u p l a tz. Abteilungen der Honvedregimenter Nr. 20 und 31 haben bei Kpstanjeviee eine feindliche Vorstellung genommen und 20 Offiziere und 270 Mann sowie zwei Maschinengewehre eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz Keine Ereignisse. Der Chef des Generalstabes. ; Kämpfe in West und Gst. Berlin, 3. Juli. (WTB.) Bei der weiteren artilleristischen Bekämpfung der e n gl is chc n Anl a g en in Fla nd er n wurden die Eisenbahnbrücke und Eisenbahuanlagen am Westrand von Ppern beschossen. Schwere Beschädigungen wurden erkannt. Weiter wurden mit Ballon- und Fliegerbeobachtung mit gutem Erfolg Batterienester, Bahnanlagen und Straßenziele unter Feuer genommen. Die Zähl der am 2. Juli um Oftkerke von märkischen Stoßtrupps ein- gebrachten Belgier hat sich auf 42 erhöht. An der Arrasfront wurde der Angriff Meier englischer Kompagnien an der Straße Lens—-Lieviu am 2. Juli, 5 Uhr vormittags, abgewiesen. Im übrigen zeichnete sich der Tag durch eine Anzahl schneidig r und g nilih durchrcsühNer d iutscher Patron i'le- Unternehmungen aus. Bei Fromelles wurden J Engländer, westlich Albert 4 Portugiesen, südlich Neuve Chapellc 1 Portugiese, westlich Lens 3 englische Gefangene cingebiacht. In einem Vorpostengefecht 0 bei Agricourt nordwestlich von St. Quentin würden am Vonnittag die schwachen deutschen Postierungen in der Bonlogne-Ferme verdrängt. Bereits anr Abend des gleick>en Tages wurde durch deutsch? Stoßtrupps die Ferme-Besatzung ansgehoben. Der überlebende Teil der Ferme-Besatznng wurde gefangen eingebracht. An der A i s n e f r o n t ivurde am Bovelle-Plateau ein französischer Angriffsversuch auf die verlorenen Stellungen in der Entwicklung niedergehalten. Nach Abweisung von zwei weiteren französischen Angriffen setzte am 3. Juli, 3 Uhr 45 Minutm, vormittags, starkes französisches Feuer wieder hier ein. An der O ft f r o n.t lag der stärkste russische Druck in der Gegend von Zborow. Immer von neuem angesetzte Massen erzielten lffer ein Nachgeben der Linken der Verbündeten. Reserven mit frisch eingesetzten Truppen fingen jedoch den Stoß in der zweiten Stellung'auf. Eine ungarische Mteilung, die in der ersten Stellung tapfer auf einer Höhe ansharrte und von beiden Seiten umgangen wurde, würde gefangen genommen. Bei Konistchy sind die Russen nicht weiter gekommen. Sämtliche heftigen Angriffe, die die Itussen ans den Dorftrümmern vorzutragen versuchten, scheiterten an dem unerschütterlichen Widerstand der ihnen gegenüber eingesetzten deutschen Truppen. Von B r ze c z a n Y bis zum D n j e st r ist die gesamte vordere Linie bis auf ein kleines Ruffennest w i eder in der Hand de r deutschen und osmanischen Truppen. Alle Angriffe am Vormittag des 2. Juli südlich von Brzeczany blieben im Abwehrfeuer der Verbündeten liegen. Die gescheiterten Angriffe der Ruffen. Wien, 3. Juli. Aus dem Kriegspresseguartier wird ge^ meldet: Am gestrigen Schlachttage haben die Russen den Angriffsraum ihrer Jnfauterie nordwärts über Zbvrow Ausgedehnt. Dieser Abschnitt stand bereits vorgestern unter dem heftigsten Artillerie jener, das unsere Stellungen dort völlig zerstörte. Nichtsdeftoweinger hielten unsere braven Truppen in ihnen den Ansturm der russischen Massen aus. Eine vier- oder fünffache Uebermacht stürnrte hier in unaufhörlich einander folgenden Wellen, bis es dem Gegner gelang, in unsere Gräben einzudringen. Mit Aufopferung und zäher Energie wehrten sich die k. u. k Truppen und f i n gen d e n f ur ch tb aren Str ß auf, bis es den Reserven gelang, dem weiteren Vordringen der Russen einen kräftigen Riegel vorzuschieben. Im Raume von Brzeczany hat sich durch erfolgreiche Gegenangriffe österreichisch-ungarischer, deutscher und osmarrischer Truppen die Lage in einem für uns günstigen Sinne ausgeglichen. Die hier eingesetzten russischen Divisionen scheinen so abgekämpft zu sein, daß sie keine Kraft hatten, zu neuen Angriffen zu. schreiten. Es ist hier eine Pause in der Schlacht eingetreten. Berlin, 4. Juli. Zur Vorgeschichte der russischen O ffe n sive berichten verschiedene Blätter, daß die ^Alliierten dreimal im Jmii Von Rußland die Offensive verlangten. Als alle drei Fristen verstrichen waren, ohne daß die Offensive einsetzte, wurde als letzter Zeitpunkt dei 1. Juli festgesetzt und der Forderung durch Drohung der nötige Nachdruck gegeben. Die Alliierten gaben sich der Hoffnung hin, daß es gelingen werde, größere deutsche Truppeumasseu an der Ostfront festzuhalten. Der Angriffsbefehl KerenSkrjs. H a a g, 3. Juli. Reuter metoet aus Petersburg: Kriegs- miuister Kerenskij erließ folgenden Heeresbefehl: „Im Vertrauen auf sein Reckst, seine Ehre und seine Freiheit, im Vertrauen auf die Brüderlichkeit hat Rußland, nachdem es seine Sklavenketten zerrissen l-al. den festen Beschluß gefaßt, um jeden Preis die Völker und die Demokratie Rußlands zu verteidigen. Rußland hat leidenschaftlich alle kriegführenden Länder aufgefordert, den Kiieg zu beenden und einen ehrlichen Frieden zu schließen, dev jedermann befriedigen könnte. Als Antwort darauf hat uns der Feind einen Vorschlag zum Verrat gemacht. Die Oesterreicher und Deutschen haben Rußland cmfgefordert, einen Sonderfrieden zu schließen. Sie haben versucht, unsere Wachsamkeit durch Verbrüderung zu täuschen, um zu gleickier Zeit Truppen auf unsere Bmrdes- genossen zu werfen, in der Hofffrung, sie zu schlagen. Jetzt, wo bei Feind einsieht, daß Rußland sich nicht irreführen läßt, droht er, Truppen nach unserer Front kommen zu lassen. Soldaten, das Vaterland ist in Gefahr! Eine Katastrophe bedroht die Freiheit und die Revolution. Es ist Zeit, daß das Heer seine Pflicht erfüllt. Euer Oberbefehlshaber, der den Sieg gewohnt ist, ist der Meinung, daß jeder Tag der Verzögerung den Feind verstärkt und daß erst einziger^ entscheidender Tag seine Pläne vereiteln kann. Deshalb fordere ich Euch in vollem Bewußtsein meiner Berantioortaurg gegen das Vaterland und im Namen des Volkes und der vorläufigen Regierung auf, zum Angriff zu schreiten. Offiziere und Soldaten! Seid Euch bewußt, daß ganz Rußland Euch segnet für Eure Täten im Interesse der Freiheit, der Zukunft und.eines ehrlichen und dauerhaften Friedens. Ich befehle Euch: „Vorwärts!" Der russische Soldat gehorcht: wie die Ereignisse mff dom östlichen KriegssckMuplatz zeigen, aber es fragt sich dock>, wie lange sich Rußland nock für die Interessen einzelner seiner Führer irrtb für die fremden Regierungen wird quälen und mißbrauchen lassen. Kerenskij und Lwow über die russische Offensive. Basel, 3. Juli. (Priv.-Tel.) Havas meldet vom 3. Juli aus Petersburg: Das Telegramm Kerenskijs me Kartoffelernte 'in Holland! zuruckzuhalten zur, Beftled-fgung ihres eigenen Bedarfs, ivomit unsere Ansprüche m stiller Weife tn Widerspruch stehen können. me» worauf lötr begehen, ist die Erfüllung des Abkommens', wollag! uns, wenn Kartoffeln in irgend ein kriegführendes Land ausgeführt werden, der uns zustehmde Anteil angeboten werden foU. Amsterdam, 3. Juli. (WTB. Nichtamtliche Im Anschluß an me Unrnkien wegen ungenügender Lebensmittel- slud heute die Dockarbeiter mehrerer Sckftff- ^Vyögenll,chatten und die Werftarbeiter der Amsterdamer Sch rffa hrtsgeielhchaften in den Aus stand getreten. ^ utl - ^ den Unruhen in Amsterdam plünderte die Menge verschiedene N ah r ung smit t ell äd en und bestahl d 1 e Gol dmar en ge sch ä s te. Die V. Z. Meint, /einem Zweifel unterliegen, daß die Unruhen auf gcft schickten Agitieren von englischer Seite zurückzuftchren sind, unb £ N«N fein bloser Zufall, daß die Frage der hölbändischein o r 1 0 11 elausfuhc nach England gerade in diesen Tagen im engli'chen Parlament Aur Sprache kommt und gleichzeitig bid „Mmnmg Post" sich über holländische Machenschaften in dLmerika berichten läßt. Revolutionäre Unruhen in Spanien. an erd am, 3. Juli. (WM. Nichtamtlich.) „Daily Mail lapt flch aus Barcelona melden, man habe in Madrid allgemein das Gefühl, daß früher oder später revolutionäre Unruhen ausbrechm: werden. Ettnge Behörden ^Marteten e-lnen Aufstand im Augmst, andere früher. An die Kloster stnd Waffen verteilt worden. England und Hollands Haag 3. Juli. (WTB. Nickitcmrllich.) Das Korvefpondenz- meldet amtliä: Das' Ministerium des Aeußerir teilt mit dag der britische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten! dem nred erl aui di chen Gesaudteli in London zugesagt har, sich wegen ^niederlandllc^n Regiermrg gegen die neuen eng- lAbf perr maßr egeln in der Nordsee erhobenem Vorstellungen sofort mit der Admiralttät in Verbindung zu setzen Schweden. Griechenlands Bruch mit der Türkei und Bulgarien. K 0 ust^rntrnopel, 2. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung der Agentur Mrlli. Ter griechische Gesandte teilte gestern nachmittag der Pforte den Abbruch der Beziehungen mit. Man vernchert, Holland werde den Schutz der griechischen Innere, ,en übernehmen. •-.x ^ V 1 ' ^ Jüli. >WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphenagentur. Der griechische Gesandte Ncrum überreichte gestern vormittag dem Minister des Auswärtigen 9iados- lawow eine Note, worin er feine Pässe verlangt, um mit dem Personal oer griechischen Gesandtschaft und der griechischen Kon- fulate rn PhiUppopel, Varna und Burgas nach Griechenland zu- ruckzukehren. Genf, 4. Juli. (L. A.) Nach dein „Petit Parisien" begegne vdnete V erb rüder un g der nach Athen die von Venizelos ang-eordnete yctymycuuLtf on narr nryen bcnifeiien Salonikier und der bisher im Peloponnes seftgehaltenen^ 4» fftziere Schwierigkeiten. Die Admirale Miaulus und Da- mtanos traten zurück. Die oenizelistische Kamtmer soll in der dritten ^zuliwoche zusammen treten. m ^ € y r .l^ n ' ^ Jtlli. In Griechenland hat eine umfassende R 0 y a l i st e n v e r f 0 1 g u n g eingesetzt, lieber Athen wurde der Paßzwang verhängt. Das Verlassen der Stadt ist nur mit Erlaubnis der venizeliltischen Regierung gestattet. Das neue Kaisertum in China. . d e k i n g, 3. Jüli. (Havas.) Am Sonntag wurden kaiserliche Dekrete, veröffentlicht, die die Wiederherstellung des Kaisertums in.tonstitutionLller Form verkünden. Sie setzen einen uMer der Leitmig des Generals Tschangshun stehendeit Thron- ral em. der ,ich mit den Staatsangelegenheiten zu befassen haban wird, ftwre einen ^enat (Hof der Tugenden) unter dem Vorsitz von Slultscheshuan. Peking, 3. Juli. Nach einer Reutermeldung ist General Ehe n ga h r u n zum Vizekönig von Tschili und zum'kaiserlichen Komnnnar ernannt worden. Vizepräftdenr F e n g h u 0 chi eng wurde^zum V^eWnlg von Kwangsi urrd zum brrserlichLn M-nmissar *£? ernannt — Alle ehemaligen amtlichen Titel und ^mrngm der Regierungsdcpartements sind wiedcrhergestellt , Peking 2. Juli. (WTB. Mchtamrlich.^ Reuter. Es herrscht in der ganzen Stadt völlige Ruhe, obwohl ein Teil der Bevölkerrmg in gereizter Stimmung ist. Auf Befehl der Polizei wurden in der ganzen L>tadt Drackienbanner gehißt. Amsterdam 3. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Algemeen Hande^blai/ Mleldet „Mornrngpost" aus Tientsin, daß cm Bürgerkrieg unvermeidlich sei. wenn der neue Kaijer nicht abdanke. Au; öen rieichztagraurschüffen. 5 ee?rleg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 3. Juli. (Amtlich.) Im Atlantischen sOzean haben unsere U-Boote wiederum eine größere »Anzahl Dampfer und Segler vernichtet. Unter den versenkten Schiffeil befanden sich u. a.: der bewaffnete englische Dampfer „Ribera" mit 5000 Tonnen Kohle nach Archangelsk, der bewaffnete russische Dampfer „Betty" mit 4600 Tonnen Kohle nach Archangelsk, der russische Segler „Wid- wud" mit Oel nach England, ein großer bewaffneter Dampfer, vollbeladen, nach England, ein großer durch Zerstörer gesicherter Dampfer, anscheinend Transportdampfer, mit der Numlner 23, zwei Dampfer, die durch Doppelschuß aus demselben Geleitzug heraus geschossen lvurden. Gegen die englischen bewaffneten Dampfer „Fallodon" (3032 BRT.) und „Nttonian" (6361 BRT.) wurden von einem U-Boot Torpedotreffer erzielt. Das Sinken der Schiffe konnte jedoch nicht beobachtet werden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein griechischer Torpedobvotszerftörer gesunken. Paris. 3. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der griechische Torpedobvotszei-störer Dox a^ gmg am 28. Juni init seinem französischen f r r a ußösifchen Besatzung nach einer ? ^ n ^ kp ^ 0 st 0 n im Mittelmeer mtter. Er befand sich 100 Meter von einem Handelsschiff entfernt, das er gelettÄe. Es werden 29 Mann, darunter alle Offiziere, vermißt. " 9 ' ... 3. Juli. (WM. Mchtamtlich) Der dänische Schoner „Bonim" ist in Brand geschossen nild schwer beschädigt nach Londonderry eingeschleppt worderi Ko p e n h a gen, 3. Juli. (WM. Mchtamtlich.) „Na- ttonattidende' zufolge haben sich ungefähr 3 0 s ch w e d i s ch e S ch i f f e, die bisher England nicht verlassen konnten, des heutischen Freigeleits vom 1 . Juli bedieilt und be- filwen sich auf der Reise irach Schweden. Ihre Ladungen bestehen aus Getreide und für die Industrie unentbehrlichen Aus bm Reiche. im'-nViIn/'n V t ' b'.Juli (Sv. Tel.-Byran.) Infolge der Bomben- -erstonlng m Knsriama und der Ausweisung des d e u t s ch e n ft u %}*■ sprach Branting bei einem Besuch in Kii- ^s^^-^UMmen an seine Zeitung den Verdacht aus. daß das lchrvedstche Mtmste-rmm des Aeußern bei diesen verbrecherischen r 9 ncn Hchiöe habe. Das Ministerium des Aeußerir wioffentlicht heute eine Note, laut der es von dem Vorhaben 19 Juni, als der Bericht von der schwedischen Gesandtschaft m Knsüaina emlief, keine Kenntnis gehabt habe Man Ochsten Grade bedauern, daß ein Schwede ohne Kenntnis letzigen schlveren Zeiten eine so ernste Anklage auchprech?, bte geeignet sei, das Vertrauen zur Leitung der auswärtigen Angelegenheiten zu erschüttern. Die Konferenz in Stockholm. & b J^li. (WTB.) Der „Morning Posb" zufolge dre englische sozialistische Partei, der Gr n ladung des Arb etter- und Soldatenrates zur intarnatto- .^onferenz^m St o ckha lm zu entsprechen und vier nämlich Farrchrld, Jnkpen, Finoberg und Fred fShaw, zu enffenderu die angeblich alle ausgesprochene Gegner der L>ache der Ententemächte sind. ^ 9 drekV e^r^e r de?Ar b?kt der äffischen Zimmernd. Eine neue englische Anleihe in Amerika. W-rshington, 2. Juls (WTB.) Mellnnrq des Reuter- scheu Bureaus. D,e amerikanische Regierung zeigt an daß 0%alt£i n tU mt " eUC ‘ änUi ^ e 25 Millionen Dollars Die Versorgung mit Kohle. V „ f Pa e c- 1 V 3 v? uli ^Amtlich.) Die Mitglieder des B e i - "t % i ' ur Volks e r n a h r u n g des Reichstages haben nachstehende Entschlreßung angenonrmSn: Der Beirat wolle be,chl,eßen, den Herrn Präsidenten des Kriegsernährungs- d7r erhöhte Produktion , f ,2 hl Un 001 e ^ e f 1 Ü l e « n 131 e 6 d) a f f u n 3 u n b k'nes ernhertlichen Bersor- gungs- und Be rterlungsp laues hinzuwirken, msbesonüere dafür Sorge zu tragen, 1. daß «ine ausreichende Versorgung der städtischen Gas- und Elektrizi tät s- werke und dadurch vor allen Dingen die Versorgung der Bevölkerung mit K^och gas sichergestellt, 2 . daß den lieber- landzentralen, den Mühlen und Nährmittelbetrieben den landwirtschaftlichen Betrieben und den ländlichen Schmiede rAhtzeitlg Kohlen tn ausreichender Menge geliefert wer- den, daß für den Hausbrand, unter entsprechender allgemeiner Ratwnterung, die notwendigen Kohlen zur Verfügung gestellt werden. * ro 2E. (WTB.) In der he^uttgen Sitzung des Bu.ndesrctteS wurde dem Entwurf des Gesetzes über die noch- mcllrge Verlängernn g der Legis ta tnrp eriode des vrerchistLg e s und dem Enttvurf des Gesetzes betreffend den Äindtug für Eff«,"--Lothringen die Znsttmmnng erteilt Berlin, 4. Juli. Der Großherzog von Meck- lenb urg-Schwerin bat rn einer Versammlung des ld&cn Hauplvereins in Schwerin auf da/iiach- ba r um fteft vor Augen zu halten, in welchem Maße unser endgültiger Sieg von unserem wirtschaftlich e it D u rchh alten abhänge, davon, daß jeder und insbesondere auch der Landwirt, dazu beitrage, daß unsere Felder und Stalle ertragsfähig bleiben. m c ^^E^lrn, 3. Juli. (WTB.) Der Ver fas surr gsaus-i ' ves Reichstages trat heute jnicht in die Beratung der W 55 Anträge ein, sondern vertagte sich mit Rücksicht auf die im Hauptausschuß auf morgen, nachdem er be- Nst/lw ^ ^ Terlberrchte über die bisherigen Beratungen an d« Vollversammlung gelangen zu lassen. &*„!$!!!' «y .? U P tausschuß des Reichstages gab heute der des Reiwsichatzamts Graf v. Rödern einen Uebe's- bre.Euvmcklung der Finanzen fett der Einbringung Er begründete sodann die Vorlage des Kredites ron 15 Milliarden. Hierauf trat der Aussprache über die allgemein e politische ■ Verhandlungen sind vertraulich. Ihnen wohnten: M^^unS die Staatssekretäre, der preußische Kn'egs- 0 SSf re Mitglieder des Bundesrats, von den Ab- des Ausschusses und zahlreiche Zichörer \ JX* ^«ürtssekretär der auswärtigen Angelegenheiten, Z i m-- ftch vertraulich über die polittsche Lage und aber unsere Beziehulrgen zu den auswärtigen Mächten. schu ü b!>a lWTB. Nichtinrtlich.) Im H auptaus - ^rbtate der Staatssekretär ^ K?öen Opfer, die das deutsche Volk tränt. E r nte ^ Aussichten der bevorstel-endan lenfra^^Ä?^ den verbündeten Ländern. Zur Koh- bü^f bb ^tsiekretär aus, daß zurzeft der Be- mnten SSfeS Gleichgewicht müsse l-ergestellt durch^t-lg-rung der Produktion, andererseits Zwecke durchführbar seien. Die für beide: äirc^küÄi^^ ^tzuih'NlN ,eien rargeletter und würden. Beoölkerung könne darüber berubigt oatz ftie ausreichenden Hausbrand erhalt ku n fenYe/'lt ^ ^^ssekrttärs auf die Wir- Batlurst fJfotnT iP ^otkr i eg e s ist unaffchüttcrt. Captarn, im fflLSwt f w ^n Rohstoffen, dve für die englische Industrie lebens-- wick.tig smd. Er hat hmzugefügt, daß es nicht so Wetter aeb-"; für die Rüstung des Heeres. Die in^Vottub^G-> aller Anstrengungen nicht größer als storiahr. Eo fei nach! wie vor ans amerikanisch' ftuiubr nn- g*”'«" 1 ”;'* fefK »ffenfiat «TiTS Ä Zi ferV-ii^rtiiÄ s CT1T h V dap dort, wie im vorigen Jahre, SRes rnr Verfügung stünden. An- % L l J* , oller die,ex Zustande konnten die englischen. Staatsmänner nur mit Herzklopfen der qiifZft- matetta? d^/ ^ Staatssekretär legt nttt Hilfe von Zahlen- etS w; Ä" ^6lt n ^ r lmsveichen werde. Ter enüioLrJf Mond mn unabwendbares mid un- S Ähi im ,li y aI ' wenn wir unbeirrt festbleiben. mit u 9 -^ eit Staatsmänner, Lloyds Georges Aeuße-^ £ "SS h l 5L'lcht^ist bloße Prahlerei, hinter der die gS ; «Äif Ärx”s UUZUMMk'MM ISS^SSI SNMHWMWL sttaen' Zuversicht dem marteren gün- ßrara ^chen^.n^p^^Ereges entgegensieht. Die immer S- *~'5i » LLrS'L Ä in^der^ srA IllÖ ^SE n ® rcnjen - Alle anders lautenden Angaben W^7»«'E..'k.tzrr«ML Jfw* Stadt «nd Land. ®i»6«ti, 4. Juli 1917. Adreßbuch Gießen ,9|7. fchließll/P^^»,^s M*" Buchstaben S bis rin- lcptretztrcy P De» alphabettsch geordneten Namemsvar^elck,- Die ^ Rmp T V +JÜ C1 ' des Gießen er Anzeigers offen Z4rüge ^ Nachprüfung ihrer' Adresse,:. * Lebensmittel. __■ . . Abgabe von Käse. Bon Domverstaa dan 5 h sWMk'LL^^r-LS-SS bte Stadt tn den bekatmtcn Rschgeschäften zum Berkas ^ Das Eiserne Kreuz. worden 49600 erster Klasse und 22005m'Nässt"Hst? van entfallen au, die Heimat^ll? Eiserne idrnize erster Mr&^wsr^rgss-Vis sr^gSKfÄ, «ta» isws SÄfttfÄs %sdäs<£jrzi£ ^ berucksrchttgt wurden, wohl nicht aufrecht er halten lassen. * , ** Jungwehr. Mittwoch, 4. Juli, Antreten^ StA Uftr l.mt Gymnasium, 2 . Mt. ObeEalschube k ».'»ÄrlL-KWKLW SÄl 1 '; 1 ■« aatiÄÄiS« «LZMWUWM Sä£ ä säsSSS ,Landkreis Gietzen. i« Zh^m, 2.Juli. Auf dem Felde der Ehre fiel der Unleroff^er K'arl W eil. Er hatte seit Kriegsb-eginn im Felde protze Freude erlebte die Familie Otto Scheid. Sohn schrieb aus französischer Ge- schweren Gewitter schlug der Blitz 5JLÄ bt - ypfe beT Schule Und zersplitterte ihn. In den Nachbargehoften fand mau zahlreiche Splitter. *.~1Lri II Y^i?. l,, '. 3 -3!itR Musketier Karl Ziegler mm ««, der schon früher mit dem Eisernen. Kreuz 2. Klasse und dem Be^tmstkretrz n:si der- Prägung Kaiser Franz Josefs von Oefter- «ich-Ung«LN ausgeznckmet >werde, erlftelt am 22. Juni ds Js furmn t^senes Berk-att-on imi auch die hessische Tapferkeit^ yyy- irgtf gegmwärttg denn JUMlnterieMegr. Nr. 5. c- L t ? re 3 a J ie .Auszeichnung ist eine besondere Freude nicht nur lur den Detortertm selbst, sondern auch) für seine Angehörigen^ Und eene Ehre für unsere Gemeinde. Kreis Büdingen. '^--Büdingen, 3. Juli. Der am Montag im hiesiges isieürstmhof unter Lettung des Kreisamtmanns Dr. Mehner ab- Mchlmen-e Kreistag gab nunmehr seine Zustimmung zur Aufnahme der Vorarbeiten für den Neubau der K'reisstraße Nidda—Michelnau ms Mr Einmündung nach der Krötenburg. Der Haushaltsplan der iKdciÄasse Kr 1917 wurde in Ginnahmen und Aufgaben aut E 378 Mark sei gesetzt. Die steigende Verzinsung der .Kriegsaw- lekherr erforderte für den Kreis eine Erhöhung des Umlaamsatzesl von 190000 auf 200000 Mark. Der für 1915 verbleibende Kassenrest der Kreisiasse in Löhe von 55 778 Mark fand beim Mschl'uH der Rechnung vorerst Genehmigung. r jJTr ^ ££ c 11 ^ a '^ f (Dessen), 3. IM. Der gräflich Solms-L-au- bcEche Oberamttnann Güngerich aus Hof Engelthak. einer der bekamriestet: Landwirte Oberhessens, ist nach langem Leiden n.m Alter von 88 Jahren verstorben. 8 Ans dem oberen Niddertal, 3.Juli. Die Kir- f chlenrerf e hat sich nun auch bis herauf ins nahe Quellengebiet der Nidder ausgedehnt. Eine solche Ueberzahl, wie sie in diesem Jahre an dm Bäumen hängt, durften wir schmr lange nicht erleben. Wenn die Kirschen auch infolge der lang«: Trockenheit des Mai und Juni ziemlich klein geblieben sind, so gleichen sie doch an. Zuckergehalt den. Gewichtsverlust wieder aus. Kreis Lauterb-ich. . rr. Schlitz, 3. Juli. Im benachbarten Dörfchen Hemmen geriet der Landwirt Johannes Möller unter seinen mit Grubenholz beladenen Wagen und trug lebensgefährliche Verletzungen! davon. Man niumtt umsomehr Anteil am Geschick des Verletzten, da er im Krieg bereits ein Auge ein gebüßt hat. Kreis Schotten. z. Aus dem o beren Vogelsberg, 3. Juli. Bei dm Gras Verpachtungen, welche in letzter Zeit tu verschiedenen Gemeinden lner stattfanden, wurden außergewöhnlich! hohe Preise erzielt. 'Die Lose galten noch zwei- bis dreimal so viel wie in früheren! Jahren. Der' Zentner Heu galt schon auf der Wiese, wo sich das Gras rooc b am Stand befand, 4—5 Mb., manches Loos, welches einen Wagen voll Heu gab, ^alt 50—70 Mt'. Die.Heuernte geht diese Woche zur Neige, da ne 'durch keine ungünstige Witterung l»eeinfluüt wurde. Sonst erstreckte sich die Heuernte oft über drei bis vier Wochen. Kreis Friedberg. -ftBad-Nauheim, 4.Juli. Am 5. Juli, abends 8itU.hr, findet im Konzerthaus das siebente Sinfoniekonzert unter der Leitung des Hofrats Prof. Hans Minder st ein statt. Die Vortrags- ordnung bringt als Hauptwerk Beethovens lange mcht mehr gehörte „Pastoral-Sinfvnie", ferner Mozarts reizende Serenade für Streichorchester „Eine kleine Nachtmusik". Als Solist tritt Konzertmeister Czaplinsky mit der „Spanischen Sinfonick^ für Violine und Orchester von Eduard Lalo auf. Das interessante Werk ist keine Sinfonie sin allgemeinen Ssime, sondern ein Konzert für die Vio- Ime mit einer sinfonisch gehaltmen Begleitung des Orchesters, und war seinerzeit das Glanz stück des berühmten Geigers Pablo de Sara- sate. — Eingeleitet wird der ?Lbend durch die Erstaufführung eines größerm Orchesterwerkes „Trauermarsch zum Andenken der für das Vaterland Gefallenen" von dem Thüringer Hofkapellmeister Rudolf Herfnrth. Fc. Heldenbergen, 3. IM. Beim Baden in der Nidder e cto a u k der 16jährige Peter Seyfried. = Vilbel, 3. Juli. Wehrinann Heinrich Müller erhielt daS Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille. — Pionier- Karl O chs wurde durch die Verleihtmg des Hessischm Kriegsehrm- zerchens ausgezeichnet. Starkenburg und Rheinhessen. Fc. B ens heim a. B., 3. IM. Die städtischen Körperschaften gonMvm Jett dem 1. IM jedem Einwohner msi einm: Ein- kowmen von wmiger- als 1500 Mk. beim Bezüge der Milch, einen Zuschuß von 4 Pfg. für das Liter. Kreis Wetzlar. ra. Launsbach, 3. Juli. Unsere Kirche, die vor einem Jalnchundert erbaut wurde, hat eine uralte Glocke mit Mönchs- jchrrsi. die im Jahre 1771 von Hmschel in Gießen gegossm wurde. Hessen-Nassau. t-. Biebrich a. Rh., 3. IM. Am Rheinufer warfm Samstag nachmittag zwei etwa 22—24jährige Mädchen ein größeres Päket in dm Rhein uOd stießm dieses, als es nicht unttrgehm wollte, mehrere Male msi dem Fuße ins Wasser. Tann entfernten sie sich in größter Eile. Spielende Jungen, die dep Vorgang beobachtet hattm, sischtm das Paket aus dem Wasser, öffneten es trüb holten die Leiche eines neugeborenen Knaben aus der Umhüllung heraus. Vermutlich ist das Kind ftrrj nach der Geburt getötet worden. Von dm .Mndesnrorderinnen, die sich in der Mchtung naich Wiesbaden entfernten, konnte bis jetzt die Sptrr nicht aufgefundm werdm Fc. Frankenberg. 3. Juli. Der Landwirt Emde in Fischbach , der bei drei Kühm in fünfeinhalb Monaten 122 Pfd. Butter und in dreieinhalb Monaten der 50 Hühnern 2093 Eier abgeliefert l)at, erhielt eine öffentliche Belobigung. sl Frankenberg, 3. IM. Gestern stürzte der 64 Jahre alte Landwirt und Viehhändler Friedrich Schneider aus dem obersten Stockwerk seines Hauses, wo er Futter holen wollte, in die Tiefe. Er erlitt solche Verletzungen, daß er ans dem Wege in die Klinik starb. zoo. Frankfurt a. M., 3. Juli. Der Verwaltungsausschuß des Zoologischen Gartens der Stadt Frankfurt a. M. hat beschlossen, die Sinfonie-Konzerte, welche sich im vergangenen , Winter in ihrer Neugestaltung unter Leitung von Alfred H'e ß eines großm Erfolges zu erfreuen hatten, auch im kommenden Konzert-Winter sortzusetzen. — Frankfurt a. M., 3. Juli. Die 17jährige Tochter des ?7dalers U f t r i n g aus Gries leim a. M wurde, als sie liier hinter einem Straßenbahnwagen die Straße überschreiten wollte, von einem entgegmkomMmden Zug überfahren und tödlich verletzt. — Ein anderes junges Mädchen, dessen Persönlichkeit bislang nicht fest gestellt werden konnte, siel beim Abspritrgen von ein^ Straßenbahnwagen auf den Hinterkopf. Es erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und mußte dem Krankenhause zu geführt werden. mr. Frankfurt a. M., 3.Juli. Augenblicklich ist die Johannis- und Stäche tbeerernte in vollem Gange. Der Ertrag ist bei dm Johannisbeeren mittelmäßig und geringer, bei den Stachelbeeren gut bis mittel. Tie Erdbeerernte brachte gleichfalls dm Ertrag eines guten Mitteljahves, während sie finanziell die besten Friedensjahre weit in dm Schatten stellte. mr. Frankfurt a. M., 3. Juli. Der Magistrat hat nuw- Mehr die Höchstpreise für Frühkartoffeln festgesetzt. Bei Abgabe an dm Verbraucher darf bis zum 21. IM nicht mehr wie 12^/2 Pf. für das Pfund gefordert werdeu. Zentnerweise Abgabe an Kleinverbraucher ist verbotm. IN bet: letzten' Tagest wurde auch hier für das Pfund getriebene Frühkartoffeln von' Gärtnern bis zu 1,50 Mk. gefordert. Trotz des ungeheuren Preises brauchte man über Mängel an Käufern nicht zu klagen, vielmehr wuchm die Wohnungen oft geradezu gestürmt, denn auf dem Menen Markt wagte man die Kartoffeln doch nicht anzubietm. - Ali- Dem VizefeLdwebel Peter Weber ^ C Ur ?5°- 2 ' ErsemL.Kveu^ 1. Klasse verliehm. ^ ^M Die Fischhändler von Schier- mäck?jm, damit Verkäufer wie Käufer zur Rechenschaft gezogen werden können. und Wissenschaft. Berlin, 3. Juli. (WTB.) Der Geheime Medizinalrat Professor Dr. Albcrt Eulenburg, der berühmte Nervenarzt, ist heute mittag stier nach einem langen und schweren Leiden im fast vollendeten 77. Lebensjahre g e sto r b e n. Geriehtssaal. Prozeß Kupfer. Berlin, 2. Juli. Die Zeugenvernehmung geht in der bisherigen Weise weiter. Kaufmann Isidor Rosenthal in Posen hat 130 000 Mart verlovm, die er eingezahlt hat. Frau Kupfer imponierte dem Zengm auch! durch den Hinweis auf ihre ausgezeichneten hohen Vevbindungm urtd zeigte ffynt einen — von ihr geschickt vordattertm — .Brief, der zeigen sollte, daß sie schon vor der rumänischen Kriegserklärung darauf aufmerksam gemacht worden sei, daß spätestms in vier Wochen der Krieg mit Ru.mänieir ausbreckm werde. Ta sie als Einleger auch viele hochstehende, seriöst Männer Nachweisen tonnte, so sagte sich, der Zeuge, daß solche Lachm nicht auf Schwindel beruhen könnten, und mt- schied )iid) dann für Beteiligung. Er sagte der Angeklagten, daß er gar nicht einen so hohen Verdienst habm wolle. Sie meinte aber, ihr Me scher Einleger raten besonders großen Gefallen, denn die Ansprüche des Genevatk'nnmandvs auf Lieferungen seim so groß, daß sie fremdes Geld aufnehmm müsst. Kapellmeister Möricke zahlte 5000 Mark ein gegm 10 Prozent Gewiirnbeteiligung, bekam dann 500 Mark Zinsm ausbezahlt, die er sieiwillig wieder einzahlte, um schließlich alles zu verlieren. Zeugin Frau Waldow von Malst, geb. Ahrens, ist durch die Famsiie Körting msi der Angeklagten bekamst geworden und hat sich für deren Lebensmittelgeschäfte gleich sehr intereffiert. Sie beteiligte sich dann zuerst Mt der kleinen Summe von 300 Mark zu 10 Prozmt und steigerte sin Laufe der Zeit ihre Einzahlungen derart, daß sie nach ihrer fAlstgabe für die allgemleinen Geschäfte 52 000 Mark und für die „Sondergeschäffe" 8000 Mark bettugm. Währmd die Zeugin und die Angeklagte hierin überein stimmen, gehen ihre Angaben über die Höhle des Verdienstes erheblich auseinander. Frau Kupfer beziffert ihn aaff etwa 45000 Mark, imft auch der Kon kursverwalter Sck-Mdt bestätigt, daß die Zeugin, einm erheblicheir Ueber'sichuß. über die Einlagen gehabt habeH Müsst. Die Zeugsit gibt jedoch! diese aus Grund ihrer Ilnterlagest alles in allem nur auf etwa 10—12 000 Mk. an. Die Zmgin ist auch in dmt Kupstrschen Geschäft mit tätig geweseit und hat im Bureau, sowie beim Packen geholfen. Längere Zeit beanspruchte die Erörterimg des Falles von Koppenfels. Der Zmge Erich v. Kvppenfels (Westerch) beziffert seinm Schadm aus 76 125 Mk. Am 4. D^mtber 1916 erhielt -der Zmge von der Angeklagten einen Scheck aus die Kommerz- ustd Diskontobank über 45 000 Mk., der jedoch von der Bank nicht esirgelöst wurde. Ms v. Kopperrstls ihr Bvrwürst machte, behauptete Frau Kupfer, sie habe eine hohe Forderung an das 19. Armeekorps, die am 15. Dezember zur ?mszahlung gelangen solle, irnd legte ihm die hieraus bezügliche, schon mehrfach erwähnte Urkunde, die sie fälschlich angestrtigt hatte, vor. Als dann der Zmge von anderer Seite ,erfuhr, daß Frau Kupfer Mt ihren: Verbindlichkeiten im Rückstände sei, sagte ihr der Zmge aus dm Kopf zu, daß sie die Urkunde gefälscht lchbe. Das gestand Frau Kupfer auch ohne Umschweife zu und entschuldigte sich daMt, daß die Esirlagm stocktm und sie große Mßmftände sich Warmliestrungm habe. Der Zeuge hat damals von einer Anzeige abgesehm, weil die Llngeklagte ihm sagte, sie würde sich in einigen Wochm rangierm können und, ivenn sie jetzt zu Fall kommm würde, viele kleine Leute ihr Geld verlieren würden. Frau Kupfer gibt auf Bothalt des Vorsitzenden wesicr zu, daß sie auch den Namen des Herrn 0 . Koppmfels mißbraucht habe, indem sie auf dessm NaMM Schecks in Höhe von 174 000 und 320 000 Mk. gefälscht habe. Sie meint, daß sie auf den Namm des Zengm gekommen sei, weil dieser mit ihr sir Verbindung ge- tteten sei, um Tvan zu beziehen. * Stettin, 4. IM. (B. T.) Wegm Tesinahme an den Krawallen nmrdei: wesiere 15 erwachsme Persvnm sowie 21 Jugmdliche zu Gefäugnisstrafen bis zu einm: halbm Jahr vmutteilt. P 0 s e it, 3. IM. (B. T.) Das hiesige Schöffengericht ver- urtesite dm polnischm Gutsbesitzer Kasimir Gmsler in Komornik wegm Vergehens gegen das Nahrungs Mittelgesetz zu einem Monat Gefängksis und 500 Mk. Geldsttast. verinischte». * Berlin, 3. IM. (WTB.) (P.-T.) Der „Berliner Lokal- Anzeiger" meldet aus Mnigsberg i. Pr.: Die acht Jahre alte .Hansta Loeprecht aus Berliu, die zum Ferienoufmthalt in Sogatzewm in: Kreise Lötzen weilt, hat unter eigmer Lebensgefahr einm siebenjährigen Knaben vom Tode des Er- trinkms gerettet. * Englischer Musterungsyum 0 r. Da in den englischen Stammrollen nicht gerade die größte Ordnung herrscht, kommt es bei den Musterunget:, wie die Daily 9ttws berichten, hätlfig zu Zlvischenjätteu von unjrcüvilliger Komik. So hatte einmal ein Rekrutterungsoffrzier die Asisittrungskommission von Sheffield beauftragt, einm bestimmtm Mann zur Stelle zu briugm, der sich itach verbürgten Mitt: versteckt halte, unr sich auf diese Weist der Musterungspffichtm zu mtziehm. Diese KomMission von Sheffield stellte pflichcheifrigst die Untersuchungen ai: und sandte dann den Bescheide „Das Versteck ist nicht aus dieser Wett." Es l)atte sich ^nämlich herausgestellt, daß der (>'-esuchte im Jahre 1881 msi 67 Jalwei: gestorbm war. In einem anderen Falle warm die Mit- glrttwr der AiusterungslomMission von Hüll nicht wenig erstaunt, atS in der Reihe der Gestellungspflichtigen plötzlich eine Frau erschien, die dem Arzt mit spöttisch?m Lächeln ein fünf Monate altes Kmd entgeg en hiehlt. In dem tVruster ungsbefi h! hatte mau näni l tch irrtümlich an 3teile des Vaters das Kind benifen, indem man vor den Familimnanrm den Borna mm des Babys setzte. Witterungsbericht. (Oefsentlicher Wetterdienst.) Heiter, trocken, warm. Meteorologische Seodachlungen der Station Siehen. Juli 1J)17 £«, ^ wo 2 L 0 O 5 - ft 5- c - |s 0 >Q t* 'S CD 55 t (X> .B.a iS ft» eo 2 S C JQ I ; C !o s 2 e = 2 vielter 3. 3” 22.3 8.3 41 0 Sonnenscheiit 3.110» - 17,7 10,9 72 — — 0 Klarer Himme 4.1 8 2t i" 15,2 9,0 70 0 Sonneuscheitt Höchste Temperatur am 2 . bis 3. Jitli 1917 --- -ft 2 b,5* 0 . Niedrigste „ „ 2 . w 3. , 1917 =3 -ft 15,1 * 6 . Niederschlag: 0, mm. Briefkasten der Redaktion. Gärtner-Gonterskirchen. 1. Die Aneignung des Tieres wird als Jagdvergehm besttaft, da auch die Äneigmrng von Fallwild als Jagdvergehen sttafbar ist. Strafe nach 8 292 Stt.G.B.: Geldstrafe bis zu 300 Mk. oder Gefängnis bis zu 3 Mvncrtm. Wmu es ein weibliches Tier war, die Aneignung also in der Schonzeit oder wenn sie zur Nachtzeit geschah, kann auf Geldstrafe bis zu 600 Mk. oder Gefängnis bis zu 6 Monatm erkannt werden. Da Sie noch unbesttaft sind, und mit Rücksicht aus die gesamten Umstände des Falles, vorausgesetzt, daß sie wahrhesisgetrm ge^ schildert sind, wird auf eine kleine Getdsttafe erkannt werden. Unter Umständen formt sogar, zumal der Jagdpächter die Bestrafung nicht wünscht, ganz von Bestrafung ab gesellen werdm, wmr: angenommen wird, daß Sie nicht gewußt haben, daß Sw nicht berechtigt >raren, sich das gefallene Tier anzmngnm. Sie Mo nicht schuldhaft gehandelt haben. 2. Gegen die Miebenn müssm Sie Räumungsklage beim 9sintsgericht erhebm, wmit Sie am 1. Juli tticht auszieht. Sie können Klage beim Gerichtsschreiber zu Protokoll erheben und bittm, daß die Einlassungsfrist auf etwa 24 Stunden abgekürzt wird, dansit Sie bis zum 15. Juli Urteil haben. Nach 8 257 Zivil-Proz.-Ordn. kann diese Klage jetzt schon erhoben tverden, insbesondere dann, wenn die Frau sich dahin ausgesprochen hat, daß sie am 1. Juli nicht auszrehen werde. Ob die Kündigung ordttungsmäßig erfolgt ist, läßt sich nach dem vorliegenden Material nicht mit Sicherl)eit mtscheiden. Für die Kündigungsfristen ist 8 565 BGB. maßgebend. Dutt ach ist bei Grundstücken die Kündigung nur für den Schluß eines Kalmdervrertel- jahres zulässig und hat spätestens am dritten Werktage des Vierteljahres zu erfolgen. Ist der Mietzins nach Vdo-naten bemesfm — ba» scheint hier der Fall gewesen — so ist die Kündigung nur für den Schluß eines Kalendermonats zulässig mtb, hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen. Nach 8 554 BGB. kann der Vermieter ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigm, wenn der Mieter für zwei aufeinanderfolgende Termine nrsi der Entrichtung des Mietzinses im „B e r z u g" ist. Uriegsgesangenensendungen. Nach unseren Erkundigungm häl die ftanzösische Regierung augmblicklich tatsächlich einen großen Tesi der Pakeffendungen an deutsche Kriegsgefangene widerrechtlich zurück. Verhandlungen sind im Gange. Sie selbst können im Augenblick nichts dagegen tun und werden wohl die Paketsendungm einstweilen einstellen müssm. Um zu erfahren, wann die Maßregel der französischm Regierung wieder aufgehobm wird, setzen Sie sich am bestm Mt dem Bezirksausschuß für verMßte und kriegsgefan- gme Deutsche in Gießen in Verbindung. — wanderverein „ttriegsunbrauchbar", Leihgestern. Ihre Erörterungen über oberhessische Geographie bittm wir einMstellm. Sie ist dmt! Ernste, der Zett wirklich wicht angemessm. Letzte llacbticftten* Englisch-französische Drohungen gegen Rubland. i. Köln, 4. IM. Wie der Kvpmhagmer Kvrvespondeift btt „Köln. Ztg." aus zuverlässiger Qudlle erführt, ist der gegenwärtige russische Offmsiv-Versuch etne Folge des englisch-französischen Ultimatums, das ber russtfichert Regierung Mitte vorigen Mvnctts überreicht wurde und das die Forderung enthielt, daß die geplante große russische Offmsive am 1. IM beginnen müßte. Falls Rußland lyerauf nrckft eingehe, werde diese Weigerung von dm Msiertm als feindliche Handlmtg angesehen und Japan werde angewie?en u»erdm, Rußland gegenüber die er- forderlichm Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Hier- anf ist auch der Warnuugsruf „T«a s Vaterland ist inGe- f a h r" zunückzuführm, der in der letzt«: Zesi so häufig von leitenden Personm an dos russffche Heer und Voll gerichtet wur de. Russischer Heeresbericht vom 2. Juli. Westfront: In Richtung Kotvel und in der Umgegend von Rudka und Sitowisi'chi zerstörtet: unsere von vier Offrzieren befehligtet: 'Aufklärer die Drahtverhaue drnch Minm und brachm in die feindliche Stellung ein, machtm die Verteidiger nieder und' brachten Gefangme ein, welche beugten, daß die O e sterr ei cher von unserem Einbruch vorher Kenntnis erhalten hatten, besonders durch dm Unteroffizier Kirsischkin und dm Soldaten Kölottvinoff. Man stellte ein Verhör über die Artillerievorbereitung an, welche 2 Tage dauerte. Unsere Truppen griffm die österreichisch-dmtschet: Stellungen auf der Front Kontvehv—-■ Dyschki an. Nach heißem Kampfe bemächttgteu sie sich dreier Linien Gräben sowie des besestigtm Dorfes Koniuchy trnd rücktm bis an dm Kmiuchv-Bach südlich des Dorfes Mowmene vor. In dm Kämpfen vorn 1. Juli machtm wir, soweit bis jetzt gezäW ist, 164 Offiziere und 8300 Mann zu Gesangmm, erbeutetm Geschütze und 7 Maschinengewehre. Gefangerte tteffm weiter ein. Südöstlich B r z e c z a n y grrfsm unsere Truppen nach Arsitterieovrberectung stark ausgebaute feiMiche Stellungm at: und bemächtigten sich ihrer stellmweise nach erbittertem Kämpfe. Dmtsche und Türken maMent Gegenangriffe gegen unsere Sttitzpunkte, wobei es zum Kampfe katm Am 1. Juli machtetr tvir 9 Offiziere und 1700 Deutsche, Oester-, reicher und Türken zu Gefangenen. Mehrere msierer ÜldteilungeM erlitten schwere Verluste, besonders an Offizierm. Die Gesamtzahl der gemacksien Gesängenm ist 173 Offiziere und über 10 000 Mann. Wir erbmtetm 7 Geschütze und 7 Aiaschinmgewehre. Rumänin sche Front: Gewehrseuer. Kaukasusfront: Unter den« Druck unserer Abteilungen gingm die Türkm auf Pandoijn zurück?! Unsere Truppen nalynen das Fort Kalmsiavan südöstlich des Je-», ribansees, sowie die Dörfer Mkm. Jerekhue. F l u ciw e s e n: Eim Flugzmg vom Typ Jliatw Urmetz warf 18 Pud Bombet: hinter der von unserm Truppen angegriffmm Stellung ab Das gleiüta, Flugzmg hatte fünf Luftkämpfe zu bestehen. Bei dem Kampf mitL 8 Flugzmgen wurde sein Befehlshaber. Leutnant Charvff und! Hauptmann Barbowisich, Leutnant Lutz und der Soldat Recko mr- wundet. Ein Raubmord. Hannover . 3. IM. Die Nichte des Zigarrewi^ Händlers Lauetsitein in der Scholvitrstraße wurde in ihrem Laden' von einem Unbekannten überfallen und durch Schläge den Kopf getötet. Der Dächer raubte die Ladet:kaffe auL und ist seitdem verschwunden. Das sit hier in wmrgm Wosim der zwecke Raubmord, , Am 2. Juli verschied nach längerem Leiden unerwartet mein Prokurist Herr Paul Lipfert Ich verliere in dem Verstorbenen einen pflichteifrigen, kenntnisreichen und treuen Mitarbeiter, dessen Andenken ich stets in Ehren halten werde. 1 Joh. Balth. Noil. r , Gießen, den 4. Juli 1917. 5083 Gestern nachmittag entschlief nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn und Bruder Paul Lipfert im Alter von 40 Jahren. Frau Anna Lipfert und Kinder. Giessen (Ederstrasse 21), den 3. Juli 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. Juli, nachmittags 5 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. 609 „ Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Gatte, unser guter /^Vater, Schwiegervater und Grossvater Konrad Lauber Bergwerks-Aufseher i. P. heute morgen 3 / 4 7 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie JLanber. Leihgestern, den 3. Juli 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. Juli, nachmittags 3y 2 Uhr statt. 5I06 Gießen auf Oswa:dsgarten Zirkus Althoff 3 Eieseii*2e!te. Samstag, den 7. Juli, abends 8 Uhr: Eröffnungs-Vorstellung Riesen-Programm. a l8 5078 i Alles kältere spätere Annoncen and Plakate. Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem schweren Verluste meines lieben Mannes sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Frau Katharine Pitz geh. Hamei. Annerod, den 4. Juli 1917. 04144 Das erste Kriegsgebot: In der Kriegswirtschaft darf kein verwendbares Stück unbenutzt bleiben .... auch jede alte Uniform kann heute nutzbringend verwertet werden. 4933 Brinyl alle Uniformen zur Ältkleiderstelfe! borgen Donnerstag von 8 Uhr ab Heute wieder frische Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden, ja scheiden. Am 26.Juni starb im Marienkrankhaus in Hamburg infolge einer Gehirnentzündung mein lieber, treuer Mann, der treusorgende Vater seiner vier Knaben, der LllMvmmllllll Mm Kraft im 43. Lebensjahre. Die tiefgebeugte Gattin: Johanna Kraft nebst 4 Kindern. Londorf, 3. Juli 1917. 5091 Seefische bet C. G. Kleinhenn, Bahnhofstratze 59. Tel. 66. Bogelsntter Geflügelfutter Kückenfutter Pferdefutter Papageifntter empfiehlt Georg Wallenfels | Marktplatz 21. Jernspr. 942 gegenüber derEngelapolheke. Dr. Meyerhoff Süd-Anlage 17a hält wochentags von 2—4 Uhr nachmittags Sprechstunden ab. Heute erhielten wir die sdjmerzliche Nachricht von dem am 2. Juli erfolgten Ableben unseres lieben Herrn Paul Lipfert, wovon wir unseren Mitgliedern hierdurch Mitteilung geben. Em pfehle mein Lager in Wei ss fässern von 12—500 Liter Inhalt. Ferner 5033 Prim ZlUilheWr. Jobs. Lang, Küferei und Fatzhandlung, Lang Göns (am Bahnhof). Gietzen, 3. Juli 1917. Die Beerdigung 5106 _ _ nndet Donnerstag, den o. Juli, nachmittags 5 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Stenographen - Gesellschaft „Babelsberger" und Damenabteilung e. B. A. Karnbach, I. Vorsitzender. Todes-Anzcigc. Am 3. ds. Mts., morgens 1 Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden unser innigstge- liebtes Töchterchen und Enkelchen Erika Wolf im Alter von 2V 2 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen- „ Heinrich Pitz und Familie. Grenen lEderstratze 4), den 3. Jult 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Ftiedhoses aus statt. 04122 $«§ Dauleil-Friesciir- Mäst KaolailSgahe 27 empfiehlt sich imKopfwafchen, Frisieren, OndulierewMant- kure, sowie Ansertigen sämtlicher Haararbeiten. Grobe Auswahl in Zöpfen, Haarschmuck, Parfümerien usw. Ankauf von ausgekämmtem Haar. 04094 -H. Zur empfehle Zahnbürsten, Zahnpasten, Zahnseife, Zahnpulver and Zahnseide, sftmtlichetf and* wttsser. Kreazplatz 9. Es gibt nur einen brauchbaren und das ist mein Deutscher 1 Paket 50 Pfg. 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Juli 1917, vormitt 972 Udr beginnend, werden in den Waldungen Stadt Gietzen im Bezirk des Forstwarts Arft Abt. Gi Nr. 85 versteigert: 78 Rm. Buchenscheit 64,7Rm. Eichenscheit 138,9Rm. Buchenknüppel 37,8Rm. Eichenknüppel 2120 Wellen Buchenreisig 520 Wellen Eichenreina 24 Rm. Buchensiockholz 11,4 Rm. Eichenstockholz Die Zusammenkunft ist am Forsthause Hochwart. Holzhändler sind vom Mitbielen ausgeschlofien. I, Steigerer darf nur seinen Etgen-Bedarf steigern. Gietzen, den 30. Juni 1917. 5c Der Oberbürgermeister. I. V.: G rüncwuld. | ö Zimmer j Eleg. 5-Zim-Wohng. in. Bad, J " I. St., Gas, elektr.Licht, Ball., Z. . Veranda, warm Wasser, X 9 Linoleumfutzböden usw. für - - 1. Oktober zu verm. 4936 l Eim, Friedrichstt. 14,1. ^ Wilhelmstr. 39 £ 2 neuzeitlich eingerichtete r 5-Ziraincr- Wohitnnsen - zufolge Versetzung zu verm. ^ Näh. 1-lvbigstr. 83 im 1.Lüeu ^ und 1,. Altholf, Telef. 230. S70 ‘' n ir!1 ] Schöne 5-Zim.-Wohng. - mit Gartenanteil ver 1. Okl ,, zu verm. 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