Vx. (45 Swtfte Statt Erscheint tÄ-Ech mü ArrS«sh«e d«L Sonntag S. l67. Zührgang Samstag. 25. Zuni M Betl«flen: „«lefttats ZamMendKtter- imb „Krttsbftttt ßt dev Krets Eietzen". -»fifcheckksnto: Sumtfmt am Main Rr. UW. Sanfverkehr: Snoerb^bank Sirtzen. General-Anzeiger für Vberheffen ZwilluigSrunddruck und Verlag: Brühl'fcheUnrversitäts-Buch-u.bttintouckere- R. Lange, Gießen. rchttstleitung. GeschSftrsteSe Md Vrv«errt: Schulstraße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: e-aS öl, Schriftleitung: 112. Anschrift für Dro htnachnchten: AnzeigerGießen. Der Ausschuß zur Prüfung der AriegslieferungsvertrSge 1"chte am Mittwoch fein-, Berattmgen >mter dem. Vorsitz des Mt- nlfbermldirEors imRelchsamt des Jnnent, Dr. Lewald, fort Ern Berater Krcegsmintstettums berichtete eingehend über dre Beschaffung der Kleidung und Ausrüstungsstücke für düs Leer. fölofgt sich längere Erörterungen. Verschiedene Mttglretor des Ausschusses miesen darauf hin, daß m Besmn des Krieges nicht unerhebliche Mißstänto aus dem^ (to- bxte des Bttlettomgswesens bestanden hatten, insbesondere seren Vrerse bezahlt worÄezi, die, auch bei Anerkennung aller Tttrerunas- verhaltnipe, vielfach weit über das normale Maß, hinausgeganger tvävQi. Es wurde aber zugleich anerkannt, das; sich die Verhältnisse jetzt wesentlich gebessert hätten und zur Zeit wohl als eiu- wvndvrei bezeichnet werden könnten. Bon einem Mitgliede des Ausschusses wurde des weiteren be- inerkt, daß an manclzen Bettneben der Textiltndusttie die gezahlten Artoitslöhne in keinem Verhältnis zu der bestel-enden Teuerung und den GcSomneit der Unternehmer ständen. Allseitig wurto anerkairnl, daß. wo solche Mißstänto beständen, Wandel geschaffen werdet: müsse. < Eb: Vertreter des Kriegsministeriums erklärte, das Kriegs- Ministernrm stehe auf dem Standpunkte, daß die Unternehmer im* bedingt ausreichende Löhne zahlen Müßten und daß einzuschreiten wäre, wo dies etnw. nicht geschehe. Wenn die Unternehmer derart:- gen, an sie gestellten Forderungen nicht nachkämen, so N'ürdeN ihren die Aufträge der Hveresverwaltung entzöget: werden. Ten mitgeteilten Fällen tverto das Kriegsininisterittm nachgehen. Daraus vertagte sich der Ausschuß. Ans Stndt rsnd Cttsrd. Gießen. 23. Juni 1917. Beschaffenheit der Schuhwaren. Aus «eine an das Bayrische Staats Ministerium des Aeußern gerichtete Eingabe der Zenttatc Bayrischer Schnhhändler-Verecne in Mmchen hat dieses, wie uns die Handelskammer Mainz mitteilt, nach dem Fachblatt „Schuh und Leder" folgende Veröffentlichung eintteten lassen, die auch hier v-on Interesse sein wird: „Die ans den Kreisen der Verbraucher immer häufiger kom> menden Magen über schlechte Beschaffenheit der Schuhwaren lassen ^ersehen, daß den kaufenden Publikum die Verhältnisse des Leder- >und Schuhmartteä nicht hinreichend bekannt sind. Wenn das zu 1 teuren Preisen erworbene Schuhwerk in verhälttttsmäßig kurzer Zeit ftuc Widerstandsähigleit nachläßt, so kann dies in einem uurettlett ^baren der Fabrikation gelegen sein und Preistreiberei seitens des Herstellers oder Händlers vorliegen, in der Regel jedoch beruhen die Mißstänto in der jetzigen Schwierigkeit der Material- bcsckafsung. Selbstverständlich, nehmen die Schiedsgerichte für Schuhwanm, die Vreisprümügs stellen, sowie die 'Haiwelskammern und die beteiligten Behörden A:üaß. jeder schwindelhaften Haltting entgegerrzutretear Dies sollten die Kausch btt ihren Urteilen übch die Handelswurdigtett der erworbenen Ware und die Reellität der Geschäfte berücksichtigen. Wegen abnehmenden Anfalls an Häuten uns des zmrehmrnden Bedarfs der Heeresverwaltung müssen die Horstctlw bekanntlich Ersatzstoffe und sogenannte Sohl ettbewehr unser: verwenden., Brandsohlen aus Sprutleder Herstellen und die Absätze 'sm zwei Drittel aus Lederersatz fertigen. Selbst diese Ersatzstoffe sind nur beschränkt verfügbar. Das für den Zivilbedarf bereitstehende Bodenleder ist bei seiner dünnen Schicht und da es aus Abfällen hergestellt wird, zu dauernd widerstandsfähigen .Halbsohlen tvenig geeignet. Auch ist die vorschriftsmäßige Herstellung von Gelenken und Halbsohlen durch das zurzeit verfügbare Arbeitspcrsonal bricht immer zu sichern. Wenn trotzdem die Ware entsprechend dem Rückgang der Güte nicht billiger wurto, so erklärt sich dies durch die außerordentliche Steigerung der Gestehungskosten. Das kaufende Publikum wolle daher diesen Verhältnissen Rechnung tragen. Ueberdies empfiehlt es sich, das Abnützen der Schuhe möglichst zu verhüte::, % B. durch Anbringung von Schutznägeln auf der Sohle, und auch sonst im Verbrauch möglichst sparsam zu sein." * Zeppelin-Gedenkfeier. Wie wir hören, wird eine gwße patriotische Ftter zum Gedächtnis des Grafen Zeppelin für tot 7. Juli, dem Vorabend seines 79. Geburtstages, geplant. Sie wnw vom Verein für Luftfahrt und den Gießener Ortsgruppen des Deutschen Luftftotten-Vereins und des Frauen Verbundes des Dbr tschen-, Luft fl otten-Vereins in der großen Aula der Universität veranstaltet werden und soll in musikalischen Darbietungen, Ansprachen, Rezitationen und einem Bottrage mit Lichtbildern to- itthen. Näheres werden Wir bringen, sobald die behördliche Genehmigung der Feier erfolgt ist und das Programm feststeht. * Die G ock dankaufs stelle bitbot uns, mitzrr- teilen, daß die Geschäfts stunden Dienstags nachmittags nicht mehr von 2 bis 4 Uhr, sondern von 3 bis 5 Uhr abgehalten werden. An den Samstagen sind die Geschästssttinden unverändert von 10 bis 10y 2 Uhr. ** Gesuche hessischer Staatsangehöriger um Bewilligung von Beihilfen zum Besuche solcher außerhessischer Unterrichtsanstalten, für welche im »Groß Herzog tum gleichwertige oder als gleichberechtigt anerkannte Anstalten bestehen, tverden für die Folge nicht mehr berücksichtigt werden können. Die Zuwendung von Beihilfen aus verfügbaren Staatsmitteln kann nur noch an solche hessische Staatsangehörige erfolgen, die eine hessische U n t e r r i ch t s a n st a l t zu besuchen gedenkest. Die Gesuche müssenjvor dem Eintritt der Schüler «am drei Anstalt vorgelegt werden. Zum Besuche au ß erh a l b Hessens gelegener kunstgewerblicher und gewerblicher Unterrrchtsanstalten kann eine Staatsbeihilfe an in Hessen ansässige Schüler nur dann in Frage kommen, wenn die erstrebte Ausbildung aus einer hessischen Schule nicht erlangt werden kann oder wenn der Schüler zur Ergänzung seiner auf einer hessischen Schule erworbenen .Ausbildung eine größere auswärtige Unter- richtsanstalt besuchen will. ** Bezug v on .Kalid üngesalzen. Das Kriegswirt- schastsäntt Frankfurt a.M. schreibt: Der Versand von Kalidüngesalzen hat in den letzten beiden Monaten erheblich nachgelassen. Die zurzeit günstige Berkehrslage läßt es dringend erwünscht erscheinen, daß eine Steigerung der Transporte herbeigeführt wird, um zu erreichen, daß bis zu dem nrit Sicherheit im Spätsommer und .Herbst zu erwartenden. Wiedereintritt schwieriger Betriebs- Verhältnisse der Bedarf an Düngemitteln für die Ernte 1918 den landwirtschaftlichen Verbrauchs stellen bereits im wesentlichen zugeführt ist. Wagen und Lokomotiven stehen zurzeit in ausreichender Menge zur Verfügung, und es kann dcunit gerechnet werden, daß diese günstigen Verhältnisse bis Ende August andaueru. Auch die Produktiou dar Düngemittel fabrikn kann auf einer Höhe gehaltm rv-erden, unv die hiernach notwendige Steigerung der Tsrans- porte zu ermöglichen. Es kann daher nur enrpfoUen werden, die Dünger tr ans Porte in den Vdonaten Jurri, Juli und August auf ein .Höchstmaße 51 t steigern. Die Ablieferung getragener Uniformen erfolgt noch immer nicht in ton Maße, wie es im Interesse unserer Kriegswirtschaft wünschensmett erscheint. Bekanntlich sollen die ab- geliefcrtcn Uniformert ft'ir Iiviloeamte, insbesondere für die dep Post, Eisenbahn und Polizei, um gearbeitet werdet^, um so den vor- bandencn Bestattü der neuen Unisormstoffe nach Möglichkeit zu sttek-- kem Gerade die mittleren und unteren Beamten leckren unter bai Kriegsteuerungsverbältnissen besonders schwer. Es soll daher durchl die Wiederverwendung dieser gettagenen Uniformen zugleich ant- gestrebt werden, diesen Beamtenschichten die Möglichkeit zu bieten^ sich init verhältnismäßig billigen Uniformen zu versehen. Wenn man dazu uock) bedeickt, daß die Umarbeitung der abgeliesertev Uniformen mit rächt unerheblichen Unkosteir verbunden ist, so loird rnan dazu kommen, die Erwartungen aus das Entgelt, das für die abgelieferteu Unisormeu gewährt w^rtor kann, nicht zu hoch zu spannen. JÄ>ensalls sind aber die Richtpreise so festgetegl, daß sie die frühere Bezahlung durch die Althändler in der Regel Über- steigen. Es muß aber immer wieder daraus hingewiesen werden, daß es Ur den Veräußerer nicht in erster Linie darauf ankommen' darf, für ein gettagenes Uniformstück einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, sondern daß es allgemeine vaterländische Pslichsi ist, jedes entbehrliche Unisormstück dieser Bewirtschaftung zuzufüch ren, auch wemt dabei kein großer Gewinn Mällt. Wer wirtschaftlich dazu in der Lage ist, sollte hierbei nicht auf den Pfennig je mehr Uniformen unentgeltlich äbgeliefert werden, oesto billige^ können sie nach Umarbeitung an die unter den ÜAwhattni.,ien lev< denden Beamten abgegeben roerdem Ein Unrecht gegen dre sillge- meinheit bedeutet es, jetzt noch gettagene Uniformen im rchrarcks aufznbewahren, wo sie ungew'itzt hangen und häufig noch duw> Mottenftaß sck-adhast werden. Jedes Stück nruß vielmehr m hetltt- ger Zeit wieder nutzbar gemacht werden. Sehe also em jeder seinü Schränke daraufhin itach, ob er dort rwch ein überftüftiges, nicht <--•.^ ^.--Ob es mcl oder dringend gebrauchtes Uniformstück hangelt hat.^ wenig getragen, vorschriftsmäßig oder veraltet ist, kommt mcht m Bettacht, weil jede Uniform noch eine Verwendung findet. Jede Altbekleidrmgsstelle nimmt die Urriformen an. '' ** Im Sch wa r z-W eiß-T h eate r, Seltersweg 81, stoht auf dem Spielvlarl von Samistag, 23., bis einschl. Montag, den; 25. Juni, das Gesellschaftsdrama „Ihr Schofför !" in 3 Akten von Walter Sckynidhäßler. Als zweites Stück „Die gwtze Gefall ‘ r Kriminalschairschel in 3 Akten, verfaßt und inszeniert von sfred S^aner. In den Hauptrollen Fräulein And Egede Nissen und Frau Olga Engl, sowie ein gutes Beiprogramin. Ab Dienstag, den! 26. Jiuni, wird Riacia Orska in dem fünfaktigen Drama in fc*er Titelrolle „Das tanzende Herz" auftreten. Landkreis Gietztzn. Lollar, 23. Juni. Vor einiger Zeit fand ein frecher E i n b r u ch s d re b ft a h l während derselben Nacht in zwei H Lusern statt. Im ersten Stockwerke der von Frau Direktor Weber bewohnteil Villa wurden die Koffer erbrochen '.rnd alles durch- gewühlt. IN ton. Hause des Zivilingenreurs Toller wurden, entrgs Nahrungsmittel ennvendet. Obwohl die Einbrecher Spuren hinter- lassen haben, die von dem Gericht festgestellt wurden, ist der Doppel- eirich:uch bis jetzt leider nicht aufgeÜärt. -n- Großen-Linden, 23. Jnni. Eisenbahner LiMv-tg Weiß war als Schütze bei einem Maschinengewehr seit 29. April d. Js. an der Westfront vermißt. Nun ist sein erster Brr cs aus englischer Gefangensckmst hier angekommen. Inzwischen haben dre Eltern, Schntdiener Ludrvig Weiß III., muh das Eiserne Kreuz für ihren Sohu vom Truppenteil zitgeschickt erhattelr. — Landwirt Ludwig Luh IX., Fahrer bei einer Munitionskolomie rm Westen, lvurde durch Granatsplitter am rechten Fuß verwundet und befindet sich ür einem Feldlazarett. Er rückte gleich bei Ausbruch des Krieges ins Feld. ** G rü'lrber g, 23. Juni. Wie ans dem Jnseratenteck ersichtlich, so hat die Bezirksspa/rlasse Grünberg zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs den Konto -stnrrent- und Ueber-^ lveisungsverkehr eingesührt. Da die Bezirkskassen von Grünberg, Lich und Homberg a. Ohm und deren Untererhebestellen Bank- kon'ten bei der Bezirkssvarkasse Grünb'erg besitzen, so können die Einwohner des Bezirks ihre Staatssteüern, Holz- uird Grasgelder, ohne Zeitverlust M haben, durch den Ueb^rweisungsverkehr entrichten. Auch die Bezahlung der Gememdegelder kann auf demselben W^ge geschehen. ^ Lang-Göns. 20. Juni. Der Sttirm-Grenadter Albert K r 0 m p wurde wegen hervorragenden Leistungen mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Er steht bereits über ein Jahr im Feld. Bei einer gewaltsamen Pattouille bis in die 2. Stellung! der Feinde, die vollauf geglückt war, wurde ihm die obige Auszeichnung zuteil. ** Ruttershausen, 23.JÜM. Auch Rer fand dre HaSS- sammlung zugunsten der Il-Boot-Spende statt. Sie ergab «n Betrag von 83,20 Mk. KrriS Schotten. ^ Schotten, 20. Juni. Im Physiksaale der hiesigen Realschule wurde unter ton Vorsitz des Großh. Kreisrates, Oberregierungsrat Muhl, die Jahresko nferenz der Lehrer des K r e i )> s Schotten abgehalten. Der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden, gedachte dann besonders der gefallenen und noch kämpfenden Lehrer des Kreises. Das Thema zwn ersten Vortrag lautete: „Ueber Pilzkunde". Der Redner suchte durch einleitende Motte klar zu machen, daß wir in der heutigen Zeit mehr denn je unser Augenmerk auf dieses große Gebiet der Pilze, das für unsere Volksernährung von so außerortortlicher Wichtigkeit ist, richten müssen. Seine Ausführungen, die durch prachtvolle Lichtbilder unterstützt waren, wurden mit großem Interesse der Zuhörer ausgenommen. Ist es doch auch ftir jeden Bewohner des Vogelsberges eine Kleinigkeit, die eßbaren Pilze zu sammeln, da Die Krermaurerei i-c zwei Zahrhunderten. Bum 2(XX Gedenktage der Begründung der Freimauerei, 24. Juni. Däc Geschichte der Freimauerei ist lange ein Tummelplatz wilder Phantasi-en gewesen, denen das die Einttchtung umgetocde Ge- l-ermnis so willig Tür und Tor öffnete, und besonders über ihre Urspttkrae hat sich eine ronranhaste Legende gebildet, die zählebig in der Literatur gespukt hat. Die Wjissen.schaft mußte hier erst gründiich durchforsten, um der nüchternen Währhett Luft und Lrcht zu schasftn. Heute wissen wir, daß die moderne Freimaueret mit 24 Juni des Jahres 1717 entstanden ist, als vier kurz zuvor zu emer Großloge, der ersten ihrer Art, vereüägte Londoner Logen,ich feierlich zusammemtaten und den ersten Großmeister wählten. In England haben die auf bas mittelalterliche Hüttenwesen zurückgehemdeu stetn- und Maurerzünste -- wie übttgens auch bis ms neunzehnte Wetzen-- und Maurerzünste . ^ , . , , , Jahrhundert hinein in Deutschland — noch lange cm Scheinleben writergesühtt, nachdem die Grundlage der Werkgemetnschaft Langst zermürbt war. Es gab keine Hütte und es gab das alte edle stem- metzenwerk nicht mehr, allem es erhielt sich dre ftttltch-reltgtchc lleberlieferung der Zünfte. Denn diese waren aus reltgioier Grundlage erttckftet worden und machten ihren Mitgliedern einen frommen, rcittcn Lebeusivande! und brüderliche 5 )ilssgesimmng gegen> die Zunstgenossen zur Pflicht. Unter dem Einflüsse der aufrlarert- schien Ideen ttat dies mitcelalterliche Ideal in neuer (jwm m Wirksamkeit. Schon vorher waren in die englischen ^„Logen Icrcht" 1 mauver ausgenommen worden, und sie entwickelten sich iwlucr mehr nach tor-rein ethisch-humanitären Richtung hin. Dre Verfassung der 1717 begründeten Londoner Großloge ließ erkennen, daß ton rnjenschliche Brudcrgedanke darin herrsche, daß die Freimaucrec cm „Bund der Bünde" sein sollte, in dem die allgemeine Gememschjatt der Menschheit über alle Verschiedenheitett der Völker, Nassen und Bekenntnisse zum Ausdruck kommen sollte. Dieser Gedanke fand im achtzehnten Jahrhundert, dem Zeitalter der Aufklärung und des Gcheimfchwindels, sruchtbartten Boden Bald sprang die Freimauerei nach Deutschland und nach Frankreich hinüber — freilich nur, um bösen Mißbildurigen zu verfallen. Das Geheimnis, das die alten Zünfte gewahrt hatten, um Unberufene fernzuhalten, das aber die moderne Freimauerei kaum zu ihrem Glück von ihnen übernommen hat, bot anschlägigen Betrügern eine Handhabe, deren Wert sie alsbald erkannten. Der Graf von^ G-ermain und noch mehr Cagliostto benutzten die Freimaueret im größten Maßstabe zur Ausführung ihrer betttigerischen Pläne. Sie leiteten die Logen statt von beit schlichten Handwerkern des Mittelalters von den vornehmen Tempeltttterii ab und fühttenE den Schwindel des Hochgradwesens ein, indem sie die ursprünglichen drei Grade des Maurertums auf drei mal drei, damn auf 33 und schließlich auf drei mal dreißig steigerten. Das gab eine Fülle von Mindern, Wzeichen, Gebräuchen und Aemterrt, durch die man die !Köpft benebeln und der Eitelkeit gründlich schmeicheln konnte. Das Geschäft ging glänzend, Johnson und v. Hund fühtten es auch in Deutschland ein. Hier wurde die Lage dadurch noch verwickelter, daß die Freimaueret sich mit dem Jlluminaten- und dem Rosen- kreuzertume begegnete und teilweise vermischte. Zwei tozeichnende Tatsachen sind, daß Friedrich der Große sich als Kronprinz in die Freimauerei, sein Neffe und Nachfolger Friedrich LLilhelm aber in den einführen ließ. Die englischen Logen hatten sich von btefen Ksirderkrankheiten verhälttrismäßig am meisten frei gehalten, aber die errdgülttge und gttindliche Läuterung erfolgte von Deutschland aus. 1782 stellte zunächst der Konvent von Wilhelmsbad bei Hanau die ärgste Verwirrung ab>; LGssing aber stellt die idealen Grundgedanken des Freimaurertums zum ersten Male in seinen Gesprächen „Ernst und Falk" hell und rein ins Licht. Damals brach die Blütezeit des Freimaurerwesens an. Irrig ist fteilich. die Freimauerei als die Geburtsstätte der Humanitätsidee anzusehen, vielmehr haben Männer wie Dertor und Goethe beit Humanitätsgedanken in das Mauvertum hineingetragen. Es bleibt aber sein Verdienst, ihn ausgenommen und schwungvoll gepflegt zu haben. Vsm Hause aus war das Freimaurettum weltbürgerlich gesinnt und gerichtet. Allein in warchsendjem Maße hat es sich im neunzehnten Jahrhundert nattonal gegliedert und geschieden. In ton 'bei Eugen Diedettchs in Jena erscheinenden „Monatsheften für 'Kültttr und Geistesleben" hat Dr. Otto Philipp Neumamt die Nationalen Typen der Freimauerei treffeitd gekennzeichnet. Die a::gelsächsische Mcmerei wurde eine große Wohltätigkeitsanstalt, die deutsche wurde philosophisch. Kärsec Wilhelm I. pflegte ihren Standpunkt mit ton Wvtten zu deuten: die Freimauerch rirht aus dem Evangelium, unbeengt durch Dogmen. Das französisch-italienische Frciiuaurertum aber entwickelte sich ganz zum politischen Zweck- verbande. Gctoffnbünde als politische Mittel sind den Romanen, speziell ton Italienern, ja schon seit Jahrhunderten vertraut, und als -eines solck>en politischen Geheimbundes bedienten sie sich der Logeit schon in den nattonalen Freiheitskämpfert. Sie wurden eine Art politischer Camorra, der Hauptsitz des» Kampfes gegen die katholische Kirckw, eine Waffe in tor Hand polittscher Parteien. Diese Entwicklung hat tvährend das Krieges zum Bruche zwischen den Logen tos'Nordens und toten des Südens und damit zu einet- neuen EpoHe in der Geschickte der Freimauerei geft'mtt. Indem die englischen Logen sich auf die Seite der Kriegshetzer stellten, verrieten sie toi weltbürgerlichert Gedanken der Freimauerei, und sowohl die deutschen, wie ailck die ungarischen Logen haben die Verbindung mit den italienischen Logen abgebrochen. Eine Frei- mauerci als einheitlich organisierte Wlelteinrichtung gibt es jetzt nicht mehr, und wie für so viele alte Einrichtungen scheint der Kneg auch für die Freimauerei, gerade zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung, eine neue Zeit heraufftchren zu sollen." — Vogelstimmen in der Nacht. Viele angeseheue BogÄsorschec haben sich zu der Meinung bekannt, daß zieHmde Viögel ständig rufen und daß diese Vogelstimmen, immentkich in der Nacht, als fortwährende Signale zu deuten sind. Erst neuerdings hat man festgeftellt, daß die Angaben über die Bogelruse in tor Nacht, die in der Zugzeit zu hörett sind, von einzelnen Leuchtttirmen oder größeren Städten stammen, ja Dr. Weigold, tor Vogelivatt r-on Helgoland, hat vergeblich einen Auftuf erlassen, um Angaben über nächtliche Vogelruse auf See erhalten. W!a-s hat es nun mit ton Vogelstimmen in tor Nacht für eine Vewcrndttris? Werner Hagen teilt in tor „Natur", der bei Dlfeodor Thonprs in Leipzig erscheinenenden Zeitschttft der Deutschen und OesterrÄchischen Natnrw. Gesellschaft, eine Reihe fesselnder Beobachtungen hierfür mit, die einen sichererr Schluß zulassen. Um Signale handelt es sich dabei nicht, so lautet sein Ergebnis, vielmehr sind die Vogel stimmen in der diacht währeird der Zugzeit lediglich als Warn- oder Angstrnfe, als gegenseittge Erntunternng zur Vorsicht zu deuten. Hägens Beobachtungen stammeu hauptsächlich aus Lübeck und der Umgebung; dieser Stadt. Dott läßt sich der Vogelzug besonders gut beobachten, da er in nordost-südwestlicher Ricktung verlärrft und gute Landstraßen vorhanden sind. Man müßte dort also während tor Zugzeit die Vögel ununterbrochen rufeir hörmr. Uetor Lübeck rufen mtu die ziehenden Vögel wirklich sehr lebhaft: allein btt nächtlichen Stteifert in tor Umgebung hat Hagen die Rufe der Vogel schwärme tncht hören können. Nur da, wo tor Lichtkreis der Stadt beginnt, rcnd über tor Stadt selbst vernahm er die Latete der ziehenden Vögel. Die Stadt hat öfters Einfluß auf die Ziehenden: im Frühling hört man im Nordosten, im Herbst im Süditolan von Lübeck Schwärme, die zum Lrchtkrttse zurückkehren und über der Stadt kreisen, bis sie den richtigen Anschluß geffinden haben. Im Osten vvn Lübeck hörte Hagen in Zugnächten außerhalb des Lichtkreises mrr spärliche Laute; dort ziehen die Pögel an der Stadt vorbei, ohne sß. zu überaueren. Je näher tor Beobachter der Stadt kam, desto'lauter und häufiger erschallten die Stimmen. Ueber der Innenstadt war tor Lärm viel größer als in tor Vorstadt; in den Feldern Ncirdlicll davon, wo wegeit Fehlens von Straßenlärm und anderen Siadt- geräuscheu die Vogelstimmen besser hätten hörbar sein müssen, hotte Hagen aus tor Luft gar nichts, während von der Stadt tottgtteßt das Ruien erklmtg: sobald er aber die weiter östlich *!tm nächsten Dorfe führenden, durch Gaslampen erhellten Meen erreichte, hatte er die Ihuse sofort wieder über sich. Im Wälde, tor zwischen to~ Stadt und den großen Travewieken, also in tor Zuglitte seGst liegt, herrschte wieder völlige Stille, und sobald tor Beooacl'ttö N-n-etor tu die Gegend der Laterne kam. hörte er die Stimmen den Vogel wieder Mer sich und y^ich der Stadt zu nahm das Ctofcfuril l ta „.°rS.‘ .^^Beobachtung m vielen Zugnächten und an versckie- dmcn^Orttn rührte »>, dem ErgÄtmS, daß die Zugvöqe! nur d-rnrj ihre Sttmme erheben, wenn sie N -'* 114 o c. 14 . - . - m beit Lichtkreis der Stadt, eineÄ Leuchtturmes, ernerSttaße kommen: in tor Dunkelheit verstumm n jie und so dürfte dte Deutung ttchttg sein, daß co sich nickt -m Signale, zaudern um Augsttufe lfaiidelt. Me auSgedehitten, mit reichen Ä'sngen an Pilzen bestandenen Lbälves ms mr die Dörfer reichen. Prof. V ü l z i n g - Darinstadt als Vortragender, der selbst ein guter Kenner des Vogelsberges ist, konnte die^ erfreuliä^e Mitteilung machen, daß im Bogelsberg rmter ungefähr 200 eßbaren nur kaum 50 giftige Pilze wachsen. Die meisten Pilzvergiftungen seien nicht etwa auf den Genuß wirklich giftiger Pilze zurückzuführen, sondern in den meisten Fällen rührten sie von verdorbenen Pilzen her. Nur srischge erntete seien zur Ernährung vollständig unschädlich. Professor Polzing wird im Herbst zurzeit der Pilzernte mit Pilzsuctiern Exkursionen in den Wäldern des Bogelsberges unternehmen. An 5)and einer Anzahl empfohlener guter Bucker kann sich selbst der Laie der Pilzsammlung ohne Schaden widmen. Iln anschließenden 2 Bor- rrag der Tagesordnung sprach Kreisarzt Med.-R.at Dr. Best ülier: ..Wie kann die schule bei der Verhinderung der tveiter-en' Ausbreitung ansteckender Krankheiten MitwirkenDurch geeignete Vorkehrungen kann selbst sctMi durch den Lehrer in der Schule eine Verbreitung ansteckender Krankheiten, wie Diphtherie. Scharlach usw. verlnndert rverdeu. Nach Beeridigmig dieses Vortrages erfolgten noch einige Mitteilungen des Großh. >N'eis>chul- inspektors. Schulrat Fenerbach, )vorauf der Vorsitzende der Kon- seren» diese beschloß. ** Laubach. 23. Juni. Stnd. tbevl. K. Bo hu, seit einem Fahre in einem Feld-Art.-Regt., wurde, zürn Leittnant d. R. beiordert. Nnnme.hr gehören die 3 Söhne des Relttanttmanns Bohn dem Offizcerftmrde an. E. Lauba ch, 22 Juni. Nach sehr langer Trockenheit haben wir endlich den lang ersehnten, crglnckrnden Regen bekommen, wvuach Mensch. Tier und Pflanze lechnte. Gestern abend 10 Uhr trat plötzlich nach t^or ansgegangerieni Wirbel sturm durch ein über unser« Stadt ziehendes Gewitterder langersehnte Regen ein, welcher sgst die ganze Nacht hierdurch anhielt. Hat es doch zum letztenmal stit wn Pfingsten bi er fast nicht geregnet; denn alle Gewitter zogen regerklos an Lttubach vonlber und brachten unseren dürstenden Fluren kerne Erfrischung. Es war höchste Zeit, denn aller Pflanzenwnchs nxrr Min Stillstand, ja pu Rückgang gekommen. Für das Hemnacbeu, rvelches sich s-enrem Ende naht, ivar das heiße Wetter seither sehr günstig, denn der „ Heumack" r ^onnc" sorgte für rasche Föttrerung der Arbeit. .Was frühmorgens gemäht wurde, konnte oft an denselben Tage ncrch emgescheuert werden, wodurch niese Arbeitszeit und Arbeitskraft erspart wurde. Kreis Friedberg. ^ AnS der W et t er a n, 20. Juni. Wenn nicht attes käufcht, w scheint das Khiegsjahr 1917 doch noch ein ziemlich gutes Obstjahr zu sfeben. .Hat dock) schon der Blüdenanfatz die besten .Hoffnungen, umsomehr, als auch die gefürchteten drei Eisheili- fuu ohne Schaden worüber gingen. Wohl die knappste Ernre liefern bie Zwesschen. denn sie zeigen -einen schwachen Behang. Es hat wskl feine Ursache darin, daß cä — wi-e der Landmann sagt -- in die Blüten regnete. Mit dem im vergangenen Jahre so viel ge-- kochten Zwetschenmus wird es dieses Fahr knapp aussulssn. Hin- izegen fallt d:>' Kirschenernte nicht gerade schlecht aus. Gegenwärtig' sind die Frühkirschen reis. Auch tue Spätkirsü''N hängen ziemlich dickst. Merdins ist Meister Starmatz schon eifrig am Verzehren. Gute Ernte-Ertvage verzeichnen die Aepfel. Es iverdon bereits Vorsehrungen getroffen, um den beliebten Haustruuk herzu stellen. Vielfach sind die schrverbeladenen Aeste gestützt mit Steckern. Besonders guten Behang zeigen 'Schafnase, Gelber Richard. Winter- Goldparnräue, Charta movsky und Rheinischer Bohnep.sel. Weniger haben Sckxmer von Boskoov und die verschiedenen Reinetten an- ge-etzt. Allerdings märe für die Aevssl. nüc für alle andern' Kuttnrpflanzan ein durchweichender Landregen vonnöten, denn bereits liegen viele angesttzte Früchte infolge der allzu großen? Trockenheit mss dcnn Boden. Auch die Obstbaum ssssche sind an. der Arbeit, ganze Baunw sind von dem Gespinst der Apfel baum--Ge- spinstmvtre überzogen. Hier wäre das Verbrennen »ehr nötig, aber ltt-KN mangelt es an Arbertskrästtni. Weniger mackst sich die Obst- Nird-c dieses Fahr bemerkbar. '— Auch die Bienen lassen eine einte Ernte erhoffen, memi auch ihr Ertrag nicht an den. der Aevstck Iveranreickt. Während die Wirtschasssbirnen m guten Anssichtev Anlaß geben, haben die serneven Tafel birneu nur die Art anbesetzt. Wie jedes Jahr, so wird die allbekairmo Glockenbrrne die Höchst- erwage liefern. .Mch Gute 0nr«e, die sogenannte Honigbiene,, hängt gNt. In den Garten beginnen die Beeren zu reifen und am Johannistag werden die ersten ge e r ntet, Auch ihnen war das späte Frühjahr von Vorteil, denn die einzelnen Trauben sind gut besetzt. Die Trockenheit konnte ihnen nicht viel anhaben, wenn auch best S tachel beerspanner hier und da einigen Schaden cm gerichtet hat. Starkenburg und Nheinhessen. , ** Main-, 21.Jimi. Der Mittelrheinische Fabrikanten- Verein hielt am 19. Juni unter dem Vorsitz des Herrn Professor Dr. Beck-Biebrich hier eine außerordentlich zahlreich besuchte Mttg lüLerversammlung ab, cm der auch eine Reihe von. Vertretern der Rcgiertmgsbehörden, Kvmnw.nal verbände und Eisen- d ahn Verwaltungen teil nahmen. Aicßerdem nxrr als Vertreter des Reichskommssiars für che Kohlenverteilung Herr Direktor Dack>- Mannheim anweseird. Zunächst, machte der Geschäftsführer, Syndikus Me es in ann-Mainz, einige Mitteilungen, »rnüche die Aus- kanftsstelle vereinigter Verbände, den Wirtschamichen 2öachrichten- dienst, die Aufhebung der Verträge mit dem feindlichen Ausland, die Kennzeichnung miÄändischer Waren, die Teussche Lichtbild- ksüZellschaft, die Vereinigung für deutsche Siedelnug und Wanderung und die Uebergulden des einen oder des anderen der an der Loh len Versorgung beteiligren Organe zurückxufuhreu, fehl gehen. Die Wirkungen des .Krieges auf die Whlc'nsörderuirg tnrd die gewaltige Stergenrng des Kohlenverbraurbs, ebenfalls infolge des Krieges, haben ein germsses Etzverhältnis zwischen Bedarf imd Angebot an üdhlen bervmgerufen. das zurzeit noch nicht über- stunden ist. Nm es ausMgleicheir, ist die äußerste Einschr än- k u n g des Bedarfs auf das unbedingt Nolloendige erforder- tick, und es ist zu erwarten, daß nach dieser Mchtnirg hin deml- nächsr einschneidende Maßnahmen sowohl l»ezüglich des Bedarfs der Industrie, wie «udj des privaten Köhleirverbranchs erfolgen» werden. Ebenso »rstchttg ist ach der anderen Seite die Steigerung der Förderung, die mit allen Mitteln und unter Unterstützung durch die oberste Heeresleilnng anzustreben ist. Bei allen diesen Maßnainnen steht selbstverständlich das Ztel im Vordergrund, imscr? Ücüstungsindchtrie ausreichend mit Brenn- stosien zu versorgen, damit sie alles Herstellen kann, was zur M- wehr unserer Feinde notwenvig ist. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Äesprechmg cm, in der namentlich der Vertreter des Reichskmnmissar>. Dircrtor Dach-MannlMnr Ausllmft über eine Reibe aus der Mitte der Versammlung gestellter Fragen gab. Die Versammlung trug wesenttich m? Märung der Ansichten bei und stärkte andererseits das Vertrauen, daß bei Durchsütrnng der in Aussicht gmimunrnnr und in aller Kürze brettereil Kreisen bekannt werdenden Maßregeln trotz bestehender Küappbeit doch derartige VerlegenUm-n nicht entstehen werden, wie sie tni letzten Winter zu oerzeichr.en waveir. Nlrche und Schnle. * Evangelischer Zw eck verband für das Groß- Herzogtum Hessen. Die im Zweckoerband zusammengeschlos- senen evangelischen Vereine Hessens werden ihre diesjährige Ge- ckmttaoung am Montag, 25. Juni, in Worms abhalten. Aus Anlaß der Vierhundertjahrfeier der Reiormation soll damit diesnwt eine wissenschaftliche Tagung verbunden werden. Die Tagesordnung ist olg.nl - Bornuttags 10 Uhr im Saale des Evangelischen (be- mewdel Mses geickKittsorderttliche Gesamttagung! l. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Anträge. Vornritrags 11 Uhr, dbenda, nnü nichastlickw Tagung! 1. Erösfmtng und Begrüßung durch den Bor.itzimoen Pwrrcr 11. Wiaiv aus Darmstadt. 2. Bortraa von Geh. Kirchenrat Professor D. Dr. Eck aus Gießen über „Recht- fertigungsglaube und moderne Welttrnfck-auung". Nachmittags 2^ Uhr: Fortsetzung: o. Vortrag von Professor I). Dr. Schade r pus Ml Kher „Luther wrnd dre chrMiche Freiheit". 4. Vortrag vmr Professor v. Dr. D i e hl aus Friedverg lLber .Luthers, Zwinglis und Buoers Einfluß aus das innere Leben der hessischen Mrche". 5. Schlußtvort: Pfarrer Bennbeck aus OkarKen. dkachmitbags 5Vi Itfjr: Feier am Lutherdenkmal mit Ansprache von Geh. Hofrat Professor Dr. A. E. Berger aus Darmftadt. Börsen-Mochenbericht. = Frankfurt a. M., den 22. Juni 1917. Angesichts der günstigen Kriegs- und Wirtschastslage, der guten Ernteaussichten und der flüssigen Geld Verhältnisse blieb^ auch in. dieser Woche im freien Verkehr der Börse zuversichtliche Stimmung vorherrschend, das Geschäft beschränkte sich aber in der Hauptsache auf Spezialitäten, die von der Svekulatioir, ungeachtet der derzeitigen bohen Kilrsbeloertung, immer noch für kaufwütdig gehalten und weiter im Kurse herausgesetzt wurden. Das börsen-« technische Moment de Auffassung über die Zukunft' bin Industrie feste Wurzel geschlagen Hütte. Welch ungeahiste Möglichkeiten hier allerdings gegeben siird, zeigen u. a. die großen Fort?- i-d ritte in der Zellulose- und Fettgelviinumgöinüustrie sowie die neuen Veriadren in der Erdöl- und chemischen Industrie. Fruchtbare Anregung boten dem Börsenuettehr neben der für uns vorteil- lwften Kriegslage die Fortschritte in der Zusammenfassung der Essen verbände sowie die nunmehr als endgültig anzusehenben Preis- erhölmngen für Hüttenprvdutte Für eine große Anzahl von Sonder papieren traten daher neue Kauf er schäften l^ervor und der An s- stteg dieser Warte verlieh der Börse trotz der Er-nückstenmg, die an' anderen Stellen vielfach sich zeigte, ein festes Gepräge. Am Montan markte ivaren es namentlich oberichtesifche Meiste, die ans die Erwartung günstiger Monatsausioeise regeri Kauslust zu anziehend-e-n Pressen begegneten. 'Auch Deutsch-Luxemburger toaren genagt und l-öher, währerrd die rheinisch-nnsstfätt- sckxn Werte ihre Kurse gut de Haupt-'ton. Von Rüstung s w orte >l waren Mnv.scheid, Hirsch Kupfer und einzelne Maschissrcnhss- brikaktien stark begünstigt, w Augsburg, Nüml>erger, Eß- linger, Hunchold. Mwnus. Fun s Waggonfabriken und 'Aotoren- sabri? i^barursel. Auch für Kl euer, Fahrzeug Eisenach, Benz und Neckarsulmor Fahrradwerke trat größeres Interesse be^vnr. trenn cusch die Kurse einigen Schränkungen unter!agen. In Dminler- Aktion n>ar das Geschäft ruhiger-, dg nuru ;unäccht das Resultat der Bert .'.nd-l ungen einer Minorität Gruppe mit d^- Verwvltuwl wegen einer Kapitalsiransaktton alnvarten will. Am« E l e k t r o w e r t o n begegneden Aktunuckaroren Berlin und Felten fr Guilleaume größerer Nachfrage. Lebhafte Umsätze fauben in Zellstoff Waldbos- Aktien statt. Chemische Worte lagen zurr Teil etwas schwäch-r. Eine Abschwächnng emchren anzch Schnfahrtsaktien. während Banken ihren Preisstand bedanpwttnu Deutsche und srenrde Anleihen lagen fest. Privat-Diskont 4 chtes. * Zeit n ngsnöt e. Secks Zeitungen des Meininger Oberlandes geben gendeinschrstlich bekannt, daß sie infolge der nnge- nrein hohen Herstellungskosten geumrngen sück>. den Bezugspreis nttt dem 1. Juli d. Fs. zu erhöben. '.Andere Thüringer Blätter brachten infolge Smer- und Paviernrangels ihre llmerlnlltungs- britagen in Wegfall, nsseoer andere erMonyon nur noch zwei- seittg. In roelcher Weist fid: tm Zeicungs- rnrd Buchdn'ckgeioerbe die Hernellluigskostan und Materialien verttnwrt lmberr, zeigt folgende Aufstellung: Arbeitslöhne 25-40 Prozeatt, Papier 100 t,s .'TO Prozent, Krass und Lickt 150—21)0 Prozent, Metalle für Ni afchinenfatz, Schriftgießerei, SdereaNipie und (KalvanaPlastik über' 300 Prozent, Dnuckwalzesr über 200 Prozent. Druckfarben 100 bis 250 Prozent, Druckssntts-Erfatzstofst 500 Prozent, Schmieröle 400—500 Prozent, Putzlappen 100—150 Pvozent, Heftzwirn, Heftdraht sssw, 200—300 Prozent, Packmaterial 200—500 Proz. * Die Wiederbelebung des „toten" Herzens. Trv^)em die Art der Todesursachen äußerlich sehr mmnttasalttgi erscheint — m einem Verzeichnis der obersten Medizinalbehördeu in Deutschland werden 175 Todesnrsackien angegeben —, läßt sich doch in den meisten Fälleir das Sterben ber Menschen auf das Herz zurücksühren. Tatsächlich wird fast stets durch dcrs Ver- sageu des Herzens der Tod eingeleitet, sodaß der Wiener Arzt Prof. Mtiragel rwch in seinern letzten Werk mit Rvüst behauptelt komtte, daß der Mensch säst immer vom Herzen aus stirbt. N^cherock^ stits 'haben Versuche vor allem die des nu'sischen PlitzsiologO» Kuljubko. ergebew daß das Herz mit seinem Stillstand das Sterben aller Zellen des Organismus herbeiss'chren kann, ohne selbst wirklich tot zu sein. Gelänge es also, das scheinbar tote .Herz ans irgendeine Weise wiederzubeleben, so könnte man auch Lebewesen, die nach den bis'herig-err Anschauungen als tot erklärt werden mußten, in gewissen Fällen dem Leben zurückgeben. Mit dieser Frage be-* schästigtc sich der Rostocker Physiologe Prof. Hans Winterstein, über dessen Versuche Privatdozent Dr. Alexander Lipschütz in der ..Umschau" Mitteilung macht. Zuerst wurde festgestellt, daß nicht nur das Herz, sondern auch die Nervenzentren des Säugetieres. die riach dem Herzstillstand ihre Funktion einstellen mußten, ivieder belebt werdm kömren, mdem der ganze OrganismuÄ einer künstlichen Durchspülung mit erivär-mter, sarkerslofshgltiger Salzlösung unterzogen wird. Da es zahlreiche Fälle gibt, in denen der Tod eines sonst gesunden Organismus durch Herzstillstand im Gefolge einer vorübergehenden Schädigimg herbeigeführt wird, muß durch Ingangsetzen der Herztätigkeit und gleickLzeitige künstliche ^Atmung auch eine dauernde Wiederbelebung des ganzen Organisnlus erzielt loerden kömren. Die in Frage kommender Todesfälle sind der sogenannte Herztod in Narkose, der Tod drcrch Gehirnerschütterrmg, durch Ersttckung infolge eines vorübergehenden Armungshindernisses, endlich durch Erfrieren. Die ersten Versuche Wintersteins wurdeir an Kaninchen ausgess'rhrt, die durch Erfrieren „gcstprberr" )vararr. Das irortotisierdc Kaninchen wurde in eine Kältemischmrg aus Eis und Steinsalz getaucht bis zum Zustande des Erfrierens. Dann wurde in die am Hals zum Kopf gehende große Schlagader eine Glaskarrüle eingebunden, durch die bis zu 30 -oder 40 °/o ermärmte sauerstoffl-alttge Salzlösung in den Organismus eingeführt wurde. Gleichzeitig leitete man die künstliche Atmung, ein. Es wurden 19 Versuche an erfrorenen Kanilcchen und MeersckMeinchen^vorgenvmmen. in nicht ioeniger als 16 Fällen wurde noch 2 l / s stunden nach dem „ersten Tode" des Tieres eine regelmäßige Herztättgkeit und eine nrehr oder weniger vollständige Wiederbelebimg der Nervenzentren und demnach des GesamtorganiSmus herbeigessilwt. Die Wiederbelebungsversuche an Tieren, die in Narkose, infolge von Gehiruerschütte- rung oder Erstickung gestorben waren, verliefen nicht ganz so günittg. Jmmerbin konnte ein Kämnchen nach dem N'artowtod völlig wiederhergestellt tverden, sodaß es dauernd am Leben blieb. Zusammenfassend ist auf Grund der Versuche Wimersteiiw sestzu- stellen. daß in vielen Fällen von „Tod" aus den attgessibrtess Gründeir eine Wiederbelebung gelang, indem eine errvärnlle Salzlösung in der Richtung zuni Herzeil in das Arteriensystenl essr- aesührt wurde. Eure pral'ttsche Uebertragrrng dieses Wieder- belebungssyst-enrs ans beu Menschen wäre demnach — insbesondere bei Herzstillstand infolge von Erfrieren — als ersvlgver- versprechend anzuseycn. ^ Aerztli che Reklame vor 400 Jahren. Die ärztliche Künft war in ihren Anfängen und noch vor Iss, Jahryimderten mit einer gewissen jahrmarktarttgau Rvnlantik umgeben. Die berühmteste Gestalt unter den wandernden Acrzten, dre es mit ihrer Kunst nicht allzu gemru nahmen und die Mittel des Gaukelspiels nicht verachteten, nm die Klmdsckwit anzulocken, ist der Doktor Johann Andreas Eisenbart, der mit Aufwand einer gewaltigen s Jlo Harne von Ort zu Ort zog. Tie einzige unS erhaltene Ankündigung eines derartigen wandernden Älrztes unrb letzt nach bew vom „Verein der Freunde der Königlichen Bibliothek zu Berlin" ^vrausge- gehenen Text im nächsten Hejt der Deutschen MediPkiMeu Wochenschrift nntg-eteckt. Da die Typen dieser gedruckten ÄnÄinhiAun^ nachweislich aus den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts stammen, liegt hier also ein eimvandsseies Dokument der ärztlichen Reklame vor 400 Jahren vor. Ebenso ist festgestellt, daß die sonderbare Ankündigung in Magdeburg gedruckt wurde, ob auch ihr Besteller, der Arzt Johann Pisljoris, aus Magdeburg stammte, ist nicht erwiesen. Da es sich um ein kulturgeschichtlick)es Dokument! von größter Seltenheit tändelt, seien im Folgenden die charaktc- risttschsten Stellen mitgeteilt: „Zu wissen sei einem Manne jeden! Standes, daß hierhergekommerr ist, ein guter Arzt, der für die nachbezeichneten Krankheiten nächst Gott dem Allmächttgen Hilfe und Rat zu geben weiß, was ihm durch Siegel und Brief bestätigt ist. Auch alte rmd langwierige Geschwüre, die schon üblen Geruch verbreiten uird die niemand hat heilen können, kann dieser Arzt nächst- Gott denr ?lllmächtigen am besten heilen und er kann auch diejenigen! Löcheiri und Schien, die er znheilt, so beseitigen, daß sie nicht wieder aufbreck-en können, sondern znbleiben. Item das Reißew Und Ziehen in den Wiednraßsn und Knochen kann er auch der-» treiben: darüber hat er auch Siegel und Brief'. . . Item ent-- stellendc' Male oder Flecken, mit denen ein Mensch geboren worden ist, sie seien rot oder schwarzji. .! . Item den Stein zu fckmeidern oder wo sonst jemarch 0seb-reck>en am Gemuckste l>at oder zerschlissen ist, frimt er auch Helsen, nächst Gott, dem alle Dü:ge nlüglich sind. Auch kann er den Stein vertreiben rillt Baden und Getränken, daß er ihn nickst zu schneiden braucht. Item loenn ein Mensch geschlagen! ist oder gefallen und infolgedessen raub geworden ist und nickt hören kann und rnsolge einer Krankheit stumm twworden ist, daß er nicht reden kann, so kam: er den tauben Menschen wieder hören machen und den ftummeir wieder reden, n.äckst Gott. Auch die Blinden, die starblind sind, kam: er wieder sehen machen: er weiß auch dent Star vorzubeugen durch Aderlaß und ssletränk, so daß der Erkttrnkte nicht starblind lckird, »veittr er sich beizeiten Helsen läßt, ehe es überhand nimmt . . . Auch tven der Schlag gerührt hat: auch weiß er dieser Matikl>eit wohl vorzubeugen, vor der Gott einen jeden behüten nlöge . . . Item dieser ?lrzt weiß auch Rat für mancherlei Krankheit, die ein Mensch lange Zeit in seinem Leibe geh-abt hat, Hilfe und Rat zu geben, nächst (Stott dem Allmächtigen, der mit Recht genannt wird ein Meister: wie mcrn denn aus dieser Erdeck keinen Mzllster nennen sollte, als (Hott allein, von dein alle Dinge Herkommen. Herr Johann Pistons, Arzt, und wohnt m der Herberge." i * D i e Ei nkr eisn ngspolitik im B ienenstaa te. Eine der sonderbarsten Ersckxünungen im Bienenstaate, die nicht selten den gewaltfanren Tod der Bienenköniginnen verursacht, tuv bei,- spM'issennaßen als eine Einkressrmgswvlitik im pratlischßnr Sinne des Wortes kund: Es ist das sogenaimte „Einknäneln" der Pienentönigin. Man unterscheidet, wie M. Ritter in der Teutsclmt Landwirtschaftlichen Presse ausführt, ztvei vollkommen verschiedene Arten der Einkreisung von Bienenkönigirmen. Manchmal bilden! die Bienen um die Königin mir ihren Leibern einen dichten, knäuel- artigen Kreis, um sie vor irgendwelcher Gesalir zu schützen, im anderen Falle lwben sie selbst die Absicht, die Königin zu töten. An denr Ausseheir des Bienenknäuels selbst kann man nach einiger Hebung redesnral genau erkermen, uin rvelche Art von Einkreisung es sich handess. Wenn sie in sreuirdlicher Wsicht, z. B. zum Schutz vor iu den Stock ein gedrungenen Muhern, geschieht, bilden die friedlich im Kreise sitzenden Bienen emen nur lockeren Knäuel, durckr» den die Königin ein- urrd auSsckstüvfcrc kann. Ist der Knäuel aber aus Grillrden der Feindseligkeit gebildet, so lut sich dies schon durch ckwrakteriftischr bösartige Zischlaute kund, außerdem ist dcr Krräuel dann oft so,fest, daß mau ihn manchmal wie eine Kugel rollen kann, ohne d.ch einzelne Bienen sich ahlösen. D>rs Eiulnäneln im feind- lick:Kl Sinne in häufiger als die Einkreisung zum Schlitze. Hat ircann den Knäuel endlich entwirrt, so fueben die Bienen sich sofort von nenenr auf die K'önigin^zu stürzen. Tatze, wird die K'onlgin Hie! 1 durch einen schneller? Stich einfach getötet, sondern langsam- u Tok< gegillilt. Für das feindselige Einkrtänelu gibt cs mannig- acke Gründe. ES richtet sich z. B. gegen eine jiknge Königll?, die bei der^ Heilnkehr von ilwem Hochzeitsflug irrtümlich in einen fat-^ scheu Stock gerät. Wie Ritter beobachtete, wird sie in solchen Fällen: fast ausiwhmslos «eingekäuess nrrd getötet. Interessant ist, datz Bienenkörttginnen nicht seiden der EinknLulung darum einfach an^, l>eim fallen^ ivell ihnen ein dem Bienen Volke ungewohnter GeruÄ anhasset. So kann das Fangen einer Königin durch dar Imker muh ihrer Freigabe ein solches Drama veranlassen. Eine der praktsschar Lehren, die ans den BwbvchümEn des Ginknäuelns zu ziehe!» sind, besteht also darin, daß die Königin möglichst u nber üh r t undk ungestört gelassen werden soll, um nicht durch Geruch oder sow- sttge Uinstände der Bevülkeri'ng ihres Stockes ungewohnt zu er*f scheinen und so ein Opfer der Einkreisungspolittk im Bienenstaats zu werden. AirchUctze Nactzrrchten- Evangelische Gemeinde. Sonntag. 24. Juni. Gottcsd. in der S t a d t ki rche. Vorm. 6; Zugl. Ehristzenl. f. d. Neukonf. a. d. ?Natthäusgein. Psr. Mahr; 9lH: Pfr.--Ass. Lir. Renning: 11: Kiirderk. s. d. Markusgem. Psr.- Ass. Lic. Zöeuning. —, In der I ohawncskir che. Vorm. 8: Zugl. Ehristenl. f. d. 'Neukonf. a. d. Lukasgem. Psr. Bechwlsheimer; 9*/»: Pss. Ausseid; 11: Kinderk. f.'d. Ivhcmu^gem. Pfr. Ausseld. — Mittwoch. 27. Juni. abds. 8: Kriegsbetstunde Pir. Bcchtols- l^imcr. — Wartburg, ev. Jüngt- u. A'cänner-Verein, Diez-, straße 15. Sonntag, 24. Juitt. abds. 8 : Vortrag. Mittwoch, 27. Jnm. abds. 8 j i: Leseabend. Gäste loillk. — Bi b e l kr ä n ; ck e nj s. Sckml. höh. Lahranst. Joden Mttwoch von 6—7 f. d. jung. 2lbt. Jeden Samstag von 6—7 f. d. ält. Abt. im. JoÜannessaal. — Bib-elkr änziche u f. Mädch. a. d. Johaimesgem. Jeden Dienstag von 6—7 im Johann-essaal. — Kirchherg. Sonntag. 24. Juni, vorm. 10; 11: Cbristenl. f. d. männt. Jugend. — Mainzlar. Sonntag, 24. Juni, nachm. 1p». katholische Gemeinde. SamStag, N. Juni, nachm. 5 u. abds. 8: Gelegen!). j, hl. Beichte, Sonntag. 24. Juni, vorm. 6'i>: Gelegen!), z. hl. Beichte: 7: Hl. Messe: 8: Austeil. d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m.Pred. 11: Hl. Messe m. Pred.: nachm. 2: Ehristenl., daraus And.: 6: Alossius- And. — Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegsbittand. — Diaspora- Gottesdienst am 24. Kmi: Grünberg gi/.., Hungen 'R/,, Lick) 8. 1 ■■■ " 1 ' ■ ■ "■■I . . . . i nw i ^ Meteorologische beobachtungen der Station Sietzen. Juni 1917 u w « — o V- © «j G — ^ c» 2 2 D h 5* (Tt fl §r s c* o 2 ZH j2 3 2 1 cs C> B 1 s d i *S ‘5 H L-si i'cetiei 22. 2" 18,1 89 67 8 Regen ! 9" 12.5 9,8 90 — — 8 23. 7" i 13,6 9,3 80 S Sonnenschein Höchste Temperatur am 21. bis 32. Juni 191? --- -f. 20,9' G. Niedrigste . „ 21. „ 82 . , 1917 ----ss is.2'0. Niederschlag: 3,1 mm. Müllersche Badeanstalt- Wasserwärme der Lahn o n 23, Juni: 19° Reaumur. SHcffflften der Redaktion. Ansragen bleive» uubertteksichtir^ d. A. tick. Ihr« Anfrage zu beantworten ist uns leider mcht möglich Ameisen. Wie -Assrnseu. aus der Mche zu vmtteiben sind, ist uns nichr bekannt Vielleicht kann aber einer unserer Äser darübevr Auskunft geben * Lichtspiel-Haus Bahnhofstr. 34. * miMHitPtifniiimniimimimmiiiniu i imiJ j ii iu uiii»»rminmi Miu im uMiiniiinimin»iu ii«ii».»„,.„....... Ab heute nur 4 Tuge Stolz weht die Flagge schwarz-weiss-rot! Marine-Schauspiel in 5 Abteilungen. Verfasst von Frita Prochnewsti, Sekretär des Deutschen Flottenvereins. Ausserdem: Das entzückende Lustspiel in 2 Akten Sie wird ihn nicht los. Erstklassige Kfinstler-Konserte. .,<» Kaufe gebrauchte Zeltplanen W agendecken degeltücher usw. ■ Schwarz - Weiss-Theater fSettei wes Hl. G. iiehheim, Cassel, Lutherstr.7, Telefon2604. Komme im Laufe der Woche nach Gießen. 485a hv verkaufe ich einen eisernen Schneidebock mit Anschlag und vier neuen Lägen, einen Treibriemen und SchienengleiS mit zwei Rollwagen, alles neu und sofort gebrauchsfähig. 03807 I. Seipp, Ober-Hörgern. KmfmMHel Verein. Der Wirtschaftsbetrieb in unserem Vereinshause ist von Zamrtag, den 23. dr. Mir. ab wieder eröffnet. ^ 0 ^ Der Vorstand. leppicbe, 5tokfüke5- hänge aller Art, transp. und einfarb. reseda Rouleauxstoff abzugeben. 4690 Programm von Samstag, 23. Jnnl. bis inkl. Montag, 25. Juni. KrstaufTtthrung. MB Ihr Chauffeur Vornehmes Gesellschafts-Drama in 3 Akten von Walter ScismidhAssler. Die grosse Gefahr Sensationelles Kriminal-Drama in 3 Akten von Fred Sauer. In den Hauptrollen: Fräulein And Egede Nissen und Frau Olga Eupl. BT Außerdem ein gutes Beiprogramm. MB Ab Dienstag Maria Orska-Gastspiel in Das tanzende Herz Kriminal-Drama in 3 Akten Bekanntmachung. Mit Wirkung vom 2ö- ö*. Ml6- au werden neue Ausweiskarten auSgegeben^ dieselben sind den Bezirken entsprechend in 12 verschiedenen darben gehalten. Die Abgabe erfolgt gegen Rückgabe der alten AuS- weidkarten in den zuständigen Brotmarken-Ausgabestellen und zwar für die Bezugsberechtigten mit dem Bunamen A bis K am Montag, den 2ö. und Li bis L Dienstag, den 26. ds. Mts. in der Zeit von H bis 12 und 2 bis 6 Uhr. Gieben, den 22. Jimi 1917. 4851B Ter Ol^erbürger.neister. Keller. Aluminium-Ablieferung. Aus Anordnung des Stellvertretenden Generalkommandos des XVIII. Armeekorps vom 1. Mürz 1917 wird znr nachträglichen Ablieferung der bisher nicht ab- gelieferten Gegenstände aus Alnminium nochmals ausdrücklich aufgejordert. Die Ablieferung hat Mittwoch, den 27. dS. Mts. von vormittags 8—18 Uhr und nachmittags 2—6 Uhr in der allen Aliceschule stattzusinden. Die Gegenstände. deren Ablieferung nicht freiwillig erfolgt, werden auf Kosten der Säumigen im Wege des ZwangSvoll- ftreckungsverfahrens eingezogett. Es wird lvetter oarar»f hingewiesen, das; Nachprüfungen ftaltfinden werden, ob sämtliche adzuliesernden Alummiumgegensrände zur Anmeldung und Ablieferung gelangt sind. Wietzen, den 32. Juni 1917. 4M? Ter Oberbürgermeister: Kellen_ Bon dem Anleben der Stadt Giesten von 19S9 fand eine Anslofung in 1916 und 1917 nicht statt, da der Bedarf durch Rückkauf gedeckt wurde. Gietzen, den 26. Jum 1917. 4838 Ter Ol^rbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Das im Mai dieses Aabres faltig gewesene erste Ziel Schulgeld für das Ni. 1917 der Gr. Oberrealschule, des Realgymnasiums, derGymnafialvorfchule nnd der Höheren und Erweiterten Mädchenschule kann in den nächstren 8 Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkasse bezahlt werden. Gietzen, den 22. Yuui 1917. 4887 Staotrechner Mäser. Beginn neuer , /4 und l /a Jakreskurse am 2. Juli in Buchführung Stenographie Mineiisfeiliei! iiMWchU km Rechnen kw. Franz Tosi & Oc., Säd|s Goethostr 32 Tel. JW. von Antignltälen. Möbeln, ganzen Emrichnmgen. Alt clsen. iowic allen non wir geführten Artikels. 2241 Louis Rothenberger. Yezirlssparkaffe Grünberg Zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs hat die Dezirkssparkafse Grünberg ihren Geschäftsbetrieb erweitert und den Konto-Korrent-Derkehr unter Anwendung von Schecks, Giro Anweisungen, Platz-Anweisungen und Zahlungs-Aufträgen ein geführt. Mit dem genannten Verkehr kann auch Kreditgewährung verbunden werden. Ueber die Höhe der Zinssätze und über die sonstigen Bedingungen wird an der Kasse Auskunft erteilt. Grünberg, den 19. Juni 1917. — Der Direktor der vejirkrsparkaffe: I. D.: Schmi dt. 4836V Holzverstergerung im Gemeindewald Hungen am Freitag, den 29. Juni 1917, vormittags 8 Uhr anfangend, nach Zusammenkunft am Waldeingang auf der Kreisstraße Hungen-Nonnenroth. Buchen Scheit 50 Nm., Buchen Prügel 73,4 Rm. Hainbuchen Prügel141,4Nm.,EichePrügel315,6Nm. Kiefern Prügel 12,2 Nm., Aspe Prügel 6 Rm., Buchen Reisig 126 Rm., Hainbuchen Reisig 226 Rm., Eiche Reisig 90 Rm., Kiefern Reisig 76 Rm., Fichte Reisig 6 Rm., Buchen Stöcke 26,8 Rm., Eiche Stöcke 11,3 Rm., Hainbuchen Stöcke 25,2 Rm., Fichte Stöcke 13,4 Rm. Hungen, den 21. Juni 1917. 4860 Großherzogl. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegravhenlinie in Langgöns, an der Landstrahe nach Holzheim liegt bei dem Kaiser!. Postamt.in Gtehen von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadr, den 22. Juni 1917. Kaiserliche Ober-Postdirektioo. 4864V Zwei unmöbl. Zimmer z. vm 3730 Ederttrafte 1. lirmittiihgei Znr Dermevkmg von Verwechselungen von Lnzeig« v-«r dgt. wird dringend nm Lngatk ö«rHnr«»«emiu«»T«7r gebet. Verlag des Gietz-Anzeigers Die seither von Herrn Rechtsanwalt und Notar BtimheliS tnnegehabre 176 Wohnung Seltersweg66,1. ist ander- rveitig zu vermieten. Badnbofttr. 64 LI. Stock. 8-Zimmer-Wohnimg m. reichl. Zubehör, mehreren Kellern usw.. 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