Nr. |39 M. Jahrgang Erscheint täglich ruh Aufnahme des Sonntag-. El erlagen: „sirhener §amlNenb!ätter" und „Urrisblatt für den Kreis Gießen". PoftjHtSlonI-: Zrankfurt am Main Nr. U636. Sankvertehr: öcwer&ebcmJ Gießen. Samstag, J 6 . Inn! \%Z ZwillingSrundoruck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-u.St'indruckerei. R. Lange, Gießern Schriftleitung, GeschästssteKe und Deutetet: Schulstraße?. Geschäftsstellen. Verlag: 1, Schriftleitung: 112. Anschrift fär TrahtnachrlchtcnrAnzeigerÄishen. Aus dem öfirrreichifchen Abgeorduetenhaus. Wien, 13. Juni. WTB. Nichbcunllich.) Abgeordneteuhalls, Fortsetzung und Schluß Der Finanz minister konstatiert im weiteren. Verlauf scücer Rede das sehr garstige Ergebrfts der s. KriegSiruleihe. (Lebhafter Beifall :md Händeklatschen.) Wir w-rden in alirn sechs Kriegsanleihen toeit mehr als 20 Milliarden aufgebracÄ imben. Der Minister wünscht einen sollen, lov- möglich die ffüheren übersteigeiche:: Erfolg in dieser lÄnegsau- leche, w«erl dies :ms die Möglichkeit gewähre, die 9ä)tenbmt? nicht nvehr in Anspruch zu nehmen. Darlehen bei der Notenbank nach dem Kriege z:rr Fortführung des Staatshaushaltes müßten nter aller: Umstärckcn ausgeschlossen bleiben. Der Minister wandte !ich weiter gegen die Exzesse der Eff?ktenspekulatcoa i, denen gegen- itber leider die Finanzverwattung keine geeigneten Mittel lstcke. Er erwartet von der für die Kriegsanleihe eingeleiteten Propaganda den besten Erfolg, wobei er bmnerÄ, daß diese Kriegsanleihe unter einem ganz besonderen (Stern steht, trifft doch die Anspanmuch der wirtsckstiftlichei: und finanziellen Kräfte bei der Subskription zusammen mit dein heldenmütigen. Ri.n>gen an der Jsonzo-Front. Leblktftcr Beifall.) Unsere Armee schütze dort Triest, das Handels- cmpvrftrm, daS dem Lande geraubt werden solle. Damit verteidige die Armee nicht -nur -das Vaterland, sondert: auch die wirtschaftliche Zukunft. Dieser Zusammenhang sollte jede::, m erster Linie den Besitzende::, ^bewegen, das letzte Scherflein beizutragen, um dieses histor ische Ringen auch finanziell >zu sichern. Der Minister erbat schließlich dringliche Erl-edigrmg der .Kriegsgewinnsteuer in dieser Sesfton. Er schloß mit dem Wort: Niemand ist ntehr darauf an- geimesen, daß das .Haus 'die ihm von der Verfassung zugewiesene Arbeit verrichtet, als der Finanzminister. Die imgeheuren Ausgaben. die zu löfeit sind, könnte auch der sachkundigste Fiuanz- -nftftfter unmöglich auf feine Schultern nehmen. Helfen Sie uns oei der Wiedeüherstellun-g des Haushalts, arbeiten Sie mit uns, das ist die soechnsucht der Regierung. (Lebhafter Beifall, Hände--' klfttschcn) Rach dem Fiuarrzminifter Uftes der deutsch-nationale Abgeord- TLöfae Packer die Angriffe auf das» deutsche Kolk zurück. Er erklärte: Der Deutsch-Böhme fichlt sich eins mit Oesterreich in diesem Kampfe. Mit der Verwirklichung der uatronaleir Autonomie :nöge dort angesangsr: werde;!, wo ihre sofortige Durchführung iwt-i n»ertestg nnd auch nwglich ist, nämlich in Böhmen. Heraus mit der mrtwnalen Abgrenzmrg, mit der Errichtung von Kreisvertretungen, mit der Selbstverw-aLtmrg von Deutsch-Böhmelr! In den: alten bo1^n.ischen Landtag mit der kirchlichen Herrschaft kriegen Sie die Deutschen von Deutsch-Böhmen, nicht hinein. (Lebhafter Beifall, .Händeklatschen.) Der kroatiscl-e Abgeordnete Laginja erklärte: Die Südslaven wollen die nationale Einigung zwischen den kroatischen Ländern. Wenn der Kroate heute unter Boroewic seine! twtftmaten Grenzen am Jsonzv intiiit seinen ftvveurschur :md serbischen Brüdern so l-eroffch schützt, tut er dies aus der Uederzeugmrg efties edft treuen Voltes heraus, das sich dchfen belvußt isth daß/ seine Vorfahren den Habsburger«: treue ErgAeecheit sclüvvrcu. — Der ^lbgeochnete Neunteufel besprach die aus Grund des Krieges gemachte:: Erfahrungen und die VerhälQnsse tu Galizien. WÄheend seiner Rede, als der Redner auf die Unzulänglichkeit der galizifchen Ortsbehörde hinwies und bemerkte, man kömre, wenn der Feind vor den Toren steht, nicht len Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde er zum Unteroffizier befördert. Schon vor längerer Zeit erhielt er das Eiserne Krmcz wegen, besonderer Tapferkeit vor dem Feinde, indem er aus der seircklichen Stellung einen englischen Offizier holte. Gleichzeitig erhielt er danrals einen achttägigen Heimatsurlaub. Kreis Büdingen. Fe. Büdingen, 14.Juni. Viele Landwirte im otesse-itigon Kreffe versuchen sich der Ablieferung ihrer Ernteerzeugnisse dadurch zu entziehen, das;« sie die Erntesläche viel zu gering angeben, Sse sollten sich klarmaehen, wie verwerflich es ist. das Ergebnis dev E r n L e f l ä ch e n e r h e bu n g zu fälschen, da dieses^ die Grundlage für die Neurationieriing der Lebens- und Futtermittel ^ bildet. Außerdem aber dient die Eruteslächenerhebmrg zum Nachweis^daß das dem Landwirt belassene Saatgut auch tatsächlich zur Saat vcrwcwdet worden ist. Irr allmr Fällen, wo die Anbaufläche nicht dem belassenen Saatgut errtspricht, ist die verbotene Verwmdung des Saatgutes bewiesen. Die betreffenden Landwirte sollen daher zur Rechenschaft gezogen werden. # Borsdorf, 14. Juni. Für die Hind enbn r gspende ginge:: hier, durch die Jungfrauen gesamnrelt, ein: 231 Eier, 33 Pfund Dörrobst, 23 Pfund Hülsenfrüchte,. 28 Pfund Graupen, 45 Pfund Hoüig urrd Gelee, 12 Pfuird Meerettich, 2 Pfund Sveck, 2 Pfund Mehl, IV 2 Pftnrd Butter, 1 Pfund Handkäse, 2 Pfund Zivtebeln, 5,50 Mk. in bar und von den Schulenden: gesamrnelt: ein Faß Sauerkraut von 230 Pftuck (netto). — Die U -Boot- Spende ergab hier den Betrag von 115,30 Mark. # Kohden, 14. Juni. Gefreiter Otto 11 bl in einem Feld- artillerie-Regffnent erhielt das Eiserne ^Kreuz, bereits früher die Hessische Tapserkeitsmedaille. P Nidda, 14. Juni. Am heutigen Samstag, 16 .ds. MtS., hält der Generalsekretär vom Präsidium der Kriegerkameradschaft „Hassia", Hauptmann a. D. Waldecker, im Gasthause .,Zum Gambrinus" einen Vortrag übtr „Was ich an der Front hifr". Das „Kaiserorchefter" hat seine Mtwirkung zur Verschönerung des Abends zu gesagt.^ — Das Eiserne Kireuz erhielt der Schütze Hernrich Reuning in einem Infanterie-Regiment. Kreis Alsfetb. Fc. Von der -Obm, 14.Juni. Mit der Heuernte ist hier überall begonnen Ihr Ertrag ist zufriedeirstellend. Die Kartoffeln haben sich schnell entwickelt und werden bereits gehaacft. Kreis Wetzlar. Fc. Wetzlar, 14. Juni. Bei einem Gewitter schlug der tu das Hans des Arbeiters Klauß m Aßlar und zerstörte die elektrische Leitung. Eft: Brand wurde rechtzeitig gelöscht. Müllers che Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 16. Juni: 20° Reamnur. Airchlir^e Aachrichter« Kirchbcrg. Sonntag, 17. Juni, vorm. 10; 11: Christmck. f. d. weibl. Jugend. — Lollar. Sonntag, 17. Juni, nachm. Iss. — Mainzlar. Mittwoch, 20. Juni, abds. 91 / 2 : Käiegsbetstunde. Dekm: Gußmcmm rind WUssnfchaft. D a^ u: st a dt, 14. .Juni. Die H e s s i s ch e K unstaus- Heilung Darmst adt 1917 ist heute mittag im städtischen ^lnsstellnngsgebläude aus der Mathitjdenhöhe (Künstlerkolonie) eröffnet worden. Dem Ernst der Zeit entsprechend war von einer besonderen Eröffnuupsseier Abstand genommen nwrden. Es hatte sich neben den ausstellenden Künstlern nur ein kleiner^ Kreis von g-laden«: Gästen eingefunden, an ivelche Oberbürgermeister Müller als Vorsitzercker der Geschäststeituing rmd NamÄrs der „Freien Vereinigung Darmstädter ^ckünstler" eine kurze Ansprache hielt. Ec hieß die Erschienenen herzlich wällkonrmen und ft'chrte ans, daß die Eröffnung diesmal in einfackter Weise erfolge. Lhuch der Großherzog als Protektor der Ausstellung, der früher nie einer Ausstellung Eröffnung fernMeb. l-abe diesmal in Rüch'icht aus die ernste Zeitlage von einer Teilnahme an der Eröfftrung abge- seher:. Der hohe »Protektor habe aber dem Zustandekommen der Ausstellung jeine vollste Aufmerksamkeit gewidmet und auch eine namhafte Summe dafür zirr Verfügtmg gestellt. Wenn hier und da «gesagt ^verde, eine KunstmlLstelllmg passe mckft in der gegenwär- tigen Kriegszeit, so Jet das vollständig irrig; dem: es handle sich ic nicht etwa um eine Lnstbarreit. sondern nM eine sehr ernste, wichtige Sache, um ein Kultt'.rwerk zm Förderung der Kämst und gtetchzeittg ,e: es eine soziale Tat, dirrch welche d:e Unterslützung Meter Künstler bennrkt jverde, die durch den Krieg in Not oder Bedrängnis geraten feien. Von diesen Gesichtspunkten geleitet, wur- ben.,Flch :n arwern Rutscher: Kunstzentrai:. wie Berlin, München, Diffsetdorf v : . a. O. Kunst au sstellrrngen vercufftattet. Dankbar an- erkannt nrüsse werden, daß sich wie irr anderen Bmidesstaaten, auch d:e hesfpche Regiev:m g die Förderung der Ausstellung sehr angelegen sein ließ und auch mit der ZeickMmg einer größeren Garantie summe das Werk «unterstützte. Der Redner erklärte weiter, daß er dem Großherzoge schon bei einer Vo-rbesichtignng der Ausstellung den Dank der Künstlersck-aft ausgefprocheti habe und er be- vutze jetzt die Gelegenheit, auch der Großherzoglichen ^iegrernng, dm Kreisverwaltungen und der: Bertretlmgen der ffftif größten Städte »es Landes zu ixcnken die das Unteruehnven durch Zuschüsse und durch dankenÄvarte Mitarbeit zu förderu bestrebt waren. So sei durch das ei «mittige Jlffchnmenwarte: der Ausstellung der Charakter einer wahren Landesäus stellnng gegeben worden, in der nach den bewährten Grrmdsätzen der Darrnstäoter Kunst keine Sonderrrchttmg ausgeschlossen tm:rde gemäß dem Grundsatz: Freie Bahr: dem Tüchtigen. So sei auch zu hoffen, daß die Ausstellung ihre kulturelle iu:d soziale Aufgabe erfüllen werde. (Lebh. Beifall.) Der Ansprache schloß sich ein Rund gang durch die Ausstellung an. — Der heutige Stand der Kohlenforschung. Jin Verhältnis zu der ungehcrrren Bsdeutmrg urrd vielseitigen Verwendung der Kohle im modenren Wirffchaftsleberr ist die Kenntnis über die chemische Nattkr der Kohle iwch ziemlich gering. Wesent- lichs Fortschrttte auf diesent Gebiete Imrrder: eigentlich erst in den letzten Jahren gemacht, «und der lMtige Stand der Kohlmforschung, wie ihn L. P. Otto im „Prometbeus" schildert, beruht zum größten Teil auf den Forschmrgsergebrtissen jüngeren nick jüngsten Datums. Danack) geht der llrsprwrg der Kohle ohire Zweifel auf die Äln- häufting großer Menge:: von abgestorbenen Pslarrzeu aus ftüheren Jahrtausende:: zurück, welche i'.n Laufe der Zeit den Prozeß der Veiüorfnng durchmachteu. Dabei wurde::, höchstwahrscheinlich durch Einwirken von Bakterien, Kohlerffärrre, Wasser und der niedrigsten Kohlenwasserstoff Methan ans den: Urstoff abgespalterr. Die ver- torften Massen wurden durch Verschüttung von der Luft abgeschnit- ten, !ünd da sie gleichzeitig einem starken Druck ausgesetzt ivaren, koimte die sogenannte „Jnkohlimg" unter günstigen Verhältnissen vor sich gehen, tvobe: wahrscheinlich zuerst imsere Braunkohle entstand. Die Frage, ob die Braunkohle sich erst später ft: Steinkohle UmwatckÄte oder ob die beiden Kohlenarl>e:: zu gleichier Zeit nebeneinander entsteüiden, ist auch jetzt noch nicht einseittg beantwortet. UM Stefti- und Braunkohle:: voneftiander zu unterscheiden, ist gewöhnlich keine besondere llntersnckiung notwendig. Es gibt aber für Asusnahmefälle ein sicheres llntersucknmgsMittel. Brcuuckohte wird nämlich in heißer Kalilauge gelbbraun, «nährend Steinkohle sich bei diesem Verfahre:: nicht färbt. Statt der Kalilauge kann man zur lttttersuchung auch Salpetersäure verUAmden, «oelche ebenfalls auf die Steinkohle feinen nennenswerten Einftuß hat, die Braunkohlen hingegen rot färbt. Hinsichtlick) der Zusammensetzung der Kohle konnte man durch Aitalhse feststellei:, aus welche:: Elemente:: sie besteht. Es sind dies: KoUeirsdoff, Wasserstoff, Sauerstoff, sSchroefel Imrd Stickstoff 'in gerftcgen ZYäengen. sowie mftreralische Asche. Wie diese Baumaterialieit der Kohle jedoch miteinander verknüpft sind, konnte bisher mich auf keine«:: Forfchungswege völlig festgestellt Iverden. Der größte Forffchritt in dieser Hinsicht «vurde in letzter Zeit in dem erst kurz vor Kriegsausbruch eingüveihten Institut für Kohlensorschamg ft: Mülheim erzielt. Den Forschern Prof. Dr. Franz Fischer nnd Glnnd ist es gelungen, durch ver- vollkommnete Arbeitsmechvden die exttähierbaren Bestandteile der Kohlen in größeren dlftenge«: als früher zu gewinnen. Be: den Nntersuchuugeu der Steinkohle erhittt Mai: durch BenMlcxtrakkwn 6 J /s Prozerrt e^ttrahierbaae Bestandteile. NackK>em das Benzol durch Erhitämg der geino-nnenen Lösm:g vertrieben war, blieb eine dickflüssige, nach Petroleum riechmcke Masse Mrück. Dirrch Behandlung derselben mit Petroläther schied sich der größere Teil als festm-, brauner, kakaofarbeiwr Körper aus, zurück blieb ein dickflüssiges, goldrotes Oel. Bei diesem Extraktwusprozeß wurde beobachtet, daß die Steinkohle «oesentlich an Glai:z rmd innerer Festigkeit verlor, was sich bei der Exttaktion mit schroefliger Säure «roch deutlicher zeigte. Die schtveftige Säure wirkt aber sozrffageU wählerischer, da sie nur geivisse Stoffe aus der Kohle zieht, haupffächlich die 'Oele. Die Kvhle quirlt durch die Einwirkung der schwelligen Sänn' auf, rmd nach dem Verdunsten der letzteren zerfällt sie selbst bei vvnichttger Berührung z:: Staub. Dies lwweist, daß die fette::, dickflüssiges Oele sehr ivesentlich zun: Zusammerchäng der Steinkohlen beitragen. Durch ein neues Verfahren der. Desttllatiou bei niedriger Temperatur, das denselben Forschen: z:: danken ist, tvurde bewiesen, daß bei dem Verfahren statt des geroöhnlichen Teers Tieften:ver«ttrr- teer gewonirer: wird, der für die Erzeugnisse der Pettoffchmindnsteie überaus wichtig fft. Ein tveiteros' Ergebnis gipfelt darin, daß die Steftikohle durch Einwirkung von Wasserstoff in eine Art Roh Petroleum riberfi'chrt werden kann. ffZßlck die llTrtersmpnng dett Braunkolilaic wurde durch die neuere Forsckwng sehr gefördmt. Man ist demncck) in letzter Zeit auf dem Gebiete der Kvhle::fvrsckm:g cm bedeutetckes _ Stück vorwärts gekommen, :vas nickst nur von rein tvissenfckaftlichcn Stemdpunkt, solMru auch hbrsiastlich der praktischen BerweiLm^r von Kahle rock KohLenpcvLmLten nicht gMucffam gewürdigt tvcrden kann. liefitistvirwertBigsgenosseiseliaftifl Gießfio, Lidwigslr .36 nmrbe als Kommissionär der Landesobststelle für den Kreis Gießen bestimmt. Die LandeSobstelle hat die Ausgabe, die gesamte Obsteente (Beeren, Stein- und Kernobst) zu erfassen und an Stadtverwaltungen, Konsnmenten- vereinigungen, .Konservenfabriken, Lazarette, Kriegs- küchcn usw. zu vermitteln. Kleinhändler und Ladengeschäfte in den Städten erhalten das Obst zum Wiederverkauf durch die betr. Stadtverwaltung, (LebenSmittelamt), aber auch der direkte Verkehr zwischen Selbstverbraucher und Obst- erzeuget ist nicht beschränkt, nur dürfen vom Erzeuger bei Steinobst nicht mehr als 25 kg Brutto und bei Beerenobst nur bis 10 kg Brutto auf einmal abgegeben werden. Diese Abgabe erfolgt nur gegen VeförderungSschein, welcher bei der Obstverwertüngs^ genossenschast anzufinden ist. Obsterzeuger, die ihr eignes Obst in der Stadt oder ans dem Markte absetzen wollen, haben nur den Anspruch aus den Verkäuferpreis, wenn sie ihr Obst pfundweise (Höchstmenge 5 Pfund) an den Verbraucher abgeben. Zur Beförderung dieses Obstes bedürfen sie ebenfalls eines Beförderungsscheius, (rote Farbe) der auch bei der Obstverwertungsgenossenschafterhältlich ist- hierfür ist eine Gebühr von 10Pfg. pro Pfund zu.entrichten Die Obstvörwertungsgenossenschaft stellt in jeder Gemeinde Auftäufer an und zieht außerdem den gewerblichen Obsthandel heran. Zum gewerblichen Obstaufkaus ist nur derjenige berechtigt, der eine AnSweiskarte der LandeSobststcllc besitzt. Antrag aus Ausstellung einer AnSweiskarte ist bei der Obstverwertungsgenossenschaft zn stellen. Der Obstaufkaus durch andere Händler ist ver- boten und strafbar. 4696 Elegante 48T2 1->i.li-Zi>i»>itt-Mh»lliis per 1 . Oktober au vermieten. Näh. Oktober zu vermieten. Ninn, Ost-Anlage 12. 61 t-s-Zini.-Wchlg. nebst Zubehör preiswürdig zu vermieten. 4693 Marktplatz 17. Junger Nausinann für Kontor und Lager zum baldigen Eintritt ge sucht. Uebung im Maschinenschreiben erwünscht 408-, Wilbelmstr. «ulft 4-Zim.» Wohnung, Badeknmmer, desgleichen Friedrich st r. 15 5-Ztmmer-Wohnung, Bade- kammcr und Zubehör zu vermieten. Näheres Frankfurter Strasse 26. 4204 »rbl. «IiistiiN Foruwimis. Zigarrenfabrik, Grasten - Linden U—1-Zimmcrwobn. ainienn. WilhelBistr. 3, II. Ma Schott'fche Weinst.m.Laden . auch z. i. anderen Geschäft geetg., mir od. ohne Wohng. auf 1. Juli zu verm diäh. das. 1. 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