M. IW ZMÄez NM Erscheint täglich mir Ausnahme des SonrnugS. de klagen: .Meiner Mnilienblättef und „Ureicblatt für den Ureis Sieben". PostschrrttsnLo: Kranksutt am Main Nr. N6SL. Vankverkehr: Sewerdebank Gietzen. !üt. Zchrßsriz Mittwoch. 6. Zun! IW ZwillingSrunddruck und Verlag: Brühl'scheUniversttäts-Buch-u.St2'.ldruÄercu R. Lange, Gießen. Zchttftlritnng, GeschaftsstcL- und Drurtrrei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag: Schriftlcilung: 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzcigerGiehen. Ams §LsHt tmb £tmZ>. G letzen, 6. Juni 1917. ** Gr.nAiehu.NN von Silber- und Nickel- tstüuntn. Nach einer ErkLLrnng der Reichisstnauzverwnl- ixauaL tu der Sitzung des Reichstags vom. 2. Mai l. Z. wird von der Reichsleitung erwogen, zur Beseitigung der durch ffiiiffreiävennta von Hrrrtgeld hervorgernsenen Kleingeld not die Silber- und Nickeln: unzen außer Kurs zu setzen u:ä dcvs gewonnene Silber zur Prägung neuer Münzen zu. benutzen; inc Falle der Einziehung werden die alten Münzen keine Geltung späterhin wieder erlangen. Hierdurch Werder die sogemrmcken „Geldhamstett' zweifellos geschädigt. NücksiM auf sie dann aber nicht genommen werden, zumal seit längeren vor diesen unvernünftigen Ansammlungen aewar'ttt worden sei. ,. _ *♦ S to-rr^aphi e. Am 31. Mai ds. Js. konnte die Steno- «ravher^GescNfchcrft Babelsberger und Damenabteilung (E. B- Gichen auf ein 20 jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem. An- lef, vers«WmcLett sich die Mitglieder am Scunstag, dem 2. ds. Äcts., einem dem Ernste der Zeit entsyrechnden Wmmersun Verein- lokal „Zum Gambttnus". Der erste Vorsitzende, Al^ Karnb> ach, gab betb Anwesenden in einer Ansprache einen kurzen Ueberblm über deus Entstehen und die Entwickelung der Vereinigung. Wahrend des vc-rEtnismäßia kurzen Bestehens hat sich dank der rnl-rrgen uro) sachkundigen Leitung die Stenographen-GttcMchatt Gabels- bsraer zu einem der größten Vsereine des HefftschMassamschen Main-Rheingmwerbarches entwickelt. — Aus Dankbarkeit für ferne sr ¥>V*rTtIvtn I liche Kräuter im allgemeinen, jedenfalls als wesentlicher Bestandteil, bergen schreitet die Entwicklung der Reben rüstig vorwärts. Die ~ --- --'e > Blütenansätze sind besser, wie :m Vorfahre, zumal die Wemftocke ' auch lange nicht so stark von Ungeziefer und Schmarotzerpflanzen befalle:: sind. In der Hochheimer Gemarkung klagen die Winzer, daß M 120 SM : Emmi Oswald, Luise Boeck 1. Pr. urw Ehrenpr., Karl Rohm 1. Pr., Fritz Miß 2. Pr. Abt. 100 Silb.: Hemry auszuscheiden. Es ist nicht beabsichtigt, vpn RttMl wegen coce Sammlung der erwähnten Blätter einzurichiten; vielmehr soll die Beschaffung der Blätter und die Herstellung des Tees, soweit nicht in den Bundesstaaten besondere behördlich Maßnahmen in die Wege gelettet werden, den bisher damit befaßt gewesenen Krttfen, insbesondere dem Harrdel überlassen werden Ohne behördliche Förderung werden indessei: die Händler nicht überall in der Lage [ent, die erforderlichen Kräuter- und Blättermengen aufzubringen. Es ergeht daher die Bitte, sie nach Möglichkeit zu unterstützen Dres könnte, je nach den Verhältnissen, dadurch geschehen, daß d:e bereits bestehenden öffentlichen oder privaten Sammelorganisationeu sich auf Ersuchen an der Sammlung beteiligen Auch die Mitarbeit der Schiulen käme in .Frage, soweit die Schüler nicht bereits für dringlichere landwirtschaftliche uub sonstige Arbeiten in Anspruch genommen sind. Auch die jüngsten Klassen der Hilfsdienstpflichtigen und solche Hilfsdienstpflichtige, die zu schwerer Arbeit untauglich ind, werden im Einvernehmen mit der: militärischen Behörden gelegentlich mit dem Einsammeln der genannte:: Blätter beschäftigt werden könne::. Soweit das Bejtrtten der Staats- und Privatwaldungen und die Vornahme der Sammeltätigkeit an besondere Genehmigung geknüpft ist, wird beides nach Möglichkeit erleichtert werden. Hoffentlich werden sich überall hilfsbereite und sachverständige Verttauenspersonen finden lassen, die die Sammeltätigkeit beaufsichtigen und ^Schaden verhüten. Ber Schulkindern wird hreriut, in «erster Lime der Lehrer in Frage kommen. Die Händlerorganisationen werden ihre Mitglieder veranlassen, sich überall dort, wo eine Sammeltättgkeit Erfolg verspricht, an die Behörden Mit der Bttte um Unterstützung zu wenden. Die .Händler find in der Lage, für die Sammeltättgkeit angemessene Preise zu zahlen. Um übertriebenen Preis Forderungen vorzubeugen, sind rrach Anhörung zahl- veicher Sach verständigei> gewisse Mchtpreise für den Verkauf von Tee-Ersatzmitteln festgesetzt worden. Als Sammellohn können na- ttirlich nur entsprechend niedrigere Beträge in Frage kommen. Die Richtpreise können auch für Ersatztees, die aus Obstschalen, z. B. aus Aepfel- und Birnenschalen hergestellt sind, als Grundlage dienen. Landkreis Gießen. ** Alten-Bus eck, 6. Juni. Polizeidiener 'Karl Becker, welcher bereits zwei. Jahre als Gefreiter beim Stab eines Feld- arttllerie-Regiments im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kckeuz zwttter Klasse ausgezeichnet. _ „ _ ** Beltershain, 5. Juni. Der Füsilier Karl Krug in einem Garde-Regiment zu Fuß wurde für sein tapferes Verhalten in der: herß.en Kämpfen in Frankreich mit dem Eisernen' Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Mit ihm ist die Zahl der Inhaber dieser Auszeichnung auf 11 gestiegen. 6 davon sind auch zugleich Inhaber der Hessischer: Tapseckeitsmedaille, welche ebenfalls an 11 tapfere Krieger unseres kleinen Dörfchens verliehen wurde. I hjeim, 5; Juni. Zum Vizefeldwebel befördert wurde Pfingsten der Unteroffizier Wilhelm Reitz in der 2. Maschinengewehr-Kompagnie eines Infanterie-Regiments. Er ist bereits im Besitz des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse und der Hessischen Tapfer- ktttsmedaille. — Mt dem Eisernen Kreuz zwetter Klasse wurde Pfingsten der Grenadier Heinrich Klee, Ordonnanz beim Stab eines Garde-Regiments zu Fuß, ausgezeichnet. b. Nioder-Bessingen, 6.Juni. Das Eiserne Kreuz erhielten: Lehrer Georg Olemvtz von hier, angestellt in Gambäch, Urtteroffizier in einem Feldarttllerie-Regiment, Pionier Karl Keil und Schütze Ludwig Hof mann. Kreis Büdingen. Ä ?flx bbc ^ 5. Juni. Die hier abgehattene Dekanats- s h n v d e wäMe an Stelle des nach Babenhausen versetzten Dekanatsstellvertreters, Pfarrers Weiß Au Wallernhausen, Pfarrer- Wiege l in Bingenheim für den Rest der laufende:: Wahlperiode. /X Nidda. 5. Juni. Aus dem hiesigen Rathaus fand die Wahl zum Kveisausschuß statt. Kommerzienrat H. W. Cloos von hier wurde für den Bezirk Nidda einstimmig wieder gcwähtt. Kreis Wetzlar. tt- Rodheim a. d. Bieber, 3. Juni. Eine hmte-ttiMe, gemeine Roheit ist am 2. oder 3. Pfingstfeiertag morgens an der Rod- heimer Straße zwischen hier und Lkbendstern an etwa 20 Obst- bäumen begangen worden. Mit ei:rem scharfen Instrument sind diese Bäume derirrttg schwer beschädigt lvo-rden, daß die meisten davor: unrettbar erng^en werden. Es besteht der Bett»acht, daß jnugs Burschen aus den: .Hessischen, die, mit Beilen ausgerüstet, beim Morgengrauen nach dem Dünsberg gega::gen sind, um Holz zu machen, den Frevel begangen haben. Der zuständigen Staatsai^ voaltschaft in Wetzlar ist Anzeige erstattet, und es wäre sehr zu wünschen, wenn etwaige Zeugen zwecL>ienliche Angaben zur Er- mittttmg der gemeingefährlichen Täter rnachen würden. Hessen-Nassau. mc. Aus dem Maintal, 6.JUni. Die Roggen- und Gerstenfelder stehm: seit einigen Tagen an: U:ttermain in voller Blüte. Die Haferblüte wird in den nächsten Tagen folgen. Das Wetter ist für die Befruchtung des Getteides das deirkbür günstigste. In der trockenen, leicht bewegten Luft kann der Blutenstaub ungehindert fliegen. Trotzdem wäre aber ein ausgiebiger Landregeü nicht unerwünscht, denn das ausgedörrte Erdreich lechzt nach Wässer, besonders aber die jungen Kartoffelpflanzen hatten Regen dringend Emmi Zecher, Elise Lich, Otto Gaß, Eleonore Seim, Ann: Rohr bach, Karl Hergenröther, Karl Br:chacker, Else Schmitt, Luise Kreuzburg 1. Pr. und Ehrenpr., Marie Haübäch, Minna Deibel, ^oni Schtchenbeäer, Lotte Morch 1. Pr., Jütte Schlemm, Ernst Becher EüÄbekh Trenkner, Anna Dörr, Else Fischer 2. Pr., Johanne Weiß Lobende Erwähnung. Abt. 60 Mlb.: Hugo Noll, Luise Keller. Käthe Demuth, Anna Bingel, Adolf Noll, Käthe Ohr, Anna Engel- l-ardt, Karottne Post, Klara Lehmann, Helene Peter, Pia Grün 1. Pr. m\b Ehrenpr., Gustel Wagner, Öhm Menk, Wilhelm Lettner, Karl WälleNfels, ConstauKe Helm, Lina Volland, Mathilde Reitz, Löm Gauß 2. Pr., Marie Deibel, fct Zirbus, Erich Fortnagel Gefr. Peter Jockel, Minna Bosold, .Karl .Klein, Karl Simon 3. Pr. Euül Decher, Wally Söhne! Lobend:' ErwLhnmrg. ** O effen tli che Bücberhalle. Im Mai wurden 2289 Bänd« Äusgeliehan. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1427, Zeitschriften 207, Jugendschrrften 278, Ltteratnrgeschichte 15, Gedichte und Dramen 18, Länder- und Völkerkunde 40, Külturgeschichte 30, Geschichte mii> Bü-dnaphren 82, Kunstgeschichte 17, Natur- :Wissenschaft und Techuologve Heer- mch.Seewesen 17, Haus- und Landwirtschaft 17, Geftmdhettslehre 4, RcÄgion und Philosophie 27, Staatswisfenschaft 8, Sprachwissenschaft 6, Fremdsprachliches 11 Bände. Nach auswärts kamen 32 Bände. ** Zur Tabak Versorgung. Auf eine Notiz in Nr. 125 unseres Bliattes, wonach von einer der deutschen Tabakzantrale in Minden nahestehende:: Seite erklärt wurde, es seien große Mengen von Tabak für den freier: Handel 'verfügbar infolge Korttingentte^ rung der Heerestteferungen in Tabakwaven, haben wtt eine Zu schrist erhüllvn, die dieses bestreitet. Wir haben daraufhin bei hiesigen .Dabakirtteresfenten Erkundigungen ein gezogen und ec=i fahren, daß «ö sich bei dem für die Zivilbevölkerung zur Verfügung stehenden Tabak z-war nicht um große Mengen hairdelt, daß aber bei sparsanrerem Verbrauch der Bedarf an Zigarren Und Zigarett«: wenigstens bis zum nächsten Frühjahr gut gedeckt ist. Tabakkarün: sind infolgedessen nicht vorgesehen. ** Tee-Ersatzmittel. Kaffee, Tee :md Kakao sind fast volKärchio aus dem Verkehr verschwunden; zur Herstellung von ^iffee-Ersatzmitteln geeignete Rohstoffe stehen nur in beschränktem Maße zur Verfügung, da sie fast durchweg zugleich wichttge Nabrungs- und Futtermittel darstellen und gegenwärttg in erster Linie diesen Zwecken die::en muffe:t. Dadurch! gewinnt die Herstellung von Tee-Ersatzmitteln wachsende Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerimg mit warmen Getränken. Als Tee-Ersatzmittel (ein heimische '.Tees) kommen vornehmlich die jungen gettvckneten und' sodann zerkleinerten (geschittttenen) Blätter der Erdbeere, Brombeere, H-eidetbsere, Moosbeere, Kronsbeere, Preiselbeere, schwarze. Johannisbeere, Himbeere, Stechpalme, .Kirsche, Birke, Ulme, Weide und Eberesche sowie auch des Schwarz- oder Schlehdorns, des Waldmeisters, des Walnußbaumes und des Weidenröschens in Betracht. .. Daneben spielen Lindenblütentee und Fliedertee eine Rolle; diese! nöttg. Auf dem sonnigen Sachsenhäuser Berg, der sich hart an die üben indessen als Arzneimittel besondere W!irku:igen und sind dieser , Stadt Frankfurt anschaniegt, wurden am Sonntag die ersten Kirschen Eigenschaftei: halber btt der §>erstelttmg von Familiengetränken! geerntet. Wenn das htttere Wetter anhalt, wird die Kirschen- ebens o wie P fefferminz, SenneMätter, Fenchel, Kamille und ahn-lernte allgemein in ungefähr acht Tagen beginnen. In den Wttn- in bei: höheren Lagen in dem strengen Winter mancher Stock er- froven stt, doch hofft man, wenn die wttterc günstige Entwicklung anhält, daß der Schaden wieder ausgeglichen wird. ra. Aus Nassau, 5. Juni. Am 5. Februar ds. Js. starb Haupllehrer a. D. Seiher t in Panrcd als Seirior der Nass. Lehrer. Jetzt darf als solcher wohl Hauptlehrer a. D. M ülle r aus Genründen gelten, welcher in diesen Tagen sein 80. Lebensjahr vollendete. Der hochbetagte .Herr hat seine gesamte Dienstzett (52 Jahre) auf dem W!esterwald in den Gemeinden Win::en, Verzahn, Mengenrott) und Gemünden verlebt. verkmr?chteB. Frankfurt a. M., 5. Juni. (WM.). Der Stand bei] Kartoffeln im ganzen Rhein- und Maingebiet ist vorzüglich und btt wtttem besser als in: Vorjahre. Allen Anzeichen nach wird die Reife der .Frühkartoffeln erheblich frlcher erfolgen als int vorige:: Jahre, :vo sie bekcrnntlich erst Anfang August ein setzte. Mark Oberdorf,5. Jm:i. (WM.) Fliegerleutnant Oskar B eh r ist Mit seinem Flugzeug vor den Augen seiner Mütter abgestürzt und erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf verschied. * • * Was ist Wahrheit? Nachstehende Erzählung entnehmen wir den: neuesten Band >der bttannten und beliebten „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" (Union, Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart). Der 1618 verstorbenje e::glische Geschichtsschreiber Walter Rateigh war mit den letzten Blättern sttner Weltgeschichte beschäftigt. Nach langer, ermüdender Arbeit ging er ans Fenster, um frische Luft zu schöpfen. Da sah er zwei Leute, die nach kurzem Wortwechsel anttnander gerieten, ncti gehörig verprügelten und dann schimpfend auseincnchergingm. Eine Viertelstunde darauf besuchte ihn ein Freund und sagte: „Ich haue gehört, daß hier ttne furchtbare Prügelei stattgefmiden hat/ Ra- lttgh erwiderte: „Es war nicht so schlimm, ich habe von Anfang cm zugesehen." Es dauerte nicht lauge, als ein alter Bekannter Sir Walters erschien. Aufgeregt fragte er: „Was ist hier geschehen? Vor dttnem Hause ist ein Mann erschlagen worden." Raietgh erzählte zum ztoetten Male den ttgentlichen Vorgang, da kam tin Dritter atemlos gerannt und schrie: „Um Gottes wttlen, hur srnd Ströme Bluts geflossen . . Der Erregte war mit seinen Fragen noch nicht wttter gekonunen, als ttn bis an die Zähne bewaffneter alter Freund Walters erschien und aus atmend ries: „Der Herr sei gepriesen, du lebst? Ich kam, um dich zu schützen: die ganze Städt ist voll davon, daß man sich in deinem Viertel mordet, daß schon Hunderte gefallen sind." — Bettoffen wachte sich Ralngh :mch abermaliger Erklärung an seine Freinüx mit bei: Worten: „Und ich will Geschichte schreiben, ich will erzählen, was vor Jahrhunderten geschehen ist." Plötzlich ttat chm der Gedanke, daß es Deine Wahrheit in der Geschichte, gebe, vor die Seele, uch ui feilten: Unmut faßte er den Entschluß, ging lßn und warf ]eine Weltgeschichte ins offene Kaminfeuer. Was würde Stt Walter Raleigh mtt den bewußten Lügenberichten Eduard Greys und ferner Gesinnungsgenossen heute tun? Aiechliche Nachrichten katholische Gemeinde. Mittwoch, 6. Juni, nachm. 5 u. abds. 8: Gelegenh. z. Hk. Deichte. Donnerstag, 7. Juni (Frohnlttchnamsfest), vorm. 6 l / 2 : Gttegenh. z. hl. Bttchte; 7: Hl. Messe: 8: Ansteil. d. hl. Kommunion; 9: Hochamt m. Prozession; 11: Amt, Militärgottesd. Nachm. 2 : Festand. m. Segen. Spieiplmt der vereinigte« zranffurter 8 t«dtcheater. Opernhaus. Donnerstag, 7. Juni, abds. 7: „Falstaff". Frtttag, 8. Juni, abds. 7: „Das Drttmäderlhaus". Samstag, 9. Juni, abos. 7: „Der Postttlon von Lonjumeau". Hieraus: Tanzszenen. Sonntag, 10. Juni, abds. 7: „Die Zauberflöte". Montag, 11. Juni, abds. 71/2: Sondervorst f. d. kriegsbeschäst. Arhtttersch. „Martha". Dienstag, 12.J::ni, abds. 61/2: „Lohengrin". Mittwoch, 13. Junr: Geschlossen. Donnerstag, 14. Juni, abds. 7: „Orpheus u. Eurydcke". Zchauspielhaur. Donnerstag, 7. Juni, abds. 7y 2 : „Minna von Barnhelm". Freitag, 8. Juni, abds. 71/2: Zwttte Vorst, im Zyklus Shakespeare- scher Lustspiele. Zum ersten Male. „Wie es Euch gefallt". Samstag, 9. Juni, abds. 71/2^: „Wie es Euch gefällt". Sonntag, 10. Juni abd^. ?:/»: Zum 75. Geburtst. Ad. Goltzes. „Alt-Frankfurt". Montag, 11. Juni, abds. 71/2: „Wie es Euch gefällt". Dienstag, 12. Juni, abds. 71/2: Dtttte Vorst, im Zyllus Shakespearescher Lustspiele. „Viel Qärn: um Nichts". Mittwoch, 13. Juni, abds. 7U 2 : „Der arme Narr". Hierauf: „Der Damenktteg". NnrvevfitätS-Nta&Uhcatct* Die Wmffchlmer Zttndellc. Schauspiel von Gabriele Z opo lska. Man gewinnt htt bitten: Stücke, zu dessen Erfolge ttne ge- toisse ?lktualität sicherlich mit btt getragen hat, unfehlbar den Ein- drirck: hier ist ttn gewiß nicht uninteressantes Problem theatralisch geschickt, aber psychologisch zu oberflächlich behandelt worden. Schären wir erft das Problem an sich heraus. Ein schwärmerisch veran- lagb« Pole hat weg«: polittschor Umtriebe ttn Jahr als Gefangcirer Adtt Warfckxruer Zitadelle verlebet: müssen. Die Einsamkeit des '2ie;anguisfes, die Seelengual der hochwtpeinlichen Verhöre eitles gewiegten Seelnckeimers haben feine hochsliegenden Pläne und seine ^iDerstandskraft^ niedergebrock)«:. Als er die Festung verläßt, ist er Gefangener seines Ehreilwortes, sich nicht mehr in polittsche Propaganda einzülassen. U:ü) dieses Ehrenwort hat er dem führenden Obersten gegeben, der dem wertvollen Menschen den Wert des Staatsgedaükens nahebringen will. Lassen tinx einstweilen, die Intrige beifeite, die dem Unschuldigen den Anscheiu gMt, als habe er sein Ehrenwort gebrochen, so finden wir die Fortführung des Hauptproblems erst in den Schlußszenen w:eder. Gorsk: soll , von sttner Braut Mschftb nehmen, die nach Srbrrren verschickt wird weil sie sich tatsächlich mtt politischer Propaganda befaßt hctt. In bitter ALsckslußjzene zeigt es sich, daß Anna.nur den Garski von früher liMe, der sich politisch vergangen hat, und den, ..rn dessen neuerliche Schuld sie glauben mußte. Den unschuldigen, der durch Nichtantttlimhme die früheren gemttusamen Ideale verraten hat, läßt sie kalt der verächtlichen Freiheit ent-, «egen gehen. In brefem Lllrgenblick erkennt GmM, daß er ent- Wwrzttt fft, seine Braut hat er verloren, dien Zusammenhang mit seinen Freunden hat er verloren, dem Staatsgedcnckerc des Fremdvolkes kann er sich nicht uitterord-nen. So bkttbit ihm nur ein Weg, den er sich erst gewaltsam öffnen muß, der Wieg nach Sibirien, um inneren Halt und den Glauben an sich seWst znrückzn gewinnen. Und so springt er dem Obersten en Braut gefährlich A: werden. Danttt aber nicht genug, soll dies Lärvchen einem wenn auch russischen Offizier so den Kopf verdrehen, daß er seinem Nebenbuhler Ftttungspläne ins Haus schickt und anoupm die polttffche^ Poliztt^ benachrichttgt, ditte Pläne seien btt feinem Gegner zu -finden. Es ist dies ein starkes Ansinnen selbst für ttnen ganz versoffenen russischen Dffizier, mehr aber noch für den Stndeitten Gorski, dessen Liebe zu seiner Braut attttn seine innere Wandibung zum Schlüsse herbttführt. Es kam: demnach für die Wahl bitter Intrige nur die Theater- Wirkung maßgebend gewesen fein. Und so sehen wir denn auch bitte Intrige, der imnverhn: noch die Msichjt zugestanden sein soll, ganz allgemein die Folterqualen der hochnotpttnlichen Verhöre zu veranschaulichen imd die fttne Gestalt des untersn-chend«: Obersten einzusiNren, den breitesten Räum im Stücke ttnnehmen. An wirksamen Effekten ist dabei gewiß nicht gespatt. Nach dem Gejagten können wir es uns ettparen, auf wttter« Ernzekhttten b& Stückes ttnzugahen, da diese Untersuchung nur imm«r das gKMle sttt- stell«: könnte: starke Theatettpirkung auf Kosten psychologischer WährschttillichZttt. Dir Aufführung selbst war entschieden anzuerkemnn, zumal die recht schwierige Spiellttllmg, die Hofrat Stein goetter selbst nbernomme:: hatte. Nicht weniger als 24 handelnd« Perfvnen sind im Pettonenverzttchnis wrmentlich aufgttühtt. Die 'Hauptrolle des Student«: K!asrmir Gorski tvar Adolf Falken sugttallen, der sich sttner großen Aufgabe mit großem Geschick entledigte und zumal die stuiume Seeleiwual des von sttnen Freunden unbewußt u:ck> von den: Obersten bewußt orsiwarteien Baumgarten und Leihgestern tu der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn versteifen. Weitere Auskunft erteilt Grohh.Forftwart MengcS ui KorsthauS Baumgarten. Giessen. den 5. Juni 1917. l44186 Grossberzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. Nutzholz-Verkauf. Das uachverzeichnete, im letzten Winter gefällte Nutzholz soll aus dem Wege der Submission verkauft werden. Gebote und verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmttsion" bis fvüteffens den 9. Juni l. Js.. nachmittags 3 Ubr, bet Unterzeichneter Stelle einzureichen. Ocffnung der Gebote erfolgt am 9. Juni, nachmittags 3 Uhr, im Rathaufe zu 2ich. Die Verkaufsbedingungeu, denen sich die Käufer mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, liegen bei Grob» berzogiirtrer Bürgermeisterei büch zur Einsicht offen. Nähere Auskunft erretten auf Wunsch die Unterzeichnete Stelle sowie die Grohherzogliche Oberförsterei iüch. Das Holz ist mit der Rinde gemessen. Wegen Borzeigen des Holzes wolle man sich an den Jorstwart Ftndt in Lick) wenden. sichten-Stämme: i. Klaffe 2 Stuck, Fstm. 9.r6. 2. Klaffe 1 SlttL Fstm. 3.20.- 3. Klasse 35 Stück, Jstm. 67.19 ^ 4 Klaffe 41 Stück. Fstm. ffL59; äs. Klaffe 35 Stück Fstnr. 26,13; 5b. Klaffe 21 Stück, »yftm. &59. Wcvmoutskiefcr-Stämmc: 4. Klaffe2Stück, Fsrm. 1.47. Hainbuchen'Stämme: 3. Klaffe 2 Stück, gstm. 0,96; 4. Klaffe 23 Stück. Fstm. 10M; 5. Klaffe 28 Stück. Jstm. 9,19; 6. Klasse 84 Stück. Jstm. 17,59. Eicheu-Schnittbol- : 2. Klaffe 3 Stück. Jstm. 3,14; 3 Klaffe etwa 20 Fstm.; 4. Klaffe etwa 30 Fstm. Liudeu'Stämme: 2. Klaffe 1 Stück. Fstm. 115:4. .Klaffe 3 Stück Fstm. 2.79: 5. Klaffe 4 Stück. Jstm. 161; 6. Klaffe 2 Stück. Fstm. 0,51. Ach, den 34. Mar 1917. Grohherzogliche Bürgermeisterei Sch: Dörmer. Gothaer 'dtebensCersieherun \gsbantt auf ffegenseitig beit. Bisher abgeschlossene Versicherungen: 2 Thiiiiarden 2/0 £ Mi((ionen ftlarit. Kr iegs vers ich er u tuj 4885c mit alsbaldiger Auszahlung der vollen Summe im Todesfalll. OO Neue vorteilhafte Versicherungsformen. OG? Vertreter Gebrüder Julltnann, Güssen, Grabenstrasse 7. Gewinn-Auszug der 9. Preusslsch-Siiddeutscben (235. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie 6. KJaase. ft, Ziehun«sia^ L. Juni 1W7, Aut }(d« fetoitiit Ramaw tind rrtl gleich hohe tJe- wIä»# gofelion, and »war Je einer aaf die Loa« HcHimer la dH beide« ibtatlngw I aad U (Oha* Gewehr.) (Nccbdruck verboten.) ln der VormittafCBciehimR wurden Gewinne Ober 240 Mark gerogen. 3 Gewinne zu 60000 M 78480 4 Gewinne zu 30000 M 74364 229490 8 Gewinne zu 6000 M 67643 106399 153963 64 Gewinne tu 3000 M 5069 6087 10660 22471 22984 31335 37002 47862 64927 67039 67612 77245 81281 86216 97906 112292 118060 134466 139674 146996 149616 166067 166121 176463 188401 196103 198682 202098 212107 216970 224495 532039 128 Gewinne zu 1000 M 14167 17755 21064 26282 33560 38127 42922 46806 46226 69310 67340 69816 70228 78472 70490 79829 80195 81376 88128 90766 91871 92950 97798 98139 100665 102972 103980 104367 106791 108082 112835 127717 129397 131756 132521 137854 148709 153502 155220 155688 168405 168301 161366 164574 155913 168281 174202 176364 178478 177756 180367 181933 187644 191262 196256 167669 203046 204403 216976 222761 226396 228469 229051 233997 188 Gewinne tu 500 M 6669 57-68 7182 9611 12803 18743 33410 27427 32540 32612 33972 84033 56565 39663 45095 49642 50923 61259 53188 64071 65843 56020 56418 67250 68363 68627 60184 67033 67815 68439 88456 76273 77745 81690 86841 93532 97257 103174 106943 117130 124697 125417 129531 133188 134368 137365 138648 140210 141208 144139 145632 145704 148760 161664 1638.14 154390 166896 157012 161677 166283 166809 167736 173702 179983 181328 183391 185387 190199 1926SÄ 192905 197226 109654 200698 211411 218403 218536 221825 22231C 228006 226722 226741 231136 231228 232433 In der Nachmlttansziehunjt wurden Gewinne Uber 240 Mark geiocen. 2 Gewinne zu 3000 M u. Prämie 200000 M 160030 10 Gewinne zu 5000 M 16314 20670 130583 130700 182410 20 Gewinne zu 3000 M 25333 82207 79725 91919 98951 100586 105385 119933 120009 157264 175863 219926 221986 62 Gewinne tu 1000 M 15517 22972 24103 23933 29790 31479 40043 49824 66332 82367 95319 103221 110928 116052 127662 144257 150003 154015 162381 207011 209147 216017 217809 228273 228209 230567 98 Gewinne zu 500 M 132 6511 13525 1624c 26211 26659 31665 37021 40735 46088 60612 69764 50656 78729 80246 82026 83155 88444 89231 92184 *8017 105113 105899 106278 107496 116178 121182 133558 138968 139481 150570 160931 154917 165015 L58420 161603 1068<78 170706 171017 176921 183869 184438 187425 193077 197201 203427 206688 216581 2*2808 Herzog). Braunschw. Baugewerkschule Holzmlude» e TÄ ,rt Hochbau "*Sr- Tiefbau fMBaK/uflterrVfet 2. flprU. Reifeprüfung. CDIntcrunterrlcJjt IS. — all 8« KtelfL Preu*. LAuaewekAStzuUN. OST Pferd. “TBS Wegen Einberufung zum Militär eineSjäbr. dr. Stute lüirka 1300 Psd.) billig zuverk. Friedr. Herr, kraLksodaed, Kreis Biedenkopf. _434Ö Jg. 3. Kissen, sowie Selb Hniterh. zu verkaufen. 03478 Crednerstrasse 18. Spargel täglich ztveimal frisch. 3884 W. Mn.»bei, Neue Baue 7. Tel. 612. Wer probt, lobt den 8844 Worica- Treibrienien ! I Bewährt u. bele£scheinfrei. Proberiem. geg. Naclin. dir. v. Fabrikanten Gg. Engler, Nürnberg, Winklerstr. 18. Grasmähmaschine gebrauchte, für 2Pferde, mit Neservemeffer und Schleifstein bat abzugeben L. Hauback, ^oberstrahe 2. Cut erijdl. Wherd kaufen, rga r bnrger Sir. 103II. Holsüeitstslle nt. Matratze zu verk. Waüiorsir. 24 I. [03471 Gebrauchter gröberer MMgeieuW zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. u. 4402 a. d. Giess. Anz. Alle Sorten SLeLs. Faofetieh, Wagendaefeen. Zelle kauft M. Trouik, Nord-Anlage 3. Komme auch nach auffe rb. om9 Säcke Kaufe alle Sorten ce- brauchte Säcke, Sack- lumjpen und Packtnch, Zahle die vorgeschriebenen Höchstvreise. Bei Bestellung > genügt Postkarte. 103241 M. Mühlstein, Sackgrofibaudlung, Giessen, Selter St»ea 88. HA für gebrauchte Niöbel. Kaufe auch ganze Hausbaltungen. L. StoaenzweiR, f,.v, 7S Giessen, Selteröweg 581. Gründl. Unterricht in 84 Maschlnensctipeilien Stenographie Buchführung u. allen Handelsfächern. Ttges- iLilh8aä?snrse Honorar nenati. Hk. 10.- Knrsdsuer nach besonderer Vereinbarung. Anme dang täglich. Kostenlose Stellenvermittlung. Franzis;;! & Ca., GieOea Goethestr. S2. Tel. 2084. B ad HersfeSd iu SZteees-Naseaa. (Kurzeit v.l.ß. bis l.lOi) WosserfersaBd darch t! LaUasbrmmea-SssslIseharE.Ü Her/orrag. bewährt bei Magen-, Darra-.Leber- und Gallenstein- leiden,Hämorrhoiden,Fettleibig- keit,Gicht-u. Zuckerkrankheiten AojBkunft erteilt der Mag>.trat. Versteigeruug. Donnerstag, den 7. Juni, nacl'mittagS 3 Nür, sollen im ffadt. Pfandlokal Seltersweg 11 daliter die wegen rückständiger Gemeindesteuer und Kanal- gebühren gevsändetenGegen- stände versteigert werden. 4344 Kessel , Psandmeister. .ßüützkUhßölk § Caßhiuis pr Lindt in Zilciu-Lindeu ist ander- weit zu vermieten oder zu verkaufen. In demselben wird neben Gasttvirtschast eine gutgehende Spezerei- marenbandlung unds>riseur- geschäft betrieben. Näheres Bureau Necht>-anwalt vr. 8poLr. Neuen Baue 25, H. Cut bürflcrl. AbeirStisiii gesucht. Pension bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 03466 an den Giess. Anzeiger. Fianlno von gewandtem Spieler sofort zu mieten gesucht. Schr. Angest nach tt ». Pr Sandrdüipnc inpffehlt sich Installateure Kiiuermova, Wollengaffe 17. i Stfadeist aefucht zum Urner» richten eines Obertertianers in Latein uirc^ Jranzvsttcü> Schrift!. Ängeb. unter 03475 an den Giessener Anzeiger. ßüliiieraiipn umi üorniiaut verschwinden bald nach Gebrauch von Karn** 4270 Hiihnrrau^emnrttkln Zentral - Drogerie Schal§trasKe. igarettem direkt von der Fabrik xey rk OrlElnftlpreliM "TBS ISS Zlye^eti. Kleicv. 1,« 179 101 „ .. S „2.59 !03 .. .. 4,8 IM .. .. 8.2 .,4.62 VvrsLnd nur >«LQ>r- !>Lbw6 von 300 Ltüek an. prima Qnalitäten \ .. iiydrrßü iy 0 b. 260 d 1 l<.p.W 1 lD G. m. b. a. KÖLN, Ehrenetrasse 34. Telefon A 9068. l"'v fläh-lilite jmeef D.R. Ä.M.-t-B«trnl. k. I. Sflerr. n. I. ungar. Patent. ?.edrc leineig.Ncpa« ruteur i Sie niUU SteppUiche r»«r eine nahenasch. trrfind-rng. um Leder. Felle, Leinwand usw. mit der Hand zu nähen. Zum Reparieren von Sch»Im», «cichirr., Sätteln, Seacl». geller'. Treibriemen, Fahrrad- Mänteln >,im. Preis per Stück mit 8 verschiedenen Nadeln und Faden Mh. 3.30 unter Nach». Porta u. Bcrpack. frei Ständig viele Aner'ennungen. I Mao beachte : I «9utD»r 7,. iMbektkessllched * - vSrlöiCöU'obtiic!! O „Uaasl" ist ous Metall (Irin Uifen), daher solid l 3 »8ulvek" hat Me handlichste • unt» lürzeste tzo^m und tLnnm deShald Sdwdc wi'klich damit repariert werden! 4 ..glNoel" hatHcsr aelakrrte - Mclallsznrle. deshalb kein Verwickeln ii. filbtvöen deS FadenS! K hat i-HesteinenNadel- dehälterl.,JnweI^' kann deshalb niemals mit billigen hölzernen oder metallenen Nachahmungen verglühen werden, die alle kaum einen atnfl|ir Vorzüge brsiyen I 0en*cabDcrtri(b g.Höpsl. München 70 ftottatebtinahr X (274488)