Kr. M SDfc E!eh«nee H«zel-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GietzenerFamiliendlattcr; Kreirdlatt kür den Kreis Gietzeu. vrzugspreir: monatl. 90 s fM„ viertel- jährl. Mk. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Ps.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: st'ir die Schrist!eitung112 Verlag,Geschästsstelle51 An.schriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt V fr M. Jahrgang enerAme Nüüvoch, 21. )uni m Postscheckkonto: Kranksnrt a.ül. 1X686 General-Anzeiger für Wecheßen Ssnkverkehr: Gewerbedant Gießen Lwilktngsrunddruü «.Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch. «.Strindruckerei «.Lange. Schristlettung. Seschästrstelle «.Druckerei- Schulsrr. r. I'.nnahme oo.c 7!nzetgr.. '. die Taqesnummer bis um Nachmittag vorher, oeilenvreir, s. Anzeigen:, örtlich 20 Pf., V/r-- »Nietungen u. Stellenge-- sucheloPf., auswärts, 25 Pf., b. Plahvoffchrift 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 96 Pst Hauptschristletter: Aug.. Goetz. Verantwortlich! für Politik u.Feuilleton: Aua. Goetz, Stadt ui d- Scnw, Vermischt esu«Gc * richtssaal: Fr. N. Zenz.« Auzeigenleil: H. deck, sämtlich in Gießen. l 8M ILalitzMr Wich des Zuganer-Tales gefv . i Juni. (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. • Längs der Fwnt bekämpften sich Sie Artillerien, stellenweise unter großem Mrmitionseinsatz. Gegen die Jnfanterie- stcllungen richtete sich die Feuettvirkung nur in einzelnen Abschnitten zur Vorbereitung von Erkundurlgsstoßen, die mehrfach zu Grabenkämpfen führten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei V a u x a i l l o n lag starkes französisches Feuer auf den seit den Kämpfen vom 20. und 21. Juni fest in unserer Hand befindlichen Gräben. Nach lebhaftem Feuerkampf griffen die Franzosen nordwestlich des Gehöftes Hnrtebise die.von uns neulich gewonnene Höhenstellung an. Der Gegner drang, trotz hoher Verluste, die seine Sturmwellen in unscrenr Feuer erlitten, an einigen Stellen in unsere Linien. Sofort einsetzender Gegenangriff warf ihn zum größten Teil wieder hinaus. Die Artilterietätigkeit war auch in anderen Abschnitten der Aisne- und Champagnefront bei guter Sicht recht lebhaft. Ein eigenes Stoßtruppunternehmen südöstlich von Tahure führte zu beabsichtigtem Erfolg. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Besonderes. * Rittmeister Freiherr von Nichthofen hat an den beiden Letzten Tagen seinen 54., 55. und 56.. Leutnant Allmenröder seinen 36. Gegner im Luftkampf besiegt. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Südwestlich von L u ck und S t r i pa lind D n j e st r hält die rege Gefechtstätigkeit an. Mehrfach wurden russische StreiftMeilungen verjagt. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. In Vorftldgefechten behielten die Bulgaren die Oberhand. Der Erste Generolquartiermeister L u d e n d o r f f. * Der Abendbcricht. Berlin. 26. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Fronten sind keine grö tzer e n Ka mpfha n d l un - gen gemeldet. Es war noch vor einigen Monaten von verschieb o en ften Seiten davor gewarnt wo,rben, die Fragen der auswärtigen Politik, besonders die Stellung zu des Reichskanzlers Friedeusztolen, mit der inneren Politik zu verquicken. Auch imr hatten das ausgesprochen und die verborgenen UnsachlichSeiten, die Heimlichkeiten, gewisser Abneigungen als ein Uebel bezeichnet. Jetzt aber hat ein breiter Strom die Mauer durchbrochen, die die beiden Gebiete der Politik trennt, indem die Sozialdemokratie unter der Führung Scheidemanns gantz offen erklärt, daß ein glückliches Kriegsende erheblich von den innerpolitische:: Geschehnissen abhängig sei. Wandlungen in der inneren Poltrig die vielberufene „dieuorientterung"", waren Mar bisher schon mehr oder weniger notwendige Schritthalter be4 >trieges, aber es war doch noch niemand eingefallen, bei solchen Wünsche?: und Forderungen sich so ungeschent auf das Gebot des Auslandes zu berufen, wie es jetzt Scheidemann getan hat. Der Reichskanzler selbst, der die „Neuorientierung"" einleitetc, hat in einer seiner Reichs- tagsreden abwehrend dem Auslande entgegengerufen: „Wo wir von etwas zu befreien sind, da befreien wir uns sollst."" Darf Herr Scheidemann sich auf dieses Wort stützen, wenn er meint, nur die alsbaldige Demokratisierung Deutschlands bringe uns dem erwünschten Frieden näher? Nein, das war die Meinung des Herrn v. Bethmann Hollweg doch wohl nicht. Es lag doch etwas deutscher Stolz in seinen Worten, der die Einmischung, Anmaßung des Auslandes und die Verleumdung des Deutscher: Reiches zurückwies. Scheide- mann aber will ganz offen, vor aller Welt, seftstellen, .daß das Ausland, döjß die Wilson und Lloyd George recht hatten, als sie unsere Staatseinrichtungen verketzerten und damit die Völker gegen uns verhetzten. Gegen volkstümliche Revision«!: unserer Verfassung uns zu wenden, wo die große Zeit ein eindringlicher Lehrmeister gewesen war, liegt uns ganz ferne. Selbst England wendet sich ja einem ähnlichen Beginnen zu, indem es die Bezieh ring en zu seinen überseeischen Besitzungen politisch neuordnet und die irische Verfassung dreht imb wendet. In stocksteifem Konserve tis- nrus stecken zu bleiben, kann wahrlich nicht die Parole sein. Wogegen wir uns aber Wender: müssen, das ist der Hinweis auf die „Meinung" des Auslarrdes. Oder vielmehr auf die wohlberechnete Agitation des Auslandes. Was wird die Wirkung des Scheidemannschen neuen Aufrufes bei Öfterer: Feinden sein? Werderr sie es bedauern, werden sie ihre Felle wegschwimmen sehen, wer::: wir tatsächlich! im Stile Scheidernanns an die „Demokratisierung" hevan- tteten? Nein, sie werden sich vielmehr'freuen. Sie würden triumphieren, daß jetzt die Beweise für ihre richtige Auffassung erbracht seien. Sie würde:: viel- tausendstimmig wieder beit Ruf an stimmen, daß wir aus Schpxicke und Angst das „letzte Mittel"" versuchten, der „StraL"" zu entgehe::. Der „Vorwärts"" ist in seiner Dienstags-Nummer bemüht, den durch Scheidemam: gebahnten Weg ins Dickicht mit einigen Axtbieben zu säubern. Aus dem Willen und der „Meinung" des Auslandes, auf die der joUaldernoLoatijche Führer sich, doch berufen hat, nracht er willkürlich neun Zehntel des deutschen Volkes. Das Matt schreibt nämlich: „Wenn nun neun Zehntel des deutschen Volkes der Ueberzeugung sind, daß diesem notwendigen Siege Hemmnisse ärtgegenstehen, die im inneren Ausbau unserer Verfassung ihre Wurzel haben, wer wollte, wer dürfte sie hindern, sie zu beseitigen?"" Nein, neun Zehntel'des deutschen Volkes wird Scheide- mann nicht überzeugen. Wer ist so naiv, zu glauben, daß nach unserer Denwkratisierung Frankreich auf Elsaß-Lothringen verzichten, England seine Machtinteressen preisgeben würde? Scheidemann gibt selbst zu, daß dann die feindlick)en Völker erst ihre Regierungen Umstürzen müßten. Glaubt jemand bei uns, daß die Vertrauenserklärungen in der französischen und der italienischen Kammer nur darum abgegeben worden seien, weil wir in Deutschland noch nicht demokratisiert sind? Der „Vorwärts"" hat noch ein besonderes Lockmittel. Er schreibt nämlich, Deutschland würde bei Befolgung des Scheidemannschen Rates nicht nur bessere Aussichten auf baldigen Frieden erhalten, sondern auch „bei den künftigen Friedensverhandlungen eine bessere Position haben"". Den Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung bleibt der „Vorwärts"" freilich schuldig. Wer glaubt es ihm? ScheidemannS Politik kehrt ganz zurück in die verkehrten Bahnen, in derwn vor den: Kriege weite Kreise der Deutschen sich bewegten. Wir dachten, die Mehrheit d^r Deutschen habe die Bewunderung alles dessen, wäs vom Auslande kommt, die Nachäffung ftemden Wesens und fremder Einrichtungen endlich äbzustreifen gelernt. Und hier nun der bedenkliche Rückfall! Wer will es leugnen, daß diejenigen, die vor dem Kriege allzu eifrig unsere inneren Zustände benörgelten und systematisch herab setzten, Herrn Wilson das meiste Wasser ans seine Agitationsmühbe geliefert haben? Soll es auch jetzt noch'nicht gemrg damit sein und ist nicht eher der Gedanke zu bevorzugen, oen die „Post"" heute äußert, daß Deutschland seinen Sinn richten sollte auf die Schaffung einer deutschen Organisation, die ihr oberstes Ziel sähe in systemat:sck)er Belehrung des Auslandes über die innere Lügenhaftigkeit der feindlichen Phrasen? Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. W i e n, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver-lautbart: Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Am 25. Jrrni haben Kaiserschützen und Teile de§ west- galizischen Infanterie-Regiments Nr. 57 nach gründlicher Vorbereitung und mit wirksamster Artillerieunterstichung die auf dem Grenz rücken südlich des >Suganer-Tales noch in Feindesland verbliebenen Stellmrgsteile in tapferem, zähem Kampfe voll wieder genommen. Alle Gegenangriffe des Feindes scheiterten an der tapferen Haltung unserer Besatzungen. Bisher wurden hier 1860 Mann an Gefangenen, darunter 44 Offiziere, eingebracht. Der Chef des Generalstabes. Die Mmpfe im Vesten. Berlin, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich) An der flandrischen Front herrschte am 25. Juni rege Artillerie- u:tt> Fliegertätigreit. Die deutsche Artillerie setzte mit beobachtetem guten Erfolg die Bekämpfung der englischen fort. Feiirdliche Bewegungen und Ansammlungen wurden gestört. Schweres Fernfeuer rief in Armmttieres zahlreiche Mnnitionsbrände und einen Fabrikbrand hervor. Auch in Ipern wurde eine große Explosion mit nachfolgendem Brand beobachtet. An der Ar ras front fanden in der Nacht zum 25. Juni sowie in der Nacht znm 26. Juni mehrfache Patrouillenznsoirrmenstöße ltnb erbitterte Gefechte kleinerer Abteilungen statt. Deutscherseits wurden mehrfach Gefangene eingebracht. Die Engländer suhlten nach anhalten- dem Zer stör ungsseuer mit Patrouillen bis zu Konrpagnie- stärke gegen den Lensbogen vor, die im allgemeinen abgewiesen wurden. Ein bei Givenchh um 11 Uhr abends in den deutschen Graben vorgedrungener englischer Stoßtrupp wurde sofort hinaus geworfen. Westlich Fontaine gelang es den Engländern am 23. Juni, überraschend in Kompagniebreite in die deutsche Stellung einzudringen. Sofort einsetzende Gegenangriffe hatten Erfolg. Der Kampf ist noch im Gange. An der Aisnefront opferten die Franzosen erhebliche Menschernnassen für die Wiedererobernng der Bergnase nordwestlich von Hurtebise Ferme. Die Opfer stehen in keinem Verhältnis zu de:: erzielten Gewinnen. In der West-Champagne war bei sehr guter Sicht die Artillerie- und Fliegertätigkeit rege. Schwerstes französisches Flachfeuer wirkte weit in das Hintergelände der deutschen Stellungen. Die deutsche Artillerie nahm mit bestem Erfolg den Kamps gegen die Franzosen auf. Zahlreiche Brande und Exploftonen wurden beobachtet. Der bulgarische Bericht. Sofia, 26. Jam:. (WTB.) GaclwttstaLZbericht vom 25. Juni. Mazedonische Front: Lebhaftes Attillertefeuer im Eerna-Bogen und südlich von Doivan. Drei mit Maschinengewehren ausgerüstete englische Kompagnien rückten gegen unsere vorgeschobene:: Posten bei Brest, nördlich vom Dorfe Doiran und vom Doiran^ee vor; sie wurden jedoch durch Feuer verjagt. An der unteren @tntma Scharnlützel zwischen Wachabteilnngen. Bei Gnk- koej lvnrde eme halbe en-glische Kompagnie durch Feuer vertriebcu. Boi EnMwchü zerstrmte «ne bulgansche EMndungsabtettm ^ eine berittene, von Radfahrern begleitete englUck-e Abtettuirg und erbeutete Fahrräder, Gewehre mtb mrderes Kriegsmaterial. Rumänis che Front: Bei Jsaccea und bü Galatz Artillerie' feuer. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o p e l, 25. Jurii. (WTB. Nichtamtl.) Genevalstabsbericht. Kaukasnsfrvnt: Am rechten Flügel verlor eine feindliche Abtettm:g in Stärke einer Kompagnie beim Zusammenstoß mit unseren AufklärungsPatronillen Tote und Verivundete :md zog sich zurück. Am linkm Flüge! in einigen Albsthnilte:: bedcutnngs- loses Artillerie-, Infanterie- und Atasch mengewel-rfeu er. In einem Abschnitt wurde ein feindlicher Uebersallsversuch durch unser Feuer abgeiviesen und dabei einige Beute gemacht. An den anderen Fronten keine erwähnmswetten Bewegungen. vir Revoluriorr in Rußlano. Nationalrat Grimm über die Aussichten Ruß lands Berlin, 26. Juni. (Priv.-Tel.) Wie das „Berl. Tgbl."" meldet, richtete Nationalrat G r i m m an den Stockholmer Bürgermeister Lind Hagen einen Brief, in dem er ausfühtt, das bekannte Telegramm des Bundesrats Hosfmann sei die Äntwvtt ans die Anfrage, die in seinem Aufttage gestellt, worden sei. Er habe in der Anfrage allgemein um Mitteilungen über die bekannten» Kriegsziele oder Bedingunge:: für einen Sonderftieden gebeten. Eine frühere Verständigung zwischen Hosfmann imb Grimm habe danach nicht stattgestmden, ebensowenig ein anderer Telegrammwechsel als der jetzt bekannte. Hosfmann als einen deutschen Agenten zu verdächtige::, weil er ihn: bekannte Kriegsziele einem für den allgemeinen Frieden tätigen Parlamentarier auf Ersuckien bekannt- gegeben, sei absurd. Grin:m habe sich mit seiner Anftage an das polttisckM Departement in Bern gewandt, weil wiederholt von sozialdemokratischer rvie bürgerlicher Seite die schweizettsche Regierung aufgefordert worden sei, eine Friedensvermittlung anzubahnen, uno wett die schwei?.erisck>e Regierung, bevor sie zu dieser Forderung Stellrmg nahm, sich über die Kriegsziele uud Friedens- '.nöglichkeite:: k-atte orientier?!: müssen. Im tveiteren Verlaufe^ seines Briefes sagte Grimm: „Ich verrate keinerlei Geheimnisse, wem: ich feststelle, daß die chauvinistische Presse Rußlands fast jeden Tag schreibt, was selbst die zweite provisorische Regierung in ihren Kundgebungen bis zu einem gewissei: Gvade bestätigt,^ daß die gegenwättigen Zustände in R::ßland mttitättsch, wittschaftlich und sozial unhaltbar sind, :md daß es einer Reorganisation bedarf, die nimmer:nehr das Werk einiger Wochen Hein kann. Es ist nicht nur meine Ueberzeugung^ sondern die Arrschauung der großen Mdhrzabl der Sozialisten, mit darren ich zu sprechen Gelegenheit hatte, daß eine solche Reogani- sation, ohne die die vollständige Katastrophe mwermeidlich ist, möglichst rasch die Liquidierung des Krieges bedingt, und daß ein schleuniger Frieden die einzige Möglichkeit zur Rettung der Revolution ist."" Grimm fühtt dam: aus: lieber die Mittel zur Herbeiführung des Friedens gingen die Meinungen iimerhalb der Arbeiterllasse auseinander. Nicht rmbeträchttiche Schwierigkeiten liegen in der Unkenntnis der Grundlagen, auf denen der Friede zustande kommen solle. Wiederholt lourde ihm die Frage gestellt, was die anderen, d. h. die Kttegführenden, wollen, um was der Kampf eigentlich noch ge^he, was etwa als Basis für die Verhandlungen gelten solle. ^ Berlin, 26. Jüni. (Priv.-Teli Dem „Berlttwr Lokcrk-An- zeiger"" wird aus Wie:: gemeldet: Wie die „Ri:ndschau"" berichtet, wurde über die Stadt J'eni sseis k, die an zahlreichen Punkten in Flammen steht, der Belagerungszustand verhärmt. — In Hornel besetzen die Bauern alle ,Grundstücke. — In Minsk kommt es unausgesetzt zr: heftigen Agrarunruhen. — I n den Eisen bahn slattonen unwei t Kiew liegen 700 000 Pr:d Getreide, die nicht befördert roerden können, weit die Soldaten es nicht erlauben, daß man die Güterwagen benütze.. Neue Steuern. London , 26. Juni. (WTB.) Nach einer Reutermeldung auZ Petersburg unterbrettete der Finanzminister der vorläufigen Regierung-Gesetzentwürfe über die Erhöhung der abgestnst?:: Einkommensteuer bis aus 30 Prozent für Einkommen, die 400 000 Rubel übersteigen, sowie über die Einführung einer Kriegs gewiinnsten er von 70 bis 90 Prozent. * * * Die Stockholmer Konferenzen. Stockholm, 25. Juni. (WTB.) Das In forma tions- bnreau des Petersburger Arbeiter- und Soldatenrates teilt mit: Die internationale sozialistische Konferenz wird auf Wunsch der französischen Genossen, die nicht rechtzeitig kommen köunen, a u f g e s ch o b e n und ein neues Datum nach Beratungen: mit der ftanzöfischei: Partei den anderen Parteien festgesetzt werden. Zum lehren Luftangriff auf London. London, 25. Juni. ,(>WTB. dttchtamtlichs) Llmtlichwird 'bekanntgegeben, daß die Verl u st e bei dem Luftangriff auf London am 13. Juni 157 Tote ud 432 VernwÄndete betrugen. London, 26. Juni. (WTB.) Die Zunahme der Zahl der Todesfälle infolge des Luftangriffs auf London am 13. Juni ist darauf zurückzuführen, daß eine Anzahl Verletzter gestorben ist, während :wch mehrere Leichen unter den Trümmern geftuchen wurden. Unter den Toten befinden sich 24 Frauen und 42 Kinder, unter den Vorletzten 110 Fvaue:: und Kinder. Eine bevorstehende Rede Lloyd Georges? Amsterdam, 26. Juni. (WTB. Mchtanttlich) „M. gemeen Handelsblad"" meldet a:rs London, daß Lloyd George am Freitag in Glasgow eine wichtige Rede über den Krreg und die Kriegsziele der Alliierten halten wrro. Die Ausgaben Englands. London, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Unterhaus. Aus eme schriftliche Anfrage teilte Bonar Law folgwwe Ernzelherten über die G e s a m t a u s a a b e n Englands n::t: Die Berichtszeit reicht vom 8. Oktober 1916 bis »um 9. Ju>ri 1M7. Während Dieser Zcrt siicge.r »u-^. famten TageLau^gabeu sortfchretterch von 6615 000 Pjmch Sterling auf 7 752 000. Während derselben geit betrugen die täglichen Kriegsausgaben vom 8. Oktober 1916 ab nenn Wochen lang 5 714 000 Pfund Sterling, stiegen dann in den folgenden fünf Wochen auf 7 457 000, betrugen in den nächsten Wochen 5989 000 und stiegen endlich während der letzten am 9. Juni 1917 zu Ende gehenden sechs Wochen auf 6 723 000 Pfund Sterling täglich. Die Vermehrung der Ausgaben hatte ihren Grund in Vorschüssen, die wieder einkommen werden: ebenso sind sie durch das Kapitel Munition bedingt. Was die Vorschüsse an die Alliierten betrifft, so ist die Regierung immer noch durch die Verpflichtungen gebunden, die sie vor dem Eintritt Amerikas in den Krieg eingegangen war. Indessen macht sich die Mitarbeit dieses Landes schon bemerkbar. Das Kapitel Kriegspensionen erfordert gegenwärtig 250 000 Pfund Sterling und wird natürlich nur zunehmen. Das Reuter-Bureau und die englische Regierung. London, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Lynch fragte, ob das Reutersche Bureau irgerrdwie geldliche oder sonstige Unterstützungen von der Regierung erhalte, ob seine Meldungen irgendwie der Ueberwachung oder Anweisung seitens der Regierung unterlägen und cx6' die Zensur der Reutermeldungen gehandhabt werde, daß sie ihnen eine besondere Färbung gäbe. Sonar Law antwortete, das Reuterbureau empfange keine Unterstiitzungen von der Regierung, die Regierung greife in keiner Weise in die Unabhängigkeit dieses Dienstes ein: auch werde an seinen Meldungen keine Zensur geübt, die nicht auch auf andere Nachrichtenbureaus und Zeitungen Anwendung fände. * . * Die Politik Amerikas. Washington, 26. Juni. (ALB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Wilson hat durch Ausführungsverord- rmn-g einen Beschlagnahmend: zur Durchführung der Beschlagnahme der Lebensmittel und ein Spionagegesetz geschaffen, wodurch die Vereinigten Staaten in den Stand gesetzt werden, zahlreiche Schritte znr erfolgreichen Fortführung des Krieges zu unternehmen und zu verhindern, daß Lebensmittel durch Vermittlung der Neutralen nach Deutschland gelangen. Der Beschlagnahmerat wird aus den Staatssekretliren des Handels, der Landwirtschaft und der Lebensmitieloerwaltuna bestehen. Der Plan zur Rationierung der europäischen Neutralen ist ausgearbeitet worden und soll sofort in die Wirllichkeit mngesetzt werben. Die ersten Waren, aus die das Gesetz angewendet werb-en soll, werden Kohlen und Getreide sein. Ausweisung des Prinzen Nikolaus von Griechenland. Paris, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. „Temps" meldet aus Athen: Dem Prmzen Nikolaus, dem Bruder des Königs Konstantin, wurde mitgeteilt, daß die Schutzmächte sich in die Notwendigkeit versetzt sehen, seine Abreise * u verlangen. Der Prinz gab seine Antwort kund, Griechenland unverzüglich zu verlassen. Das Kabinett Benizelos. Paris, 25. Juni. (WTB.) Die Agence Havas meldet aus Athen: Ministerpräsident Z a i m i s gab dem König den Wunsch zu erkennen, chm das E n t l a s s u n gs g c s u ch des Kabinetts zu über- reickMN. In der gestrigen Unterredung mit Jonnart erklärte der König sein Gm Verständnis, Benizelos die Sorge für die Bil- dmrg des neuen Min'sceriums anzuvertrauen. Paris, 25. Juni. (WTB.) Die Agence Havas berichtet unterm 24. Juni aus Athen: Jonnart hat an Z a i m i s eine Note gerichtet, in der er unter HinwÄis auf die in der Note der Mächte auSeinandergesetzten Erwägungen über die VerfassungÄvidrigkeiteü der gegenwärtigen Kammer die Regierung zur Einberufung der aufgelösten venizelistisschen Kammer auffordert. Zaimis, der nach seinen dem Lvnsde und dem Mmp gelaijsteten Diensten ferne Aufgabe als beendet ansieht, mahnt im Interesse der Wohlfahrt des Landes zur Beruhigung und Versöhnung. Das neue Kabinett Benizelos wird am Die^rstag oder Mittwoch vereidigt. Amsterdam, 23. Juni. (WTB.) Die „Times" berichtet aus Athen, daß die F r a n z o sen am Sonntag früh die Umgebung des Stadions und verschiedene Punkte der Stadl besetzt haben. Auf den Rat Jonnarts soll die vorläufige Regierung von Salonik nach dem Piräus übersiedeln. Eine starke Abteilung Gendarmerie verließ am Sonn- ta§ Salonik, um sich nach Athen zu begeben, das sie zusammen mit französischen Truppen besetzen soll. In Pre- vesa landeten neben einer französischen Abteilung auch Truppen der vorläusigen Regierung. Bern, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Pvogrös de Lymr" meldet aus Athen, im Epirus sei eine Grenze festgesetzt worden zur Trennung der von den Italienern besetzten und der Nationalvogiernng unterstehenden Gebiete. Denrnach scheine die Gefahr von Zwischenfällen ausgeschaltet zu sein. Au» der Schweiz. Bern, 26. Juni. (WTB.) Die Schweizerische Depeschenagentur meldet: Die vereinigte Bundesversammlung wählte heute mit 168 von 192 giltig-en Stimmen zum Bundesrat an Stelle Hoffmvnns den National rat Gustav A d o r , den Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Der Neugewählte wurde am 23. Dezember 1846* m Genf geboren. Er studierte dort Jurisprudenz. Er u*tr seit 1874 G rostrot, von 1879 l»s 1881 Staatsrat und seit 1889 Nationalral. Seist 1901 ist er Präsident des Nationalrats. Bern, 26. Juni. /WTB. Nichtamtlich.) Buickesrat Ador lstttt anläßlich der Wähl zum Letter des pvlittsckien Departements eine Rede, in der er zunächst für die Wsihl dankte und oerssscherte, daß man auf seine volle Hingebung im öffentlichen Interesse und auf seine absolute Unparteilichkeit zählen könne. Ador fuhr fort: Entschlossen, gewissenhaft alle Pflicht zu erfüllen, die uns loyale Neutralität auferlech, Werlte ich die feierlichen Erklärungen des Bundesrats anläßlich der Verkündigirng des schweizerischen Bolkswillens, neutral zu bleiben, me vergessen. Ich Wge bei, daß ich auch die Rechtie des Släatts uick der Eidgenossenschaft zu verteidigen ivissen werde, die in ibrer Freiheit und Unabhängigkeit keinen Einfluß iwn außetn ersißHn darf. (Beifall.) Alle meine. Anstrengungen, die einzig von meiner heißen Vaterlandsliebe einige geben sind, ge^en datauf aus, seine ehrenvollen Ueberlieferlrngen, Gerechtigkeit mrd treue Achtung vor dem Vvlkswillen, mit denen unsere Dem»krätte fest verbunden ist, zu erhalten und iveiter aus- zubanen. Unser Vaterland, treu -bewacht von unserer tapferen Armee, stark in der Vereinigung aller Bundesgenossen und unsere Rechte und Vercm voottlichkeiten erkennend, kann bte Über Europa herein gebrochene Krise Werstehen. indem es sich immer größer^ Liebe und Dichtung verschafft und das Bessrnel einer Demokratie gibt, die «n!f das groß2 Ideal der GerecMgkeit und Solidarität hin lgerichtet ist. Mit diesen Gefühlen und mit den: Willen, an der Beruhi-uvg und Einigung unter den Eidgenossen zu arbeiten, nehme ich die Wahl an. Bern, 26. Juni. (WTB.) Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur. Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung aus Grund der außerordentlichen Vollmachten einen Beschluß gefaßt, durch den bestimmt wird, daß der Bundesprässi- dent als solcher Borste hör des politischen Departe- metttS. JÜ Die angebliche „deutsche Fricdensinlrige". Berlin, 26. Juni. Die „Nvrdd. Allg. Ztg." schreibt: Das von der Entente im Interesse der Kriegsverlängerung in Umlaut gefetzte Schlagwvrt von der deutschen „Friedens i n t r i ge" wird jetzt durch die Pariser Meldungen über eine deutsche Pazifist i/che Kampagne unterstütz^ über die der französische Ministerpräsident im Kam meraus schütz Dokumente uorgelegt haben soll. Die Dokumente sollen aus den Fall Hoffmann Bezug haben. Nachdem durch die Erklärungen Hvsflnanns völlig klar gestellt wurde, daß sein Schritt aus privater Initiative hervvrgegangen ist, können die Pariser Anstrengungen irur den Zweck haben, neutrale Persönlichkeiten, die aus menschenfreundlichen Motiven cniT die Beendigung des Krieges 'hinarbeiten, durch Terrorismus von solchen Bemühungen altzuhalten. Was die Pariser Meldungen über Agenten der deutschen Regierung erzählen, ist reine Erfindung. Offenbar Null Ribot durch die Produzierung angeblicher Dokumente über eine deutsä« Friedensvropaganda die Frage nach den geheimen Abmachungen über die Kriegsziele der Entente in den Hintergrund schieben. Das Kabinett Seidler« Wien, 26. Juni. (WTB.) Das Programm des neuen Kabinetts umfaßt nur die Erledigung des Budgetprovisoriums, die Delegat: onswa hl en und die Verlängerung der Abgeordneten- Mandate. Die parlamentarische Bewilligung des Programms erscheint gesichert. Damit ist der Betreis geliefert, daß die ablehnende Haltung des Reicks rat es gegen den früheren Ministerpräsidenten aus rein persönlicher Gegnerschaft gegen ihn und nicht durch sachliche Momente begründet ist. Dadurch, daß nach Beseitigung dieser persönlichen Gegnerschaft das Parlament einen reinen Beamten- ministerinln mit einem kleinen und uiipolitischen PrvgraniM die StsiatsnoVvendigkeiten glatt zu bewilligen sich anschickt, ohne dafür rva twnalpvlitische Konzessionen zu verlangen, wirb es nun- ' mehr seine Arbeitsfähigkeit und Arbeitswiltigkeit erweisen. Wien, 26. Juni. (WTB.) dlbgeordnetenhaus. Ministerpräsident^ Dr. Ritter von Seidl er stellte das neue Kabinett dem Hause vor. Er bezeichnete als die Aufgabe der Regierung die Erledigung des Budgetprovisvriums, die MttndarsVerlängerung, die Delegationswahlen und die Kricgsgewiirnsteucr und sagte u. a.: Es handelt sich mn Volks- und Staatsnotwendigkeiten, deren rechtzeitige Erledigung jedem Staatsbürger, welcher politischen Richtung er immer angehört, am" Herzen liegt. Die Regierung wird die laufenden Venvaltungsgeschäfte im Geiste strengster Unparteilichkeit fortführen und sich die eifrigste Fürsorge für die in den schweren Bedrängnissen der Kriegszeit mit einer wahrhaft bewunderns-- werteli Standhaftig^it ausharreirde Bevölkerung angelegen sein lassen, wobei sie namentlich der V vlkse r n ä hru n g und der der damit zusammenhängenden Fragen, einschließlich der Koh- leii Versorgung, ihre vollste Aussiterksamkeit zulvenden !mrd, und zwar sowohl der Förderung der Erzeugung, als auch der gerechten Verteilung der Vorräte. (Beifall.) Das gegenwärtige Kabinett trägt einen vorläufigen Charakter. Seine Amtsführung soll die Fortsetzung einer bereits eingeleiteten Aktion sein, die auf die Schaffung der politischen Voraussetzungen für eine weiter ausgreifende Tätigkeit der Volksvertretung abzielt. Sie wird ihr in. keiner Weise vorgreifen,^ sonder:: ihr im Gegenteil einen freien Spielraum verschaffen. Ist diese Entwicklung zum Abschluß gekommen, so wird das Kabinett in dem frohen Bewußtsein einer erfüllten Pflicht einer definitiven Regierung dm Platz räumen. Der Ministerpräsident bat schließlich das Haus, vor; den: ehrlichen Willen der Regierung überzeugt zu sein und ihr auch jene werktätige Mitwirkung nicht zu versagen, ohne die alle ihre Bemühungen zum Schaden des Ansehens des gemeinsamen Vaterlandes als fruchtlos sich erweisen müßten. (Lebhafter Beifall.: Der Ministerpräsident wurde nach seiner Rede vielfach beglückwünscht. Ter Leiter des Finanzministeriums übermittelte den Gesetzentwurf über die Kriegsgewirmsteuer. Das Haus tritt in dic zweite Lesung des Budge-ttwovisoriums ein. * * * Au» Polon. Warschau, 26. Juni. (WTB.) Eine Bersarnmlung der nationalen Paütei faßte laut „Kurjer Polski" eine Entschlieftirng, welche fordert: 1. Ein unabhängiges polnisches Reich mit monarchischer Verfassung, starker Regierung und einem Zweikammersystem auf breiter demokratischer Grundlage. 2. Den energischsten Ausbau des polnischen Staates schon während des Krieges, insbesondere die Schaffung einer starken Armee mit den Kadern der Legiotfen, )oas eine der Hauptgrurrdlagen des staatlichen Aufbaues sei. 3. Die Erlangung der Rolle einer selbständigen Partei für Polen angesichts der beiden kämpsefrden Parteien und das Streben nach Vorbedingungen für die Vertretung Polens bei den Friedensverhandlungen. 4. Die Anerkennung des Grundsatzes, daß eine polnische Regierung und ein polnisches Heer frur im Lande geschaffen werden können, und den energischsten Widerstand gegen alle Versuche zur Schaffung einer Regierung und eines Heeres außerhalb des Landes. 5. Als Ausweg aus der gegenwärtigen Laae die sofortige Schaffung eirres Regentschafts- räts von drei Personen, die bis zur Berufung eines Hauptes für den polnischen Staat das oberste Organ der polnischen Staatlichkeit darstellen und den Staat nach außen vertreten sollen; die Aufgabe dieses Regentschaftsrates sol! die Schaffung eines Ministerkabinetts und eines neuen Staatsrats sein, welcher als gesetzgebendes Orgam bis zur! Berufung des Landtages tmvmt soll. Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 26. Juni. (Amtlich.) Eines unserer U-Boote \ hat im Atlantischen Ozean neuerdings acht eng. * lische bewaffnete Damp fer mit 40 000 BRT.^ versenkt und ztoar die Dampfer Harbury (4572 Donnen^ mit Hafer und Mais nach Fvan.kreich, Appledore (324£ Donnen) mit Hafer und Heu nach England, City of Perth (3427 Tonnen) mit Stückgut nach England, Buffalo (4106 Donnen), ebenfalls mit Stückgutladuug, ferner einen unbe- kaimten Dampfer von etwa 12 000 Donnen, der schwer beladen nach Amerika fuhr, sowie drei große beladene Fvaclst- dampser, von denen einer aus Geleitzug herausgeschossen wurde. Der Chef des Admiralstabes der Viarine. Die Beilegung einer deutsch-holländischen Streitfrage. Berlin, 26. Juni. (WTB. Amtlch.) Die Verhandlungen zwischen der deutschen und der niederländischen Regierung wegen der am 22. Februar 1917 infolge eines un- glücklchen Zufalls durch ein deutsches U-Boot im Sperrgebiet versenkten niederländischen Handelsdampfer sind nun zum Abschluß gelangt. Der Admiralstab hatte bekanntlch den niederländischen Reedereien zw gesagt, den im Sperrgebiet tätigen Unterseebooten die Sä)o nung dieser Dampfer für den envähnten Tag durch Funkspruch zu befehlen, dabei aber ausdrücklich hinzugefügt, daß er eine Gewähr für das Auffangeu des Funkspruchs durch sämtliche beteiligten U-Boote nicht übernehmen könne. Dü Reedereien hatten daraufhin das Auslaufen ihrer Schiffe ver- \ anlaßt, anstatt den ihnen als unbedingt sicher bezeichneten! Termin vom 16. März zu toählcn. In der Tat sind die 8 niederländischen Schiffe durch ein U-Boot versenkt worden, \ das wider alles ErwartLn infolge Störung seiner Fwch'pruch-' einrichtung den Befehl nicht erhalten hatte. Bei dieser Sach« läge siirmle die deutsche Regierung keine Berandvorttungk für den auch von ihr lebhaft bedauerten Vorfall auB erkennen. Sie hat sich jedoch aus Teilnahme und in freundnachbarlicher Gesinnung bereit nn* den lassen, zur Abwendung der den Niederlanden durch die Schisssverluste envachsenen wirtschaftlichen Schäden gleichwertige, in Niederländisch-Jndien liegende deutsche Schiffe der niederländischen Regierung zur Verfügung zu stellen, wogegen diese die für die versenkten Schiffe zu zahlenden Versiehe» rungssummen herausgeben soll. Die Ersatzschiffe sind für die nicherländische, transozeanische Fahrt besttmmt und werden erst auslaufen, nachdem unsere Gegner den FlaggenuTechseL anerkannt haben. Die deutsche Regierung wird weiter den Besatzungen der versenkten Schiffe, wovon glücklicherweise niemand ums Leben gekommen ist, den etwa erlittenen öd** den ersetzen. Die niederländische Regierung hat das bei diesen Verhandlungen beroiesene Entgegenkommen der deutschen Regierung mit Dank anerkannt, so daß damit der die Beziehungen der beiden Länder trübende Zwischenfall glück« lich erledigt ist. » * * Bern, 26. Juni. Nach dem Matin wurde der englische Dampfer Toro in der Nähe der englischen Küste von einem deutschen U-Boot angegriffen. Er nahm den Kampf auf urrd konnte schwer beschädigt den Hafen erreichen. Aus dem Reiche. Der Reichstag. Berlin, 26. Juni. (WTB.) Die nächste Vollsitzung des Reichstags sindel am 5. Juli nachmittags 3 Uhr statt. Auf der Tagesordnung steht die erste eventuell ois zweite Beratung der Kredit Vorlage. Au» Stadt und Land. Gießen. 27. Juni 1917. Adreßbuch Gießen 1917. Um der Bürgerschaft Gelegenheit zur Nachprüfung deL Adresseneinttäge zu geben, wird das alphabetisch geordnete Namens Verzeichnis nach und nach jeweils zwei Tage lang zur allgemeineu Einsichtnahme ttl der Ge- Ichäftsstelle des Gießener Anzeigers aufgelegt. Zunächst liegen die Bu!ä)staben A bis einschließlich' F am 28. mtb 29. Juni offen. * ** Jung we h r Mittwoch, 27. Juni. Antteten: Uhr. 1. Altt. Oiber-Realschulc, 2. Abt. Gymnasium. ** Der Lufldienst erfordert für gewisse Zwecke das .Hoch- öisscn einer größeren Anzahl von Ballons. Durch Sturmi vdcr andere Einflüsse kann es Vorkommen, daß Ballons sick losreißen und tnedergehen. Der Finder eines solchen Ballons lvird» gebeten, diesen rnit größter Sorgfalt zu behandeln und zu bergen und der nächsten Polizeibehörde oder deni Stellv Gcneralkonp- mando Franksirrt a. M. sofort Dtttteilung zu macken. Eine genaue Anweisung, die unbedingt gelesen wetten muß, befindet sich, dauttich sichtbar in einer kleinen Tasche des Ballons. Da niedergegangene Ballons das bei Berührung mit offenem Licht hochexplosive Gemisch von Lust und Wasserstoffgas eittl-alten. so trete man nie mit brennender Zigarre oder vffenQn Lickte, wozu auch die üblichen Laternen gehören, an 'die Ballons heran. Noch weniger- nehme nran die Entleerungen solcher Ballons unter Zu- hilfenahnre solcher Laternen und auch nicht Zigarren- oder ztgaret-- tenrauck>crld vor. Für einwandfreie Ablieferung wird eine entsprechende Geldbelohnung gewährt, füttittvillige Beschädigung oder Beraubung des Ballonstoffes wird nach den bestehenden Gesetzen streng besttast. ** Feriens onderzüge mit Falirpreisermäßtgung werden in diesem Jahre nicht befördert. Dagegen werden da, wo es zur Mwicklung des Verkehrs erforderlich wird, Sonderzüge mit beschränkter Platzzahl gefahren werden. Für diese Züge werden Fahp- katten mir sin Vorverkauf abgegeben. Nach Lage der Verhältnissen ist mit Ferien reisen zurückzirhalten, mn Unzirttägki chkeiten ärt Personenverkehr zu vernreiden. Die Aufgaben der Eisenbahn zugunsten des Vaterlandes gehen allen anderen Wünschen vor. ** Einen Vortrag für Damen veranstaltet am Dow« nerstag, dem 28. Juni, nachm. 4—6 und von 8 Uhr abends an. die Haarkünstlerm Iran Marga Menbetzki. im Saal ..Graßderzvg von Hessen", mit VorflATrumgen über leichikfaßliches Selbsffrcsieven, die Pflege des Haaves nick die allgemcme Schüstheitspslegc. Arr lebenden Modellen werden verschiedene Frisuren vorgefühtt. Unser« Tameitwelt lernt hier, kleidsame Frisuren herzüsstellen, moderne, einfache, sowie eleganteste Frisiwen der kommenden Röode. Stehe Anzeige. ** Holzspäne. Am 27. Juni 1917 ist eine Bekänntmackung, betreffend Bestandserhebung von Holzspänen aller Art, in KrM getreten, durch ivelche eine Meldepflicht flrr Säaesväne (Sagemehl). Hobelsp^ine und andere Hvlzspäne (Drckhspäne, Maschinenspmte usw.) angeordnet ist. Die Meldungen sind für die am 1. Juli, 1. September und 1. Dezember dieses Jahres vorhcurdenen Bestände bis zum 15. Tage des betreffenden Monats ans amtlichen Meldescheinen an die Beschaffungsstelle für Holzspäne urrd Streumittel bei der Königlichen Intendantur der militärischen Jirstitute in Berlin zu erstatten, lieber die meldepflichtiaen Geg^citände ist ein Lagerbuch zu führen. Nicht betroffen von der Berpflianung zur Meldung werden jedoch alle Personen ufw., in deren Gesamtbetriebe der monatliche Anfall nicht mehr als 1 Tonne oder deren gesamter Vorrat nicht mehr als 5 Tonnen bettägt. Alle Einzelheiten ergeben sich aus detn Wortlaut der Bekamrttnachung, deren Der-» offentlichung in der üblichen Weise dnrch Anschlag und Abdruck in den amtlichen Tageszeitungen erfolgt. Landkreis Gießen. M a i n z l a r, 27. Juni. Die Firma Scheidhauerunt^ Greßing, A.-G., Dntsburg, dlbteilung Mainzlar, hat ihren Arbeitern vom 16. ds. Mts. ab wiederum eine Teuerungszulage -von 10 Prozent auf den verdienten Lohn zuerkannr. Es ist dies das zweite Mal seit Jahresfrist, daß diese Begünstigung ohne Berück- slchtigung der inzwischen erfahrene Lohnerhöhungen den Arbeitern zugute kommt. Weihnachten 1916 wtrrden jedem verheirateten Arbeiter oder jeder Arbeiteviw 40 ML, jedem unverheirateten Av- beiter oder jeder Arbeitern 20 Mk. als Weihnachtsgesck-enk ausgehändigt. Das große Entgegenkommen der Firma ihren Arbeitertt gegenüber wird hier sehr anerkannt. — Zugunsten der Großherzog- Ernst-Ludwrg-Iubrläums-Spende hat die Firma 10000 Mk. gestiftet. ( ** Re.is ki r chen (Kr. Osießen), 26. Juni. Der in den schweren Kämmen im Westen mittämpfende Grenadier H. Schön, Sohn des Lmns Schön, wurde mit der Hessischen Täpferketts^ Medaille ausgezeichnet. H. Aus der Rabenau, 26. Juni. Auch hier in unserer Rabenau tvar in der 9Lacht vom 21. auf den 22. d. Mts. ein langersehnter Regen niedergegangen. Hatten wir in den wannen Tagen eine gute Heuernte, so konnte man nun mit dem Setzen dei? Pflanzeii beginnen. Da es noch öfter hier geregnet hat, ohne zum Landregen zu werden, so wachsen die Pflanzen sogleich gut an. Die Frühkartofseln haben zu blülwn begönnet: und in die Frucht i,r neues Wachstum gekommen/ Es haben die Bauersleute recht behalten, d:e be: der Trvckenl>eit der vergangenen Wochen nicht verzagte::, smwern unbeirrt auf den erquickenden Regen ivatteten. Die Ernwaussichden in unserer Rabenau habe:: sich wie mrderioartS erheblich gebessert. Kreis Büdingen. Fc. Büdingen, 26. Juni. Die Ehefrau des Landwirts Lud^ wrg Schwarz hier wurde in eine Geldstrafe von 103 Mark gt* iwimnen, roeü m 12 StTttner &x^n fei bet ttoftmc öerijetmlicit unb wertere förrtofleOn ohne Bezugs scyem toeiter verkauft hatte. f 4 Ortenberg, 26. J^ni. ?Vm domttagi abend fand- m tatfoer Mrche ein Vottrag von Herrnr Smn^DarmKadt, dem neuernannten Sekretär für Soldatenhemrarbett im- ^8. Arttree- tzorpsl, über „Die SvldatenlMme an der Ostsrvnr itatt. ttns Grund einer eunübrigen Tätigkeit in den versch'^enm Soldaten- heitmen KlvnmoS, Wilnas u. a. zeigte der Redner der Gemeinde m iltteref sauten. Bildern die Nottvendiakett. und dem-Degen dieser Arbeit zur Pflege des Körpers, des GenEs, des Geistes und der Seele unserer Soldaten und !varb Mm Schluß auch chr die Errichtung solcher Leinte auf dem GriiesheiiE La-ger mrd auf dem Tru!ppeiiübunqsplatz Lettgenbrunn. Eine Kollekte, ine zum Besten der Errichtung solcher Heime für das 18. ^Ärmeekorps erbest wurde, ergab die schöne Summe von 128,32 Idk. Bornttttags hatte der Rediier mit gleich giitem Erfolg schon rn Obeimivcki.adt. nachmittags in Darvevnherm gesprochen, £, T des hiesigen Lehrers ^raft, zurzeit Hrlfsschwesttr des Roten .Ereu- zes in einem Lazarett in Kaflel, wwcke ftw ihre Tätigkeit iM Bereinslazarett in Salzhcmien mttdem Lesflschen Santtats- koeiutz ansgezeichintt. - Wie m tveu beiden letzten Jahren, w hat -er hiesige Zmeigverein vom Roten Kreuz m Verbindung mit dem hiesigen Fraue nverer n nn rtxr bejchloy^, Lm Saufe des Sommers trotz der erschtoerten Umstcmide che Ern- mach stelle des Rvtcm Kreuzes Midder zu betreiben. Die Erofl- nung fand beute statt. Die Be-rkkssparkasse Orten-, be r q stellte in entgegenkommender Wette den früheren Ma u e r - garten zur Verfügung, den Hcrd überließen wie,in den beiden vorigen Jahren abermals die Eisenwerke tzirzenhain, als regelmäßige Einmachtage irnrdeii die Dieirstage und Donners- Lage jeder Woche festgesetzt. Die Leitung der Stelle übernahmen an den verschiedenen Tagen in regelmäßiger Reihenfolge die verschiedenen Mitglieder des Arbeitsausschusses. X. Stock heim, 26. Juni. Gestern fand dahier im Walter schen Saale eine Versammlung des Kreisverbandes des Alice fraü anverein s für den Kreis Büdingen imtt. Eine große Anzahl von Bezirksvorsitzenden, Geschäflsluhrm-n und Bertrauensdamen der einzelnen Gemeinden ivar trotz der ungunitt- gen Seit und Zugverbindung erschienen. Tie Versammlung wurde von dem Geschäftsführer de- B.-ri r-ch7». Dekan und Hof. Prediger Schäfer-Büdingen, eroimet und geleitet. Die Stc^ tuten des neuen Verbandes ivurden nach eingehend^ Beratung festgesetzt. Zur besseren Durchführung der Aufgaben dev Verbandes wurden die Bezirke Stock he im und W e nigs von Budrngen bzm. Hitzkrrcheu abgetrennt Und neugebildet, dem erste^m dm Ginnmnden Erbach, AnlenLnebach Blerch^nbach Dudels^tm und Glauberg, letzterem die Gemeinden Wenrngs, E- sen und event. auch Gelnhaar zng-ewtesen. Den Dorfttz dev Bezirkes Stockheim übernahm Armr Spitznagel bdtf "Siyruh des Bezirkes Wenings Frau Lehrer Bo g t-Wenings, 0>e- schäftssührer des letzteren wurde Pfarrer Michel-Wenings. Zwn Schatzmeister des Kreis Verbandes wurde Frau Professor in gelbe i n - Büdingen gewählt. Nach eingehender Ausssnache uber die Mnächst rn Wigrifl zu nehmenden Arbeiten des Kreisverbandes wurde die Sitzung um 6 Uhr geschlossen. Starkeuburg und Nheiuhesjen. ' --Darmstadt, 26. Juni. Ungezählte Tauferrde auf, allen Grgrndrn snck»tm am Smnwg^rcickM^gn-tm Obstgefckde de- Bergstrntzc ans. um hier ihror> Bcdars an B«-renobst «d Krischen ru decken Uati> noch mc l>aben die ObstMlster ein solch Mtes Geschäft gk-mlacht wir r ,rch ichutzeM ter teSSw der Städte fielt. Frankfurt, habe-tleH IW), Wagen (»mn'c imb oOO Kreis Schotten. SW Schotten, 26.Juni. Die Geflügelhalter im hiesigen Kreise lutben trotz iviederholter Aufforderung teillveise überhaupt noch keine Eier abgeliesert, teilweise sind sic Mflt der Wlleferunff beträchtlich im Rückstaichc. Das Ärersamt nnrd nun vom 20 Inm ds Js üb, wemi die Lühnetholter bis dalstn die abzulieferiiden Eier uM eingebracht haben, unter anderem diesen ta »Inj*be^ig erheblich kürzen, smveit sie Selbstversorger mrt Fletsch sind, ihnen nachsteii detzbst keine Schlacht^laubnis mehr ^rttn eventtell ch Kürzung der Brottation und die Untersagung .der -AEtvettorgung bei Beginn des neuen Erntejahres bn ihnen rn Erwägung ziehen. Kreis Fricdberg. Fc Friedberg, 26.Juni. Ans dem Geflügelumrkt^ hat im biesseitigw Kreise '.weder eine ganz imberechttgte Pverstceibern eingesetzt, die die Behörde glatt als Wucher bezeichnet. Die Behörde macht vor allem daraus aufmerksam, daß bis zum Erlaß neuer .Höchstpreise die vorjährigen döck/stpreM lur Geflügel noch m Geltung find nnd Bestrafung wegen Ueberfchreitung dnster ^,deu, dre au, JEd erncr VerstiÄMg des Weinheimer KreiSamts, che nur erne Ausfuhr ms zu 3 Kilogramän gestattet, eine «ßmt stteugr:'I«OT Körbe Vornahmen. Da die m-rsien Leute daS Obst w e tt fc» Höchstpreis erstanden Itattai, erlÄten B- empttnüttchen Ans dem- Bahnhof Wanheim verftelen allem 8 Zentner Mr,chen der BesMrgnachne^ , ^ ^ ^ Jnur Mesngauer Heilte 'wurde hierüber erste di«Ä°Hrise K-irschnunarkt abgMwm Lckon Kur frühen NachmitlagSstnndefanden sich zahlrerche Äauler, bejouders Hanssrauen anS illiamz. Sranyurt, Wchsbaden Koblmz und anderen Orten, lster etn. Zum fotzten Teil mu Körben und Säckchen versehen, um et^ch emme Ktrschcn wayrE der Houptzeit zu einem angemessenen,Preis ^.bcmse Mbrmg« . Alle tnese Vorbedingungen mrrm enullß nur ine »egeu denen der Markt war. blieben «ns! Nicht eme cmz ge Kir,q« war auf diesem ersten Rchmganer Drschenmarkt zu »blicken, nicht einmal ein leere,- Kir,e^nchrb. Lehr ärgerlich mr ine La^ trauen die ihr Geld und ihre fo vchLbare Zeit dafür vergeuoer hatten' Und dabei hängen überall die Kirs^"bäirmc m hrcs^ Gegend zum Brechen voll von -reifem Obst. De chiwhste .viartt soll bald wieder abgehalten werben. ftc Mainz, 26 Juni. Ern Ausfuhrverbot für Fnschgemufe aus dem'^StadÄzirk^Mchnz wurde hier erlassen. - Um. «ne aus- giebiqe Hilfe der schulpflichtigen Jugend bki der fetzt entsetzenden lea e ttob ft ernte herbeizuführeti, besch,lösten rn mehreren Gemeinden der Umgegend von Mmnzdie Lokalschulbehor^u, fur nächste Woche die Schulen zu schlreßm und me schulfrere Zett für die gesetzlichen Ferien anzurechnen. .Auch dre Aeftg« waltung hat den Lmidgemernden dre frerwrllrge Hrlfe von Krndern der städtischen Bolksschtulen, angeboten t Jc Worms, 26.Junr. Dre Landwirte rn Ingelheim l>aben Lief^ungsvertrüge für 30 000 Zentner Genrüfe und Kraut mtt Lreferungsverbänben abgeschlossen. Die Landwirte dort haben sich L zum ersten dN^stark^auf den Anbau von Gerufe verlegtt Die Heidelbeerernte in der Südpfalz hat begonnen, das Ergebnis ist rm^ Durchschnitts6,^., 2C 5> U nt T'- zu Berg fahrenden Ko hle »schiffe w.rün, w:wi sie ab rds vot Anker gchrn. von dm an den Ufern wohnenden Dorfbewoh'.nrn nrrt Lebensmitteln alltt Art förmlich überschüttet. Ms Gegenleiimng heischen d^orfUr Kohlen, die sie dann in ihren Nachen mtt nach HähEr ^hn«be»r « Worms- Netihausen hatte Zusatzbrotscheine deratt gesalstcht, daß er den unteren Teil abgeschuitten. auf dem der GültttKitsteruin, Mud. Me Strafkammer «xurtnftr ,tot Ob-rpostassistenteii Baske aus WeickMihöhe, der ^>°s rhm von ml» Unterstelle übergebene Goldgeld wieder in B^piergeL erngermcpsett und das Gold gegen Aufschlag weiter verkauft hatte, zu drei Monate Gefängnis. _ Witterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Kerne wesentlickie Aenderung der bestehenden Witterung. mehrte Kokszuftchr Sorge ztr ttagen nnd aus de.nstcwtii düngen im Tamms reichlickf-e rootzvorrate zu beichatseti. Ebenfalls soll die Schaffung großer Reservelager ins Auge Maßt wmden. Vom Magiftratsttsch wiitde bekonni gegeben, daß nn ^tadtwalde große Fläctten geschlagen mid zu Brennholz nutzer genracht werden osllen. Einer sehr scharfen Krittk wurden fete täglich im^attbartirf werdenden Zustände auf dnn O bst -und Ge musem-a^r t t unter- zoaen' einstimmig ivar matt der Ndttimug, daß der ^taat diele ^lrißst'ände. die sich jetzt aus allen deuttchen Markten zeigten, mtt schrrster Hand beseittgen müßte. LeblMft verurteilte mon^uckf die Au sfuhrverbvte des Grvßherzogtums Letzte r7ncb>r-?chten- KerenSki gegen meuternde Regimenter. Stockholm, 27. Juni. (£• S X) ttnegg.nuttfter Ke- rmzki hat nach Prüfung der Bvrsälle die Ausloinng der ^iea im enter 45, 46, 47 nnd 62, die bekanntlich gemeutert hatten, cmqeordnet nnd entschieden, daß alle ^>d«ten nrü) Offiziere die sich der Gehorsamsverw-ergernng schuldig ge- macht, vor ein Kriegsgericht lommem ^Berlin, 27. Juni. l40v deutsche und österreichische Kriegsgefangene in Rußsand drahteten dem KoMerenzkomt- tec in Stockholm ihre Glückwünsche sur die Konlercnz und surachen die Hoffnung aus, die Konferenz möge auch dahin wirken, daß die Gefangenen in Rußland die gleichen Rechte erhalten, wie sie die russischen Bergleute haben. Aus Petersburg wird der Begmn der Schließung der staatlichen Munitionsfabriken wegen Mangels an Rohstoffen gemeldet. ^ ^a? Stockholm, 26. Juni. Nach „Rnskoie Wol,a trat am Samstag der Jnterimsausschnß der ziankos Borsitz zusammen imd erörterte die vom Arbeiter und Soldatenrat vorgeschlagene Dumaanslosnng^ lN sprach sich dahin aus, daß diese Frage vor Ablans der MandE der Dumamitglieder nicht entschiede werden tonne^ Me vor- täusiae Neaioruttg sei nicht berechtlgt, dre Dltmu artszulvsen. Die Ukraine. Stockholm, 26. Juni. Petersburger Zeitungen meinen, in der Ukraine stehe der Bürgerkrieg vor der Tur. Kiew herrsche größte Unordnung. Den ganzen ^.ag über finden in der Stadt Demonstrationen ftatt, an denen ukrainisches Militär teilninrmt Vom englischen Wahlrecht. Haag, 26. Jum. (L. A.) Wie das Holl Nreuws Bureau aus London meldet, sei etne starke Mehrheir im Unterhause sitt den Antrag vorhanden, auch Soldaten und Matrosen das Wahlrecht zu verleihen. Man sm rwch iltcht einig, ob dies auch den 19jährigen Soldaten, die sich an der F^ont befinden, zuerkannt werden soll. Das Haus setzte itch in seiner großen Mehrheit entschieden für etne Qerabsctzung dre Altersgrenze ein. _ Diesetiher von Herrn Rechts- anumlt und?rolar »ör«d«lü innegehabte l7d Wohnung Seltersweg 56, ist anderweitig zu per mieten. 1 2 Zimmer 1. Stock m. Hinlerh., 2 Znn^w Zubeb. sos. z. oerrn. 039/v 8. LtzMgvr. Wvlltorstr. 3p. j Verschiedenex Babnbofstr. 54 II. Stock, 8-Zimmer-Wohnunci m. reicht Zubehör, mehreren Kellerti usw., Loggia, zu vermieten. Näh. Gr. Stein- weg 20 I. llv ö Zimmer 39 Die Parterrcräume Wetzstein itraßc 42, seither Wirt- schastsräume itebst kleinem Laden, evt. m. Hintergebäude, Schweinestall, Wurstküche uiw. zu vermieten. ?!äheres Schifsenbcrger Weg 8. II. bei Saintonges. Mei Wvdnungen, 5 Zimmer nu Bad. Babnbof' straste 65 zu vermieten. Bescheid Kontor Bahnhot- straße 65. _ U;>y Wilhelmstr 2 ncurcittich eingerichtete ö-ZImmcr-Wolinnnsen zufolge Versetzung zu ver.u, Näh. LteMg&br. 82 im L?.d«n und L. Altholt. 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Reinhardt Oberförster Thum u. Frau Luise geb. Reinhardt und 3 Enkelkinder. 4917 Lieh, Kelsterbach, Storndorf, den 26. Juni 1917 Bogelftttter Geffügelftttter Kückenfutter dferdesutter Papageifuiter empfiehlt 6sorg WaHenfels g Marktplatz 21. Fernspr. 942 gegenüber derEngelapotheke. % Lichtspielhaus • Bahnhofstr. 34 . Spielplan vom 27.-29 Juni: % Bor breite Wen - - ÄifÄrÄi-t-Ä® u* ~ ... ln den Hauptrollen: Lreneralm Armng . Leo, ihr Sohn . .Olga Engl Baron Bergy, ihr Brüder .5;. Schlettow harama Prince. ... . Viktor Senger .Maria Widal. Ose Biummeifäüe. Naturaufnahme. Dazu ein entzückendes Lustspiel iu 3 Akten Y Shu* Fap^ a Bckauiitn]inehnno< -—— 4933 fffibBerangeo ooil Hsmiiau verschwinden bald nach Gebrauch ppp Karns 4270 Huhnerauiienmittel ^eatral - Drogerie Schul Strasse. 1 Zigaretten direkt von der Fabrik fSZ. gn Originalproisea “^3 Z! BareU. Eleinv. 1,0 r)1.70 }“ -- .. 3 „ 2.59 IM " «-2..3-20 >. ,, 6,2 „4.53 Versand nur gegen Nachnahme von 300 Stück an M(jprgn prima Qualitäten v. ÄL£ioob.ax)Mk.p.Mme GolileBBS Iisib Zigaratteafalirtk .. E. in. b. E. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9063. p"D Danksagung. SBemüe innigster Teilnahme, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers P« ® orn6eI anlählich des uns so früh entrissenen H teuren Sohnes und Bruders»sagen wir auf ^ btefem Wege allen unfern herzlichsten Dank. Heinrich Haas und Familie. Burkhardsfelden, den 27. Juni 1917 . 03972 mmm Cafe Amend Heute Mittwoch. 8 Uhr; Familien-Konzert (E. V.) deutliche Milglit-erottsWüiliniZ Donnerstag, 28. Juni 1917, 8Va Uhr "n Gewerbehaus (Erdgeschoß). Tagesordnung: h Berichte Rechnungsablage 3. Voranschlag 4. Vorstandswahl 0. Verschiedenes. _ Pr. Krausmüller. Vorsitzender. Eießmer Obstdarren Martin Dörr, Schlofsermeister! Nord-Aulaae 18. ;Lrortrag für Damen ^ ^ Donnerstag, den ^8. Juni, nachm. 4—G u. abends 8 Uhr veranstalte ich in (Siehe« im Saal Hotel Grotztzer.iog von Hessen ein d Großes Slhini-Frjsim, a W,e frisiere ich mich selbst? i tSlISSSSiisf r* i B mc Vormbru.igen an lebenden Modellen i ^ tm- . » "• Teil: ‘ G m Wie pflege Md erhalte ich mein Haar? I ■-EN« * N uno -trocknen. *" ‘ sichle Haarmaschen 8 ® IfI - Teil: 4949 ' ,r' ! KchchiS. an» Biiiltnaffau’ m läftine Genchtsbaare uim ' ' Sommersprossen, > UL - 50 M°.. »• Platz 30 m * xan Mendehki, ; Bj HB3IEBE5B!Eaaaa aHB B!a > a ^| Das erste Krie psoehfU- a» sr.ffjss. 4 *“ m * ....auch jedealte Uniform kann heute nutzbringend verwertet werden. 492S BL* Kor» M Märnkk j Bekauatmacijcm^ Srnntfurt a. M., Taunuss,r. 43. Die G ver Gesellschaft werden aufgesordert, sich bis si.gnij ds. ^s. zu melden. °--.2 ^ie Li quidator-..! Bekanntmachung! . .. 3” t n * et Handelsregister Abt. B wurde heute ^SU^ilch der Metallbearbeitunqsfabrik, Gesellschaft 5!'"Vr°nkter Haftung zu Gießen eingetragen Di ?v ' ? C [*l ut o b£r G°'°llschafter'v°m bestellt *IL Ä Ioft ' Lu Liquidatoren sine oe,tellt. I. ^osef Kirchner in Gießen, 2 Benno Schonunger m Frankfurt a. Main. Gießen, den 20. Juni 1917. ' 4930 Großherzogliches Aintsgerecht. ad Uersfeld in Ke55B2-Fc T assan. (Kurzeitv. 1.5. bis 1.10). ? «'assarversanil durch S^aBashrRncoa-Seseilsckali. j Hervorrag; bewährt boi Magen-, “P a J m 'U Leber -. UDd Gallenstein-! , le:deP..Hain°rrlioiden l Fettleibig. ke.it. G:cht-u.zackerkrankheiten| Auskunft erteilt der Magistrat.f Bekanntmachung. fen unser an., r-» o /yy-T-f - ^or o-ÄNlaae 18 . Greßener Hausfrauen-Berein Don«,ersta^de„28 .Junj, von g »hr nachm, an Borfnheuna des vorgenannten Dörrapparats in'der Geschäfts- _ stelle, MäuSburg 5. ^ l-lbt nur einen brauchbaren Er&Mz. fiirüaffee und das ist mein Deutscher KpmwisvrmTeB Stahlkammer <» JSMriÄf ss s «« S?.»,itSii",'”»,« " ich Ich»» I-A ,»,,,„», ^Philipp Jöckel, Bankgeschäft. Dt° allellUktischTTäfchU i Paket 50 Pia. ^ Befor»ii Bums. Kreuzplatz 5. O F ♦'«-««»wc Lasche für Lebensmittelkarten. In unser Handelsregister Abt. B wurde beute emgetragen.- Metallbearbeitungswerk, Friedrich Gesellschaft mü beschränkter Haftung n ® eße«. Gegenstand des Unternehmens is dch Be" «b-^ng von Dtetallen, die Fabrikation von Metallartikeln, von Apparaten und Maschinen für den Bedarf des Heeres, der Marine, der Jndüstr der Landwirtschaft usw. Die Gesellschaft kann tAner ""iben" Das'^t^f" fahnden Artikeln .Handel treiben. Das Stammkapital beträgt 30 000 Mark Zum alleinigen Geschäftsführer ist bestellt Ingenieur Friedrich Schlei,k in Cronberq im Tann»? Gesellschaftsvertrag ist am 20. Juni 1917 errichtet Gießen, den 20. Juni 1917. 4929 _ Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. s.. Der vom Gemeinderat durchberatene Voran- schlag der Gemeinde Allertshausen für 1917 lient ““ 28 * Su..i 1917 ab eine Woche ',a..g auf dem Burgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Be-1 ' Vorbringen von mündlichen oder chnftlichei, Einwendungen offen. Es werden Um-^ haben. betlen b ' e Ausmärker beizutragen Allertshausen, den 25. Juni 1917. 4927 Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. __ Hillg ä r t n e r. zf/ädt. '&J’6eifsnae/iu)ei$ giessen Asterweg 9. können eingestellt werden. ». bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Werkmeifter0'/^l?endreher^3'Arbeiterin, 50 Bergleute, 8 Schlosser ^Ä^^r, 2Elektromonteure, schloller. 3 Former, 2^Sch^z^UlI>ch!o!ier, 4 Bohn- 1 Lederzurichter, 2 Schreiner i ,dwÄ,-ch7ftll^n'Htt^-neMge-Eie OS Cwlessen Bahakefsiraaso uu . Gewissenhafte Vor- oercitung f. den kauf- männischen Beruf durch gepr. Lehrkräfte fdascfiiiieuscliFaibeji S!eoö(jrapl!iR SdiönscMea usw. , Beginn der neuen uirse am 1.—6. jeden >nats. 377 Beginn Jahreskurse am 2. Jnli in Buchführung Stenographie nut aha i« a !L — — Ke Kaufni. FranzVogfS Co.,Cie!]efl Goethestr. 32. To. 206*. Mehrere Mädchen ges. ali motk rn Frißttk^ Wüte Bezahlung.) Meld.nm Donnerstag 2 Uhv nachm goicl (^roü!) erzog vo, Heften iS aal) bei Frar sendet? kr. 49^ m . Urlsl-Snk Bon Stephanur. —Seltersweg, silber-nergoldete^' Arm- band iAndenken» nerlvren. °,gk?0"^elohnnng abzugeben «tcpbenstras?e 37,1. ^SussciiDeidsB! Mewata! L. O n tzeü Ä; C o. »Flor sie Hatubtirgo“ Ham barg, Schleiisoaho!. te;ns n. fernst. Hamütei-ger Zigarren -Otsaütäten Vejsand-Gescftftft. Preisiisto zur Prfifsno an? ne fl. Wnncr> <647 Upsilüfii MLsMM'LZtz 3 “Ä^ n Flucht: 5 Zin-'mern^nfit ^?ager^2 lee?e"^5',^ Wohnung von "D p.ht Familie 3 ' “ lecre -o'vtmer tm Anschluß 4920B