Nt. M Der Stetzene? LNzek-e, effcheürt tätlich, außer EormtaqS. — Beilagen: OlrtzenerZanlilienblatler; Nreisblatl für den Kreis Sietzen. Vezrlgspreis: monatl. 90 Bf., viertel» jährl. Mk. 2.65, durch Avhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!. ausschl. Bestellst. Fernsprech - Anschlüsse- für die SchEeiUmgI12 Verlag,Gcschäftsstelleöl Anschrift für Drahtn ach- ^richten: Anzeiger Gießen. - Erstes vlatt !67. Jahrgang yoftscheckkonto: KrMMnrt a.M. U686 Dienstag, 26. Juni \%l Sankverkehr: Se«erdrbsnr Sietzen ZWilli^grrunddnick u. Verlag: Driihl'sche Unis.-Buch- u. Lteindruckrrri N. Lange. Schriftleitung. Geschäftrstelle v. Druücrri: Schnlftr Anvahme von Anzeigen *. die LageSnunrmer bis zum Nachmittag vorher. Zeilenvrcis. f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellenge- suche 15Ps., auswärts 25 Pf., b. Plaßvorfchrifb 30 Pi., Reklamen 75 Pf.- bei Platzvorschrift 90 Pf.. Hauptschrrstleiter: Aug„ Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ava. Goetz, Stadt und" Lcn>-, Vermischtes u.Oc" richtssaal: Fr. R. Zem. Anzeigenteil: H. Berk, sämtlich in Gießen. Zeit Krfeask %r 86585 Großes Hauptquarticr, 25. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rnpp recht. Jur DünenaLschnitt und zwischen User nnb Lps war gestern nwrgen der Feuerkampf gesteigert-, er dauerte bis in die Nacht an. Vom La Bassse-Kanak bis auf das südliche Scarpe-Ufcr war gleichfüsls die Kampftütigkeit lebhafter als in Den Vortagni. Vormittags scheiterten englische Vorstöße nördlich des Souchezbaches und östlich der Straße von Lens nach Arras. Abends niederholte der Feind seine Angriffe auf beiden Souchez-Ufern. Auch diesmal wurde er zmückgefttchrgnt. Ettva gleichzeitig stürmten starke englische Kräfte bei Hulluch gegen unsere Stellungen. Irr nächtlichen Nahkämpfen rmd durch Feuer wurde der Gegner abgewicsen. Mt kleinen Abteilungen versuchten die Engländer vergeblich mtd} an nnchi ererr anderen Stellen zwischen Meer und Somme in imsere Gräben zu dringen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Franzosen griffen zweimal die kürzlich bei V a u r a i l lo n vor; uns gewonnenen und gehaltenen Linien an. Angriffe blieben ergebnislos; die über freies Feld vorgehenden Stnrmrvellen erlitten in unscrsm Feuer hohe Verluste. Die Artillerietätigkeit war an dieser Kampfstelle, auch bei Ailles, östlich von tzraonne, westlich der Suippes, bei Ripvnt und auf dem linken Maasufcr rege. Heeresgruppe Herzog Albrccht. Keine größeren Gefechtshandlungen. !■ * Gestern sirid acht FlngzeiM und drei Fesselballons der Gegner abgefchosscu worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heftiges Feuer an der oberen Strppa mw zwischen Alota-Lipa und Naraiowka. Hier holten unsere Sturmtrupps eine Anzahl Gefangener aus den russischen Gräben. In den Karpathen war die Gcfechtstätigkeit nördlich von Kirli-Baba lebhafter als solrst. Mazedonische Front. Am Doiran-See und in der Strumaebene kam es mehrfach zu Zusammenstößen englischer Streifabteilungen mit bulgarischen Posten. Der Erste Generalauartiermeistcr Ludendorff. - * Der Abendbericht. Berlin. 25. Juni, abends. (WTB- Amtlich.) Keine besondere Kampftätigkeit. -- 111 -TCMnTSTgfrg- - Was erfioriicri die Lage? Scheidenrann hat geantwortet Die alsbaldige Denlo-kratisiernng Deutschlands. Begeistert reicht ihm dazu das „Bert. Tgbl." die .Hand. Andere Blätter rücken mit bewerben sw-erter Heftigkeit davon ab. So bringt z. B. der „Tag" längere Aus sich rungen, in denen der Gedanke, nur die Teinockrattsiernng könne uns zun; Heil führen, an der Hand eines Umblicks auf die Demokratien rmserer Feinde derb verspottet wird. Demokratie hat, so meint das Blatt, nicht das mindeste zu tun mit einem ewigen Frieden, mit inner allgeineinen Völkerverständigung, mit einer Verbrüderung der Nationen. Gegen nützliche demokratische Züge im Staatswesen will der „Tag" nichts entwenden, aber, so fährt er wörtlich fort, „die deutschen Zeitungen, die uns eine schlechte Demokratie mit einem ganz bestimmten, nämlich dem p ln t okra ti sch c n Hintergründe ausschwatzen wallen, haben tu Wirklichkeit vom deutschen Volke rein nichts hinter sich." Im Zusammenhang damit kreuzt das Blatt auch mit Herrn v. Bethmau.n Hollweg die Klinge, von den; es jagt, Haß die erwähnten demokratischen Kreise ihn liebe;;, nicht weil er leite, sondern weil er ihr Treiben leide. „Ein seltenes Exemplar, mettn es einmal Vorkommen sollte, so eine richtige Rarität, muß man aus praktischen Gründen und eben weil sie selten ist, konservieren." Das klingt boshaft, ist aber immerhin no;ch milder als das, was die „Voss. Ztg." heute dem Kanzler und unserer Staatskunst vorhält. Uni es kurz zu sagen: Schwäche, Untätigkeit. England, so klagt das Blatt, überwacht die Beziehungen der neutralen Staate;;, wie der Fall Hofsmann bewiesen habe. Aber in kaum einem Blatte der Schweiz sei überhaupt auch nur die Erwägung angestellt worden, wie etwa der Rücktritt Hofsnranns in Deutschland wirken könne. Während die Forderung aufgestellt werde, als Nachfolger .Hofsmanns müsse unter alter; Umständen ein Mann genommen werden, der bei der Entente die nötige Beliebtheit besitzt, lassen lua*,. flo sagt die „Boss. Ztg.", „uberhau.pt keine Gelegenheit vorübergehen, um als die braven Kinder zu erscheinen, auf deren Kosten unsere Feinde sich jedes Vergnügen leisten können." Mit einer Besprechung des neuesten Falles Mercier ereifert sich das linksliberale Matt in gesteigerten Tönen. Kardinal Mercier habe neuerdings in einen; Hirtenbrief gesagt, haß der Friede nicht geschlossen werden dürfe, bevor die Schuldigen bestraft seien, Buße getan und die Buße auch zeitig auf sich genommen hätten. 'Unsere Regierung habe gar keine Stellung dazu gestammen, nnd Kardinal Mercier lebe doch in Belgien, und man halte ihn im Auslands natür- lich filr eir;en schwur festen Kronzeugen für Deutschlands Schuld. Aus alldem folgert die „Boss. Ztg." folgende geharnischten Forderungen: „Der R e t ch Stag hat mmmchr die heilige Verpflichtung, endlich einmal Politik Kl ^machen. Wir wollen ietzt endlich durch ihn hören, was unsere Staatsmänner eigentlich wollen. ll;tö loemi dabei diesmal der Rüchstag wieder versagt, so zwnigt er die Presse, alle. Rücksichten falle;; zu lasse;;, um endlich einmal das vor der breitesten Oeffenllichkeit zur Sprache zu bringen, ums notwendig ist, um denn;, die sehen wolle;;, die Augen darüber zu öffnen, wohin, der Kurs führt, den wir. augenblicklich stmern. Ein neuer Kricgsunnter dhne feste Ziele nach außen nnd dhne rückhaltlose Taten nach innen erscheint uns eine Unmöglichkeit !" Interessant ist, daneben zu halten, wie sich die Lage in der „Köln. Ztg." spiegelt, einen; Blatte, das bisher immer zur Gefolgschaft des Kanzlers gehalten hat. Auch es deutet Forderungen an, die von der Lage geboten erschienen. In einen; Artikel „Zur Lage" stellt die „Köln. Ztg." die Neber- legenheit der e;;glischen Prcssepropaganda und der geschickten Beeinflussung der Massen fest und spricht von den „psychologischen Fehlern, die bei uns leider so oft gemacht werden, weil die Schwerfälligkeit unseres Systems nun einmal gerade den Anforderungen au Geschmeidigkeit, welche die Kriegsagitation stellt, nicht gewachsen ist". Als Aktivposten bucht das Blatt ganz richtig unsere tatsächlichen militärischen Erfolge; welch? Gefahren erblickt es aber für uns? Wir finden sie in folgenden Sätzen angedeutet: „Neben der Hossnicktg ans das Gelingen ihrer amerikanischen uttb russischen Aufgabe warten und hoffen die Londoner und Pariser Machthaber ebenso sehr ans die H e r a> u s b i l d n n g deutscher Friedens se h n s n ch 1 und eines daraus erwachs enden Entsa g ungsgefüh! p Geduldig nnd zäh warte;; vor allem die Engländer, diese Meister in der großen politischen Kunst des geduldigen, opserioilligen Mwartens, daß unsre Geduld mürbe werde nnd unsere Nerven nachgeben. Sie suckln diesen Prozeß zu unterstützen, nach dessen Anzeichen sie in jeder deutschen Zeitungsnotiz suchen, durch die bekannten Ateldmrge;; über die drohende militäri;che Entfaltung der Amerikaner und über das angebliche Wiedererlvachen des russischen Angriffsgeistes. In diesen; Sinne müsset; wir alles lesen, was jene Presse bringt, feiat es amerikanische Truppen zahlen, seien es rnssisck-e Beschlüsse. Daß -auch die Urteilslosen bei uns nicht aus diese Kniffe hineinfallen, ist ein Erfordernis, an dessen Erfüllung jeder Vernünftige Mitarbeiten kann und soll." Wir sehen also, die Ansätze zu einer richtigen Erkenntnis sind da. Unsere Regierung, auf die das Kölnische Blatt sich so häufig stützt, muß selbst die Ucberzeugung gewinnen, daß es nicht frommt, wenn wir immer nut wie artige Kin-^ der auf die Stimmungsmache unserer Gegner hereinsallen. Die „Köln. Ztg." meint, der Feind lauere begierig auf Zeichen der Schwäche unseres Volkes. Uns dunkt, daß auch an den teinperamentvollen Vorhaltungen der „Boss. Ztg." etwas Wahres ist. Auch das Verhalten der Regierung muß sich davor hüten, daß daraus Zeugnisse für das Versagen unserer Kraft hergeleitet werde;;. Und sie dürfte getrost dem neuen Schtzidemannschen Antrieb einmal kräftig abwinken, denn aus dieser Bahn konrmen wir in den Gefahrenkreis, von dem die „Köln. Ztg." zutreffend gesprochen hat. Der öfterrcichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e ft l i ch e r K r i e g s sch a u p l a tz. An mehreren Stellen rege Artitterietätigkeit. Im Abschnitt von der Narajowka bis Zborow hat das feindliche Feuer wieder erheblich zugenommcn und stellenweife planmäßig angehalten. Nordöstlich von Brze- zany wurde ein feirrdlicher Fesselballon in Brand geschossen. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. Eine 'Ansprache des Kaisers. Berlin, 25. Juni. (WTB.) Bei einer Truppenschau in; W e ft e n am 2lT Juni hielt der Kaiser folgende Ansprache: Kameraden! Ich bin hierher ge kommen, um euch den Donk des Vaterlandes onszuspreck'n für euer tapferes Kämpstm nnd zähes Aushalten wider den Feind. AN allen Teilen der Westfront, in einzelnen Abteilungen auch an der Ostftont, habt ihr Gelegenheit gehabt, mit deutscher Zähigkeit und unerschütterlicher Tapferkeit in; festen Gottvertrauen dem Feinde Trotz zu bieten ;;nd seine Wünsche und .Hoffnungen zun; Scheitern zu bringen! Männer aller deutschen Gane und Stämnw stehen hier treu vereint und sind fest entschlösse;;, dein Gegner auch weiter die Wege zu weisen. Ich spreche den hier^versainmelten Truppen meine vollste Anerkennung für ihre Haltung nnd meine feste Zuversicht aus, daß sie wie bisher mit Gottvertraueu auch scrneühin, ;vo sie eingesetzt werde;;, ihre Pflicht tun werden und für das Vaterland den Frieden erkämpfen, den wir für unsere Weiterentwicklung ben öt i gen. Auch die Abordnmrgen der Kavallerie heiße ich herzlich willkommen. Es ist den Schwadwnei; beschieden gewesei; ' ;,n fernen Osten zr; zeigen, was kühner Unterrrehmungsgeist, schneidiges Reiten und forsche Lanzensührung vermögen. Die Kavallerie hat den alte;; deutscher; .Reitergeist mit Glanz erneut in. Ruin ä nie;; benäesen. ES ist mir ei;:? besondere Freude, Abordnungen der Regimenter hier meine vollste Anerkennung auszusprechen die auch den anderen Kameraden mitgeteilt ;;wrden möge. Ich freue mich in; besonderen, das altbewährte Dmgonervegilncnt §raum Bayreuth von Hohewfriedberg von neuem begWA- wünschen zu können. Als ich die Schwadron Borcke im vorig«« Spätsommer in Pleß nach Rummrien entlassen habe, da habe ich ihr den Befehl mitgegeben, ;mter allen Uu;ständen, !vo sie seit; möge, die albe Tradition 'hochzuhalten, und wenn möglich, neue Lorbeerer; zu erringen. Das Regiment hat den Erwartungen seines obersten Kriegsherr;; entsprochen und Taten m^geführt, die dem alten Fritz droben im Elysium zur Freude gereichen. Möge es weiter so bleiben! Es wird nicht locker gelassen, bis ein glücklicher Friede erstritten ist. * Die englischen Angriffe am LenSbogen verlustreich gescheitert. Berlin, 25. Juni. (WTB.) Am 24. Juni und m der Nacht vom 24. zum 25. Juni Mächten die En g l ände r an dar Arr a s- tfront erneut große An st reu gun gen, sich in den Besitz des jedes wertere Borgtzhen slcarkierenden Lensbogens zü ;etzen. Um 11 Uhr vormittags griffen sie südlich der Stadt nach kurzer starker Artillerievorbereitmrg an. Im deutschen MaschinLN- gelrehr- nnd Artilleriesperrreirer brach der Llngrifs blutrg zusammen. Am Abend zwilchen. 10 und 11 Uhr erneirerten die Engländer den vorinittags fehlgeschlagenen Versuch in großem Maßstabe. Südlich Lens brach der Angriff zu bei>den Seiten des Souchez- Baches verlustreich zuscmt'nren. Auch bn gleichzeitige Angriff im Norder;, westlich und nordwestlich von HuUnch Kitte keinen Erfolg. In erbitterten nächtliche;; Kämpfen wrrrden die Engländer an den wenigen Stellen, wo sie in die deutschen Gräben l?atte;; eindringen können, wieder lstnauLgeworfen. Sie mußten schwere Opfer Mh Toten und Verwundeten zurücklasse;;. Auch Gefangene bliebet; in deutscher Hand. Einen weiteren Angrisfsversnch machten d;e Errg- länder am 26. Juni ein Stückchen weiter südlich in der Gegend von Loos. 9U;r eine kleirw Abteilung konnte bis in den ersten ^rck- schen Graben Vorkommen; allein sie wurde sofort wieder zurückgeworfen. Damit sind alle englischen Versuche, den Lensbvgen zu nehn;en, der sie schon so schwere Opfer gekostet hach wieder einmal gescheitert. 0 An derAisnefront erschöpften sich die Franzosen bet Vauraillon in ergebnislosen blutigen EKgenangrkffen gegen dic mt die Deutsche;; verlorenen Stellungen. Die Verluste der Franzosen. Berlin, 25. Juni. (WTBp Neuerlich aufgcftmdeue Briefe geben über dw Verluste der Franzosen bemerkenswerte Etnzelyeiten. Ein Soldtt des Jiffanterie-Rrgiments Nr. 10 schreibt: Meine Kompag;:ie wurde im August 1916 vor Verdun bis mir 16 Vüann ausgerteben. Nach drei Monaten der Ruhe folgten die uugel)euren Verluste an der Sormne. Dann kauckn ;vrr nach der lüc a i son de Champagne, die ein zweites Verdun für uns wurde. Wrr hatten 700 Mann Verluste. Und so geht es imiter." E;n anderer schreibt: „Mein Regiment !nt am 16. April das Fort Vrimont nrit mrgegriffen. Dabet kamen rvir, wie.meist, nur nhr wenig vor, aber wir verloren über die .Hälfte unserer Effekttv- Uarke:drei Viertel aller Offiziere wurde;; mrßer Kampf gesetzt, ^er Regrmentskommändnir wurde verwundet. Bei meiner Kompagnie fehlten allein 99 Mann. Alle Regimenter des 1. Korps, die angr;pen, hatten ebe;r,o, wie die Division Mtaroeaine ftrrchtbave Verluste Dabei schlug der Angriff vollständig feljl. In den Zer- tungen ,pr;cht n;an,nicht davon." Bei diesen furchtbaren Verluste;; ;st es erklärlich, daß die Truppe;; mehr und mehr ziur Diszi.vlin- longkett ne;ge;;., Etn Soldat der 154. Infanteriedivision sckweibt untern; 18. Mai in sein Tagebuch: „Morgen sollen ;vir angreifen, aber die Moral tst lehr gesunken. Me sind fest entschlossen, wenn ;m Graben der Befehl zum Sckrrm' gegeben wird, den Gehorsam ^verweigern. Ich selbst werde mich den Kameraden an- schlußen." * Die mazedonische Front. Sofia, 25. Juni. (WTB.) Die Blätter v-eröffe^ttlichen Aenstemulgen ecner Llbordirnng VLrschiedcnter Parteien, die teiltet) die mazedonische Front besuchte. Die Mb- geordneten drücken einhellig ihre gnoße Freude aus, die der Besuch rhueu bereitete, sowie das unbegrenzte Vertrauen in die .Haltung der Ofsizteve wie der Soldaten. Beide seren sich der großen Aufgaben bewußt. Offiziere und Soldaten seien unzertrennlich. tttweuium ui niipaiio« Die Gesahr dcr Gegenrevolution. cf* d ^ersb u r g, 24 Juni. (WTB.I Meldung der Petersburgs ^clcgraphen-Agentnr. Äm 21. Juni nahm eine große Derfamm lung von maxtmalistischen Soldaten eine Entschireßun. an, am 23. Juni eine Kundgebunlg der Armee gegen di Pr o v;! fort st che Negierung zu vetunstalwn. Am folgende; -Lage ließen dte Maronalisten folgenden Aufruf in den Straßen an stblage;;: D;e Kapitalisten, die den Krieg fortsetzen nnd die Not un! Teuerung immer noch erhöhen, beschwören eine Gegenrevolutw; heraus. D;e provisorische Regierung unterstützt offen die Mack; der Jmpenansten nnb Bourgeois. Unsere Geduld gebt zu Ende Wir müß-eit durch emc frtedlick>e Kundgebung unsere Wünsche mü Beschwerden zur Kenntnis bringen. Wir fordern daher die Sol - -... * - » vv-wv •• V V«. UV < V | IU l U;lv . A l C U i l lil 1 1 l K ;■ i e g e! W i r w olle n Br o t n n d F r ied e n !" Infoi ge diese Vorgänge l;etz dieZiroviwrische Regierung nach einer Nac!iützun heute früh m den <^tra;;en der -Hauptstadt einen dringenden Appel ow Bevölkerung, rnbig zu bleiben, anschlagcn und erklärte, da I-eder Versuch en;er Gewalttat kräftig unterdnickt s;>erden wird. Auc oer Kougress aller Soldaten- nnd Arbeiterräte ganz Rußlands, de Epekutivausscknlß des Petersburger Arbeiter- und Soldatenratec E'fenilwailchch;:ß des Baneamkongrefses nnd die Exckutivaus •f enit);«e der Sozialisten - und Arbeiterkiarteien ließen ihrerseits eine ..„.„5 | '' " ~ ' ' an] int or ‘ , -- uiMfUUW!, IWWVV UUUUUt, da n uss chreckungen tntr den dunklen Mächten der Gegen revolutio: nutzer: könnten, die auf den günstigen AugenMck svartcten, um gegn bce nationale Freiheit aufzutreten. Die Lsayl z«r verfafinuggebenden Versammlung. PetersburA, 24. Juni. sWTB.1 Meldung der Petersburger Düegra-Hen-Agentur. Der Sonderausschuß, der das Gesetz für die Wadi zur ver fas su umgeben den Versammlung aus- arbeiLet. bat die ZaA der Abg«»rdueten auf MO festgesetzt, so daß aus 200000 Cinwohn-er ein Absmordneter kommt. Jede Provinz rorrd einen Wahlbezirk mit mindestens fünf Mgeordnelcu mahlen. DeterZburg urud Atvskau i verdau besondere Bezirke darstellen. Petersburg, 25. Juni. WTB. RichtamtlrO.) Die Peters-- burgar Delegorvheit agen ti rr meldet: Die vorläufige Regieruug lreisff die DiLuvrduung der Kriegs- tmd .Armeekorpsg^richte, die die Terlt«tffme von Gesckroraneu Vorsicht, die in gleichem Zahl einerseits den Ofsizäeren und Angestellten der Kriegsärnker und ander-er-- seits den Sol irrten enLrwiwnen werdet soillen, gut. Die amläusige ILvgierung beauftragte den Berpfiegungs minister ^zur Organisation der vlanmäßtgen Berteitimg von Stoffen und Sckmhwaren, Petuoleum. Seite und anderen notwendigen Erz-euglnssen zu sckrreitan. Die P reife, zu detten die Erzeugnisse erteilt tzoerden, sollen die Kosten der Herstellung, Befördernug und Verteilung decken. Die Zeickmmrge'u auf die Freiheitsanleih: betragen annähernd IV« Milliarden Rubel. Bern. 25.Juni. -WTB.1 „Jouriral des Debats" meldet aus Petersburg: Angesichts der er'n sten Finauzla g/ ordnete der Munizivalrat von Petersburg die Aufstellung der städtischen Güter und Immobilien au. die zur Beschaffung der notwendigen Mittel tvrpiandet werden sollen. Der frühere GonverneurbonFinnland und sein Adjutant wurden aus der Haft f reiche la s?en, da sich die Haltlosigkeit der gegen sie erhobenen Anschuldigungen ergab. — Die Gau Versammlung der Bauernverttetcr der Provinz Petr so be-- fcbloß die Aufteilung der Ländereien, die bereits erfolgte. — Der Kongveß der na l ionaIdemokratischen Georgier in Tickis beschloß, die A u t o m oi m i t Ge,o » giens zu fordern. Kein Krieg-recht in Petersburg. Petersburg, 25. Juni. (WTB.) Meldung der Petersburger Delegrvvben-Agentur. Das (Gerücht, worrach in Petersburg das Kriegs recht proklamiert worden sein soll, entbehrt jeder Grundlage. Die Kriegsleistungen Amerikas^ Berlin, 25. Juni. lWTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel- dwrg aus Nero Pork vom 24. Juni erklärt die „N eit» Bolr k Times ", es wäre zweckmäßig, unsere ^Alliierten zu warnen, in ttrrzer Zeit von uns zuviel zu e r w arten. Wir habett uns in Marsch gesetzt und wissen., wobiu mir gehen. Aber unsere Bewegungen sind rncht überstürzt. Wenn wir soweit sind, werdm wir 'mser Teil und vielleicht etwas mehr tun. Für den Augenblick aber können es sich die Franwsen nicht leisten, in ihrer Energie nach- - ulaffen. Sie muffen lveiter kämpfen in der Hoffnung und im Vertrauen auf uns. Einstweilen können wir uns nur vorbereiten. Das Lebensmittelgesetz in Amerika. Washington. 25. Juni. lWTB.) Das Revräsentanten- haus hat mit 365 gegen 5 Stimmen das Gesetz, das den Prüf identen zur Beaufsichtigung der Verteilung von Lebensrnitteln und Brennstoff ermächtigt, angenommen. 152500 000 Dollars wurden zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt Durch einen Zusatz wird die Ver- wendtrng von Lebensmitteln zur Bereitung von berauschenden Getränken verboten. Kanadas Teilnahme am Krieg. London. 25. Juni. (WTB.) Nach dem „Observer" teilte der kanadische Prernurminister mir. daß .st a na da bisher 5 25 000 Mann n och Europa geschickt hat. Die Verluste betrügen bisher ungefähr 90 009 Mmrn. In den Munitioussabriken arbeiten über 300 000 Mann. , Der Konserenzborschlag. Berlin . 24. Jtmi Zur Anschluß an die Nachricht, daß Ruß- kwrd eine Konferenz des Verbandes zur Revision der Kriegsziele angeregt hat, ftchtt P. Soarfogtio tm „Mattiua" MeaveO aus: Dreier Konferenzvvrscklag ist nichts anderes als die vlanm ästige Vorbereitung eines Bruches. Jbn an- nelnnen wäre ein kindliches und daher gefährliches Spiel. Die russisch? Regierung ist sich vollständig klar darüber, daß eine Revision der .Kriegsziele dein Kriege Inhalt und.Seele nehmen würde, mÄ daß die angeregte Konferenz in ihrer Torheit ein Ding der Unmöglichkeit ist. Der Zweck, den die provisorische Regierung damit verfolgt, liegt demnach auf der Hand. Sie stellt de. Verband vor das Dilemma, entweder auf das Bündnis mit Rußland zu verrichten oder zu einer Konteren.: zmammenzutreten, aus ivelcker der Feind, offne Sr-oue zu bemühen, die Ziele der Verbandsmächte erfahren und ivmit auf ihren Siegeswillen wertvolle Rückschlüsse macken könnte Unseres Ei'achtens dürfte dieser sinnlose Vorschlag, der eher von einem neuen Feinde als von einem alten Freunde zu kommen scheint, nie und nimmer zur Axrrabme gelangen. Aeffnlich urteilt die „Perseveranza" lMailand: Man muß Rußland zrrnngett, jcg'iche^ geheime oder offene Verbindung mit dem Feinde abzubrechen. Solange die Russen uns nicht volle Ge wäbr rür ihre Solidarität mrt uns geben, können nur ihrer Aufforderung ui einer Revision der Krtegsriete nickt Folge leisten, da wir ja mckst freier sind, durch ein mögliches politisches Opfer militärische Vorteile zu erlangen. (T. D. A.) Deutscher Gesandtcnwechsel in Norwegen. Kristiania, 25. Juni. (WTB.) Dem Telegrapyenbureau! Tchens Tegn vc'vlge ist kürzlick' von der deutschen Regierung l Meldltttg der Agence Havas. Der französische Obcrkommiffar Jonuart hat sich mit dem Ministerpräsidenten Zaimis ins Schloß begeben. Er chzatte eine lange Unterreyung mit dem König. Das Ministerium soll zurückgetreten und Benisetos mit der Kabinettsbildung beauftragt fein. Umbildung de- perfischen Kabinett-, S t o ckhol m . 26. Juni. lL.-A.) Nach Toheraner Meldungen k^er Petersburger Telegrapl^n-i'lgcntur habe in Persien eine Umbildung des Kabinetts statt gesunden, die den Wünschen der Euteute- mächw entgegengesetzt sec. Fn das neue .'»tabmctt seien freisinnige urrd sozialistiicke Führer berufen word-n. Die persisch? B^rolkc- rung bezeichnet das neue Kabmett als ein vertrauenswürdiges Ksaliliousmtnilterium. Der deutsch-österreichisch.ungarische Wirtschaft-verband. Budapest, 25. Zum. WTB Der d c u t s ch - ö st e r r e i - a»»sch-ungariiche Wirtfchastsverbond fetzte gestern ferne Beratungen fort. Friedrich Herz - Wien berichtete über Maßnahmen für die Uebergangswirtschaff, Professor Fellner- Buda- vesr über di^ Valutaregulierung, Rudolf Heinck-Men über die Beri'orgung der Kriegsn-aisen und Invaliden. 0!-eff-rmr R i e s s c x, Praschemt des Hansabundes, sagte, die Ucbergangs.wit müsse mög- ltänr emgeichränkt werden. Handel und Zndustri" dürfen nicht mili- tari.dert werden Ferner sprachen noch Kämpf er l aus .'oalber- stadt, Geheimrat P aas che und andere. Abends ivaren die Teilnehmer Gäste der Hauptstadt zum Nachtmahl. Sie wurden vom Bürgermeister Barzp empfangen. Budapest, 25. Juni. (WTB. Nichtämtlichö Die Tagung dar Wirtschastsverbände nahm folgenden B a s chl U ß a n t r a g an: Die im Sinne dar von den drei Wirtsck-astsverbändan Deutschlands, Oesterreichs und Ungarns wiederholt und einmütig gefaßten^ Beschlüsse betresserrd das Wirtschastsbündnis und die gemeinsame Handels- und Vcrlehrspolitik, sowie die R-echtsannäbcnmF erachten cs die heute in Budapest versammeldeu Vertreter der drei Wirt- schaftsverbände als geboten, auch die wicktigsteir Frager: der U e b e r g a n g s w i r t s ch a f 1 in Uebeveinstimmung und unter gegenseitiger .Unterstützung zur Lösung und zur Erledigung zu bringen. Die berufenen staatlichen Stellen der Acittelmachte sollen daher stets im Einvernehmen Vorgehen mtb alle wichtigeren Fragen der liebergangswirlsck-aft imter steter gegenseitiger Unterstützung lösen. Da der freie U n t e r n e b m u u g s g c i st der Faktor des Wiederausbaus der Wirtschaft sein müsse, so soll ein staatliches Eingreifen nur dort erfolgen., wo zwingende Rücksichten rnsbe- sondere die Forderirng der wirtschaftiick) schwächeren Elenrentc eins ergänzende staatliche Vorsorge rechtsertiger!., Seekrieg. Unsere Gcsamtcrsolgc zur See. Berlin, 25. Juni. (WTB.) Nach Bekanntgabe dar Maibeute r mser er U-Boote beziffert sich der Gesamtbetrag der seit Kriegsbeginn durch kriegerische Maßnuh- rnen der Mittelmächte versenkten feindlichert swvie neu- ttalen Handelsschiffe auf 8 638 500 Brnttoregister- tonnen. Das sind fast 60 Prozent Bruttoregistartornregr mehr, als die deutsche Handelsflotte beim Ausbruch des Krieges zählte. In derselben Zeit wurden außerdem an britischen Kriegsschiffen 157 Einheiten mit einer Verdrängung San 632900 Tonnen und insgesamt 255 feindliche Einheiten mit 892 465 Tonnen versenkt. Dieser Verlust iommt dem Bestand der Kriegsflotte der Bereinigten Staaten von Amerika zu Begiim des Krieges etwa gleich. Neue U-Boot-Ersotge. Berlin, 25. Juni. (Amtlich.) Neue U-Boots- Er folge im englischen Kanal, im Atlantischen O z e a u und in der Nordsee: 24 000 BRT. Unter den versenkten Schiffen befanden sich ein englischer Frachtdampfer, ein großer liefbeladener, durch Zerstörer gesicherter englischer Tankdampfcr, ein bewaffneter Dampfer von 6000 Tonnen, Ladung anscheinend Stückgut, der aus Geleit- zug herausgeschossen wurde, sowie zwei bewaffnete Dampfer, von denen der eine Palmöl und Safransaat gelaocn hatte. Ein weiterer versenkter Dampfer hatte Grubenholz als Ladung. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 25. Juni. (Amtlich.l Unsere Mittelmeer- U B o o t e haben neuerdings 10 Dampfer und 9 Segler von insgesamt 28 580 BRT. versenkt. Unter diesen Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer Kallund- borg (1590 To. >, der italienische bewaffnete Dampfer Fert (5567 To.) und ein uribckanntes feindliches Scktzff von 4000 To. Die Ladungen aller versenkten Schiffe lvaren für Häfen der Entente bestimmt und enthielten 9400 Tonnen Kohle, 7100 Tonnen Eisen, 5800 Tonnen Treiböl, ferner Schlachtvieh, Olivenöl, Erdnüsse, Salz, Wein, Benzin und Schwefelkies. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Bern, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Tempsmeldung wurde von Ferrol aus die Versenkung eines griechischen D if nt pf ers durch ein de u t - s ch es Unterseeboot beobachtet. Die Besatzung wurde vo7l einem spanischen Fischerboot gorettet. Madrid, 25. Juni. (WTB.' Dem „Jmparcial" zufolge versenitcn Unterseeboote in der Nähe voir El F-errol den französischen Dampfer „Bean", in der Nähe vo-n Tanger den italienischen Dampfer „Italictt( (5500 Ton neu mit Eisen und Kohlen von England für Tarent, in der Nähe von Oviedo den norwegischen Dampfer „S v i n d" ans Farsnnd mit Koks von Mw Castle nach Livorno. Bei Malaga strandete der englische Dampfer „B uliramante". Der Dampfer „W illia m s" (8000 Tonnen) mit .vövhlet: aus Cardiff für Genua ist in der Nähe von Alicante ge- sttandet. Madrid, 25. Juni. (WTB.) Funkspruch des Korre- spoudeuten des Wiener K K. Telegraphen-Korrespondenz- bureaus. Dem „Jmparcial" zufolge versenkten Tauchboote in der Nähe von Coruna den griechischen Dampfer „Katarina", 3091 Tonnen groß, aus Svra, der vermutlich eine Ladung Eisenerze hatte, und bei Kap Ortegal den dänischen Dampfer „Eygard". Der kürzlich nordöstlich von El Ferrol versenkte bewafftrete französische Dampfer „B c a u" ans Bordeaux hatte Getreide an Bord und befand sich auf der Fahrt van Ormr nacki^ Brest. Haag, 25. Juni. (ÄTB.) Nach dem Korrespondenz-- burean tvurdc der holländische Dampfer „Tel e - graast' am Sonntag, oen 17. Juni, auf der Nordsee von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Aus dem Reiche. Die Polenpolitik. Berlin, 25. Juni. iWTB. > Die „deorod. Atlg. Ztg." schreibt: Wie wir erfahren, traf der Kultusminister neuerdings über den (Gebrauch der polnischen Sprache im R ee l i g i o n s unterricht in den Bolksschusen der Protz inz Posen eine Anordnung, die scnren bereits in einer Reihe von Einzel fällen getroffenen Entscheidungen allgemeine Bedeutu.ng verleiht. Sckwn von Beginn des Krieges an legte die Unterrichtsverwaltung W?rt darauf, den Relrgi- giansunterricht in polnischer Sprache in den Sck)ulen der Provinz Posen da wiederherznstellen, wo er wegen des Mangels an polnisck>en Lehrern halte eingestellt und durch Religionsunterricht in deutscher Sprcrckw hatte ersetzt werden müssen. Außerdem wnrderr auch Anträge von beteiligter Seite ans Zulassung der polnischen Sprache in dem Religionsunterrichte der Unterstufe in mehreren Fällen berück »lchtigt, in denen ein größerer Teil der Schulanfänger nicht die genügende Vorlenntnis im Deutschen besitzt. Nunmehr soll auch ohne besondern Antrag überall da, wo von den in die Schule ein treten dert Kindern ein Teil der deutschen Sprack-e nicht mächtig ist, für dies: Kinder auf der Unterstufe der Religionsunterricht irr politischer Sprache ein geführt werden. Wenn an einer Schute polrtisch sprechende Lehrer nicht vorhanden sind, worden die Lehrer: benachbarten Schule, soweit und sovange dtieS rncht mägllch ist, geeignete Geistliche mit der Erteilung des Religions« Unterrichts für die polnisch sprechenden Kruder betraut werden. Unter Berücksichtigung der Zahl der deutsch und polnisch sprechenden Kirrder sowte der verfügbaren Äehv- trüfte haben die Regverungen das Nähere ttr jedem Falle zu verfügen. Bei der Durchführung der Maßnahme Wachen die Regierungen und Schulaufsichtsbeamte sowie die Lehrer von denn (Knurdsatz entgegenkonrmender Billigkeit sich leiben lassen und die in einzelnen Fallen sich ergebuden Schwier rigkeiten zu überivinden bemüht sein. Meldepflicht für Kohlenverteilung. Berlin, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Durch Be- kaimttnackiung des Reichskommissars für Kohlenverteilung vom 17. Juni ist'siir alle gewerblichenVer- braucher von Kohle, Koks und Briketts mit einem monatlichen Verbrauch von zehn Toirnen und darüber die Meldepflicht eingeführt. Die Bekanntmachung ist in Nr. 145 des deutschen „Reichsanzeigers" vom 2'?. Juni veröffentlicht und wird auch durch die Kreisblätter und sonstige amtliche Zeitungen weiter verbreitet. Wegen der Einzelheiten der Meldepflicht und ihrer Erfüllung rvird auf diese Bekanntmachung verwiesen. Es wird hiermit darauf anfmerk^ sam^ gemacht, daß die erstmalige Meldung in der Zeit vom I.^Juli bis 5. Juli zu erfolgen hat. Die für die Meldung erforderlicheit Karten sind bei der zuständigen Ortskohlew- ftelle, beim Fehlen einer solchen bei der zuständigen Kriegs- wirtschaftsstelle und wenn auch> diese fehlt, bei der zuständigen Kriegsamtsstelle gegen eine Gebühr von 0,15 Mk. erhältlich. Eine Anweisung zur Ausfüllung der Karten ist diesen beigegeben. Anfragen und Anträge in dieser Angelegenheit^ sind an die zuständige Ortskohlenstelle (Kriegs- uckrtschaftsstelle oder Kriegsamtsstelle) zu richten. * Berlin, 25. Juni. (WTB.) Wie der „ReicltsanMg^ meldet, ist dem General der Infanterie v. Lieb ert der Orden P o u r l e nt e r i tc verliehen worden. München, 26. Juni. (B. T.) Der türkische Kultusminister Schükri Pascha trifft am 11. Juli zu dreitägigem Aufenthalt in München ein. Arrr Ltcr-t und Lund. Gießen, 26. Juni 1917. X Regelung des Obfrverkehrs. / Bon zuständiger Stelle wird tms geschrieben: / Es erscheint notwendig, noch eimnal kurz die wichtigsten Gcsetzesbesttmmungen über den Obsthandet zu wiederholen: Der gewerbsmäßige Aufkauf von Obst ist im Gebiete des Groß Herzogtums der Landeeobststette Vorbehalten, die ihr Aufkaufsrecht ausübt durch die Kommissionäre und Aufkäufer, die Artsweiskarten der Lartdesobststelle erhalteu. Der Absatz von Obst direkt vorn Erzeuger an den Selbst- tzerbraucher ist in der gleichen fflemeinde nicht beschränkt, es sollen aber nicht mehr als 25 kg, bei Beeren 10 kg abgegeben werden. Zum Bezug aus einer anderen Gemeinde ist ein B e f örd e r un g s s chei n nötig, den man vom Kreiskommissionär beziehen muß. Außerhalb .Hessens wohnende Verbraucher benötigest zu dent Bezug vo»t Obst aus bem Großh erzog tunt Hessen ebenfalls einen besonderen Be- förderungsschein, der von der Geschäftsabteilung der Landesobststelle in Darmstadt, Sandstraße 36, anzufordern ist. Auch hier darf die zum Versand zirgelass-ene Menge jeweils 25 Kg bzw. 10 kg BruttogetvickU nicht übersteigen. Die Be- förderungsschettre müssen vom SeUfftDerbraucher stets unmittelbar an deit Er.zeuger erngeschickt lverden. Eine Weitergabe an andere Personen, insbesondere Hcntdler, ist verboten und sttafbar. Solche Befbrdernngssct-eitte werden für Frühobst jetzt nicht mehr ausgestellt. Obsterzeuger dürfen ihr Obst nicht rat die Kleinverkauser in der Stadt verkaufen. Diese städtischen Kleinverkäufer werden von den Städten beliefert, die die nötigen Meti-gen von der Landesobststclle -ugewesen erhalten. Unbedingte Einhaltung der festgesetzten Höchstpreise rvird streng gefordert. Wer dagegen verstößt, tvtrd vom Obsthandel ausgeschlossen. Eine Umgehung der Hockfftpreise durch Zahlung von Trinkgeldern, erhöhten Fuhrlohn usw. ist sttafbar. Auf den Wochen- im ärktcn darf Obst nur pfundweise (.Höchstmeuge 5 Pfd.) abgegeben werden. Die Landes ob sfttelle läßt nur solche Personett zum Ankauf vott Obst zu, die schon vor dent 1. August 1914 Obsthandel bettieben haben. Das ist eine tveise Bestim- ^ mttttg, Idemt der Handel mit Obst will gelernt undcherstanden "feitt, wenn nicht öfters größere Mengen durch uttrichtiges Ernten, schlechte Vers>acküng, Aufbeivayrung usw. zugrunde gehen sollen. Wer Obst auf Bäumen versteigert, hat den Versteige- rungstermin dem für den bettesfenden Bezirk zuständigett Kommissionär der Lattdesobstftelle spätestens 5 Tage zuvor anzuzeigen. In die Bersteigernugsbedingun^u ist der Vorbehalt attfzunehmen, daß der Steigerer die im eigenen Haushalt tticht benötigte gesteigerte Obstmengc an den zu- ständigen Kommissionär der Lau des ob st stelle abzuführenchat. Es ist verboten, gesteigertes Obst aus Wochenmärkte zu verbringen, sowie solches Obst and-even Personen als dem Kommissionär der Lcmdesobsttrelte zu verkaufen. Die Landes- vbststelle ist berechtigt, die Versteigerttngsergebnissc ei uzt o« fordern tmd zu prüfen. * ** Kirschen und Heidelbeeren. Es ist eine auffallende Erschemung, wie alles mrttt und läuft, ltftt Kirschen • zu erhalten. In Frieden szeiten war der Preis von 30 Pfennig für das Pfund vielen Hansftanett zu teuer/ und jetzt bei dein Höchstpreis von 50 Pfennig für das Pfund Irant das Lebensmittelamt nicht genug Kirschen herbeibringeu. Wettn eine Settdung von Körben ankomntt. so werden sie an die Händler verteilt, die sie schon nach kurzer Zeit in ihren Lädeit oder rat ihre-n Ständen ausver- lapft haben. Ein Drangen und Eilen, um Kirschen zu erhalten, ist durchaus nicht nötig. Es kommen jetzt täglich ^ weiter nocki größere Sendungen, und erst am Freitag ist es dem Lebensmittel amt gelungen, bei der .Kirschettverstei- gernng in Betten haufett eine größere Menge bester Kirschen ztl ertuerben, die jetzt von einem fachkmrdigen Manne gepflückt und der Obst- und O'wmüseverteilungsstellc, Brandplatz 3, zugeführt werden, um durch die .Händler zum Verlauf zu rammen. Es besteht auch Aussicht, aus der größten Kirschettplantage in Oberbesfen ein weiteres größeres Quantum für Gießen zu erhalten. Diese edlen, guten Sorten gehen jetzt erst der Reife entgegen. Auch für die Heidelbeeren! ist vorgeforgt, so daß es uns auch daran nicht fehlen wird. In ctu>a 14 Tagen wird die Heidelbeerernte begimteti, die ttach allen Berichten gut ausfällt. "" S a m nt eit O b fr kerne! Der Kriogswirtscha ftliche Ausschuß des Alice Franenvcreins schreibt: Auch in diesen- Jahre ist die Sammlung der Obstkerne zur Oetqewiunung eine dringende vaterländische Pflicht. Die Hausfrauen lver- freit gedeLüa, fol^enbe Mernarten gereinigt, getrocfnct und nuch Arten getrennt zu sanumLn: Kirschen, Pfbaunren^ Avetscl^n, MrvabellLN, Reineclauden, Aprikosen, Kürbis, Apfelsinen imd Zitronen. Di-o Kerne sind abzuliesern in den vmn KriegsWirtschastlichen Ausschuß des Aticv-Frauen- verernS und ini Einvernehmen mit dem Groß herzoglichen Ministerimn des Innern in jedem Orte Hessens errichteten Sammelstellen oder in der: Schulen. Für jedes Kilogramm gereinigte, getrocknete und nach Arten getrennte Steinobstkerne werden bis zu 10 Pfennig in bar oder mit Gutschein, je nach Bestimmung der Kreisleitung, bezahlt, für 1 Kilo trockene Kürbiskerne 15 Pfennig, für 1 Kilo Apfelsinen- oder Zitronen Verne 35 Pfennig. Wer auf Vergütung verzichtet, wird gebeten, die Kerne unter Aufsicht eines Lehrers sammelnden SchülerVolonneu zu übergeben. * ** Auszeichnung. Der Musketier Ernst Weisel von Gießen wurde mit dem lEisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. ** Ober hessischer Ku n ft verein. Morgen Mittwoch nachmittag 5 Uhr findet im Kunstveveinssaal die diesjährige ordentliche Hculptoersammlmrg des Olxrhessischeli .VtUnst- oereins statt. Gleichzeitig wird den Mitgliedern eine A ynarell - A usftellung von dem hier verstorbenen Geh. Baurat Professor >?ugv von Ritgen gezeigt. Am Donnerstag und Montag kann > iese Ausstellung ebenfalls von -den Mitgliedern des Kunstvereins :on 11 bis l Uhr besichtigt werden. ** Die Ge baulich!? eiten der hiesigen Aktienbrauerei sind von. dem bisherigen Pächter, Fa. Poppe L Co., <>u einem Teil für 200 000 Adark von der Stadt käuflich erworben worden. Es liandelt sich um rund 20 000 -Quadratmeter Gelände. Der gesamte kaufmännische Betrieb der Firma, der bisher in Franko surt war, wird nun nach hier verlegt. ** Die Einziehung der Silber - und Nickel münzen scheint nun bestimmte Form anzunehmen. Ein Erlaß preußischer Ministerien itintmt Bezug aus die Erklärung der Neichsfinanz- venvaltung von: 2. Mai, daß zur Beseitigung der durch Ausspeick>e rung von Hartgeld hervvrgernfenen Kleingeldnot erwogen werde, die Silber- und Nickeflmünzcn außer Kurs zu setzen und das gewomnne Silber zur Prägung neuer Münzen zu hißmtzaut. daß Lm Falke der Einziehung die alten Münzen nicht nneder Geltung «rlmrgen würden. Er ersucht, die Regierung und die unterstellten staatlichen Kassen, sowie die kommunalen Kassen und Sparkassen anzuweisen, zur Erleichterung der dlbliesernng der tmgefammelten Bestände den an sie herantretendeu. Wünschen des Publikums nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Soweit es der l^estehende Mangel an tieinem Wechselgeld erfordert, können die >Äsisen einstioeilcn die Münzen Nnetn'r in den Verkehr geben, In3l durch Neuprägungen der Bedarf gedeckt sein tvird. Die 'Kassen sollen ferner dafür sorgen, daß die obenerwähnte Erklärung in weiteste! Kreisen, insbesondere auch ans dem La nbc, wo nach allen Be- oboaüungen sehr viel Hartgeld angesammelt sei, bekannt und dabei auch daraus bingcwiesen :oird, daß, falls durch die vom Reiche in Aussicht genommene Maßnahme die sogenannten Geldhämstcr ge- sck«Ä>igr werden sollten, darauf keine Rücksicht genommen werden könne, da seit längerem vor diesen unvernünftigen Ansammlungen gewarnt worden sei. . ✓ ** Verwundete und erkrankte Kriegsteilnehmer txnlirren oft ihre Ansprüche besonders aus der Krairken- n n d I n v a l i i> c n v e r s i ch e r u n g , weit sie über die in Frage kommenden Bestimmungen nicht genügend insorrmert sind. Es kann deshalb allen Kriegstrilnehnrern oder sonstigen Heeresange hörigen > die auf dem Gelnete der Kranken- und In vali denv er - Acherung, Fami lieu Unterstützung , Krrcgs- w o che n hi l fe itfw. über irgend eine Frage im Unklaren sind, nur -nnpfohlen werden, sich iwn der seit'einem Jahre bestehenden Ver- wundetenberatungsstelle (<Äprechsttmben Dienstag nr^» Freitag von 2Vs bis 3 1 / 2 tlfvr im Soldatenhcim^ beraten ;u lassen, woselbst mrch alte erforderlichen Schriftstücke unentgeltlich angesertigt toerden. Soweit die Ratsu,ck?enden nicht ausgehen köimen, wollen sich dieselben schriftlich) an den Leiter der^ Beratungsstelle, BnreanbeaTN'ten H. Kirchner Gießen, Schissen- berger Weg 16, wenden, der aus Wunsch bereit ist, die Ratsuchenden in den Lazaretten zu besuchen. ** Der Reise-Abmeldeschein. In einem Rundschreiben an die Bundesregierungen weist der Präsident des Kriegs- rnährungsamts zur Behebung von Zweifelst daran.f hin, daß Per- sonen, denen, seitens ihrer Heimatsbelwrde beim Verreisen ein i!bmeldcsc!'7M ausgestellt worden ist, sich, wenn sie den Reiseort zwecks Rückkehr nach der Heimat wieder verlassen, dort abmelden und einen Abmeldeschein erhalten müssen, damit die Wiederaufnahme ihrer Versorgung in der Heimat erfolgen kann. Für das zwischenstaatliche^ AiiSgleichsverfahren, das hierdurch nicht beein- trächrigt wird, sind nur solche Abmeldescheine zu sammeln, die zugleich die Bescheinigung des Gastorts enthalten, daß und wann der Fremde wieder abgemeldet ist. ** Die Frauenabteile in den Scktnelt- imd Personen zügen kommen laut „Wiesb Ztg." bis auf weiteres von jetzt ab in Wegfall, nachdem sich in der letzten Zeit ergeben Ixtt, das; fetn be sanderes Bedürfnis dafür vorhanden ist. ** Ma u set v p husbazillus. >Ms Abwehrmittcl gegen die in letzter Zeit überl-andnehnrende Mäuseplage wird den wirten d-cr in Form flüssiger langende Mäusetpphnsbazillus weife äußerst einfach) ist. Das mittebanrt, Zimmer 6, bezogen Reinkultur zur Verwendung ge- empsohleu, dessen Anwendungs ?Nrttel kann durch das Lebens-, werden. f VUfl von Saatwicke n. Weitere Bestellungen auf Sommerwicken zur Stoppelsaat und Winterwicken werden auf den: 8täöt. LebensmitlÄamit, ,Zim.mer 6, noch entgegengenonren. ** Holzvcrsteigerung -begnuit am Aüontag, 2. Juli, vormittags 9 1 2 llhr, in den Waldungei: der Stadt Gießen. Näheres siehe Bekrnntinackung. ** I nt Lichtspielhaus Bahnhofstraße wird heute zum letzten Male das gewaltige Mprineschanspiel in 5 Abteilungen: Stolz irefrt die Flagge schwarz-weiß-rot! gegeben. Der Film ist vom Sekretär des dentschen Flotten verzins verfasst imd gewährt marrnig- achc iutcressante Einblick- in das Leben und Treiben bei der deutsche:: Marine. Ein spannender Liebesroman verknüpft zwanglos die einzelnen Bilder miteinander, die uns u. a. alle Schifsstypen der deutschen Marine vor führen. Zum Schluß uürd ein über- '.»ütiges Lustspiel in drei Akten .,.Fl*r Papa" gegeben, das »mit feiner übertnütiffeti La um die Zuschauer unwiderstehlich initreißt. ^ ^WletTottisext Habet Wotgöt tfBOtfo 8 » Mtl Kaff« Amend statt. Siehe Auseigm £i Kreisblatt, M. 107, enthält Bekanntmachungen Wn: Flachsbau. — Schlußprchfung der Aspiranten und Aspir-an-- wm«r des Schulantts. — LandeSpolizeilick-e Abnahme der Ächmal- spurbaln: nach dem Bahnhof Lang«ns. — Bekanntmachung der Reichsbeklewimgsstelle. — Feldbereinigung in Röthges. Landkreis Gießen. ** Münster (Kreis Gießen), 25. Iimi. Der Gefreite Heinrich Sieg, nt einem Infai:terie-Reg:m ent, wurde in detr Kämpfen im Westen mit dem ^Eisernen Kreuz . 2. Kl. ausgezeiclmet ^ Rüdingshamsen, 25. Funi. Zum Vizefeldwebel befördert umrde der Lehrer Otto Bejckcr. Kreis Büdingen. . # Büdin gen , 25. Juni. Die Hessische TapferkeitSmchaille erhielt Karl Hvfma n n. ch- Nidda, 25. Juni. Das Eiserne Kieuz erhielt der Musketier Fritz P fann>m!üller, die Hessische Tapserkeitsmedaillel Fritz Böhl, das Verdien st kreuz für KriecBhilfe der Beamte der Teleplwn- und Telographeubau-Ofesellschast in Frankfurt (Main) Heinrich Leichthammer. — Vom ]. Juli bis 30. September tritt in dem benachbarten Bad-Salzhausei: wieder eine Postagen t u r in Tätigkeit. Kreis Lauterbach. 4t! Al tenjs chlirf, 26. Juni. Fürs Vaterland starb der hiesige Lehrer August H ilger, Lmttiant der Reseve, Inhaber des Eisernen Kreuzes ierster »und zweiter Masse und der Hessischen Tapferkeitsmed^rille. Er war seit Kriegsbeginn an der Front und wurde durch Handgranaten schwer verwundet. Günstig vorgeschrittene Heilung konnte den Transport in ein .Heimatlazarett gestatten, als plötzlich Herzlähmung den Tod herbeiführte. Kreis Fricoberg. # Friedberg, 25.Juni. Das Eiserne Kreuz erster .Klasse erhielt der Seminar-Hilfslehrer^ Gustavs Kaufmann, Leutnant^ und Adfutant, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse und der Hessischen Tapscrkeitsmedaille. Q. Bad-Nauheim, 26. Iuni.^ Die in der hiesigen Drogeu- l>andlung von Apotheker .Hahn angestellten jungen Leute S. und M. l>aben ihren Brotgeber seit Nionaten dadurch erheblich geschä digt, daß sie in raffinierter Weise die Registrierkasse zwar drückten, aber durck einen geschickten Handgriff verhinderten, daß sich der eiugegangene Bettag auf dem Zahlstteifen abdruckte. Das unter- schlag-ene Geld verpraßten sie in leichtsinniger Gesellschaft. Die beiden jungen Leute wurden sofort entlassen, und zur Anzeige! gebracht. , , . , — Aus der mittleren W e t t e r a u, 25. Juni. Die in diesen Tagen allerorts nieder gegangenen durchweichenden Landregen baden die Ernteaussichten in hiesiger dAgend lmdeutend gebessert. Die vereinzelt bestehende Gefahr, daß bei weiter anhaltend der Trockenlieit Notreife, insbesondere bei Korn, eintreten kömite, ist umi Gott sei Dank vorüber. Aus trockenen Stücken hatte der Halm eine bereits bedenklich gelbe Farbe ang-enonmren. Der Kolben des Weizens inmmt eben seine Entwicklung, da die Feuchtigkeit jetzt gerade von allergrößtem Nutzen ist, wenn auch der Halm selbst etwas klein bleibt. l ; Lm meisten , jedoch kommt der w-.rrme Regen den Kartoffeln zugute, denn hier sah der Landwann mit bedenklicher Miiene der Zukunft entgegen, da gerade die jetzt zur Blüte kommenden KartossrlstLMde:: -um Ansatz der Knollen eine große Menge Feuchttgkeit l-enölägen. Die Frühkartoffeln haben schon, ausgeblüht und wird in ungefähr 3—4 Wochen, mit der Ernte begonnen. Dem zlveiteu M'rc sowie dem kommenden Grummetgras sind die RcgenmiNlgen von imschstrtzbarem! Wert. Lllles^in allein ist die Witterimg wie io' besser der Larünnmin nicht lvün- scheu kann. Da cs am gestrigen Aoharnüstag glicht regnete, steht, der Bauernregel zufolge, gutes Welte'.- in Aussicht. Starkenbrrrg und Rheirchesjen. ** M a i n z, 25. Juni. Das Kreisamt hat die O V st!a u -s f n h r aus dem ‘ Kreise Mainz verboten. Hessktt-Nasfau. mr. Frankfurt a. M., 25. Iüni. Trotz der Einschränkung des Gas ver br anches uverden augenblicklick: bei den Gaswerken der Stadt nur 15 Prozertt Gas imd 6V» Prozent KöWen erspart. Um um: eine '.veitere Ers p arnis herbetzuführen, erscheint in den tiächsten Tagen eine Bekannttn achimg des Magistrats, nach der den einzeluien Harrsbaltmigeu prozentual die (vasmenge zugewieseu wird, die sie verbrauchen dürfen. Feder Kubikm'et'er Mehrverbrauch) wttd mit einer Mark Zuschlag berechnet. Tlußerdem soll gegen die Gasverschwender mit strengsten Strafe:! vorgegange-.i »oerden. mr. Frankfurt a. M., 25. Juni. In den weiten Wäldern des LHemoaldes und Spessarts, teilweise auch im Tamms wurden die ersten reise 7t Heidelbeeren gepflückt. Im Lmtst dieser Wockw ist mit dem voNen Einsetzen der Ernte zu rechnen. Sie loird altem Anscheine nach ein erstRassiges Ergebnis ausweisen, dabei l)abeu die Beeren durck) die lange Trockenheit einen großen Süß- gelalt. An einzelnen Orten des Odenwaldes tvnrden die Schulen geschlossen, um den Segen des Waldes vollständig ^ein heimsen zu kö!'.nei:. ^zahlt werden für den Sckwvpen 30—35 Pfennig. = Kal da ch a. T., 25.. Juni. Beim Baden in der Nidda erlitt der Schreinerlehrling U l l e n d ö r f e r einen Herzschlag. Er verschwand im Wasser mrd tonnte erst nach längerer Zeit als Leiche geborgen »oerden. = Kassel, 25. Juni. Als Rittmeister Freiherrn von Nicht- Hosen, den größten Fliegerl-elden Deutschlands, ließ sich in hiesigen Wirtschaften ein Mcnm bewundert: und gebühreaid feiern. Schließlich sahen vernünftige Letcke sich den ,,Rittmeister"^ doch etwas näher an. Auf der Polizei entpuppte sich der Äuff'chneider üls ein Landnnrt aus Kottbus. ** Wiesbaden, 25. Iimi. Der Verband der Baugenossenschaft eil von Hessen-Nassau mid Süddentschland tagte hier im Beisein von Berttetern des Ministeriums des Innern und der öffentlichen Arbeiten, einiger Regierrmgspräsideirten und Mitglieder der Eisenbahndirektiomm Frankfurt und Mainz. Just: rat Alberti- Wiesbaden sprach über die BaugenossensckMften nach dem Kriege: sie härten keinen Anlaß, besonders besorgt.in die Z»u- kunft zu schauen, eine allgemeine Wirtschaftskrise oder Arbeits los:gleit sei nicht zu etfwmen. Ein engeres Zusammerrarbeiten mit dem Verein für Förderung des Arbeiterwbhn:mgsweseus soll durchgesichrt werden. beider getötet, zwei «ödere sowie der schwer verletzt. Eine Anzahl Fabnkgebäude brannten.lnsolge durch den Blitzschlag hervorgecusenen Feuersbruntt nrec^r. " Wien, 25.Juni. (WTB.' Me der ..Morgen berrmvett zeigte der Züricher Ehirurg Professor Saiicrbru nh S Sitzung der Gesellschaft der Äerztc ein von chm etttdccktes ope ttveS Verfahren, welck)es bezw.'ckt, wilMrlick» bewegvar satzglieder für amputierte Glieder mit Hilst lebender quellen herzustellen. (£■ asb* Eingesandt. ... (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik flehenden^ Amr« übernimmt die Räraktion dem Publikum gegenüber rem Verantwortung.) Aus dem Hose des (tzrundstticks Nr 14 an der Straße ertönt tagtäglich bis in die spätesten Abendeuplwn b. .. — ja häufig sogar des Nachts — ununterbrochenes gewiß keine Aunehmlichkeit für die Nachbarichatt und :n,bei störend für alle in der Nähe wohnender: GefchästÄ^ttw^-v wäre polizeiliches Emschreiterr vrmnöten und dringend gevore . Wittcrungsbcricht. (Oeffcntlicher Wetterdienst.) Wolkig: bis auf Gewitter und Regenschauer »venig geändert. trocken. Temtzz Berlin Letzte Nachrichten^ Diktator Wilson. 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.), Nach tutn vsrmischter. * Ford o (Kr. Gravenorück, Saiwrland, 26. Funi. Durch Blitzschlag in eine hiesige Eisenwarensabrik lonrden zwei Ar- 'V v l L l il / uU• l \ 'vv'O'sJ- ^ ) vntrh Achldmm her „Times" vom 18. Juni aus Washrnatonnnro das Borgehen des Präsidenten in der Frage, des gesttzes und in der Nahrungsmittelkontrolle sonne oer v^' tcilung weitgcheitder Vollmachten an .Hoover ohne gcsetz- lick)e Sanktion als ein weiterer Schritt zu bnier dittaro - sche nMack)t Wilsons bezeichnet, wie sie in der Getmtchre oer Vereinigten Staaten bisher nicht gesunden wurde. Der rtor- respondent der „Morniugpostt^ erklärt, daß das Vorgehen des Präsidenten, an den strengen Grundsätzen der VersapMV gemessen, verfassungswidrig sei und den Präsidenten voraussichtlich häßlicher Kritik aussetzen lverde. Asquich. _ Berlin, 26.Juni. Medio „Vchs. Ztg," indirekt aus erfährt, bilde gegenwärtig den Hauptgesprachsstoff rn potttvcywv Kreisen die Frage des EffttrittS Äsquiths in das Kam NM George, der beso:ck>ers im Hinblick aus die inte nationale -^rge an- gesttebt werde. Bothas Hetzreden. Gens, 25. Juni. Dotha l)vb in einer Rede m Robettchatt die republikanische Propaganda bervvr rmdbctonte die leorwendi-g- keit der politischen Verbindung Südafrikas mit England. Der Genfer Zwischenfall. Berlin, 26. Juni. Gestern abend empnng der oeuticye Gesandte in Bern, Baron Romberg, :vie die V Z. meldet, den Besuch des Ministers Durruant, der im Aufträge der Lchcheizer Regierung das tiefste Bedauern über die Genfer Zwffchen- sälle aussprach und zugleich eine strenge Ahud iln g der gegQi Deutschland verübten Beleidigungen in Aussicht stellte. Der Mutsche Gesandte nahm von den Erklärungen des Ministers Nottz. Hofsnmrm und Grimm. Berlin, 26. Juni. Die englischen tend srauzölsichen Blatter ergckhen sich weiter in Kritiken gegen Hossmann und Grimm. Die deusicks-sckMeizcrisckren Blätter verwahren sich kräftig gegen den unverschämten Ton. Berlin, 26. Iimi. Wie vm: verschiedenen Seiten gemeldet ;vird, dürste die Wahl -Adors als Nachfolger Hoffwanns bereits Tatsache sttn. Aus einer Zusammentuusr, die zwischen Ador und einer Abordnung des BundeSvats am Samstag in Lausanne statt fand, sei, wie es heißt, eine Enrigmig dabin erziett, daß Advr das politische Departement bis Ende des Jahres übernehme, die Han- delsaddeilung aber vom twlitrsckren Departement abgetremrt und dem Finanzdepartement angegliedett werde. Berlin, 26. Juni. Am Sonnchg haben sich in Uzriach laut B. T. 500 Vertreter der Deutsch-Schweizer Gestllschisten versammelt, imi gegen die Ausschreitungen der Weftschweizer zu protestieren :md die Hossirung culszusprechen, daß Hossmarrns polittsthe >kraft bald toieder dem Lande nutzbar gemacht toerde. Aus flttl tziaub. Berlin, 26. Juni. In einer Reih:' von Blättern wird von der Mitteilung .Kenntnis getwmmen, daß der einstweilige ruiiische Kriegsminister in einer mehrstündigen Besprechung mit dem eng- vischien Bosickmstcr, Bnchancut, letzteren am das dringendste ersucht habe, seinen Plan in Bezug aus die Wiederausrichtung des Zarentums, endgültig auszugeben. Berlin, 26. Juni. Nach italienischen Blättern soll«: in Petersburg zur Ausrcchterhalttmg der Ordmmg 20000 Frontsoldaten eingetrossen sein. > Köln, 26. Juni. Der „Köln. Ztg." zufolge bringen die :ieue- steu russischen Blätter eine ausführliche Melduttg über die Meuterei einer gatrzeu Division. Gegensinn zuletzt meuterndes Regiment habe eine sörmlick^' Schlacht geliefert tverden müssen. Berlin, 26.Juni. Dem „Berl. Lok.-Anz." zufolge, habe sich iu den letzte:: Tagen die Spannung zwisck)eu der Ukraine und der Petersb::rger Regierung zugespitzt. Rußland :md die Geheiuchokumrute. Sto ckh vln:^ 25. Juni. Wie aus Peterburg gemeldet tvttd. bogibt sich dieser Tage im Amttage der provisorischen ^liegierung der Petersburger sttechtsaiiwalt Shankow nach Westeuropa, um. wie es in seinen Jrsittuktionen wörtlich heißt, au Ort und Stelle Eine genaue Untersuchimg der diplomatischen und polizeilichen; Verträge des alten Regimes anzustellen und etwaigen gegen- revolntionaveu Bersuckxnr ent-gegenzmretrn. Die Spesialnnssioi: be- zieht sick) gleichzeitig auf Nachsvrsckmngen nackv diptomanschen Aktenstücken, der Gegenstände in Petersburg iricht auffindbar sind. Umschwung in Spanten. Gest f, 25. Juni. In der spansichen liberalen Partei ist eine Krise ausgebr-ochen. Laut „Temps" berichten ver schiedene liberale Blätter von wichtigen Konferenzen in der Wohnung des Herrn Prieto. (Ilökero 8 Lerta — Oberprima) ^aknabms nonvr Schüler jederzeit Gate Krfolj^e. FJnjfihrs^en-, Primaseife*, Abifarienten- prüfnng. Dnrch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren derfifc9e(z;li(iien Schul- nfflot (Minist. Ver- füfniTiff vom 13. V. 14). Nähere* durch Direktor Brackemann, Ludwigs tr.70, F emr.633 VchtciAttWßZllnztiAe. Freitag, den 28. Fnni l. I., vormittags 10 Ubr, werde ich Marburgcr Straße Nr..30, Werkstatte z. Gießen, die zur Konkursuiasse Karl Sommer dahier gehörigen Werkzeuge u. Vorräte einer Schreinerei, inSbcs. Furnier- vr»ssen, 1 Svrossenüanze, Maschinenbohrcr, l ü>larmor- ausiatz für Waschtisch, Rta- schmenöl,1RestLacke,'Lwleis- flein. 1 Stoßkarrcn u. dgl. m. auf Antrag des zkonkursver- waliers Norm £eeht,anwaH Lenn, BiaOen, öffentlich gegen bar versteigern., 4H91 Saint ongcS, stellvertret. Gerichtsvollzieher, Gienen. Villa zu kaufen ob. mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 4903 an den Gietzener Anzeiger. NäheMarkt-u.Babnbofstraße sofort gesigosier Saum oder Platz z. Umerbringen einiger Hasen zu mieten gesucht, Hauch West-Anlage 31 pari. 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Der Voranschlag der Gemeinde Staufenberg für 1917 Rj. liegt vom 28. lfd. Mts. ab 1 Woche lang zur Einsicht auf unserm Bureau offen. Einwendungen hiergegen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich bei uns vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Staufenberg, den 26. Juni 1917. Gr. Bürgermeisterei Staufenberg. I. V.: Meyer. 4907 j O Zimmer | Crooe b-iSics.-Wohng (2. (i>t.| mit Lad und allem Zubehör zu vermieten. 55 Stevba nstratzc 1 2,1. FH Für hiesiges Bureau wird eine durchaus zuverlässige Kraft gesucht. Dame oder Herr. Schriftl. Angeb. unter 4912 den Gietzener Anzeiger. an immer Original-Gemälde SebTSmi C ' J ' *“ r - * - " - terre, am I.Juli z. vm. (4087 Kunst-Handlung Hirz Seltersweg 22 , Besichtigungerbeten 4794_ _ iwiienl (236. KönigJ. PrcnOisclie) Klassen - Lotterie Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterte begannt am 10. .Inli ds. Jr. I 8 . 4 _k__ V pro LÜÄB U- M, 10 .“ Mit- M. 40 .- Klasse! 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Wettere Bestellungen auf Sommerwicken zur Stoppel wat und Wrnterwuken werden aus dem Stadt. Lebens- nnttelamt, Znnmer tt, noch entgegengenommen. Als Abwehrmtttel gegen die in letzter Zeit überhand- nehmende Mau'eplage wird den Landwirten der in Form tlumger.heinkulrur zur Verwendung gelangende Manie tvvbusoazillns empfohlen, denen Auwendungsweise äußerst einfach i,t. Auch dieses Mittel kann durch Ber- nuttlung vorgenannten Amtes bezogen werden Gietzen, den 21. Juni 1917. ' 4909 B Der Oberbürgermeister. _ Keller. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 1 HchSttßtlßkrNil Dtt SM Gltsjeil. B L.-i-Ä' 14 : Lstir. vormittag- »>/. I!br ZeLöllv 8-Zir»!»8r-l^o!i«7z. mit Zentrlhzg., Bad n. Nebenr., nebst Gartenbenlzg. evtl, mit Bureau v. 1.Okt. d. I.verm. Watl torstratze 75p. 14910 [ 4 Zimmer | 4-Zini.-Woba. m. Zabshör, 6a* Ebelstraße &Ö s $II l per Juli zu vermiet. Näheres S.VsIIseb, Btsmarckitr. 14 II. I 3 Zimmer | Bahnhofstr. schöne geraum. 3-L.-^Vg.. Gas. eleklr. Licht, Mansarden?,.. Balk.. 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