Hr.m Der Glcßeue? Xttylftv erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eietzrner ZaMiUenblütter; Kscisblott ffir den Kreis Kietzen. Bezugspreis: monatl. 9l) Pi., viertel- iäbrl. Mk. 3.6b; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel« jährl. ausschl. Bestellq. siernsprech - Anschlüsse: ü'rrdieSchriftleüungl 12 Verlaq.Geschästt'stklleol Anschrift für Dra h tna ch- richten: Anzeiger GiehLn. Erstes Blatt M. Zahrgang PostscheKoitt»: Kravkfnrt s.M. ll6Tb Fs^m§srr.nddnimrr,e„r-m verlLs MiirMrvrSsidciit Bos-lli eure mmpterrelle Erkl-cmmg, in der es H^K- , „Das ***,>u Wilsons sprach. Ä*W8fcaS£sieben bCnt NuHmr ^TWTfet«! eötot neuen Tlanz hinzu, tttbem es bie beträchtlich verstärÄn Kräfte der Feinde besiegte. Unser Heer trat in dieser Stunde des Siegel in der Welt als Vorkämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit auf. Der Name Italiens stieg in der Beivunderung der Völker als ivesentlrcher FaUor der Wcltpolitik imd der Weltgeschichte. Diese hohe Aufgabe wird vom Heere,und vom Lande noch andere Beweise der FesttoL- keit und Selbstverleugnung fordern. Unsere Entschlüsse müssen mehr denn je, rasch, fejli ufrrd emimütig sein, und trnsercn Bundesgenossen must kräftigste Unterstützung dargebracht werden. Der Feind darf nicht glauben. daß wir uneinig sind, selbst wenn man Manchmal iiter die Wühl der zu treffenden Maßnahmen verschiedener Meinung sein kann." Bose Ui berichtete sodann vot: den bekannten Aendcrungen ivr Kabinett und sagte: „Das Kriegsmrnisterium weiht alle feine Bestrebt tilget: den großen Aufgaben der gegenwärtigen Stunde. Das Marinemini sterium wird den Kampf gegen die Unter- seebootswaffe verstärken. Ein Minister wird die Propaganda leiten, die den Verrat an der gehetlichen Sache des Vaterlandes ver- hmderir soll, der darauf abzielt, die Tatkraft des Heeres und des Volkes zu schwächen. Das wäre keine italienische Regierung, die nicht fühlte, daß ihre erste Aufgabe darin besteht, jeden Einschlag aus die Kraft des Krieges und die Rechte des freien Vaterlandes KU unterdrücken. Bvselli fuhr fort: Ohne Sieg kann keine .Klasse, besonders nicht das Proletariat, auf ein glückliches Dasein stoffen. Alle ersehnen, erhoffen und seguen den Frieden. Diejenigen aber, dre einen Friedei! ohne Sieg wünschen und ohne vollkommene ;m- tionalc Befreiung, würdet: einen unmöglichen Frieden wünschen ttnb das Nahen eines neuen, schrecklicheren Krieges oorbereiten. Wenn Friedensströmungeil in Italien bestehen sollten, würde die Regierung fid* unerbittlich gegen sie wenden. Die Regierung wird unverzüglich alles 'Notwendige zur Organisation der Disziplin im bürger lul.ru Leben und zur Sicherung des inneren Friedens Vorschlägen. Das Kabinett will keine Reaktion. Es N7ird jedem soviel Freiheit lassen, wie mit der .Kriegsdisziplin vereinbar ist. Boselli forderte eine ausft'ihrliche Erörderimg über die milttsterielle Erklärung. An dein Schicksal des Ministeriums sei wenig gelegen: woran) es ankomine, sei der Sieg Italiens und der Triumph der Zivilißrtton in der Welt. Die Rede Somrinos. Rvm . 21. Juni. WTB.) Kammer. Meldung der Agcneia Stzestutr. Nack dem Ministerpräsidenten ergriff Sonnino das Wort und erklärte: Seit ureiner lebten Rede beherrschten zwei große geschichtliche Ereignisse die Internationale, der Eintritt der Bereinigten Staaten in den Krieg und die fortschreitende Entwicklung der rufskschen Revolntion. Die Gerechtigkeit der itali«ttschen Sache komrte keine unwiderleglichere Rechtfertigung erhalten wie den Beitritt des Volkes, das alles tat, um den Krieg zu vermeiden. Die Italiener hörten mit Genugtuung von dem guten Empfang, der der italieinschen Abordnung in Amerika zuteil wurde. Sie sehen in dieser Begrüßung den Beweis, daß Amerika den Wert des Beitrittes Italiens zum We'lttriege anerkennt. Die Waffenbrüderschaft scl)asft ein neues unvergänglickjes Band zwischen den briben Völkern. Es ist der sehr lebliafte Wunsch der Italiener, eng. mit der großen amerikanischen Republik zusammenzuarbeiten. Der Minister erinnerte sodann daran, daß Cuba und Panama dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgte::, und führt andere amerika- trrsche Länder an, die die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abbrackvn. Die italienische Regierung erkannte wie die anderen Verkündeten die vorlätrsigc Regierung in Ruf. taub au. stban muß lassen, daß das rnisiscbe Volk in den demokratischen Grundsätzen die Mittel suchen wird, um Schwierigkeiten, die seiner politischen Umgestaltung mrhaften. zu überwinden, und daß der Volkschstinkt die Schlinge^ des Feindes erkennen und unschädlich machen wird. Der beste Schutz der Unabhängigkeit und der inneren Freiheiten Rußlands beruht auf ferner voll ständigen lieber einstimmung mit beit Verbündeten hinsichtlich der Fortsetzung des Krieges. — Italien nimmt aufrichtigen Anteil an den Unglücksschlägen, welche Rumänien, fern4 Schwesternation, betroffen lwbnt. 2lber schon schickt sich dieses Land an. Rache zu nehmen — Italien ebenso wie seine Verbündeten fordert die Wiederherstellung Belgiens. Serbiens und Montenegros. Wie 'iene. verlangen wir die Einigung eines unabhängigen Polens. Au der albanischen Frage übergehend, erklärte Sonnino, daß sie eng verbunden sei mit derjenigen des Besitzes von Valona imd mK kstr Frage der Adria, die eine Lebensfrage Italiens. sei. Italien, fuhr er fort — verkündete die Unabhängigkeit Albaniens. ES bat dabei keine anderen Ziele, als dieses Land gegen jede etwaige Eimnischnng einer dritten Macht zu verteidigen. Mbanien wird sich des vollen Rechtes erfreuen, im Innern über sich selbst zu verfügen. Italien wird die berechtigten Interessen Mbaniensi in den internationalen Versammlungen aufrecht erhalten. Was die Grenzen Albaniens anbetrifft, so werden sie durch den Friedenskongreß bestimmt werden. Sonnino fuhr fort: Die Kriegsnvtwendigsterteit veranlaßten die drei Schutzin ächte Griechenlands dazu, Zwangs masi- "nähnien gegen dieses Land zu. ergreifen. Da Italien keine der Schutzm ächte ist. nahm es keinen unmittelbaren Anteil an diesen Ereignissen: aber, die italienische Regierung Mt sich peinlich in voller Uebereinstimmuirg mit den Verbündetem Man muß hoffen, daß die neue Lage für das griechische Volk vorttstlyaft sein wird., In Palästina nehmen die Italiener jetzt an dem tnilitä- rffchen Vorgehen Englands teil. Die Verbündeten bemühen sich, ihre Einigkeir in ihrem politischen irnd militärischen Handeln aufrecht zu erhalten. Man versuchte ulckÄrgst, die grundlegenden Begriffe eiires zukünftigen Friedens in eine kurze Formel zusammen- zufassen: aber die allgemeine Lage ist so verwickelt, daß keinst Formel dieser Art allen Forderungen genügen kann. Die russische Formel „Weder Annexionen noch^.Kriegsentschädigungen", rem negativ wie sie ist, könnte leicht eine zweideutige Rechtfertigung der geschehenen Gewalttaten Hervorriffen. wenn man sie von der GrundvvrstelVung der Freiheit imb Unabhängigkeit der Völker und den Sicherheiten trennt, welche für die Aufrechterbaltung des Friedens irnd der internationalen Ejerechttgkeit unerläßlich sind. Wir wollen keine Eroberungen, und lvir staben keine imperialistischen Ziele. Aber wenn der Friede dauerbast sein soll, so ist es notwendig, daß wir an unseren nationalen Grenzen in Sicherheit sind. Die Einigkeit und Unabhängigkeit unserer Nation geinäß dem freien Volkswillen. — das ist unser Programm. Die Verlängerung des >strieges macht die allgemeinen Lebeusbedingrmgen immer schwieriger. Wir fordern das italienische Volk aus, in seinen Anstrengungen zu verharren. Jede vorüberg(.heiwe Scknväche konnte, die imzähligen, bis jetzt gcbvachtelr Opfer nutzlos machen und sogar dre Zickimst des Vaterlandes m Gefahr bringen. * pSre-«Morel bestand aus sof o rt ig er Besprechung, schließlich wurde die Bereinigung beider Interpellationen von der Kammer mit 337 gegen 163 Sttmmen angenommen. Consta nt erklärte, das Gesetz betreffend die Einschränkung des Gasverbrauchs schaffe große Verwirrung in der nrit (Gasmotoren arbeitenden Industrie. Violette erwiderte, er hoffe durch die Ausführung des Gesetzes monatlich 60 000 Tonnen Kohlen z-u sparen. Der Munittonsminister beanspruche monatlich 1800 000 dünnen Kvhlen. Minister'- präs ident Ribot bestand auf der Annahme des Gaserlasses und zollte denn Bemühungen Violettes Beifall. Die Regierung wolle nicht bei jedem Schtitt belästigt werden und werde deshalb die Vertrauensfrage wegen dieses Erlasses stellen. Die V ertra u- e n s t a g e s o i^' d n n n. g wurde sodann mit 338 gegen 27 Stimmen anganommen. Luglruv, 21. Juni. Bei Besp-vechimg des Antrags auf Abh-altung einer G-eheinisitzttwg in der italienischen Kanriner tarn es zwischen Nackivn-alisten und Sozialisten zrr stürmischen Auftritt ein. Die Sozialisteir gebrauchten llritt B. T. die Ansdrücke: bezahlte Agenten Frankreichs, Hernswürste, Franzosen. Die Nationalisten antworteten: Schweigt, ihr OÖsterreicher, ihr Tentschen! Die italienischen Kriegsparteien haben im ganzen Lmrde eine direkte Verfolgung der Friedensfreunde hervorgerufen. In snditalienischen Landstädten wurden mehrere Wanderredrrer, als sie auf die Wahrscheinlichkeit emes dritten Kriegswinters anfpielten, durch fanatische Frauen mißhandelt. Aus der franzöfischen Kammer. Paris, 20. Iun.i. (WTB. Nichtamtlich.) In der K a m m e r brachte Compore-Viorel eine Anfrage bezüglich der Erna h - irüng dr;r Armee ein. Bei gewissen Truppenteilen sei die Kost außerordentlich schlecht. Es bestehe ein Unterschied in der Behandlung von Offizieren und Mannschaften. (Lebhafter Tuinult, den Desckanel miit Mühe beschwichtigen kann.) Painleve erklärte, die Ernährung der Truppen sei die größte Sorge der Regierung, die alle nüttgen Maßnahmen treffe. Die Erörterung dieser Interpellation möge gleichzettig nrit der Interpellation über die Avril- Offeusi dein der Geheim sitzu n g behandelt werden. Com- Die Neoolutkon in Rutzland. Bom Arbeiter- und Soldatenrat. ^ Stockholm, 21. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Svenska Telegranibyrans. Die Abteilungfürinternatio-- Nale Beziehungen dos Petersburger ?lrbeiter- und Soldatenrates gibt ab 22. Juni in Stockholm Berichte mit authentisckren Telegrammen des Rates in deutscher, französischer und englisclier Sprache heraus. Petersburg, 20. Juni. (WTB. dttchtamllich.> Meldung» der Petersburger Telegraphen-Ägentur: Hier ist ein Koirgrest! von K o i n ! e n t» c r t r e t c r n zusammengetreten, der sich miü der Haltung der Kosaken zür. einsllveiligen Regierung, zur ver-i fassuuggebenden Verscmrmlung, zuin Kriege und zu anderen Fragend befassen soll. Tie Arbeiten der Versammlung der Bergleute u nd- Bergwerksbesitzer ergaben die Bereitschaft zu gegenseitigen Zugeständnissen. Zur Ausarbeitung der Bedingungen eines Abkommens ist ein besonderer Ausschuß ernannt worden. Aus Tiflis wird berichtet, daß in einer Sitzitng des ans- sährenden Ausschusses des dortigen Arbeiter- imb -Soldatenrates die Distrcktskommissare von sieben Distrikten Berichte über die allgemeine Lage verlasen, n.rch denen die Geivaltakte und Beo- brechen nahezu vollständig Mtsgdhört haben mid die Bauern init der neuen Regieruitg sehr Mrieden seren; sie erwarteten die Regelung der Landfrage und die Lrganiscttion der Sckmlen auf neuen Grundlagen. Der Kongreß der Kosackcn. Petersburg, 21. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Heute wurde der allgemeine Kongreß der K o s a k e n g r u p p e n des euro- väischen und asiatischm Rußlands in Gegenwart von mehr al^ 100 Mgeordnetear eröffnet. Die erste Rede hielt der frühere M i ni ster G u t s ch k o w. Ncber Tomsk das Kriegsrecht verhängt. Petersburg, 21. Juni. (WTBü Reuter: Ueber die Stadt Toms k wurde, nachdem von begnadigten Gesänge neu und vom Anarchisten zahlreiche Morde ititb Diebstähle verübt worden n>aren, das Kriegsrecht verhängt. Es verlandet, daß eine Verschwörung! iin Gange war, die Banken und Geschäfte zu plündern und die Direktoren zu ermorden. Ueber 1500 Begnadigte und 800 andere Personen wurden verhaftet. Ettva 20 Personen wurden getötet und eine Anzahl verwundet. * * * Die Stockholmer Beratungen. Berlin, 21. Juni. Der „Vorwärts" verösfeittlrchr die drahtliche Einladirng Tscherdses im Aufträge des Petersburger Arbeiter- und S -o l d a t. e n r a r e s zur internationalen sozialistischen Konferenz nach Stockholm zwischen dem 28. Juni und 18. Juli und schreibt: Die Delegation der deutschen Sozmldenrokratie hat dem Exekiltiv- ronritee des 'Arbeiter- und Soldatenrcttes in Petersburg mitgeteilt, das; sie au der Konferenz teilnehmen iverde. Aus die Aeilßeruirg-eu des französischen Mmrinons- minrsters Thomas im Stockholmer „Sozialdemokraten" über das Memorarrdimi der oeittschen Delegation brrngt der „Vorwärts" eine Erwiderung des dentscheir Delegierten Davüd, in der es heißt: Thonias ist allem Anschein nach davori überzeugt, daß Deutschland den Krieg vom Zaune gebrochen habe und über seine friedliebenden 2?ackcharu her-gefallen sei. Er hält uns deutsche Sozialdeinotraten, die wir meinen, mit gutem Recht unser Land zu verteidigen, für at..ie Betrogene. Ich gestatte mir, den Spieß umzu- dreheu u.ud ineine Ueberzeugung auszusprechen, daß die französischen Sozialdemvirateu mit ihrer Ueberfallslegende ein Opfer zaristisck-er- Diplomatie ltnd der an sic geketteten eigenen Regierung sind. Der Fall Grimm Stockholm. 21. Juni. (Schwad. Tel.-Bur.) Nati-onalrat Grimm varöfseittlickK eine Erllärung über die Umstände seiner Ausweisung aus Mißland, in der er sagt: Am 9. Juni seien Axelrvd imd Miattoff bei ihm erschienen und hätten ihn gefragt, ob der Schweizer Gesarrdte in Petersburg Friedensvorschsäge der deutschen Regierung -zur unntitle!baren oder mittelbaren ileber- Mittclnng an die russische Regierung ihm übergeben oder ein dahm- zielendes Ansinnen an ihn gerich-det habe. Gs gebe ein derartiges' Schriftstück, in dem der Name G rinrin erwähnt (und das von einem russischen Agenten in Bern au das AAinffteriunr des Aeußern in Petersburg gesandt ivordeit sei. Er — Okimimi — habe beide Fragen verneint und diese Berireinung schriftlich zu Hsänden der Nsinrster Tscheretelli uud Skobolew bestätigt, und hinzugefügt, er lehne cs überhaupt grrmdsätzlich ab, den Vermittler von Friedeitspläneir imperialistischer Regierungen zu spielen. Diese Erklärung sollte am folgenden Tage in der Isvestia erscheinen, erschien aber nicht. Am 13. Jum erhielt Grinrm aus sein Verlangen eine Llbschrift der Berner Depesche ait derr Srchaeizer Gesandten in Petersburg, die am folgenden Tage veröffentlicht werdet: sollte. Cffffnrm sollte aber Gelegenheit haben, -zttvor eine Er klärt mg zu erlassen. Ist den: Entwurf hierzu führte Grinrin aus, rvenn das Telegramnr eör deutschersecks uitternoNimener Versuch sei, seine Amvesenheit in Petersburg zugunsten eines dculschet: Sonderfriedens auszunützen, so betrachte er einen solchen Versuch als eine .Herausforderung. Die Minister hätten jedoch eine schärfere Spitze gegen die dentsci>e Regierung und einen schatten 'Angriff gegen die ^chioeizer Re- gieoung verlangt, ipas er abgelehUt jhabe. Gin neuer Entivurf genügte den Ministern auch nicht. Man erklärte Grimnt, die Regierung beabsichtige selbst keine NdäMal>Men gegen ihn, doch luetö-e er höflich st gebeten, sofort abzureisen, da zu befürchten sei, doß nach der Veröffentlichung des Sachverlchts Ausschrerttmgen entstehen könitten. Am folgender: Tage verließ Grimnt Petersburg. Bis znr Feststellmeg der Ursachen seiner Ausweisung hatte er sein Mandat für die Zimmerroald-w Kommission den schivedi- schert Genossen zur Verfügtmg gestellt uird die Schweizer Parte: ersucht, nach Kenntnisnahme des Tatbestandes über serne^politischen Mandate und seine Stellung in der Partei in der Schweiz zu entscheiden. Ekue engiischc Ministerrebe. Haag. 21. Jüni. Reuter gibt eine längere Rede des Ministers Barnes, eines Vertreters der 2lrbeiterparte: int .Kriegskabinett wieder. Barnes sagte darin, daß alle Völker nun des Bi l u t v e r g i e ß c n s m ü de seien und darauf brennen, aus dem Kriege hevanszukommen. Das sei ganz natürlich bei der riesigen Ausdehnung, der Wildheit und Bernichttmgswttt, die der Krieg gngetrommen habe. In den Zenttalmächien sei diese Kriegs- müdigkeit uoci■ ausgesprochener als anderwärts. Deshalb suchten die Zentralmächte die allgemeine Kwiegsmüdigkeit cntsznnutzeit, indent sie. die Konferenz in Stockholm veranlaßten und Rußland mit deirtscheu Ageitten überschüvemmen, uin Zwiettacht zwischait den Regierungen und den Völkern zu säet:, mck denen Dkutschlünd im Kriege sie Bwrerkmswewt sei jedoch, daß zwar bfc deutschen Sozialisten und zahlreiche Publizisten über die Kinegsziele und die Möglichkett von Friedetisuitterhcmdllmgien Mitteilung machten, daß die Regierung selbst jedoch sich hierzu nicht äirßert. 'Das Aeußerste, ivas die deutsche Regierung im Augenbltck verlcurgen: könne, sei die Rückkehr zum faiürs guo. Alber dieser status guvi sei, wie auch Wllson in seiner Botschaft an die vorläuftge Regierung in Rußland gesagt habe, unmöglich, denn gerade aus dem status guo sei dieser Krieg entstatrden imb deshalb müsse eine Aev- derung eintteven, damit ein derartiger grausiger Krieg sich nickst wieder ereigne. Vor dem Krieg hcche es demokratische Länder gegeben, die jeden Nerv mtspannten, um eine Abrüstung möglich zu machen. Tagegetr aber hätten auf der anderen Seite die Zentral- mächte Europas bestanden, die ittcht allein ihre eigenen Völker, sondern auch die VölLer an ilpen GreTrzen zu beherrschen strebten.' Aus Griechenland. Athen, 21. Juchß (WTB. Mchtttmtlich,) Meldutrg der Agence H-cwas. Das Mtnisderrum des Jrmern verösient- lichte an: 18. Juni eine Liste der aus Griechenland aus g ew i e senen Persönlichkeiten. Sie enthält dreißig 9^0.inen, darunter Gunaris, Streit, Nterkuris, Vater und Sohn, Dusnrcrnis, Metaxas, Eßlin und verden sämtlich überwacht. Sie nrüssen Athen veclasten und werden an Orte gebracht, nw es ihnen unnchglich sein wird, zu fliehen. Der KabinettSwechsel in Oesterreich. W i e n, 22. Juni. (W. k. k. D.-K.-B.) Gestern, in den 'Abendstunden, wurde im Parlament bekannt, daß der Ministerpräsident E l a m - M a r t i n i e, da sich die llmnög- lichkeit ergab, ein durch Aufnahme von Landmannministern erweitertes Kabinett zu bilden, dem Kaiser die Bitte unterbreitet hat. beit Rücktritt des gesamten Kabinetts anzunehmen und eine andere Persönlichkeit mit der Kabinettsbildung zu betrauen. Zeettleg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 21. Juni. (Amtlich.) Im Atlantischen- Ozean wurde neuerdings eine Reihe feindlicher Hairdels- schisse mit wertvoller Ladimg durch unsere U-Boote vernichtet. Unter den versenkten Dampfern befanden sich die englischen beniafsitetei: Dampfer Drrcmkliffe (4072 To.) mit Kriegsmaterial nach Rußland, Prrrthetn (5160 To.) mit Hafer und Raneh (3247 To.) mit Stückgut. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Benghasi von einem deutschen U-Boot beschossen. Berlin, 21. Juni. (WTB. Amtlich.) Am 80. Mai wurde vou einem unserer Unterseeboote die italienische Festung B e n g hasi an der nordafrikanischen Küste mit 40 Granaten beschossen. In erster Linie wurden Hafenanlagen und die simkentelegraphische Station mit sichtbarem Erfolg unter Feuer genonrmen. Noch längere Zett nach der Beschießung wurde ein starker Brand in der Stadt beobachtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die «merikarrrschen Schiffsbauten. Genf, 22. Juni. (L. A.) Wie dem „Petit Parifien^' aus New Aork gemeldet wird, werde Wilson die Unstimmigkeiten zlvischen dein Marinedapartcnnent, das den Bau Vlvn Stahlschiffeil befürworte, rmd den für den .Holzschiffbau eintretenden Reedern in wenige:: Tagen wahrscheinlich in dem Sinne beseitigen, daß für oen dringendsten Bedarf eine Anzahl Stahlschiffe' und eine Anzahl Holzschiffc bis Neujahr in Dienst gestellt tverder: könnten. * Bern, 21. Jmii. (WTB. Nickftamtlich.) Pariser Blätter nrelden: Ein deutsches Unterseeboot mit Segeleinrichtung l?abe an der tunesische Küste mehrere Küstenfahrzeuge durch Bomben versenkt. An: 18. Juni sei es in der Nähe des Häsens von Mehadia von Wasserflugzeugen entdeckt und beschossen worden, sei aber nach kurzem Feueraustausch entkommen. Um dem Reiche. Berlin, 21. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen B undesratssitzung wurden folgende Entwürfe angenommen: Aenderung der Berordnung über den Verkehr nrit Wasch- und Reinigungsmitteln, Einschränkung der Erzeugung von Elktrizität, Gas usw., E r n t e s ch ä tz u n g im Jahre 1917, Reichsgetreideordnuna für die Ernte 1917. Aus StLsdt uud Land. Dießen, 22. Juni 1917. Die Opferwoche für Lesestoff gebt mit inorgen, dem 23., zu Ende. Sie sollte den Bitten mrserer Feldgrauen entsvreckxen^ die dringend mutt Leseswss verlangen, uit: die Langeweile im Schützengraben zu unterbrechen. Sind mtef) schon Millionen von Michern ins Feld gegangen, so genügen diese doch nicht, den Bedarf zu hecken, zumal die Bücher nicht imnrer- grnügend irr Schutz genommen werden kötmen imd auch durch das Wandern von Hand zt: Hand einer ganz selbstverständlichen Ab- tmtzung nnterliegetr. Es ist Mio neuer Lesestoff erforderlich. Wie ivir vot: der Aimalw?estelle deo Rote:: Kreuzes in der altet: Klinik erfahren, enffpricht die Zahl der eingegangenet: Bücher durchaus nickst den Erwartmrgem Zun:al neugekaufte Exenrplare sind in sehr geringer Zaöl ein gelaufen. Wir ricksten^dalier nochmals an unsere Leser die dri'.igendc Bitte, in letzter Stmrde dem Aufrufe nackzulonimeit. Wer it: der Lage dazu ist, kaufe noch einige tteite Bücher, die fid> dauerhafter erweisen, wie schon gebrauchte Erem- Vlare. Wer nicht dazu in der Lage ist, sehe einmal in seinen: Bücherschrank naä>, ob er nicht das eine oder andere entbehrlick)e Buch findet. Wer Bücher liebt, der trenn: sich nicht gerne von seinen Lieblingen. Aber draußen int Sckpttzengraben tverden- sie mehr Freude verursachet:, als er selbst enrpsinden wird, tvem: er sie von Zeit zu .Zeit überblickt oder flüchtig zur Hand trinrmt. Mancher wird überhmrpt die Aufforderung übersehen haben. Nun eilst noch Zeit, das Versätmtte ntichzuholen. Und raetm jeder das Semige tut, dam: wird die Opferwoche in (tzießen doch noch das Ergebnis haben, das man von ihr erwartet: mußt«- Scfreit »Mittel. „„ dvlkmilHIar teil. In der am Mittwoch in unserem ME- oerosfentllclsten Bekanntmachung hat. wie wir erfahren, die Mommersrtzviig zu Mrch>erstäi,rmissen ?tnkrb gegeben. ^ie Roll- imldjfcrtm und nrr di- Bmechttgten %u Men Dimslstunden des Leberisünittelamtes zu erhallen. .. . " S chweiz -rka,-. ?d.s den. MzawEchnitt Nr. 15 der LebenÄirrttelkarte gelangen aus den Kopf der Bevölkerung 100 Gr Schweizorkäse zur Verteilung. Die Bezngsvbschmtte sind in der *L S^J i r m Kleinhandelsgeschäft der Stadt Gießen abzugeben. Stehe Bekcrnnünachmrg. ** Amtliche PerLonalnachrichten. In den Ruhestand versetzt wurden der Magazurauffeher Adolf E r n st in Darmsladt und die Bahnwärter Philipp P o r t h in Budenheim und Peter Jhrrg in Eberbach, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisens bahngenremschoft, vom 1. Jul: dieses Jahres an ** Endlich Regen. Man hatte ihn gestern gewiß nicht mehr erwartet und vertrustete sich mit seiner Hoffnung säiion ans ben nächsten Tag. Da jagte abends gegen 10 Uhr plötzlich ein starker Windstoß durch die Straßen, den Staub baushoch emporwirbelnd. Ergötzlich war es zu beobachten, wie mit einem Male Hunderte von Fenstern geschlossen wurden, so daß das Geräusch des Schlicheus wie ein nraschinengewehrartiges Geknatter die Häuserfronten entlang lief. Wer nun den Himmel beobachtete, sah von Südwesten her langsam und schwerfällig schrefergraue Wolken- e Heraufziehen, die unter dem Einfluß des Windes allmahltch in schnellere Bewegung gerieten: und in kurzer Zeit das ganze Himmelsgewölbe verdunkelten, man glaubte deshmmrt auf den Ausbruch eines schweren (Zwitters rechnen zu können. Einzelne Blitze und entferntes Donner- gwllen deuteten darauf hin. Aber auch diesmal blieb es nur be: dem Borspiel eines Gewitters. Dafür setzte kurz nach 10 Uhr ganz unvermittelt ein starker Regenfall ein, der muh wen men Minuten schon das Wasser schäumend durch me Gossen stufen ließ. Wann hatte man dieses Schmchnel zum letzten Male beobachtet? Die Erde sog gierig dre allzulang eillbehrte Feuchtigkeit in sich ein, und wer mit offenen Sinnen am Fenster stand intb in die Dunkelheit chmausblickte, konnte wohl die Empftndnng Haben, als sauge sein eigener Körper, ähnlich wie die Erde, die feuchte Kühle wohlig in sich ein: Der erste Regensalt dauerte nicht gerade ranne, wiederholte sich aber in Abständen bis gegen 3 Uhr, sso daß die Wetterdienststelle Gießen eine Mederschlags- rmenge von 16 mm feststellen konnte. .Das ist gewiß nicht zu Wiel, aber fürs erste loemgstens etwas, was incht unterschätzt werden darf. Die verbrannten Rasenflächen der städtischen Anlagen sahen heute rworgen schon so ans, als ob sie isrch ein wenig erholt hätten. Wr Feld und Garten ist tdieser Regen unendlich segensvoll gewesen. Heute morgen lhat die Sonne wieder das Gewölke durchbrochen, vereinzelte ! Wolken wandern crm Himmel vorüber, die Luft ist stark be- lwegt. Zu einem Landregen hat sich der Gewitterschauer nicht fortgesetzt. Trotzdem läßt es die ganze Wetterlage nicht ^ausgeschlossen erscheinen, daß noch weitere Regenfalle »folgen werden. ** Samm elt Obftkerne! Angesichts der Knappheit des Speiseöls ist es von größter Wichtigkeit, daß !alle Obstkernc gesatuurelt werden; denn 1000 Kilogramm ftSteinobstkerne ergeben 50 Kilogramm Speiseöl. Den Samm- 'Imt werden für das Kilogramm vorschriftsmäßig abgeliefer- lter Kerne des Steinobstes, ausgenommen Pfirsich- jkerne, die für die Oelgewinnung wertlos sind, 10, Kürbis- ^kerne 15 und Zitronenkerne 35 Pfennig von den -Saurmelftellen vergütet. Die Leitung der Sammelstellen liegt in Gießen in den Händen des Hausfrauen-Ber- -eins (Mäusburg 5), in den Landgemeinden in densemgen Her Ortsausschüsse für Rotes Kreuz und Zweigvereine des Mice-Fraue nvere in s. **VonderLudwigs - Universität. Die Jahresfeier findet am 30. Juni 1917, vormittags 11*/* Uhr pünktlich, in der neueil Aula statt. Die Festordnung bringt: 1. Kö- uigslied aus „Jorsalfar" von Grieg. 2. Psalm 126 für dreistimmigen Frauenchor von R. Bartmnß. 3. Festrede des Mektors. 4. Ben: Domine für dreistimmigen Frauenchor von 'Ä- Mendelssohn. 5. Marsch aus „Herakles" von Händel. — Nachmittage von 5- Uhr an findet eine zwanglose Zusammenkunft im Philosophenwald statt. ** D i e b st ä h l c. In der stLacht^ zun: 20. Juni 1917 wurde .oon einer Bleiche an der Lahn ein großer Posten wcattvoller Wäsche, bestehend aus einem weißen Kleide, vier weißen Kürder kleiden:, meiner Damenhemdlwsi, vier iveißen Unkerröcken und einem 1 Da- ^imen-Maävthcind, gezeichnet „A G." oder ,,A. M." entwendet. Iw ^Verdacht, die Tat ansgeführt zu haben, steht eine unbekannte, etttm 20 Jahve alte Frauensperson, in derer: Begleitung sich ein 8 bis f9 Jahre altes Kind befand, die sich gegen 6 Uhr morgens an dem Tatort zwecklos muhe:trieb. — Ferner wnrderi bei einem Umzug ,tit hiesiger Stadt ein Paar schwarze, frifckbesvlüte Damen-Schnürstiefel, ein Rasierapparat, Marke „Gilletta", rmd eine weiße 'Haarbürste gestobien, und am 19. Jnrri 1917 wurde am hiesigen ^Balmhose, im Damenzimmer, einer durchreisenden Dame, während sie einen Augenblick den Raun: verließ, von einem Mädchen, das sich zu ihr gesellt hatte, eine braune imitierte Handtasche, in der sich verschiedene Toi letten gegenstände und ein rmsischer Reisepaß mit Bild ans der: Namen „Marie Beermänn aus Frankfurt a. M." befand, und ein schwarzer Strohhut mit schwarzem Tüll imbi rotem Band entwendet. Dachdienliche Mitteilungen Wer den Verbleib der Gegenstände und über die Person der Diebe bittet man der hiesigen Kriminalpolizei zukonrmen zn lassem ** Grober Unfug wurde ans einigen Grmck stücken an der Frankfurter Straße, hinter der Klinik für pspchiische nnds nervöse Krankheiten, verübt, inden: dort 30 bis 40 Kartoffelstöcke wruttvillig aus dem Boden gerissen imrrden.. Wer einen .Anhalt für - die Täterschaft erbringen kann, wird ersucht, dem Polizei amt Mitteilung zu machen. ** Das Verbot, an deutsche Kriegsgefangene in Paketen Schriftstücke zu verseuchen, wird nickt genügend beachtet inil) dadurch, meist wider Millen der Absender, den (Gegnern mancher Fchgerzeig gegeben. Künftig sollen nun 'Absender, die dieses Verbot nicht beöcfrtei:, zur gerichtlichen Verantwortung gezogen werde::. Auch ist es untersagt, an Kriegsgefangene in Geheimschrift Mitteilungen zu ge len zu lassen. ^ > ** Genreinde- und Kriegsfteuer. Die Handwerkerberatungsstelle des Ortsgewer be verein s schreibt uns: Durch die infolge des Krieges bedingter: wirtschaftlichen Verhältnisse sowie durch die Einberufung einer größerer: Anzahl Gewerbetreibender sind sehr viele (Heiverbebettiebe wesentlich eingeschränkt. Da außerdem auch das Anlage- und Betriebskapital infolge (geringerer Vorräte an Rohmaterialien nnd Waren, sowie durch vermirwerte Außenstärrde eine nicht unbedeutende dlbnahme erfahren haben dürste, erscheint es empfehlenswert. in eine Nachprüfung der Veranlagung zur Gewerbesteuer innerlxilb der v arges chriebenen Frist einM- itroten. Hierzu stel l die Handwerkerberatungsstelle des Ortsgewerbe- veoerns allen ^Mitgliedern und Handiverkerfrauen u: der: M itt- »-ochs und Sonntags, nachmittags am: 1—2 Uhr, im Gewerbehau s (Kirchstraße 16) stattstndeichen S p r e ch st u n d e n unentgeltlich zur Verfügung. Weiter ioird bezüglich der Kriegssteuer darauf hingewiesen, daß vom. 1. Juli I. Js. ab alle bis dahin noch nicht gezahlten Sten erbet rüge, selbst ivenn sie noch nicht sällig sind, mit 5 Prozent verzinst gverden müssen, ganz abgesehen oavon, ov der Stenerbejcheid zugestellt ist oder nicht. Zur Abwendung dieser Zinsegllast steht beu Stenerpflichttgen nach 8 31 des Kriegssteuergesetzes das Recht zu. Voraus za hl un- - mb» vw anLigt- Mtzabe xu l-ist-n. Der Bewag al^l, steuerpflickitlgeii Mi» Eganrsch von der BeratuNqSst-rle berechnet. dvstdienst. Das Reichspostamt Kr«g«mtwen, die wrtec oder rricht Ater als 30 Jahre dMMid als Post- od-q nnvanz>nstcllen. Much als Marl-nv-rräuscrrnncn ^o^gentrnnM bei MchanckWi dpitter Aasse kämien sie verwende ein .^.. Ast 'UepielVaits Bahnhofstr. 34. Bon SaMKwg ab ist Abteilungen „Stvl; weht die sckMwzpwritzqDt" vorgesehen. Sich- Lljnseige. dev für di- Erstimpffinge v? wecken noch chgetzaltm arn Miwvoch. den dn' S dm j, Juli 1917, nachnttttngs 4 Uhr. lTurnhalle der Stadtmi-chch-nsckmle. Schillerstr. 8). Termine rncht beirutzen will, muß sein impfpflichtigesl eigene .Kosten impfen lassem ^ r - 104 enthält Bekanntmachungen über. Speisefette. — Verkehr mit Sulfat. — Höchstpreise für Woll- ^ Seenas- — Vlveise für Stroh und Häcksel. — Prerse für SchLachttnnder. dhusfuhr von Hau. — Milch- ^L^räung. Fleischversorgung der Fremdenverkehrsorte. '— Schrotmühlen. — Verhütung von. Waldbränden. Landkreis Gießen. c ^ eInrod, 20- Juni. Gestern gegen Abend fand in der GemaMrng Göbelnrod ein bedeutender Waldbrand statt, to Haan, dem Wirberg gegenüber, brannte ein größeres Waldstück weder, ffan; drivch die gasche Hilfe der hiesigen Einwohner, die, mit Schippe:: und Hacken versehen, eingrifsen, wurde nrmn weiteren Umsichgreifen des .Brandes ein Ende gemacht. lcoa> am spaten Abend Mirden durch die hiesigen Pferdebesitzer U^Wa-sser zum Löschen an die Brandstätte geschafft. ,-Schaden ist bedeULmd; lwü das Feuer entstanden ist, konnte b:s letzt mcht festgestellt werden. -m. Hungen, 22. J-uni. Mehrere Gewitter, die sich über den ganzen Kreis Gießen rmd darüber hinaus ausdchnt-n- brachten gef^rn abend und wähveiid der Nacht den langersehnten, dnrchgre:f^wen R egen, der für die gesamte Vegetation, nament- Irch aber ffrr Getreide, Kartoffeln, Gcuwmet usw. von unschätzbarem Wert ist. Krets Buomgen. ^ ^1- J^i. Hier starb nach langem Leider der Alkbnrgermeister Wilhelm Knas. — Die .Hessische Tapfer- kertSmedaille erhielt der Grenadier Friedrich Kranz in eineni Garde-Grenadier-Regffnenr ^ öermns, 31. Juni. Das Eiserne Kreuz uni me Hessische TapferkeitsmÄ>aille erhielt der Reservist Heinrick Eckert. tt Eckartshausen, 21. Juni. Uür die U-Boot- Lipende wurden hier 220 Mk. gesammelt. .„ Nidda, 21. Juni. Dienstboten des Sparkcrssebezrrks. die fünf ^grhre lang bei ein und derselben .Herrschaft im Diestste ge- chrrwen ::nd den Sinn für Sparsamkeit dirrch Einlagen bet her Saufe betätigt haben, erhalten Prämien. 4t Wolf, 21. Juni. Das Eiserne.Kreuz, bereits früher Hes- Nsche Tapferkeitsmiedaille, erhielten der Gefreite Karl Nos und Musketier Friedrich Hübner. Kreis Alsfeld. ^ ^7. € ^ e r ^* a ^' 21- Zuni. Der von hier gebürttge Lehrer Rudolf Vierheller, Feldtvebel in einem Ins.-Regt., der vor 1900 seiner Militärpflicht geinigte. erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Schotten. 4f Schotten, 21. Juni. Die Hessische Tapferkeitsmedmlle erhielt Ludwig Rn hl. # Eschenrod, 21. Juni Das Eiserne Kranz erhielt der Musketier Heinrich Wolf in einem- Inf.-Regt. O Albern , 21. Juni. Der Großherzog hat den: Lcnrdbrief- trager Karl MehrrNg das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. Mehring, der jetzt in den wohl^rdienten Ruhestand tritt, hat lange Jahre hindurch bei Mnd und Wetter den schwierigen Dienst in den zum hiesigen Kaiserlichen Postamt gehörigen Außengemeinden verschon rmd hat sich durch sein pünktliches, Pflicht getreu es und allezeit gefälliges Miesen die Wiertschatzung weiter Kreise erworben. Einer seiner Söhne siel vor 2i/s Jahren auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Sein ältester Sohn mürbe nach schwerer Verwundung als Kriegsbeschädigter in die Heimat entlassen. — Dem Landsturmmcrnn Gefr. Karl Reichert, einem der ältesten Krieger aus unserer Gemeinde, wurde für tapferes Verl-alten vor^dem Feinde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. — Me Sammlung für die U-Boot-Spende wurde vcm dem hiesigen Zweigverein vom Roten Kteuz durchgeführt :md ergab die ansehnliche Summe von 437,90 Mk. Von Vereinen beteiligten sich dabei: Zweigverein vom Roterl Kreuz, Aliee-Frauen- Vierein, Ortsgri^pe des Deutschen Flottenvereins, (sinstav-Adolf- Frauen verein :nrd Volksbildungsverein. O Glashütten, 20.Juni. Durch Lehrer Weber lourde die Sammlung für die U-Boot-Spende organisiert. Es konnten 63,30 Mk. für den schönen Zweck der Samnielstelle überwiesen werden. # Kaülst 0 s. 21. Juni. Das Eiserne Kre::-; erhielt der Unteroffizier Karl Dahmer. 4!- Kölzenhain, 21. Jrmi. Die .Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der MnÄetter Emil Raus ch in einem Jnf.-Regt. 4t Ulrichstein, 21. Juni. Das Mi litär-Sanitäts-Kreuz erhielt der Landsturmmann Karl Stern. Starkeuburg und Rheinhessen. mr. Aus dem Main tack, 21. Juni. Me außerordentlich warme Witterung der letzten Tage hat wesentlich zu dem glatten! Verlauf der Rebenikblüte beigetragen. Sie ist in den Weinbergen um Hochheim schon nahezu beendet. Die öKscheine trugen/ reiche Blütenansätze, wem: diese alle zur völligen Enlloicklnng kommen, so wird mit einen: guten Herbste zu rechnen sein. Die Rebsschädlinge treten, gleichfalls eine gute Wiirkung der smmigen Witte- rutlg, nur gantz vereinzelt auf. Nur der Sauerwurm rviirde in letwas schattigeren Lagen beobachtet, währeiid Mehltau kaum in größerem Umfange zu bernerkerr ist. Me Heilernte geht im Maintal den: Eiide entgegen. Der Ertrag ist überall inindestens mittel- rnäßig, in den meisten Gemeindeti sogar gut. Dringend notwendig wäre jetzt Mur ein ausgiebiger Landregen, der das Getreide noch voll zur Entwicklung konitnen läßt, ebenso iväre durchdringende Feuchtigkeit auch bei dem Auspsla:rzen der Gemüse, das eben überall vorgenommen wird, nicht zu verachten. Die Kartoffeln blülmi meist schon. Auch hier wird man mit einer guten Mittelernte rechnen können. Hessen-Nassau. — B a d O rb , 21. Juni. Nachdem am Mittwoch mittag durch -einen Brand bereits das Amvefei: des Einwohners Jakob Koch vollständig eingeäsckjert war, eritstand weirrge Sttinden später in der Meistergasse eine Feuersbrunst, die in kurzer Zeit vier W 0 h n- häuser und eine Scheune vernichtete. Ein fünftes Wohnhaus wurde so schwer durch Feuer u::d Wässer beschädigt, daß es abge- brochetl werden muß. Secl)s Familien sürd obdachlos geworden. Der Schaden ist erheblich, da nur einige Besitzer versichert waren. Eine weitere Ausdehnung des Brandes auf die ganze Gasse ivurde durch die Feuerwehr und die hier awvesenden Soldaten verhindert. — Frankfurt a. M., 21. Juni. Mit reichem Erfolge treibt gegenwärtig ein Erpresser in der Stadt sein Utiwesen. Er besucht Frauen, deren Mämrer im Felde stehen oder sonst orts- abioesend srird, Und verlangt dringend und anfgeregt den Gatten zu sprechen. Wenn ihm dam: die Auskunft verweigert wird, läßt er den Frauen gegenüber durchblicken, daß er zu dem Manne homo- sertielle Beziehungen unterhalteti habe, deren Spuren jetzt die Polizei verfolge. Zur Verwöschüng dieser Sprrren mtb Rettu::g des! Mannes vor Bestraffmg müsse er Geld zur sofortigen Flucht haben. Die verschüchterten Frauen geben daraus dem Burschen, der erft 20 (Jahre alt und sehr elegant gekleidet ist. alles verfügbare östld. In verschiedenen Fällen erpreßte der Mensch Beträge bis zu 2000 Mark Bisher gelang es der Polizei nicht, des gemeingefährlichen .Erpressers habhaft zu werden. mr. Frankfurt a. M., 21. Jmri. I:: einer quLefrrrtten geschlossenen Versammlung der Vorstände der Uesigen Fschvrrenn- flMW0oi des Kleinhandels und g fe h ig r iv er b eZ wurde die GrSudWg eines Bundes des Kleinhondeks und Kleingewerbes beschlossen. Der neue Bund soll den Notstand, der heute im Kleingewerbe herrscht, zu lindern rmd die Schäbffn des Krieges^ durch straffe Organisation auszugleichen suchen. -- Ka ssel, 24.Jürri. Aus §wf Richberg feierte das Ehepaar Ltebermann das goldene Hoc^eitsfest. Me Famllie ist jetzt gerade 200 Jahr auf dem ihr von den hessischen Landgrafen alS Schlehen zugeeigneten Hofgut ansässig. ü Marburg, 2t Juni Die hiesige Polizei Verwaltung hat §um Schutze der Felder nnd Gärten u-nd zur Uebev- wacküng der vom stellvertretenden Generalkommando erlassenen Bo« sttmmungen für jiigetidliche Personen aus der Einwohnerschaft 3? Herren verpflichtet. Sie tragen keine besonderen M^eichen, führ« aber einen diesbezüglichen Ausweis bei sich. — Heute früh schnitt sich fein in einer hiesigen Anstalt erngelieferter Italiener die PulS« adern auf. Der Tod trat alsbald ein. ul. Rennerod, 21. Juni. 600 Mark Gell>strafe erhielt ein hiesiger Landwirt vom Schöffengericht, weil er täglich 24 Schoppen Milch gesvann, jedoch keinerlei Wlteferung nmchte. Dieser Fall dürfte allgemein als Warntmg dienen. ü Aus dem Kreise Kirchhain, 21. Jun:. Morgen begehen die Weleute Christian Klotz und Frau in Schsoeinsberg / das Fest der goldenen Hochzeit. — In Neustadt brannte in vorletzter Nacht das gesamte Gehöfte der Witwe Möhr nieder. Mehrere. Schweine sowie eine Menge Geflügel kamen in den Flammen um. Müller siche Badeanstalt. Wässerwarme der Lahn am 22. Juni: 20" Reaumnr. Mcherrt!. Lederficht derLodersSSe i. UtoW Sich«. 23. Woche. Vom 3. Juni bis 9. Juni 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Mtlttär) Sterblichkeitsziffer: 26,70 Nach Abzug von 13 Ortsfremden: 6,29 */® 0 . Zus- Kinder ES starben an wach jene tm l LebrnS. jahr vom 2 . bt# 'S. NaZr Masern 1 — 1 Diphtherie 3(2) — KD 2(1) Typhus 1(1) — — 1(1) ander. WundinfektionSkrh. IM — Ml) — Tuberkulose and. Organe 1(1) — IM Lungenentzündung 1 1 — — Krankh. d. KreiSlaufsorgane anderen Krankheiten der 5(4) 5(4) Verdauilngrorgane 1(1) KD — — Krebs 2(2) 2(2) — — Verunglückung MD MD — — Summa: 17 (13) 10(8) 2(2) 6(3) STitm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geberi an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Medizinalrat Tr. E. Wal g er, Großh. Kreisarzt. 8V itte rungsbericht. (Oeffentlidjer Wetterdienst.; Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, Temperatur, wenig geändert. Letzte riacherchten RnylandS Antwort an die Weftutäch-te. Rotterdam, 21. Juni. Der Korrespondent voU ,>Daily Telegraph^^ meldet aus Stockholm, er erfahre aus - guter Quelle, daß der frcntzösische Munitiousminister Thomas einen russischen Vorschlag bezüglich einer Revidierung der Kriegsziele der Verbündeten mitbringt. Die russischen Sozialisten fiir die Fortführung des Krieges. Genf, 21. Juni. Die voil der Entente bediente „Neue Korrespottdenz" berichtet aus Petersburg: Am Sonnabend fand eine geheime Abstimmung des Arbeiter- und Soldatenrates über die tveitere Kriegführung statt. Die denw- kratischen Sozialisten stimmten für eine Offensive mit 75 gegen 55 Stimmen, die Sozialrevolutionäre mit 325 gegen 25 Stimmen für eine Fortführung des Krieges. Die Gruppe - der Wilden hielt eine Versammlung für sich ab, wobei zahlreiche Redner die Niederwerfung Deutschlands verlangten. Brussilow. Amsterdam, 21. Juni. Nach einer st^entermeldnng erwiderte Brussilwv auf eine Glücttrmnschdepesche des englischen GeTteralstabSchefs - Robertson, daß sein gairzes Bemühen sich darauf richten werde, gemeinsam mit den englischen Streitkräfwn den Feind zu b-esiegen. Die Gegensätze im russischen Heer. Stockholm, 21.Jwii. Me ukrainischen Soldaten meinen* sich fetzt einstimmig, an pie Front zu gehen, bis besondere ukrainische Regimeitter von Kerenski gebildet rvorde:: seien. Hiergegen sträulü sich die Regierung fortgesetzt, weil sie die Schaffmig einer ukrainischen Armee der ukrainffchen Selbständigkeit gleichsetzt. Kerenski, der täglich mehr in das imperialfftische Fahrwasser gleitet, fffidtt in der Front jetzt den stärksten Widerspruch. In Riga erschien der Heraiisgeber der „Okvpaja Pravda", Fcchnrick: C han stow, in der Sitzimg des Wbeitervats, und forderte die Absetzung .Ke- ranskrs, den er »als von englischm: Geldern bestochen bezeichn nett. Chaustvw fa:rd im Soldatenrat zahlreiche Anhänger, während die -Offiziere sich über die Ehoenkränttnig Kerenskis empörten mü> die Entfernung Ehaustmvs ans dem Heere verlangte::. Die russische Zersetzung. Amsterdam. 21. Juni. Einem hiesige:: Blatte Zufolge berichtet der .Koriespondent der „Times" a::s Odessa, die Lago verschlechtere sich, die Llnzeichen beginnender Anarchie nähmen zu. In Bessar-abiei: seien nicht mir eine ^ll'.zahl von Häusern von Gutsbesitzern, .sondern ganze Dörfer ausgcvlündert worden. Räuberbanden, die aus Deserte-nren und Bauer:: bestehen, zogen durch das Land. Im ganzen Land bleiben die Steuern unbezahlt. Die Beftellimg des Landes sei imgenügend mtb die Vorritte newnen ab Es herrsche bereits Mangel an Futter, Milch und Brennmaterial Ein ttilweiser, ivenn nicht vollstiindiger Sttllstand des Eisenbahnbetriebes werde :mvermeiÄicb sein. Geg-enwärttg sei es noch möglich, ans die Bauer:: nroralisch einznwirken, aber spater würde Hrmger mtb Kälte das Volk wahrscl^mlich zu Est'ivaitttrten treiben derer: nattirliche Fokae ein regelrechte:- .Krieg zwischen Stadt mrd Land seff: nnirde. „ Stockholm, 21. Jum (Von- Ztg.. Aus sicherster Quelle wird über die Borge,chrchlc des Falles Grimm-öoff mann bekannt: Bon dem Telegramm Hvffmanns an den L-chwcizer Ge,andst:n m Petersburg verschaffte iich die euq- Me. Regikrung Kenntms. Sie besaß auch den Clchffre- Eu,sel und legte dre dechrffricrtc Depesche der provisorischen Regierung vor. dre daraufhin gegen (Srnnrn vorqrng VernlischieÄrmi, des Generals Wille? Genf. 2i Juni. Das Genfer „Journal" belumpeer der Buudesrat habe bei General Will« einen 3cfiritt unter nommen, um ihn zur Verabschiedung zu beivegen. Zur Lage in Spanien. ^ dern . Ll.Jum. „Petit Parisicn" meldet aus Madrid Data erNarte ern.gen Pressevertretern, pie Regrerung dofse schr er.„tt,>- bas ichwere Problem unter der Mvmrkuua des Sandte „ Emmen. Die Äortcs,r»-lde,cdock nur dm», eorbernie: ’ eä u^brnst erforderlich ist. Der von den Am 7, Juni d. J. starb auf dem Felde der Ehre unser Kollege Wilhelm Spelkus Eisenb.-Unter-Assistent. Ihm werden wir ein ehrendes Andenken bewahren — die ihn gekannt, werden ihn nie vergessen. Verband der Bahnhofs-Aufseher und Eisenb. - Unter-Assistenten Ortsgruppe Gießen. Gießen, den 21. Juni 1917. Das 4830 (iirt begeisterter Jüngling schon hier zu Haus, Ein mutiger Held im SchlachtengebranS. Ein geduldiger Christ in Not und Tod. — Du treue Seele, nun ruh' in Gott! Nach acht Wochen langer, banger Ungewiß- beit erhielten wir nun durch Vermittlung des Roten Kreuzes die traurige Nachricht, das; unser braver, unvergeßlicher Sohn, mein treuer, guter Bruder, unser lieber Pate und Neffe MMier Win Im« der seit dem 16. Llvril als vermint gemeldet war, sein junges Leben im Alter von noch nicht 20 Jahren für Kaiser und Reich dahingegebcn und am 24. April auf einem Soldarensrtedhosc des Feindes seine letzte Ruhestätte gesunden hat. In tiefer Trauer: Ludwig Damm Elisabethe Damm geb. Debus Katharine Damm 4821 und alle Verwandten. Bersrod. Ruppertsburg, Reiskirchen, Geilshausen, Grvßen-Bnseck, den 22. Juni 1917. Wiedersehen war und bleibt unsere Hoffnung. ES gibt nur einen brauchbaren Ersatz für* kaffee und das ist mein Deutscher §früuter-T ee X Paket 50 Psg. «88 Reformlmns, Krenzplatz 5 . I Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Leffentliche Impftermine für die Erstiuipslinge der Stadt Gießen werden noch abgehalten am Mittwoch, den 27. Juni und Mittwoch, den 4. J«li 11*17. Nachmittage« 4 Uhr im Jwpflokal €9 Edgar Borrmann, Eisenhandlung, Msz'rvn. Jg. Laufbnrsllie lauch Schüler) gesucht. 038k» 1 Schulstraste 6. Kfn Iia»n«iige 12Jahre all, sauber n. fleißig, sofort gesucht. Samstag nachmittag vorstellen. l>3852 Ha«S P. Peterien, Marktplatz 15. Seltersweg 58 I bietot jedem, der 02416 Heeren-Oardeeobe kaufen oder leihen will, greifbare Torteile. Dies beweist die große Leistungsfähigkeit meines Betriebes, daß Sie große Auswahl in jeder Preislage finden. Dies ist die Ursache, weshalb von hier und answart« so viel Käufer ÄÄ Seltersweg 581. eilen. Für die jetzige, wie auch kommende Saison zur ■ > > — Beachtung. r, 1 1 - Elegante Anzüge (Sacco, Gehrock, Smoking), Cape«, Elster, Paletot«, Hosen. 0 T~ Nase Anzüge. Prima Stoffe. Besten« verarbeitet. 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