N.M Ter Hketzener erscheint täglich, außer Sonntags - Beilagen: Oletzener Kamillrnblatter; rLretsblatl fßr de« «reis Siegen. Vezugspreir: manatl. 90 4M., viertel- jährl. Mt. 2.83- durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch diePostMk. 3.45 viertel- fährst ausschl. Bestellg. Fentsprech - Anschlüsse: stirdieSchristleitmigl12 Verlag,Geschä?tsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erster Blatt *6Z. Jahrgang Donnerstög, 2t. Juni W? Postscheckkonto: ZraEnrta.M. N686 eneral-Anzeiger für Gderhessen S«ttverkehr: Se«erdebank Sieben ZwMingrnmddrnck u. Verlag: Srühl'sche llniv.-Such- n. Zteindruckeret B. Lange. Lchristleitung. Geschäftsstelle b. Druckerei: Schulstr. 7. fllil.uijllic VON *. die -Lagesnurmner bis zum Nachmittag vorher. Seilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 30 Pf.. Der- inietungen u. Stellenge- sucheloPf., auswärts 25 Pf., b. Platzvoffchckst 30 Pf., Reklamen 75 Pi.« bei Platzvorschrift 90 Pst Hauptschriftleiter: Aug.i Goetz. Verantwortlich, für Politik u. Feuilleton: Lim. Goetz. Stadt und Vermischtes u.Ge— richtssaal: Fr. R. Zenz.j Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. vergebliche italienische Angriffe im Trentino. (WTD.) Grobes Hauptquartier. 29. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen User und Lys nahm besonders am Abend der Artilierftkamps in einzelnen Abschnitten große Heftigkeit an. Auch vom L a Bassee-Kanalbis zur S c a r y c war zeitweilig dieLeuertätigkeit lebhaft. Siwweftlich von Lens griffen die Engländer auf dem Nordufer des Souchez-Baches an, auf den Flügeln wurden sie abgewiesen. In der Mitte gelang ihnen ein Einbruch in unsere vorderen Gräben. Durch kräftigen Gegenstoß wurde verhindert, daß schnell nachstoßendc englische Kräfte ihren Erfolg erweiterten. Im Vorfeld unserer Stellungen nördlich von S t. Q u e n t i n kam es zu Zusammenstößen unserer Posten nrit englischen StreistchteiluMen, die in unserem Feuer welchen mußten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs der Aisne nur stellenweise auflebendes Geschützfeuer. In der westlichen Champagne wurde durch kräftigen Gegenangriff eines märkischen Regiments der grötzte Teil des Geländes zurückgewonnen, das am 18. Juni südwestlich des Hochberges an die Franzosen verloren gegangen war. . An den übrigen Fronten hat sich bei der gewöhnlichen Grabenkampftätigkeit nichts Besonderes ereignet. Der Erste Generalguarliermeister Ludendorff. * Der AScndbericht. Berlin, 29. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen lebhafte Gesechtstätigkeit nur bei Vau- r a i l l o n, nordöstlich rwn Soissons. Vom Osten nichts Neues. In diesen verhältnismäßig stillen Tagen, wo nach unserer Ueberzeugimg langsam der Friede heranrefft, zeigt sich etwas von englischer Hartnäckigkeit. Nicht nur, daß unsere Vettern, wie :rns die Tagesberichte sagen, noch inlmer ihre aussichtslosen Angriffe an der Westfront sort- setzen. Mit dem gleichen Mute der Verzweiflung, für ihre Wesensart noch bezeichnenoer, schlagen sie auch diplomatisch um sich. Auch die allerneuestenVBerlantbarungen russischer ?)trnifter, wonach ein russischer Sonderfriede mit Deutschland als wmnöglich bezeichnet wird, enthüllen es in ihrem Kerne doch rimner wieder, daß es cot Englands diptoniati- scher Weltstellnng, an seinen Abmachungen und Plänen abbröckelt. Die Verträge werden, so erklärte der russische Minister des Auswärtigen vor den versammelten „Soldatenräten", sämtlich revidiert — mit Ausnahme des Londoner Abkommens, dgs gemeinsameil Friedensschluß fordert. Wo sind z. B. die Aussichten hin entschwunden, auch nach dem Kriege Deutschland wirtschaftlich weiter zu bekämpfen? Die Russen wollen davon nichts wissen. Je mehr aber die Aussichten auf-, englischen Sieg schwinden, desto größer wird der .Haß der Engländer gegen Deutschland. Wir haben dies aus ihrer Kriegführung, ihrer Behandlung deutscher Gefangenen, Verwundeten und Schiffbrüchigen erkannt. Wir erkennen es heute auch an recht bezeichnenden politischen Maßnahmen. Die neueste Meldung, daß König Georg die Prinzen und Prinzessinnen seiner Familie, die deutsche Namen tragen, künftig anders, mit englischen Beinamen, benennen will, verdient immerhin einiges Interesse, so ohnmächtig auch der Groll ist, der aus dieser Maßnahme spricht. Der Engländer versäumt kein Mittet, um den deutschen Gegner zu treffen und den deutschen Namen herabzuwürdigen. Heute erst, nach beinahe drei Kriegs? fahren, dieser Entschluß des Königs Georg? Glaubt er damit die Wirkungen des A-Boot-Krieges aufzuheben, seine Kämpfer gegen die deutsche Westfront zu begeistern oder die Russen wieder mit den alten Gefühlen zu.elektrisieren? Von der Hartnäckigkeit der englischen Truppenangrisfc ist diese Politik des Hasses doch etwas verschieden. Jene ist Verzweiflung, diese doch etwas mehr Berechnung. König Georg paßt sich in seinem neuesten Verhalten an die Völkerbcglückungs- absichten Wilsons an. Der will bekanntlich die Menschheit verbrüdern, das gegenwärtige Deutschland aber dabei ausschließen. Daß der Deutsche überhaupt kein Mensch sei, solange ihm nicht die Sonne amerikanisch verstandener Demokratie leuchte, das war aus allen Reden und Kundgebungen des^ Amerikaners herauszulesen. Man will, die Hilfe und Kräfte der Menschheit zu einem englisch-amerikanischen Freden zusammenschweißen. Der weltpolitische Tugendbund soll Deutschland isolieren. Die Mehrheit an moralischem Aufgebot soll uns erdrücken, die Unbeliebtheit Deutschlands bis auf den Gipfel gesteigert werden, wo es und seine Interessen der Majorität der Völker- verfallen. Der seltsame Tugendbund, der uns mit keinen anderen Waffen niederzwingen kann, versuchst uns tot zu schreien. Wir haben gegen die Umtaufe der englischen Prinzen, die ihren deutschen Namen wegwerfen wollen, nichts einzuwenden. Im Gegenteil! Auch wir hatten auf die Sauberkeit des deutschen Namens. Wir lächeln aber über den Wahn unserer Gegner, dieffwch immer glauben, ihr Weltgebäude der Lüge und Schemheiligkeit lasse sich im Sturm der Zeit mit den alten, vermorschten Stützen auftecht erhalten. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 29. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlichcr und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. I t a l i c n i s^h e r Kriegsschauplatz. Nach vienurdzwanzigstündiger Artillerievorbereitung setzte gestern früh ans der Hochfläche der Sieben-Gemeinden der italienische Jnfanterieangriff ein, der namentlich am Nordflügel im Bereich des Monte Forno und des GrenzkammeS mit größtem Kraftaufgebot geführt wurde. Unsere Truppen brachten a l l e A n st ü r m e d c s F e i n d e s in siegreicher Abwehr zum Scheitern. Ein örtlicher Erfolg der Italiener im Gebiete des Vima Ciovi. der einige hundert Schritt Raumgewinn eintrug, lvurde durch Gegenangriff zum größten Teile wieder wettgcmacht. Am Zsonzo nichts von Belang. Der (StKf des Generalstabes. Die Kämpfe in West und Oft. Berlin, 20. Juni. (WTB. ) Während am 19. Juni an der flandrischen Front Jnfanterrekämpfe anchweiter- hin unterblieben, versuchten die Engländer einen neuen Angriff aus den Lens-Bogen. 3 Uhr nachmittags brachen nach heftiger Artillerievorbereitung starke Angriffswellen vor. 9hir nördlich des Souchez-Baches gelang den Engländern ein Einbruch in geringer Breite in den vordersten Graben. Trotz des immer neuen Einsatzes sehr starker.Kräfte bis in die Nacht hinein und eines gewaltigen Munitions-« answandes gelang es ihnen nicht, die Einbruchstelle z'u erweitern. Oestlich von Croiselles wurden weitere 13 Gefangene eingebracht. Am Hochberge, wo am 18. Juni ein kleines Stück des vorderen Grabens verloren gegangen war, vermochten sich die Franzosen nicht lange zu behaupten. Nachdem zwei heftige Angriffe zur Erweiterung ihres Gewinnes abgeschlagen waren, warf sie ein Gegenstoß deutscher Truppen wieder hinaus. Bon den ursprünglich eroberten 400 Meter Graben verblieb ihnen nur noch eine vorspringende Sappe in einer Ausdehnung von etwa 80 Metern. An der Ostfront warfen drei Ententeflieger am 19. Juni morgens Bomben auf ein Feldlazarett in Soveja nordöstlich Kezdivasarhely, das durch die Genfer Flagge deutlich gekennzeichnet war. Die Rückkehr des Rittmeisters v. Richthofen von einen: längeren Erholungsurlaub machte sich dadurch bemerkbar, daß er bereits am Tage nach seiner Rückkehr seinen 53. Gegner ab schoß. Der englische Rückzug an der Struma. A m st c r b a nt, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich. » „Nieuws van den Dag" schreibt: Die Engländer geben ihren Rückzug au derStruma zu und nähren als Grund Malaria an. Früher kannten wir nur strategische Rückzüge. Jetzt kommen noch hygienische hinzu. Die Verwaltung Belgiens. Berlin, 20. Juni. WTB. Nichtamtlich.) Nachdem durch die Verordnung des Generalgouverneurs in Belgien vom 21. März 1917 Belgien in zwei Verwaltungsgebiete — flämische und wallonische — zerlegt wurde, von denen das erstere die Provinzen Antwerpen, Limburg, Ost- und Westslandern sowie die Kreise Brüssel und Löwen und das wallottische die Provinzen Hennegau, Lüttich, Luxemburg und Namur sowie den Kreis Hivclle umfaßt, ist durch allerhöchste Order vom 14. Juni 1917 der g r o ß h e r z o g l ich-b ao i sch c O b e r am t m a int Schaff bete zum Verwaltungschef für das flämische Verwaltungsgebiet mit dem Sitz in Brüssel, und der königlich- preußische Land rat Haniel zum Pcrwattiingschef für das wallonische Berwaltungsgebiet mit dem Sitz in Namur ernannt worden. Den beiden Beamten wurde für die Dauer ihrer Tätigkeit der Rang der Räte erster Klasse verliehen. Gleichzeitig ist der Geheime Oberfinanzrat und Vortragende Rat im preußischen Finanzministerium Pochhammer zum Leiter der Finanzabteilung beim Generalgouverneur in Belgien bestellt und ihm für die Dauer dieser Tätigkeit der persönliche Rang der Räte erster Klassen verliehen worden. Beim Generalgouverneur ist eine Zivilkanzlei eingesetzt worden, zit deren Leiter der königlich preußische Saubrat Freiherr von Wilmowski in Merseburg berufen wurde. Der für das gesamte Gebiet des Generalgouvernements in Belgien bestimmte Verwaltungschef Exzellenz von Sand wird bis zur völligen Durchführung der Verwaltungstrennung aus dem von ihm seit Anfang September 1914 bekleideten Posten verbleiben. Die Revolution in Nutzland. Eine Hauptversammlung der Arbeiter- rmd Soldatenräte. Petersburg, 18. Juni. (WTB.) Meldung der Pet^ bürger Telegrapheu-Llgenttrr. Aus der Hcmptverstmwchmg xc Arbeiter- und Soldatenräte legte der Minister des Aeußeren, Tere st schenk o, über die Politik der Regrermrg Rechenschaft ab und erklärte: Aus dem «Gebiet der auswärttgm Beziehungen wünschen wir den Abschluß eines neuen Vertrages zu betreiben, in dem die von der rui ftschen Demorrmre verkündeten Grundsätze als Grundlage der znnschenstaatllchen Politiker Alliierten anerkannt weckten. Wir wenden alle Mittel an, damit unser Progoamml für alle alliierten Regierungen annehmbar sei, und um den Bruch mit den Alliierten zu ver^ meiden. Wir sind der Ansicht, daß das schlechteste ErgMUs unseres Kampfes für den Weltfrieden ein Svndersrreden mit Deutschland sein würde, der die Ergebnisse der russtlchen Revolutioit zerstören und der Sache der internationalen Demokratie verderblich sein würde. Ein So nderfrreden rst rn der Tat unmöglich. Ein Sonderfrieden würde Rußland M einen neuen Krieg aus seiten der deutschen Koalttüm hrnem- ziehen das heißt aus einem Bund auszutreten, um rn den andern eittzutreteu. Der Minister teilte der Versammlung die Schritte Mtt, die die russische Regierung zur Herbcksührung einer ürtevalli^rten Zusammenkunft getan habe. Diese Zusammerrkunst soll der Rach- prüsung der Verträge dienen mit Ausnahme ledoch des londoner Vertrages, durch das die alliierten Länder sich verpstrchtm, kernen Sonderfrieden zu schließen. Mintster Teresffchenko rechtfertig^ dann die Tätigkeit Kerenskijs und erklärte, dich sich das Land der Drohung eines äußeren Angriffs gegawet sehe und daß cs Pflicht der revolulionären Armee sei, sich selbst zum Bor- gehet: bereit zu halten. Die Untätigkeit an der rusitscheu Front habe die Revolution nicht befestigt, sondern nft Gegenteil geschwächt. Dann ergriff Lenin das Wort und hielt etne lange Anklagerede gegen das Ko alitions kab inett, ferne Batet: und seine Haltung, besonders bezüglich des Krieges und des Ausrufes Kerenskijs zur Ossensive. den er als etnm Verr^: an ben Interessen des internationalen Sozialismus erfLarte. -enm 1 chtng weitgehetrde Maßregeln als Heilnnttel für die Lage vor uno erllärte dann, seine Partei sei bereit, die Macht zu übersatten, wenn sie ihr angeboterr würde. , . Nach ihm sprach Kriegstninister Kerenskn. Er verurrente die Lehre LeninS und fuhr fort: Sie ist nur ein schlecht verstau, dcncr DöarxiSmus. Die von Lenin befürwortete Verbrüderung an der Front ist ein Mcittel, das mrt den Wünschen des deuffchen Ge- neralstabes überentstimmt. Wir müssen der Jnternattona« beweisen. daß wir einen Willen besitzen, der sich nicht von emer vereinzelten und urwrgatrisierten Gruppe beherrschen läßt. Ke- renskij beckchtete sodann von seiner Rrmdverse an die Front und den: günstigen Eindruck, den er davon erhielt, utrd verteidigte ferne Handlungen als Kriegsminister rn kraftvollen Zlusdrücken jutf solchen: Vertrauen und solck>er Ueberzeugung, daß der ganze Laal mit Ausnahntc der Maximalisten in eitre lang anhaltende Kundgebung ausbrach j Finanzmaßregeln Rußlands. Petersburg, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Die vorläuftge Regierung beschloß, die Versendung von Schecks ins Ausland imb die Auszahlung in Rubeln in laufender Rechnung an russische Anstalten und Personen im Auslande zu untersagen. Der Fi- nauzminister wurde ermächtigt, eine besotrdere Abteilung für aus- ländische Wertpapiere eitrzuckchten. Mle Umsätze, die Wertpapiere zum (^genstand haben, dürfen nur durch Vermittelung von Kreditanstalten eingezogen werden, deren Liste vom Fmanzministerium ausgestellt wird. Alle Zwviderhandlnnget: gegen dieses Gesetz werdet: mit Geldbtißcn oder Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren bedroht. Terefchtschenko. Petersburg, 21. Juni. Wse die Pet. Tel.-Agt. meldet, erklärte der Minister des Aeußern T'e r c s ch t s ch e n k o in einer Besprechung mit Pressevertretern u. a., was die wichtige Frage der Teilnahme der Vereinigtet: Staaten am Kriege bo- tresfc, so sei die nordamierikatrffche Republik keinerlei Vertrag init den Alliierten erngegangen. Tie Bespckchnngen mrll Senator Root und der ameck kan: scher: Abordnung fanden in voller Ofsenhckt statt. Cs sei nicht versucht wo-ck>en, bezüglich eiuet^ Zusammenarbckt einen Druck aus Rußland auszuüben. Me Gerüchte über ein Abkommen zu diesem Zwecke, z. B. mit Japans seien falsch, lieber tue Einberufung einer .Konferenz der Mllier- len sagte der Minister, diese sei noch in Vorbereitung. Englische Prinzen mit deutschen Namen. London 20. Juni. (WTB.) Reuter-Meldung. AnttliÄ ! trird gemeldet, daß der Köttig atrläßlich der Verbälttnsse des gegen- wärtiget: Krieges es für wtmschenswert erachtet, daß die P r : n z e n seiner Fannlie, die deutsche Namen und Titel ttagen, auf diese Titel verzichten und von jetzt ab etrglische Beinamen atniekmen sollten. Jttt'olge dieses Enffchlnsfts verlieh der .König den: Herzog Teck, den: Fürsten Mcxatcher Teck, den: Pcknzen Louis Battenberg imi> dem Pcknzen M ex ander Battenberg entsprechende englische Titel. Lottdon, 20. Juni (WTB.^ ^bntlich wird genreldet, daß die P tti n z e s s i n n e n Victoria und Marie-Luise von Schleswig-Holstein von jetzt ab Pcknzesslnnen Victocka und Marie Luise genannt werden sollen. Außerden: habet: aus Wunsch ^ Königs die Pcknzessiimet: der königlichen Familie, dt« den Titel einer Herzogin vot: Sachsen tragen, diese:: Titel mff- gegebett. Das Frauenstimmrecht in England. London, 20. Juni. (WTB."> Unterhaus. Bck Besprech» ung der Wahlreform Vorlage nahm das Hcu:s mtt 383 gegen 55 Stimmet: den Grundsatz des Frauenstimmrechts an. Die Haltung der englischen Sozialisten. Stockholm, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Meldung! der Schwedischen Telegraphen-?lgenttrr: Der holländisch-skandinavische s o z i a l i st i s ch e Ausschuß hatte am 1 8 . Jmrr , eine vorläufige Besprechung mit Julius West von der .Abordnung der Mehrheit der engl i s ch en .So z i a l t sten> der vom Herausgeber des „Cla" (?) begleitet ttwf. Die Zu sammelt- stell ung der Ansichten der englisck-en Mehrheit m:d Mmderhn' tofcb tarn bft_«effl^_etträiunB erst auSgearbertet. Trotzdem machte ^^.Mitteilungen über die .Haltung der englis^n M gewissen, tue die Engländer ausscküaggebmden fragen jSÄK&J) *“ Zf^ ^rfcit ^ die WüLrherstellimg und wSfcSSSS^* Klgien^. uebtt Räumung Nordsrankreichs. and den wwtschattllchen Wiederauft-au dieser .Gebiete auf Koäen der sie wrner für ein geeinigtes und uuab- ^sslges Polen imd sur die völlige Gleichstellung aller Völker- !Z?lwn in 'Ceftencid^llngarn dessen Demokratisierung sie für eme wesentliche Vorauslepung für die Dauerhaftigkeit des Siedens E. Drc englischen Sozialisten und Arbeiter halten die Frage, w« dre schuld an dein Visbruch des' Krieges trägt, für besonders Wichts, .uc Errichtung einer übcrstaatlläsen Gewalt zur Ver- HEng weiterer Z Mammen stöße sei erforderlich. Tic Fabian- Seilschaft entmars cmen vollständigen Wan für alle diese Tinge^ ^xyt iehlich ist die englische Sozialisten- und Arbeiterbewegung eme Gegnern: des Wirtschaftskrieges nach dein Friedensschluß. Griechenland. Athen. 17. Ichiii. >'WTB.) Reuter-Meldung. Vom Pelo- vonnes kommt die vorläufig noch unbestätigte Nachricht, daß sich iZxneoal P o p u l a S weigerte, die neue Regierung an - . t_ u * r " c *[ 11 c n und an die Errichtung einer eigenen Regieruiig ' sur den Peloponnes denkt. Athen 20. Juni iWTB.) Reuter-Meldung. Die Verlxmd- wegen Aufnahme eines oder zweier V e n i f c l l st e n in das T1 rTfr iVmtrfuMt 0 ^ , c*r: r._ :l cv fer, ein Oeüxrmpfer von mindestens 5000 BKL und zwei große ttefbeladene Dampfer mit Kurs auf le Havre, die aus Geleitzug herausg-eschofsen wurden. Der Chef des AdmirulstaLes der Marine. Kristiania, 20. Juni. (WTB.) „Morgendludet" und ,,-^ideus ü.egn" berichten aus Mandat: dortige Fischer erzählten, daß die Nordsee am Skagerrak so gut wie au sgestorben sei. Ein Fischer gibt an, auf einer dreiwöchigen Fahrt in der Nordsee kein einziges Handelsschiff gesehen zu haben, dagegen sei er an einem Tage wicht weniger als sieben Unterseebooten begegnet. Äu§ dem Reiche. f - • - JL V ■ ‘ 0I4/A.IV». MVIII | ll Ul lAiri tungeu zwischen Zaiinis uird dem Beniselisteniührer RepuliS inett haben begonneir. Die übrigen Minister l-abeii sich !ab verpflichtet, jedes von ZaimiS getroffene Abkommen anzunehmew, Kundgebungen gegen König Konstantin irr Lugano. ^Erlin, 21. Juni. Zu den Kundgebungen ge- | C J König Konstantin in Lugano läßt'fich die ^üofs. Ztg. unterur 20. Jui.. melden: Heute abend, während emes Konzertes auf der Piazza Reforma hatten einige Bur- ^en an einem Tisch vo^ dem Nestaurant Garnbrinus den König m Begleitung zweier Herren erkannt. Plötzlich vcr- unter dem zahlreichen Volk die Nachricht von der Anwesen heit des Königs, der sich bald von einer Men- !Menmenge umringt sah. Der König wollte sich eilends nacf> öenr Palasthotel begeben, doch die vielhundertköpfigc Menge begleitete ihn johlend und impfend und pfeifend. — Wie oer —-A. meldet, traf da. . auf Fernruf der Militär- fommanbaiu öoit Lugano, Oberstleutnant M a a g , vnt lobenswerter Schnelligkeit ein und befreite denKö - ^^6 - Bo r dem Hotel fetzte die Menge ihr Pfelfkouzert fort, um 10 Uhr abends war die Ruhe wiederhergestellt. Um diese f €rt ^ oberst A rdsond im Hotel ein, um dem König ^?^^ueru über das Vorkommnis auszusprechen. Eine MUitanvachc wurde ins Hotel verlegt. Im L.-A. heißt es ^wnswunde, die dem König nach seiner -ürustfellentzündung geblieben war, ist noch immer offen. Die Aerzte haben dein König ein Bergklivia voii über 1000 Meter über dem Meere an geraten. Deutschfeindliche Ausschreitungen in Gens. ^^Berlin, 20. Juni. Priv.-Tel) Der „Vossischm Zeitung^ wrpd ans Gent gepreldet: Geni war gestern abend der Schau- lererer deutschfeindlicher Ans s ck reit irngen. >^s Schild des deutschen Konsulates ururde von den Dnnvnstran- tue nach der Prolestveriäminlung gegen den Fall Hoftmann- G^itu vor das deutsche Konsulat zogen, leibveise heruntcrge- nstzm^und dw erntend'ribeiT teilweise eingeschlageii. Auch gegm das türkisch.' und das österreichifch-nirgarische Konsulat wwie gegen deutsche Hotels und ReittnrrantS fanden Kiorgeb-nngen statt. 14 Per- soiren wurden verhaftet. ^ Bern, 20 J-uni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Schwei- tzerrjÄm L-epcieixm-'Agentur: Am Dienstag abend beschloß eine ^vlksversam mlung in Genf von mrg-efLhr 15 000 Personen eine Versammlung des Bundesrats zu verlangen, um Kommissare ein zu setzen, welche die Berantnwrtlichkeiten in der Angelegenheit Hoffmanii festsetzen sollen. Die Versammlung ver- lref sehr ruhig. Danach jedoch begabeii sich Drupps von KuTid- gebenden vor das.deutsche Generalkonsulat und versuchten, das Konsul a t s ch i l d h c r u n t e r z u r e i ß- c n. Die Polizei schntt aber ein und nahm das Schild herunter, das auf einem Polizeiposten in Sicherheit gebracht rvirrde. Die Kundgebendeni gmgen swr das üsterreicfisch-nngarische Konsulat, wo die Fenster emgeworfen wurden. Polizisten imd 2kgenten langten in Kraftwagen an und zerstreuten rasch die Menge. In der Umgebung des .Wninlats wurden mehrere Verhastun.wn vorgenonnnen. '?ln- ^re Kundgebungen faiiden vor dem türkischen Konsulat statt: die Gendarinen zogen blank, luden ihre Waffen und schossen einige blinde Schüsse ab. Mehrere Polizisten und Knndgebende ivurden Incht verwundet. 18 Personen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden verhaftet. Christlich-soziale Parte iversammlung. Ans einer in Fr ankfurt a. M. am 17. Juni untor dem Koriin d^s OberbibliothekarS Dr. Heuser in Meßen tagendsi er- weiterreil VorstandSiitzung des christlich-sozialen Lan- ^ a n de s für das Großl>erzvgttun Hessen, Frankfurt und das Schlüchteruc Land wurde folgende Entschließung angenommen: Wir schauen mit banfmüflieriT Herzen und hohen, Stolz auf die .Hetdenleistnngen der deutschen Heere zu. Lande, auf ünd unter dein Wasser und in der Luft. Nnverloschlich bleibt das (Gedächtnis an die Tausende mid Avertaiisende, die für unseres Volkes und Vaterlandes Freiheit in und außerl-alb Eurooas ihr Leben, ihr Gesuiidbeit oder Freiheit lsaben dabingeben inüffen. Unserer .üriegsleittmg sprechen lvir unfet volles Vertraueir aus m der Gemäßheit, daß die fmhlharte Eiitschloffenheit der Frorst urkd der Heiinarmee ein siegreiches Ende des Krieges gewährleistet. Von dem Frieden erivarterr wir für irnser Vaterland Sicherung iurserer Grenzer: nach Ost imd West, Siedelungsland für die Errrenerung imsereS Volkes und für die Mehrerzeugung von, Nahrungs- und von Futtermitteln, Sicherstellung ausreichender Rohitonzufuh-r für mrfere Jndusttien. Sichwirng unseres Kolonial- besitzes, sofortige Wiedereröffnung des gesamteir Weltmarktes. Freiheit der Meere und eine entswecheude Kriegsentschädigung. Unseren 2kbgeordneten sprecl'en wir uuferm Dank ans für ihre tatkräftige und erfolgreiche Wirksamkest auf dm verschiedensten Gebieten imd unser volles Vertrauen auf ihr nreiteres Wirkeir. Trauerfeier für den abgestürztenOberleutnant v.Trotha. Berliii, 20. Ju.ni. H>ente nachmittag 5 Uhr fand im Großen Hanptguartier eine Tranerfeier nnd darcm anschließend dre Ueberführnng des en des Präsident?,i stelle eine Verletzung der Verfassung dar. Hai, der zum Premierminister ernamit ivar, aber avlLhnte, sein Amt anzutreten, verweigerte ebenfalls die Gegenzeichnung des Erlasses. Wu-Ding-fang reichte seine Entlassung ein. Da» neue österreichische Kabinett. Wien, 21 Juni, (Meldung d..W. ?. k. Tel.-Korr.-Bur.) Wie m Pariameittarifchen Kreisen verlautet, geht das Bestteben des Grafen Clam-Martinic dahin, eine polnisch-deutsche Mehrhei t rin Ministerium zu schaffen unter Aufnahme von Ber-! tretern der Polen, Tschechen, üdslaven und Ruthenen als Lands-! nmnnnnnister, um dtw, K-abinett einen dauernden Clmrakter zu sichern. Andererseits nnrd auch der Plan eines g r o ß e n p a r tarn e n t e. daß wir ui unserem Spruchgebrauch den Sonrnier nicht dem astronomischen Sommer glrichstrilen, steht es auch in Einklang, daß wrr die Zcht, in der der Sommer nach dem Kplender seinen An saiig nmnnt, gewöbiilich als Hochsommer oder als Mittsommer be- {efen Imv in einen: Gedichte Wilhelm Jordans, das die Ueoerschriit „MittsommerWlbeirdlied" trägt: „Wie sich Lust mit leiser Mage Wunderbar im Herzen mifäst, Wann der längsten SoMurertage Spätes Llbendrot erlischt! Doch die Blüten sind gefallen, Früchte schwellt die Juniglut; Db der längste Tag vergangen, .Ob das Jahr sich nneder neigt . . ." Und Hermann Lingg überschreibt rin laicht'„Hochsommer" da« mit dem folgenden schönen Verse schließt: „Der goldne längste Tag ist nieder, Der Himmel voll Geivitter glüht: Verklungen sind die ersten Lieder, Die schönsten Blirmen sind verblüht." Wir laben ja gerade in diesem Jalire schon iwr dem Beginn des asttonomuclen Sonmmrs reichlich viel von der Sonimerivärme zu spüren bekommen, und so ist es ja auch, ivenn nicht in deinselb-ü U\ 'n Mape. in jedem aitbcrm Jahre der Fall. Daher besteht keine Au^nckr ^ daß semals die B^richnung „Soiunrer" in unserem Lp'.aü gebrauch sich mit derjenigem der Astronomen decke,: nnrd Genau ,o verhält es sich ja auch mit der Bezeichnung „Winter"' Das Weihnachtsfest fällt nach innerer Anffaifung imd' nach nn- sercm Sprachgebrauch schon mitten in den Winter, obwohl der astronomisch - Winter erst- rinige Tage vorder seinen Anfang ge- nommen hat und so smgt inan dmn auch in dem ivmrderschöncn WerhnachtSliede „Es ist ein Ros enttprimgen": „Hat uns ein Blümlein bracht Mitten im kalten Mütter . . " Amtliche Perionalnachrichten. Der Kro». Mt dic k>urch d,c Delanalssnnoke des XrfanatS Mir ten Rrst her (cniiat&ri! WaAperiodc vollzoq-nc Wahl des evan- gtt„ch-n Pfarrers Tlxeodor Wiegel M «ingrnHeim zum Stell- v-rtreter des Dcl-rn- des Tekmiats Nidda bestätigt. — Der Groß, bcrzog hat tem Laridbriefträger Karl Mehring in Gedern das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift , Mr treue Dienste" wrjtd)rn. - 'Am 14 Jmn d.Js. wurde PWjpp Schi!; auch Büdesheim vom l.Juli d. Is. an znm ÄhreSg-Vls« dei dem Finanzamt Bzngsn ernannt. ... Landesarrsschuß dar Nationalsrifrvng Mr d^ Großberzvgtuui Hessen hielt am 8. Jirni zu Darmstadt eme ^ißung ab, in der u. a. mttgetrilt werden konnte, daß sich i I er 9/ünis in: Großherzogtum Hessen auf lstwa. »000 Mk. lielMpe. Hiervon entfallen auf Starbmburg 584 000 Niark,. Rhemhessen 530 000 Mk., Ober Hessen 73 000 Mk. .^V??ungsgefuche und bis Ende Mai 735 eingelanfen: in ooo. Fallen wurden msgefanit 79 2()0 Mk. an Unterstützungen be- Engt, -i/ie Iah! der .vnlfesirchenden wächst von Tag zu Tag. .vtogen dal/er alle rvohttätigen Menscher: stets der Hinterbliebenen unserer tapferen Kriegm gedenken. ±',i bis 4 i 2 Prozent Zinsen. Die Kriegsfinan- zrcrimg des Reiches erfordert es, daß alle flüssigen Gelder L,tei ^ e . Mgeführt werden. Das Reick) gibt daher Reichs- ) a>a^cntrpeiju.Ttgen in Etüden zu 500, 1000, 10000, 100 OOO uttö_ 1 Million Mark aus und vergütet dafür an täglichen Zinsen 41/4 Prozent. Die Zirrsen werden sofort lxrim Ein- ^ Kapitals für die Jett der Anlage im voraus, entrichtet. — Die Reichsbankftelle in Gießen isti vereit, den Ankauf solcher Schatzanweisnngen kostenlos m verinitteln und die beschafften auf Wuirsch kosterilos aus- znbewahren. Ebenso wiro die Einziehung der Rcichsschatz- .ber Mligkeit von der hiesigen Reichsbant- ilel.e kostenlos besorgt. — Wer also zurzeit irgendrvic über s^eie Gelder tnl Betrage von mindestens 500 Mk. ver- ' ie ~ ai ^ diesem Wege ohne Risiko und ohne ^6endwelche Speien oder- Unkosten täglich durch die Reichsbankstellc in Gießen zu 4', Prozent ber wenrger als OOtä^iger Laufzeit zu 4 Prozent Zinsen an- legem Wird die Rückzahlung des Geldes vor Fälliakeit der so kenn dies jederzeit ge- Reichsbank übernimmt in diesem Fall die 5 urrgen selbsi, sie kürzt alsdann Zinsen bis zum g allig te:t-Magc und zwar zu:n jeweilige:! Banksatz, geqen- wErg Prozent. Sonstige Kosten erwachsen durch die vor- serttge Ernlosmrg nicht. Dief-e überaus günstige, mir aus £>eT ^.rtegszett heraus gegebene Gelegenheit zu einer v ^ ^ 0 ge, die hvchverzinslich ist und dabei doch ^ u fJ l 8 9 emacht werden kann, ist bereits von weitesten Kreisen wahr genommen worden m:d findet täglich 1 hi* m -- r — Falls jeniand sich verpflichtet, die Gelder für dre neue 7. Kriegsanleihe zu öer- ^^,Ptt>zeitt Zinsen vergütet. Dre Einzahlung der Gelder auf die .^Kriegsanleihe erfolgt zur qe- kostenlos. Zur näheren Airskunst ist die Rrichs- bittttstelle Greßen M den Bormittags-Dienststunden von 9 b:s t tthr gern bereit. ft /reber handnahm c der Treibriemendreb- die ^Eicher Rrittrilwng Maßnalmmn erforderlich, ^^o^llchenEn Ursprung'von Treibriemen jederzeit fest- m«n, W T 2 01 Albern von Ledertteibriemen nnrd deshalb arieL^ «E von Mater zu Meter «ms- LLch^ Ä ^ ^ Srma w ® fltnHhK « 8 «as fp su J t ® T J.^ arniö an Kleiderstoffen. - Haben die Gewohrrhett, ihre Kleider, so wie i! ^b^stageir sind, rür immer ahzulegen und u* il CTPC Kleidungsstücke, zu ersetzen. Dies ist ein qanzttch verkehrter Weg. namenttich in jetziger Zeit, die uns allen öurcrk ^- W* Streckung 4cm '«onStc an v^tonen 10 wert es tn unseren haften stobt, beizuttagen In ^ÄSÄ 1 ^ lCÖ ^ nämlich nwglrck) fein, die gettagenew ^ll aL . Vetraut man hiermit einen, der sich mtt Sorgfalt seiner dlufgabe unterzieht, so erscheint das Kleidungsstück wieder wie NQrnnd erfüllt auf lange hinaus seinen Zweck. Die alten .Knopf cäSS sr^^dgen dm manchen vielleicht am meisten als tefbvefem! Bersahven erscheinen, werden sauber MEbertet und Verschwinden lusrte den mngesetzten Knöpfen. Zu.^ter lttme kommen für dieses Verfallen nattirlrch Herren- “55 lrt Fräse- aber auch Damenkleider würden sich Igerzu oe- Ä ^len Wenn diese Doppelverwerttmg de? Swfst m so. ließe sich dadurch eine Mnz^ außerordentliche^ Ersparnis an Kleiderstoffen erzielen die für die gedeihliche Entwickelung der Verhältnisse auf unserem Textilwarenmarkt von ivesentticher Bedeutung werden könnte. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain. 20. Juni. Den .Heldentod fürs Dater- lam> starb der Schütze Wilhelm Komp, .Sohn der Witwe Katda- rrna^dmp. Er stand bei einer MrsL^wch^m^Z^ Kreis Schotten. Xa^fiZlLZ: 21 - 3Wti ; SUW9 Rühl erhielt Me fische . . c - Eschenrod 20. Juni. Der Musketier Heinrich Wolf m entetji ^mmterieMegmmit, erhielt das Eiserne Krem 2 Kl' * ^enb«rn, 21.Jmn. Der auf den 26. und 27. Jnnr d ^s. anberaumte Markt, der allbekannte „He r chenhai ner Gehannsm ärt", wird nicht abgehalten ' M . i- Kol zenh arm 21.Jmn. Die .Hessische Tapstrkeitsn«dai.'le eurde ldem ^mfanterl.shen Emil Rausch zuteil. , c ; ^ s r ' 20. Juni. Das Militär-SanitätS-Kreuz wiwde dem Lanosturmmann .Katt Stern verliehen, der zurzeit un Lazarett zu Paderborn liegt. Starkenburg und Nhcinhessen. Höchstpreise sür Wein. Mainz, 20. Jmn. Gestern fand hier unter dem Vorsitz des Ministers des Jimern v. Hombergk Erzellenz mit Vertretern des Wo mb an es, insbesvnderc auch des Kleittwinzerstandos und der Wrnzergeno: scnschaften, des Wemharchols, der Handel Stimmern der wem bau ttei banden Bezirke, ferner von Vertretern des Erweiterten Erste:! Ausschusses Zweite:- Kammer der Landstände und der Reichs- und Lan.dtagSabgeordn.eton der am Weinbau lieterligte,r Wahttrrife eine eingehende Besprechung über kriegs»virt>ä)attlichc .Rlaspiachnen, betreffend bat Verkehr mir Wicin >md damit zu- sanmienhängende .Fragen statt. Die Konferenz erklärte einmütig, daß die Einführung von Höchstpreisen f ü r W e i n ruck übn-wioge:rd dagegen svreck-enden (Gründen abzulehnen sei Die Berste,genmgen seien lauf Werne eigenen Wack)StmnS zu l>e- schränken. Starkenüurg und Nheinhessen. = Ofsenbach, 20. Juni. Nach knapp vierteljährlicher Le»-, b-nsdauer wurde am! Dienstag die von ber Stadtverordneten-' ^r/ammimtö erndytete städtische Schuchfabrik wieder .w- »chlvssen. Fachmannrsche Kreise hatten gegen die Anstalt von vornherein die lebhaftesten Bedenken geäußert. Hessen-Nassaa. ^ Fra n kf ur t^a. M., 20 Jnni. Im Zoologischen Garten begann Iseute m ftarfem Besucht aus allen Trilen des Reichs die diesjährige K r i e g s t a g u n g d e s B u n d e s d e u t s ch e r G a st - wrrte. Teil Verhandlungen, die vom Bundespräsidenten Rudolf Kämpf, Leipzig, geleitet wurden, wohnten neben verschiedenen Eknengastcn auch Vertreter staatlicher Behörden nnd städtischtw Korperichahen bei. Nach den übttwen Begi-üßungsreden, die sich diesmal besonders mit dem 25 jährigen Bestehen des Bimdes be- sckättlgten wurden zunächst gesäsästliche Angelegenheiten erledigt: Jahresbericht Kassenbericht und kleine Mitteilungen. Ein Anttag des Verbandes Kassel aus Errichttmg von G a st w iir t s -K a m n^r n, der frühere Tagungen schon wiederholt beschäftigte, abev tetv ckblehnnng fand, wiirde heute nach ringehenden: Mrinung->- au stau sch angenommen. Von cnrderer Seite trat ,ncm ft'ir die Errichtung von Beratnngsänttern ft'ir Gewerk und Kleinhandel ein. Ferner beschloß umn, m Gemeinschaft mit anderen Verbänden die Konzes sioniern n g des Fla schenbierhan dels bei den Behörden zu beantrage«. Falls dieses Ziel nicht erreicht üwrdenj KMe, tst durch den Bund dahin zu wirken, daß der Verkauf von Flaschenbier von jebeni Gasttvirt aufgeiwmmen wird. Im weiteren Juni 3917 —«» t-» ^ o - - « g » = E Ärf*Hf brr Ver-Ludlrrnarn tewf mag Wxnnr Wer OvAmisatLmA, Müller fr agen, so icker das DerMLms des Bundes imd ferner Unter- 21. Juni: S 0 ° verkLrckc Pu der Berliner Zentrale uitb die auf früheren Bundes- ^agnngen. deschioffene Vereinigung der einzelnen Verbände des Gast- »arrtSsSverbes. = t$r t a n tf u t t a. 9tt., 20. Imri. An der Niedervader Schleuse «rtrank Dienstag atzend ein Soldat beim Baden. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Vermischtes. * Brandenburg, 20 Jirni lWTBS 'Amttübe Meldung: Ter Eil guter King 6 04 0 fuhr heute nacht infolge U-eber- fahrens des Einfohrsigmals auf dem Bahnhof Ger misch auf die Rangierabteilung, wobei drei L-okomotiven und fünf Wagen entgleist sind. Der Lokomotivführer und der Heiner de« Eilgüter- -KuMs wurden getötet. Das Hauptgleis bleibt voraussichtlich bis heute abend cpffperrt. Der Personenverkehr wird durch Uuiiteigen aufrecht erhalten. Die BollMge werden über Gut er glück umgelertet. * S w i n e m ü n b c, 21. Juni/ In dem zwischen hier und Melbeck liegenden Dorfe Korswandt brach gestern vorinittag Groß- s e u e r aus, dem bis znm Mittag sechs große Gehöfte zum Opfer gefallen waren. ^ --- Rur 66 Farbentöne. Im Merten Kriegssahr wurde aus den Meisen der Damen-Mode-Jnduftrie beweglich geklagt, daß leider der Krieg durch die Beschlagnahme bestimmter El>emi?alien und Farbstoffe die Damen-Mode-Jickustrie in die peinliche Notwendigkeit versetze, sich mit „nur" 26 Farben für den Wörter 1916/17 zu begnügen. Da stellt es wieder unserm deutschen Er firchungsgeist em recht gutes Zeugnis aus, daß anscheinend der be klagenswerte Mangel an Farbenreicküum unserer Damen-Mode für den kommenden Winter 1917/18 keinen .Kummer mehr bereitet. Denn die neue Farbenkarte, die der Verband der Damen-Mode und 7 hver Industrie jetzt herausgegeben hat, bezeichnet nickt weniger als 66 verschiedene Töne, von denen 58 als Stamm- färben bezeichnet werden. An erster Stelle fteht grün, dann folgen bräunliche Bronzefarben, weinrote Töne, silbergrau, blau-, lila und Hanffarben. — Me man sieht, kann auf die Dauer selbst ein Weltkrieg unsere Damen-Mode nicht in Verlegenheit bringen. * Etwas über das Baden. Die alten Deutschen waren, wie allgemein bekannt, ein recht badefreudiqes Volk. Sich stundenlang in Flüssen, Sven mck Deichen rmrbarzutWNMeln, galt ihnen als ein großes Vergnügen, und sckwn die Kinder wurden so abgehärtet, daß sie sogar bei ziemlicher Kälte rwch im Freien badeten. Auch noch in der nnttelalterlichen Zeit war bänfiges Baden bei den Deutschen allgemein sehr beliebt. In den Städten entstanden^ überall BcMnben, es entstand der besondere Beruf der Bader, und die Badstuben wurden oft znm Mittelpunkt eines ftöhlrchen Treibens, das freilich auch nicht sotten wie märt hatte vom Trinkgeld spricht, so sprach inan damals vom Badgeld. Selbst noch auf den entlegenstai Burgen imd auf vielen Dörfern waren Badstuben eingerichtet. Mit der Ausbreitung ansteckender Krankheiten ging aber dann das Badenwesen überall zurück, und unter dem Einfluß einer anders gearteten Weftmrffafsung, wurde namentlich das Becken, in den fteien Gewässern stark bekämpft. Das ganze 18. Jahrhundert hindurch haben dann die Obrigkeiten in Deutschland überall einen hartnäckigen Kampf gegen das Baden geführt und es als eine große llnstttlickkeit hingestellt, die unterdrückt werden müsse. So Laut im Jahre 1736 im LäNdchen Baden eine Bermckrrung heraus, wonach das Volk vor dem „so gemeruar als Höchst gefährlichen imd ärgerlichen Baden zu Warna: und die Uebertreter zu bestrafe,r seien". In eircer anderen hohen obrigkeitlichen Verordnung hieß es, „ivei'l das Baden der jüngerer^ Menschen und der Buben sommerszeit sehr ärgerlich und viel Schlimmes nack sich ziehet", müsse es bestraft wecken. Selbst Goethe war ein Gegner des Badens in offenen Gewässer,:: denn er normte es in den' siebziger Jähren des 18. Jahrhunderts eine „Verrücktheit der Enthusiasten für den Naturzustand". UiriversttSts-Nachrichten. Berlin , 21. Juni. Nach dem „Berliner Tageblatt" hat einen Nus an die Universität Leimig als Nachfolger Sohms der Professor Alfred Sch ul tze-Freiburg erhalten. e Badeanstalt. Wass er w ürme Der Lava am eaumur. Briefkasten der Redaktion. Mnoupme Anfragen bleiben unberücksichtigt^ K. Lotlar. Nach unfern Erkundigungen sind die Enten und Teichmuscheln der Lahn zwar nicht giftig, aber zur menschlichen Ernährung kaum geeignet. W. K. 5ch. Das vaterländische Hilfsdienstgeletz ist in unserem Blatte veröffentlicht und verschiedentlich behändest morden. Den 8 2 des Gesetzes neuerlich zu rnröfsemlichen, müsse:: wir ans technischen Gründen afcfelynen, zumal das Gesetz in .sehr billigen Ausgaben in jeder Buchhandlung zu erl-alten ist. Meteorologische veobachtringen der Station Gießen. r* -*-# 2 3 11?' o S~S 55 L co 28,2 23,4 20,2 96 30,4 12,6 .9 05 -rs *45 £ -0- £ 3 60 34 49 71 »n Wetter Sonnenschein Sonnenschein Höchste Temperatur am 39. dir 20. Juni 1917 Niedrigste ,. „ 19. „ 20. , 1917 Niederschlag: 0, mm. + 28.4' a -f 14,0' C. Witterungsbericht. (O effentlich er W etterdien st.) Wechselnd bewölkt, stell cnwcffe Niederschläge, Temperatur wenig geändert. Gersrvs «ramim. . m Berlin, 20. Imri. Wie die „Boss 3 ^ 9 ^ der frühere Berliner Botschafter Mr. lÄerard seherren Persönlichkeiten in Amerika beschmv^ gfMgufr einen bekannten, in Deutschstnck sich aufftalleuo' ^ at Fan er zum Selbstmord getrielren zu haben- >ftr ^ sich am 20. Januar 1917 kurz vor der endgültige. ^ Gerards nach Amerika der in amerikanischst ^ Saunte imd beliebte Nvte--Kr-enz-BevolstllächUg:r ^ Große, ein Sohn des deutschen Dichters Iuluiv birrrf) einen Pistolenschuß entleibt Die Ursache ve-' ’ ■ mordes war, daß der Verstorbene durch den am . scheu Botschafter in Berlin seines guten Namens,! Lebensaufgabe, seiner Eristeuznrittel und serner ^ ^ rmü-t Iv^den wir Im emzeln«, lmndclt -s uch daE», daß Gerards 400000 Mark, die er angeblich für &'. Honlrvl, Welskar, Silhöferstr. 14. ^ Fuhrmann gesucht. 03798 J. K. 8ples, Mittelweg 7. 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Juni 1917. * Die Beerdigung findet Freitag, 3 Uhrnachmittags, vom Portal des Neuen Friedhofes aus statt. ^ Bei siegreichem Sturm schwer verwundet, starb in einem Lazarett den Heldentod der Leutnant und Adjutant im Infant.- Regiment Großherzog von Sachsen Handelslehr - Institut Hermes, Gießen, Bahnhofntraße 60. Am 2. .Juli beginnen wieder neue Kurse in Stcwo- »i-apiiie. .'Ifia^ohinensclireibcn, Bnehttihrang. kaufm. Rechne«, Kont«korrentrechncii nsw. Mail bittet um rechtzeitige Anmeld. Prosp. gratis. 4 * 5 ° Herr Dietrich y. Knobelsdorff Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II. I<1., Ritter des Wilhelm-Ernst-Kriegs-Kreuzes und des Ritterkreuzes des Hausordens der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken. Ein jugendfrischer, hochbegabter und pflichttreuer Offizier, der an allen schweren Kämpfen des Regiments teilgenommen, ist uns in ihm entrissen worden. 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Fachmann zum Einkauf von Nolitabak, 18 Frauen für Mnnitionsbelrieb, 1 Fabrbursche, 9 Dienstmädchen, 7 Launrauen.2Bnchbinderlehrlinge, ISchreiner lebrling. 2 Schueiderlehrlinge. 2 Bäckerlehrlinge, 1 per- beirateler Kricgsbesrimvigter für Garten- und land- ipirlschnsilichen Betrieb 9 Hausburschen. d. bei auswärtigen Arbeitgebern: % 4 landw. Knechte, 4 Dienstmädchen für Landwirtschaft, w Mechaniker, w Feinmechaniker, 15 Schlosser,4Akaschiuen- schlosser. 1 Aknschinenmeister,< 28 Holzarbeiter, Säger und Zimmerleüte. 3 Schreiner, 1 Webmeister, 1 Heizer, 1 Frisierer. 1 Drucker, 1 Setzer, 2 Krastwagennibrer, 2Hilsswärter, 12 Streckenarbeiter, eine Anzahl Mädchen und Frauen für eine Sprengstoftfabrik, 4 Haus- und Küchenmädchen. ES iudien Arbeit: 1 Goldarbertor, 1 Metzger, 1 Zimmermeister, 1 Buchbinder. 5 Kaufleute bzw. 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